Diskussion: Kunststile in populären Medien und die fehlende/zurückgehende grotesque Hässlichkeit in Kunst

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    • Diskussion: Kunststile in populären Medien und die fehlende/zurückgehende grotesque Hässlichkeit in Kunst

      Hallo zusammen!
      Nachdem @Raven_sama unter meinen Zeichnungen kommentiert hat, hat mich das angeregt eine kleine (oder große) Diskussion zu starten.
      Als Ankerpunkt meiner Diskussion möchte ich hierbei auf den Youtube Channel von T B Skyen verweisen, welcher oft die Lore und den Artstyle von League of Legends Charaktern Kritisiert (zum guten und zum schlechten). Da ich seit mehr als 3 oder sogar 4 Jahren nicht mehr League spiele, kann ich nicht viel über die neuen Dinge darin sagen. Besonders aber hat mich sein Video über Kai'Sa The missed opportunity und "Evelynn The good sexy" zum nachdenken angeregt. Außerdem hat er auch mal über die Reworks von Trundle Urgot und Swain gesprochen.
      Ebenso möchte ich aber auch moderne Artstile und alte Artstile in Medien vergleichen. Dazu jetzt aber wenig Nachforschung und mehr was mir gerade dazu enifällt und was ich vermisse.

      Zuerst möchte ich anmerken wie man bei League of Legends sehen kann, dass die Hässlichkeit (ugliness) in Charakterdesignes immer mehr verschwindet und die Charaktere immer mehr Sexy oder auf eine Art "cool" aussehen (ich verwende cool als allgemeinen Ausdruck). Beispiel hierfür wären der alte und der neue Trundle bei League. (Sucht selbst aber die die es schon länger spielen werden es sowieso wissen). Der alte Trundle sah irgendwie dämlich auf eine weise aus und er war hässlich. Nicht das perfekte design aber es hat mehr über seinen Charakter ausgesagt als der neue Trundle. Dieser sieht cooler aus nicht wie ein Monster aus dem Sumpf mit vielen Warzen und anderem ekelhaften zeugs auf der Nase. Er sieht aus wie ein Biest, aber kein wirklich hässliches Biest. Aber kurz und knapp gesagt: Ich finde ihn ziemlich generisch und fade. Der alte Trundle hatte seinen Charm. Gehen wir zu Urgot über. Das neue Design macht ihn zu einem Fetten Darth Vader verschnitt, trotz das er hässlich aussieht, hat er jedoch etwas cooles an sich. Er wirkt düster und Dunkel und könnte aus jedem X-beliebigen Horror/Scifi Genre stammen.Fühlt sich gleichzeitig aber zu sauber an, zu perfekt. Schauen wir auf den alten Urgot, sehen wir ein undefinierbares etwas. Er hat etwas Cartoonhaftes an sich mit seiner Gesichtsmaske. Er wirkt auf mich als käme er direkt von einer Müllhalde, wo er sich seine Roboterteile zusamengebaut hat. Beide Designs finde ich nicht schlecht, doch gefällt mir persönlich der alte Urgott (XD) ich stelle ihn mir als Person vor als den neuen, der mich an eine Leiche erinnert. Beide sind häßlich, der eine ist jedoch viel sauberer, dunkler, irgendwie "cooler".
      Der Stil wird immer ernsthafter (siehe hier auch Gangplank und Swain). Die Charaktere wirken im allgemeinen viel generischer. Wo bleibt das Monsterhafte?
      Hier auch Kai'Sa, die eher an einen Ahri verschnitt oder an ein Supermodel erinnert, aber jemanden darstellen soll der Ständig in der leere am Kmpfen ist. Wo sind ihre wunden? Wo sieht man den Kampfstarken Ausdruck im design? Wo sieht man das sie überhaupt ums überleben Kämpft? Als gegenbeispiel halte ich einen Charakter der ebenfalls ums überleben Kämpft und sich gegen Dämonen und anderes bewähren muss: Guts aus dem Manga Berserk von Kentaro Miura. Man sieht was der Charakter darstellen soll. Sein Gesichtsausdruck deutet an, was er alles durchleben musste. Nun selbst Dark Souls hat sich an diesem Charakter und von Miura beeinflussen lassen (Atorias zum Beispiel).
      Bei den Frauen überall genauso. Fast jede Frau sieht in irgendeiner weise sexy aus, auch wenn ihr Charakter, das eigentlich nicht sein sollte. (Vgl. zum Beispiel alte Soraka mit neuer Soraka auch wenn ich hier dankbar bin nicht mehr auf das alte nild blicken zu müssen, mein Gott, das war wirklich nicht schön zum anschauen.)
      Im Vergleich dagegen muss ich aber auch sagen, das das neue Design von Evelyn dahingegen sehr gelungen ist. (Siehe dazu auch das Video Evelyn The good Sexy). Es stellt den Charakter dar wie er sein sollte.

      Was fehlt mir also? Beispiel sowas wie alte weiber: Cologne von Ranma 1/2, die Hexe aus Chihiros Resie ins Zauberland, Zwerginnen die aussehen wie Männer (da gab es ein lustiges Comic dazu wo ein Plottwist war, dass einer der Hauptcharaktere eigentlich weiblich war, obwohl alle dachten er wäre ein Mann). So Ziemlich die meisten Charaktere aus den Film das Letzte Einhorn. Das sind richtige schönheiten XD. Die Erste Episode von Great Teacher Onizuka in der es, man mag es kaum galueben Häßliche Schülerinnen in einer Japanischen Schule gibt. Hexen die auchmal grotesque, verzerrt und häßich aussehen. Genauso wie bei den Männern auch.
      Muss wirklich jeder Charakter auf irgendeine Weise so aussehen, als würde man ihn sich ins Zimmer stellen wollen, als Figur oder Poster? Alles scheint so sauber.
      Hier auch ein vergleich von alten Cartoons und Animes zu neuen. Es fehlt ein gewisses Gefühl, das früher erzeugt wurde. Der erste Film von in einem Land vor unserer Zeit: Er wirkt düster unheimlich und doch ist er auch für Kinder geeignet. Auch heute noch ist der Film durch den gewählten stil kaum gealtert und erzeugt eine Atmosphäre die in vielen Kinderserien und Filmen von heutzutage nicht mehr oder kaum zu finden ist. Ebenfalls die Eckigkeit und Kantigkeit alter Zeichentrik fehlt komplet und alles ist sauber und fast schon perfekt gezeichnet. Ein gegenbeispiel wäre hier der neue Anime Megalo Box, der den Flair alter serien perfekt reproduziert, dabei aber an Qualität nicht verliert.

      Ein weiteres Problem das in modernen medien existiert ist das Same Face syndrom. Beipiel: Alle generischen Anime Stile. (Ich mag sie irgendwie trotzdem). Und ich würde soweit gehen und das gleiche erweitern sagen es gäbe ein Same Body Syndrom, besonders bei Anime. Klar es wird so an Produktionskosten gespart. Aber viele jungle leute versuchen diese Stile zu kopieren, die nur dafür gemacht sind in masse produziert zu werden. Muss jedes Gesicht einzigartig aussehen? Nein natürlich nicht, es kommt auf die Art geschichte und die Erzählung an, die es versucht zu vermitteln. Beispiele hierfür wären auch aus dem Deutschen Bereich die Werner Comis und Filme, die Touche Strps aus der Zeitung, sie erreichen mit ihrem Stil das was sie in einem Animestil nicht erreichen würden und haben dadruch einen gewissen Charm. Schaut man sich die Hauptprotagonisten der modernen Animes an, der Modernen Egoshooter spiele, so haben viele keinen wirklichen Wiedererkennungswert. Ein gutes Charakterdesing zeichnet sich unter anderem auch dadurch das, dass man den Charakter an seinem blosen Schatten wiedererkennt. Sie dazu auch "Who is this Pokemon".
      Ich finde das ist gerade der Grund warum die Designs von One-Punch Charakteren gerade so ansprechend und einzigartig aussehen. Sie sehen nicht unbedingt aus wie der Rest und man kann schon beim hinschauen Deuten, was der Charakter wohl darstellen soll und wie er drauf ist.

      So habe schon so einiges geschireben und könnte noch mehr dazu sagen. Möchte aber das jemand die Sache aufnimmt und mir Kontra gibt, zustimmt, neue Beispiele mit einbringt oder sogar eine neue Sichtweise auf die Dinge wirft.
      Bin gerade im RPG-Pause Modus. Widme mich anderen Dingen. Schau trotzdem hin und wieder ins Forum ;)
    • Ich stimme dir zu, dass mittlerweile in vielen Spielen oder auch anderen Dingen, z. B. Anime, das Aussehen der Personen/ Charaktere, etc. sich stark verändert hat, und oftmals nicht mehr wirklich zu ihrem Charakter (das andere) passen. Wie du schön aufgelistet hast, das Aussehen von Trundle war früher nunmal hässlich. Aber es hat zu ihm gepasst, und ihn zu einen einzigartigen Charakter gemacht. Sein neues Aussehen finde ich persönlch so 08-15.

      Bei den meisten Weibern finde ich das genauso. Sie müssen hübsch aussehen, oder gar sexy (das bemängel ich an den meisten Spielen, daher nutze ich in TERA die kleinen Lolis, die haben an normalen Rüstungen nichts, was "sexy" ist). Pardon meine Sprache nun: Riesentitten und Arsch, knappe Rüstungen, die gerade einmal die Nippel, das Geschlechtsteil, und wenns gut läuft, den Arsch zum winzigen Teil bedeckt, ist normal. Ja, in alten Spielen hatten die Damen auch nicht immer eine Rüstung an, die den kompletten Körper bedeckt (s. Effi von FE:Fates). Aber diese waren wenigstens noch gut angezogen.

      Um aufs Beispiel altes Design - neues Design zurückzukommen. Als Beispiel nehme ich jetzt Celica, ein Charakter der Fire Emblem Reihe. Celica kam erstmal im 2. Fire Emblem Spiel "Gaiden" vor, hier ihr Design. Das Spiel bekam Jahre später ein Remake unter dem Namen Echoes: Shadows of Valentia (FE 15), hier ihr neues Design. Ich persönlich finde, dass sie in beiden Versionen ihrem Charme hat, und beide ausstrahlen "Das ist Celica". In keiner der Portraits ist sie stark sexualisiert, zumindest empfinde ich es so. Es ist also durchaus möglich, dies zu tun.

      Um Bezug zu nehmen zu deinem: Die Protagonisten haben keinen Wiedererkennungswert. Jaein. Bei diesen Mainstream-Anime ist dies ja eh klar, dass man diese kennt. Ob gut oder schlecht, ist jedem selbst überlassen. Aber viele Anime, die ich gesehen habe, hatten so "lasche" Charaktere, dass ich diese irgendwann nicht mehr erkannt habe, wenn ich mal durch Zufall Fanart von denen entdeckt habe. Jedoch verwenden viele Anime die von mir betitelte "Haarfarbenlehre", d. h. der Charakter erhält eine bestimmte Haarfarbe, weil dieser Farbe bestimmte Charaktereigenschaften zugesprochen werden, z. B. ein CHarakter mit schwarzen Haaren gilt als ruhig, zurückhaltend, ernst, etc. Gutes Beispiel hierfür ist Naruto.

      Und um auf das Beispiel des "Same Body Syndroms" zu gehen. Ja, in vielen Anime ist das so. Bspw. in Houseki no Kuni (aus dem Hause Orange, also animiert) haben alle Juwelen praktisch denselben Körper. Jedoch unterscheiden sich diese groß, was Gesicht, Frisur und Farbe angeht (gibt kein Same-Face, mit Ausnahme bei den Zwillingsjuwelen). Aber: in diesem Anime gibt es rein theoretisch eine plausible Erklärung dafür: Da es allesamt Juwelen sind, androgyn, bzw. geschlechtslos, und von ihrem Meister praktisch den Feinschliff erhalten, ist es klar, dass sie denselben Körper haben.

      Im großen und ganzen stimme ich dir mit allem, was du verfasst hast, zu. Kontra kann ich dir in diesem Punkt leider (noch) nicht geben.
    • Endlich komm ich mal zum Antworten XD

      Lefkothea schrieb:

      Bei den meisten Weibern finde ich das genauso. Sie müssen hübsch aussehen, oder gar sexy (das bemängel ich an den meisten Spielen, daher nutze ich in TERA die kleinen Lolis, die haben an normalen Rüstungen nichts, was "sexy" ist). Pardon meine Sprache nun: Riesentitten und Arsch, knappe Rüstungen, die gerade einmal die Nippel, das Geschlechtsteil, und wenns gut läuft, den Arsch zum winzigen Teil bedeckt, ist normal. Ja, in alten Spielen hatten die Damen auch nicht immer eine Rüstung an, die den kompletten Körper bedeckt (s. Effi von FE:Fates). Aber diese waren wenigstens noch gut angezogen.

      Muss man die kleinen nicht erst Freispielen?
      Ansonsten kann ich dir zustimmen, aber mir gefällt der Artstyle von den Terra Charakteren Sowieso nicht, sie sehen nicht „sexy“ aus für mich sondern Sexualisiert und deformiert. Was ich wiederum … häßlich finde, aber eher auf eine persönliche Art


      Lefkothea schrieb:

      Um aufs Beispiel altes Design - neues Design zurückzukommen. Als Beispiel nehme ich jetzt Celica, ein Charakter der Fire Emblem Reihe. Celica kam erstmal im 2. Fire Emblem Spiel "Gaiden" vor, hier ihr Design. Das Spiel bekam Jahre später ein Remake unter dem Namen Echoes: Shadows of Valentia (FE 15), hier ihr neues Design. Ich persönlich finde, dass sie in beiden Versionen ihrem Charme hat, und beide ausstrahlen "Das ist Celica". In keiner der Portraits ist sie stark sexualisiert, zumindest empfinde ich es so. Es ist also durchaus möglich, dies zu tun.

      Da stimme ich dir zu! Öhm ich könnte jetzt sogar ein hmmm nicht Jugendfreies Spiel nennen, welches das teilweise ebenfalls schafft, auch wenn die Charaktere Ja später „schöne“ Szenen freischalten sollen. Mh... XD
      Auch andere Entwickler schaffen das Ja, aber Fire Emblem sehe ich nun mehr als Nischen Titel. Wärst du mit Mario gekommen... oder Metroid (auch eher wieder Nische) vielleicht die Neuen Legend of Zelda Titel? (Bin ja nicht Up too date). Da kann man sich ja auch drüber Streiten inwiefern Sexualisiert wird.

      Um Bezug zu nehmen zu deinem: Die Protagonisten haben keinen Wiedererkennungswert. Jaein. Bei diesen Mainstream-Anime ist dies ja eh klar, dass man diese kennt. Ob gut oder schlecht, ist jedem selbst überlassen. Aber viele Anime, die ich gesehen habe, hatten so "lasche" Charaktere, dass ich diese irgendwann nicht mehr erkannt habe, wenn ich mal durch Zufall Fanart von denen entdeckt habe. Jedoch verwenden viele Anime die von mir betitelte "Haarfarbenlehre", d. h. der Charakter erhält eine bestimmte Haarfarbe, weil dieser Farbe bestimmte Charaktereigenschaften zugesprochen werden, z. B. ein CHarakter mit schwarzen Haaren gilt als ruhig, zurückhaltend, ernst, etc. Gutes Beispiel hierfür ist Naruto.

      Lefkothea schrieb:

      Um Bezug zu nehmen zu deinem: Die Protagonisten haben keinen Wiedererkennungswert. Jaein. Bei diesen Mainstream-Anime ist dies ja eh klar, dass man diese kennt. Ob gut oder schlecht, ist jedem selbst überlassen. Aber viele Anime, die ich gesehen habe, hatten so "lasche" Charaktere, dass ich diese irgendwann nicht mehr erkannt habe, wenn ich mal durch Zufall Fanart von denen entdeckt habe. Jedoch verwenden viele Anime die von mir betitelte "Haarfarbenlehre", d. h. der Charakter erhält eine bestimmte Haarfarbe, weil dieser Farbe bestimmte Charaktereigenschaften zugesprochen werden, z. B. ein CHarakter mit schwarzen Haaren gilt als ruhig, zurückhaltend, ernst, etc. Gutes Beispiel hierfür ist Naruto.

      Ach du heilige Schei...be, die Haarfarbenlehre. Fang blos nicht damit an. Da les ich teilweise Mangas und denk halt Joa die ist warscheinlich eher blond die ist.... usw. Halt natürliche Haarfarben. Dann kommt der Anime Raus (Nicht Fantasy Welt) und dann sind die total Bunt und ich denk mir WTF? Beispiel Yamada and the 7 Witches. Die Haarfarben waren total unnötig.
      Nicht das mich verschiedene Haarfarben stören würden. Aber in der Normalen Welt laufen auch nicht alle in Regenbogenfarben umher. Ein Beispiel wo ich die Farben gut finde ist jetzt eher Naruto und dann muss ich Sagen Fullmetal Panic da haben die Protagonisten und die meisten anderen auch normale Haarfarben. Und in Naruto läuft ja auch keiner (oder ich weis es nicht) mit Blauen oder Grünen Haaren rum. Aber One Piece genauso die Farben Passen und werden in die Welt integriert → Zoro hat Grüne Haare und wird Spinatkopf genannt.
      Um jetzt mal ne Lanze für die Mainstream Charakter Desings zu brechen nenn ich mal One-Punch Man, Attack on Titan (auch wenn Erren dabei das schwächste Design hat, schlechtes Beispiel) und das Neuste: Overlord.
      Aber bei SAO könnte man zum beispiel Kirito durch einen 0815 Harem Protagonisten ersetzen und dem die Selbe Kleidung geben... Unterschied wäre nicht groß erkennbar lol.

      Lefkothea schrieb:

      Und um auf das Beispiel des "Same Body Syndroms" zu gehen. Ja, in vielen Anime ist das so. Bspw. in Houseki no Kuni (aus dem Hause Orange, also animiert) haben alle Juwelen praktisch denselben Körper. Jedoch unterscheiden sich diese groß, was Gesicht, Frisur und Farbe angeht (gibt kein Same-Face, mit Ausnahme bei den Zwillingsjuwelen). Aber: in diesem Anime gibt es rein theoretisch eine plausible Erklärung dafür: Da es allesamt Juwelen sind, androgyn, bzw. geschlechtslos, und von ihrem Meister praktisch den Feinschliff erhalten, ist es klar, dass sie denselben Körper haben.

      Aber bei Houseki no Kuni hat das doch eben einen Sinn: Der Typ hat sie ja alle „gebaut“ und der Typ ist ja eigentlich ein... öhm ich will ja nicht spoilern, aber vielleicht hast du den Manga ja auch gelesen nachdem der Anime zu ende war und weist was ich mein. Da ist es nicht schlimm. Ich finde das Desing der Charaktere sogar Akzeptabel, auch wenn es nicht besonders stark bei den Individuellen Charakteren ist, hat es doch ein Alleinstellungsmerkmal.
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    • Hallo erstmal,

      ich möchte vorab einiges zu meiner Person sagen, damit man versteht wie ich manche Punkte begrünge bzw. warum ich sie genau so sehe. Ich habe eine Berufvorbereitung zur Mediengestalterin für Kozeption und Produktion angefangen. Dabei musste ich Fächer wie Farblehre, Kunstgeschichte, (erweiterten) Kunstunterricht, Mediengestaltung Manuel/ Visuel, Textilgestaltung ect. pp. belegen. In diesem Berufszweig, den ich gewählt habe, hat man auch viele Geschäftsgespräche und Aufträge, die eine nahe Zusammenarbeit mit dem Kunden fordern. Ich sehe also vieles auch aus wirtschaftlicher Sicht und habe mich in anderen Dingen (z.B. Kunstgeschichte) etwas belesen müssen. Zeitgleich interessieren mich auf privater Ebene biologische, gesellschaftliche und politische Themen.

      Zur Ugliness an sich erstmal. Gesundheit und Schönheit hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert bzw. in den westlichen Ländern. Allgemein durch unseren menschlichen biologisch bedingten Fortpflanzungstrieb suchen sich Menschen, eher unbewusst, einen Partner der sowohl Optisch als auch von seiner körperlichen Gegebenheit her perfekt ist. Das ist weder diskriminierend noch sonst etwas, sondern lediglich unseren ursprünglichen tiefverankerten Trieben verschuldet. Deshalb sollte man niemals Menschen perse als Oberflächlich bezeichnen, da es jeder Mensch anhand dieser besonderen Form der Selektion ist. Es ist unser animalischer Urtrieb. Jetzt könnte man sagen das wir doch Menschen sind, die Wissen das man niemanden auf Grund körperlicher Gegebenheiten ausgrenzt, aber im Grunde genommen sind wir nur eine weitere tierische Spezies, die allerdings gelernt hat neben ihren vorhandenen Trieben Emotionen zu entwickeln und somit ein moralisch kritisches Denken. Und das ist das Einzge, was uns von Tieren unterscheidet. Selbst unser Körperbau kann nur als weitere Laune der Natur verbucht werden, wenn man sich unsere Tierwelt etwas genauer betrachtet.

      Jedenfalls haben sich unsere Schönheitsideale nur wenig bis gar nicht verändert. Eher unterlagen sie der Gesellschaftlichennorm und dem Zeitgeist an sich, wie z.B. die Rubensfrauen oder Twiggie. Dennoch war schon immer ein gesunder, wohlprortionierter, möglichts augenscheinlich asymetrischer und nicht erkrankter Körperbau gefragt und begehrt.

      Wenn man das jetzt aufs 21. Jahrhundert anwendet, sollte man bedenken was sich alles in den letzten Jahren medial geändert hat, z.B. durch die erweiterte Nutzung des Internet und die damit verundenen sozialen Medien. Augenscheinlich wird der Printmarkt und der telemediale Markt verdrängt durch die neuen medialen Dienste. Diese geben immer mehr den Ton an, auch was das Erscheinungsbild eines Menschen bzw. einer Figur angeht. Der Hauptgrund hierbei ist das die neueren Medien von meist jungen Menschen genutzt werden. Diese sind meist unerfahrener im Umgang mit dem richtigen Leben, wozu auch andere Kleidungsstile, unterschiedliche Erscheinungsbilder, kulturellbedingte Merkmale, Krankheiten und das Altern an sich dazu gehören. Demnach entsteht teilweise ein verzerrtes Bild der Realität im Bezug auf äußerliche Individualität und Schönheitsbildern an sich. Deshalb ist es nicht verwunderlich das man auch teilweise von einer eher oberflächlichen Gesellschaft spricht und meist im Kontext dazu noch die eher jüngere Generation dabei benennt.

      Jetzt werden sich einige fragen, was haben Games, Animes oder Mangas/ Comics damit zu tun? Weil diese Art von Medien eine eher, immer noch eine im Schnitt, jüngere Ziel-und Personengruppe aufweisen bzw. erreichen. Diese Personengruppe ist wie gesagt eher unerfahren was Lebens-und Realitätsnahe Themen betrifft in allen Bereichen, aber insbesondere der Persönlichkeitsbildung, wozu halt auch das Streben nach einem gewissen Schönheits-und Gesellschaftsideal gehört.

      Die Figuren die du hier genannt hast zu Anfang kamen so zwischen den 80er, 90er und Anfang 2000er Jahre raus. Diese Jahre waren geprägt von Umbrüchen was die Technik betraf. Sehr viel Angst und Sorge ging Anhand der Wende(und die damit verbundenen wirtschaftliche und gesellschaftliche Problematik), politischen Konflikten (Ukraine-,Balkan-, Kosovokriege), gesellschaftlichen eher negativ behafteten Themen (wie Wendemorde, Kindesentführungen, wirtschaftlichee Missstände, aufkommen von vermehrten Geschlechtskrankheiten (AIDS), Gastarbeiterproblematik ect. pp.) einher. Nicht zuletzt wegen des Millenniums, was viele in Sorge versetzte. Dadurch waren aber auch die Themen in Medien aller Art eher ernster und auch die Charaktere. Es waren somit mehr Charakterfiguren vertreten, die Erzählungen teilwese düster und teilweise auch ziemlich psychologisch anmutend.

      Geht man in die 50er, 60er und 70er, so gab es da gewiss auch Probleme und das nicht zu knapp. Aber besonders in den 50ern und 60ern wurde sehr viel das heile Weltbild propagiert und die Menschen sehnten sich auch einer friedlichen Welt nach dem Krieg. Außerdem wurden solch kritischen Themen mehr tabuisiert, weswegen ein bis heute noch romantisches Bild der 50er und 60er Jahre gezeichnet wird anhand von Petticoutkleidern, den wirtschaftlichen Aufschwung in Form eines Einfamilienhauses mit der dazugehörigen Cocacola im Kühlschrank. In den 70ern hat das Weltbild zwar etwas gebröckelt, wegen des Vietnamkrieges, dennoch versuchte man anhand der Flowerpowerbewegung das Ganze einen eher "friedvollen" Eindruck zu geben. Hier sind, wenn man mal nach Manga und Anime schaut, viele volle Farben und eher seichte Unterhaltung vertreten.

      Ich denke wir sind jetzt gerade wieder an so einem Punkt, auch wenn es gewiss Themen gibt die eher ernsterer Natur sind, so wollen wir bzw. der Großteil der breiten Masse lieber mit Dingen und Menschen/ Figuren beschäftigen die "schön" anzusehen sind, wenige Makel aufweisen und zum momentan eher perfekten Weltbild passen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von icedchocolatemadoka ()

    • @icedchocolatemadoka
      Urgh ich hätte nicht Rubensfrauen googlen sollen. *kotz*
      Sehr schöner Einblick in die Gesellschaftsgeschichte der Moderne. Mir selbst ist das Schöhnheitsbild des Gesunden und Schöhnen Körpers in der Antike bekannt in der Schön = Tugendhaft war und Hässlich=Verwerflich/Untugendhaft.
      Wenn ich das richtig verstehe führst du die Entwicklung von dieser Idealisierung von Kunst in den Medien auf die Entwicklung der Jugend zurück und womit diese Aufgewachsen sind (um es sehr kurz zu fassen).
      Was ich mich jetzt frage, wieso gibt es keinen Kontrast zu der Schönheit? Warum müssen zum beispiel alle Sexy/Attraktiv aussehen? Vermindert und verwäscht das nicht auch den Reiz der Attraktivität? Als beispiel möchte ich nochmal LOL nehmen, auch wenn ich da überhaupt nicht auf dem Aktuellen Stand bin. Da gibt es ja über hundert Charaktere. Warum kann nicht einer herrausstechen indem er "hässlich" ist? Nur weil man ihn dann nicht sogut vermarkten kann?

      Um mich selbst auch mal in Frage zu stellen: Ich versuche meine Figuren im Moment für mich selbst Attraktiv zu machen, aber trotzdem mit gewissen Merkmalen auszustatten, welche sie von anderen unterscheiden. Ich finde daran auch nichts verwerflich,da ich versuche mein Gedankenbild so gut es geht in Bild zu fassen. Dazu muss ich meiner meinung ersteinmal lehrnen wie ein Idealtyp aussieht. Ansonsten kommen nur Deformte Charaktere dabei raus. Dabei habe ich vernachlässigt auch mal wieder "hässliche" Charaktere zu zeichnen.
      Andererseits kann ich Dinge schätzen wie "Fuhrer Ugly" in One-Punch Man, oder den Dicken Spiderman von Spiderverse, den Zeichenstil von ONE. Welcher auf den ersten Blick sehr amateurhaft und "hässlich" wirken mag aber in sich auch genial ist. Dazu hab ich mal eine Analyse auf Youtube angesehen, welches meine Gedanken dazu in Worte gefasst hat.

      Und zum Schluss noch eine Frage an dich: Siehst du die jetztige Entwicklung eher positiv oder negativ und warum?
      Bin gerade im RPG-Pause Modus. Widme mich anderen Dingen. Schau trotzdem hin und wieder ins Forum ;)
    • Hasenmann schrieb:

      @icedchocolatemadoka
      Wenn ich das richtig verstehe führst du die Entwicklung von dieser Idealisierung von Kunst in den Medien auf die Entwicklung der Jugend zurück und womit diese Aufgewachsen sind (um es sehr kurz zu fassen).
      Was ich mich jetzt frage, wieso gibt es keinen Kontrast zu der Schönheit? Warum müssen zum beispiel alle Sexy/Attraktiv aussehen? Vermindert und verwäscht das nicht auch den Reiz der Attraktivität? Als beispiel möchte ich nochmal lol nehmen, auch wenn ich da überhaupt nicht auf dem Aktuellen Stand bin. Da gibt es ja über hundert Charaktere. Warum kann nicht einer herrausstechen indem er "hässlich" ist? Nur weil man ihn dann nicht sogut vermarkten kann?

      Und zum Schluss noch eine Frage an dich: Siehst du die jetztige Entwicklung eher positiv oder negativ und warum?
      Zum Ersten: Du nimmst ja als Beispiel LoL, oder? Welche Zielgruppe versucht LoL anzusprechen? Meistens sind es immer noch Jungen und Männer im hochpotenten Alter. Was heißt das? Spich sie sind noch in der Pubertät, also in der physischen und psychischen Entwicklung, was die eigene Sexualität und dessen Wahrnehmung angeht und fordert. Genau so gut könnte man fragen ob Hentais oder einfache seichte Erotikfilme den Reiz von Attraktivität verfälscht bzw. vermindert.

      Und besonders in der Videospielbranche, aber auch in anderen Bereichen des Lebens gilt: Sex sells. Das ist auch leider momentan der Tonus in der Medienwelt.

      Schaue dir die ganzen "Grippekranken" doch mal genauer an. Wer von dennen hat groß eine Persönlichkeit, die aus der Masse heraussticht? So gut wie keiner. Was aber auch eine gewisse Attraktivität mit sich bringt für viele Menschen. Menschen wollen egal bei was möglichst eine schnelle Lösung, keine Komplikationen und keine weiterführenden Probleme. Deswegen ist es auch einfacher Idole zu wechseln. Macht ein Idol etwas, was vllt. verwerflich ist für die breite Masse, so kann man zu jeder Zeit aussteigen und sich einen neuen "Guru"suchen, ohne groß das Verhalten aller Parteien zu reflektieren. Nicht umsonst spricht man von Low-Life.

      Demnach ist ein Charakter der rundherum perfek besser zu vermarkten, da er durch fehlende Ecken und Kanten einfacher zu händeln ist. Dabei ist es dann auch egal ob es das Aussehen oder die Charakterzüge an sich sind.


      Was ich davon halte? Nicht viel. Eher würde ich es begrüßen, wenn das "kritische Denken" auch wieder Einzug in die Charakterbildung nehmen würde.

      Zur Zeit z.B. gucke ich nebenher Monster und bin erstaunt über die tolle Story und die Charaktervielfalt die einem geboten wird. Aber ich weiss jetzt schon das, wenn ich diese Serie mit jemand anderen gucken würde, dieser über den nicht so "hübschen" Zeichenstil lästern und und die Geschichte nicht verstehen würde. Schlicht weil derjenige sich nicht mit komplizierten und nicht hübsch anzusehenden Dingen beschäftigen möchte, außer es würde ein persönlicher Nutzen daraus erkennbar sein.

      Ich selber habe ja ein eher shojolastigen Zeichstil. Dennoch gibt es zwei Punkte, die andere oftmals als "Störfaktor" empfinden. Zum einem wären das meine Platt-oder Schweinenasen. Diese habe ich bewusst gewält da ich nicht sehr viel mit der klassischen Punkt-oder Stupsnase im Mangastil halte. Zum anderen meine Brust-bzw. Nippelformen. Hierbei habe ich mich auch bewusst an den neun verschiedenen Brustformen orentiert, die es auch in der freien Natur gibt. Auch sind meine Charaktere eher schlaksig oder weisen krasse Farb-oder Kamottenkombinationen auf. Dies mache ich natürlich auch um aufzufallen, aber hauptsächlich möchte ich meinen eigenen Stil entwickeln und mich somit von der breiten Masse zumindest etwas abheben.
    • Jetzt machst du mich aber neugierig: Was sind die neun Brustformen,die es in der Natur gibt? Wenn ich nachdenke fallen mir schon ein pass ein. Davon gehört hab ich aber noch nicht. Verschiedene Brust Tutorials hab ich mir zwar auch schon reingezogen, aber da war nicht von Typen die Rede, sonder wie sie natürlich aufliegen können.
      Sehr gerne baue ich als Gag die "Hängematten" Brüste bei alten Damen ein. Das zieht immer als Gag und ist auch nicht verkehrt. Die Meisten Ohmas haben halt hängende Brüste >.<
      Ich orentiere mich an der Natur und nehme gerne mal ne Referenz und versuche verschiedene Arten meine Zeichnungen hinzubekommen um mich so zu verbessern. Ich hab aber noch nen langen Weg vor mir.
      Ja die Strichnasen gefallen mir auch nicht, irgendwie wirken die Gesichter dann für mich sehr platt je länger ich sie Anschaue.
      Nippel sind mir erstmal egal, noch will ich nicht mein eigenen Hentai zeichnen XD.
      Monster soll sehr gut sein. Ich selbst hatte es mal vor ewigkeiten angefangen und aus irgendwelchen Gründen abgebrochen und niewieder aufgenommen. Warscheinlich weil ich zu der Zeit nicht wirklich gelegenheit hatte weiterzuschauen und dann nichtmehr von vorne anfangen wollte? Irgendwann muss ich es mir wieder ansehen.

      Ich hab mir jetzt auch mal das Facebookprofil von die angeschaut mit deinen Zeichnungen und jetzt weis ich auch was du mit Schweinsnasen meinst. Auch wenn mir dein Stil nicht persönlich zusagt finde ich ihn dennoch gut. Könnte von einem Bilderbuch stammen^^.

      Zurück zum Thema: 1. Ja zuviel Hentais können Attraktivität verwaschen, was wiederrum zu anderen Problemen führt, die nichts mit Darstellung in den Medien zu tun hat. Wenn man dies dann auf LoL überträgt sollte auch dass selbe passieren: Gleichgültigkeit.
      2. Andererseits spreche ich hier nicht unbedingt die Damen in LoL an, sondern die Typen und Monster. Beispiel ist ja auch Trundle gewesen. Früher hab ich den Artstil gemocht, heute nicht mehr, weil er ein Generisches "cooles" Monster geworden ist. Ebenso Urgot, der nun eher an ein Klischee erinnert. Also ich weis nicht. Auch wenn LoL sich eher an jüngere Vermarkten will ist die Hauptgruppe sicherlich über 20. Soweit ich weis spielt die Jugend von Heute hauptsächlich Fortnite oder Minecraft und nurnoch wenige LoL. Die gewinnen ihre Konsumenten durch den Artstil und das Gameplay. Ich denke LoL schießt sich selbst ins Bein, dass sie ihren Stil teilweise anpassen und generischer machen auch wenn es da wieder ausnahmen gibt. Und es hat ja genug Coole und Sexy Charaktere, welche sie den pubertierenden Jugendlichen an den Kopf werfen können. Wollen sie nicht auch eine breitere Masse erreichen, was ja durchaus möglich ist, bei der Anzahl der Champions?
      3. Ich steh aufm schlauch und bin mir nicht sicher was du mit den Grippekranken meinst.
      4. Ja ich bin auch der Meinung, dass kritisches Denken wieder in das design einziehen soll. Es gibt auch genug Künstler die das tun und predigen. Ich sehe da aber Vorgaben von oben, welche eine Vielfalt verhindern können.
      Bin gerade im RPG-Pause Modus. Widme mich anderen Dingen. Schau trotzdem hin und wieder ins Forum ;)
    • Hier einmal zur Weiterbildung: Die neun verschiedenen Brustformen

      1. Nein, weil lol nur ein weiteres Medium ist in Form eines Spiels. Und ein Medium will bedient bzw. erweitert werden anhand der Nachfrage. Es ist dann egal woraus die Nachfrage erstmal besteht. Dieses Problem lösen dann Menschen wie ich indem sie Konzepte erstellen, die mit verschiedenen Aspekten konform gehen.

      2. Nach deinem Empfinden ist die Zielgruppe über 20. Aber das ist eine "junge Zielgruppe" und bis zum 25. Lebensjahr steckt man noch in der Pubertät (im Durchschnitt). Generell ist die Videospielszene eher jünger im Schnitt. Demnach wird aber auch weiterhin auf "Angebot und Nachfrage" gepocht. Ich kann mir sehr gut Vorstellen das man immer mehr Charaktere entwickelt, weil es eben diese Nachfrage gibt nach "neuen Gesichtern". Und diese passt man dementsprechend an, sei es nun Skins oder komplett neue Helden. Das ist Marktwirtschaftlich richtig clever und auch nicht verwerflich, denn schließlich will das Unternehmen leben und überleben. Da ist es egal wie viele Charaktere es schon gibt, hauptsache die Kuh wird gemolken.

      3. Ich meine Influencer.

      4. Es gibt immer Vorgaben von Oben oder einer anderen Stelle. Das ist sogar relativ normal bei der Entwicklung von neuen Charakteren, Produkten oder sonstiger Dinge. Eine gewisse Vielfalt wird somit immer untergraben.

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    • Zuerst mal möchte ich anmerken, dass ich so gut wie keine/fast keine Videospiele spiele, also kann ich zu diesem Punkt nichts halbwegs informiertes beitragen.
      Viele Manga/Anime finanzieren sich teilweise durch den Verkauf von Merchandise. Damit lässt aufgrund der Größe des Marktes und vieler regelrecht obsessiver Fans, die jedes Produkt mit ihrer 'Waifu' drauf besitzen wollen inzwischen wirklich Geld verdienen. Dieser Markt ist auch in den letzten Jahren dem zunehmenden Anstieg der Popularität von Anime/Manga auch im Westen immer lukrativer geworden. Manga/Anime ist inzwischen nahezu im Mainstream angekommen, siehe zum Beispiel riesige Conventions, Mangaregale in fast jedem Buchladen, etc.
      Auf diesem Markt verkaufen sich Figuren von der 0815 sexy Animeschönheit im Bikini, Hochzeitkleid, in der drölften anzüglichen Pose häufig besser, als sagen wir jetzt mal Corkus aus Berserk in Badeshorts (obwohl ich mir diese Figur gönnen würde, gebe es sie haha). Man siehe nur, wie viele Figuren und Produkte von dem Maskottchen Super Sonico in mal mehr, mal minder knappen Bekleidungen gibt. Und die hat gar keinen Charakter. Es gibt zwar auch ein paar Figuren zu Berserk, da dieser Manga eine große Fanbase hat, aber im Vergleich zu manchen anderen erfolgreichen Animes ist das nur ein Bruchteil. Auch wird hier größtenteils eine andere Fanbase angesprochen, was man daran sieht, dass die meisten Figuren nicht Casca oder Charlotte sind, sondern zum Beispiel Guts in voller Kampfrüstung, Monster oder ähnliches.
      Manche Anime/Mangas scheinen inzwischen auch nach dem Motto zu operieren 'für jeden Fan ist die passende Frau dabei'. Egal ob man jetzt auf eindeutig kindliche kleine Mädchen, Damen mit riesigen Brüsten, weibliche (sexy) Nerds, die gefährliche Femme Fatale oder die schüchterne ehemalige Schulfreundin oder gar die besessene Yandere steht, in vielen Anime werden inzwischen von jedem Stereotyp mindestens ein weiblicher Charakter geboten. Meistens stehen diese Charaktere (zumindest in Haremanimes) dann natürlich auf den eher unscheinbaren Protagonisten, der die perfekte Identifikationsfigur für manche Zuschauer darstellt. Jeder (erfolgreiche) Charakter in einem Anime, besonders wenn dieser weiblich ist, ist immer auch eine Chance Merchandise zu verkaufen.
      Dazu muss ich anmerken: Stereotype weiblichen Verhaltens (und teilweise auch männlichen Verhaltens, wie man gut in Yaoimanga beobachten kann) müssen sich natürlich erst einmal herausbilden, weswegen man zum Beispiel auch in älteren Anime/Manga natürlich all das findet, allerdings häufig in abgeschwächter Form. Was gefällt, wird dann kopiert und teilweise noch mehr übertrieben, einerseits um eine gewisse Zielgruppe anzusprechen, andererseits, weil den Autoren/Zeichner die Charaktere damals gefallen haben und sie sie gerne in ihr Werk integrieren wollen. So entwickeln sich viele Stile auch in eine Richtung, die sehr einseitig erscheint.
      Ein Beobachtung, die ich gemacht habe, ist das viele Fans das Hässliche (vllt Monster einmal ausgenommen) auch gar nicht mehr sehen wollen. Wollte man da einmal einen Manga mit einem etwas ausgefalleneren Stil, wie sagen wir mal Berserk, Oyasumi PunPun, Innocent oder Ikigami empfehlen, erhält man oft als Antwort 'Bäh, das ist ja hässlich, les ich nicht'.
      Oft werden bei den eigenen Charakterdesigns eher durch krasse Accessoires Wiedererkennungswert erzeugt (also zum Beispiel durch zwei verschiedenen farbige Zöpfe des Charakters, plus 10 Haarspangen, eine ausgefallene Augenfarbe, ein Outfit an dem man stundenlang Zeichnen musste um alle Details wiederzugeben) als dadurch, dass die Charaktere wirklich einen...naja, sagen wir mal eindeutigen Charakter haben, oder ein Gesicht bzw. eine Körperform, der sie eindeutig von den anderen weiblichen oder auch männlichen Charakteren unterscheidet. Was ich ein bisschen schade finde.
      Eine Entwicklung zu mehr Schönheit lässt sich allerdings auch bei männlichen Charakteren in Fantasyromanen für eine weibliche Zielgruppe feststellen. Bestes Beispiel: Twilight, wo ja alle Vampire von Natur aus attraktiv sind. Vor Twilight hatte ich seltener das Gefühl, dass nahezu alle Charaktere in dieser Art von Romanen perfekte Schönlinge oder Schönheiten sein mussten. Aber jetzt scheinen sich immer mehr Autoren und Autorinnen zu denken: 'Warum überhaupt noch normale/hässliche Charaktere einbringen? Meine Rasse von Dämonen/Engeln/Feen/was auch immer ist eben so geboren, dass sie super schön sind.'
      Auch da gibt es inzwischen häufig das Motto: 'Jeder Lehrer/Tankstellenangestellte/bester Freund/Mentor muss hübsch und attraktiv sein, damit zwischen im und der weiblichen Hauptfigur zumindest theoretisch eine Anziehung entstehen könnte.' Alternativ werden die, die am Ende vom Buch leer ausgegangen sind dann mit der ebenso attraktiven besten Freundin/Mentorin/etc. der Hauptfigur verkuppelt, und alle sind glücklich, hübsch und zufrieden. Hier muss man anmerken, dass die dargestellte Form von Liebe oft auch eher...realitätsfern ist. So etwas wie Seelenverwandte, 16 Jährige die dann die große unsterbliche Liebe, bis zum Ende ihres Lebens finden, und ähnliches. Das sind halt auch Wunschfantasien für ein bestimmtes Publikum. Und wenn es sich einmal sehr gut verkauft, entsteht zunehmend ein Markt dafür, und Leute wollen ähnliches lesen:D
    • Erstmal: Cool das die Diskussion lbendig wird ;D (und meine Tastatur anscheinend immer mal wieder Buchstaben verschluckt)

      Dindrane schrieb:


      Ein Beobachtung, die ich gemacht habe, ist das viele Fans das Hässliche (vllt Monster einmal ausgenommen) auch gar nicht mehr sehen wollen. Wollte man da einmal einen Manga mit einem etwas ausgefalleneren Stil, wie sagen wir mal Berserk, Oyasumi PunPun, Innocent oder Ikigami empfehlen, erhält man oft als Antwort 'Bäh, das ist ja hässlich, les ich nicht'.
      Was wer behauptet Berserk wäre hässlich? Ich werd ihm die Gemälde in diesem Meisterwerk ins Gesicht schlagen.... Nein Spaß bei Seite, aber wer Berserk für häßlich hält hat echt kein Geschmack.
      Also nen Corcus in Badeanzug würd ich mir auch nicht auf die Fensterbank stellen. Aber ich würde es als Zeichnung lieben.


      Vorweg nochmal: Ich habe nichts gegen Klischees, nein heiße sie teilweise sogar willkommen. Auch bin ich absolut für das beste Marketing was man bekommen kann. Und wenn das halt so nen komisches Anime Girl ohne Persönlichkeit ist das ja auch nicht verwerflich. Worum es mir geht ist, dass mir der Kontrast fehlt um das ganze Bild abzurunden. ich mein die Hauptdarsteler dürfen alle von mir aus schön und cool aussehen. Aber warum ist es keiner der Nebendarsteller? Da sowas meist kaum gewicht hat würde das jene auch nicht groß abschrecken, die soetwas nicht sehen können. Ich erinnere mich sogar an einen Manwha in der der Protagonist häßlich war und dann in isolation gelebt hat, weil er dachte keiner mag ihn. Klar ist das nichts Massentaugliches und ich will auch nicht dass es massentauglich wird, aber wieso gibt es positivbeispiele in denen es Beide Seiten der Medallie gibt, welche herrausstechen? Allen voran Onepunch Man und Mob Psyco, deren Populatität nur so boomt.
      Man könnte sich auch mal die Populatity Polls von bestimmten Mangas, die von beiden etwas haben anschauen und überprüfen, ob das schreiben oder das Design des Charakters mehr ausmacht. Ich denke gerade das da wohl der Charakter am Populärsten sein wird, indem Design und Charackterzüge am besten zusammenpassen. Ich habe demletzt Dr. Stone gelesen, weil mich der Anime sehr ansprach und dort war beim ersten Poll ein alter Sack auf Platz 2. (Kann man bei google eingeben, findet man sofort).
      Klar vermarktet sich einiges besser als anderes, aber wenn man alles nur vermarkten will bekommt das ganze für mich eine leere Hülle ohne Seele. Lass die Sexy Charaktere Sexy sein, aber gib mir auch ein richtig groteskes Monster, oder die alte Oma vor der alle Wegrennen. Das ganze wär für mich authentischer.

      @icedchocolatemadoka Zu 1: Würde zugern mal ein Beispiel von so einer Aspekte->Konzepte Entwicklung sehen. Ich möchte dir aber keine Arbeit machen.
      2. Interresanter Gedanke nur denke ich nicht, dass es ein Gigant wie LoL ums überleben geht, wenn sie 2 oder drei Charaktere umändern. Hab da keine Statistik, aber ich hab schon viele gesehen, die wegen einer Charakteränderung aufgehört haben.
      Schade ist, dass manche Firmen die Kuh totmelken können. Und ich weine denen auch keine Tränen hinterher sie haben es sich selbst zuzuschreiben.
      3. Ist Influencer eigentlich das neue Modewort des Jahres? Vor 2019 hab ich das noch nie gehört und jetzt hör ich es ständig. Trotzdem schein ich von deren Einfluss wohl weitgehned verschont worden zu sein. Ich bin mir nicht sicher, aber dieser Rezo soll ja unter anderm dazugehören und dann sagt man auch noch das Belle Delphine dazugehört. Auch wenn ich nicht weis welche Persönlichkeit Rezo hat, da ich nur das berüchtige Video von ihm gesehen hab und ein paar antwortvideos, kann ich zu dem nichts sagen. Aber Belle Delphine könnte ich ganz gut beschreiben. Jemand hat einen vergleich angestellt und sie als den weiblichen Filthy Frank beschrieben, was schon ihrendwie passt. Sie ist ein genialer, sich über ihre eigner Taten bewusster Internet Troll, welcher Horny Boys baited und von denen Geld kassiert. Sie weis genau was sie tut und macht kein großen hehl drumm. Man mag dann von ihr halten wass man will, aber ich finde diesen "selfawareness" Aspekt einfach genial. Und ich find es lustig wie sich manche über das trollen aufregen.
      Aber warscheinlich hast du recht und normale Influencer sind langweilige Nudeln die heute relevant sind, aber wenn die Jungen Kinder mal ausgewachsen sind wohl als outdated gelten. Überleben tun dann nurnoch die mit einer richtigen Persönlichkeit.
      4. Schon schade dass dann deshalb viele Künstler nicht aufblühen können.

      @Dindrane
      Jaja, da hast du recht. Jeder Hanswurst muss inzwischen Antraktiv sein. Gerade schau ich mir einen der neuen Animes an, den ich äußerst schlecht finde, aber er so schlecht ist, dass ich vor Kopfschütteln nichtmehr Wegschauen kann und wissen will, welcher uninovative Blödsinn als nächstes kommt. Sowohl das Design der Charaktere ist langweilig als auch die Story und die Charaktere. Der Heißt Arifureta Shokugyo de Sekai Saikyo. Der Maindude fängt an wie der 0815 Protagonist: Sieht aus wie ein Lappen, versucht natürlich "selbstlos" seine Freunde zu retten. Diese sehen natürlich alle richtig cool und generisch aus. Doch er wird verraten und... er wird zu einem Super coolem Dude mit weißen Haaren und einem Arm, der seine "nutzlose" Fähigkeit dazu benutzt eine Pistole zu bauen. Natürlich hat sich die Welt gegen ihn verschworen und nur er ist der gute und er interressiert sich für keinen seiner alten Freunde mehr. Obwohl alle Weiber auf ihn warscheinlich stehen und ihn nur beschützen wollen, während die anderen Dudes natürlich alles A...Albatrosse sind mit gemeiner Persönlichkeit. Tief im Dungeon in dem er verloren umherihrt und nun Super mega Stark ist trifft er auf einen X Tausen Jahre alten Vampirloli, der natürlich nackt ist und eingesperrt und auch super ober megastark. Er will die kleine erst nicht befreien, da er ja den glauben an die Menschheit verloren hat. (Nur weil ihn ein Albatross verraten hat und er sonst ganz normales Leben hatte). Doch sein herz erweicht durch ihre generische Hintergrundgeschichte und befreiht sie. Sofort wird er als "Perversling" bezeichnet nur weil er ihr einen Mantel anbietet. Sie ist ja schließlich nackt und könnte erfrieren. Auch wird zwischendruch etabliert, dass sie unsterblich ist und sich wieder regenerieren kann, doch dass spielt irgendwie keine Rolle, weil der Protagonist, der ja nicht unsterblich ist, sie andauernt vor Angriffen schützt und in Tödliche Laserstrahlen reinläuft nur, damit er sie beschützt. Und dann küsst er sie noch so ziemlich Random in Folge 4. Während dessen schießen all die richtig krassen voll geilen überzogenen Monster, wie Stormtrooper auf die zwei, die sich nicht bewegen. Harhar, seht ihr wie voll toll ds Monster hier ist. Es kann Eis, Feuer und was weis ich verschießen! Aber keine sorge, treffen tut es eh nicht und es soll ja nur toll aussehen.
      Ich weis nicht welchen Fetisch dieser Anime bedient, aber ganz klar hat der Author da irgendwelche komischen vorlieben.
      Meiner Meinung nach macht dieser Anime so ziemlich das Meiste falsch, was man falsch machen kann und deshalb fasziniert er mich irgendwie. Eine zusammensammlung aus Ideenlosen Insertfantasien.
      Bin gerade im RPG-Pause Modus. Widme mich anderen Dingen. Schau trotzdem hin und wieder ins Forum ;)
    • Kann auch nicht verstehen, wie man Berserk hässlich finden kann, das ist mein Lieblingszeichenstil:(

      Ich habe in dem Moment etwas gegen Klischees, indem sie das einzige werden, was einen Charakter ausmacht:D Ich habe an sich nichts gegen sehr übertriebene Sachen, nicht jeder (weibliche oder männliche) Charakter muss total realistisch und innovativ sein. Auch Dinge, die man schon oft gesehen hat, können witzig sein, und Klischees bieten immer auch die Möglichkeit, dass man mehr Tiefe hinzufügt indem eben gezeigt wird, dass der Charakter auch andere Seiten hat. Wirklich stören tut es mich nur, wenn ich gefühlt 10 mal den gleichen Anime sehe, obwohl ich unterschiedliche Serien schaue, einfach weil man alle Charaktere in einem einzigen Satz charakterisieren kann a la 'er ist ein Lustmolch' , 'er kann alles und alle Mädchen stehen auf ihn' oder 'sie hat kleine Titties, wünscht sich aber große Titties' etc. Viele arbeiten auch nach dem Motto 'Eine innovative Idee wird reichen, um den ganzen Anime zu tragen'.
      Generell habe ich bei vielen Animes das Gefühl, dass alles, was nicht auf den ersten Blick spannend/sexy/actionreich ist zunehmend zu kurz kommt. Wenn es da nicht sofort irgendeine Art von Payback gibt (also im Sinne von, diese Szene lohnt sich total weil super brutal oder krasses Liebesgeständnis oder Höschenblitzer) wird es auch selten gezeigt. Einfach Szenen, in denen sich Mal Leute unterhalten, damit man was über ihren Charaktere erfährt, oder eben solche Nebencharaktere, die alles interessanter machen aber vielleicht eher nicht gerade als (sorry ich sag es mal wie es ist) Wichsvorlage oder Love Interest dienen können, kommen dann halt zu kurz. Was ich wirklich sehr, sehr schade finde.
      Natürlich gibt es auch Anime/Mangas, die populär sind und nicht diesem Bild entsprechen. Und auch unattraktive Charakter können zu Fanlieblingen avancieren. Gerade wenn viele Animes eher eintönig sind, stechen solche Anime wahrscheinlich auch noch mehr positiv heraus. Also wenn ich mich erstmal durch, nenne ich es jetzt auch mal 'seelenlose' Animes gequält habe, denke ich halt viel eher 'wow, dieser unattraktive/unkonventionelle Charakter ist echt mal was neues, ich stimme für ihn' und auch Anime die zwar nicht ganz was neues aber zumindest ein bisschen anders sind erscheinen mir viel positiver, einfach weil es zumindest ein bisschen was neues ist.

      Dieser Anime hört sich nach einem Alptraum an:( Aber irgendwie kommt er mir, trotz dessen, dass ich noch nie von ihm gehört habe seltsam bekannt vor haha.
    • Hasenmann schrieb:

      @icedchocolatemadoka Zu 1: Würde zugern mal ein Beispiel von so einer Aspekte->Konzepte Entwicklung sehen. Ich möchte dir aber keine Arbeit machen.
      2. Interresanter Gedanke nur denke ich nicht, dass es ein Gigant wie lol ums überleben geht, wenn sie 2 oder drei Charaktere umändern. Hab da keine Statistik, aber ich hab schon viele gesehen, die wegen einer Charakteränderung aufgehört haben.
      Schade ist, dass manche Firmen die Kuh totmelken können. Und ich weine denen auch keine Tränen hinterher sie haben es sich selbst zuzuschreiben.
      3. Ist Influencer eigentlich das neue Modewort des Jahres? Vor 2019 hab ich das noch nie gehört und jetzt hör ich es ständig. Trotzdem schein ich von deren Einfluss wohl weitgehned verschont worden zu sein. Ich bin mir nicht sicher, aber dieser Rezo soll ja unter anderm dazugehören und dann sagt man auch noch das Belle Delphine dazugehört. Auch wenn ich nicht weis welche Persönlichkeit Rezo hat, da ich nur das berüchtige Video von ihm gesehen hab und ein paar antwortvideos, kann ich zu dem nichts sagen. Aber Belle Delphine könnte ich ganz gut beschreiben. Jemand hat einen vergleich angestellt und sie als den weiblichen Filthy Frank beschrieben, was schon ihrendwie passt. Sie ist ein genialer, sich über ihre eigner Taten bewusster Internet Troll, welcher Horny Boys baited und von denen Geld kassiert. Sie weis genau was sie tut und macht kein großen hehl drumm. Man mag dann von ihr halten wass man will, aber ich finde diesen "selfawareness" Aspekt einfach genial. Und ich find es lustig wie sich manche über das trollen aufregen.
      Aber warscheinlich hast du recht und normale Influencer sind langweilige Nudeln die heute relevant sind, aber wenn die Jungen Kinder mal ausgewachsen sind wohl als outdated gelten. Überleben tun dann nurnoch die mit einer richtigen Persönlichkeit.
      4. Schon schade dass dann deshalb viele Künstler nicht aufblühen können.

      @Dindrane
      Jaja, da hast du recht. Jeder Hanswurst muss inzwischen Antraktiv sein.
      Leider habe ich meine Mappe nicht mehr und viele Arbeiten unterliegen der Schweigepflicht bzw. des Firmengeheimnisses, aber es ist ein sehr langer Prozess der viel Absprachen benötigt. Auch rechtlich muss in der heutigen Zeit ziemlich viel geprüft werden, teilweise vorab.

      Das mit dem Überleben war jetzt nicht speziell an diese Firma gerichtet, aber bei manchen kann es durchaus zu Einbusen führen, wenn ein Charakter/ Design nicht dem Wünschen eines Kunden bzw. der breiten Masse entspricht. Siehe die Ciri Besetzung bei "The Witcher" als kleines Beispiel.

      Ob die liebe Belle sich dessen voll und ganz bewusst ist, was sie da alles anrichtet wage ich zu bezweifeln. Ich kann die Dame auch nicht besonders gut ausstehen. Ich finde sie billig und mehr nicht. Man kann zumindest anders Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Oder warum haben früher Cosplayfotos gereicht und jetzt muss man sein eigenes dreckiges Badewasser verkaufen? Aber wer sich selbst "prostituieren" will soll das meiner Meinung nach auch ruhig tun.


      Und zum letzten Punkt: Man muss wenn man sich vermarkten lassen will, leider oftmals selbst verkaufen bzw. anpassen. Dabei sind nicht mal die Firmen schuld oder das Unternehmen, wo du dich hinwendest, sondern viele der Gesetzgebungen was z.B. Gewalt-oder Erotikdarstellungen angeht. So gibt es verschiedene Abstufungen für jedes Alter entsprechend, oder auch gewisse Vorgaben, die erfüllt werden müssen.

      Naja... Wenn man von durchnittlichen Menschen und den somit vorhandenen Fortpflanzungstrieb, der ja wie gesagt nicht manipulierbar ist ausgeht, dann muss ein Mensch eine gewisse Standart-Attraktivität aufweisen. Ich mache da niemanden einen Vorwurf draus. Oder datet ihr etwa die fette, ungewaschene, mit Doppekinn behaftete ALGII-Empfängerinnen? Die warscheinlich noch an ihren Nägeln kauen, nichts von Ordnung halten und drei Kinder an der Backe haben? Nein, würdet ihr nicht, auch wenn diese Frau vllt. einen Interessanten Charakter aufzuweisen hätte. Beides muss immer immer, zumindest bei normalen Menschen, im Gleichgewicht sein. Das die neuen Medien momentan eher oberflächlich sind liegt an den momentanen Nutzern und ich denke (hoffe) das sich dies wieder einpendelt.

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    • Nur um mal auf deinen letzten Paragraph einzugehen, @icechocolatemadoka : du vermischst da aber auch schon ein wenig Charakter, Lebensziele und (für die meisten Menschen eher unattraktive) Aussehensaspekte^^
      Ob man Ordnung halten kann, sich nicht anständig wäscht, etc., das hat für mich doch auch schon mit Charakter zu tun. Klar könnte diese Person trotzdem einen ganz interessanten (restlichen) Charakter haben, aber einige Aspekte dieses Charakters scheinen ja hier auch schon nicht zu passen. Drei Kinder und keine Arbeit wären zusätzlich etwas, was die Beziehung belasten würde. Das wäre für mich wahrscheinlich eher ein Beispiel dafür, wenn man weder einen harmonierenden Charakter noch ein (für die meisten Menschen attraktives) Aussehen hat.
      Auch wenn die besprochene Frau aussehen würde wie ein Engel und genau meinem Typ entspräche, würde ich sie unter den gegebenen Umständen nicht daten, auch da drei Kinder eine große Herausforderung wären.
      Natürlich gibt es aussehenstechnisch bei jedem Menschen Präferenzen, da bin ich persönlich nicht von ausgenommen, und die spreche ich auch niemanden ab. Allerdings sind auch hier zwar viele, doch nicht alle am gängigen Schönheitsideal orientiert.
    • Dindrane schrieb:

      Nur um mal auf deinen letzten Paragraph einzugehen, @icechocolatemadoka : du vermischst da aber auch schon ein wenig Charakter, Lebensziele und (für die meisten Menschen eher unattraktive) Aussehensaspekte^^
      Ob man Ordnung halten kann, sich nicht anständig wäscht, etc., das hat für mich doch auch schon mit Charakter zu tun. Klar könnte diese Person trotzdem einen ganz interessanten (restlichen) Charakter haben, aber einige Aspekte dieses Charakters scheinen ja hier auch schon nicht zu passen. Drei Kinder und keine Arbeit wären zusätzlich etwas, was die Beziehung belasten würde. Das wäre für mich wahrscheinlich eher ein Beispiel dafür, wenn man weder einen harmonierenden Charakter noch ein (für die meisten Menschen attraktives) Aussehen hat.
      Auch wenn die besprochene Frau aussehen würde wie ein Engel und genau meinem Typ entspräche, würde ich sie unter den gegebenen Umständen nicht daten, auch da drei Kinder eine große Herausforderung wären.
      Natürlich gibt es aussehenstechnisch bei jedem Menschen Präferenzen, da bin ich persönlich nicht von ausgenommen, und die spreche ich auch niemanden ab. Allerdings sind auch hier zwar viele, doch nicht alle am gängigen Schönheitsideal orientiert.
      Ich weiss ja nicht wie ihr beide tickt. Aber die meisten Menschen denen ich begegne sagen Charakter ist alles. Was ziemlich Bullshit ist, wenn man unseren vorhandenen Fortpflanzungstrieb berücksichtigt. Es muss immer ein Gleichgewicht für das jeweilige Idividuum herrschen und das können auch die "Charakter-über-alles-Menschen" nicht madig reden. Dazu gehören dann auch die gesellschaftlichen Aspekte. Es gehört alles irgendwie zusammen. Das kann man nicht abstreiten egal wie es ist. Und das gängige Schönheitsideal ist wandelbar eben durch gesellschaftliche Aspekte, siehe Rubensfrauen. Was aber nicht wandelbar ist ist das der Norm entsprechnde Schönheitsideal, was für einem der Norm entsprechenden und denkenden Menschen anspricht im Normalfall. Nämlich ein gesunder, wohlprortionierter, möglichts augenscheinlich symetrischer und nicht erkrankter Körperbau.

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    • Natürlich ist der Charakter denke ich Mal nicht 'Alles', eine gewisse Art Anziehung sollte schon vorhanden sein, zumindest für die meisten Menschen. Hier will ich allerdings auch nicht für alle sprechen, das würde ich als Projektion meiner eigenen Einstellungen auf andere sehen, was ich eher ablehne. Es gibt für alles Ausnahmen. Wenn Menschen mir sagen, dass sie es anders empfinden, sehe ich mich nicht in der Position, darüber zu urteilen, ob das nun wirklich so ist oder nicht.
      Vielleicht gibt es Menschen, für die Charakter 'Alles' ist. Ihre Gefühle, nicht meine, also sollten sie darüber wohl auch besser eine Aussage treffen können als ich. Es gibt ja auch Menschen ohne den geringsten Fortpflanzungstrieb, Homosexuelle suchen ihren Partner auch nicht danach aus, ob sie sich mit ihm oder ihr 'fortpflanzen' können etc.
      Für mich ist der Charakter persönlich gesehen um einiges Ausschlag gebender als das Aussehen. Das sage ich jetzt nicht im Sinne von 'oh, sieh her, ich bin super tolerant und gar nicht oberflächlich'. Nein. Aber damit meine ich, dass ich durchaus Frauen die eher nicht meinem Typ entsprechen durch ihren Charakter auf den zweiten Blick dann doch mein Fall sein Können. Ein mit mir nicht harmonierender Charakter ist allerdings ein Aspekt, über den ich nicht im Geringsten, sagen wir mal 'hinwegkommen' kann.

      Allerdings war das jetzt auch nicht die Intention meines an dich gerichteten Posts. Ich wollte nur anmerken, dass du in dem Beispiel Charakteraspekte, Aussehen und Lebenssituation vermischt hast, weswegen ich als Recht ungünstig Beispiel ansehe für das, was du ausdrucken wolltest. Denn wenn alles drei nicht passt, wird da natürlich jeder gleich 'nein würde ich nicht daten' sagen. Charakter und Anziehung, sowie ähnliche Zukunftsentwürfe sind natürlich wichtig im Hinblick auf eine mögliche Beziehung. Für manche Menschen kann ein Aspekt der perfekt passt andere nicht so ideale Aspekte ausgleichen, bei anderen ist es eher nicht der Fall. Beides ist in meinen Augen vollkommen okay:D
    • Dindrane schrieb:

      Es gibt ja auch Menschen ohne den geringsten Fortpflanzungstrieb, Homosexuelle suchen ihren Partner auch nicht danach aus, ob sie sich mit ihm oder ihr 'fortpflanzen' können etc.
      Homosexuelle suchen sich aus dem aus einem ähnlichen Grund ihren Partner. Und zwar den "Sexualtrieb" an sich. Und bei anderen Formen wird noch weitesgehen geforscht, ob es sich nicht um ein "krankhaftes Verhalten" handelt, da wir wie bereits weiter oben erwähnt, wenn man es etwas schlichter sehen will, auch nichts weiter als Tiere sind. Und in der Tierwelt (Säugetiere), ist z.B. ein asexuelles Verhalten eher untypisch, genauso wie andere Sexualformen, da sie bei Tieren auf ein eher krankhaftes Verhalten und/ oder körperlicher Gegebenheit hindeuten. Wozu Hertero, Homo und Bi übrigens nicht zu gehören, da sie in der Tierwelt reich belegt sind.

      (Und nein, ich möchte niemanden mit diesem Post verletzen oder diskrimmnieren, aber es ist richtig und wichtig das solche Dinge erforscht werden, damit wir das "Menschsein" an sich entschlüsseln. Ich bin selber Bi und weiss auf Grund einer psycholoschen Erkrankung wie es ist, wenn die eigene Sexualität zum Krankheitsbild mit dazu gezählt wird.)
    • Haha ich muss grad sehr an ein paar Referenzen denken: We are nothing but mamals (Eminem und Bloodhound Gang).
      Und der Spruch, ein bischen Bi schadet nie.

      Aber nein, ich will hier mal ehrlich sein und auch zugeben, dass ich zuerst nach dem ersten Äußeren Eindruck beurteile, bevor ich das Buch aufschlage und mich vielleicht doch anders überzeugen lasse. Der Erste Eindruck macht viel her und kann auch etwas über eine Person, als auch das Werk aussagen und ist keineswegs nur oberflächlich. Ich denke nur daran, dass ich nie jemanden, der Übergewichtig ist auf einer unplatonischen ebene mögen könnte. Erst einmal sagt es ja darüber aus, dass derjenige sich nicht um seinen Körper und damit um seine Gesundheit genug interessiert, anderseits, kann es fehlende Disziplin oder Faulheit darstellen. Etwas was nicht unbedingt in meinen Augen attraktiv ist. Schminke: Kann aussagen, dass man unsicher über sich selbst ist oder gar, dass man selbst oberflächlich ist. Das man sich vermutlich gesellschaftlichen Normen unterwirft. Es gibt brutal schöne Mädels, die keine Schminke tragen, nur glauben das ein paar andere Mädchen nicht. (Zum Beispiel die Freundin meines Bruders, die ich selbst für sehr oberflächlich und materialistisch unsicher und unzufrieden mit sich selbst halte, weswegen sie dauernd Selbstbestätigung nicht nur bei ihm sondern auch bei anderen Sucht. Das passiert wenn man sich hauptsächlich nur in seiner eigenen sozialen blase bewegt.) Die Art der Kleidung, die man trägt, wie man sich frisiert, alles kann Aufschlüsse über den Charakter eines Menschen geben. Unterbewusst wissen das viele, sowohl Frauen als auch Männer. Damit kann man solche Dinge auch in sein Charakterdesign einfließen lassen. Z.b.: Wilde kurze Haare vs. Lange gepflegte Haare. Und dann kann man mit diesen Konventionen auch spielen und das Ganze auf den Kopf stellen. Reversal. (Ich verweise gerne auf Spiderverse. Dazu hat jemand ein gutes Video gemacht, was Reversal sind und wie Spidervers sie meisterhaft umsetzt. Ein muss Film).

      Aber ganz recht sexuelle Anziehung kommt nicht nur von Äußerlichkeiten, sondern auch vom Verhalten einer Person. Leider muss man dazu eine Person besser kennenlernen, um Step 1 zu überwinden. Und trotzdem kann Step 1 eine so große Hürde sein, dass man niemals eine sexuelle Anziehung durch den zweiten Schritt erreichen kann. Was in der Liebe zum anderen gilt, gilt jedoch nicht unbedingt in der Liebe zum Charakter. Ich denke, dass da nicht nur sexuelle Merkmale und das herausstechen, von unkonventionellen die einzige Rolle spielt, bei der Beliebtheit eines Charakters. Nein beides muss irgendwie harmonieren. Ein gut geschriebener Charakter kann langweilig wirken, wenn das Design floppt Genauso ein total cool/sexy designter Charakter, dessen Merkmale nicht vorhanden sind. Der eine wirkt unattraktiv, bzw. langweilig, der andere Seelenlos. Auch denke ich hat jeder so seine eigenen Präferenzen, was als sechsi gilt. Ich stehe nicht auf Schminke und Stöckelschuhe, andere tun das wiederum schon. Auch stehe ich nicht auf alte Oma Gardienen, die sich manche Frauen anziehen. Mein Bruder anscheinend schon (lol)

      Es soll hier ja auch nicht um einen Lieblingscharakter gehen, sondern eben um ein gewissen Flair was Fehlt. Berserk wurde schon angesprochen: Wir haben die berüchtigten Trolle. Kein Cooles Design, aber sie erfüllen ihren Zweck: Horror und Eckel zu erregen. Hingegen die Apostel und die Godhand sind eher cool designed, auch Guts der Haupt Charakter. Die Protagonisten wirken alle samt eher schön oder cool. Jedoch gibt es durchaus häßliche Nebendarsteller in der häßlichen wellt und auch die Antagonisten und Monster sind meist häßlich. Das erzeugt deutlich eine Wirkung. Die Charaktere Stechen hervor. Wenn ich da an andere Mangas/Animes denke sind das meist perfekte Charaktere in einer Perfekten Welt. Eine Wunschwelt, die falsch ist eine Welt in der alles Cool ist. Und so ist der Hauptcharakter nichts weiter als einer von vielen, der eben noch ein bischen cooler ist als die anderen, aber genauso gut auch auswechselbar. Manchmal sieht er sogar eintöniger aus als die anderen und wird dann erst cooler, cleaner, mehr düster oder sonst was.

      Ich glaube ein weiteres Beispiel das auch gut gelungen ist ist One Piece. Schaut man sich da bestimmte Charaktere an, so würden, die niemals in einem generisch konzipierten Manga auftauchen. Big Mom, Lysop, Franky, Blackbeard. Sie stehen im Kontrast zu anderen Charakteren: Zorro, Nami, Kaido, Shanks. Klar, die Leute kaufen sich lieber ein T-Shirt mit den Coolen Charakteren drauf (Ace ist so ziemlich der coolste mit der kleinste Persönlichkeit XD), aber das heißt nicht, dass die anderen unbeliebt sind. One Piece ist außerdem der Meistverkaufte Manga bei weitem in Japan, was Merchandise angeht vielleicht nicht unbedingt, da macht der ganze Idolkram überraschenderweise was aus. Mir geht’s hier auch gar nicht um die Artikel, die sowieso nur mit Oberflächlichkeit werben, sondern um die Medien, die mehr sein könnten es aber nicht tun, weil sie sich hinter der Marketing Agenda verstecken, so wie es Icedmadoka… dargestellt hat. Ich sehe die Gründe, halte, das aber für ein Falsches Argument besonders bei so spielen wie LoL, welche ja schon genug Charaktere haben die perfekt aussehen.
      Ich muss mit den häßliche Charakteren ja nicht ins Bett steigen wollen, aber sie sollten doch da sein um einen Gewissen Zweck zu erfüllen.

      Ich hab inzwischen das Gefühl, dass sich das Thema von Häßlichkeit und Groteskheit in Populären Medien hin zum Thema: Sexy sein ist legitim, oder etwa nicht? hinbewegt. Mir aber egal, da mir die Eindrücke gefallen, wenn da nicht zuviel auf den anderen Projeziert wird.
      Bin gerade im RPG-Pause Modus. Widme mich anderen Dingen. Schau trotzdem hin und wieder ins Forum ;)
    • Beispiel dazu: Kogoro Mouri, Professor Agasa oder Inspektor Megure aus Detektiv Conan. Da gibt es ja auch sehr viele hübsche Charaktere (zum Beispiel Shinichi, Ran, Kaito Kid, eigentlich die meisten Hauptcharaktere). Es ist wahrscheinlich, wenn man den Aspekt betrachtet schon eine 'idealisierte' Welt, aber das ist ja nicht schlimm. Genauso bei Inuyasha. Sesshomaru, Inuyasha, Kouga, Kikyo, Kagome etc. sind alle (relativ) hübsch, aber es gibt auch genug Charaktere wie Kaede, Shippo, Kougas Handlanger, Nebencharaktere denen sie auf ihrer Reise begegnen die zum Beispiel eher nicht daraus ausgelegt sind, attraktiv zu sein. Sondern eben eine bestimmte Rolle zu erfüllen, egal ob das jetzt die weise Mentorin, der verpeilte Detektiv mittleren Alters, der kleine freche Bengel oder was auch immer ist.

      Wenn ich einen Anime schaue, und da kommt der 25 Sohn nachhause und seine 60 Jährige Mutter steht am Herd und sieht aus wie eine 20-Jährige oder wenn der verschusselte alte Professor aussieht, als wäre er gerade der Highschool entwachsen, ist das für mich schon etwas, was einen Anime in meinen Augen...abwerten kann. Einfach, weil die Welt dadurch so seltsam wirkt. Nicht einmal, weil sie perfekt ist (denn mal ehrlich, auch bei Berserk oder Detective Conan, Inuyasha oder Cowboy Bebop ist natürlich einiges idealisiert, wie bereits gesagt), sondern weil oft alle unabhängig von Alter/Beruf (wenn man jetzt von Berufen wie knallharter Söldner etc. ausgeht)/ etc. fast exakt gleich aussehen, bis auf manchmal etwas schmalere Augen/eine andere Frisur und oder Haarfarbe oder bei Frauen die Größe der Brüste.
      Im Endeffekt interessiert mich überhaupt nicht, ob manche Charaktere sexy/schön sind oder nicht, das ist vollkommen in Ordnung und sonst würde auch der Plot vieler Anime/Manga nicht funktionieren. Aber besonders bei Anime mit vielen Charakteren, in denen es um eine Reise durch eine riesige Welt gehen soll, und die nicht zum Beispiel nur in einer Highschool spielt (wo ich es verstehen kann, wenn fast alle Schüler sind), und alle Charaktere sehen fast haargenau gleich aus erzeugt das für mich so einen extrem seltsamen Effekt. Keine Ahnung, wie man das beschreiben soll. Als wäre diese Welt zu künstlich und ein wenig eintönig. Es ist nicht auszuschließen, dass ich diese Anime bei einer richtig guten Story auch mögen lerne, aber auf den ersten Blick ist es immer eher abschreckend als anziehend für mich.
      Wenn alle aussehen wie 18 Jährige Schönheiten, finde ich es auch immer tierisch verwirrend wenn von einem bestimmten (weiblichen oder männlichen) Charakter gesagt 'Wow, xy ist so umwerfend schön/cool' und man schaut sich das Design an und denkt 'Eh, der/die sieht genauso aus wie alle anderen da, nur mit einer anderen Haarfarbe'. Da ist der Effekt für mich irgendwie viel größer, wenn es wie eben bei Berserk auch Charaktere wie Corcus und andere rauhe Gesellen gibt, so dass man bei Griffith denkt 'Wow, er wirkt viel eleganter als die anderen' oder bei Guts 'wie muskulös und stark er gegenüber xy aussieht'. Also denke ich mal, ich stimme dir zu größtenteils zu.
      Und jetzt hab ich wieder Lust, den Manga zu Berserk nochmal zu lesen. Haha
    • Dindrane schrieb:


      Wenn ich einen Anime schaue, und da kommt der 25 Sohn nachhause und seine 60 Jährige Mutter steht am Herd und sieht aus wie eine 20-Jährige
      Das sind die Asiatischen Gene ich sags dir, so fernab von der Realität ist das gar nicht unbedingt. Manche Asiatinen scheinen erst ab 60 zu altern.^^

      Aber bei Detekiv Conan gibt es doch den Professor und der wirkt doch schon etwas grotesque. Auch die ganzen Nebendarsteller sind nicht immer die schönsten. Oder der Inspector? Der mit dem Orangen outfit. Sowas reicht ja schon, mehr vrlange ich ja gar nicht.
      Bin gerade im RPG-Pause Modus. Widme mich anderen Dingen. Schau trotzdem hin und wieder ins Forum ;)
    • Haha, kann gut sein:D Ich meine jetzt eher diese extrem Beispiele. Die Mutter in Erased/Die Stadt in der es mich nicht gibt sieht zum Beispiel jung aus, aber da ist es (einigermaßen) glaubwürdig.
      Kinue Hayase aus Masamane-Kun No Revenge kann mir hingegen beim besten Willen niemand als Mutter verkaufenxD Ich weigere mich zu glauben, dass irgendwer mit 42 so aussieht haha
      Ja, deswegen ist Detektiv Conan auch ein positives Beispiel. Wollte damit nur ausdrücken, dass man auch einen hauptsächlich hübschen Cast haben kann, und trotzdem eben solche Charaktere wie Professor Agasa und so gut einbringen kann^^
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