Music never leaves you alone. [Shio & Lu-Chan]

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    • Music never leaves you alone. [Shio & Lu-Chan]

      Hannah


      "Bist du dir sicher, dass dein Studium das Richtige ist? Mein Kollege wird dir sicherlich das Jura-Studium klären können". Hannah seufzte, sie wollte das Thema nicht noch einmal durchkauen, es hat schon bis hier hin sehr viel Arbeit gekostet, denn im Augen ihres Vaters war das, was sie bisher studierte nicht das Richtige, womit man Geld verdienen konnte, um eine Familie später ernähren zu können, aber es war genau das, was sie selbst machen wollte. Musiktherapie.. Musik spielte schon seit dem denken kann eine sehr große Rolle in ihrem Leben, denn ihre Mutter brachte ihr nicht nur das Singen, sondern auch das Geigespielen bei und es war genau das, was sie befreite. Die Schwarzhaarige wollte den Menschen helfen, sie wollte ihnen das gleiche Gefühl geben, welches sie hatte, wenn sie spielte.. Sie wollte ihnen das Leben erleichtern. Es gab natürlich auch schon eine klare Vorstellung dessen, wem sie helfen wollte und wo sie gerne arbeiten wollte, aber das waren noch Zukunftspläne, zunächst musste das Studium abgeschlossen werden und da war Hannah auf dem besten Wege hin. Es war am Ende zwar nichts, womit sie richtig viel Geld machen konnte, aber es machte sie glücklich und das sollte eigentlich viel wichtiger sein, viel Geld war noch nie ihr Traun gewesen, auch wenn ihr Vater gut verdiente.
      "Dad, Jura ist nichts für mich", entgegnete die junge Frau auf der Rückbank und blickte aus dem Fenster auf ihrer rechten Seite, es war ihr nichts Neues, dieses Gespräch zu führen, auch wenn sie schon zwei und halb Jahre auf der uni verbracht hatte. Der Mann am Steuer grummelte in sein Bart, er war noch immer nicht damit zufrieden, aber er gab sich dieses Mal geschlagen, weil eine zarte Frauenhand sich auf sein Oberschenkel legte. "Gregory.. Lass uns den Tag heute genießen..". Der französische Akzent kam noch ein wenig durch und das, obwohl die Frau auf dem Beifahrersitz schon seit etlichen Jahren hier in den Staaten zuhause war. Ihre Worte zauberten ein Lächeln auf die Lippen der Schwarzhaarigen, es wechselte zu einem Schmunzeln und letztendlich war es bis zu dem Restaurant wieder ruhig im Auto, auf ihre Mom konnte sie einfach schon immer zählen. Diese wollte sich damals genauso gerne der Musik hin geben, nun hatte sie aber einen Friseursalon und war genauso damit zufrieden, jedenfalls wirkte sie so.

      Es war ein sehr nettes Lokal, welches ihre Mutter ausgesucht hatte: Draußen erstreckte sich eine nette Veranda aus Holz, auf welcher ebenfalls Tische vorhanden waren und Blumenranken verzierten das alt aussehende Holz. Eine alte Hollywood-Schaukel stand direkt neben dem großen Eingang des Lokals und gab ihm einen kleinen, romantischen Touch, aber drinnen herrschte dann doch die Moderne. Das Essen stand in dem halben großen Saal verteilt und ließ Hannahs Magen fast schon laut aufknurren, sie hatte schließlich Hunger und bisher hat sie auch nicht gefrühstückt, der Brunch war schließlich geplant gewesen. "Lasst und rausgehen", schlug sie vor und deutete auf einen netten Tisch einer der Ecken der Veranda, die Sonne schien dabei ein wenig durch die Blumenranken hindurch. Es gab eine Aussicht auf den dahinter liegenden kleinen Park, welcher ein großes Gegenteil zu der viel befahrenen Straße auf der anderen Seite war, aber dennoch war es hier ruhig, denn es war Sonntag und am Sonntag musste keiner irgendwo dringend hin.. Jedenfalls gab es deutlich weniger Fahrzeuge auf der Straße zu sehen.
      Die drei setzten sich an den Tisch und schon bald kam ein junger Kellner auf sie zu, der etwas zu trinken aufschreiben wollte. Die Schwarzhaarige wählte einen großen O-Saft, sie brauchte bisher keinen Kaffee, um wach zu werden, stattdessen trank sie lieber etwas Süßes am Morgen, oder am Mittag.. oder am Abend.. Mit etwas Süßem konnte man sie einfach immer anlocken, immer! Wie ein wildes Pokemon, nur das die Süßigkeiten die Pokebälle waren. Klar, in der Uni brauchte sie Kaffee, aber lieber hatte sie dazu etwas Süßes, wie ein Caramel Macchiato, oh das war eine sehr gute Idee!
      "Dann schlage ich vor, wir holen uns etwas zu essen", ihre Mutter sprach und blickte in die Runde, aber da war ihr Vater schon der erste, der aufgestanden war. Ja, sein kleines dickes Bäuchlein musste gefüttert werden und nachdem Hannahs Mutter ihm gefolgt war, war auch sie selbst aufgestanden, hatte sich ihr Oberteil ein wenig gerichtet, um sich umzusehen, was es denn alles gab.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lucy-chan ()

    • Chris

      Die Nacht schien ellenlang gewesen zu sein, denn der Blonde hatte es nicht einmal geschafft seine Klamotten auszuziehen, geschweige denn die Schuhe. Wie spät es gerade war wusste er nicht, als er ein leises Klingeln der Tür vernahm. "Hmmpf..", grummelte er und drehte seinen Kopf zur Seite. Plötzlich konnte man Schritte vernehmen, die immer lauter wurden und näher kamen.
      Chris zog sich das Kopfkissen über den Kopf und schloss die Augen wieder..
      Doch dann wurde die Tür aufgeschlagen und ein lautes "Guten Morgen!", ertönte in seinem Zimmer. Der Blonde schnaubte genervt in seine Matratze. "Los aufstehen. Du weißt doch ganz genau was heute war!" Chris nahm das Kissen und zog es weg. "Was wollt ihr denn hier?" Sein Blick ging auf die Uhr in seinem Zimmer. "Fuck.. Das ist doch nicht euer ernst oder?" Seine Eltern waren gekommen um den jungen Mann abzuholen. Sein Vater kam mit den Händen in den Hüften zu ihm ans Bett und sah ihn ernst an. "Wer so spät ins Bett geht, der kann auch ruhig früh aufstehen. Heute ist unser Sonntagsbrunch. Schon wieder vergessen. Hm?" Chris verleierte die Augen. "Euer Ernst? Lasst mich weiter schlafen.." Er zog sich die Decke über den Kopf, doch er hatte nicht die Rechnung mit seiner Mutter gemacht. Schwups zog sie ihm die Decke weg. "Komm steht auf und geh unter die Dusche. Hier drinnen stinkt es wie in einer Kneipe! Wir sehen dich dann in 10 Minuten unten!" Schon waren sie wieder aus dem Zimmer verschwunden und Chris sah den beiden nur verdutzt hinter her. Sein WG- Kumpel kam mit der Zahnbürste im Mund in sein Zimmer getreten. "Sry Mann, aber die haben echt nicht locker gelassen." "Schon gut.. Kannst ja nix für meine Alten." "Haha ja du hast es nicht einfach." "Nicht wirklich.."
      Der junge Mann hatte keine andere Wahl und musste sich mit Müh und Not aus dem Bett quälen. "Ich hätte das letzte Bier nicht trinken sollen." Er hielt sich den Kopf, denn der dröhnte erst Recht. "Das Bad ist frei." Schon war Nick wieder verschwunden.
      Gestern haben die Jungs wieder einen drauf gemacht, nachdem sie für ihren neues Album geprobt hatten. Anfänglich waren sie nur etwas Essen, aber dann wollten sie ihren kleinen Erflog den sie mittlerweile hatten, gebührend feiern..
      Der Alkohol fließ nur so und die Ladies die hier und da abzugreifen waren, unterhielten die Jungs wirklich gut.
      Die eine war auch verdammt heiß.. Zu gerne erinnerte er sich an gestern Nacht zurück. Er biss sich auf die Lippe.. "Damn ich darf nicht weiter darüber nachdenken, sonst komm ich so schnell nicht wieder runter.."
      Chris hatte schließlich keine Wahl, seine Eltern scharrten schon mit den Füßen und warteten auf ihn. Er streckte sich und stand dann doch endlich einmal auf.
      Er schleppte sich ins Badezimmer und zog sich die Schuhe und Klamotten aus. "Puhh die müffeln wirklich ganz schön.." Alles warf er in die Wäschetonne und sprang dann unter die warme Dusche.
      Dieses Essen hatte er nun wirklich gekonnt verdrängt, denn seine Eltern waren sowas von spießig.. Das ganze Gegenteil von ihm selbst. Er hatte keine Lust auf diese ständigen selben Themen, auf die langen Predigten seines Vaters und und und.. Viel lieber würde er an den Songs sitzen.. und mit dem Liedsänger alles abstimmen.. Aber nein.. Dafür war heute wohl keine Zeit gewesen. Nachdem sich Chris die Zähne geputzt hatte und seine Haare geföhnt und gestylt hat, zog er sich im Schlafzimmer ein Tanktop mit seiner Band drauf, eine löchrige Röhrenjeans und seine gut zerlatschten Chucks an. Er zog noch seine schwarze Lederjacke drüber und packte sein Handy und Portmonee in die Hosentaschen.
      "So da will ich mal gehen Mann.. Ich hab sowas von keinen Bock auf die. Was der ganze Mist nur immer soll.. Als ob ich meine Meinung jemals ändern würde.."
      Seine Eltern wollten das Chris etwas anständiges studiert und wollten einen Musterjungen aus ihn machen, doch damit lagen sie von vorne rein falsch. Er hatte schon immer einen eigenen Kopf und tat das was ihm gefiel und er wollte einfach nicht das jemand sein Leben bestimmt.. Doch seine Eltern ließen nicht locker..
      "Ich schreib dir wenn ich deine Hilfe brauche." "Klar du packst das." "Jo bis dann." Die beiden Jungs schlugen sich in die Hand und Chris nahm den Schlüssel und machte sich auf dem Weg nach unten, wo seine Eltern mittlerweile im Auto auf ihn warteten. "Da bist du ja.
      Wurde auch langsam Zeit." Wie immer waren sie genervt und sein Outfit schien beide Gemüter noch finsterer aussehen zu lassen. "Hast du nichts anderes im Schrank als die Lumpen die du trägst?" Chris schwieg und stieg ins Auto ein. "Keine Antwort ist auch eine Antwort. Aber merk dir eins benimm dich."
      Auch wenn er mittlerweile schon 24 Jahre alt ist, so versuchten seine Eltern ihn weiter zu bevormunden wo es nur ging.

      Die Fahrt bis zu dem kleinen Lokal war nicht weit und die Suche nach einem geeigneten Parkplatz war schnell gefunden. Chris stieg aus und zündete sich eine Zigarette an und erhielt sogleich einen Klaps auf den Hinterkopf, sodass die Zigarette auf den Boden fiel. "Was soll das?" "Hör auf damit. Es reicht schon das du aussiehst wie sonst etwas, dann musst du nicht auch noch so stinken!" Seine Mutter schüttelte nur mit dem Kopf, nahm ihre Tasche und ging hinein, gefolgt von Chris und dem Vater. Die Mutter ging sogleich an die Empfangstheke und sie wurden an einen Tisch begleitet. Chris hatte die Hände in den Hosentaschen und blickte sich um. Es war wirklich richtig spießig hier. Sein Blick schweifte über die Menschen und auch die sahen genau so aus. "Würg. Können wir nicht was cooles machen?" Der Blick seines Vaters sprach Bände. "Boar ist ja gut." Sie nahmen Platz und schon kam ein Kellner und nahm die Bestellung der Getränke entgegen. "Wir hätten gerne Wasser." "Wie wärs mit nem Bier?" Sein Vater räusperte sich und die Kellnerin musste leicht schmunzeln, denn er viel hier in dem ganzen Ambiente stark auf. "Dann eben ne Cola wenn´s Recht ist.." Sie notierte die Bestellung und ging dann wieder weg. "Könntest du dich nicht einfach Mal benehmen? Was ist nur aus dir geworden?" Chris kochte vor Wut, stand von seinem Platz auf und Schlug auf den Tisch. "Jetzt hört endlich auf damit!" Der ganze Saal schwieg und alle Augen waren auf ihn gerichtet. "Ich hab es satt das man mich behandelt wie ein kleines Kind, nur weil ich nicht in euer heilen Welt leben möchte!" Der Vater stand ebenfalls auf und versuchte gelassen zu reagieren. "Nun setzt dich wieder. Du hast schon genug für Aufsehen gesorgt." "Und wenn schon. Mir egal. Lass sie nur glotzen." Einige drehten sich wieder um, andere hoben die Augenbrauen. "Wenn du dich jetzt nicht hinsetzt werden wir noch rausgeworfen." Der Blonde schnaubte laut. "Ich geh eine Rauchen." Schon ging er in Richtung der Veranda um in den anliegenden Park zu gehen. Er war sowas von in Rage über das Verhalten seiner Eltern, das er alles um sich herum ausblendete und vor sich umher schimpfte. Kurz bevor er die Veranda erreichte stieß er mit jemanden zusammen. "Fuck pass doch auf! Nicht einmal Augen im Kopf haben die hier!" Ihm war es egal wer da noch immer auf den Boden lag. Er richtete sich auf und schaute dann doch zurück und blieb dann ruckartig in der Tür der Veranda stehen. Seine Augen weiteten sich und plötzlich war dieser vorlaute Junge ganz anders. Als ob ein Schalter bei ihm umgelegt wurde, lief er zu der jungen Frau und half ihr auf. "Ähm hast du dir weh getan.? Mist ich hab dich nicht gesehen. Tut mir leid." Ein Blick in ihre grün- grauen Augen ließ sein Herz für einen Moment dahinschmelzen. "Wow..Ich.." Doch der Moment wurde durch seine Eltern gestört. "Junge Dame haben sie sich etwas getan? Es tut uns leid das wir so einen Rüpel als Sohn haben. WIr bitte um Verzeihung." "Du entschuldigst dich gefälligst bei ihr!" "Das habe ich doch schon längst! Wenn ihr mich jetzt endlich entschuldigen würdet!" Chris war wieder wie vorher und ging nun endlich nach draußen um in Ruhe seine Zigarette zu rauchen.
      "Was für Idioten es hier gibt!" Doch diese schönen Augen gingen ihn nicht aus den Kopf..
    • Hannah

      Die Auswahl am Essen war riesig, wenn man ich das alles näher ansah. Es gab was herzhaftes, verschiedene Brötchen und Brote, was Süßes und selbst Waffeln und eine Kürbiscremesuppe! Das war einfach ein richtiges Brunch und so langsam merkte die Schwarzhaarige, dass sie vielleicht doch etwas hunger hatte, jedenfalls wollte sie sich durch probieren und ergriff gerne einen Teller, um sich zunächst umzusehen und gleich auch ihren Vater zu entdecken, der scheinbar einen alten Kollegen getroffen hatte, denn plötzlich schien dem dicken Amerikaner das Essen egal zu sein, jedenfalls für einen Moment, mit Sicherheit würde er gleich auch wieder zu schlagen. Ihr Vater hatte es nie leicht im Leben gehabt, der Mann hatte seine Firma aus dem Nichts groß gemacht, hatte auf dem Bau immer und überall mit geholfen und erst mit den letzten Jahren, in denen er vorwiegend im Büro saß, ließ er sich den Wohlstandsbauch immer weiter wachsen. Klar, er war noch immer mit am Bau da, vor allem, wenn ihm Mitarbeiter fehlten war der Mann der erste, der zum Hammer und Meißel griff, um seine Baustelle rechtzeitig fertig zu kriegen, aber der Mann ließ es sich auch sehr gut gehen, anders konnte man es nicht nennen. Doch nur so konnte er Hannah auch ihr Studium bezahlen und weiterhin ihr Leben so leben, wie sie es wollte, deshalb war sie schon ein klein wenig stolz auf ihren Vater, aber nur ein klein wenig.
      Sie widmete sich weiterhin dem Essen zu, griff nach der ein oder anderen Sache, die sie zunächst probieren wollte, vor allem aber gab es überwiegend Sachen auf ihrem Teller, von denen sicherlich ihre Figur nicht kam, aber das Gute an den Genen ihrer Mutter war, dass Hannah so viel essen konnte, wie sie wollte, sie nahm nicht zu, sie blieb relativ schlank, auch wenn man sie mit recht hübschen Kurven versehen hatte. Die Dünnste war sie nicht, aber sie war sehr zufrieden mit ihrer Figur, es gab was zum Anfassen, etwas zum Anschauen und auch gleichzeitig nicht zu viel auf den Rippen. Dennoch konnte sie so einfach essen, was auch immer ihr gefiel, deshalb fanden gerade viele ungesunde Sachen Platz auf dem Teller, aber sollte sie doch jemand dafür verurteilen! Die Waffeln waren hier sowieso mit das Beste, wenn ihr Essen nicht auf dem Boden landen würde, mit der Schwarzhaarigen gleich dabei. Was genau passiert war, ob sie in den Mann, oder der Mann in sie rein gelaufen war konnte sie nicht wirklich erklären, sie landete aber ganz weich auf ihrem Hintern, leider ihr Essen nicht auf dem Teller. Fast schon wollte sie meckern, oder sich gleich entschuldigen, aber das kleine Wörtchen 'Fuck', welches ihr entgegnet wurde, gleich mit der wütenden Aufforderung aufzupassen ließ sie hoch zu dem Mann sehen, um ihn mit einer gerunzelten Stirn zu mustern. Hier gab es definitiv nicht die Gesellschaft dafür, um solche Worte zu nutzen, was ihre Aufmerksamkeit schon auf den Mann lenkte, der zu ihr zurück sah. Was genau sein Verhalten änderte konnte Hannah nicht sagen, aber kaum trafen ihre Augen aufeinander war er auch schon schneller bei ihr, als sie es gedacht hätte. Ob er mit jemanden anderen gerechnet hatte?
      Die Schwarzhaarige ließ sich auf die Beine helfen, es kribbelte an der Stelle, an welcher er sie berührte, um ihr auf zu helfen, aber was sagen konnte sie nicht, sie blickte ihm einfach in die Augen und konnte ihr Schmunzeln nicht wirklich zurück halten. Eine angenehme Wärme breitete sich in ihrer Brust aus, Hannah konnte nicht sagen, warum es sie so verzauberte ihn einfach nur anzusehen, natürlich bis zu dem Moment, in dem eine fremde Stimme sie aus diesem Traum wieder raus holte. Seine Eltern schienen sich zu den beiden bewegt zu haben, sie hatten ihn ihren Sohn genannt, da war es aber auch schon mit dieser.. zauberhaften Begegnung. Der Mann verschwand, die grünen Augen blickten ihm kurz nach, da war aber auch schon ihre Mutter mit bei. "Hannah! Alles in Ordnung?". "Ich.. Ich muss einfach nur ein wenig aufmerksamer sein", lächelte die junge Frau auch schon und blickte auf den Chaos unter sich.
      "Nein, Sie sind da definitiv nicht schuld! Oh das Oberteil!". Die fremde Frau hatte auf das schwarze Oberteil gedeutet, auf welches Hannah runter blickte, es war voll mit Creme, aber allein diese Tatsache brachte sie schon fast zum Lachen. "Ah, es ist alles gut", sie griff dennoch zu der Serviette, die ihr gehalten wurde, um das Oberteil zu säubern, bevor sich ihre Mutter auch schon aufregte und es ihr die fremde Frau gleich tat. Neue beste Freundinnen? Sicherlich. "Ich gehe mal kurz mich sauber machen", damit entzog sich Hannah der Situation und wollte das Bad ansteuern, um ihr Oberteil zu säubern.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Chris

      Noch immer geschockt von dem Verhalten ihres Sohnes blickten sie diesen hinterher. Der Vater schüttelte den Kopf und bat nochmals um Entschuldigung für das Verhalten von Chris.
      Nachdem sie sich wieder an ihren Tisch gesetzt hatten und schon mit dem Essen anfing beobachtete sie immer wieder den Wintergarten in der Hoffnung er würde wieder zurück kommen.
      Chris hingegen hatte sich auf die Lehne einer Bank gesetzt und rauchte eine Zigarette nach der anderen. Mit Kopfhörern in den Ohren blendete er seine Umgebung komplett aus. Er wollte nicht wieder zurück. Auf einer Seite war es im peinlich, auf der anderen Seite doch etwas amüsiert über die Tatsache das er seine Eltern wieder bloß gestellt hatte. Er wusste das er dafür eine Menge Ärger bekam, aber sie konnten ihm sowieso nichts mehr anhaben. Schließlich war er alt genug. Leider vergaßen sie das immer wieder und er kam sich vor wie ein kleines Kind.

      Er wusste nicht wie spät es war, als seine Schachtel Zigaretten zu Ende ging und er sich doch noch einmal in das Restaurant traute.
      Allmählich war es leerer geworden und er konnte seine Eltern nicht mehr sehen. Er atmete kurz tief aus und war um ehrlich zu sein froh ihnen nicht noch mal begegnet zu sein.
      Auch das Mädchen konnte er mit ihren Eltern nicht sehen. Ein Blick auf sein Handy verriet das es schon fast Nachmittag war.
      "Auch gut." Er zuckte mit den Schultern, steckte die Hände in die Hosentaschen und verließ das Lokal.
      Er nahm sein Handy in die Hand und rufte seine Bandmitglieder an. "He jo. Ich komm gleich rum zur Garage, dann können wir weiter machen."
      Ihm kribbelte es in den Fingern, er wollte endlich seine Songs fertigstellen, denn schon bald traten sie vor einem größeren Puplikum auf.
      Die Flyer und Plakate waren bereits gedruckt und musste nur verteilt und aufgehangen werden. In den Sozialennetzwerken posteten sie schon den Termin für den Gig und zwar der 15. Juli um 19 Uhr.
      Es war hoffentlich ein perfekter Sommertag und es würden genügend Menschen kommen, die die Musik der Gruppe zu schätzen wusste.
      Nicht jederman stand auf Punk Rock, aber wenn es schon die großen wie Linkin Park oder Green Day geschafft haben dann werden es die Jungs auch schaffen.

      An der Garage warteten bereits Vince der Schlagzeuger und Erik ein Bassist. "Jo Leute!" Er schlug mit den beiden ein und schon öffneten sie das Garagentor um sich gleich ans Werk zu machen. Die garage war etwas abgelegen von der Stadt, aber dennoch realtiv Zentral.
      Rundherum waren nur kleine Gärten und andere private Garagen. Somit hatten es die Jungs relativ ruhig und konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
      "Wo ist Nick?" "Der hängt mit Jessie noch die Plakate auf und verteilt die Flyer." "Also ist es wirklich schon fast soweit." Chris überkam ein großes Grinsen und er machte beinahe Freudensprünge. Sein Handy fing an zu klingeln.. Chris sah genervt drauf. "Meine Alten schon wieder. Die wollen mir sicherlich ne Moralpredigt halten." "Was hast wieder verbrochen?" "Ach ich hab nur so ne schnösselige Alte angestoßen die dann alles auf ihrem Shirt hatte. Ne ganz andere Liga." "War sie wenigstens hübsch?" "Nun... Schlecht sah sie nicht aus ja. Aber sie passt so gar nicht in mein Beuteschema." Erik und Vince sahen sich an und nickten sich zu. "Wir denken du stehst auf Abenteuer. Also warum nicht ausprobieren? Du kannst sie schließlich immer noch abservieren, so wie du es doch regelmäßig mit den anderen Weiber machst." "Hm. Ich überlegs mir. So wie ich meine Mutter kenne hat sie die Nummern mit der Familie getauscht, damit ich ja für den Schaden aufkomme. Also sollte es kein Problem sein an sie ran zukommen." "Klasse!" "Ja aber genug jetzt davon. Wir müssen proben!"

      Sie probten bis in den späten Abend hinein und mittlerweile kamen auch Nick und Jessie dazu und somit konnten sie zusammen proben und die Songs fertigstellen.
      Das Garagentor fiel zu und die Truppe trennte sich. Nick ging mit Chris zurück zur Wohnung. "He schau mal überall sind unsere Plakate zu sehen." "Sehr gut! Sie gefallen mir echt. Ich bin gespannt. In zwei Wochen geht es endlich los!" "Ja Mann endlich!"
      "Warte Mal kurz ich muss noch fix zur Tankstelle neue Zigaretten holen." "Klar ich warte hier."
      Ein ziemlich teurer Wagen fuhr vor und hielt an einer Zapfsäule an. Es stieg eine Frau mit schwarzen Haaren aus. Sie sah gar nicht mal so schlecht aus. Doch Nick juckte es nicht und zuckte mit den Schultern und wartete auf Chris.

      (Du kannst dir aussuchen ob die beiden in der Tankstelle aufeinander treffen)

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    • Hannah

      Es war ein merkwürdiges Zusammentreffen gewesen, wie es die Schwarzhaarige fand. Sie hatte sich vor allem über diese Reaktion des Mannes sehr gewundert, durch welchen ihr Oberteil komplett hin war, aber wenn es die Waschmaschine nicht mehr retten würde, dann würde es einfach so sein, Hannah war die letzte, die sich wegen so etwas aufregte, sie war eher ein gemütlicher Mensch, der nicht viel Aufmerksamkeit auf sich zog und sich nicht sehr viel aufregte, da musste schon was Großes passieren, damit sie sich aufregte. Es kribbelte ihr ein klein wenig im Bauch, als sie an die Begegnung zurück dachte, vor allem an diesen ganz anderen Blick, den der junge Mann drauf gehabt hatte, als er realisierte, wer da lag. Ob sie sich kannten und das der Grund war? Nein, er kam ihr definitiv nicht bekannt vor.. Aber irgendetwas an ihr musste ihn kurz wach gerüttelt haben, denn nach seinen bösen Worten hatte er sich mit einem Blick auf sie um hundertachtzig Grad gedreht, um sich letztendlich zu entschuldigen und ihr auf zu helfen. Merkwürdig.. Aber so schlimm schien es auch gar nicht mehr zu sein, wenn sie an seine Worte zurück dachte.. Unwillkürlich musste die Dunkelhaarige wieder lächeln, eine mehr, als nur komische Begegnung.
      Sie hatte sich das Oberteil größtenteils sauber gemacht, jedenfalls die Essensreste entfernt, um kurz durch zu atmen und sich nach draußen zu trauen. So, wie die Mutter des jungen Mannes reagiert hatte, passte sehr gut zu dem, wie ihre eigene Mutter vermutlich reagiert hätte, sie hatten jedenfalls etwas gemeinsam und so hoffe es Hannah einfach nur, dass ihre Eltern es nicht gewagt haben die beiden zu sich an den Tisch einzuladen, denn das könnte sehr peinlich werden, vor allem, wenn der Herr von vorhin auch von auftauchen würde. Ihre Sorgen bewahrheiteten sich, denn als die Schwarzhaarige nach draußen sah, um auf der Terrasse nach ihren Eltern zu sehen erblickte sie die Gruppe an einem Tisch, die sich über etwas zu unterhalten schien. Innerlich seufzte Hannah, sie verfluchte den Tag jetzt schon, denn gleich durfte sie sich dann wieder einmal anhören, dass sie auch genauso gut mit ihrem Durchschnitt hätte Jura oder Medizin studieren können, stattdessen aber tatsächlich Musik als Hauptfach gewählt hatte. "Hannah!", rief ihre Mutter auch schon, als sie ihre Tochter bemerkte, und wunk sie auch gleich schon an den Tisch. Wollte sie wirklich eine rege Unterhaltung über ihr Hauptfach führen? Nein, definitiv nicht ,deshalb deutete sie vorerst an sich etwas zu holen, ihr Essen war ja schließlich auf dem Boden und gleich auch auf ihr gelandet, bevor sie zurück kommen würde.


      "Die waren wirklich nett", man konnte heraus hören, dass ihre Mutter keine gebürtige Amerikanerin war, sie sprach oft Wörter deutlich weicher aus, als sie wirklich waren, aber Hannah fand es immer wieder beeindruckend, dass der Akzent nur noch minimal vorhanden war. "Die können ja für ihren Sohn nichts!", grummelte auch schon ihr Vater am Steuer, was Hannah zum seufzen brachte. Sie hatte den jungen Mann nicht mehr gesehen, der Chris hieß, wie sie erfahren konnte und selbst sich auch lieber für Musik begeisterte, als etwas aus seinem Leben zu machen. Mehrmals hatte sich die Schwarzhaarige gewünscht aus dem Raum genauso zu verschwinden, wie er es getan hatte, vor allem, als es darüber im Gespräch ging, dass sie genauso gut Jura oder Medizin studieren konnte. "Und sie sind die nächsten, die meinen, dass deine Intelligenz und dein Schnitt verschwendet wird, wenn du nicht was aus dir machst". Ihr Vater blickte über den Rückspiegel nach hinten zu seiner Tochter, die innerlich ihre Augen schon verdrehte und aus dem Fenster blickte. Schrecklich.. Ihr Handy vibrierte.
      A: WYD?
      Alice, ihre beste Freundin konnte es scheinbar förmlich riechen, wenn Hannah Hilfe brauchte.
      H: Darf mir wieder anhören, dass Musik ein scheiß Hauptfach ist, außerdem überlege ich aus dem fahrenden Wagen auf die Autobahn raus zu springen, denkst du, dass tut sehr weh?
      Sei klein an, waren sie beste Freundinnen und vor allem unzertrennlich. Lange ließ Alice auch nicht auf ihre Antwort warten.
      A: Fuuuck.. Hart. Bock was zu machen? Hätte so paar Ideen, die besser wären, als der Sprung aus dem Auto.
      Innerlich schmunzelte Hannah, das war ihre Rettung. "Ich fahre gleich noch zu Alice", verkündete sie ihren Eltern, während ihre Augen auf den Bildschirm sahen.
      H: Musst du mir nicht zwei Mal sagen.. Halbe h.
      Ein Daumen und ein Herz kamen gleich zurück, da wurde das Handy weg gesteckt und Hannah merkte, wie ihr Vater sie unzufrieden in dem Rückspiegel musterte. Ah, er hatte wieder Sorge, was sie dieses Mal vor hatte.. "Ich fahre nur zu Alice, keine Angst". Der große Bär war einfach immer zu skeptisch, aber er seufzte. "Nimmst du dein Auto?", fragte ihre Mutter auch schon, bevor sie nach hinten blickte. Hannah nickte, mit gleich einem sanften Lächeln auf den Lippen. "Magst du nicht den SUV nehmen, dann könntest du den tanken?", oh, ihr Vater hatte jetzt doch keine Bedenken mehr? "Ich mache mir dann einen gemütlichen Abend mit meiner Frau". Er legte der Frau auf dem Beifahrersitz auch gleich schon eine Hand auf den Oberschenkel, um ihr genau anzudeuten, was er meinte..

      Zuhause hatte sich Hannah bloß umgezogen und ein paar Sachen eingepackt, die sie vielleicht bräuchten, je nachdem, welchen Einfall Alice dieses Mal hatte. Es endete nicht immer gut, ganz oft schon hatten sie sich von Alice älteren Bruder abholen lassen, weil sie am Ende einer Party irgendwo im Nirgendwo landeten, was weder ihre, noch Hannahs Eltern wissen durften. Sie durften nie erfahren, was ihre brave Töchter hinter ihren Rücken so taten, aber sie waren volljährig und damit dazu befugt alles zu tun, was sie wollten und was nicht gegen das Gesetz sprach!
      Mit dem SUV musste Hannah dennoch aufpassen, er war teuer gewesen und größer, als ihr Kleinwagen, aber sie war schon oft genug damit gefahren. Das viel größere Problem war, dass sie damit nirgendswo anders hin konnte, ihr Vater konnte den Wagen auf fünfzig Meter genau orten.. Lästig. Sie fuhr aber auf die Tankstelle rauf und tankte den Diesel voll, um ihren Vater damit glücklich zu machen.. Er wollte sie lediglich orten können, dieser Tyrann.. Aber er konnte es haben, wenn er es wollte. Kaum war der Tank voll schon ergriff sie die Karte ihres Vaters und bewegte sich zu dem kleinen Gebäude zu, in welchem sie bezahlen konnte. Es war viel los, ungewöhlich war es zu dieser Uhrzeit nicht, aber sie hatte es nicht erwartet gleich schon den Kerl zu treffen, der ihr mit seinen Eltern und der Aktion im Lokal den Tag ein klein wenig zu sehr ruiniert hatte, oder viel eher seine Eltern mit dem Zuspruch zu den Worten ihres Vaters.. Sie lächelte dennoch, gleich als sie ihn erkannte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Chris

      Eigentlich wollte der junge Mann nur schnell ein paar Zigaretten kaufen und dann von hier verschwinden, doch als er in die Tankstelle trat war ein Trubel und Gewusel los. ´Geht die Welt unter oder was?´Chris verdrehte nur die Augen und musste sich wohl notgetrungen ganz hinten anstellen. Er steckte seine Hände wie immer in seine Hosentasche und beobachtete das Geschehen im Raum und vor ihn.
      In der einen Ecke diskutierte eine Frau mit einem älteren Mann, der anscheinend nicht dazu in der Lage war die richtige Auswahl zu treffen. Auf der anderen Seite war eine junge Frau mit zwei Kindern die ständig um das Süßigkeitenregal huschtenund immer wieder etwas Neues in der Hand hatten und damit zu ihrer Mutter gingen. Doch diese schien alles zu ignorieren und dann plötzlich warf sich ein Kind auf den Boden und fing an zu brüllen und drückte auf die Tränendrüse.
      "Boar nicht mal die Kinder hat man hier im Griff. Geht das da vorne Mal etwas schneller?!" Chris war gereizt, das war er leider viel zu schnell, dank seinen Eltern.. DIese brachten den jungen Mann ja schließlich heute noch auf die Palme, wie es bei dem heutigen Dinner der Fall war.
      Die ganze Reihe drehte sich zu ihm um und schüttelten den Kopf oder sprachen ihn von der Seite an. Doch Chris ignorierte das alles, er wollte einfach nur endlich eine Zigarette rauchen, das entspannte ihn auf eine Art und Weise.
      Nun stand er mit verschränkten Armen da und so langsam rückte es voran. Endlich kam er an die Reihe und bestellte gleich ein paar Schachteln Zigaretten. Er rauchte gerne L&M Blue und holte sich und Nick noch ein paar Bier. "He sagen sie mal kann ich hier nen paar Flyer auslegen? Bald hat ne richtig coole Band hier in der Stadt einen Gig." Der Tankstellenverkäufer nickte und Chris holte aus seiner Jackentasche noch ein paar Flyer heraus und legte sie auf den Tresen. "Danke." Nachdem er bezahlt hatte und seine Sachen geschnappt hatte drehte er sich um und sah wieder in diese schönen grün- grauen Augen von heute Vormittag. Er blieb wie angewurzelt stehen, hatte beinahe seine Flaschen aus der Hand rutschen lassen, doch versuchte sie geschickt wieder aufzufangen. Er war wie hypnotisiert von ihr.
      Ihr Lächeln übertraf alles und Chris war wieder wie ausgewechselt.
      Er schluckte und hoffte seine Sprache wieder gefunden zu haben und gab ihr ein Lächeln zurück. Einen doofen Spruch konnte er sich dennoch nicht verkneifen. "So schnell sieht man sich wieder hm? Ich hoffe ich habe mich mit meinem Auftritt heute Vormittag nicht ganz so daneben benommen, das war wie gesagt keine Absicht von mir." Er musterte die junge Frau vorsichtig mit seinen Augen und spürte wie er leicht verlegen wurde. "Ich hoffe meine Eltern haben nicht noch mehr über mich geschimpft. Darin sind sie Speziallisten." Nun zwinkerte er ihr zu und musste leicht lachen. "Ich hoffe deine Bluse wird wieder sauber. I-ch.." Doch er konnte seinen Satz nicht beenden, denn Nick trat hinein. "Jo Mann wo bleibst du denn? Ich hab schon Wurzeln geschlagen und wollte nicht noch ewig hier draußen stehen." Dann erkannte er die schwarzhaarige von eben und sah Chris an. "Ah verstehe. Ich nehm das Bier schon Mal mit. Kommst du dann?" "Ja gleich." Er wandte den Blick nicht ab von ihr und Nick grinste nur vor sich hin und verließ pfeifend die Tankstelle.
      "Das war mein Mitbewohner Nick.. Ach und ich bin übrigends Chris." Er hatte nun wenigstens eine Hand frei und hielt ihr diese hin.
      Als sich ihre Hände berührten sprang wieder dieser Funken über.. Und eine wohlige Wärme machte sich in ihm breit.
    • Hannah

      Er bemerkte sie nicht sofort, kaufte sich vorher eher Bier und Zigaretten, die hatte er auch schon vorhin in der Hand gehabt, es wunderte sie somit nicht, dass er er diese jetzt auch kaufte. In Ruhe wartete die Frau, wollte wissen, ob er sie von selbst bemerken wird, denn wenn sie ehrlich war wusste sie nicht, wie sie sich sonst bemerkbar machen sollte. Sollte sie ihn vielleicht ansprechen? Aber was sollte sie sagen? Alles, was sie sich im Kopf zusammen reimte hörte sich einfach blöd an und so, wie er vorhin reagiert hatte wollte er ganz sicher weg, was sollte sie dann jetzt noch tun? Ihr Herz schlug zu schnell, ihre Hände fühlten sich schwitzig an und es war einer der wenigen Momente, in denen sie wirklich schüchtern war!
      Er sprach von einem Gig, einer Band.. Er mochte also Musik, das war hervorragend! Die Frage war nur welche Art von Musik.. Wobei Hannah in ihrem Studium schon so viele Arten von Musik durch genommen hatte, da war es ihr fast schon egal, was es war, solange er Musik mochte und es kein Bollywood war, dagegen schien die Frau fast schon allergisch zu sein, aber danach sah Chris auch nicht aus. Sie war neugierig, überlegte sich ihn vielleicht damit anzusprechen, dann blickte sie aber in die Augen, die ihr heute früh schon ein Kribbeln im Bauch verschaffen haben. Das Lächeln bildete sich schon automatisch auf ihren Lippen, auch wenn er verwundert aussah, aber nicht abgeneigt. Sein Lächeln.. Die Glücksgefühle in ihrer Brust waren nicht zu beschreiben, er schien sich fast genauso zu freuen sie zu sehen, wie sie ihn. Chris war auch der erste, der sprach, sein Kommentar ließ aus dem Lächeln ein leicht verlegenes Schmunzeln werden, Hannah wollte auch schon was dazu sagen, etwas erwidern, da wurde Chris angesprochen. Der andere Kerl war dabei so laut, da blickte selbst sie kurz zu ihm, um festzustellen, dass sie Chris scheinbar aufhielt. Sie blickte zurück, wollte sich gleich auch schon entschuldigen, aber scheinbar sah es der Mann gar nicht so schlimm. Er stellte den Störenfried vor, stellte dann sich gleich vor und nachdem er die Hand ausstreckte griff Hannah nach dieser. Sie wusste doch schon längst, dass er Chris heißt, aber sie lächelte dennoch weiter. "Ich bin Hannah", verriet sie ihm, es kribbelte in ihrer ganzen Hand, wie vorhin, als er ihr hoch helfen wollte.
      "Deine Eltern..",sie seufzte. "haben sich die ersten fünf, vielleicht zehn Minuten über dich ausgekotzt, bevor sie sich ausgiebig mit meinem Dad darüber unterhalten haben, dass sie ihm zustimmen ich würde mein Potential verschwenden, wenn ich weiterhin Musik studiere..". Da wurd sie ein wenig verlegen,aber nur ein wenig. "Sorry, aber du warst nicht der Hauptaspekt des Gesprächs.. Da habe ich dir wohl dir Hauptrolle gestohlen..". Sie wollte ihm nicht die Rolle stehlen, auch wenn es eher als Spaß gemeint war, deshalb grinste sie auch ein wenig frech. Der Kerl hinter ihr deutete ihr auch an, sie solle sich nach vorne bewegen, um zur Kasse zu gehen, aber Hannah trat lieber aus der Schlange raus, bezahlen konnte sie noch gleich. "Und mach dir über die Bluse keine Sorgen.. Es ist nur ein Stück Stoff". Das war auch wirklich nicht das große Problem, das war schon wieder vergessen. "Aber du hast wirklich nichts verpasst", nun, außer vielleicht ein Gespräch mit ihr, oder die Möglichkeit sie mitzunehmen, um dem Gespräch von vorhin zu entgehen. "
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Chris

      Hannah also.. "Freut mich sehr.." Er lächelte wieder, als er ihren Namen immer wieder in Gedanken vor sich hin sprach. Das Kribbeln wollte einfach nicht aufhören.. Oder gar den Anschein machen zu verschwinden.
      Chris schaute dann plötzlich auf und erkannte sie sofort in sich selbst wieder. "Wow.. Dann sind ja die perfekten Menschen heute aufeinander gestoßen. Eltern die nur das beste von einen wollen und Kinder die sich schier dagegen sträuben. Gefällt mir." Er lächelte sie an. Sie sah zwar vom Typ nicht aus wie eine die eine Egoschiene fuhr, aber wer weiß was hinter diesem hübschen Mädchen noch alles stecken mag. Chris musterte sie weiterhin ganz unauffällig und ihm gefiel immer mehr was er vor sich sah.
      "Hachja um ehrlich zu sein stört es mich nicht das ich dieses Mal nicht das Gesprächsthema Nummer eins war, aber tut mir leid das sich deine Eltern bei meinen Eltern über dich ausgekotzt haben. Das muss ja nun wirklich nicht sein. Sie sollten stolz auf dich sein, schließlich hast du deinen eigenen Kopf und willst das machen was dir Spaß macht.. Aber ja sie sind wohl genau so spießig wie meine Eltern.. Passt ja perfekt zusammen. Ich höre meine Mutter schon das wir unbedingt bei euch zum Essen vorbei kommen sollen. Ich bin echt froh das ich mit Nick ne WG habe. Weit weg von all dem ganzen Quatsch."
      Keinen einzigen Tag bereute er es von zu Hause ausgezogen zu sein. Er war echt froh das Nick jemanden für ne Wg suchte und das kam wie gerufen für den jungen Mann. Schnell packte er ein paar Sachen ein und schwups war er nicht mehr zu Hause. Seine Eltern hatten damals keine Ahnung wohin er gegangen war, doch sie fanden es schnell heraus und da war der Ärger vorprogrammiert.
      "Na dann ist ja gut. War wirklich keine Absicht." Er bemerkte langsam das er sich in seiner Wortwahl wiederholte.. aber das lag wohl daran das sie ihn so nervös machte..
      "Ich merk schon. Ach und sorry. Wenn ich vorher gewusst hätte das du nicht so schnösselig bist wie deine Eltern hätten wir uns gemeinsam davonstehlen können. Aber ich denke wir haben sicher Mal Gelegenheit dazu." Chris schaute etwas an ihr vorbei nach Draußen zu Nick der langsam unruhig wurde. "Sei mir nicht böse aber ich muss dann Mal langsam los. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder." Ein kurzes Lächeln und ein Zwinkern und schon verschwand er mit den Händen in den Hosentaschen nach Draußen.

      "Da bist du ja endlich! Die Kleine hat dich ganz schön um den Finger gewickelt was?" Chris verdrehte die Augen und zündete sich eine Zigarette an. "Du bist doch nur neidisch.." Die beiden stupsten sich an den Schultern und steigen anschließend ins Auto. Chris warf noch einmal ein Blick zurück und musste wieder leicht grinsen.. "Ich glaube sie hat es mir angetan.."
      An der Wohnung angekommen packente die beiden das Bier aus dem Auto und gingen zurück in die Wohnung. "Wollen wir uns noch ne Pizza bestellen?" "Klar. Ich nehm die wie immer und such der weil nen Film raus." "Geht klar!"
      Chris nahm sich sein Handy in die Hand und seine Eltern liesen nun wirklich nicht locker. `Wenn du nicht gleich zurückrufst sind wir in 5 Minuten bei dir!´

      Er schnaufte vor sich hin und als er gerade die Nummer vom Lieferdienst wählen wollte, klingelte es Sturm an der Tür. "Das sind sicher meine Alten. Lass die bloß nicht ein!", murmelte er nur vor sich hin.
      Während er die Pizza bestellte hörte er nur lauten Krach im Trppenhaus und dann klopfte es wie wild an der Tür.
      "Ja das war alles. Danke bis gleich." Chris versuchte ruhig zu bleiben doch er konnte es einfach nicht glauben das sie ihn nicht einfach mal in Ruhe lassen können. Er riss vor Wut die Tür auf und sah seine Eltern an. "Verdammt! Könnt ihr noch lauter sein damit euch die Nachbarn hören?" "Wir wollen wissen was das heute Vormittag sollte und warum du nicht an dein Handy gehst. Wir haben uns Sorgen gemacht!" "Wozu? Wozu macht ihr euch Sorgen? Ich bin alt genug und kann auf mich aufpassen und ich bauche keine Aupasser die mir ständig vorschreiben was ich zu tun oder zu lassen habe!" Sie schwiegen sahen ihn aber weiterhin verbittert an. "Nun schön. Du wirst schon sehen was du davon hast." Sie wollten gerade am Absatz kehrt machen und Chris wollte die Tür schließen. "Wir sind am Sonntag zum Essen eingeladen! Wieder in dem Lokal und sei pünktlich!"
      Chris schüttelte nur den Kopf und schloss die Tür.
      "Wie nervig waren die denn?" Er zuckte mit den Schultern und schnappte sich ein Bier. "Egal die Pizza kommt gleich.. Ich hoffe sie nerven mich die restliche Woche nicht mehr. Schließlich haben wir bald unseren Gig..."
      Die Pizza wurde schnell geliefert und die Jungs machten sich noch einen entspannten Abend mit einem guten Film..
      Doch Chris war mit den Gedanken ganz woanders...
    • Hannah

      Es war gar nicht mal so ein langes Gespräch, welches die beiden gehabt haben, eher etwas kurzes, aber dennoch fühlte sich jede einzelne Sekunde dabei so intensiv an, das konnte Hannah einfach nicht glauben. Sie hatte die ganze Zeit gelächelt, hatte die ganze Zeit Herzrasen gehabt und noch dazu kribbelte es in ihrem Bauch jedes Mal, wenn sich ihre Augen trafen. Dieser Mann.. war ein Gegenteil von ihr, jedenfalls schien er so einfach zu sein, was definitiv nicht böse gemeint war, sie mochte es, sie mochte vor allem sein Auftreten, seine Art mit ihr zu sprechen, sein Lächeln. Wenn Hannah ihren Eltern erzählen würde, dass sie komplett in den jungen Mann verknallt war würden sie nur noch zuhause gefangen halten, um es ja nicht so weit kommen zu lassen, dass die beiden sich trafen, aber von ihr aus konnten sie jetzt Hand in Hand den Laden hier verlassen und abhauen.
      Chris verabschiedete sich, ohne sie nach der Nummer zu fragen, oder irgendetwas zu vereinbaren, eine Leere blieb dort übrig, wo noch vor wenigen Momenten ein wohliges Kribbeln zu spüren war und plötzlich fühlte sich Hannah gar nicht mehr so selbstsicher, wie sie es gerade eben war. Es hatte doch zwischen ihnen geknistert, oder nicht? Oder war es wirklich nur einseitig und nur sie spürte diese Anziehung, die gerade vorhanden war? Was es auch immer war, sie sah dem Mann nach, seufzte innerlich, vielleicht hätte sie ihn auch nach seiner Nummer fragen sollen, auch wenn er davon gesprochen hatte, dass ihre Eltern sich scheinbar für ein Essen verabredet haben.

      Letztendlich hatte die Schwarzhaarige für das Benzin gezahlt, hatte einen komischen Blick von der Verkäuferin hinter der Theke bekommen, aber darüber machte sie sich keine Gedanken, stieg lieber in den Wagen ihres Vaters ein, um zu ihrer besten Freundin zu fahren, mit der sie verabredet war. Hannah brauchte nicht klingeln, sie klopfte kurz an der Tür des relativ großen Hauses, bevor sie die Tür öffnete und herein trat. "Wer ist da?", rief schon Alices Mutter und blickte aus der Küche heraus, um mit einem breiten Lächeln die Schwarzhaarige zu begrüßen. "Hannah! Geht es dir gut, mein Schatz?", sie küsste die junge Frau rechts und links auf die Wangen, hielt die Hände aber in der Luft, denn sie waren voller Teig. "Mir geht es gut, was backst du schon wieder?", sie blickte hinter der Frau im mittleren Alter hinterher in die Küche hinein. "Ich probiere mich an neuen Muffins, willst du mal probieren?". Sie war eine angesagte Bäckerin und hatte sich in dem großen Haus eine sehr teure Küche hin gestellt, in welcher immer wieder gebacken wurde. Hannah nahm sich dankend einen Muffin, biss herein, um raus zu schmecken, was es war. "Erdnussbutter?", fragte sie und nickte mehrmals, der Geschmack war sehr gut. "Vegane Erdnussbutter! Schmeckt gut, nicht?", die Frau lächelte breit. "Nimm dir noch einen! Alice ist im Garten". Einen Muffin nahm sich Hannah noch, bevor ihr Weg sie durch das Wohnzimmer in den Garten der Familie führten. Alice jüngerer Bruder, Matthew, saß auf der Couch, wurde kurz begrüßt, bevor Alice sich schon grinsend von ihrer Liege erhob, sie hatte sich gesonnt. "Was ist passiert?! Das waren aber deutlich mehr, als dreißig Minuten!". Hannah setzte sich zu der Blondine, nahm die andere Liege und aß den zweiten Muffin. "Ah.. Meine Eltern", verdrehte sie die Augen. "und ein süßer Junge.. An der Tankstelle?". Alice blickte ein wenig ungläubig zu ihr, bevor ihr Grinden breit wurde. "Niemals! Ich will alles, alles, ALLES wissen!!!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Chris

      Viel bekam er nicht von dem Film mit, denn er sah immer nur diese schwarzhaarige Schönheit vor sich. Auch Nick bekam mit das er nicht ganz bei der Sache war und fing an ihn ein wenig zu sticheln. "Na malst du dir schon deine Hochzeit mit ihr aus?" Er kicherte und Chris kapierte erst gar nicht was er meinte. "Was?.." Doch dann verstand er was er wollte. "Haha.. Witzig." " Ich weiß das du ihr vollkommen verfallen bist. So wie du hier vor dich herum seufzt und gedankenlos auf den Fernseher starrst. Das sieht doch jeder das es dich erwischt hat Mann." "Und wenn schon.. Sie ist ne andere Liga." "Warum sind ihre Eltern reich oder was?" Chris nickte nur und sah vor sich auf den Boden und nippte am Bier. "Na dann ist es doch umso besser!" "Hm? Was meinst du?" "Du angelst sie dir und schleimst dich bei Daddy ein und zack bekommst alels was du dir je erträumt hast." Chris schüttelte mit den Kopf. "Ich glaube du spinnst. Du weißt das mir Geld nichts bedeutet, sonst hätte ich auch bei meinem Alten weiter leben können, aber nein. Ich will mein Leben selbst bestimmen können. Ohne auf den Taschen von anderen zu liegen." "Ich weiß.. War ja auch nur nen Spaß. Sag mal wann seht ihr euch denn wieder?" "Keine Ahnung wohl am Sonntag zum Essen." "Und davor?" Chris zuckte mit den Schultern. "Hast du nichts mit ihr ausgemacht? Komm schreib ihr das du sie unbedingt wiedersehen willst." Chris griff nach seinem Handy und als er Whats App öffnete fiel ihm ein das er sie nicht einmal nach ihrer Nummer gefragt hatte. "Mist ich bin so ein Idiot.." Nick konnte nicht glauben was er da gerade sah. "Ernsthaft?? Du hast sie nicht mal danach gefragt. Oh man du musst wirklich Brain Afk gewesen sein." Das war er.. Das war er wirklich..
      Er ärgerte sich auch noch die restlichen Tage damit rum, sie nicht gefragt zu haben und sein Kumpel Nick hielt es ihm tagtäglich vor.

      Dann war es Donnerstag, späten Nachmittag. Die Band probte noch etwas in der Garage ehe sich Chris und Nick zum Musikladen ihreres Vertrauens aufmachten. "Wenigstens vergeht die Woche schnell.. So sehe ich sie am Sonntag immerhin mal kurz." "Tja selbst Schuld." Nick konnte nicht aufhören ihn ständig damit hochzuziehen das er seine Chance verpasst hatte.. Und Chris nervte es einfach nur. "Hier hör auf und kleb die Plakate ans Fenster." Chris ging in den Laden hinein, die Glocke ertönte und schon kam ein waschechter Punker aus einem kleinen Kämmerchen heraus direkt auf ihn zu. "Jo Mann was geht!" Die beiden drückten sich und machten einen Handschlag. "Läuft alles nach Plan. Wir hängen noch ein paar Plakate auf und verteilen ein paar Flyer wenns ok für dich ist?" "Klar immer ran hier. Ich freue mich schon riesig auf den Gig." "Ich erst. Hör mal meine Gitarre bräuchte noch ein kleines Umstyling, damit sie zum Auftritt passt." "Klar ich setzte mich gleich ran. Würdest du dann hier solange aufpassen und die Kunden betreuen?" "Immer gerne doch."
      Chris begab sich zur Kasse und legte auch da ein paar Flyer hin. Er war verdammt stolz darauf was er und seine Gruppe bis dato alles geschafft haben. Nick kam ebenfalls dazu und machte es sich in der Lounge gemütlich. "Ich sollte mir noch ein Outfit überlegen.. Besser gesagt mehrere.." "Klar wir können morgen ja noch Shoppen gehen." Chris schnappte sich einen Stift und Papier und kritzelte ein paar outfits die nach seinen Wünschen waren.
      Er bemerkte relativ spät das die Tür erneuert aufging und die Glocke ertönte. "Jo Mann guck Mal!" Doch erst Nicks Kommentar lies ihn erst aufschauen.. Sein Herz schlug wieder schneller und er konnte seinen Augen kaum Glauben schenken, das ausgerechnet sie hier war..
    • Hannah

      Es war Donnerstag und damit quasi fast schon Ende der Woche. Die Uni war viel gewesen, vor allem bei den Temperaturen, aber es war nicht genug, als das sich Hannah nicht darüber ärgern würde, dass sie den jungen Mann an der Tankstelle scheinbar falsch eingeschätzt hatte. Mehrmals hatte sie auch diese Woche mit Alice darüber geredet und es ihr immer und immer wieder erzählt, vor allem gefragt, ob Jungs nicht eigentlich nach einer Nummer fragten, wenn sie interessiert waren. Verdammt, das ärgerte sie einfach viel zu sehr und das sie ein Essen mit seinen Eltern am Sonntag hatte noch viel mehr, denn vermutlich würde er da gar nicht erst aufkreuzen, so wie er das letzte Mal in dem Restaurant drauf gewesen ist. Es würde also wieder ein Essen zu fünft sein und Hannah wusste jetzt schon, dass sie sich wieder dumme Kommentare anhören konnte, vielleicht sollte sie krank sein, oder auf krank machen, um ja nicht mit zu kommen.. Ein wenig Ablenkung wollte sie sich vor allem mit einem Besuch in einem der Musikläden bieten, welcher von außen schon heruntergekommen aussah, aber sie mochte den Laden, hatte sich hier häufig einiges geholt, was sie für die Uni brauchte, denn hier wurde einfach nicht schief auf sie gesehen, hier standen auch keine schick angezogenen Frauen hinter der Theke, die ihr die teuersten Dinge andrehen wollten. Klar, ihr Vater hatte Geld, aber die Schwarzhaarige verprasste es nicht so, wie man es vielleicht erwarten würde.
      Sie brauchte heute einiges, wollte vor allem wissen, ob die Saiten ihrer Violine neu gespannt worden sind und ihre bestellen Bücher da waren. Klar, der Kerl hinter der Theke sah nicht so aus, als würde er dieses Instrument beherrschen, aber auch, wenn er beim aller ersten Mal gelacht hatte spannte er ihr seit dem die neuen Saiten immer ein, wie er gerne dazu sagte: Es gehörte zu dem Business dazu. Sie wollte sich heute auch für eine Gitarre entscheiden, ein drittes Instrument musste für ihr Studium her und wenn sie Geige beherrschte, konnte sie mit Sicherheit auch Gitarre lernen, irgendwie jedenfalls.
      Die Schwarzhaarige betrat den Laden, blickte zu der Theke, hinter keiner stand und beschloss für sich zu warten, in der Regel würde gleich jemand bereit für sie sein. Der kleine Laden war voll mit Instrumenten, Gegenständen, Büchern und Postern, aber trotz der Tatsache, dass sie mit der Musik, die der Inhaber gern hatte, nichts zu tun hatte wurde sie hier immer gut beraten. Chris hatte sie nicht bemerkt, hatte gar nicht richtig hin gesehen, war eher sofort zu den Gitarren hin gegangen, um die beiden zu mustern, die sie sich ausgesucht hatte. Die Auswahl fiel ihr schwer, aber sie war sich schon einmal sicher, dass sie eine Konzertgitarre wollte, die hatte ihr besser in der Hand gelegen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Chris

      Doch sie lief an ihnen vorbei ohne auch nur einen Blick zu gewähren. Chris sah ihr verwundert hinterher und in ihm machten sich leise Schuldgefühle breit, das er ihr doch seine Nummer hätte geben sollen. Er sah zu Nick und dieser zuckte ebenfalls nur blöd schauend die Schultern.
      "Nun geh schon hin!" "Ist ja gut!" Chris lief an der Kasse vorbei und checkte sein Aussehen, bevor er sich mutig zu der jungen Frau machte.
      Er beobachtete sie erst von einiger Entfernung und tat so als ob, ehe er sich einen Ruck gab und sich ihr wittmete. "Die sehen für den Anfang gar nicht so schlecht aus." Er versuchte so zu sein wie er immer war, aber in ihrer Gegenwart schien das verdammt schwer zu sein.. Als würde es ihm gar nicht so gelingen. Der Blick in ihre Augen war schon wieder zu viel für ihn.. denn er spürte wie nervös er auf einmal wurde. "A-aber... I.-ch bin ähm." Er räusperte sich etwas und fuhr sich durch die Haare. "Ich bin eher für solche Gitarren zu haben." Chris zeigte auf die E-Gitarren die dirket daneben hingen. "Was sucht du denn genau wenn ich fragen darf?"
      Er wendete den Blick nicht von ihr ab und lächelte sie weiterhin nur an. "Ich arbeite hier zwar nicht, aber ich kann dich sicher genau so gut beraten wie der Typ der dem Laden gehört. Er ist gerade dabei meine Gitarre aufzumotzen, daher passe ich gerade auf den Laden auf."
      Chris musterte Hannah wieder und steckte die Hände in seine Hosentaschen. Es kribbelte für einen Augenblick wieder als er sie ansah.. Doch eine wirkliche Chance erhoffte er sich bei ihr nicht. Sie war zu schön und perfekt.. Ganz anders als er es war und nie im Leben würden es ihre Familien erlauben das sich die beiden auf irgendeine Weise annähern.. Das würde am Sonntag sicher ein Spaß werden, jeden Blick von ihr abzuwenden, denn er stand mit Sicherheit unter Beobachtung. Wie er jetzt schon keine große Lust darauf hatte, doch sie war der einzige Grund warum er überhaupt dorthin gehen würde.
      "Magst du mal eine Gitarre ausprobieren?" Chris nahm eine der Gitarren vorsichtig vom Ständer und überreichte sie ihr.
    • Hannah

      Sie war in ihrem Element gefangen, war vor allem in der Welt, in welche sie so gerne auftauchte, auch wenn sich Hannah dessen nicht sicher war, wer sich gerade im Hintergrund die Wut ausschrie, jedenfalls was es für ein Lied war, welches leise aus den Boxen in dem Laden drang. Hannah hatte nicht erwartet ein ihr bekanntes Gesicht zu treffen, hatte den Mann aus dem Restaurant gar nicht erst erwartet und zuckte kurz zusammen, als er sie von hinten ansprach, um zu ihm zu blicken. Sofort hatte sich ein Lächeln auf ihren Lippen gebildet, ihr Herz schlug deutlich schneller und für einen Moment vergaß sie sogar, warum sie überhaupt hier war, was sie hier wollte. Chris stotterte ein wenig, er sprach so, wie sich die Schwarzhaarige innerlich fühlte, ihre Knie wurden weich. Er deutete auf die elektrischen Gitarren, da blickten ihre Augen kurz hin, bevor sie schmunzelte, ja stimmt, Hannah wollte selbst eine Gitarre kaufen. "Für eine elektrische ist es noch zu früh", gab sie zu und blickte zurück zu dem Mann, der sich zu ihr stellte. Er roch gut, wirklich gut.. Fragte auch, was sie hier suchte und erklärte, dass er ihr auch helfen konnte, während der eigentliche Typ, der hier war, gerade beschäftigt zu sein schien. "Ich brauche eine Konzertgitarre", erklärte die Frau, bevor sie kurz zu den Instrumenten sah, ihre Handflächen schienen ein wenig zu schwitzen. "Ich bin noch relativ am Anfang, habe gerade erst angefangen sie zu lernen und.. Ich denke, dass ich mit einer Konzertgitarre besser dran bin, oder was sagst du?". Ihre Augen blickten wieder nach seinen, das Lächeln war wieder auf den Lippen zu sehen und in ihren Bauch waren gerade hunderte von Schmetterlingen zu spüren. Definitiv war sie verknallt... Definitiv!!
      Chris fragte sie gleich, ob sie eine ausprobieren wollte, da wurde Hannah etwas verlegen, sie konnte doch noch gar nicht sehr gut spielen.. Verdammt, das könnte peinlich werden, aber er hielt sie ihr schon hin und ganz automatisch griff sie nach ihr. Sanft berührten sich ihre Finger miteinander, es kribbelte und ließ die Frau wieder hoch sehen. "Danke". Mit der Gitarre in der Hand setzte sie sich auf eines, der frei stehenden Sofas, um das Instrument richtig zu halten, über die Saiten zu fahren. "Worauf muss ich beim Kauf überhaupt achten?", fragte sie etwas verlegen und blickte hoch. "Also.. Wäre es eine Geige.. Oder Klavier.. Ein Flügel.. Aber ich habe noch keine Ahnung von Gitarren". Aber sie war dabei diese zu lernen, zwei mal die Woche! Scheiße war sie aufgeregt und sein Anblick machte es nicht wirklich besser, auch wenn sie sofort wieder lächelte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Chris

      Dieses Gefühl als sich kurz ihre Finger berührten war unbeschreiblich. Es kribbelte ihm am ganzen Körper und er spürte wieder diese wohltuende Wärme die in ihn aufstieg. Kurz lächelte er sie wieder an. "Dann ist das hier ja genau die richtige Wahl für dich" Er sah wie sie sich auf ein freies Sofa setzte. Im Moment war nicht viel los im Laden daher konnte er sich Zeit für sie nehmen und außerdem half er ja nur kurz aus. Was kümmerten ihn auch die anderen? Er hatte schließlich die schönste Frau auf Erden vor sich sitzen.
      "Ein Multitalent also?" Er grinste dabei über beide Ohren. Schön, klug und talentiert.. Genau nach seinem Geschmack.
      "Nun so vieles gibt es nicht zu beachten. Aber es ist wichtig das eine Gitarre eine gute Qualität aufweißt und nicht nach einiger Zeit schon auseinander fällt." Er sah sie an und stand auf und trat auf sie zu. "Darf ich?" Er deutete auf den Platz neben ihr. "Also für Anfänger wie dich ist es auch gut wenn die Gitarrensaiten unter 5mm bleiben und gerade bei einer Konzertgitarre würde ich werd auf Nylon-aiten legen, denn dann tuen dir beim Üben nicht gleich die Finger weh. Bei Stahlsaiten werden irgendwann die Finger wund und das möchte ich natürlich nicht." Er wurde leicht verlegen und sah kurz weg um nicht noch roter zu werden.
      "Desweiteren ist die Größe der Gitarre wichtig, aber wir haben hier eine für Erwachsene, also passt das und du kannst dir auch noch eine Farbe aussuchen. Es gibt ja viele verschiedene Holztöne/Optiken. Ich denke das wars so im Allgemeinen." Mist war er nervös gewesen.. Sie roch verdammt gut und ihre Blicke und ihr Lächeln machten ihn einfach nur schwach.
      "Hast du noch irgendwelche Fragen?"
    • Hannah

      Er hatte sie als ein Multitalent bezeichnet, da musste Hannah ein wenig schmunzelnd den Kopf schütteln. "Harte Arbeit", nannte sie es lieber und blickte zu der Gitarre, denn langsam wollten die Worte nicht mehr, wenn sie ihn weiter ansah. Sie war aufgeregt, das Problem daran war, dass Hannah viel mehr sprach, wenn sie aufgeregt war, viel zu viel sogar, um ehrlich zu sein, aber noch konnte sie sich auf die Zunge beißen und nicht alles aussprechen, was ihr durch den Kopf ging. Es war schwer, vor allem noch viel schwerer, als sich Chris zu ihr setzte, natürlich hatte sie genickt, als er sie danach gefragt hatte. Es gab für sie Tipps, jedenfalls all das, was für einen Anfänger wichtig war, er erzählte auch von sen Nylonsaiten, da war Hannah innerlich ein wenig unentschieden, denn eigentlich kannte sie es schon von der Geige, aber es war schon ein kleiner Unterschied. "Würdest du sie mir denn einspannen?", fragte sie gleich und blickte zu dem Mann hoch, sie war nicht die geschickteste, was so etwas anging, aber vielleicht konnte es Chris mit den bezaubernden Augen ja noch viel besser. Seine Augen.. Hannah musste wirklich aufpassen, um nicht zu lange da rein zu sehen, sonst würde sie gleich definitiv ein Wackelpudding sein, wenn sie es nicht jetzt schon war.
      Die Größe der Gitarre war richtig, sie hörte nur halb zu, viel mehr konzentrierte sie sich auf sein Parfüm.. Was war das für eines? Es war ihr schon mal aufgefallen, er roch gut, er kribbelte wieder am ganzen Körper, als würde Ameisen drüber laufen. Hannah blickte runter auf die Gitarre, um für einen Moment die Gedanken zu ordnen, ob sie Fragen hatte? Hunderte, aber Tausende.. Was bedeuteten seine Tattoos? Wie viele hatte er? Hatte er Interesse an ihr, oder war er einfach nur nett? Sie blickte wieder zu ihm auf, ihr Mund war wieder viel schneller, als es ihr Gehirn war. "Was machst du heute Abend?". Die Schwarzhaarige biss sich auf die Lippen, leider viel zu spät, denn die Worte waren ausgesprochen und ein Korb jetzt würde wirklich peinlich werden. Er hatte doch nicht nach ihrer Nummer gefragt, verdammt, er hatte vielleicht gar kein echtes Interesse.. Jetzt wurde sie verlegen und blickte auf die Gitarre in ihrer Hand, um die Melodie von Smoke on the water sanft zu zupfen, verflucht, sie hat ihn nicht gerade nach einem Date gefragt, oder?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Chris

      "Du meintest die Saiten aufziehen? Ja natürlich würde ich das machen. Aber noch hast du keine Gitarre gekauft." Er zwinkerte ihr wieder zu. "Sobald du eine hast opfer ich mich gern." Mit jedem weiteren Blick stockte sein Atem.. Sein Herz zersprang förmlich. Wie konnte nur so jemand perfektes ausgerechnet seine Aufmerksamkeit erregen. Ihn umhauen! Ja das tat sie definitiv! Seine Gefühle spielten verrückt und er wollte einfach mehr von ihr wissen.. Was sie nur unter ihrer Kleidung versteckte.. Vielleicht hatte sie auch Tattoos so wie er. Natürlich nicht in so einer Vielzahl, das würde nicht zu ihr passen aber er konnte sich schon das ein oder andere zierliche Tattoo an ihr vorstellen. Er biss sich leicht auf seine Lippe als er sie fast anstarrte. Doch ihre Frage riss ihn dann völlig aus dem Konzept. Chris weitete seine Augen und starrte sie mit offenen Mund an. Das war gerade nur ein Traum oder? Oder er hatte sich verhört? Nein sie fragte ihn tatsächlich was er heute Abend vorhatte. Er faste sich wieder etwas und war einfach nur buff.. Sie raubte ihn alles. Jeglichen Gedanken, jedes Wort.. einfach alles. "W-as ich vorhabe? Nun." Er sah in die Richtung von Nick um ihn irgendwie nach Hilfe zu fragen. Er wusste nicht was er antworten sollte.. Er war ratlos.. Was würde passieren wenn er sagen würde er hätte nichts vor.. Würde er diese Schönheit wohlmöglich heute dirket wiedersehen? Nick war abgelenkt und daher musste Chris alleine durch. Was Frauen anging wirkte er zwar wie ein Frauenheld, aber hier bei ihr war es anders. Er wollte nichts kaputt machen was noch gar nicht richtig angefangen hatte. Wenn es überhaupt dazu kommen würde.. "Also.. Im Grunde nichts mehr. Ich wollte nur die Gitarre in der Garage testen und dann ein Feierabendbier trinken."
      Wieder biss er sich auf die Lippe.. Was sollte er noch sagen.. Sollte er sie etwa einladen.. Verdammt wieso war das nur so schwer für ihn. Er ist doch sonst nicht auf den Mund gefallen.
      Chris atmete tief durch und sah die schwarzhaarige Schönheit direkt in ihre Augen. "Hast du Lust mit mir abzuhängen?"
      Sein Herz schlug schneller und seine Hände wurden aufeinmal ganz feucht und er merkte wie eine leichte Röte in sein Gesicht stieg.
      "Natürlich nur wenn du dazu Lust hast. Ich will dich mit meiner Musik ja nicht nerven, denn es ist sicherlich nicht jeden sein Geschmack."
    • Hannah

      Er würde sich opfern und ihr die Saiten aufziehen, was Hannah schnell zum lächeln brachte, auch wenn sie generell die gabze Zeit am strahlen war. Klar, sie könnte es sich auch hier machen lassen, aber so hatte sie definitiv eine Ausrede, um diesen Mann wieder zu sehen. Er war wirklich süß, dazu mochte sie seine Züge im Gesicht, wenn er sie ansah, wenn er verlegen wurde, das traute man ihm doch sonst nicht zu, er sah nicht so aus wie jemand, der so schüchtern für den moment wirken konnte, das fand Hannah wirklich toll.
      Sie hatte sich zu spät auf die Zunge gebissen und Chris wirklich gefragt, was er heute Abend vor habe, damit war eigentlich für alle klar, dass sie was mit ihm machen wollte, auch wenn die Angst da war, er würde nicht das Interesse dafür haben. Er schien überrascht zu sein, gar sehr überrascht, hatte er nicht damit gerechnet, dass Hannah so etwas fragen könnte, oder war er überrascht, weil er kein Interesse an ihr hatte? Sie wurde ein wenig nervös, war es doch nicht sehr peinlich, weil sie gefragt hatte? Chris blickte weg, er blickte zu irgendjemanden, ah, da saß sein Freund, der letztens auch dabei war, aber was brauchte er von ihm? Hilfe? Scheiße, was, wenn er nach Hilfe bat, um hier raus geholt zu werden, verdammt, so langsam war sich die Schwarzhaarige mehr, als nur unsicher, sie war innerlich ein Nervenbündel, es kribbelte gleichzeitig in ihrem Körper, merkwürdig, eine sehr merkwürdige Kombination, von schönen und schlechten Gefühlen.
      Chris sah wieder zu ihr, er erklärte, was er heute noch vor hatte, bevor er sich auf die Lippe biss. Verdammt.. Ihr wurde da plötzlich so heiß, es lenkte sie davon ab danach zu fragen, ob sie zusammen anhängen wollten, denn eigentlich war es ihr egal, ob der Mann, oder die Frau nach einem Date fragte, aber sie konnte sich nicht mehr konzentrieren, diese Lippen.. Er wagte es, er fragte sie, ob sie zusammen abhängen wollten und ganz plötzlich war die ganze Unsicherheit in ihr komplett verschwunden, Chris wollte mit ihr abhängen.. Verdammt, der Mann wollte was von ihr! Am liebsten wäre Hannah vor Freude aufgesprungen, hätte sich ihm um den Hals geworfen, aber stattdessen lächelte sie umso breiter. Seine Musik war nicht jedermanns Geschmack, das war ihr egal, durch das Studium kannte sie so viele Musikrichtungen.. Hannah nickte, bevor sie sich selbst auf die Lippe beißen musste. "Ich hätte Lust drauf", bestätigte sie noch einmal direkt. "Klingt sogar sehr gut". Sie wollte niemanden, der ihr die Sterne vom Himmel holt und die Welt zu Füßen legt, sie wollte auch niemanden, der sie in ein teures Restaurant mit nahm, sie wollte einfach nur in einer Garage abhängen und ein Bier trinken, auch wenn Bier nicht das Getränk ihrer Wahl war, aber egal.. "Ich.. Müsste nur die Gitarre kaufen, meine Geige hier abholen.. Und hätte eigentlich Zeit".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Chris

      Er suchte in ihren Augen nach einer Antwort auf seine Frage, was wenn sie nein sagen würde? Was wäre dann passiert? Er würde sich den Rest des Tages einfach nur betrinken, nicht einmal Nick an sich heranlassen.. Doch zu seiner Freude stimmte sie all dem zu. "Wirklich?" Er sah sie überrascht an und konnte sein Glück nicht fassen. Er durfte mit der Schönheit abhängen, sie ganz für sich alleine beanspruchen einen ganzen Abend lang. "Klingt gut! Aber haben deine Eltern nichts dagegen wenn du nicht pünktlich zu Hause bist. ich schätze sie jedenfalls so ein, das sie genau so besorgt sind wie meine." Chris lehnte sich auf dem Sofa etwas zurück und verschränkte die Arme vor sich während er sich wieder ansah. Ein gutes Gefühl machte sich in ihm breit, den heutigen Abend nicht wie gewohnt mit Nick zu verbringen, sonder mit ihr.. Hannah.. Alles schien perfekt zu sein..Der geplante Gig und die Begegnung mit ihr..
      Schöner konnte es vorerst nicht mehr werden..
      "Du? Ich muss kurz zu Nick und dann nach meiner Gitarre sehen. Aber wenn ich dir einen Rat geben kann. Nimm die Gitarre, die passt super zu dir." Er zwinkerte ihr frech zu und verschwand darauhin zu Nick um ihn gleich mitzuteilen das er heute Abend zwar zur Garage geht, aber in Begleitung mit Hannah hingeht. "Verstehe. Dann wünsche ich dir viel Glück! Und lass es krachen." Chris verleierte die Augen, auch wenn der Gedanke daran nicht ganz so schlecht war. Er wollte unbedingt mehr.. mehr als er es sich je erträumen könnte.
      Der Inhaber des Ladens kam dann aus seiner Werkstatt und präsentierte Chris seine E- Gitarre. "Wow! Alter die ist ja mega geil! Passt perfekt zu unserem Gig und du hast sogar einen Schriftzug mitdrauf geschrieben. Danke!" Er machte mit ihm einen Handschlag und drückte ihn. "Was schulde ich dir dafür?" Seine Augen leuchteten, wie ein Kind das zu Weihnachten die Geschenke öffnete. "Nichts. Nur ein Ticket für euren Gig!" "Klar bekommst du. Du kommst auf die Gästeliste." Er strich über seine Gitarre und liebte sie. Der Schriftzug "Punk Dream and a Pinch of Guitar" war das Motto des Gigs und er freute sich jetzt noch mehr darauf. "Entschuldigt mich." Chris kam freudestrahlend zu Hannah zurück. "Hier schau mal. Ist sie nicht ein Traum?" Er konnte es kaum abwarten sie endlich zu testen und zu spielen. "Hast du alles? ich möchte unbedingt los." Er wurde hippelig und es kribbelte in seinen Fingern.
    • Hannah

      Er freute sich, allein diese Tatsache erfreute die Schwarzhaarige wahnsinnig. Sie wurde nach ihren Eltern gefragt, da lachte sie kurz. "Lass das meine Sorge sein", erklärte sie ihn gleich, ihr Vater konnte ruhig was sagen, aber er würde es nicht tun, denn Hannah wusste schon, was sie ihm sagen wird, dass er nicht Verdacht schöpft.. Alice war immer eine sehr gute Deckung. Natürlich musste sie eingeweiht werden, aber das gleich. So stand ein Date für gleich fest.. War es wirklich ein Date? Verdammt, warum wurde sie allein bei dem Gedanken an dieses Wort so aufgeregt...? Sie freute sich.
      Chris ließ sie kurz alleine, da nickte sie Frau mit einem Lächeln, bevor sie gleich ihr Handy ergriff, um ihrer Freundin zu schreiben. Natürlich hing Alice ab ihren Handy, war ja klar, sie mochte dies mehr, als für die nächste Klausur zu lernen.
      H: Notfall.. Ich brauche Hilfe.. :o
      A: verdammt, was ist los?!
      H: Kannst du mich decken, bitte??
      A: Decken?!
      H: Ich habe eine.. Verabredung.. Pls.. Wenn mein Dad fragt, dann bin ich bei dir.. Ich komme nachher, damit er kein Verdacht schöpft, danke Love you <3

      Als sie aufblickte war Chris wieder auf dem Weg zu ihr mit seiner Gitarre, die er ihr gleich präsentieren wollte. Er freute sich wie ein kleines Kind zu Weihnachten, was schon sehr süß war.. Hannah nahm das Teil gleich in die Hand, um drauf zu sehen und zu lächeln. "Sieht sehr gut aus", stellte sie fest, es gefiel ihr, aber die Tatsache, dass er sofort los wollte machte sie wieder.. Nervös.. Das Lächeln schwand dennoch nicht. "Ich bin gleich soweit", seine Gitarre gab sie ihm zurück, nahm die akkustische mit, um damit an die Theke zu kommen. Der Kerl dahinter grinste schon breit. "Hast du dich endlich entschieden?", er schüttelte ein wenig den Kopf. "Ich habe dir doch von vorne rein gesagt, nimm die". "Ist meine Geige fertig?", fragte Hannah, statt auf die Neckerei einzugehen. Der Kern nickte. "Deine Bücher auch", er verschwand kurz hinter den Vorhang, um mit Büchern und dem Instrument in der Tasche zurück zu kommen. "Sie ist auch eingeölt, aber du musst dir mal überlegen, ob sie dir noch lange dienen wird". Er nahm einen Zettel raus, auf dem die Rechnung zu sehen war. "Und dazu brauche ich auch ne Tasche, ich habe zu viele Instrumente langsam", sie seufzte, war aber bereit ihre Karte raus zu holen, um zu bezahlen. "Chris kann dir ruhig noch mehr Instrumente andrehen, ich habe kein Problem mit!". Da schmunzelte Hannah kurz, bezahlte und war eigentlich fertig.. Eigentlich...sie war scheiße aufgeregt.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Chris

      Er nahm die Gitarre wieder entgegen und nickte ihr zu. SIe musste schließlich noch ihre eigenen Angelegenheiten klären, ehe sie sich vom Acker machten. Chris verabschiedete sich von Nick, der sich auf dem Weg nach Hause machte und gesellte siczh wieder zu Hannah und dem Verkäufer. Er sah zwischen den beiden hin und her. Sie scheinen sich also zu kennen? Das empfand er ein wenig als störend, denn der Kumpel von ihm neckte sie anscheinend gerade vor seinen Augen. War er etwa eifersüchtig gewesen? Doch Hannah schien gar nicht darauf einzugehen sondern war konzentriert auf ihre Sachen. Chris atmete kurz erleichtert aus und er lächelte wieder zu ihr.
      Auch Chris musste bei dem Kommentar von dem Verkäufer leicht schmunzeln. "Sie soll sich keinen Bruch holen." Nein dafür war sie wirklich zu schade.. zu kostbar für ihn.
      Er griff instintiv nach den Sachen ohne sie überhaupt zu fragen ob sie Hilfe benötigte. Er machte es einfach! So war er er hatte seinen eigenen Kopf und trug die Sachen Richtung Ausgang. Er öffnete den Kofferraum von seinem Auto und legte sie hinein. Es war ein alter VW und er liebte ihn. Es mag vielleicht etwas altmodisch wirken aber er hatte eine Schwäche für "Alte" Autos.
      Das Auto war rötlich und hatte hellbraune Ledersitze und ein Lenkrad mit Holzoptik. Er ging zurück in den Laden um Hannah abzuholen. "Miss die Limousine steht für sie bereit." Dabei machte er eine alberne Handbewegung und streckte ihr aus Spaß die Zunge heraus. Er winkte seinem Kumpel aus dem Musikladen noch ehe er die restlichen Sachen in den Kofferraum legte. "Steig ein, die Fahrt kann gleich losgehen." Chris hüpfte in sein Auto hinein und schnallte sich an und drehte die Musik ein wenig auf.
      Als sie eingestiegen waren fuhren sie am Stadtrand entlang. Chris hatte sein Fenster heruntergekurbelt und legte seinen Arm locker darauf und hielt das Lenkrad mit einer Hand fest. Er war konzentriert auf die Straße, denn er wollte nicht das ihr oder den Instrumenten etwas passiert.
      Schon waren die Garagen zu sehen und Chris parkte auf den Schotterplatz sein Auto. "Da wären wir." Er sah zu ihr rüber und lächelte.
      Er öffnete die Tür und stieg aus und streckte sich durch. Aus dem Kofferraum holte er seine E- Gitarre raus und machte anschließend das Garagentor auf. Dort waren die Instrumente der anderen Mitglieder zu sehen, viele Poster, ein Minikühlschrank, ein paar Sitzsäcke und eine Anlage mit Mikrophon. Chris stellte seine Gitarre auf den Ständer ab. "Herzlich willkommen in der Hölle der Löwen." Er war stolz darauf, denn all das haben sie sich aufgebaut und organisiert. Er ging zum Kühlschrank und holte zwei Bier heraus und kam mit diesen in den Händen zu ihr zurück. Die beiden Flaschen öffnete er mit seinem Feuerzeug und überreichte ihr eins, ohne überhaupt zu wissen ob sie Bier mag.. oder etwas anderes wollte. Er stieß mit ihr an. "Dann auf einen schönen entspannten Abend." Er trank von seinem Bier und sah sie dabei an. Chris war mehr als glücklich sie hier zu haben. Sie war es, das hatte er im Gefühl. "Und was sagst du zu all dem?"