My beloved doctor [Alice & Shio]

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    • My beloved doctor [Alice & Shio]

      Vorstellung
      @Alicelinein

      Haru Motosowa

      Von einer Sekunde auf die andere kann sich ein Leben schlagartig ändern. Ohne das man es vorhersehen konnte, verlor man das was man liebte von jetzt auf gleich.
      Diese Szenen von dem Autounfall seiner Eltern spukten ihn nächtelang im Kopf herum. Immer wieder sah er sie vor sich, eingeklemmt im Auto, um Hilfe rufen. Doch er konnte nichts für sie tun.. Er war noch klein und unwissend. Das er bei dem Unfall nicht verletzt wurde, hatte er einen Schutzengel zu verdanken. Bis auf ein paar Schürfwunden bekam er nicht ab. Heute blieben ihn nur noch die Narben als Erinnerung an diesen Tag.
      Die Jahre waren kein Zuckerschlecken für ihn, doch er schwor sich Menschen zu helfen, dass war schon immer sein Traum gewesen. Er wollte seine Eltern stolz machen und nachdem er sein Studium mit Pravour absolviert hatte musste er sich eine Arbeit suchen.
      Viele Jobangebote folgten, doch nie war etwas dabei was ihn zufrieden stellte. Eines Tages gab es eine Annonce in der Zeitung wo ein älterer Herr einen Kollegen für seine Praxis suchte. Schon bewarb er sich dort und wurde dankend angenommen.
      Es dauerte nicht lange und er baute sich dort einen sehr guten Ruf auf und die Vielzahl an Neupatienten kamen täglich dazu.
      Er liebte seine Arbeit als Arzt sehr, doch immer wieder merkte er, das ihm etwas fehlte. Etwas was diese Lücke in seinem Herzen füllen sollte..

      Auch heute kam er wieder gutgelaunt in die Gemeinschaftspraxis an und begrüßten Herrn Akito und die Empfangsdame Frau Karusa. "Guten Morgen Haru. Wie war dein Wochenende?" Vorsichtig zog er seine Jacke aus und hängte sie an den Ständer. "Ruhig. Ich habe es endlich geschafft mein Buch durchzulesen. Und eures?"
      Die Frau stand auf und goss ihn eine Tasse Kaffee ein. "Abenteuerlich. Mein Sohn wollte unbedingt eine Schnitzeljagt veranstalten und wir sind stundenlang durch den Wald geirrt um den Schatz zu finden." "Und?" Er nahm dankend den Kaffee entgegen. "Nun wir sind fündig geworden." Stolz zeigte sie den beiden eine echte Goldmünze. "Wow. Die glänzt ja." "Ja und wie! Nur muss ich gut auf sie aufpassen." Herr Akito purstete in seinen Bart hinein und nahm ebenfalls eine Tasse mit Kaffee. "Und bei ihnen?" "Ich habe mich um das Grab meiner Frau gekümmert und sonst etwas im Garten gemacht. Das Wetter ist zum Glück nicht mehr ganz so nass kalt wie die letzten Wochen."
      Es war gerade Mal zwei Wochen her, als seine Frau aus heiterem Himmel zusammensackte und nicht mehr aufwachte. Haru konnte seinen Schmerz gut nachvollziehen und versuchte so gut es ging für ihn da zu sein. "Aber wir sollten lieber unsere Energie in die Arbeit stecken. Gleich kommen wieder einige Patienten."
      Der Kaffee wurde ausgetrunken und die Tassen wurden in die Spüle gestellt. "Ähm Haru?" "Ja?" Er nahm seine Aktentasche und drehte sich zu ihr um. "Wollen wir in der Pause vielleicht was zusammen essen gehen." "Ja klar." "Prima." Sie lächelte aus ganzem Herzen und stand von ihrem Platz auf um die Tür zu öffnen.
      Haru stellte die Tasche an die Seite, nahm seinen Kittel und zog ihn drüber und bereitete seinen Arbeitsplatz vor.
      Schon wurden die ersten Akten auf seinen Schreibtisch gelegt und er rief einen nach den anderen auf.
      Die Stunden vergingen wie im Fluge und von 11:30 bis 13:30 hatten sie zu. Haru hang den Kittel wieder über seinen Stuhl und nahm seine Jacke vom Ständer. "Kommt Akito nicht mit?" "Nein er hat keinen Hunger. Wir sollen ihn auch nichts mitbringen." "Hm okey.." Seufzend sah er zu seinem Büro. "Jetzt komm ich habe Hunger."
      Sie schnappte sich Haru und hakte sich in seinem Arm ein.
      "Also worauf hast du Lust?" "Hm lass mich überlegen. Asiatisch?" "Gut. Wir können uns ja etwas holen und in den Park setzen, wenn du magst." Sie nickte nur und die beiden machten sich auf dem Weg um sich bei einem Schnellimbiss gebratene Nudeln zu holen.
      Ein wenig Fußmarsch davon entfernt kamen sie an den Park an und machten es sich auf einer Bank an einem kleinen See gemütlich und fingen an ihre Nudeln zu Essen und pber Belangloses zu reden.
    • Yue Nakabami

      Früh am morgen parkte der weiße Umzugswagen vor dem Hochhaus. Mitten im Herz der Tokyo viertel fand Yue eine Wohnung für einen günstigen Preis. Alles ging so schnell. Grade vor 6 Wochen lag noch die junge Frau im einen Krankenbett auf der Station und nun stand sie vor der Wohnung. Die Entscheidung der Tochter Überraschte die ganze Familie, keiner hätte damit gerechnet, dass die so kränkliche Yue das Haus verlässt in dem sie aufgewachsen ist; erst recht nicht wegen ihres gesundheitlichen Zustands. Nie hat sie wirklich ruhe gehabt, ständig war da ein Virus, eine Allergie. Im Winter und Frühling war es am schlimmsten, wenn der Schnee fiel, oder die Pollen durch die Gegend flogen, konnte die arme kaum das Haus verlassen. Ein Wunder, dass ihre Leber keine größeren Schaden erlitt, durch all die Antibiotika und Medikamente, doch das war die kleinste Sorge und darüber wollte Yue nicht nachdenken. Sie beschloss schließlich ein neues Leben anzufangen - so war zumindest der Plan.
      Aus dem Passat hinter dem Umzugswagen stiegen ihre Mutter und 2 ältere Bruder aus. Haruki, der älteste Sohn der Nakabami Familie, war etwas über 2 Meter groß und gut gebaut, ein junger Mann, 6 Jahre älter als seine Schwester. Neben Haruki stand Sota, einen halben Kopf kleiner als sein Bruder und 4 Jahre älter als Yue. Alle beide gut aussehend und dem Vater schon fast zu ähnlich, dabei war die Tochter eins zu eins wie die Mutti. Die selben strahlenden Augen, die selbe Haarfarbe und genauso klein mit ihrem 1,63 Metern. "Da sind wir also" ertönte die männliche Stimme ihres Vaters, der das Gebäude begutachtete. Etwas nervös folgte ihm die Tochter zum Wagen und öffnete die Tür, hinter der all ihre Möbel gestapelt warteten getragen zu werden. "Es ist eine schöne Gegen" träumte Frau Nakabami vor sich hin, blickte sich um und blieb mit den Augen auf dem Park gegenüber von dem Haus stehen. Yue drehte sich um "Ja das Stimmt. Ich fand es super in der Nähe eines Parks zu wohnen, vor allem halt noch wegen Sport!" Ihre Brüder fingen an zu kichern ehe Haruki eine Stimme bekam "Wenn du Sport machen willst dann pack mal mit an" stupste er seine kleine Schwester an der Nase.

      Einen ganzen Vormittag trug die ganze Familie Yue's Möbel und Sachen hoch in die 4te Etage. Sofort hatte Sota beim Anblick des Fahrstuhls gelächelt und etwas von Glück gemurmelt. Wie Recht er doch nur hatte, das Mädchen war tatsächlich froh nicht die Treppe laufen zu müssen, was ihr erleichtertes stöhnen deutlich betonte.
      Als endlich der letzte Karton oben angekommen ist und alle Helfer sich im Wohnzimmer versammelt hatten, bot Yue noch einen Tee an, doch Vater hat es eilig gehabt. Schnell verabschiedete er sich und versprach seine Tochter bald zu besuchen - Mutter hat etwas länger gebraucht, bevor sie ihr Kind aus der Umarmung befreite. Mit Tränen in den Augen lächelte die ältere Dame "Pass bitte auf dich auf ja? Geh nicht zu spät raus und denk an deine Gesundheit" bettelte sie ihre Tochter, die jedes mal nur nickte. "Und geh heute noch zum Arzt! Du musst einen Hausarzt haben!" "Mama, es ist einer hier gleich in der Nähe. Die Praxis ist sozusagen auf der anderen Seite des Parks!" flennte die junge Frau.
      Ihre Mutter war wirklich manchmal viel zu Fürsorglich. Sicher verstand es die weißhaarige und doch fand sie es manchmal zu übertrieben, es nervte sie förmlich. Am liebten hätte sie ihre Mutter in eine Art "Blase" gesteckt damit ihr nie im Leben was zustoßen könnte - dabei war sie doch schon erwachsen!
      Letztendlich allein in der Wohnung, in den eigenen vier Wänden, ließ sich Yue auf ihr Sofa fallen und holte ihr Handy heraus. Mit ihrem Zustand Poker zu spielen war alles andere als abenteuerlich, also googelte das Mädchen die Öffnungszeiten der Praxis. Es war grade 13 Uhr, so hatte sie eine halbe Stunde um noch in ruhe etwas essen zu gehen, vielleicht auch einen kleinen Spaziergang zu machen?
      Sie entschied sich für beides, spazierte also zum Park, davor in dem kleinen Restaurant nahm sie eine Nudeln-box und setzte sich im Park auf einer der Bänke. Es war wirklich schön, die Kinder spielten und lachten, viele paare spazierten die Wäge entlang, Hunde sogar spielten miteinander während sich die Besitzer unterhielten. Eine Szene wie aus einem Film. Traumhaft kam es der jungen Frau vor.
      So vor sich hin träumend vergaß Yue die Zeit, sprang fast etwas zu schnell auf, entsorgte ihre noch fast halb volle Box und machte sich auf den Weg, doch so leicht sollte es nicht sein. Irgendwo zwischen den Straßen hatte sie sich verlaufen, ging auf dem Fußweg auf und ab, mit dem Blick in ihr Handy gebohrt, was ab und zu laute von sich gab wie: "Biegen sie links ab. Bitte wenden Sie! Bitte wenden Sie." Yue hatte die schnauze voll, meckerte ihr Smartphone an, was ein paar Menschen zum kichern brachte. "Blöde Technik!" murmelte die junge Frau vor sich hin, doch als sie ihren Blick erhob bemerkte sie schon ihr Zielort. Sie war auf eine mysteriöse Art und Weise angekommen. Irgendwie hatte sie es ja doch geschafft.
      Ohne weiter zu grübeln betrat sie die lang gesuchte Praxis, setzte ihr natürlich schönes lächeln auf und marschierte zum Empfang.
      "Guten Tag, Nakabami mein Name. Ich bin heute umgezogen und bräuchte einen neuen Hausarzt~"
    • Haru Motosowa

      Die Pause war schnell vorbei und die beiden machten sich auf dem Weg zur Praxis. Herr Akito schien immer noch in seinem Büro zu sein und Haru überlegte für einen Moment doch einmal nachzuschauen. Doch als er gerade die Türklinge herunterdrücken wollte, verlies ihn doch der Mut und er zog sich wieder um. Am Nachmittag waren kaum noch Menschen in der Praxis und da hatte der junge Mann immer Zeit für ein paar Akten und Recherchen. Es hatte sich schon ein ganzer Stapel angesammelt, den er einfach nicht losbekam. Immer wieder kam es zu Neuanmeldungen, weil sie ihn unbedingt als Arzt haben wollten. Sei es wegen des Aussehens oder doch seiner Fähigkeiten? Nun das war ihm schier schleierhaft, doch er liebte seinen Job und solange er dem alten Herren eine last abnehmen kann, so tut er dies gern.
      Haru holte sich währendessen immer einen frischen Kaffee und auch die Empfangsdame hatte einiges zu tun. Die Rezepte faxten sich ja nicht von selbst.
      Es war schon beinahe 14 Uhr, als nocheinmal die Glocke der Praxis ertönte. Frau Karusa hob den Kopf unter dem Schreibtisch hervor und winkte die junge Frau erst einmal zu Seite. "Nehmen Sie Platz ich komme sofort." Sie hatte wieder mit der Technik zu tun, die schon wieder ausgefallen ist. Mit völlig verstreuten Haaren, klopfte sie an das Büro von Haru und verschwand darin. Als sie wieder hinauskam, hatte sie wieder ein Lächeln auf den Lippen. "Danke!" Sie zupfte ihre Sachen zurecht und wittmete sich der Frau die im Wartezimmer Platz nahm. "So nun hab ich es. Also ihr Name war Nakabami und sie suchen einen neunen Hausarzt." Sie tippte derweil die Daten von ihr ein. "Ihre Krankenkarte bitte." Sie musterte die junge Frau vor sich und konnte ihr ansehen, das sie vieles durchgemacht haben muss.
      Sie zog ihre Brille etwas hinunter und sah sie an. "Hier haben Sie erst einmal die Karte wieder. Im Moment haben wir viel zu tun in der Praxis, aber ich kann bei den beiden Ärzten nachfragen ob sie noch Platz haben. Ich würde mich dann bei ihnen melden. Aber ich kann es nicht versprechen." Sie übergab ihr die Krankenkarte wieder und auch eine Visitenkarte. "Wenn Sie möchten, können sie sich auf unserer Internetseite schlau machen. Ich wünsche noch einen schönen Tag."
      Sogleich ging sie zu Haru um ihn von der jungen Frau zu berichten. "Noch jemanden? Puh. Ich weiß nicht wie ich das packen soll. Ich bin vollkommen ausgebucht.." "Also soll ich ihr absagen?" Er stöhnte, schüttelte aber mit den Kopf. "Nein, das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren." "Sie sah auch ziemlich mitgenommen aus..." "Dann überlege ich auch gar nicht. Ich rufe sie anch der Schicht an." Frau Karusa nickte und ging aus dem Büro heraus.
      ´Wegen mir soll niemand umkommen..´
      Den restlichen Nachmittag verbrachten sie damit die Tecknik in Gang zu bekommen und hier und da noch ein paar Patienten zu behandeln.
      Endlich war es 16 Uhr und die Praxis war geschlossen. Auch Herr Akito trat aus seinem Büro und war sichtlich erleichtert darüber das Feierabend war. "Wer hat Lust auf nen Drink?" Beide sahen den älteren Herren an und grinsten. "Ich komme gleich nach. Ich muss nur noch jemanden anrufen."
      Haru war es wichtig bei klarem Verstand zu bleiben, damit die neue Patientin keinen falschen Eindruck von ihm bekam. So wählte er die Nummer und sprach ihr auf die Mailbox. ´Kommen sie Mittwoch früh um 9 Uhr zu Sprechstunde, dann können sie sich vorstellen. Einen schönen Abend noch. ´
      Er legte auf und folgte den anderen beiden zu einer Bar die nicht weit entfernt lag. Doch war es realtiv ungezwungen und von jeder Altersklasse war jemand da.
      Man konnte dort auch Essen und gute Musik genießen. "Einen Wishkey und einen Burger bitte." "Heute lässt du es krachen hm?" Der ältere Mann schmunzelte und nickte nur. Haru bestellte sich ein Bier und eine Pizza und die Frau ein Glas Wein und Nudeln.
      "Dann stoßen wir Mal an. Auf einen schönen Feierabend."
    • Yue Nakabami


      Die Praxis war schön, stellte Yue fest als sie sich, wie ihr befohlen wurde, hinsetzte um umschaute. Nicht so kreideweiß wie sie es bis jetzt kannte, sondern mit schönen, sanften, farbenfrohen Wänden. In der einen oder anderen Ecke standen sogar Pflanzen. Neugierig beobachtete sie die Frau am Empfang, folgte ihren nervösen Bewegungen - eindeutig überfordert mit dem Drücker erschien sie ihr. Eine freundliche Art von Mensch. Yue holte ihr Handy hervor und entspannt scrollte sie durch Facebook, auf der Suche nach einem Ort, an dem sich junge Erwachsene zu treffen schien. Tokyo war eine große Stadt, so gab genug Treffpunkte, um neue Freunde kennenzulernen. Schade eigentlich, denn Yue hatte ihre alten Freunde ziemlich gern und kämpfte schon mit dem Gedanken, sie einfach am Wochenende einzuladen, doch davor musste die Wohnung fertig sein. Mit einem stöhnen packte die junge Frau ihr Smartphone weg, da war nichts zu machen, ein Ausflug am Abend war nicht drin. Ihr neues Zuhause hatte Priorität und sie war schon ohnehin von der Reise erschöpft. In die Realität zurück holte sie die Arzthelferin, die mit einem strahlenden Gesicht in den Empfang zurückkehrte. Yue stand sofort auf und ging zu dem Tresen hin. "Ja genau. Ich bin umgezogen und ihre Praxis ist nah an meinem Block." Erklärte die weißhaarige freundlich und doch etwas nervös. Das war das erste mal, dass sie ihren Arzt wechseln müsste. Zuhause hatte sie ihren Kinderarzt und auch als sie für diesen zu alt war, kümmerte sich ihre Mutter um einen neuen, sogar alle Ärzte in dem Saitama Red Cross Hospital kannte Yue. Manch einen zu gut würde man vielleicht behaupten können, doch dies erschien ihr schon fast verständlich, hätte man all die Stunden zusammen gerechnet, die sie in dem Krankenhaus verbrachte. Schon als Teenager hatte Yue mit Autoimmunhepatitis zu kämpfen und dies blieb ihr 'treu' und daraus resultierte eine Leberentzündung auch Hepatitis genannt. Der jungen Frau war klar, sobald der neue Arzt sie unter die Lupe nimmt, macht er große Augen, ihre Blutwerte waren, wie der alter Doktor immer nett sagte "außergewöhnlich".
      Als die Arzthelferin Yue ihre Karte zurückgab und die Internetseite empfahl nickte das Mädchen freundlich und bedankte sich "Danke. Das werde ich tun!" Dann machte sie sich direkt auf den weg nach Hause, was eher zu einem Spaziergang wurde. Langsam durchquerte sie den Park, versuchte sich den Weg zum Arzt zu merken und schaute sich um. Wahrhaftig eine schöne Gegend. Alles war so nah, die Praxis, einige Einkaufsläden und die Straßenbahn war auch nicht weit von ihrer Haustür entfernt. Sogar das Krankenhaus war nicht weit weg, wobei die weißhaarige nicht vor hatte, dieses in nächster Zeit zu besuchen. Und trotzdem dachte sie ab und zu daran, wie viel Zeit ihr blieb, bis sie an ein Bett gefesselt wird. In Gedanken versunken durchquerte Yue die Straßen bis sie zuhause ankam. Im 5 Stock des Blocks, betrat die junge Frau ihre Wohnung und ließ sich müde auf ihr Sofa fallen. "Wo soll ich nur anfangen?" überlegte sie als sie sich umschaute. Überall standen Kartons befüllt mit Büchern, Klamotten und dem restlichen Stuff aus ihrem alten Haus. Sie war wirklich erledigt und langsam aber sicher sind ihre goldene Augen zugefallen. Erst am frühen Abend wachte Yue auf, mit Kopfschmerzen die sie nur mit mühe aufstehen ließen. Kurz warf sie einen blick auf ihr Handy. Es war schon 19 Uhr und somit der tag fast um. Ausgehen war sowieso nicht mehr drin, also beschloss sie heim zu bleiben. In der Küche, als Yue sich einen Tee machte, hörte sie die Nachricht auf ihrer Mailbox ab. Es war der Arzt um ihr einen Termin mitzuteilen. Zwar waren es bis Mittwoch noch 3 Tage, doch beschweren konnte sie sich nicht, und war froh, dass überhaupt eine Rückmeldung kam. Zufrieden über die gute Nachricht schrieb die Tochter sofort ihrer Familie, genauer ihrer Mutter über Line: "Ich habe für Mittwoch früh einen Termin bei einem Hausarzt um 9! Herr Motosowa heißt er wohl." Danach machte sie ein Foto von der Visitenkarte und schickte ihre Nachricht ab. Ihre Laune stieg und die Motivation genauso - es schien für Yue alles gut zu laufen. Den restlichen Abend verbrachte die junge Frau damit, all ihre Kartons auszupacken und telefonierte mit ihrer besten Freundin Zoe, die am nächsten tag zur Besuch kommen sollte, damit die beiden etwas Tokyo besichtigen.
    • Haru Motosowa

      Der Abend verlief relativ gut. Die Gespräche drehten sich dieses Mal nicht nur um die Arbeit, sondern auch um allgemeine Dinge. Es tat gut einfach die Seele baumeln zu lassen und sich zu amüsieren.
      Nach all den Jahren, die Haru schon in der Praxis arbeitete, hatte er schließlich eine gute Freundschaft zu den Beiden aufgebaut.
      "Und wie sieht der Plan für die restliche Woche bei euch aus?" Karusa hob den Kopf während sie mit dem Glas in ihrer Hand spielte. Der alter Herr kratzte sich am Hinterkopf und blickte die junge Frau an. "Nun ich muss noch ein paar Dinge klären, dass heißt das ich ab und zu eher von der Arbeit weg muss, wenn es ok wäre." Sein Blick ging zu Haru hinüber. "Sicher. Du weißt das du dich auf mich verlassen kannst." Sachte klopfte er auf seine Schulter und lächelte ihn an. "Danke. Das ich jemanden wie dich in unserem Team habe."
      "Und wie sieht es bei dir aus Haru?" Er nippte an seiner Flasche Bier und blickte die Beiden an. "Nun ich bin auf die neue Patientin gespannt und sonst habe ich nicht wirklich was geplant." Herr Akito blickte ihn mit hochgezogener Augenbraue überrascht an. "Sie sind jung und ihnen steht die Welt offen. Verschwenden sie die Zeit nicht nur auf der Arbeit. Machen sie doch auch Mal etwas anderes." Haru lachte etwas auf. "Du weißt wie sehr ich die Arbeit liebe hm?"
      Er nickte bestimmt und nahm seinen Wishkey in die Hand und trank etwas davon. "Trotzdem. Du darfst dich nicht hängen lassen. Es gibt noch vieles mehr zu erleben, als nur die Arbeit. Geh aus und hab Spaß."
      Haru wusste das der ältere Mann Recht damit hatte, doch in seinem Kopf war kein Platz für andere Dinge. Auch wenn er sich seit Ewigkeiten nach etwas ganz bestimmten sehnt.
      Verabredungen standen im Moment nicht so ganz auf seiner Tagesordnung, auch wenn etwas Abwechslung sicher nicht schaden konnte.
      "Ich denke darüber nach."
      Den restlichen Abend verbrachten die drei ganz entspannt in der Bar, bis es doch etwas später wurde.
      Nachdem sie sich verabschiedet hatten, ging Haru zurück zu seiner Wohnung und lies sich entspannt auf dem Sofa fallen.
      Er griff nach der Fernbedienung und schaltete den Fernseher ein. Doch so richtig konnte er nichts finden.
      Dann überlegte er ob er sich doch ein wenig andersweitig beschäftigen sollte. Er nahm sein Laptop und öffnete eine Datingseite, die er seit geraumer Zeit einmal benutzt hatte.
      Haru scrollte durch die Profile durch und hier und dort gab es ein paar interessante Frauen in der Umgebung.
      Doch so richtig traute er sich nicht jemanden anzuschreiben. Seufzend klappte er den Laptop wieder zu. "Wer will schon jemanden haben der dauernd nur von der Arbeit lebt?"
      Er beschloss unter die Dusche zu springen und sich anschließend ins Bett zu legen. Morgen würde wieder ein neuer arbeitsreicher Tag werden. Haru wälzte sich auf dem Bett hin und her.. Zu gerne würde er nicht mehr alleine hier herum liegen. Ein wenig einsam schien er sich schon zu fühlen. Doch wie sollte er dies ändern? Er wusste es nicht so Recht und schlief dann irgendwann ein.
    • Yue Nakabami

      Am nächsten Tag, hätte sich Yue gewünscht nicht aufzuwachen. Alles tat ihr weh, ihre Gelenke ließen sie im Stich. Den ganzen Vormittag lag die junge Frau auf dem Sofa und schaute TV, etwas anderes zu machen kam für sie nicht in Frage, ganz kurz überlegte sie sogar, ob sie Zoe nicht absagen wurde, was sie auch per SMS tat. "Es tut mir leid süße, wir müssen unser Treffen leider verschieben, mir geht es heute nicht gut. Im so sorry, sei mir bitte nicht böse, aber wir holen es nach, ja?" schrieb sie schnell und genauso schnell kam auch eine Antwort:
      "Mach dir da keinen Kopf süße, wir haben es doch schon durch! Ich freu mich auf dich! Ruh dich aus und halt mich am laufenden!"
      Ein stöhnen entkam ihren blassen Lippen, wieder mal machte ihr der Körper alles kaputt. Mühevoll erhob sich Yoe und spazierte in die Küche. Ein glück hatte sie noch ihre Medikamente und Schmerzmittel, doch auch diese neigten sich dem Ende. Es war wichtig, dass der Arzt morgen sie untersuchen wurde und alles nötige verschreibt. Zurück auf ihrem Sofa schnappte Yue sich ihren Laptop und suchte nach neuen Bekannten. Es war immer das selbe.

      "Kommst du zu deinem Date mit mir?"
      "Es wäre dumm, einen so hübschen Menschen wie dich dumm anzumachen, aber ich steh auf Dummheiten."
      "Ich würde gerne mit Dir frühstücken. Darf ich Dich zum Abendessen einladen?"
      "Ist dein Vater Terrorist? Du bist nämlich ne Bombe"
      "Hat es weh getan als du vom Himmel gefallen bist? Denn du bist ein Engel!"

      Genervt klappte die 24 jährige den PC zu. Was war nur mit den Kerlen los?! "Außerdem würde mich sowieso keiner wollen... Mit all den Krankheiten..." flüsterte sie traurig und kuschelte sich unter ihre Decke. Tränen bildeten sich in ihren Augen und der Kloß im Hals war nicht runterzuschlucken, das war der Moment, an dem sich Yue so einsam und verlassen fühlte, dass es schon wehtat - gar mehr als ihre Knochen.

      Der Wecker klingelte am nächsten Tag wie immer zu früh. Als Yue auf die Uhr schaute war es grade mal Sieben und doch raffte sie sich aus dem Bett, ging ins Bad und nahm eine Dusche. Die junge Frau wollte pünktlich beim Arzt sein, wie ihre Mutter immer sagte: "Lieber zu früh als zu spät!" Yue musste grinsen, als plötzlich ihr Handy klingelte und auf dem Bildschirm "MAMA" erschien. "Wenn man von Teufel spricht" kicherte die Tochter bevor sie die grüne Taste betätigte.
      "Ja Mama? Ja, mir geht's gut. Natürlich. Ja, ich wollte um acht los. Mhm. Sicher. Ja, mach ich. Bis dann." En kurzes Telefonat, so wie Yue dachte, wollte ihre Mutter prüfen, ob ihre Prinzessin schon auf ist und daran erinnern pünktlich da zu sein und natürlich solle sie sich dann heute noch melden. Wie erwartet. Sich im Spiegel betrachtend überrannte die junge Frau doch etwas Angst, dachte sie nur an den tag davor, wie weh ihr doch alles tat. Müsste sie wieder ins Krankenhaus? Sind ihre Werte etwa schlechter geworden? Hatte sich allgemein ihr zustand verschlechtert? "Jetzt bloß nicht ausflippen" kniff sich Yue selbst in die Wange "Positiv denken!" sprach sie sich selbst Mut zu und verließ ihre Wohnung.
      Da der weg nicht all zu weit war, stand das schöne Mädchen zehn Minuten vor der Zeit an der Tür, atmete tief durch und betrat das Gebäude. "Schön guten Morgen, Nakabami mein Name, ich habe für heute früh einen Termin~" ankündigte sich Yue freundlich und mit einem lächeln auf den Lippen an dem Tresen.