σηє ριє¢є ❦ a new journey ❦ [Fuffy & Saki]

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    • σηє ριє¢є ❦ a new journey ❦ [Fuffy & Saki]

      @Fuffy
      Vorstellung zu: "One Piece ❦ a new journey ❦ [Fuffy & Saki]"


      ❦ Portgas D. Ace

      Das Meer war ruhig und sogar an Deck der Thousand Sunny war es ungewohnt stillt. Lediglich leise Töne konnte man aus der Richtung der Sitzgelegenheit zwischen den Treppen am Bug vernehmen, als Franky dabei war seine Gitarre zu stimmen und somit leise und eher unregelmäßige Noten von sich gab, während man das leise Hämmern aus Lysops Werkstatt hören konnte, welcher wohl an etwas neuem herumschraubte. Nami war auf einer der Liegen, sonnte sich mit geschlossenen Augen und einer Sonnebrille auf der Nase, während Robin sich auf die Schaukel unter den Baum gesetzt hatte und ein Buch las. Chopper hatte sich an eben erwähnten Baum gelehnt und jammerte leise mit geschlossenen Augen vor sich hin, da die Hitze im deutlich zu schaffen machte. Sanji stand in der Kombüse, bereitete ein paar Getränke vor und unterhielt sich mit Brook, welcher sich zu ihm gesellt hatte, während Zorro am Mast gelehnt schlief. Lediglich Ruffy lag auf dem Löwenkopf, alle Viere von sich gestreckt und mit halb offenen Augen starr aufs Meer blickend. Wie langweilig es für ihn doch war. Nicht einmal Trafalgar ließ sich sehen, damit er diesem ein wenig auf die Nerven gehen konnte. Sein Blick wanderte zu dem gelben U-Boot, welches ruhig neben ihnen her schipperte, doch das Deck schien leer zu sein.
      "Maaaaaaaan ist das langweilig!" jammerte der Strohhut schließlich laut und setzte sich mit einem Satz auf, um über das Deck der Sunny zu sehen. "Nami! Wann kommen wir denn endlich mal wieder an einer Insel vorbei? Ich hab Langeweile!" rief er, was die Navigatorin zum knurren brachte. Die schöne Ruhe, die sie den Tag über erlebt hatte, endete mit einem Schlag, als der Kapitän seinen Mund öffnete. Mit einem finsteren Blick schob sie die Sonnenbrille nach unten und sah zu dem Schwarzhaarigen. "Wir sind da, wenn wir da sind! Geh doch angeln, wenn dir so langweilig ist!" schimpfte sie, was Ruffy allerdings nur zum schmollen brachte. Die Wangen aufgebläht und die Lippen zu einem Fischmund gespitzt, ehe er in Richtung Orangenbäume sah und Ace entdeckte, welcher dort am Stamm lehnte und döste.
      Sogleich streckte er seinen Arm nach seinem Bruder aus, schwang sich vom Löwenkopf z um Oberdeck und landete prompt mit einem breiten Grinsen auf Ace, welcher erst einmal aufkeuchte. "Ruffy! Verdammt, willst du mich umbringen?!" fragte er deutlich gereizt und zeitgleich überrascht von dem plötzlichen Überfall. "Mir ist langweilig. Ich will endlich wieder wo anlegen und Nami sagt mir einfach nicht, wie lange noch." schmollte der Jüngere der beiden sogleich wieder, was Ace ein leises Seufzen entweichen ließ. "....Dann geh doch angeln." war nun auch sein Vorschlag, woraufhin Ruffy nur noch mehr jammerte. "Ich will nicht immer angeeeeeeln. Ich will Monster kloppen! Oder den Marinesoldaten den Hintern aufreißen. Oder einfach nur was Futtern!"
      Sogleich hielt Ace seinem Bruder die Hand an den Mund, damit dessen Gejammere und Gemeckere ein Ende hatte, doch verzog er kurz darauf das Gesicht und nahm die Hand eben so schnell wieder weg, wie sie im Gesicht des Strohhuts war. "Bah, Ruffy!" Sichtlich angewidert sah er nun auf seine Hand, welche mit Speichel nur so überdeckt war, bevor er in das Gesicht seines Gegenübers sah, welcher ihn breit und mit geschlossenen Augen angrinste. "Selbst Schuld~" lachte er, bevor er Ace' Hand gänzlich im Gesicht hatte und von diesem zu Boden gedrückt wurde. "Du wirst nicht älter, sondern immer widerlicher." schnaubte er leise, konnte sich ein Grinsen allerdings nicht verkneifen, als der Jüngere nun seinen eigenen Speichel im Gesicht hatte und sich mit angeekelten Gesicht mit dem Ärmel seiner roten Jacke darüber wischte. "Und zu mir sagen ich bin widerlich." Erneut die aufgeblähten Wangen, bevor er jedoch grinste und sich in die Hocke setzte. Beinahe wie eine Raubkatze, die sogleich ihre Beute angriff und zu Boden warf. So, wie es Ruffy gerade vor hatte. Doch bevor er abspringen konnte, hörte er Jimbei's Stimme, welche vom Bug aus zu hören war.
      "Hey, Strohhut! Da ist deine lang ersehnte Insel!" rief er in Ruffy's Richtung, bevor er zu dem recht winzig wirkenden U-Boot neben der Thousand Sunny sah. "Hey! Trafalgar! Insel in Sicht, oder möchtest du dein Schiff versenken?" rief er zu der Polar Tang herunter, während Bepo - der bis eben schlief und eine kleine Blase an der Nase hatte, welche platzte - die Augen öffnete und sich langsam aufsetzte. Kurz gähnend und mit halb offenen Augen sah er zu dem Fischmenschen auf, schwieg etwas, bis er dessen Worte realisierte und erhob sich nun hellwach. "Käpt'n! Insel!" rief er schließlich ins Innere, nachdem er die Tür geöffnet hatte, damit auch Law mitbekam, dass sie anlegen würden.
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    • Mit hoch konzentriertem Blick betrachtete Law die Regale vor sich, die nun wieder bestens gefüllt waren. Er nickte seinen Crewmitgliedern zu, die die angehaltene Luft aus ihren Lungen ließen. Ja, ihr Kapitän war streng und noch strenger, wenn etwas nicht so lief wie er es wollte. Die langsam schwindenden Vorräte hatten ganz schön an seinen Nerven gezehrt und so waren sie froh gewesen, als sie alsbald eine üppige Insel gefunden hatten.
      Dass ihnen auf besagter Insel auch ein ganz anderer Fang ins Netz gehen würde, hatten sie nicht erwartet. Wobei es weniger ein Fang, als vielmehr eine angenehme Überraschung gewesen war: Die Strohhutpiraten.
      Mit jenen hielten sie einerseits eine Allianz und andererseits auch freundschaftliche Bande schweißten die Heartpiraten und die Strohhutpiraten zusammen. Auch wenn es der große Mann, dessen Beiname Chirurg des Todes lautete, nur schwer zugeben mochte: Er war tatsächlich froh gewesen, seine Freunde wieder zu sehen. Auch Zorro – doch diese Freude hatte nur kurz angehalten. Alsbald hatten sie sich wieder heftig gestritten, doch auch diese Wogen glätteten sich immer mal wieder.
      Auch Ace, den erträglicheren Bruder Ruffys, hatten sie auf jener Insel aufgegabelt. Es schien fast so etwas wie Schicksal gewesen zu sein – wenn Law an solch eines glauben würde. Als rationaler Mensch war er harten Fakten und Beweisen zugetan. Genauso wie jenen nachweisbar gefüllten Regalen, die er mit voller Zufriedenheit betrachtete. Ja, ihre Vorräte waren wieder aufgestockt und nun wären sie für jede Begebenheit gerüstet. Hoffte Law zumindest.
      Dieser Erkenntnis waren einige ruhige Tage gefolgt, in denen die Heartpiraten und die Strohhutpiraten, inklusive Feuerfaust Ace, von Insel zu Insel geschifft waren. Es war schon fast zu ruhig gewesen, denn zwischen der letzten Insel und der nächsten war schon einige Zeit vergangen. Einige seiner Crewmitglieder wurden langsam unruhig und ein immer mal wieder vorbeischauender Ruffy hatte die Sache nicht besser gemacht. Der Typ kam immer auf neue Ideen und seine Crewmitglieder waren begeistert von diesen.
      Ein leichtes Lächeln umspielte die schönen Züge des großen Mannes, als er an seinen Freund dachte. Ja, seine Zeiten Trafalgar D. Water Law als einer der sieben Samurai der Meere war vorbei, aber dafür hatte er nun etwas viel besseres, eine echte Allianz, in Freundschaft verbunden.

      Die Stimme seines Navigators riss ihn aus seinen Gedanken und leichtfüßig schwang er sich an Deck seines U-Bootes. Vor seinen Augen tat sich eine schöne Insel auf, die Abwechslung und neue Abenteuer versprach.
      „Bereitmachen zum Anlegen, Bepo.“, kommandierte er mit kühler Stimme und legte seinem treuen Freund eine seiner tätowierten Hände auf die Schulter.
      „Ja, natürlich, Verzeihung, sofort.“, stammelte der Bär und tat sein bestes um den Befehlen seines Kapitäns sofort nachzukommen.
      inaktiv

    • ❦ Portgas D. Ace

      Mit einem Grinsen erhob sich der Schwarzhaarige, nachdem sein Bruder sogleich von Dannen gesprungen war und sich nun an der Gallionsfigur der Sunny wieder fand. Ein breites Grinsen auf seinem Gesicht, während er sich den Hut auf dem Kopf hielt und lachte. "Na endlich! Hoffentlich gibt es da was zu entdecken!" rief er, woraufhin Nami zu ihrem Kapitän und Jimbei trat, eine Hand an ihrer Hüfte. "Selbst wenn wirst du schön bei uns bleiben und nicht wieder Hals über Kopf einfach losstürmen, du Idiot." Und sogleich hatte der Strohhut die Faust seiner Navigatorin abbekommen, was ihn jedoch nur bedingt störte. Mit aufgeblähten Wangen saß er in der Hocke weiterhin beim Löwenkopf, die Arme locker über seinen Knie hängend, während eine Melonengroße Beule seinen Hinterkopf zierte. "Jaja~" gab er leise grummelnd von sich, während auch Ace zu den dreien trat.
      "Du scheinst es wohl noch immer zu versuchen ihn an die Leine zu nehmen." lachte er leise und schob sich seinen Hut mit dem Zeigefinger etwas nach oben, bevor er die aufkommende Insel beäugte. Groß schien sie zu sein, zumindest was man auf dem ersten Blick erkennen konnte. Und was besonders herausragte war ein Berg in der Mitte, der allen Anschein nach ein Vulkan zu sein schien. Doch nicht nur dieser war zu sehen, auch ein riesiges Gebäude, was Ace grinsen ließ. "Nun, da die Insel anscheinend bewohnt ist wirst du nicht viel Abenteuer haben, Ruffy." meinte er zu seinem Bruder und hörte die Rufe des Chirurgen, bevor Ace an die Reling trat und zu diesem hinunter sah. "Ach, du lebst ja auch noch, Trafalgar." grinste er, stützte sich mit den Unterarmen auf dem Geländer ab und beobachtete den Eisbären, wie dieser alles für den Landgang vorbereitete. Zorro tat es diesem gleich und sobald sie den Hafen erreicht hatten ließen beide den Anker ins Wasser, bevor Ruffy auch schon über Ace' Kopf hinweg auf die Insel sprang. Mit halb offenen Augen seufzte der Ältere leise und schüttelte den Kopf, ein Lächeln auf seinen Lippen, bevor er sich aufrichtete. "Na dann sehen wir doch mal, was uns dort erwartet." meinte er und war der Nächste, der mit einem Satz auf dem hölzernen Steg gesprungen war. Seine Hand auf seinem Cowboyhut, welcher mit roten Perlen und zwei Smiley-Buttons verziert war, um diesen auf seinem Kopf zu behalten, während er sich umsah. "Also belebt ist es ja."
      "Ja, und kaum hat man Ruffy einen Moment aus den Augen gelassen ist er auch schon wieder weg. Ich krieg noch gewaltig die Kriese mit ihm!" schimpfte die orangehaarige Navigatorin, als diese - gefolgt von den anderen - ebenfalls an Land getreten war. Ace konnte nur zu gut verstehen wie oft Nami sich aufregen musste. Doch so war sein Bruder eben. Egal wie alt er war, er würde immer ein Kind bleiben, dass nichts weiter als Flausen im Kopf hatte, weswegen Ace auf ihr Geschimpfe hin lediglich lachen musste. "Der wird schon nichts schlimmes anstellen.... Sicher frisst er sich nur irgendwo voll und du darfst alles bezahlen~" neckte er sie und erntete auch sofort einen Blick von ihr, welcher ihn hätte töten können.
      Die Hände kurz erhoben grinste er unsicher, bevor er sich etwas umsah und sich den Nacken rieb. "Ähm... Ich seh mich mal um. Trafalgar, kommst du mit? Vielleicht gibt es hier ja noch Bücher, die dich interessieren würden oder so." fragte er an den Schwarzhaarigen gerichtet. Zwar interessierten ihn diese Bücher weniger, als wenn ein Kind ins Meerwasser pinkeln würde, doch alles war ihm recht, um Nami's todbringende Blicken zu entkommen.
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    • Auch auf dem Deck der Polar Tang hatten sich nun einzelne Crewmitglieder der zwanzigköpfigen Mannschaft eingefunden. Alle trugen die typisch hellen Anzüge mit dem Symbol der Heartpiraten. Nur Bepo stach hervor, sein oranger Anzug wies ihn als etwas Besonderes aus.
      Gespannt richteten sie alle ihre Blicke auf die vor ihnen aufragende Insel. Sie schien bewohnt und flächenmäßig viel Platz zu bieten. Highlight war der große Berg in der Mitte, der die typische Form eines Vulkans aufwies. Ob dieser noch aktiv war? Sofort weckte dies Laws Neugierde. Wenn es etwas zu erforschen gab, war er stets interessiert. Außerdem speiste er diese potentiell neue Erkenntnis in seinem Hinterkopf ein. Wer wusste schon, wann er diese Daten brauchen würde. Insgeheim kalkulierte er die Möglichkeit eines Ausbruchs und kam zum Schluss, dass diese wahrscheinlich gegen Null ging.
      Die rufe einer angenehmen, männlichen Stimme unterbrachen Laws Denkprozesse und er blickte hoch zur Sunny. An der Reling stand Ace, seine Körpersprache war entspannt und lässig und sein typisches Grinsen zeichnete sich in seinem Gesicht ab.
      „Natürlich. Selbiges wundert mich aber bei dir.“, gab der Angesprochene zurück, der für seinen Sarkasmus bekannt war, ehe er leicht lächelte und sich zur Begrüßung an seine geliebte Mütze tippte.
      Indes kam Bepo seiner Aufgabe hervorragend nach und legte sicher im großen Hafen der Insel an. Die Heart-Piraten teilten sich auf – einige blieben auf dem U-Boot um es und die Sunny zu bewachen, einige würden die Insel erkunden. Sie würden die Rollen tauschen, sodass jeder Landgang bekam. Auf Fairness achtete Law besonders.
      Der Chirurg und sein Navigator betraten hinter den Strohhutpiraten die Insel und Law konnte über das Gemecker der Orangehaarigen über Ruffys Verschwinden nur den Kopf schütteln. Innerlich grinste er, verstand er sie doch zu gut. Gleichzeitig war er jedoch auch froh, kein solch anstrengendes Frauenzimmer auf seinem U-Boot zu haben. Die Damen seiner Mannschaft waren allesamt ziemlich pflegeleicht.
      Laws braune Augen richteten sich im Anschluss auf Ace, als dieser fragte ob er sich mit ihm umsehen würde. Eigentlich wollte er sich an niemandes Rockzipfel hängen und doch… mit der Aussage über Bücher köderte die Feuerfaust ihn.
      Nun breitete sich ein echtes Lächeln auf seinen Zügen aus und er nickte. Zum Abschied klopfte er Bepo auf den Rücken. „Amüsiert euch. Aber nicht zu sehr. Hab ein Auge auf alle, verstanden?“
      Der Eisbär nickte sogleich. „Ja natürlich, Kapitän. Entschuldige, ja!“ Das war Bepo wie er war. Law war froh ihn als Freund zu haben und war sich sicher, er würde auf alle achtgeben.

      Law folgte also Ace, ließ seine sowie die Crew der Strohhüte zurück und mischte sich mit der Feuerfaust unter die Menschen. Sie gingen ein paar Schritte, entfernten sich vom weniger belebten Hafen und tauchten in die Stadt ein.
      Hier wartete ein wahres Feuerwerk an Gerüchen auf sie. Anscheinend waren sie auf einem belebten Markt, wo allerhand Gewürze, Handgemachtes und auch köstliches Essen angeboten wurde. Hier würde sich freilich auch Ruffy her verirren, dessen war sich Law sicher.
      Den vielen Besuchern und Bewohnern der Insel, denen sie begegneten, schenkte er wenig Beachtung. Er nahm vielmehr all die Reize war, die dieser große Markt zu bieten hatte.
      „Ace, wie hältst du es nur so lange mit deinem Bruder aus?“, fragte Law nun an den Schwarzhaarigen gewandt. Ace wusste mit Sicherheit wie es Law meinte, denn ein leichtes Grinsen überzog sein Gesicht. Die Hände hatte er lässig in seine Taschen geschoben und zusammen durchstreiften sie den belebten Markt.
      inaktiv

    • ❦ Portgas D. Ace

      Mit einem Grinsen wartete er auf die Antwort des Chirurgen, ehe er leise lachend nickte und zu den anderen sah. "Nun, dann sind wir mal weg. Viel Spaß~" meinte er und hob die Hand, bevor er ein paar Schritte ging, um mit Law die Gegend zu erkunden. Und vielleicht sogar wirklich ein paar Bücher für ihn zu finden, auch wenn Ace selbst diese nicht sonderlich interessierten. Zumindest wurde er so nicht von Nami eingespannt Besorgungen zu erledigen, für die sonst immer Sanji und Zorro zuständig waren. Er kannte das Prozedere ja, sobald er eine Zeit lang bei seinem Bruder an Bord war. Auch, wenn er nicht zu deren Bande, sonder zu Whitebeard gehörte, so scheute die Navigatorin nicht davor auch ihn für die Arbeiten einzuteilen. Auch wenn Ace natürlich kein Problem damit hatte, immerhin wurde er auch mit Essen versorgt, ebenso wie mit einem Schlafplatz, weswegen es ihn nicht störte.

      Neben dem Größeren hergehend genoss auch Ace sichtlich die verschiedenen Gerüche, weswegen er mit einem Lächeln die Augen schloss und versuchte das meiste herauszufinden. Doch bei der ganzen Mischung war das wirklich nicht leicht. Lediglich gegrillten Fisch mit Rosmarin konnte er erkennen, als sie an dessen Stand vorbei gingen. Und schon war es geschehen. Zwar war er noch nicht so schlimm wie sein Bruder, aber dennoch könnte auch er sehr oft etwas essen und diese Gerüche machten die Versuchung sich einfach irgendwo hinzusetzen und etwas zu Essen nicht gerade einfach zu widerstehen. Bis Law schließlich mit ihm sprach und er sich nun auf diesen konzentrieren konnte.
      Ein Grinsen schlich sich auf sein Gesicht, als er die Frage des Älteren hörte, bevor er leise lachen musste. "Tja. Wenn man mit ihm aufwächst, dann ist das wohl schon normal. Auch wenn er trotzdem immer wieder anstrengend ist." meinte er und sah sich nun wieder interessiert um. "Wobei ich sagen muss, dass er anstatt reifer zu werden, von Jahr zu Jahr.... kindischer wird, wenn du mich fragst. Er altert irgendwie falsch herum." witzelte er nun und lachte leise daraufhin. "Und ekliger noch dazu. Er fängt nun ja schon an Leute anzusabbern, sobald sie ihn berühren. Irgendwann verwechselt er noch jemanden mit Essen."
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    • Interessiert blickten die braunen Augen Laws umher. Er konnte sogar einen Stand mit gegrilltem Fisch entdecken und überlegte, sich eine Portion zu kaufen. Immerhin war diese Speise – neben Onigiri – eine seiner Lieblingsmahlzeiten.
      Die Antwort seines Begleiters riss ihn aus seinen Gedanken und aufmerksam hörte er zu. Ja, es stimmte, Ace war der größere Bruder Ruffys und als solcher waren sie natürlich auch zusammen aufgewachsen. Law kannte zwar die ganze Hintergrundgeschichte nicht, aber er konnte sich so etwas zumindest zusammenreimen.
      Kurz führten ihn seine Gedanken zu seiner eigenen Kindheit, die anfangs sogar glücklich war. Zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester war er auf einer kleinen Insel aufgewachsen, die für ihre Bodenschätze bekannt war. Sie lebten vom Abbau des besonderen, weißen Bernsteins und führten ein gutes Leben. Nun, solange bis seine Schwester an der mysteriösen weißen Krankheit litt.
      Damals hatte er keine Zweifel gehabt, dass seine Eltern – beide gute Ärzte – schon bald ein Heilmittel für sie finden würden. Tja, vielleicht wäre das sogar wirklich geschehen, wenn sie nicht grausam ermorden worden wären. Auf einen Schlag war alles bekannte ausgelöscht und Law alleine gewesen.
      Mit Gewalt zwang er seine Emotionen zurück und seine Gedanken in die Gegenwart. Ace erzählte gerade, dass Ruffy von Jahr zu Jahr kindischer wurde und dies brachte ihn dann doch dazu leise zu lachen.
      Ruffy schien falsch herum zu altern – das wäre doch mal eine gute Idee für ein Buch. Law war kein Autor, er genoss vielmehr die fertigen Bücher. Doch falls jemand solch ein Buch künftig schreiben würde, sollte er dies ‚Der seltsame Fall des Ruffy D. Monkey‘ nennen.
      Die Aussage über einen ekeligen Ruffy brachte den Schwarzhaarigen dann doch dazu laut zu lachen. Genauso war nun mal der Strohhut und wenn sie ehrlich waren, wollten sie ihn doch auch gar nicht anders.
      „Ich könnte ihm die Zunge abschneiden.“, meinte der Chirurg des Todes, der schließlich diesen Namen nicht zum Spaß trug. Das besondere seiner Teufelsfrucht war immerhin, dass er innerhalb seines Rooms Körperteile schmerzlos und beliebig abtrennen konnte, ohne dass die betreffende Person dabei starb.
      „Vielleicht überlegt er sich es das nächste Mal besser, bevor er Leute ansabbert.“ Er schlug Ace freundschaftlich auf die Schulter. „Aber gibs doch zu, du stehst auf solch ekligen Scheiß.“ Dann lachte er abermals und deutete auf einen der vielen Essensstände.
      „Verwechsle das jetzt bloß nicht mit einem Date, aber wollen wir etwas essen?“ Die vielen Gerüche machten Law schließlich doch auch hungrig.
      inaktiv

    • ❦ Portgas D. Ace

      Als Law meinte Ruffy die Zunge abzuschneiden, lachte Ace wieder etwas, ehe er jedoch den Kopf schüttelte. "Na, ich kann mir vorstellen, dass er dann anfangen würde einen komplett in seinen Mund zu schieben. Und nein, auf sowas steh ich definitiv nicht." grinste er und hatte eine seiner Hände an seiner Hüfte, während er sich weiterhin die Dinge ansah, an welchen sie vorbei schritten. Doch das interessanteste war wirklich das Essen, was ihm ins Blick fiel, weswegen er hellhörig wurde, als der Schwarzhaarige dieses Thema ansprach. Doch sogleich grinste Ace auf dessen Worte hin und sah zu ihm. "Oh, Trafalgar. Sag doch, wenn du mit mir ausgehen willst." witzelte er mit einem leisen Lachen, nickte aber. "Aber essen klingt echt gut. Bei dem ganzen Zeug, dass hier angeboten wird, meldet sich selbst mein Magen schon.... In solchen Situationen kann ich Ruffy gut verstehen, wenn er nur am essen ist." sagte er und sah sich um, bevor er überlegte.
      Er hatte mal mitbekommen, dass Law kein Brot aß, wieso wusste er bis heute noch nicht. Doch irgendwas mochte er doch am meisten, oder nicht? Sanji hatte ihm mal Onigiri gemacht und.... gebratenen Reis? Nein, Fisch. Ein Grinsen schlich sich wieder auf sein Gesicht, bevor er mit einem Nicken deutete ihm zu folgen und schließlich an einen der Stände trat, welche auch ein paar Hocker hatten, um sich dort hin zu setzen. "Und weil ich so großzügig bin zahl ich. Hinterher hast du keine Berry mehr für Bücher, die dich ja sooooo interessieren..." meinte er noch immer mit einem Grinsen auf dem Gesicht, bevor er sich eine große Schale mit Reis und Fleisch bestellte und Law gebratenen Fisch. Er hoffte nur, dass er damit richtig lag, doch wenn nicht, dann würde er das allein schon an Law's Gesicht bemerken.
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    • Stimmt. So wie Law den Strohhut mittlerweile einschätzte, würde er selbst ohne Zunge fähig sein, die Leute mit seinem Speichel zu beglücken. Und dies wäre dann vermutlich noch eine Stufe ekliger. Ruffy war schon ein Kaliber für sich. So stark und unerbittlich er im Kampf auch sein konnte, seine kindliche Art und Verfressenheit machten all dies fast nichtig. Es tat Law gut, sein Freund zu sein. Er riss ihn oft genug aus seiner grüblerischen Stimmung.
      Law sah nun Ace grinsen und wusste, er hatte ihm Futter für eine tolle Antwort geliefert. Er selbst lachte auch ein wenig über seine Aussage bezüglich Date. Nein, ausgehen würde er definitiv nicht mit dem Hutträger. Er würde ihn noch arm fressen.
      Auf das Nicken seines Begleiters hin beschloss Law ihm zu vertrauen und folgte ihm. Nach einigen Augenblicken kamen sie an einen Stand an, wo sogar einige Hocker für Kundschaft bereitstanden. Sie nahmen Platz und sogleich erfüllte herrlicher Duft ihre Nasen. Ja, kochen konnten die Bewohner dieser Insel sehr gut.
      Überrascht blickte Law nun wieder zu Ace, der sich bereiterklärte zu zahlen. Er zog halb irritiert, halb fragend die Augenbraue hoch und bemerkte mit Wohlwollen, wie Ace für ihn gebratenen Fisch orderte. Woher wusste er dies? Hatte er einmal mitbekommen, dass dies eine seiner Leibspeisen war?
      „Bisher hielt ich dich für einen vergesslichen und zugleich vorlauten Mann.“, hob Law nun an. „Aber meine Erkenntnis muss ich wohl revidieren, Herr Feuerfaust.“ Er bedankte sich mit einem Nicken für die Großzügigkeit des anderen.
      „Also wolltest du DOCH mit mir ausgehen.“, scherzte er zum Schluss wieder. Ace hatte Humor, das gefiel Law. „Und im Übrigen, die Bücher sind wirklich interessant.“ Dies wollte er mit einem Lächeln noch klarstellen. Lesen bildete und Law bildete sich unheimlich gerne weiter. Als Arzt lernte man nie aus, egal wie gut man war. Hier würde ihm wahrscheinlich vor allem Tony Chopper, der Arzt der Strohhüte, vorbehaltlos zustimmen.
      inaktiv

    • ❦ Portgas D. Ace

      Allein Law's Gesichtsausdruck verriet ihm, dass er es sich richtig gemerkt hatte. Ein Grinsen zierte sein Gesicht, bevor er sich zu dem Älteren setzte und sich selbst sogleich an seiner Reisschale her machte. Tja, Ace konnte sich eben doch so einiges merken, selbst wenn er nicht wirklich den Anschein machte. Umso besser war es für ihn, da er die anderen damit immer wieder überraschen konnte. "Tja, da kannst du mal sehen. Und was heißt hier bitte vorlaut?" lachte er leise und sah zu dem Größeren neben ihm, während er die rechte Wange voll Essen hatte, als Law meinte Ace hätte mit ihm ausgehen wollen. "Und ich hatte dich einfach immer nur für einen mürrischen Grießgram gehalten. Aber man kann mit dir ja doch gut Spaß haben, ohne das du gleich eingeschnappt bist wie ein gewisser Schwertkämpfer mit grünen Haaren." grinste er, nachdem er herunter geschluckt hatte. Doch als Law darauf beharrte, dass die Bücher interessant wären, seufzte Ace wieder leise. Er was in dieser Hinsicht wohl genauso verrückt danach wie Nico Robin. Wobei die Arten der Bücher sich zwischen den beiden wohl unterschieden. Gut, er als Chirurg und Arzt musste sowas wohl auch interessant finden.
      Während die beiden schließlich ihre Mägen füllten kam Ace nicht umher die Umgebung etwas zu beobachten, ehe ihm ein paar Stimmen ans Ohr drangen, die seine Aufmerksamkeit reizten. Den Kopf ein wenig zur Seite gedreht, um die Stimmen unbemerkt zu belauschen hielt er sogar im Kauen inne und konzentrierte sich auf das Gespräch. Genaues konnte er nicht verstehen, dafür war es um sie herum einfach zu laut bei den ganzen Gedränge der Menschen, doch ein Wort ließ seinen inneren Alarm anschlagen. Leicht beugte er sich zu dem Schwarzhaarigen neben sich, welcher mit seinem gegrillten Fisch beschäftigt war, bevor er zu diesem sah. "Ich hab so das Gefühl, dass diese ach so idyllische Insel nicht gerade das hergibt, was sie vorgibt zu sein." meinte er leise, bevor er mit einem unauffälligen Nicken zu den 2 Männern deutete, welche so groß zu sein schienen wie der Navigator des Chirurgen. Und mindestens genauso breit. Zwei echte Schränke von Männern, was aber nichts zur Sache tat. "Ich hab etwas wie Sklaven verkaufen gehört. Ich dachte das gäbe es nur noch auf dem Sabaody Archipel. Scheint als würden sie diese sogar unter der Hand überall betreiben."
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    • Als sein gebratener Fisch serviert wurde, vergaß Law schon fast das Thema rund um die Bücher, denn die Speise schmeckte herrlich. Innerlich rechnete er es Ace hoch an, dass er bezahlen wollte. Er hatte einen guten Charakter und der Chirurg war froh, auch ihn zu seinen Freunden zählen zu können.
      Mit den Stäbchen in der Hand deutete Law auf Ace, als dieser meinte er hätte ihn als mürrischen Grießgram eingeschätzt. „Tja, da kannst DU mal sehen.“, antwortete er indem er die gleiche Phrase wie Ace nutzte.
      Nun, solch ein Grießgram war er auch. Aber wenn etwas nach Plan lief, dann war auch er entspannt. Seiner Crew ging es gut, keine Marineflotte war hinter ihnen her und auch sonst lief im Moment alles so, wie er es sich wünschte. Dass sich dies rasch ändern konnte, wusste der große Mann nur zu gut.
      Als die Feuerfaust jedoch Zorro erwähnte, huschte kurz ein Schatten über Laws Gesicht. Er verstand sich mit dem Grünhaarigen einfach nicht. Er konnte nicht einmal genau betiteln warum dies so war, es war nun einmal so. Manchmal konnte man sich ausstehen, manchmal eben nicht.
      Doch rasch war der ehemalige Piratenjäger wieder vergessen und Law widmete sich wieder seinem Fisch. Das Wetter war gut, die Insel schön und seine gute Laune blieb noch bestehen.
      Erst als sich Ace mit ernster Mine zu Law beugte, schluckte dieser rasch seinen restlichen Fisch hinunter. Ace war ein gutmütiger Mann, den er eigentlich immer nur lächelnd oder grinsend kannte. Wenn solch ein Mann ernst wurde, dann bedeutete dies Ärger. Vermutlich großen Ärger. Sofort waren alle Sinne des Chirurgen geschärft und er hörte seinem Freund aufmerksam zu.
      Er folgte mit dem Blick seiner braunen Augen dem Nicken der Feuerfaust und konnte zwei Typen erkennen, die so gar nicht in die Szenerie des fröhlichen Marktes passten. Als er das Wort Sklaven hörte, zerbrach er im Affekt die Stäbchen, mit denen er gerade gespeist hatte. Er mochte vielleicht ein Pirat sein, doch genauso wie die Strohhutbande und auch Ace wusste er, was richtig und was falsch war.
      „Wir sollten den Typen folgen.“, raunte er leise seinem Freund zu. Es stand außer Frage, dass sie diesem verfluchten Treiben auf den Grund gehen würden. Sie hatten auch immer das Pech, in solch eine Sauerei zu geraten.
      „So ein verdammter Mist.“, fluchte er. Ja, seine gute Laune war nun vollends Geschichte.


      Kalter, nasser Stein unter ihr, modriger Geruch in ihrer Nase und schwere Handschellen an ihren Handgelenken und Fußfesseln machten ihr ein Bewegen fast unmöglich. Irgendwo weinte jemand, jemand anders hustete und durch ihre geschlossenen Lider drang der sanfte, rote Schein von Fackeln.
      Es war mal wieder so weit. Innerlich seufzte sie. Sie selbst hatte es nur einmal erlebt. Doch einmal war auch einmal zu viel. Kurz flackerten die Erinnerungen an ihre geliebten Eltern vor ihrem geistigen Auge auf. Sie hatten in ihren Vorstellungen solch gütige Gesichter. Ob sie wohl noch immer so aussahen? Sie wusste es nicht. Und selbst wenn sie diese Hölle überstehen würde, könnte sie noch immer nicht zu ihnen.
      All die Jahre des Kampfes und der Trainings waren nichtig, denn heute wurde sie erneut verkauft. Sie hatte geglaubt, wenn sie gut war, würde man sie irgendwann frei lassen, ihr irgendwann erlauben zu gehen.
      Doch sie war so dumm gewesen, so unglaublich dumm. Hier und heute würde sie erneut als Sklavin verkauft werden. Und diesmal nicht an eine Art Kolosseum um mit ihren erzwungenen Teufelskräften zu kämpfen, sondern diesmal als privates Eigentum von jemanden. Ihr graute es, zu tief waren die menschlichen Abgründe, in die sie schon geblickt hatte – auch ihre eigenen.
      Sie nahm einen erneuten, tiefen Atemzug der modrigen Luft und hielt die Augen immer noch geschlossen. Wenigstens für ein paar Augenblicke wollte sie das unvermeidbare wieder hinauszögern und dem Schrecken nicht ins Angesicht blicken. Wenigstens für ein paar weitere Momente wollte sie sich an die Freiheit erinnern, derer sie als Kind beraubt worden war.
      inaktiv
    • Ace war nicht entgangen, wie Law sich anspannte, als er mit ihm sprach. Auch Piraten wie sie hatten eben noch so etwas wie einen Gerechtigkeitssinn. Gut, sie waren auch nicht wie die anderen Piraten, die sich nur am Leid ergötzten und so viele umbrachten, um zu bekommen was sie wollten. Nein, im Gegenteil sogar, auch wenn die Marine es anders sah. Doch auch Ace' Blick wanderte wieder zu den beiden Männern, welche sich langsam in der Menschenmenge verliefen, während der Schwarzhaarige auf die Worte Law's hin nickte und sich erhob. Schade um das restliche Essen, doch das hier war im Moment wohl wichtiger. "Dann sehen wir doch mal, wo die beiden uns hinführen.... Allerdings, sollten wir nicht gleich die Aufmerksamkeit auf uns richten." meinte er und sah sich kurzerhand um, bevor er er mit Law im Schlepptau den beiden folgte. Zumindest sehen, wo die beiden hingingen würden sie müssen, bevor sie die Männer verlieren würden. Hinterher... konnten sie sich noch immer um ihr Aussehen kümmern. Besonders Law sollte ja nicht all zu viele Probleme dabei haben.
      Nach einigen Abzweigungen standen sie schließlich vor dem pompösen Gebäude, welches bereits vom Schiff aus zu sehen war und Ace dieses stirnrunzelnd begutachtete. Das Hotel sollte Sklaven handeln? Von außen hin sah es gar nicht so aus, als würde irgendetwas illegales dort von statten gehen, ganz im Gegenteil sogar. Die Leute gingen hier ein und aus, lachten und Paare schienen hier sogar ihre Flitterwochen oder der Gleichen zu verbringen. Und das sollte ihr Ziel sein? Etwas misstrauisch rieb Ace sich den Nacken, verzog den Mundwinkel ein wenig und neigte den Kopf zur Seite. "Hier kann man das doch gar nicht unbemerkt machen, oder?" murmelte er, eher zu sich selbst, als zu seiner Begleitung.

      Leise Schritte waren zu hören, gefolgt von dumpfen Stimmen, die sie nur zu gut kannte. Stimmen, die besprachen, welche Frauen heute verkauft werden sollten, was der Mindestbetrag für diese wäre und in welcher Reihenfolge die hier unten sitzenden Frauen versteigert werden sollten. Darunter auch Micah, welche mit gesenkten Kopf den Worten lauschten. Ihr sonst hellrosanes Haar, welches nach all der Zeit hier unten den Glanz verloren hatte, fiel ihr ins Gesicht und bedeckte dieses somit für die Blicke anderer, während ihre Augen halb geöffnet auf den Boden starrten. Ihre Handgelenke von den Ketten bereits gerötet und wund, ebenso wie ihre nackten Knöchel. Wie lange musste sie das alles nun schon ertragen? 10 Jahre? Noch länger? Sie wusste es nicht mehr genau. Sie wusste nur noch wie sie in diese Situation gelangt war. Wie sie und die anderen Kinder, die den Angriff überlebt hatten, nach einiger Zeit eingesammelt wurden und von daher immer und immer wieder weiter verkauft. Verkauft an die verschiedensten Leute, die am meisten für sie boten. Manchmal hatten sie glück und kamen lediglich zu Menschen, die sie einfach nur für den Haushalt wollten. Andere widerrum ließen keine Methode aus, um sie zu quälen und zu foltern. Langsam hob Micah ihren Blick, ließ diesen den schmalen Gang entlang wandern und sah zu den anderen Frauen, dessen Jammern und Wimmern sie schon vor Jahren lernte auszublenden. Doch langsam öffnete sich die Tür und das helle Licht erleuchtete den sonst recht fahl beleuchteten Raum, woraufhin sich einige ihrer Mitinsassinnen an die Wand kauerten und still beteten, dass das endlich alles für sie vorbei wäre. "Euer Glücktag, Mädels." Grinsend betrat einer der Männer den Raum, ging den Gang entlang und sah zu den Frauen, bevor er sich 5 von ihnen für heute heraus suchte. Darunter sowohl eine der Schwarzhaarigen, dessen Name Kendra war, ebenso wie die Hellhaarige Micah waren in der Auswahl.
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    • Ace hatte ihm zugestimmt und mit einer geschmeidigen Bewegung erhob sich der große Mann von seinem Hocker. Vergessen war das leckere Essen, denn dies hier erinnerte ihn unangenehm an Dressrosa. Auch dort schien auf den ersten Blick alles toll, schön und wundervoll, doch wenn man erst einmal hinter die Fassade geblickt hatte, dann blieb einem das Herz stehen.
      Er nickte Ace zu zum Zeichen, dass er verstanden hatte. Ja, sie durften nicht gleich die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, denn dann würden sie womöglich nicht hinter das Geheimnis der beiden Gorillas kommen.
      Einige Abzweigungen später fanden sie sich vor dem riesigen Hotel wieder, welches in seinem Prunk nur so erstrahlte. Es hatte auch etwas Gutes: Sie fielen hier nicht auf, da hier Menschen fröhlich und unbeirrt ein und aus gingen. Law beobachtete die Menschen genau, doch er konnte keine Falschheit in ihren Gesichtern erkennen. Wussten die, was vor sich gingen? Oder waren sie auch nur genauso ahnungslose Besucher der Insel, wie sie es bis vor wenigen Augenblicken selbst auch gewesen waren?
      Er musterte stirnrunzelnd das Gebäude. Es war wahrlich riesig und musste einige Stockwerte beherbergen.
      „Wir könnten einfach hineingehen und nach einem Zimmer fragen.“, schlug er pragmatisch vor. Schnell kalkulierte er die Risiken durch und stellte einen Plan zusammen. Ihr Vorgehen war logisch und legitim, sie waren nur zwei gewöhnliche Touristen, die hier gerne absteigen wollten. Doch es bestand auch die Gefahr, dass das Hotel über sie Bescheid wusste. Immerhin waren ihre Steckbriefe mit dem hohen Kopfgeld nicht schon seit gestern im Umlauf. Vielleicht wäre eine Verkleidung doch keine schlechte Idee.
      Er könnte sie zwar mittels seiner Teufelskraft auch problemlos hineinbringen, doch waren ihre Erfolgschancen größer, wenn sie sich dort drinnen frei bewegen könnten und erstmal die Umgebung auskundschaften könnten.

      Die dumpfen Stimmen rissen Kendra nun gänzlich aus ihren Tagträumen. Selten hatte sie Gelegenheit dazu, musste sie doch sonst immer aufmerksam sein und um ihr Leben fürchten. Doch nur zu gerne träumte sie vom Meer. Es waren ein paar Minuten Freiheit, in denen sie zumindest gedanklich ihrem Schicksal entfliehen konnte.
      Doch die Tür wurde geöffnet und nun konnte sie nicht länger die Augen geschlossen halten. Einer der Männer betrat den Raum und sofort zuckten viele der Gefangenen zusammen, wie verprügelte Hunde, die Angst vor ihrem Herrchen hatten. Kendra hingegen biss die Zähne zusammen und ignorierte ihr Fluchtbedürfnis.
      Es gab wohl grob gesagt drei Sorten Sklaven: Diejenigen, die aufgegeben hatten und am liebsten sterben wollten. Diejenigen die sich tief in sich selbst zurückgezogen hatten um sich zu schützen. Und diejenigen, die einen unglaublichen Hass auf alles und jeden verspürten. Kendra zählte sich zu letzteren.
      Sie knurrte, als der Mann von einem Glückstag sprach und hätte ihm am liebsten in den Finger gebissen, als er sie grob auf die Füße zog. Es würde ihr eine einzige, verdammte Sekunde ohne den Seesteinfesseln genügen, um hier rauszukommen. Doch leider waren ihre Bewacher nicht so unachtsam. Selbst in den Arenen, in denen sie bisher gekämpft hatte, waren die Umfassungen aus dem besonderen Material gewesen, sodass sie nicht durch die Wände hindurchspringen hatte können.
      Wobei springen ein dehnbarer Begriff war. Mittels ihrer Fähigkeiten konnte sie für ein paar Sekunden verschwinden, war gänzlich unsichtbar, und an einer anderen Position wiederauftauchen, nur um von dort aus mit ihren beiden Dolchen einen Überraschungsangriff zu starten. Sie hätte somit schon lange fliehen können, wenn die Seesteine nicht wären.
      „Machen wir euch erstmal ein wenig hübsch. So wie ihr jetzt ausseht, würde niemand auch nur einen müden Berry für euch bezahlen.“, sprach der Mann seltsam fröhlich vor sich hin, als er fünf der ausgewählten Frauen vor sich her scheuchte.
      Ja, sie würden so gut es ging gewaschen und in schöne, meist freizügige, Kleider gesteckt werden. Alles, nur um die Ware ansehnlicher zu gestalten. Kendra würde vielleicht ihren schwarzen Kampfanzug tragen, der sie sonst immer bei ihren Kämpfen begleitet hatte. Sie hatte die Männer reden hören, dass sie als Leibgarde präsentiert werden sollte.
      Sie biss abermals die Zähne zusammen, bis sie Blut schmeckte. Ihr Blick aus sturmgrauen Augen fiel auf die Frau vor ihr. Ihre Haare hatten einen exotischen, hellrosa Farbton und ihr Gesicht war wahrlich schön. Sie würde bestimmt eines der schönsten Kleider anziehen und vermutlich den Höchstpreis auf der Menschenauktion bringen. Wie war noch ihr Name gewesen? Micah? Ja, so oder so ähnlich.
      Kendra war sich sicher, dass unter all dem Schmutz eine Schönheit wohnte. Sie hoffte für Micah, dass sie einen guten Herren fand, der sie nur selten schlug. Sie selbst hingegen wusste, dass sie nicht so viel Glück haben würde. Ihr Körper war von den vielen Kämpfen gezeichnet und an einigen Stellen trug sie Narben. Ja, sie war keine sanftmütige Schönheit wie die Frau mit den rosa Haaren.
      inaktiv
    • Zu Law sehend, als dieser vorschlug , dass sie nach einem Zimmer fragen sollten, grinste er etwas. "Du weißt schon, wie sich das gerade angehört hat, oder?" lachte er leise, ehe er sich wieder umsah. Doch so kamen sie immerhin rein und würden nicht auffallen. Noch dazu konnten sie sich nach den Kerlen umsehen, welchen sie gefolgt waren. Irgendwo müssen sie ja hin verschwunden sein, wenn sie das Hotel hier betreten hatten. Vielleicht in einen der oberen Stockwerke? Doch von außen hin sah es eher nur aus, als würde es dort nur die Zimmer geben, ebenso wie die Küche und verschiedene Zimmer für die Angestellten. Aber vielleicht ja im Keller? Dort würde sicher niemand drauf kommen, dass etwas anderes dort unten wäre als Kisten und anderes Zeug zum verstauen. "Gut, dann frag du nach einem Zimmer und schau dich um, wo die Gorillas hin sind und ich.... Sehe zu, dass ich für uns was finde, um dann hin zu kommen." meinte er und ging ein paar Schritte. Er hatte schon einige Steckbriefe hängen sehen, das würde also heißen, dass die beiden nicht einfach hin spazieren konnten, wo sie wollten. Vorallem nicht, wenn hier Sklavenhandel betrieben wurde.

      Und schon wurde sie auf die Beine gezogen und wie die anderen Frauen voran geschoben. Wie sie es doch hasste so behandelt zu werden. Als wäre sie nur ein Objekt. Gut, für diese Kerle hier war sie das wohl auch. Wie alle anderen hier auch. Den Blick zu den Frauen gerichtet und schließlich zu dem Mann, welcher die 5 ins Nebenzimmer brachte, damit sie sich waschen und umziehen konnte, seufzte Micah leise. Es war immer die selbe Prozedur, doch was sollten sie schon machen? Sie waren gefesselt. Noch dazu hatten sie keine Waffen, weil diese ihnen abgenommen wurden. Sie hatten keine andere Wahl, als es sich gefallen zu lassen.
      Sie sah sich kurz um, hörte die Worte einer der Frauen, welche sogleich eine Ohrfeige bekam, als sie sich versuchte zu wehren. Nun, das war hier auch Gang und Gebe. Wer nicht hören wollte musste fühlen. Auch Micah hatte zu Anfang schon einige Prügel einstecken müssen, dessen Folgen sich deutlich auf ihrem Oberkörper gezeichnet hatten. Und nicht nur das Mahl des Sklavenhandels auf ihrem Rücken, wie auf dem der anderen auch. Sie hatte auch schon lange aufgehört sich zu wehren, ließ alles über sich ergehen, sowohl hier als auch bei ihrem Besitzer, bis sie erneut verkauft wurde.
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    • Law blickte kurz irritiert zu Ace, ehe er sein Grinsen sah. Oh, verdammt. Ja, er wusste wie sich das anhörte. Ace hatte wirklich einen Sinn für Humor und kitzelte selbst Laws Sarkasmus damit ein wenig hervor.
      „Schade, dass du nicht mein Typ bist.“, gab dieser in seinem gewohnt trockenen Charme zurück, den Ace gewiss verstand. Doch dann wurden sie beide wieder geschäftig, als es um ihre neue Mission ging.
      Law nickte zum Zeichen, dass er verstanden hatte. „Aber bitte, übertreibe es nicht.“ Er würde sich sicherlich keine blonde Perücke mit Korkenzieherlocken aufsetzen, so etwas war ausgeschlossen.
      Der tippte sich zum Abschied an die Mütze, ehe er die große, schwere Tür aufdrückte und einen ersten Fuß in das Foyer setzte. Es war riesig, so wie es das restliche Hotel schien. Das Foyer war hell erleuchtet und bot viele, angenehm aussehende Sitzgelegenheiten. Menschen tummelten sich hier und wurden abwechselnd vom Hotelpersonal bedient und mit Getränken versorgt.
      Soweit, so gut. Er ging mit angemessen langsamem Schritt auf die Theke zu, welche aus schön poliertem Mahagoni bestand. Eine freundliche Angestellte begrüßte ihn.
      „Guten Tag, schöne Frau.“, Charme nutzte immer, das hatte er sich von Sanji abgeschaut. Auch wenn es der blondhaarige Koch immer übertrieb. „Ich benötige ein Doppelzimmer und bezahle bar.“ Er hoffte, dass die Dame nicht allzu viele Fragen stellen würde.
      Sie tat ihm den Gefallen fast und benötigte nur seinen Namen. Er nannte ihn natürlich einen falschen und schnappte sich die Zimmerschlüssel, noch ehe sie ihn weiter fragen konnte. Zum Glück war noch ein Zimmer freigewesen, es war förderlich für ihr Vorhaben. Danach blickte er sich im Foyer um. Es führten imposant aussehende Stufen in die oberen Stockwerke und hier und da waren Türen zu sehen, die vielleicht in den Servicebereich führten.
      Er wägte kurz seine Chancen ab und beschloss allerdings auf Ace zu warten. Wenn sie sich wirklich in verbotene Bereiche bewegten, dann brauchten sie dringend eine Verkleidung. Die Gorillas konnte er leider nirgends erblicken. Entweder sie waren in einem Zimmer verschwunden oder – was wahrscheinlicher war – es gab hier so etwas wie einen Highroller-Bereich. Dort, wo in Wirklichkeit die wahren Geschäfte abliefen.

      Sie waren alle in ein Zimmer gebracht worden. Hier gab es Seife, Kleidung, Wasser und sogar Parfum. Was für eine Farce. Sie sollten alle schön sein, um den höchstmöglichen Preis zu erzielen. Beim Wasser wurde peinlich genau darauf geachtet, dass es nicht zu viel war, damit sich die Frauen darin nicht ertränken konnten. Verflucht kluge Bastarde.
      Klatsch – der unverkennbare Klang einer schallenden Ohrfeige. Ja, auch das war typisch für das Prozedere hier.
      Kendra runzelte die Augenbrauen, als sie sich grob mit einer Bürste und Seife abschrubbte. Es war immer klüger den Mund zu halten, so zu tun als wäre man schwach und hilflos, nur um dann im geeigneten Augenblick zuzuschlagen. Doch bisher war leider keiner solcher Augenblicke aufgetaucht, sie wartete verbissen darauf.
      Auch nutzte Kendra ihre Chance sich endlich halbwegs normal zu waschen. Sie musste gesund bleiben, nur so war sie in der Lage ihre Kräfte optimal einzusetzen und zu überleben. Sie aß regelmäßig, sah zu, dass sie halbwegs schlafen konnte und versuchte nicht aufzufallen. Irgendwann würde sie hier rauskommen und dann konnte sie keine Mauern mehr beschützen.
      Ihre verflixten Haare waren jedoch zu verfilzt um anständig mit einem stumpfen Kamm hindurchzukommen. Irgendwann gab sie auf und band sich einen strammen Pferdeschwanz, ehe sie in ihre schwarze Kriegerkluft schlüpfte. Sie hatte recht gehabt, sie sollte tatsächlich viel mehr als Kämpferin, als Kurtisane oder Ehefrau verkauft werden.
      Als sie fertig war sah sie auf und ihr Blick fiel auf die schönen, hellrosa Haare von Micah. Sie ging langsam zu ihr und deutete auf ihre Haare und auf den Kamm.
      „Soll ich dir helfen, sie zu kämmen?“, fragte sie leise, nur um ja kein Aufsehen zu erregen. Es wäre eine gute Chance für Micah an einen wohlhabenden Besitzer zu gelangen, wenn sie so hübsch als möglich war.
      Es bestand dort immerhin eine hohe Chance, dass bei einem reichen Bastard mehrere Sklaven waren und dieser schneller das Interesse an der Rosahaarigen verlor, als ein Mann der all seine Ersparnisse in einen einzigen Sklaven steckte und diesen als sein alleiniges Eigentum nach Gutdünken benutzte.
      inaktiv
    • Nun hieß es sich umsehen. Etwas finden, was sie anziehen konnten. Am besten auch noch ihr Gesicht verdecken. Da würde sich Ace und auch Law sich für eine Weile von ihren Kopfbedeckungen trennen müssen, denn diese würden am meisten auffallen. Wie oft sah man auch schon jemanden, der eine weiße und flauschige Mütze trug, die Flecken besaß. Oder auch einen hellbraunen Cowboyhut, der bereits ins orangefarbige ging mit roten Perlen und 2 Gesichtern darauf. Das würde wohl wirklich am meisten auffallen, was Ace leise zum seufzen brachte. "Gut..." murmelte er, ehe er einen der Läden betrat, begrüßte mit einem freundlichen Lächeln die junge Dame an der Kasse und sah sich um, während er nachdachte.
      Es wäre eine Auktion. Eine Auktion mit Geboten für verschiedene Frauen, wenn sie denn dort hin kämen. Doch es wäre nicht Ace, wenn er daran zweifeln würde, weswegen dieser Gedanke auch erst gar keinen Platz in seinem Kopf fand. Stattdessen sah er zu den Anzügen, lächelte und griff nach zwei davon. Dazu eine Sonnenbrille und ein einfacher Hut. Das würde sicher am wenigsten auffallen, wenn er sich an die Leute erinnerte, welche er schon einmal bei so einer Auktion gesehen hatte. Alle recht vornehm gekleidet, damit man deren Hintergedanken nicht erkennen konnte. Der Feuerteufel wollte sich gar nicht vorstellen, was die armen Frauen durchmachen müssen.
      Ein leises Schnauben entwich ihm, bevor er die beiden Outfits bezahlte, der Verkäuferin noch einmal ein freundliches Lächeln schenkte und sich mit einem "Schönen Tag und vielen Dank." von ihr verabschiedete. Nun hieß es zurück zu dem Chirurgen, sich umziehen und sehen, dass sie die Gorillas finden würden. Und vor allem die Auktion. Ein wenig froh war er darüber, dass Ruffy und die anderen nicht hier waren. Allein in diesem Moment, als Ruffy dies gehört hätte, währe das Hotel bereits nicht mehr an Ort und Stelle und sie hätten schlagartig die Marine und anderes auf dem Hals.
      Er schritt den Weg entlang zurück zum Hotel, durchquerte den Eingang und sah sich nach dem Älteren um, bevor er diesen erblickte und auf ihn zutrat. "Ich denke ich habe passendes gefunden." meinte er und hob demonstrativ die Einkaufstasche für einen Moment nach oben. "Wenn wir schon jemandem den Hintern aufreißen und Damen helfen sollten wir immerhin auch ordentlich gekleidet sein, nicht wahr?" sprach er mit seinem typischen, leicht schiefen Grinsen, welches neben seinem Charm dennoch ein wenig Kindlichkeit in sich trug.

      Wie sie es doch hasste zuzusehen, ohne etwas tun zu können. Alleine damals war sie nie jemand gewesen, der einfach nur schweigend zusah, wenn andere litten, doch hier hatte sie keine andere Wahl. Sie konnte nur schweigen. Würde sie sich einmischen, den Mund öffnen oder gar versuchen handgreiflich zu werden, dann würde sie niemand mehr kaufen... weil sie nicht mehr wäre. Diese Kerle scheuten auch nicht die jenigen einfach umzubringen, welche sich nicht fügten, weswegen die Hellhaarige ihre Hände zu Fäuste bildete, als sie sich wusch und somit die nasse Seife, welche sie in der Hand hielt zu Boden fiel. Sie selbst biss sich auf die Zunge, um keinen Mucks von sich zu geben. Sie wusch sich weiter, trocknete sich, sogut es ging und zog sich langsam das helle Kleid mit Kragen und langen Ärmeln an, welches ihr vorbereitet wurde.
      Es war ein halbkreisförmiger Ausschnitt an ihrer Brust zu sehen, während sie den Knielangen Rock des Kleides herunter schob und die dünnen Ärmel bis zu den Handgelenken zog. Ihre hellen Augen - welche zwei verschiedene Farben aufwiesen - hatte sie geschlossen, während sie ihre langen, rosanen Haare aus dem Stoff zog und locker über ihre Schultern fallen ließ, ehe sie Schritte hörte, die auf sie zutraten, gefolgt von einer leisen Stimme, welche sie aufsehen ließ.
      Den Kopf leicht zu der Schwarzhaarigen gedreht schwieg sie ein wenig, bevor ein seichtes Lächeln auf ihren Lippen zu sehen war und kurz nickte. "...Gerne.... Danke..." sprach sie ebenso leise und zupfte ein wenig am Saum des Stoffes, welcher leicht zurück nach oben rutschte, nachdem sie sich bewegte. ".....Ich frage mich, wann das alles ein Ende haben soll..." Ihre Stimme war leiser als zuvor, ihr Blick auf den Boden gerichtet und einen Hauch von Traurigkeit in diesem. Wie sehr wünschte sie sich einfach frei zu sein. Tun und lassen zu können was sie wollte. Gehen wohin sie wollte. Ohne Angst haben zu müssen. Ja, auch wenn sie es sich selbst immer wieder versuchte auszureden, so hatte sie Angst. Angst vor den Männern, zu welchen sie kam. Angst davor, wofür sie die junge Frau benutzen wollten. Und davor, was sie ihnen wieder antun würden.
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    • Als die Augen des Chirurgen auf den älteren Bruder Ruffys fielen, war er erleichtert. Unwillkürlich bemerkte er, dass ihn eine innere Anspannung ergriffen hatte, welche ihn recht grimmig schauen ließ. Er besann sich auf Ruhe und nickte Ace zur Begrüßung zu.
      Als die Einkaufstüten hochgehoben wurden, sah er hinein und konnte schwarzen, eleganten Stoff erkennen. Gut, keine dämlichen Perücken. Noch lief alles nach Plan.
      Ein kühles Lächeln umspielten die Lippen Laws, als er Ace ansah. „Ich hätte niemals vermutet, dich in einem Anzug zu sehen.“ Die Feuerfaust und ein schicker Anzug? Nun, er ließ sich überraschen.
      Er hob nun den Schlüssel des Hotels nach oben. Der Anhänger, welcher eine kleine, goldene Karte war, zeigte die Nummer 202. „Ein Doppelzimmer.“, erklärte er kurz und deutete zu den Stiegenaufgang.
      „Wir sollten uns beeilen und umziehen, ehe uns hier noch jemand erkennt.“, meinte er noch. Es wäre suboptimal, wenn sie nun schon ihre Tarnung auffliegen lassen müssten. Daher machte er sich gemeinsam mit der Feuerfaust auf, die Stufen nach oben zu erklimmen und ihr Zimmer ausfindig zu machen.
      Und wie sie dann in die geheimen Räume der Elite gelangen sollen? Nun, ein Schritt nach dem anderen.

      Zufrieden nickte Kendra und begann mit langsamen, überraschend geübten Handgriffen die schönen Haare der anderen Frau zu kämmen. Sie wären noch viel schöner, wenn sie Sonnenlicht abbekämen, gesundes Essen und den Duft nach Freiheit, dessen war sie sich sicher. Doch nun tat die Schwarzhaarige alles, um sie wenigstens durch zu kämmen und ihnen somit zu ermöglichen, schön zu fallen. Die Farbe ihrer Haare war das perfekte Finish, welches ihr Kleid und Figur ordentlich zur Geltung brachte.
      Als Micah eine metaphorische Frage stellte, sah Kendra auf und blickte rasch zu den Wachen. Sie verhielten sich ruhig, solange die Frauen ruhig waren. Gewiss sahen sie es gerne, wenn sich die Damen so hübsch als möglich machten.
      „Es endet mit dem Tod…“, gab Kendra leise zurück und hätte fast wieder geknurrt. „… entweder mit den ihren oder dem unseren.“
      Die Frau vor ihr wirkte ungeheuer sanft und verloren. Doch Kendra ließ sich nicht täuschen. Ihr Blick war gen Boden gerichtet, fast in sich gekehrt und dies zeugte von jahrelanger Gefangenschaft. Sie wusste wovon sie sprach, kannte sie doch selbiges Leiden. Unwillkürlich prickelte das Zeichen der Sklaverei auf ihrem Rücken, welches alle Sklaven trugen. Doch Micah lebte noch und dies zeugte auch von einer inneren Stärke, der vielen fehlte.
      Kendra war schließlich fertig und legte den Kamm zur Seite. „Hör nie auf.“, sagte sie lediglich. Ob damit die Hoffnung oder das Kämpfen gemeint war, ließ sie frei zur Selbstinterpretation.
      Dann betrachtete sie sich selbst im Spiegel. Ihre sturmgrauen Augen waren längst nicht mehr so sanft wie früher, sondern zeugten ebenfalls von einer Härte, die sie gerne ablegen würde. Doch dies ging nicht. Wenn sie ihren Panzer fallen ließe, war sie genauso schutzlos wie viele der anderen. Niemals würde dies passieren.
      Sie zupfte ihre schwarze, enganliegende Rüstung zurecht, welche eine Mischung aus Stoff und Metall war. Sie bestand aus einem knappen Oberteil, welches viel zu viel Haut zeigte. Schwarz und Gold wechselten sich ab und gerade die Schultern waren zu Spitzen geformt. Die Hose bestand zu einem Großteil aus Stoff, welcher ihr zwar Bewegungsfreiheit schenkte, ihr gleichzeitig jedoch Schutz raubte. Nur an den Schienbeinen befanden sich Metalleinsätze, mit denen sie kräftig zutreten konnte. An den Füßen trug sie einfache Schuhe, welche mit Schnüren fest zusammengebunden waren.
      Sie drehte sich wieder zur jungen Frau neben ihr und schenkte ihr ein hoffentlich zuversichtliches, doch sicherlich auch grimmiges Lächeln. Sie würden dies schon durchstehen. Was gab es für Alternativen? Den Tod? Nein, das wäre zu einfach.
      inaktiv
    • Ace hätte nie wirklich das Bedürfnis gehabt einen Anzug tragen zu müssen, nachdem er Law's Worte vernommen hatte und diesem nach oben folgte. Zwar trug er schön des öfteren Anzugshosen, weil er daran selbst nicht wirklich etwas schreckliches fand, doch dieses eingezwängte machten ihn verrückt. Das geschlossene, enge Hemd, das unter einem meist geschlossenen Jackett am Körper lag. Nein, Ace war eher eine Art von Mann, die es eher freier mochten. Entweder ohne Kleidung am Oberkörper, wie er es sonst hatte oder zumindest ein offenes Hemd. Doch hier müsste er sich zumindest für eine Weile zusammenreißen und über seinen Schatten springen. Allein das Zeichen Whitebeards auf seinem Rücken, ebenso wie das Tattoo auf seinem Oberarm, welches er für die Verbindung seiner Bruderschaft mit Ruffy und Sabo hatte stechen lassen, würden zu viel Aufmerksamkeit erregen. "Was tut man nicht alles, um jemandem helfen zu können." meinte er mit einem Grinsen schließlich, ehe er sich kurz umsah und den Blick zu Law wandern ließ. ".....Du weißt schon, dass es sehr falsch aussehen würde, wenn uns jetzt jemand der anderen sehen würde, oder?" meinte er, nachdem er das Wort "Doppelzimmer" von dem Älteren gehört hatte. Und erst jetzt kam ihm die ganze Szenerie erst richtig in den Kopf, wie die anderen es sehen könnten.
      Law und Ace verließen zusammen und allein das Schiff, gingen zusammen und allein etwas essen, waren zusammen und allein im Hotel und betraten das selbe Zimmer. Allein wenn Robin oder Nami das sehen würden, dann konnten sie sich erst einmal wochen-, wenn nicht sogar monatelang etwas anhören. Wie lange sie es noch verschweigen wollten. Seit wann sie denn vom anderen Ufer seien. Und und und. Ein tiefes Seufzen entwisch der Feuerfaust bei diesen Gedanken, welche er mit einem Kopfschütteln versuchte aus seinen Gedanken zu vertreiben, bevor er letztendlich das Zimmer mit dem Chirurgen betrat, um sich umzuziehen.
      "Ich werd ins Bad gehen." kam es sogleich von dem Kleineren der beiden, während er sich Anzug und Hemd heraus holte und auch schon in das angrenzende Badezimmer verschwand, sich nach dem schließen der Tür sich seiner schwarzen knielangen Hose entledigte, ebenso wie den schwarzen Schuhen und sich sowohl Anzugshose, als auch das weiße Hemd und das Jackett anzog, gefolgt von den dazupassenden Schuhen. Immerhin sollten die beiden nicht nur halbherzig an die Sache heran gehen. Nun knöpfte er das Hemd noch zu, welches in seiner Hose verschwunden war. Auch die wenigen Knöpfe vom Jackett knöpfte er zu und setzte sich den Hut auf, welchen er sowohl sich als auch Law besorgt hatte. Nur am Aussehen des Kinns und des Mundes würde sie niemand erkennen. Die dunkle Sonnenbrille tat den Rest.

      Ruhig dasitzend ließ die junge Frau das kämmen ihrer Haare über sich ergehen, während sie selbst mit einer ihrer langen Strähnen spielte. Strich leicht mit beiden Händen über diese und starrte weiterhin den Boden an, als würde es nichts interessanteres als diesen geben. Doch die eben gestellte Frage stellte sie sich schon seit Ewigkeiten auch schon selbst und konnte sich keine Antwort darauf machen, außer den Tod. Als sie Kendra's Worte hörte musste sie unwillkürlich lächeln, bitter und kaum sichtbar. Ja, eine Seite würde sterben. Und so wie es stand, war die Chance groß, dass die Seite der Frauen hier den Kürzeren ziehen würde. Doch sie wollte nicht. Sie konnte nicht mehr und sie würde es auch nicht länger hinnehmen. Sie war 16 Jahre schon in Gefangenschaft, nachdem sie von Rubeck verschleppt wurde. Von den anderen Kindern, mit welchen sie damals dort fest saß, hatte sie nach dem Verkauf nie wieder etwas gehört. Sie wusste nicht einmal, ob sie noch lebten, doch daran denken wollte sie nicht.
      ".....Ich will nicht mehr..." murmelte sie, als die Schwarzhaarige im Kampfanzug zu ihr meinte, sie solle nicht aufhören. Sie würde auch nicht aufgeben. Niemals. Erst, wenn sie tot wäre, würde sie eine Niederlage gegen diese Kerle akzeptieren. Auch wenn es vielleicht gar nicht mehr solange dauerte, bis dieser Tag kommen würde. Sie wandte ihren Blick zu der Älteren, lächelte etwas und sah schließlich zu den Wachen, die darauf achteten, dass alles ruhig blieb.
      "Ich werde mich nicht weiter benutzen lassen. Ich kann es nicht mehr. Ich halte es nicht mehr aus." Ihre Stimme war noch immer so leise, dass die Männer davon nichts mitbekommen konnten. Ansonsten müssten sie wirklich sehr gute Ohren haben, doch das bezweifelte Micah. "Du.... solltest dir das alles auch nicht mehr gefallen lassen. Auch wenn ich sicher wie eine Verrückte klinge, aber ich werde, sobald ich dort oben bin sehen, dass ich dort weg komme. Und wenn ich.... Gewalt anwenden muss."
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    • Law vernahm Ace‘ Worte und nickte. Ja, was tat man nicht alles, um jemandem zu helfen? War Law schon immer so ein Softie gewesen? Er konnte sich nicht erinnern. Sein Verstand arbeitete präzise und logisch – und sich nun selbst in Gefahr bringen um anderen zu helfen war alles andere als logisch. Doch ja, was tat man nicht alles…
      Als der Schwarzhaarige das Thema ansprach, wie die ganze Szene von außen aussehen vermochte, stockte der Arzt kurz. Er hatte recht. Sie waren nur zu zweit, seit sie die Schiffe verlassen hatten und all diese Dinge, die sie zusammen unternahmen, konnte man auch höchst falsch interpretieren.
      Doch zum Antworten kam er nicht, denn dann waren sie beim Zimmer angelegt und betraten dieses. Es war groß und geräumig, bot eine Sitzgelegenheit mit kleinem Tisch, eine Anrichte sowie besagtes Doppelbett. Eine angrenzende Tür führte ins Badezimmer, welches Ace sogleich betrat.
      Law hatte nun selbst auch keine Zeit zu verlieren. Er entledigte sich seiner langen, blauen Hose, welche ebenso die typischen Punkte aufwies wie seine geliebte, flauschige Mütze. Er schlüpfte in die Anzughose, tauschte seinen dunklen Hoodie mit seinem typischen Zeichen gegen ein weißes Hemd und Jackett und beäugte misstrauisch den Hut, welchen Ace ebenfalls besorgt hatte. Dieser konnte freilich seiner Mütze nicht das Wasser reichen, aber für jetzt musste es wohl gehen. Noch die Sonnenbrille auf die Nase geschoben und der Herr war fertig. Nur seine Tätowierungen auf Händen und Figern konnte kein Anzug der Welt verdecken. Er würde darauf achten seine Hände nicht zu offen zu zeigen. Sein geliebtes Schwert würde er hier bei seinen anderen Sachen lassen, es wäre ebenfalls zu auffällig.
      Er wartete bis Ace aus dem Badezimmer trat und ein kühles Lächeln trat in sein Gesicht. „Schließen wir einen Pakt, dass wir den anderen nichts vom Doppelzimmer erzählen.“, schlug der Größere vor.
      Sie sahen beide richtig elegant aus und würden hoffentlich bei den Käufern nicht auffallen. Jetzt hieß es nur noch einen Weg in jenen geheimen Bereich zu finden. Entweder sie würden auf gut Glück suchen, oder gezielt verdächtig aussehende Personen ansprechen um sich die „Waren zeigen zu lassen“. Dies konnte gut gehen, musste aber nicht.

      Die ersten Worte der Frau hätte man missinterpretieren können. Sie wollte nicht mehr – dies hätte nach aufgeben klingen können, doch als Kendra ihr überrascht den Blick zuwandte, sah sie pure Entschlossenheit. Die folgenden Worte Micah’s bekräftigten dies nur noch.
      Sie wollte sich nicht länger benutzen lassen und traf damit genau den gleichen Geschmack der Schwarzhaarigen. Auch sie wollte nicht mehr, ertrug es nicht länger und suchte mit Argusaugen ständig nach einem Ausweg. Bisher hatte sich noch keiner ergeben aber wenn zwei Frauen am gleichen Strang zogen – wer weiß was dann möglich war?
      „Gewalt ist immer gut.“, antwortete Kendra nun mit einem bösen Lächeln. „Sie glauben, sie haben uns gebrochen. Aber wenn wir zusammenarbeiten… könnten wir eine Chance bekommen zu fliehen.“
      Es war höchst riskant einen Verrat so offen auszusprechen. Vielleicht war Micah ja auch eingeschleust worden um genau solch einen aufzudecken? Doch das glaubte Kendra nicht, denn dafür meisterte sie ihre Rolle zu perfekt. Beim Umziehen war die Schwarzhaarige nicht umhingekommen, ebenfalls das Sklavenbrandmahl auf ihren Rücken und einige Narben von der Gewalt ihrer Aufpasser zu erkennen.
      „Mein Name ist Kendra Tahoe.“, stellte sie sich nun mit ganzen Namen vor. Falls sie heute bei einem Fluchtversuch sterben sollte, so sollte wenigstens noch einmal der Familienname ihrer geliebten Eltern fallen.
      inaktiv
    • Alles saß, wo es sollte, als Ace sich um Spiegel ansah und tief seufzte. Allein jetzt war er schon froh, wenn er aus den Sachen wieder raus war oder das Hemd zumindest öffnen konnte. Dich da musste er nun erst einmal durch. Er atmete kurz tief ein, ehe er das Bad verließ und zu Law sah, welcher ebenfalls schon fertig umgezogen war und grinste kurz, als dieser gleich mit ihm sprach. "Akzeptiert. Keiner hat Lust auf falsche Eindrücke, richtig?" meinte er mit einem kurzen Nicken, ehe er sich den Hut ein wenig mit dem Zeigefinger nach oben schob. "Nun gut, dann wollen wir mal sehen. Immerhin haben wir eine Mission zu erledigen, richtig?" Erneut ein grinsen auf seinem gesicht, bevor er in Richtung Tür ging, um diese zu öffnen. Er hoffte inständig, dass sie diesen Handel schnell finden würden. Allein schon die Vorstellung, wie die armen Frauen behandelt wurden. Mit einem leisen brummen trat er aus dem Zimmer, eine seiner Hände in der Hosentasche.

      Gewalt war immer gut? Nun, da hatten die beiden Frauen wohl eine kleine Meiningsverschiedenheit, aber das tat nun nichts zur Sache. Hier würde es wohl nicht anders gehen, als etwas handgreiflich werden zu müssen und so wie sie Kendra einschätzte konnte sie um einiges besser austeilen, als sie selbst.
      Ein seichtes Lächeln schlich sich auf die Lippen, wie man es von ihr gewohnt war. Egal was ihr auch passierte, sie lächelte immer. Lediglich ihre Augen verrieten, was sie wirklich fühlte. Meist war es Trauer und Schmerz, doch heute war es Entschlossenheit endlich hier weg zu kommen. Als sich die Schwarzhaarige nun mit ihrem ganzen Namen vorstellte nickte Micah kurz. ".....Araya Micah.... Oder einfach Miki." antwortete sie darauf, bevor ihr Blick wieder zu den Männern wanderte.
      "Du..... besitzt Teufelskräfte, nicht wahr? Umsonst hattest du keine Ketten mit Seestein um dich. Ein Wunder, dass du dich damit noch bewegen kannst." Sie sprach wieder leise, während sie sich weiter um ihre Haare kümmert, ohne groß Aufmerksamkeit zu erlangen. ".....Ich könnte den Schlüssel besorgen und sie dir abnehmen."
      ╔═.✵.════════════════╗
      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
      ╚════════════════.✵.═╝




      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"



    • Law war froh, dass Ace auf seinen Paktvorschlag einging. Dieses Erlebnis war etwas, was sie beide wohl ein wenig zusammenschweißen würde. Freundschaftlich, versteht sich. Law würde selbst Bepo keine Details erzählen, sollten sie tatsächlich auf der richtigen Fährte sein und hier einen Sklavenhandel ausheben können. Und falls sie nichts Sittenwidriges entdecken würden, dann würden sie wahrscheinlich auch Stillschweigen darüber bewahren.
      Sie verließen nun das Zimmer und Law schloss ordnungsgemäß ab, immerhin waren ihre Klamotten und Laws Schwert darin. Der Schlüssel mit dem Anhänger verschwand in seiner Anzughose, sowie auch seine beiden Hände.
      „Auf zur Mission.“, sagte er und nahm damit die Worte der Feuerfaust von vorhin auf. Sie beide sahen wohl offensichtlich sehr gut aus, denn sobald sie das Zimmer verlassen hatten, hatten sich die ersten Damen nach ihnen umgedreht.
      Sie schlenderten gemütlich durch den Flur, darauf bedacht, so harmlos und steinreich wie möglich zu wirken. Law überlegte sich die nächsten Schritte, so wie er es immer tat. Wenn er einen illegalen Handel betreiben würde, wo würde er diesen ansiedeln? Auf keinen Fall in den öffentlichen Bereichen, im Gastroareal oder im Spa, denn hier konnte man als Gast auch zufällig darauf stoßen.
      Es musste eher ein Bereich sein, der groß, schwer zugänglich und zudem auch gut schallisoliert war, damit man keine Hilfeschreie hörte. Es blieb also entweder ganz oben, oder, was viel wahrscheinlicher war, der Keller.
      Law schätzte Ace als überaus gutmütig und auch ein klein wenig verfressen – aber darüber hinaus auch über die Maßen klug ein. Die Feuerfaust war vermutlich auch bereits selbst zu diesem Schluss gekommen.
      „Also in den Keller?“, fragte er und blickte den Kleineren mit fragendem Blick an, der jedoch durch die Sonnenbrille verborgen blieb.

      Das Lächeln der anderen Frau war zart wie ein Blütenblatt. Genauso schön anzusehen und doch von solch einer Entschlossenheit, dass es ihr eigenes Herz beflügelte. Wenn sie solch eine Verbündete hatte, dann konnte ihr gemeinsamer Traum von Freiheit vielleicht heute tatsächlich Wirklichkeit werden.
      Araya Micah, kurz Miki, wiederholte sie in Gedanken und befand den Namen für schön und passend für die andere Frau. Sie folgte dem Blick zu den Männern und begann ein wenig unnötigerweise ihren Kampfanzug zurecht zu ziehen, damit es so aussah als würde sie sich weiter fertig machen.
      Sie blickte Micah über den Spiegel hinweg an und nickte auf ihre Frage hin, ob sie Teufelskräfte besaß. Ja, die Seesteine saugten ihr fast all ihre Kräfte aus und sie hatte Mühe sich auf den Beinen zu halten. Doch der Hass auf dieses Leben gab ihr den nötigen Auftrieb.
      Als Miki nun meinte, sie könnte ihr einen Schlüssel besorgen, weiteten sich ihre sturmgrauen Augen. Sie zog scharf den Atem ein und ihr Blick zuckte zu den Männern. Sie tat rasch so, als müsste sie ein Schluchzen unterdrücken, damit ihre Reaktion nicht zu sehr auffiel.
      „Wenn du das schaffst...“, flüsterte sie, als sie sich die Hände vors Gesicht hielt. „...hole ich dich hier raus.“ Es war ein Versprechen für ein Versprechen.
      inaktiv