Avatar - Ankunft der Finsternis [Sheireen & Aiden]

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    • Avatar - Ankunft der Finsternis [Sheireen & Aiden]

      Vorstellung
      @Sheireen007

      Avatar
      Ankunft der Finsternis


      Elaín Howe

      Irgendwie hatten ihre Beine Elaín ohne ihr zu tun, oder gar ihr Wissen weg von dem Blumengarten ihrer Mutter getragen.
      Eigentlich hätte Elaín frische Blumen holen sollen, für den Laden ihrer Mutter, doch nun stand sie mit drei einzelenen Blumen mittem im Wald, der ihr Dorf umgab.
      Etwas verwirrt blinzelte Elaín als sie bemerkte wo sie jetzt überhaupt war. "Das wird Ärger geben", murmelte sie leise vor sich hin. Dieser Ort hier war beinahe schon eine Stunde vom Blumengarten entfernt, und selbst wenn sich Eláin beeilen würde. Bis sie mit ihrer Aufgabe fertig wäre, hätte der Laden auch schon wieder geschlossen. Das junge Mädchen wollte sich gar nicht ausmalen was ihre Bestrafung werden würde. Leise seufzend Blickte Elaín auf die Blumen. Nun gut, sie würde sich ihrem Schicksal wohl ergeben müssen.
      Langsam trat Elaín den Rückweg an, und kam erst kurz bevor die Sonne unterging wieder in ihrem Dorf an. Die meisten Geschäfte waren bereits geschlossen und nur wenige hatten noch offen. Das junge Mädchen hatte nur zu gut im Gefühl, dass das Blumengeschäft noch offen hatte, aber sie wagte es noch nicht dort hin zurück zu kehren. Etwas unbeholfen blieb sie also am Hauptplatz stehen, und versuchte im Schatten eines Gebäudes Schutz zu finden.
      "Elaín was machst du da?" Die Dunkelhaarige zuckte ertappt zusammen, und als sie sich umdrehte erkannte sie ihre beste Freundin Asterine. "Gerade habe ich deine Mutter noch im Laden gesehen..." Elaín zuckte leicht mit den Schultern. "Ich bin irgendwie vom Weg abgeraten als ich frische Blumen holen sollte und bin im Wald gelandet", meinte Elaín kleinlaut. Asterine begann zu lachen, was Elaín viel mehr entsetzte. Wie konnte sie denn bei einer so misslichen Lage ihrer besten Freundin nur lachen? "Dann hast du wirklich glück, dass es dir heute passiert ist. Deiner Mutter wird es wohl kaum aufgefallen sein..."
      Verwirrt blickte das Mädchen ihre Freundin an. Das verstand sie wirklich nicht. Wie sollte ihrer Mutter das denn nicht aufgefallen sein? Sie war doch sonst auch immer so streng mit ihr!
      "Guck nicht so!", meinte Asterine und legte ihren Arm um die Schulter ihrer Freundin. Asterine war einen guten Kopf größer als Elaín und auch sonst um einiges auffälliger... und hübscher. Das junge Mädchen beneidete ihre Freundin wirklich um ihr hübsches äußeres. Die blonden langen Haare die ihr über die Schultern fielen und diesen doch recht makellosen Körper. Die Jungs rannten ihr quasi hinterher. Und nicht nur die aus diesem Dorf... Frustrierend. Neben ihr wirkte Elaín oft nur noch seltsamer als ohne hin schon. Asterine lies sie das aber nie spüren, es war nur eine obejktive Betrachtung, immerhin fühlte sich Elaín selbst nicht so wenn sie mit Asterine unterwegs war.
      "Der Avatar ist hier", meinte Asterine dann und sah Elaín mit einen verschwörerischen Blick an.
      "Oh", kam es nur von Elaín. Sie wusste nicht was sie sonst hätte sagen sollen. Sie kannte den Avatar, natürlich. Sie alle kannten den Avatar, er kam aus diesem Dorf. Elaín hatte nur nie wirklich etwas mit ihm zu tun gehabt. Einmal hatte sie versucht ihn anzusprechen, da musste sie zehn gewesen sein, aber sie fühlte sich so unwichtug und unbegabt in seiner Nähe, dass sie ihn von da an eher gemieden hatte. Es wollten sowieso genug Leute ständig mit ihm sprechen.
      "Was 'Oh'? Das ist eine sensationelle Neuigkeit! Sowas passiert doch nicht jeden Tag!"
      Nun, es war nun auch nicht wirklich sensationell, das hier war das Heimatdorf des Avatars. Das hatte den Tourismus in diesem Dorf doch erst angekurbelt. Viele kamen her um zu sehen wo der Avatar aufgewachsen ist. Es war nun wirklich nicht so unwahrscheinlich das man sein Zuhause besuchen ging. Das war zumindest Elaíns Ansicht der Dinge, doch die behielt sie im Moment lieber für sich.
      "Wollen wir ihn besuchen? Ich hab ihn auch noch nicht sehen können, der Schreiber hat erst vor 20 Minuten den Laden geschlossen", grinste Asterine und Elaín nickte nur. Nicht das sie unbedingt heiß darauf war, aber sie konnte ihrer besten Freundin kaum einen Wunsch abschlagen.








      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • Saevel Olamin

      Der Wind zerzauste seine roten Haare, als er auf einem fliegenden Bison Richtung Heimat flog. Saevel freute sich zwar sein Zuhause wieder zu sehen, andererseits plagte ihn auch die Scham. Obwohl er ein Feuerbändiger war, beherrschte er ebenfalls das Wasserbändigen. Also musste er der Avatar sein, auch wenn Saevels Gefühl ihm mitteilte, dass alle sich irrten. Immerhin war nur der Avatar in der Lage mehr als ein Element zu beherrschen.Doch alle seine Bemühungen Erde oder Luft zu bändigen scheiterten, egal wie gut seine Lehrer auch waren. Ganz zu schweigen von der Verbindung zu den vorherigen Avataren.
      Seufzend blies er sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und legte seinen Kopf auf seinen Armen ab, welche an dem Rand des Sattels ruhten.
      „Grübelst du schon wieder?“, fragte Tariel ihn, seinen Meister im Luftbändigen. Trotz seiner vielen Bemühungen Saevel das Bändigen von seinem Element beizubringen brachte de rJunge es nicht einmal fertig einen kleinen Luftstoß zu bändigen.
      „Ja. Ich verstehe auch nicht, was ein Besuch bei meinen Eltern bringen soll. Das wird mir nicht helfen, Erde und Luft zu lernen. Um ehrlich zu sein..“, sagte Saevel und drehte sich um, damit er seinem Meister ins Gesicht sehen konnte. Dieser saß vorne auf dem Hals des Bisons, mit dem Blick über die Schulter gerichtet, damit er seinen Schüler ansehen konnte. Mit besorgter Miene musterte er den Jungen,in seinem Ausdruck lag Verständnis.
      “... es zeigt meinen Eltern eher, was für ein Versager ich bin. Sie sind sicherlich fürchterlich enttäuscht von mir.“ Der Avatar richtete seinen Blick in den Wolkenlosen Himmel und schloss die Augen.
      Tariel seufzte. Mit so einer Einstellung hatte er bereits gerechnet, da er den Jungen bereits eine ganze Weile kannte.
      „Auch wenn ich deine Eltern nur flüchtig kenne weiß ich, dass sie niemals so von dir denken werden. Sie sind unendlich stolz auf dich, das kann man sehr gut in ihren Augen erkennen. Nun hör auf zu grübeln und freu dich lieber sie wieder zu sehen, denn wir sind da.“ Mit diesen Worten zog er an den Zügeln seines Bisons, welches eine sanfte Landung einleitete. Unter ihnen befanden sich mehrere Häuser am Rande eines Waldes. Angrenzend floss ein klarer Bach, welcher eine große Wiese entlang floss, bevor er in einen größeren Fluss mündete.
      Saevel setzte sich aufrecht in den Sattel. Natürlich war er aufgeregt, alle wieder zu sehen. Vor allem seinen alten Freund Topi, mit dem er früher Feuerbändigen geübt hatte. Bevor alle wussten, dass Saevel Wasserbändigen kann. Ab da hatte sich sein Leben komplett verändert.
      Der Junge unterdrückte ein seufzen und versuchte seine negativen Gedanken zu verdrängen, als das Bison auf den Boden aufsetzte. Er ließ seinen Blick über die versammelten Menschen schweifen,welche seine Ankunft erwartet hatten. Der Avatar sah viele bekannte Gesichter, was ein Lächeln über seine Lippen legte. Auch seine Eltern und Topi, sein Bester Freund, waren unter den Versammelten. Nur seinen kleinen Bruder Zuki konnte ernicht finden.
      Mit einem großen Satz sprang er aus dem Sattel und landete elegant auf den Füßen. Seine Eltern liefen auf ihn zu und er nahm sie strahlend in den Arm.
      „Ich habe euch vermisst“, sprach er zu ihnen.
      „Wir dich auch. Über deine Briefe haben wir uns immer sehr gefreut.“, gab sein Vater zur Antwort. Seine Mutter nahm sein Gesicht in seine Hände. Da sie ein paar Zentimeter kleiner warals er musste sie zu ihm aufschauen.
      „Wie groß du geworden bist, ein richtiger Mann!“ Anschließend kniff sie ihm in die Wangen, so wie sie es früher gerne tat. Sie wusste, dass es ihn ärgerte und lächelte herzhaft.
      „Mam.. lass das. Wo ist Zuki?“, wollte Saevel wissen. Das sein Bruder fehlte bereitete ihm Sorgen, da sie sich früher sehr Nahe standen. Seine Eltern verloren ihr Lächeln und wirkten bedrückt und traurig. Sie schauten sich gegenseitig an, bevor sie wieder zu ihrem Sohn blickten.
      „Er...“
      Doch bevor sie ihren Satz zu Ende bringen konnte tauchte Topi auf und boxte den Avatar auf den Arm.
      „Das kann ich dir gleich erzählen. Komm erstmal in Ruhe an.“
      Mit diesen Worten tauchte Tariel auf und nahm seine Eltern beiseite, um sich mit ihnen in Ruhe zu unterhalten. Saevels Blick schweifte erneut über die Menge. Viele von den Gesichtern kannte er noch von früher, doch einige kamen ihm unbekannt vor. Darunter waren viele Kinder, welche in seiner Abwesenheit geboren wurden. Alle schauten ihn mit großen Augen an.
      „Ähm.. Hallo, ich bin Avatar Saevel. Freut mich wieder hier zu sein“, begrüßte er in die Menge. Bei dem Wort ‘Avatar’ zögerte er jedoch kurz, da er immer noch daran zweifelte. Jedoch hatte er noch mit niemandem darüber gesprochen. Dieses Geheimnis behielt er für sich.
      Nach ein bisschen Smalltalk mit ein paar der Umherstehenden löste sich die Menge langsam auf. Dabei sah er ein weiteres bekanntes Gesicht: Elaín. Als er noch kleiner war hatte er sie öfters gesehen, aber sie hatte sich nie mit ihm unterhalten. Deshalb nahm er an, dass sie von ihm nichts wissen wollte. Zögerlich schenkte er ihr ein Lächeln und winkte mit seiner Hand zur Begrüßung.

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    • Elaín Howe
      Asterine griff nach Elaíns Hand, und zog sie mit sich mit. Die Dunkelhaarige wehte sich nicht und folgte ihrer Freundin bereitwillig. Sie hatte zu gestimmt und nun gab es wohl kein zurück mehr, selbst wenn sie sich unwohl fühlte. Vor allem als Elaín die vielen Menschen sah, die sich bereits am besagten Ort befanden. Alle wollten den Avatar sehen, als wäre er ein Tier im Zoo. Sowas tat man doch nicht! Als hätten die meisten im Dorf Saevel noch nie gesehen hätten? Er ist hier aufgewachsen, und hat hier seine erste Verbindung zu einen anderen Element bemerkt. Schon damals war es großes Aufsehen, doch jetzt... Elaín konnte nur leicht den Kopf schütteln.
      "Wir sollten wieder gehen Asterine", meinte Elaín und zupfte an ihren Ärmel. "Man starrt keine Leute an, und hier sind schon so viele andere!", erklärte Elaín sich ihrer Freundin die sie verwirrt anblickte. Die Blonde schüttelte nur den Kopf.
      "Ich hab ihn ja noch gar nicht gesehen! Stell dich nicht so an, es ist doch so als würden wir einen Freund 'Hallo' sagen!"
      Elaín würde den Avatar nun nicht wirklich als einen Freund ansehen. Sie hatte nie wirklich mit ihm geredet. Und Asterine sicherlich auch nicht, sie war älter als der Avatar... Und so fühlte es sich eher an, als wollte man den Ruhm einer Person ausnutzen um sich als dessen Freund zu bezeichnen. Elaín gefiel dieser Gedanke überhaupt nicht. Das hier fühlte sich einfach falsch an.
      "Asterine!", Elaín setzte schon wieder dazu an ihre Freundin zu überreden, da griff diese sie am Arm und drückte fest zu. "Au, was soll das?!"
      "Guck doch!"
      Vorsichtig sah sich Elaín um, und sah dann den rothaarigen jungen Mann, den sie in ihren Dorf schon länger nicht mehr gesehen hatte. Saevel. Der Avatar. Und er winkte hier her zu Asterine und Elaín. Vermutlich eher zu ihrer Freundin, sie hatte mit ihm doch gar nichts am Hut! Asterine hob sofort ihre Hand und wank dem Avatar ebenfalls. "Er sieht gut aus", meinte Asterine leise zu Elaín.
      "Was?"
      "Na, er ist größer geworden und sieht erfahrener aus, findest du nicht?"
      "Was?", konnte Elaín nur wiederholen. Wie kam Asterine denn jetzt auf diesen Gedanken? Das war doch seltsam, man sagte doch soetwas nicht einfach so!
      "Elaíne tu dich nicht so als hättest du keine Augen im Kopf", zischte Asterine, und hakte sich dann bei Elaín ein. Natürlich hatte Elaíne Augen im Kopf, und er sah nun einmal aus wie ein Junge in ihrem Alter mit roten Haaren, der nun einmal mehr als ein Element beherrschte. Vielleicht sah er nicht schlecht aus, aber sowas sagte man doch nicht einfach über Leute die man nicht kannte.
      "Und seine roten Haare, komm wir sagen Hallo!", bestimmte Asterine dann, und da sie bei Elaín untergehakt war, fiel es der etwas größeren auch überhaupt nicht schwer ihre Freundin mit sich zu ziehen.
      Elaín hatte noch nicht einmal zurück gewunken, und auch sonst noch nie mit ihm geredet und jetzt sollte sie auf einmal, einen völlig Fremden 'Hallo' sagen nur weil er der Avatar war? Selten hatte sich das junge Mädchen so unwohl in ihrer Haut gefühlt.
      Asterine blieb dann beinahe direkt vor Saevel stehen, und schenkte ihn ihr charmantestes Lächeln, das bisher noch das Herz eines jeden Jungen gestohlen hatte. "Hallo! Es freut mich wirklich dich wieder hier zu sehen, es ist ja schon ein wenig her!", begrüßte Asterine den Avatar herzlich. Dabei drückte sie unangenehm Elaíns Arm um ihr zu verdeutlichen, das sie auch etwas sagen sollte. "Äh ja, Hallo", murmelte Elaín vor sich hin und versuchte kurz zu lächeln, konnte aber nicht zu lange zu ihm aufsehen und blickte deswegen sehr schnell zu Boden. Asterine war keine Bändigerin, aber das hier war der Avatar, der alle Elemente beherrschte... Und sie? Sie konnte nocht nicht einmal das eine Element das ihr geschenkt wurde richtig nutzen! Sie fühlte sich gerade richtig unwohl und wollte am liesbten wieder gehen. Elaín wusste noch nicht einmal was sie überhaupt noch sagen sollte, war das peinlich.
      Asterine hatte in der Hinsicht viel weniger Probleme, denn sie redete direkt weiter. "Ich hab vorhin im Rathaus gehört, dass der Bürgermeister eine Fest für dich geben will, morgen Abend! Ist das nicht herrlich? Es werden sicher auch die Leute aus der Umgebung kommen. Wir, also du ", kurz sah Asterine neben den Avatar und schien einen Moment zu überlegen," Topi, Elaín und ich können dort doch gemeinsam hin", schlug sie direkt vor.
      Wie bitte? Etwas erschrocken sah Elaín ihre Freundin an. Das konnte sie doch nicht einfach tun! Urgh! Das junge Mädchen konnte nur hoffen, dass der Avatar ablehnen würde. Oder er bekam so viele Einladungen zu soetwas, das er sich sowieso nicht entscheiden konnte. Es würden sicher auch noch die anderen Mädchen aus den Dorf auf ihn zu kommen.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • Saevel Olamin

      Die Menge löste sich langsam auf, immerhin haben viele jetzt den Avatar gesehen und konnten ruhigen Gewissens nach Hause gehen. Es wäre unhöflich gewesen so einem wichtigen Besucher nicht zu begrüßen, deshalb war das ganze Dorf erschienen. Nur der Bürgermeister schien zu fehlen, sonst hätte er Saevel schon längst auf ein Gespräch entführt.
      Gerade als er mit Topi ein bisschen spazieren gehen wollte, damit er erfuhr wieso sein Bruder nicht hier war, kamen Asterine und Elaín auf sie zu.
      Die Größere, selbstbewusstere von den Beiden Mädchen hatte der Avatar noch gut in Erinnerung. Bevor bekannt wurde, dass er Wasserbändigen kann, würdigte sie ihn keines Blickes.Er versuchte öfters sich mit ihr anzufreunden, doch sie wollte nichts von ihm wissen. Erst als Saevel seine Fähigkeiten entdeckte wich sie nicht mehr von seiner Seite, was die Nerven des Jungen sehr beanspruchte.Sie wollte etwas von seiner Berühmtheit abhaben, weswegen sie ihn nicht in Ruhe ließ. Irgendwann hatte es ihm allerdings gereicht. Mitten auf dem Dorfplatz, vor vielen Menschen, schrie er sie an. Nach dieser Blamage rannte sie davon. Seitdem hatte er kein Wort mehr mit ihr gewechselt. Gut möglich, dass sie es nach all den Jahren vergessen hatte. Immerhin ging Saevel mit 7 von hier weg, das ist mehr als die Hälfte seines Lebens.Vielleicht ging sie auch davon aus, dass er es vergessen hätte.
      Als Elaín ihm Hallo sagte verscheuchte er seine Gedanken und blickte sie an. Er erinnerte sich gut an das Mädchen, die Beiden hatten ab und zu miteinander gespielt. Allerdings kann sie nicht besonders gut Feuerbändigen. Doch dies hinderte den Avatar nicht daran sie zu mögen. Damals war sie ebenfalls schüchtern, jedoch konnte sie ihm wenigstens in die Augen blicken. Anscheinend scheint sich vieles geändert zu haben.
      Bevor er ihr antworten konnte ergriff Asterine das Wort.
      "Ich hab vorhin im Rathaus gehört, dass der Bürgermeister ein Fest für dich geben will, morgen Abend! Ist das nicht herrlich? Es werden sicher auch die Leute aus der Umgebung kommen. Wir, also du ", kurz sah Asterine neben den Avatar und schien einen Moment zu überlegen," Topi, Elaín und ich können dort doch gemeinsam hin", schlug sie direkt vor.
      In dem Gesicht des Avatars zeichnete sich Überraschung ab. Zwar wurden für ihn öfters Feste zu seinen Ehren abgehalten, dennoch wird er sich niemals daran gewöhnen. Er überlegte kurz bevor sein Lächeln verblasste. Beschämt neigte er seinen Kopf nach vorn und richtete seinen Blick gen Boden.
      „Nein, das geht nicht. Ich habe nichts gemacht, womit ich ein Fest verdient hätte. Ich bin immer noch derselbe wie vor 9 Jahren, nichts hat sich geändert.“ Saevel atmete einmal tie fdurch, bevor er seinen Kopf wieder erhob und Asterine fest in die Augen schaute. „Ihr könnt gerne ein Fest halten, einfach so. Aber nicht für mich. Eigentlich bin ich nach Hause gekommen, damit ich etwas entspannen kann und meditieren, da es hier sehr spirituelle Orte gibt.“ Seufzend schüttelte er den Kopf, womit seine roten Haare hin und her wehten.
      „Ich bin nicht hier, um mich feiern zu lassen. Das habe ich nicht verdient.“ Mit diesen Worten drehte er sich zu Topi um.
      „Nun sag, was ist so wichtig, dass mein kleiner Bruder mich nicht begrüßen kommt?“ Sprachlos schaute sein bester Freund Saevel an. Aus seinem Mund kommt nur sinnloses gebrabbel,anscheinend hatte er sich keine Worte für die Nachricht zurecht gelegt gehabt.
      „Er...ähm..ich...also..nunja..“, stammelte er und fasste sich nervös an seinen Hinterkopf.

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    • Elaín Howe


      Vorsichtig linste Elaín zum Avatar, und wartete auf seine Antwort. Sie konnte sich ohnehin kaum vorstellen, dass er ja sagen würde. Es war noch nicht so lange her, als die Banditen das Dorf überfallen hatten und... Elaín bekam sich noch nicht einmal diesen Gedanken weiter auszusprechen. Natürlich stand ihm ein Fest zu, er war der Avatar, doch das alles lag an einen sehr ungünstigen Zeitpunkt.
      Seine ersten Worte machten für Elaín noch sinn. Nein, das geht nicht. Asterine gefielen diese Worte überhaupt nicht, und die Dunkelhaarige merkte es daran, dass Asterine ihren Arm schon wieder ein Stückchen fester drückte. Ihre Freundin war noch nie gut mit Ablehnung umgegangen. Im Normfall schlug ihr auch niemals jemand etwas ab, alle freuten sich wenn man ihr einen Wunsch erfüllen konnte. Elaín kannte Ablehnung nur zu gut, sie hatte vielleicht nicht oft eine bekommen, aber sie beobachtete sie ständig bei allen anderen.
      Seine anderen Worte ergaben weniger sind. Selbst Elaín hob verwirrt ihre Augenbraue. Er hatte nichts getan, womit er das verdiente? Er war der Avatar. Vielleicht war der Zeitpunkt ungünstig, aber er war es der das Gleichgewicht dieser Welt behielt, der diese Welt vor bösen Einflüssen beschützte. Da verdiente er sehr wohl hin und wieder eine Feier. Und eine Willkommensfeier für jemanden der sein Zuhause so lange nicht gesehen hatte war doch etwas schönes... Man freute sich ihn hier zu sehen. Also jedenfalls die meisten, Elaín war nicht ganz so begeistert, erinnerte sie sich deswegen nur an die Dinge die sie nicht konnte, und die Dinge die keiner verhindern konnte.
      Asterine fiel alles aus den Gesicht, als er meinte er hätte das alles nicht verdient und die Einladung nicht annahm. Vor allem fiel ihr alles aus den Gesicht als er sich einfach umdrehte und die Blonde einfach so stehen lies. Wenn sie noch ein paar Jahre jünger gewesen wäre, hätte sie sicherlich mit dem Fuß aufgestampft.
      Elaín selbst kam nicht umhin, die Worte des Avatars auch dann noch zu hören, als er sich zu seinem Freund umgedreht hatte. Topi kannte auch Elaín besser. Er hatte ihr vor zwei Jahren einmal das Feuerbändigen beibringen wollen, weil er doch einer der besten im Dorf war. Es schmerzte Elaín ein wenig in der Seele, das mit ansehen zu müssen. Wollte er wirklich den Avatar von seinen Bruder erzählen? Wäre es nicht besser, wenn seine Eltern das erledigten?
      Allerdings hatte Asterine nicht die selbe Sicht auf die Dinge, wie Elaín oder sonst jemand, der ein bisschen mehr Taktgefühl. Sie konnte auch nicht ansehen wie Topi dort vor sich herum stammelte. "Haben dir deine Eltern gar nicht bescheid gegeben?", fragte sie nach auch wenn der Avatar den beiden Mädchen den Rücken zugedreht hatte. Asterine löste sich von Elaín und stellte sich an Saevels Seite, und griff nach seinen Arm. Elaín vermutete, es sollte fürsorglich und beruhigend sein. "Vor zwei Wochen... Da haben widerliche Banditen das Dorf überfallen und... es sind ein paar Leute dabei gestorben... Auch Zuki. Es tut mir wirklich leid."
      Elaín konnte nur den Kopf schütteln, über das was Asterine dort tat und sagte! Sowas machte man nicht! Nicht mitten auf der Straße, und schon gar nicht sollte es jemand tun, den man kaum kannte. Elaín wusste nicht was sie tun sollte, bemerkte jedoch wie sich die Haltung des Avatars veränderte als er realisierte was Asterine da eben gesagt hatte. Elaín griff dann nach ihrer Freundin um sie vom Avatar weg zu bekommen. Saevel brauchte nun bestimmt seine Zeit und wollte sicherlich nicht von Asterine umgeben sein.
      Sie sah den rothaarigen an. "Tut mir leid", meinte sie leise. Sie entschuldigte sich nicht nur für Asterines verhalten, auch sein Verlust tat ihr leid. "Wir... also ich denke es ist besser wenn wir gehen", meinte Elaín entschlossen, nickte kurz zu Topi der sich sicher um seinen Freund kümmern würde, bevor sie Asterine mit sich weg zog.

      "Was sollte das?", fragte Asterine aufgebracht nach, als die beiden weit genug vom Avatar weg waren. "Ich wollte ihn trösten!"
      "Sowas tut man nicht, Asterine!", meinte Elaín. "Wir haben doch kaum was mit ihm zu tun! Und es ist sein Bruder! Seine Eltern oder Topi hätten es ihm in Ruhe erzählen sollen!"
      "Nein, es ist schlimm das man es ihm nicht schon vor zwei Wochen gesagt hat! Das immerhin sein Bruder, und ich an seiner Stelle hätte es bestimmt lieber sofort erfahren und nicht erst so spät!"
      Elaín verstand auch Asterine Ansicht, und dennoch hätte man das alles anders angehen müssen. So war das doch auch ganz sicher nicht der richtige Weg! Und jemanden so eine Nachricht zu schicken... Soetwas zu lesen machte das alles sicherlich auch nicht leichter. Elaín hatte jedoch auch nicht weiter Lust mit Asterine darüber zu reden. Sie würde ihre Meinung sicherlich nicht wirklich ändern.
      "Ich sollte langsam nachhause, sonst bekomme ich auch ohne das Problem mit der Arbeit genug ärger", meinte Elaín dann nur noch, und die beiden Mädchen verabschiedeten sich.

      Zuhause wurde Elaín tatsächlich recht wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Auch hier war das Hauptthema der Avatar, und die Feierlichkeiten die Morgen veranstaltet werden würden. Ihre Mutter wäre für die Blumendekoration verantwortlich und würde morgen den ganzen Tag die Hilfe von Elaín benötigen. Dieser Gedanke bereitete ihr bereits jetzt Kopfschmerzen.
      Sie hatte nicht das Gefühl, das es richtig war das zu tun. Saevel würde wohl auch nicht kommen vor allem nicht nach der Nachricht die ihm Asterine heute so unverblümt vermittelt hatte. Das alles fühlte sich einfach nur falsch an... Aber das war wohl den meisten Leuten sehr egal.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • Saevel Olamin

      Ungeduldig wartete Saevel darauf, dass Topi den Knoten in seinem Hirn lößte, damit er endlich erfuhr was mit seinem Bruder los war. Jedoch gesellte sich Asterinie zu den Beiden, auch wenn Saevel das Gespräch mit ihr eigentlich beendet hatte.
      Allerdings drehte er sich bei ihren Worten um. Was sollten seine Eltern ihm erzählt haben? Wieso wusste anscheinend jeder Bescheid, nur er nicht? Kalte Angst stieg in dem jungen Mann auf. Was, wenn...Nein, das konnte nicht sein. Er war vermutlich nur wieder auf der Wiese spielen und vergaß die Zeit.
      "Vor zwei Wochen... Da haben widerliche Banditen das Dorf überfallen und... es sind ein paar Leute dabei gestorben... Auch Zuki. Es tut mir wirklich leid."
      Ihre Worte erreichten den Avatar, doch er verstand sie nicht. Er wollte sie nicht verstehen. Zuki ist auf der Wiese und spielt, so wie er es immer machte. Er... er kann nicht...
      Angstschweiß bildete sich auf seiner Stirn, während sein Herz anfing in rasendem Tempo zu schlagen. Seine Augen weiteten sich zu einem entsetzten Gesichtsausdruck. Saevels Mund öffnete sich als würde er etwas sagen wollen, doch es kam kein Laut heraus. Anschließend klappte er den Mund wieder zu und schaute Elaín an. Konnte es ... wahr sein? Nein, es durfte nicht war sein! Er hatte seinen kleinen Bruder zuletzt vor 9 Jahren gesehen, als sich herausstellte, dass er Wasserbändigen kann. Ab da an hatte Saevel wenig Zeit für Zuki, welcher immer an seinem großen Bruder hing. Doch die Pflichten als Avatar erlaubten es immer seltener, dass die Beiden Zeit miteinander verbringen. Als er schließlich abreiste um die anderen Elemente zu lernen hatten sie sich bereits entfremdet. Dies hielt ihn nicht davon ab, seinem kleinen Bruder regelmäßig einen Brief zukommen zu lassen. Es freute ihn immer sehr, wenn Zuki ihm antwortete. Dadurch fühlte er sich immer ein bisschen wie Zuhause, als alles noch in Ordnung war.
      Das Kopfschütteln von Elaín und ihre entschuldigenden Worte holten Saevel zurück in die Wirklichkeit. Bevor er antworten konnte drehten die Mädchen sich um und gingen davon. Topi legte tröstend eine Hand auf seine Schulter, doch Saevel ließ diese Berührung nicht zu.
      „Wieso?“, fragte er mit leiser Stimme, bevor er sich zu seinem besten Freund umdrehte. „Wieso konntest du ihn nicht beschützen? Du hattest es mir versprochen!“
      Ehe der Junge etwas erwidern konnte drehte der Avatar sich um und rannte aufgewühlt weg, die Rufe von Topi ignorierend. Er rannte an seinem Elternhaus vorbei, wo Tariel mit seinen Eltern saß.Alle sahen ihn verwundert, aber mit verständnisvoller Miene an. Sie konnten sich denken, warum er so aufgewühlt aussah.
      Saevel rannte immer weiter. Vorbei an Häusern und Menschen. Er rannte sogar weiter als er das Ende des Dorfes erreichte. Seine Füße gehorchten ihm nicht mehr, ebenso wie seine Tränen. So gut es ging hielt er seine Trauer zurück, bis er an allen Menschen vorbei war. Doch als ihn keiner mehr sah konnte er sie nicht mehr halten. Salzige Tropfen rannten seine Wangen herunter. Die Sonne erreichte das Ende ihrer Laufbahn für den Tag, womit ihre Strahlen sich rötlich färbten und die Landschaft in idyllische Farben tauchte. Saevel rannte immer weiter, wurde jedoch langsamer. Er war an den Ort auf der Wiese angelangt,an dem er gerne mit seinem Bruder Zeit verbrachte. Hier war er nicht. Ist es also wahr, dass sein Bruder nicht mehr am Leben war? In Gedanken verloren sank Saevel auf die Knie und verdeckte sein Gesicht mit seinen Händen.Seiner Trauer freien Lauf lassend dachte er an das Gesicht seines Bruders, welches er zuletzt vor so langer Zeit sah. Als seine Tränen endlich versiegten war es bereits dunkel geworden. Unter die vielen Gefühle,welche der junge Mann empfang mischte sich noch ein neues. Ein Gefühl, dass ihn am Liebsten die ganze Wiese abfackeln lassen würde. Wut. Er war unendlich wütend. Auf die Banditen, dass sie ihm seinen Bruder nahmen. Auf seine Eltern, weil sie seinen Bruder nicht beschützen konnte. Auf Topi, weil er ihm versprach, dass Zuki nichts passieren würde. Aber am allermeisten war er sauer auf sich selbst. Wäre er nur zwei Wochen vorher hier gewesen, hätte er den Überfall verhindern und damit seinen Bruder retten können. Doch wäre er dazu wirklich in der Lage gewesen? Wie soll er eine Gruppe Banditen aufhalten, wenn er es nicht einmal schafft die anderen zwei Elemente zu bändigen, die der Avatar eigentlich können sollte. Er war ein Versager. Ein Nichtsnutz.
      „Saevel?“, riss ihn eine Stimme aus seinem Selbsthass. Topi hatte ihn anscheinend gesucht und nun endlich gefunden.
      „Bitte renn nicht wieder weg. Ich... ich möchte es dir erklären. Also was passiert ist.“ Saevel blieb weiterhin am Boden sitzen, die Arme um seine angewinkelten Knie geschlungen. Er blieb stumm. Vorsichtigen Schrittes näherte sich der Braunhaarige. „Sie kamen nachts und fingen an Häuser in Brand zu stecken. Ein paar Leute wurden wach und schlugen Alarm. Diejenigen, die kämpfen konnten,stellten sich den Banditen in den Weg um sie aufzuhalten. Allerdings konnten sie auch bändigen... Es artete in einer Schlacht aus.“ Topi schüttelte sich bei den Gedanken an die schreckliche Nacht.
      „Schlussendlich konnten wir sie vertreiben, aber ein paar Dorfbewohner hatten die Nacht nicht überlebt. So auch dein Bruder. Er ging zu einem Banditen hin, welcher Asterine an die Wäsche wollte.Die Beiden kämpften miteinander und dein Bruder siegte, wurde jedoch mit einer giftigen Klinge verwundet. Er half noch die anderen Banditen zu verjagen oder zu töten, aber das Gift raubte ihm schnell seine Kräfte.Einen Tag später starb er daran. Es tut mir so Leid, Saevel. Wir konnten nichts mehr für ihn tun, wir hatten kein Heilmittel.“ Langsam wagte er sich näher heran, bis er den Avatar schließlich berühren konnte. Sanft streichelte Topi seinen Rücken und wurde dieses mal nicht weggestoßen.
      „Also ist mein Bruder tot, weil er diese dumme Kuh gerettet hat?“, wollte er von Topi wissen.
      „Äh...ja...“, stammelte sein bester Freund erneut. Wutentbrannt stand Saevel auf und brachte dabei Topi aus dem Gleichgewicht, welcher mit einem „Uff“ zu Boden ging.
      „Die kann was erleben!“, sprach Saevel und rannte davon. Er wusste noch, wo das Mädchen wohnte und rannte direkt darauf zu. Ihm war es egal, ob die Bewohner des Hauses bereits schliefen.Er war einfach nur wütend. Mit einem lauten Krachen trat er die Vordertür ein und sah sich um. Wo könnte ihr Zimmer sein? Aus einer Tür schaute eine verwirrte Frau mit einer Kerze, welche wohl Asterines Mutter sein musste. Wütend stapfte er an ihr vorbei und öffnete jeden Raum.
      „Was machst du hier?“, wollte die Frau wissen, doch Saevel gab ihr keine Antwort. Stattdessen öffnete er jede Tür mit soviel Kraft, dass das Haus bebte. Endlich fand er ihr Zimmer. Ohne zu zögern trat er ein und hielt das Mädchen an dem Kragen hoch, während er mit seiner rechten Hand eine Faust ballte. Seine Faust glühte durch das Feuer, welches darum herum tänzelte und strahlte eine unangenehme Wärme ab. Sein Gesicht war durch die Wut so verzerrt, dass er sehr furchteinflößend aussah.
      „WIESO?!“, schrie er das Mädchen an.
      „Wieso darfst du leben, aber mein Bruder nicht!“

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    • Asterine

      Ihre Zimmertür flog plötzlich auf, und im ersten Moment dachte Asterine daran, das vielleicht schon wieder morgen war. Doch es war noch nicht hell, der Mond stand noch am Himmel und schien auch noch lange nicht unterzugehen.
      Die Blonde wollte sich gerade umsehen, als sie schon am Kragen ihres Nachthemnds gepackt wurde, und so ungut und etwas ungeschickt auf die Beine gezogen wurde. Ihr wurde mit einen Mal so Übel, und ihr ganzer Körper begann zu zittern. Das hier ähnelte viel zu sehr dem Szenario das sich erst vor zwei Wochen abgespielt hatte. Panisch griff sie nach der Hand die sie festhielt und versuchte sie von sich weg zu zerren.
      "WIESO?!", wurde Asterine angeschrien, doch sie war wirklich nicht dazu in der Lage zu antworten.
      "Wieso darfst du leben, aber mein Bruder nicht!"
      Noch immer wusste Asterine nicht was hier vor sich ging, die Tränen stiegen ihr in die Augen. Was war hier denn los?
      "Lass mich los", stammelte die Blonde vor sich her, und wurde langsam immer panischer.
      Erst jetzt sah sie der Person ins Gesicht, die sie so unsanft festhielt. Etwas erschrocken blickte sie in ein Wut verzerrtes Gesicht. Das war doch Saevel! Und es war so heiß! Was passierte hier, warum war er denn so wütend?!

      Elaín Howe

      Es war taghell, und doch schien an diesem Ort keine Sonne. Alles wirkte ein wenig gespenstig. Elaín wusste nicht wie dieser Ort hier hieß, doch sie hatte schon viel öfter von diesem hier geträumt. Vorsichtig wanderte Elaín durch den Ort, und die Bäume schienen nach ihr greifen zu wollen. Irgendwie hatte die Dunkelhaarige jedoch das Gefühl, das dies sicherlich nicht gut ausgehen würde, weswegen sie sich fern von ihnen hielt.
      Sie wusste nicht wie lange sie so herum gelaufen war, doch irgendwann blieb sie stehen, denn in der Ferne sah sie einen Mann sitzen. Auch diesen hatte sie schon öfter gesehen, doch bisher war sie immer erwacht bevor sie ihn erreichen konnte. Langsam drehte sich der Mann zu Elaín um, sein Gesicht wirkte wahnsinnig alt. Sie brauchen deine Hilfe.
      Die Stimme des Mannes wurde an ihr Ohr getragen, ohne das er seine Lippen bewegte.

      Mit flatternden Herzen war Elaín aufgewacht, und als sie aus ihrem Fenster sah, erkannte sie das es noch mitten in der Nacht war. Langsam begann sie ihren Kopf zu schütteln, um den Traum den sie hatte schnell wieder zu vergessen. Elaín wusste nicht das es nichts bringen würde. Sie hatte den Traum bis heute nie vergessen, auch wenn dieser sich ein wenig von den anderen unterschied. So ein altes Gesicht hatte das junge Mädchen noch nie gesehen. Noch nicht einmal der Dorfälteste schien an dieses Alter heranzukommen.
      Elaín zog die Decke von ihren Körper, und stieg aus ihrem Bett. Kurz zog sie sich etwas über. Sie hatte das bedrängedne Gefühl, dass sie zu Asterine sollte. Vielleicht konnte sie ihrer Freundin von ihrem Traum erzählen, und dann schliefen sie zusammen ein. Asterines nähe wirkte doch meist beruhigend oder besser gesagt ablenkend auf Elaín. Ja, das wäre ein guter Plan, und bevor ihre Eltern morgen aufwachten würde sie einfach zurückkehren, dann würde sie auch sicherlich keinen Ärger bekommen.

      Es hatte sich als schwieriger herausgestellt sich aus dem kleinen Häuschen ihrer Familie zu schleichen, als man es erwartet hätte. Elaín hatte es trotzdem geschafft, und stand nun außerhalb. Ein kühler Wind strich ihr durch die kurzen Haare, und es fühlte sich ein klein wenig so an, als wollte er ihr den Weg zeigen, den sie doch sowieso kannte.
      Das Haus ihrer Freundin stand offen, was Elaín doch wirklich seltsam fand. Seitdem Vorfall verschlossen die Leute ihre Häuser nur noch fester. Vorsichtig lugte das junge Mädchen hinein, und Asterines Mutter stand etwas verzweifel im Gang zu Asterines Zimmer. Elaín trat deswegen einfach ein, und ging auf ihre Mutter zu, die heftig zusammen zuckte, als Elaín ihre Hand auf ihren Arm legte.
      "E-Elaín? Was... machst..." Sie konnte nicht weiter reden, da drang Asterines Stimme aus ihren Zimmer.
      "Der Avatar...", murmelte ihre Mutter und nun war es Elaín die in ihr Zimmer blickte.
      Dort stand der Avatar und seine Hand glühte. Er hatte Asterine ganz unsanft gepackt. Elaín konnte nur den Kopf schütteln. Topi musste ihm erzählt haben, was dort wirklich vorgefallen ist. Leise seufzte Elaín, sie konnte verstehen warum er so wütend war... Aber Asterine war die Letzte die wirklich etwas dafür konnte.
      Sie trat vorsichtig in das Zimmer, und legte Saevel vorsichtig die Hand auf den Arm, der Asterine nicht festhielt. Der Wind fand seinen Weg in das Zimmer, und kühlte die unerträgliche Hitze die von dem jungen Mann hier ausging etwas ab. "Saevel, lass sie los, sie kann nichts dafür", murmelte sie leise. Man konnte Asterine ihre Panik ansehen, Saevel erinnerte sie wohl an die Banditen. "Wenn du dich so verhälst bist du nicht besser als die Leute, die dieses Dorf überfallen haben und deinen Bruder umbrachten." Es waren harsche Worte, aber sie konnte sich kaum vorstellen, dass andere Worte ihn von seinen Taten aufhalten konnten. Elaín wollte wirklich nicht einen wütenden Avatar hier erleben. Er konnte mehr bändigen als nur das Feuer, und im Zustand des Avatars könnte er das ganze Dorf von der Erdoberfläche auslöschen. "Komm mit", bat sie ihn dann leise. Es war besser wenn er dieses Haus verlies, und der ganzen Familie hier mehr Angst bereitete, als er es gerade schon tat. Sie ging dann ein paar Schritte zurück, sie würde ihn zu den Grab seines Bruders bringen. Es wäre gut wenn er sich verabschiedete, dann würde er verstehen das sein Bruder das richtige getan hatte und niemand anders außer diesen Banditen etwas dafür konnte. Zuki war als ein Held gestorben... Und auch Asterine wusste das. Es war bisher kein Tag vergangen in dem sie von ihrer Mutter keine Blumen gekauft hatte und sie an sein Grab gebracht hatte.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • Saevel Olamin

      Kurz zuckte Saevel zusammen, als er eine Berührung auf seinem Arm spürte. Langsam kam er zur Besinnung und realisierte, was er da gerade tat. Auf dem Blick des Mädchens, welches er bedrohte zeigte sich Todesangst. Wegen ihm. Geschockt hörte er auf sie mit Feuer zu bedrohen und setzte sie wieder auf den Boden ab. Die Worte von Elaín trafen ihn hart und er schämte sich nun umso mehr. Was fällt ihm ein in dieses Haus einzubrechen und das Mädchen zu bedrohen, welches sein Bruder rettete? Es stimmte was Elaín sagte, er war nicht besser als diese Banditen.
      "Asterine...ich...es tut mir Leid", brachte er schließlich hervor und trat ein paar Schritte zurück. "Ich weiß nicht was in mich gefahren ist. Bitte verzeih mir". Mit diesen Worten verbeugte er sich tief vor dem Mädchen, ehe weiter zurücktrat und nun im Türrahmen stand.
      "Ich verdiene kein Fest zu meinen Ehren. Ich verdiene es ebenso wenig, dass man mich verehrt. Schaut doch was ich mache, ich bin eine schreckliche Person. Ich hatte kein Recht dazu hier einzubrechen und meine Wut an dir auszulassen, Asterine. Aber sei gewiss, es wird niemals wieder vorkommen." Sein Blick richtete sich zu Boden, bevor er mit fester Stimme weiter sprach.
      "Weil ich gehen werde und nie wieder kommen."
      Damit drehte er sich um und verließ, nachdem er sich noch bei Asterines Mutter entschuldigt hatte, das Haus. Er hätte niemals zurückkehren dürfen. Nein, er hätte niemals weggehen dürfen! Damals war die Welt noch in Ordnung. Als er noch nicht wusste, dass er Wasserbändigen konnte. Mittlerweile ist Saevel sich sicher, dass die Ältesten einen Fehler gemacht haben, dass er der Avatar ist. Er kann weder Luft oder Erde bändigen. Zudem hatte er noch nie Kontakt zu den vorherigen Avataren, nicht einmal ein Traum, welcher ihm hilft den richtigen Weg einzuschlagen. Doch wieso konnte er zwei Elemente bändigen? Das ergab alles keinen Sinn.
      Verärgert über sich selbst und aufgewühlt wegen seinem Verlust lief Saevel durch die Straßen. Wohin konnte er nicht genau sagen, er lief einfach und ließ seine Intuition ihn leiten.
      Nach einigen Minuten kamen seine Beine zum Stillstand und der junge Mann sah sich um. Er war zum Friedhof gegangen. Saevel musste sich selbst davon überzeugen, dass alle die Wahrheit sagten und ihm keinen Streich spielten. Wobei dies ein sehr, sehr dummer und unethischer Streich gewesen wäre.
      Nach kurzem suchen fand er ihn: den Grabstein seines Bruders. Tatsächlich. Mit leeren Gedanken sank Saevel vor dem Stein auf die Knie und las die Inschrift. "Zuki Olamin, 14 Jahre, Starb als Held". Erneut liefen ihm Tränen über das Gesicht, doch diesmal versteckte er sich nicht. Ihm war es egal wer ihn sah, zudem war es mitten in der Nacht.
      "Zuki... Ich wünschte, ich hätte dich noch einmal sehen können. Zu dem Mann, zu dem du geworden warst. Ich werde dich immer in meinem Herzen tragen." Er drückte einen Kuss auf seine Finger und berührte mit diesen den Stein.

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    • Elaín Howe




      Saevel zuckte unter Elaíns Berührung zusammen, und langsam bekam das junge Mädchen das Gefühl sie sollte Menschen in einen Gefühlsausbruch nicht berühren. Sie zuckten dabei wohl zusammen, und das glich doch einer Art Schock. Das war sicherlich nichts was Elaín anderen bereiten wollte.
      "Asterine...ich...es tut mir Leid"
      Asterine saß auf den Boden und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. Sie brachte es nicht zustande Saevel anzusehen, vermutlich schämte sie sich für das alles und wollte so nicht gesehen werden. Zumindest schätzte Elaín die Situation so ein. Es hätte auch ganz anders sein können, und dennoch... Das junge Mädchen konnte sich nicht vorstellen, das ihre beste Freundin wirklich Angst hatte. Sie war sonst immer so fröhlich und selbstbewusste. Angst passte nicht in dieses Bild, und dabei hatte Asterine es ganz offensichtlich.
      "Ich weiß nicht was in mich gefahren ist. Bitte verzeih mir"
      Das der Avatar sich vor Asterine verneigte, wäre bestimmt etwas gewesen mit dem sie geprahlt hätte... Wenn sie es gesehen hätte. Elaín beschloss es ihrer Freundin am nächsten Abend zu erzählen, wenn sich die ganze Lage etwas beruhigt hatte. Die Temperatur im Raum nahm weiterhin ab, und umso kühler es wurde, desto weniger wehte der Wind herein.
      Bei den nächsten dramatischen Worten konnte Elaín nicht anders als leise zu seufzen. Das man aus jeder Kleinigkeit so ein Drama machen musste! Natürlich war es nicht schön, was hier passierte und es war noch weniger schön was mit seinem Bruder passiert ist. Es war auch wirklich nicht schön, dass diese Banditen noch immer frei herum liefen. Alles war tragisch und unschön, und dennoch war Elaín der festen Überzeugung, dass zumindest der Avatar nicht so den Kopf verlieren sollte! Er war neun Jahre weg von hier gewesen, und hatte viele Dinge gelernt, da war sich Elaín sicher und dennoch... So den Kopf zu verlieren passte nicht in dieses Bild.
      Der Avatar stürmte an Elaín vorbei, und sie kniete sich vor ihre beste Freundin, die sich auf ihr Bett gesetzt hatte. Vorsichtig legte sie ihre Hände nun auf ihre Arme, und für diese Nacht war Asterine die erste die bei dieser Berührung nicht zusammen zuckte. "Hey, alles ist gut. Es war nur Saevel", begann sie ihrer Freundin gut zu zu sprechen, die nur leise anfing zu schluchzen. "Du... du... pass auf ihn auf", brachte Asterine zwischen den Schluchzern heraus. Fragend hob Elaín die Augenbrauen. Auf was sollte sie aufpassen? Auf den Avatar? Er konnte doch alle Elemente bändigen, nicht sie. "Wir brauchen den Avatar", meinte Asterine komplett aufgebracht. Als sie Elaín ansah, erkannte sie in den Augen ihrer besten Freundin Schuldgefühle. Sie hatte das nicht gewollt, sie wollte nicht das jemand für sie starb und sie wollte nicht das der Avatar einfach aufgab wegen ihr. Wenn Elaín in ihre Augen blickte, konnte sie doch gar nicht nein sagen. "Gut, ich pass auf... Und du kümmerst dich um deine Mutter." Elaín strich ihrer besten Freundin die blonden Strähnen aus den Gesicht.
      Asterine nickte leicht. Natürlich hätte man sich um sie kümmern müssen, doch wenn Elaíne etwas zu tun hatte, würde sie nicht so viel über das ganze Chaos nachdenken können.

      Elaín war dem Avatar leise gefolgt, ihre Schritte waren kaum wahrnehmbar, das waren sie selten. Sie hatte Asterine schon oft erschreckt, weil man sie selten kommen hörte. In der Schule hatten die beiden es auch immer zu ausgenutzt, um Testfragen zu stehlen um nur das lernen zu müssen, was wichtig war. Ja, manchmal konnte auch Elaín nützlich sein.
      Saevel war auf den Friedhof gegangen, was nun wirklich vorhersehbar gewesen war. Entweder hier hin, oder in das Haus seiner Eltern. Sein Zuhause. Etwas anderes wäre auch Elaín nicht eingefallen.
      Als der Avatar auf die Knie sank, blieb das junge Mädchen stehen. Das hier war eine private Angelegenheit, und die Worte die dort gesprochen wurden gingen sie auch absolut nichts an. Außerdem wollte Elaín sich auch gar nicht darum kümmern. Sie wollte diesen jungen Mann nicht trösten, sie wollte nicht mit ihm reden und das Asterine wollte das sie hier aufpasste gefiel ihr auch wirklich nicht. Sie war müde und wollte eigentlich bei ihrer Freundin sein.
      Das alles lies sie im Grunde auch nur unnutz fühlen. Sie konnte vor zwei Wochen nicht helfen, und sie kann auch in diesem schweren Moment nicht helfen. Sie war einfach da, und war ruhig. Ehrlich gesagt fand es Elaín auch seltsam wie ruhig sie bei all den Sachen bleiben konnte.
      Das Mädchen lies den Avatar einige Minuten alleine mit seinen toten Bruder, bevor sie langsam und mindestens genauso leise wie zuvor an ihn heran trat. Vorsichtig räusperte sie sich, weil Saevel sie sicherlich nicht kommen gehört hatte. "Tut mir leid, Asterine meinte ich soll dir helfen oder so... Vielleicht solltest du nachhause gehen, es ist spät und der Wind geht recht kühl. Deine Eltern machen sich sicherlich Sorgen und ja... Ich denke es würde dir gut tun gemeinsam mit ihnen zu trauern." Elaíns Stimme war leise wie immer. Sie hasste es, wenn Dinge laut wurden. Und sie konnte auch laute Menschen nicht unbedingt leiden. Es war eine schreckliche Angewohnheit.
      Zumindest versuchte die Dunkelhaarige das Richtige zu tun, auch wenn sie nicht wusste ob es das wirklich war. Sie war recht schlecht im Umgang mit anderen Leuten und fühlte sich zu schnell unwohl, und war viel zu oft neidisch. Sie war neidisch darauf wie Asterine aussah, und sie war neidisch darauf was Saevel konnte. Ihr stand es gar nicht zu zu beurteilen was das Richtige war. "Ich begleite dich, wenn du willst...", murmelte sie dann leise. Asterine würde ihr vermutlich nicht so schnell verzeihen, wenn der Avatar jetzt noch verschwinden würde.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • Saevel Olamin

      In seinen Augenwinkeln konnte Saevel eine Bewegung erkennen und vermutete, dass Elaín ihm gefolgt war. Es war zu unwahrscheinlich, dass Asterine dort stand. Er war sehr dankbar dafür, dass sie ihn nicht störte und er sich in Ruhe von seinem Bruder verabschieden konnte. Durch diese Geste ging es ihm bereits besser, auch wenn der Schmerz niemals weggehen würde. Mit diesem Verlust muss er nun lernen zu leben. Saevel wartete, immer noch auf seinen Knien, bis das Mädchen sich zeigte. Ihm würde es auch nichts ausmachen, wenn sie einfach gehen würde. Das wäre ihm sogar lieber. Im Augenblick wollte er keine sozialen Kontakte. Er wollte einfach nur alleine sein.
      Als Elaín anfing zu sprechen war der Blick von dem jungen Mann weiterhin auf den Grabstein gerichtet. Er brachte es nicht über sich, sie anzuschauen. Nicht nachdem, was er ihrer besten Freundin angetan hatte. >Du bist nicht besser als die Banditen<, diese Worte von ihr saßen ihm schwer im Gedächnis.
      Saevel spürte einen sanften Lufthauch, welcher in Elaíns Richtung wehte. Jedoch war sonst kein Wind zu sehen, alle Bäume und Pflanzen waren still. Seine Gedanken rasten. So etwas hatte erschon einmal gespürt. Vorhin, in Asterines Zimmer. Allerdings erst nachdem Elaín es betreten hatte.
      „Ich bin nicht der Avatar..“, murmelte er leise vor sich hin. Seine Augen weiteren sich, als die Erkenntnis ihn traf.
      „Ich bin nicht der Avatar, sondern du bist es!“ Plötzlich legte sich ein Lächeln über seine Lippen. All die Verpflichtungen, all die Last war auf einmal von ihm abgefallen. Er war nicht der Avatar, er war es nie. Schon seit längerer Zeit wusst er, dass er nicht dazu bestimmt war die Welt zu retten. Natürlich würde er seinen Teil dazu beitragen die Welt zu einem besseren Ort zu machen,aber retten konnte er sie nicht. Nicht ohne die Hilfe des echten Avatar.
      „Du hast sicherlich Träume, in welchen du Dinge siehst, die du nicht verstehst. Aber du dir ganz sicher bist, dass sie dir etwas mitteilen wollen. Die Welt braucht deine Hilfe.“ Euphorisch ging er ein paar Schritte auf sie zu.
      „Ich weiß nicht warum ich zwei Elemente bändigen kann. Was ich weiß ist, dass ich nicht der Avatar bin. Egal wie sehr ich mich bemühte, egal wie gut meine Lehrer waren, ich kann weder Erde noch Luftbändigen. Doch ich bin mir sicher, dass du es kannst. Und schon immer konntest, du traust es dir nur nicht zu. Ich habe keine Verbindung zu den vorherigen Avataren. Ich werde sie nie haben, denn du bist der wahre Avatar.“ Seine Augen funkelten vor Begeisterung.

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    • Elaín Howe

      Es war wirklich nicht verwunderlich das Saevel sie nicht ansah. Die beiden kannten sich nicht, und Elaín konnte sich viel zu gut vorstellen, das er viel lieber seine Ruhe hätte. Wenn jemand aus ihrer Familie verstorben wäre, und sie so unsanft davon erfahren hätte wäre Elaín auch lieber alleine. Die Sache war nur, jemand der so eine Trauer verspürte... den konnte man doch nicht allein lassen. Jeder kam auf dumme Gedanken, sogar der Avatar würde auf dumme Gedanken kommen. Das war menschlich, und auch wenn die wenigsten es er kannten. Saevel oder auch jeder andere Avatar war auch nur ein Mensch.
      „Ich bin nicht der Avatar..“, begann Saevel schon wieder dramatischen Unsinn zu reden. Elaín seufzte leise, und wollte etwas sagen, doch kam sie nicht dazu. Denn auf einmal schien es dem Avatar - selbst wenn er behauptete das er es nicht ist - wieder viel leichter reden zu können. Beinahe wirkte er schon erleichtert.
      „Ich bin nicht der Avatar, sondern du bist es!“
      Elaín zog ihre Augenbrauen zusammen und blickte den jungen Mann vor sich verwirrt an.
      "Haha", machte sie recht unbegeistert. So einen Blödsinn musste Elaín sich sicherlich nicht anhören. Er wollte allem Anschein nicht der Avatar sein, und seine Aufgabe an jemand anderen abgeben. Verständlich, vermutlich gab er sich die Schuld an dem Tod seines Bruder. Leider hatte er sich dafür die falsche Person ausgesucht. Elaín konnte noch nicht einmal das Feuer bändigen, wie zur Hölle sollte sie also bitte irgendein anderes Element beherrschen? Diese Vorstellung war wahrlich lächerlich!
      „Du hast sicherlich Träume, in welchen du Dinge siehst, die du nicht verstehst. Aber du dir ganz sicher bist, dass sie dir etwas mitteilen wollen. Die Welt braucht deine Hilfe.“
      Als Saevel ein paar Schritte auf sie zu ging, wich Elaín automatisch ein wenig zurück. Der Avatar verlor gerade seinen Verstand! Er drehte durch! "Ich hab nur komische Träume, keiner sagt mir das irgendwer Hilfe braucht!", meinte sie abwehrend und blickte noch immer verwirrt zu ihm auf. Mit einen mulmigen Gefühl erinnerte sie sich an den Traum der sie heute Nacht geweckt hatte. Nun... der alte Mann meinte dass sie ihre Hilfe brauchten. Aber damit war sicherlich nicht die Welt gemeint. Vermutlich hatte Elaín einfach nur gespürt, dass Asterine Hilfe benötigte! Immerhin war das junge Mädchen ein empathischer Mensch, nicht mehr und nicht weniger. Empathisch, leise und unfähig auch nur ein Element zu bändigen!
      „Ich weiß nicht warum ich zwei Elemente bändigen kann. Was ich weiß ist, dass ich nicht der Avatar bin. Egal wie sehr ich mich bemühte, egal wie gut meine Lehrer waren, ich kann weder Erde noch Luftbändigen. Doch ich bin mir sicher, dass du es kannst. Und schon immer konntest, du traust es dir nur nicht zu. Ich habe keine Verbindung zu den vorherigen Avataren. Ich werde sie nie haben, denn du bist der wahre Avatar.“
      Elaín begann bei diesen verrückten Worten den Kopf zu schütteln.
      "Ich glaube du verlierst deinen Verstand! Du kannst zwei Elemente bändigen, weil du der Avatar bist!"
      Niemand konnte mehr Elemente bändigen als eines, außer er war der Avatar. Elaín konnte noch nicht einmal richtig das Feuer bändigen! Sie war sicherlich kein Avatar oder sonst etwas!
      "Vielleicht blockiert einfach etwas dein Chi, wenn du selbst nicht im Gleichgewicht bist kann das auch nicht funktionieren", meinte sie nur weiter. Keine Ahnung woher sie das wusste, vielleicht hatte es mal einer der Lehrer erwähnt. Es war ganz sicher so.
      Ihr Blick wanderte wieder gen Boden. Elaín konnte dieses begeisterte Funkeln in seinen Augen nicht ertragen! Wollte der Avatar sich über sie lustig machen?! Sie war froh, wenn sie eine Kerze entzunden könnte und nun kam der Avatar an und wollte ihr so einn Blödsinn einreden. Sollte das die Rache dafür sein, dass sie ihn gerade aufgehalten hatte ihre Freundin abzubrennen?
      "Komm du solltest nachhause, ruh dich aus, morgen sieht alles schon wieder anders aus!", probierte Elaín dann das Thema in eine normale Richtung zu lenken.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • Saevel Olamin

      Ihre Worte erreichten Saevel, aber er verstand sie nicht. Er wollte sie nicht verstehen. Endlich machte alles einen Sinn. Die ganzen Strapazen, die er die letzten Jahre auf sich nehmen musste, waren alleumsonst. Die ganzen Mühen, die er seinen Lehrern machte, waren umsonst gewesen. Niemals würde er ein weiteres Element bändigen, dazu wäre er nicht in der Lage.
      Verwundert legte er den Kopf schief. Nach all den Jahren hatte er den richtigen Avatar gefunden, und nun weigerte sie sich, die Tatsachen zu akzeptieren? Das verstand er nicht.
      „Red dich nicht raus, du weißt genauso gut wie ich, dass ich nicht der Avatar sein kann. Die Elemente waren dir schon immer gut geneigt, schon damals als wir noch Kinder waren. War dir zu heißwehte eine kalte Brise. Ohne das du es jemals gelernt hattest, kannst du super schwimmen. Das hast du mir damals am See erzählt. Blumen, die du pflegst gedeihen wunderbar und sterben nicht. Zudem wachsen sie viel schönerund mit kräftigeren Farben, als bei allen anderen im Dorf. Sogar die Blumen auf der Wiese sehen gegen deine blass aus. Deine Schritte sind kaum zu hören, denn die Luft tarnt deine Geräusche. Damit du dich leiseanschleichen kannst.“ Er seufzte, sie würde seinen Worten niemals glauben schenken. Daher ballte er eine Faust, zog blitzschnell Wasser aus der Luft und griff Elaín damit an. Der Wasserstrahl raste direktauf ihr Gesicht zu.

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    • Elaín Howe

      Er schien ihr gar nicht zu zu hören! Er wollte es anscheinend auch nicht, und behauptete nur dass sie sich heraus reden würde. Aber wie sollte Elaín sich aus etwas heraus reden in dem sie doch gar nicht verwickelt war?
      All die Dinge die er ihr sagte machten keinen Sinn! Die Elemente waren nun mal um jeden herum, und die kühle Brise wehte ja nicht nur um sie! Und im Schwimmen war sie vermutlich nur ein Naturtalent. Auch der Rest klang nicht wirklich plausibel. Ihre Blumen konnten doch gar nicht besser aussehen, als andere. Das war nicht möglich. So ein Blödsinn! Sie schüttelte einfach weiter den Kopf. Bei Kyoshis Füßen! Er hatte sie wirklich nicht mehr alle.
      "Saevel, ich verstehe ja, dass die ganze Sache schwierig für dich ist aber-", sie konnte den Satz gar nicht weiter aussprechen, da begann der Avatar zu bändigen. So schnell konnte Elaín gar nicht schauen, schoss ein Strahl Wasser auf sie zu. Instinktiv hob sie die Hände, um das Feuer zu bändigen, bekam aber nur einen kleinen Strahl hin der einiges vom Wasser verdampfen lies. Der Rest traf sie unerwartet.
      Überfordert taumelte sie zurück und viel auf den Boden. Klitschnass. Der Wind er um sie herum immer ein wenig wehte, hörte damit komplett auf, und ihr wurde ein wenig kühler, als es üblich wäre. "Bist du verrückt geworden?!", fuhr sie ihn an, und begann sich die Hände zu reiben, um sich ein wenig aufzuwärmen.
      "Was sollte das denn demonstrieren? Dass du mehr als ein Element bändigen kannst?!", murrte sie wieder leiser vor sich hin. Genervt versuchte Elaín das Feuer aufzurufen um ihre Kleidung zu trocknen, aber sie schaffte es gerade mal, dass es eine Minute lang hielt.
      Wollte er damit etwa beweisen, dass sie mehr als nur ein Element bändigen konnte? So ein Blödsinn sie hatte das Wasser ja noch nicht einmal mit Feuer abwehren können. Leise vor sich her murrend rappelte Elaín sich wieder auf. "Kannst du mich vielleicht trocknen, ohne mich in Brand zu stecken? Ich bin nämlich nicht dazu in der Lage... offensichtlich." Das offensichtlich murmelte Elaín nur leise vor sich hin, vermutlich konnte der Avatar es noch nicht einmal hören. "Und dann gehen wir nachhause, ich bekomme wahnsinnigen Ärger wenn meine Eltern heraus finden, dass ich mich um diese Uhrzeit herumtreibe. Außerdem bin ich müde, und ich habe genug von dem Blödsinn. Du trauerst und möchtest deine Verantwortung abdrücken. Das ist ja wirklich schön und gut, aber dafür bin ich ganz sicher die schlechteste Person die du dir aussuchen konntest. Ich kann nicht einmal das Feuer richtig bändigen! Frag Topi, er hat es versucht mir beizurbingen! Sag ihm doch er ist der neue Avatar!", beschwerte Elaín sich. Dann verschränkte sie die Arme vor der Brust und sah ihn abwartend an. Sie merkte dabei gar nicht, dass das Wasser sich auch so schon teilweise zurück zog, und zumindest ihre Haare schon beinahe wieder trocken waren. Zumindest waren sie nicht glitsch nass sondern nur noch feucht. Man hätte es auch als Zufall abstempeln könne.
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    • Saevel Olamin

      (An alle die mitlesen: Die Reaktion von Elaín hatten wir vorher zusammen besprochen. Autoplay ist nogo.)

      „Wäre es dir lieber, wenn ich dir Feuer ins Gesicht geschleudert hätte?“, blaffte Saevel zurück und stemmte demonstrativ die Hände in die Hüfte. Noch bevor die junge Dame zu ende gesprochen hatte bekam sie wieder einen Wasserstrahl ins Gesicht. Saevel hatte bereits wieder etwas Wasser aus der Luft gebändigt, als sie ihn anmeckerte.
      „Lass den Blödsinn, mach mich lieber trocken!“ Er konnte sehen, wie eine Ader an ihrem Auge anfing zu zucken. Lächelnd spritzte er ihr noch einmal Wasser ins Gesicht. Dabei spürte er, dass der Wind wiederkam. Diesmal jedoch ging er von Elaíns Richtung in seine. Er grinste.
      „Spinnst du jetzt komplett? Hör auf damit!“ Ihre Miene wurde grimmiger und sie funkelte den jungen Mann böse an.
      „Mache ich dich wütend?“ Wieder schoss er ihr einen Wasserstrahl ins Gesicht, diesmal allerdings etwas länger.
      „Ärgert dich das? Gut!“ Erneut griff er sie an. Mittlerweile tropfte das Mädchen und zitterte ein wenig, da die Nacht kühl war. Die Hände zu Fäusten ballend biss sie die Zähne zusammen und schien jeden Moment zu explodieren.
      „Benutz deine Wut, wehr dich!“, rief Saevel ihr entgegen und begann unaufhörlich Wassersalven auf sie zu lenken. Mit seinen Fäusten schlug er abwechselnd mit der Rechten und der Linken zu, jedesmal einen Wasserstrahl auf das Mädchen schießend. Dabei lachte er laut um sie noch mehr aus der Fassung zu bringen.
      „Wehr dich! Ach stimm, das kannst du ja gar nicht! Du wirst es niemals können, weil du nicht an dich glaubst!“ Wieder bekam sie eine Ladung Wasser ins Gesicht. Mittlerweile war es wunderlich wo all das Wasser herkam.

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    • Elaín Howe

      Elaín versuchte mit dem Avatar zu reden, aber dieser schien nur taube Ohren für sie ürbig zu haben. Alle Versuche ihn endlich dazu zu bringen, dass er mit dem ganzen Blödsinn aufhörte, führte nur dazu, dass sein Grinsen dreckiger wurde, und noch mehr Wasser in Elaíns Gesicht klatschte.
      Bei der zweiten fuhre bemerkte sie, wie sie nun langsam wütend wurde. Elaín wurde selten wütend, aber das hier war ein unnötig kindisches Verhalten! Und das auch noch vom Avatar! Sie ballte ihre Hände zu Fäusten, und ihre Zähne knirschten als ihr Kiefer begann zu malmen.
      „Mache ich dich wütend?“
      Wieder schoss er eine Wassersalve auf sie. So lange das Elaín beinahe keine Luft mehr bekam! Was war denn in ihn gefahren!
      "Bist du-" Sie kam nicht dazu noch mehr zu sagen, da traf die nächste Fontäne sie mitten ins Gesicht. Dabei verschluckte sie etwas von dem Wasser. Und nun blieb es nicht bei einer, und das sie dann wieder Luft holen konnte. Nein, es regneten jetzt viele hinter einander auf sie.
      Sein Lachen konnte sie nur leise hören, das Blut rauschte ihr um die Ohren.
      Ihr Klamotten klebten eng an ihren Körper, und sie zitterte von kälte, doch bei jedem Schuss Wasser, wehte er ein wenig stärker. Der Avatar war gerade dabei ihr noch eine Ladung Wasser entgegen zu knallen, da reichte es ihr nun wirklich! Was bildete er sich ein! Natürlich konnte sie sich nicht wehren, sie war nicht in der Lage dazu! Sie hatte es so oft probiert und es hatte nie geklappt!
      "ES REICHT JETZT", schrie sie ihn wütend an. So wütend war sie wirklich noch nie gewesen. Dabei stampfe sie mit dem Fuß auf den Boden, was die Erde ein klein wenig zum Bebeb brachte, doch das bekam Elaín nicht mit. Sie war viel zu wütend. Sie hob ihre Hände zum bändigen an, und das Feuer schoss aus ihren Händen, stärker als es sonst war, und mit dem Feuer presste der Wind an diesem vorbei. Das Feuer erlösch bevor es Saevel treffen konnte, jedoch die Windböe die von Elaín ausging traf ihn unverwandt.
      Der junge Mann taumelte dabei ein paar Schritte zurück und schien so aus dem Gleichgewicht zu geraten, das er sogar auf seinen idiotischen Hintern fiel.
      Wütend schnaubte Elaín, und war doch gleichzeitig über den starken Wind verwundert, der gerade noch geweht hatte. Wo war der denn her gekommen?
      "Hast du jetzt genug! Ganz ehrlich, das Feuer hat dich nicht einmal erreicht", murrte sie. Am liebsten hätte sie ihn da sitzen gelassen, aber das fühlte sich irgendwie falsch an. Langsam ging sie dann auf den Rothaarigen zu und bot ihm ihre Hand an um ihm beim aufstehen zu helfen. "Wir gehen jetzt nachhause... So hole ich mir noch den Tod. Du bist wirklich verrückt, ganz ehrlich."
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • Saevel Olamin

      Saevels Bemühungen Elaín wütend zu machen zeigten Wirkung, denn er schnitt ihr immer ihre Worte ab und ließ sie kaum zu Atem kommen. Dies tat er nicht, weil er gefallen daran hatte jemand anderen zu Quälen. Vielmehr wollte er ihr helfen, damit sie die Wut zum Bändigen benutzen konnte. Natürlich war Wut nicht der einzige Weg, wie man erfolgreich Feuerbändigen konnte. Allerdings war sie ein Anfang. Für das Feuerbändigen benötigt man ein Ziel in seinem Leben, auf welches man hinarbeitet und versucht es zu erreichen. Elaín hatte dieses Ziel anscheinend nicht, daher klappte ihr Feuerbändigen nur kläglich. Deshalb versuchte Saevel sie wütend zu machen, mit Erfolg. Mit jedem Wasserstrahl, welcher in ihr Gesicht klatsche konnte er spüren, wie sie wütender wurde.
      „ES REICHT JETZT“, schrie Elaín, als sie endgültig genug hatte. Genau das wollte der junge Mann erreichen. Er bemerkte, wie sich ein bisschen Erde vom Boden lößte, als siekräftig mit dem Fuß darauf stampfte, um ihrer Wut einen Ausdruck zu verleihen. Auch der Wind war wieder da, diesmal jedoch heftiger als zuvor. Wie erwartet bändigte Elaín Feuer in seine Richtung, doch Saevel verlor durch den starken Wind sein Gleichgewicht und fiel auf seinen Allerwertesten.
      Anstatt ebenfalls wütend zu werden lachte der Rothaarige.
      „Ja, ich habe genug. Damit hast du gerade bewiesen, dass ich Recht hatte.“ Ohne ihre Hand zu nehmen stand er auf und klopfte sich den Staub von den Hosen. Anschließend sah er ihr tief indie Augen, während er von einem Ohr zum anderen grinste.
      „Hast du es nicht einmal gemerkt? Du hast gerade drei Elemente gebändigt! Gleichzeitig!“ Mit euphorischem Blick sah Saevel ihr in die Augen. Er konnte es gar nicht fassen. Die ganzen Jahre hatte er Recht gehabt, sich jedoch nie getraut seine Gedanken auszusprechen. Er war der Falsche. Der wahre Avatar war die ganze Zeit hier gewesen, in seinem Heimatdorf und hat sich um Blumen gekümmert. Wie lächerlich das klingen mag, sollten es erst einmal alle erfahren. Doch wie ist es möglich, dass er zwei Elemente bändigen kann? So etwas war noch niemals vorgekommen.
      „Wir müssen es gleich morgen früh Tariel sagen“, sagte er nach einer kurzen Pause. Wahrscheinlich würden die anderen ihm nicht glauben, bis sie es mit ihren eigenen Augen gesehen hatten. Saevel hoffte, dass sie es auch ohne seine Anstacheleien fertig bringen würde, ihre Kräfte erneut zu zeigen.

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    • Elaín Howe

      Da saß er nun am Boden, und hatte zumindest aufgehört ihr Wasser entgegen zu schleudern. Allerdings war das was er nun machte auch nicht wirklich besser. Er lachte. Warum lachte er denn? Elaín konnte nur den Kopf schütteln. Er verlor den Verstand, oder er lachte sie aus. Beides gefiel ihr überhaupt nicht, und am liebsten wäre sie einfach nachhause gegangen. Sie hätte ihn hier einfach sitzen lassen können, doch sie hatte es ihrer besten Freundin versprochen. Und wenn sie es nun nicht einhielt, war sie nicht besser als eine Lügnerin.
      „Ja, ich habe genug. Damit hast du gerade bewiesen, dass ich Recht hatte.“
      Er stand auf ohne ihre Hand zu nehmen, was Elaín nur dazu brachte ihre Hand vor der Brust zu verschrenken. Nun gut, sie wusste ja warum sie nie wirklich etwas mit ihm zu tun haben wollte! Er war sicherlich schon als Kind genauso verrückt und arrogant. Und selbst wenn er es nicht war, von diesem Moment an würde Elaín es wohl kaum noch anders sehen können. Wenn man sich eben einmal etwas einredete, dann war es schwer dort wieder heraus zu kommen.
      Als er vor ihr stand, war es ihr wirklich unangenehm, ihn direkt anzusehen. Es war jedoch auch wirklich schwer es nicht zu tun. Vor allem wenn er dabei so grinste. Am liebsten hätte sie einfach wieder weg gesehen, da überfiel er sie auch schon mit seinen nächsten Worten.
      "Ich... was?" Verwirrt blickte sie ihm nun auch in die Augen, und versuchte zu erkennen ob er sich irgendeinen Spaß mit ihr erlauben wollte. Allerdings erkannte sie davon nichts in seinen Augen. Er schien sich nur wahnsinnig zu freuen.
      „Wir müssen es gleich morgen früh Tariel sagen“, meinte Savel einfach so, ohne wirklich darauf zu achten was Elaín wollte. Sie verstand das nicht, und sie glaubte das auch wirklich nicht. Wie sollte sie das denn bitte getan haben? Sie hatte Feuer gebändigt ja! Aber der Wind, da war sie sich recht sicher, war sicherlich nur ein komischer Zufall gewesen. Und von was für einen dritten Element sprach er denn bitte? Wasser war es ganz sicher nicht gewesen, sonst würde sie doch jetzt nicht tropfend vor ihm stehen.
      Leise seufzte Elaín dann.
      "Ich hab keine Zeit für sowas, ich muss morgen Arbeiten. Auch wenn du behauptest du seist nicht der Avatar, will der Bürgermeister eine Willkommensfeier abhalten. Meine Mutter wird die Deko nicht alleine fertig bekommen." Egal wie sehr es sich Saevel auch wünschte, Elaín war nicht der Avatar! Sie hatte Verpflichtungen denen sie nach kommen musste, selbst wenn sie es bisher immer nur recht schlampig getan hatte. Da, das war noch ein weiterer Grund! Sie war komisch, sie konnte sich kaum auf etwas konzentrieren und kam nicht mit Menschen klar. Sie war ein neidischer Mensch mit dem man gar nichts zu tun haben wollte! So war der Avatar nicht und sollte es auch sehr sicher nicht sein! Nun gut... so verrückt wie er sollte der Avatar sicherlich auch nicht sein, aber das war ein ganz anderes Thema.
      "Komm, ich bring dich jetzt nachhause. Mir ist kalt und ich will auch wieder in mein Bett..."
      Dieses Mal lies sie nicht noch mehr wiederreden zu. Sie Griff einfach nach seinen Arm, und wollte ihn schon mit sich ziehen. Elaín war da nicht wirklich die stärkste, aber sie hoffte das er sich so endlich bewegen würde. Sie hatte auch nicht mehr vor ihm zu wiedersprechen, dann hatte er auch keinen Grund weiter so einen Blödsinn zu reden. Elaín stimmte ihn nicht zu, aber solange sie nichts dazu sagte, würde sie ihn dabei auch nicht anlügen, und unterstützen erst recht nicht. Mit der anderen hand griff sich Elaín an die Schläfe und massierte sie leicht. Das hier machte ihr nun doch langsam aber sicher Kopfschmerzen!
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • Saevel Olamin

      Anscheinend hatte sie es wirklich nicht bemerkt, dachte Saevel. Nunja, dann musste er es ihr eben noch einmal beweisen. In seinem Jahrelangen Training hatte er gelernt, dass oft kleine Schritte an das Ziel führen. Sein Lächeln verblasste, als er einsah, dass er so nicht weiter kommen würde. Wie einige Avatare war sie ein Sturkopf und ließ sich nur schwer von etwas überzeugen, auch wenn sie Unrecht hatte. Schon früher war sie so gewesen, deshalb wollte Saevel irgendwann nichts mehr mit ihr zu tun haben, weil es ihn nervte. Mit einem Dickschädel war es schwer eine Freundschaft aufzubauen. Zudem war sie nicht wirklich gesellig, was die Sache weiterhin erschwerte. Irgendwann begann er, lieber mit anderen Kindern zu spielen und vergaß das Mädchen.
      Nachdenklich fuhr er sich durch seine langen, roten Haare.
      "Okey.", meinte er schließlich und verschränkte ebenfalls die Arme vor seiner Brust. "Ich werde auf diese blöde Feier gehen, aber nur unter einer Bedingung." Saevel wartete kurz, damit seine Worte eine größere Wirkung hatten. Etwas Spannung hat noch niemandem geschadet.
      "Ich werde dein Lehrer und bringe dir das Bändigen bei. Keine Angst, wir fangen erst einmal mit Feuer an. Als Gegenleistung spiele ich weiter den Avatar, bis du kapiert hast, dass ich es nicht bin. Wenn du Feuer kannst, was du können wirst", fügte er hinzu, "Machen wir mit einem Element deiner Wahl weiter. Am Besten wäre Luft, denn der Wind begleitet dich bereits und hilft dir." Der junge Mann sprach langsam, fast so als würde er mit einem Kind sprechen. Er wollte sichergehen, dass sie seine Worte auf jeden Fall verstand.
      "Komm, ich bring dich jetzt nachhause. Mir ist kalt und ich will auch wieder in mein Bett...", sprach sie und berührte ihn am Arm. Kurz wunderte er sich über diese Geste ihrerseits, da sie selten jemand anderen als Asterine berührte. Nachdem er einen Moment auf ihre Hand schaute wand er sich aus der Berührung.
      "Ich kann alleine gehen", gab er ihr als Erklärung. In Wahrheit berührte er genauso ungerne andere Menschen, wollte es allerdings nicht zugeben. Langsamen Schrittes setzte er sich in Bewegung, in der Hoffnung, dass sie mitlaufen würde.

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    • Elaín Howe

      Saevel konnte sich gar nicht vorstellen wie egal ihr persönlich dieses Fest war. Es brachte nur eben Arbeit und ihrer Mutter Geld. Asterine war die jenige die sich niemals ein Fest entgehen lassen würde. Und leider litt Elaín ein wenig darunter, denn sie wurde unweigerlich immer mitgeschliffen.
      Aber Elaín hatte beschlossen keine Wiederworte zu geben. Oder sich überhaupt irgendwie dazu zu äußern. "Ich weiß wirklich nicht, was das bringen soll... Aber wenn du dann endlich aufhörst so einen Schwachsinn zu reden, kannst du es ja gerne probieren." Er würde vermutlich nur wie die meisten Anderen daran scheitern. Elaín gab ihn zwei Übungsstunden mit ihr, und er würde am Ende auch daran zweifeln, dass sie überhaupt eine Flamme aufrufen konnte. Obwohl. Auf die starke Flamme die sie vorhin hinbekommen hatte, war die Dunkelhaarige doch ein wenig stolz. "Luft fand ich schon immer angenehm", meinte sie dann nur mit einen Schultern zuckend, nachdem er sich von ihr los gerissen hatte und sie ihm folgte. "Aber ich kann wirklich nicht glauben, dass ich es bändigen könnte. Es gibt nur einen Menschen auf der Welt der mehr als eines bändigen kann. Und das weißt du doch genauso gut wie ich", murmelte sie dann vor sich hin und blickte Saevel gar nicht mehr an. Ihr Blick war auf den Boden gerichtet. Als Kind hatte sie sich immer gewünscht, sie könnte das Element Luft bändigen, und sie wäre nicht mit dieser schlechten Affinität zum Feuer gebohren worden.
      Während sie neben ihm her lief, nahm Elaín auch wieder den gewohnten Abstand ein. Immerhin mochte sie es nicht, wenn irgendjemand sie schnell berühren konnte, zum anderen war er der Avatar ob er wollte oder nicht. Und da gehörte es sich auch nicht zu nah an ihm heran zu laufen. "Und du hast in den letzten neun Jahren wirklich nur Feuer und Wasser bändigen gelernt? Kein anderes Element?", fragte sie dann etwas skeptisch nach als es Elaín etwas zu still wurde. Sie konnte sich das alles nicht wirklich vorstellen. Das ergab keinen Sinn. Vielleicht wollte er ihr ja doch einen Streich spielen, und tat nur so. Und die Windböe vorhin hatte er selbst aufgerufem um so zu tun als ob, weil er sich wünschte nicht der Avatar zu sein.
      Auch seine Worte, dass er keine Verbindung zu den früheren Avataren aufbauen konnte, gingen ihr noch einmal durch den Kopf. Und dieser Unsinn mit den Traum... Das er ihr ausgerechnet heute gesagt hatte, das sie ihre Hilfe brauchten. Und das er es dann direkt ansprach. Elaín wurde ein wenig mulmig in der Magengrube. Woher sollte er soetwas wissen? Sie wollte es gerne als Zufall abstempel, doch das alles bekam ihr schwer. Das konnte doch nur Zufall und viel Unsinn sein. Das junge Mädchen hatte Saevel doch selbst zwei Elemente bändigen sehen! Nicht nur eines! Zwei! Und das konnte doch nur der Avatar tun.
      Die Dunkelhaarige, schlang die Arme um sich selbst, da sie nun noch mehr begann zu frieren. Sie wollte diese Klamotten nur noch ausziehen, sich abtrocknen und etwas trockenes anziehen... Und dann schlafen, auch wenn sie gerne noch mit Asterine über das ganze gesprochen hätte. Leider hatte Elaín mehr als nur das Gefühl, das ihre Freundin heute erst einmal mit ihren eigenen Problemen zurecht kommen musste.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • Saevel Olamin

      Der Rothaarige freute sich, dass Elaín einwilligte bei ihm Unterricht zu nehmen. Er würde es ihr schon beweisen, dass er Recht hatte. Als sie ihm erzählte, dass sie Luft schon immer angenehm fand grinste er.
      „Und, was fällt dir noch so auf, wenn du einmal darüber nachdenkst? Ich bin mir sicher, dass du auch Visionen oder Träume hast, in denen die vorherigen Avatare mit dir kommunizieren möchten.Versuch es doch heute Nacht einfach mal und lass dich darauf ein. Bin gespannt was du mir dann morgen erzählst.“
      Saevel bemerkte, dass sie mehr Abstand hielt als normale Menschen. Verwundert blieb er stehen und stecke seine Hände in die Hosentaschen.
      „Sag mal.. warum meidest du eigentlich dauernd Menschen? Das ist mir schon öfter aufgefallen.“ Er legte seinen Kopf schief und wartete darauf, dass sie ebenfalls stehen blieb. Dabei bemerkte er, dass das arme Mädchen immer noch klitschnass war.
      „Oh.. entschuldige bitte“, sagte er und bändigte das Wasser aus ihren Klamotten, damit sie nicht mehr voller Wasser war. Anschließend erhitzte er etwas die Luft um sie herum, damit es angenehm warm wurde.
      „Das habe ich in meiner Begeisterung total vergessen. Übrigens hoffe ich, dass du mir nicht allzu sauer bist wegen vorhin. Du weißt hoffentlich, dass ich dich absichtlich provoziert habe,damit du wütend wirst.“ Erneut bildete sich ein Lächeln auf seinem Gesicht, diesmal eines voller Stolz.
      „Und es hat geklappt, das hast du doch auch gesehen. Dein Feuerstrahl war riesengroß, im Vergleich zu vorher.“ Seine rechte Hand aus seiner Hosentasche nehmend fasste er sich ans Kinn und dachte nach.
      "Aber wieso können wir beide mehr als ein Element bändigen? Diesen Teil verstehe ich nicht. Gibt es jemanden im Dorf, den wir das fragen könnten?", wollte er von Elaín wissen.

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