Fairy Tale Items: Treasure behind Thorns and Dungeons [Ny♡Az]

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    • Fairy Tale Items: Treasure behind Thorns and Dungeons [Ny♡Az]





      Fairy Tale Items: Treasure behind Thorns and Dungeons

      Rollen:

      Kieran & Olivia + Rowina @Nymeria

      Maddy & Oz + Echiana @Azenia

      Madeline

      Dieser Moment indem ein Mensch sich der Erfüllung seines größten Wunsches zum greifen nah fühlt... wie fühlt sich dieser wohl an? Madeline hatte dieses Gefühl oder diesen Moment schon lang herbei gesehnt. Selbst erleben dürfen hatte sie beides noch nicht, doch als sich die hübsche Tänzerin in dieser einen Nacht aus ihren Zelt schlich um zum 'Schloss der Dornen' aufzubrechen, kam sie diesen Gefühl sehr nah. Seit mehr als einen Jahr hatte siealles gesammelt was auch nur annähernd damit zu tun haben könnte. Sie hatte Rätsel gelöst und Texte übersetzt, sich mit Gelerhten unterhalten, durch versteckte Tempel gekämpft und nun stand die Schöne endlich vor Echianas Schloss.
      Es war ein kleines aber prachtvolles weißes Schloss welches von Rosenranken umschlungen war. Einleuchtend, immerhin waren ihre magischen Symbole die Rose und ein
      Spinnrad gewesen.Echiana stand für Natur, Licht und Leben. Man sagt sie konnte von einigen Wesen sogar ihren Lebensfaden weiter spinnen. Zumindest sagte man ihr dies nach. Aber auch der Ruf ihreratemberaubende Schöhneit hatte ihren Tode überdauert. Madeline sah noch eine Weile beinahe ehrfürchtig an den großen Türmen des Schlosses nach oben ehe sie langsam an die Rosenhecke heran trat um sie zu betrachten. Mit den Messer der jungen Frau war es schwer sie zu stutzen damit isie hindurch konnte, auch ihre Peitsche war hier nutzlos. Vielleicht würde ihr treues Schwert sich hier bezahlt zu machen. Maddy hatte ihre Hand gerade an die Schwertwcheide gelegt da rührte sich auf magische Weise etwas. Als sie sirekt vor den Rankem stand verschwanden die Dornen und dort wo ein Dorn war begann eine Rose zu blühen. Langsam schoben sie sich auf um der schönen Tänzerin meinen Weg frei zu geben. "Willkommem, mein Kind. Der Einlass sei dir gewert da dein Begier von reinen Herzen ist." Die Braunhaarige stoppte. Diese Stimme war das etwa..?

      Als Maddy über die Schwelle des großen Schlosses schritt umhüllte sie ein hell leuchtendes Licht, hell und warm aber nicht blendent. Das Resultat dabei war, dass sich ihr Tänzerinnenkostum zu verändern begann. Es musste ein Zauber sein doch diese wohlige Wärme die ihren Körper umschloss beunruhigte sie nicht. Als das Licht und auch die Wärme schwand trug sie mit einen Male ein schönes weißes Kleid und keine Schuhe. Merkwürdig. Doch... Echiana war nun einmal die Hausherrin, trotzdem hätte
      sie ihren Besuchern auch einfach sagen können sie sollen ihre Schuhe aufziehen bevor man ihre heiligen Hallen betrat. Okay... so weit, so gut. Ohne sich davon weiter irritieren zu lassen schritt Madeline weiter ins Schlossinnere.Es war undglaublich. Das großes Schloss war prachtvoller als alles was ich je gesehen hatte und das ohne zu protzen. Neben den zahlreichen Rosenblüten zierten Blümen mit Blütenblettern auf den unterschiedlichsten Edelsteinen die heilligen Hallen. Die Möbel waren auf Holz lediglich hier und da konnte ich wenige Edelmetalle erkennen. "Hier entlang, mein Kind." Da war sie wieder diese Stimme. Ohne zu wissen wo lang genau, fingen ihre wohlgeformten Beine an sich zu bewegen. Erst nach einen Schritten fiel der klugen Schönheit auf, dass sie einen sanften Lichtschimner nach lief. Wie in Trance folgte sie stumm dem Licht. Immer wieder hörte die junge Frau die Stimme eine leise Melodie summen. Sie kannte das Lied, Maddys Mutter hatte es ihr früher öfters vorgesungen. Doch so sehr sie sich auch konzentierte, ihr fiel der Text einfach nicht mehr ein. Irgendwann kam sie an einer kleinen etwas versteckten Tür an. Die Hand der Braunhaarigen glitt langsam zu der Klinke, das Metal war kalt als sie es vorsichtig herunter drückte und die Tür so lautlos öffnete. Dahinter war ein schmaler Turm, eine schmale Wendeltreppe führte nach oben. Klar, Pflanzen wachsen immer der Sonne entgegen. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit diese Treppe zu erklimmen. Am oberen Treppenende war ein kleines Turmzimmer, es hatte keine Tür weshalb das sanfte Mondlicht durch die Fenster bis in den Treppenflur drang. Doch etwas zögerlich betrat Madelnie das kleine Zimmer und dann sah sie wie der Lichtschimmer welchen sie die gesammte Zeit gefolgt war von den Spinnrad aus ging welches dort stand und welche die sagenumwobene 'goldene Spindel' hielt.

      Die junge Dame strahle vor Freunde heller als die Spindel. Da war er, dieser Moment und dieses Gefühl seinen Ziel so unheimlich nah zu sein das es beinah lähmend war! Erleichterung, Glück, Neugierde, Aufregung und Vorfreude all diese Gefühle spielten in ihr verrückt. "Juhuuuu!" Maddy konnte nicht anders als vor Freude zu tanzen. Aber bald schon hielt sie es nicht mehr aus. Sie musste diese Spindel einfach in ihren Händen halten! Schnell wenn nicht sogar gierig griffen ihre zarten Hände nach den magical Item. Keine gute Idee. Voller Freunde und Glücksgefühle war sie dabei so ungeschickt und ungeduldig dass die Spindel beinahe aus ihrer Halterung fiel. "Die Spindel!" Für die hübsche Tänzerin war diese Spindel zu wertvoll als, dass sie reskieren konnte das diese auf den Boden fiel. Zum Glück hatten Tänzer gute Refelxe weshalb sie das wertvolle Stück so gleich auffing und mit ihrer zarten Hand umschloss. Nun... hatte sich dabei der zierliche Zeigefinger auf die Spitze der Spindel gelegt. "Ah!" Blut quoll aus ihren Finger. Die frische Wunde schmerzte, so dass der Schönen schwindelig wurde. Wie in Trance sah Madeline dabei zu wie sich das Blut ihren Finger hinunter schlängelte und auch etwas davon auf die Spingel tropfte die daraufhin aufleuchtete und noch heller erstahlte, es schien beinahe als würde sich ihre goldene Farbe intesivieren. Wieder hörte sie diese Stimme, sie sang das Lied. Im Takt taumelte Maddy vor sich hin um schließlich in ein weiches Bett zu fallen. Während sich ihre Hand fest um die Spindel schloss, wurden
      ihre Augenlieder von Sekunde zu Sekunde schwer. Bald schon gab es für Madeline nichts mehr außer angenehmer Wärme und das gleichmäßige heben und senken ihres Brustkorbes.

      [~✶~]

      W Dieser gleichmäßige wie angenheme Rythmus wurde mit einen Male unterbrochen als ihr Herz für einen Schlag aussetzte und dann schließlich um einiges schneller zu schlagen gebann als zuvor. Ihre zarten Lippen rührten sich und schienen mit der Luft zu tanzen. Moment mal... mit der Luft, nein! Die Luft war nicht so warm, nicht so...liebevoll? Naja jedenfalls stimmte da etwas ganz und war nicht. In diesem Moment wurde Madeline klar, dass dieses Kribbeln in ihren Bauch welches sich langsam in ihr Körper ausbreitete und sie beflügelte, die Kraft war die sie zu neuem Leben erweckte. Ihre Augenlieder zuckten leicht und schließlich gaben sie der Welt einen die Schönheit ihrer grünen Augen preis. Zunächst klimperte sie immer wieder mit ihren Augen und sah ungläublich zu wie da ein wild fremder Kerl seine Lippen auf auf gelegt hatte. Und nun hatten ihre Lippen auf seine geantwortet, nun war er ....Madelines erster Kuss.

      Erschrocken riss sie die großen Augen noch weiter auf, nun wurde ihr das Ausmaß der Katastrophe erst richtig bewusst. Doch bevor sie ihn wegdrücken musste serhob er sich von selbst und ging einige Schritte von den Bett weg. War auch besser für ihn. Noch etwas benommen richtete sich die Braunhaarige von dem Bett auf. Zwar sahs sie immer noch mitten auf den Bett doch kam sie sich jetzt nicht mehr ganz so wehrlos vor. Wer wusste wann die nächste Knutschattacke folgte. Die Hand mit der sie die Spindel umklammerte presste die junge Dame etwas von der Situation erschrocken fest an ihre Lippen. Für eine Weile starrte sie den jungen Mann nur an. Er war gut einen Kopf größter als sie selbst. Er sah ziemlich mitgenommen aus. Überall an seinen Körper hatte er Snitte und Narben, selbst seine beschmutze Kleidung war zerschlissen. Das markanteste an ihn war die bescheuerte schwarze Augenklappe. Maddys freie Hand erhob sich vom Bett und richtete den nicht gestochenen Zeigefinger auf ihn. "Du! Wie kannst du nur?! Das war MEIN erster Kuss!!!!" Wutentbrannt schleuderte sie den dreisten Eindringling alles entgegen was sie so fand. Er hatte echt Glück das auf den Bett nur Kissen waren denn mit dem was sie warf traf sie auch...in 99,9% der Fälle. Im Eifer des Gefechtes warf Madeline sogar die heißbegeliebte Spindel nach den fremden. Doch in den Moment in den die Tänzerin diese nicht mehr berührte verlor sie ihren magischen Glanz, die angenehme Wärme und den goldenen Schimmer. Schlussendlich war es eine gewöhnliche Spindel. "Was zum Teufel hast du mit der Spindel gemacht?!" Fuhr sie ihn an. Nein das konnte nicht sein, sie duefte nicht kaputt sein! Nein verdammt nochmal!


      “If you were happy every day of your life, you wouldn’t be a human. You’d be a game show host.”
    • Kieran

      Seine geliebte Gwen. Warum sah sie ihn denn nicht? An seiner Größe konnte es nicht liegen, denn überragte der Schwarzhaarigen die meisten Menschen. Er hatte auch ein einigermaßen gutaussehendes Gesicht, das allerdings von einigen zahlreichen kleineren und einer großen Narbe am Auge geziert war. Doch Gwyneria hatte sich niemals daran gestört. Sie hatte ihn nicht gemieden wie die anderen Jugendlichen in seinem Alter. Selbst nach dem Unfall mit dem Wolf bei dem er sein linkes Auge beinahe verloren hätte, hatte sie keine Boshaftigkeit ihm gegenüber geäußert. Sie hatte sich lediglich Sorgen gemacht. So war sie nun einmal.
      Es hatte nicht lange gedauert bis der jugendliche Kieran seine Gefühle für die wunderschöne Prinzessin entdeckt hatte. Und trotz seiner Hoffnungen und Bemühungen sollte diese Liebe unerwidert bleiben. Er hatte sie nicht einmal retten können. Das hatte ein anderer getan. Kieran war einfach nicht schlau genug gewesen, war nicht auf die Idee gekommen sie ins Leben zurück zu küssen und hatte durch den gläsernen Sarg lediglich ihre liebliche Gestalt betrachtet. Er hatte niemals gedacht, dass sich ihre Augen sich jemals wieder öffnen würden. Besonders nicht, nachdem dieser schmierige Typ seine Lippen auf die ihren gelegt hatte. Doch sie taten es. Kieran verspürte Wut, Trauer und Freude zugleich. Wut und Trauer, weil dieser Prinz seine Gwyneira geküsst und gerettet hatte, während er nur tatenlos zusehen konnte. Freude, weil seine Liebe nun wieder mit vollen Leben erstrahlte. Doch der Hass und die Wut würden schon bald überwiegen. Seine geliebte Gwen hatte sich für den Prinzen, welcher sie aus den ewigen Schlaf befreit hatte, entschieden.
      Seither schlug er sich durchs Land, hielt Abends an einer Bar, ertrank seinen Kummer und ging mit der ein oder anderen Frau nach Hause. Er tat alles um das schwarzhaarige Mädchen und ihre liebevollen Augen zu vergessen. Ach, was würde er geben, um jeden Morgen in ihren Armen aufwachen zu können. Doch würde es für immer sein Wunsch bleiben. Ein Wunsch, der ihm noch zum Verhängnis werden würde. So hatte er eines Abends von einer Hexe gehört, die einem angeblichen jeden Wunsch erfüllen konnte. Man musste nur etwas als Gegenleistung für sie tun. Er hatte es als ein Märchen und ein Gerücht abgetan. Zudem wollte er sich Gwens Liebe nicht erzwingen. Er hatte besser von seinem Vater gelernt. Doch einige alkoholische Getränke später fand er sich in dem Schloss der dunklen Magierin wieder. Ihre Worte waren süß. Sie hielten Versprechungen und ließen ihn schwach werden, obwohl sich hinter ihnen lediglich Gift befand. In seinem Inneren wusste Kieran, dass er auf die Bedingungen der Frau nicht eingehen sollte, doch tat er es trotzdem. Was sollte schon so schwer daran sein eine Spindel aus einem verlassenen Schloss zu holen? Wenn es ihm Gwens Liebe gewährte, so würde er es schneller erledigt haben als diese alte Hexe „Kröte“ sagen konnte.

      Und so fand er sich in dem alten und heruntergekommenen Gebäude wieder. Seit beinahe einem Jahrhundert hatte sich keine Menschenseele mehr in diesem Schloss aufgehalten. Einige Einrichtungsgegenstände waren bereits am biologischen Zerfall der Zeit, während andere von Spinnenweben umworben waren. Die Wände hatten bereits ihre Farbe verloren und waren mit schädlichen Schimmel überseht. Obwohl kein Mensch mehr in diesem Schloss lebte, so war die Zeit nicht stehen geblieben. Selbst die Dornenbüsche, die sich schützend um das Anwesen gezogen hatten, hatten bereits das Zeitliche gesegnet. Sie waren vertrocknet, doch immer noch gefährlich. Die spitzen Dornen hingen noch immer stolz an der verdursteten Pflanze. Kieran hatte bereits bezweifelt, dass er sich durch die riesige Hecke schlagen könnte, jedoch hatte sie sich ihm bereits wie von Zauberhand geöffnet. Er hatte es damit abgetan, dass es sich schlichtweg um einen Zauber der dunklen Hexe handeln musste. Wahrscheinlich hatte sie bereits mit solch einer Hürde gerechnet.
      Weiterhin bahnte er sich seinen Weg durch die zerfallenen Räume. Es war wahrlich eine faszinierende Aussicht. Er trat durch einen großen Saal. Als die Menschen noch hier gelebt hatten, wurden hier mit Sicherheit große Feste gefeiert. Zum Beispiel die Hochzeit der Prinzessin.. Hochzeit der Prinzessin.. Seine geliebte Gwen würde ihrem Prinzen auch bald das Ja-Wort zu Teil werden lassen. Bevor das passierte musste er diese Spindel der Hexe bringen, damit sie seinen Wunsch in Erfüllung gehen ließ. Es fühlte sich falsch an die Liebe seiner Kindheitsfreundin zu erzwingen, jedoch hatte er sich dies verdient. Oder? Er hatte sein ganzes Leben leiden müssen, nun war er an der Reihe. Doch trotzdem fühlte er sich schuldig und gemein. Seufzend schüttelte er diese Gedanken aus seinem Kopf. Das Ergattern der Spindel war nun seine höchste Priorität. Um seinen Wunsch konnte er sich immer noch Gedanken machen, wenn er sich auf den Weg zur Hexe befand. Er suchte jeden Raum, jede Schublade und jede winzigste Ecke nach der Spindel ab, die nach der Erzählung der Frau golden Leuchten sollte. „Wenn sie leuchten würde, wäre sie sicherlich nicht so schwer zu finden!“, wetterte er, nachdem er eine weitere Schublade zuschob, die den Gegenstand seines Begehrens nicht aufwies. Dieses Schloss war riesig! Es würde eine ganze Ewigkeit beanspruchen bis er dieses dumme Ding gefunden hatte. Allerdings war Gwen es ihm wert.
      Eine Tür verfing sich in seinem Blickfeld und er entschied sich diese zu durchqueren. Ihm war nicht bewusst weshalb, jedoch zog ihn diese Tür magisch an. Es fühlte sich an als würde ihn etwas Unbekanntes in die richtige Richtung drängen wollen. Ob sich dort die goldene Spindel befand? Kieran konnte seine Beine kaum in Schach halten. Kaum hatte er die Tür geöffnet und die Treppe dahinter entdeckt, so war er schon eifrig dabei dessen Stufen zu erklimmen. Höher und immer höher. Zwei Stufen gleichzeitig, dann drei und ehe er sich versah war er in einem hübschen Raum gelandet. Während das gesamte Schloss langsam am Verfallen war, so war dieses Gemach noch völlig intakt. Als sei die Zeit nur an diesem Punkt des prachtvollen Anwesens stehen geblieben. Die Wände leuchteten noch immer in einem hellen Beige, der Teppich auf dem Boden hatte nicht ein Staubkorn in seinen Fasern zu verzeichnen. Die Einrichtung war weder zerfallen noch mit Spinnenweben umworben. Und das riesige mit Kissen bedeckte Bett wurde von einer zierlichen Figur in Anspruch genommen. Was? Sah er gerade richtig? Ungläubig trat er näher an das Bett. In diesem fand sich tatsächlich eine schlafende Frau wieder.. In ihren Händen die leuchtende Spindel. Wie war sie hier herein gekommen und noch wichtiger : Was wollte sie hier? Natürlich ging es ihn nichts an, um ehrlich zu sein interessierte es ihn auch kaum. Er wollte lediglich die Spindel, damit sein Wunsch in Erfüllung gehen würde. Damit Gwen ihn endlich lieben würde. Also griff er nach dem goldenen Gegenstand, doch die zierlichen Hände der Frau hatten sich eisern um diese gelegt. Egal wie sehr der Schwarzhaarige es auch versuchte, er konnte die Spindel nicht aus ihrem festen Griff befreien! „Hey! Ich brauch diese Spindel.. Lass jetzt los, verdammt!“, beschwerte er sich lautstark, doch weder die Frau noch die leuchtende Spindel bewegten sich in irgendeiner Weise. Er hielt inne. Seine Augen fuhren über den wohlgeformten Körper der jungen Frau. Sie atmete.. Sie war also noch immer lebendig. Doch wieso reagierte sie nicht? .. Vielleicht handelte es sich um einen Fluch, so wie Gwyneira ihn hatte durchstehen müssen.. Bis der Prinz – dieser Nichtsnutz! - sie geküsst hatte. Kieran fragte sich noch immer, wie ein schlichter Kuss einen Menschen zu den Lebenden zurückholen konnte. Gwen hatte davon geschwärmt, dass es sich um einen Kuss der wahren Liebe gehandelt haben musste. Wahre Liebe? Sie kannten einander doch kaum! Zudem hatte dieser perverse Prinz eine Leiche geküsst.. Selbst Kieran hatte ihr ihre Ruhe gegeben, obwohl er sie nur allzu gerne in die Arme genommen hätte.
      In seinen Gedanken versunken biss er sich auf seine Lippe. Einen Versuch war es wert. Auch, wenn es keine wahre Liebe war. Vorsichtig beugte er sich zu der schlafenden Brünetten und musterte ihr Gesicht für einen kurzen Moment. Sie war hübsch – zumindest waren ihre Gesichtszüge ansprechend und ihre Lippen voll. Jedoch war sie nicht Gwen. Sie hatte kein weiches, schwarzes Haar. Ihre Lippen besaßen nicht diese herzförmige Form und ihre Augenbrauen zogen sich nicht in die Höhe und verliehen ihr diesen fraglichen und unschuldigen Ausdruck, der Eisberge schmelzen konnte. Doch sie war trotzdem auf ihre eigene Weise wunderschön. Sicherlich musste es Männer geben, die für eine Frau wie sie töten würden. Kieran hegte daran keinen Zweifel. „Na dann..“, murmelte er und legte seine rauen Lippen auf die weichen Lippen der Brünetten. Er war wahrlich kein geübter Küsser, da er seine Techtelmechtel lieber ohne diesen innigen Austausch bevorzugte, jedoch gab er sich Mühe. Er beobachtete die Frau, in der Hoffnung eine Reaktion aus ihr heraus zu küssen. Eine kurze Zeit lang passierte jedoch nichts. Er wollte bereits aufgeben und sich einreden, wie dumm er doch war, als sie endlich ihre klaren, wunderschönen grünen Augen öffnete. Es hatte funktioniert?! Er zog sich zurück und die Frau setzte sich verwirrt auf. Noch immer hielt sie die Spindel fest in ihren kleinen Händen. Doch anstatt sich für die Rettung zu bedanken, fuhr sie ihn an. Kieran war sofort angepisst. „Ich habe dich ja wohl gerettet, du Undankbare!“, fuhr er sie an und fuhr sich dann durch das schwarze Haar. Ohne ihn würde sie noch weitere Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende in diesem Bett verbringen, während alles um sie herum zu Staub zerfiel! Wutentbrannt schnappte sie sich Kissen, welche sie nach dem Größeren warf. Sie traf, jedoch war es auch nicht besonders schwer einen Riesen, wie Kieran es war, zu verfehlen. Genervt verdrehte er seine braunen Augen und ließ sich von der „gewaltigen Macht“ der Kissen erschlagen. Er hätte sie einfach schlafen lassen sollen. Sich mit dieser Furie zu befassen, hatte ihm noch gefehlt. „Es ist doch nur ein Kuss! Mach nicht so ein Drama aus solch einer Nichtigkeit.. Außerdem wer weiß, wie viele hier schon vorher waren und sonst etwas mit deinem schlafenden Körper gemacht haben.“ Sie warf die magische Spindel nach ihm, jedoch verlor sie bereits im Flug ihre leuchtende, goldene Farbe. Gierig fing der Schwarzhaarige den Gegenstand, den er bereits den ganzen Tag gesucht hatte. Der Erfüllung seines Wunsches stand nun nichts mehr im Weg! Doch.. „Die Spindel muss unbedingt leuchten!“, fielen ihm die Worte der dunklen Hexe ein. In seinen Händen leuchtete sie nun nicht mehr.. Aber sie tat es, wenn die Brünette sie berührte. Das hieß.. Oh nein, nicht mit der! Er würde es niemals schaffen sie dazu überzeugen mit ihm zu ziehen. Seufzend fuhr er sich durch sein dickes Haar und warf die Spindel zu ihrer Besitzerin. Als sie die Spindel auffing, fing sie wieder an in ihrer prachtvollen Farbe zu leuchten. Ohne dieses Mädchen wäre diese Spindel nutzlos. Er warf einen Blick auf die Brünette. Er könnte sie ohne Probleme mit sich nehmen, jedoch würden sie nirgendwo Pausen einlegen können, da sie sonst von ihrer Entführung erzählen würde. „Ich mache es kurz.. Ich brauche diese Spindel, aber ohne dich ist sie nutzlos.. Und ich denke, dass du mir einen Gefallen schuldest.“ Immerhin war sie durch ihn wieder vollkommen wach. „Zudem kannst du Schutz vor perversen Männern sicher gut gebrauchen. Deine liebliche Gestalt lockt sicher viele zwielichtige Gestalten an.. Ich könnte dich schützen und nach Hause geleiten oder wo immer du auch hin möchtest..“ Seine Erscheinung hatte die Menschen schon immer auf Abstand gehalten. Kein Mann würde sich an sie heran trauen, solange er bei ihr war. Abwartend sah er sie an. Was sollte er ihr schon anbieten und wie sollte er am Besten mit ihr Verhandeln? Er kannte sie kaum!