The Bond Between Us [Fuffy & vrthnkng]

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    • The Bond Between Us [Fuffy & vrthnkng]

      The Bond Between Us

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      Diana Romano - @Fuffy
      Yasha Ivanov - @vrthnkng


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      Es war seit einer gewissen Zeit still um den jungen Mann, der sich nicht weiter dazu anregte eine visuelle Unterhaltung zu suchen, indem er den Fernseher vor sich anschaltete oder bloß auf das neben sich liegende Display blickte, welches immer wieder aufleuchtete, sollte er bereits eine neue Nachricht erhalten haben. Eine Eilmeldung, die ihn nicht vielleicht doch noch dazu anregen konnte, irgendwelchen Journalisten sein Geld zur Unterstützung zu hinterlassen. Doch Yasha hielt sich mit ganz anderen Dingen beschäftigt, als sich die nächste Möglichkeit auszudenken, um sein Geld aus dem Fenster zu schmeißen, während er sich eher darüber Gedanken machen konnte, wie er nur noch mehr verdienen konnte. Doch momentan versuchte er bloß die Ruhe der Wohnung in sein eigenes Wesen aufzunehmen, um nicht bloß die schlechte Stimmung, die ihm die Arbeit bereitete noch weiter in den Abend einziehen zu lassen. Es war das ein und das selbe Spiel gewesen, es musste alles schnell gemacht werden, jede weitere Minute würde die Weißglut des Chefs nur weiter empor steigen lassen, sie würden wertvolles Geld verlieren. Einfacher wäre es vermutlich die Tage zu zählen, wann es denn mal nicht so liefe, doch die Stimmung verflog wie natürlich nach seinem Feierabend. Ganz anders wie heute, denn die Rückenschmerzen drückten ihn nur wieder die Sorgen in das Rückenmark, er kam nicht mehr aus seinem Denken hinaus. Das vermutlich Einzige, was sich trotz des sonstigen, schon fast leblosen Körper regte, waren die Finger gewesen, die in der Stille einen eigenen Rhythmus auf den Stoff der Couch tippten, um sich davon hin und wieder weiter ablenken zu lassen. Ohne Diana ging es wohl nur schlecht, so fehlte ihm mit ihrer späten Arbeit die Zeit, ihr die tägliche Dosis vom auf die Nerven gehen zu geben, die er ihr wohl noch die anderen Tage geben würde. Yasha begann bei dem Gedanken nur willkürlich wieder an zu schmunzeln, kaum erinnerte er sich die letzten Male zurück, als er sie wieder ärgerte und nur wieder damit der Spaß mit ihr begann, der so ziemlich immer startete, waren die beiden Chaoten gemeinsam unterwegs. Sogleich brachte ihn der Gedanke an ihr wieder an die eigentliche Aufgabe, die er noch vor hatte, nachdem er hier auf der Couch eindöste, wenn auch länger als eigentlich vorgehabt. Seinem Handy gab er drum doch nochmal die Chance, ihn nicht doch mit seinen Reizen zu überfluten und ihn binnen Sekunden stundenlang im Internet festhalten zu können, doch mit dem Erblicken der Uhrzeit hatte er auch schon von diesem abgesehen. Das Bein, welches über der Rückenlehne verweilte, hatte er auch schon von diesem genommen und mit dem Fuß auf dem Boden angesetzt, um auch den restlichen Körper so langsam aus der gemütlichen Lage zu holen.
      Eine gewisse Überwindung hatte es gekostet, überhaupt aufzustehen, doch das tiefe Atmen hatte ihm bereits geholfen und des weiteren die positiven Gedanken, frische Luft würde ihm nochmal gut tun. So war er so gut wie verschwunden, hatte er die Schuhe an und sein Handy bei sich. Die Füße trugen ihn die Treppenstufen hinunter, solange seine Finger über das Smartphone fuhren und mit dem Getippten seiner Freundin erzählten, er sei unterwegs, sodass sie ihre Wartezeit abschätzen konnte. Yasha war früh, hatte daran gedacht, einen Halt am Supermarkt zu machen, um ihr etwas Kühles zu holen. Da waren die Füße bereits auf dem Brett und hatten dem Longboard die nützliche Kraft gegeben, ihn von seinem momentanen Standpunkt hinausfahren zu können, um beides erledigen zu können und sie gar schnell genug aus den schmierigen Händen einiger Gäste zu holen, die sich ihr einsames Leben mit einer wie ihr versüßen wollten. Er hielt nicht viel von dieser Bar, zumindest nicht von einigen Gästen dieser, doch diese Meinung behielt er getrost bei sich, ihm sollte egal sein, was dort für Männer waren, solange sie selbst damit gut zurecht kam.
      Der entgegen kommende Wind hatte ihm die Haare zersaust, ehe er überhaupt bei ihr ankam, es reichte selbst zum Laden nicht mehr aus, an welchem er anhielt und die Sohle der Schuhe nur weiter ausnutzte, um nicht gleich an den nächsten Pfosten zu fahren. Er trat an das Ende des Longboards, nur um es mit dem Aufspringen gleich in an der Spitze festzuhalten, er würde es nicht draußen liegen lassen. Sein Weg führte ihn schnell zu den Kühlschränken, um bereits gleich nach ihrem Lieblingsgetränk zu suchen und sich selbst etwas mitzunehmen, was die kleine Fahrt noch erträglicher machen konnte, als das es bereits die kühle Luft tat. Sein Weg wurde mit den beiden Getränkedosen in der kleinen Papiertüte weiter fortgesetzt, hatte die Kurven und die frei liegenden Steine überwunden, ohne sich und die Dosen gleich vom Board zu stoßen. Die blauen Augen erblickten die bekannten Dinge in seiner Umgebung, er würde nicht mehr lange fahren müssen, um auch bereits die Brünette vor sich zu haben und mit ihr gemeinsam aus der Bar abzuhauen. Das Vorhaben war auch nicht weiter aus seinen Gedanken gegangen, er ließ es gar nicht erst daraus entfliehen, während er bereits die letzten Sekunden des übrig gebliebenen Weges zählte.
      Mit dem letzten Schwung, welchen er mit seinen Fuß nahm, hatte er es bis zur Bar erreicht und konnte mit Leichtigkeit absteigen. Der Blick war bereits auf das Innere des Gebäudes gerichtet, versuchten nicht vielleicht schon die Gesuchte durch die Fenster zu erblicken, doch war es schon fast unmöglich gewesen. Dafür hatten ihn seine Beine durch die Tür getragen, um dort nach ihr zu suchen, während seine Hand bereits die kalte Dose bereithielt, um ihr diese aushändigen zu können. Die gerunzelte Stirn verriet noch, dass er sie in der Menge nicht gänzlich so einfach finden konnte, doch die Stirn glättete sich auch wieder nach Sekunden, als die braune Mähne ihm doch noch auffiel. Instinktiv trat er bereits los, um sich ihr zu nähern und auch bereits zu erfragen, ob sie abschwirren konnten. " Bist du fertig, Di? "
      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.
    • Das dunkle Mobiliar und die spärliche Beschreibung der Bar drückten auf ihr sonst heiteres Gemüt. Die Einrichtung war abgewetzt, hatte Schrammen und so manch ein Tisch wackelte. Doch die Arbeitszeiten waren annehmbar und die Gäste zahlten gutes Trinkgeld. Außerdem war es dem Besitzer egal, dass Diana keinen Schulabschluss hatte, er ließ sie trotzdem hier arbeiten.
      Gerne wählte sie immer die Abendschichten, da hier die Gäste spendabler, aber leider auch angetrunkener waren. Gerade hatte sie der Stammtisch wieder auf ein Getränk eingeladen und sie konnte auch dieses nicht ablehnen, ohne den Unfrieden der Männer auf sich zu ziehen und damit ein Trinkgeld aufs Spiel zu setzen.
      Sie seufzte und setzte ihr strahlendes Lächeln auf, als sie den herben Schnaps die Kehle hinunterwürgte. Es brannte und ihr Kopf drehte sich bereits. Yasha würde wieder böse mit ihr sein, er mochte es nicht, wenn sie angetrunken war, doch sie brauchten nun mal das Geld. Die große Wohnung, die sie beiden bewohnten, bezahlte sich sicher nicht von selbst, auch wenn es sich eigentlich dabei um ein Loft über einer alten, stillgelegten Fabrik handelte. Und Yashas Gehalt als Angestellter einer Umzugsfirma reichte gerade für die Miete. Doch Strom und Wasser, sowie Lebensmittel waren in Moskau teuer und somit tat sie ihr Bestes, um ihren besten Freund zu unterstützen.
      Sie verteilte nun die gewünschte Bestellung an die Männer und drehte sich auf dem Absatz um, um schleunigst von diesem Tisch wegzukommen. Die alten Knacker auf dem Stammtisch kamen beinahe jeden Abend und raubten ihr immer die Nerven.
      Sie verzog sich kurz in die Garderobe um in ihrem Schließfach nach ihrem Handy zu sehen. Es blinkte und kündigte somit eine Nachricht an. Schnell las sie die Worte durch und ein Lächeln schlich sich auf ihre Züge. Yasha war sehr beschützend ihr gegenüber und holte sie fast immer von ihren Abendschichten ab. Schließlich war es gefährlich nachts auf den Straßen Moskaus mit ihrem Skateboard Nachhause zu fahren.
      „Oh da lächelt aber wer!“, rief ihre Arbeitskollegin keck und zwinkerte ihr zu. „Dein Freund?“
      Diana streckte ihr die Zunge raus. „Du weißt genau, dass Yasha und ich nur Freunde sind.“
      Melanie wedelte ungeduldig mit den Händen. „Dann frag ihn, ob er mir seine Nummer gibt.“ Es war jedes Mal das gleiche. Der Braunhaarige war groß, gutaussehend und seine blauen Augen waren äußerst anziehend. Viele Frauen fanden ihn attraktiv, dies galt besonders für ihre blonde Freundin mit den reizenden Kurven.
      „Ja, mache ich.“, versprach sie und innerlich wehrte sie sich, ihn danach zu fragen. Irgendwie störte sie es, doch sie wusste selbst nicht genau warum. Sie wandte sich nun dem Spiegel zu und warf ihre braunen, langen Haare über die Schulter. Sie trug ein knappes, schwarzes T-Shirt mit dem Logo der Bar und eine schwarze Jeans. Es war ihre Arbeitsuniform und sie mochte sie nicht, denn die Jeans war knalleng und das Shirt ließ zu viel Haut blitzen. Doch sie konnte sich dagegen nicht wehren. Sie holte noch einmal tief Luft und begab sich wieder in den großen Barbereich. Heute waren viele Leute hier, doch ihre Schicht war nun zu Ende.
      „Hey Micha, ich gehe jetzt.“, rief sie ihrem Chef zu, der hinter der Bar stand.
      „Ja, in Ordnung. Kassiere nur noch den Stammtisch ab, sie haben extra nach dir gefragt.“
      Sie verdrehte die sturmgrauen Augen, doch ergab sich ihrem Schicksal. Als sie sich umdrehte, lief sie in Yasha hinein. Überrascht, dass er so schnell da war, lächelte sie ihn an.
      „Hey, Süßer.“, begrüßte sie ihn, so sprach sie nur mit ihm, wenn sie getrunken hatte. Dann blickte sie auf das kühle Getränk, welches er ihr entgegenhielt. „Das is‘ aber lieb“, sie nuschelte bereits ein wenig, machte sich doch langsam der Alkohol bemerkbar.
      „Ich bin gleich fertig.“, sie zwinkerte ihm zu und machte sich daran sich durch die Menschenmenge zu zwängen, um zum großen Stammtisch zu gelangen.
      Sie kassierte die Männer ab und ignorierte den kräftigen Klaps auf ihren Hintern. Wenn man Kellnerin in einer Bar war, musste man leider mit solchen Übergriffen leben.
      Danach verschwand sie in der Garderobe um ihr Handy und ihr geliebtes Skateboard zu holen, und wieder zu Yasha zu stoßen. „Wir können.“, sagte sie und seufzte geschafft. „Übrigens, Mel fragt nach deiner Nummer.“, sprach sie noch und deutete nun auf die hübsche Blondine, die ein wenig weiter weg stand und Yasha frech zuzwinkerte und winkte.
      inaktiv
    • Wie schnell die Brünette doch manchmal auf den Beinen sein konnte, war ihm immer wieder ein Rätsel und kaum für ihn zu erwarten, weswegen er nur noch versuchte wegzuzucken, kaum waren die beiden auf dem guten Weg gewesen aneinander zu knallen. Sie hielt jedoch selbst rechtzeitig in ihrer Umdrehung an, hatte bereits zu ihm gelinst und einen Blick abgegeben, den er nur zu gut weiter interpretieren konnte. Diana begrüßte ihn bereits so, wie es sein Kopf gerade verwarnen wollte, doch das brauchte auch gar keine weiteren Überlegungen, dass man ihr wieder ein paar alkoholische Getränke spendiert hatte. Die kalte Dose in seiner Hand hatte somit nur weiter den festen Griff verloren, letztendlich war es dann wohl doch nicht so nötig gewesen, ihr diesen mitzubringen. Er seufzte nur und nickte, als sie davon sprach, sie sei erst gleich fertig mit ihrer Arbeit. Scheinbar hatte sie noch was zu tun, weswegen er aus der Mitte der Bar hinaustrat und nur sich genervt gegen die nächste Wand lehnte, um dort vor sich her grummeln zu können. Er verschränkte die Arme, während er weiter auf sie wartete und nur weiter mit ansah, was sie dort noch zu machen hatte. Sie bewegte sich auf die Männer an eines der Tische zu und schien diese abzukassieren, um gleich wieder mit ihm von hier abhauen zu können, doch da erblickten seine blauen Augen doch etwas, was ihn vom schnellen Verschwinden hinderte. Er hob skeptisch eine Braue, als Diana es einfach nur hinnahm und in eines der hinteren Räume verschwand, als wäre dies ihr normaler Alltag. Yasha wartete einen Moment, hatte gesehen, ob sie nicht gleich sofort wieder da sein würde, doch dies schien nicht der Fall zu sein. Da lief er schnell den einen Schritt zum anderen, bis er an den Stammtisch gelang, welchen sie gerade abkassiert hatte. Er richtete sich an den Mann, von welchem die unangebrachte Aktion kam und beugte sich bloß zu dessen Ohr. Hier dürfte er keine Szene machen, nicht, solange sie sich im Lokal befanden und ihr Job auf dem seidenen Faden war, doch den würde sie sowieso nicht gebrauchen, da arbeitete lieber er noch mehr, als das hier noch länger zu arbeiten hatte. " Sehe ich deine Hand nochmal auf ihr, kann ich dir schwören, es wird das Letzte sein, was du mit der Hand getan hast. ", flüsterte er dem alten Mann nur ins Ohr, der sich erst unbeeindruckt zeigte. Man grinste Yasha nur an, hatte sich selbst zu seinem Ohr gedreht, als würden sie sich Geheimnisse zuflüstern. " Du spuckst große Worte für so jemand jungen.. " " Ich habe noch viele Jahre vor mir, mit denen ich dir das Leben zur Hölle machen kann, merk's dir. Lass dich lieber nicht auf den Straßen blicken. " Der Braunhaarige packte ihn zum Zwecke eines Schrecks kräftig an die Schulter, um nur das weiter besiegeln zu können, wovon er gerade sprach. Sogleich verschwand Yasha auch schon aus seiner Nähe, hatte er doch das Skateboard aus dem Augenwinkel erkennen können. Er ging seine Schritte weiter, wieder vorbei an dem Stammtisch, um auch schon Diana entgegen zu kommen, die ihm jedoch noch etwas zu sagen hatte, bevor sie gehen würden. Es gab hier eine Nachfrage auf seine Nummer, was er erst nur mit einem verwirrten Blick erwiderte. Man zeigte ihm auch schon die erwähnte Frau, Mel hieß sie, die ihm mit dem nächsten Augenaufschlag zuzwinkerte. Ein wahrlich schlechtes Timing hatte sie gerade damit gehabt, versuchte ihr jedoch ein Lächeln entgegen zu bringen, während er sie musterte. Jetzt so einfach jedoch abzuhauen, würde jedoch vermutlich nur noch weiter Diana in ein schlechtes Licht rücken, so seufzte er bloß und nickte, als er ihr auch schon die Dose bereitstellte. " Wartest du schon draußen? ", fragte er sogleich, ehe er sein Handy zückte und loslief, um auch das hinter sich zu haben.
      Nur wenige Minuten später lief er selbst hinaus, nur um auch schon zu Diana zu sehen. " Kannst du überhaupt noch fahren? ", fragte er schon gleich, schließlich war es nicht das erste und letzte Mal, dass sie dieses Gespräch führen müssen. " Du wärst mir ja lieber, würdest du einfach zu Hause bleiben.. "
      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.
    • Mel wagte es tatsächlich Yasha – ihrem Yasha – zuzuzwinkern. Diana knirschte mit den Zähnen und setzte ihr bestes, falsches Lächeln auf. Leider war sie nicht gut darin zu lügen und man konnte ihr das säuerliche Gesicht nur zu gut ansehen. Doch falls jemand fragte, würde sie es einfach auf den anstrengenden Abend schieben.
      Zu ihrer Überraschung schenkte auch Yasha der Blonden ein Lächeln und Di konnte es ihm nicht einmal verübeln. Mel war hübsch, kurvig und überhaupt sehr erfahren im Umgang mit den Männern, da konnte manch einer schon mal schwach werden. Aber nicht ihr Yasha, nein, der würde auf so eine billige Tussi niemals…
      Sie blinzelte irritiert, als er fragte, ob sie draußen warten könne. Sie sollte… bitte was? Er hatte doch nicht ernsthaft vor, ihrer Arbeitskollegin seine Nummer zu geben. Doch, hatte er sichtlich und ein wenig perplex nahm sie die mitgebrachte Dose entgegen und nickte wie ferngesteuert.
      Der Alkohol verlangsamte ihre Denkprozesse, was jedoch in dem Moment gar nicht das Schlechteste war. Denn somit ging sie ohne größeres Feuerwerk nach draußen und wurde schlagartig von der kühlen Luft begrüßt. In ihrem Kopf drehte es sich und sie musste ein paar tiefe Atemzüge tun, um halbwegs stehen zu können. Sie hasste es, betrunken zu sein. Warum zum Teufel vertrug sie einfach keinen Alkohol? Sie war ja keine zwölf mehr… doch die Luft half ihr nur bedingt, ihre Gedanken zu entwirren.
      Warum wollte die Blondine die Nummer ihres besten Freundes? Nun diese Frage konnte sie mit Leichtigkeit beantworten. Er war nun mal ein Traummann, auch sie selbst sah dies, wollte es jedoch nicht so ganz wahrhaben.
      Umgekehrt – warum wollte Yasha seine Nummer der Blondine geben? Tja, auch das lag für sie auf der Hand. Er war ein Mann, ungebunden und hatte Bedürfnisse. Er hatte keinerlei Verpflichtungen und schuldete Diana keinerlei Rechenschaft. Und trotzdem störte sie es ungemein. Aber wieso dies so war, dem Gedanken wollte sie nicht auf den Grund gehen.
      Sie kickte lieblos einen Stein vor sich her, als sich der braunhaarige Mann auch schon wieder zu ihr gesellte und fragte, ob sie noch fahren könne. Sie sah zu ihm auf und ärgerte sich wie schon so oft, dass sie so klein und er so groß war. Egal wie sehr sie sich wünschte furchteinflößend zu sein, Yasha war über 180 cm und blickte demnach einfach immer auf sie hinab.
      Doch der zweite Satz von ihm, dass er es lieber sah, wenn sie Zuhause bliebe, brachte das Fass zum Überlaufen. Sie war Italienerin, sie hatte Feuer und Temperament, und schon ergoss sich ein Schwall italienisch über den Mann nieder.
      Sie gestikulierte ausschweifend und hatte dazu ihr Skateboard und die Dose am Boden abgestellt, ehe sie zu Yasha trat und ihm auf die Brust trommelte. Er war stark und kräftig, und egal wie sehr sich die Frau abmühte, er würde doch nur leicht ihre Gegenwehr spüren.
      Sie wechselte wieder ins Russische. „Wieso soll ich Zuhause bleiben? Damit du noch mehr arbeitest und deinen Körper gänzlich kaputt machst?“ Es sprach die reine Sorge um den Mann aus ihr, was sie jedoch niemals zugeben würde.
      „Oder willst du nicht, dass ich auch was zu unserem Leben beitrage?“ Es war ihr wichtig, alles fair aufzuteilen und nicht alle Arbeit dem Mann zu überlassen. Schließlich hatte sie als Italienerin auch ihren Stolz.
      „Oder soll ich vielleicht den Babysitter für deine und Mel’s Kinder spielen?“ Nun übertrieb sie maßlos, und das wusste sie. Aber ihr Mund hatte sich aufgrund des Alkohols verselbstständigt und plapperte einfach darauf los. Man hätte vermuten können, dass sie eifersüchtig war, doch sie würde alles abstreiten.
      Dann, genauso plötzlich wie ihr kleiner, einseitiger Kampf begonnen hatte, erstarb ihre Angriffslustigkeit und sie sank in Yashas Arme. Ihr war plötzlich nach einer Kuschelrunde zumute und sie schmiegte ihren Körper an den des Mannes. Er roch so gut.
      „Trägst du mich?“, fragte sie nuschelnd, da sie ihr Gesicht an seiner Brust vergraben hatte. Es war natürlich als Scherz gemeint.
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    • Es war ein bloßer unbedachter Satz, der wohl auch noch seine Meinung indirekt zu diesem Lokal zeigte, denn dieser Ort war nun wirklich nichts dafür wert, sich dort das Geld zu suchen. Die Männer, vor die er sie auf dem Nachhauseweg beschützen wollte, saßen schließlich wohl eher in der Bar selber und ließen sich von ihr bespaßen, weil warum auch immer, sie sich deren Geschwafel gefallen ließ. Damit hatte er jedoch auch gleichzeitig bei ihr ausgelöst, was er nur schon selbst so gut von ihr kannte, für solche Überraschungen kannten sie sich einfach schon so gut. Leider hatte er in den Jahren immer noch kein Stück italienisch verstehen können, weswegen er nur entgeistert dabei zusah, wie sie ihn wohl beschimpfte, fluchte, vielleicht sollte er sich ja die nächste Zeit von Unglückssymbolen wie zerbrochenen Spiegeln fernhalten, bevor noch irgendwas Ausgesprochenes wahr werden würde. Doch da witzelte Yasha wohl nur, denn er war sichtlich verwirrt über ihren Wutanfall, als würde ihr allmählich alles über den Kopf steigen. Doch so gut wie man es ihm gerade in die Schuhe schob, konnte er es auch gut bei dem getrunkenen Alkohol tun, der sich bei ihr bemerkbar machte. Während er die ersten Schläge noch versuchte festzuhalten, nahm er zum Ende hin diese nur noch seufzend an, als hätte er es wohl zu einem gewissen Teil sicherlich verdient.
      Mit dem nächsten Satz war es auch schon wieder verständlicher, was sie denn da gerade von sich gab, da konzentrierte er sich auch lieber auf ihre Worte, solange die Fäuste still blieben. Er wollte die Vorwürfe abstreiten, doch gegen ihr Temperament konnte er erst gar nicht wieder ankämpfen ohne eine zweite Runde damit auszulösen. " Di.. ", seufzte er nur laut, das würde nur zu lange dauern, bis sie sich da erklären konnte. Ihm blieb diese Chance auch schon verwehrt, denn als er diese nutzen wollte, sprach sie auch schon über Mel's und seine Kinder, weswegen er nur wieder amüsant lachte. " Das ist doch nicht dein ernst. ", belächelte er die ganze Situation, in der auch seine kurze Bekanntschaft hineingezogen wurde. Es war wohl mehr aus Freundlichkeit als aus wirklich eigenem Gefallen, ihr seine Nummer zu geben, doch davon sprach er erst gar nicht, bevor Diana ihm gleich vorwarf, mit den Gefühlen ihrer Freundin zu spielen. Wirklich ansprechen konnte er es auch nicht, denn er vergaß das Überlegte auch schon wieder, als er ihren Kopf auf der Brust spürte.
      Sie fragte, ob er sie nicht trägt, weswegen er nur schmunzelte. Das war wohl einer der angenehmsten Varianten, denn wie sie sich verhielt, würden sie auch morgen nicht zu Hause ankommen, sollten da nicht noch weitere Drinks in ihren Kopf steigen. " Das hast du dir ja eigentlich gerade gar nicht verdient.. ", neckte er auch schon, doch wenn er da nur wieder daran dachte, dass sie diese Männer da schon für einen längeren Zeitraum bedienen musste, war ihr eine Pause wohl doch gegönnt. Deswegen löste er sich von ihr, kaum hatte er ihr kurz über den Kopf gestrichen, als sei sie ein kleines Kind. Er drehte ihr den Rücken zu, nur um sich auch schon gleich hinzuhocken. " Spring auf, kleine Zicke. ", entgegnete er ihr auch schon mit einem Grinsen, er würde das Vorherige nicht wirklich ernst nehmen können, auch wenn es ihm doch noch in Gedanken herumschwirrte. Da wartete er nur darauf, bis sie bereit zum Losfahren waren, um genau dies wieder anzusprechen, wenn er wohl auch gleich gegen eine Wand sprechen könnte. " Du sollst auch was verdienen, solange du es willst.. Aber deswegen musst du dich noch lange nicht wie das kleine Spielzeug von diesem Dreckspack herum schikanieren lassen. ", antwortete er verspätet, denn es war alles andere als normal, so wie er sich körperlich Schaden zufügte, würde sie es doch letztendlich auch psychisch tun. Yasha atmete jedoch auch wieder tief aus, während er nach vorne blickte. " Mach es, wie du es willst. "
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    • Sein Lachen über die Idee mit dem Babysitten für seine und Mels Kinder beruhigte sie ein wenig, sie wusste jedoch auch nicht genau, wieso. Vielleicht einfach, weil es bedeutete, dass er die Situation mit Mel nicht ernst meinte? Sie hoffte es.
      Diana hatte die Augen geschlossen und genoss die Nähe zu Yasha viel zu sehr, als ihr eigentlich bewusst war. Sie hatte kein Problem mit Körperkontakt, war eine sehr offene und körperbetonte Person. Sie musste die Menschen berühren, um sich zu vergewissern, dass sie real waren, dass sie ihre Worte verstanden hatten. Doch das zwischen ihr und dem Braunhaarigen verdrängte sie durchgehend.
      Er sprach davon, dass sie das Tragen nicht verdient hatte und sie nickte sachte mit dem Kopf an seiner Brust. Sie hatte es wirklich nicht verdient, doch nachdem sie ihrem Ärger Luft gemacht hatte, war sie schrecklich müde. Es war immer so mit ihr: Sie explodierte innerhalb einer Sekunde, doch war in der nächsten wieder handzahm, gar streichelzart und nicht nachtragend.
      Dann strich Yasha ihr über den Kopf und diese Geste entlockte ihr dann doch ein kleines Lächeln. Er drehte ihr nun den Rücken zu und ging in die Knie, um sie Huckepack zu nehmen. Kurz rang ihr schlechtes Gewissen mit ihr. Sie wusste um seine Rückenschmerzen, dieses verdammte Umzugsunternehmen, andererseits fühlten sich ihre Beine sehr schwer an, dieser verdammte Alkohol!
      Sie entschied sich nun dafür, sein Angebot anzunehmen und griff nach ihrem Skateboard und Dose, um es in der Hand zu halten, während sie auf Yashas Rücken stieg. Sie hielt die Dinge so, dass sie ihm nicht im Weg waren.
      „Großer Idiot.“, murmelte sie nun an seinem Hals. Kleine Zicke – großer Idiot, zwei liebevoll gemeinte Spitznamen. Nahe an seinem Hals atmete sie nun tief ein, er roch so gut.
      Dann sprach er wieder von ihrer Arbeit und sie seufzte ergeben. Sie hatte für heute genug gestritten und schloss wieder die Augen. Sie vertraute Yasha voll und ganz, er würde sie nicht fallen lassen oder zulassen, dass ihr etwas passierte.
      „Vielleicht kann ich die Abendschichten gegen die am Vor- und Nachmittag eintauschen.“, gab sie sich dann geschlagen. „Dann wäre ich abends auch Zuhause, wenn du mit deiner Arbeit fertig bist.“
      Der Vorteil war, dass sie mehr Zeit miteinander verbringen konnten und, dass Yasha sie nicht mehr abholen müsste. Denn dann wäre ihr Feierabend nämlich nicht mitten in der Nacht, sondern wenn es noch hell war. Der Nachteil war, dass sie sicherlich weniger Trinkgeld verdienen würde.
      „Ich rede mit Micha.“, versprach sie ihm nun. Sie wollte nicht mit ihrem besten Freund streiten und schließlich machte er sich nur Sorgen – genauso wie sie um ihn.
      „Bin ich schwer?“, wollte sie nun zum Schluss wissen ob ihm ihr Gewicht etwas ausmachte, oder ihm gar wieder in seinem Rücken wehtat. Doch dann fügte sie noch hinzu: „Wage es jetzt ja nicht, mich fett zu nennen.“ Die Drohung klang mit ihrer schläfrigen Stimme leider nur halb so böse, wie es hätte sein sollen.
      inaktiv
    • Er brauchte nicht lange zu warten, bis auch er seinen Kosenamen zu hören bekam, weswegen er auch schon auf das Gehörte mit einem frechen Grinsen reagierte. Sie war letztendlich jedoch trotzdem auf ihm, er legte auch bereits die Arme um ihre Beine, sodass sie bloß nicht von seinem Rücken fallen konnte, sollte er losfahren. Solange sie sich nur noch darauf vorbereiteten loszufahren, hatte auch sie sich darum gesorgt, ihr Skateboard nicht in seinen Blickfeld zu haben, sodass auch er keine Probleme bekam. Kaum waren die beiden fertig gewesen, hatte er sich auch schon auf sein Longboard gestellt, um den ersten Anschwung zu holen, um gleich beide nach Hause transportieren zu können. Seine Augen hatten sich nur noch darauf konzentriert, sie von A nach B zu schaffen, während er weiterhin ihr zuhörte, was sie zum Thema ihrer Arbeit zu sagen hatte. Sie würde versuchen wollen, ihre Schichten zu ändern, da wären auch beide zu der selben Zeit wieder zu Hause und konnten so gemeinsam wieder ihr Ding durchziehen, statt nur in den wenigen Stunden, in denen sie sich noch ausruhte und er schon kurz wieder beim Einschlafen war, um überhaupt wieder genug Kraft zu haben. Es war wohl einer der Vorteile, die mitziehen werden, sollte sie sich wirklich dazu entscheiden, ihre Arbeitszeiten zu ändern. Auch Yasha freute sich schon innerlich darauf, wieder seine Freizeit gänzlich mit ihr verbringen zu können, ohne sich weiter allein darum sorgen zu müssen, was denn nicht für ekelhafte Gäste sich um sie rumtrieben, sich irgendwas mit ihr ausdachten, als würden sie ihren Ansprüchen genug werden können. Sie würde sich nochmal mit ihrem Chef darüber unterhalten, da nickte er nur stolz, hoffentlich ist sie so sicherer bei der Arbeit und sollte dem danach immer noch nicht sein, wird Yasha selbst zum Stammgast. Sie blieben auch nicht mehr lange bei der Arbeit, denn sie waren schließlich beide wieder von ihren täglichen Pflichten frei gewesen und da hatten sie sich lieber wieder auf ihre Freundschaft konzentriert. Da fragte Diana auch schon, ob sie nicht ihm zu schwer sei, doch ehe er überhaupt antworten konnte, gab sie ihm auch schon eine Vorwarnung. Der Russe lachte bloß, während er vorsichtig in die nächste Kurve fuhr, die Straßen waren mit der Dunkelheit bereits fast menschenleer. " Würde ich nicht tun, ich will noch weiter leben.. " , kommentierte er es auch schon, weiterhin am lachen.
      Den ersten und auch den letzten Halt machte Yasha an ihrer Haustür, war diese erst erreicht. Er stieg vom Longboard ab und hatte sich auch schon wieder auf eines seiner Kniee begeben, um sie von seinem Rücken zu haben, der ihm wieder die ersten Anzeichen geben wollte. Sogleich hob er wieder sein Longboard hoch, um mit ihr hinauf gehen zu können, gleich auch schon den richtigen Schlüssel in der Hand haltend. Er öffnete die Tür vor sich, hatte er auch schon vor sich das Innere ihrer Loft gesehen, was er nur mit einem erleichterten Ausatmen begrüßen konnte. Die Tür wurde für Diana offen gehalten, um gleich auch wieder verschlossen zu werden. Sie würden sich wohl erst nicht weiter nach draußen begeben, dafür hatten sie bereits ihre Fahrt gehabt. Yasha hatte sich auch schon bereits auf die Couch geworfen, als hätte er diesen Platz gar nicht erst verlassen, um von dort wieder zu seiner besten Freundin zu sehen. " Wie fühlst du dich? ", fragte er sie interessiert, denn ihm war immer noch nicht bekannt, wie viel sie letztendlich dieses Mal getrunken hatte, sich beziehungsweise dazu drängen ließ. Bei ihr reichten letztendlich schon nur wenig starke Getränke aus, da reagierte ihr Körper schon schnell genug darauf.
      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.
    • Als Yasha losfuhr konnte sie die Bewegungen seines kraftvollen Körpers unter sich spüren. Er agierte geschmeidig wie eine Wildkatze und doch wies er ordentlich Kraft auf. Dies war sicherlich nicht zuletzt auch seiner schweren, körperlichen Arbeit zu verdanken.
      Er nickte nun stolz auf ihr Versprechen, mit ihrem Chef zu reden und es entlockte ihr ein weiteres, kleines Schmunzeln. Sie hatte zwar immer noch die Augen geschlossen, doch sie hatte es an seiner Bewegung gemerkt. Er sorgte sich einfach so um sie und früher war sie nicht bereit gewesen, sich dieser Sorge zu stellen. Aber allmählich hatte auch sie die Nase voll vom ständigen Betaschtwerden. Es war grausam und ekelig. Ihr Körper gehörte ihr und war keine allgemeine Handelsware, die jeder berühren durfte, sollte ihm danach sein.
      Dann antwortete Yasha auf ihre Frage und Warnung und dies entlockte ihr nun doch ein kleines, helles Lachen. Ja, er wollte weiterleben und wagte es nicht, sie fett zu nennen.
      „Braver Junge.“, murmelte sie und noch ein Lächeln umspielte ihre Züge. Er war der einzige Mensch auf der Welt, der mit ihrem Temperament umgehen konnte. Er nahm sie und ihre Ausraster einfach nicht so ernst und begegnete ihnen mit Humor. Es war genau diese Art, für die Di eine heimliche Schwäche hatte, die sie jedoch nie zugeben würde.
      Dann waren sie viel zu schnell Zuhause angekommen, denn nun musste sie wieder von seinem Rücken steigen. Sie folgte ihm die Treppen hoch und schlüpfte durch die von ihm aufgehaltene Tür.
      Und dann waren sie endlich Zuhause. Ihr Loft befand sich über einer stillgelegten Fabrik und war dementsprechend verhältnismäßig groß. Ein Loft kategorisierte sich eigentlich durch eine einheitliche Fläche, wo alles auf einer Ebene und nicht abgetrennt war. Doch um etwas Privatsphäre zu genießen, hatten sie zwei Schlafzimmer mit einer provisorischen Wand aus Gipskarton getrennt. Der Rest war jedoch ihr gemeinsames Reich. Es gab ein großes Sofa, einen Fernseher und auch eine Küche. Das Badezimmer war natürlich ebenfalls ein extra Raum und viele verschiedene Details machten ihr Zuhause erst lebendig. Da gab es zum Beispiel ein paar Grünplanzen, die vor den großen Glasfenstern ihren Platz hatten. Eine bunte Lichterkette über dem Essbereich und ein großes Bücherregal.
      Sie stellte ihr geliebtes Skateboard in die Ecke und ging nun ebenfalls zum Sofa, auf welchem sich bereits Yasha befand. Sie setzte sich und öffnete nun die Getränkedose, um einen tiefen Schluck davon zu machen.
      „Besser.“, antwortete sie auf seine Frage. In der Tat fühlte sie sich ausgeruhter. Die frische Luft und die Pause auf seinem Rücken hatten ihr gutgetan. Dann blickte sie ihn aus ihren grauen Augen ernst an. „Wie fühlt sich dein Rücken an?“ Denn ihm wehzutun war das letzte, was sie wollte.
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    • Nach ihrer Runde durch die Nacht um nach Hause zu kommen, schien es ihr mit der geschnappten frischen Luft wieder besser zu gehen, zum Glück beider. Es war immer wieder das selbe Spiel, sie sagte nicht Nein zu den Männern und diese hatten genau dies zu ihrem eigenen Willen genutzt, auch wenn der Braunhaarige genau in diesem Katz- und Mausspiel immer wieder seine Finger mit ins Spiel einbrachte. Er mischte sich dort immer wieder ein, er würde Diana nicht so leicht an irgendeinen dritten abgeben, schon gar nicht an eines dieser Stammgästen, die ihn schon nur mit dem bloßen Anblick wütend machen konnten. Die ganzen Ereignisse zwischen den Männern hatten ihm bereits gereicht, sie als schlechte Menschen einordnen zu können, da passte er auch immer wieder gerne darauf auf, dass sie sicher nach ihrer Schicht in ihre Wohnung fand. Yasha tat es gerne, die frische Luft konnte auch in wieder den inneren Frieden finden lassen, der ihn nachts schon einige Male müde ins Bett bringen konnte. Ihr ging es gut, da stand es schon nahe, dass sie auch nach seinem Wohlbefinden fragte, da konnte er nur grinsen. Momentan konnte er sich nicht beklagen, er würde sich nur wieder ein wenig hinlegen müssen, um sich selbst die Entspannung zu geben. " So lebendig wie noch nie. ", antwortete er bloß, weil es keine Negativität erzählte. Es ging ihnen beiden gut und das war das Wichtigste, sollte es noch zu den Rückenschmerzen kommen, wäre es auch nicht mehr wichtig. Deswegen sah er mit einem Schmunzeln aus seiner Liegepostion zu Diana, die ihre Getränkedose bereits geöffnet hatte. Er musterte sie für einen Moment, wunderte sich, ob sie noch etwas geplant hatte, doch ab da hatte bereits sein Herzschlag sich erhöht, weswegen er sich nur schnell wieder zum Sitzen brachte. Er hatte es stoppen können, suchte sich nur weiter eine Ablenkung, da fiel ihm das eigene Getränk ein. Er sah sich nach der Papiertüte um, holte von dort die nächste Dose heraus, um sich gleich weider hinzusetzen. Ihm fiel wieder etwas ein, weswegen Yasha nur wieder zu Diana blickte, dieses Mal glücklicherweise mit einem ganz anderen Gefühl. " Ich habe vorhin den Horrorfilm wieder gefunden, von dem wir den Namen nicht mehr wussten.. Sollen wir uns den gleich wieder ansehen? ", fragte er, denn Zeit hatte er noch genügend ehe er schlafen gehen sollte, um nicht bei der Arbeit einzuknicken. Sein Daumen hatte die Dose geöffnet und führte die Dose sogleich zu seinem Mund, um den ersten Schluck zu nehmen. " Oder bist du schon zu müde? ", fragte er auch schon besorgt, er wollte sie nicht noch weiter länger wachhalten oder von ihren eigentlichen Plänen abhalten, da würde er es bloß allein ansehen. Doch einen Spruch konnte er trotzdem nicht weiter unterdrücken, auch wenn er dahinter keine Absichten hatte. " Außer, du drückst dich, weil du zu dolle Angst hast. "
      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.
    • Sein typisches Grinsen wärmte unweigerlich ihr Herz und sie nahm rasch einen Schluck der kühlen Flüssigkeit, um das aufgeregte Pochen zu unterdrücken. Auf seine Worte hin, dass er sich lebendig fühlte, nickte sie erleichtert.
      Sie selbst war noch immer ein wenig verwirrt im Kopf und der Alkohol war noch nicht gänzlich aus ihrer Blutbahn verschwunden, denn dies würde noch ein wenig dauern. Aber sie wusste immerhin was sie tat, lediglich ihre Hemmschwelle war geringer. Solche Dinge brachte nun mal der Genuss von diesen Getränken mit sich.
      Sie beobachtete nun wie er sich wieder aufsetzte und ebenfalls seine Getränkedose holte. Hunger hatte sie keinen, denn in der Bar hatte sie sich eine Kleinigkeit gegönnt und Yasha hatte wohl auch schon zu Abend gegessen, denn er machte keine Anstalten sich etwas zuzubereiten.
      Sie lauschte nun seinen Worten aufmerksam und zog überrascht ihre Augenbrauen hoch. Stimmt, sie hatten letztens über einen Horrorfilm gesprochen, den sie schon lange nicht mehr gesehen hatten. Di liebte solch Streifen und ihr bester Freund wusste dies nur zu gut. Dass sie nach dem Genuss eines solchen Filmes Angst hatte und nicht schlafen konnte, war wieder eine andere Geschichte.
      Sie wollte schon ablehnen, da sie eigentlich nach der anstrengenden Schicht sich eine ruhige Nacht verdient hatte, doch mit seinen letzten Worten provozierte er sie auch ein klein wenig.
      „Ha! Als ob ich Angst hätte!“, antwortete sie und blitzte ihn empört aus grauen Augen an. „Du wirst sehen, ich muss DICH festhalten, weil DU dich sonst fürchtest.“ Nun war es an ihr frech zu grinsen, doch sie erhob sich.
      „Ich hüpfe schnell unter die Dusche, dann können wir den Film zusammen sehen.“ Sie wollte sich den Gestank nach billigem Parfum und Zigaretten, und vor allem die ekeligen Übergriffe der Männer abwaschen.
      Mit diesen Worten stellte sie die Dose auf dem Couchtisch ab und lief wie selbstverständlich zu Yashas Kommode, um sich eine seiner Boxershorts und großen T-Shirts zu klauen. Sie trug immer seine Kleidung als Pyjama, schlief sie doch einfach in übergroßen Sachen besser. Und bisher hatte er sich noch nicht darüber beschwert.
      Rasch verschwand sie im Badezimmer. Sie warf ihr T-Shirt in die Wäsche, die dunkle Jeans würde sie morgen nochmal anziehen. Arbeitsshirts hatte sie immerhin genug. Dann gönnte sie sich eine heiße Dusche und schamponierte ihre braunen Haare mit ihrem Lieblingshampoo, welches nach Erdbeeren duftete.
      Sie beeilte sich fertig zu werden, sich abzutrocknen und schlüpfte in seine Kleidung, welche ihr natürlich viel zu groß war, doch so wunderbar bequem. Dann kam sie wieder aus dem Badezimmer und ihre braunen Haare hingen ihr nass über die Schultern doch solche Dinge störten sie nicht.
      Sie grinste nun schalkhaft, nahm Anlauf und hüpfte auf das große Sofa. „Da bin ich auch schon.“ Sie lehnte sich nun ebenfalls entspannt auf der Couch zurück und zog die nackten Beine an sich. „Na? Hast du mich vermisst?“ Ja, sie war immer zu Scherzen aufgelegt, doch der Alkohol machte sie noch ein wenig überdrehter und offener.
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    • Er konnte sie erfolgreich provozieren, auch wenn er sich damit nur selbst seinen Vorteil herauszog, schließlich hatte er es auch als eine Herausforderung gemeint, um mit ihr gemeinsam wieder etwas ansehen zu können. Oft blieb ihnen abends nicht mehr die Zeit dazu sich gemeinsam hinzusetzen, wenn sie nicht einfach nur ein paar Worte miteinander austauschten, denn Diana kam frisch von der Arbeit und wollte sich erst wieder ausruhen, während er selbst eigentlich auch schon wieder ins Bett hopsen müsste, um nicht die Arbeit zu verschlafen. Da blieb er jedoch zuversichtlich, ein wenig Unachtsamkeit im Schlaf würde ihn schon nicht den Job kosten, das Geschrei bekam er schließlich auch schon so ohne weiteren Begründnissen. Da lag es ihm schon nahe, einfach dieses Mal mit ihr den Abend zu genießen, die Sorgen mal wieder zu Seite zu stellen. Seine beste Freundin lag ihm nah, dass er später derjenige sein wird, der sich vor Angst verstecken will, da lachte er. Sie würden jedoch erst gleich mit dem Film beginnen, Diana wollte nochmal duschen gehen, was er nur mit einem Nicken beantwortete. " So lange du mir nicht in der Dusche einnickst.. ", kommentierte er es nur lächelnd und sah dabei zu, wie sie sich zu ihrem Vorhaben ins Bad begab. Kurz hatte er einen Schrecken gekriegt, ob er nicht irgendwas herumliegen ließ, was sie noch gleich im Bad zur Weißglut bringen konnte, weil sie es ihm schon so oft gesagt hatte, doch er konnte sich an nichts erinnern. Er hatte den Kopf geschüttelt, den Gedanken verworfen, er war unschuldig. Da nahm er sein Handy aus der Hosentasche, hatte kurz die Nachrichten gecheckt, nur um bereits alles vorzubereiten. Er hatte den Film schon zum Beginn gestartet, kaum war dieser wieder gefunden, und hatte sich in ihre Küche gemacht, um ihnen Chips in eine Schale zu machen, vom Knistern der Tüte würde er nur verrückt werden.
      Die restliche Wartezeit verwendete der junge Mann nur damit, auf der Couch einige Streckübungen zu machen, die andere im Internet bei Rückenproblemen als hilfreich empfohlen haben. Ob es nun wirklich half, konnte er nicht sagen, doch er würde unzählige Dinge probieren, um es wieder unter Kontrolle zu bekommen. Yasha hatte gerade die Arme ineinander verschränkt, sie nach oben gestreckt, nur um sie mit dem Öffnen der Badezimmertür wieder zu senken, Diana müsste wohl fertig sein. Da sahen die blauen Augen sich nach ihr um, nur um sie wieder in seinen Sachen zu sehen. Er belächelte es bloß, er wäre einer der letzten, der sich bei dem süßen Anblick beschweren würde, weil dafür seine eigene Kleidung genutzt wurde. Kleidung hatte er genug, da musste er sich selbst in Arbeitssachen schmeißen, da fiel ihn ein fehlendes Shirt gar nicht erst auf. Darum konzentriert er sich lieber auf andere Dinge, wie ihrer Stimme, die ihre Anwesenheit meldete und auch gleich die Frage, ob er sie in der einsamen Zeit vermisst hatte. Da schmollte er bereits gespielt, hatte sich zur Dramatik weiter zu Diana gelehnt. " Wärst du länger nicht da gewesen, hätte ich wie Romeo geendet.. ", sprach er auch schon, dabei waren sie nicht wirklich lange voneinander getrennt, gar weit voneinander entfernt. In das Bad wäre er wohl trotzdem nicht gestürmt, doch das brauchte auch gar nicht, denn er grinste schon wieder, sie wollten sich den Film endlich ansehen.
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    • Yasha warnte sie vor dem Einnicken in der Dusche. „Dann musst du mich eben wieder retten kommen.“, witzelte sie und spielte darauf an, dass er sie immer von der Arbeit abholte. Er passte immer auf sie auf, egal wo sie war oder was sie vorhatte. Sie konnte sich wahrlich glücklich schätzen, solch einen Freund wie ihn zu haben.

      Dann befand sie sich auch schon auf dem Sofa bei ihm und erblickte die Chips, die in einer Schüssel auf dem Couchtisch standen. Er dachte wirklich an alles. Es war sogar ihre Lieblingssorte, ob er das wusste oder war es Zufall?
      Er war zudem immer Bedacht ihr den Gefallen zu tun seine Dinge wegzuräumen, Ordnung zu halten oder eben auch eine Schüssel für Chips zu verwenden. Es reduzierte einerseits die nervenden Geräusche, andererseits würden sie auch nicht so schnell fettige Hände von der Tüte an sich bekommen. Er war sehr rücksichtsvoll, ob er sich diesem Umstand bewusst war?
      Als er eine astreine Dramatik Darstellung ablegte, musste sie herzlich lachen. Es war genau der richtige Humor und diesbezüglich schwammen sie wahrlich auf einer Wellenlänge. „Bei solch einem Romeo, bin ich gerne die passende Julia.“, scherzte sie weiter.
      Dann platzierte sie sich neben ihm bequem auf dem Sofa und zog die Beine an, sie hatte jetzt schon Angst, würde sich dies jedoch nicht anmerken lassen… zumindest vorerst.

      Der Film war gruselig, so gruselig und sie hatte Angst. Oft musste sie die Augen schließen und ihn fragen, ob die grausamen Dinge vorbei wären. Er tat ihr den Gefallen und sagte immer, wenn sie wieder hinsehen konnte. Sie aß hier und da ein paar Chips, doch war bald schon satt.
      Anfangs versuchte sie noch mutig zu sein, doch zum Schluss hin krallte sie sich immer öfter in seinen Oberarm oder vergrub ihr Gesicht an seiner Schulter. Sie hoffte, sie tat ihm nicht weh.
      Sie liebte Horrorfilme, liebte das Gefühl der Angst und das Adrenalin, welches durch ihren Körper pumpte. Doch immer noch fürchtete sie sich schrecklich davor und ihr noch ein wenig vernebeltes Hirn ob des Alkohols machte diese Empfindungen stärker.
      „Ist es bald vorbei?“, nuschelte sie an seinem Arm. „Ich werde heute sicher nicht schlafen können.“ Es graute ihr jetzt schon davor, alleine in ihrem Bett zu liegen und sich auszumalen, dass die Monster sie heimsuchen würden.
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    • Der Film hatte seinem Titel natürlich vollste Ehre gegeben, denn es war vor allem für seine weibliche Freundin ein wahrlicher Horror, den sie zu sehen bekam. Auch dem Brünetten kam hin und wieder die Gänsehaut und auch er hatte mal nicht hingesehen, kaum hatte er bereits die nächste Szene erraten, bevor sie überhaupt auf dem Fernseher zu sehen war. Sie hielten es jedoch beide durch, hatten sogar fast den ganzen Film hinter sich, auch wenn zwischendurch ihnen der Hunger doch mit dem Gesehenen verfiel. Es war jedoch nichts, was Yasha nicht schon fast erwartet hätte, aber für ihn machte es keinen Unterschied, letztendlich würde er nur wieder voller Gedanken im Bett liegen, sich nur herum wälzen. So hatte er wenigstens eine Beschäftigung gemacht, die er an manchen Momenten doch noch bereute, denn Diana war nicht gut auf den Film zu sprechen, hatte sich sogar hinter ihm versteckt, während er nur seine Augen fest auf dem Bildschirm hielt, um ihr das Ende zu verraten. Zwischendurch blickte er doch noch besorgt zu ihr, sie konnte es nicht gänzlich so gut vertragen wie er, weswegen er besonders sorgsam dabei war auszusprechen, wann sie wieder gucken konnte.
      Sie fragte ihn bereits wann es denn wieder vorbei sei, während er nur wieder ihre Finger an seiner Schulter spürte, was er jedoch bloß so hinnahm, sie sollte schon die Angst abbauen können, wenn er hier den Vorschlag machte. So ganz war er sich aber nicht sicher, weswegen er erst nur brummte. " Mhm.. Warte noch kurz.. ", dachte er nach, verengte die Augen schon selbst, es würde gleich vermutlich nochmal ein Schreck kommen. Dieser meldete sich bereits, indem er zuckte, solange er ihrer weiteren Rede zuhörte. Sie würde nicht schlafen können, da gab er ihr kurz das Nicken, sie könnte wieder gucken, der Film würde bald sein Ende finden. Damit sah er auch zu Diana, wollte nachsehen, wie es ihr denn gerade ging, um sicher zu sein. " Dann hören wir lieber auf, oder? ", fragte er auch schon, denn müde wurde er auch so langsam, nachts war vielleicht nicht die beste Idee gewesen, um sich die Horrorfilme anzusehen. Mit seinem Schneidersitz richtete er sich mehr an sie, um sie auch außerhalb seines Armes sehen zu können. " Wenn du so nicht einschlafen kannst, kann ich auch bei dir übernachten. ", schlug er schon vor, das war schließlich nicht ihr erster gemeinsamer Horrorfilm, der ihnen doch mehr zu schaffen machte als gedacht. Da zog er die Decke näher um die beiden, bloß um sie einzurollen und ihr auch schon in die Wangen zu kneifen, ihr Verhalten war gerade zu süß. Sie hatten es immer unterschiedlich gemacht, mal schlief er neben ihr auf dem Boden, mal blieb er doch bei ihr im Bett, sie sind selbst schon mal auf der Couch eingeschlafen. Aufmunternd lächelte er sie an, hatte bereits wieder losgelassen, um den Film aus eigener Entscheidung auszumachen. " Ich denke, wir hatten auch schon genug.. " Der Film war eine Nummer zu groß, um ihn sich nochmal direkt vor dem Einschlafen anzusehen, ohne gleich mit Nachtlicht im Bett zu liegen. Da sah er sich lieber nochmal im Bett eine Komödie an, sollte es sich von der Zeit anbieten, um auch die Anspannung ein wenig zu lösen.
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    • Diana liebte Horrorfilme, hatte aber gleichzeitig auch schreckliche Angst davor. Sie war ein wandelndes Paradoxon, doch Yasha verzieh ihr ihre Fehler immer. Er ließ es über sich ergehen, dass sie sich dann und wann hinter ihm versteckte und seine Schulter malträtierte. Er sah für sie den Film, um ihr Bescheid zu geben wann sie denn wieder hinsehen konnte und wann nicht. Vor allem gegen Ende waren ihre Augen fast durchgehend geschlossen und ihr Kopf an seiner Schulter vergraben.
      Gerade wieder sagte er, sie solle noch warten bevor sie wieder hinsah und da zuckte auch durch den Körper ihres großen Freundes ein Schreck – der sie natürlich ebenso erschreckte. Ihr Herz klopfte aufgeregt und sie presste ganz fest die Augen zusammen.
      Doch seine schöne Stimme riss sie zum Glück wieder aus der Angst heraus und er fragte, ob sie denn nicht lieber aufhören sollten. Doch sein nächster Vorschlag ließ sie nun endgültig aufblicken – ihre sturmgrauen Augen suchten seine blauen um festzustellen, ob er es denn ernst meine und wirklich bei ihr übernachten wollte.
      Da zog er auch schon die Decke fester um sie beide und kniff ihr tatsächlich auch in die Wange. Mit leichtem Schmollmund rieb sie sich diese. „Autsch.“, murmelte sie, konnte ihm aber natürlich nicht böse sein, wenn er tatsächlich bei ihr übernachten wollte um sie vor den bösen, imaginären Monstern zu beschützen.
      Normalerweise hatte Di eine große Klappe, doch wenn es um diese Dinge ging, war sie rasch sprachlos. Sie zickte etwas zaghaft auf seinen Vorschlag hin und sah zu, wie er den Film ausschaltete. Gott sei Dank, von selbst hätte sie es nicht verlangt, wollte sie doch bis zum Ende hin halbwegs tapfer die ganze Sache durchstehen.
      „Schläfst du bei mir im Bett?“, fragte sie. Andere Männer hätten sich wohl auf solch eine Frage etwas eingebildet oder erhofft, aber Yasha war doch nur ihr bester Freund, er war nicht so. Auf der Couch war es immer ziemlich eng und unbequem und am Boden würde sie ihn nicht schlafen lassen, da er sie ja heute auch schon nach Hause getragen hatte und sie seine Rückenprobleme nicht verschlimmern wollte. Außerdem war ihr Bett groß genug und vor allem… würde es dann wieder nach ihm riechen. Sie verdrängte diesen Gedanken und wunderte sich ein kleines bisschen über sich selbst.
      „Wir könnten noch ein wenig quatschen.“ Sie verriet es ihm nicht, aber seine angenehme Stimme hatte den schönsten Beruhigungseffekt auf sie. Sie könnte ihm stundenlang lauschen und ihre Anspannung würde sich legen und sie würde sich glücklich fühlen.
      Sie müsste nur noch schnell ins Bad um sich die Zähne zu putzen, danach wäre sie Bettfertig.
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    • Es kehrte langsam wieder die Stille im Hintergrund ein, kaum war der Film mit der aufbrausenden Hintergrundmusik ausgeschaltet, die nächste Szene auf die gerade aufgebaut wurde, brauchten sie nun wirklich nicht mehr sehen, schließlich war wie so oft das Ende bereits zuvor hervorzusehen. Hatte der Film die beiden mal nicht gepackt, hatten sie sich sogar manchmal auf Wetten eingelassen, der den Fortlauf der Geschichte entscheiden soll. Zurzeit basierte es jedoch nur, die Zuschauer in Angst und Schrecken zu versetzen, da hörte er doch lieber der lieblichen Stimme dabei zu, wie sie meckerte, kaum hatte er ihr in die Wangen gekniffen. Er hatte es sich selbst erlaubt, zog sich daraus nur selbst seine Erholung heraus. Sein Vorschlag brauchte auch gar nicht weiter auf eine Zusage warten, denn sie fragte bereits, ob er in ihrem Bett schlafen würde. Yasha überlegte einen Moment, doch würde er ihre Frage wohl nicht verneinen, wenn sie selbst aus Interesse dies erwähnte. Da machte ihr der Film wohl wirklich noch zu schaffen, vielleicht war es auch noch das nicht abgebaute Alkohol, wer würde es schon wissen außer die junge Frau selbst. Diana wusste selbst gut genug, was ihr gut tun wird und was nicht, da lag ihm auch schon das Nicken nahe, welches er ihr zur Antwort gab. Sie würden sich jedoch noch bettfertig machen wollen, die Zähne putzen, er hatte sich auch noch umzuziehen, denn oberkörperfrei würde er sich schließlich nicht zu ihr ins Bett legen, bevor sich beide deswegen unwohl fühlen werden.
      Vom Fernseher verschwanden sie dann relativ schnell schnell, damit auch er bereits für einen Moment in sein provisorisches Zimmer verschwand. Er ließ sie kurz alleine, um sich selbst etwas aus seiner Kommode herauszuholen. Mit einem Shirt und einer Shorts gekleidet hatte er sich selbst in das Badezimmer bewegt, um sich neben sie an den Waschbecken zu stellen und sich die Zähne zu putzen. Mit der freien Hand hatte er noch eine Zeit in seinem Handy durchstöbert, ehe er auch dieses weglegte, um sich den Munsch auszuspülen und die Zahnbürste wegzupacken. Er hatte bereits mit dem Fuß den ersten Schritt angesetzt, um sich auch schon seine Decke zu holen, sollte Diana besitzergreifend über ihre eigene werden. Mitten auf seinem Weg stoppte er jedoch, denn es ertönte der allseits bekannte Klingelton seines Handys, weswegen er schon fragend auf das Display blickte. Es war eine ihm unbekannte Nummer gewesen, doch er ahnte bereits wem diese Nummer gehörte. Mit dem Handy trat er aus dem Bad, lehnte sich im Wohnzimmer an die Couch, um dort den Anruf anzunehmen. " Hallo? ", fragte er bloß, um die Stimme des anderen Hörers zu entlocken, die nicht länger auf sich warten ließ. Sein Blick schwiff über die ganzen Pflanzen, die sie an den Fensterbänken hatten und die Aussicht ein wenig verschönerte. Es war Mel gewesen, die sich ihm wieder am Hörer vorstellte, während er sich bloß versuchte wieder gänzlich an ihr Gesicht zu erinnern. Er hatte sie bildlich vor den Augen gehabt, doch dieses Bild vernebelte auch schon vor ihm, als man nach einem spontanen Treffen fragte. Die Panik in den Augen Yashas war schnell zu finden, während er sich nach einer richtigen Antworten umsah, was sie auf weiteres vielleicht trösten würde. " Entschuldige, ich bin jedoch schon müde und muss früh raus.. Schreiben wir wann anders darüber, ja? ", vertröstete er sie am Handy, bekam sogleich auch schon eine Verabschiedung, die er erwiderte. Der Brünette atmete nur kurz tief aus, bevor er sich doch in sein Zimmer begab, um sich schon in seiner Decke zu umhüllen. Er tapste in das Zimmer seiner Freundin, um sie bereits mit einem Grinsen anzusehen. " Dann lass uns noch bisschen quatschen! ", gab er schon freudig von sich, nur um sich vorsichtig ins Bett zu schmeißen.
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    • Endlich war die Flimmerkiste stumm und ihre durch den Alkohol beeinträchtigte Aufmerksamkeit konnte sich wieder voll und ganz ihrem Yasha widmen. Erwartungsvoll blickte sie ihn an, ehe er schließlich auf ihren Vorschlag hin nickte. Er würde bei ihr übernachten, es war keine große Sache, dies versuchte sie auch ihrem dummen, kleinen Herzen zu verklickern, welches plötzlich ein wenig aufgeregter schlug. Den Gedanken an das Warum verwehrte sie sich, war es doch müßig darüber nachzudenken.
      Dann erhoben sie sich vom Sofa und während ihr Freund sich selbst etwas zum Überziehen holte, verschloss Diana die Schüssel mit den Chips. Somit würden diese nicht gleich gänzlich zäh werden, sondern sie könnten sie morgen nochmal essen. Vielleicht würden sie morgen einen anderen Film sehen? Etwas Lustiges wäre gut.
      Dann machte sie sich wenige Augenblicke später auf den Weg ins Badezimmer und putzte sich gemeinsam mit dem dazustoßenden Yasha die Zähne. Als sie fertig war, bürstete sie sich noch ihre langen, braunen Haare, während kurz Irritation über ihr Gesicht flackerte, als sein Handy läutete. Wer rief ihm um diese Uhrzeit an?
      Sofort stürmten tausend Gedanken ihren Kopf. Hatte er etwa eine Freundin und ihr nichts davon gesagt? Datete er heimlich jemanden? War das eine Ex-Freundin, die ihn zurückwollte? Sie konnte sich all diese Fragen nicht selbst beantworten.
      Nachdem sie mit ihren Haaren fertig war, trat sie selbst aus dem Bad und konnte noch hören, wie er den Anrufer abwimmelte, jedoch mit der Person darüber schreiben wollte. Worüber schreiben? Wollte er sich doch mit jemanden treffen?
      Sie wollte nicht so tun als würde sie lauschen, also machte sie sich auf den Weg in ihr Zimmer und kuschelte sich wenige Augenblicke später in ihr großes Bett. Sie brauchte immer viel Platz in der Nacht und nicht selten passierte es, dass sie sich am nächsten Morgen quer im Bett widerfand.
      Yasha legte sich nun zu ihr ins Bett und sie musste den Impuls unterdrücken, sich nicht an ihn zu kuscheln. Verdammter Alkohol, dieser ließ sie wirklich die Hemmungen verlieren!
      „Danke, dass du bei mir schläfst.“, brachte sie nun heraus. Es war nicht selbstverständlich, dass sich jemand so gut um sie kümmerte.
      „Erzähl mir von deinem Tag“, forderte sie nun und zog sich die Decke bis unter die Augen. Die nächste Frage nuschelte sie ein wenig, da es ihr peinlich war, aber ihre Neugierte siegte. „Und wer was das am Telefon?“
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    • Wann sie im Bett von Diana einschlafen würden, würden sie dem Zufall und letztendlich auch ihre Müdigkeit entscheiden lassen und bis dahin, drehte sich Yasha lieber auf seinen Rücken, um die Decke über sich betrachten zu können. Die letzten Male war es meist der Fall, dass er eher nach oben blickte als direkt neben sich in die grauen Augen. Ihre Augen gaben ihm das Gefühl, er würde nichts unter Kontrolle haben, selbst seinen eigenen Atem nicht. Es hatte etwas bedrückendes an sich, denn etwas sagte ihm, es fehlte ihm etwas. Etwas, nach was er eigentlich nicht suchte und ihm doch die Sehnsucht mitteilte, als wäre es das Einzige das er brauchte. Er war nicht gänzlich blind, er ahnte was er sich selbst versuchte einzugestehen, doch gleichzeitig versteckte er sich selbst hinter dem schwarzen Schleier, in der Sicherheit, es würde weiterhin so bleiben wie es war.
      Sie bedankte sich für seine Fürsorge, da schüttelte er jedoch nur den Kopf, es war gar nichts, wofür sie ihm Dankbarkeit zeigen musste, da gingen sie jetzt gemeinsam durch. Erst mit ihrer Anregung, er soll von seinem Tag sprechen dachte er wirklich nach, denn er musste das Geschehene selbst Revue passieren lassen, ehe er eine Antwort finden würde. Es war nicht vieles geschehen, vor allem weil er nach dem Feierabend fast nur noch auf der faulen Haut lag. Ihm fiel jedoch etwas ein, als er nachdachte, doch hatte da Diana wieder etwas weiteres gefragt, es ging um den späten Anruf. Er war selbst überrascht gewesen, wie schnell sich Mel überhaupt wieder melden würde, da hatte er eher einige Tage mehr geschätzt. Zumindest hatte er es so gehofft, denn wirklich interessiert war er momentan nicht an kurzen Bekanntschaften, dafür war ihm die Zeit nach der Arbeit zu wertvoll gewesen. Schließlich hatte er auch immer wieder Diana abzuholen, auch wenn sich dies wohl schon bald ändern würde, sollte ihr Chef nichts gegen einen Schichtwechsel haben. Vielleicht war er auch zu voreingenommen bei Mel und müsste sich bloß darauf einlassen, wer wüsste es schon. " Am Handy war Mel, sie hat gefragt, ob ich Zeit hätte.. Ich fand's aber schon zu spät. ", erklärte er ihr die letzte Frage, ehe er jedoch wieder zur vorherigen Frage ging. Doch bevor er überhaupt zur nächsten Antwort sprang, grinste er und sah zu ihr rüber, um ihr durch die Haare zu wuscheln. " Will da jemand etwa unbedingt meinen zukünftigen Babysitter spielen? ", neckte er schon selbstironisch, das vorherige Thema konnte er nicht gänzlich loslassen, dafür war es zu witzig gewesen. So schnell wie er es jedoch begann, beendete er es jedoch, denn ihm fiel endlich ein, was er eigentlich vor hatte zu erzählen. " Mein Tag war nichts besonderes.. Aber ich hab nach der Arbeit Ivan getroffen! Sonderlich gebessert hat es sich bei ihm aber auch nicht. ", erzählte er, sie kannten ihn noch von der damaligen Schulzeit, es gab damals so einige Schulabbrecher in ihrer Gruppe, auch wenn jeder seinen eigenen Tiefpunkt zur unterschiedlichen Zeit hatte. Er schüttelte nur den Kopf, schmunzelte jedoch. " Er sah aber glücklich aus.. " Er schloss die Augen, wollte da gar nicht weiter darauf eingehen, denn ihn hatte eher etwas anderes fasziniert, denn Menschen schienen schnell entscheiden zu können, wen sie anhand des Aussehens attraktiv fanden. Sowohl die Stammgäste in der Bar, als auch Mel selbst. " Schon seltsam, wie schnell man auf das Äußere reduziert wird, nicht? " Die Augen wurden wieder geöffnet, um zu Diana zu sehen. Mit dem Kopf hatte er ihr zugenickt, hatte damit angedeutet, sie solle selbst auch etwas von ihrem Tag verraten, denn mit ihrer Arbeit klebten sie nicht mehr wirklich aneinander.
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    • Mit großen Augen beobachtete Diana ihren besten Freund, der sich auf den Rücken gedreht hatte und die Decke betrachtete. Sie studierte stumm sein Profil und selbst dieses war ausgesprochen hübsch. Wann war es ihr zum ersten Mal aufgefallen, dass sie ihn hübsch fand? Sie wusste es nicht mehr, doch es war schon länger her. Er war ein wirklich schöner Mann geworden und eigentlich müssten die Frauen schon längst Schlange bei ihm stehen. Warum er wohl keine Freundin hatte? Ihr wurde regelrecht schlecht bei dem Gedanken. Aber vielleicht würde sich dies doch noch ändern, da ihre Arbeitskollegin Mel doch schon lange ein Auge auf ihn geworfen hatte. Die blonde Frau war überaus hübsch und auch sehr beliebt bei Männern. Di betete, dass ihr Yasha nicht auf den Charme der Blondine anspringen würde.
      Auf ihren Dank hin schüttelte ihr gutmütiger Kumpel seinen Kopf und sie lächelte, was er jedoch nicht sah, da sie ja die Decke bis hoch gezogen hatte. Er sorgte sich immer um sie, selbst nach einem anstrengenden Arbeitstag holte er sie immer abends von ihrer Arbeit ab. Den Haushalt teilten sie brüderlich und er half ihr immer, egal um was sie ihn bitten würde. Sogar ihre Gitarrenspiele hörte er sich dann und wann an und ertrug sogar den Gesang, den sie wahrlich nicht beherrschte und sich dennoch davon nicht abhalten ließ zu singen.
      Dann antwortete er ihr auf ihre Nachfrage zum Telefonat und innerlich verkrampfte sie es, als er tatsächlich den Namen ihrer Arbeitskollegin erwähnte. Hatte sie ihn also wirklich schon kontaktiert und ihn sogar um ein Treffen gebeten. Diese Frau ließ auch wirklich gar nichts anbrennen… Lange hatte es Diana hinausgezögert Yasha mit ihr bekannt zu machen und Mels Wunsch nach seiner Nummer weiterzuleiten. Doch die Blondine war ihr ständig damit in den Ohren gelegen und jetzt hatte sie tatsächlich nachgegeben. Sie bereute es ein wenig, doch wenn sich Yasha für Mel entscheiden würde, dann würde sie seinem Glück sicher nicht im Weg stehen. Es war das wichtigste für sie, dass der große Mann glücklich war, auch wenn sie ihm dies nicht eingestehen würde.
      Plötzlich wuschelte Yasha durch ihre Haare und sie versuchte sich zu wehren, er wusste sie hasste es, doch er ärgerte sie anscheinend zu gerne. Doch bei seiner nächsten Frage war der Ärger darüber vergessen und kurz blickte sie ihn aus großen Augen an, ehe sie abrupt die Decke wegschlug und ihm spielerisch gegen die Schulter boxte.
      „Wenn du mit Mel Kinder hast, darfst du dir schön brav einen anderen Babysitter suchen.“, beschwerte sie sich nun. Sie wusste, es war vorhin ihre eigene Anspielung gewesen, doch sie hatte es eher ironisch gemeint. Aber sie wusste auch, er hatte es als Scherz gesagt – hoffte sie zumindest. Sie streckte ihm trotzdem die Zunge raus.
      Dann erzählte er dennoch von seinem Tag und sprach davon Ivan getroffen zu haben. Ivan war – wie sie selbst auch – ebenfalls ein Schulabbrecher. Er war immer eher auffällig und ein Störenfried gewesen, aber Di war eigentlich gut mit ihm zurechtgekommen. Es betrübte sie zwar zu hören, dass es sich bei ihm nicht gebessert hatte, aber wenigstens schien er glücklich
      „Schön, dass es ihm wenigstens gut geht.“, antwortete sie dann und sinnierte kurz über ihren damaligen Schulkollegen. Die nächsten Worte von Yasha holten sie wieder zurück in die Realität. Er sprach davon, aufs Äußere reduziert zu werden und sie nickte. Ehe er sie nun mit einem Nicken aufforderte, von ihrem Tag zu erzählen.
      Sie seufzte tief und ohne recht zu wissen was sie tat, kuschelte sie sich an ihrem Kumpel und legte ihren Kopf auf seine Schulter.
      „Gewöhn‘ dich nicht dran. Das ist nur der Alkohol.“, warnte sie ihn sogleich, ehe sie die Augen schloss. Sie genoss seinen Duft und die Wärme, die er ausstrahlte. „Ich bin froh, dass du es als zu spät empfindest dich mit Mel zu treffen.“ Ups, dies klang sehr eindeutig. Sie beeilte sich es auszubessern. „Sonst hätte ich alleine einen Horrorfilm sehen müssen und gar nicht schlafen können.“ Sie hoffte, er würde ihr dies abkaufen.
      „Und wenn wir alle aufs Äußere reduziert werden, dann könntest du schon längst Fotomodel sein.“, es war ihr absoluter Ernst. Yasha hatte die perfekte Größe und das Aussehen, um ein Model zu sein.
      „Mein Tag war in Ordnung. Habe mich um die Blumen gekümmert, ihnen ein paar Lieder vorgespielt und bin zur Arbeit. Dort waren wieder einmal nur Idioten, die mich abfüllen wollten.“ Sie zuckte nun mit den Schultern, es war alles beim Alten, außer dass sie aufgrund ihrer Abendschichten weniger Zeit mit Yasha verbringen konnte. Sie hoffte sehr, dass sich dies ändern würde.
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    • Tatsächlich würde seine beste Freundin nicht den Babysitter für sie spielen, da musste er wohl doch eher für jemanden Professionellen das Geld ausgeben müssen, Schade eigentlich. Er lachte jedoch, schließlich war es nicht ernst gemeint, schon gar nicht, dass er sich schon selbst Familienpläne mit der Blondine vorstellte. Mel war hübsch gewesen, da konnte man nicht lügen, doch wirklich eine magische Hinziehung hatte er zu ihr nicht gespürt, er hatte immer gerne die Persönlichkeit mit im Auge. Doch bei ihm lief es allgemein nicht, er wollte erst gar nicht, dass es bei ihm lief. Irgendwas hielt ihn auf, sich wieder an eine Frau zu binden, so hatte er sich doch schon damals immer und auch gerne oft auf Frauengeschichten ein, auch wenn sie diese ihm deutlich viel Stress zufügten, weil er damit nur wieder Mist baute. Er hatte sein damaliges Fehlverhalten bereits beseitigt, ließ sich nicht weiter darauf mehr ein, auch wenn die ein oder andere Bettgeschichte ihm trotzdem nicht weiter schaden würde. Solange er jedoch nicht das Verlangen danach verspürte, ließ er es sein und kümmerte sich lieber darum, sowohl sein Leben, als auch überhaupt seine Finanzen wieder in den Griff zu bekommen, denn sie lebten weiterhin von Lohn zu Lohn, da waren spontane Rechnungen nicht wirklich mit einbegriffen und bezahlbar.
      Yasha hatte von ihren damaligen Schulkameraden gesprochen, der zumindest glücklich in seiner Situation sein konnte und da war auch er froh, dass Diana es ihm genau so gönnte. Sie hatten alle ihre Schwierigkeiten gehabt, hatten sich aber immer noch lieber auf die Probleme anderer gestürzt, um den jeweils anderen zu unterstützen und diesem zu helfen. So ganz änderte er sich nun auch nicht, es lief zumindest zwischen den beiden übrig gebliebenen weiterhin so ab, die eigenen Probleme hatten sie vor dem anderen immer so klein geredet, wenn man einem damit die Sorgen vertreiben konnte. Sie sprachen jedoch nicht weiter über den damaligen Schulkameraden, dafür wussten die beiden einfach zu wenig zur Gegenwart von Ivan, sein Glück war gar nicht erst schlecht zu reden. Da hatte sich Diana auch lieber an seine Schulter gekuschelt, wo er mit dem ersten Spüren fragend hinblickte, nur um sich die billige Ausrede anzuhören. " Genau, nur der Alkohol.. ", äffte er sie bloß mit einem frechen Grinsen nach, ob es nun stimmen vermag oder nicht, ihre Begründung kam ihm zu witzig vor. Er ritt jedoch nicht weiter darauf herum, hatte sich lieber wieder auf ihre Stimme konzentriert, die ihm weiter über Mel erzählte. Sie war glücklich darüber, dass er um diese Uhrzeit sich nicht weiter mit Mel treffen wollte, da runzelte er nur in einer Bruchsekunde die Stirn, als hätte ihn Mel mit ihrer Frage testen wollen, was er unbewusst bestanden hatte. Doch es ging ihr nur darum, dass sie sonst vermutlich gar nicht erst in ihre Traumwelt finden würde, sie nach Horrorfilmen alleine zu lassen war nie eine gute Idee. Er lachte, dann hätte er ihr wohl so einiges eingebrockt, weswegen er nur lachte. " Für so etwas hättest du aber die Berechtigung, mir gehörig eine reinzuhauen.. ", schließlich ging der Horrorfilm auf seine Kappe, ebenso, dass er sie nach solch einem gruseligen Szenario einfach alleine in ihrer Wohnung ließ, die Trennung der Charaktere hatte letztendlich auch nie etwas Gutes in Horrorfilmen gehabt. Sie blieben jedoch nicht weiter bei dem Horrorfilm, gut war es vermutlich auch so, da blickte er nur verwundert runter an seine Schulter, um den Schopf Dianas zu mustern. Sie würde ihm zutrauen, mit dem Äußeren ein Fotomodell zu werden, doch da war eher skeptisch gegenüber, vor allem wegen seinem Tattoo und seinen Plänen mit seiner Haut in der Zukunft würde da bestimmt nichts laufen. Darüber sprach er jedoch nicht, belächelte ihre Aussage nur, um nicht weiter darüber sprechen zu müssen, es war nur eine Wunschvorstellung mit großer Chance auf viel Geld.
      Da hörte Yasha sich lieber gespannt an, was ihr Tag denn heute zu bieten hatte. Einen Moment lang dachte er darüber nach, ob er sich nicht zu ihr drehen sollte, beließ es aber lieber dabei, ihre Nähe mit dieser Position spüren zu dürfen. Sie hatte sich wieder an ihrer Gitarre gemacht, so einige Male hatte er selbst die Möglichkeit ihr zuzuhören, sie beherrschte die Musik so gut. Zu beiden Unglück sprach sie aber auch wieder die Männer an, denen Yasha heute die Stirn bietete, sie sollten sich lieber vor ihrer Zukunft fürchten. Ihm verging die Stimmung nach Lachen, hatte jedoch trotzdem gelächelt, solange er die Augen nur wieder schloss, den Arm vor das Augenpaar hielt. " Trink das nächste Mal lieber mit mir.. Das haben wir schon so verdammt lange nicht mehr gemacht. "
      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.
    • Das Lachen ihres besten Freundes erfüllte Diana jedes Mal aufs Neue mit Fröhlichkeit. Natürlich würde sie es nie zugeben, schon gar nicht ihm gegenüber, doch es war jedes Mal schön zu hören, wenn er glücklich war. Und wenn er über ihren dummen Scherz des Babysitters lachte, dann war dies schon in Ordnung. Hauptsache er hatte seinen Spaß.
      Danach kommentiere Yasha ihre Kuschelrunde und natürlich glaubte er ihr nicht die Ausrede mit dem Alkohol. Er äffte sie auch etwas nach, doch tat ihr den Gefallen danach das Thema ruhen zu lassen. Zum Glück, denn sie hatte nicht vorgehabt heute nochmal von ihm weg zu rutschen. Sie genoss seine Nähe viel zu sehr und redete sich selbst ein, es war nur wegen dem Horrorfilm und dem Alkohol. Jegliche weiterführenden Gedanken unterbrach sie mit Bestimmtheit, wollte sie doch den Weg nicht sehen, zu dem diese führen würden.
      Dann sprach ihr bester Kumpel von der Sache mit den Filmen und dass sie ihm eine reinhauen durfte, wenn er sie denn nach einem Gruselstreifen alleine lassen würde.
      „Ich schlag‘ dich doch auch ohne Erlaubnis.“, sprach sie nun leise und das Grinsen in ihrer Stimme war allzu gut zu hören. Yasha war so groß und sie im Vergleich so klein, er spürte ihre nicht ernst gemeinten Schläge ohnehin nicht wirklich – hoffte sie zumindest. Denn wirklich wehtun wollte sie ihm natürlich nicht. Nur ein wenig ärgern…
      Hinsichtlich Horrorfilme wusste er zu gut, dass sie dieses Genre einfach liebte und sich gerne erschreckte und gruselte, doch das Einschlafen war dann immer das Problem. Doch mit Yasha als ihr persönliches Kuscheltier, war dieses Problem auch aus der Welt geschafft. Sie hoffte, sie würde nie die Angst vor diesen Filmen verlieren, denn somit hatte sie immer eine Ausrede, um bei Yasha schlafen zu dürfen – oder eben er bei ihr.
      Als sie dann von ihrem Tag sprach, bemerkte sie nur nebenbei wie Yashas ausgelassene Stimmung etwas umschlug. Sie schob es auf die Müdigkeit der beiden und dachte schon gar nicht mehr an die Männer in der Bar. Für sie waren solche Dinge leider Alltag und außerdem war ihr Freund immer an ihrer Seite, um sie abzuholen. Wirklich was passieren würde ihr sicher nicht.
      Dann jedoch sprach er davon mit ihm zu trinken und sie öffnete die schläfrigen Augen. Sie rappelte sich nun ein wenig hoch und legte nun ihren Kopf gänzlich auf seine Brust und blickte in seine Richtung, um ihn zumindest von unten betrachten zu können. Ja, sie schob ihre Kuschelbedürftigkeit wirklich nur auf den Alkohol.
      „Mit dir trinken?“, wiederholte sie leise. „Du willst mich doch nur ins Bett bekommen.“ Sie lachte über ihren Scherz, schließlich befanden sie sich doch gerade in einem. „Dafür musst du jedoch kein Geld für Alkohol ausgeben, du müsstest nur fragen, Yasha.“, schnurrte sie nun spielerisch, liebte sie doch einfach solch Zweideutigkeiten. Außerdem hatte sie es doch genauso gemacht und ihn einfach gefragt, ob er bei ihr schlafen würde. Sie lachte über ihre eigenen Witze, behielt diese Position jedoch bei. Es war einfach ein zu schönes Gefühl, Yasha zumindest heute für sich zu beanspruchen.
      Niemals könnte sie sich mehr zwischen ihnen vorstellen als Freundschaft – nun, das war gelogen. Denn vorstellen konnte sie es sich schon, doch erlauben würde sie es nie. Niemals würde sie die wertvolle Freundschaft mit Yasha aufs Spiel setzen, nur für eine herrliche Nacht. Denn sie beide wussten, weder Yasha noch sie waren für dauerhafte Beziehungen geeignet. Ihr Temperament war einfach zu viel für die Männer und niemand konnte mit ihren Launen, Spielereien oder Zweideutigkeiten wirklich umgehen. Sie hatte schon die Suche nach der großen Liebe aufgegeben.
      Als sie so über ihre Lage nachdachte, trommelten ihre Finger unbewusst einen schnellen Riff auf Yashas Brust. Dies passierte oft, wenn sie in Gedanken war.
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