Lost on a deadly island (Mizu, Din, Hera, Aiden und Uki)

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    • Lost on a deadly island (Mizu, Din, Hera, Aiden und Uki)

      Vorstellung

      @Dindrane @_Mizuki @Aiden.Nesmilas

      Gruppe 1: Chad, Vince, Florence, Ricky
      Gruppe 2: Liz, Laurenz, Pietro, Jenny
      Gruppe 3: Stacy, Riley, Easton, Will


      Ein weißer Sandstrand, azurblaues Wasser und ein himmlischer Sonnenaufgang. Es klang wie ein perfekter Ort und ein perfekter Moment, wenn nicht überall an diesem Strand verteilt Menschen, lebend und tot, ebenso wie Wrackteile liegen würden, die die Brandung angespült hatte. Noch war nur das Rauschen der Wellen zu hören…

      Einige Stunden zuvor:

      Jenny Maxwell

      Endlich hatte sie es geschafft den Alten ins Bett zu bekommen. Eine Kreuzfahrt war sicher was Schönes und doch war es für sie Arbeit. Immer Lächeln und nett sein auf Kommando und nicht auf seine eigenen Bedürfnisse achten. Doch immerhin war der Alte keiner der Kunden, die dachten, dass sie mit ihr ins Bett durften, weil sie sie bezahlten. Nicht, dass er es nicht versucht hätte, doch immerhin kannte sie ihn nun schon etwas länger und hatte ihn schon zu einigen Gelegenheiten begleitet. Er war eher die Sorte: Einsamer Gentleman und dies fand sie nicht schlecht.
      Dennoch war es schön ihn nun im Bett zu wissen und sich endlich an der Bar in Ruhe einen genehmigen zu dürfen. Noch während sie an die Bar schlenderte schaute sie sich um und sah einige attraktive Leute, besonders Männer, die leider aber in Begleitung zu sein schienen. Wer machte auch schon so eine Kreuzfahrt allein? Während sie unauffällig die Menschen beobachtete, etwas worin sie inzwischen wirklich gut war, dachte sie daran, wie lange sie sich noch mit diesem Job abgeben wollte. Sicher war sie dankbar, dass Charly sie aufgenommen hatte und ihr die Gelegenheit geboten hatte nicht mehr auf der Straße zu leben, doch war es auch nicht ihr Traum ewig so etwas zu tun. Irgendwann würde sie genug Geld gespart haben und was Richtiges machen können, den Mann ihrer Träume finden und selbst ein anständiges Leben führen. Sie schmunzelte etwas traurig darüber wie naiv ihre Gedanken doch manchmal waren als sie sich einen Wodka bestellte, noch während sie sich überhaupt auf den Barhocker gleiten ließ. Kurz schenkte ihr der Barkeeper ein Lächeln zusammen mit einem Nicken als Zeichen, dass er verstanden hatte und sie sah nach links und rechts. Links neben ihr war leer, doch rechts saß jemand, der durchaus als attraktiv durchgehen konnte. Sie schmunzelte und war schon kurz davor ihn anzusprechen als sie jedoch seine Aura wahrnahm und er sich ein ganzes Glas Whiskey hinter die Kiemen goss. Nein, dieser Mann war definitiv nicht auf Gesellschaft aus. Eine Schande.
      Erst ein dumpfes Geräusch von der Bar aus ließ sie ihre Aufmerksamkeit wieder zurück zu dieser lenken und sie sah, dass der Barkeeper ihr ihren Wodka hingestellt hatte. Zeit für einen Drink und wer weiß schon was der Abend noch bringen würde, so ihr Gedanke als sie erneut zur Seite schaute. Doch weiter kam sie nicht: Grade als sie ihr Glas gehoben hatte und einen Schluck nehmen wollte waren Geräusche zu hören, die sicher nicht normal waren. Ein Ächzten und Geräusche als würde Metall auf Metall treffen. Jenny zuckte zusammen und unweigerlich entglitt ihr das Glas aus der Hand.
      Danach wurde alles nur noch hektisch und die Sirene, die nun anging, ließ sie wissen, dass es keine Übung oder ein kleiner Unfall war. Es hieß laufen und versuchen so schnell wie möglich zu den Rettungsboten zu kommen. Doch hier herrschte das reinste Chaos und sie kam nicht umhin zu fluchen, dass die Maßnahmen hier wohl nicht so großartig waren wie der sonstige Service. Leider Gottes war keine Ordnung auf dem Schiff und danach verschwamm alles, denn immerhin ging es nur noch ums pure Überleben, doch scheinbar gab es ein Problem mit den Rettungsbooten….

      Will Grant

      Einige Tage waren sie schon alle auf diesem Schiff und die Kreuzfahrt lief ganz gut. Scheinbar hatten sich alle daran gewöhnt auf hoher See zu sein und doch hatte Will noch nichts davon gemerkt, dass es seiner Psyche so guttat, dass er nun wieder fit sei, abgesehen davon, dass er immer der Meinung gewesen war, dass er nicht hätte vom Dienst beurlaubt zu werden. Er hatte wiederum beschlossen sich mal einen Abend an der Bar zu gönnen und die Leute und die Entertainment-Möglichkeiten zu ignorieren, wobei mal nicht die richtige Aussage war. Bis jetzt hatte er eigentlich jeden Abend an der Bar oder auf seinem Zimmer in Gesellschaft der Minibar verbracht. Nichts worauf er stolz war und doch war er froh seine Ruhe zu haben und nicht seinen besten Freund, der ihn immer wieder bemutterte, um sich zu haben. Die Blicke der jungen Frau, die sich neben ihn an die Bar setzte, bemerkte er nicht. Stattdessen hob er schnell seinen Arm und bestellte einen neuen Drink. Nur nicht nachlassen und wenn er dann diesen Urlaub hatte würde er sagen können, wie gut es ihm doch getan hatte einfach mal abzuschalten. Der Barkeeper schob der Blondine neben ihm nun ihren Drink zu und zum ersten Mal schaute Will sie sich an. Er kam nicht umhin ihren Vorbau zu bemerken und sich zu fragen, ob dieser echt war. So bekam er das Nicken des Barkeepers fast nicht mit, der verstanden hatte, dass Will sich wohl auch heute Abend wieder zuschütten würde.
      Doch bis zum nächsten Whiskey kam er gar nicht, denn das Schiff machte einen Ruck und einige der Passagiere, die grade nicht saßen, wurden von ihren Füßen gerissen. Nicht grade die Ruhe, die er sich erhofft hatte, doch im Gegensatz zu den meisten blieb er ruhig. Er war solche Ausnahmesituationen gewohnt und sah sich erstmal um. Was war passiert? Die Geräusche ließen auf eine Kollision schließen und doch gab es hier immerhin nicht so etwas wie Eisberge oder sonstige Hindernisse. Will versuchte tief durchzuatmen, die Blondine war inzwischen schon aus seinem Sichtfeld verschwunden, als eine Sirene ertöte und diese ließ nichts gutes verheißen, besonders im Zusammenhang mit der Durchsage, dass sich alle zu den Rettungsboten begeben sollen. Will tat wie ihm gesagt wurde, doch scheinbar war hier nur Chaos und etwas stimmte mit den Booten nicht…


      Zurück am Strand…

      Will Grant

      Wenige Stunden war das Ganze nun erst her als er langsam zu sich kam und erstmal alle seine Glieder sortieren musste, ebenso wie seinen Verstand. Was zur Hölle was passiert? Es dauerte einige Augenblicke, bis er so weit war sich erinnern zu können. Das Schiff war gesunken und ganz sicher auch unzählige Leute mit ihm. Es war ein großes Kreuzfahrtschiff und doch war wegen irgendwas gesunken. Will konnte es sich nicht erklären, doch er erinnerte sich daran, dass sie die Rettungsboote nicht nutzen konnten, da etwas mit diesen nicht stimmte und sie diese nicht zu Wasser lassen konnten. Er erinnerte sie an das Kopfschütteln des Stewarts als er diesen erreicht hatte und ihn fragte, ob es einen Weg gab. Und dann folgten Ansagen wie „Springt ins Wasser.“ von einigen Leuten und es war scheinbar die einzige Chance, ebenso wie der Kampf um die Rettungswesten. Scheinbar war sich bei sowas wirklich jeder selbst der Nächste. Der Polizist schüttelte den Kopf. Die Erinnerungsfetzen waren zu wirr und wie genau er es geschafft hatte bis hier hin wusste er nicht, doch da seine Sinne nun langsam zurück kamen fing er wirklich an logischer zu denken. Als erstes checkte er, ob er irgendwelche Verletzungen hatte, doch außer einigen Schrammen und sicher kommenden Blutergüssen war er scheinbar glimpflich davongekommen. Der nächste Griff ging sogleich zu seinem Bein und der daran befestigten Waffe. Zum Glück war sie immer noch da, denn eigentlich hätte er sie gar nicht dabeihaben dürfen. Er hatte sie an Bord geschmuggelt, um sich selbst sicherer zu fühlen, denn immerhin wusste man nie. Nach dieser Bestandsaufnahme, die nicht all zu lange gedauert hatte, erhob er sich und sah sich nun um. Erst nun realisierte er das ganze Chaos vollkommen. Überall am Strand verteilt lagen Menschen und ganz sicher waren es nicht mal annähernd genug, um alle aus dem Schiff zu sein und auch ganz sicher würden nicht alle so ein Glück haben wie er und quasi fast vollkommen unbeschadet hier zu landen. Sogleich machte er sich auf die Suche nach weiteren Überlebenden, indem er anfing bei den Leuten um ihn herum zu sehen, ob sie noch einen Puls hatten oder sich bewegten.

      Ricky Martínez

      Schon einige Augenblicke saß Ricky am Strand und versuchte mit allem klarzukommen, während er seinen schmerzenden Kopf rieb. Irgendwann nachdem er schon vom Schiff runter gewesen war hatte ihn etwas am Kopf getroffen und danach war alles schwarz. Er konnte von Glück reden, dass dies wohl schon nah bei der Insel passiert war und er somit nicht tot. Und noch mehr konnte er von Glück reden, dass er das Unglück nicht verschlafen hatte. Seine Schicht hatte schon viel früher enden sollen, doch durch einen Notfall und seine zu spät kommende Ablöse war er erst später aus dem Maschinenraum losgekommen und hatte sich, obwohl sie sich ja meistens nicht den Gästen zeigen sollten, an Deck geschlichen, um den Mond zu sehen. Deshalb war er auch nicht unter Deck gewesen und hatte es wohl gut vom Schiff runter geschafft, so zumindest seine Vermutung, während er noch seinen Kopf hielt und ein Dankesgebet nach oben zu Gott richtete.

      (Anmerkung: Jenny liegt noch bewusstlos am Strand)
      Don‘t ignore that inner voice.

    • Easton Parker

      Ihr Körper tat viel zu sehr weh, als dass dies hier hätte ein Traum sein können.
      Die Sonne strahlte mehr als unangenehm in ihr versalztes Gesicht, ihre Lungen brannten wie Feuer, ihr Kopf schmerzte und als sie vorhin versucht hatte sich aufzusetzten, schoss ein Schmerz von ihren Handgelenk aus durch ihren Körper, dass sie annehmen musste es sei mindestens verstaucht. Doch so genau hätte Easton das auch nicht sagen können, immerhin hatte sie sich noch niemals etwas verstaucht oder gebrochen oder Ähnliches.
      Wenn man es also einfach sagen wollte, Easton hatte es aufgegeben aufzustehen und lies den unangenehmen Sand sich in ihren Klamotten breitmachen.
      Die Wellen schlugen immer wieder gegen ihre Füße, und als sie versuchte dort hin zu sehen bemerkte sie, dass ihr auch noch ein Schuh fehlte. Verärgert biss sie sich auf ihre Lippen. Diese Schuhe waren nicht billig gewesen, immerhin waren es Unikate und nun... Leise seufzte sie. Doch das war nicht die beste Idee. Allein dieser kleine Bewegung ihres Brustkorbs schmerzte sie. Sie musste viel Salzwasser geschluckt haben und sie musste viel Wasser in den letzten Stunden wieder ausgehustet haben.
      Das war doch alles ein schlechter Witz des Universums, und die ganzen Auswirkungen der Sache waren Easton noch gar nicht bewusst. Im Moment kam sie noch nicht weiter als sich über ihren schmerzenden Körper zu beklagen.
      Ohne es zu wollen, kam ihr eines der Lieder von den Serpents in den Sinn. Da ging es wohl um so etwas ähnliches, mit viel von der Thematik des ertrinkens. Jetzt konnte sie zumindest behaupten sie wusste wie sich der Scheiß anfühlte.
      Easton versuchte sich dann vorsichtig nochmal aufzurichten, landete aber wieder bei ihren Handgelenk.
      "Verfluchte Scheiße", keifte sie vor sich hin, und wechselte schnell zu dem anderen um sich endlich einmal hinstellen zu können und die ganze Lage überblicken zu könne.


      Pietro Rossi
      Bei Jenny

      Langsam glitt sein Bewusstsein wieder an die Oberfläche. Irgendetwas stimmte nicht ganz, doch bevor Pietro seine Augen nicht öffnete würde er nicht heraus finden können was eigentlich genau los war. Sein Kopf schmerzte jedoch zu sehr, sodass er dies erst einmal sein lies. Stattdessen strich seine Hand neben sich, um nach seiner Verlobten- nein warte sie waren nun endlich verheiratet!- zu greifen und sie zu sich zu ziehen. Meistens wachte sie sowieso vor ihm auf und beobachtete ihn noch während er vor sich hin schnarchte.
      Doch da war niemand neben ihn. Oder besser gesagt da war keine Person neben ihn, und das alles fühlte sich auch ganz sicher nicht an wie ein Bett.
      Nun öffneten sich doch schnell seine Augen und mit einen Mal kamen ihm die Erinnerung der vegangenen Nacht wieder hoch. Er war mit Magdalena tanzen, und dann dieser Krach und der Alarm und diese verfluchten Rettungsbote!
      Ohne auf seine Schmerzen zu achten sprang Pietro auf, seine Adern wurden von Adrenalin geflutet.
      "Magda!", schrie er und achtete auch gar nicht darauf das seine Lunge brannte. Panisch sah er sich an dem Strand um, und auch hier schien noch immer Chaos zu herrschen. Aber wo war Magda?
      Etwas in der Ferne erkannte er eine blonde Frau liegen, bewusstlos oder tot konnte er von dieser Position aus nicht sagen. Aber was Pietro sagen konnte war, dass es Magda sein könnte. Seine Magda.
      "Bei Gott", wünschte er sich, "lass ihr bitte nichts zu gestoßen sein."
      Hastig humpelte Pietro über den Strand und versuchte dabei nicht über seine eigene Füße zu stolpern, die anderen Menschen und den gelegentlichen Kleinkram der einfach herum lag. Dabei trat er auf einige der Sachen, die sich unagenehm in seine Schuhe bohrten. Vermutlich würde er das bereuen sobald er seine Magda gefunden hatte. Sobald er sie sicher in seinen Armen halten konnte.
      Es fühlte sich viel zu lange an bis er bei seiner angeblichen Magdalena ankam. Er lies sich in den Sand neben der Frau fallen, und griff nach ihren Armen um sie leicht zu schütteln.
      "Wach auf!"
      Als Pietros Blick dann in das Gesicht der Frau fiel, erkennte er jedoch nicht seine Frau sondern eine Fremde. Sofort lies er von ihr ab. Das war nicht seine Magda. Er kannte diese Frau gar nicht. Ein wenig wurde er rot im Gesicht weil ihm diese Angelegenheit sehr unangenehm war.
      "Tut... mir leid...", murmelte er vor sich hin, auch wenn er sich nicht sicher sein konnte ob sie ihn überhaupt hören könnte oder nicht.
      Verzweifelt griff sich der Mann in seine Haare. Wie hatte er denn nur so dumm sein können? Diese Frau war eindeutig größer als seine Magda, und auch um einiges eleganter gekleidet. Nicht, dass er meinte Magda könnte das nicht auch, aber sie mochte es halt viel lieber bequem. Und das Geld für zu teure Klamotten hatten sie ohnehin nicht.
      Pietro brauchte einen Moment um sich wieder zu fassen. Irgendwo musste seine Magda doch sein, er musste sie nur finden.


      Florence Peyrot

      Es war ja irgendwie klar gewesen, dass soetwas ausgerechnet dann passieren musste, wenn Flo sich dazu entschied eine Kreuzfahrt zu unternehmen. Manchmal hatte die junge Frau das Gefühl vom Unglück verfolgt zu werden.
      Das zeichnete sich vermutlich auch davon aus, dass bevor sie an den Strand gespült wurde, eine gute Stunde mit mehr als nur ihren Bewusstsein im Wasser umhergetrieben war.
      Das ganze Wasser um sie herum hatte sie einfach durstig gemacht, und am liebsten hätte sie sich auf die Suche danach gemacht. Aber sie war sich unsicher ob das wirklich das erste sein sollte was sie tat? Immerhin konnte es auch noch gut einige andere Überlebende geben, um die man sich vielleicht als erstes kümmern sollte? Oder sollte sie sich als erstes um sich kümmern?
      Immerhin war sie bei den ganzen nicht komplett unverletzt geblieben.
      Ein wenig verloren und apathisch, versuchte sie sich erstmal einen Plan zurecht zu legen, während sie in ihre Hosetaschen griff und ein paar von ihren Sachen noch spürte. Etwas erleichtert stellte sie auch fest, dass das kleine Auto auch noch dort war und nicht verschwunden war. Es hätte ihr vermutlich ein wenig das Herz gebrochen, wenn es so gewesen wäre.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Aiden.Nesmilas ()

    • Lisa Andrews (erwähnt Pietro)

      Ein leises Rauschen, fast so eines, welches sie jeden Abend vor dem Schlafen gehen hörte. Doch irgendwas war anders. Es war kalt. kalt und nass. Vorsichtig tastete die junge Frau neben sich etwas um. Sie lag definitiv nicht in ihrem Bett und woher kamen eigentlich diese abartigen Kopfschmerzen? Als würde sie ein Schlag treffen, erinnerte sie sich. Sie war gerade dabei im Bordrestaurant einigen Gästen ihr Essen zu bringen, als eine wüste Panik ausbrach. Einige der Menschen rannten raus, dabei stieß sie jemand um und das Tablett prallte gegen ihren Kopf. Zögerlich fuhr sie sich über die Haut in ihrem Gesicht. Tatsächlich, eine Beule direkt über ihrem rechten Auge.
      Langsam kamen die anderen Erinnerungen zurück. Alle Gäste rannten zu den Rettungsbooten, doch scheinbar gab es Probleme. Sie sah noch genau vor Augen, wie einige Menschen ins Wasser sprangen, schrien und ihre Angehörigen suchten.
      Doch nun herrschte absolute Stille. Nur das Rauschen des Wassers war zu hören. Langsam öffnete die junge Frau die Augen. Das erste was sie sah, war ein klarer Himmel. War sie tot? Fühlte es sich so an im Jenseits gestrandet zu sein?
      Ihre linke Hand vergrub sie im Sand, versuchte zu begreifen wo sie war. Bis auf die Kopfschmerzen hatte die Oberkellnerin scheinbar nichts abbekommen, entschied sich aber noch mal wirklich sicher zu gehen. Langsam richtete sie sich auf, tastete vorsichtig über ihren Körper, atmete erleichtert auf. Vor ihr sah sie nur das Meer. Wasser und noch mehr Wasser, kein weiteres Land in Sicht.
      "Fuck..", murmelte sie leise und fuhr sich nervös durch die Haare, als sie realisierte, dass sie wirklich gestrandet sein musste. Das wäre definitiv das letzte mal, dass sie auf einer Kreuzfahrt gearbeitet hatte.
      Lis vernahm einen Schrei, musste von einem Mann stammen, für eine Frau war die Tonlage definitiv zu tief. "Magda?", flüsterte sie vor sich hin und sah in Richtung aus der die Stimme kam. Erst jetzt bemerkte die junge Frau, dass noch weitere Menschen verteilt am Strand lagen. Irgendwie erleichtert, doch aber besorgt, da es offensichtlich nicht alle Menschen vom Schiff waren, stellte sich die junge Frau auf die Beine. "Heey!", rief sie laut, um den Mann irgendwie auf sich aufmerksam zu machen.


      Chad Jones

      Schmerz. Das einzige, was der Sänger verspürte war dieser unglaubliche Schmerz in seinem linken Arm. Ein lautes Husten half ihm dabei, das restliche Wasser aus seinen Lungen zu vertreiben, ehe er langsam die Augen öffnete. "Was zur Hölle..", krächzte er, als er realisierte, dass er bäuchlings im Sand lag. Wie kam er hierher? Das Schiff! Er war auf einer Kreuzfahrt, Bill, sein bester Freund, hatte ihn dazu überredet nach der letzten Tour etwas Urlaub zu machen. Niemals hätte Chad gedacht, dass er eine Zusage je bereuen würde.
      Nach und nach kamen die Erinnerungen zurück. Panische Menschen, Schreie, Bill - der hilflos im Wasser trieb. Sein bester Freund war nicht der beste Schwimmer. Trotzdem wünschte er sich schon immer eine Kreuzfahrt. Es hatte wirklich eine lange Zeit gebraucht um den Sänger dazu zu überreden. Dieser Schmerz, der Sänger erinnerte sich nun genau woher dieser rührte. Nachdem die Menschen von Bord gingen, schubste jemand Bill ins Wasser, bei dem Versuch ihn zu halten, wurde Chads linke Schulter ausgekugelt. Kurz darauf verschwamm alles, Bill verschwand und Chad verlor das Bewusstsein.
      Tränen stiegen dem sonst so taffen Mann in die Augen und er ballte seine rechte Hand zur Faust. "Verdammt..", nuschelte er in den Sand, ehe er mit seiner Faust neben seinem Gesicht einschlug. "Scheiße, scheiße scheiße!", wiederholte er wütend. Trotz der Schmerzen in seinem Arm, schien der Sänger sonst recht glimpflich davon gekommen zu sein. Mühsam, richtete er sich auf. Bei dem Anblick seiner Schulter wurde ihm Übel und er als er sich aufrichtete, merkte er, wie sehr ihm diese Verletzung zusetzte. Seine Hände fingen an zu kribbeln, sein Blick wurde trüb. Ein Kreislaufkollaps.
      Nicht unbekannt für Chad. Oft erlitt er schon Kreislaufzusammenbrüche, wenn er auf Tour nicht viel aß oder zu wild feierte. Mehr als sich auf den Rücken zu drehen und in den Himmel zu starren schaffte er nicht, ehe ihn seine Kräfte doch wieder verließen. Irgendjemand würde ihn schon finden.


      Stacy Williams

      Ein Glück brachten ihr die vielen Sommerstunden am See doch etwas, sowie die Schwimmstunden als sie jünger war. Alles ging so schnell, Menschen rannten an Stacy vorbei, hielten sich, drängelten, weinten. Ein Worst Case Bilderbuchszenario. Die junge Frau bekam nur die letzten Auszüge der Massenpanik mit, denn sie verbrachte die Zeit davor in ihrem Zimmer. Schlafend. Erst eine laute Sirene weckte sie. Wie alle anderen begab sie sich nach draußen zu den Rettungsbooten, wurde jedoch durch das Gedrängel der anderen Gäste von Bord geschoben.
      Genau erinnerte sie sich an den Aufprall. Dieser peitschende Schmerz auf der Haut, sie hat es als Kind schon gehasst ins Wasser zu springen. "Meine Brille!", rief sie erschrocken, als sie feststellte, dass diese unter ihr in die tiefe verschwand. Zu ihrem Glück, fielen Taschen und andere treibende Gegenstände ebenfalls ins Waser, sodass sich die junge Frau einige davon schnappte und somit über Wasser hielt. Es dauerte eine ganze Weile, ehe die ganzen Geräusche um sie herum verstummten. Vorsichtig tastete sie ihre Hose ab, die kleine Tasche hing immer noch fest an ihr. Wenigstens etwas gutes. Während die angehende Tierärztin im Wasser trieb, fuhr sich ihr Körper regelrecht schnell runter. Schlagartige Müdigkeit erfasste sie, wo sie vor einiger zeit doch noch voller Adrenalin war. Sie wusste natürlich, dass es eine normale Reaktion war, trotzdem versuchte sie sich mit aller Kraft wach zu halten. In der Ferne, sah sie verschwommen etwas, das wie Land aussah. Doch immer trüber wurde ihr Blick, schlussendlich gab sie ihrem Körper nach.
      Unbekannt wie viele Stunden vergangen waren, wachte sie durch das salzige Wasser in ihrem Gesicht auf. Die Tasche, auf der sie sich treiben ließ, schien kurz vor der Insel verloren gegangen zu sein. Stacy muss ziemliches Glück gehabt haben. "Ich habs geschafft..", murmelte sie leise und richtete sich auf. Mit zusammengekniffenen Augen, versuchte sie ihre Umgebung zu erforschen. Unmöglich. Ohne ihre Brille, konnte sie gerade so einige Umrissen erkennen. Aber Moment, waren das da hinten Menschen?
      - Help me forget that this world is so cold
      I don't even know what I'm chasin' no more -

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    • Vince:
      Während des Geschehens war Vince überraschend ruhig geblieben. Es kam ihm alles so irreal vor. Natürlich empfand er auf eine gewisse Weise Angst, er hatte sich noch nie in einer vergleichbar ernsten Situation befunden, und die panischen Passagiere, die versuchten sich mit ihren Sorgen jemanden zu wenden, den sie kannten (wie ihn) machten es nicht gerade einfacher. Wie beruhigte man Jemanden, wenn man sich selbst nicht mal sicher war, wie man handeln sollte? Es gab nicht genug Rettungswesten, und die Rettungsboote funktionierten nicht.
      Nach dem Sprung ins kalte Wasser hatte Vince versucht, trotzdem sein Bestes zu tun, einfach nicht so viel nachdenken.
      Das Problem mit Ertrinkenden war, dass sie oft automatisch versuchten, sich an einem festzuklammern und damit schwimmen fast unmöglich machten, wenn man versuchte, sie zu retten. Einfach ein Instinkt des Körpers, der sich im Panikmodus befand. Am besten wartete man, bis sie zu erschöpft waren. Doch selbst ein geübter Schwimmer überschätzte bei so was zu gerne seine Kraft. Die Dunkelheit erschwerte das ganze noch zusätzlich, ebenso der Faktor, dass er nicht wusste, wo genau sich das nächstliegende Festland befand. Wenigstens letzteres betreffend hatte Vince Glück.
      Irgendwann hatte er aufgegeben, hatte einem älteren Mann, den er gerade so aus dem Wasser gezogen hatte erste Hilfe geleistet, und sich dann erschöpft in den Sand fallen lassen. Wahrscheinlich hatte er eine Weile geschlafen, vielleicht hatte er durch die Anstrengung auch kurz das Bewusstsein verloren, denn als er wieder richtig zu sich kam, schien die Sonne längst strahlend am Himmel.
      Auf seiner Wange hatte Vince einen tiefen Kratzer. Er erinnerte sich nicht mehr genau daran, woher er stammte. Möglicherweise hatte ihn jemand in dem ganzen Chaos gekratzt, oder er hatte sich an einem Bruchstück des Schiffes verletzt. Egal. So was brachte einen auch nicht um. Bei dem Gedanken an die ganzen Menschen, die in der Nacht wohl tatsächlich das Leben gelassen hatte musste er schlucken.
      Vince vermutete menschliches Versagen als Grund für dieses ganze Unglück. Es hatte höchstwahrscheinlich wieder irgendwelche Einsparungen gegeben, was auch zu den nicht funktionierenden Rettungsbooten passte. Oder das zuständige Personal hatte bis zum Umfallen arbeiten müssen und nicht mehr die nötige Konzentration besessen, um seinen Job ordentlich zu machen...irgendwie so etwas. Das sollten die Behörden klären.
      Hier herumsitzen und darüber nachzugrübeln würde allerdings auch niemand weiterhelfen. Er hatte schon viel zu viel Zeit mit Nichtstun verschwendet. Vince stand auf, und streckte sich erst einmal. Wie viele Überlebende gab es? Unglücklicherweise war er sich ziemlich sicher, dass es große Teile des Personals, vor allem die, die eher im Verborgenen arbeiteten nicht geschafft hatten. Doch es konnte trotzdem nicht schaden, nach Leuten Ausschau zu halten, die er kannte. Oder nach Menschen, die Hilfe brauchten.
      Vince war zwar kein Arzt, aber auch nicht vollkommen unfähig. Außerdem hatte er einen großen Drang danach, sich irgendwie abzulenken. Seine Gedanken zu lange bei den Toten verweilen zu lassen zog einen tierisch runter, fand er.

      Riley (erwähnt: Easton)
      Das erste, was Riley tat als er erwachte, war sich einmal ordentlich in den Sand neben sich zu übergeben. Es dauerte einen Augenblick, bis er seine Sinne halbwegs wieder beisammen hatte. Und fast hätte er sich gewünscht, es hätte noch länger gedauert.
      Meerwasser und Galle hinterließen einen unangenehmen Geschmack in seinem Mund, was Riley beinahe noch einmal zum würgen gebracht hätte. Er hatte schon immer einen empfindlichen Magen gehabt. Die Sonne, die ihm wahrscheinlich stundenlang mit voller Kraft ins Gesicht geschienen war, trug ihr übriges dazu bei. Er hörte das Blut in seinen Ohren rauschen und sein Herz fühlte sich an, als würde es viel zu schnell schlagen.
      Vielleicht war er einfach so angespült worden, vielleicht hatte ihn jemand gerettet. Sicher war sich Riley nicht, er erinnerte sich quasi an nichts, und falls letzteres der Fall war, verriet ihm ein kurzer Blick, dass dieser Jemand anscheinend nicht geblieben war. Glück gehabt. Er hatte wenig Lust darauf, dieser Person den restlichen Tag in den Arsch kriechen zu müssen, weil sie ihm 'das Leben gerettet' hatte.
      Erstmal musste er seine Gedanken ordnen. Sie waren hier eindeutig auf irgendeiner Insel, und da dies ziemlich sicher kein geplanter Halt war, war etwas passiert. Es musste sich um eine richtige Katastrophe gehandelt haben. Eigentlich galten solche Schiffe als relativ sicher... Allerdings kümmerte Riley sich weniger um das Was, als um die Frage, was jetzt passieren würde.
      Wie viele Leute auf dem Schiff waren bekannter, reicher oder berühmter als sein eigener Vater, der auch schon ziemlich reich und bekannt war? Wahrscheinlich rissen sich gerade jetzt, in diesem Augenblick die Verantwortlichen tierisch den Arsch auf, um die Gestrandeten zu finden und Überlebende zu bergen. Außerdem gab es kaum noch schwarze Flecken auf der Seekarte, glaubte er sich aus dem Erdkundeunterricht zu erinnern. Kein Grund daran zu zweifeln, dass Irgendwer sich schon bald die Mühe machen würde und sie retten. Es konnte sich nur um Stunden, im schlimmsten Fall um eine Woche handeln...bei dem Gedanken kam er sich fast schon albern vor, dass er sich so aufgeregte.
      An seinen Vater und seine Stiefmutter verlor er nicht viele Gedanken. Ha. Er hatte ihnen gesagt, dass eine Kreuzfahrt eine echte Scheiß-Idee war. Er war nicht 60 oder so. Damit wollte er nicht sagen, dass es ihnen eigentlich ganz recht geschah...aber wer andere Leute, zum Beispiel ihn, gegen ihren Willen zu so etwas mitschleifte und somit in eine echt beschissene Lage brachte, für den hatte Riley momentan auch keine besonderes Mitleid übrig. Außerdem war nicht einmal sicher, ob sie tot waren. Es gab Rettungsboote, oder? Und er hatte ja auch überlebt.
      Sein Herzschlag beruhigte sich, und Riley schaffte es, einmal tief durchzuatmen. Mit einer Hand strich er sich eine Strähne seines von Salzwasser spröden Haares hinters Ohr. Er setzte sich etwas mehr auf. Ein Zopfgummi wäre jetzt schön gewesen, aber er war sich ziemlich sicher, dass er keines dabei hatte. Trotzdem tastete er in der Tasche seiner Hose danach, stieß aber nur auf eine angefangene Packung Kaugummi. Um den ekelhaften Geschmack in seinem Mund zu vertreiben, nahm er sich eins. Wie durch ein Wunder (oder wahrscheinlich eher durch die aufwendige Plastikverpackung) waren sie kaum nass geworden.
      „Verfluchte Scheiße.“, hörte Riley eine weibliche Stimme in schwer ein schätzbarer Entfernung, und bei dem wie er sich momentan fühlte konnte er diesen Worten wirklich nur zustimmen. Obwohl er sich gleichzeitig gewünscht hätte, dass die zugehörige Person
      sich etwas zurückhalten würde, denn dieses Gejammer verursachte ihm Kopfschmerzen.


      Laurenz:
      Diese Kreuzfahrt war Laurenz von Anfang an so vorgekommen, als stände sie unter einem schlechten Stern.
      Obwohl das auch an der Seekrankheit gelegen haben könnte, unter welcher er am Anfang fast ständig gelitten hatte. Oder an der Tatsache, dass Laurenz sowieso eher der Typ für Bergwanderungen war, und überhaupt nicht für Kreuzfahrten. Diese war eine Idee seiner älteren Schwester gewesen, welche sich Gott sei Dank nicht an Bord befunden hatte. Trotzdem kam ihm das ungute Gefühl, welches in deshalb von Anfang der Reise an geplagt hatte nun fast wie ein göttliches Vorzeichen vor, eine Warnung. Obwohl der Gedanke auch irgendwie vermessen war.
      Er fühlte sich nicht gut genug um sich aufzusetzen, oder um auch nur seine Augen zu öffnen.
      Ihm war schwindelig, und Laurenz glaubte fest daran, dass jede zu abrupte Bewegung dieses Gefühl nur verstärken würde. Als Kind war er einmal im Sportunterricht ohnmächtig geworden. Weil er sich überanstrengt hatte, und dieses Gefühl war dem damaligen nicht unähnlich. Aber das war nicht der harte Boden der Turnhalle, er fühlte den Sand unter seinen Händen. Außerdem nahm er einen widerlichen Blutgeschmack wahr. Wahrscheinlich hatte Laurenz sich irgendwann während der Geschehnisse auf die Zunge gebissen. Zumindest fühlte sich diese etwas geschwollen an.
      Wenn er zu tief atmete, fühlte er einen leichten Schmerz in seinem Brustkorb. Vielleicht eine Rippenprellung. Nur für einen Moment wollte Laurenz seine Augen noch geschlossen halten. Seine Gedanken ordnen, und einen winzigen Augenblick lang den Gedanken auskosten, dass es möglicherweise doch Alles nicht so schlimm war. Die Erinnerung an die vorherigen Ereignisse kehrten wage zu ihm zurück, und machten diesen Wunsch rasch zunichte. Laurenz schirmte sich mit der Hand die Augen vor dem Sonnenlicht ab, bevor er diese öffnete.
    • Jace Jennings
      Wer hätte gedacht, dass aus einem anfänglichen schönen Schiffsfahrt, einem Desaster ähnelt und ein Höllentrip werden würde.
      Jace hatte auf Amber am Deck gewartet und sah sich die Crewmitglieder an einer Wand an die in edlen Bilderrahmen gepackt waren.
      Während er wartete, rauchte er den letzten Stumpen auf den er heute sich noch genehmigt hatte. Amber hasste es gewaltig wenn er rauchte und gab ihm jedes mal eine Predigt wenn sie ihn erwischte. Gerade als er sich einen Aschenbecher suchte, gab es einen mächtigen Stoß das ihn stolpern ließ und somit hinfiel. Dann ging alles sehr schnell. Durchsagen, Menschen in Hektik und Rufe die von den Menschen ausgingen "Zu den Rettungsboten" Jace einziger Impuls war es Amber zu finden. Er stand auf und drückte die Meute weg die ihm entgegen kamen. Sein Herz raste wie wild auf der suche nach ihr. Im Restaurant angekommen, kam aus der Küche die ganze Mannschaft heraus und auch Amber. Er sah Panik in ihren Augen und augenblicklich zog sich sein Herz zusammen. Er fühlte sich wie in einem verdammten Film. Er schnappte sich ihre Hand und zog sie mit sich. Wieder heraußen, waren nicht nur die Rettungsbote überfüllt, auch funktionierte die Hebelung zum runterlassen nicht. Wie als hätte sich sein Körper auf Überlebensinstinkt geschaltet, zog er sie weiter mit sich ihre rufe ignorierte er. Es war nicht die Zeit dafür zu diskutieren nun musste sie wenigsten einmal hören und folgen. Er hielt an und sah unter jedem Sitz wo die Rettungsschwimmwesten sein sollten. Er ging die Sitze einen nach dem anderen schnell nach ohne eine Weste zu finden. Doch dann gegenüber bei den Sitzen sah er eines leicht raushängen was wohl jemand versucht hatte rauszuziehen. Er lief mit Amber darauf zu und nahm es heraus, zog es ihr über und lief weiter. Es war ein Alptraum. Die Schreie das weinen alles war eine heftige Belastung. Bevor sie an die Reling kamen, schrie Amber irgendetwas, entzog ihre Hand und lief zu einem kleinen Jungen dem sie ihre Weste überzog. Dann kam sie zurück und sprangen in das schwarze Wasser. Als sie wieder auftauchten, schwamm er zu ihr und legte eine Hand auf ihre Wange "Schwimm! Wir müssen hier weg vom Schiff!" Jace wusste wie man seine Kraft beim schwimmen aufteilte und trotzdem, als sie schon weit weg vom Schiff waren, gab es kein Ende in Sicht und vor allem, kam ein sehr schlechtes Wetter auf sie zu was hohe Wellen mit sich brachte. Obwohl er genau hinter ihr war, war es unmöglich eine klaren Sicht zu behalten. Die Wellen wurden so hoch und gewaltig, dass auch die Geschwister mit sich gezogen worden sind.

      Hustend und Wasser spuckend wachte er auf und spürte einen brennenden Schmerz in seiner Kehle. Jace drehte sich zur Seite und spuckte alles aus, was in seiner Lunge befand. Schmerz durchzuckte seinen Körper und holte dann endlich tief Luft. Die Sonne knallte herunter und blickte endlich auf. Einige Menschen lagen am Strand und genau neben ihm, lag eine Frau die ihn mit leblosen und aufgerissenen Augen anstarrte. *Amber!* schoss es ihm durch den Kopf und nahm sofort Abstand zu der Frau. Für sie war es zu spät für Hilfe.


      Amber Jennings
      Der Stoß hatte sie alle in Alarmbereitschaft gebracht und grade als sie alle Töpfe aufräumten, flogen sie auch wieder heraus. Der Küchenchef schrie sie an, dass sie alle raus sollen und somit ließen sie alles liegen und stehen und liefen hinaus. Amber genau in die Arme von Jace ihrem Bruder. Ihm war die Angst ins Gesicht geschrieben und trotzdem führte er sie Zielgerade hinaus. "Was ist passiert?" schrie sie doch ihr Bruder antwortete nicht. Seine Hand umfasste ihre zierliche sodass es schon weh tat. Als sie dann die Menschenmasse sah und die Panik in ihren Augen, lief sie so schnell sie konnte ihrem Bruder nach. Obwohl sie eigentlich die Ruhe in Person war, war diese Situation eine Ausnahme. Alles passierte so schnell und trotzdem sah sie alles in Zeitlupe. Wie konnte das nur passieren? Jace legte ihr eine Schwimmweste über und zerrte sie zur Reling. Dabei liefen sie an einem kleinen Jungen vorbei der starr vor Angst ist. Sie zerrte sich von ihrem Bruder und zog dem kleinem Jungen ihre Weste an und zog die Schurr sodass die Schwimmweste aufging. "Rette dich!" dann wurde sie mitgezogen von Jace und sprangen in die tiefe.
      Obwohl sie beide gute Schwimmer waren, gegen die Gewalt der Natur, kam nicht mal ein Mensch an.

      Alles war schwarz und ein kleines Licht was aussah wie ein großes Glühwürmchen kam auf sie langsam zu. Sie fühlte sich leicht und trotzdem war es ein seltsames Gefühl hier zu sein.


      Gabriel Petit
      Wie jeden Tag musste er wieder früh ins Bett. Doch anstatt zu schlafen, sah er hinaus auf das Meer. Sein Vater schlief in einem anderen Zimmer. Denn er konnte nicht in die Nähe seines Sohns sein ohne das ihm die Hand ausrutschte. Zu sehr ähnelte er seiner Mutter.
      Gedankenverloren sah er die Wellen hinterher, spielte mit seiner Steinschleuder und dann auf einmal, änderte sich alles. Das Schiff knallte anscheinend gegen etwas was ein heftiges Geschrei auslöste. Er steckte seine Sachen in seinen Schlafanzugtasche zu seinen lieblingssteinen die er immer am Körper behielt und machte sie aus seinem Zimmer. In seinem Schlafanzug lief er zu dem Zimmer von seinem Vater. Währenddessen rannten die Menschen an ihm vorbei. Tränen huschen über seinem Gesicht "Vater!" heftig klopfte er an dem Zimmer doch es machte keiner auf. Er versuchte es wieder und wieder doch es tat sich einfach nichts. Irgendwann wurde es eine riesige Menschenmenge und so rissen sie Gabriel mit sich. Als er die Menschen sah fing er an zu zittern und die Tränen nahmen unkontrolliert sein Sichtfeld ein. Eine junge Frau die ihm bekannt vorkam zog ihm eine Schwimmweste an und sprang dann mit einem Mann vom Schiff. Gabriel riss die Augen auf. Was hatte sie gerufen? Er wusste es nicht mehr. Sein Körper bewegte sich von alleine nach einer gefühlten Ewigkeit und sprang ihnen einfach hinterher.

      Als Gabriel aufwachte, befand sich sein Oberkörper auf warmen Sand und seine Füße befanden sich im Wasser.
      Wie kommt er hierher?
      Was war passiert?