.:: Palingenese [Nyst & Fuffy]

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    • .:: Palingenese [Nyst & Fuffy]

      Palingenese


      ~ Wiedergeburt der Seele ~


      @Nyst & Fuffy




      Es war ein paar Minuten nach Acht und die Müdigkeit war Tammy anzusehen. Träge lehnte ihr Kopf auf der Tischplatte vor sich und sie versuchte den Worten der Lehrerin zu folgen. Irgendwas bezüglich eines Neulings… aber es interessierte die Rothaarige nicht wirklich. Sie war viel zu sehr damit beschäftigt nicht einzuschlafen. Ob sie vielleicht ein kleines Nickerchen riskieren sollte? Besser nicht, noch einmal Nachsitzen konnte sie sich nicht leisten. Nicht bei den Dingen, die im Moment in ihrer Heimatstadt los waren.
      Genervt blies sie sich eine rote Locke aus dem Gesicht und ihre Gedanken wanderten zurück zu gestern Abend. Sie hatte eine Runde im örtlichen Park gedreht, denn in der Nähe von Pflanzen und Bäumen fühlte sie sich immer besonders wohl.
      Bevor sie es noch gesehen hatte, hatte sie es vielmehr gespürt und ihr Körper war in Alarmbereitschaft gesprungen. Zwei schemenhafte Wesen waren aufgetaucht, mit riesigen Köpfen und klauenbesetzten Pranken. Der Kampf war hart gewesen, doch schlussendlich war sie als Siegerin hervorgegangen. Ihre eigenen Kräfte waren schließlich ebenso wenig zu verachten und dennoch… wenn sie sich nicht bald etwas einfallen lassen würde, dann könnte sie der Lage nicht mehr Herr werden.
      Zu viele der seltsamen, gefährlichen Geschöpfe tauchten in letzter Zeit auf. In zu rascher Abfolge. Es war fast, als würden sie von ihrer immer stärker werdenden Kraft angezogen und Tammy wusste sich nicht mehr anders zu helfen.
      „Es wird Zeit, dass ich mir einen Sidekick hole.“, murmelte sie vor sich hin. Ihre Tischnachbarin sah sie kurz irritiert an, doch dann wurde die Tür zum Klassenzimmer geöffnet und alle Augen richteten sich auf jene Person, die soeben eintrat.
      inaktiv

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Fuffy ()

    • Veld
      Ein ganz spezieller junger Mann hatte heute einen ganz besonderen Tag, denn für Verde war der Zeitpunkt gekommen in ein ihn unbekanntes Gefilde vorzudringen. Noch vor einer Woche hatte er seine alte Domäne beschützt, leider ist dadurch ein Drittel des Gebäudekomplexes in sich zusammengebrochen und er wurde heldenhaft von jenem Ort verwiesen. Obwohl er es nicht ganz nachvollziehen konnte, willigte er sang und klanglos ein und verließ stillschweigend die Gegend und sein Vater durfte ihm dann einen neuen Ort der Wissenserweiterung organisieren. Gut, dass das Heldennetzwerk auch für seine Familie ein Vorteil war, da sie so schnell an erwünschte Sachen gelangten, so auch an einen neuen Platz, an welchem er sein Selbststudium fortführen konnte. Nun war endlich der Moment gekommen und Verde war tatsächlich ein wenig zu spät, gut für ihn, dass er nicht der einzige Zuspätkommer gewesen war, denn irgendein anderer Schüler betrat vor ihm den Raum in den er musste. Damit es ein wenig schneller ging setzte er zum Sprint an, hatte dabei aber nicht im Kopf, dass die Türen hier eventuell nicht unbedingt seinen Maßen gerecht wurden...
      Und schon war es zu spät gewesen. Mit einem lauten aber doch dumpfen Knall schlug er mit seinem Kopf gegen die Ober Türkante und zog so die Aufmerksamkeit vom anderen zu spät erscheinenden Schüler auf sich. Gott sei Dank hatte er einen ziemlich robusten Schädel, weshalb er mit einer nicht zu übersehenden Beule an der Stirn davonkam. Er richtete sich auf, duckte sich ein wenig um durch die Tür gehen zu können und lief vor die Klasse als wäre nichts geschehen. Die Lehrerin verfolgte, wie einige der Schüler auch, die Geschehnisse und war kurz überrumpelt, riss sich dann jedoch wieder zusammen und begrüßte den neuen Schüler und meinte er solle sich der Klasse vorstellen. Ein Anfängerfehler der Lehrerin wie sich herausstellen sollte. Verde grinste verstohlen, nickte, stellte sich vor die Tafel und richtete seinen Blick zu seinen neuen Klassenkameraden.
      "Hey Leute, ich darf euch wohl selbst diese unglaubliche Botschaft vermitteln, aber vielleicht wissen es einige von euch schon, aber ab dem heutigen Tag, habt ihr einen waschechten Helden in eurer Klasse!"
      Er strich sich seine Haare nach oben, hielt sie dort und setzte seine Vorstellung fort.
      "Ich bin der geheimnisvolle Weltenbrecher Veld! Habt nicht länger Angst vor dem Ungewissen, ich bin ja hier..und werde euch mit meiner mir verliehenen Macht..beschützen"
      Verde zwinkerte und streckte die Faust nach vorne, doch bevor er noch mehr Unsinn von sich geben würde unterbrach ihn die Lehrerin, nannte seinen richtigen Namen, damit seine Mitschüler diesen auch wissen würden und gab ihm die Aufforderung sich neben Tamsyn zu setzen. Ein wenig schockiert darüber, dass man ihn unterbrach, ging er grummelnd zu seinem neuen Platz und setzte sich direkt neben ein rothaariges Mädchen. Einige Schüler warfen sich verwunderte Blicke zu, denn Verde hatte soeben zum ersten Mal diese Klasse betreten, kannte hier eigentlich niemanden und doch setzte er sich sogleich neben die richtige Person, obwohl doch viel mehr Plätze frei waren. War es nur Glück, kannten die Beiden sich doch schon oder wieso wusste er den Namen der Schülerin. Verde dagegen machte sich keine Gedanken darüber, für ihn war es ganz normal die Namen der Menschen zu sehen, auch wenn der von Tamsyn doch ein wenig seltsam war, nicht so...deutlich erkennbar wie die anderen, aber auch das machte ihm keine Sorgen. Immer noch ein wenig grummelnd saß er nun auf seinem Platz und wackelte ein wenig mit seinen Beinen.


      courage is the magic that turns dreams into reality
    • Ein dumpfer, nicht zu überhörender Knall riss Tammy endgültig aus ihrer Schläfrigkeit und ihren Überlegungen. Irritiert blickte sie auf und ihre ungewöhnlich blauen Augen suchten die Ursache. Da schon konnte sie eine Person sehen, die definitiv nicht hierhergehörte. Er hatte… grüne Haare und war soeben gegen den Türstock gelaufen. Seine ungewöhnliche Größe machte ihm das Eintreten ohne Ducken nicht möglich, doch schließlich hatte er es geschafft und befand sich vor der Klasse.
      Tammy hörte ein wenig verhaltenes Lachen, denn schon jetzt konnte man gut eine Beule erkennen, wo sein Kopf das Holz geküsst hatte.
      „Ein Neuer?“, murmelte sie fragend und ihre Tischnachbarin stieß sie auffordernd mit dem Ellenbogen in die Seite. „Ja, schon gut, ich höre zu.“, murrte die Rothaarige und widmete ihre Aufmerksamkeit dem jungen Mann, der soeben ansetzte sich vorzustellen.
      Doch was dann ihre Ohren zu hören bekamen – damit hatte sie nicht gerechnet. Ihr und auch einigen anderen ging die Kauleiste flöten und sie starrte den Grünhaarigen mit einer Mischung aus Irritation und Fassungslosigkeit an. ER wollte ein Held sein? Dieses schlaksige, große Etwas? Gleichzeitig mit vielen anderen fing Tammy an zu lachen.
      Meinte er das etwa ernst? Das Mädchen schüttelte amüsiert den Kopf und beobachtete, wie er dann auf sie zukam und sich auf den anderen, freien Platz neben ihr setzte. Er war irgendwie… interessant. Strahlte etwas Witziges aus und war nicht so langweilig wie der Rest der Menschen, die sie täglich vor dem Unbekannten beschützte.
      Tammy fasste den Entschluss, dass er definitiv einen zweiten Blick wert wäre und sie sich mit ihm unterhalten wollte. Vor allem wollte sie wissen, woher er wusste, dass sie die von der Lehrerin genannte Person war? War es bloß Glück, oder doch Eingebung gewesen? Schließlich wäre sie die wirklich letzte Person, die an irgendwelchen Fähigkeiten oder Intuition zweifelte. War sie doch selbst auch… sehr besonders.
      Nun saß der Neuling also neben ihr und Tammy verlor keine Zeit damit schüchtern zu sein. Die Lehrerin ordnete soeben ihre Materialien, also hatte sie noch ein, zwei Minuten Zeit sich mit dem Jungen zu befassen.
      Von Nahem betrachtet war er hübsch, groß und vor allem die Haarfarbe war äußerst interessant. Wenn er neben ihr saß, würde ihre eigene flammende Haarpracht wenigstens nicht mehr so auffallen.
      Ohne nachzudenken streckte sie die Hand aus und zupfte an einer seiner grünen Strähnen. „Verde also… oder ist dir Veld lieber? Was ist denn das für ein Name?“ Sie schlang sich eine Strähne um den Finger und ließ sie durch ihre Hand gleiten. „Seltsame Haarfarbe…“ Es hätte eine Beleidigung sein können, doch Tammy meinte es nicht so. „Gefällt mir!“ Dann ließ sie seine Haare los und blickte ihn fragend an.
      inaktiv
    • Veld
      Vor nicht mal einer Minute hatte er sich neben seine neue Klassenkameradin gesetzt und schon wurde er, verständlicherweise, von ihr angebaggert. Es war nur logisch, war er immerhin ein wahrer Held, sah gut aus und hatte diese unglaublichen Fähigkeiten. Um nicht zu gemein zu sein, ließ er sie zunächst machen, so hatte auch er die Möglichkeit sie sich genauer anzsuchauen. Er musste wissen womit er es hier zu tun hatte, schließlich könnte sie auch eine Spionin des Feindes sein und sie wäre nett zu ihm um Sicherheit und Vertrauen aufzubauen nur um ihm dann in den Rücken zu fallen. Ihre Haare glichen dem feurigen Sonnenaufgang, ihr Name war ein wenig seltsam doch er könnte sich daran gewöhnen und ihre Augen hatten einen gewissen Glanz an sich, jedoch fühlte er sich ein wenig unsicher in ihrer Nähe, so als gäbe es da ein großes Geheimnis, was es galt herauszufinden. Vorher würde er aber ihren Fragen Antworten geben, so gehörte es sich einfach und als Held war er eben auch ein Vorbild für andere Menschen.
      "Du darfst mich gern bei meinem Heldennamen Veld ansprechen und ich habe diesen von meinem richtigen Namen abgeleitet..und ihn mit der Welt fusioniert! Weißt du? Genau wie Goten und Trunks..Gotenks..so wurde aus Welt und Verde..Veld..passend für mich, dem Beschützer dieser Welt"
      Er prahlte gern damit, was er bereits alles für diese Welt getan hatte, was zwar rein gar nichts war, aber er dachte es sei anders. Doch dann, ganz plötzlich konnte er eine dunkle Aura in der Nähe fühlen. Zwar wollte er noch auf die Aussage mit der seltsamen Haarfarbe die ihrige ansprechen, doch dazu kam es nicht mehr, denn die Gefahr kam immer näher und im Augenwinkel erkannte er es. Ein riesiger Komet in Form eines Tafelschwammes flog direkt auf ihn zu. Es war ein Attentat, verübt auf einen Helden, das würde er nicht ungestraft lassen, aber vorher musste er ausweichen. Einen weiteren Kopftreffer würde wohl auch ihm Schaden. Als er kurz davor war sich einfach zu ducken, wurde es ihm klar. Niemand würde ihn angreifen, nein! Man wollte seine Schwachstelle nutzen. Andere Menschen angreifen. Der Komet sollte seine neue Freundin treffen.
      "Achtung Tamsyn!"
      Nur ein wahrer Held würde sein Leben aufs Spiel setzen um andere vor Schaden zu bewahren, also tat er was getan werden musste. Er sprang zur Seite um das rothaarige Mädchen aus der Gefahrenzone zu schubsen, jedoch blieb er aufgrund seiner langen Beine unter seinem Pult hängen, sodass er viel mehr auf Tammy fiel und dabei seinen Kopf an ihre Brüste drückte. Gedanklich wanderte er in den Himmel, so hatte er doch in seinen Augen Tammy geholfen und bekam dafür die Belohnung dieser wunderbaren Kissen. Er konnte die lieblichen Gesänge der Engel vernehmen, doch dann, teuflisches Gelächter. Veld wusste nicht was los war..erst nach einem kurzen Moment, nachdem er seine Hände auf den Pult von Tammy abstützte und seinen Kopf erhob. Der eigentliche Angriff hatte das Ziel verfehlt und die Person hinter Verde getroffen. Also war es doch eine freche Attacke auf den Helden, aber das war wohl noch nicht alles. Es schien fast so als würde man ihn auslachen. Verde sah zunächst nach oben und damit in Tammys Gesicht. Anschließend konnte er einen kühlen Luftzug im Bereich seines Hinterteiles vernehmen. Verwirrt warf er einen Blick zur nach hinten und bemerkte dann das resultat seiner Rettungsaktion. Während er seiner Freundin helfen wollte, rutschte ihm die Hose runter und jeder konnte nun die prunkvolle Unterhose erspähen, die er sich vor kurzem noch gekauft hatte. Es handelte sich dabei um eine limitierte Auflage eines Anime Merchandise. Der Anime um den es sich handelt heißt Konosuba und als kleinen Witz hatte man hinten auf der Unterhose das Wort Explosion zu stehen, was auch ein Insider aus dem Anime ist. Verde verlor nicht viel Zeit und richtete wieder alles, setzte sich ordentlich hin und grinste rüber zu Tammy.
      "Ich bin froh, dass dich der Komet verfehlt hat! Das hätte echt schlimm enden können"
      Doch scheinbar war die Gefahr noch nicht gebannt, den nun spürte er erneut eine gewaltig düstere Aura neben sich. Schnell drehte er sich ihr entgegen und erblickte das grauenhafte Monster, welches ihn mit den Worten ´Stör nicht den Unterricht´ aus dem Raum warf. Ein wenig perplex stand er also nun vor dem Klassenzimmer und seufzte.
      "Ein Held zu sein..ist echt nicht leicht"


      courage is the magic that turns dreams into reality
    • Der beobachtende Blick des neuen Jungen war Tammy nicht entgangen, aber sie sagte nichts dazu. Viel lieber widmete sie sich seiner Erklärung bezüglich seines Namens und für einen Augenblick weiteten sich ihre Augen, ehe sie prustend zu lachen begann. An Selbstvertrauen fehlte es dieser Person nicht, ganz klar! Sie erntete zwar einen strengen Blick vom Lehrer, doch dieser wurde gerade weiter von zwei Mitschülern bedrängt, die nächste Abgabe etwas nach hinten zu verschieben. So konnte sie sich noch mit dem Neuling etwas länger unterhalten.
      „Ein Anime-Fan, also…“, schloss sie aus seiner abschließenden Erklärung und grinste. Ja, sie kannte sich mit solchen Dingen ebenfalls aus, war sie doch nicht eines dieser süßen, liebevollen Mädchen, die sich den ganzen Tag um ihre Frisur sorgten. Zudem war es bei ihrer Lockenpracht ohnehin sinnlos, sich darüber Gedanken zu machen. Oftmals hatte sie den Verdacht, dass ihre Haare ein Eigenleben führten.
      Dann jedoch ging alles ganz schnell und selbst Tammy, mit geübten Reaktionen aufgrund aller bisherigen Kämpfe, blieb kaum ein Zeitfenster um die Situation zu entspannen. Ein feuchter und stinkender Tafelschwamm flog in ihre Richtung, es war wohl eine Art Begrüßung für den Neuen.
      Doch anstatt dass sich dieser seltsame Typ einfach duckte, versuchte er… sie zu retten? Was war nur in ihn gefahren? Doch natürlich misslang auch dies und stattdessen landete sein Gesicht auf ihrem stattlichen Vorbau. Vermutlich sollte sie nun kreischen und ihn schlagen, war es doch eine sehr unsittliche Berührung. Doch Tammy hatte schon immer eine seltsame Einstellung zu ihrem Körper gehabt. Es war doch nur Haut und Fleisch, nichts Besonderes und natürlich nichts, was man nicht anfassen durfte. Ihr selbst ging es vielmehr um die Seele und den Charakter.
      So wartete sie geduldig bis sich der Grünhaarige wieder aufgerichtet hatte, nur um dann über sein Missgeschick selbst auch zu lachen. Es war wirklich zu komisch, dass seine Hose hinuntergerutscht war und einen Blick auf seine interessante Unterhose freigegeben hatte.
      Doch der ganze Tumult war natürlich auch ihrem Lehrer zu viel, womit er ihn kurzerhand einfach aus der Klasse warf. Tammy jedoch war viel zu interessiert an diesem Neuen, sodass sie auch selbst ihre Sachen zusammenpackte und sich davonstahl. Ein paar mehr Fehlstunden wären ohnehin egal, sie müsste beim nächsten Test vermutlich abschreiben oder schummeln, um den zu bestehen.
      Draußen angekommen suchte sie nach dem seltsamen Kerl und baute sich knapp vor ihm auf. „Sag mal, bist du dumm oder so?“, fragte sie ihn in ihrer direkten Art. Es konnte ja durchaus sein, dass er lernschwach oder sonst irgendwie kognitiv beeinträchtigt war.
      „Oder warum glaubst du, muss ich vor etwas beschützt werden?“ Sie war eher die Beschützerin, nur wusste dies keiner. „Hast du wirklich so einen Heldenkomplex?“ Vielleicht war er tatsächlich einfach nur größenwahnsinnig, dies konnte durchaus sein.
      Dann tippte sie ihm drohend gegen die Brust. „Und nenn mich nie wieder so! Tammy genügt.“ Das musste sie klarstellen, hasste sie doch schließlich ihren Vornamen. Doch das eigentliche, dumpfe Gefühl in ihr, die Vorahnung, hatte sich nur verstärkt. Sie selbst war geübt und erfahren, und doch waren seine Reflexe einen Tick schneller gewesen. Irgendwas war an ihm wahrlich seltsam und sie würde ihm nicht aus den Augen lassen, bevor sie dies nicht herausgefunden hatte.
      inaktiv
    • Veld
      Das Rumstehen vor dem Klassenzimmer war ziemlich öde, also beschloss er nachdem er sich versichert hatte, dass niemand ihn sehen konnte, seine geheimen Techniken zu üben. So formte mit den Fingern Handzeichen, oder ahmte Bewegungen eines bestimmten Meisters nach der mit Schildkröten auf einer Insel lebt. All diese megastarken Fähigkeiten würden ihm im Kampf gegen das Böse helfen und aus diesem Grund musste er sie bis zur Perfektion beherrschen. Als er gerade beim Abschluss einer Technik war und seine Arme nach vorne ausstreckte fühlte er erneut etwas und fühlte ein wenig mehr nach indem er über befühlte Stellen strich. Doch dann sah er auf und bemerkte, dass es sich dabei um Beine handelte, Beine eines rothaarigen Mädchens. Selbstbewusst nahm er seine Hände von ihr, stellte sich vor ihr auf und lauschte ihrer Frage um sie direkt zu beantworten.
      "Yes i am!"
      Was war das überhaupt für eine Frage, natürlich war er ein Fan von Dum Mo Derso, dem neuen Mainchar aus Alive Note. Viel überraschter war er aber darüber, dass sie diesen überhaupt kannte, schließlich war erst gestern die erste Folge raus. Handelte es sich bei Tammy eventuell um einen Otaku? Das wäre ja fantastisch. Jedoch wurde er das Gefühl nicht los, dass er irgendwas missverstanden haben musste, denn ihre nächste Aussage ergab so wenig Sinn, dennoch schüttelte er lachend den Kopf.
      "Warum ich dich beschütze? Heldenkomplex? Ich denke, du missverstehst etwas. Ich bin Veld..Beschützer der Schwachen, Retter in Not...und auch für meine Freunde gebe ich alles in meiner Macht stehende. Du warst in Gefahr und auch wenn du es allein hättest bewältigen können, werde ich stets doch immer alles tun um auch dich vor Schaden zu bewahren"
      Stolz strich er sich die Haare aus dem Gesicht und schenkte ihr ein selbstbewusstes Grinsen, welches schnell in eine Art Vewirrung umschlug als sie ihn einfach so berührte und ihm klar machte, dass sie wohl auch einen Heldennamen hatte. Verstehend nickte er.
      "Okay, dein Heldenname ist also Tammy..deswegen meintest du ich brauch dich nicht schützen, weil du auch eine Superpower hast wie ich. Das ist ja megacool! Ich war schon ewig auf der Suche nach einem Sidekick..jeder Held hat einen! Weltenbrecher Veld und Rotschwingen Tammy...Klingt gar nicht mal übel"
      Der junge Superheld verlor sich gerade komplett in seinen Gedanken, als er plötzlich eine neue Gefahr vernahm und sofort zu den Fenstern lief, die direkt vor ihm waren. Von hier aus konnte man in den inneren Schulhof blicken und dort waren ein paar Schüler zu sehen. Er riss das Fenster auf und brüllte zu diesen.
      "Achtung meine Freunde! Euch droht Gefahr, doch habt keine Angst, Ich werde euch helfen!"
      Er stieg auf das Fensterbrett und quetschte sich irgendwie durch, fiel dann aber nach vorne raus. Zu seinem Glück befanden sie sich im Erdgeschoss und es trennten ihn nur ein knapper Meter vom Boden. Nun lag er im Gebüsch außerhalb des Schluflures und wurde von der Gruppe schwänzender Schüler belächelt, unwissend, dass ihnen tatsächlich Gefahr drohte, diese aber von Veld aufgescheucht wurde und sich zunächst auf Distanz begeben hatte. Langsam stand er auf, klopfte sich den Dreck von seinen Sachen und sah zu den Schülern.
      "Ihr könnt nun wieder in Ruhe eurem Vorhaben nachgehen, um den Rest kümmere ich mich"


      courage is the magic that turns dreams into reality
    • Eigentlich hatte Tammy nur vor gehabt diesen größenwahnsinnigen Typen zur Rede zu stellen, wolle mehr über ihn herausfinden. Dass sie ihn jedoch dabei erwischte wie er seltsame Handzeichen und Figuren nachahmte, wirkte schon absurd komisch. Sie musste lachen und gleichzeitig den Kopf schütteln.
      Abermals kam es zu einer peinlichen Begegnung zwischen ihnen, denn der Typ grapschte sie erneut – hoffentlich aus Versehen – an und diesmal erwischte er ihre Beine.
      „Wenn das so weitergeht, muss ich Geld verlangen.“, meinte sie scherzend und dieser Witz hätte wohl so manchen Menschen die Röte ins Gesicht gezaubert.
      Unverhohlen gab er nun zu, dumm zu sein und dabei strahlte er eine solche Zuversicht aus, dass Tammy für einen Moment glaubte, er nahm sie auf den Arm. Doch… dazu war er wohl ebenfalls zu dumm. Er musste also erneut etwas missverstanden haben und die Rothaarige wurde das Gefühl nicht los, dass sie durch ihn ihre ersten grauen Haare bekommen würde.
      Dann folgte erneut ein Worterguss aus billigen Phrasen, die er wohl aus einem Comic oder Film kennen musste. Beschützer der Schwachen…so, so. Spätestens jetzt hätte ihn Tammy links liegen gelassen und der Schulkrankenschwester Bescheid gesagt, dass sie ein Auge auf diesen Vogel haben sollte. Der hatte ja wohl wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank, dass er so dermaßen von sich selbst überzeugt war, dass der Rothaarigen richtig schlecht wurde.
      Auch ihren Namen deutete er falsch und zu allem Überfluss meinte er auch, SIE wäre SEIN Sidekick. „Ganz, ganz falsch, mein Lieber.“, antwortete sie. „Wenn, dann bist du mein Sidekick. Aber grundsätzlich arbeite ich alleine.“ Auch wenn sie dies eigentlich künftig vermeiden wollte, da sie mit dem Beschützen der Stadt kaum mehr zurechtkam. Doch diesen Wahnsinnigen konnte sie doch niemals guten Gewissens aus den Augen lassen!
      Im gleichen Moment bestätigte sich erneut ihr Verdacht, dass dieser Typ komplett irre war. Er eilte zum Fenster und quetschte sich irgendwie hindurch, nur um dann erneut auf der Nase zu landen. Die Augen verdrehend folgte sie diesem wandelnden Unglück und da sie kleiner und schmäler war, passte sie auch problemlos durchs Fenster.
      Sie sprang diesen knappen Meter hinab und nutzte Veld als Kissen, ehe sie sich wieder aufrichtete und umblickte. Die Schüler, die angeblich zu retten waren, verließen den Schulhof und sie waren alleine.
      „Hier ist doch weit und breit…“, fing sie an, ehe sie innehielt. Oh nein, ihr ganzer Rücken begann zu kribbeln und keine zwei Sekunden später entfalteten sich ihre wunderschönen und unnötigen grün-blauen Flügeln. Man hörte nur ein Reißen des Stoffes, als sie sich den Weg aus ihren Rücken gesucht hatten. Noch ein Kleidungsstück, welches sie nähen musste.
      Irritiert sah sie zu dem Grünhaarigen. Wenn sich ihre Flügel materialisiert hatten, dann bedeutete dies, dass hier tatsächlich Gefahr im Verzug war. Aber woher hatte er dies gewusst? War es nur ein dummer Zufall oder hatte er tatsächlich genauso wie sie Superkräfte?
      Sofort stellte sie sich ein wenig vor ihn und verdeckte ihn mit ihren Flügeln um ihn zu schützen. Dass bei ihrer Wandlung der Stoff wohl sehr weit aufgerissen war und somit einen guten Ausblick auf ihre Unterwäsche gewährleistete, bemerkte sie gar nicht.
      „Steh mir jetzt nicht im Weg herum, sonst muss ich dich fesseln!“, warnte sie ihn und beobachtete die Umgebung, woher sich der Feind nähern könnte. Es wäre für Tammy schließlich ein leichtes, ihn mit Ranken aus ihrem Körper zu fesseln und somit an der Bewegung zu hintern, auch wenn sie dies ein wenig schwächen würde.
      inaktiv
    • Veld
      Der zu groß geratene Unglücksrabe, stand nun ein wenig benebelt neben Tammy und sah den Schülern nach, die ohne Probleme den Schulhof verließen. Für ihn war es das Zeichen, dass er ihnen die Flucht ermöglicht hatte und jetzt nur noch das Beseitigen des Monsters übrig blieb. Eigentlich wollte er das ja allein bewerkstelligen, so wie bisher auch, aber dann bemerkte er wie sich das rothaarige Mädchen neben ihm, ziemlich seltsam verhielt und DANN..einfach so, konnte er an ihrem Rücken zwei wunderschöne Flügel bestaunen, welche ihn sogleich ins Gesicht gehalten. Ein wenig erinnerte es ihn an einen Pfau, aber so tief er auch in Gedanken versunken war so stellte er fest, dass der Sidekickname den er für sie hatte gar nicht mal so weit hergeholt war..immerhin hatte sie wirklich...Schwingen..nur eben keine roten. Viele wären jetzt womöglich ausgeflippt und hätten sich über diesen Umstand gewundert, aber nicht Verde, er betrachtete das Ganze ziemlich gelassen, es war schon beinahe Normal. Normal..ja...Und seine Augen wanderten über den Rücken des Mädchens..er sah..Dinge, die er wohl eigentlich nicht hätte sehen sollen und so langsam schoss ihm dann doch auch mal die Röte ins Gesicht. Er hatte ihre Brüste und ihre Beine berührt und jetzt sah er auch noch ihre ziemlich gewagte Unterwäsche. Wenn er jetzt einfach nur hinter ihr stehen bleiben würde, wäre das Vieh vor ihnen nicht das Einzige Problem, da auch Verde nur ein..junger Mann war, der nur so und so viel aushielt. Dann endlich gab sie ihm den Befreieungsschlag, welchen er dringend benötigte. Ihre Worte brachten ihn zum lachen, denn es bedeutete, dass sie ihn stark unterschätzte. Verde legte eine Hand auf ihre Schulter, stellte sich neben sie und sprach grinsend und selbstbewusst zu ihr.
      "Meine liebe Partnerin..Nur weil du mein Sidekick bist, musst du nicht die ganze Arbeit machen, ich regel das schon"
      Er klopfte ihr nun leicht auf die Schulter, wo er vorher nur seine Hand liegen hatte und trat vor sie. Jetzt war seine Zeit zu strahlen, ihr zu zeigen was er drauf hatte. Lange musste er auch nicht warten um die Möglichkeit dazu zu erhalten, denn das Monster, welches sich auf den Schulhof geschlichen hatte, zeigte sich endlich und Verde machte sich bereit.
      "Vertrau mir, Tammy. Ich seh zwar nicht so aus..aber ich weiß, was ich mache!"
      Seine Worte klangen tatsächlich so als würde er wissen wovon er redet, sie waren überzeugend und kraftvoll, genau wie sein jetziges Auftreten. Es hatte doch wahrhaftig etwas von einem Helden, wie man ihn aus einer x-beliebigen Serie kennen könnte. Verde machte sich ein wenig warm indem er auf der Stelle hüpfte und wie ein Boxer ein paar Schläge nach vorne austeilte. Er atmete tief ein und ganz langsam aus, fixierte das Monster mit seinem Blick, welcher nun entschlossen und leicht zornig war.
      "Wie kannst du es nur wagen den Frieden dieser Welt zu stören!? Ich, Veld, werde dir deine gerechte Strafe zukommen lassen!"
      Der junge Mann sprintete in die Richtung des Monsters, eine Hand zur Faust geballt.
      "Spüre meine Spezialtechnik, Erasing Punch!"
      So schnell wie er vor seinem Feind stand, konnte dieser gar nicht reagieren oder gar ausweichen. Die Faust des Jungen flog los, traf das Monster direkt und ein kleiner Luftzug strich an beiden Seiten seiner Hand vorbei. Das Monster jedoch, war unbeschadet, nicht einmal ein kleiner Kratzer. Es nahm seine Klaue und schlug Verde mit voller Wucht zur Seite, welcher daraufhin in die Wand der Turnhalle krachte und ein kleines Loch hinterließ. Theoretisch wäre ein normaler Mensch bei einem solchen Aufprall nicht mit dem Leben davon gekommen, doch in letzter Sekunde hatte sich die Fähigkeit von Verde aktiviert und es ihm ermöglicht seinen Körper robuster zu machen, sodass er zwar ausgeknocked im Loch der Wand lag, aber im Grunde ebenso unbeschadet wie das Monster davongekommen ist.


      courage is the magic that turns dreams into reality
    • Tammy musste dem Neuling zugutehalten, dass er nicht ausflippte, als er ihre Flügel sah. Normalerweise war sie sehr bedacht darauf im Geheimen gegen die Monster dieser Welt zu kämpfen nur um ja keine Aufmerksamkeit zu erregen. Und dies war leichter als ursprünglich angenommen, denn die meisten Menschen verdrängten einfach den Umstand, dass es etwas Übernatürliches gab und taten dies als bloßes Hirngespinst und Fantasie ab. Somit hatte es Tammy bisher überraschend leicht gehabt, ihre Identität als Heldin und Beschützerin dieser Stadt zu verbergen.
      Somit war sie wirklich etwas beeindruckt, dass Verde ihre Flügel einfach als gegeben hinnahm, sie weder danach fragte, noch anfasste – womöglich würde dies noch kommen. Doch im Moment schienen sie beide auf das Beseitigen der Gefahr konzentriert. Er legte ihr eine Hand auf die Schulter und sprach selbstbewusst, ja schon selbstgefällig mit ihr. Eine wütende Ader pochte auf Tammys Stirn, wenn er noch länger so arrogant tat, konnte sie nicht verhindern, dass auch er eine Faust von ihr kassieren würde.
      Und schneller als erwartet, hielt er eine Heldenansprache und so schwer es dem Mädchen fiel, so musste sie doch zugeben, dass er doch etwas helfenhaftes an sich hatte. Doch sie hätte ihn lieber wirklich aufhalten sollen. Denn der Dummkopf rannte auf das Monster zu, versuchte ihm zu schaden und wurde seinerseits wie eine lästige Fliege weggeschleudert.
      Mit schreckensweiten Augen sah Tammy zu dem Grünhaarigen, der wirklich wie ein Insekt in der Wand klebte. Und dennoch… atmete er. Es war höchst seltsam und die Rothaarige wurde nicht schlau aus ihm. Doch sie konnte sich später noch darüber Gedanken machen. Jetzt hieß es erstmal dem Ding den Gar aus zu machen!
      Zu ihrem Glück war es nur ein kleines, schwaches Monster, welches sich mit Leichtigkeit von ihren Pflanzenranken fesseln ließ. Sie musste diese aus ihrem Körper erschaffen, da hier im Innenhof der Schule fast alles zubetoniert war.
      Als das Ding bewegungsunfähig war, hielt sie es regelrecht fest. Ja, sie hatte wohl eine Schwäche für Bondage und die Hilflosigkeit anderer, ehe es eine Salve Pflanzendorten auf das Ding niederregnen ließ. Es jaulte auf, ehe bläuliches Blut heraustropfte und es schließlich jämmerlich aus sich selber heraus verbrannte.
      Gestank hing in der Luft und die Asche des Monsters wurde vom leichten Wind weggeweht. Sobald keine Gefahr mehr drohte, eilte die Rothaarige zu dem Jungen und war bereit, seinen Tod festzustellen.
      Zu ihrer Überraschung jedoch hatte er nicht einmal einen Kratzer abbekommen, sondern war durch den Aufprall nur ohnmächtig geworden. Sie fühlte seinen Puls und schüttelte den Kopf. „Ich glaube, du bist wirklich ein Held.“, meinte sie widerwillig und hätte ihm nun gerne selbst den Hals umgedreht.
      „Vermutlich richtest du weniger Schaden an, wenn du mein Sidekick wirst und ich dich im Auge behalten kann.“, verkündete sie und ließ dem ohnmächtigen Jungen gar keine Chance. Inzwischen hatten sich ihre Flügel wieder verabschiedet und ihre Kleidungsstücke verbargen nur mehr notdürftig die wichtigsten Stellen. Ihr war dies jedoch egal, schließlich war es umso faszinierender, einen weiteren Menschen mit besonderen Fähigkeiten gefunden zu haben. Auch wenn sich Tammy wünschte, dass es jemand ohne Größenwahn gewesen wäre.
      inaktiv
    • Veld
      Die Aufgabe des jungen Helden bestand darin, alle Menschen vor diesen fiesen Monstern die wo auch immer herkamen zu beschützen. Dafür würde er sein Leben geben. Und so musste er auch Tammy vor jeglichem Schaden bewahren, auch wenn diese selbst scheinbar etwas ganz Besonderes gewesen war. Doch im Moment war es nicht von Belang, denn egal was seine Ziele auch sein mögen, in seinem derzeitigen Zustand war es ihm nicht möglich irgendwem zu helfen. Verde lag in einem Loch in der Turnhallenwand, durch welche er geschmettert wurde. Auch wenn ihm kein großer Schaden dadurch zugefügt wurde, konnte er so eben keinem helfen, sodass Tammy allein mit diesem Vieh fertig werden musste, während der Superheld den Kampf verschlief. Während er mehr oder weniger ohne Bewusstsein rumlag sah er vor seinem geistigen Auge die gewaltige Farbe Rot. Sie schwang sich wehend, wie ein Umhang durch sein Blickfeld und dann stand sie da, Tammy, in ihrem wunderschönen freizügigen Heldenkostüm. Ihre Flügel brachten den Engelhaften Eindruck noch viel mehr hervor. Der Junge betrachtete dieses gottgleiche Wesen und stellte fest, dass er sie unglaublich anziehend fand und bekam in seinem Tagtraum Nasenbluten und grinste sich einen ab. Dies blieb aber auch außerhalb des Tagtraumes nicht ohne Folgen, denn ein breites Grinsen schlich sich in sein Gesicht. Aus seinem wundervollen Traum holten ihn dann die lauten Worte von Tammy, die ihm zustimmten, dass er ein Held sei. Das hörte er zum ersten Mal, nie zuvor schenkte ihm jemand den Glauben an ihn und seine heldenhaftigkeit. Langsam öffnete er seine Augen und rieb sich seinen Schädel, welcher doch ein wenig vor sich hin brummte, schließlich war so ein Durchbruch durch eine Wand nicht unbedingt das was man jeden Tag machte. Seine Augen suchten die Person, dessen Worte er zuvor noch gehört hatte und einen Moment später traf sich ihre Blicke.
      "Guten Morgen"
      Er stand auf, klopfte sich den Dreck von den Klamotten, die mehr oder weniger auch ziemlich in Mitleidenschaft geraten waren und grinste dann Tammy an.
      "Also du hast deinen Job echt gut gemacht wie ich sehe"
      Von dem Monster, welches hier zuvor noch sein Unwesen getrieben hatte, war keine Spur. Alles was darauf hindeutete, war die zerstörte Wand und die Kleidung der Beiden beteiligten Helden. Verde begann zu lachen.
      "Der Test war erfolgreich...Ja...Durchaus, du warst unglaublich. Ich hätte natürlich das Monster auch allein besiegen können, doch ich wollte wissen was mein Sidekick draufhat und ich muss zugeben, du hast meine Erwartungen übertroffen"
      Er legte seinen Kopf ein wenig schräg, denn das Einzige was er wirklich gesehen hatte, waren ihre Flügel, die jetzt wohl wieder weg waren und er sich wohl geirrt haben musste. Jedoch musste sie wie er irgendwelche Kräfte besitzen, andernfalls wäre diese Kreatur noch hier, aber er konnte definitiv keine Gefahr mehr spüren. Es war schon seltsam. Verde ging dann näher an Tammy heran und streckte seine Hand aus um erneut auf ihre Schulter zu klopfen, traf dabei jedoch daneben, da er nicht nah genug herangegangen war. Scheinbar hatte er doch einen kleinen Schaden am Kopf davongetragen. Stattdessen landete seine Hand auf einer Brust von Tammy und da diese eh schon so knapp bekleidet war, hielt er praktisch ihre nackte Brust in der Hand und begann dann einfach an dieser herumzukneten, da er nicht verstand was mit ihrer Schulter nicht in Ordnung war.
      "Hey Tammy..deine Schulter ist irgendwie so weich..ist die kaputt? Aber...es fühlt sich irgendwie gut an.."
      Dies hätten durchaus die letzten Worte des jungen Schülers sein können, hatte er doch nicht nur einmal, nicht zweimal, sondern nun schon zum dritten Mal seine Hände an ihr und sie war sicherlich nicht begeistert davon. Doch zu seinem Glück kamen gerade einige der Lehrkräfte auf den Schulhof gelaufen, welche wohl von dem Lärm beunruhigt wurden und nun sahen, wie die Beiden Schüler vor dem Loch in der Turnhallenwand standen. Sofort wollte sich eine Lehrerin zu Wort melden, wurde von Verde doch ausgebremst. Er hielt nach wie vor die Brust von Tammy in seiner Hand und erklärte dann den Lehrern was hier los war.
      "Machen sie sich bitte keine Sorge...ich habe hier alles fest im Griff"
      Er grinste zu den Erwachsenen hinüber und war voller Selbstbewusstsein und sich sicher, dass sie die Lage bestens verstehen würden.


      courage is the magic that turns dreams into reality

    • Auf dem Gesicht des seltsamen Jungen lag ein breites Grinsen und obwohl Tammy nicht wusste was es bedeutete und ihn auch nicht gut kannte, so befürchtete sie dennoch, dass es nichts Gutes verheißen konnte. Endlich öffnete er seine Augen wieder und nun war sich die Rothaarige sicher, dass ihm nichts geschehen war. Das Loch in der Wand in der Turnhalle sah währenddessen furchtbar aus und dennoch schien er es wirklich unbeschadet überstanden haben. Er war faszinierend und in ihr drängte sich die Neugierde an die Oberfläche, doch mehr über ihn in Erfahrung zu bringen.
      Woher kam er? Was waren seine Fähigkeiten? Warum war er so seltsam drauf? All diese Fragen stellten sich ihr und dennoch war dies hier nicht der passende Zeitpunkt dafür, ihm diese an den Kopf zu werfen. Sie konnten nur ungestört reden, wenn sie alleine wären.
      Bevor sie jedoch vorschlagen konnte von hier zu verschwinden, lobte er sie. Es war ein guter Anfang…den er jedoch im gleichen Moment wieder versemmelte, indem er ihr sagte, sie wäre sein Sidekick. Gefährlich blitzten ihre Augen auf und am liebsten hätte sie ihn als Ball missbraucht und mit ihm die nächste Wand zum Einsturz gebracht.
      Doch seine nächste Aktion trieb sie dann vollends zur Weißglut. Er wollte…ja was wollte er eigentlich? Vermutlich nur irgendeine Dummheit anstellen und genau dies schaffte er auch. Denn seine Hand landete auf ihrer kaum mehr bedeckten Brust. Im ersten Moment erstarrte sie und war regelrecht geschockt. Ja, sie war gerne freizügig unterwegs und sie stellte gerne Körperkontakt her. Doch diesen Typen kannte sie doch nicht! Und anstatt, dass er seine Hand peinlich berührt zurückzog…beließ er sie ganz einfach dort und knetete ihre Brust auch noch ganz ungeniert.
      Tammy klappte die Kinnlade hinunter und sie starrte ihn fassungslos an. Drohend hatte sie bereits die Hände zur Faust geballt und wollte ihn soeben zurück ins Nirvana befördern…als leider Gottes einige Lehrende den Innenhof betraten. Verdammt, sie hätte ihn wirklich gerne ausgeknockt, dann hätte sie zumindest einen Augenblick Ruhe vor seiner Dümmlichkeit gehabt.
      Und was tat dieser Idiot?! Er brabbelte irgendein irrsinniges Zeug und machte damit die ganze Situation nur noch schlimmer. Verwirrung zeichnete sich naturgemäß auf den Gesichtern der Lehrkräfte ab und Tammy fasste nach seiner Hand, welche er noch immer an ihrer Brust hatte.
      Fest zerquetschte sie sein Handgelenk. „Das Gemäuer ist wohl baufällig…oder es gab ein kleines Erdbeben.“ Notdürftige Ausreden, doch besser als gar nichts. „Wir sind nochmal mit dem Schrecken davongekommen, doch ich fürchte er hat sich den Kopf gestoßen.“ Während sie diese Ausrede auftischte ließ sie sein Handgelenk nicht los und schüttelte ihn, einfach um ein wenig Hirn zurück in ihn zu befördern.
      „Ich glaube es ist wohl besser, wenn wir erstmal ins Krankenzimmer schauen.“, mit diesen Worten verabschiedete sie sich von den Lehrern und rücksichtslos zog sie den Grünhaarigen mit sich. Noch mehr Peinlichkeiten konnte sie nicht ertragen!

      In besagten Zimmer angekommen stieß sie ihn unsanft aufs Bett. Die Schulkrankenschwester wurde nur in Notfällen gerufen und demnach waren sie alleine. Ohne weiter darüber nachzudenken stürzte sich Tammy wutentbrannt auf ihn, kniete sich über ihn und hielt seine beiden Handgelenke mit ihren Händen fest.
      „Was fällt dir ein?“, zischte sie gefährlich und beugte sich drohend zu ihm hinab. Ihre Augen sprühten gefährliche Funken. „Mich einfach so dreimal anzufassen! Sag mal geht’s noch?“
      Dass sich durch ihre Aktion und ihr Vorbeugen auch der letzte Stoff von ihr gelöst hatte und sie praktisch oben ohne war, bemerkte sie nicht einmal.
      inaktiv
    • Veld
      Der junge planlose Schüler wusste gar nicht in welch großer Gefahr er sich befand und das obwohl das Monster doch bezwungen wurde..aber das wahre Problem, die weitaus größere Gefahr, war Tammy und unbewusst trieb er wohl ihre Laune auf 180. Gern hätte er noch länger dieses seltsam angenehme Gefühl an seiner Hand gespürt, doch leider wurden die Beiden von Lehrkräften unterbrochen. Auch in dieser Lage katapultierte sich Verde beinahe ins aus und allein Tammy konnte die Lehrer noch einmal davon überzeugen, dass hier etwas geschehen war, dass nicht zwangsweise auf sie zurückzuführen war. Plötzlich griff sie nach seiner Hand und er wusste zwar nicht warum, aber sie wollte scheinbar seine Hand zerquetschen, doch dann begriff er es. Sie hatte sicher Angst und bekam Mut durch seine Anwesenheit. Das war wohl das natürlichste was es gab, neben einem Superhelden wie ihm musste man vor nichts und niemanden das Geringste befürchten und wenn sie sich sicherer fühlte je stärker sie zudrückte, dann musste sie sehr extrem über mega sicher sein im Moment. Er hörte der Erklärung von Tammy zu was dieses Loch in der Turnhallenwand betraf und schüttelte den Kopf,wollte eigentlich noch Einspruch einlegen, denn warum sollten die Beiden lügen, das passte nicht zu ihm und seiner Vorstellung eines ehrlichen Charakters, aber bevor er die Lüge als solche enttarnen konnte wurde der junge Superheld entführt...oder auch einfach nur von Tammy mitgeschleift, je nachdem aus welcher Perspektive man es betrachtete. Verde ließ sich von ihr mitziehen und war gespannt was sie wohl vorhatte. Vielleicht wollte sie ihm ihre Liebe auf den ersten Blick gestehen, er könnte es ihr kaum verübeln, schließlich würde niemand einem wahren Helden widerstehen können, aber was dann geschah überforderte ihn doch ein wenig, ging es doch jetzt ziemlich schnell. Auf etwas derartiges war er nicht vorbereitet, war dies der Zeitpunkt seiner Transformation von einem jungen Superhelden zu einem waschechten ausgewachsenem Superhelden. Das Bett auf dem sie ihn stieß war mehr als nur ungemütlich, da es einfach viel zu klein war und er eher seltsam da lag. Zudem stürzte sich die rothaarige Schülerin ohne Grund auf ihn und hielt seine Handgelenke fest. Natürlich wehrte er sich erstmal nicht, denn er wollte ihr nicht wehtun und überprüfen was genau ihre Intention war. Nach einer gefühlten qualvollen Ewigkeit meldete sie sich zu Wort und irgendwie verstand er nicht ganz was sie meinte. Er hatte sie dreimal angefasst? Was meinte sie denn damit. Hatte er etwas falsch gemacht? Er versuchte sich daran zu erinnern wie der heutige Tag ablief und zählte dann mit wann er sie berührt haben könnte, aber da war maximal eine peinliche Berührung und selbst die war nicht absichtlich geschehen. Er sah ihr ein wenig ungläubig in die Augen und sprach dann so wie für ihn üblich.
      "Jeder Teil den ich von dir eventuell berührt habe sollte nun vor Kraft nur so übersprudeln..immerhin bin ich ein Held und meine Berührung macht dich stärker, es ist nur zu...d...dei..."
      Dann fiel es ihm auf und seine ganze Superheldenmasche bröckelte ein wenig. Seine Augen weiteten sich und langsam aber sicher überkam ihm das Gefühl, dass die Menschen haben mussten die kurz davor waren etwas sehr schönes zu erleben. Seine Augen wanderten von ihrem Gesicht ein wenig weiter nach unten und etwas wunderschönes geriet in sein Blickfeld und er wurde still. Er, Verde, wurde plötzlich still, kleinlaut und rot wie eine Tomate. Doch nicht nur das, er konnte auch spüren, wie sich etwas anderes an ihm veränderte, da war dieser Druck und er wusste nicht so ganz wie er damit umgehen sollte. In dieser Hinsicht war der Schüler einfach viel zu unerfahren um nicht zu sagen er hatte null Erfahrung, einfach keinen Plan..und jetzt war er in dieser Situation, mit einer echten...Person des anderen Geschlechts und seine Lage wurde nicht unbedingt besser. Sie war ihm so nah und da..direkt vor seinen Augen..waren..sie...diese wundervoll geformten Dinge..Verde wusste nicht wie er reagieren sollte, er konnte nichts sagen, er konnte nicht weg und das Gefühl in ihm war so als würde er jeden Moment explodieren. Ein hilfloser Superheld, was ein trauriges Bild, aber er konnte es gerade nicht ändern und dann..geschah es , die Schulglocke läutete und beendete die Unterrichtseinheit und zeitgleich mit dessem Ende, geschah auch etwas mit ihm und brachte eine Art Ende hervor wobei er sich ein wenig auf dem Bett krümmte und dann mit leichten Tränen in den Augen Tammy ins Gesicht sah. Er wollte in diesem Moment einfach nur weg, es war ihm mehr als nur unangenehm und er wusste nicht was er tun soll, es war eine schreckliche Situation aus der er nicht rauskam und zu allem Übel hörte er dann auch noch die Tür aufgehen und dort standen sie. Die schulkrankenschwester und zwei weitere Schülerinnen, die verwirrt zu den Beiden im Bett hinüberstarrten.
      Wie sollte sich Verde aus dieser Lage herausreden, welcher Superheldentrick würde funktionieren. Irgendwie gingen ihm gerade die Ideen aus und das was übrig blieb war Flucht. Wo er zuvor noch wehrlos da lag, ließ er jetzt Kraft in seine Arme fließen und drückte fast mühelos Tammy von sich weg, stand auf, sah die 3 anderen Personen an und grinste.
      "Das Leben als Superheld..manchmal kann man sich vor den Fans nicht verstecken"
      Er lief direkt an ihnen vorbei und wirkte sehr souverän und keinesfalls niedergeschlagen, doch sobald er an ihnen vorbei gegangen war, konnte er das Schauspiel nicht aufrecht erhalten und lief so schnell er konnte einfach weg und begab sich zur Jungentoilette wo er sich dann einschloss und versuchte sich..zu säubern.


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    • Hatte Tammy wirklich erwartet, dass Verde sie verstand? Hatte sie geglaubt er würde sich gar entschuldigen? Hatte sie Ehrlichkeit erwartet und dass er mit seiner Superheldenmasche aufhörte? Ja, dies hatte sie.
      Stattdessen meinte er nur, dass er sie stärker machte, wo er sie berührte. Und diese Antwort kam so unerwartet und plötzlich, dass sie für einen Moment stutzte. Sie überlegte und suchte in ihrem Kopf nach einer Antwort und…tatsächlich. Irgendwie fühlte sie sich besser, nachdem er sie berührt hatte. War dies nur eine Masche von ihm, oder tatsächlich die Wahrheit? Entsprang auch dies seinem Größenwahn? Machte er sie wirklich stärker und dies war seine Fähigkeit? Oder war sie nur eine hormonbedingt verrückte Teenagerin, die sich gerne wünschte von einem Mann auf diese Art angefasst zu werden?
      Sie fand auf dies alles keine Antwort, doch da wurden ihre Gedanken auch schon unterbrochen, als sie Verdes Schweigen bemerkte. Sein Gesicht glich einer überreifen, roten Tomate und sie hätte gerne gewusst, warum dies so war. Vielleicht weil sie auf ihm saß oder weil er sich bewusst wurde was er bereits alles von ihr angefasst hatte? Ja, dies musste es sein!
      Bevor sie ihn jedoch danach fragen konnte, läutete die Türglocke und Verde schien sich von diesem Klang erschrocken zu haben, denn er krümmte sich unter ihrem Griff. Er blickte sie mit Tränen in den Augen an und Tammy bekam plötzlich Panik, ob sie ihm nicht doch zu sehr wehtat? Immerhin wusste sie, dass sie stark war. Wenn seine Aussage von vorhin wirklich stimmte, und er sie mit Berührungen stärker machen konnte, dann tat sie ihm womöglich gerade wirklich weh!
      Dann jedoch ging alles ganz schnell. Die Krankenschwester und zwei Schüler betraten den Raum, Verde drückte Tammy mühelos von sich und schritt mit einem frechen Kommentar aus dem Raum. Zurück blieb also die Rothaarige, welche erstmal von der Krankenschwester in eine Decke gehüllt wurde. Dass sie oben herum freizügig bekleidet war, war Tammy immer noch nicht aufgefallen.
      Wortlos starrte sie zur Tür, bemerkte das Getuschel über sie gar nicht, sondern ignorierte die weitere Behandlung der Krankenschwester. Diese Checkte sie durch und stellte ihr seltsame Fragen nach Verhütungsmitteln. Wie in Trance beantwortete die Rothaarige alles und wurde danach entlassen.
      Ratlos stand sie nun wieder am Gang, war immer noch ein eine Decke gehüllt und wusste nicht recht, was sie nun denken sollte. Verde ging ihr unheimlich auf die Nerven. Sie hatte eine Entschuldigung erwartet und stattdessen ließ er sie wieder stehen, ganz so wie er das Monster alleine besiegen wollte. Andererseits hatte er auch irgendwo Recht, denn die Hautstellen, wo er sie berührt hatte, prickelten warm. War dies nun tatsächlich seine Fähigkeit? Oder war Tammy schlicht und ergreifend verrückt und… sehnte sich nach den Berührungen dieses grünhaarigen Tollpatsches?
      So oder so wurde sie nicht schlau aus der Sache und beschloss erstmal, zurück in ihre Studentenunterkunft zu gehen. Unterwegs schnappte sie sich ihren Rucksack, welcher noch immer im Schulhof lag.
      inaktiv
    • Veld
      Das Jungenklo war momentan sein bester Freund und schützte ihn in seiner misslichen Lage vor den neugierigen Blicken jener, die wie wildgewordene Ameisen umherkrabbelten oder anders gesagt die Schüler welche ihn belächelten für sein kleines Problem mit seiner Hose. Man konnte zwar nicht erkennen, was geschehen war und es sah auch nicht so aus als hätte sich in die Hose gemacht, aber ganz normal sah es auch nicht aus. Der Versuch seine Hose und gewisse andere Dinge sauber zu bekommen war eher schlecht als recht, immerhin hatte er hier nicht Möglichkeiten, die er bei sich zu Hause hätte. Zur Not war es aber praktisch, jedoch wartete er dennoch bis so gut wie alle anderen Schüler sowie die Lehrer gegangen waren und verließ als letzter das Schulgelände. Langsam kehrte auch seine selbstbewusste Seite zurück und das was geschehen war, geriet in Vergessenheit. Auf dem Nachhauseweg fragte er sich wie es wohl sein wird, morgen neben ihr zu sitzen..wäre alles normal oder würde es zu peinlichem Schweigen kommen. Schulterzuckend ging er weiter und kam vor dem Haus seines Vaters an, der bereits auf ihn zu warten.
      "Wo warst du denn so lange Verde? Hast du vergessen, dass du deine Brüder abholen sollst?"
      Sein Vater tippte leicht genervt von der Verspätung seines Sohnes auf die Uhr und deutete ihm so, dass er sich beeilen musste, wenn er es noch rechtzeitig schaffen wollte. Verde hatte kein Problem damit seine Geschwister vom Sport abzuholen, schließlich mochte er die zwei Winzlinge und tat alles um diese vor allem Möglichen zu beschützen. Es hieß also umdrehen und auf zum Sportclub seiner Halbbrüder. Warum mussten sie eigentlich Sport machen, das war doch total lästig und anstrengend, aber Verde sollte wohl nicht meckern, immerhin war seine Mission wesentlich schwerer und mühevoller, schließlich rettete sich eine Welt nicht völlig allein. Je näher er seinem Zielort kam, umso beunruhigter wurde er, denn er fühlte es...genau wie heute auf dem Schulhof..Da war wieder eines dieser Wesen, die den Frieden seiner Welt zerstören wollen und es kam direkt aus der Richtung in der auch der Verein seiner Brüder war. Er erhöhte sein Schritttempo und hoffte das Beste, doch als er ankam, war seine Befürchtung wahr geworden, aber etwas war anders, es fühlte sich gefährlicher an als sonst. Die Menschen um ihn herum..waren dagegen wie immer..Dumm..Naiv..Unwissend. Sie liefen einfach daran vorbei als wäre nichts ungewöhnliches direkt über ihnen. Eine dunkle Wolke hing über dem Vereinsgelände und diese unheimliche Aura war eher links von ihm, wo sich der große Pool befand. Dort trainierte einer seiner Brüder für sein Schwimmteam, aber zu dieser Zeit sollten das Training schon beendet sein und sich alle in der Umkleide befinden. Das gleiche galt für seinen anderen Bruder, der rechts auf dem Gelände seine Runden laufen sollte. Bei diesem war es wahrscheinlicher, dass er noch allein trainierte um schneller und ausdauernder zu werden. Von der Seite ging jedoch keine Gefahr aus, zumindest noch nicht. Verde grinste, denn er wusste genau was er nun zu tun hatte. Es war Zeit etwas heldenhaftes zu tun. Bevor er jedoch näher herangehen konnte wurde er gestoppt. Neben ihm war ein Mann aufgetaucht. Er hatte eine seltsame Frisur und trug eine fast schon zu große Waffe in seinen Händen. Die Ungleichen Kerle standen nebeneinander und wer es nicht wusste könnte meinen, dass Verde wohl der Erwachsene hier war, wobei man damit falsch liegen würde.
      "Bist du sicher, dass du dort hingehen willst? Könnte gefährlich sein"
      Der Mann schlug ihm beinahe schon unsanft, wie er fand, auf den Rücken und schubste ihn in die Richtung aus der er das Monster spürte. Als er zurücksah, war der Mann verschwunden, aber aus irgendeinem Grund fühlte er sich so, als hätte er einen Stärkeschub erhalten. Würde er nicht sowieso schon denken er wäre in seiner eigenen Animewelt der Maincharakter, dann würde er es spätestens jetzt tun. Verde ging also weiter und dann war es direkt vor ihm. Ein Ungeheuer..größer als der Sprungturm der neben ihm in die Luft ragte, doch er war furchtlos.
      "Ein Jammer, dass du hier auf mich triffst...den Beschützer dieser Welt..und...zu deinem Unglück kommt hinzu, dass ich so eben eine neue Macht erhalten habe...Du wirst nun leider dein Ende finden..und zurück dorthin verschwinden wo du hergekommen bist!"
      Der junge Schüler schoss aus seiner Hand einen riesigen Feuerball auf das Monster wodurch es in einer enormen Explosion in kleine Partikel zerfetzt wurde. Lachend stand er nun da bis jemand an seinen Bauch tippte und an seinem Oberteil gezupft wurde. Verwundert überprüfte er was hier los war und sah seine beiden Brüder, die ihn peinlich berührt ansahen.
      "Brüderchen..?..Was...tust du denn da?"
      Auch wenn seine Brüder ihm mehr glaubten als der Rest der Welt, manchmal war er auch ihnen peinlich, so wie jetzt, da alle anderen Vereinsmitglieder auch noch hier waren und ihn gerade auslachten, da er eine seltsame Show abgeliefert hatte.
      "Können wir nach Hause gehen Veld?..Ich bin müde"
      Verde seufzte, wieder mal hatte niemand seine Heldentat gesehen, aber das war okay. er musste sich damit zufrieden geben, dass er den Menschen hier geholfen hatte, auch wenn diese es ihm niemals danken werden. Nur hatte er diesesmal...tatsächlich gar nichts getan..Es handelte sich um seine Fantasie..jedoch war nicht alles..Einbildung. Gemeinsam mit seinen Brüdern begab er sich nun erneut auf den Heimweg


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    • Für Tammy war der Tag ereignislos zu Ende gegangen. Sie hatte versucht ein paar Hausaufgaben zu machen, doch dieses sinnlose Unterfangen bald schon wieder aufgegeben. Sie würde sich ohnehin wieder durchmogeln, denn Schulnoten waren ihr schlicht und ergreifend egal. Sie hatte wichtigeres zu tun und ihr Herz forderte, dass sie ihrer Berufung als Beschützerin folgen musste.
      Somit hatte sie sich die Zeit totgeschlagen indem sie ein wenig in der Stadt nach dem Rechten gesehen hatte, doch kein Monster hatte sie angegriffen oder überfallen. Es war ruhig, fast schon zu ruhig, doch es störte sie nicht. Ihre Gedanken hatten ohnehin unaufhörlich um diesen grünhaarigen Sonderling und seine seltsamen Weltanschauungen gekreist.
      Auch später, als sie wieder Zuhause war und ihre zerrissenen Klamotten im Mistkübel betrachtet hatte, hatte sie nicht aufhören können über ihn nachzudenken. Und sie hatte es schließlich aufgegeben schlau aus ihm werden zu wollen. Im Moment war ihr nächstes Ziel am morgigen Tag shoppen zu gehen. Sie brauchte dringend wieder ein paar günstige Kleidungsstücke, solange sie ihre Flügel nicht unter Kontrolle hatte.


      Der nächste Tag versprach sonnig und schön zu werden und missmutig blickte die Rothaarige aus dem Fenster des Klassenraumes. Sie hatte ihre wilde Lockenmähne heute halbwegs bezwungen und diese in einen lässigen Dutt verpackt.
      Heute durfte sie nicht wieder dem Unterricht fernbleiben, denn sonst würden ihre Eltern benachrichtigt und diese würden ihr möglicherweise das Studentenzimmer kündigen. Egal in was für einer Situation sich Verde wiederfinden würde, er müsste da alleine durch, das beschloss sie für sich selbst.
      Dann richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder nach vorne und wartete, dass der Unterricht beginnen würde.
      inaktiv
    • Veld
      Der Weg nach Hause verlief ohne Probleme und auch seine Brüder hielten sich an die Regeln, die sie zusammen aufgestellt hatten. Zu Hause angekommen hieß es dann erstmal Duschen und sich dann zum täglichen Abendessen gemeinsam am Tisch im Esszimmer zusammenfinden. Dort wurde über den Tag gesprochen, aber eher weniger über den Tag von Verde, da sich alle so ziemlich denken konnten was aus seinem Munde kommen würde und darauf hatten seine Eltern keine Lust und innerlich wusste der Junge das auch, jedoch hatte er dennoch das Bedürfnis sich mitzuteilen. Er erzählte seiner Familie von einem Mädchen mit einer wunderschönen roten Haarpracht und dass er sie als seinen Sidekick haben will und er sich irgendwie komisch gefühlt hatte, nachdem er sie oft berührt hatte und sie ihm dann auch noch sehr nahe gekommen war. Überrascht waren die Blicke auf den Verde gefallen, der doch wahrhaftig von einem Mädchen sprach. Ja klar, ein wenig war von seinem Superheldenquatsch dabei, aber das interessante war die Tatsache, dass sich der Junge, in den Augen seiner Eltern, verliebt hatte. Sein Vater unterbrach den kurzen Moment der Stille mit einem klaren Lachen und schlug mit der Hand auf den Tisch.
      "Der Junge wird doch noch erwachsen!"
      Prustete er aus sich heraus und ergötzte sich in einem Schwall der Freude an dem leicht verwirrten Blick seines ältesten Sohnes. Ganz verstand er es nicht, aber ihm wurde wirklich zugehört, man schenkte ihm Aufmerksamkeit..weil er über..Tammy sprach? Es war faszinierend, also redete er einfach weiter über sie ohne sich großartig Gedanken darüber zu machen, was er eigentlich ausplauderte und dann fiel es ihm doch tatsächlich über die Lippen und seine Stiefmutter spritzte ihn mit Wasser voll, welches sie gerade trinken wollte, aber bei dem was sie da hörte einfach nicht in diesem behalten konnte. Veld wusch sich das Wasser-Spucke-Gemisch aus dem Gesicht und bemerkte so langsam, dass er gerade etwas verraten hatte was ihm extrem peinlich gewesen war..sein Problem..welches er heute mit..Tammy hatte. Er sprang vom Tisch auf, verbeugte sich um sich für das Essen zu bedanken und verschwand augenblicklich in seinem Zimmer. Dort angekommen ließ er sich in sein Bett fallen und vergrub sein Gesicht im Kissen. Nicht nur war es ihm in der Schule schon unangenehm gewesen, jetzt hatte er es ganz beiläufig am Tisch seinen Eltern erzählt als wäre es eine glorreiche Tat gewesen. Nach dem seine peinliche Berührung abklang, machte sich seine Erschöpfung bemerkbar, denn auch wenn er es nicht ganz wusste, so hatte er doch spezielle Fähigkeiten die ihm in seinem jetzigen Zustand jedoch vieles abverlangten, so war es auch kein Wunder, dass er bis zum Morgengrauen durchschlief, nur um sich dann ganz panisch auf den Weg zur Schule zu machen, denn zu spät erscheinen wollte er dort nicht, auch wenn er es sicherlich schwer haben würde, seinem Sidekick in die Augen zu schauen.

      Trotz seines verspäteten Aufstehens, war er doch ziemlich früh in der Schule angekommen und hatte sich auch bereits im Klassenzimmer eingefunden. Gestern war sein Auftritt noch ein ganz anderer, heute hatte er sich jedoch geduckt und sich nicht gestoßen. Ohne groß beachtet zu werden konnte er sich auf seinen Platz setzen. Kurz ließ er seinen Blick zur Seite schnellen und da war sie, Tammy. Als er seinen Blick wieder von ihr nahm und der Gong der Schulklingel die Stunde einläutete bemerkte er seinen fatalen Fehler! Seine gesamten Schulsachen...sie...waren nicht da! Verde hatte in seinem raschen Verlassen des Hauses seine Schulmaterialien in seinem Zimmer liegen lassen und saß nun ohne den Hauch von Irgendwas da. Er war aufgeschmissen und seine einzige Rettung..wäre wohl sein Sidekick. Vorsichtig tippte er der Rothaarigen an den Arm.
      "..psst..Tammy...psst..hey...Hör mal...psst..Tammy...hey...psst"


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    • Sie hatte es versucht. Sie hatte es ernsthaft versucht ihn auszublenden und dennoch ging es nicht. Tammy wollte sich heute auf den Unterricht konzentrieren. Sie wollte kein Drama, sie wollte keine Aufregung. Sie begriff, dass sie nur weiterhin ungestört die Menschen retten konnte, wenn sie ein normales Leben hatte. Wie jeder guter Superheld brauchte sie einen Deckmantel der Sterblichkeit. Und ihr Mantel waren nun mal ihre vielbeschäftigten Eltern, die sie in dieses Schülerheim abgeschoben hatten. Ihr war es Recht, denn so war sie alleine und konnte sich ihrer Aufgabe stellen. Dabei musste sie allerdings aufpassen, sich nicht in Heldengeschichten zu verlaufen. Sie musste zumindest die Klassen positiv absolvieren, damit sie ihr mühsam aufgebautes Leben hier weiterführen konnte. Natürlich war es oft einsam, niemand dankte einen oder klopfte einem auf die Schulter…nun ja, bis auf den seltsamen, grünhaarigen Typen neben ihr.
      Er war das wandelnde Chaos und hatte es irgendwie geschafft einerseits ihr den letzten Nerv zu rauben und andererseits sie auch zu beeindrucken. Irgendwas hatte er mit ihr angestellt, hatte sie sich doch stärker und kraftvoller gefühlt. Gleichzeitig hatte er den schweren Angriff des Monsters ohne einen Kratzer überstanden und diese Umstände waren ihre Aufmerksamkeit wert. Doch nicht heute. Heute musste sie sich auf den Unterricht fokussieren, wollte sie diese Klasse bestehen.
      „Was ist?“ Sie hatte ihren Kopf herumgedreht und sah ihn fragend an. Er hatte das Talent nicht locker zu lassen – was oftmals gut, doch manchmal auch störend war. Sie erfuhr von seinen fehlenden Schulsachen und konnte ein genervtes Augenverdrehen nicht unterdrücken.
      Dann schnappte sie sich ihren Stuhl und setzte sich näher zu ihm, sodass sie gemeinsam in ihre Schulbücher blicken konnten. Als Tammy ihm so nahe war, überzog eine Gänsehaut ihren Körper. Er hatte etwas an sich, was die Rothaarige nicht wirklich verstand. War dies mit seiner Fähigkeit zu erklären? Sehnte sie sich nach einem Powerup?
      Sie schüttelte unwirsch den Kopf und konzentrierte sich auf den Lehrer. Dieser teilte gerade Schulprojekte ein, die zu zweit absolviert werden mussten.
      inaktiv
    • Veld
      Sein Versuch die Aufmerksamkeit des Rotschopfes zu erlangen gelang, jedoch schien diese ein wenig gestresst und er verstand nicht was los war. Ob sie ihre Schulsachen auch vergessen hatte und sie nun beide in der Tinte saßen oder hatte sie schlecht geschlafen. NEIN. Es musste sich an Frauenproblemen liegen. Das kannte er von seiner Stiefmutter schon. Zu gewissen Zeiten war diese sehr leicht reizbar, was zwar gefühlt jeden Tag so war, aber das tat jetzt nichts zur Sache. Demzufolge entschied der junge Schüler sich so gut es eben ging ruhig zu bleiben und ihr nicht noch mehr Stress zu machen. Er erzählte ihr von seinen fehlenden Sachen und war sehr froh darüber, dass sie ihm in dieser Hinsicht aushalf. Sie wurde ihrer Aufgabe als Sidekick echt gerecht und das beeindruckte ihn schon etwas, immerhin musste er ihr nicht viel beibringen, es kam beinahe automatisch. Er schenkte ihr einen Daumen nach oben!
      Als sie dann näher an ihn heranrückte, berührten sich kurz ihre Schultern und die Stelle an seinem Körper gribbelte nun sehr, was schon ein wenig störend war, da es nicht aufzuhören schien. Er schlug sich dann einfach so auf die Schulter, was natürlich die Aufmerksamkeit der Schüler auf sich zog, die neben ihm bzw. vor ihm saßen. Durch seinen Schlag verspürte nurmehr einen pochenden Schmerz anstatt eines Gribbelns und das war..auch nicht viel besser. Seufzend lehnte er sich ein wenig zu Tammy um in das Buch hineinschauen zu können. Zu seinem Gunsten war er in der Schule im Grunde ein Überflieger, was man ihm zwar nicht ansah, aber Tammy es schon bald erfahren würde, denn der Lehrer war gerade dabei Gruppen für eine Projektarbeit einzuteilen. Scheinbar wurden Zweierteams gebildet und für den Lehrer schien es wie ein gefundenes Fressen. Ein großer grüner Lauch, der scheinbar sein Schulzeug vergessen hatte und so den Eindruck erweckte ein Unruhestifter zu sein und daneben die rothaarige Schülerin, die sich immer wieder frei nimmt und dadurch in ihren schulischen Leistungen stark abnimmt.
      "Tamsyn Vice und Verde Zialiony..ihr seid Projektpartner, das Thema ist freigestellt. Es soll eine Präsentation werden. Die Noten dafür werden die Hälfte eurer Endwertung widerspiegeln. Viel Erfolg"
      Mit einem beinahe schon dreistem Lächeln ging er er weiter und teilte den Rest der Klasse ebenfalls in Teams ein. Was Der Lehrer und Tammy zu diesem Zeitpunkt nicht wussten war, dass Verde mit Sicherheit keine schlechte Note erzielen würde, denn andernfalls würde sein Vater seine Seltsamkeit nicht mehr tolerieren,w as zwar traurig ist, aber leider zu seiner Realität gehörte. Hätte der Lehrer jedoch den Aufnahmetest von Verde überprüft, wüsste er es besser, denn diesen hatte der junge Mann nicht nur perfekt abgeschlossen, sondern bei einigen Fragen noch auskorrigiert, da diese veraltet waren. Der Grünhaarige sah zu Tammy und lächelte.
      "Dann sind wir wohl jetzt nicht nur in der Monsterjagd Partner, sondern auch in der Schule, welch glücklicher Zufall, meinst du nicht auch mein rasend roter Sidekick"


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    • Immerhin besaß der Grünhaarige Anstand und bedankte sich mit einem Daumenzeichen für ihre Freundlichkeit, die Bücher mit ihm zu teilen. Vielleicht war doch nicht Hopfen und Malz verloren? Tammy würde ihn einfach weiter beobachten müssen um sich endgültig eine Meinung über ihn zu bilden.
      Nachdem sie näher an ihn herangerückt war, berührten sich kurz ihre Schultern und eine angenehme Wärme breitete sich ein Stück weit in ihrem Schultergelenk aus. Es war wie gestern und sie fühlte sich urplötzlich stärker und kräftiger. Ob es nur Einbildung war? Bestimmt.
      Verde hingegen schien erneut spastischen Zuckungen anheim zu fallen und schlug sich auf die Schulter. Mit hochgezogenen Augenbrauen blickte sie ihn aus ihren blauen Augen an, entschied sich jedoch dagegen nachzufragen. Sie hatte das Gefühl, sie würde doch nur wieder dumme Kommentare ernten.
      Erst als sich die Stimme des Lehrers erhob, blickte Tammy auf. Jeder, der sie bei ihrem vollen Namen nannte, wollte mit ihr schimpfen. So auch dieses Mal. Auch wenn es weniger schimpfen, sondern vielmehr eine blöde Aufgabe war. Sie sollten ein Projekt machen, in Zweiterteams, und die Rothaarige hatte das ausgesprochene Glück gleich mit Verde in ein Team gesteckt zu werden… Sie verdrehte die Augen und seufzte. Doch der letzte Satz ließ sie aufhören. Die Präsentation sollte tatsächlich die Hälfte ihrer Endnote ausmachen?! Oh nein! Wenn es wenigstens nur ein Viertel gewesen wäre, dann hätte sie überlegt sich davor zu drücken…doch in diesem Fall MUSSTE sie dieses Projekt bewältigen, wollte sie nicht sitzenbleiben. Ihr Tag wurde immer besser.
      Kaum hatte der Lehrer ihnen mit belustigtem Lächeln den Rücken zugekehrt, zeigte Tammy ihm den Mittelfinger, ehe sie sich demotiviert an ihren neuen Projektpartner wandte. „Ich hoffe mal, dass du im schulischen Bereich ein wenig besser bist als beim Mosterjagen.“ Hatte er schließlich gestern nur einstecken müssen.
      „Und denn mich nicht Sidekick! Ich bin nicht dein Sidekick!“, knurrte sie ihn an und hob drohend den Zeigefinger.
      Den Rest der Stunde sollten sich die Schüler still mit ihrem Projekt beschäftigen und dazu gehörte nun auch ein Thema zu finden. Missmutig stützte die Rothaarige ihren Kopf auf ihre Hand. „Und? Eine Idee, du Totalchaot?“
      inaktiv
    • Veld
      Der Unterricht hatte noch nicht lange angefangen, da gab es bereits die ersten Zwischenfälle. Zum Einen waren da Verdes vergessen Schulbücher und zum Anderen die ihm auferlegte Aufgabe, doch jene sollte definitiv kein Problem darstellen, immerhin war er ein durchaus fähiger Schüler und seine Partnerin war sein Sidekick Tammy, da konnte absolut nichts schief gehen..eigentlich. ABER! Da gab es dieses eine..doch feine Problemchen, denn eine Aufgabe wie diese, eine Präsentation, welche natürlich vor der Klasse gezeigt und besprochen werden würde, war im Grunde ein gefundenes Fressen für einen Kerl wie den Grünhaarigen. Ob sich seine Projektpartnerin darüber bereits bewusst war, war ungewiss, jedoch würde sie es mit großer Wahrscheinlichkeit schneller bemerken als ihr lieb war.
      Da seine neue Mitschülerin noch nicht wirklich etwas über ihn wusste, würde er sie zunächst glamorös darüber informieren, behielt sich dabei aber recht bedeckt, fast so als wäre es ein riesiges Geheimnis. Er würde ihr ja gerne ein paar seiner Schulsachen zeigen, wo mitunter auch vorherige Leistungen gekennzeichnet waren, aber all dieses nutzlose Zeug hatte er bei sich im Zimmer liegen lassen, demnach musste sein Wort ihr einfach genügen.
      "Hab keine Furcht Tammy, was unser Lehrer nicht weiß, aber du im Begriff bist zu erfahren..Wird dein Weltbild verändern!"
      Er grinste sie an nur um ihr dann voller Selbstbewusstsein zu sagen, dass er ein Überflieger im schulischen Bereich war.
      "Die schlechteste Note, die ich bisher bekommen habe war eine 1..mit einem Punkt abzug...Das war total unfair..kurz bevor ich mit dem Test fertig war musste ich einer Person helfen die in Not geraten war...Ich hatte also keine andere Wahl als die letzte Frage auszulassen"
      Verde erzählte noch eine ganze Weile davon und ob sie es ihm glaubte oder nicht lag wohl an ihr, jedoch machte sie einen gewaltigen Fehler, indem sie ihm die Frage stellte, welches Thema sie wohl wählen sollten und ob er eventuell eine Idee hatte. Bereits an seinem Grinsen konnte man erkennen, dass das was folgte eine unsagbar blöde Dummheit sein würde. Verde sprang von seinem Stuhl auf, kletterte auf diesen und stampte eines seiner Beine auf den Tisch vor ihm während er in vollster Lautstärke lachte. Er hielt eine Hand an seine Stirn und begann seine szenerische Darstellung.
      "Ich! Veld der Weltenbrecher bin bereits voller Ideen!!!"
      Er ließ seine Stirn los und holte damit aus und ballte seine Faust in die Richtung der Tafel.
      "Tammy, DU und ICH, wir werden alle mit einer vernichtend guten Präsentation schockieren! MIT EINER IDEE!!! wie sie nie zuvor jemand hatte..DIE EINE IDEE..Sie alle zu knechten..Sie alle zu finden ..Ins Dunkle zu.."
      Weiter kam er leider nicht da wurde er von einem Mitschüler unterbrochen, welcher ihm mit einer ziemlich niveaulosem Spruch den Mund verbieten wollte. Eigentlich wollte er sich dadurch nicht geschlagen zeigen, hatte aber auch keine Lust auf das Niveau herunter zu fallen, was schon ein wenig witzig war, da er wohl auch nicht unbedingt auf einem hohen Mass war. Nichts desto trotz kletterte er vom Tisch und auch vom Stuhl, lief vor zum Lehrer und bat ihn darum die Bibliothek der nutzen zu dürfen um für das Projekt zu recherchieren. Der Lehrer, welcher noch ziemlich verwirrt in das Gesicht des jungen Mannes sah, blinzelte und nickte ihm stumm zu, so würde immerhin die Klasse in Ruhe arbeiten können. Verde klopfte auf die Schulter des Lehrers und bedankte sich. Gleich darauf sah er zu Tammy und nickte ihr zu in der Hoffnung sie würde mitkommen und eventuell seine versteckte Botschaft verstehen, denn er wollte nicht, dass jeder wusste wie gut er in der Schule wirklich war, daher hatte er keinerlei Interesse daran im Klassenraum an ihrem Projekt zu arbeiten und in der Theorie würde er es auch nicht vorstellen wollen. Tammy sollte die Lorbeeren dafür bekommen und ihn einfach im Licht des Klassentrottels stehen lassen. Ohne auf sie zu warten lief er dann schon los, da er sich gleich einen guten Platz in der Bibliothek suchen wollte und während er auf Tammy wartete könnte er sich definitiv überlegen welches Thema sie nehmen könnten.


      courage is the magic that turns dreams into reality