Trouble of Soulmates [JP2071&Miran]

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    • Trouble of Soulmates [JP2071&Miran]

      @JP2071

      Vorstellung:
      anime-rpg-city.de/index.php/Th…ostID=1234674#post1234674

      Rika
      Wie jeden Morgen machte sich Rika mit ihrem Vater früh auf den Weg zur Schule um das Morgentraining für den Fußball-Club vorzubereiten. Geübt stellte sie die Markierungen auf, während die Spieler sich um ihren Vater versammelten.
      "Guten Morgen, Coach!", ertönte es im Chor von ihnen. Ein amüsiertes Grinsen schliech sich auf ihre Lippen, als sie in die besonders müden Gesichter der neuen Mitglieder dieses Jahr sah. Anscheinend hatten sich noch nicht an die frühe Stunde gewöhnt.
      Wenig später konnte sie das Training im vollen Gange beobachten. Ihre Aufmerksamkeit lag besonders auf ihrem neuen Kapitän, die Position die letztes Jahr ihr Bruder hatte. Sie erinnerte sich nur zu gut daran, wie die Saison für ihn geendet hatte.
      "Rika...senpai, kann ich ... was zu trinken haben?", sie wurde von einem keuchenden Spieler aus ihren Gedanken gerissen.
      "Ah, tut mir Leid. Klar, hier", schnell reichte sie ihm eine Flasche, die er dankbar entgegen nahm. Dann warf sie ihm ein frisches Handtuch über den Kopf.
      "Du solltest an deiner Ausdauer arbeiten, so schaffst du nicht mal die erste Halbzeit", meinte sie neckend, während sie ihm den Schweiß aus den Haaren rubbelte.
      "Hey, kein flirten während dem Training!", rief jemand vom Feld, woraufhin der Neuling vor ihr knallrot wurde.
      "Nach dem Training ist es also in Ordnung?", fragte sie lachend, bevor sie ihn zurück aufs Feld schickte.
    • Yamato


      Mit einen lauten und nicht zurückhaltenden Gähnen hatte sich Yamato langsam auf den Weg in Richtung Schule gemacht. Das Haar noch immer an einer Seite ein wenig zerzaust, legte er seine Tasche über die Schulter und folgte dabei dem Mädchen, welches wenige Schritte vor ihm herlief. Das Mädchen mit braunen langem Haar war seine Schwester Aki gewesen und schien keinerlei Probleme damit gehabt zu haben, den heutigen Morgen bereits ein Gesprächsthema nachdem anderen zu finden.
      Yamato selbst, lauschte ihr dabei eher größtenteils. Zu den meisten Dingen konnte er eh nicht viel sagen. Teils fragte er sich wirklich was sie gemacht hatte als sie noch allein in Richtung Schule laufen musste? Bis vor einer gewissen Zeit hatte er sich zu dieser Stunde ja bereits auf dem Trainingsfeld aufgehalten. Etwas was schon fast ein wenig unglaubwürdig schien wenn man sah, wie er ein weiteres Gähnen krampfhaft unterdrücken musste.
      ,,Ahh da sind die anderen. Ich geh schon mal vor.''
      Zwei Mädchen warteten an einer Kreuzung und wanken Aki zu, während eine von ihnen ihm noch ein freundliches Lächeln zu warf. Dann war seine Schwester auch bereits nach vorne gespurtet und hatte den Jungen zurückgelassen. Nicht das es ihm wirklich kümmerte. Schließlich war so etwas nur selbstverständlich. Mit den eigenen Freundinnen zur Schule zu gehen oder mit dem Bruder. Es war wohl klar, für was sich ein Mädchen in ihrem Alter wohl entscheiden würde.
      ,,Haaa, sie ist mal wieder so herzergreifend wie eh und je. Was dagegen, wenn ich sie später nach einem Date frage?''
      Urplötzlich hatte sich ein Arm um Yamatos Schultern gelegt gehabt und zerrten ihn wohl oder minder ein wenig in die Richtung eines Jungen mit etwas längerem dunkle braunen Haaren. Er war noch ein Stück größer und hatte bereits so früh am Morgen ein bereits grinsen aufgesetzt. ,,Willst du das ich dir jetzt oder erst nach der Schule eine verpasse?''
      Als Antwort bekam er jedoch nur ein breites Grinsen. Langsam löste sich dann auch wieder der Griff um Yamato und Shiro, sein längster und bester Freund ließ ihn wieder gehen. Der Typ schaffte es auch immer wieder ihn selbst mit seiner guten Laune anzustecken.
      Gemeinsam gingen sie zur Schule, unterhielten sich über die alltäglichen Dinge. Unter anderem Shiros neuer Freundin die er durch sein Seelenzeichen vor einigen Tagen kennengelernt hatte.
      Auf dem Schulgelände blieb Yamato dabei in Gedanken versunken stehen. Einige laute Rufe waren zu hören und ein vertrautes Geräusch ließen seine Gedanken kurzzeitig abschweifen. ,,Ahh wie ich sehe, haben sie einige neue Leute gefunden. Wahrscheinlich sogar mehr als letztes Jahr.'' Die Worte seines Freundes kommentierte er dabei nur mit einen kurzen Nicken, während er kurz das Trainings des Fußballclubs mitverfolgte. ,,Ob das allein reichen wird? Der ein oder andere scheint ja bereits schlapp zu machen...''
    • Rika

      Das Training wurde kurz vor Unterrichtsbeginn beendet, sodass sie genug Zeit hatten pünktlich zum Unterricht zu kommen.
      "Gut gemacht", lobte sie den schnaufenden Neuling von zuvor mit einem Lächeln, welches er schwach erwiderte, "wir reden später über das spezielle Ausdauertraining, okay?"
      Bei diesen Worten zuckten die älteren zusammen, denn sie kannten nur zu gut den Horror des ersten Jahres.
      Während die Spieler alle in der Umkleide verschwanden, ging Rika ihrer üblichen Routine nach. Da fiel ihr Blick auf die beiden Schüler am Rande des Platzes. Sie erkannte direkt die allzu vertraute Figur des Ex-Fußballers.
      Für einen kurzen Moment trafen ihre Augen auf Yamatos, bevor sie sich mir einer dunklen Miene abwandte und das restliche Equipment deutlich forscher einsammelte.
      "Hey, hey, hey. Was auch immer dir das Hütchen angetan hat, es tut ihm bestimmt wahnsinnig Leid. Kein Grund es so zu misshandeln", rief Kaito nun in seiner Schuluniform, bevor er ihr die Ausrüstung annahm.
      "Es tut ihm gar nichts Leid", murmelte nochimmer etwas abwesend, doch ihr Mitschüler wusste genau wen sie meinte. Beruhigend fuhr er ihr mit seiner freien Hand durch die Haare.
      "Für ihn, kann das Hütchen erst recht nichts, okay?", meinte er sanft, woraufhin Rika, wenn auch widerwillig nickte, "geht doch. Jetzt geh dich umziehen, den Rest sollen die Neuen machen, sonst kommen wir noch zu spät."
    • Yamato


      ,,Du glaubst nicht, dass es etwas geändert hätte oder?'' hörte er schließlich eine Stimme hinter sich.
      Shiro wusste direkt worum es ging und warum Yamato noch immer mit einen solchen Blick in Richtung des Feldes blickte. ,,Selbst wenn, es ist mittlerweile eh vollkommen egal.'' Niemand würde ihm noch wirklich eine Chance geben. Egal ob es sich um seine Verteidigung oder Wiedergutmachung ging. Entsprechend versuchte Yamato es auch nicht sonderlich, sondern gab sich dem aktuellen Schicksal hin.
      Als Ehemaliger Spieler des Clubs besaß er natürlich ein wenig Reue, aber es änderte nichts an seiner aktuellen Entscheidung.
      Gerade als Yamato seinen Blick abwenden wollte, bemerkte er jemandes Blick, der direkt auf ihn gerichtet war.
      Seine Augen trafen für einige Sekunden die des Mädchens die ihm nur einen Augenblick später direkt eine dunkle Miene zuwarf. Allein aus diesen wenigen Sekunden heraus war zu sehen, dass sie ihn wohl alles andere als mochte.
      Als sie schließlich ihren Blick abwandte und mit jemanden vom Club ins Gespräch kam, wurde seine Miene selbst ebenso dunkle, wie die ihre. ,,Du liebst den Fußball, wieso gehst du nicht einfach zurück?''
      Diese Frage wurde ihn schon einige male gestellt, doch Yamato hatte immer die selbe einfache Antwort parat. ,,Ich glaube kaum, dass dies irgendetwas besser machen würde.''
      Niemand wusste so richtig wieso er damals dem Team und seinen eigenen Traum den Rücken gekehrt hatte. Wieso er ach so plötzlich anfing, dem allen aus dem Weg zu gehen. Sie waren damals ein unschlagbares Team gewesen, ein starkes Team, doch am Ende schien es nicht gepasst zu haben. ,,Dabei ist das Mädchen als Managerin doch echt süß gewesen. Wenn nicht sogar dein Typ.''
      Wieder einmal legte Shiro seinen Arm um Yamato und blickte grinsend in Richtung des Fußballfeldes.
      ,,Mach dich nicht lächerlich. Selbst wenn es so wäre, schau dir ihren Blick an. Sie tötet mich wenn ich nur in ihre Nähe komme. Und außerdem, was würdest du schon noch in deiner Freizeit tun wenn ich was anderes vor hätte?''
      ,,Nun, ich weiß nicht ob du es vergessen hast, aber ich reite nun auf dem Weg der Erwachsenen.'' sagte Shiro und gab Yamato einen seichten Klapps auf die Schulter.
      ,,Single warst du mir deutlich sympathischer. Komm schon, der Unterricht beginnt in kürze.''

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    • Rika

      "Er hatte bestimmt seine Gründe", begann Daichi, einer ihrer Mitschüler und Fußballer, während sie zusammen mit Kaito zum Klassenzimmer gingen.
      "Dann ist sein Mund nur zur Deko da. Zumindest kam bei mir kein Wort an", gab Rika zurück, bevor sie frustriert aufseufzte, "genug. Es ist schon schlimm genug, dass wir in einer Klasse sind. Ich will keine Zeit an diesen Verräter verlieren."
      Kaito legte seinen Arm um ihre Schulter, um sie nah an sich zu ziehen und jammerte: "Ach, unsere Rika wird doch noch erwachsen. Bald wird sie ihren Seelenverwandten finden, dann ist ihr Fußball egal und sie wird uns zurücklassen. Was sollen wir nur tun, Daichi? Zeig mir dein Zeichen, meine Liebste. Sicher dass wir nicht füreinander bestimmt sind?"
      Augenblicklich musste sie lachen, legte ihren Kopf auf seine Schulter und griff nach seiner Hand, um sein Zeichen auf dem Handrücken zu begutachten. In einem dramatischen Ton erwiderte sie: "Leider nein, Kaito. Auch wenn mein Herz es anders will, mein Zeichen sieht nicht aus wie ein kleines Schweinchen."
      Für den Kommentar erhielt sie einen schwachen Klaps auf ihre Stirrn.
      "Eine Liebesgeschichte tragischer als Romeo und Julia", endete Daichi ihr kurzes Theater, bevor sie das Klassenzimer kichernd betraten. Ihre gute Laune hielt jedoch nicht lange an.

      Kurz darauf kam auch schon ihr Klassenlehrer rein. Wie an jedem Montag begann er den Unterricht damit, dass er die Namen von zwei Schülern an die Tafel schrieb, die ihm assistieren würden.
      "Diese Woche haben Yamato Kamakusa und Rika Mikatsuki zusammen Dienst", verkündete er dumpf.
      Augenblicklich schoss Rikas Hand in die Höhe: "Kann ich bitte tauschen?"
      "Nein, du kannst nicht nochmal tauschen. Letztes Mal habe ich es nur erlaubt, weil der Fußball Club ein Event hatte. Du kannst nicht immer eine Ausnahme erwarten, Rika. Verstanden? ", erklärte der Lehrer streng.
      "Ah...jawohl", murmelte Rika kleinlaut und ließ sich wieder auf ihren Stuhl sinken. Hilfesuchend sah sie zu ihren Freunde, die jedoch nichts für sie tun konnten.
      Ihr Lehrer hatte den Ruf strikt nach seinen Regeln zu handeln. Das sie ein Tausch für ihren Dienst letztes Mal herausdiskutieren konnte grenzte schon an einem kleinen Wunder und wahrscheinlich hatte auch ihr Vater seine Finger im Spiel gehabt.
      Aber diesmal würde sie wohl damit klarkommen müssen.
    • Yamato


      Mit einer Hand vorm Mund versuchte Yamato ein weiteres Gähnen zu unterdrücken. Doch es gelang ihm genau so wenig, wie die male zuvor.
      ,,Für eine Sportskanone wie dir, bist du aber morgens ziemlich müde. Ich meine, sonst bist du auch schon seit zwei, drei Stunden wach.''
      ,,Mach dich ruhig Lustig über mich. Du weißt, dass ich noch nie gut im früh aufstehen war.'' murmelte Yamato während sich die beiden an ihre Plätze vorne links am Fenster setzten.
      Nach und nach traten dabei die anderen ihrer Klasse ein, wodurch sich der Raum langsam füllte. Die beiden interessierte das jedoch relativ wenig. Hin und wieder tauschten sie die Begrüßungen aus, gaben dem ein oder anderen die Hand und nutzen die Zeit weiter um sich über alles mögliche zu unterhalten. Einzig Shiros Handy machte ihnen dabei immer mal wieder einen Schnitt durch die Rechnung. Sobald die Vibration am Tisch zu hören war, wurde es für mehrere Sekunden still wodurch Yamato quasi gezwungen zwar, zu warten bis sein bester Freund seine Augen wieder vom Display nahm.
      ,,Du könntest sie mir wenigstens mal zeigen. Hast doch sicherlich ein Bild von ihr oder?'' fragte er dabei und legte seine Kopf gelangweilt auf seine Arme.
      Das einzige was er jedoch nur ab bekam war ein Zeigefinger der nach links und rechts wackelte und ihm damit zeigte, dass daraus nichts werden würde. ,,Damit du dich wie eine gefräßige Hyäne auf sie stürzen kannst. Niemals.''
      ,,Reden wir gerade über dich oder mich?'' fragte Yamato mit lebloser kalter Stimme und blickte Stirn runzelnd nach oben. Wenn einer hier der Gefährliche war, dann wohl eher er. Teils wusste er nicht einmal ob er das Mädchen sogar bemitleiden sollte, aber das wäre wohl ein wenig unfair seinem Freund gegenüber.
      ,,Es ist aber nicht Yuiko oder?''
      ,,Ich glaube der einzige der mit dieser Furie jemals Glücklich werden würde, bist du Yamato.''
      Das schien wohl mehr als ein deutliches ''Nein'' gewesen zu sein. Auch wenn er nicht gerade wusste, was sein Problem war. Die drei kannten sich schließlich lange genug, als dass es wirklich ein Problem zwischen ihnen gab. Auch wenn die beiden gerne mal anderer Meinung waren.
      Bevor die beiden Jungen ihr Gespräch jedoch fortsetzten konnten, wurde Yamatos Aufmerksamkeit durch die sich öffnende Tür und dem auftretenden kichern ein wenig abgelenkt. Es waren welche vom Fußballclub, gepackt mit viel viel guter Laune wie es aussah.
      Yamato schenkte der kleinen Gruppe einen kurzen blick, wandte diesen jedoch direkt ab als er Rika sah. Glücklicherweise schien auch direkt darauf ihr Lehrer einzutreten, weshalb sich die gesamte Klasse auf den Unterricht konzentrierte. So war zumindest seine Hoffnung, welche jedoch direkt wieder von ihrem Lehrer zerstört wurde.
      ,,Musste ja so kommen...'' murmelte Yamato leise vor sich hin als Rika und er für den Wöchentlichen Dienst aufgerufen wurden. Sehr zu Leiden von Rika natürlich die sich direkt aus der Situation heraus manövrieren wollte. Jedoch ohne Erfolg.
      ,,Hast du irgendetwas gesagt Yamato?''
      ,,Nein Sir, ich bin nur hellauf begeistert, wissen sie.''
      ,,Deinen Sarkasmus kannst du dir sparen und stattdessen lieber mal deine Bücher heraus holen. Da dies nun geklärt ist, fangen wir mit dem Unterricht an.''
    • Rika

      Rika warf Yamato auf seinen Kommentar hin einen giftigen Blick zu, da legte ihr Daichi vom Platz hinter ihr eine Hand auf die Schulter.
      "Ihr werdet ja nicht die ganze Zeit alleine sein. Ein bisschen Tafel wischen und Blätter austeilen wirst du überleben", versuchte er sie zu beruhigen, "nach dem Unterricht können Kaito und ich auch mit dir dableiben bis ihr fertig seid."
      "Nein, kein Grund wegen mir zu spät zum Training zu kommen", erwiderte sie kopfschüttelnd, auch wenn sie viel lieber sein Angebot annehmen würde. Aber sie konnte nicht zulassen, dass die beiden wegen ihr ihr Training vernachlässigten. Es war schließlich kein Weltuntergang Zeit mit ihm zu verbringen, zwar nah dran, aber sie würde das schon durchstehen.
      Nachdem die Stunde beendet war, erhob sie sich um ihren Dienst nachzugehen. Sie spürte den Blick ihrer Mitschüler in ihrem Nacken. Es war es kein Geheimnis, dass Yamato den Fußballclub unter nicht gerade idealen Umständen verlassen hatte und speziell Rika es sehr persönlich genommen hatte.
      Direkt nach seinem Rücktritt, hatte sie ihre Gefühle kaum zurückgehalten. Es war nicht so, dass noch nie jemand den Club verlassen hatte. Im Gegenteil, es war üblich, dass insbesondere am Anfang manche dem Leistungsniveau nicht gewachsen waren und aufgaben.
      Doch Yamato war talentiert gewesen und ein wichtiger Bestandteils des Teams. Sein Rücktritt ohne anständige Erklärung hatte sie schwer verletzt.
      Am liebsten hätte sie ihm alle Beleidigungen unter dem Himmel an den Kopf geworfen, gefolgt von einem unschön platzierten Tritt. Aber sowohl ihr Bruder als auch ihr Vater hatten sie wenn auch mühsam zurückgehalten.
      Mittlerweile konnte Rika mit ihm in einem Raum sein, ohne das brennende Bedürfnis ihm an die Gurgel zu gehen. Was jedoch nicht bedeutete, dass sie ihm im geringsten verziehen hatte.
      "Ich übernehme die Tafel, Kamakusa", informierte sie ihn betont kühl, bevor sie sich an die Arbeit machte.

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    • Yamato

      Yamato konnte die Blicke förmlich spüren. Früher hatten viele seine Kommentare noch mit einen Lachen oder leichten grinsen kommentiert. Mittlerweile war es ein wenig anders. Doch seitdem war seine Beliebtheit unter den Schülern mächtig gesunken. Gerade unter denen, die im oder für den Fußballclub ihre Zeit investierten.
      Ihre Schule hatte was den Fußball anging ein hohes Ansehen und die Spieler entsprechend ebenso. Doch ebenso schnell konnte natürlich eine Aktion auch alles ändern. So eben auch die von Yamato, als er mehr oder minder das Team zurückgelassen hatte. Das Team, so wie auch Ryushi. Entsprechend war es klar gewesen, dass eine ganz bestimmte Person ihm immer wieder wütende Blicke zuwarf.
      Trotz allem war er nicht wirklich in der Lage, die Sache mit Ruhe und Gelassenheit anzugehen. Im Endeffekt frustrierte es ihn ungemein. Vollkommen egal wie gelassen er von außen tat. Allein das Gemurmel im Hintergrund zu hören und zu wissen das es dabei wieder mal um ihn ging, ließen ihn kurzzeitig die Zähen zusammen beißen.
      Doch der einzige der es wirklich zu bemerken schien war Shiro, welcher ihn kurz einen flüchtigen Blick über die Schulter zuwarf. Er war schon immer der Ansicht gewesen, dass viele von ihnen einfach nur enttäuscht waren, weil er selbst dem Team entsprechend fehlen würde. Doch im Endeffekt konnte er nicht wirklich sagen, ob ihn dieser Gedanke wirklich zufrieden stellte. Am liebsten hätte er es einfach gehabt, wenn sie ihn in Ruhe lassen könnten, ohne ihn jedes mal neue Vorwürfe, enttäuschende Blicke und Beleidigungen entgegen bringen könnten. Vielleicht war eben dieser Frust auch der Grund wieso er ohne wirklich zu überlegen selbst diese Situation teils immer schlimmer machte.
      Nachdem der Unterricht vorbei war, und ihr Lehrer die heutigen Stunden für beendet erklärte, hatten Rika und Yamato nun die ehre ihre Zeit mit den üblichen Dingen wie Tische zurecht rücken, Tafel wischen und unter andrem den Müll raus bringen zu tun gehabt.
      Mit einen deutlichen kalten Ton in der Stimme informierte ihn seine Klassenkameradin was sie übernahm. Es war teils wirklich erstaunlich wie forsch und unfair sie ihm gegenüber sein konnte. Gerade wenn man sah, wie sie den sonstigen Leuten, besonders denen vom Fußballclub gegenüber trat. ,,Ohh die Dame spricht mit sogar mit Namen an. Womit ich das wohl verdient habe. Ich schätze dann wohl, dass ich mir den Besen schnappen werde.'' entgegnete er schroff mit einen Lächeln und hatte sich besagten Gegenstand auch schon geschnappt um währenddessen durch zu fegen.
    • Rika

      Rika klickte genervt mit ihrer Zunge ohne Yamato anzusehen, aber zumindest tat er seine Arbeit. Wenn sie ehrlich war, würde sie auch alles alleine erledigen, wenn sie ihn dafür los sein würde. Selbst wenn sie dadurch noch später zum Training konnte. Aber ihr Lehrer hatte seine Meinung schon öfters mehr als deutlich gemacht. Der Dienst war in jeder Pause in Partnerarbeit zu erledigen, ansonsten drohten Strafarbeiten.
      "Rika-senpai, ich brauche deine Hilfe!", einer der Erstsemester steckte seinen Kopf ins sich leerende Klassenzimmer und sah sich suchend um. Im Gegensatz zum Rest der Schule hatten die Neuankömmlige keine Ahnnung von der Geschichte der beiden Schüler, weshalb die Anspannung im Raum völlig an ihm vorbei ging. Als er sie entdeckte, breitete sich ein Grinsen auf seinen Lippen aus.
      Rika hatte ihre Frustration an der Tafel ausgelassen, sodass sich weißer Kreidestaub auf ihrer gesamten Uniform ausgebreitet hatte.
      "Weißes Pulver mitten im Klassenzimmer, Senpai?", scherzte er lachend. Kopfschüttelnd warf sie ihm mit Schwung den Schwamm in ihrer Hand gegen seine Brust.
      "Ich bin beschäftigt, Eiji", erklärte sie, während sie ihren Rock abwischte.
      "Ehhh, aber ich brauche deine Hilfe."
      "Achja? Hast du schon wieder vergessen, dass du morgen einen Test schreibst?"
      "Bingo. Du weißt, das Englisch mir einfach nicht liegt", bestätigte er, wobei er sie mit großen Hundeaugen ansah. Nun konnte sie sich ein Lächeln nicht mehr verkneifen.
      "Dann solltest du deine Vokabeln lernen", sie nahm ihm den Schwamm wieder ab und stupste ihm spielerisch gegen die Stirn, "also ab. Du schaffst das. Ich frag dich nach dem Training ab."
      Zufrieden mit dieser Antwort verschwand er wieder, nachdem sie ihm zum Abschied durch die Haare wuschelte. Mit einem Kopfschütteln aber lächelnd sah sie ihm nach, bevor sie sich zurück an die Arbeit machte. Die Tafel war nun sauber. Deshalb wendete sie sich den Mülleimern zu. Beide waren noch beinahe leer.
      Da steckte die nächste Person ihren Kopf ins Zimmer.
      "Ah, also habt ihr beide diese Woche Dienst, Yamato, Rika?", fragte ihre Erdkundelehrerin, "dann könnt ihr mir direkt helfen. Ich brauche zwei Karten und den Globus für meine nächste Stunde."
    • Yamato


      Mit einen tiefen Seufzer machte sich Yamato an die Arbeit. Allein den Druck den Rika durch ihre Blicke ausübte war stark genug damit er sich wünschte, überall aber nicht hier zu sein. Womit hatte er überhaupt all diesen Hass verdient gehabt? Sie hatte sich ja nicht einmal die Mühe gemacht sich in die Lage des Jungen zu versetzen. Doch bevor er seiner eigenen Laune zusätzlichen Dampf machen konnte, öffnete sich die Tür des Klassenraums.
      Natürlich hatte es wieder einmal nichts mit ihm zu tun. Wieso auch. Außer von Shiro und Yuiko gabs wohl aktuell niemanden der ihn freiwillig während der Schulzeit aufsuchen würde. Nun vielleicht gab es da doch noch zwei weitere Personen, aber bei beiden konnte er sich schon vorstellen, dass die Schule vorher Feuer fangen müsste. Entsprechend hatte sich dieses Thema auch direkt wieder für ihn erledigt.
      Die Person, die ihm und Rika bei ihrer ''wohltuenden'' Zweisamkeit störten schien einer von den Neulingen des Fußballclubs gewesen zu sein. Die Art wie er Rika ansprach und ihre Reaktion darauf ließ zumindest darauf schließen. Ein weiteres mal, dass er sich wunderte, dass sie außer dieser Teuflischen Art noch einen Funken Güte besaß. Aber so wie es schien, war er es für ihn einfach nur anders herum. Er bekam einfach nur den Funken ihres Hasses ab.
      ,,Hätte ich gewusst, dass man dir einfach einen Hundeblick zuwerfen muss, wäre mir vielleicht einiges erspart geblieben.'' kommentierte Yamato die Szene relativ gelassen und war gerade dabei gewesen die letzten Reste aufs Kehrblech und ab in den Müll zu werfen. ,,Vielleicht sollte ich allerdings ab morgen die Tafel übernehmen. Egal wie gut ich den Spruch nun fand, kann ich mir kaum vorstellen das ein Mädchen den auf dauer zu hören bekommen möchte, oder?''
      Bevor Yamato und Rika sich jedoch daran machen konnten den Müll heraus zu bringen, wurden sie bereits von der nächsten Person unterbrochen. Es war ihre Lehrerin für den Erdkundeunterricht gewesen. ,,Sagen sie bloß, sie haben wieder eine Klasse nach der anderen abgesucht um jemanden zu finden der ihnen hilft Sensei? Haaa, nun gut, wenn das alles ist. Ich denke eh das wir hier fertig sind, dann können wir auch eben dort mit anpacken.''
      Yamato hatte nun nicht wirklich ein Problem damit gehabt einen der Lehrer bei etwas zu helfen. Eine Teil seiner Zeit verbrachte er aktuell eh damit sich mehr oder minder in der Schule herum zu treiben. Gerade nachdem er sich aus dem Fußballclub zurückgezogen hatte, waren gewisse Zeitperioden für ihn nur schwer zu füllen gewesen.
    • Rika

      "Im Gegensatz zu anderen, helfe ich meinen Mitmenschen eben gerne. So funktioniert nämlich ein Team", erwiderter Rika sarkastisch auf seinen Kommentar hin, "bisher hat dich doch auch nicht gestört, was ich zu hören bekomme. Aber kein Grund zur Sorge, eine Tafel wischen schaffe ich gerade so noch."
      Sie warf ihm nochmals einen verächtlichen Blick zu, bevor sie ihrer Lehrerin folgte. Diese ignorierte gekonnt die Feindseligkeit zwischen ihren Schülern und plauderte munter drauf los: "Wisst ihr, ich finde das Wochendienstsystem an dieser Schule schon praktisch. Schließlich können wir Lehrer nicht alles alleine machen und es hilft den Schülern zu lernen, was wir alles für euren Unterricht vorbereiten. Wenn man weiß was für eine Arbeit hinter etwas steckt, tut man das Ganze direkt viel mehr wertschätzen findet ihr nicht? Rika, du bist ziemlich engagiert im Fußball-Club, nicht wahr? Du weißt bestimmt was ich meine..."
      "Nicht jeder weiß harte Arbeit wertzuschätzen", meinte Rika etwas grummelig.
      "Was? Dann sag ihm, er kann sein Trikot selber waschen!...Ach, da sind wir ja auch schon. Also am besten nimmt Yamato den Globus. Ziemlich schwer, dieses alte Ding. Und Rika, ich brauche die Karte von Südamerika und Asien. Sie sollten in dem Regal sein"
      Wie Wiesel wusselte die junge Frau durch den Lagerraum und begann ihre Funde in Rikas Armen zu stapeln.
      "Das wäre natürlich auch sehr praktisch, damit kann ich euch das gut veranschaulichen", kommentierte sie ihr Tun, während aus zwei Karten schnell vier und schließlich sechs wurden.
      "Entschuldigung, Frau Lehrerin", zog eine andere Schülerin von der Türe aus ihre Aufmerksamkeit auf sich, "darf ich Sie kurz stören? Ich hätte noch einige Fragen über mein Referat morgen."
      "Ah, selbstverständlich. Seid ihr so lieb und bringt das Alles schonmal ins Klassenzimmer?"
      Im nächsten Moment war sie auch schon verschwunden und ließ die beiden zurück, bevor sie etwas erwidern konnte. Rika seufzte nur tief und rückte den ungemütlichen Stapel zurecht. Ihre Lehrerin war schon immer wie ein Wirbelwind gewesen.
    • Yamato


      Am liebsten hätte Yamato direkt seine Meinung gesagt. Doch mit dem Wissen, dass sie es eh nicht verstehen würde und vor allem, dass noch jemand anderes anwesend war, beließ er es einfach dabei. Wahrscheinlich würde Rika eh nicht in der Lage sein ihn oder seine Beweggründe zu verstehen. Und eigentlich besaß er auch keinerlei Grund sich ihr entgegen zu rechtfertigen.
      ,,Das hat dein Bruder auch immer gesagt. Zu dumm, dass du nur einen Teil seiner Denkweise übernommen hast.'' murmelte Yamato ehe er sich auch bereits aus der Tür begeben hatte. Eigentlich konnte es ihm ja egal sein was Rika von ihm hielt. Aber teils stand ihm sein eigener Stolz gegen eben diesen Gedanken. Entsprechend fiel es ihm schwer, sein Mundwerk wirklich zu zügeln. ,,Stimmt. Mir würde da direkt eine Person einfallen die eine andere quasi Terrorisiert weil ihr eine Entscheidung nicht passte. Aber oh nein, urplötzlich ohne vorwissen ist er der Todfeind Nr. 1 geworden. In seiner Haut würde ich ja echt nicht gerne stecken wollen ...'' kommentierte Yamato die Stichelleien gegen sich mit recht sarkastischen Ton und versuchte gar nicht erst der Konfrontation mit Rika auszuweichen.
      Wenn sie schon so aggressiv gegen ihn ausholte, dann durfte sie gerne auch die volle Breitseite zurückbekommen. Wobei er durch aus wusste, dass es nichts, aber auch überhaupt nichts besser machte. Da sie eh schon wütend auf ihn war, konnte es ja eh nicht mehr wirklich schlimmer werden.
      ,,Wofür überhaupt all das Zeug. Das reicht mindestens für 3 bis 4 Stunden. Was tun sie ihrer Klasse nur wieder an?'' fragte der Junge und hatte sich dabei den recht unhandlichen Gobus geschnappt und schaute dabei zu, wie ihre Lehrerin eine Weltkarte nach der anderen zusammen packte.
      ,,Haaa, sie weiß wirklich nie ein Ende zu finden...'' murmelte Yamato, nachdem sie praktisch mit Globus und Weltkarten allein gelassen wurden. Ihre Lehrerin hatte ihre Aufgabe als eben jene zu ernst genommen und wurde durch Schülerin X aufgehalten. Sehr zum Übel der beiden anderen welche nun dort standen, mit vollen Händen und ohne weiterer Anweisung.
      ,,Hier.'' sagte Yamato und hob dabei den halben freien Arm der ihn noch blieb. Einer von uns muss ja noch die Augen offen halten. Du kannst mir also ruhig die ein oder andere Karte noch in die Hand drücken. Ihr Klassenzimmer ist nicht all zu weit, entsprechend sollten wir wohl nicht all zu lange brauchen um die Dinge da abzuliefern. Um so schneller wir fertig sind, um so schneller kannst du dich wieder deinem Training widmen.''
    • Rika

      "Hier", Rika sah zu Yamato auf, der ihre seinen Arm anbot. Für einen Moment erinnerte sie sich daran, wie er ihr während dem Training auf die gleiche Weise immer seine Hilfe angeboten hatte, wie sie es dankend ablehnte und ihr letztendlich doch die Hälfte abgenommen wurde. Sie wusste, dass er kein schlechter Mensch waren. Im Gegenteil, er war stets hilfsbereit und lieb zu ihr und dem Rest des Team gewesen. Letztes Jahr hatte sie ihn sogar als einen Freund bezeichnet. Deshalb frustrierte sie sein Verhalten umso mehr.
      Für sie war es komplett unverständlich wie er ohne eine anständige Erklärung dem Team den Rücken zukehren konnte. Gerade während der Saison, die sie hätten gewinnen können und dann auch noch im letzten Jahr ihres Bruders. In seinen Kommentaren war auch kein Funken Reue zu erkennen. Stattdessen schien gerade er genervt von ihr zu sein.
      "Nein, danke", sie wendete trotzig ihren Blick ab und rückte den Stapel in ihren Armen nochmals zurecht. Dann lehnte sie ihr Kinn auf die oberste Karte, um diese vom abrutschen zu hindern. Ein nicht gerade eleganter Anblick, aber das war ihr egal. Hauptsache, sie musste seine Hilfe nicht annehmen.
    • Yamato


      Mit einen kurzen seufzen blickte er nur kurz zu dem Mädchen welches seine Hilfe dankend ablehnte. Wobei dieses Danke wohl alles andere als höflich gemeint war. Es war klar das sie ihn nicht leiden konnte, allerdings hieß das noch lange nicht das die so zickig zu seien hatte.
      ,,Dann pass wenigstens auf wo du damit hin läufst. Nachher landen sie sonst noch alle auf dem Boden.'' meinte er nur und drehte ihr dann auch schon den Rücken zu. Am ende gab es nun mal auch nichts womit er wirklich mit Rika sprechen konnte. Wahrscheinlich würde es nur wieder aufs selbe wie immer hinaus führen. Das wollte sich der Junge dann doch lieber ersparen. Wenn sie doch zumindest ein wenig mehr in Richtung ihres Bruders gehen würde und nicht ein solch verdammter Sturkopf. Dann wäre das alles vielleicht ein wenig anders gekommen.
      So jedoch konnten die beiden quasi nichts anderes tun als sich in Schweigen zu hüllen und dabei in Richtung des Klassenraums ihrer Lehrerin zu gehen. Der Globus war dabei kein großes Problem. Er war zwar ein wenig störrisch und schien bereits das ein oder andere Jahr auf dem Buckel gehabt zu haben, allerdings ließ sich das Ding wenigstens noch einiger maßen gut Tragen. Ganz im Gegenteil zu den großen Karten, welche Rika nur mehr oder minder gut alle in ihren Armen verstaut bekam.
      Immer wieder ertappte er sich dabei wie er einen kurzen Blick nach hinten warf und schaute ob sie es wirklich hinbekam. Nicht das es etwas ändern würde, wenn nicht. Allerdings konnte man schon sagen das es eine gewisse Angewohnheit von ihr geworden war. Eine die er seit dem den Club den Rücken gekehrt hatte, nicht so einfach ablegen konnte.
      ,,Wofür braucht sie überhaupt all dieses Zeug? Ist ja nicht so das sie all dieses Zeug an einen Tag durchkauen kann...'' murmelte er und schaute dabei ein wenig stutzig auf den Globus.
      ,,Ich wusste gar nicht, dass du mittlerweile auf Nachhilfe machst. Bist du etwa so gut in Englisch das dies auch klappt?'' Dabei blieb er kurz stehen und biss sich kurz auf die Unterlippe. Am Ende hatte er es doch wieder getan. ,,Ah, wir sind eh da. Das Klassenzimmer.''
    • Rika

      Genervt klickte Rika mit ihrer Zunge. Für einen Moment spielte sie mit dem Gedanken ihm doch eine Karte gegen den Kopf zu werfen. Letztdlich begnügte sich aber damit wie ein kleines Kind eine Grimasse zu ziehen, sobald er ihr den Rücken zugewandt hatte.
      Mit den Karten bepackt trottete sie ihm in einem langsamen Tempo hinterher. Konzentriert darauf nichts fallen zu lassen, bemerkte sie gar wie Yamato nach ihr sah. Selbst wenn hätte sie ihn nur angebellt, dass er seine Augen gefälligst nach vorne richten soll.
      Als sie das Klassenzimmer erkannte, atmete sie erleichtert auf. Sie hatte es geschafft ohne Unfall und besonders ohne Yamatos Hilfe. Da hörte sie ihn etwas leise fragen. Gerade rechtzeitig sah sie den Audruck in seinem Gesicht, bevor er sich abwandte und ins Zimmer ging.
      Rika hielt verwirrt inne. Sie verstand nicht, was sich auf seinem Gesicht für einen kurzen Augenblick abgezeichnet hatte, aber es hinterließ einen bitteren Geschmack auf ihrer Zunge. Zögernd sah sie ihm hinterher, bevor sie leise murmelte: "Kannst du mir was abnehmen?"
      Es war ziemlich deutlich, dass sie die Karten nicht ohne Hilfe sanft ablegen konnte. Eigentlich hatte sie vor gehabt sie einfach auf Lehrerpult fallen zu lassen, aber das würde ihr ihre Lehrerin nicht verzeihen. Zumindest redete sie sich ein, dass dies der Grund war.
      "Die Jungs haben nur Fußball im Sinn, besonders die Neuen", begann sie vorsichtig, "ich tue was ich kann, damit ihre Noten sich nicht verschlechtern."
    • Yamato


      Im Klassenzimmer angekommen ging Yamato direkt in Richtung der Fenster. Ein kurzer Blick nach draußen zeigte es bereits. Die Clubaktivitäten hatten schon längst begonnen. So auch die des Fußballclubs welcher gerade allesamt auf dem Feld verteilt schienen. Es war nicht so als wenn er diesen Anblick nicht mögen würde. Es tat gut, zu sehen das Fußball bei vielen Leuten so viel Anklang fand. Gerade deshalb war er besonders froh gewesen an eine Schule wie dieser angenommen worden zu sein. Schließlich war er schon immer ein großer Fan vom dem Sport und dem vielen drumherum gewesen.
      Doch dafür war er eigentlich nicht ans Fenster getreten. Immerhin hatte er noch immer dieses sperrige Ding von Globus bei sich und wollte diesen auf der Fensterbank abstellen. Die Karten mussten schließlich bei ihrer Größe schon allein genug Platz fürs Pult wegnehmen. Also keinen Platz mehr für Planet Erde. Er hätte sich einen kleinen Spaß erlauben und diesen einfach auf einen der Tische der Schüler stellen können, allerdings verkniff er sich das wieder. Wahrscheinlich wäre eh mehr Störend und Unnötig als Witzig...
      Als er den Globus dann abstellt hatte, hörte er hinter sich die Stimme Rikas, welche ihn fragte ob er ihr etwas abnehmen könnte. Ein wenig verwundert blickte er auf, ehe er zu ihr ging und ihr dabei ein paar der oberen Karten aus den Armen nahm. ,,Hier. Wobei ich nicht glaube das einer der Karten es dir übel genommen hätte, wenn du sie einfach aufs Pult fallen gelassen hättest.'' sagte er und war sich selbst dabei gar nicht so sicher. Vielleicht würde jeder einzelne Knick ihre Lehrerin ja schon verärgern. Seine eigene Mutter hasste es immer wenn seine Hefte oder Papiere mit Eselsohren oder ähnlichen Knicken übersät waren.
      ,,Verwöhn sie nur nicht zu sehr. Nachher gewöhnen sie sich noch daran und machen sich von dir abhängig. Wobei der Fußball bei vielen anderen auch nicht Schuld an schlechten Noten in Englisch ist. Denk ich.'' Dabei lehnte sich Yamato an die Fensterbank und blickte kurz nach unten hinunter zum Feld. ,,Sie sind wirklich Feuer und Flamme. Allerdings wird der ein oder andere schnell merken das es vielleicht besser ist nicht direkt hundert Prozent zu geben. Wie will er sonst auf Dauer noch die Englisch Vokabeln im Kopf behalten.'' sagte er leicht Schmunzelnd und hatte sich wieder abgestoßen und ging in Richtung Tür.
      ,,Sollten wir jetzt eigentlich auf sie warten, oder können wir einfach gehen?'' fragte er nun selbst nicht wissend, wie ihre Absprache nun eigentlich war. Zugegeben war er ja auch noch nie wirklich gut darin zuzuhören sobald das Wort Arbeit auf irgendeine Art und Weise fiel.
    • Rika

      Schweigend sah Rika zu Yamato auf, während er ihr die Karten abnahm. Der Ausdruck von zuvor war verschwunden. Dennoch konnte sie nicht deuten, was sich wohl in seinen Gedanken gerade abspielte.
      Sie legte die restlichen Karten ordentlich auf dem Pult ab und folgte seinem Blick hinaus aufs Feld.
      Seitdem sie denken konnte redete ihr Vater immer nur von Fußball. Es war also kein Wunder, dass sowohl Ryushi als auch sie ihr Herz und ihre Seele dem Sport verpflichteten. Schon bevor ihr Bruder dem Club beitrat verbrachte er stunden und Tage mit seinem Ball.
      Rika selber konnte nicht spielen. Ihr Körper war einfach nicht für Leistungssport gemacht, was sie jedoch nie aufgehalten hatte ihrer Familie auf den Platz zu folgen. Sie liebte einfach die Atmosphäre auf dem Feld, den Teamgeist und die Freude. Wenn sie ihrem Team in die Augen sah, konnte sie einfach nicht anders als sie zu unterstützen.
      Letztes Jahr hatte sie noch das gleiche Gefühl bei Yamato gehabt. Aber er hatte den Sport, dem Team und vor allem ihrem Bruder den Rücken zugekehrt. Ohne Erklärung oder Reue, das dachte sie zumindest. Seine Worte deuteten aber auf etwas anderes hin, auch wenn er direkt versuchte das Thema zu wechseln.
      "War das bei dir so?", fragte sie ihn und sah ihm zum ersten Mal seit Langem aufrichtig in die Augen.
      In dem Moment hörte sie ein lautes Schreien, das sie nur allzu gut kannte. Blitzschnell war sie am Fenster und wie erwartet hatten sich alle auf dem Feld um jemanden versammelt, der auf dem Rasen lag.
      "Kaito..?", murmelte sie besorgt, als sie das Trikot erkannte, "ich muss los!"
      Mit diesen Worten stürzte sie aus dem Zimmer ohne auf eine Antwort zu warten. Bevor sie auf dem Sportplatz ankam, humpelte ihr Kaito gestützt von Daichi entgegen.
      "Ah, verdammt! Dir entgeht auch nichts. Solltest du nicht beim Dienst mit deinem Erzfeind sein?", scherzte der Verletzte mit einem Augenrollen.
      "Erzähl mir deine Ausrede", forderte sie, wobei sie seine Späße ignorierte und seinen freien Arm um ihre Schulter legte. Dankbar lehnte er sich an sie und begann: "Da war ein Mädchen..."
      "Meine Fresse, Kaito!"
      "Nein, hör zu! Da war ein Mädchen, in einer grünen Uniform und...sie hat das gleiche Zeichen", erklärte er mit einem schiefen Grinsen, "oh mann. Erster Eindruck ist im Eimer, oder?"
      Überrascht sah sie von Kaito zu Daichi, der nur hilflos mit den Schultern zuckte. Bisher hatte er noch nie angedeutet, dass er sich auf seinen Seelenverwandten freute. Dass er beim ersten Anblick umfallen würde, hatte sie nicht erwartet. Aber er war schließlich auch nur ein Mensch.
      "Erste Eindrücke sind überbewertet. Sie kann sich mit dir als Partner mehr als glücklich schätzen. Nachdem wir deinen Knöchel abchecken lassen, gehen wir sie kennenlernen, okay? Sie wird bestimmt auf dich warten", erklärte Rika in einem sanften Ton und lächelte ihren Freund aufmunternd an, "versprochen."
    • Yamato


      Der Junge war bereits dabei gewesen aufzubrechen, als ihn eine gewisse Frage davon abhielt. Yamato selbst schwieg während er sich umdrehte und Rika in die Augen sah. Doch eine Antwort kam nicht direkt aus seinen Mund. Und als er den Mund gerade geöffnet hatte um zu antworten wurden sie unterbrochen.
      Yamato wusste nicht direkt was passiert war, doch Rika war bereits losgestürmt und hatte ihn mitten im Gang zurückgelassen. Nicht das es ihn wirklich störte. Doch es fühlte sich so an als ob er, wenn er nur früher geantwortet hätte, all das aus der Welt hätte schaffen können.
      ,,Natürlich war es bei mir so. Gerade mit Ryushi neben mir auf dem Feld.'' murmelte Yamato nachträglich antwortend auf ihre Frage. Seine Lippen hatten sich zu einem melancholisches Lächeln geformt, während er kurz selbst in einigen Erinnerungen schwamm. Doch so schön diese Erinnerung teils auch waren, so schmerzhaft wurden sie auch. Und bevor er sich versah, wurde aus dem traurigen Lächeln ein verzweifeltes zusammenpressen der Zähne.
      Er hasste dieses Gefühl. Ein Gefühl welches sich seit damals in seinen Herzen ausgebreitet hatte und ihn nicht mehr losließ. Er liebte den Fußball, doch war er nicht in der Lage dieses seltsame etwas zu überwinden. Und entsprechend würde er sich wohl auch nicht mehr dem Team anschließen.
      ,,Na nu? Was machst du denn noch hier Yamato?''
      Eine weibliche Stimme war plötzlich von hinten zu hören. Schlagartig versuchte er sich zu beruhigen und drehte sich um.
      ,,Yuiko? Ich dachte du wärst bereits nach Hause.'' gestand er verwundert während das Mädchen mit kurzen schnellen Schritten neben ihn ankam.
      ,,Eigentlich schon. Aber ich musste noch schnell in den Clubraum. Ich hatte eine Inspiration und musste sofort los bevor ich dieses Gefühl noch vergesse!'' sagte sie begeistert und schenkte ihn dabei ein breites Grinsen. Das Mädchen neben ihn war schon eine Seltenheit für sich. So Energiegeladen wie sie oftmals war, könnte sie glatt bei jeden Sportclub auftrumpfen. Ihre Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden ließen seine langjährige Freundin nur noch sportlicher wirken. Und ihr Aussehen gaben ihr bei Jungen so wie Mädchen einiges an Beliebtheit. Etwas was sie jedoch selbst nie so wirklich wahrnahm. Wodurch sie jedoch am meisten Auffiel war der weiße Kittel. Man könnte meinen sie wäre gerade aus einem Chemielabor gestürmt. Dumm nur das sie eigentlich nichts mit Chemie oder anderen Wissenschaften am Hut hatte und der Kittel gerade an den Ärmeln merkwürdig Bund wurde. ,,Und was für ein Bild wird es dieses mal?'' fragte er sie während sie sich langsam die Treppen hinab in Richtung Ausgang begaben.
      Yuiko war diejenige welche das Trio aus Shiro und Yamato noch vervollständigte und auch die einzige welche aktuell in einem Club war. Der Kittel den sie trug, war dabei eine Art Gewohnheiten die sie von ihrem Vater abgekupfert hatte. Allerdings war diesem sicherlich nicht bewusst das sie diesen sogar in der Schule trug. Er konnte sich nicht einmal ausmalen wie seltsam ihre Lehrer wohl darauf reagierten. Aber da sie ihn gefühlt immer in der Schule trug, schien sich keiner wirklich viele Gedanken darüber zu machen.
      ,,Du musstest heute mit ''Miss Ärger mich nicht'' abhängen oder? Shiro hat es mir geschrieben.''
      ,,Warte er schreibt noch mit anderen Leuten als seiner neuen Freundin? Das überrascht mich tatsächlich ein wenig. Und ja mehr oder minder. Aber hey, außer ein paar wütenden Blicken und kleinen Sticheleien ging es heute sogar. Aber sie hat wahrscheinlich auch mehr damit zu tun die ganzen Jungs um ihr herum auf Trap zu halten.''
      Ein lautes Seufzen war von dem Mädchen neben ihn zu hören gewesen, während sie die Hände hinter ihrem Rücken zusammenfaltete.
      ,,Haaaaa, ich meine, ich kann sie schon verstehen. Ich mochte es auch dir beim Spielen zuzusehen. Allein dein Gesicht dabei wäre für mich schon ein Grund gewesen dieses als Bild zu verewigen.''
      ,,Machst du dich gerade Lustig über mich?!'' fragte er lauthals, nicht wissend was Yuiko damit wirklich meinte. Diese Lachte jedoch nur als die beiden das Gebäude verließen.
    • Rika

      Nachdem Kaitos Knöchel verbunden wurde, er sich eine schrecklich lange Standpauke von seinem Coach anhören musste und zurück zum Rasen humpelte, stand das junge Mädchen tatsächlich immernoch da.
      "Na? Wer hatte Recht?", stichelte Rika stolz und stupste ihm in die Seite. Ihr Freund antwortete nicht, stattdessen sah er nur nervös in die Richtung seiner Seelenverwandten. Rika folgte seinem Blick. Es war ein süßes Mädchen mit langem, braunem Haar in ihrem Alter. Ihre Unsicherheit war leicht zu erkennen, so wie sie ihren Kopf gesenkt hielt.
      "Na los, erlös sie. Die Arme weiß bestimmt nicht weiß sie tun soll, besonders nach deinem spektakulären Fall", spornte Daichi seinen Freund an. Dieser wendete nur mit Mühen den Blick ab, um sich an Rika zu wenden. Sein Gesicht schrie pure Panik, so hatte sie ihn noch nie gesehen.
      "Alles wird gut, Kaito", versicherte sie ihm mit einem sanften Lächeln, "du weißt doch wie es abläuft. Ihr werdet euch direkt gut verstehen. Ich verspreche es dir. Wir werden genau hier auf dich warten und du darfst uns von ihr vorschwärmen solange du willst."
      Ihre Worte schienen zu helfen, zumindest humpelte Kaito wenig später zu dem Mädchen in grüner Uniform und sie begannen ihr erstes Gespräch.

      "Schau dir seine Ohren an, rot wie eine Tomate. Absolut widerlich", grinste Rika während sie mit Daichi auf der Bank die beiden Turteltauben beobachteten. Mittlerweile redeten sie schon beinahe zwei Stunden miteinander und sie waren die einzigen zurückgebliebenen. Der restliche FußballClub hatte sich schon längst auf den Heimweg gemacht und ihr Vater hatte sich ins Lehrerzimmer zurückgezogen.
      Mit Mühen unterdrückte Rika ein Gähnen und legte ihren Kopf auf die Schulter ihres Nebensitzers: "War das erste Mal bei dir genauso, Daichi?"
      "Kannst du es noch zweideutiger ausdrücken?", lachte er kopfschüttelnd, "ich kann mich ehrlich gesagt kaum daran erinnern, es ist schon ziemlich lange her. Aber es ist immernoch ein unglaublich schönes Gefühl mit Miyabi Zeit zu verbringen. Es fühlt sich einfach richtig an. Also ich kann schon verstehen, dass sie sich nicht verabschieden wollen."
      Daichi gehörte zu einen der wenigen glücklichen, die ihren Seelenverwandten schon in ihrer Kindheit finden. Miyabi war die Tochter einer guten Freundin seiner Mutter, die selbstverständlich direkt das selbe Zeichen ihres Sohnes auf ihrem Arm erkannt hatte.
      "Da kann man ja tatsächlich ein wenig neidisch werden", erwiderte Rika nachdenklich, "meins ist an einer dummen Stelle. Ich könnte neben meinem Seelenverwandten stehen und er müsste sich ausziehen, damit ich ihn erkenne."
      "Zeig mal her. Dann halt ich die Augen offen für dich. Vielleicht ist er ja mal in der Umkleide mit mir", bot er ihr mit einem schiefen Grinsen an.
      "Vielleicht", meinte sie schulterzuckend, öffnete die obersten Knöpfe ihres Hemdes und drehte sich um, sodass er ihren Kragen hinab sehen konnte.
      "Das ist natürlich wirklich unprakt ..."
      "Was? Hast du es etwa schonmal gesehen?", fragte sie ihn halb im Spaß, aber er antwortete nicht direkt, "jetzt wirklich? Daichi? Daichi, sag schon!"
      Rika hatte noch nie aktiv nach ihrem Seelenverwandten gesucht, trotzdem machte sie die plötzliche Aussicht nervös.
      "Ich achte in der Umkleide nicht wirklich darauf, aber...", begann er langsam.
      "Aber...?"
      "Yamatos Zeichen, sieht deinem verdammt ähnlich."
    • Yamato


      Draußen angekommen, konnte Yamato nur noch erleichtert aufatmen. Der Tag war länger und stressiger geworden als er hätte Rechnen können. Auch wenn Rika und er sich nun nicht gerade an die Gurgel gegangen war, war er die ganze Zeit doch ein wenig angespannt gewesen. So wie die beiden zueinander standen hätte wohl auch ein falsches Wort direkt in ein komplettes Desaster ausarten können. Entsprechend konnte er wohl froh sein, dass es so ausgegangen war.
      Ein zwei Schritte vor ihm lief Yuiko noch immer recht gut gelaunt vor ihm her.
      ,,Es ist schon einige Zeit her, seitdem wir gemeinsam die Schule verlassen haben, was?'' fragte er sie, während ihm dieses eigentlich nicht so wichtiges Detail gerade so auffiel. ,,Nun wenn es dich stört, könntest du demnächst ja auch einfach warten bis ich fertig bin.''
      Früher waren Yuiko und Yamato relativ häufig gemeinsam nach Hause gegangen, oder aber hatten noch einen Umweg in die Stadt getätigt. Je nachdem ob sie gemeinsam sich noch mit Shiro treffen wollten oder nicht. Doch seitdem Yamato sich vom Fußball verabschiedet hatte und nun ebenso wie Shiro deutlich früher Schule aus hatte als Yuiko, ging das alles nicht mehr so auf.
      ,,Irgendwie hab ich das Gefühl, dass wir uns nun noch deutlich weniger als vorher sehen. Dabei sollte es doch eigentlich das Gegenteil sein. Jetzt wo du nicht mehr ständig Fußball im Kopf hast.''
      Zugegeben, hatte er selbst anfangs ähnlich gedacht. Doch es hatte nicht all zu lange gebraucht um festzustellen das nun mal alle langsam erwachsener wurden. Jeder von ihnen fing an andere Interessen zu entwickeln, weitere Freunde zu finden oder aber auch einfach mehr Zeit in andere Dinge zu stecken als zuvor. ,,Du hast deine Leidenschaft fürs Malen und dem Club und Shiro hat nun eh nur noch Augen für seine Freundin. Was hast du also erwartet?'' fragte er Lächelnd und blickte dabei noch einmal auf das, mittlerweile leere, Fußballfeld. So wie er es gerade gesagt hatte, war es schon fast ein wenig traurig das er mittlerweile nichts mehr zu sich selbst sagen konnte. Es klang so als wäre er derjenige der das langweiligste Leben von ihnen drei leben würde. Wobei das aktuell wohl nicht einmal gelogen war.
      ,,Ich kann immer noch nicht glauben das Shiro uns echt zuvor gekommen ist.'' Das Mädchen schüttelte dabei ungläubig mit dem Kopf, wobei ihr Pferdeschwanz genau vor ihm durch die Luft wedelte. ,,Er hat halt auch vor uns jemanden mit dem selben Zeichen gefunden. Du kannst es ihm also nicht verübeln das er schneller war.'' antwortete er wahrheitsgemäß. Er hatte es ja auch nicht für möglich gehalten das ausgerechnet Shiro erfolgreicher als einer von ihnen war. Sicherlich war er immer darauf aus gewesen und entsprechend freute sich Yamato auch für seinen Freund. Gleichzeitig kannte er ihn jedoch auch nur zu gut und hatte irgendwie auch gewisse Sorgen.
      ,,War klar, dass sich das Mädchen dann auch direkt dazu genötigt fühlt, mit demjenigen zusammen zu sein, der das selbe Zeichen besitzt. Wo bleibt da noch der Platz für die Romantik. Die Romantik Yamato? Wo?''
      ,,Woher soll ich das wissen? Sehe ich so aus als hätte ich meinen Seelenpartner bereits gefunden?'' fragte er während Yuiko langsam dabei war wieder in ihre eigene kleine Welt abzudriften. Das Mädchen war noch nie ein wirklicher Fan von den Seelenzeichen gewesen und glaubte auch offenkundig nicht daran.
      ,,Die Frage ist doch, was würdest du tun, wenn du sie finden würdest? Würdest du sie direkt Heiraten?''
      ,,Hast du da nicht gerade den ein oder anderen Schritt übersprungen, Miss Wo bleibt die Romantik?''
      ,,Also würdest du?!''
      ,,Was? Nein!''
      ,,Na los raus mit der Sprache wie sieht es aus und wo hast du es?''
      ,,Was ist plötzlich mit dir los?''
      ,,Ich will dein Zeichen sehen und wenn ich das Mädchen finde, schieb ich sie vor deine Nase und schaue ob du mich nicht anlügst.'' sagte sie mit nun plötzlich verengten Augen, während Yamato nur die Hand vors Gesicht schlagen konnte und dabei laut seufzend mit dem Kopf schüttelte. Wieso glaubte Shiro noch einmal, er könnte mit ihr besser umgehen als wer anderes..?
      ,,Ich glaube unsere Wege trennen sich hier. Und morgen haben wir dieses Thema vergessen okey?'' sagte er dann zum Abschied, ehe sich Yamato langsam weiter nach Hause aufmachte.