All I ever wanted.[Shio & Lu-Chan]

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    • All I ever wanted.[Shio & Lu-Chan]

      All I ever wanted.[Shio & Lu-Chan]

      @Shio
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      Un Joli Café.jpg

      Sophie

      Das Pech verfolgte sie schon ein wenig länger, oder es war einfach ein ganz typischer Montag, so wirklich sicher konnte sich die Frau nicht sein und tendierte deshalb zu einer Mischung aus beidem. Seit sie ans andere Ende der Staaten, in das sonnige Kalifornien gezogen ist schienen die Dinge nicht so zu laufen, wie sie es sich eigentlich erwünscht hatte, auch wenn das nötige Geld nach der Scheidung auf jeden Fall gegeben war. Ihr Ex-Ehemann, oder eher der Alptraum ihres Lebens, wie Sophie den Mann lieber nannte, hatte ihr eine stolze Summe an Entschädigung zahlen müssen und auch wenn diese noch nicht vollständig auf ihrem Konto eingegangen war hatte diese gereicht, um sich eine kleine Wohnung zu mieten, den Umzug zu bezahlen und neue Möbel zu kaufen, samt neuer Kleidung, denn die Frau hatte liebend gerne alles in dem gemeinsamen Haus zurück gelassen, was sie auch nur im geringsten an ihr vorheriges Leben erinnert hatte und davon gab es eine ganze Menge! Sie war lediglich mit zwei Kartons und ihrem Laptop her gezogen, aber schien die glücklichste Frau auf der Welt zu sein, denn auch ein Job war sehr schnell gefunden, auch wenn Sophie bisher mehr mit Frauen, als mit Männern gearbeitet hatte. Das California State Prison Corcoran gehörte zu einem der größten Gefängnissen in der Umgebung und beherbergte lediglich männliche Insassen, aber schon nach einem Monat der Arbeit dort konnte die Brünette zugeben, dass es ihr sogar gefiel dort zu arbeiten. Es war ihre Arbeit, es war etwas, was sie sich selbst ausgesucht hat und es waren vor allem Menschen, die sie davon ablenkten, wie schlimm die letzten zehn Jahre doch waren. Die Häftlinge waren aus allen möglichen Gründen dort drinnen, es gab die unterschiedlichsten Persönlichkeiten und nicht alle waren so einfach, wie man es sich vielleicht vorstellte, es war eine Herausforderung und dieser ging Sophie liebend gerne nach.
      Sie wollte arbeiten, trotz der Tatsche, dass sie locker ein ganzes Jahr mit dem Geld, welches auf ihrem Konto ruhte, überleben konnte, doch nur zuhause zu sitzen und nicht unter die Leute zu kommen war gewiss nicht das, was sie von sich erwartete. Klar, der Verfolgungswahn wurde damit nur noch mehr unterstützt, aber als Psychologin war sich die Frau selbst sehr gut dessen bewusst, dass sie sich nicht nur in ihren eigenen vier Wänden verstecken konnte, sie musste einfach raus und da tat ihr die Arbeit sehr gut.. Nur einiges andere nicht, denn sie saß schon wieder seufzend in ihrem Wagen und ließ den Kopf auf das Lenkrad fallen, wohl vorsichtig genug, um nicht die Hupe zu betätigen. Es war ein sonniger Morgen, sie hatte sie vorgenommen nach der Arbeit an den Strand zu fahren, um sich auch diese Gegend anzusehen, aber mit dem Auto würde sie es heute nicht einmal schaffen zur Arbeit zu kommen, was sie mehr, als ärgerte. Das Auto gehörte zu den wenigen Habseligkeiten, die die Frau hier hin mitgenommen hatte, aber es war nicht mehr das Neuste und heute schien es wohl komplett den Geist aufgegeben zu haben, denn es sprang nicht einmal mehr an. Das Pech verfolgte sie wirklich, es schien hinter ihr her zu sein und ihr das neue Leben vermiesen zu wollen, aber wenigstens war Sophie nicht spät dran. Sie hatte noch etwas Zeit, bis sie eigentlich im Büro sein musste, sie war liebend gerne etwas früher da, um ihre Akten durchzugehen, um sich zu ihren Schützlingen zu belesen und ihr Leben zu studieren, sich Gedanken zu machen, aber für Tage, wie es heute der Fall war, war es sehr praktisch, denn so hatte sie noch etwas Zeit, um sich nach einem Uber umzusehen, oder eine Busverbindung raus zu suchen. Doch zunächst stand für sie fest sich einen großen Caramellmacchiatto an ihrem neuen Lieblingscafé zu holen, um den Frust irgendwie zu überwinden. Klar, sich für solch schlechten Sachen zu belohnen war nicht gerade gut, aber das war der Psychologin in diesem Moment auch unwichtig, stattdessen stieg sie frustriert aus dem Auto heraus und ergriff ihre Handtasche, um den Wagen abzuschließen und in ihren Pumps den Weg runter die Straße zu nehmen. Sie wohnte relativ innen, so hatte sie es zu Fuß nie weit irgendwo hin, war aber auch von genug Menschen um sich herum umgeben.. Vor allem aber, was ihr sehr gefiel, war die Tatsache, dass sie hier in Kalifornien sein konnte, wer sie auch immer sein wollte. Sophie hatte sich lange ihrem Mann ergeben, hatte sich gekleidet, wie er es wollte und sich einschüchtern lassen, jetzt aber war sie eine ganz andere Frau, sie war, wie sie schon immer war. Mit dem neuen Kleiderschrank, samt der neuen Garderobe gab es neue lockere Outfits, gemütliche High Heels und Pumps, Sophie konnte sich endlich weiblich kleiden, aber auch elegant und einfach so, wie es ihr gefiel. Das Leben schien so viel besser zu sein, wenn man niemanden untergeordnet war, so konnte sie auch heute eines ihrer Lieblingsoutfits anziehen und fühlte sich wohl, als sie das Café an der Ecke betrat und sich anstellte, um gleich bestellen zu können.

      Es schien heute wirklich ihr Pechtag zu sein, oder gar ein echter, richtiger Montag, denn kaum hatte sie ihren Kaffee in der Hand gehabt und hatte sich gedreht, um den Raum zu verlassen landete ein Teil des Becherinhalts auf einem wirklich teuer aussehenden weißen Hemd. Gott, war das kitschig in jemanden einfach so reinzulaufen, oder stand der Mann ihr einfach viel zu nahe? "Scheiße!", fluchte die Brünette kurz, während ihre Augen den Fleck auf dem Hemd genau betrachteten. Sie war entsetzt, auch wenn das Hemd eine wirklich großartige Brust verbarg, die Muskeln zeichneten sich unter drunter hindurch, aber das war nicht gerade der Gedanke, den Sophie haben sollte, sie musste viel lieber sich selbst verfluchen, oder gleich die ganze Welt! "Es tut mir wirklich.. wirklich..", sie kam zunächst nicht weiter, denn kaum hatte sie die Augen gehoben, um den Mann anzusehen, dem sie das Hemd ruiniert hatte trafen ihre Augen auf den Himmel.. Oder eher auf das intensivste Blau, was sie jemals gesehen hatte, glaube sie jedenfalls.. Sie wusste es nicht, denn der Kopf schien plötzlich so leer zu sein und dieser Himmel vor ihr nahm sie fast schon ein, als würde sie dort eintauchen können. "Tut mir leid", Sophie musste schlucken, kaum waren die Worte aus ihrem Mund raus, denn sie fühlte sich plötzlich so klein und so zerbrechlich, aber in einem deutlich positiveren Sinne, als sie es sich hätte denken können. Das Hemd! Das Hemd war aber hier das Wichtigste, deshalb schloss sie für einen Moment die Augen, um den Kopf für sich zu schütteln und sich auf den Boden der Tatsachen zu bringen. "Tut mir wirklich leid.. Ich.. ich komme für alle Kosten selbstverständlich auf!". Und da blickte sie wieder in dieses wundervolle Blau. Wollte sie nicht alle Männer dieser Welt verfluchen?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • David

      Wieder einmal verging das Wochenende wie im Fluge. Keine Verpflichtungen, keine Termine, niemand der einen ständig auf die Nerven ging, Telefonanrufe die Stunden andauerten.. Nichts davon war an diesen Tagen zu spüren gewesen. Ein wenig erholt von all den Stress der letzten Tage wachte David nun an diesen Montagmorgen auf. Wie immer vor seinem eigentlichen Wecker, denn er wollte noch diese kurze Zeit für sich haben, bevor das rege Treiben und Gewussel wieder von vorne anfing. Die letzten Jahre waren hart für ihn und noch nie hatte er so hart für irgendwas gearbeitet wie für seine Firma. Das er überhaupt jemanden an seiner Seite hat, wunderte ihn Tag für Tag, doch mittlerweile waren es schon 7 Jahre, die er mit seiner Frau Liz zusamen war und sogar zwei Kinder zeugte. Sie schlief noch ruhig neben ihn, denn er war heute dran die Kinder zur Schule zu fahren.
      David streckte und reckte sich und lies ein leichtes Seufzen von sich, da der Handywecker anfing zu klingeln. Neben ihn drehte sich Liz um und er beugte sich über sie und küsste ihre Wange, ehe er vorsichtig aus dem Bett stieg und sich ins Badezimmer aufmachte.
      Er zog sich seine Boxer aus und warf sie in den Wäschekorb. Dann drehte er den Wasserhahn auf und stieg unter die Dusche. Er liebte es stundenlang darunter zu stehen, aber leider blieb dafür nur wenig Zeit. Das warme Wasser floss über seinen durchtrainierten Körper und er atmete noch einmal tief durch. Dann drehte er das Wasser ab, stieg heraus und trocknete sich ab. Er band das Handtuch um seine Hüften und putzte sich anschließend noch die Zähne. Seinen Bart stutzte er noch etwas und legte einen unwiederstehlichen Duft an. Er liebte Markenparfums wie Hugo Boss oder Joop. Leisen Schrittes ging er ins angerenzende Ankleidezimmer und suchte sich sein Outfit für den Tag heraus. Er mag es elegant und sportlich zugleich, daher zog er lieber Sneaker, statt Lederschuhe dazu an.
      Fertig angezogen ging er zu seinen beiden Kindern um diese zu wecken. Vorsichtig klopfte er an die Tür von Emma und Chris. "Guten Morgen ihr beiden Zeit zum aufstehen." David öffnete die Tür einen Spalt und sah das Emma mal wieder bei ihrem großen Bruder übernachtet hatte und lag im Doppelstockbett unten. "Na sieh einer an. Da hat sich wohl jemand im Zimmer geirrt." Ein seichtes Lachen überkam seinen Lippen und auch Emma musste grinsen. Sie und Chris waren unzertrennlich, auch wenn sie 11 Jahre auseinander waren. "Na kommt jetzt es wird sonst zu spät. Heute werde ich euch zur Schule bringen."
      David half Emma aus dem Bett und schickte sie ins Badezimmer. Chris sprang vom Bett hinuter und er ging in sein eigenes Badezimmer und machte sich fertig.
      David ging nach unten und machte Frühstück für die beiden und packte ihre Lunchboxen ein.
      Es dauerte nicht lange und beide traten in ihren Schuluniformen in die Küche ein. Emma lief freudig auf ihn zu und gab ihn eine Umarmung. "Komm her ich flechte dir deine Haare."
      Geschwind hatte er seiner Tochter einen Zopf geflochten und steckte ihr die Schleife ins Haar. "So nun ist meine kleine Prinzessin fertig."
      Dieses große Glück das David im Moment hatte konnte nichts trüben, doch schon seit einigen Wochen lief die Beziehung zwischen den beiden nicht mehr so wie vorher. Manche würden sagen das verflixte siebte Jahr, aber er hoffte das sie auch dieses überstehen würden.. Gemeinsam..
      Nachdem das Frühstück erfolgte machten sich alle drei mit gepackten Sachen zum Auto. Die Straßen waren um die Zeit schon gut befüllt und einige Menschen waren schon auf den Beinen. Die Musik wurde im Auto aufgedreht, denn Emma liebte rockige Musik und wacklete auf ihrem Platz hin und her. "Daddy! Wenn ich alt genug bin können wir dann auf ein Konzert gehen?" "Aber ja doch." Er strich ihr sanft über den Kopf und konzentrierte sich wieder auf die Autofahrt.
      Er lud die beiden am Schulgelände ab und drückte der Kleinen noch einen Kuss auf die Wange, er schlug mit seinen Sohn ein und winkte ihnen. "Wünsche euch viel Spaß. Bis heute Abend."
      Eher würde er die beiden sicherlich nicht sehen.. Denn sein Terminkalender war voll. Seufzend machte er das Fenster wieder zu und fuhr zu seinem Lieblingscafé um dort einen doppelten Espresso zu trinken und einen Kaffee to go mitzunehmen, wie einen kleinen Snack, zum Essen würde er heute wohl auch nicht richtig kommen.
      Er bog in die Straße ein und stellte sein Auto in eine Parklücke, bevor er es abschloss und sein Jacket richtete. Er hatte gehofft das der Tag doch noch sein Gutes mit sich brachte, doch kaum betrat er das Café schon lief jemand in ihn hinein und spürte wie etwas Heißes durch sein Hemd auf seinen Oberkörper lief. "Autsch...He!" Doch dann sah er zu der Frau hinunter die ihren Kaffee verschüttete und sah wie unsicher und verlegen zugleich sie war. Doch als sie ihn in seine Augen sah stockte kurz sein Atem. "Wow", lies er von sich, ehe er selbst Rot anlief und sich verlegen am Kopf kratze. "Kein Pro-blem.. Das passiert.." Er lächelte sie sanft an. Schnell schnappte er sich eine Serviette und tupfte sich sein Hemd etwas ab. "Wie gut das ich immer ein Ersatzhemd im Auto habe", versuchte er das Ganze zu überspielen. Er war nicht der Typ der sich gleich über alles oder jeden aufregte, er blieb gelassen und lies seinen Charm spielen. "Ich spendiere ihnen ein neues Getränk." Schnell ging er an die Theke und bestellte sich seinen Espresso und den Kaffee. "Und ich hätte gerne noch einmal das selbe was die Dame vor mir hatte." Er drehte sich zu ihr um und nickte mit den Kopf. "Vielen Dank!" Die Bestellung war in windeseile fertig und er exte den Espresso beinahe, ehe er das Geld hinlegte und sich die beiden Becher schnappte. "Hier bitte sehr." Er drückte ihr den Becher in die Hand sodass sich ihre Finger berührten. David lächelte die Frau an und verschwand wieder nach Draußen. "Wow." Wieder kam dieses Wort aus seinem Mund und er lief zu seinem Wagen um sich auf dem Weg zur Arbeit zu machen.
    • Sophie

      Sie hat durch ihre Tollpatschigkeit, die eigentlich sonst nie vorhanden war, ein echt teures Hemd ruiniert und sich gleich wie im Himmel gefühlt, aber statt sich darüber zu ärgern und gleich noch die Daten für die Rechnung des Hemdes zu fordern überspielte es der Mann fast schon zu cool für diese Situation. Er hatte ein Ersatzhemd im Auto gehabt, da musste Sophie gleich breit lächeln, auch wenn sie eher noch immer von dieser Begegnung geflasht war, das Beste war aber eigentlich, dass sie gleich noch einen neuen Kaffee bekam, als wäre sie gar nicht schuld daran, was gerade eben passiert war. Noch einige Momente war sie in dem Café geblieben und dem Mann hinterher gesehen, der aus der Tür gegangen war, nachdem er ihr den Kaffee gegeben und sich damit ihre Finger ein wenig berührt hatten. Es hatte gekribbelt und es kribbelte noch immer in ihrem ganzen Körper, wenn sie an diesen Himmel vor ihren Augen dachte. Er roch so gut, er sah so gut aus, er spendierte ihr einen neuen Kaffee, aber was wollte ihr der Himmel für ein Signal geben? Das war eine definitiv andere Liga, als die, in der Sophie spielte. Ihre Gedanken brauchten nicht lange, um sich dann doch was anderes vorzustellen, diese Brust unter dem Hemd schien so durchtrainiert zu sein, dieses Lächeln gleichzeitig brachte ihre Knie zum stottern, dabei waren es bloß ihre Gedanken gewesen.

      Einen Moment hatte es gedauert, bis Sophie in der Lage gewesen war den laden zu verlassen und sich auf den Weg zur Arbeit zu machen. Sie fühlte sich schon ein wenig wackelig auf den Beinen, als würden sie jeder Zeit nachgeben, aber mit einem unauffälligen Blick in die Schaufenster konnte sie in ihrem Spiegelbild nichts entdecken, was sie verraten könnte. Dennoch, ihr Kopf war plötzlich so.. leer und gleichzeitig so voll von Gedanken, Ideen, die sie nicht verstehen konnte, als würden sie in einer ganz anderen Sprache sprechen. Hätte sie ihn nach der Nummer fragen sollen? Sicherlich nicht, es war schon peinlich genug, dass sie ihm das Hemd ruiniert hatte, vermutlich dachte der Kerl noch, sie wäre verrückt, oder noch schlimmer.. Vielleicht war er verheiratet und hätte ihr vor den wenigen anderen Menschen in diesem Café eine Abfuhr erteilt. Reiß dich zusammen, Sophie.. Du bist siebenunddreißig Jahre alt! Da sollte man sich eigentlich nicht mehr wie ein verliebter Teenager aufführen, sondern eher wie eine erwachsene Frau, die genau wusste, was sie wollte und das tat Sophie auch irgendwie.. Sie wusste, dass sie die Männerwelt vorerst ganz weit weg schicken wollte, am liebsten ans andere Ende der Welt, aber dieser Himmel vor ihr..

      Mit einem Uber war die Brünette pünktlich bei der Arbeit erschien und hatte sich irgendwie gut von der Begegnung ablenken können, denn die Arbeit wartete auf sie. Sie war noch neu, da war es schwierig sich einzufinden, aber der Therapietrakt, den sie als Psychologin betreute umfasste gerade Mal zwanzig Häftlinge, was für einige viel, jedoch für solche Verhältnisse recht überschaubar war. Einige davon hatte die Frau in ihrem ersten Monat schon kennen gelernt, Sitzungen mit ihnen durch geführt und sich Gedanken über mögliche Ansätze gemacht, aber ab heute sollte sie auch mit den Gruppentherapien anfangen, mit den anderen Häftlingen aus der Gruppe und wie sie es erwartet hatte war auch dieses Mal das Glück nicht auf ihrer Seite. Die Gruppentherapie war definitiv alles andere, als ein Erfolg, zum Ende dieser mussten die Wärter die Häftlinge auseinander halten und gleich wieder einsperren, um ihre Wut irgenwie in den Zaun zu halten, da hatte sich Sophie vermutlich getäuscht, was ihre Einteilung der Häftlinge anging.. Natürlich gab es noch viel mehr negatives an diesem Tag, was die Begegnung in dem Café wirklich in den Hintergrund drückte, denn es gab keinen Uber zurück, der Bus fuhr nur die halbe Strecke und noch dazu wurde der sonnige Tag von dunklen Wolken übernommen, die einen massiven Regen mit sich brachten. Seufzend hatte die Brünette kurz unter der Bushaltestelle gewartet, an welcher sie ausgestiegen war, sie hatte es nicht mehr sehr weit nach Hause, aber der Regen schien nicht aufhören zu wollen, auch gleich zehn Minuten später nicht. Da fiel Sophie auch ein, dass sie vergessen hatte sich um das Auto zu kümmern, einen Mechaniker anzurufen, das Pech war definitiv auf ihrer Seite.. Nun, mit der weißen Bluse lief sie dann hinaus in die leeren Straßen, denn bei diesem Regen schienen sich alle Zuhause zu befinden, es war auch schon spät am Nachmittag, der Abend würde gleich beginnen.. Innerlich fluchend lief Sophie unter den kleinen Dächern der Läden und Häuser die Straße entlang, musste gleich auch noch die Straßenseite wechseln, hatte sich dafür umgesehen, aber kaum stand sie am Straßenrand schon erwischte sie eine breite Welle an.. kaltem Regenwasser. Ein Autofahrer war an ihr vorbei gefahren, direkt in die Pfütze und hatte jetzt auch noch ihre Hose komplett durchnässt, als würde schon das weiße Oberteil nicht ausreichen.. Zum Glück dachte sie heute morgen an den weißen BH!
      Entsetzt blickte die Frau an sich herunter, was wollte ihr das Leben nur sagen?! Was wollte ihr ihr Pech sagen?! "Arschloch!", rief sie dem Autofahrer hinterher, in dem Glauben, er würde sie sowieso nicht hören.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • David

      Er musste sich wirklich auf die Autofahrt konzentrieren um keinen Unfall zu bauen, denn die junge Frau die er eben begegnet war ging ihn nicht mehr aus dem Kopf. Schon viel zu lange ist es her das ihm jemand so den Kopf verdreht hatte, selbst seine Frau schafft es heute nicht mehr so. Der Alltag hatte sie eingeholt und als die Kinder geboren waren war es ganz vorbei mit allem.. Es war also erfrischend das er so etwas Schönes noch erleben durfte.
      Doch die Realität holte ihn schnell wieder ein, denn als er bei der Firma ankam herrschte ein reges Chaos. "Chef! Amanda und Jeff sind krank geworden und hier klingeln die Telefone im Minutentakt. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll." "Keine Sorge wir werden das schon hinbekommen. Stell es auf Rufumleitung ich nehme dir gene ein paar Kunden ab." Als Chef einer der erfolgeichsten und größten Firmen der Stadt war es nicht imm erinfach einen kühlen Kopf zu bewahren, da er sowieso als angesagtes Modell immer einen vollen Terminkalender hat. Seine beiden wichtigsten Assistenten waren krank und so musste David alles selbst in die Hand nehmen. "So habe ich mir den Start zwar nicht vorgestellt, aber was will ich nur machen."
      "Um 11 Uhr haben sie ein Gespräch Zwecks der einen Agentur die sie unbedingt als Model haben wollte." "Ja hab ich notiert. Ich muss aber auch noch zwischendurch weg, da ich einen Auswärtstermin habe. Ich hoffe das geht für sie in Ordnung. Falls die Luft brennt rufen sie mich sofort an!" "Geht klar."
      Der Tag war schweißtreibend, nahezu ungewöhnlich fordernd für das Model, doch er liebte seinen Job und meisterte auch sein Telefonat und sein Shottoing mit Pravur. "Exzellent", hieß es nur und David wusste das er wieder einmal alles richtig gemacht hatte.
      Neben den ganzen Terminen und Telefonaten, vergaß er beinahe die Begegnung von heute Morgen und als dann auch noch seine Frau anrief, kam es ihm nur noch wie ein Traum vor.
      Sie hielt ihn wieder eine Moralpredigt, das er sich zu überarbeitet und ja noch den Einkauf erledigen sollte sofern er von der Arbeit nach Hause kam. Meistens verschwand er im Fitnessstudio und anschließend in der Sauna, doch heute sollte er wohl wirklich auf direkten Wege nach Hause kommen. "Schon gut. Ich habe verstanden." Er legte den Hörer auf und fuhr seinen Stuhl ein wenig nach hinten. "Frauen." Er verleierte die Augen. "Ähm Chef. Hier ist noch jemand für sie in der Leitung." "Danke."
      ´Nur noch der eine.. Dann ist Schluss´
      Doch aus den anfänglich gedachten Minuten wurden zwei Stunden.
      David lief schon durch den Raum und die Zeit steckte ihm im Nacken. "Hören Sie ich werde mich melden sobald ich einen freien Termin habe. Ja. Bis dann." Er warf den hörer förmlich auf den Schreibtisch. "Was denken die sich denn? Ich mache doch keine Werbung ür Waschmittel..Wissen die überhaupt wer ich bin??" Er schüttelte nur den Kopf und sah auf sein Handy. "Mist.." Er hatte mindestens 10 verpassste Anrufe seiner Frau auf dem Display und mindestens 5 Nachrichten. Er fuhr den Laptop herunter, erlisch das Licht und schloss hinter sich zu. Er eielte zum Auto und als er aus der Tiefgarage fuhr bemerkte er das es anfing zu regnen. Er wusste nicht wie lange es schon so war. Er hatte eh die Zeit vergessen.
      Schnell fuhr er aus der Tiefgarage raus und in Richtung Heimat. Es war kaum eine Menschenseele unterwegs nur ein paar wenige trauten sich in den strömmenden Regen.
      David sah auf die Uhr in seinem Auto und es wurde immer später. Er drückte aufs Gaspedal um schnell vorwärts zu kommen.
      Er blendete alles aus und merkte erst relativ spät das er durch eine Pfütze gefahren ist. Im Innenspiegel sah er nur wie jemand hinter ihm herschimpfte. Eigentlich hatte er keine Zeit gehabt stehen zu bleiben und nachzusehen, doch irgendwas sagte ihm das er es tun sollte.
      Der Mann stellte sein Auto an dem Seitenstreifen ab und eielte durch den Regen bis zu der Person. "Entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten.. ich.." Doch als er sah wen er da "nass" gespritzt hatte wurde er plötzlich still. Ihm stieg eine Röte ins Gesicht und sein Herz schlug schneller. "Sie?" Seine Augen weiteten sich. "Ich.. Es tut mir schrecklich leid dafür." Doch dann fing er an zu lachen. "Tut mir leid.. Aber jetzt sind wir wohl quitt." Durch den dünnen weißen Stoff zierten sich ihre Kurven deutlich ab und David versuchte sie nicht direkt anzustarren. Er selbst war bald nass wie ein begossner Pudel. "Hier nehmen sie die." Er zog sich seinen Blazer aus und legte ihn über sie. "Komm sie ich nehme sie mit und setzte sich zu Hause ab. Das ist das Mindeste was ich tun kann." Er griff unbewusst nach ihrer Hand und führt sie zum Auto. Wie ein Gentelmann hielt er ihr die Tür vom Auto auf. "Hier habe ich ein paar Handtücher. Eigentlich wollte ich noch in die Sauna aber das wird nichts mehr."
      Schon war es vollkommen vergessen das er eigentlich noch Einkaufen sollte..
      "Ich mache es uns auch schön warm. Also sagen sie mir wo ich sie absetzen kann?" Er lächelte die junge Frau sanft an und alles um ihn herum war vergessen.
    • Sophie

      Das Pech verfolgte sie, es verfolgte sie seit einigen Tagen und wollte einfach nicht locker lassen. Klar, der hübsche Kerl in dem Café heute morgen war kein wirkliches Pech gewesen, aber die Tatsache, dass sie ihm den Kaffee komplett über dieses teure, wundervolle Hemd gekippt hatte war Pech, es war ein riesiges Pech! Vielleicht war es der Mann auch, denn Sophie hatte sich eigentlich versprochen keinerlei Beziehungen einzugehen und nur für sich selbst da zu sein, nur um sich selbst zu kümmern. Jetzt stand sie komplett nass auf dem Weg und war wütend über sich selbst, dass sie scheinbar irgendetwas gemacht hatte, was ihr Pech einfach nur noch anzog. Sie hatte dem Autofahrer hinterher gebrüllt, um einfach diese Wut rauszulassen, aber relativ schnell bemerkte die Frau, wie das Auto anhielt. Oh scheiße, jetzt hatte sie wirklich Probleme, wenn da jetzt ein großer, breiter Kerl aussteigen wird, der wütend über ihre Wut ist wird es nur noch mehr Probleme geben, aber als Sophie aufblickte und in die blauen Augen blickte, welche sie heute Morgen schon angesehen hatte schien die Welt für sie wieder einen Moment stehen zu bleiben. Der Mann schien es ebenfalls zu realisieren, die leichte Röte, die auf seinen Wangen zu sehen war stand ihm ausgezeichnet und betonte die hohen Wangenknochen nur noch mehr. Mit einem Moment raste ihr Herz wieder, es wollte aus der Brust springen, aber das Lächeln auf ihren Lippen war dennoch herzlich. Jetzt war ihr die Tatsache, dass sie komplett durchnässt war unwichtig, vielleicht bis auf den Moment, als an ihr herunter gesehen wurde und dieser Mann sicherlich alles, wirklich alles sehen konnte, aber sollte er so viel sehen, wie er wollte, das war Sophie auch egal, solange er sie ansah. Er meinte, sie wären wohl quitt, da musste auch die Brünette lachend den Kopf schütteln. "Ja, wir sind wohl quitt", bestätigte sie es, auch wenn ihre Klamotten mit Sicherheit nicht so ruiniert waren, wie es bei ihm der Fall mit dem Kaffee war.
      Er hatte seinen Blazer ausgezogen, da bildete sich in der Brust der Frau ein wohlig warmes Gefühl aus, als hätte sie Jahre damit verbracht genau danach zu suchen. Das Stück Stoff war selbst ziemlich durchnässt, aber es verdeckte das weiße Hemd und alles, was darunter zu sehen war, wenigstens ein wenig. Doch sie sollte gleich auch mitgenommen werden, da blickte sie ihn ein wenig unsicher an. "Ich will Ihnen wirklich keine Umstände machen", das hatte sie schon zu genüge getan, aber kaum griff der Mann nach ihrer Hand, um sie zum Auto zu führen wollte Sophie am liebsten wie ein Stück Schokolade in einem Wasserbad schmelzen. Ihre Hand kribbelte, ihre Finger kribbelten und ganz plötzlich war der Vorwand sich der Männerwelt nie wieder hinzugeben komplett vergessen. Sie musterte auf dem Weg zum Auto das breite Kreuz, die Muskeln, die unter dem Hemd zu sehen waren, jetzt wurde es ihr wirklich warm, fast schon heiß innerlich. Dieser Mann war zu schön für diese Welt, vor allem, als er ihr dazu noch die Tür vom Auto aufhielt. Die armen Ledersitze würden gleich komplett nass werden, aber ein Blick nach oben zu seinem Gesicht machte ihr deutlich, dass er darauf bestand. "Vielen Dank", bedankte sich die Brünette, bevor sie in das Auto stieg. Es war deutlich wärmer, als es draußen war, vielleicht war es aber auch der Gedanke, den Sophie bei den Worten bekam, dass der Mann eigentlich in die Saune wollte. Allein bei der Vorstellung kribbelte ihr ganzer Körper, ganz falsche Gedanken hier.
      Sie sollte ihm sagen, wohin er sie fahren durfte, für einen Moment wusste Sophie selbst nicht mehr, wo sie denn eigentlich wohnte, ihr Kopf schien so leer und gleichzeitig so voll zu sein, das war verrückt. "Ich wohne am Ende der zweiunddreißigsten", antwortete sie ihm auch schon. "Es reicht wirklich, wenn Sie mich einfach nur dort in der Nähe raus lassen, ich will Sie wirklich nicht aufhalten". Auch wenn sie sich wünschte die längste Autofahrt der Welt zu haben, nur um für einen Moment länger die breiten Arme in dem nassen, engen Hemd zu mustern, oder die blauen, wunderschönen Augen, die sich leider auf die Straße konzentrieren mussten. Irgendwie fühlte sich Sophie verdammt schlecht. "Lassen Sie es mich wenigstens wieder gut machen", sie würde darauf bestehen. "Ich komme gerne für die Reinigung ihres Hemdes auf, wenn es denn nicht komplett hin ist", der Kaffee.. "Oder ich lade Sie auf einen Kaffee ein". Es war ihr unangenehm, dass er sie jetzt zum zweiten Mal an der Backe hatte, auch wenn sich die Brünette vor kam, wie ein dummer, verliebter Teenager. "Ich kann Ihre Sachen auch schnell in den Trockner werfen, fünfzehn Minuten dauert das Programm.. Dann müssen Sie nicht komplett nass nach Hause fahren".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • David

      Er musste es tun. Er war es ihr einfach schuldig. Ihm war es auch völlig egal in dem Moment das eine wunderschöne Frau neben ihm im Auto sahs, die nicht seine Frau war.
      "Mir macht es keine Umstände. Ich wohne nicht weit weg davon." Er versuchte seinen Blick gekonnt von ihr zu lassen, auch wenn es ihm schwer viel. Schon lange hatte er nicht die Kurven einer Frau so herausstechen sehen wie jetzt.
      Er fuhr sich durch seine nassen Haare und rubbelte sie etwas mit dem Handtuch trocken.
      "Oh nun machen Sie sich aber ein paar Umstände. Ich möchte Sie doch nicht mit meiner Anwesenheit langweilen." Doch sie schien nicht locker zu lassen und er fand es fast schon niedlich wie sehr sie sich Mühe gab.
      Das vermisste er.. Diese Mühe etwas zu arragieren.. Etwas Gute für ihn zu tun.. Fast schon starrte er auf die Straße vor ihnen und war für einen Moment komplett mit seinen Gedanken abgetriftet.
      Doch als sie ihn tatsächlich zu ihr einlud wachte er wieder auf. "Wenn es dort auch einen Kaffee gibt könnten wir das gleich verknüpfen. Ein wenig Zeit habe ich noch."
      Er wusste das er log.. Eigentlich sollte er schon seit einer halben Stunde zu Hause sein.. Mit dem Einkauf, doch er wollte diesen Moment gerade einfach genießen. Diese Begegnung heute hat ihn wieder einmal die Augen geöffnet. Das es mehr im Leben gibt, als es scheint.
      Er startete den Motor. "Oh Anschnallen nicht vergessen. Ich helfe Ihnen da lieber mal, denn das klemmt manchmal." Er beugte sich beinahe über sie und zog âm Sicherheitsgurt. "So jetzt sollte es gehen." Ein sanftes Lächeln überkam ihn und die Blicke trafen sich. Plötzlich blieb er mit seinem Gesicht direkt vor ihrem stehen. Da war es wieder das Gefühl von Sicherheit und Vollkommenheit.
      "Wir sollten wohl jetzt lieber fahren." Er musste sich zusammenreißen.. Schließlich wartete seine Familie daheim auf ihn.
      Der Regen wurde immer schlimmer und kaum ein Mensch war noch auf den Straßen unterwegs. David fuhr vorsichtig, er wollte nicht das die beiden noch in einem Unfall verwickelt werden.. oder von der Fahrbahn abkommen. Er wollte sie sicher nach Hause bringen.
      Es dauerte nicht lange und sie waren nach ungefähr 20 Minuten an der Wohnung angekommen.
      David parkte das Auto am Straßenrand und schnallte sich ab. "Warten Sie bitte."
      Er stieg aus dem Auto aus und eielte zu der Beifahrertür und öffnete diese. Wieder reichte er ihr die Hand und lies sie aussteigen. "Die Dame da wäre wir." Er schloss das Auto zu und beide gingen Richtung Tür. "Wir sollten schnell nach oben gehen nicht das wir uns noch erkälten. Nach ihnen."
    • Sophie

      Ihre Gefühle fuhren Achterbahn. Es war eine Mischung aus Verlangen, definitiv sexuellem Anziehen und einem Gefühl der Wärme und Geborgenheit. Dieser Mann brauchte sie einfach nur anzusehen, er brauchte einfach nur dieses Lächeln auf den Lippen haben und schon drehte sich die Welt ein klein wenig langsamer. Bisher hatte sich Sophie nicht getraut auf seine Hände zu sehen, sie hatte Angst einen Ehering zu erkennen, denn dieser Mann war zu gut für die Welt, er schien einfach zu perfekt zu sein. Kurz meldeten sich die Alarmglocken in ihrem Kopf, ihr Exmann schien auch damals perfekt zu sein, aber selbst an der Uni hatte ihr Herz nicht so aufgeregt geklopft, wie es jetzt der Fall war. Sie ermahnte sich mehrmals, dass sie wirklich aufpassen musste, aber ihr Herz schien schon komplett vergeben zu sein, mit dem Blick in die blauen Augen heute früh. Letztendlich stimmte er Sophie aber zu, ließ sie seine Sachen schnell in den Trockner werfen und sprach gleich auch schon über den Kaffee. Die neue Kaffeemaschine stand in ihrer Wohnung, są konnte sie auf jeden Fall ein gutes Getränk anbieten und schon strahlte Sophie trotz der Tatsache, dass sie komplett durchnässt war.
      Sie wollten los, fast schon hätte Sophie es vergessen sich anzuschnallen, wurde von ihrem hübschen Fahrer gleich dran erinnert, der ihr helfen wollte, der sich über sie beugte, um nach dem Gurt zu greifen. Ihr Herz blieb kurz stehen, Gott roch er gut und dazu noch diese Augen, die sie direkt ansahen, kaum bewegte sich der Mann wieder nach oben. Er machte einen kurzen Halt, blickte ihr in die Augen, was sie sofort erwiderte, da war das Lächeln wieder auf ihren Lippen zu sehen. Es kribbelte alles, es wurde ihr plötzlich so warm und angenehm, während sich die Brust noch weiter zusammen zog. Sie sollten fahren, ja das sollten sie noch, bevor sich die Brünette gleich nicht zurück halten kann und ihn anspringt, als wäre sie eine verdurstete Gazelle. Wie lange sie schon so etwas wie sexuelles Verlangen nicht mehr gespürt hatte.. Wie lange war es doch nur her, dass ein Mann ihr solche Gefühle bereitete? Ihr Exmann hatte es schon Jahre nicht mehr geschafft.
      Als der Mann davon sprach, dass sie los fahren sollten nickte Sophie und musste feststellen, dass sie mit Sicherheit schon rot um die Wangen war. Der Regen wurde aber schlimmer, es lenkte sie ein wenig ab, auch wenn der Herr auf dem Fahrersitz mit seiner bloßen Anwesenheit die Frau schon verrückt werden ließ. Sie sprachen nicht, aber es war keine unangenehme Stille, es war wirklich entspannt und er fuhr auch noch so gut. Am meisten überraschte Sophie aber die Tatsache, dass er wirklich zuerst ausstieg, um ihr aus dem Wagen zu helfen. Wenn sie bis hier hin keine Gefühle für den Mann während dieser kurzen Aktion entwickelt hätte, dann wäre es jetzt definitiv soweit, denn keiner, wirklich kein Mann der Welt hatte ihr die Tür von Wagen aufgehalten, um ihr beim aussteigen zu helfen. Mit einem Lächeln auf den Lippen ließ sie sich helfen, eilte auf seine Worte hin zu der Haustür mit ihm gemeinsam, um nach dem Schlüssel in ihrer Tasche zu greifen und die Haustür zu öffnen.
      Im ersten Stock öffnete Sophie die Wohnungstür zu der kleinen, aber sehr warmen und schönen Wohnung. Es war nett eingerichtet, auch wenn der ein, oder andere Schrank noch nicht stand, dafür hatte Sophie bisher niemanden, der ihr diese aufbauen konnte. "Fühlen Sie sich wie zuhause", entgegnete sie dem Mann gleich schon, als sie ihm die Tür aufhielt. "Ich bin frisch her gezogen, deshalb sieht es vielleicht noch nicht fertig aus". Die ein oder andere Kiste stand noch unausgepackt, aber dafür war es sehr sauber und gemütlich, vor allem die große Couch schien sehr gemütlich zu sein. "Die erste Tür links ist das Bad, Sie können Ihre Sachen einfach in den Trockner schmeißen, ich gucke, was ich Ihnen solange geben kann". Männersachen besaß Sophie nicht mehr. Sie deutete noch die Tür an, welche der Herr nehmen musste, bevor sie selbst in Richtung ihres kleinen Schlafzimmers verschwand, um hinter der angelehnten Tür ihre Klamotten zu wechseln. Sie zog sich eine gemütliche Hose und ein lockeres Oberteil an, mehr war auch nicht nötig, für den Herren hatte sie ihren großen, kuscheligen Bademantel in Weiß, der sicherlich passen sollte, ihr war er zu groß. "Ich besitze keine Männersachen", gab sie zu und klopfte an der Badezimmertür. "Aber der Bademantel sollte Sie warm halten und passen!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • David

      Er folgte ihr nach oben zu ihrer Wohnung und und trat nach ihr hinein. Er zog soch seine Schuhe aus und stellte sie neben die Tür in den Flur. Ein wenig schaute er sich vorsichtig die Wohnung der Dame an, ohne zu neugierig zu wirken. "Danke. Das macht doch nichts. Ich finde es gemütlich hier." Sie hatte Liebe zum Detail und auch wenn hier und da noch ein paar Kisten und Kartons herumstanden hatte die Wohnung schon so eine Gemütlichkeit. "Wenn Sie mit allem fertig geworden sind, dann kommt man sicher gerne zu ihnen nach Hause. Ich meine bis jetzt sieht es doch gut aus." Er räusperte sich und wurde leicht verlegen.. Er ermahnte sich selbst um standhaft zu bleiben.
      Er folgte ihren Blick bis zur gezeigten Tür und nickte nur. David ging in das Badezimmer und zog sich seine nassen Klamotten aus, die beinahe an ihm klebten. Es tat gut endlich davon loszukommen.
      Die Sachen hob er vom Boden auf und steckte sie in den Trockner und schaltete das Programm ein. Auch wenn seine Frau öfters den Haauhalt und die Wäsche macht, so wusste er wenigstens wie die Gerätschaften funktionierten, denn er schaute ihr ab und zu dabei zu oder half ihr.
      Famile.. das war eigentlich das Stichwort gewesen.. Jetzt hatte er gerade einen Moment Zeit um sich irgendeine Ausrede einfallen zu lassen die er seiner Frau schrieb.. Doch ihm fiel gerade auf er hatte sein Handy im Auto liegen gelassen. "Mist", fluchte er nur.. Doch ein zarghaftes Klopfen riss ihn sogleich aus den Gedanken. Vorsichtig öffnete er einen Spalt, denn schließlich stand er vollkommen nackt im Badezimmer einer fremden Frau. Er griff nach dem Bademantel und zog ihn sich gleich drüber. "Ja er ist wirklich sehr kuschelig. David öffnete die Tür nun ganz und kam nur mit dem Bademantel bekleidet aus dem Bad. Der Anblick der Frau zauberte ihn wieder ein Lächeln über die Lippen. "Steht ihnen auch." Er wusste nicht was los mit ihm war immer und immer wieder ertappte er sich dabei wie er mit seinen Blicken an ihr hängen blieb.. "Ich ähm.." Kurz schluckte er. "Um ehrlich zu sein fehlen mir gerade alle Worte.." Sie raubte ihm wirklich den Atem. Doch er versuchte sich wieder zu fangen und nicht ganz so wie ein treuloser Hund dazustehen. "Ich wäre nun bereit für einen Kaffee. Sie auch?"
    • Sophie

      Er hatte den Bademantel angenommen, auch wenn es mit Sicherheit ein wenig unangenehm war, für ihn natürlich. Sophie wartete am Badezimmer, sie wollte wissen, wenn es nicht passen sollte, oder wenn sie etwas anderes bringen sollte, wollte ihren Gast nicht alleine lassen. Es war der erste, seit sie in diese Wohnung gezogen war, bisher hatte sie keine Freunde hier gefunden und ihre Familie.. Das war etwas ganz kompliziertes. Aber die Gedanken verschwanden wieder, kaum wurde die Tür geöffnet und sie den Mann erblickte, in ihren weichen kuscheligen Bademantel. Für einen Moment musterte sie ihn, dss breite Kreuz und die breiten Arme waren schon in dem nassen Hemd gut zur Geltung gekommen, aber der Bademantel betonte gleich schon, wie groß der Mann wirklich war. Sie lächelte sofort, kaum sah sie sein Lächeln, seine Worte erwärmten das Herz, er hatte ihr ein Kompliment gemacht, wie lange hatte die Brünette so etwas ehrliches nicht mehr gehört? Ihr Herz schlug schneller, es schlug kräftiger, als wolle es aus der Brust springen. Ihm fehlten die Worte, ihr auch, aber sie lachte kurz, als er es wirklich zu gab, so etwas erforderte schon großen Mut, sie könnte es nicht einfach so.
      "Kaffee.. Ja", dem stimmte Sophie zu und musste sich auf die Lippe beißen, bevor sie es schaffte den Blick von dem Mann zu nehmen. Sie musste aufpassen, um nicht sofort wieder hin zu sehen. "Setzen Sie sich ruhig, machen Sie es sich gemütlich", sie deutete auf das große Sofa, begab sich selbst in die offene Küche nicht weit davon entfernt, um die Kaffeemaschine anzuschalten und die Bohnen mahlen zu lassen. "Wie trinken sie Ihren Kaffee?", kurz blickte die Frau zu ihrem Gast, lächelte ihm zu, bevor sie zwei Tassen aus dem Schrank vor sich raus holte. Auf ein Tablett landeten eine kleine Kanne mit Milch, Zucker, Kekse, die sie fand und anschließend auch der Kaffee, wie ihr Gast ihn haben wollte. Es wurde ins Wohnzimmer getragen, auf den Kaffeetisch gestellt, um dem Mann die Tasse hinzustellen, die ihm gehörte. "Ich bin übrigens Sophie", vielleicht sollte sie sich mal langsam vorstellen, ein Lächeln war wieder auf ihren Lippen zu sehen, da setzte sie sich hin und nahm ihre Tasse in die Hand. "Und es tut mir noch immer schrecklich leid für das Hemd heute morgen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • David

      Auch er bekam sein Lächeln nicht mehr aus seinem Gesicht.. Diese Frau war unbeschreiblich.
      David nickte und setzte sich auf das große Sofa, das nun wirklich sehr bequem war. Er blickte sich ein wenig in der Wohnung der Frau um um noch mehr über sie herauszufinden, doch viele Bilder schien sie nicht da stehen zu haben, das warf bei ihm viele Fragen auf. Doch er wollte sie nicht unnötig damit belästigen oder sie gar kränken. Ihre liebreizende Stimme ertönte aus der Küche und David nahm wieder eine entspanntere Haltung ein. "Schwarz bitte." Nervös schaute der Mann immer wieder auf die Uhr, denn es wurde rasant spät. Die Standpauke die er sich zu Hause anhören durfte, war nicht besonders schön, aber er wollte hier sein. Aus irgendeinem Grund wollte er diese Frau nicht alleine lasse. Sie zog ihn magisch an.. Wie ein Magnet.
      Als sie dann mit dem Tablett in der Hand zu ihm zurück kam wurde seine Nervosität nicht besser. Nur ein Blick in ihre Augen und es war wieder um ihn geschehen. Er biss sich leicht auf die Lippe, als sich die Frau vorstellte. "Oh freut mich sehr. Ich bin David." Sophie..
      Dieser Name klang schön, genau so schön wie die Frau neben ihn. Er ergriff ebenfalls nach der Tasse mit dem Kaffee und trank einen kleinen Schluck davon. Nun blickte er wieder auf und sah sie an. "Das muss es nicht. Mir tut es eher leid das ich sie nassgespritzt habe nur weil ich es eilig hatte." Er sah auf seine Tasse und trank wieder einen Schluck. "Der Kaffee schmeckt wirklich gut. Man schmeckt förmlich die Bohne heraus. Besser als dieses günstige Pulver."
      Er hatte schon seine Ansprüche, das musste man ihn lassen, aber da er auch viel herumgekommen ist als Model lernte er auch verschiedene Kulturen kennen.
      "Sie haben mir meinen Tag eigentlich schon etwas versüßt." Er sah sie wieder an und lächelte.. Es kribbelte am ganzen Körper und er bemerkte nicht einmal das er die Frau immer noch siezte. Seine Gedanken waren einfach nur bei ihr und sein Kopf war endlich einmal frei. "Darf ich erfahren als was sie arbeiten?" Er nippte weiterhin am Kaffee und schnappte sich noch einen Keks, den er genüsslich abbeißte.
    • Sophie

      David.. Ein Name, den sie sich sehr gut merken konnte, er passte zu dem Mann, zu seinen markanten Zügen im Gesicht, wenn er nicht für seine Schönheit bezahlt wurde, dann wüsste sie es nicht besser. Man könnte Bilder von ihm machen, Fotografien, die sich mit Sicherheit auch gut verkaufen würden, sie würde sich so eine sogar selbst aufhängen.. Aber stattdessen goss sie sich lieber ein wenig Kaffeemilch in ihren Kaffee, um diesen dann mit einem Löffel umzurühren und abzulecken. Sophie hatte sich entschuldigt, es tat ihr einfach wahnsinnig leid, was mit seinem Hemd passiert ist, vor allem war ihr ihre Tollpatschigkeit sehr unangenehm gewesen. Er siezte sie, sie tat es ihm genauso gleich, einfach nur aus reiner Höflichkeit, auch wenn sie es nicht ganz verstehen konnte, sie hatten sich doch vorgestellt. "Ah, wir sind einfach quitt", wiederholte sie seine vorherigen Worte auf der Straße, als er sich für das Geschehen dort entschuldigt hatte. Er hatte davon gesprochen, dass er es eilig hatte, aber.. Warum saß er dann hier bei ihr und trank mit ihr gemütlich einen Kaffee? Das verstand sie nicht, aber ihr Kaffee wurde gelobt. Sophie schmunzelte. "Das wirklich einzige, was ich mit hier her gebracht habe", erzählte sie, der Rest war komplett neu, aber es gab keine Erinnerungen an ihren Ex-Mann, wenn sie die Kaffeemaschine ansah, er trank nicht einmal Kaffee. "Ich trinke davon eine Menge am Tag, da muss es schon guter Kaffee sein". Günstiger Pulver kam ihr nicht ins Haus, deshalb ging sie auch gerne zu dem kleinen Café an der Ecke der Straße, die hatten auch einen sehr guten Kaffee.
      David sprach davon, dass sie ihm den Tag versüßt hatte, da blickte Sophie gleich zu ihm auf, sie war überrascht über seine Worte, ein wenig verlegen wurde sie dabei. Ein wenig rosig wurden ihre Wangen schon, aber sie konnte nicht anders, als einfach nur zu lächeln, dieser Mann.. Es kribbelte, aber er fragte sie danach, als was sie arbeitete, noch bevor sie davon sprechen konnte, dass er ihr den Tag definitiv versüßt hatte. Ihre Augen blieben einen Moment an seinen Lippen hängen, als der Mann den Keks abbiss, ein Krümmel blieb ihm auf der Lippe hängen und der Brünetten wurde es warm, sehr warm, verdammt warm. Es kribbelte wieder, sie nahm einen Schluck ihres Kaffees, um ja nicht daran zu denken, dass sie gerade seine Lippen viel zu lange angestarrt hat. "Ich bin Psychologin", verriet sie auch schon und biss sich sanft auf ihre Lippe. "Ich arbeite in der Strafvollzugsanstalt..seit Neustem.. Hauptsächlich mit Schwerverbrechern und Sexualstraftätern". Sie musterte den Mann. "Was macht denn solch ein hübscher Mann beruflich?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • David

      Nicht einen Blick konnte er von ihrer abwenden, immer und immer wieder ertappte er sich selbst dabei und ermahnte sich abermals.. Denn es durfte nur beim Ansehen bleiben, auch wenn ihm gerade anders zu mute war in seinem Bademantel.. Doch er durfte es nicht... Nein er durfte dieser Frau nicht näher kommen, als er es eh schon war. Doch diese Augen verzauberten ihn und ihr Lächeln erst. Nun fragte er sich warum er dieser Frau nicht schon viel früher begegnet war.. Wenn dies alles vorher passiert wäre.. Er hätte damals mit Sicherheit auch nicht nein gesagt. Ganz und gar nicht. Er hätte ihre die Sterne vom Himmel geholt.. Ihr alles gegeben was er nur konnte.. Sie verwöhnte mit allen Sinnen und sie einfach glücklich gemacht.
      Etwas in Gedanken versunken schaute er auf den Kaffeetisch vor ihnen und hielt seine Tasse in seinen Händen fest. Er lauschte den Worten von Sophie und lächelte vor sich hin. "Nun es ist normal das man nicht immer alles in eine neue Wohnung mitnimmt, aber wenn ihnen die Kaffeemaschine etwas bedeutet dann war es doch keinen Fehler sie mitherzunehmen. Wie gesagt der Kaffee ist wirklich köstlich und genau das was wir beide heute gebraucht haben."
      Neugierig hörte er ihr zu und war sehr überrascht was ihre Tätigkeit war. Er dachte eher an eine Büroangestellte oder eine beraterin für dieverse Frauensachen.. Aber das sie eine Psychologin ist und dann auch noch in einer Strafvollzugsanstallt arbeitete, war wirklich beeindruckend. "Wow.. Dann haben Sie ja keinen leichten Job. Ich denke Sie erleben dort sicherlich auch einmal nicht so schöne Sachen.. Die Geschichten derjenigen lassen einen sicherlich nicht immer kalt.. Ich persönlich stelle das mir schwer vor..., professionell zu bleiben meinte ich. Es gibt sicherlich Taten die einen bis ins Mark gehen. Daher ist es sehr bemerkenswert das Sie sich so einem Job stellen."
      Er war wirklich beeindruckt, das merkte man ihn sofort an. David trank seinen Kaffee weiter und stellte ihn auf den Tisch. Er versuchte sich bequem hinzusetzen ohne etwas zu entblößen und sah Sophie wieder an.
      "Hübscher Mann also, hm?" Er ging vorerst gar nicht auf den eigentlichen Inhalt der Frage ein sondern lächelte vor sich hin. Er war geschmeichelt von dem Kompliment, auch wenn er das natürlich fast täglich zu hören bekommt, aber von ihr kam es wirklich offen und ehrlich rüber.. ohne überhaupt zu wissen was er in Wirklichkeit war.
      "Mein Aussehen ist mein Kapital, so kann man es gut beschreiben. Ich bin Model und habe meine eigene Agentur aufgebaut. Es war nicht leicht hier in Amerika Fuß zu fassen, denn eigentlich komme ich ursprünglich aus England. Aber jemand wollte mich unbedingt haben und schon zog ich hier her." Er nahm die Tasse und trank wieder einen Schluck davon, ehe er sie wieder zurück stellte. Mit einem Keks in der Hand erzählte er weiter. "Glauben Sie mir sich hier durchzubeißen ist echt nicht einfach gewesen. Aber ich habe es geschafft, auch wenn ich viele falsche Menschen getroffen habe, die mir meinen Erfolg nicht gönnten..Ich bin selbstständig und liebe meinen Job sehr. Heute habe ich ein Shootig zu einem neuen Parfüm gehabt. Vielleicht sehen sie mich ja bald in den Geschäften." David zwinkerte ihr zu. Das er dabei nur eine Boxer trug wollte er ihr nicht verraten, denn er wusste nicht was dann passiert wäre.. Ihm war eh schon sehr warm.
      Er aß weiterhin seine Kekse und trank die Tasse Kaffee leer.
      Ein leises "piep" ertrönte aus dem Badezimmer und David sah in dessen Richtung. "Oh ich glaube der Trockner ist gerade fertig geworden." Doch er wollte nicht das dieser Tag zu Ende geht.. Er wollte nicht nach Hause fahren.. Er wollte nicht von ihr loskommen.
      "Ich werde mich schnell wieder anziehen." David stand vorsichtig von dem Sofa aus und ging in Richtung Badezimmer.
      Dort holte er seine Sachen aus dem Trockner und lies seinen Bademantel fallen, ehe er seine Sachen wehmütig anzog.
    • Sophie

      Es fühlte sich gut an, mit diesem Mann zusammen im Wohnzimmer zu sitzen und einfach nur Kaffee zu trinken, trotz der Tatsache, dass er nichts anderes, als ihren eigenen Bademantel trug. Sophie ermahnte sich immer und immer wieder nicht daran zu denken, wie es wohl darunter aussah, sie war vor allem frisch getrennt und sie hatte sich eigentlich auch gegen Männer entschieden, nach dem, was mit ihrem Ex-Mann war. Bei David konnte sie ihr eigenes Versprechen, nicht mehr einem Mann zu verfallen, nicht wirklich ernst nehmen, sie fühlte einfach gabz anders, als es ihr bisher je in ihrem Leben war. Es war kalt, gleichzeitig verdammt heiß, es kribbelte alles und dieses Lächeln auf seinen Lippen, verdammt, diese Lippen.. Aber David hatte sie für einen ablenken können, in dem er nach ihrer Arbeit fragte, was die Frau ehrlich beantwortete. Er schien überrascht zu sein, aber die Tatsache, wie beeindruckt er gleichzeitig von ihrem Job zu sein schien machte ihn nur noch sympathischer. "Es ist nicht einfach", gab sie zu und musste über die Worte schmunzeln. "Es ist auch nicht so, dass ich diese Taten irgendwie rechtfertigen will.. Oder sie verharmlosen will, aber hinter den Menschen steckt sehr häufig eine psychische Erkrankung und meine Aufgabe ist es, sie heraus zu finden und richtig einzuschätzen, um die Straftäter zu therapieren, oder ihnen ein relativ normales Leben zwischen den Gittern zu ermöglichen". Es war vor allem ein Teil eines Projekts, man wollte auch mehr herausfinden, was in solchen Menschen überhaupt steckte..
      Sophie hatte David danach gefragt, was er beruflich machte und ihm gleichzeitig ein Kompliment gemacht, wobei sie schon ein wenig verlegen wurde, kaum wiederholte der Mann das Kompliment. Er schien sich ehrlich darüber zu freuen, vermutlich hätte er es aber ständig und täglich mehrmals, aber sein Lächeln brachte sie gleich wieder dazu zu lächeln. Eigentlich lächelte Sophie durchgängig bei ihm.. Aber er erklärte gleich, dass sein Aussehen sein Kapital war, er war ein Model, da musste sie umso mehr lächeln, das war doch eigentlich klar gewesen, mit seinem Aussehen jedenfalls. Er stamm aus England, da ging ihr Herz komplett auf, das passte viel zu gut, er war aber auch ein Mann, der hart für seinen Erfolg kämpfen musste, Sophie liebte solche Menschen, es waren einfach die Besten überhaupt. Sie wollte eigentlich auch gerne erwähnen, dass sie ebenfalls aus England stamm, aber die Tatsache, dass es bald vielleicht eine Werbung mit dem Mann geben wird und die, dass er ihr wirklich zugezwinkert hat brachte ihre Hormone total durcheinander und ihr Blut ins wallen. Gott, ihr war es heiß, wahnsinnig heiß, der Trockner rettete ihr das Leben, denn nachdem sie mit einem Lächeln dem Mann zu genickt und ihm hinterher gesehen hatte musste sich die Frau durch das Gesicht fahren und mehrmals den Kopf schütteln, um auf den Boden der Tatsachen zu kommen. In ihrer Wohnung das einfach ein heißes Model, ein wahnsinnig heißes Model, welches scheinbar Interesse an ihr hatte, jedenfalls lächelte er ihr ständig zu und diese Blicke.. Die Tatsache, dass David ein Model war war nicht einmal das relevanteste, er war einfach zu perfekt.
      Sophie war sitzen geblieben, wollte nicht abräumen, um ihm nicht das Gefühl zu geben, sie würde ihn raus schmeißen, stattdessen wartete sie lieber, bis die Tür auf ging, ein wenig hatte sie sich beruhigt, aber nur ein wenig, denn sein Anblick brachte alles wieder zurück. Sie lächelte. "Sie klingen gar nicht britisch", gab sie zu und musste über diese Worte schmunzeln. "Da sind Sie entweder wahnsinnig gut und haben sich hervorragend eingelebt, oder ich habe vergessen, wie sich meine Heimat anhört". Ihre Augen blickten nach seinen. "Wobei ich schon gut fast zwanzig Jahre in den Staaten bin.. Vielleicht bin ich zu sehr gewöhnt schon..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • David

      Er hatte gemischte Gefühle als er sich im Spiegel betrachtete und sich durch seine trockenen Haare fuhr. So gerne er hier noch ewig verweilen wollte, so musste er leider Gottes in sein wahres Leben zurück.
      Sein Blick auf die Uhr die im Bad stand machte ihn noch unsicherer.. Denn es war schon nach 21 Uhr.
      Die Zeit hier mit ihr verging rasend schnell und jedoch wollte er das dies hier nie mehr zu Ende geht. Er betrachte sich weiter im Spiegel und er hatte ein wahrhaftiges Dauergrinsen sobald er sie vor sich sah oder nur einen kleinen Gedanken an sie verschwendete.
      "Was machst du hier nur?", fragte er sich selbst und stützte sich am Waschbecken ab und plötzlich verzog er sein Lächeln. Er durfte sich nichts vormachen, er durfte ihr seine Gefühle nicht offenbaren.. Er war schließlich verheiratet und hat zwei Kinder..
      David atmete tief durch und ergriff den Griff der Badezimmertür und er war davon überzeugt das er stark genug war gleich nach Hause zu fahren. Er hielt kurz inne ehe er wieder zurück ins Wohnzimmer trat. David versuchte sich seine Unsicherheit nicht anmerken zu lassen, doch es fiel ihm schwer nach diesem bezaubernden Lächeln an das festzuhalten was er sich gerade in den Kopf gesetzt hatte. Denn er blieb abbrupt stehen und sah sie überrascht an. Diese Frau steckte wirklich voller Überraschungen. "Bitte was ?" Er konnte es nicht glauben, das sie auch aus England kommt.. So viele Zufälle kann es doch an so einem Tag einfach nicht geben. Oder etwa doch?
      Ganz egal was das Schicksal mit ihm vorhatte er wollte es herausfinden.
      "Das ist ja unglaublich." David setzte sich auf die Lehne des Sofas. Er war verblüfft und verzaubert. "Aber um auf Ihre Frage zurück zu kommen habe ich es wohl ein wenig verdrängt. Man gewöhnt sich schnell an alles und ich lebe ja auch nicht erst seit gestern hier." Wieder lächelte er ohne groß darüber nachzudenken.. Ihre Blicke trafen sich.. Sein Herz machte einen Sprung. "Dann wird es wohl Zeit das Sie England einen Besuch abstatten. Ich war auch schon zu lange nicht mehr dort. Dort hat alles angefangen und wer weiß vielleicht gehe ich eines Tages wieder zurück." David dachte schon öfters daran sich ein zweites Standbein in seinem Heimatland aufzubauen. Die finanziellen Mittel hatte er ja mehr als genug, doch einen Haken hatte die ganze Sache ja. Er würde hier alles zurück lassen.. Oder eine Fenrbeziehung führen.. würde seine Kinder nicht aufwachsen sehen, geschweigeden alles mit ihnen erleben. Wieder einmal stand seine Familie ihm sozusagen im Weg. David liebte seine Kinder und sie würden es früher oder später verstehen. Aber seine Frau ist da etwas anders.. sie hasste jegliche Veränderung, alles musste genaustens geplant und durchstrukturiert sein und das er heute nicht pünktlich nach Hause kam, machte die Sache nicht wirklich besser.
      Nach Hause.. Das war das Stichwort. Er sollte doch schon längst auf dem Weg dorthin sein, doch sie hielt ihn hier magisch fest. Er zwang sich regelrecht dazu von der Lehne aufzustehen und sie anzusehen.
      "Ich möchte ungern unser Gespräch unterbrechen. Ich wollte Ihnen....dir noch einmal danke sagen für den Kaffee und den schönen Abend. Ich habe mich hier sehr wohlgefühlt." Jetzt zögerte er etwas, doch beugte er sich zu ihr hinunter nahm ihre Hand und gab ihr einen Kuss darauf.
      "Ich hoffe wir sehen uns wieder, ohne Zwischenfälle." Dabei musste er leicht kichern. "Sophie es war schön dich kennengerlernt zu haben, aber ich muss jetzt nach Hause. Morgen stehen wieder viele wichtige Termine an. Ich wünsche dir noch einen schönen Abend."
      David lächelte sie noch ein letztes Mal an, bevor er aus der Wohnungstür trat. Sein Herz schlug schnell und er war Rot wie eine Tomate.
      Gut das er seine Verlegenheit öfters verstecken konnte, auch wenn das nicht immer einfach war.

      Er ging die Treppenstufen hinunter und es hatte endlich aufgehört zu regnen. Er sah nach oben zum Fenster ihrer Wohnung. Bedrübt stieg er in sein Auto ein, schaltete die Musik ein und fuhr los.
      Seine Gedanken spielten verrückt, genau wie seine Gefühle. David schaffte es noch rechtzeitig in den Laden, bevor er schließt. Er konnte die Einkaufsliste noch abarbeiten, die ihn seine Frau heute Morgen auf den Tisch gelegt hatte.
      Schon schaltete er einen Gang höher und war kurz vor 22 Uhr an seinem Haus angekommen.
      Er parkte das Auto in der Garage und steckte anschließend den Schlüssel in die Tür. Es war verdächtig ruhig im Haus. Er zog sich seine Schuhe aus und packte den Einkauf in die Küche. Plötzlich ging das Licht an. "Ziehmlich spät dran was?" Liz stand im Schlafanzug vor ihm mit verschränkten Armen. "Hey mein Schatz. Ja es war viel los auf Arbeit, das eine Meeting hat ewig gedauert und dann war auch mein Akku vom Handy noch leer. Tut mir leid das ich mich nicht gemeldet habe." Er ging auf sie zu und drückte sie an sich. "Na gut wir reden morgen dadrüber, sagst du den Kindern wenigstens noch Gute Nacht?" "Mache ich." Liz nickte und verschwand wieder nach oben.
      Seit Monaten lief das schon so das sie ihn stetig kontrollieren wollte.. daher versuchte er immer die passende Ausrede zu finden.. Ohne das sie Verdacht schöpfte.. Er wusste nicht warum und würde den Grund zu gerne wissen..
      Nachdenklich räumte er die Sachen in die Küche und machte sich leise nach oben. David ging zu erst zu Emma, die schon tief und fest schlummerte. Er küsste sie sanft auf die Stirn. "Schlaf schön mein Engel. Morgen werde ich eher zu Hause sein."
      David ging dann zu Chris, der ebenfalls schon schlief. "Träum süß mein Großer." Er strich ihn über den Kopf.
      Nun konnte auch er endlich durchatmen, er ging zurück in die Küche, öffnete eine Flasche Wein und goß ihn in ein Glas ein, dann ging er auf die Terasse und setzte sich auf die Bank.

      "Was für ein Schicksal hast du mit mir vor hm?"

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    • Sophie

      Ihre Wangen glühten noch immer, kaum war die Tür hinter dem Mann zu. Sophie hatte sich gegen diese gelehnt, aus Sorge, ihre Knie würden definitiv nach geben und sie könnte sich nicht halten. Dieser Mann.. Er war einfach der Wahnsinn in Person.. Wie lange es doch schon niemand mehr geschafft hatte die Brünette zum Lächeln zu bringen. Seit der Trennung von ihrem Mann hatte sie auch schließlich ihren Freundeskreis verändert, eigentlich mit allem Kontakt abgebrochen, um komplett neu anzufangen, so hatte sie nicht einmal jemanden, mit dem sie diese Begegnung wirklich teilen konnte, aber das war nicht wichtig, viel wichtiger war David.. So ganz plötzlich schien er eine Rolle in ihrem Leben einzunehmen, auch wenn sich Sophie nicht sicher war, ob sie ihn überhaupt wieder sehen würde, immerhin hatten sie ihre Nummern nicht ausgetauscht, verdammt, vielleicht hätte sie danach fragen sollen, um ihn erreichen zu können, zu fragen, ob er denn gut angekommen ist, aber bei der ganzen positiven Aufregung war einfach nicht der Kopf für so etwas da. Nun, das Schicksal hatte sie sich nun zwei Mal begegnen lassen, wenn es mit ihnen ernst meinte, würde es mit Sicherheit auch ein drittes Treffen geben, ganz zufällig, ohne, dass man es erwartete. Sophie war aufgeregt, sie wollte dem Mann am liebsten nach laufen, sich den Vorstellungen hin geben, die er in ihr weckte, ihm dieses verdammte Hemd runter reißen, welches viel zu viel verdeckte. Ja, er sah gut darin aus, aber die Vorstellung war, dass das darunter noch viel besser aussah, aber so etwas musste warten und würde wohl vorerst in ihrer Phantasie bleiben.

      Die Brünette hatte aufgeräumt, hatte die Sachen in ihre neue Spülmaschine geräumt, um sich frische Sachen zu nehmen und duschen gehen zu können. Im Schlafzimmer fiel ihr dann der Blazer des Mannes auf.. Okay, das Schicksal hatte definitiv entschieden, dass sie sich wieder sehen müssen, immerhin.. Das maßgeschneiderte Kleidungsstück wollte bestimmt zu dem Besitzer zurück, da musste Sophie ein wenig in sich hinein schmunzeln. Es war noch sehr nass, aber sie roch dennoch dran, um seinen Parfüm für einen Moment in die Nase zu kriegen. Es kribbelte.. Scheiße war sie verschossen..


      Seit langem hatte die Brünette nicht mehr richtig geschlafen, denn Alpträume plagten sie. Meistens hatten sie mit ihrem Exmann zu tun, ließen sie mehrmals in der Nacht wach werden, aber diese Nacht war eine deutlich angenehmere. Mit einem Lächeln auf den Lippen erhob sie sich, das Wetter war wundervoll gewesen und sie schien voller Energie für den Tag zu sein, es fühlte sich wunderbar an, so glücklich zu sein.
      Die Arbeit rief, aber die Frau dachte daran bei dem Mechaniker anzurufen, um wegen des Autos zu sprechen, er würde es abholen, für ein Entgelt, welches sie hatte, schließlich war sie eine stolze Besitzerin von einem sehr hohen Schmerzensgeld, das war ihr ihr Ex mindestens schuldig. Das Auto würde abgeholt werden, perfekt, ein Outfit war schnell gefunden, auch perfekt.. Heute trug sie einen Bleistiftrock, mit einer hellblauen Bluse dazu, elegant, aber dennoch schon irgendwie sexy, aber so fühlte sie sich auch. Mit einer ganz neuen, ganz anderen Energie verließ sie die Wohnung, um sich einen Kaffee um die Ecke zu holen. Innerlich hoffte sie, ihn da zu treffen, aber nur innerlich, denn um ehrlich zu sein wüsste się gar nicht mehr, was sie sagen sollte, wenn David hier wirklich aufkreuzen sollte, aber er war nicht zu sehen, der Laden war noch schön leer, eine Dame bestellte vor ihr ein wenig mehr, vermutlich für die Arbeit, nicht schlimm, Sophie konnte warten.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • David

      Wie lange er dort draußen auf der Terasse sahs wusste er nicht, er genoss einfach diese Ruhe und konnte seine Gedanken nach und nach ordnen. Seine Frau schien sein zuspätkommen gar nicht so gestört zu haben, aber wer wusste was da noch auf ihn zu kam.
      Doch dafür war gerade einfach kein Platz in seinem Kopf. Dort war nur Platz für Sophie.
      Diese wahnsinns Frau war doch einfach nur ein schöner Traum, den er nie wieder träumen durfte.. Er hatte immer noch ihren Geruch in seiner Nase, sah ihr schöne Lächeln vor sich.. blickte in ihre Augen.. Verdammt warum hatt er so ein Verlangen nach ihr? Wie gern hätte er statt ihrer Hand sie einfach geküsst.. Doch wohin sollte das führen.. Es war schlicht und einfach falsch..
      Die Flasche Wein war leer und er ging nach oben um sich Bettfertig zu machen. Ein Blick auf die Uhr verriert das es 1 Uhr war.. Viel zu spät, denn morgen früh würde der Alltag weiter gehen.
      Mit gemischten Gefühlen ging David schlafen.. Träumte von ihr.. Morgens wachte er mit einem Glücksgefühl auf wie er schon lange nicht mehr hatte. Dieser Traum hatte seine Spuren bei ihm hinterlassen, als er aufstand und sich im Spiegel des Schlafzimmer betrachtete. Leicht überrascht und verlegen machte er das er schnell ins Bad kam, ehe seine Frau ihn so sah.. Doch das Spiel hatte er verloren, denn sie kam zu ihm ins Bad ohne anzuklopfen. Er erschrack beihnae und schnitt sich fast als er sich rasierte. "Also sag mir die Wahrheit wo warst du gestern so lange noch? Ich kann mir nicht vorstellen das ein Meeting so lange dauert du weißt ich kenne deinen Terminplan.. Du kannst mir nichts vor machen." Sie sah ihn wütend an und auch David war genervt davon. "Ich habe deine ständigen Fragerreien satt. Ich mache nur meinen Job und da läuft nicht immer als nach Plan. Sei froh das ich so erfolgreich bin das du dir um nichts Sorgen machen musst." Sie wurde immer wütender und schüttelte nur den Kopf. "Ich glaube dir kein Wort. Irgendwas ist. Ich habe das im Gefühl." Ob sie wusste das er gestern bei einer anderen Frau war? Haben Frauen eonen siebten Sinn dafür? Er wusste es nicht und er verdrängte das Ganze auch..

      Ja das tat er.. Er verdrängte es und lebte sein Leben vorerst so weiter wie bisher.. Er kam pünktlich nach Hause.. spielte mit seinen Kindern, war ein guter Vater und das nur damit alles so war wie vorher..Doch etwas fehlte ihm und es schmerzte. Er war verändert, das spürte er selbst. Er lächelte kaum noch und war mehr oder weniger reizbarer.
      Die neue Woche war schon im vollen Gange und David stand unter der Dusche und machte sich fertig für den Tag. Heute wurde das Parfum mit seinem Bild in allen Drogerien zu sehen sein und auch auf diversen Werbeplakaten. Er wurde sogar zum "Launch Day" eingeladen. Daher zog er sich ein schwarzes Hemd an, welches die ersten beiden Knöpfe offen hatte, eine schwarze Hose, seine Lederschuhe und machte sich seine teure Uhr an den linken Arm.
      Er legte das Parfum auf und war bereit für den heutigen Tag. David musste heute zu 100% präsent sein, das hieß Lächeln, Lächeln und den Kopf frei haben.. Gerade das was er nicht hatte und nicht konnte.
      "Ich bin dann weg. Bis später." "Viel Spaß!" Ausnahmsweise heute durfte er so spät nach Hause kommen, wie er Lust darauf hatte..
      Heute wusste sie ja genau wo er war. Normalerweise sollte er sich auf direkten Weg dorthin machen, aber er wollte sich dennoch seinen morgendlichen Kaffee holen gehen. Das war ein Ritual und ohne Kaffee ging bei ihm gar nichts. Heute war er sogar früher dran wie sonst und das merkte er auch als er mit dem Wagen vor dem Café anhielt. Sonst war hier die Hölle los, aber um die Uhrzeit waren nur wenige Menschen zu sehen. Gut für ihn, dachte er sich. Er schloss sein Auto zu und betrat das Café. Tatsächlich waren nur wenige Personen hier. Lässig hatte er eine Hand in der Hosentasche und mit der anderen tippte er eine Nachricht an seinen Werbepartner. Nun sollte er auch den anderen Kaffee mitbringen. Er seufzte und stellte sich in die Reihe an immer noch den Blick auf das Handy gerichtet.
      Kurz schielte er nach vorne wo eine Dame den ganzen Verkehr aufhielt. Seine Ungeduld stieg, denn selbst so etwas nervte ihn mittlerweile schon etwas. Er wippte mit seinem Fuß auf und ab, sah auf sein Handy.. auf die Uhrzeit.. "Entschuldigen Sie? Geht das vielleicht etwas schneller. Ich habe es verdammt eilig!"
    • Sophie

      Irgendwie schien sie aufgeregt zu sein, aufgeregter als sonst, aber das lag vermutlich auch daran, dass sie heute dem Vorstand die ersten Ergebnisse des Projektes mit den Häftlingen präsentieren sollte. Es gab keine langweiligen Power-Points, es gab keinen Vortrag, nein, Sophie hatte sich eine Führung überlegt, Gespräche mit den Häftlingen, die einfach ehrlich sein sollten, denn das heute war auch ein Feedback für sie, nicht nur für die Geldgeber, also den Staat. Der Kaffee würde ihr gut tun, aber die Dame vor ihr schien auf noch die Meldung von jemanden anderen zu warten, jedenfalls rief sie jetzt jemanden an, entschuldigte sich für das Aufhalten der Schlange, aber Sophie nahm es gelassen und wartete, die Zeit hatte sie heute. Die Tür hinter ihr ging auf, es stellte sich jemand hinter sie und eigentlich wäre es ihr nicht wichtig, bis sich dieser jemand meldete und sie diese Stimme sofort erkannte. Das Herz rutschte ihr in die Hose, ihre Knie wurden weich und ganz plötzlich, war die Aufregung über den Vorstand nichts mehr, im Gegensatz zu den Gefühlen, die jetzt in ihr hoch kamen. Vorsichtig blickte sie nach Hinten, David war scheinbar am Handy zu Gange, Gott sah er einfach gut aus, dieser Mann war zu schön für die Welt. Er roch so wahnsinnig gut, hatte aber die Brünette bisher nicht entdeckt. Ein kleines Lächeln zierte ihre Lippen, sie wusste aber dennoch nicht, was sie ihm sagen sollte.. Wie lange hatten sie sich nicht mehr gesehen? Einige Tage, aber ihre Gefühle waren noch immer so stark, wie beim ersten Treffen.
      Ein wenig nervös blickte sie wieder nach vorne, es gab wohl eine Diskussion, das war ihre Chance ein Gespräch anzufangen! "Wenn Sie nett bitten, lasse ich Sie auch vor", Sophie richtete sich an den Mann hinter sich, schenkte ihm ihr schönstes Lächeln, auch wenn sie es gar nicht musste, bei seinem Anblick lächelte sie gleich automatisch, die Mundwinkel bewegten sich ganz ohne fremder Hilfe. Ob er sich freuen wird sie zu sehen? Ihre Augen warteten darauf, dass sie wieder in dieses wunderschöne Blau sehen konnten, in den Himmel und das Meer..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • David

      "Hm? Was nein schon in Ordnung." Sein Blick war immer noch auf das Handy gerichtet, doch dann sah er das die Frau ihn förmlich anstarrte. "Gibt es was?" Doch als er aufsah blieb sein Herz stehen. Sein Mund war leicht geöffnet und seine blauen Augen sahen in das für ihn schönste Gesicht der Welt. "Sophie?" Er wusste das sie es war doch er war so durcheinander das er dennoch wissen wollte ob sie es wirklich war. Vielleicht war es auch einfach nur ein Traum. So lange hatte er sie nicht mehr gesehen.. In seinen Träumen verschwand sie immer mehr, doch jetzt konnte sie unmöglich vor ihm stehen. Beinahe fiel ihm das Handy aus der Hand, doch er steckte es gerade noch rechtzeitig in die Hosentasche. Er wusste nicht genau was er sagen sollte, denn es ist eine wirklich lange Zeit seit ihrem ersten Aufeinandertreffen vergangen. "Mein Gott ich glaube es nicht. Wie geht es dir?" Plötzlich war David wieder wie vorher.. Er war glücklich, hatte ein Dauergrinsen.. und all der Ärger um die Dame vor ihnen war vergessen. Alle negativen Gedanken der letzten Tage waren wie weggeblasen. Am liebsten würde er sie umarmen, sagen wie sehr er sie vermisst hätte, wie sehr seine Sehnsucht nach ihr war. Nun war alles wieder da.. Alle Gefühle die er verdrängt hatte waren wieder da.. Dieses Kribbeln im Bauch.. diese Glücksgefühle.. Einfach alles.
      "Tut mir leid aber ich kann es kaum glauben dich heute hier zu sehen. Du glaubst gar nicht wie sehr ich mich darüber freue." Oh doch jeder in den Raum konnte merken wie er sich freute. Sogar die Dame und die Verkäuferin stoppten kurz ihre Tätigkeiten und sahen den beiden zu und lächelten.
      Er sah in ihre wunderschönen Augen und sah wie sie strahlten. Das machte ihn noch glücklicher als er eh schon war.
    • Sophie

      Er hatte sie gar nicht erst angesehen, vor allem scheint er sie gar nicht bemerkt zu haben, oder sollte sich Sophie Gedanken machen, ob er vielleicht gar nicht mehr interessiert war? Unsicherheit nahm sie ein, sie wollte am liebsten im Boden versinken und gerade, als sie weg sehen wollte, um sich umzudrehen und einfach so zu tun, als wäre es nichts gewesen, blickte sie in diese wundervollen blauen Augen. War Dabid überrascht? Er wirkte so, bevor er ihren Namen aussprach, der sich für sie wie Musik in ihren Ohren anhörte. Ihr Lächeln war sofort wieder auf den Lippen zu finden, er war einfach nur zu beschäftigt, um sie richtig zu bemerken, überhaupt kein Problem, es war auch ein Mann, der viel arbeitete und eine ganze Agentur zu leiten hatte!!
      Hatte er vielleicht die Tage auch die Hoffnung gehabt sie wieder zu sehen? Er schien jedenfalls erfreut darüber zu sein, die Brünette zu sehen und sie war erfreut ihn hier zu sehen. Ihr Herz raste, dieser Mann.. Er war einfach so toll, da glaubte man doch tatsächlich nicht, dass er sich freute sie zu sehen, was er auch deutlich sagte, ihr klar machte. "Ich habe hat nicht erwartet dich hier zu sehen", entgegnete sie ehrlich und musste sich ein wenig verlegen über den Arm fahren, die wenigen Leute im Laden wussten mit Sicherheit alle, wie sehr er sich zu freuen scheint sie zu sehen. Es schmeichelte ihr und Sophie schien noch glücklicher zu sein. Wie lange ihr doch nicht ein Mann gesagt hatte, dass er sich darüber freute sie zu sehen.. "Aber ich freue mich dich zu sehen". Sie gab ihm ebenfalls zu, dass es schön war, dass sie ihn vermisst hatte, wie sehr hatte sie ihn nur vermisst.. Wie gerne hätte sie sich noch länger mit ihm unterhalten, mehrmals.. Aber das Schicksal meinte es gut mit ihr. "Ich habe übrigens noch deinen Blazer bei mir..", sie schmunzelte. "Vorsichtig gewaschen und sieht aus wie neu!". Immerhin war dieser ebenfalls komplett nass gewesen und die Frau hatte Sorge um den guten Stoff, der es aber sehr gut weg gesteckt hat. "Heute habe ich aber nicht vor Kaffee auf dein Hemd zu verschütten". Sie lachte, während ihre Augen nicht von seinen weg konnten..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • David

      Seine Gefühle spielten verrückt, es war wie eine Achterbahnfahrt und ihm wurde warm und er war ganz plötzlich so aufgeregt. Nein nicht im Traum hätte er gedacht sie heute hier zu sehen.. Sie jemals wiederzusehen.. Innerlich warf er den Gedanken schon weg, das es nur ein kleiner Zufall war, der an dem Abend zu Ende ging. Aber mein Gott war sie schön! David konnte seinen Blick nicht von ihr wenden fuhr mit seinen Augen von ihrem Gesicht über ihren Körper, dabei biss er leicht auf die Lippe. Nun fühlte er sich wie den Morgen nach ihrem Treffen. Er musste ruhig bleiben, doch es war verdammt schwer ihr nicht ganz und gar zu verfallen. Sie sah heute besonders hübsch aus, auch wenn sie eh schon in seinen Augen perfekt war, aber heute hatte sie sich richtig zurecht gemacht. Gut er lief auch nicht in Jogginghose und Shirt herum, aber das hatte ja seine Gründe.
      Tatsächlich vergaß er das er seinen Blazer bei ihr liegen gelassen hatte, das bemerkte er nicht einmal in den letzten Tagen. Das hieß er war einfach ganz woanders mit den Gedanken und an dem Abend war auch gar nicht an so etwas Banales wie ein Blazer zu denken. Sie war wichtig.. Wichtiger als alles je zuvor. Warum konnte sie nicht schon viel eher ihren Kaffee auf sein weißes Hemd geschüttet haben?
      Es schien einfach der Zufall schlechthin zu sein, das die beiden sich begegneten.
      David schmunzelte und sah ihr direkt in ihre grün-braunen Augen. "Danke dafür. Dann werde ich ihn die Tag abholen kommen, sobald ich Zeit finde. Aber ja einen weiteren Kaffeeunfall konnte ich heute nicht gebrauchen. Aber ich denke auch nicht das du wieder vom Kopf bis Fuß von mir nassgespritzt wirst." Er lachte laut auf.
      Von ihm aus könnten sie sich immer wieder so begegnen.. Solange sie jeden Abend miteinander verbringen..Für immer.
      Für immer? Das klang sehr schön und wie Musik in seinen Ohren, aber jemand machte ihm einen Strich durch die Rechnung.. Und er wusste das er all das nicht durfte und nichts mehr wie ein Gespräch zwischen den beiden passieren durfte. Doch könnte er sich solange zurückhalten? Er wusste es nicht, daher musste er schnell das Thema wechseln um sie nicht weiter anstarren zu müssen.
      "So langsam scheint die Dame ihre Bestellung aufgegeben zu haben." David sah wieder auf sein Handy. "Ich bin eh schon zu spät dran für das Meeting, aber das macht nichts. Ich bin ja in netter Gesellschaft." Dabei sah er sie erneuert an und lächelte.
      "Ach übrigends heute ist die Premiere von dem Parfum und ich bin dann überall zu sehen. Es wird sogar einen Werbespot geben.." Er sah verlegen an ihr vorbei, denn es machte ihn schon an wenn sie ihn halbnackt auf den Plakaten, im Fernseher oder in der Drogerie als Aussteller sah. Warum wurde es jetzt so heiß hier? Er fasste sich an den Kragen und und zog daran. Ihm war warm.. nein heiß.. Gott diese Frau machte ihn wahnsinnig, brachte alles in Wallungen. Doch er musste sie einfach weiter mit Fragen Löchern, wer weiß wann sie sich das nächste Mal wiedersehen.
      "Was steht heute bei dir an? Hab ich dir eigentlich schon gesagt wie hübsch du heute aussiehst?" Seine Gedanken waren nur bei ihr.. Und er sagte einfach das was er dachte auch wenn er ihr noch so viel mehr sagen würde..

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