Die geheimnisvolle Bergkatze (Saki & Uki)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Die geheimnisvolle Bergkatze (Saki & Uki)

      @Ukizilla
      Vorstellung zu "Eine geheimnisvolle Bergkatze"

      Der kalte Nachtwind rauschte durch die Blätter der Bäume und brachten die unheimliche Atmosphäre etwas mehr in den Vordergrund, als Houtarou vor dem 2 Meter hohen Zaun stand und durch die Gitter darin hindurch sah. Wieso hatte er nur zugestimmt mitten in der Nacht hier her zu kommen? Die Kiefer aufeinander gepresst und die Hände an seiner Kamera, welche locker um seinem Hals hing wanderten seine smaragdgrünen Augen durch die Dunkelheit, bevor er sich in Bewegung setzte und den Zaun entlang ging. Wenn er ohne das Bild zurück kam, dann würden sie ihn doch erst recht die restlichen Jahre aufziehen. Wie bescheuert er doch gewesen war, bei dieser Mutprobe zuzusagen.
      "Reiß dich zusammen." murmelte er zu sich selbst, die Augen für einen Moment zusammen gekniffen und den Kopf schüttelnd, ehe er die Luft ausstieß und die Schultern etwas hängen ließ. Ein Zurück gab es nun sowieso nicht mehr. Also nahm er all seinen Mut zusammen und suchte nach einer Stelle im Zaun, durch welche er hindurch gehen konnte. Wenn ihn hier jemand sehen würde, dann konnte er sich auf eine Menge Ärger einstellen, so viel war sicher. Doch die Warnhinweise ignorierte er. Er musste nur rein, ein Bild vom Schrein machen und dann wieder zurück. Das war doch ganz einfach, dachte er jedenfalls.
      "Na also..." Erneut murmelte er, als seine Augen eine lose Stelle im Zaun fanden und er das Gitter etwas anhob. Ja, da würde er hindurch passen. Und kaum diesen Gedanken zu Ende gedacht schlüpfte er auch schon hindurch und fand sich auf der anderen Seite wieder, bevor er den Weg zum Schrein entlang ging - schneller, als er es geplant hatte. Doch allein die Geräusche und das leise Knacken um ihn herum ließen ihm einen kalten Schauer den Rücken herunter laufen. Eigentlich war Houtarou kein Angsthase, doch er hatte die Dunkelheit schon immer gehasst und um diese Zeit hier zu sein machte es auch nicht besser.
      Tief atmete er ein, sah sich um und zog die Schultern etwas nach oben, währen der das leise Knacken unter seinen Schuhen ignorierte, als er über den Waldboden schritt. Es war nur er. Niemand sonst. Vielleicht hier und da ein paar Nachttiere wie Eulen, Hasen oder Mäuse. Doch da kam ihm wieder in den Sinn wieso er für diese Mutprobe hier war und erneut stellten sich ihm die Nackenhaare auf. "Als würde es Bestien geben. So ein Unsinn..." murmelte er sich selbst zu, doch seine Gedanken malten sich bereits die verschiedensten Arten, Größen und vor allem Wesen aus, die sich ihm in den Weg stellen konnten. Bis er schließlich vor dem Schrein stand und er die zuletzt angehaltene Luft tief ausstieß. Nur noch das Foto und dann zurück und nach hause. Er nahm die Kamera in die Hand und hob diese auf Kopfhöhe, justierte die Linse, dass der Schrein scharf im Bild stand und legte den Zeigefinger auf den Auslöser, bis etwas anderes jedoch seine Aufmerksamkeit erlangte. Kaum hatte er das scharfe Bild vom Schrein vor seinem Auge schrie er kurz auf und stolperte rücklinks zu Boden, bevor seine grünen Augen auf den Jungen am Schrein gerichtet waren.
      ╔═.✵.════════════════╗
      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
      ╚════════════════.✵.═╝


      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"

    • Schon lange kamen keine Menschen mehr zu dem Schrein und damit gab es auch keine Darbietungen mehr. Seitdem war Gin auf sich alleine gestellt und auch verfiel der Schrein langsam. Die Menschen interessierten sich nicht mehr für seinesgleichen und schon ewig hatte er nicht mal einen Menschen gesehen. Erst heute Morgen war das Dach des Schreins eingebrochen und wenn es wieder kälter werden würde, dann würde Gin sicher Probleme haben, doch soweit wollte er noch nicht denken. Stattdessen saß er nun auf dem Geländer des Schreins und versuchte seine Wunden zu putzen damit sie nicht mehr so wehtaten und auch müsste er sich nachher um den Staub in seinem Fell kümmern. Noch immer schauderte ihm, wenn er daran dachte, wie gefährlich es gewesen war und vor allem wie laut und sein Nackenfell sträubte sich etwas. Dies wurde auch nicht besser als er nun Schritte hörte und sogleich seine Augen sich verengten und Gin von seiner entspannten Haltung nun sich seine Muskeln anspannten. Ein Mensch. Ein Junge, der sich hier mitten in der Nacht auf seinem Gelände rumtrieb und Gins Augen folgten jeder noch so kleinen Bewegung von dem Kerl, der nun auch noch mit seiner Kamera ihn genau in den Fokus nahm. Hatte er ihn etwa gesehen? Gin setzte zur Attacke an, doch da blendete ihn das Licht vom Foto und sogleich fauchte er als der Junge auch noch hinfiel. Gin ging für einen Moment in Deckung und nun trafen seine Augen die grünen Augen des Jungen, der noch immer auf dem Boden saß. Erneut ein Fauchen von Gin, immerhin konnte es ja nicht schaden. „Was willst du hier?“, kam nun jedoch und vorsichtig schaute er nun etwas mehr aus seinem sehr offenem Versteck hinter dem Geländer-Balken hervor. „Das ist mein Schrein.“, knurrte er etwas.
      Don‘t ignore that inner voice.