Unbelievable [Earinor & vrthnkng]

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    • Unbelievable [Earinor & vrthnkng]

      Es ist das 19. Jahrhundert in England, in welchem seltsame Geschehnisse passieren, die weit weg von einer ausreichenden Aufklärung waren. Bürger gingen verloren und wurden als vermisst gemeldet, es wurde von Sichtungen von Geistern gesprochen, von Fußspuren, die aus dem nichts die Straßen passierten und all dies, während die Polizei aussichtslos in die Leere blicken. Keinerlei Spuren waren zu sehen, jegliche Untersuchungen schlugen fehl und manch ein Polizist vermochte bei der Anzahl an Misserfolgen gar seinen Job kündigen. Angst und Furcht breiteten sich in der englischen Bevölkerung aus, als auch mit der nächsten Tat ein junges Mädchen verschwand und als Geist in den Gassen ihres Heimatdorfes erblickt wurde. Die Menschen wurden verrückt und waren auf dem nächstbesten Weg, mit Selbstjustiz auch das letzte Stück Vertrauen an der Polizei zu verlieren.
      Im ganzen Chaos gab es eine letzte Chance, die Beziehung der Justiz und der Bevölkerung wieder auf feste Standbeine zu setzen. So wurde es einem der besten Polizisten nahegelegt, den Fall des heimsuchenden Mädchens in einem kleinen Dorf aufzuklären und als auserwählten Partner diente ihm ein Medium, welcher bloß seine Geldbetrüge mit seinem Ruf verbirgt. Eine Aktion, die den Status der Polizei wieder in die Höhe bringen sollte, doch gab es dabei einen riesigen Haken - Denn trotz der Annahme eines übernatürlichen Falles und Zeugenaussagen von einem erblickten, kleinen Geistermädchen, glauben die beiden weder an der Existenz von Übernatürlichem, noch an die Funktionalität des neu erschaffenen Teams.
      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.

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    • Alter: 25








      05cbc816255b7bddebb617574386f9f1.jpgCharles hatte es nicht leicht im Leben. Familie hatte er nie, bis auf seine Schwester die mit ihm gemeinsam in einem schäbigen Waisenhaus landete, nachdem man sie beide auf den Straßen von London aufgelesen hatte. Es war weder sauberer noch viel wärmer in diesem zugigen Waisenhaus gewesen, aber immerhin gab es regelmäßig ein wenig Brot zu essen. Das windschiefe Gebäude, geführt von einer kräftigen, strengen Frau bot nicht sehr viel Schutz vor den kalten Nächten in London und so war Charles Kindheit geprägt von mehreren Krankheiten deren Folgen ihn noch heute begleiten. Viele Kinder kamen und gingen, starben, oder kamen einfach nicht mehr nach Hause, ohne dass es jemanden interessierte. Nur wenige wurden adoptiert, auch wenn öfters betuchtere Herrschaften vorbei kamen um das Waisenhaus zu besuchen. So lebten Charles und seine Schwester vor sich hin, es war kein schönes Leben, aber immerhin hatten sie einander, zumindest bis zu dem Tag, an dem Charles Schwester ebenfalls unter den Kindern war die spurlos verschwunden waren.
      Charles wusste, dass seine Schwester ihn niemals alleine gelassen hätte und dass sie gar keinen Grund gehabt hätte Nachts das Waisenhaus zu verlassen. Wäre sie adoptiert worden, dann hätte sie sich verabschiedet, wo war sie also? Charles war außer sich und in den folgenden Wochen und Monaten begannen sich dunkle Schatten zu manifestieren, die ihm so vertraut vorgekommen waren. Anfangs erzählte er es den anderen Kindern und sogar der strengen, alten Frau, die ihn schließlich in eine kleine Kapelle mitnahm, in der er dasselbe auch noch einem Pfarrer mitteilte, aber alle sagten dasselbe, es seien Hirngespinste eines Jungen der seine Schwester, seine einzige Familie vermisste und so behielt Charles von da an für sich was er sah.

      6b1750f0c64b25f00a6e9938815c2862.jpgAls er aufwuchs hatte er Glück eine Lehrstelle zu finden, in einem Theater in dem er mit den Kostümen half und dabei das Bühnenbild zu bewegen. Er verdiente nicht viel Geld, aber er verdiente genug um auf eigenen Beinen stehen zu können.
      Eines Tages auf dem Heimweg hielt ihn eine Wahrsagerin auf, Charles wusste selbst nicht warum, aber er blieb bei ihr stehen, gab ihr einen Penny und ließ sich von ihr die Zukunft vorhersagen. Alles was sie sagte war absoluter Schwachsinn, aber sie verdiente Geld damit und es gab noch viel mehr die sich ein Geschäft daraus machten armen Leuten zu sagen was sie hören wollten, manche boten sogar an sie mit den Toten sprechen zu lassen. Charles hatte schon längst aufgegeben seine Schwester je wieder zu sehen, er wusste nicht einmal mehr wie sie aussah, alles was er sah war dieser Schatten von dem er immer noch träumte, aber auf das hatte er es auch gar nicht abgesehen. Das Leben im Dreck war nichts das irgendjemand wollte und der Mangel an Geld war für Charles der Grund warum er seine Schwester überhaupt verloren hatte. Er wusste wie man sich inszenierte, er konnte sich selbst Kleidung nähen die teurer und ausgefallener aussah als sie war und er wusste was Menschen hören wollten, wofür sie Geld bezahlten, wenn sie einen Menschen verloren hatten. Er änderte seinen Beruf.
      Heute hat Charles genügend Geld und er spart nicht damit, als müsse er all die Jahre aufholen, in denen er nichts hatte außer ein paar Lumpen an seinem dürren, ausgehungerten Körper. Reichen Menschen zu versprechen, sie könnten mit ihren verstorbenen Angehörigen reden war einfach, sein Name ist in vielen Kreisen bekannt und je mehr Geld man hat, desto reichere Menschen lernt man kennen und denen kann man noch viel mehr verkaufen. Sein Beruf ist ein einziges Schauspiel, eine Aufführung die niemals endet und nicht auf einer Bühne stattfindet, sondern in den Wohnzimmern wohlbetuchter Herrschaften der oberen Gesellschaftsschicht und Charles könnte seine Rolle nur noch besser spielen, wenn er selbst an all den Schwachsinn glauben würde den er von sich gab. Das Leben auf der Straße ist ein Geheimnis das er für sich behält und nur ein von ihm gegründetes, warmes, sauberes Waisenhaus kann Aufschluss auf seinen Hintergrund geben.

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    • f392d26617ddc2dcf51b5fbb2913bd9c.jpg




      Nathan Bane
      Alter: 26











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      f0e3a344dda7d1a10dceed74ac5e4bdc.jpgNathan war der Älteste von fünf Kindern, die in eine Familie höherer Klasse hineingeboren wurden. Sie hatten keinerlei Geldsorgen, brauchten sich nicht in der Not um Essen und Wasser zu sorgen und kalt war es ihnen auch nie, doch waren im Gegenzug dazu ganz andere Ängste entstanden. Sein Vater war ein Soldatenoffizier mit der Führung eines Teilheers und bekam zur Belohnung Beurlaubungen, um die erste Zeit nach der Geburt seiner Kinder mitzuerleben. Es vergoldete die Kindheit Nathans, seinen Vater wieder an seiner Seite zu haben und sich an einer Vaterrolle beglücken zu können, und doch entwickelten sich mit dem Fortlauf der Geschichte nichts weiteres als Angst vor jenem, den er zuvor als Idol verehrte. Das Herz begann unerbittlich schnell zu schlagen, der Atem stockte jedes Mal, hatte er mit der Rückkehr seines Vaters diesem die Tür geöffnet und die starren Augen erblickt. Aus dem einst so liebevollen Vater entstand ein Opfer des Krieges, welcher die Leere im Inneren mit der strengen Erziehung seines ersten Jungens füllte. Dem Soldaten blieb die Zeit weg sich ordentlich um seine Kinder zu sorgen und aus seinen Jungen richtige Männer zu machen, so war jeder Besuch seinerseits eine Qual Nathans, wessen Hände selbst im Kindesalter anfingen zu zittern, hatte er einen Fehler begannen, gar einen kleinen Tropfen ausgeschüttet oder sich schmutzig gemacht. Mit jedem weiteren geborenen Kind begann eine weitere Stufe für den Soldaten seinen ältesten Sohn auf die Zeit vorzubereiten, in der ihr Vater nicht mehr zurückkehren wird.
      Aus Nathan entwickelte sich ein disziplinierter Junge, der mit der Abwesenheit seines Vaters sich die Versorgung und Sicherheit seiner Familie annahm. Seine Mutter war mit der alleinigen Betreuung von fünf Kinder überfordert, so versuchte sich auch der Junge damit, die Vaterrolle für seine Geschwister mit der eigenen Art zu ersetzen und ihnen den Vater zu kreieren, den er sich selbst zur damaligen Zeit erwünschte. Mit der eigengemachten Aufgabe seine Familie bereits im jungen Alter zusammenzuhalten, hatte er sich und seine Kindheit vernachlässigt und letztendlich gänzlich vergessen. In der eigenen Überforderung und dem Stress welchen er jederzeit ausgesetzt war, entstand mit der letzten Rückkehr seines Vaters ein Streit, der selbst zur jetzigen Zeit nicht gelöst werden konnte. Nathan unterließ seinem Vater den weiteren Aufenthalt im eigenen Haus und sprach aus, er sei nicht mehr willkommen. Zur Empörung seines Vaters hatte dieser seine Familie nicht mehr ernährt und so begann auch für Nathan die Zeit, für seine Familie nicht nur ein Mann, sondern auch der Hauptversorger zu werden.
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      Heutzutage darf er sich als einen der erfolgreichsten Gesetzeshüter bezeichnen, der nicht nur die Sicherheit seiner Familie, sondern die von ganz England gewährleistet. Sein Erfolg geschah jedoch nicht aus dem Nichts, denn die angelernte Disziplin und die aufopfernde Art hatte sich in sein Gemüt eingenistet und sich als vorgespielte Persönlichkeit durchgesetzt. Mit der Annahme eines höheren Ranges war er durchgängigem Stress und Anspannungen ausgesetzt, welchen er bloß durch die hohe Kunst des Sarkasmus, der Selbstironie und durch Alkohol lösen kann. Durch seine Arbeit beließ es keine neuen Kontakte außerhalb seiner Familie oder Arbeit, sodass er sich in den letzten freien Stunden seiner Tage in flüchtigen Bekanntschaften in Bars belebte. Selbst zur jetzigen Zeit kann der junge Mann nicht sagen, er hätte genügend in seinem Leben erreicht oder zu einem gewissen Teil das, was sein inneres Kind damals von ihm verlangte. Vorzugsweise stürzt sich der junge Mann als Ablenkung in einen Haufen von Arbeit und lässt sich für seine Erfolge feiern, woraus er die fehlende Aufmerksamkeit aus seiner Kindheit nachholt. Dem Mann schenkt man einiges an Vertrauen und Respekt für die Arbeit, die er bis zu diesem Zeitpunkt leistete. Doch braucht es nur einen kleinen Fehler oder ein Missgeschick, um für ihn aus der Fassung zu geraten und für wenige Momente in Selbstzweifel zu stoßen.

      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.

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