Chance [Maka & Lady Dye]

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    • Chance [Maka & Lady Dye]

      Vorstellung: anime-rpg-city.de/index.php/Th…510-Chance-Maka-Lady-Dye/

      Nathan

      Ich stand mit dem Rücken an der Wand gelehnt und starrte auf die Tür des Krankenzimmers. Sollte ich reingehen? In meiner Hand hielt ich ein Foto von einem Mädchen. Emma Walker war ihr Name. Sie war eine Verwandte von mir, meine Nichte, aber bis vor ein paar Tagen hatte ich nicht einmal gewusst, dass sie existierte. Und nun sollte ich sie auch noch bei mir aufnehmen!
      Ich seufzte leise und fuhr mir mit meiner freien Hand durch mein Haar. In letzter Zeit ging alles schief, was nur schiefgehen konnte. Warum nur hatte Ethan mich dazu überreden können? Ich steckte das Foto in meine Manteltasche und gab mir selbst einen Ruck.
      Ich ging zur Zimmertür, klopfte an und trat nach kurzem Warten ein. Die Tür schloss ich hinter mir und erst dann nahm ich meine Umgebung so richtig wahr. In dem Raum standen zwei Betten, rechts an der Wand. Auf dem Bett am Fenster saß ein Mädchen, das andere Bett war leer. Ich sah sie eine ganze Weile an, bis ich mich in Bewegung setzte. Ich ging zum Tisch an der gegenüberliegenden Wand und setzte mich. Mein Blick war auf das Mädchen gerichtet. "Du bist Emma Walker? Ich bin Nathan Draw, der Bruder deines Vaters."
      Eigentlich hatte ich nie hierher kommen wollen. Dieses ganze Leben hatte ich eigentlich hinter mir gebracht. Und nun war da ein kleines Mädchen, das meinem Bruder verdammt ähnlich sah. Sie war eindeutig seine Tochter, vom Äußeren her gesehen.
      "Geht es dir schon besser?" Ich hatte gehört, dass die Kleine mit einem Schrecken davon gekommen war, während ihre Eltern verstorben waren. Im Grunde genommen hatte sie Glück gehabt, sehr viel Glück.

      @Maka
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      Anfang bis Mitte Monat sieht es bei mir immer ziemlich mau aus, weil ich viel Arbeit habe, aber an den Wochenenden versuche ich auf jeden Fall zu schreiben. In der restlichen Zeit schreibe ich sicher auch immer mal wieder in der Woche :)

    • Emma

      Heute war der Tag an dem ich den Bruder meines Vaters, meinen Onkel kennen lernen würde. Bisher wusste ich nicht einmal, dass mein Vater einen Bruder hatte. Er hatte nie etwas in der Richtung gesagt. Ich seufzte. Die Frau vom Jugendamt hatte mir bisher nur erzählt, dass mein Onkel Nathan mich kennen lernen wollte. Sie hatte erwähnte, dass er scheinbar noch am überlegen war, ob er mich aufnahm oder nicht. Außerdem hatte sie mir erzählt das Oma und Opa mich zwar gern zu sich genommen hätte, es aber nciht konnten. Warum wusste ich nciht. Ich war so im Gedanken, dass ich zusammen zuckte, als es plötzlich an der Tür klopfte. Ich sah auf und beobachtete den Mann der das Zimmer betrat und sich an den Tisch auf der anderen Seite des Zimmers setzte. //Man könnte fast denken, er hat Angst vor mir.//, dachte ich und schmunzelte kurz. Schließlich fragte er mich ob ich Emma sei und ich nickte. "Ja bin ich.", sagte ich. Als er mich fragte, wie es mir ging, dauerte es ein bisschen, bis ich antwortete. "Mir geht es gut. Mir ging es vor 1 Woche auch schon gut, aber ich sollte zur Überwachung im Krankenhaus bleiben.", sagte ich. Ich musterte den Mann vor mir. "Die Frau vom Jugendamt meinte, das du am überlegen bist, ob du mich mit zu dir nimmst...stimmt das?", fragte ich und zog die Knie an meinen Körper. "Onkel Nathan....nimmst du mich mit? Ich will nicht länger hier bleiben...hier ist es gruselig und langweilig.", sagte ich und sah zu meinem Onkel.

      The worst Day of loving someone is the Day you lose them.
    • Nathan

      Emma war vertrauensselig, sehr sogar. Ich wusste noch nicht einmal, ob ich das überhaupt schaffen konnte. Immerhin war ich jeden Tag lange arbeiten, selbst am Wochenende. Ethan konnte ich schlecht drum bitten, immer mal auf Emma aufzupassen. Andererseits hatte Ethan erzählt, dass der Autounfall sehr wahrscheinlich kein Unfall war und Emma in Gefahr stecken sollte. Aber was ging mich das an? Ich kannte sie überhaupt gar nicht. Was sollte ich also mit ihr anfangen?
      "Ich habe vielleicht gar keine Zeit für dich", antwortete ich schlichtweg. "Die Mitarbeiterin des Jugendamts war eine ziemlich harte Nuss. Die hat einfach nicht locker gelassen und stand ständig in meinem Büro." Genau das war der Knackpunkt gewesen. Diese Frau war einfach nur lästig. Sie drängte mich regelrecht dazu, Emma bei mir aufzunehmen und dann waren da noch diese Dinge passiert.

      Ich war vorgestern ganz normal nach Hause gekommen, etwa gegen halb zwölf am Abend. Ich hatte die Tasche im Flur abgestellt, meinen Mantel an die Garderobe gehangen und war ins Wohnzimmer gegangen. Als ich nach meiner Zigarette wieder auf den Flur gegangen war, um ins Schlafzimmer hochzugehen, hatte ich meine Tasche gesehen. Der Inhalt der Tasche lag überall auf dem Flur verstreut und das Foto, auf dem Emma zu sehen war, hatte auf der Tasche gelegen. Dabei war ich mir sehr sicher gewesen, dass ich das Foto im Büro gelassen hatte. Tja, und nachdem ich mich im ganzen Haus umgesehen hatte, war da keiner gewesen. Und das war nur ein Ereignis, das mich seit dem Auftauchen der Jugendamtmitarbeiterin verfolgt hatte.

      Ich wusste nicht so recht, was ich Emma sagen sollte. Allgemein war ich kein so guter Gesprächspartner. Ich wusste nicht einmal, was ich mir von dem heutigen Gespräch erhoffte. Morgen würde ich zur Beerdigung meines Bruders gehen, zwar ohne Einladung, aber egal. Ich war nur hier, weil Ethan mich dazu gedrängt hatte, den heutigen Tag noch zu nutzen.
      Vielleicht aber konnte man aber die jetzige Situation nutzen, um etwas über meinen Bruder in Erfahrung zu bringen. "Erinnerst du dich an den Unfall?", fragte ich ganz direkt.
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    • Emma

      "Ich verstehe.", sagte ich und legte meinen Kopf auf meinen Knien ab. Auch wenn ich mich selbst beschäftigen konnte, so wollte ich Onkel Nathan nciht anbetteln das er mich mitnahm. Ich seufzte leise. "Wo wohnst du eigentlich?", fragte ich neugierig und sah Nathan an. Als dieser mich nach dem Autounfall fragte, überlegte ich nur wenige Augenblicke. "Ja...Ich erinnere mich daran...warum fragst du?", fragte ich und sah ihn an. Mein Blick glitt aus dem Fenster. Ich überlegte einen Augenblick ob ich das Thema ansprechen sollte oder nicht. "Du gehst morgen zur Beerdigung von Mum und Dad oder?", fragte ich und sah meinen Onkel an. "...Kannst...würdest...würdest du mich mitnehmen?", fragte ich vorsichtig. Auch ich wollte mich von meinen Eltern verabschieden, auch wenn ich sie noch immer sah...trotzdem wollte ich an der Beerdigung teilnehmen. Ich hoffte inständig, dass Nathan mich mitnahm. Die Frau vom Jugendamt hatte eine Tasche mit meinen Sachen hergebracht und ich hatte sie ausgepackt und meine Sachen in meinen Schrank geräumt. Sie hatte eins meiner Lieblingskleider mitgebracht, welches ich, sollte Nathan mich mitnehmen mit zur Beerdigung nehmen, anziehen würde.
      Ich blinzelte und plötzlich sah ich sie wieder. Die Geister. Anfangs nur die von Mum und Dad, bei Nathan stehen allerdings auch zwei Geister. Zwei Frauen. Neugierig musterte ich sie. Die eine davon war jünger als die andere. Bedeutend jünger. //Ob das Familie von ihm ist?//, fragte ich mich.

      "Emma mein Schatz, du kannst es Nathan erzählen. Er wird es verstehen.", sagte mein Vater zu mir. Ich schluckte und leckte mir nervös über die Lippen.
      "Während des Unfalls...ich hab eine Person auf der Straße gesehen. Wobei...Person ist vermutlich übertrieben...einen Geist... Allerdings konnte ich nicht erkennen, wer es ist...", sagte ich leise und sah aus dem Fenster. "Ich weiß nicht, ob er etwas mit dem Unfall zu tun hat, aber das war was ich gesehen hab.", sagte ich. Ich hoffte einfach mal, dass er mir glaubte. Ansonsten würde ich ihm einfach von den zwei Geisterfrauen erzählen, die ihn auf Schritt und Tritt begleiteten.

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    • Nathan

      Ich wartete kurz mit meiner Antwort. "Ich wohne etwa 120 Kilometer weit weg. Ist nicht gerade um die Ecke. Deshalb überlege ich auch, ob es für dich überhaupt das Beste ist." Totaler Quatsch! Ich wusste selbst nicht, ob ich meine Nichte bei mir haben wollte. Mein Leben war aufgrund meines Jobs gefährlich und auch so hatte ich wenig Lust auf Begleitung in meinem Haus. Andererseits hatte Ethan mir schon zu verstehen gegeben, dass Emma wahrscheinlich eine Überlebende eines Anschlags war und vielleicht wollten sie Emma auch noch töten. Aber was sollte mich das alles interessieren? Ich war einfach selbst verwirrt. Ich wusste selbst nicht so recht, was ich überhaupt wollte und warum ich hier bei Emma im Zimmer saß.
      Sie erinnerte sich an den Unfall. "Ich frage nur, weil es sicher ein Trauma für dich ist." Eigentlich wollte ich nur wissen, ob es nun ein Anschlag war oder nicht. Vielleicht hatte Emma auch nichts davon mitbekommen. Dann war das Ganze hier sinnlos.
      Schon kam die nächste Frage. "Ich weiß noch nicht, ob ich hingehe." Nun, aber es wäre sinnlos, wenn ich den ganzen Weg hierher gefahren wäre und nicht hingehen würde. "Wenn ich gehe, kann ich dich mitnehmen", antwortete ich.
      Nun erzählte mir Emma doch von dem Unfall. Ich zog eine Augenbraue skeptisch hoch. In meinem Job war ich schon so einige Ausführungen gewohnt, doch diese Erklärung war schon... speziell. "Geist?", fragte ich und seufzte. "Du hast das Gen auch, oder?" Es war eindeutig, dass dies die Auswirkung des Gens war oder hatte sie Wahnvorstellungen? Vielleicht durch den Unfall. "Hast du das schon öfter gesehen?" Komischerweise kamen wir ja doch irgendwie ins Gespräch.
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    • Emma

      "120 Kilometer? Du wohnst aber weit weg.", staunte ich. "Bist du mit dem Auto hergekommen oder bist du geflogen?", fragte ich neugierig weiter nach. Mich interessierte Nathan, immerhin wusste ich bis vor einer Woche nicht einmal, dass es ihn gab. "Was arbeitest du denn?", fragte ich. "Oh und wohnst du in einer Wohnung oder in einem Haus?", fragte ich weiter nach. "Wir wohnen... wir haben in einem Haus gewohnt. Ich hatte dort ein eigenes Zimmer. Und Papa hatte die Wände in meiner Lieblingsfarbe gestrichen.", sagte ich und lächelte. "Rat mal was meine Lieblingsfarbe ist. Du hast drei Versuche.", sagte ich und lächelte meinen Onkel an. Als Nathan meinte, dass er noch nicht wusste, ob er zur Beerdigung ging, legte ich leicht den Kopf schräg. "Danke.", sagte ich, als er meinte, dass er mich mitnimmt, wenn er hingeht.
      Ich hörte meinem Onkel zu und sah dabei aus dem Fenster. "Erzähl Nathan davon, dass du Geister sehen und mit ihnen reden kannst. Er weiß was zu tun ist.", hörte ich die Stimme meines Vaters. Ich seufzte. "Ich hab keine Ahnung von welchem Gen du redest.", sagte ich und sah zu Nathan. Mittlerweile hatten meine Augen die Farbe gewechselt. Statt blau, waren sie nun rot. "Ja ich sehe sowas öfter. Selbst jetzt.", sagte ich und schwang meine Beine aus dem Bett und stand auf. "Hier sitzt Mum und dort steht Dad.", sagte ich und deutete auf einen Stuhl neben meinem Bett und dann zum Fenster. Dann sah ich zu Nathan. "Neben dir steht der Geist eines Mädchen...sie sieht aus wie eine große Schwester.", sagte ich und lächelte. "Und hinter ihr steht eine Frau.", sagte ich und sah von den Geistern wieder zu Nathan. Als plötzlich die Tür zu meinem Zimmer aufging, hatten meine Augen wieder ihre normale Farbe. "Oh entschuldige. Ich wusste nicht das du Besuch hast Emma.", sagte sie lächelnd. "Schwester Kathrin.", sagte ich und lächelte sie an. "Ja das ist mein Onkel.", sagte ich und sah zu Nathan.

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    • Nathan

      "Ich bin gefahren", antwortete ich knapp. Hier kamen jetzt gleich mehrere Fragen auf einmal. Gott, wie lange hatte sie mit niemandem mehr geredet? Ich schob ihre Fragen einfach mal darauf, dass sie viel Redebedarf hatte, weil sie lange mit niemandem, außer Ärzten, kommunizierte.
      "Ich bin Geschäftsführer einer Sicherheitsfirma. Ich besitze ein Haus in einer ruhigen Gegend." Drei Versuche? Irgendwie kindisch, aber gleichzeitig erinnerte sie mich damit an jemanden.

      "Papa Papa, schau mal", rief Laura und zeigte mir stolz ihre Bestnote. "Gratulation, du hast so lange an dem Projekt gearbeitet", lobte ich sie und strich ihr freudestrahlend durchs Haar. "Versprochen ist versprochen. Was wünscht du dir also, was wir heute Abend machen?"
      Laura überlegte nicht lange, legte ihre Bewertung neben sich auf den Küchentisch, während ich meinen Arm um ihre Schulter legte. "Mama Papa, ihr habt drei Versuche. Was denkt ihr, wünsche ich mir?"

      Ich ließ die Szene vor meinem inneren Auge wieder verschwinden. Ich sollte nicht daran denken. Das würde mich immer wieder in dieses Loch werfen, dabei war ich immer noch nicht gänzlich herausgekrochen.
      "Ich bin nicht gut im Raten. Ich halte mich lieber an Fakten. Also? Was ist deine Lieblingsfarbe? Vielleicht blau?" Schlussendlich hatte ich ja doch geraten, wie dumm von mir. Sie bedankte sich kurz. Wie würden meine Eltern wohl reagieren, wenn sie mich zur Beerdigung sahen? Würden sie ausflippen? Ich glaube ja schon daran.
      Emma erzählte weiter, was es mit diesen Geistern auf sich hatte. Ich folgte ihrem Blick, wo ihre Eltern sitzen sollten. War schon ein komisches Gefühl. Ausgerechnet mein Bruder und meine Schwägerin? Ausgerechnet die beiden, die ich sowieso nie wiedersehen wollte, sollten als Geister hier sein? Ich wollte das nicht glauben und ich konnte das nicht glauben! Ich wollte meinen Bruder nie wieder sehen und dieses Mädchen sagte mir, dass sie die beiden sehen konnte. Auch die Veränderung ihrer Augenfarbe bemerkte ich, aber auch nur beiläufig. Viel mehr schockierte mich eine andere Aussage, die jede Aufmerksamkeit auf sich zog.
      Ein Mädchen, das eine große Schwester sein könnte? Und eine Frau? Sofort schoss mir ein Bild durch den Kopf. Laura stand mit Helen zusammen in der Küche. Sie bereiteten nebeneinander das Essen zu. Nein! Das konnte überhaupt nicht sein. Nein! Es gab so viele Menschen, auf die diese Beschreibung passen könnte. Das war totaler Quatsch, meine eigene Einbildung.
      Erst jetzt bemerkte ich die Frau, die in der Tür stand. Ich blickte sie an. Emma hatte mich wohl gerade vorgestellt. "Ja, ich bin ihr Onkel", stimmte ich ihr zu. Meine Stimme klang eher abwesend, weil mir immer wieder Emmas Worte durch den Kopf gingen. Ein Mädchen und eine Frau... Sollte ich Emma fragen? Nein! Vielleicht hatte sie ja doch etwas bei dem Unfall abbekommen.
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    • Emma

      "Warst du da lange unterwegs?", fragte ich ihn neugierig. Als er mir erzählte, dass er Geschäftsführer einer Sicherheitsfirma war, zog ich fragend die Augenbraue hoch. "Das klingt aber langweilig. Was musst du da machen?", fragte ich ihn. Ich beobachtete ihn und seufzte. "Warum sind Erwachsene immer so langweilig.", sagte ich seufzend. Als er dann allerdings doch eine Farbe nannte, klatschte ich kichernd in die Hände. "Gleich beim ersten Versuch richtig geraten.", sagte ich lächelnd. "Du bist ein Naturtalent.", sagte ich kichernd. Ich freute mich sichtlich, dass Nathan direkt auf anhieb richtig geraten hatte.

      Die Schwester die in mein Zimmer war, sah zu meinem Onkel und lächelte ihn freundlich an. "Freut mich.", sagte sie und sah dann wieder zu mir. "Emma ich komm einfach später nochmal wieder.", sagte sie und lächelte mich an. Ich nickte und sah dann wieder zu meinem Onkel. //Irgendwie wirkt er nachdenklich...nein im Gedanken versunken trifft es eher...//, dachte ich und ging zu ihm. Vor ihm blieb ich stehen. Ich wollte ihm erst die Hand auf den Arm legen, allerdings kannte ich ihn nciht. Manchmal reagieren Erwachsene böse, wenn man sie aus ihren Gedanken herausreißt. Ich haderte ein wenig mit mir, bis ich ihm schließlich doch die Hand auf den Arm legte. "Onkel Nathan? Alles ok?", fragte ich besorgt und musterte ihn.

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    • Nathan

      "Es waren etwa anderthalb Stunde", überlegte ich laut. Schon wieder Fragen! Die Kleine konnte wirklich viele Fragen stellen. "Ich mache oft Papierkram, irgendwelche rechtlichen Sachen für unsere Einsätze. Ich führe oft Gespräche in der Firma und mit externen Leuten. Und bei wirklich wichtigen Einsätzen bin ich auch dabei. Wir schützen Leute oder das Hab und Gut von Leuten", erzählte ich. Warum nur wollte sie das alles wissen?
      Langweilig? Erwachsene verspürten nicht so häufig den Drang zu spielen wie Kinder. Das war einfach der Unterschied. Ich sah Emma verdutzt an. Es war also wirklich blau? Komisch, bei Laura hatte ich selten solch ein Glück, dabei kannte ich sie in- und auswendig. Und schon wieder dachte ich an meine tote Tochter. Verdammt, warum verglich ich die beiden auch miteinander? Vielleicht als Laura nur ein wenig älter war, als Emma heute?

      Selbst als die Krankenschwester verschwunden war, sah ich noch immer in ihre Richtung. Ich hatte nicht einmal gemerkt, dass Emma aufgestanden war und nun vor mir stand. Dabei passierte mir so etwas nie. So etwas konnte in meinem Job direkt zum Tod führen.
      Als ich Emmas Hand auf meiner Schulter spürte, sah ich sie erschrocken an. Ich war komplett in meinen Gedanken versunken gewesen. "Alles in Ordnung. Du solltest Menschen nicht sagen, dass Geister an ihrer Seite stehen", antwortete ich. So etwas konnte einige Menschen erschrecken. Ich selbst wusste gar nicht, was ich davon halten sollte. War mir das unangenehm oder war mir das egal? Ein mulmiges Gefühl hatte ich auf jeden Fall.
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    • Emma

      Als Nathan meinte, dass ich Menschen nciht einfach so sagen sollte, dass Geister an ihrer Seite waren, sah ich zu Boden. "Papa hat gesagt, ich soll dir davon erzählen, dass ich Geister sehen und mit ihnen sprechen kann.", sagte ich. Ich verschränkte die Arme vor der Brust und sah zur Seite. "Ich dachte einfach, das glaubst du mir eher, als wenn ich so irgendwas von Mama und Papa erzähle, was sie mir sagen.", sagte ich. "So wie die beiden bei dir standen, waren sie irgendwie verbunden mit dir... Das konnte man deutlich sehen.", sagte ich leise. Ich war mir nciht sicher, ob Nathan mir glaubte oder ob er das was ich ihm erzählte als blödes Gequatsche eines Kindes hielt oder es sogar auf den Verkehrsunfall schob. "Ich bin gleich wieder da.", sagte ich und ging ins Badezimmer. Ich ging auf Toilette und wusch mir dann die Hände.

      In der Zwischenzeit bewegte sich ein Stift auf meinen Zetteln von allein. Mit schnellen Linien sah man eine Skizze von Nathan und die beiden Frauen dahinter. Der Zettel flog vor Nathans Nase, als ich grade aus dem Bad kam und die Tür schloss. ~Was brauchst du noch um ihr zu glauben?~, stand auf dem Zettel. Als ich zu Nathan zurück ging und den Zettel sah, stellte ich mich neben ihn und sah darauf. "Das hat Papa gezeichnet. So hat er früher immer gemalt. Oh das bist du und das Mädchen und die Frau, die ich gesehen hab.", sagte ich überrascht.

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    • Nathan

      Was ihre Eltern ihr sagten? Es war immer noch schwer zu glauben. Aber im Grunde genommen wusste ich von dem Gen, also sagte sie auch sicher die Wahrheit, wenn es denn nicht von dem Unfall kam. "Ich sagte doch, dass ich dieses Gen kenne, weil ich es selbst habe. Nur bei mir äußert es sich anders", meinte ich. Die beiden waren verbunden mit mir? Also sprach sie vielleicht doch von Helen und Laura? Unmöglich!
      Und schon verschwand sie im Badezimmer. Das gab mir kurz die Zeit, um meine Gedanken zu sortieren, aber daraus wurde nichts. Ich sah, wie ein Stift über das Papier kritzelte und das ganz allein! Also sagte Emma doch die Wahrheit.
      Als sie zurückkam, schwebte das Papier vor mir. Ich nahm es in die Hand und schaute es mir an. "Das sind Helen und Laura", meinte ich, als Emma mir bestätigte, dass die beiden es waren.
      Kurzerhand zerknüllte ich das Papier und stand auf. "Erst hast du mich bezichtigt, dass ich meine Familie getötet habe und nun soll ich auf deine Tochter aufpassen?", fragte ich einfach in den Raum. Ich drückte das zerknüllte Papier fester zusammen, ging zum Papierkorb und warf es hinein.
      Ich drehte mich zu Emma um. "Er hat dir nie von mir erzählt, oder? Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, warum ich dich einfach so aufnehmen sollte. Er hatte nie ein Wort über dich verloren, geschweige denn hat er überhaupt versucht, mit mir zu reden." So ganz stimmte das eigentlich nicht. An Weihnachten nach dem Tod meiner Familie hatte er mich angerufen und mich gebeten, Weihnachten bei ihm zu verbringen. Ich hatte abgelehnt und danach nie wieder abgenommen, wenn er mich angerufen hatte. Es hatte einfach so schwer gewogen, was mein Bruder und meine Eltern mir damals angetan hatten.
      "Ich hole dich morgen früh zur Beerdigung ab", meinte ich, drehte mich um und verließ das Zimmer. Ich selbst wollte nicht zur Beerdigung gehen, aber die Kleine konnte man so etwas ja schlecht verwehren. Meine Eltern holten sie ja bestimmt nicht ab und die Beerdigung war nicht einmal hier in dieser Stadt.
      Schon wieder einmal wurde ich an Helen und Laura erinnert. Sie würden ganz sicher nicht mehr bei mir sein, nicht nachdem, was ich in den letzten Jahren alles getan hatte. Ich verließ das Krankenhaus einfach, ohne mich noch einmal umzuschauen, setzte mich einfach ins Auto und fuhr los. Ich brauchte wieder etwas, um mich abzureagieren und eine kleine Autofahrt schaffte das immer wieder.
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    • Emma

      "Ich hab keine Ahnung von welchem Gen du redest... Was ist so besonders an diesem Gen?", fragte ich neugierig und sah meinen Onkel an. Als Nathan, den Zettel in der Hand hatte und meinte, das das auf dem Zettel Helen und Laura waren, sah ich ihn an. //Also kennt er sie doch. Und sie sind nciht einfach irgendwelche Geister...//, dachte ich. Nathan stand plötzlich auf und ich zuckte erschrocken zusammen. Ich beobachtete Nathan und seufzte leise. Als Nathan mich fragte, ob er mir je von ihm erzählt hatte, sah ich ihn an. //Ich nehme mal an, mit "Er" meint er Dad...//, dachte ich. "Er hat dich nie explizit erwähnt. Er hat nur erwähnt, dass er Verwandte hat die ein ganzes Stück weit entfernt wohnen. Jedoch hat er nie gesagt um wen es sich handelt.", sagte ich und sah Nathan an.
      Kurz bevor mein Onkel das Zimmer verließ, meinte er, dass er mich morgen früh zur Beerdigung abholte. Ich nickte und als er ging und seufzte leise. //Ich bin froh, dass er mich wenigstens mit zur Beerdigung nimmt.//, dachte ich und ging zum Papierkorb und holte den Zettel den er zerknüllt hatte wieder heraus. Vorsichtig strich ich ihn glatt und betrachtete ihn. //Das ist also seine Familie... Deshalb standen die beiden so nah bei ihm.//, dachte ich.
      Den restlichen Tag verbrachte ich mit den Krankenschwestern. Wir spielen und sie halfen mir Kleidung für morgen rauszusuchen. Da ich nciht wirklich viel Auswahl hatte, blieb mir nur eines meiner Kleider. Das einzige, was nicht so hell war, war mein Lieblingskleid. So entschied ich mich, das morgen anzuziehen. Ich legte es über einen Stuhl und seufzte. //Ob er morgen noch immer sauer ist?//, fragte ich mich und sah aus dem Fenster.

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    • Nathan

      "Das Gen ist besonders, weil es dir diese Kraft überhaupt erst ermöglicht. Nur durch dieses Gen kannst du darauf zurückgreifen", antwortete ich ihr. Ob sie es verstand? Wohl eher nicht. Oder hatte sie so etwas wie Genetik schon im Unterricht behandelt? Ich war mir nicht ganz sicher.

      Nach einer Stunde stand ich im Hotelzimmer. Ich hing meinen Mantel an den Kleiderhaken am Eingang. Ethan saß mit Billy am Schreibtisch. Sie spielten irgendein Spiel zusammen am Laptop. Ethan drehte sich zu mir um und bedeutete Billy, dass er erst einmal allein spielen sollte. Wahrscheinlich bekam er meine schlechte Laune mit.
      "Hey Nathaniel, alles in Ordnung? Du siehst irgendwie fertig aus. Willst du einen Kaffee oder was zu essen?", fragte er mich freudestrahlend. Ohne auf meine Antwort zu warten, ging er zur Kaffeemaschine und setzte sie an. "Und, wie ist sie?"
      Schon wieder! Ich spürte einen dicken Kloß in meinem Hals. Ich wollte nicht über Emma reden. Dann musste ich zwangsläufig an Helen und Laura denken. "Sie ist in Ordnung", antwortete ich und setzte mich auf Ethans Bettseite. Ethan und Billy schliefen in einem Ehebett oder wie man die Dinger nannte. Ich schlief im Nebenzimmer in einem Einzelbett. Es war gut, dass dieses Hotelzimmer gleich aus zwei Zimmern bestand.
      Ethan bemerkte es direkt und setzte sich neben mich hin. "Okay. Wie war die Spazierfahrt?"
      Ich sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an. "Bitte?"
      "Glaubst du, ich glaube dir, dass du so lange bei Emma warst?"
      Ich seufzte leise. "Die Spazierfahrt war entspannend." Ich erhob mich und ging in mein Zimmer. Dort stand ebenfalls ein Schreibtisch, an den ich mich setzte und auf meinem Tablett etwas las. Ethan brachte mir kurz darauf den Kaffee lang und schaute mir über die Schulter. "Du sollst nicht arbeiten, Nathaniel", schmunzelte er. "Komm, entspann dich und genieß die Ruhe."
      "Welche Ruhe? Wenn ihr beiden zusammen spielt, unterhaltet ihr die ganze Straße", gab ich zurück.

      Abends konnte ich einfach nicht einschlafen. Ich lag wach und starrte an die Decke. Meine Gedanken kreisten um Helen und Laura. All das Blut und dann ihre Leichen. Ich drehte mich auf die Seite, damit ich die Bilder irgendwie abschütteln konnte, aber es funktionierte nicht. Ich spürte, wie mir eine Träne über das Gesicht lief und auf dem Kissen verschwand. Damals hatte es meinen Bruder auch nicht interessiert, wie es mir ging. Warum sollte ich mich jetzt mit seiner Tochter befassen?

      Am nächsten Morgen war ich bereits acht Uhr im Krankenhaus. Ich klopfte an Emmas Tür und trat ein, als sie mich hereinbat. "Wir können dann los", meinte ich, während ich eintrat.
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    • Emma

      Am nächsten Morgen war ich zeitig wach. Ich duschte, frühstückte und eine der Schwestern half mir dann beim Haare föhnen und beim Kleid anziehen. "So fertig.", sagte sie und lächelte mich an. "Du siehst richtig hübsch aus.", sagte sie lächelnd. Ich errötete etwas. "Glaubst du ich kann damit zur Beerdigung gehen? Noch ein dunkleres Kleid hab ich nicht.". sagte ich und sah an mir herunter. "Das ist perfekt so.", sagte sie und lächelte mich an. Dann verließ die Schwester mein Zimmer und ich ging zu meinem Nachttisch. Ich legte die Kette um die ich von Mama und Papa zu meinem zehnten Geburtstag bekommen hatte und setzte mich dann aufs Bett und wartete. Kurz nach acht Uhr klopfte es an meiner Tür. "Herein.", sagte ich und stand auf. "Guten Morgen Onkel Nathan.", sagte ich und nahm meine Jacke und ging zu ihm. Ich zog mir meine Jacke über und verließ dann vor ihm das Zimmer. Während wir auf dem Weg zum Auto waren, griff ich nach Nathans Hand. Ich wusste nicht, worüber ich mit ihm reden sollte und schwieg daher erst einmal. Als wir das Auto erreichten, stieg ich hinten ein und schnallte mich an. Wir fuhren los und ich sah aus dem Fenster. "Weißt du wie die Ort heißt wo Mama und Papa beerdigt werden?", fragte ich und sah zu ihm nach vorn.


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    • Nathan

      "Morgen", antwortete ich grummelnd und lief Emma hinterher. Gerade, als wir das Krankenhaus verlassen hatten und in die Richtung des Parkplatzes liefen, nahm Emma meine Hand. Ich sah zu ihr hinunter. Sie war etwa so groß, wie Laura es auch war. Mindestens zwei Köpfe kleiner, als ich.
      Ich war erstaunt, dass Emma sich nach hinten setzte. Sie hätte eigentlich auch mit vorn sitzen können. Ohne sie darauf hinzuweisen, setzte ich mich hinters Steuer, schaute noch, dass sie sich anschnallte und fuhr dann los.
      "Sebring", antwortete ich knapp, als sie mich fragte, wo ihre Eltern begruben wurden. "Du bist auch in Sebring aufgewachsen, oder? Als unser Vater seinen Job aufgegeben hatte, kaufte er sich dort ein Haus von der Abfindung. Dein Vater und ich, wir wuchsen beide dort auf. Er blieb in Sebring bei unseren Eltern und ich zog mit Helen nach Miami. Er sagte mir ständig, dass unsere Eltern echt anstrengend seien. Werden deine Großeltern auch da sein?", fragte ich nach.
      Ich konnte ja kaum dieses Kind für mein schlechtes Verhältnis zu meiner Familie bestrafen. Sie war nett und irgendwie hatte sie es bereits geschafft, dass ich sie mochte. Mir war das erst des Nachts klar geworden, als ich mir im Bad ihre Worte noch einmal durch den Kopf hatte gehen lassen.
      "Ich habe alles mit dem Jugendamt geklärt. Du kannst am Montag mit nach Miami kommen, behältst aber deine Sachbearbeiterin. Sie kümmert sich darum, dass du an einer Schule angemeldet wirst. Sie sagte auch, dass du weiterhin in psychologischer Betreuung bleiben sollst, aber das ist deine Entscheidung", erzählte ich ihr.
      "Tu mir nur einen Gefallen, Emma. Erzähl niemandem, dass du Geister sehen kannst. Das ist einfach zu deiner Sicherheit. Nicht vielen würde es in Miami gefallen, wenn ein Mädchen auftaucht, das Geister sehen kann. So erging es dir in Sebring auch, oder?"
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    • Emma

      Als Nathan etwas von sich und seiner Familie erzählte, hörte ich ihm zu. "Ja ich komme aus Sebring.", beantwortete ich seine Frage und lächelte. Nathan fragte mich, ob meine Großeltern auch da sein würden und ich überlegte einen Augenblick. "Ich glaube ja. Warum fragst du?", fragte ich neugierig. Jedoch verwarf ich die Frage schnell wieder //Helen... ob das die Frau ist die im Krankenhaus neben ihm stand?//, fragte ich mich.
      Noch immer wusste ich nicht, ob Nathan mich aufnehmen würde, oder ob ich zurück ins Krankenhaus musste. Leise seufzte ich. Als er mir jedoch mitteilte, dass er mit dem Jugendamt alles geklärt hätte, hellte sich mein Gesicht auf. "Wirklich?", fragte ich freudestrahlend. Ich freute mich sichtlich darüber, dass ich ab Montag bei Onkel Nathan wohnen würde. Er erklärte mir, dass ich meine Sachbearbeiterin behielt und das sie sich darum kümmern würde, dass ich an eine neue Schule komme. Das mit der psychologischen Betreuung versuchte ich erst einmal zu ignorieren.
      Als Nathan dann meinte, das ich niemandem davon erzählen sollte, dass ich Geister sah, nickte ich. "Ist gut. Und ja Mama und Papa wollte nicht, dass ich irgendjemand anderem außer ihnen von den Geistern erzählte....", sagte ich und schwieg eine Weile. Ich überlegte einen Augenblick und seufzte dann. "Das Problem ist nur....ich kann die ganze Sache mit den Geistern nicht steuern. Ich seh sie einfach.", sagte ich und sah zu Nathan nach vorn.

      The worst Day of loving someone is the Day you lose them.
    • Nathan

      Dann würden sie also wirklich bei der Beerdigung sein. Etwas Anderes hatte ich ja nicht einmal erwartet. Wäre irgendwie komisch gewesen, wenn sie nicht gekommen wären. "Wir haben kein so gutes Verhältnis miteinander", antwortete ich. Ich wusste nicht, wie viel ich Emma erzählen sollte. Mit so etwas musste sie nicht konfrontiert werden. Sie würde das alles schon noch früh genug mitbekommen.
      Ich war erstaunt, dass Emma sich so sehr darüber freute, dass ich sie aufnahm. "Ethan ist ein Freund von mir. Er hat einen Sohn in deinem Alter. Ich denke, sie werden oft bei dir vorbeischauen. Ich werde oftmals lange auf der Arbeit sein. Ethan sagte mir aber, dass es für ihn kein Problem ist", erzählte ich ihr.
      Ich sah kurz über den Rückblick zu Emma nach hinten, als sie mir von den Geistern erzählte. Danach schaute ich wieder auf die Straße. "Dir hat niemand beigebracht, damit umzugehen?" Na ja, wer sollte das auch machen? Diejenige, die diese Fähigkeit ebenfalls hatte, war leider schon verstorben und somit konnte es ihr keiner beibringen. Das würde eine harte Nuss werden.
      "Siehst du sie immer?", fragte ich nach. "Oder gibt es einen bestimmten Auslöser?"
      Posts kommen jetzt wieder regelmäßig :)
      Anfang bis Mitte Monat sieht es bei mir immer ziemlich mau aus, weil ich viel Arbeit habe, aber an den Wochenenden versuche ich auf jeden Fall zu schreiben. In der restlichen Zeit schreibe ich sicher auch immer mal wieder in der Woche :)

    • Emma

      "Achso.", sagte ich, als Nathan mir erklärte, warum er gefragt hatte. Als er mir von seinem Freund Ethan und dessen Sohn erzählte, hörte ich aufmerksam zu. "Wie heißt denn der Junge? Und wie alt ist er?", fragte ich neugierig.
      Als Nathan mich kurz ansah, schüttelte ich den Kopf. "Nein. Gab es etwa schon mal jemanden, der Geister sehen konnte?", fragte ich interessiert. Bisher dachte ich, ich wäre die einzige. Nathan stellte mir mehr fragen und ich schwieg eine ganze Weile während ich nachdachte. "Immer sehe ich sie nicht. Nur ab und an mal. Aber wann das geschieht, kann ich nicht beeinflussen. In meiner Alten Schule hatte ich das auch schonmal während des Sportunterrichts. Da hab ich dann eine Ohnmacht vorgespielt, damit niemand merkt, dass meine Augen die Farbe geändert haben. Das positive war, das ich kurz vorher einen Ball am Kopf abbekommen hatte, so hat es niemand bemerkt. Ich weiß nciht ob es einen Auslöser dafür gibt. Wenn ich an die letzten Male zurückdenke, dann wirkt es eher...spontan.", sagte ich und sah auf meine Hände und seufzte. "Im Krankenhaus hast du etwas von einem Gen gesagt? Was hat es damit auf sich?", fragte ich neugierig nach. "Scheinbar hat das ja nicht jeder, sonst hätten ja alle Menschen irgendwelche...Kräfte?", sagte ich. Ich wusste nicht, wie ich es sonst bezeichnen sollte. Übernatürliche, übermenschliche Kräfte.

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    • Nathan

      Emma schien sofort Interesse an Billy zu zeigen. Dabei würde sie sicher ihr blaues Wunder mit ihm erleben. Der Junge konnte nämlich ganz schön nervig werden, wenn er nicht so wollte, wie man selbst. "Sein Name ist Billy Hoppkins. Er ist 15 Jahre alt und geht in die neunte Klasse. Ihr beide werdet wahrscheinlich auf die gleiche Schule gehen."
      Wie viel hatten meine Eltern Emma erzählt und wie viel hatte mein Bruder ihr erzählt? Wusste sie um unsere Familiengeschichte oder wusste sie rein gar nichts? Für mich war das schwer, das abzuschätzen. "Es gab jemanden, der das konnte. Sie ist leider schon länger tot, als du lebst", antwortete ich. Auch ich konnte mich kaum noch an sie erinnern. Ich hatte sie als kleiner Junge gesehen und dann war sie plötzlich weg gewesen. Viele Erinnerungen hatte ich nicht mehr an sie und genau das ärgerte mich so sehr.
      Emma erzählte mir von einem Erlebnis im Sportunterricht. Ich war froh, dass ich in der Schule nie mein Gen verwenden konnte. Zu dieser Zeit hatte ich noch nicht einmal etwas davon gewusst. Wahrscheinlich hätte ich im Sportunterricht weit übers Ziel hinaus geschossen und das mitunter sogar wortwörtlich.
      Tja, wie sollte ich es einem kleinen Kind erklären? "Nein, dieses Gen hat nicht jeder. So heißt es jedenfalls. Es befindet sich ein zusätzliches Genmaterial in unserer Helix. Es wird an die eigenen Kinder weitervererbt und ist nur sehr selten. Ich kenne sonst niemanden, der ein solches Gen hat, außer unsere Familie. Es wird wohl nicht so viele davon geben. Dieses Gen wird nicht unbedingt an jedes Kind weitervererbt. Wie es genau passiert, das weiß ich nicht." Aber ich hatte dieses Gefühl, das Menschen mit diesem Gen für einige Wissenschaftler sehr wertvoll wären.
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    • Emma

      "Also Ethan mit seinem Sohn Billy.", murmelte ich vor mir her und richtete meinen Blick wieder aus dem Fenster. //Ich frag mich wie er so ist... in meiner alten Schule hatte ich keinen Kontakt zu Jungen und das obwohl einige in meiner Klasse waren.//, dachte ich. Während draußen die Landschaften und Häuser an uns vorbeizogen.
      Als Nathan meinte, dass es mal jemanden gegeben hatte, der auch wie ich Geister sehen konnte, allerdings schon lange tot war, seufzte ich. Wenn ich Nathan richtig verstanden hatte, konnte man das ganze kontrollieren, die Frage war nur wie...
      Ich sah zu Nathan, als dieser mir das Alles mit dem Gen erklärte. "Ah verstehe.", murmelte ich und strich mir eine Haarsträhne zur Seite. "Was kannst du eigentlich?", fragte ich dann neugierig. "Ich meine ich sehe Geister und kann mit ihnen sprechen...aber was ist mit dir? Was kannst du?", fragte ich.
      Wir unterhielten uns während der Autofahrt über dies und das, bis wir auf einem Parkplatz anhielten. "Sind wir da?", fragte ich, während ich mich abschnallte.

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