Secrets.[Michue & Aiden]

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    • Secrets.[Michue & Aiden]

      Secrets.
      By @Michue und moi Aiden

      Mike
      Ich stieg in sein Lachen mit ein. Es war einfach zum schreien komisch wie wir manchmal aussahen! Und bei seinem Kommentar fing ich noch lauter an zulachen. "Richtiger Vorurteiler hier!", scherzte ich und stieß in leicht an. Wirklich nur ganz leicht, aber irgendwie übersprang so ein kleiner Funken von seinem Körper auf meinen - Ein Stromschlag. Huch? Ich ließ mir nichts anmerken, wir scrollten weiter herum und dann spürte ich nur noch seinen Arm an meinen. Irgendwie standen wir vielleicht doch viel zu nahe dran, aber ich traute mich nicht von ihm wegzutreten. Allerdings konnte ich mich deshalb nun wirklich nicht konzentrieren und scrollte einfach vehement nach unten bis Jakob irgendein schönes gefunden zu haben scheint. Ich schaute es mir kurz genau an, segnete es ab - es war echt ein cutes Bild - und lud es in den Kommentaren hoch! "'kay. Das wäre erledigt. Willst du die Bilder haben?" Langsam schlenderte ich zu meinem Schreibtisch und holte eine Speicherkarte um diese in mein Handy zu stecken. Fragend blickte ich ihn an. Musste etwas hochgucken. Irgendwie kam ich mir gerade richtig klein vor.Schnell schaute ich weg und hielt mein Handy hoch, um meine Frage zu unterstreichen und die für mich peinliche Situation zu überspielen. Doch bevor er antworten konnte, rief uns meine Mutter zum Essen. GOTT SEI DANK!

      Jakob
      "Es wären nur Vorurteile, wenn sie nicht wahr sind!", lachte ich in dem Moment wo er mich stieß, und mir ganz flau wurde. Ein kleiner Schauer lief durch meinen Körper, und ich musste ein wenig verlegen deswegen lächeln. Ich wusste nicht wirklich wie ich damit umgehen sollte. Und dann war das Bild schneller hoch geladen als ich gucken konnte. Gut, vielleicht hielt Ivân ja jetzt endlich einmal seine Fresse. Er würde schon noch sein Fett wegbekommen, so wie Melanie Mähdrescher, und dafür würde ich eigenhändig sorgen. Vielleicht konnte ich Luise dazu überreden mir zu helfen, und Oscar auch, denn beide konnten ihn nicht wirklich gut leiden. Obwohl das bei Luise so auf den ersten Blick komplizierter schien...Ich öffnete gerade dem Mund zum Antworten, doch da setzte sich Mike schon in Bewegung, und im ersten Moment fiel mir nicht ein, was ich sagen sollte, so bis mir die Frage aus dem Sinn kam. Was wollte er nochmal? Er hielt mir sein Handy hin und ich nickte leicht, ja genau die Fotos, ich wollte sie gerne haben, dch bevor ich was sagen konnte rief uns seine Mutter. "Gib mir die Fotos später, aber lass jetzt erst mal was essen!", grinste ich dann schwach und zog ihn dann mit mir aus dem Zimmer. Ich hatte im Moment so ein Bedürfnis ihn zu berühren.

      Mike
      "'Kay!", erwiderte ich lediglich und wollte mich in Richtung Flur begeben, um in die Küche zu meiner Mutter zu laufen, da zog mich allerdings Jakob schon mit, so als wäre das völlig normal und als wäre das sein Haus, in dem er mich herumführen musste. Ich meine es war ja wie sein zweites zuhause, sooft wie wir unsere Zeit miteinander verbachten, allerdings konnte ich mich nicht entsinnen, dass er mich so berührte. Oder vielleicht hatte ich das noch nie so wahrgenommen und reagiere einfach jetzt so heftig darauf, auf Grund von Ivâns dummen Kommentar. Egal wie sehr ich mir den Kopf darüber zerbrach, ich konnte wirklich nicht sagen, ob mich Jakob auch schon vorher so am Handgelenk genommen hatte und irgendwie gefiel mir der Gedanken, dass er es ruhig öfters tun könnte. Jedoch wusste ich das der Gedanke falsch war und nicht zu uns passte, zumindest nicht zu unserer Beziehung die wir momentan führten. Wir waren Freunde, beste Freunde, und da durfte ich einfach nicht so reagieren. Es durfte nicht wohlig kribbeln und mir das Gefühl der Geborgenheit geben. Es durfte nicht mein Herz höher schlagen lassen und schon gar nicht mir irgendwelche Flausen in den Kopf setzen. Unmerklich schüttelte ich den Kopf und versuchte mir nichts anmerken zu lassen, als wir die Küche betraten. Jakob hatte bereits "seinen" Platz neben mir am Esstisch, sodass wir nicht lange brauchen, um uns an den Tisch zu meinen Eltern zu setzen. Das was meine Mutter gekocht hatte, sah mal wieder vorzüglich aus und ich war über die gewonnene Ablenkung mehr als froh!


      ________
      Jakobs Antwort folgt <3
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "



    • Schnell waren wir in der Küche angekommen. Ich kannte dieses Haus wie mein eigenes, aber ich verbrachte auch echt viel Zeit hier. War schon so n kleines Wunder, dass ich nicht meinen eigenen Schlüssel hatte. Wäre für Mike und seine Eltern bestimmt einfacher, dann mussten die nicht immer Griffbereit stehen wenn ich mal vorbeikam.
      Ich ging auch schon direkt zu meinen Stammplatz, hier saß ich immer wenn ich bei Mike war. Das Essen duftete köstlich, und ich wollte am liebsten zu greifen. Allerdinsg wartete ich ganz höflich. "Frau Shum, das riecht fantastisch!", meinte ich dann grinsend.
      Bei dem Geruch und dem Aussehen begann mein Magen zu knurren. Maan, wann hatte ich gleich nochmal das letzte Mal gegessen? Konnte gar nicht so lange her sein, aber ich konnte auch fast immer essen. Gab selten etwas das mir den Appetit verdarb.
      Kurz schielte ich zu Mike, der sich über das Essen bestimmt genauso freute wie ich mich. Seine Mutter konnte echt hammer kochen, und ich liebte es jedes mal. Manchmal konnte man schon echt neidisch auf Mike sein... Außer was seine Noten anging. Ich konnte mir net vorstellen wie es wäre, wenn Mikes Mutter meine Noten einmal sehen würde. War wohl besser wenn sie es nicht tat, sonst durfte ich sicher nicht mehr her kommen. Der Gedanke war wohl das fürchterlichste woran ich grad denken konnte. Da lies es mir ja schon kalt den Rücken runter. Urgh.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "



    • Immer noch ein wenig - ah vielleicht auch ein bisschen viel - verwirrt von diesem komischen Kribbeln, saßen wir Beide nun am Tisch meiner Eltern und es fühlte sich einfach geborgen an. Wie immer eigentlich wenn Jakob da ist! Er gehörte einfach zu unserer Familie dazu. Ihn wegzudenken - das war keine Option. Er war so... So brotherlike halt. Mein Blick huschte zurück zu meinem Handgelenk, wo vor kurzem noch die Hand Jakobs umschlungen war. Jetzt hingegen fühlte es sich so leer an. Das Kribbeln ließ immer weiter nach, aber je weniger ich es fühlte, desto mehr wünschte ich es mir zurück. Ich umschloss mein Handgelenk, dass Jakob ebenfalls mit seiner Hand eingefangen hatte, allerdings fühlte es sich anders an. Eben nicht so brothermäßig glaube ich. Ich lächelte ein wenig, während ich das schnelle Schlagen meines Herzens nicht wirklich wahrnahm. Aber halt mal.
      "Wow!", unterbrach ich Jakob bei der Lobpreisung und erntete von meiner Mutter einen strengen Blick. "Kannst du deinen Daumen und Zeigefinger berühren, während du dein Handgelenk umfasst?" Ungelogen... ich war wirklich begeistert davon, dass ich das konnte und zeigte Jakob sofort diese Erkenntnis. Ich hielt ihm das sprichwörtlich unter die Nase. Danach griff' ich sofort nach Jakobs Handgelenk - Ah, diese lästigen Stromschläge die mir Jakob immer verpasste! - um auszutesten, ob ich dasselbe bei ihm konnte.


    • Etwas verwirrt sah ich zu Mike, und sobald er weiter sprach musste ich direkt breit grinsen. "Alter, hast du das vorher noch nie gemacht?", musste ich dann lachen. Was für'n Idiot. Ein süßer Idiot, but... Oh Jakob, hör auf so n scheiß zu denken!
      Ehe ich mich versah, umgriff Mike mein Handgelenk, und mein Magen begann gleich noch mehr zu kribbeln. Ich musste echt verdammt großen Hunger haben! "Haha das geht sich nicht ganz aus, liegt dran das du kleiner bist", schmunzelte ich und tat es dann bei ihm einmal um zu zeigen, das meine Hände größer waren und locker um sein Handgelenk ging. "Ha, ich hab riesige Hände. Bärentatzen oder so", grinste ich Mike dann ganz breit an.
      "Aber können wir jetzt essen? Ich glaube ich verhungere!" Fragend blickte ich zu Mikes Mom, die nur ihren Kopf schüttel konnte über unser Verhalten. Aber dann nickte sie, und so schnell konnte keiner schauen, nahm ich mir auch schon etwas. Ich wartete noch kurz bis die anderen auch was hatten, bevor ich begann es zu essne. Besser gesagt zu verschlingen. Gott, ich liebte das Essen dieser Frau! Ich wünschte meine Mom würde auch so leckeres Zeug kochen!
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "



    • Sein grinsen war breiter als das von einem Honigkuchenpferd und ich stieg in dieses abartige grinsen mit ein. Die Mundwinkel taten dabei so derbe weh - Ich nutzte gerne Jakobs Wörter -, aber mir war das eigentlich wayne. Denn diese Momente sind so unbezahlbar. So unbezahlbar wie ein Urlaub auf Bali. Denke ich mal. Ich war nie in Bali. Ich schüttelte meinen Kopf über den absurden Vergleich und schaute wieder auf mein Handgelenk. Jakob hielt es fest umschlungen. Schon wieder. Und seine Hände waren wirklich riesig. Aber genau das gab mir nur einen stärkeren, aber wohligen Schauer. Ich schaute auf seine Hände. "Bärentatzen", murmelte ich und dann nickte ich eifrig. "Ich mag deine Bärentatzen! Du wärst ein guter Bärenpapa, der alle beschützen und verteidigen würde!", lachte ich, aber gleichzeitig meinte ich das was ich sagte wirklich ernst. Jakob war schon immer so gewesen. So Beschützermäßig. Ich war zwar älter wie er - okay nur einen Monat, aber das zählt trotzdem! - aber er verhielt sich immer wie ein großer Bruder mir gegenüber, den er eben beschützen musste. Genau wie seine kleine Schwester. Izzy. Och Gott wie ich dieses Mädchen liebte. Als Schwester natürlich. Genau wie ich eben Jakob liebe... Also brüderlich eben. Kay?
      Da Jakob nun aber wirklich Hunger zu haben schien, ließ ich ihn sein Essen auf seinen Teller machen und während wir aßen murmelte ich völlig in Gedanken verloren: "Wenn es ned so peinlich wär', würd' ich dich ab sofort Bär nennen." Aber warum wäre es so peinlich? Gedankenverloren stocherte ich im Essen herum, bis ich alles aufgegessen hatte und zu Jakob sah, der bereits fertig war. Es verwunderte mich schon lange nicht. Das Einzige komische war, dass der Boi niemals zunimmt. Jeeez. Ich wünschte wir könnten tauschen, sodass ich alles reinschaufeln könnte an Essen ohne dick zu werden.
      "Zocken?", fragte ich nach meiner kurzen Gedankenpause.


    • Das Kribbeln lang ganz langsam ab, doch ganz verschwand es nicht. Dabei war ich mir so sicher, das ich einfach nur Hunger hatte. Jetzt war ich pappesatt, und war mir sogar sehr sicher das cih jeden Moment platzen müsste. Richtig derbe, ich hätte eigentlich etwas weniger sollen. Ganz sicher. Gott.
      Als mein Teller leer war, schob ich ihn etwas von mir weg. Ich würde nie wieder was essen. Oder zumindest zwei Stunden lang nimmer. Ehrlich, ich kannte mich besser, am Ende würden wir uns mitten inner Nacht noch zur alten Tanke schleichen und uns einen Haufen Chips kaufen und anderen Süßkram. Das war immer lustig, fand ich zumindest, haha.
      "Klar zocken! Hab noch 'n paar Games mitgebracht. Vielleicht bist du in einen von denen besser?", grinste ich ihn dann frech an. Ich wusste ja wie scheiße Mike im zocken war, selbst wenn er das nie zu gab. Ich musste dann ein wenig lachen und stand auf um vor zu gehen.
      Nur um dann die Games aus meinen Rucksack zu kramen, und sie Mike dann unter die Nase zu halten. "Suuch dir eines aus!"
      Amüsiert betrachtete ich selbst die Games noch einmal, ich mochte sie alle. Verständlich. Sonst hätte ich sie ja auch kaum mit genommen, gell?
      "Boah Mike, halt mich nächstes mal davon ab so viel zu essen, ich schwöre ich platze gleich, richtig derbe, haha!"
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "



    • Während des Essens schaute ich immer mal wieder zu Jakob rüber, da ich es genoss zu sehen, wie zufrieden und glücklich ihn es machte, dass Essen meiner Mutter zu essen. Er aß so, als hätte er drei Tagelang kein Essen mehr bekommen. Aber so war Jakob schon immer - Verfressen ohne Ende. Sein Magen war einfach ein Loch. Und dennoch schaute ich ihn lächelnd. Würde er auch so glücklich aussehen, wenn ich ihm Essen machen würde? Ich glaube ich frage meine Mutter, ob sie mir das Kochen richtig beibrachte. Bis jetzt konnte ich eigentlich nur die Yum Yum Nudeln in heißes Wasser aufkochen lassen und gerade noch so schaffte ich es die Würzmischung dazuzugeben. Das war es aber eigentlich auch schon. Mhm.
      Als wir dann fertig waren, Jakob war definitiv lange vor mir fertig, schien er wirklich gesättigt zu sein. Aus Spaß schlug ich leicht dreimal auf seinen kleinen Bauch, der sich natürlich nur durch das Essen gebildet hatte und grinste ihn an.
      Und dann waren wir endlich beim Thema zocken angekommen, immerhin hatte ich ihn ja gefragt wie es diesbezüglich aussah. Als Jakob mich eines schlechten Spielers bezichtigt, streckte ich ihm die Zunge heraus. "Ich lass' dich nur gewinnen, weil ich dich gern hab'. Bild' dir nichts ein", log ich und begab mich mit ihm zurück in mein Zimmer.
      Ich nahm die Games und ging alle einzelne durch. In Shooters hatte ich keine Chance gegen ihn. Vielleicht ein Rennspiel?
      "Wenn ich dich versuche ihn zwei Stunden aufzuhalten, muss ich Angst bekommen von dir überfallen und verschlungen zu werden lol". Lol. Vielleicht will ich das auch? Lol. Was? Egal. Zurück zum Zocken.
      Ich schaute ihn forsch an. "Woll'ma 'ne Wette abschließen?", fragte ich ihn herausfordernd, während ich mein fettes Grinsen auf meine Lippen trug.

    • Mike schlug drei mal auf meinen Bauch, und wenn ich ansonsten nichts dagegen hätte, fuchtelte ich ein wenig mit meinen Händen um ihn abzuwehren. "Ah nicht! Lass das! Ich sterbe!", dramatisierte ich das alles ein wenig über. Mit einen vollem Magen war auf keinen Fall zu spaßen! Trotzdem musste ich lachen. Es war auch schwer mit Mike nicht zu lachen. In seiner Nähe hatte ich eigentlich immer gute Laune. Außer manchmal in letzter Zeit, da wurde ich ohne grund n bissl nervös. Das war komisch, aber konnte ich leicht vergessen.
      "Oh, ich bild mir jetzt was drauf an, das der groß-kleine Mike, der unbesiegbare, mich so sehr mag um mich gewinnen zu lassen", zog ich ihn dann noch immer lachend auf. Wir wussten beide, das ich besser war. Aber ich lies ihn wenn er wollte... ne ich würde ihn nicht in den glauben lassen, dass er besser war.
      "Klar, verschling dich dann wie ein Werwolf. Awooo", lachte ich dann und grinste Mike breit an. Es klang gar nicht soo übel ihn zu verschlingen. Gosh, man. "Aber wenn ich 'n Werwolf wäre, würde ich nicht Jakob heißen, man. Nh, das klingt mir 'n bissl zu viel nach dem Typen aus Twilight, nah. Ich würd Tim heißen. ODER NEIN! BESSER! Rex!", lachte ich dann vor mich hin.
      Twilight kannte ich nur, weil meine Schwester sich den Film nicht alleine ansehen wollte. Das war voll nervig gewesen, wenn ich ehrlich war, aber n paar Szenen waren ganz ok.
      "Eine Wette? Immer! Spuck aus!"
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "



    • "Wie ein Werwolf also?", stieg ich mit ins Lachen ein, um den neugierigen und mich nervös machenden Gedanken zu überspielen, wie Jakob, der heiße Werwolf, mich verschlang. Wie seine Lippen sich auf meine Haut niederlegt und dann plötzlich mit einem wilden Werwolf verlangen hinein biss. Ein Schauer lief mir den Rücken herunter. Lol. Ich werde wirklich bestimmt krank.
      Sobald Jakob begann wie ein Werwolf zu heulen, griff ich die Initiative, um zwei Kissen zu schnappen. Das eine warf ich lachend auf Jakob. Das andere drückte ich ganz tief in meinen Schoss. Just in case.
      "Hä verstehe dich nicht! Jakob ist doch ein ganz wundervoller Name für einen Werwolf", lachte ich und erinnerte mich daran, wie auch ich mit Jakobs Schwester Izzy die Twilight Reihe "durchsuchten" musste. War nicht so swag, aber was macht man den nicht alles für seine Schwester? Auch wenn sie nicht Blutsverwandt war. "Du musst dir nur den Namen Jakob auf die Stirn schreiben, deinen heißen Körper vorführen und immer dein Tshirt verlieren, damit du es nicht anziehen kannst. Das gefällt allen Mädels." Und mir. Aber man schaut eben halt einen schönen Körper gerne an kay? "Und dann fallen die dir alle vor die Füße. Oh Jakob!", schwärmte ich während ich eine Mädchenstimme nach und lehnte mich theatralisch gegen seine Schulter. "Aber ich finde Rex auch besser!", stimmte ich dann zu, als ich mich wieder aufgerichtet hatte, um ihn anzuschauen und ihm zuzuzwinkern.
      Mit dem Kissen in meinem Schoss und dem Spiel, was ich mir ausgesucht hatte, hielt ich ihm das Spiel nun hin. "Du und ich", fing ich an und ließ eine längere Pause dazwischen, die nicht gewollt war. "Forza Horizon!" (Ein Rennspiel lol)
      Ich schaute ihn mit einem siegessicheren grinsen an. "Der Verlierer muss die Süßigkeiten an der Tanke zahlen, wenn wir uns später rausschleichen!" Ich wusste das ich verlieren würde. Aber genau das war der Punkt. Ich wollte ihn glücklich machen. Und man konnte Jakob mit Essen glücklich machen.

    • "Ja man, wie ein Werwolf", lachte ich. Und ich lachte nicht unbedingt leise. Auf eine gewisse Art was das sicherlich cool, aber als meine Gedanken dann dazu wanderten, wie ich mich tatsächlich über ihn her machte. Nein. Halt. Stop.
      Da flog auch schon voll ein Kissen gegen mich, und wäre ich nicht so abgelenkt gewesen, hätte ich es sicher gefangen. Lachend sah ich dann zu Boden auf das Kissen. Dann griff ich mir theatralisch an die Brust. "Argh, nein. Ich wurde getroffen. Eigentlich am Kopf, aber das ist nicht dramatisch genug", versuchte ich eine gequälte Stimme aufzusetzten, während ich auf die Knie fiel, aber ich musste die ganze Zeit zwischendurch lassen. So n Scheiß konnte ich auch nur mit Mike abziehen. Lachend nahm ich dann meine Hände wieder von der Brust, und setzte mich einfach normal auf den Boden und horchte ihm weiter zu. Dabei kam ich leider nicht aus dem lachen heraus.
      "Ich mach mir gleich Notizen, soll ich mir auch noch Körperöl auf den Oberkörper schmieren?", lachte ich dann, schüttelte aber den Kopf. "Ich denke aber nicht, das Emily ne Freude dran hätte, wenn auf einmal Haufenweise Mädels hinter mir her laufen", grinste ich dann etwas schief. Ich tätschtelte dann auf seinen Kopf der auf meiner Schulter lag. "Wir könnten auch einfach ne Abmachung treffen, und du ersetzt den Haufen an Mädels, ich mein du kannst die echt gut nachmachen", lachte ich dann wieder etwas. Aber es war mir noch nicht einmal so unangenehm... also der Gedanke das Mike für mich schwärmen würde. Ja, also gut. Was sagte ich eigentlich schon wieder die ganze Zeit? Heute war ich aber echt peinlich dran!
      "Ich und du?", fragte ich dann grinsend nach, als er extra eine dramatische Pause einlegen wollte und hob fragend eine Augenbraue. Was wollte er denn mit mir machen? Also es gab da bestimmt so n paar Dinge gegen die ich nichts einzuwenden hätte. Wie automatisch blickte ich für einen Moment auf seine Lippen. Hm. Jap. Nope. Was.
      Ich blinzelte etwas verwirrt. "Oh ja, machen wir so!", lachte ich dann. Vermutlich würde ich sowieso gewinnen, und dann durfte mein Mike-Boy einmal tief in die Tasche greifen. Oder ich erhielt seinen Mythos aufrecht und lies ihn gewinnen, war ja jetzt auch nicht so schlimm wenn ich mal n bissl Geld ausgab. Ich kannte den Kleienn ja gut genug, der würd mir schon kein Loch inne Tasche brennen.
      Ich griff dann nach dem Spiel und packte es gleich mal rein, das wir nur noch den rest herrichten mussten und gleich loslegen konnte.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "



    • Sein lautes Lachen erfüllte den Raum und ich konnte nicht anders, als ein breites Honigkuchenpferd Grinsen auf meinen Lippen zu tragen und das dauerhaft. Mein Raum war zum Glück gut isoliert, sodass meine Eltern nicht allzu viel Lärm mitbekommen sollten, aber bei Jakobs lautem Lachen war ich mir sicher das sie selbst durch diese Wände ein wenig was abbekommen würden. Stören tat uns das beide aber nicht.
      Als er sich dann theatralisch auf die Knie schmiss und vorgab, getroffen worden zu sein, hielt ich meinen Bauch vor Lachen.
      "Du bist so ein Depp, Jakob", witzelte ich.
      Das mit dem Körperöl schien eine verlockende Vorstellungen zu sein. Also für die schwärmende Mädels natürlich! Denen wird das auf jeden Fall gefallen! "Körperöl ist eine wunderbare Idee. Soll ich es für dich auftragen?", setzte ich noch eins drauf, doch verstummte ein klein wenig, als er Emily erwähnte. Emily! Ja, natürlich. Emily... Aus irgendeinem Grund drehte sich mein Magen ein wenig. Mhm, Ich sollte nicht so dolle Witze reißen. Das war nicht swag gegenüber von ihr, immerhin war sie Jakobs Freundin und ich mochte sie doch auch. Sie ist 'ne coole Socke und wir 'ne coole Dreiergang. Auch wenn ich es lieber habe mit Jakob alleine zu sein. Manchmal mochte ich ihn nicht teilen. Aber ich kannte ihn auch länger. "...und du ersetzt den Haufen an Mädels, ich mein du kannst die echt gut nachmachen", wurde ich dann aus meinen Gedanken gerissen. Mein lächeln setzte sich wieder auf meine Lippen auch wenn sich mein Magen noch immer drehte.
      "Das hättest du wohl gerne mein Lieber, ne? Das Mikey nur Augen für sein Jakey hat", zog ich das ganze auf. "Ich werde anfangen ernsthaft für dich zu schwärmen, wenn du meine Note in Mathe toppst!" Und das war literally unmöglich! Auch wenn ich ihm schon die ganze Zeit Nachhilfe gab. Es war nicht anstrengend, aber es war schwer Nachhilfe zu geben, aber für Jakob, da würde ich das jeden Tag machen. Ich will das ihm jede Tür offen steht! Huch wie bin ich den von Späßen auf Ernsthaftigkeit gesprungen? Husch husch.
      Er äffte mich nach, als ich angefangen hatte, meinen Vorschlag vorzustellen. Dabei glaubte ich etwas bemerkt zu haben... oder bilde ich mir wieder nur Dinge ein, die nicht da sind. Flusen, die mir eh schon den ganzen Tag komischerweise im Kopf herumflogen. Ja, das muss es sein. Einbildung. Jakob hat nicht auf meine Lippen geschaut. Nein, das er hat er bestimmt nicht. Richtig? Ich biss mir leicht auf die Lippen. Fuck. Doch letztendlich stimmte er meinem Vorschlag zu und nun hieß es Zocken!
      Ich legte die Disc ins Laufwerk und gab Jakob eine der beiden Kontroller, während wir uns näher an den Fernseher heransetzten. Ich kann mich noch an die Nächte erinnern, wo wir stundenlang einfach nur auf den Bildschirm gestarrt haben und uns gar nicht mehr davon losreisen konnten!
      Mit einem herausfordernden Blick schaute ich Jakob fies grinsend an. Ich würde mein bestes geben, den selbst wenn ich mein bestes geben würde, würde ich verlieren. Also macht es keinen wirklichen Unterschied. Ich wollte Spaß haben und Jakob lachen sehen! Wir starteten das Spiel und es fing bereits sehr hitzig an. Die Bots hatten wir ausgeschalten, also war es ein heikles Kopf an Kopf Rennen zwischen uns zweien. Ab und an mal schielte ich herüber zu Jakob, ich liebte es ihn zu beobachten wie er sich anstrengte und nur auf den Bildschirm fokussiert war und er so ebenfalls nicht bemerkte, wie ich ihn förmlich anstarrte. Schnell schüttelte ich meinen Kopf und richtete mein Blick wieder auf den Monitor. Ich lag hinten, es war aber kein Problem wirklich aufzuholen, denke ich zumindestens. Ich reagierte reflexartig ohne wirklich mir Gedanken darüber gemacht zu haben, doch ich rutschte hinter Jakob, griff um ihn, sodass ich ihm nun ihm Arm hatte und versuchte ihn so vom Spielen zu blockieren. Mein Kontroller lag dabei weiterhin in meiner Hand und mein Kinn legte sich von hinten auf seine Schulter nieder. Er würde es vermutlich nicht bemerkt haben, doch, durch den automatischen Reflex des Menschen, sprich durch die Bewegung, als ich mich von hinten auf ihn - quasi - stürzte, streiften meine Lippen kaum merkbar seinen Hals. Mir wurde heiß und kalt zu gleich und der Gedanke, meine Lippen auf seinen Hals zu legen, um zu schauen wie es sein würde diesen zu liebkosen, schien nicht weit entfernt zu sein. Ich zwang mich auf meinem Fernseher zu starren und legte meine Kraft darin, Jakob irgendwie das Spielen zu erschweren, natürlich fuhr ich dabei unglaublich langsam, damit er es trotz dieser "gefakten" Ablenkung schaffte zu gewinnen. Wäre voll Swag, kay?!
      Und dann kam einer von uns beiden endlich in die Ziellinie...

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    • ... und der Gewinner war ich. Aber nicht so wie ich es erwartet hatte. Es war nicht unbedingt so, dass ich als erstes durch die Ziellinie kam, aber allem Anschein nach hatte ich Mike wohl vorhin einmal überrundet. Das war mir gar nicht aufgefallen, weil ich die ganze Zeit über abgelenkt war, egal wie sehr ich mich eigentlich auf das Game konzrentrieren wollte.
      Mike war mir viel zu Nahe und ich war mir seiner Anwesenheit schmerzhaft bewusst. Eigentlich hätte Mike sich gleich auf meinen Schoß setzten können, dann hätte er vielleicht auch gewonnen. Allein bei der Vorstellung konnte ich gar nicht mehr richtig auf den Fernseher gucken.
      Aber Mike hatte etwas ganz anderes getan, was mich ohnehin erstmal gegen nen Baum hat fahren lassen. Ich hatte wirklich nicht erwartet, dass er von hinten an mich ran kommen würde. So nah, und seine Lippen! Ich hatte es ganz genau gespürt! Seine Lippen waren da an meinen Hals! Mein ganzer Körper hatte begonnen zu kribbeln, und für einen Moment, ich war mir echt sicher, hatte mein Herz einen schlag ausgesetzt nur um dann noch schneller weiter zu schlagen.
      Ich konnte seinen Atem ganz genau an meinen Hals spüren, und ich wünschte er wäre länger dort geblieben. Doch sobald sich sein Kopf wieder etwas weiter weg bewegt hatte, konnte ich die Kontrolle halbwegs wieder zurück erlangen.
      "Nh du bist so ein mieser Spieler, das selbst wenn du schummelst noch verlierst", versuchte ich dann zu lachen. Aber meine Stimme war zu belegt und kratzte in meinen Hals als ich es versuchte. Es wäre besser gewesen, wenn ich mich aus Mikes Griss befreite, aber ich wollte es gar nicht. Es war schön ihn so nah hinter mir zu haben.
      "Nächstes mal bring ich so n Move, mal sehen wie gut du dann bist, hmm?"
      Zumindest konnte ich mich dazu bringen zu Grinsen selbst wenn Mike das gar nicht sehen konnte von der Position aus.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "


    • Meine Augen waren auf den Bildschirm vor mir fixiert, sodass ich nicht noch auf die dämliche Idee kommen konnte, meine dümmlichen Gedanken in die Wirklichkeit umzusetzen. Ich konnte keine Gegenwehr seitens Jakob vernehmen. Naja, Jakob und meine Wenigkeit waren ja seit Kindheitstage beste Freunde, da gehörte es doch zur Normalität sich so nahe zu stehen. Emotional wie Physisch, richtig? Das sich dabei in meinem Kopf immer wieder abspielt, wie meine Lippen leichte Küsse auf seine freistehende Haut verteilten bis er seinen Kopf zur Seite drehte und ich somit den schmerzhaftenden Abstand unserer Lippen endlich überbrücken konnte... Meine Zähne bissen sich in meine Unterlippe und mein Herz sprang förmlich aus meiner Brust heraus. What the fuck Mike?!
      Unmerklich den Kopfschüttelnd, lachte ich leicht nervös auf seine Antwort. "Ich kann halt gegen den Meister der Videospielen nicht ankommen", murrte ich leise und schaute ihm zu, wie er ins Ziel ankommt. Allerdings mehr aufgrund meiner eigenen Irritierung, als das ich wirklich traurig darüber war, verloren zu haben. Ich beendete meine Runde allerdings noch, schließlich spielten wir noch mit Bots, und kam als zweites über die Ziellinie. Irgendwo war mir bewusst, dass ich das tue nur um Jakob länger in meinen Armen zu halten, aber ich musste das ja niemanden erzählen. Danach legte ich meinen Controller auf die Seite und grinste bei seiner zweiten Aussage.
      "Ach ja? Versuch es dann doch", forderte ich den leicht jüngeren heraus und fügte hinzu: "Im Gegensatz zu dir werde ich nicht gegen ein Baum fahren die Sekunde in der du mich anfasst!"
      Ich meinte dies zu hundert Prozent als Scherz und entfernte mich schweren Herzens leicht von Jakob, um mich - wie ursprünglich - neben ihm hinzusetzen. Doch nun schwirrte mir im Kopf wirklich die Frage herum, weshalb er so reagiert hatte. War ihm meine Berührungen nicht angenehm? Ich grinste ihn dämlich an und ignorierte das unangenehme Gefühl, dass sich um meine Brust verengt.


    • Mike schien sich nicht zu beeilen oder gar in Stress zu geraten um mich wieder los zu lassen, und es stresste mich auch überhaupt nicht, dass wir noch eine Weile so verbrachten. Um ehrlich zu sein war ich sogar ein klein wenig enttäuscht als er sich wieder neben mich setzte und nicht hinter mir blieb. Aber vielleicht war es besser so, so konnte Mike mich nicht ablenken, und ich kam nicht auf diese ganzen komischen Gedanken. Auch wenn die irgendwie schön waren, aber vor allem seltsam. Ich solllte einfach nicht so denken, immerhin hatte ich auch eine Freundin.
      Genau. Emily, Emily, Emily. Besser war es. Das war doch gerade alles Bullshit!
      "DU hast mich erschreckt und außerdem hab ich gut fünf Sekunden nix gesehen! Ist doch klar das ich gegen einen Baum fahre!", murrte ich dann. Trotzdem hatte ich gewonnen, und wenn ich das bei Mike getan hätte, wäre er safe auch gegen einen Baum gefahren. Da gab es doch gar keine andere Möglichkeit.
      "Aber gut, noch ne Runde. Dieses Mal spielst du aber fair!", warnte ich ihn schon einmal vor. Ansonsten würd ich ihn kitzeln oder so ein scheiß. Ungestraft kam er mit nochmal schummeln ganz sicher nicht davon. Auch für dieses Mal würde er nicht ungestraft davon kommen, das würde ich nicht zu lassen. Sonst würde er sich ja noch dran gewöhnen gegen mich zu schummeln.
      Schnell startete noch eine Runde bevor sich Mike noch gegen das Spiel entschied. Oder für ein anderes. Natürlich könnte ich da auch meine Rache durchführen, aber ganz ehrlich ich wollte sehen wie Mike in einen Baum knallte so wie ich es eben auch getan hatte.
      Nachdem einige Runden durch waren, und es wieder zu den Finalen Runden kam legte ich auch los.
      Ich war zwar ein klein wenig größer als Mike, aber da dieser hier im Schneidersitz war, und dabei nicht so ganz still sitzten konnte, war es einfach dass ich mich auf seinen Schoß setzte. So nahm ich ihn auch einiges an Sicht, ohne recht rücksicht darauf zu nehmen ob Mike seine Arme aufmachte lehnte ich mich dann zurück um es mir für die letzten Runden auch auf ihn gemütlich zu machen.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "



    • Jakob wollte noch eine Runde spielen und mir blieb nichts anderes übrig, als diesem zuzusagen, immerhin hatte er ohne Zögern bereits das zweite Spiel gestartet. Ich hatte zwar vorschlagen wollen uns jetzt zur Tanke zu schleichen, da er die Runde gewonnen hatte und ich ihm somit jetzt die versprochenen Süßigkeiten schuldete. Allerdings hätte ich Jakob sowieso entscheiden lassen. Er war mein Gast und ich sah ihn gerne glücklich. So wie jetzt, wenn er mit seinen Lippen dieses dümmlich ernste Gesicht zog, um mir eine Warnung auszusprechen. "Kay, kay, Jackey. Keine falschen Spielchen, Indianerehrenwort", machte ich mich ein bisschen lustig über ihn.
      Für die nächsten Runden wurden wir allerdings ganz ruhig und konzentrierten uns tatsächlich auf das Spiel. Und zu meiner Überraschung war ich den Skills von Jakob nahe! Ich war ihm immer hinter den Fersen und ich Freude mich regelrecht, dass ich dieses Mal wirklich eine Chance haben könne. Watch out Jakob, am Ende schuldest du mir noch was Süßes!
      Doch dann geschah etwas, womit ich wirklich nicht gerechnet habe! Ich bemerkte aus dem Augenwinkel, wie sich Jakob bewegte. Zuerst dachte ich, dass er sich nur ein wenig aufrichten wollte, doch plötzlich findet sich der leicht größere (Danke an meine asiatischen Gene an dieser Stelle!) auf meinen Schoß wieder. Auf meinen Schoß! Auf den Schoß eines pubertierenden Jungen. Der Schoß ist ein wirklich sehr gefährlicher Ort, um sich darauf hinzusetzen. Es sei den du beabsichtigt den pubertierenden Jungen, um seinen pubertierenden Verstand zu bringen. "Heh!!!", brachte ich also nur geschockt heraus, während ich versuchte an meinen alten, runzligen Opa zu denken.
      Er versperrte mir völlig die Sicht und ich konnte nicht anders als erst einmal auf seinen Hinterkopf zu starren.
      Jedoch schüttelte ich meinen Kopf, nach meinen kurzen Aussetzer, und nachdem sich Jakob es gemütlich gemacht hat, zog ich ihn noch enger an mich. Denn um weiter spielen zu können, musste ich meine Arme um seinen Körper schlangen, sodass ich vor ihm meinen Kontroller platzieren konnte. Ich benutze dabei seine Oberschenkel dabei als geeignete Stütze und legte mein Kopf etwas zur Seite, sodass ich an den größeren vorbeischauen konnte, nur um dann zu sehen, dass ich viel weiter hinter ihm war.
      "Ich dachte wir spielen jetzt fair, Blödmann", lachte ich spielerisch beleidigen, um meine aufsteigende Nervosität zu verbergen.
      Jedes mal wenn sich Jakob auch nur einen Millimeter auf meinen Schoß bewegte, schoss mir das Blut in die Wangen und Ohren und... eh ja, da wo es eben nicht hinfließen soll. Nach etwas drei Minuten glaubte ich so rot wie eine Tomate zu sein. Aber im selben Augenblick hindert es mich nicht daran diesen Moment auch etwas zu genießen und seinen unwiderstehlichen Duft unmerklich in mir aufzunehmen.
      Ich lehnte mich Jakob etwas entgegen und bei jedem Atemzug konnte ich spüren, wie meine Brust seinen Rücken berührte.
      Doch hier ging es immer noch um das Spiel! Also musste ich mir jetzt was einfallen lassen!
      Meinen Kontroller hielt ich nur noch umständlich in einer Hand, während ich mit meiner freien Hand seine Seite entlang fuhr und mit den leichten Bewegungen versuchte zu kitzeln. Auf und ab und mal ging ich ganz hoch zu seinen Nacken und kitzelte ihn mit meinen Fingerspitzen. "Das ist dafür, dass dein Dickschädel meine Sicht blockiert, nachdem ich dir so dicht auf den Fersen war, Jakob!", lachte ich.


    • Jeder wusste doch das man für ein Indianerehrenwort dem anderen seinen kleinen Finger geben musste. Und ich wusste es wohl am aller besten, so war ich einigen 'Ehrenwörtern' ganz easy aus dem Weg gegangen. Ich konnte meine Art auch nicht so einfach ändern, ich war halt einfach der König der Streiche und das machte mich zum König aus dem Dorf und indirekt auch der König des Internats, selbst wenn ich die Leute aus dem Internat am meisten verabscheute.
      Und als König konnte ich mir solche Schummelein nicht gefallen lassen. Das musste Mike doch eigentlich auch wissen, immerhin hatte ich es ihm angekündigt. Und ich stand zu meinen Plänen.
      Deswegen waren mir dann auch all seine Beschwerden egal, und irgendwie freute ich mich extrem, als er die Arme wieder um mich legte. In meinen Bauch begann alles zu kribbeln, und am liebsten hätte ich das spiel ausgemacht und mich etwas mehr auf Mike konzentriert. War so bestimmt ganz normal zwischen zwei Bros. Musste es ja, wenns unnormal wäre, würde ich ja vielleicht auf Mike stehen, und das ging ja nicht. Immerhin hatte ich ne Freundin und bei der fühlte sich das alles nie so an. Und auf die stand ich immerhin, ich war ja schon ewig mit der zusammen.
      Alles ging soweit klar, bis Mike dann doch versuchte miese Tricks durchzuführen und mich zu kitzeln. Aber leider kitzelte es nicht. Eher zog sich über meinen ganzen Körper eine Gänsehaut. Wieder überkam mich das verlangen das Spiel einfach auszudrehen und mich zu mike zu drehen, nur um ihn dabei betrachten zu können, wie er versuchte mich zu kitzeln.
      Schnell wanderten meine Gedanken dann aber doch in eine noch mal andere Richtung. Wie er anstatt mich zu kitzeln, mit seiner Hand unter mein Shirt fuhr und leicht über meine Haut strich.
      Mein Herz machte einen Salto und unbewusst biss ich mir auf die Lippen. Der sachte Schmerz lenkte mich etwas von meinen Gedanken ab, aber nicht zu sehr, denn ich wollte mir vorstellen wie Mike mir auf die Lippe biss. Fuck. Das war doch ne fucking dumme Idee von mir gewesen.
      Mein Daumen drückte noch mal fester auf den Knopf um mehr Gas zu geben, und dann kam ich auch schnell ans Ziel und hatte auch diese Runde beendet. Bevor Mike das jedoch auch konnte, drehte ich mich zu ihm um, blieb dabei natürlich auf seinen Schoß nh, und sah ihn ernst an. So ernst ich überhaupt konnte bei meinen Gedanken.
      "Du hast versprochen nicht zu schummeln", zischte ich leicht, doch dann fand mein Blick zu seinen Augen und ich konnte nicht anders als ihn wieder anzusehen.
      Ob das Schmetterlinge waren? Verdammt.
      Ich riss mich dann von seinen Blick los und boxte ihn auf den Arm bevor ich aufstand. Selbst wenn meine Beine sich etwas zittrig anfühlten. "Du schuldest mir Süßkram."
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "



    • Als ich merkte, wie Jakob Gas gab, hörte ich mit meinen Kitzelversuchen auf und nahm den Kontroller wieder in beide Hände, um noch irgendwie eine Chance zu haben, ihn zu überholen. Aber es war einfach vergeblich! Jakob war einfach viel zu schnell und schon so weit voraus. Ich hätte wirklich gewinnen können, wenn er nicht so einen miesen Trick abgezogen hätte. Mir einfach die Sicht zu nehmen, pff!
      Schmollend sah ich den Fernseher an, als Jakob durchs Ziel raste, doch dann drehte er sich plötzlich und ohne jegliche Vorwarnung zu mir um. Sein Gesicht sah komisch an und auf meinem spiegelte sich dadurch wieder ein dümmliches Grinsen ab.
      "Was ziehst denn du für ne dämliche Fresse", lachte ich Jakob aus und ließ mich vor lachen ein wenig nach hinten fallen, um mir den Bauch zu halten, während Jakob immer noch dasitze. Auf meinem Schoß!
      Doch dann meinte er beleidigen, dass ich geschummelt habe, was ich ja auch durchaus gemacht haben, aber nur, weil er damit angefangen hatte. "Heh! Guck mich nicht so an - du hast doch angefangen!", schmollte ich mit großen Augen und gestikulierte mit meinen Händen vor ihm. Schließlich hatte ich den Beweis immer noch auf mir sitzend. Aber für einen kurzen Augenblick wurde es dann ganz still.
      Mein Atem stockte leicht und ich erwiderte den intensiven Blick, den mir Jakob zuwarf. Irgendwas stimmte hier ganz und gar nicht, insbesondere, da mein Herz auf einmal denkt, ich wäre ein ganzen Marathon gerannt. Doch dieser Blick von meinem Freund war einfach mitreisend. Kaum merklich richtete ich mich auf, um ihn näher zu kommen und ich stellte mir vor, auch wenn nur für einen kleinen Augenblick, wie unsere Lippen aufeinander trafen. Leidenschaftlich, hungrig und ohne uns gegenseitig Zeit zu lassen, über die Konsequenzen nachzudenken. Ich leckte mir über meine trocken werdende Lippen und hoffte, dieser Moment würde einfach nicht aufhören.
      Doch mit einem Ruck boxte mir Jakob auf einmal in den Arm. Huch? Ich blinzelte einige Male, ehe ich mir im Klaren wurde, was ich mir da eigentlich vorgestellt hatte. Ziemlich sick, ne? Damn,
      "Man Jakob, du bist voll der schlechte Gewinner!", rief ich daraufhin und rieb mir den Arm, obwohl es eigentlich gar nicht weh getan hatte. Ich musste meine Hände nur irgendwie in Bewegung halten, sodass ich mich selber ablenken konnte.
      Auf Jakobs nächste Aussage hin, nickte ich nur. "Na klar. Dann lass uns mal zur Tanke laufen, du Gewinner!", lachte ich in mich hinein.
      Dann stand auch ich auf und lief zum Fenster, um dieses zu öffnen. Es war ja schon ziemlich spät und meine Eltern wollten sicherlich nicht, dass wir so spät noch draußen herumgeistern. "Na auf!" Ich ließ Jakob den Vortritt.


    • Ich zog gar nicht so sehr eine Fresse, ich wusste gar nicht was Mike hatte, aber ein wenig beleidigte mich die Aussage vielleicht schon. Aber anstatt ihm das so zu zeigen, zeigte ich ihm einfach die Zunge.
      Immerhin hatte ich nicht angefangen zu schummeln, das war ganz alleine Mike gewesen. Und selbst als er geschummelt hatte, hatte ich es easy geschafft zu gewinnen. In Videospielen konnte mich der kleine Mike halt einfach nicht schlagen, haha. Selbst wenn er immer wieder etwas anderes behauptete.
      Ich war aber froh als ich wieder stand, und langsam die Sicherheit zu mir zurück kehrte. So konnte ich den ganzen komischen gedanken mit Mike viel einfacher aus dem Weg gehen. Vielleicht war es besser, wenn ich einfach ein wenig Abstand zu ihm hielt, auch wenn ich seine Nähe immer als sehr angenehm empfand. Ich wusste einfach nicht wohin mit mir und diesen seltsamen Gedanken. Die ganze Zeit über versuchte ich mir einzureden, dass sie ganz normal waren, aber wenn es wirklich so wäre... dann... Ach scheiß drauf!
      "Ich bin ein besserer Gewinner, als du ein Verlierer bist", meinte ich dann und zwang mich zum Lachen. Ich sollte einfach aufhören über solche ernsten Themen nachzudenken, das machte mit am Ende nur Kopfschmerzen. Und Mike sollte mir nicht wie Mathe Kopfschmerzen machen. So einfach war das.
      Schnell stand Mike dann auch und lief direkt zu seinem Fenster um es zu öffnen. Dabei beobachtete ich ihn, und eigentlich wartete ich darauf, dass er als erstes rauskletterte.
      "Du bist so ein Angsthase, nh", meinte ich dann und ging an ihm vorbei am Fenster. Wahrscheinlich traute er sich nur nicht als erstes, wegen seinen Eltern. Aber wenn ich als erstes ging, musste er ja quasi nachziehen.
      Also schwang ich mich quasi aus dem Fenster, lies mich dann noch kurz baumeln, bevor ich sprang, und halbwegs unsanft - und natürlich unverletzt- am Boden ankam. "Ich kann dich auch fangen", rief ich ihn so leise es ging zu und musste dann direkt auch lachen.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "



    • "Ich bin ein besserer Gewinner, als du ein Verlierer bist", äffte ich ihn beleidigt nach und verdrehte meine Augen, während ich ihm zu sah, wie er aufstand und zum Fenster lief. "Mein Lebensziel besteht ja auch nicht daraus, jeden Tag zu üben, um meinen besten Freund jedes Mal zu schlagen", jammerte ich und streckte ihm die Zunge heraus, wie ein kleiner Junge.
      Auf seinen Kommentar, dass ich doch ein Angsthase sei, weil ich nicht als erstes herunterkletterte, beachtete ich schon gar nicht mehr und ließ ihn einfach in Ruhe runterklettern. Während er herunterkletterte, konnte ich mir die Zeit nehmen, um endlich einmal tief durchzuatmen. Ich musste mich wirklich endlich beruhigen und diese ganzen wirren Gedanken aus mir herausbekommen.
      Kurz schaute ich von meinem Fenster nach unten und sah, dass Jakob bereits unten angekommen war. In Ordnung, jetzt war ich dran.
      Schnell griff ich nach zwei Paar Schuhe und warf eines runter zu Jakob. In das andere Paar schlüpfte ich schnell rein. Praktisch, wenn sich zwei Freunde, die selbe Schuhgröße teilten. Aber jetzt wirklich. Ich stief aus dem Fenster heraus.
      Es war normal für mich mein Fenster runter und raufzuklettern. Das kam einfach häufig vor, besonders wenn man so strenge Eltern hatte wie ich. Doch meine Hände waren wirklich schwitzig, sodass ich mich nur langsam nach unten hangeln konnte. Ich wollte nicht wirklich fallen, sodass mich Jakob auffangen musste. Das würde mich doch nur wieder völlig aus der Bahn werfen.
      Ich kam unten an. "Siehst du? Du musst mich nicht auffangen", meinte ich grinsend und triumphierend verschränkte ich meine Arme vor meiner Brust.
      Doch dann wollte ich einen Schritt nachvorne machen und stolperte über meine offenen Schnürsenkel. Ich verfluchte mich in diesem Moment!


    • Dankbar fing ich die Schuhe auf die Mike mir runterwarf. Ich wäre auch barfuß zur Tanke gelaufen, aber zum rauf klettern war es bestimmt praktischer wenn man Schuhe anhatte. Während Mike also herunter kletterte zog ich mir schnell die Schuhe an. Und band mir auch ordentlich die Schnürsenkel. Als Kind hatte es mich oft genug auf die Fresse gehauen, dass das immer das erste war was ich tat. Wäre ja auch ultra peinlich wenn ich jetzt vor Mike mich hinlegen würde. Vor allem nachdem ich so grandios gewonnen hatte.
      Gerade wollte ich einen Spruch darauf bringen, weil Mike meinte das ich ihn nicht auffangen musste, da stolperte er jedoch, und das direkt in meine Arme.
      Ich konnte ihn gerade noch davon aufhalten auf den Boden zufallen und mich mit zu reißen. Allerdings stolperte ich auch ein zwei Schritte zurück. Nun hielt ich Mike quasi in meinen Armen und sein Gesicht war nur ein klein wenig entfernt von meinen. Ich konnte seinen Atem auf meinen Gesicht spüren, und mir wurde dabei ein wenig schwindelig. Wenn ich mich nach vorne lehnen würde, dann würden sich unsere Lippen berühren. Ich würde meinen besten Freund... küssen.
      "Sieht wohl so aus, als müsste ich dich doch auffangen", murmelte ich dann mit rauer Stimme und drückte leicht seine Arme.
      Mein Blick fiel dann auf seine Lippen und für einen Moment war ich wirklich versucht ihn zu küssen. Einfach um es auszutesten. Wie war es überhaupt einen Typen zu küssen? Ob seine Lippen weich waren? Sie mussten weich sein so wie sie aussehen.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "