Tochter des Tyrannen (BlackWolf x Cailemia)

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    • Tochter des Tyrannen (BlackWolf x Cailemia)

      Xanto

      Ich komme gerade aus dem Süden nach langer Zeit wieder heim. Es hatte überraschend lang gedauert das Land restlich ein zu nehmen ehe der König mir die Krone überließ.
      Die Jungs hatte ich alle zurück zu ihren Müttern geschickt da ich selbst meine Ruhe haben wollte und sehen sollte was das Land im Osten auf meine Forderungen geantwortet hat.
      Meine Angestellten begrüßten mich wie immer respektvoll und alles war in der Ordnung in der ich es zurück gelassen hatte. Dies freute mich, jedoch schickte ich meinen treuen Berater für heute heim. Auch er musste sich einmal wie ich ausruhen.
      so ging ich in mein Rüstungszimmer und legte meine Rüstung sowie Waffen an ihrem Platz. Diesen Raum durfte nur einer neben mir betreten und dieser schaute nach den Waffen und Rüstungen. Genüsslich streckte ich mich während einiges knackste. Für einen Moment genoss ich die Stille ehe ich Schritte von Frauenabsätzen hörte. Ich sah die Stirn Runzelnd zur Tür. Ich hatte keiner der Frauen die solch Schuhe tragen konnte einen Einlass oder eine Einladung in meinen Palast gewährt. So fragte ich mich wer dies wohl sein konnte.



      @Cailemia
    • Anastasia

      Obwohl meine Tante es mir ausreden wollte, stand mein Entschluss bereits fest: ich würde meinen Vater, welchen ich alleine vom Namen, den Gerüchten und meinem Manga her kannte, einen Besuch abstatten und die Bitte der Prinzessin erfüllen.
      Immerhin war es die Rolle, welche mir zugeteilt worden war, was sollte schon schief gehen? Die Geschichte würde genauso wie in dem Manga laufen und die Protagonistin wird ein wundervolles Leben an der Seite ihres Geliebten führen und als Fan dieser Geschichte konnte ich es auf gar keinen Fall zulassen, dass es anders kommen würde.
      Ich hatte nun 16 Jahre gehabt, um sich mental auf dieses Treffen einzulassen, und doch fühlte ich mich noch immer nicht bereit dazu, aber wenn die Anastasia aus dem Manga das konnte, wieso dann ich nicht?

      Die Reise zum Schloss hatte ich ohne große Mühen und Probleme hinter mich bringen können, auch wenn es etwas anstrengend war und ich mir insgeheim ein Auto oder ein Flugzeug gewünscht hätte, das wäre deutlich schneller und bequemer gewesen, aber selbst mit Magie gab es in dieser Welt sowas nicht.
      Letztendlich hatte ich mein Ziel erreicht und eilte durch den Palast meines Vaters, auf der Suche nach ihm. Leider wurde in dem Manga nicht viel dazu gesagt, wie Anastasia ihren Vater dazu überredet hatte, das Land aus dem Osten in Frieden zu lassen, so dass mir persönlich nichts anderes übrig blieb, als zu improvisieren.
      Doch als ich dann letztendlich vor dem großen Mann stand, welcher mein Vater sein sollte, stockte mir der Atem und mein Mut sank. Sein Blick war alles andere als freundlich und ich fragte mich, ob er mich überhaupt als seine Tochter erkannte, spielte das überhaupt eine Rolle?
      „... Vater?“, fragte ich etwas zögernd, wollte sicher gehen, dass ich den richtigen Mann vor mir hatte, auch wenn ich nicht daran zweifelte, ehe mir auffiel, dass er vielleicht nicht wusste, dass ich seine Tochter war.
      „Mein Name ist Anastasia Löwenherz von Zykron, sind sie mein Vater?“, fügte ich hinzu, dieses Mal kräftiger und mutiger, als ich mich eigentlich fühlte.
      Aber er würde mir schon zuhören, er musste! Wie sonst könnte die Geschichte von der Prinzessin aus dem Osten weiter gehen?
    • Xanto


      Als ich Anastasia herein kommen sah verfinsterte sich meine Mine noch mehr und ich sah sie an. Hatte sie wirklich die Nerven aus ihrem wohl beschützten Ort hier her zu kommen.
      „Ich weiß wer du Bist.“, begann ich und trat einen Schritt auf sie zu. „Anastasia Löwenherz von Zykron.“, begann ich und blickte ihr in die Augen, „Was kam dir in den Sinn, dass du OHNE eine Einladung in mein Schloss kommst?!“ Meine Stimme blieb dabei ruhig doch fest. „Ich sagte deiner Tante und deinen Lehrern ausdrücklich sie sollten dir beibringen das du hier NIEMALS ohne eine Einladung oder einer Genehmigung meiner Seite her kommen sollst. Also was ist so wichtig, dass du die Dummheit begehst und den Mut aufbringst mir gegenüber zu treten!?“, meine Stimme wurde immer lauter während ich sie böse an funkelt, „Was konnte nicht warten, dass du dich hier her wagst? Du bekommst alles was du brauchst und willst, oder nicht?!“
      Ich duldete es nicht wen man meinen Regeln nicht folge leistete, jedoch noch weniger das sie auch noch allein vor mich trat ohne eine Begleitung. Dem entsprechend würde ich nicht nur ihr weis machen was passiert wen man nicht meinen Regeln folgte
    • Anastasia

      Erleichtert atmete ich aus, als mein Vater meinte, er würde mich kennen. Ich hoffte mir, dass es dadurch einfacher werden würde ihn zu überzeugen, doch als er seine Stimme erhob, wich die Erleichterung wieder und ich ging ein paar Schritte zurück. Es wäre so viel einfacher, wenn er nur nicht so schreien würde! War es denn wirklich so schlimm, wenn seine Tochter ihn besuchen wollte?! Wobei ich zugeben musste, dass der Grund für meinen Besuch ein ganz anderer war. Ob es so dreist von ihr war, ihn um einen Gefallen bitten zu wollen? Mir wurde bewusst, dass das nicht der Moment war ihm meine Bitte vor zu tragen und ein weiteres Mal wünschte ich mir, der Manga hätte die Szene näher erleutert.
      Aber ich war ja auch nur ein einfacher Nebencharakter.
      "Was ist so schlimm daran, wenn eine Tochter ihren Vater sehen wollte?!", versuchte ich seiner lauten Stimme mit der meinen zu übertönen und die dabei entstehende Angst aus meinem alten Leben zu verjagen, ehe mir bewusst werden konnte, was ich getan hatte.
      Ich hatte einem Tyrann nicht nur getrotz, sondern ihn auch angeschrien. Würde er wirklich halt vor mir machen, nur, weil ich seine Tochter war?
      Ich dachte darüber nach zu fliehen, weg zu rennen, doch stattdessen blieb ich, wo ich war und wartete auf eine Antwort. Ich musste es zumindest versuchen.
    • Xanto


      Als auch sie ihre Stimme, trotz ihrer Angst in den Augen erhob war ich beeindruckt. Sie schien mir gegenüber mutiger zu sein als ihre Brüder die auch von Außen ihre Angst mir gegenüber zeigten. Ich seufzte und lief aus dem Zimmer. „In dieses Zimmer will ich dich nicht sehen ohne meine Erlaubnis.“, erklärte ich nur und schloss ab als sie hinaus trat.
      Stumm lief ich voraus und blieb etwas weiter weg sehen. „Folge mir.“, sagte ich und lief weiter als ich ihre Schritte hörte. Erst in meinem Empfangsraum setzte ich mich. Zuvor legte ich mein Lieblings Buch auf den Tsich neben mir, den ich zuletzt dort liegen gelassen hatte. Das Zimmer war ein gläsernes Zimmer mit Aussicht auf die Stadt. „Was brauch den ‚mein Töchterchen‘ von ihrem Vater? Oder verspürtest dir einfach nur das Bedürfnis deinen Vater eine Überraschung zu geben für die Rückkehr?“, fragte ich dann seufzend und deutete auf den Sitz mir gegenüber.
      Ich wollte nun den Grund heraus finden wieso sie hier war und ob dieser Mut einfach nur Eifer oder etwas gefährliches war.
    • Anastasia

      Ich unterdrückte ein erleichtertes Seufzen, war jedoch froh darüber, dass der Mann, der mein Vater zu sein schien, nicht mehr seine Stimme erhob.
      Stattdessen lächelte ich froh und nickte, ehe ich ihm folgte.
      Auf dem Weg in den Empfangsraum konnte ich mich kaum an der Inneneinrichtung des Ganges satt sehen. Selbst einem Leihe war klar, dass der Palast aus feinstem Material gebaut worden war und die Gemälde, welche hin und wieder die Wände zierten, gefielen mir. Ob der König sie wohl persönlich ausgesucht hatte? Irgendetwas sagte mir, dass es das nicht war, schien er doch keinen Blick für diese übrig zu haben und hätte fast geseuftz, aufgrund dieser Tatsache.
      Die Gemälde schienen an ihm verschwendet zu sein, während Tante sich unglaublich über diese gefreut hätte.
      Geduldig wartete ich auf die Worte meines Vaters, während ich ihn beobachtete und versuchte aus seinem steinigen Gesicht zu lesen, ehe ich mich setzte und darüber nachdachte, wie ich seine Frage am besten beantworten konnte.
      Er schien nicht in der Stimmung zu sein, mir einen Gefallen zu tun und von einem familiären Band war auch nichts zu spüren.
      Es brachte nichts, ich musste mir selber etwas einfallen lassen, statt mich auf die Anastasia aus dem Manga zu beziehen. Ich hatte nicht vor mein Leben ein weiteres Mal zu verlieren.
      Doch bevor mir eine geschickte Antwort einfallen konnte, fiel mein Blick auf das Buch auf seinem Schreibtisch.
      Das war doch nicht etwa...?
      "Cean und der Fluch des bernsteinfarbenen Drachen?!", konnte ich es nicht glauben. Der Tyrann hatte ein Faible für Krimis?! Nach den Gerüchte, die ich über ihn gehört hatte, hätte ich erwartet, dass er sich nur für Kriegsgeschichten oder gar Horror interessierte.
      " Wie weit bist du mit dem Buch?!", wollte ich unbedingt aufgeregt von ihm wissen. In der kleinen Stadt am Meer fand man nur wenige, die sich für Bücher interessierten, geschweige denn für Krimis und sie vermisste es mit gleichgesinnten über ihre Hobbys zu sprechen! Hätte sie das gewusst, hätte sie ihm einen anderen Band der Reihe geschenkt!
    • Xanto

      „Ich habe das schon oft gelesen. Ich habe die ganze Reihe schon gelesen. Ich bekam wie ich hörte vor 2 Tagen das neue das in einer Woche heraus kommt.“, erklärte ich und zog eine Braue hoch. Mich überraschte es das sie meine Art ertrug und den Sarkasmus ignorierte. So redete ich mit ihr über das Buch. Überrascht das sie als einzige wie ich von meinen Kindern las spielte ich einfach mal fürs erste mit. Wir unterhielten uns lang über das Buch und philosophierten über die Details. Jedoch veränderte ich meine Strenge Miene nicht.
      Als man dann zum Essen rief sah ich sie an und sagte: „Du kannst fürs erste bleiben. Doch du gehst sobald du neusten Band durch hasst den ich schon früher habe. Ich kann kein Kind um mich gebrauchen geschweige beschäftigen.“

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    • Anastasia

      "Du... Du besitzt bereits den neuesten Band?!", gab ich aufgeregt von mir und konnte es kaum glauben. Fast wäre ich vor Begeisterung vom Stuhl gesprungen, stattdessen jedoch beugte ich mich nur über den Rand des Sessels nach vorne, ehe ich mich an meine Manieren erinnerte, kurz räusperte und mich wieder gerade zurück lehnte.
      Doch zu meinem Glück schien ich genau das richtige gesagt zu haben, denn Xanto schien ein genau so großer Fan von dem Buch und der Reihe zu sein, wie ich es war und wir schienen sogar ähnliche Ansichten zu haben, während andere mir vollkommen neu waren und umso mehr begeisterten.
      Vor allem das Gespräch darüber, wieso ausgerechnet dieses Buch das beste der Reihe war, hatte mir besonders gefallen und ich hätte noch länger mit ihm darüber reden können, wenn man nicht nach dem Essen gerufen hätte.
      Auch wenn sich seine strenge Miene keinen einzigen Millimeter bewegt hatte, so war es das Gespräch doch wert gewesen.
      "Ich kann das Buch lesen?!", konnte sie es kaum glauben und war freundlich genug zu ignorieren, dass er sie als Kind bezeichnet hatte, das sich nicht selbst beschäftigen konnte.
      Ich war in dieser Welt bereits 16 Jahre geworden und somit kein kleines Kind mehr! Zählte man mein früheres Leben dazu, hätte ich in seiner Altersgruppe sein können, aber alleine das nur zu erwähnen, wäre eigenartig gewesen.
      Stattdessen begleitete sie ihren Vater in den Speisesaal, welcher noch prunkvoller war, als die Flure oder der Empfangsraum. Dieser Palast war wirklich riesig.
      "... lebst du hier ganz alleine?", wollte sie von ihrem Vater wissen. Wurde es nicht schnell einsam so alleine in einem riesigen Gebäude? Zumindest bezweifelte Anastasia, dass er Freundschaften mit dem Dienstpersonal geschlossen hatte, er schien nicht der Typ dafür zu sein.
    • Xanto


      „Nein. In diesem Palast bin ich groß geworden seit dem deine Großeltern starben. Ich bin hier zuhause und kenne jeden noch so kleinsten Winkel. Wenn man in einem Schloss wohnt sollte man alle Wege und Teile kennen. Besonders die geheimen.“, erklärte ich bei der Frage von Anastasia. Ich sah das Personal an und schicke sie mit einer Handbewegung hinaus.
      Als wir allein waren begann ich zu essen und fuhr fort: „Die Geheim Wege sind am wichtigsten. besonders für dich als Prinzessin, mögliche Erbin und Frau! Diese könnten dir das Leben retten. Jedoch kann dir das keiner beibringen. Das musst du selbst. Hasst du die geheimen Tunnel in den Wänden in deinem Palast schon gefunden Anastasia?“ Ich wollte es schwer hoffen den tatsächlich hatte ich besonders wegen der Tatsache ihres Geschlechts ihren Palast so komplex wie meinen reichten lassen, nur kleiner. Zu meiner Sicherheit waren selbst die Geheimwege wie meine nur kürzer. Dies war jedoch das einzigst ähnliche und war kaum bemerkbar für unwissende
    • Anastasia

      "Verstehe...", war ich mir nicht sicher, ob er meine Frage wirklich beantwortet hätte oder nicht, vielleicht hätte ich sie auch anders stellen sollen? Bei der Erwähnung von Geheimgängen kehrte mein Interesse jedoch sichtlich zurück und ein stolzes Lächeln machte sich auf meinen Gesichtszügen breit.
      "Ich weiß nicht ob ich alle entdeckt habe, aber mir ist durchaus bewusst, dass mein Palast Geheimgänge hat.", bestätigte ich ihm, dass ich sie gefunden hatte.
      Als ob das nicht das erste wäre, woran man dachte, wenn man an Schlösser dachte!
      Seit ich laufen konnte, hatte ich die Wände und Regale nach möglichen Mechanismen oder drehbaren Wände abgetastet und es war der perfekte Ort, wenn man in Ruhe lesen wollte, wenn das Licht auch schlecht war und man eine Lampfe mitbringen musste.
      Aber das war es alle Mal wert, wenn man Gruselgeschichten in einem Geheimgang lesen und sich jederzeit hinaus schleichen konnte.
      Ob mein Zimmer in Vaters Palast wohl auch einen Geheimgang besaß? Zumindest wusste ich nun, was ich nach dem Essen machen würde.
    • Xanto


      „Gut und deine Fähigkeiten? Beherrscht dich die so gut wie deine Noten und Manieren es zeigen, oder ist das suche nie Ausnahme wie dein Auftauchen?“, fragte ich weiter.
      Ich war zufrieden das sie wie Zen die Geheimgänge in ihrem Palast kannte. Das zeigte das zumindest die jüngeren 2 ein gutes Gespür für das geheime besaßen. Dies würde ihnen selbst in Gefangenschaft helfen. Egal in welchem Schloss auch immer sie waren.
      Auch wen ich nicht beim Großwerden meiner Kinder dabei war, hatte ich trotzdem dafür gesorgt das sie wichtige Lektionen lernten wen sie etwas mehr auf ihre Umgebung achteten. Dies sorgte auch für eine weit Sicht im Alltag außerhalb des Palastes. Schließlich wollte ich keine dummen Kinder. Dementsprechend waren auch Fallen in den Gängen die man durch Rätsel, nachdenken oder Können von Anfang an ohne Probleme meistern konnte. Natürlich nicht so gefährlich das ein Kind etwas überwiegend schlimmes geschehen könnte. Diese würden durch einen Zauber erst mit dem Alter von 14 bei jedem beginnen und dies langsam steigern. Schließlich brauchte ich alle gleicher Maßen
    • Anastasia

      „Nun… Tante sagt immer, ich hätte ein Talent für die Wassermagie, genauso wie Mutter.“, erklärte ich nach kurzem Zögern, daran denkend, dass ich mich noch immer davor scheute, meine Feuerfähigkeiten auch nur auszuprobieren.
      Als Kind war ich einmal übermütig gewesen, begeistert von der Tatsache, in eine Welt voller Magie wiedergeboren worden zu sein und hatte mein Zimmer in Brand gesteckt, als die Flamme außer Kontrolle geraten war.
      Vom Wasser war ich höchstens Nass geworden, Feuer dagegen… war gefährlich, wie ich feststellen musste. Ich wollte gar nicht erst daran denken, was passiert wäre, wenn Mutter die Flammen nicht gelöscht hätte… ich seufzte kurz auf, bei den Erinnerungen an sie.
      Wir hatten zwar nur wenige Jahre miteinander, dennoch war sie die erste Person in dieser fremden Welt, welche mir Liebe entgegengebracht hatte. Und das, obwohl ich das Zeugnis einer ungewollten Heirat gewesen war. Ich machte mir da keine Illusionen, wenn Vater Mutter geliebt hätte, dann wäre er wenigstens zu ihrer Beerdigung gekommen oder hätte ihr Grab persönlich mit einer Blume geschmückt. Aber das hatte er nicht getan.
      Zu der Zeit war er mal wieder in einen Krieg verwickelt gewesen und schien keinen einzigen Gedanken an meine Mutter verschwendet zu haben. Obwohl ich ihm wohl dankbar dafür sein sollte, dass er sich um mich und Tante gekümmert hatte, wenn auch nur finanziell.
      Immerhin war nicht einmal mein Vater aus meinem früheren Leben dazu in der Lage gewesen… und mit einem Mal war mir der Appetit vergangen und ich legte den Löffel zurück in die Suppe.
      Ich hätte gar nicht erst daran denken sollen, ich hatte eine Aufgabe, die viel wichtiger war, als das.
      „Womit verbringst du eigentlich ansonsten deine Freizeit, wenn du nicht liest?“, begann nun ich Fragen zu stellen.
      Ihn schien wohl nur zu interessieren, ob ich als Erbin in Frage kommen könnte, aber an diese Möglichkeit glaubte ich nicht. Zwar wusste ich nicht, was mit dem Königreich Zykron geschah, nachdem es das Land der Prinzessin in Ruhe ließ, bezweifelte jedoch, dass ich auch nur eine Chance dazu hatte Königin zu werden, da ich nur ein Nebencharakter war.
      Ich war zwar nie einem von ihnen begegnet, wusste aber, dass ich drei Brüder hatte, welche wahrscheinlich deutlich besser für diese Position waren. Zu gerne hätte ich sie kennen gelernt… ob sie wohl mit Vater in seinem Palast lebten?
    • Xanto

      Ich analysierte den Gesichtsausdruck meiner Tochter und dachte nach. Sie schien sich vor dem Feuer zu scheuen und ich vermutete das hatte mit dem Brannd zu tun der neue Reperaturen erfordert hatte. Da sie der Frage ebenfalls weiter aus wich wollte ich sie selbst prüfen und sehen ob ich sie zum Feuer bekomme.
      "Ich musiziere und trainiere gerne. Noch dazu schätze ich eine gute Küche und bilde mich in vielen Richtungen fort...", begann ich und dachte nach. Ich legte mein Besteck weg und sagte: "Da ich es finde jeder sollte fair behandelt werden sollte ich dich vielleicht länger hier behalten. Deine Brüder kennen mich schon durch den Kampf da sie mit mir waren. Dich konnte ich jedoch nicht mitnehmen da du wie deine Mutter ein eher zartes Gemüt hasst. Also regeln wir dies anders. Wir werden morgen Mittag gemeinsam trainieren. Ich möchte mich von deinen Kräften überzeugen. Schließlich war deine Mutter eine Begnadete Bändigerin ihres Bereichs. Wen du nach ihr kommst wirst du mich sicher in Staunen versetzen."
    • Anastasia

      Nickend hörte ich Vater zu und fragte mich, ob das der Grund war, weshalb ich in frühen Jahren Geigenunterricht erhalten hatte, wenn ich mich auch letztendlich eher fürs Zeichnen begeistert hatte.
      Einst hatte ich die Idee gehabt, wenn es in dieser Welt keine Mangas gab, dann würde ich eben meine eigenen machen müssen, hatte jedoch den Arbeitsaufwand, welcher dafür nötig war, deutlich unterschätzt und dieses Unterfangen aufgegeben. Auch die Bewohner dieser Welt dafür zu begeistern und zu animieren mir nachzuahmen, hatte sich als schwerer vorgestellt, als erwartet, aber wenigstens hatte ich den Küchenchef dazu bringen können, ein paar Gerichte aus ihrer Welt kochen zu können und bei der Erwähnung von guter Küche, spiegelte sich ein Lächeln auf meinen Lippen.
      Das schien doch eine großartige Chance seine Zuneigung, oder wenigstens sein Vertrauen, gewinnen zu können. Niemand konnte einer gut gekochten Schüssel Ramen oder einem Burger widerstehen! Davon war ich überzeugt.
      Als Vater dann begann davon zu sprechen, dass jeder das Recht hatte, fair behandelt zu werden, starrte ihn überrascht und verwundert an, während ich seinen Worten lauschte. Ich hatte nie darüber nachgedacht, wieso Vater meine Brüder mit aufs Schlachtfeld nahm, aber mich nicht. Ich nahm einfach an, es lag daran, dass ich eine Frau war, aber hatte ich mich da etwa geirrt?
      Auf der anderen Seite war ich dankbar dafür, ein friedliches Leben hatte leben zu können, mit Menschen an meiner Seite, welche mir ans Herz gewachsen sind, statt im Krieg kämpfen zu müssen.
      Dennoch begeisterte mich die Aussicht darauf, doch länger hier bleiben zu können - nicht dass ich nicht bereits schon daran gedacht hatte, mir Zeit beim Lesen des Buches zu lassen, auch wenn ich es kaum erwarten konnte. Für seine Ziele musste man nun einmal auch Opfer bringen können, nicht wahr? - und mir kam ein interessanter Gedanke.
      Wenn ich Vater davon überzeugen wollte, das Land im Osten in Frieden zu lassen, musste ich ihm beweisen, dass ich jemand war, dessen Meinung wichtig war.
      Ich wusste zwar noch nicht, wie ich das anstellen sollte, aber mehr Zeit mit ihm zu verbringen, schien mir ein guter Anfang zu sein. Ich würde mir spontan schon etwas einfallen lassen können.
      „Das klingt hervorragend! Es wäre mir selbstverständlich eine Ehre.“, gab ich mit einem begeisternden Lächelnd auf meinen Lippen von mir und konnte es tatsächlich nicht erwarten.
      „Übrigens, was meine Brüder angeht… wo befinden sie sich zurzeit?“, erkundigte ich mich wie nebenbei. Ich hatte mir schon früher immer Geschwister gewünscht und wollte diese, nun, da ich welche hatte, kennen lernen wenn möglich.
      Auch wenn ich bereits Erfahrungen damit gemacht hatte, das Blut nicht unbedingt dicker als Wasser war, wollte ich zumindest versuchen, mit ihnen klar zu kommen.
    • Xanto

      „Erst einmal langsam. Mir reicht das du hier bist. Deine Brüder haben sich schon genügend erlaubt. Jedoch kann ich dir sagen wo sie sind. Im Norden ist Denka. Prinz der Pumas der älteste mit 19. Im NordWesten ist Lee der Lord of Zwyleni. Seine Mutter ist Adlig und er gehört zu dem Volk der Schlangen. Er ist mit 17 der jüngste der Jungs. Im SüdWesten Zen vom Feuervollk. Seine Mutter war eine bürgerliche Tänzerin. Er ist 18. Doch lass dich besonders nicht von Lee täuschen. Sein Volk ist für ihre Hinterlist bekannt, noch dazu ist er seiner Mutter zu ähnlich.“, erklärte ich weiter essend, „Du lernst sie zu gegebener Zeit kennen. Aber wen du dich mit einen von ihnen unbedingt verstehen willst vertrau auf Zen. Seine Mutter wird dich am ehesten gut behandeln und somit auch er.“
      Ich sah Anastasia wieder an und fragte sie: „Womit vergnügst du dich den außer mit dem lesen?“ Dies war nur für den Fall, dass ich sie nicht als Thronfolgerin ernannte um sie zu vermählen. Bis jetzt war sie niemanden versprochen
    • Anastasia

      „Hmmm…“, gab ich nachdenklich von mir, nachdem Vater mir von meinen Brüdern erzählt hatte. Ich hatte zwar bereits Gerüchte über die drei gehört, aber es war dennoch besser es direkt aus seinem Mund zu hören. Gerne hätte ich ihn näher ausgefragt, wie die drei Jungs so waren, aber ich verließ mich lieber darauf, dass ich sie eines Tages selber kennen lernen würde.
      Es war schon eigenartig, das wir allesamt gerade einmal ein Jahr voneinander waren, aber jeder von uns eine eigene Mutter hatte. Ein König konnte sich offenbar wirklich viel erlauben. Ob er wohl überhaupt eine von den Frauen liebte? Als Kind der neumodischen Zeit war mir der Gedanke aus politischen Gründen und nicht aus Liebe zu heiraten fremd und er gefiel mir auch nicht. Dafür liebte ich meine Romance Mangas auch viel zu sehr.
      Vor Lee sollte ich mich also in acht nehmen... hatte er etwa eine schreckliche Persönlichkeit oder welchen Grund hätte er, mir etwas zu tun? Ich nahm an, dass schlimmste, was passieren könnte, wäre, dass mich die drei ignorierten oder als nervig empfanden. Zumindest glaubte ich das, sah ich mich in diesem Moment nicht als Bedrohung in der Thronfolge.
      „Ich zeichne gerne.“, antwortete ich Vater lächelnd, froh, dass er sich doch für mehr als nur meine Möglichkeiten als Erbin interessierte, ohne seine Hintergedanken zu erahnen, „Ich gehe gerne spazieren und unterhalte mich mit den Leuten. Es ist wirklich interessant, wie viele verschiedene Leute man am Hafen trifft. Oh! Und ich bin ebenfalls ein großer Fan von gutem Essen.“, fügte ich noch schnell hinzu.
    • Xanto

      Ich nickte über diese Info. Damit könnte ich etwas anfangen. Es gab genügend Männer die genau. "Dann haben wir noch etwas gemeinsam. Wen dir die schönen Künste gefallen wirst du im Zimmer deiner großmuter kommen. Sie liebte die Kust und neben dran ist ebenfalls ein Attellie. Wen du kannst dies benutzen wie du willst. Lasse dir vin den Dienern alles bringen...", erklärte ich und wartete nun auf das Dessert. "Jedoch sag mal Anastasia. Wo ist dein Gefolge und besonders deine Anstandsdame?!", fragte ich weiter, "Egal wie stark du bist, sag mir nicht, dass du allein hier her gereist bist."
    • Anastasia
      „Ein Atelier?“, konnte man mir die Verwunderung in der Stimme anhören, hatte ich doch nicht damit gerechnet, soetwas in einem Palast zu finden. Großmutter... was? Wenn ich so recht überlegte, wusste ich gar nichts über diesen Teil meiner Familie. Und auch sonst hatte ich nur meine Mutter und meine Tante gehabt, da meine Großeltern bereits früh gestorben waren. Ich wusste nur, dass er Fischer und meine Großmutter Besitzerin einer Taverne war, welche es jedoch schon lange nicht mehr gab, da meine Mutter sich der Wassermagie, statt dem Kochen zugewandt hatte. Was wohl daraus geworden war? Moment, Moment... ich hatte hier gerade ganz andere Prioritäten!
      Erst jetzt fiel mir auf, dass Vater freundlicher zu sein schien, als die Gerüchte mich glauben lassen hatten. Nun, ja, er hatte mich anfangs angeschrien und sein Gesicht war auch alles andere als freundlich, aber seine Worten waren wenigstens höflich und er unterhielt sich mit mir, statt Stille zu verlangen. Und nun durfte ich auch noch das Atelier nicht nur frei benutzen, sondern die Dienerschaft auch um mir fehlende Utensilien bitten. Oder war das nur seine Art dem Vater sein gerecht zu werden?
      Was auch immer es war, ich würde das Angebot annehmen und auf meine Chance warten, meine Bitte vorzutragen, was jedoch wohl schnell geschehen sollte, wusste ich doch nicht, wie lange die Prinzessin und ihr Land aushalten konnte.
      Ich war recht vor, als das Essen vor mir entfernt wurde, auch wenn es kaum angerührt war, jedoch brachte der Anblick des Stück Kuchens meinen Appetit zurück. Ich hatte einfach schon immer eine Schwäche für Süßes gehabt, auch schon in meinem früheren Leben.
      „Hm? Oh!“, fiel mir plötzlich auf, dass ich die liebe Mrs. Olives einfach vor den Toren des Palastes alleine gelassen hatte, um nach meinem Vater zu suchen. Die alte Frau konnte schon lange nicht mehr mit mir mithalten, sie war in diesem Moment sicher unglaublich sauer und eine lange Standpauke wartete auf mich... da war ich mir ganz sicher.
      Aber wie sollte ich das auch aushalten, wenn mir jemand 24/7 folgte? Konnte eine Prinzessin denn nicht einmal etwas Privatsphäre außerhalb ihrer Räume haben?! Eine der vielen Umstände, an welche ich mich in meinem neuen Leben gewöhnen musste, war ich es doch eigentlich gewohnt alleine zu sein. Ich bevorzugte es sogar, aber auch Mrs. Olives konnte ja nichts dafür.
      „Nicht doch, nicht doch. Mrs. Olives und ein paar Soldaten haben mich begleitet.“, versuchte ich ihn milde zu stimmen und lächelte entschuldigend. Ich hatte kaum einen Fuß außerhalb der Hafenstadt gemacht, wie hätte ich es denn alleine hierher geschafft? Vielleicht hätte man mir ohne die Kutsche nicht einmal geglaubt, dass ich überhaupt die Prinzessin war, auch wenn meine Augen schon ziemlich verräterisch waren.
      Wie auch immer, nun war ich hier, ende gut, alles gut, nicht war?
      „Ich wollte dich nur so schnell wie möglich sehen, so dass ich Mrs. Olives einfach alleine gelassen habe. Aber das hier ist ja auch dein Palast, hier wird mir wohl kaum etwas passieren, nicht wahr?“, fügte ich hinzu. Der König würde ja wohl am besten bewacht werden, stimmts?