ѕσℓ ❦ Interdite ❦ [Shio & Saki]

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    • ѕσℓ ❦ Interdite ❦ [Shio & Saki]

      Vorstellung zu "Interdite [Shio & Saki]"


      Der Tag war schön. Der Himmel klar und strahlend blau. So ganz anders, als es zu der Stimmung auf dem Friedhof passen sollte. Die Familie, ebenso wie Freunde und Arbeitskollegen waren dort. Alle gekleidet in schwarz, ebenso wie das blonde Mädchen, welches in einem schwarzen Kleid vor dem Grab ihres Vaters stand. Ihre Hände ineinander gelegt starrte sie mit trüben Blick auf den Grabstein, welcher das frische Bouquet von verschiedenen Blumen auf der frisch aufgeschaufelten Erde zierte. In geschwungener Schrift der Name ihres Vaters und das Datum eingemeißelt. Darunter ein kleines Zitat, welches sie sich für ihn gewünscht hatte.


      Noch immer konnte das blonde Mädchen nicht glauben, dass er fort war. Sie hatte immer noch im Kopf, wie er sich von ihr verabschiedet hatte und ihr versicherte, in 15 Minuten wieder zuhause zu sein. Nur fürs Abendbrot einkaufen wollte er. Wäre sie nur gegangen, so wie sie es vorgehabt hatte, anstatt mit ihrer Freundin nach Hause zu kommen.
      Sie schloss die Augen und atmete die kalte Luft ein, während sie sich langsam in die Hocke begab und eines der roten Blütenblätter der Blumen zwischen die Finger nahm. Wie hatte ihr Vater die Blumen gemocht. Zwar hatten sie in der Wohnung keinen Garten und dennoch war der gesamte Balkon voll mit den verschiedensten Arten. Wenn er sich nicht um die Blumen oder seine Tochter gekümmert hatte, dann saß er im Wohnzimmer auf dem Sofa und spielte auf seiner Gitarre die schönsten Melodien, wie Kira immer wieder fand. Ein seichtes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, als sie an ihren Vater dachte, doch auch die heraufkommenden Tränen konnte sie nicht mehr zurückhalten, welche ihr wenig später über die Wangen liefen.

      Sie lauschte den Stimmen um sich herum. Von Beileidsbekundungen zu den verschiedensten Erinnerungsansprachen hörte sie auch die Stimme ihrer Mutter heraus, welche sie nicht mehr gesehen hatte, seit sie 3 Jahre alt war. Nur wage hatte sie sich an sie erinnert und kannte sie eigentlich nur von Bilden und Erzählungen ihres Vaters. Doch ab sofort an sollte sie bei ihr leben, bis sie auf eigenen Beinen stehen durfte und ihr eigener Vormund war. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass ihre Mutter sie freiwillig bei sich aufnehmen wollte und doch war sie es, die anrief und es ihr anbot.
      Langsam erhob sich das junge Mädchen und schritt auf die kleine Gruppe von Arbeitskollegen und Freunden zu, in welcher auch ihre Mutter und ihr Sohn anzutreffen waren. Die ganze Beisetzung über hatte sie kein Wort mit irgendjemandem gewechselt. Nur stumm und anerkennend genickt, als ihr Beileid ausgesprochen wurde. Als sie jedoch bei der Gruppe ankam richtete sich der Blick ihrer Mutter sogleich auf sie, welche leise seufzte und ihr mit einem Taschentuch die restlichen Tränen aus dem Gesicht wischte, woraufhin Kira ein Auge schloss und den Kopf etwas zur Seite neigte, als sie den Druck an ihrer Wange spürte. Sie hasste es sehr wie ein kleines Kind behandelt zu werden. Doch dazu sagen tat sie nichts.



      @Shio
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    • Der Tod war wahr wohl für die meisten hier Anwesenden ein schwerer Schlag. Die Stimmung war bedrückt und auch wenn dieser Tag noch so schön sein mag, so war dieser Moment für alle hier nicht das worauf man sich am Ende einer Woche freuen würde.
      Stumm stand er in der hinteren Reihe und sah durch die Massen von angeblichen Verwandten und Freunden in Richtung Sarg, der gerade nach unten geführt wurde. Seine Hände waren in seine Hosentaschen gesteckt und er wurde immer wieder von seiner Mutter darauf hingewiesen sich ordentlich hinzustellen.
      Jeder aber wirklich jeder weinte und schniefte in diverse Taschentücher. Er selbst blieb stumm. Sein Blick war kalt.
      Er wusste nicht welche Gefühle er empfinden sollte, denn dieser Mann, worüber alle trauerten, war ihm fremd. Er wusste nichts von ihm. Seine Erinnerungen von damals schienen wie vom Winde verweht zu sein und doch war es sein Vater der gerade beeerdigt wurde.
      Ihm war die Sache unangenehm, dass ausgerechnet er hier her mitkommen musste. Aber er tat es seiner Mutter zu liebe... Für niemand anderen..

      Er erinnerte sich nur an den einen Tag wo seine Mutter Hals über Kopf mit ihm aus dem Haus geflohen war um woanders ganz von vorne anzufangen. Er wuchs anfänglich ohne einen Vater auf. Seine Mutter hatte zwar viele Dates und er musste öfters alleine zu Hause bleiben, doch dann brachte sie einen Mann mit der ganz anders war als sein leiblicher Vater. Er mochte ihn, aber könnte er je den anderen ersetzen? Er wusste es nicht. Er war verwirrt und sah weiter stumm dem jungen Mädchen zu, welches laut seiner Mutter, seine Schwester war.
      Sie schien in seinem Alter zu sein. War recht hübsch geworden, doch richtig an sie erinnern, konnte sich Kenshin nicht.
      Durch ein Zeichen durfte auch er und seine Mutter ein paar Blüten und Blumen auf den Sarg werfen. Seine Mutter brach in Tränen aus.. Kenshin verzog keine Miene.

      Nachdem jegliche Beileidbeskundungen verkündet wurden, gesellten sie sich zu einer Gruppe von Freunden und Arbeitskollegen.
      Der junge Mann schaltete auf Durchzug und starrte ins Leere.
      Doch wenig später trat auch das Mädchen zu ihnen. Seine Mutter war natürlich gleich wieder über fürsorglich und tupfte ihr die Tränen weg. "Mutter bitte.." Kenshin verleirte die Augen. Sie sah ihn verwundert an. "Daran wirst du dich gewöhnen müssen mein Schatz."
      Sie erzählte ihm schon vor Wochen das dieses Mädchen vor ihm bei ihnen von nun an leben würde. Sogar sein Arbeitszimmer hatte sie extra für sie umgeräumt und er musste nun zusehen wo er all seine Bücher unterbrachte. Die meisten liegen nun in Kartons auf dem Dachboden und werden wohlmöglich verstauben.
      Die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Noch eine Frau im Haus? Er wusste nicht wie er das ertragen sollte. Gerade wenn sie so alt ist wie er würde das sicherlich häufig zu Auseinandersetzungen kommen, wenn sie ihre Schminke herumliegen lassen würde. Doch beim genaueren Anblick ihres Aussehens war sie nicht so ein Mädchen. Das erleichterte ihn im Inneren ja doch etwas.
      Kenshin zuckte mit den Schultern. "Von mir aus." Er steckte die Hände wieder in die Hosentaschen. "Ich werde ein Stück gehen. Bis später."

      Er wollte von diesem Andrang einfach nur verschwinden. Am Tor des Friedhofes holte er seine Zigaretten heraus und zündete sich diese an. Nun würde sich sein Leben wieder einmal komplett verändern. Doch wie sehr, wusste er noch nicht..
    • Immerhin einer, der soetwas wohl weder haben noch sehen wollte, dachte sich die junge Frau, als sie die Worte des Dunkelhaarigen hörte, nachdem ihre Mutter ihr die Tränen aus dem Gesicht gewischt hatte und somit auch aufhörte. Ein erleichtertes Seufzen kam von Kira, ehe sie sich selbst mit dem Finger noch einmal über die Wangen strich und ihrem augenscheinlichen Bruder, wie sie mitbekommen hatte, hinterher sah. Er wirkte recht desinteressiert, doch was wollte man auch erwarten? Er kannte seinen Vater nicht. Wäre Kira an dessen Stelle bei ihrer Mutter - Gott sie dank war das nicht der Fall - würde sie wohl genauso reagieren und eben einfach.... anwesend sein.
      Sie vernahm das leise Seufzen ihrer Mutter und richtete den Blick zu dieser, als sie sprach. "Er ist nicht immer so. Ihrvgewöhnt euch schon aneinander." Ein stummes Nicken kam von der Blondine, bevor sie zu den Kollegen und Freunden sah, welche nun wieder das Gespräch mit ihrer mitter aufnahmen.
      Kira selbst allerdings wollte nicht mehr länger hier bleiben und sich Geschichten über ihren Vater anhören, die - wie sie wusste - sowieso nicht stimmten und trat zu ihrer Mutter, bevor sie diese kurz an den Arm tippte. "...Wenn.... es recht ist gehe ich nach Hause und hole meine Sachen." sagte sie und konnte das leicht verzogene Gesicht sehen, welches über diese Aussage nicht gerade erfreut war. Dennoch seufzte sie und nickte zustimmend. "Aber pass auf. Der Wagen steht in 2 Stunden vor der Tür und bringt dich zu uns." sprach sie. Nicken seitens Kira, bevor sie sich mit einem leichten, gezwungenen Lächeln verabschiedete und von der kleinen Gruppe in Richtung der Tore verschwand.
      In ihrer kleinen Tasche kramte sie den Geldbeutel heraus, da der Weg doch etwas weiter war, um ein Ticket für den Bus zu besorgen. Immerhin konnte sie sich so auch von dem Essen drücken, auf das sie keine Lust hatte.
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    • DIe Stille um ihn herum genoss er sehr und er würde wenn er könnte für immer diese Ruhge genießen. Doch es schlich sich dieser eine Gedanke in seinen Kopf das er bald mit seiner Schwester zusammenleben würde. DSie war ihm genau so fremd wie sein leiblicher Vater geworden.
      Doch sie teilten dennoch ein gemeinsames Schicksal, daher hatte Keshin keine andere Wahl um sich mit all dem zu arrangieren. Er musste sie ja nicht mögen oder sich mit ihr unterhalten. Sie würden sich einfach aus dem Weg gehen. Ja das war sein Plan. Ihr aus dem Weg zu gehen.
      Die Stille wurde durch ein paar Schritte die auf ihn zu kamen plötzlich unterbrochen. Sein Blick wandte sich vom Himmel zum Tor. Dort kam in schnellen Schritten seine ´Schwester`angelaufen. Kenshin warf die Zigarette auf den Boden und drückte diese mit seinem Fuß im Schnee aus.
      SIe schien ihn nicht bemerkt zu haben, denn sie wühlte in ihrer Tasche nach irgendetwas. Auch er stand einfach nur da und wusste nicht sorecht ob er das Mädchen ansprechen sollte oder etwa nicht. Ihm wurde auf einmal ganz anders. Ihre langen blonden Haare und ihre wunderschönen rötlichen Augen liesen den Jungen plötzlich warm ums Herz werden. Die Vorstellung das sie seine Schwester war breitete ein flaues Gefühl im Magen auf. Nicht weil sie seiner Ansicht nach hässlich oder so war.. Nein im Gegenteil hatte der Junge tatsächlich Angst das er ihr verfallen könnte.. Er ertappte sich selbst bei dem Gedanken daran und warf ihn wieder weg. So einen Gedanken darf er nicht Mal in seinen schönsten Träumen haben, zumal er sie heute zum ersten Mal wieder gesehen hatte.
      Absurd war das.

      "Kann man helfen?" Er hatte die Hände in den Hosentaschen und sah sie an. Schnee fiel von den Bäumen herunter und ein eisiger WInd wehte. Sie sah hilflos aus, so dachte er. "Ich hab das Gefühl du suchst vergeblich etwas."
    • Ihre kalten Finger machten es nicht gerade einfach etwas in ihrer Tasche zu finden, doch letztendlich hatte sie ihren Geldbeutel in der Hand und blinzelte etwas, als sie die Stimme ihres Bruders hörte, welcher sie ansah. Sogleich zog sie die Schultern etwas nach oben, ehe sie den Blick abwendete und das nötige Kleingeld aus ihrem Geldbeutel holte. "....Ich hab nur mein Geld gesucht..." antwortete sie knapp, seufzte allerdings leise. "....Ich kann gerade einfach nicht hier bleiben." gestand sie schließlich, ehe sie die Schultern wieder sinken ließ und Kenshin ein seichtes Lächeln schenkte. Warum er hier war konnte sie sich schon denken, nachdem er so distanziert von dem ganzen Trara war. Sicher hatte er ebenso keine Lust mehr, allerdings eher deswegen, weil ihm die Leute beinahe alle fremd waren. Wenn sie es nicht sogar alle waren, bis auf seine Mutter. "....Und du? Auch keine Lust mehr auf die ganzen Fremden um dich herum?" fragte sie und schob den Geldbeutel zurück in ihre Tasche, bevor sie diese schloss und ihren schwarzen Mantel etwas enger zu zog. Der leichte Nebel, welcher sich vor ihrem Gesicht bildete, als sie ausatmete verdampfte so schnell, wie er kam, während sie in Richtung Bushaltestelle sah.
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    • Sie war ganz genau wie er es sich gedacht hatte. Ruhig und zurückhalend gegenüber ihm. Aber was hatte er sich denn anderes erhofft. Schließlich haben sie sich seit Jahren nicht mehr gesehen. "Oh Okey..", sprach er mit ruhiger Stimme und wandte seinen Blick ebenfalls wieder von ihr. Er nahm sich erneuert eine Zigarette aus der Schachtel und zündete sie sich an. Im Augenwinkel sah er dann doch wie sie ihn ein Lächeln schenkte. Er lächelte ihr ebenfalls leicht zu bevor er an seiner Zigarette zog. "Geht mir auch so."
      Kenshin wandte seinen Blick zum Friedhof. "Nicht wirklich. Ich bin nur wegen Mutter hierher gekommen. Lieber wäre ich zu Hause und würde meine Bücher weiter lesen. Aber ihr zu Liebe habe ich mich bis hier her geschleppt." Sein Blick fiel auf die Uhr die gegenüber an einem Haus hing. Er seufzte. "Ich muss dann wieder. Schließlich soll ich beim Essen auch anwesend sein. Glück hast du das du noch packen darfst." Er zwinkerte ihr zu während er seine Zigarette ausrauchte und anschließend auf den Boden ausdrückte. Er drehte sie um und ging wieder zum Friedhofstor hinein. Die Hände in den Hosentaschen gesteckt drehte er sich noch ein letztes Mal zu ihr um. "Bis in 2 Stunden."
      Seine gräulichen Augen hatten plötzlich so ein Funkeln, als er sie ansah.
      Dann ging er stillschweigend wieder zurück und versuchte all das was noch auf ihm zukam zu überstehen.
      Seine Mutter freute sich schon als Kenshin zurück kam. "Da bist du ja. Wir können gleich essen. Hast du wieder geraucht?" Sie roch förmlich an seinem Anzug. "Ich habe dir doch gesagt du sollst nicht Rauchen. Was macht das für einen Eindruck bei den Leuten?" Kenshin seufzte. "Ich bin alt genug Mutter. Und du weißt ich bin nur wegen dir hier her mitgekommen ok? Also darf ich mir auch ruhig die Freiheit nehmen auch mal für mich zu sein." Sie blickte ihn mit großen Augen und offenen Mund an und konnte nichts mehr darauf sagen. Sie nahm es fürs erste hin.
      Nun sahs er da zwischen den ganzen fremden Menschen. Wie sie sich alle über das Büffet stürzten, lachten und sich unterhielten. Sie schwelkten in Erinnerungen und Kesnhin? Er konnte sich an nichts erinnern..
      Er hoffte nur das sie bald aufbrechen würden. Schließlich sollten sie Kira bald abholen.
    • Einfach nur wegen seiner Mutter war er also hier. Gut, wer konnte es ihm auch verdenken ohne jeglichen Bezug zu seinem Vater? Er kannte ihn ja auch nicht, weswegen Kira es gut verstehen konnte, dass das hier eher eine Tortur für ihn war. "....Papa... wär sicher trotzdem sehr froh, dass sein Sohn hier ist." sprach die Blondine und strich sich eine Haarsträhne hinter das Ohr. "Er hat zwar nie viel erzählt... Aber wenn, dann immer nur süße Dinge." lachte sie leise, bevor sie tief einatmete und nickte. "Ist gut.... Dann sehen wir uns später." sprach sie schließlich und sah ihm hinterher, als er zurück zu den anderen ging und winkte kurz, bevor sie auf die andere Straßenseite lief, um den Bus zu erwischen, welcher 5 Minuten später kam.

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      Nun saß sie hier. In der kleinen Wohnung, in der sie mit ihrem Vater all die Jahre gelebt hatte. Es kam ihr vor wie in einem Traum oder einem Film, in denen immer wieder verbildlicht wurde, wie die Erinnerungen vor dem Auge abgespielt wurden, doch... Es war wirklich so. Egal, ob sie zum Balkon sah, an dessen Geländer die Blumenkästen hingen, welche gänzlich zugeschneit waren oder das Sofa, auf welchem sie und ihr Vater jeden Abend gesessen waren, um Filme anzusehen. Das Lachend er beide, welches in jedem Raum zu hören war... Sie erinnerte sich nur zu gut, wie sie ihren ersten und letzten Freund hatte und dieser sie für eine andere verlassen hatte. Er hatte sie vor der ganzen Schule bloß gestellt, anstatt anständig mit ihr Schluss zu machen. Und kaum war sie zuhause hatte ihr Vater sofort gemerkt, dass etwas nicht stimmte, auch wenn Kira es sich nicht anmerken lassen wollte. Sie sah sich und ihren Vater auf dem Sofa, während er auf seiner Gitarre ein Lied anstimmte. Das hatte er immer getan, wenn es ihr schlecht ging oder.... ihm selbst. ".....Ich vermisse dich so...." murmelte sie leise und wischte sich mit dem Handballen über die Wange, um eine Träne weg zu wischen, welche sich einen Weg über ihr Gesicht gebahnt hatte.
      Sie sah kurz auf die Uhr. Ihre Mutter würde sie wohl bald abholen kommen. Aber immerhin hatte Kira das wichtigste. Zumindest das für sie wichtigste. Neben ihrer Kleidung und Hygieneprodukten hatte sie einige Fotoalben und Fotos eingepackt. Besonders das von ihrem Vater und ihr, dass seit 3 Jahren auf ihrem Tisch stand. Damals hatte sie ihm das erste mal geholfen einen alten Wagen wieder flott zu machen, den ihr Vater für viel Geld wieder verkaufen konnte. Sie und ihr Vater waren darauf zu sehen, sahen grinsend in die Kamera und Kira selbst zeigte mit beiden Händen das Peace-Zeichen, während ihr Vater das Bild schoss. Doch neben den Fotos und Alben hatte sie auch die Gitarre dabei, die sie um nicht auf der Welt hier lassen würde. Alles was sie an ihren Vater erinnerte oder sie je von ihm bekommen hatte würde einen Platz finden. Ob es ihre Mutter wollte oder nicht.
      "....Dann wollen wir mal..." murmelte sie und nahm den Karton mit ihren paar Kleidungsstücken, den Alben und Fotos, währen sie die Gitarre in dessen Tasche um die Schulter genommen hatte. An der Tür sah sie sich noch einmal in der nun ruhigen und tristen Wohnung um, welche schon bald geräumt werden würde, sobald ein neuer Besitzer gefunden wurde. Und allein das versetzte ihr ein Stich ins Herz. Wie gern würde sie hier bleiben oder zumindest für das halbe Jahr die Wohnung bezahlen, bis sie ausziehen durfte und... hier her zurück kommen könnte. Sie wandte ihren Blick zu Boden, atmete tief durch und schloss die Tür hinter sich, bevor sie die Treppen nach unten lief, um zu warten.
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    • Das Essen war für ihn mehr als eine Qual. Alle schwelgten in Erinnerungen und er sah’s einfach nur schweigend da und betrachtete seinen immer noch vollen Teller. Er hatte weder Hunger noch Lust hier zu bleiben. Seine Mutter sprach von seinem Vater so als wäre er ein toller Mann gewesen, doch für Kenshin war er ein völlig fremder Mann, ohne jegliche Erinnerung an ihn. Es ist so als wäre er gar nicht existent gewesen, doch er war es für alle Anwesenden hier. Die Zeit verging kaum und immer wieder sprachen sie über ihn. „Entschuldigt mich bitte. Mutter ich warte am Tor auf dich. Wir müssen bald los.“ Sein Blick fiel auf die Uhr. Mittlerweile war es kurz nach 1 Uhr. Um 2 Uhr wollten sie seine Schwester abholen. Er hoffte das seine Mutter nicht noch länger einen auf besorgte Wittwe machte oder wie man das auch immer bezeichnen sollte. Doch sie blickte ihn nur an und nickte. Kenshin stand auf und verbeugte sich kurz vor der Trauergeselleschaft und ging ohne ein einziges Wort zu verschwenden in Richtung Ausgang. „Puh. Was für einen Scheinwelt.“ Seine Mutter hatte seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm und jetzt tat sie so als hätte sie ihn all die Jahre nicht vergessen. In der Hoffnung etwas vom Erbe abzubekommen. Stattdessen bekam sie ihre Tochter zurück und er seine Schwester. Für ihn war das alles unbegreiflich. Doch mit dem Gedanken musste er sich jetzt ein für alle Mal abfinden. Sie hat schließlich ein schlimmes Schicksal hinter sich und braucht nun die ganze Unterstützung der übrig geblieben Familie. Auch wenn sie eine völlig fremde Person war.

      Er musste tatsächlich nicht lange warten ehe seine Mutter zu ihm eilte. „Da bin ich. Wir können los.“
      Schweigsam stiegen sie in das Auto war auf der anderen Straßenseite stand und fuhren los.
      Es dauerte ein paar Minuten ehe sie in die Straße einbogen wo sie schon erwartet wurden.
      „Bleib sitzen ich packe ihre Sachen mit ein.“
      Als sie ausstieg nahm sie das Mädchen in den Arm und sprach etwas zu ihr was Kenshin aber nicht verstand oder besser gesagt bewusst ausblendete. Sie verstauten ihre Sachen im Kofferraum ehe sie einstiegen. „Dann wollen wir mal los.“ Die Mutter lächelte beide an und startete das Fahrzeug.
      Die gesamte Fahrt über war es still in dem Auto. Niemand wusste so recht was er sagen sollte, denn es war für jeden Einzelnen hier etwas komisches. Vor ein paar Jahren waren sie zusammen, dann für eine ganze Zeit getrennt und nun sollten sie wieder eine Familie werden, ohne ihren leiblichen Vater. Kenshin war gespannt wie sie den neuen Mann ihrer Mutter fand. Kenshin nahm ihn einfach so hin, doch wie seine Schwester ihn annehmen würde wusste er nicht.
      Nach gut einer Stunde Fahrt kamen sie an dem Haus an. „Da wären wir. Das ist dann dein neues zu Hause Liebes. Kenshin würdest du ihre Sachen schon einmal hochbringen? Dann würde ich ihr das Haus zeigen.“ Er nickte nur stumm und öffnete den Kofferraum um die Kisten nach und nach ins Haus zu bringen.
    • Kaum war Kira unten angekommen musste sie auch nicht lange warten, bis das Auto vorfuhr und sie ihre Mutter und Kenshin erkannte. Als sie ausstieg, um ihr zu helfen, lächelte Kira etwas unbeholfen und schüttelte den Kopf, bevor sie die wenigen Sachen verstaute, die sie mit genommen hatte, ehe sie einstieg und sich angurtete. Die Fahrt über war ruhig und die Blondine hatte ihren Kopf gegen die Scheibe gelehnt, während sie ihrem alten Zuhause hinterher sah, bis dieses nun gänzlich aus ihrem Sichtfeld verschwunden war. Wie sehr sie es jetzt schon vermisste.
      Lange dauerte es allerdings nicht, bis sie vor dem großen Haus hielten und Kira zu diesem sah, den Mund leicht offen. Noch nie hatte sie so ein großes Haus gesehen, das beinahe schon einer Villa glich. Woher auch? Sie kam auch nie in solche Gegenden und sah solche Häuser nur in FIlmen. Als sie jedoch die Worte ihrer Mutter hörte, nachdem auch sie nun ausgestiegen war, sah sie zu dieser und schüttelte etwas den Kopf. "Ist... ist schon gut. Ich mach das schon." meinte sie, doch ließ ihre Mutter ihr keine Wahl und zog sie beinahe schon ins Haus hinein. Kira warf Kenshin einen entschuldigenden Blick zu, da das alles nun an ihm hängen blieb und folgte widerwillig, um sich das Haus zeigen zu lassen.
      Das Erdgeschoss mit einer großen Küche, einem ebenso großen Esszimmer und einem Wohnzimmer, in welchem eine Tür nach draußen in den Garten führte. Ein Gästebad gab es ebenfalls, ebenso wie ein extra Zimmer, das allem Anschein nach ein kleines Büro zu sein schien. Im ersten Stock gab es die Schlafzimmer und ein Arbeitszimmer, das für Kira geräumt wurde. Und ebenfalls ein Badezimmer, welches allerdings um einiges größer war. Leise seufzend sah sich Kira um, bevor sie zu ihrer Mutter sah. "....Danke, dass ich hier bleiben darf..."
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    • "Das ist doch selbstverständlich Liebes, das wir dich hier aufnehmen. Du gehörst schließlich zur Familie." Sie versuchte zu Lächeln und ihr Bestes zu geben, auch wenn es nicht leicht zu sein scheint.
      Kenshin sah das alles eher emotionslos mit an und verstaute die Kisten in ihrem Zimmer. Etwas wehleidig war er immer noch, da er sein geliebtes Lesezimmer hergeben musste. Er war Kira einen ernsten Blick zu. "Ich hoffe du hälst mein Zimmer in Ehren, das ich es früher oder später wieder übernehmen kann."
      Er wirkte wieder so kühl wie eh und je. "Wenn ihr mich entschuldigt."
      Ein Zimmer weiter verschwand er und schloss die Tür zu.
      "Es tut mir leid das Kenshin so ist. Aber seitdem wir hier her gezogen sind, war der einst so fröhliche kleine Junge plötzlich still und manchmal unnahbar. Ich wusste nicht was ich tun sollte, aber er blieb so wie er jetzt ist. Versteckt sich in seine Bücher und hat auch sonst kaum Freunde. Ich hoffe das durch deine Anwesenheit alles wieder besser wird."
      Ein wenig optimistisch wa sie schon, aber viel Hoffnung hatte sie nicht.
      "Er lässt kaum jemanden an sich ran, aber genug von diesem Gejammer. Ich lasse dich in Ruhe auspacken und wenn du was brauchst dann sag Bescheid ok?"
      Die Mutter verließ das Zimmer und ging nach unten.

      Kenshin stand hinter seiner Tür und hörte jedes einzelne Wort was sie sprachen. "Ich habe mich also verändert ja? Und sie soll alles ändern?" Er schlug mit seiner Faust gegen die Wand neben sich. "Nein! Das kann sie nicht.. Das wird sie nicht schaffen.."
    • Du gehörst schließlich zur Familie...
      Ja, sicher tat sie das. Zu einer Familie, die ihre Mutter anscheinend nur zur Hälfte wollte, doch darüber wollte sich Kira nun nicht aufhalten. Die Augen für einen Moment geschlossen nickte sie kurz und sah schließlich zu Kenshin, als dieser nun etwas rauer als heute auf dem Friedhof zu ihr sprach, nachdem er dort beinahe gar nichts gesagt hatte und sah diesem hinterher, als er sich entschuldigte und in das Zimmer nebenan verschwand.
      Schließlich hörte die Blondine die Worte ihrer Mutter, ihr Blick wieder zu dieser gerichtet und nun dieser zuhörend. Kenshin war also eher ein ruhiger Kerl, seitdem sie hier her kamen. Von ihrem Vater wusste sie, dass sie, nachdem sie Kira und ihren Vater verlassen hatten, nach einer Weile hier her gezogen waren. Die genauen Umstände hatte sie allerdings nie nachgefragt, da ihr nur immer der Gedanke in ihrem Kopf herum schwirrte, dass ihre Mutter ihren Vater verlassen hatte. "....Sehen wir mal..." kam schließlich nur als Antwort der jungen Frau, ehe ihre Mutter das Zimmer verließ und sie dieser mit einem kurzen Nicken hinterher sah.
      Mit einem leise seufzend wandte sie sich schließlich den paar Kartons zu, welche überwiegend ihre Kleidung beinhaltete und ging ein paar Schritte zum Fenster, bevor sie dieses öffnete und hinaus sah.
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    • Nachdem sich Kenshin wieder ein wenig gesammelt hatte und seine schmerzende Faust in der anderen Hand hielt seufzte er auf und ging zum Fenster um dies zu öffnen. Er hockte sich auf seine Fensterbank, nahm die Zigarettenschatel vom Schreibtisch und zündete sich diese an.
      Mit dem Rauchen began er ziehmlich früh.. Er musste seinen Kummer und Frust irgendwie verarbeiten und ehe er mit Trinken anfing griff er lieber zur Zigarette.
      In der Gegenwart seiner Mutter und ihrem Neuen ist er damit eher vorsichtig.. Denn er wollte die einst so perfekte Famlilie nicht trüben.
      Kenshin zog an seiner Zigarette und schaute in den Himmel hinauf. Die frische Prise um sein Gesicht lies seine Wangen leicht rosig erscheinen. Ein leichtes Klingeln riss den jungen Mann aus seinen Gedanken und er griff in seine Hosentasche. "Ja? Oh Hey Max. Ja..ich bin zu Hause. Klar Mutter hat sicher nichts dagegen, dann bis gleich." Schnell sprang er vom Fensterbrett und machte die Zigarette aus.
      Max war ein sehr guter und beinahe der einzigste Freund den Kenshin hatte, oder welchen er wirklich vertraute.
      Er war nicht so abgehoben wie der Rest der Gesellschaft in der sie sich befanden und er hat ein gutes Herz.
      Der junge Mann ging aus seinem ZImmer heraus und eilete die Treppenstufen hinunter. "Mutter? Max kommt gleich vorbei. Würde es dir etwas ausmachen wenn er heute zum Abendessen bleibt?" "Nein ist schon gut. Ich koche doch sowieso immer zu viel für uns." "Danke.."
      Er packte zwei Gläser, etwas zu Knabbern, Obst und zu Trinken auf ein großes Tablett und ging damit wieder nach oben.
      Die Zimmertür hatte er nur angelehnt und konnte sie mit einem leichten Fußtritt öffnen.
      Er stellte das Tablett behutsam auf seinen Tisch und fuhr die PS4 hoch, denn die beiden schauten zur Zeit eine Serie die nun wirklich nicht übel war.
      Dann klingelte es an der Tür und diie Mutter lies Max hinein. "Er ist oben. Viel Spaß euch."
      Ein paar Schirtte waren zu hören und dann stand er schon in der Tür. "Hey!" Er grinste über beide Ohren. "Hey!", rief auch Jenshin zurück ehe sich beide in einer Umarmung wiederfanden. "Na alles fit? Wie wars heute?" Max nahm auf dem Sofa Platz und nahm sich ein paar Chips in die Hand. "Du weißt wie ich bin.. Also empfand ich das Ganze eigentlich realtiv nervig.. Der Rest konnte ja herumjammern, aber ich.. Warum sollte ich auch?" Max zuckte mit den Schultern. "Nun jetzt ist es vorbei, aber du? Nebenan hat Licht geleuchtet." Kenshinßs Blick senkte sich. Beinhae hatte er vergessen das seine "Schwester" neben ihm wohnt..
      Er hockte sich zu ihm aufs Sofa. "Es ist niemand besonderes..Nur meine angebliche Schwester.." Max Augen weiteten sich. "Ernsthaft?" Kenshin nickte. "Wow.. Ich meine wie ist sie so? Erzähl mir alles was du weißt!"
      "So viel weiß ich nicht von ihr.. Nur das sie mich mit ihrem Auftreten komplett durcheinander gebracht hatte.." "Verstehe..Also scheint sie schon Mal nicht schlecht auszusehen." Das was Max da sagte war keines Wegs übertrieben.. "Ich hab um ehrlich zu sein Angst... Angst davor was passieren könnte.." Max legte seine Hand auf Kenshin´s Schulter. "Keine Sorge. Es wird nichts passieren ok?"
      Er nickte nur. Dann stand er auf und schloss das noch immer geöffnete Fenster.. Ihm überkam ein Schauer über den Rücken, als er realisierte das das Fenster die ganze Zeit aufstand. Er hoffte nur das Kira nichts von dem Gespräch aufgeschnappt hatte.
      Kenshin zog das Rollo hinuter und machte es sich neben Max bequem. "Dann lass uns mal wieder ne Folge schauen, bevor deine Mum uns zum Essen ruft."
      Kenshin nahm sich etwas zu Trinken und ein paar Gummibärchen und lehnte sich zurück.
    • Mit einem leisen Seufzen lehnte dich Kira gegen den Fensterrahmen, die Arme locker um ihre Taille geschlungen und den Blick in die Ferne gerichtet. Erst jetzt wurde ihr wieder klar, dass sie sich in einer fremden Umgebung befand, mit für sie fremden Menschen in einer fremden Stadt. Und vor allem ihnen ihren Vater.
      In so einem Moment hätte dieser sie in die Arme gezogen, sich mit ihr auf dem Sofa in eine Decke eingewickelt und diverse Filme angeworfen, um sie auf andere Gedanken zu bringen. Und wenn dies nichts gebracht hätte, dann...
      Ihr Blick wanderte zu der Gitarre ihres Vaters, welche beinahe schon verlassen an der Wand lehnte. Die leisen Melodien, die er ihr immer vorgespielt hatte sammelten sich in ihrem Kopf und ein seichtes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen. Wie sehr sie ihn jetzt schon vermisste.
      Erneut ein leises Seufzen, bevor sie dumpfe Stimmen aus dem Nebenzimmer vernahm und den Kopf an den Fensterrahmen lehnte. Sie versuchte das Gespräch auszublenden, sich auf anderes zu konzentrieren und schloss ihre Augen. Lauschen war nicht ihre Art und andere Gespräche gingen sie sich partout nichts an, doch einen Satz konnte sie nicht überhören.
      "Es ist niemand besonderes...Nur meine angebliche Schwester."

      Langsam öffneten sich die unnatürlich roten Augen der Blondine wieder und waren zu Boden gerichtet. Auf ihren Lippen ein seichtes, trauriges Lächeln, bevor sie sich vom Fensterrahmen abstieß. Ja, sie wusste, dass sie hier unerwünscht war, doch dies gleich so direkt jedem zu erzählen... Selbst sie musste sich eingestehen, dass sie dies schmerzte. Kira schloss das Fenster, bevor sie es in die kippende Position brachte und schließlich zur Tür schritt, um aus einem der Kartons frische Unterwäsche zu ergattern. Erst einmal wollte sie duschen, ob sie die Kisten jemals ausräumte würde sich noch zeigen.
      Mit frischem BH und Slip, ebenso wie einem recht ausgeleiherten Shirt mit dem Logo von Pink Floyd darauf, dessen Lieder ihr Vater oft gehört hatte, begab sie sich ins Bad - nachdem sie einige falsche Türen geöffnet hatte - und wusch sich erst einmal das dezente Make Up ab und stieg schließlich unter die Dusche.
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      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"



    • Schweigend sahsen sie nebeneinander, diese unangenehme Stille war schon fast gruselig. Gruseliger als die Folge selbst die sie schauten. Max war gespannt auf den Fernseher fixiert und Kenshin naschte weiterhin an den Gummibärchen.
      Er sah wieder zum Fenster und ihm lies das Gefühl nicht los das Kira etwas von dem Gespräch mitbekommen hatte. "Ähm ich schaue mal wie weit Mum ist." "Ja ist gut." Der junge Mann legte die Verpackung auf den Couchtisch und ging leisen Schrittes zu seiner Tür nach Draußen auf den Flur. Er sah zu dem Zimmer was sich dirket neben ihn befand und es schien beinahe so als würde sie schon schlafen. Es war verdammt ruhig im ganzen Haus.
      Es war komisch, denn aus der Küche kam kein einzigstes Geräusch. Kenshin ging die Treppen hinunter und lehnte an den Türrahmen. "Mum alles gut?" "Tut mir leid das ich noch kein Abendessen gekocht habe, aber ich fühle mich nicht in der Lage dazu.. " Sie senkte ihren Blick auf die Fotos die vor ihr lagen. Auch wenn Kenshin nicht viel von seinem Vater wusste, eines wusste er das seine Mutter an ihm hang.. Und das auch noch nach seinem Tode.
      Behutsam legte er eine Hand auf ihre Schulter. Doch ein wirkliches Gefühl konnte Kenshin sowieso nicht zeigen.
      "Würde es euch etwas ausmachen etwas zu Essen zu bestellen? Du kannst Kira ja auch gleich fragen wenn du möchtest." "Ja kein Thema. Ruh dich etwas aus ja? Möchtest du auch etwas?" "Nein ich mache mir dann Brot, wenn ich Hunger habe."
      Kenshin nickte und nahm von der Pinnwand ein paar Flyer in die Hand.
      Er ging wieder nach oben in sein Zimmer und hielt Max die Flyer hin. "Hier such was aus. Mutter kocht heute nicht." "Oh okey." "ich geh mal zu ihr." Er zeigte mit dem Finger auf die Wand und Max nickte. "Du kannst sie ja auch gleich fragne ob sie Lust hat mit uns ne Serie zu schauen. Da kann ich sie auch einmal kennenlernen." Er grinste dabei. Zu viel für Kenshin´s Geschmack. "Ich versuche es." "Danke!"

      Der weißhaarige Junge ging auf den Flur und klopfte an die Tür. Doch niemand schien zu hören. Er räusperte sich. "Ähm Hallo. Kira?"
      Nichts. Niemand schien ihm zu antworten. Wenn sie doch etwas gehört hatte.. Würde sie wohl weinend auf dem Boden liegen. Einen kleinen Stich in sein Herz spürte er trotzdem, auch wenn er es niemals zugeben würde. Doch dann hörte er wie Wasser anging..
      Zögerlich klopfte er an die Badtür, doch es antwortete niemand. Er nahm den Griff der Tür in die Hand und öffnete sie einen Spalt, nur ein bisschen. Man konnte sie nicht einmal sehen. Kenshin räusperte sich. "Kira? Ich soll dich fragen ob du etwas zu Essen mitbestellen möchtest.. und ob du mit uns ne Serie schauen magst.. Mein Kumpel Max besteht förmlich drauf.. Überleg es dir ja? Wir sind im Zimmer." Es war ihn unangenehm, auch wenn er sie nicht sah.. Stieg ihn die Röte ins Gesicht..
      Er ging wieder zurück in sein Zimmer. "Sie überlegt es sich." "Sehr gut!" Max strahlte über beide Ohren. "Dann such dir nun Mal etwas aus."
    • Kira schloss die Augen, als das heiße Wasser auf ihre Haut prasselte. Den Kopf leicht in den Nacken gelegt und die Hände zu einer Schale auf Brusthöhe geformt atmete die Blondine tief aber leise aus. Eine Dusche bewirkt wahre Wunder. Problematisch wird es nur, wenn dir sowieso schon heiß ist. Und wenn ein Junge daran Schuld ist, dann muss ich ihn leider verschleppen. Schoss ihr die Stimme ihres Vaters durch den Kopf, welche ihr ein seichtes Lächeln auf die Lippen zauberte. Wie oft hatte sie ihm für so einen Satz diverse Kissen ins Gesicht geworfen und doch brachte er sie damit zum lachen.
      Lange blieb sie jedoch nicht in ihren kurzen Gedankengängen, als sie die Stimme ihres Bruders hörte und sich ihr kompletter Körper sogleich versteifte. Die Augen aufgerissen und gegen den Duschkopf starrend schlang sie instinktiv ihre Arme um ihre Brüste und drehte sich den Fliesen entgegen, während ein Rotschimmer auf ihren Wangen erschien. Doch als sie sich wieder gefasst hatte und gerade dazu ansetzen wollte ihn in fraulicher Manier zu fragen, was ihn zum Teufel geritten hatte einfach ins Bad zu kommen, da war er auch schon wieder weg. Kira lehnte sich etwas zurück, lugte am Duschvorhang vorbei zur Tür und starrte diese eine Weile an, bevor ihr Blick zu Boden wanderte. "......Eine Serie?" fragte sie leise, bevor sie sich ihren Haaren widmete und diese wusch. ".....Max, hm?"
      Ein leises Seufzen entwich ihr, ehe sie sich den Schaum aus den Haaren wusch und nach einem der Handtücher griff, um sich dieses umzuwickeln. Nun, zumindest hallo sagen? Immerhin hatte ihr Vater immer eingetrichtert, dass man höflich sein musste, auch wenn sie nun die jenige war, die hier zu Gast war. "....Was mach ich nur hier?" murmelte sie ihrem Spiegelbild entgegen, nachdem sie mit der Handfläche die beschlagene Scheibe frei wischte und sich selbst in ihre roten Augen sah. Kira biss sich auf die Zunge, zog sich ihre Unterwäsche und das mitgenommene Shirt über, bevor sie ihre nassen Haare mit dem Handtuch antrocknete, um diese schließlich hoch zu stecken.
      ".....Scheiß drauf." murmelte sie, hängte das Handtuch zum trocknen auf und wusch den übergebliebenen Schaum aus der Dusche, bevor sie das Bad verließ und den Flur entlang sah. Kurz zögerte sie, setzte schließlich einen Fuß vor den anderen und blieb vor der Tür ihres Bruders stehen, bevor sie die Hand etwas hob und kurz anklopfte.
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      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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    • Max war immer noch völlig aus dem Häuschen Kenshin´s vermeindliche Schwester kennenzulernen, ohne das überhaupt klar war das sie Lust auf diese ganze Sache hier hatte. Immernoch war es ruhig auf dem Flur und das Magenknurren des jungen Mannes war nicht mehr zu überhören. "Langsam könnte sie sich beeilen ich sterbe vor Hunger." "Dann lass uns das Essen bestellen, wer zu spt kommt den be-.." Doch ehe Kenshin den Satz zu Ende sprechen konnte vernahmen beide ein leises Klopfen an der Zimmertrü. Max sprang vor Freud auf wie ein kleines Kind, doch wurde sofort von dem weißhaarigen Jungen ausgebremst. "Nun beruhige dich doch und setzt dich.."
      Er verzog sein Gesicht wieder etwas und ging auf die Tür zu um diese zu öffnen. Sein Blick fiel auf auf Kira. Leichte Röte stieg ihn ins Gesicht, als er sie betrachtete. ´Hätte sie sich nicht mehr anziehen können..´

      "Komm rein", murmelte er vor sich hin und öffnete die Tür ein Stück mehr. "OH MEIN GOTT!", hörte er nur Max im Zimmer rumkreischen. "Sie ist ja noch viel hübscher als du sie beschrieben hast Ich bin übrigends Max. Der beste Freund von Kenshin!" Kenshin verdrehte die Augen und drücke sener Schwester den Flyer in die Hand. "Übertreib nicht gleich. Hier wir haben Hunger, such dir schnell was aus, damit wir bestellen können." Sein Blick wirkte wieder kalt und abweisend. Er lehnte sich an die Fensterbank und verschränkte die Arme vor der Brust. Max lächelte vor sich hin und her und wollte sie am liebsten mit Frage bombadieren, doch er erhielt nur einen stengen Blick von der Seite und schon benahm er ich wieder.

      Diese Stille in dem Raum war kaum auszuhalten und der weißhaarige Junge seufzte nur und stützte sich von der Fensterbank wieder ab. "Haben wir uns entschieden? Schön." Er zog den Flyer aus ihren Fingern und wählte die Nummer und gab die Bestellung durch.
      "Dauert ne gute halbe bis dreiviertel Stunde eh das Essen da ist, sie haben gerade viel zu tun."
      Immernoch stand das Mädchen da wie angewurzelt und er konnte es nicht mit ansehen, schnappte ihre Hand und führte sie zum Sofa. "Du nimmst mir die Ruhe." Er setzte sich neben sie und reichte ihr eine Kuscheldecke. "Leg sie über deine Beine, nicht das du noch krank wirst."
      "Wollen wir dann weiter schauen?", warf Max ein und schnappte sich den Controller vom Tisch.
      Die Serie wurde fortgesetzt, sie war zwar nicht unbedingt etwas für Frauen, aber das war den beiden Jungs in dem Moment wirklich egal.
      Max war immer noch sehr aufgeregt das Kira nun zwischen ihnen sahs und blickte immer wieder zu ihr hin. Kenshin hingegen hatte sich auf dem Sofa nach hinten gelehnt und versuchte ihr auszuweichen, auch wenn es nicht einfach war. Dieses Gefühl war immer noch merkwürdig und nicht zu beschreiben. "Du kannst dich ruhig bedienen." Der Tisch war voller Nascherreien und Getränken und es gab eine gute Auswahl von jedem.

      Wenig Zeit später klingelte es an der Tür und Kenshin ging nach unten um die Bestellung anzunehmen. Mit vollgepackten Händen kam er nach oben und stellte die Bestellung auf den Tisch. Er holte noch Besteck und Servietten aus der Küche und trug es nach oben in sein Zimmer. "Sieht lecker aus!" Sein Freund Max stürtzte sich gleich über seine Pizza, während Kenshin seinen Burger und Pommes aus der Tüte holte. "Dann Guten Appetit euch."
      Der junge Mann beugte sich über den Tisch und biss genüslich in den Burger hinein. Natürlich blieb ihn hier und da etwas Soße am Mundwinkel hängen, doch das störte ihn in keinster Weise.
    • Leises Rumpeln drang an Kira's Ohren, nachdem sie an die Tür geklopft hatte und darauf folgende Schritte, ehe die Holztür vor ihrer Nase geöffnet wurde und Kenshin zu sehen war. Langsam ließ die Blondine ihre Hand sinken, welche sie bis eben noch durch das Klopfen oben hielt, bevor sie der Aufforderung folgte hinein zu kommen. Kaum einen Schritt in den Raum getan hörte sie auch schon den lauten Ausruf des Jungen und seine darauf folgenden Worte, welche ihre Wangen doch in ein seichtes Rot färbten. "....Freut mich, Max. Mein Name ist Kira." stellte sie sich nun ebenfalls vor und deutete eine leichte Verbeugung an, ehe sie auch schon einen Flyer in die Hand gedrückt bekam und zu ihrem Bruder sah.
      Ein Blinzeln folgte. Und ein weiteres, bevor ihre roten Augen auf das Papier fiel.
      "....Okay...?"
      Es war eher eine Frage als eine Zustimmung, doch auch hier tat sie wie ihr geheißen, bevor sie die Hand etwas ausstreckte und Kenshin den Flyer aus ihren Fingern zog, um zu bestellen. irgendwie fühlte sich Kira, als würde sie nicht hier her gehören. Und damit war nicht gemeint, dass sie nicht in dieses Haus gehörte. Das stand bereits fest, als sie einen Fuß hier rein gesetzt hatte. Doch im Moment schien es eher, als würde Kenshin sie nicht wirklich hier haben wollen, weswegen sie bereits hin und her überlegte bereits zurück in ihr Zimmer zu gehen.
      Bevor die junge Frau ihre Gedanken jedoch in die Tat umsetzen konnte spürte sie auch schon die Finger Kenshin's um den ihrigen, bevor er Kira auf das Sofa setzte und ihr eine Decke rechte, welche mit einem kurzen Nicken wie ihr geheißen über ihre nackten Beine legte und schließlich zwischen den beiden jungen Männern saß, während sie auf das Essen warteten.
      Ein leises Seufzen konnte sich die Blondine nicht verkneifen, ehe sie die Beine etwas an ihren Körper heran zog. Ihr Blick fiel auf Kenshin, bevor er auf die andere Seite zu Max wanderte und schließlich ebenfalls zum Fernseher, um halbherzig der Serie zu folgen, bis ein Klingeln wenige Zeit später wieder etwas Leben rein brachte.
      Ihrem Bruder mit dem Blick folgend neigte Kira den Kopf leicht zur Seite, bevor sie sich schließlich dazu entschied sich ebenfalls zu erheben und ihm die Bestellungen abzunehmen, bevor er zurück in die Küche verschwand, um Besteck und Servietten zu holen. Der Geruch füllte den Raum binnen weniger Sekunden, als sich die drei wieder auf dem Sofa eingefunden hatten und die beiden Jungs sich bereits über ihr Essen her machten.
      Kira hingegen hatte ihre Pappschachtel voll Pizzabrötchen auf dem Schoß, noch immer geschlossen, während sie den beiden eine Weile zusah und ihr Blick schließlich auf ihrem Bruder hängen blieb, als dieser in seinen Burger biss. Sie konnte sich nicht helfen, doch kaum waren seine Mundwinkel voll, so musste die junge Frau leise lachen.
      ".....Du bist echt wie Papa...." murmelte sie, bevor sie sich ein wenig vor beugte, um auf den Boden zu sehen, auf welchem ein paar Reste hinunter gefallen waren. "Sowohl beim Essen, als auch beim Fallen lassen."
      Ein Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, bevor sie Kenshin eine der Servietten an die Wange drückte und ihm somit die Soße aus dem Gesicht wischte.
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