hit me with your best shot. (akira & xenovia)

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    • hit me with your best shot. (akira & xenovia)


      "You don't fight fair
      That's okay, see if I care
      Knock me down, it's all in vain
      I get right back on my feet again"

      Wie es sich wohl für jede Person anders anfühlen würde, wenn ein neuer Lichtstrahl in ihrem tristen, sowie grauen Leben auftaucht? Ein Hoffnungsschimmer und ein Grund weiter sein einfaches Leben zu führen tauchte in dem Leben von X auf. Schon seit etwas längerer Zeit sucht X ein Bordell für seinen angestauten Stress und Gelüste auf, in dem jeder Mann, sowie auch Frau, eine Person nach ihren Wünschen zugeteilt bekommt. Die Kosten für die Bezahlungen waren stets hoch, allerdings interessierte das X keineswegs, da er nur Augen für Y hatte. Geld spielte keine Rolle, genauso wenige wie die Zeit welche X opfern musste, um das nötige Geld zu besorgen. Doch gab es immer ein Problem, welches sich nicht beseitigen lassen wollte. Y, als hoch angesehener Mitarbeiter wird natürlich von vielen und verschiedenen Kunde gebucht und ist somit nicht nur für den, mittlerweile verliebten, X zu haben. Manch einer würde meinen, dass sich X zu einer gestörten Person entwickelt hatte, wobei es aber nur einen Haken gab - niemand wusste von seiner gestörten Art, die ihn all die Kunden von Y umbringen ließ, damit sie keinen weiteren Finger an ihn legen konnten. Bisher kam keine einzige Menschenseele hinter dieser Morde und so sollte es auch bleiben, damit X sich voll und ganz auf seine einzig große Liebe konzentrieren konnte, für die er alles Geld der Welt ausgab.

      Auch wenn es X nicht für wahr haben wollte, kamen immer mehr Kunden zu seiner Liebe gelaufen, da durch seine Morde selbstverständlich vergebene Plätze wieder frei wurden. Blutverschmiert waren seine Hände, die Gedanken nur noch bei Y und selbst konnte er nicht einmal erahnen, in wie weit er sich weiter dadurch selbst zerstören würde. Was genau würde geschehen, wenn Y plötzlich von all diesen Morden erfährt, X verhaftet wird und nie wieder zu der einzig wichtigen Person in seinem Leben kann? Grauenhafte Vorstellungen die sich in dem Kopf des jungen Mannes breit machten, während seine Klinge erneut eine Kehle durchschnitt, nur damit diese nun leblosen Finger nie wieder seinen Y anfassen könnten. Wie lange sich all das noch ziehen würde blieb eine offene Frage. Seine Liebe könnte er auch nie frei heraus gestehen, da es nun einmal der Job von Y war seinen Körper für Gelüste, auf Bezahlung, herzugeben, da könnte er niemals von einer erwiderten Liebe ausgehen - oder etwa doch? Der Fall würde tief sein, wenn man beginnt Fragen zu stellen und X auf die Schliche kommt.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”
    • Livian

      Erneut verflog beinahe ein gesamter Tag wie ein Windzug an Livian vorbei, von dem er auch noch umgestoßen wurde, da sein Vorgesetzter meinte, er solle vorerst keine Überstunden mehr machen. Zu gut, dass er selbst etwas an Geld beiseite gelegt hatte, damit er stets eine Möglichkeit besitzen würde Zeit von seinem Liebsten zu buchen. Für was sonst sollte er auch sein Geld aus dem Fenster hinausschmeißen, wenn Zigaretten und Alkohol bereits auf der Liste standen? Einen festen Partner an Livians Seite würde es wohl niemals geben, so dachte er es sich zumindest, da er immerhin keine andere Person wollte, als die er zum jetzigen Zeitpunkt nicht haben kann. Seine müden Beine führten ihn zu dem bekannten Bordell, bei welchem er vor einigen Wochen einen Termin schon hinterlegt hatte, damit er zumindest diese kleine Menge an Zeit für sich beanspruchen kann. Kühl wurde Livians Miene, als er einen nicht gerade unbekannten Kunden von seinem Liebsten erblickt hatte. Nicht mehr allzu lange würde er warten, bis die Kehle dieses Mannes ebenfalls aufgeschnitten wird, sodass er keinen einzigen Finger mehr nach seinem Willen regen wird. Mit unveränderter Miene schritt er an dem verdammten Bastard vorbei und machte sich in das große Gebäude vor sich auf. Sich selbst ausgewiesen ging Livian zu der freundlichen Dame an der Theke und fing an zu sprechen. "Wunderschönen guten Abend, die Dame. Für heute habe ich einen Termin um 18:00 Uhr, soll ich noch Platz nehmen, oder darf ich bereits in das Zimmer?" Geschwind begann die Dame zu lächeln und erkannte den Mann vor sich bereits an seiner Stimme, da man ihn immerhin wohl schon als Stammkunde bezeichnen könnte. "Sie dürfen schon in das vorhergesehene Zimmer, es sollte nichts dagegen sprechen.", waren es die Worte der Frau, ehe Livians Beine ihn sofort zu dem Zimmer führten, welches für seine heutige Begegnung vorgesehen war. Mit einem gut hörbaren Klopfen kündigte er sich an der Tür an und wartete dann auch schon brav auf die einladende Worte, welche er sonst immer zu hören bekam.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”


    • Fremde Gesichter. Altbekannte Gesichter. Augen, die einen eindringlich anstarrten, als wolle man irgendetwas erkennen, dort hinten, hinter den rubinroten Iriden die sich allein durch einen Blick in das eigene Fleisch bohren zu schienen, als der Weißhaarige sich selbst für eine Sekunde nicht sicher war, ob sein eigenes Verlangen der tatsächlichen Wahrheit entsprach, oder ob er sich selbst nur einredete, dass das flüssige Pech, dass durch seine Finger tropfte, eigentlich Gold war, während er sich weiter selbst von denjenigen besudeln ließ, die es für nötig hielten, ihr hart erarbeitetes Geld für jemanden wie ihn auf die Seite zu legen. Eine Person ohne wahrhaftiges Gesicht, ohne Persönlichkeit, ohne Ambitionen. Alles, was klar war, war, dass auf dieser Welt nichts so war, wie es das eigene Auge erfasste - man blendete sich selbst an den Strahlen der Sonne, welche von trüb grünem Wasser reflektiert wurden, während man seine eigene, verschwommene Fratze in eben jenem Teich nicht erkannte. Sich selbst zu erkennen, wenn man derartige Facetten und Formen angenommen hatte, so dass man sich bei einer Bewegung das eigene Rückrat brach, war allerdings nichts, das Eden sich nicht schon aufgehalst hatte - wenn man sich dieser Welt nicht anpasste und diejenigen fraß, die einen fressen wollten, war es oft zu spät für einen. Klirrend prasselte Wasser auf ihn herab, lauwarm, das selbst den Rauch der eigenen Zigarette davontrug und einem das Gefühl verschaffte, die stumpfen Klänge irgendeines ausgelutschten Liedes im Radio, würden auch noch die letzten Sorgen der eigenen selbst davontragen wie kalter Frühlingswind, der auch die letzten Sünden des vergangenen Jahres mit sich nahm und nie wieder hergab. Erst dann, als auch der letzte Tropfen im Abfluss versunken war, griff er nach einem Handtuch. Welchen Sinn hatte es, zu glauben, dass die Freiheit nur einen weiteren Schritt entfernt war, wenn man sich selbst einbilden konnte, dass man bereits so frei war, wie nur möglich? Wahrscheinlich keinen, aber selbst dann war es noch immer mehr als nichts. Selbst dann, wenn man sich lediglich die Mühe machte, nach irgendeinem seidenen Bademantel zu greifen, weil die eigene Kleidung eigentlich nur als Accessoire galt, dann wusste man, dass man genau so gut im Erdboden versinken konnte. Was würde eine Zigarette mehr mit sich bringen, außer die unreine Luft zu verpesten? Bevor es allerdings dazu kam, ließ er die offene Packung Zigaretten wieder auf den Nachttisch sinken, der neben dem Bett stand. Natürlich - ein Klopfen. Mit einem Mal ließ er sich auf das Bett sinken, räusperte sich kurz kaum hörbar - vielleicht hätte er doch lieber irgendwelche Pillen nehmen sollen. "Herein", sprach Eden lediglich. Hinter dieser Tür könnte sich jeder befinden, vielleicht auch gerade jene Erlösung, nach der er suchte.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Livian

      Niemand anderen würde der Rothaarige in seinem tristen Leben benötigen, da immerhin sein Stiefvater auch nicht gerade der gesprächigste war und nie sonderlich acht auf seinen Stiefsohn gab, war es für Livian nichts leichter als sich eine neue wichtige Person in seinem Leben zu suchen, welche er auch letzen Endes gefunden hatte und nie wieder aus seinen Armen geben würde. Sollten sie alle durch ihr eigenes Blut in der Luftröhre ersticken, sobald sie auch nur einen Finger an Eden legen wollten. Durchaus amüsant wäre es mit anzusehen, wie die Augen Livians Opfer aus ihren Köpfen fallen würden, wenn sie sich es erdreisten für zu lange ihren Blick auf seinem Liebsten zu haben. Seine Weste würde sich niemals je wieder reinwaschen lassen, da das Blut seiner Opfer sich in es hineingefressen hat und das Rot mit keiner Sekunde von dem Weiß schwinden wollte. Was für einen glücklichen Gesichtsausdruck Livian doch gerade hatte, während seine Hand sachte gegen die Tür klopfte und sein Gehör auf eine Antwort von innen wartete. Das Herein, was hinter der Tür erklang ließ den Rothaarigen sofort die Tür öffnen, den Raum betreten und mit einem Mal die Tür wieder hinter sich schließen, damit die Beiden ungestört sind. "Guten Abend, ich hoffe dir, ist es bis jetzt gut ergangen?", ruhig klangen seine Worte, während er zu dem Anderen schritt und neben ihm auf dem Bett Platz nahm. Am liebsten würde Livian sofort über sein Gegenüber herfallen, doch war es vorerst immer für ihn von großer Wichtigkeit gewesen, wie es denn Eden überhaupt über den Tag erging. "Du siehst etwas geschafft aus. Was würdest du von einer Massage für dich halten?", Gott verdammt - hatte er das gerade wirklich gefragt? Natürlich kamen diese schwachsinnigen Worte über seine Lippen, ohne vorher auch nur eine Sekunde lang darüber nachzudenken, um dann eventuell klüger über seine Worte entscheiden zu können. Ein sanftes Lächeln zierte seine Lippen, ehe er seine Jacke behutsam auszog und diese schon einmal beiseite legte. Immerhin war es in diesem Raum nicht gerade kalt, da kam man auch, ohne sich anderweitig zu betätigen durchaus ins Schwitzen.
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    • Die Qual der Wahl hatten sie alle - aber nicht im traditionellen Sinne, sondern in eben jenem, ob sie sich jemandem wie ihm hingeben würden, oder doch einem zuckersüßen Mädchen, das wohl noch in der Blütezeit ihres Lebens stand und es viel besser wusste, als zu glauben, dass all die Lügen über die ewig währende Jugend und Schönheit ihrer Selbst nicht an sie gerichtet waren, an ihre Persönlichkeit, sondern den vergänglichen Geist der sich in einem durch Knochen gestützten, fleischlichen Gefängnis wiederfand. Wenn sie sich alle dieser Welt ergeben wollten, dann sollten sie es tun, bevor sich der dünne Faden um ihre Kehle immer fester zuschnürte, immer tiefer in ihrer Kehle vergrub, sich in diese schnitt um schlussendlich von der Wirbelsäule davon abgehalten zu werden, noch mehr Schaden anzurichten, als ohnehin schon vorhanden war. Der Tod, die süßlich schmeckende Droge die sich ein jeder von ihnen vor Augen halten konnte, wenn sie nur zu sehr daran dachten, dass sie alle nicht für die Ewigkeit geschaffen waren, die man ihnen angeboten hatte - einfach aus jenem Grund, weil sie alle eines Tages der Unendlichkeit verfallen würden. Einem Ort, den es nicht gab, aber an dem man sich selbst wiederfand, weil man nicht nach mehr verlangte außer der Erlösung, die in großen, neonfarbenen Buchstaben über dem gesenkten Haupt prangerte. "Guten Abend, Livian. Natürlich, es könnte mir nicht besser gehen", versicherte er dem Rothaarigen, der immer wieder vor ihm erscheinen zu schien, wenn er gerade an ihn dachte - Termine waren Termine und doch war es für ihn immer wieder, auf ein Neues, eine neue Sensation, die behutsam - so wie ein eiskalter Schauer - seinen Rücken hinunter traute. Ein leichtes Lachen überkam ihn, als Livian sich ihm aufopfern wollte, allerdings war es nicht lange, bis die Worte in einem dunklen Abyss verschwammen. "Livian, müsste ich nicht derjenige sein, der dir eine Massage anbietet? Ich glaube eher, dass du eine verdienst", wieso wollte man sich mit derartigen Floskeln befassen? Livian zahlte gutes Geld dafür, damit er ihn überhaupt ansehen konnte, geschweige denn über ihn herfallen durfte wie ein wildes Tier und dann verschwendete er seine Zeit mit derartigen Dingen.
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    • Livian

      Besessen - War es tatsächlich das Wort besessen was auf Livian am besten zutraf? Ablassen könnte er wohl nie von der Person die sich gerade vor ihm befand und für welche Zeit er auch noch einiges an Geld zahlen musste, damit ihm all dies überhaupt zu Teil wurde. Keine besaß in seinen Augen das Recht sich zwischen ihn und seiner einzigen, großen Liebe zu stellen, sich die Frechheit herauszunehmen und seinen Liebsten anzufassen. Jedoch war dies leider der Beruf von Eden, weshalb Livian überhaupt erst hier ist und weshalb er nichts dagegen tun kann - fast nichts. Blut musste fließen, sodass der Rothaarige zumindest für eine kurze Zeit inneren Frieden verspüren kann und sich nicht jede Sekunde Sorgen machen muss, dass ihm irgendjemand seinen Liebsten aus den Händen reißt. Auch wenn es hieß, dass er jemandem das Leben nehmen musste, so waren sie es alle nach seiner Meinung nach selbst Schuld gewesen. Immerhin hörten sie nicht auf seine Warnungen, stempelten ihn als einen verliebten Schwachkopf ab, der es zu nie etwas bringen wird und drohten mit der Polizei. Wie töricht sie doch waren, da nun niemand mehr solch herablassende Worte äußern konnte und dabei seinen Blick auf den Rothaarige gerichtet hatte. "Wie schön das zu hören.", gab er mit einem Lächeln zurück, ehe ihm noch einmal ein Schauer über den Rücken zog, als er die Stimme des Anderen erneut in seinem Kopf abspielte. "Normalerweise hast du da Recht, jedoch bezweifle ich, dass ich sie mir wirklich verdient habe.", im nächsten Moment köpfte er mit Leichtigkeit sein weißes Hemd auf, zog es von seinem Körper und ließ es auf den Boden fallen. Ohne etwas zu sagen legte er sich zu Eden und zog ihn auf seinen Schoß hinauf, ehe er sein Becken minimal gen Höhe drückte. Sich zurückzuhalten war definitiv keine seiner Stärken und doch versuchte er es bei jedem einzelnen Termin, da er nicht wie ein unkontrollierbares Raubtier aussehen wollte. "Dürfte ich dich fragen, wie viele Termine du für den heutigen Abend noch, nach mir, hast?", fragte Livian, mit einem unschuldigen Lächeln auf seinen Lippen, während glückliche Augen in die von Eden blickten.
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    • In Wahrheit gab es nicht sonderlich viel mit dem er sich den Tag versüßen konnte - immer wieder schien es das Gleiche zu sein, ohne das es sonderlich viel Abwechslung gab. Natürlich, wer würde sich auch beklagen, wenn man das Geld bekam, nach dem man verlangte? Keiner. Dennoch sehnte sich selbst er danach, für eine Sekunde aus den Gefilden zu entfliehen, in die er sich begeben hatte, um nach frischer Luft zu schnappen und für sich selbst zu entscheiden, was als Nächstes folgen würde. Hier befand er sich allerdings in eben jenem Gefängnis, in das er sich selbst begeben hatte - im Prinzip war Eden selbst daran schuld, nun hier festzustecken und immer wieder die gleichen Gesichter vor sich wiederzufinden, doch wieso sollte ihn das stören? Tatsächlich war es fast so, als würde sich eine gewisse Normalität in seinem Leben wiederherstellen, die er in seiner Kindheit nicht hatte. Mit einem Lächeln auf den Lippen, das einzig und allein durch Livian's Bemerkung entstanden war, der sich tatsächlich um ihn zu kümmern schien - oder aber es war eine optimistische Einbildung, die durch Eden's Kopf zog. "Nicht verdient? Bist du nicht derjenige von uns beiden, der hart für sein Geld arbeitet?", harkte er nach. Eine Massage hatte sich noch nie besser angehört und doch wollte er es sich nicht nehmen lassen, sich selbst Livian anzubieten, anstatt diesem mehr Arbeit zu bereiten, als er ohnehin schon hinter sich haben musste. Lediglich die Nähe zu ihm genoss er für einen Moment immer mehr, beinahe so, als wäre es die Wärme, die er sonst so abstoßend fand - was war heute auch los mit ihm? Ohne sonderlich nachzudenken, wischte er Livian einige Haare aus dessen Gesicht und grinste ihn an. "Eifrig wie eh und je, hm? Fragst du, weil du höflich bist, oder weil du vor hast, mich für den Rest des Abends zu ruinieren? Auf alle Fälle kannst du dich glücklich schätzen - du bist heute mein krönender Abschluss", kurzerhand leckte sich Hayden über die Lippen, bevor er diese auch schon auf die seines Gegenübers drückte.
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    • Livian

      Was genau trieb einen Menschen so unglaublich weit für einen anderen Menschen zu gehen, der wahrscheinlich nicht einmal das Gleiche empfand, wie man selbst? Herzzerreißend, wenn man sich ständig den Kopf darüber zerbrach und doch konnte Livian für keine Sekunde aufhören. Ein Stillstand könnte er mit einer Aufgabe gleichsetzen, sobald der Rothaarige aufhören würde die Finger von der Person zu lassen, die sich gerade so nahe vor seinen Augen befand. Jene Person die niemals in die Hände Anderer fallen sollte und es doch so passierte, da Livian nicht offen mit seinen derzeitigen Gefühlen umging. Lieber besudelte er sich seine Hände mit dem warmen Blut seiner Opfer, da diese so dumm waren nicht auf ihn zu hören. „Und was ist es, was du hier tust? Immerhin gibst du nicht nur deinen Körper.“, bei dem Gedanken ballte der Rothaarige unterbewusst eine Faust, die er nach wenigen Sekunden auch schon wieder lockerte. Aus der Fassung zu geraten wäre nun mehr als nur unpassend gewesen, weshalb es galt sich am Riemen zu reißen. „Niemals hätte ich die Absicht dich zu ruinieren, jedoch klingt es immer wieder berauschend, wenn ich weiß, dass keine andere Person nach mir folgen wird…“, Worte die hauchend über seine Lippen kamen, während er die Lippen des Anderen musterte, die dieser dann schon auf seine schmiegte. Den Kuss natürlich erwidert, legte Livian seine Arme um Eden und genoss diesen immer wieder unfassbaren Moment der Zweisamkeit. Nach wenigen Sekunden beendete der Rothaarige den Kuss, ehe dessen Hände zu dem Hintern seines Gegenübers wanderten und leicht grob zupackten. „Festhalten, mein Liebster.“, meinte er mit einem Blick, wie von dem eines Raubtiers, woraufhin er sich nach vorne beugte, Eden mit einer Leichtigkeit hochhob und unter sich, auf das Bett fallen ließ. „Selbst dieser einfache, seidene Bademantel steht dir unfassbar gut.“, hauchte er in das Ohr des Anderen, während seine Hände sich bereits an der Schleife von dem Bademantel vergriffen, um diesen zu öffnen. Livian verfiel beinahe seinen Gedanken, als würde tatsächlich ein Raubtier nach langer Zeit endlich vor seiner Beute stehen und die Möglichkeit besitzen einen Bissen abzubeißen.
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    • Alle von ihnen waren gleich. Keiner interessierte sich für ihn, seine Gefühle oder die Fassade die er aufgebaut hatte - Worte waren oberflächliche Mittel zum Zweck und alles, wonach sie verlangten, war frisches Fleisch, das ihnen fehlte, weil sie in ihrer ewig andauernden - oder inexistenten - Beziehung einfach nicht glücklich waren. Jeder von ihnen fand sich irgendwann an solch einem Ort wieder, dort, wo Geld das Einzige war, das von Bedeutung schien, denn Worte waren selten ernst gemeint, oder etwa mit Wahrheit durchtränkt. So, als wäre er ein Zigarettenstummel, warf man ihn weg, nachdem man mit ihm fertig war - aber wieso sollte es ihn stören? Selbst hatte er sich für diese miserable Existenz entschieden, weil er dadurch das nötige Geld verdiente, das wie ein rettendes Holzbrett in dunklen Gewässern trieb, in die Finger bekam. "Was ich tue? Hm, vermutlich Nichts, das meinen Eltern gefallen würde", gluckste er. Ja, ehrlich gesagt hoffte Eden, dass dies eines der besser gehüteten Geheimnisse in seinem Leben war. Ob er damit das ein oder andere Herz brach war ihm egal, doch allein der Gedanke daran, sich für die Dinge die er tat verantworten zu müssen, ließ ihn schwer schlucken. Am besten wäre es, so etwas nie aufkommen zu lassen - vermutlich auch, einfach den Scham und die Schmach zu akzeptieren, sobald all das auf ihn herabprasseln würde wie ein plötzlicher Sommerschauer. "Ich weiß doch, dass du das nicht vorhast ... aber wenn du möchtest, nur zu. Ich bin ganz dein, Livian", wie dem auch sei, es waren Worte die die Welt regierten und nicht immer war es die Wahrheit, die einen um den Verstand bringen konnte, denn die Lüge war oft die süßere Frucht der beiden. Wer hatte auch Zeit für Gedanken, kaum befand man sich unter einer weiteren Person, die einem nicht gänzlich fremd war? Hayden. So viele, wie von ihnen tagtäglich ein und aus gingen machten es leicht, sich in anderen Gedankengängen zu verlieren, als der Situation mit der man sich konfrontiert fand. Verträumt starrte er den Rothaarigen an, der über ihm war und strich diesem sanft über die Wange, bevor er beide Arme um dessen Nacken legte, um sich an ihm etwas hochzuziehen. "Oh, wirklich? Ich glaube, dass er dir auch stehen würde - aber außerdem glaube ich, dass du mir am liebsten jedweden Fetzen Stoff vom Leibe reißen würdest." Hatte er dabei denn Unrecht?
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    • Livian

      Schlaflose Nächte machten sich von Tag zu Tag immer mehr bei Livian breit, der in manchen Moment komplett in Gedanken, oder einer Art der Trance versank, während er nur an eine einzige Person dachte. Jene Person, für die er seine Hände in warmes Blut tränkt, nur damit kein Anderer mehr die Chance bekommen sollte, seinen Liebsten länger anfassen, ansehen, oder gar nur an ihn denken zu können, als er selbst. Niemand besaß auch nur ansatzweise das Interesse sich Livian auf privater Ebene zu nähern, da dieser selbst nicht wirklich das Interesse dazu äußerte und somit für die meisten der Personen, mit welchen er zu tun hat, ziemlich schräg wirkt. "Touchè...", gab der Rothaarige schmunzelnd zurück, ehe er für einen Augenblick nachdenklich dreinsah. Immerhin gefiel es ihm auch nicht, dass er jedem Dahergelaufenen mit genügend Geld im Portmonee seinen Körper zur Verfügung stellte, auch wenn Livian zu diesen Personen zähle, wobei er ruhig der Einzige sein könnte - weniger Tote würde es definitiv mit sich bringen. "Ach, ist dem so?", was sollte Eden denn auch bitte auf diese Frage antworten, wenn es galt den Rothaarigen zufriedenzustellen? Unruhe, sowie Anspannung machte sich in Livian langsam breit, während sein Geduldsfaden sich dem Ende neigte. Was er jetzt brauchte, war Eden - einzig und allein Eden - damit er für den Moment zufrieden und glücklich weiter blicken konnte und nicht wie sonst, komplett im Dunkeln versinken. "Wie Recht du doch hast.", tatsächlich bildete sich auf seinem Gesicht ein Lächeln, was seine Lippen in den seltensten Fällen zuließen und doch war es der Fall. Den seidenen Bademantel geöffnet, streicht er sanft über den Brustkorb des Anderen, ehe er sich zu ihm nach unten beugt und beginnt seinen Hals zu liebkosen. Von behutsamen Berührungen mit der Zunge, zu Küssen und bis zu Bissen an seiner Haut ließ Livian gefühlt keine Stelle, von seinem Hals, bis zu seinem Oberkörper, unberührt. Niemals sollte dies ein Ende finden, auch wenn es sich hierbei um einen einseitigen Wunsch handeln sollte.
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    • Jeder von ihnen würde irgendwann das finden, was das eigene Herz begehrte - selbst dann, wenn es eher einem Scherbenhaufen ähnelte, als irgendetwas anderem, so schlug es dennoch weiter, bis es einem beinahe aus der Brust pochen würde, wenn man sich zu überanstrengte. Wovon träumte man nachts, wenn nicht den eigenen Fehlschlägen, die so nie passiert wären, hätte man sich an andere Dinge in diesem Leben gehalten, die nicht dazu geführt hätten, dass man mit dem Kopf voraus auf dem harten Beton der Realität aufschlug? Vermutlich gäbe es Eden dann gar nicht - vielleicht wäre er noch immer ein unwissender, junger Mann der wohlbehütet aufwuchs und sich die Welt durch ein Fernglas näherbringen musste. Vermutlich gab es weniger Fehlschläge, weniger Scham, weniger Schmach in diesem Leben, in dem es so viel mehr geben könnte als die Eintönigkeit, in der er sich tagtäglich suhlte. Einen Anker hatte er in dieser Welt nun einmal nicht, so viel war klar, denn Nichts würde ihm auf dem Boden der Tatsachen festhalten, sobald er erst Fahrt aufgenommen hatte. Was würde er dafür geben, sein Gesicht auf Plakaten zu sehen, von abertausenden bejubelt und geliebt zu werden, nur um ihnen eine Abfuhr erteilen zu können? Alles, vermutlich auch den Scherbenhaufen, der in seinem Brustkorb hing. "Was hätte ich davon, dir in dein Gesicht zu lügen?" Geld. Ruhe. Vermutlich auch Kundenzufriedenheit. Alle von ihnen wussten, wie man Worte benutzte, wenn auch gleich sie ihm von der Zunge rollten, als würde er nicht lügen sondern lediglich die Wahrheit sprechen, die es auf dieser Welt nicht gab. "Ich kenne dich eben schon eine ganze Weile, Livian", bekannte er sich. Wie konnte man auch einen seiner Stammkunden vergessen? Der Rothaarige brannte sich in sein Gedächtnis wie kein Anderer, so als würde er sich schon fast freuen, von diesem auseinander genommen zu werden. Behutsam legte er seine Hände auf den Rücken Livian's, während er diesem dabei zusah, wie er ihn als Leinwand missbrauchte. Die Uhr tickte, allerdings gab es noch andere Dinge zu erledigen, bevor die Zeit auslief. Sanfte Laute entkamen seinem Mund, nicht immer, aber immer öfter. "Eifrig wie eh und je."
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    • Livian

      Selbstbeherrschung war für Livian schon immer eine sehr schwierige Angelegenheit gewesen, vor allem dann, wenn ihn entweder etwas so was von aufregt, oder aber er etwas vor seiner Nase hatte, das er schon die ganze Zeit über in seinen gierigen Fingern haben wollte und kaum, bis gar nicht die Gelegenheit dazu bekam. Bei dem Ersten von beiden Fällen floss meist Blut, da Zurückhaltung gewiss keine Option für ihn selbst war, auch dann nicht, wenn es definitiv angebrachter wäre. Doch wer sollte denn schon einen wilden Tiger zähmen, der jeden Moment zubeißen, oder seine Krallen in die feine Haut seines Gegenübers krallen könnte? Von dem jetzigen Standpunkt aus könnte niemand Livian unter Kontrolle halten, außer man bietet ihm genau das an, nach was er sich sehnt und wonach er strebt. „Es gibt bestimmt einige Gründe warum man ausgerechnet mir in das Gesicht lügen sollte, doch fällt mir nicht direkt einer ein, den du haben solltest.“, ein sanftes Lächeln zierte seine Lippen. Wie eine Art Rauchschleier bildete sich in seinem Kopf, der seine Gedanken zu vernebeln beginnt und doch war dem Rothaarigen klar, dass es sich hier wohl nur um ein einfaches Schauspiel handelte. Die Worte Edens waren wie Musik für seine Ohren, auch wenn dies Gift für seinen Körper zu sein schien und langsam aber sicher begann diesen aufzufressen. „Wie sollte es auch sonst sein, hm?“, fragte er etwas raunend nach, während er seinen Kopf für einen Moment erhob und mit dem Körper etwas nach unten rutschte, sodass er Eden an einer ganz anderen Stelle liebkosen konnte. Behutsam umspielte Livian mit seiner Zunge das Glied des Anderen, ehe er es komplett in den Mund nahm und zu stimulieren begann. Für ihn war dies absolut kein Problem gewesen, wobei andere Kunden wohl eher an der Stelle von Eden lagen und nicht etwa für einen Körper bezahlten, den sie dann auch noch liebkosten, bis es keinen Morgen mehr gab.
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    • Zwei Dinge gab es, die selbst Hayden nach einiger Zeit hassen gelernt hatte: Kunden, die glaubten, sie waren im Recht, Dinge zu tun, die Eden hasste wie die Pest. Zweitens? Der Übereifer, der ihm selbst zu Kopf stieg, wenn man ihm ein paar schöne Worte an den Kopf warf. Normalerweise würde er sich selbst als gut mit Worten bezeichnen, selbst wenn viele davon gezwungen waren, allerdings waren die Wenigsten seiner Kunden begabter als er und stahlen ihm eben jene Dinge davon, die dafür sorgten, dass er sich so fühlte, als hätte er Schmetterlinge im Bauch, die unaufhaltsam ihre Runden machten. Übergeben könnte er sich, das war definitiv das richtige Wort - am liebsten würde er, mit einem Ruck, all seine Organe loswerden und ausbluten, wenn ihm solche Dinge passierten, aber irgendwie fühlte es sich so verdammt anders an, wenn diese Worte von Livian kamen, so, dass er oftmals schlucken musste, nur um besagte Schmetterlinge im Zaum zu halten. "Ich werde wahrscheinlich nie einen haben. Ich bin für dich da, wann auch immer du mich brauchst, merk' dir das, Livian. Würdest du nicht sagen, dass ich dein ein und alles bin?", gewagte Worte von Jemandem, der eigentlich für jeden die Beine spreizte, der genug Geld mit sich brachte und bereit war, Beträge zu zahlen, nur um der Zehnte zu sein, der sich an eben jenem Tag an einer Person verging, die in dieser Spelunke fest hing. Eden war für viele von ihnen lediglich ein Mittel zum Zweck, während Livian sich aufspielte, als wäre er das Beste, was ihm in diesem Leben passiert war - etwas, das er nicht wirklich verstand. "Gar nicht, vermutlich. Was würde ich auch ohne dich tun?" Den Verstand verlierend - ob es nun durch die bloße Präsenz des Rothaarigen, dessen Worte oder dessen Taten war - klammerte er sich an der Decke unter ihnen fest, verkrampfte sich beinahe schon in ihr, als er sein Becken unglücklicherweise - beinahe schon reflexartig - anhob. "I- ... es ... es tut mir leid", raunte er, als er versuchte, sein durchaus rosa angelaufenes Gesicht in seinen Händen zu verstecken. Wenn hier einer übereifrig war, dann war es wohl oder übel Hayden selbst.
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    • Der Geruch des Todes und das Blut seiner bisherigen Opfer klebte an Livian und ließ nicht von ihm ab, wobei man nichts davon tatsächlich bemerken konnte. Er selbst versuchte sich so normal wie es ihm nur möglich war zu verhalten, wobei er achtsam seine eigenen Schritte verfolgte, nur um sicherzugehen, dass er keine Spuren, oder Fehler hinterlässt. Das einzige Problem was der Rothaarige allerdings hatte hieß Eden, der ihm jedes Mal um den Verstand brachte und somit quasi aus dem Ruder geraten ließ. Nach den Worten seines Gegenübers stoppte jegliche Bewegung von Livian, während sich ein zufriedenes Schmunzeln auf seinen Lippen abbildet. "Deine Worte sind wie Musik für meine Ohren, weißt du das?", zuerst ging er nicht explizit auf die gewagten Worte Edens ein, doch holte er dies auch schnell nach. "Man könnte munkeln, dass du tatsächlich mein ein und alles bist." Unglaublich, dass diese Worte dann doch noch seinen Mund verließen, woraufhin Livian sich dann aber schon wieder voll und ganz dem Körper vor sich widmete. Alleine die nächsten Worte Edens brachten den Rothaarigen einen Tick mehr um den Verstand, weshalb er plötzlich um einiges kraftvoller, aber dennoch sehr stimulierend seinen Mund bewegte. Einer Antwort bedarf es hierbei gerade nicht, da sich Livian nun einzig und allein auf das was er gerade tat konzentrieren wollte. Die Reaktion Edens ließ in ihm Glücksgefühle hochkommen, während sein Rachen etwas grob rangenommen wurde. Keine Sekunde lang ließ er von ihm ab, kommen sollte er solange er den Wunsch danach hatte und vorher würde der Rothaarige wohl auch keine Pause einlegen. Zwar spannte sich mit der Zeit sein Kiefer etwas mehr an, aber all das spielte keine große Rolle, solange die Person bei ihm zufrieden war. Die gebuchte Zeit hatte Livian dabei bereits ab und zu schon aus den Augen verloren, jedoch war ihm allgemein die Zeit mit Eden wichtig, als das was sie hier genau machten, wobei das auch nicht unbedingt wegfallen muss.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”

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    • Viele der Dinge, an die man normalerweise gerne dachte, fühlten sich in diesem Moment eher so an, als wären sie ungewollt - auch, wenn man von Wahrnehmung aus der Vergangenheit übermannt wurde, so wurde einem eines klar: Egal, wie sehr man sich von sich selbst distanzieren wollte, es würde zu Nichts führen. Jahre würden vergehen müssen, damit Eden überhaupt wieder Jemand war, dessen Gesicht nicht so bekannt war, wie es den Anschein hatte, aber er befand sich auch keineswegs im guten Licht, nein. Viele von ihnen, so kam es ihm zumindest vor, betrachteten ihn als ein Häufchen Elend, das nach Rettung verlangte, das es nicht bekam, sondern nur immer weiter, immer tiefer in das Erdloch geschoben wurde, aus dem es gekrochen kam - und doch fand er liebliche Worte für jeden, der seinen Fuß in diesen Raum setzte. "Nein, aber jetzt, da du es mir sagst, kann ich auch gut und gerne für dich schreien, damit du deine Finger niemals mehr von mir lässt", quoll es über seine Lippen. Eden wäre bereit, jedes ach so süßlich anmutende Wort in seiner Kehle ersticken zu lassen, würde es seine Freiheit bedeuten, die wohl nie käme, schnitt er sich nicht aus seinen Fesseln frei, die man ihm auferlegte. Labte sich ein Fremder erst an seinem Kadaver, dann war es gar zu spät - egal wie sehr sein Kopf versuchte, ihm einzureden, dass es die Rettung war, nach der er sich so sehr sehnte. "Oh? Böse Zungen verraten mir, dass ich gar nicht von dir ablassen will", hauchte er, insgesamt zufrieden mit der Situation, in der er sich jetzt befand. Nein, besser könnte es nicht laufen, war es doch Livian, der sich die Zeit nahm, Geld für ihn zu verschwenden und seinen Abend ein kleines Stück süßer zu machen, als er ohnehin schon sein sollte. Dennoch war die innige Zweisamkeit nichts, das ihnen derartig lange erhalten bleiben sollte - Zeit war knapp und nun einmal Geld - und der Höhepunkt seiner selbst brachte eben jenes mit sich. Das Ende. Behutsam packte er Livian's Hinterkopf und zog diesen an seinen Haaren nach oben, bevor er ihm etwaiges aus dem Gesicht wischte und ihm schlussendlich einen Kuss auf die Lippen drückte, kaum kam er ihm näher. "Ich sollte mich bedanken - aber ich glaube kaum, dass uns dafür genug Zeit bleibt." Eden leckte sich über die Lippen - das Einzige, das besser schmeckte, als Freiheit, war eine Zigarette nach getaner Arbeit.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.

    • Gerade wenn man davon ausging, dass man in jenem Moment von Glück und Zufriedenheit sprechen konnte, dann wurde diese feine Blase zum Platzen gebracht. Livian befand ich in der glücklichsten Zeit seiner Woche, des gesamten Tages, und doch war die Zeit bald gekommen davon erneut Abschied zu nehmen, da diese Zeit leider Gottes derzeit beschränkt war. "Ob du das tatsächlich willst?", murmelte der Rothaarige vor sich hin, da diese Frage nicht unbedingt beantwortet werden musste, auch wenn die Antwort mit Sicherheit interessant wäre. Wer versprach ihm allerdings, dass die Antwort nicht gelogen war, damit sich Livian, als Kunde, nicht zurückgestoßen fühlt? Keiner, denn es gehörte nun einmal zum Geschäft. Ein Grinsen folgte auf die Worte seines Gegenübers, woraufhin er sich ein ganzes Stück mehr auf seine Berührungen konzentrierte, bis nach seinem Hinterkopf gepackt wurde und man ihn an seinen Haaren gen Höhe zog. Der gerade noch so verzauberte Blick schwand mit jeder Sekunde mehr dahin, ehe Livian den kurzen Kuss erwiderte und sich dann aufrecht auf das Bett setzte. Sein am Anfang ausgezogenes Kleidungsstück nahm er vom Nachtkasten herunter und zog dieses geschwind wieder an, damit er nicht Zeit nutzte, die ihm gar nicht gehörte. "Es gibt nichts, wofür du dich bedanken brauchst.", kam es mit einem ehrlichen Lächeln von Livian, der dann auch schon von dem gemütlichen Bett aufstand. "Ich bedanke mich für die Zeit und einen schönen Abend noch.", ihm war klar, dass er nicht länger bleiben durfte, als wie für die Zeit, die für die Beiden eingeplant war, weshalb seine Beine ihn dann bereits auch schon zu dem Ausgang führte. Sein Herz raste und die inneren Bedürfnisse waren keineswegs gestillt, doch was sollte Livian dagegen machen? Nach weniger Zeit hatte er das Gebäude, in dem er sich eben noch befand, verlassen, wobei der Rothaarige aber noch nicht seinen Weg nach Hause anpeilte. Aus irgendeinem Grund hatte er das Bedürfnis zu warten, in einer dunklen Ecke wo ihn keine Menschenseele sehen sollte und wo er auf Eden warten könnte, damit er ihn zumindest noch für kurze Zeit sehen könnte.
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    • Zerfressen von Neid, von der Habgier, jemanden besitzen zu wollen, den man nicht haben konnte - einen Stern vom Himmel zu stehlen, der dort oben so fest verankert war, dass es selbst die Supernova nicht schaffte, seine Strahlen zu begraben und ihn von der Menschheit zu trennen, bis es eine gänzlich neue Generation gab, die erst mit der Zeit realisierte, dass dort, woher der Stern kam, nichts mehr war. Eden, der fälschlicherweise eben jenen Spitznamen erhalten hatte, wusste jedoch, dass es auf dieser Welt keine verbotene Frucht gab, die man zu sich nahm - keinen Stern, der im Nachthimmel verankert war und doch, selbst wenn die Möglichkeit einer eben solchen Existenz bestand, dann hatte er am allerwenigsten mit ihr zu tun. Kaum hatte Livian ihn schon verlassen - so verabschiedete er sich doch mit einem geräuschlosen Winken und einem gehauchten Kuss, wie es für sie alle üblich war - stand er selbst aus dem stickigen Bett auf, verschloss die Tür und riss eines der Fenstern auf, damit die kühle Abendluft endlich in diesen verruchten Raum eindringen konnte. Vor sich hin murmelnd stapfte er zu einem der Schränke, öffnete ihn und zog seine normale Kleidung aus diesem - schwarze Schuhe, weiße Socken, eine schwarze Jean und ein einfaches Hemd mit wenig Muster, damit er nicht auffiel sondern gleich wieder in die Welt da draußen untertauchen konnte. Aus einer anderen Lade kramte er sein Handy, sein Portmonnaie und einen Schlüsselbund hervor, den er wieder in eine seiner Hosentasche stopfte. Schlussendlich nahm er eine Jacke von einem der Harken an der inneren Seite der Tür, streifte sich diese über und begann, bereits nachdem er das Zimmer verließ, in seiner Jackentasche nach seiner Zigarettenschachtel und dem dazugehörigen Feuerzeug zu suchen, während er es gerade einmal geschafft hatte, sein Handy in eine Jackentasche und sein Portmonnaie in seine hintere Hosentasche zu befördern. Ein kurzer Fingerwink als Verabschiedung genügte, bevor er sich vor den "Lokalitäten" einen Glimmstängel zwischen die Lippen klemmte, diesen anzündete und begann, seinen Weg nach Hause einzuschlagen. Eine heiße Dusche und danach gleich sein Bett hörten sich verführerischer an, als jeder strukturierte Filmabend, den ihm diverse Freunde vorgeschlagen hatten - heute absolut nicht. Womöglich sollte Eden mehr auf seine Umgebung achten, um ein aufmerksames Paar Augen zu erkennen, das es auf ihn absah - aber wer tat das schon?
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    • Was genau dachte man sich nur dabei, während man, wenn es dunkel war, einer anderen Person auf der Lauer war? Man könnte zwar davon sprechen, dass es nur ein Raubtier war, welches sich auf seine Beute fixierte und am Ende des Tages mit ihr im Maul zufrieden voranschritt, da eben dieses Raubtier das bekam, was es wollte. Allerdings sollte man Livian keine Sekunde lang als ein Raubtier bezeichnen, denn immerhin gab es keinen Grund solch Vergleiche zu verwenden, oder etwa doch? Niemand wusste was in dem Kopf des Rothaarigen vor sich ging, weil nicht einmal eine Person davon wusste, wie viele Menschenleben er bereits genommen hatte und das nur um seine Beute so gut wie alleine vor sich haben zu können. Zu was Livian noch alles fähig wäre, wenn ihm plötzlich die derzeitige Situation nicht mehr genügte? Womöglich hätte er Eden bereits in seine Arme umschlossen, während eine Hand seinen Mund zuhält, damit der Andere keine unnötigen Laute von sich gibt. Doch was versicherte denn einem, dass der Rothaarige nicht genau daran gerade dachte, als dieser versuchte so unauffällig wie nur möglich zu bleiben und dabei seine Beute keineswegs aus den Augen ließ? Den Weg zu der Wohnung des Anderem war ihm nicht unbekannt, weshalb ihm bei dem Durchqueren einer etwas abgeschotteten Gasse die Sicherung durchbrannte. Leise, aber schnelle Schritte waren mittlerweile hinter Eden zu vernehmen, jedoch blieb diesem nicht allzu viel Zeit, um rechtzeitig zu reagieren. Nach kurzen Augenblicken raste mit einer gewaltigen Geschwindigkeit die rechte Faust von Livian auf sein Gegenüber zu, wobei ihn dieser gezielte Treffer bewusstlos werden lassen sollte. Gott sei Dank geschah dem auch so, aber was sollte der Rothaarige nun machen? Mit seiner Beute in den Armen, stand er völlig angespannt unter Adrenalin in dieser Gasse, ehe er sich wie automatisch in Bewegung setzte. Eden auf seine Schulter geschmissen, war ihm klar, dass er jetzt erst einmal von hier abhauen müsste. Nur wenige Minuten weiter befand sich seine Wohnung, was beutete, dass die Wohnung Edens auch nicht weit von hier entfernt war, schätzungsweise fünf Minuten Fußweg. Hibbelig und unter einem unangenehmen Druck sperrte er die Eingangstür des Mehrfamilienhauses auf, rannte die Treppen hinauf, öffnete seine eigene Wohnungstür und trat mit dem beinahe Leichtgewicht in die Wohnung ein. „Verdammte Scheiße.“, knurrte Livian, als er die Tür hinter sich zufallen ließ und dann auch schon im nächsten Moment in sein Schlafzimmer lief, damit er dort seine Beute auf dem großen Bett fallen lassen konnte. Vorsichtsmaßnahmen müsste er noch treffen, ansonsten würde Eden bei der nächsten Gelegenheit die Flucht ergreifen, sobald er wieder zu sich kam. Überaus praktisch, dass man mehrere Gürtel besaß, weshalb Arme und Beine mit diesen am Bett befestigt wurden und ein dünner Schal als Knebel herhalten musste. Jetzt hieß es warten und die Sache hoffentlich irgendwie in Ordnung bringen, doch wie sollte er das hinbekommen?
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    • Schnell darin, alten Freunden zu antworten, dass er sich heute mit Niemandem mehr treffen wollte, weil ihm alles weh tat - weil der Tag, den er mit Sport ausgefüllt hatte, zu anstrengend gewesen war - war er ohnehin. Normalerweise war er jedoch noch besser darin, sein Umfeld zu ignorieren und sich nur auf eine simple Aufgabe zu beschränken, weswegen ihm wahrscheinlich auch nicht auffiel, dass man es heute nicht gut mit ihm meinte. Ein fester Schlag reichte um jedwedes Lebenslicht aus Eden auszupusten und ihn vorerst in die Stadt der Träume zu schicken, in der er ruhen sollte - natürlich nicht für immer, aber schon eine Weile. Verwunderlich war es allerdings allemal, dass es ausgerechnet Livian war, der an diesem Tag meinte, Eden solle ihm gehören - für immer. Die Schlange sollte ihm Dinge flüstern, bis er genug davon hatte, bis er sie nicht mehr hören konnte und dazu gezwungen war, sich ein neues Objekt der Begierde zu suchen. Hayden's Schädel brummte, als er wieder zu sich kam - er fühlte sich so, als kletterte er seit Tagen an den schleimigen Wänden eines dunklen Brunnens hoch, um diesem zu entkommen - aber kaum blinzelte er, fand er sich lediglich in einem Raum wieder. Wo war er hier? Wieder im Krankenhaus? Hatte er wieder irgendetwas eingeatmet oder geschluckt, das nicht in sein System gehörte? Nein, es war viel zu ruhig, viel zu heimisch - und sein Schädel pochte. Die Einrichtung war ihm unbekannt, gleich wie der Geruch, der sich hauchdünn wohl oder übel den ganzen Raum verteilt hatte, nichtssagend war. Vermutlich besaß jemand einfach nur die Güte und hatte ihn vom Gehsteig gekratzt, als er umgekippt war und zu sich nach Hause gebracht, damit er nicht versauerte - aber da gab es ein ausschlaggebendes Problem. Ruckartig setzte sich Eden auf - oder wollte es zumindest - doch Gürtel, die an seinem Körper zerrten und ihn niederhielten, machte dieses Vorhaben unmöglich. Erst danach fiel ihm der improvisierte Knebel auf, der in seinem Mund steckte - ekelhaft. Beinahe schon animalisch war der Laut, den er von sich gab, als er mehr an den Gürteln zerrte, die ihn niederschnallten. Was zum Teufel war das hier!?
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    • Es war selbst für Livian gerade beinahe zu unerklärlich, warum bei ihm eben quasi die Sicherung durchgebrannt ist und somit Eden bewusstlos geschlagen hat, dabei zum krönenden Abschluss seiner Tat mich sich nahm und nun an seinem Bett festgebunden hat, damit er nicht sofort zu fliehen beginnt. Natürlich war ihm bewusst, dass ab diesem Zeitpunkt sein Leben hinter Gittern begann, allerdings wusste er nicht, wofür er lieber in das Gefängnis gewandert wäre. Für das Umbringen einer Handvoll Menschen, oder für die Freiheitsberaubung, plus der Körperverletzung? Eventuell kämen da noch einige Straftaten dazu, was Livian aber mit jedem seiner jetzigen Gedanken lieber vorher noch einmal abstimmen sollte, bevor er Hals über Kopf in einen dunklen Abgrund sprang und sich aus diesem nicht mehr heraushelfen konnte. Zu seinem 'Glück' wurde Eden mit der Zeit dann aber auch schon wieder wach, wobei er wohl in den ersten Moment gar nicht wusste, wo er sich genau befand und was ihn in diese Lage gebracht hatte. Leises Räuspern war von dem Rothaarigen zu vernehmen, der sich aus Edens Perspektive rechts stehend von ihm befand und relativ unbeholfen drein sah. "Ich...-", brach er bei dem Versuch Worte aus seinem Mund kommen zu lassen ab, ehe er sein Gesicht in den eigenen, eiskalten Händen vergrub und seine Gedanken für den kurzen Moment verschwendete einen Plan zu finden, um alles sofort wieder in Ordnung zu bringen, anstatt sich Eden zu widmen, mit dem er definitiv früher, oder später, sprechen müsste. "Entschuldige mich...", murmelte Livian leise, während er dabei war das Schlafzimmer zu verlassen, nur um in die Küche zu laufen, den Kühlschrank zu öffnen und sich an der einzigen Wodkaflasche zu vergreifen. Vielleicht war es nötig sich einen gewisses bisschen Mut anzutrinken, denn als er nach einigen Schlücken wieder in das Schlafzimmer zurückkehrte, widmete er sich Eden und entfernte ihm den provisorischen Knebel mit folgenden Worten. "Tu mir den Gefallen und fang nicht an zu schreien... ich möchte nicht zu noch mehr falschen Handlungen getrieben werden."
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