Angepinnt Die Geschichte von Alice Ren und Chuu

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Willkommen zurück!
    Wir freuen uns riesig wieder online zu sein. :) Leider kam es bei der Aktualisierung einiger Komponenten zu größeren Inkompatibilitäten, welche in Handarbeit einzeln behoben werden mussten.
    Damit hat sich für die Nutzung des Forum folgendes verändert:
    Bisherige Links zu Beiträgen sind nicht mehr gültig, da sich die Link-Struktur geändert hat. Wir arbeiten daran, dass auch alte Links wieder funktionieren, können aber noch nichts versprechen.

    Liebe Grüße
    Euer ARC-Team

    Hinweis: Solltet ihr Probleme haben Seiten im Forum aufzurufen (Fehler 404 z.B.), aktualisiert die Seite! Ihr habt noch die alte Version zwischengespeichert.

    • Die Geschichte von Alice Ren und Chuu


      Chuu




      Die Außenwelt wird von den warmen Strahlen des brennenden Sternes erhellt, der Abermillionen Jahre von der Erde entfernt liegt und momentan die Hälfte seiner Lebenszeit verglüht hat. Die kleinen Vögelchen zwitschern durch die Gegend und nerven unschuldige Passanten, die nur in Ruhe ihre Zeitung lesen wollen. Ich vermute es zumindest, denn hier drinnen dröhnen nur die Motorengeräusche, die aus den Lautsprechern des Fernsehers dringen. Wir gehen nämlich gerade einer sehr wichtigen Tätigkeit nach, die in keinster Weise unseren Zusammenhalt fördert. The Crew ist ein sehr… wie soll ich sagen? Ein sehr spannungsgeladenes Spiel für die PS4. Und wie es scheint, hat Alice gerade die Oberhand gewonnen… wie immer. Und wie vermutet, schiebt Ren seine schlechte Performance auf den Kontroller.
      Was? Wer Ren und Alice sind? Ah, dafür muss ich etwas weiter in der Vergangenheit anfangen und wer es nicht weiß: mein Name lautet Chuu. Falls ich mich bis jetzt noch nicht vorgestellt haben sollte. Ich bin ein Panda. Ja, richtig gehört. Ich bin von diesen Wesen, die die meisten als pelzig, putzig und süß bezeichnen… doch Vorsicht! Ich bin nichts davon… außer vielleicht süß, aber das war es schon! Mich kann man nicht mit diesen runden Bären vergleichen, denn ich bin komplett anders! Nun gut, dann
      will ich mal mit dem erzählen anfangen und lasse die beiden weiter spielen. Ich bin gerade eh mit einem anderen Auto kollidiert und somit viel zu weiter hinten.
      Mhmmm. Wo fange ich denn am besten an? …ah! Ich weiß! Fangen wir doch am besten mit meiner Wenigkeit an. Ihr wisst ja schon, dass ich ein Panda bin, doch das ist noch nicht alles! Ich bin nämlich ein Ninjapanda, auch wenn ich auf den ersten Blick nicht danach aussehe. Meine Heimat ist ein kleines Dorf hoch oben in den Bergen Chinas. Dort, wo die Wolken die Erde berühren. Die Aussicht ist einfach herrlich und durch die Höhe, bin ich viel sportlicher als meine Mitbewohner. Zumindest war ich es, denn je länger ich hier im Flachland lebe, desto mehr werden meine Blutkörperchen abgebaut, die sich im Laufe meines Lebens gebildet haben. Traurig, ich weiß. Doch ändern kann ich es nicht, außer ich ziehe wieder in mein Dörfchen.
      Ich habe ja erwähnt, dass ich ein Ninja bin, doch der Weg war steinig. Hart habe ich trainiert, habe viel gelernt. Nicht nur Kampftechniken hat mit mein Meister beigebracht, sondern auch die Fähigkeit zur Ruhe zu kommen. Das Meditieren fällt mir immer noch sehr schwer, egal wie einfach es aussieht. Dahingegen ist der Umgang mit Kampfwaffen wie Shuriken, Kunais, Katanas, Fächern und meinem Liebling: dem Kampfstock umso einfacher. Ich habe meinen Körper abgehärtet und bezwinge jeden meiner Gegner nieder.
      Mein Meister war ein sehr weiser Mann, aber er war nicht mehr der Jüngste. So kam es, wie es kommen musste und er verstarb. Das rote Halstuch, was ich trage… es ist von meinem Meister und mir sehr heilig. Sollte es jemand kaputtmachen, dann wende ich meine Fähigkeit ohne Gnade an! Mit diesem Stoff habe ich nämlich ein Versprechen an ihn gegeben. Ich werde ein großartiger Ninja und finde Freunde, denen ich vertrauen kann!
      So kam es, dass ich nach dem Tod meines geliebten Meisters mein Dorf verließ, um mir die weite Welt anzuschauen und ich muss sagen, ich bereue es kein Stück! So kam es, dass ich in einer Stadt – ich glaube der Name lautet New York – Alice über den Weg lief. Ich war zur jener Zeit nicht der englischen Sprache mächtig, doch es hätte nichts an dieser Situation geändert. Alice ist ein Mädchen von einer… recht mittleren Statur. Ihre Größe beträgt knappe 169 cm. Ob das groß oder klein ist… da habe ich keine Ahnung. Ich weiß nur, dass ich ihr Gewicht nicht preisgeben darf, sonst bin ich demnächst nur noch ein ausgestopfter Chuu zwischen ihren ganzen Plüschtieren. Und darauf habe ich absolut keine Lust, also bleibt das Gewicht ein Geheimnis. Sonst ist sie eine sehr angenehme Person. Sie braucht früh zwar verdammt lange im Bade, weswegen Ren und ich versuchen, immer vor ihr drinnen zu sein, aber dafür sieht sie hinterher auch gut aus. Fast wie eine Märchenfigur. Vielleicht kommt es daher, weil sie den Film Alice im Wunderland vergöttert. Wissen tu ich es nicht, ich stelle nur Vermutungen auf.
      Sie ist die Bäckerin des Hauses. Niemand kann so gut backen wie sie, geschweige denn, dass sich niemand in die Nähe der Backformen wagt. Ein Alicesaurus bewacht diese nämlich. Ren und ich brauchen unsere Hände noch, also sind die Formen tabu. Hinzu kommt noch, wie man es am Anfang vielleicht schon bemerkt hat, dass sie eine verdammt gute Gamerin ist. Sie sieht zwar nicht danach aus… genauso gut sehe ich nicht wie ein Ninja aus, doch sind wir beide Meister auf unserem Gebiet. Das Auge lässt sich am schnellsten und stärksten täuschen, weswegen ich mich nicht nur auf dieses Sinnesorgan verlasse würde.
      Die junge Dame ist momentan in ihrem 18. Lebensjahr und in der 12. Klasse. Sie hat ihr Abi so gut wie in der Tasche und möchte später Modedesignerin studieren oder Maskenbildnerin. Ich befürworte beides, würde ihr aber raten, in beiden Berufen ein Praktikum zu absolvieren. Ob sie auf mich hört… das ist ein ganz anderes Kapitel, denn sie ist der größte Sturkopf den es in der Geschichte der Sturköpfe gibt. Und das größte Problem ist, sie möchte einen Vogel. Aber nichts da! Ich bin das einzige Tier in diesem Haushalt und es wird auch so bleiben. Dagegen kann nicht einmal ihre bebende Unterlippe etwas ausrichten oder Rens Dackelblick. Dieser wünscht sich nämlich einen Hund. Ist zwar nicht so schlimm wie diese lauten Piepmätze, aber nein. Mein Standpunkt steht fest.
      Und Apropos Ren. Über ihn würde ich euch gerne ebenfalls etwas erzählen. Er ist nur ein Stückchen größer als die liebe Alice. Seine Körpergröße beträgt stolze 176cm. Nicht gerade sehr groß für einen Jungen, aber vielleicht wächst er noch. Mit 17 Jahren ist er nämlich noch keines Wegs ausgewachsen. Wie sag ich dann so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt! Ich glaube fest daran, dass er die 180cm knackt. Das wird er. Ihr werdet schon sehn!
      Dieser junge Mann ist ein äußerst begabter Skater und ich könnte mir für ihn eine Kariere in diesem Sport durchaus vorstellen, doch zu meinem Erstaunen hatte er mir letzte Woche erklärt, er will nach dem Abi Wirtschaftsinformatik studieren. Das war eine Überraschung, kann ich euch sagen. Da er zumal in den ganzen Spielen haushoch platt gemacht wird… doch ob das aussagekräftig über die Kompetenz für sein verstehen für Elektronik ist… mhmmm… ich bezweifle es. Aber gehen wir zu einer anderen Sache, die er verdammt gut kann. So wie Alice die Bäckerin des Hauses ist, ist er ohne Zweifel der Koch vom ganzen. Niemand kann so gut kochen wie er. Es gibt nur einen Haken. Ren mag Gemüse nicht so wirklich, weswegen er manchmal Gerichte komplett ohne diese Lebensmittel macht. Mano man. Wenn Alice davon mitbekommt… Dann rappelt es im Karton und der Junge macht ganz schnell noch gedämpftes Gemüse als Beilage. Wobei ich selbst genauso wenig von diesem Zeug angetan bin. Es hat über einen Monat gedauert, ihm einzutrichtern, dass ich Bambus hasse. Das war harte Arbeit! Wer mag dieses zeug schon? Es eignet sich einzig und allein zum Kämpfen… manchmal ist aber auch dieser Fakt zweifelhaft.
      So, jetzt habe ich euch meine beiden Mitbewohner näher erklärt bzw. ihre Macken freigelegt. Ihr fragt euch sicher gerade, wie solche verschiedenen Charaktere zusammenleben können. Eher… wie es dazu kam, dass wir uns eine Wohnung teilen. Nun, dass meine Lieben ist eine witzige Geschichte. Sperrt schön die Lauscherchen auf, damit ihr auch ja nichts überhört, denn ich erzähle es nur einmal.
    • Wie schon vorhin erwähnt, habe ich Alice in der bezaubernden Stadt New York getroffen. Witzig, witzig, wie ich auf den Kontinent Amerika gelandet bin. Kurz gesagt, nachdem ich mein Dorf in den Bergen Chinas verlassen habe, hatte ich mich zum Hafen verirrt. Nach der langen Reise, die ich bis dahin hinter mir hatte, vielen mir die Augen zu. Peinlich, ich weiß. Kein Ninja ist bis dato einfach auf einem Hafen eingeschlafen. Aber es ist leider passiert und als ich meine Äugelein wieder aufmachen konnte, was es dunkel. Es roch verdächtig nach Salz und mein Untergrund schien nicht ganz fest zu sein. Es bewegte sich irgendwie. Nach einigen Minuten erschien über meinem schwarz-weißen Köpfchen eine leuchtende Glühbirne. Wo konnte ich mich denn nur logischerweise befinden, wenn ich an einem Hafen eingeschlafen bin und nun der Boden unter meinen Füßen nicht ganz… fest zu sein scheint? Ja, ich befand mich logischerweise auf einem Schiff. Die Matrosen hatten mich ausversehen in den Frachtraum gepackt. Wieso und warum, diese Antwort weiß ich bis heute nicht. Ich weiß nur, dass mich dieses Schiff nach Amerika brachte.
      Oh großer Panda war ich froh, dass ich wieder Land unter den Füßen hatte! Ich gebe es zwar nicht gerne zu, doch mir war ein ganz kleines bisschen seekrank. Nicht viel, aber genug, dass sogar die Ratten die Grabscher von mir gelassen haben. Ich musste also wirklich ‚ungesund‘ ausgesehen haben. Im Endeffekt war es ja zu meinen Gunsten. Wäre ich aber bei vollsten Kräften gewesen, hätte ich sie alle mit meinen Fähigkeiten platt gemacht! Meine Ninjakünste sind einfach überragend!
      Einzige Sache… ich befand mich auf einem fremden Kontinent. Ich kannte niemanden und ich konnte kein Englisch. Weder das britische, noch das amerikanisch. Doch irgendwie kam ich durch. Vom Hafen schaffte ich es in das Städtchen New York. Eine verdammt große Stadt, mit einer gewaltigen Menschenmasse. Zu den Stoßzeiten am grausamsten. Ich übernachtete in einem Park, da der Himmel klar war und das Wetter recht warm. Das Gras unter mir war wie eine weiche Matratze. Hier konnte ich allerdings nicht die Sterne betrachten, dazu war dieser Ort zu sehr beleuchtet. Überall brannten Lampen. Licht hier, licht dort. Licht überall! Meine geliebten Sterne. Ein paar konnte ich zwar sehen… doch für meine Verhältnisse viel zu wenig! Doch ehe ich mich über diesen Fakt hätte weiter aufregen können, wurden meine Augenlieder schwer wie Blei und ich driftete ins Land der Träume.
      Der nächste Tag kam schneller als gedacht und somit eine Begegnung, die mich bis zum äußersten beeinflusst. Neckisch rissen mich die Sonnenstrahlen aus dem Schlaf, denn sie suchten sich ihren Weg durch die zarten Äste des Gebüsches, unter dem ich rast gemacht hatte. Schlaftrunken krabbelte ich aus meinem provisorischen Bett. Oh großer Panda. In diesem Moment sah sie mich. Alice erblickte mich und rief »Märzhase«. Zunächst hatte ich nicht gewusst, wen oder was sie meinte, doch als sie direkten Kurs auf mich nahm, war die Müdigkeit mit einem Mal weggefegt. Ich rannte um mein Leben, da es aussah, als ob sie mich zerquetschen wollte. Es war eine Hetzjagd vom feinsten. Wer bis dahin dachte, Mädchen in Märchenkleidern können nicht rennen, der hat sich aber gewaltig verscherzt. Sie rannte. Oh, wie sie rannte und wie ich rannte. Als ob der Teufen höchstpersönlich hinter mir her wäre.
      Und so kam es, dass wir quer durch die Stadt gedüst sind. Ich vorneweg und Alice hinterher. Ich weiß nicht, was in jenen Moment die Passanten dachten und irgendwie will ich es auch nicht wissen. Es bleibt ein Geheimnis. Ein ewiges Geheimnis. Ich weiß nur, das durch diese verkorkste Situation noch eine viel verkorkstere Situation entstand, denn im Eifer des Gefechtes, rannte ich in den lieben Ren hinein, der in diesem Augenblick ein Trick mit seinem Skateboard übte. Oh gab das blaue Flecke. Ich spüre sie heute noch! Eine Massenkarambolage von drei Personen. Ob das damals großes Aufsehen erregt hat, bezweifle ich. Bis heute hab ich nichts davon in der Zeitung gelesen. Und das ist auch gut so.
      Kurz nach dem Zusammenprall hatte ich mich verkrümelt, was mir die beiden bis heute übel nehmen. Wieso sollte sie auch nicht? Das witzige ist jedoch die Tatsache, dass nach dieser Kollision noch weiter urkomische Zufälle passierten. Ich traf den lieben Ren zwei Tage später im Park. Oh gab das Geschimpfe! Ich bin in einen Brombeergebüsch geflüchtet. Fatale Entscheidung. Die Stacheln haben mein Pelz zerstochen! Gerade mal drei Stunden später, lief ich der lieben Alice über den Weg. Zum Glück stand sie mit dem Rücke zu mir und das Schaufenster war so lieb und hatte keine Spiegelung erschaffen. Sie hat sich ein Cynderalle Kleid angeschaut… oder eher das Abendkleid daneben? Egal. Nach eine Woche, in der wir uns zig Mal begegnet sind, war die letzte zufällige Begegnung in einem Supermarkt. Ich war gerade dabei Cookies zu kaufen, denn ich liebe Cookies. Ren war dabei, sich ein Stück Schokokuchen zu kaufen, denn der Gute ist ein Zuckermäulchen. Und die liebe Alice hatte Muffins in ihren Fingerchen. Wahrlich sind wir drei Liebhaber von ungesunden Sachen, aber wer mag diese schon nicht? Sie sind einfach zu köstlich und wiederstehen… das schafft keiner von uns mentalisch. Man braucht diese Kalorienbomben für einen guten Stoffwechsel. Jawohl.
      Was soll ich sagen? Am Ende dieses Tages, haben wir uns mehr oder weniger freundschaftlich versöhnt. Ren hatte noch zwei Stück Schokokuchen gekauft, Alice noch zwei Muffins und ich habe meine Cookies geteilt. Letzten Endes kamen wir auf das Gesprächsthema Wohnungen und wie schweineteuer die doch heutzutage sind. Ich konnte nicht wirklich mitreden, da mir erstens die Erfahrungen fehlten und zweitens meine spärlichen Englischkenntnisse, die ich innerhalb der Woche angesammelt habe, dafür nicht ausreichten. Beide sind am Ende ihrer schulischen Laufbahn. Das Thema schwappte daher gefährlich schnell von Wohnungen zu WGs. Und ehe ich mich versah, zogen wir drei innerhalb der nächsten Woche in eine gemeinsame Wohnung. So wirklich kann ich auch nicht erklären, wie unsere Chaoten WG zutage kam. Sie war „Schwupp“ plötzlich da. Aber irgendwie waren ihre Eltern einverstanden. Alice Vater schien sogar minimal erleichtert, da sie noch zwei kleinere Brüder hat. Kniekehlenrandalen, sage ich nur dazu. Die Namen habe ich längst verdrängt. Dahingegen ist Ren Einzelkind, aber seine Eltern sind momentan immer noch auf Weltreise, da sie damals gestartet sind. Ich glaube… sie sind zurzeit in Afrika. Dorthin möchte ich auch irgendwann.
      Aber egal. Die Wohnung ist auch toll, vor allem nach dem Streichen und den Möbelschleppen. Alice wollte ihr Zimmer in einem weiß- und einem leichten Silberton. Das schwierige bei ihr war nicht das Streichen, sondern das Besorgen der Farbe. Leicht Silber?! Das hatte kaum ein Baummarkt, doch kurz vor dem Verzweifeln hatten wir es gefunden. Das Streichen war eher unspektakulär… also Rens und Alices Zimmer. Bei meinem. Ja, ich bin zunächst in die weiße Farbe gelaufen. Seit dem weiß ich, niemals schlaftrunken durch eine renovierte Wohnung laufen. Mein schwarzes Bein, war demnach ein weißes Bein. Zumindest für ein kleines Weilchen.
      Unsere Zimmer waren nicht bewohnbar, solange sie gestrichen werden, weshalb wir uns zu dritt im leeren Wohnzimmer auf Matratzen gepflanzt hatten. Eigentlich sehr gemütlich. Doch gemütlicher war und ist immer noch die fertige Wohnung. Wenn wir nicht in jeweiligem Zimmer vorzufinden sind, sucht auf der Couch. Dort ist die Chance am größten, uns drei anzufinden. Oder zu mindestens einen. Aber wehe ihr denkt jetzt, dass wie faule Säcke sind. Oh nein! Obwohl Ren und Alice momentan noch in der Schule sind, haben bzw. hatten sie auch diverse Nebenjobs. Ren hat sich als Babysitter versucht, doch er ist kläglich gescheitert. Er ist nun einmal ein Einzelkind und liebt die Ruhe. Mit den kleinen Zwergen hatte er es drei Stunden ausgehalten, dann war er froh, dass sie eingeschlafen waren. Seit dem vermeidet er jedes Kleinkind und hält sie auf einem Abstand von 5 m Radius. Danach hatte er bei einem Supermarkt als Aushilfe angefangen. Dieser Job funktionierte gerade so zwei Monate. Dann hatte er nicht mehr so wirklich Zeit und der Elan ging den Bach runter, da die Schule ganz schön Straff im Stoff wurde. Genauso erging es der lieben Alice. Sie hatte ihr Geld als Nachhilfelehrerin in Mathe für Grundschüler verdient. Doch irgendwann war sie mit der Geduld am Ende, nachdem ihr ‚Schützling‘ nach sagenumwobene 6 Nachhilfestunden das Thema immer noch nicht verstanden hatte. Der Vater hatte sie demnach beschuldigt, sie würde ihren Job nicht richtig machen. Sie hing das Dasein als Nachhilfelehrerin an den Nagel. Nun wollt ihr wissen, was ich als Job habe? Ist das nicht offensichtlich? Ich habe momentan den gleichen Job wie Alice und Ren. Ich bin das Maskottchen für ARC. Ein wunderbarer Job kann ich euch sagen und dazu noch gut bezahlt! Die Mitarbeite sind alle nett und die Atmosphäre ist entspannt, sowie die Arbeitszeiten. Die sind wenigstens menschlich. Das Beste ist jedoch, es überkreuzt sich in keiner Weise mit dem Stundenplan der beiden Abiturienten. Wir haben sogar noch Freizeit. Unglaublich, oder?

      »Chuu! Mit wem redest du?« »Lass ihn! … Oi!? Hast du gerade etwas in die Luft gesprengt?! Ich bin wieder Letzter!« Wie ihr seht, meine reißenden Mitbewohner haben entspannt Freizeit und rufen nach mir. »Red kein Mist Ren! Deine Schuld, wenn du dich von einer Explosion mitreißen lässt! Und mit niemanden Alice. Mit niemanden.« Ich muss mich dann mal wieder den beiden Chaoten widmen, sonst wirft der liebe Ren aus Frust noch den Kontroller in den Fernseher. Darauf habe ich nicht wirklich Lust. Letzte Woche war es das Fenster. Ich bin froh, dass es so schnell wie möglich erneuert wurde. Auch wenn es draußen nicht sonderlich kalt ist, ist eine kaputte Fensterscheibe nicht gerade prickelnd. Überhaupt nicht prickelnd. Also dann: Man sieht sich wieder!



      © @Fif