Du wirst wieder leben (Chockwai & Hera)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Du wirst wieder leben (Chockwai & Hera)

      Vorstellung: Du wirst wieder leben (Chockwai & Hera)
      @Hera

      Rikun:

      Heute verlief sein Tag wie jeder andere auch oder zumindest hatte es den Anschein bis nach Feierabend. Seine Routine beginnt morgens mit einer warmen Dusche, um sich für den anstehenden Tag vorzubereiten. Bevor er das Haus für die Arbeit verließ , frühstückte er noch ausgiebig, putzte sich die Zähne und warf sich in Schale. Wie jeden Morgen begrüßt er sein Dornröschen mit einem Kuss auf der Stirn, gefolgt von einem kurzen Statuscheck. Sprich, er überprüfte ihre lebenserhaltene Geräte, gab ihr die nötigen Medikamente und wechselte die Infusion aus.
      Den Weg zur Arbeit legt Rikun täglich mit dem Fahrrad zurück, um das ständige sitzen auf der Arbeit auszugleichen. Sein Arbeitstag lief analog wie jeder andere Arbeitstag ab. Er verkaufte Versicherungsverträge aller Art an Kunden seiner Bank und bekam für jeden abgeschlossenen Vertag eine kleinen Anteil in Form von Provision. Nach der Arbeit würde er sich üblicherweise direkt auf den Heimweg machen und zuhause TV schauen oder ein Buch lesen, aber heute verspürte er die Lust auf ein kaltes Bier nach einer anstrengenden Arbeitswoche. So machte er sich an einem Freitagabend auf den Weg zu seiner Lieblingsbar. Zu seiner Überraschung kam er vor geschlossenen Türen an. Ein Zettel an der Tür wies ihn darauf hin, dass die Bar diesen Monat aufgrund von Renovierungsarbeiten, geschlossen hat. Enttäuscht machte er sich auf den Weg nach Hause, aber nahm dabei einen Umweg, um die frische Abendluft länger genießen zu können.
      In einer der fragwürdigen Seitengassen traf Rikun auf eine geöffnete Bar, die von außen einen sehr düsteren Eindruck machte. Normalerweise würde er solch ein dubiosen Nachtlokal niemals betreten, aber in diesem Moment hatte er einfach Lust auf ein eiskaltes Bier. Ohne weiter darüber nachzudenken, betrat der junge Mann vorsichtig die Bar. Die Stimmung innen war noch düsterer, als die Fassade von außen preisgab. Es war so dunkel, dass Rikun kaum seine eigenen Hände vor Augen sehen konnte. Sofort fielen ihm die viele Blicke auf, die jede seiner Bewegungen genaustens beobachteten. Leicht verunsichert, ignorierte er die anderen Besucher und nahm Platz an der Theke, ehe er sich sein wohlverdientes Bier bestellte. Neben ihn saß ein junger Mann der nicht älter als 25 Jahre wirkte und knapp ein halben Kopf größer war wie Rikun. "Dein erstes Mal hier?", fragte ihn der unbekannte Mann. Verwundert musterte er den Mann, bevor er ihm antwortete: "Ja, meine Stammbar scheint für den Monat geschlossen zu sein und auf dem Heimweg stolperte ich über diese.. interessante Bar.". Nach einer kurzen Gedankenpause stellte Rikun sich vor. Mit einem leichten lächeln antwortete der fremde Mann: "Ich bin unter dem Namen Sho bekannt. Freut mich dich kennenzulernen RIkun. Sag mal, was schlägt dich zu solch später Stunde in einer interessanten Bar wie dieser hier?". Normalerweise ist Rikun ein sehr verschlossener Typ der nicht viel über sich verrät, aber dieser Mann, den er gerade eben erst kennengelernt hat, verströmte ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit aus, die sich in seinem Körper ausbreitete. So fing Rikun an ihm seine komplette Geschichte zu erzählen, die er zuvor niemanden verraten hat - wie er im Internat endete, seine Eltern an einem Autounfall starben und seitdem seine Schwester in einem Komma liegt. Sho tröstete den gebrochenen Mann und legte dabei eine Hand auf Rikuns Schulter. "Ich weiß wie es sich anfühlt seine Familie zu verlieren. Es tut gut darüber mit einem kompletten Fremden zu reden..", sprach Sho ruhig. Mit der freien Hand griff er in die Innentasche seiner Jacke und präsentierte eine kleine Flasche, die eine dunkle Flüssigkeit trug. "Ich will das du das hier nimmst.. Eine seltene Medizin die deiner Schwester zu neuer Kraft verhelft und aus ihrem Komma befreit..", sagte Sho, bevor er ohne ein weiteres Wort die Bar verließ. Verwirrt schaute Rikun auf das Fläschchen, das Sho ihm übergab. Bevor er ihm überhaupt antworten konnte, war der mysteriöse Mann längst verschwunden. Auch als Rikun noch versuchte ihn draußen zu erwischen, fehlte jegliche Spur von ihm. Enttäuscht verstauchte er die Flüssigkeit in einer seiner Jackentasche und fuhr auf den schnellsten Weg nach Hause. Im Haus angekommen, lief er ins Zimmer seiner Schwester, um nach ihr zu sehen. Traurig blickte er eine ganz Weile ins Gesicht seiner geliebten Schwester, bevor er sich dafür entschied ihr die seltsame Flüssigkeit zu verabreichen. Nervös bereitete er die nächste Infusion vor. Die Flüssigkeit transferierte er mit einer Spritze vom Fläschchen in die Infusion, ehe er ihr die Infusion verabreichte. Angespannt beobachtet er wie sich die verfärbte Infusion durch die Röhre bewegte und Tropfen für Tropfen in ihrem Körper verschwand. Als nach mehreren Stunden keine Veränderung in Sicht war, schlief Rikun irgendwann im Laufe der Nacht neben ihr auf dem Stuhl ein.
      "I'm prayin' to the sky, I don't even know why."
    • Nanami

      Immer wieder der selbe Traum, immer wieder die selbe Situation und immer wieder das selbe Gefühl.
      Eine Ewigkeit in der Dunkelheit und das alleine. Wie soll ich so weiterleben, wie kann mein Bruder ohne wissen auf mein aufwachen warten. Er muss weiterleben, ich bin doch nur eine Last. Doch obwohl ich in seit einiger Zeit höre, kann ich mich einfach nicht bewegen und mich kenntlich zeigen. Er ist so liebevoll und vorsichtig, ein Beschützer und so fürsorglich.
      Wie soll ich das jemals wieder gut machen. Ich kann das niemals wieder gut machen.
      Bitte lieber Gott nimm mich endlich mit das mein Bruder wieder ein Leben hat.
      Endlich... ein kleines Licht umhüllt mich und fühlt sich an wie Geborgenheit und Sicherheit.
      Das kann nur der Himmel sein...

      Langsam blinzelte das Mädchen bis sie einen scharfen Blick hatte. Langsam zuckten ihre Glieder und ihr Körpergefühl kommt langsam wieder zu sich. Die Abendsonne scheint durch das große Fenster und tauchte den Raum eine rot-oranglichenes Licht.
      Nanami sah sich im Raum um jedoch kam ihr es kein bisschen bekannt vor. Ihr blick schweifte über Bücher, Schreibtisch, Couch, einem Mann und zum Infusionsständer. *Moment. Ein Mann!?* ihre Augen weiteten sich als sie wieder zu dem Mann sah und dann an sich herunterblickte * Moment was... was...* mit ihrer Hand streift sie über die Brüste und dann das lange Haar was an ihr runterhang.
      *Wer bin ich?!* sie versuchte was zu sagen aber es kam kein Ton heraus. Ihr Hals tat weh ja war fast ein brennendes Gefühl.
      Ihre Augen visierten den Spiegel gegenüber vom Bett und so gut es ging, versuchte sie sich im Bett aufzurichten.
      Ihre Glieder schmerzten doch sie musste sich sehen. Wer war sie?! und wer war der Mann?
      Nanami kämpfte sich sodass sie auf ihre Knie saß und keuchte auf als sie sich erblickte. "ah.." es war mehr ein flüstern als eine Schrei. sie krabbelt zum Bettende und zieht den Infusionsständer mit klappern mit sich. Tränen sammelten sich in ihren Augen und ihr blick verschwamm. *Das kann doch nicht wahr sein!* Alles in ihr Schreit und ihr Herz zieht sich zusammen.
      *Wo ist Rikun?* Tränen fließen ihre Wange hinunter und durchnässt ihr Krankenhemd. Sie war so erschöpft sie wollte zu Rikun "RIKU...!" schrie sie mit gebrochener Stimme und hielt sich mit einer Hand ihre Brust wo sich ihr Herz befand und mit der anderen Hand griff sie in das Laken um sich zu halten.
    • Eine verzweifelte weibliche Stimme riss den jungen Mann aus seinem tiefen Schlaf. Verwirrt strich er sich mit der rechten Hand über seine Augen, um sich an die veränderten Lichtbedingungen zu gewöhnen und erstmal Fuß fassen zu können. Als nächstes blickte er zum Bett wo üblicherweise seine Schwester drin liegt, aber dieses Mal war etwas anderes. Ein ihm zunächst unbekannter Umriss saß auf dem Bett seiner Schwester. Es dauerte einige Sekunden bis er realisierte, dass der Umriss zu seiner Schwester gehörte, die das erste Mal seit vielen Jahren ihre Augen geöffnet hatte. Sein Herz fing an zu rasen und seine Augen füllten sich mit Tränen. "Na- Nanami?", sprach er flüsternd. "Bist du es wirklich kleine Schwester?", fragte er sie zweifelnd. Spielte ihm sein Kopf einen Streich oder steckte er vielleicht noch in einen Traum fest? Überwältigt von seinen Gefühl nahm er seine Nanamie in den Arm und drückte sie fest an sich. "Ich kann es nicht glauben.. Du bist endlich wieder bei mir.. Nach all der Zeit habe ich meine Hoffnung verloren, dass du jemals wieder aufwachen würdest", sprach Rikun voller Glück. Lächelnd legte er ihr Gesicht in seine Hände und wisch sanft ihre Tränen weg. "Du brauchst keine Angst mehr zu haben. Ich werde es nie wieder zulassen, dass dir was passieren wird", erklärte er ihr, während er zart durch ihr Haar strich. Plötzlich kam ihm der Gedanke, dass sie wohlmöglich einen großen Durst verspürte. "Du.. Du hast bestimmt Durst!", rief er besorgt. Hastig begab er sich zur Küche, um seiner kleinen Schwester ein Glas Wasser einzuschenken. Aufgeregt drückte er ihr das Glas in die Hand, als er zurück in ihr Zimmer lief. "Trink vorsichtig.. Du musst dich wahrscheinlich wieder an alles gewöhnen müssen.", meinte er fürsorglich. "Aber keine Sorge, ich werde bei jedem Schritt an deine Seite stehen..", erklärte er ihr mit einem breiten lächeln. Er konnte es immer noch nicht fassen, dass die Medizin vom Fremden seine Schwester wieder zurück ins Leben gerufen hat. Oder war es nicht mehr als ein glücklicher Zufall?
      "I'm prayin' to the sky, I don't even know why."
    • Nanami

      Der Mann nannte ihren Namen den sie kaum hörte und doch vernahm sie ihn so als hätte er ihn laut ausgesprochen. Trotz den Tränen in ihren Augen und in seinen, erkannte sie sie wieder. Es waren die gleichen warmen Augen die sie damals schon so bittend ansah wenn sie was wollte. *Er ist es!!* Er war so groß geworden, stattlich und erwachsen. Als sie nun wirklich feststellte das es Rikun ist, und er sie nun in den Arm nahm, brach sie in Tränen aus und trotz der Überwältigung kam ihr ein lächeln über die Lippen. Sie war wieder bei den Lebenden angekommen und obwohl sie nach Jahren kein Wort wechseln konnten und keine Umarmungen austauschen konnten, wusste sie, das alles würde sie nachholen. Seine warme Stimme beruhigte sie schon wie damals und seine Berührung wie er mit seiner Hand durch ihre Haare strich, ließ ihr ein wohliges Gefühl im inneren ihres Körpers frei. Auch seine Besorgnis die sich nun auftat hatte sich ihr gegenüber nicht geändert und so wie seine Fürsorge, wusste sie, ihr Bruder hatte sie nie verlassen. *Wie könnte ich das jemals wieder gut machen?*
      Obwohl sie so einen Durst hatte, sah sie ihn voller Liebe, Respekt und Glückseligkeit an. Bis ihr wieder die Tränen kamen. Um dies jedoch noch zu verstecken, hob sie mit aller Kraft das Glas in die Höhe zu ihren Lippen und trank. Das schlucken tat höllisch weh doch auch Nanami hat ihren stolz und verzog keine Miene. Aus irgendeinen Grund, und das glaubte sie lag an ihrem anscheinenden Koma, löschte das Wasser ihren Durst nicht. Auch nach dem vierten Glas war der Durst noch immer völlig da. Nanami stellte das Glas beiseite und fasste sich an den Hals. Um ihren Bruder zu beruhigen, lächelte sie ihn an und versuchte sich ein weiteres Mal, sich auszudrücken. "Da.." warum fiel es ihr so schwer die Worte auszusprechen "..nke" es war furchtbar anstrengend und sie war auch langsam wirklich wieder müde. Doch sie wollte ihm unbedingt ihre Dankbarkeit ausdrücken schließlich war das ja auch das Mindeste was sie im Moment tun konnte. Mit einer Hand ergriff sie seine und konnte es einfach nicht glauben das ihr Bruder sich die ganzen Jahre um sie gekümmert hatte. Ihre Gesichtzüge wurden traurig. *Wenn er sich nur um mich gekümmert hatte... hat er dann überhaupt Zeit für jemand anderen, für eine andere Frau gehabt? Und wenn doch, hatte er eine Familie gegründet?* all diese Gedanken verursachten ein stechen in ihrem Herzen und obwohl sie dieses Gefühl gegenüber ihren Bruder haben dürfte, war die Eifersucht vorhanden. Zu wissen er hat eine andere Frau um die er sich auch kümmerte. Schon als kleines Kind beanspruchte Nanami ihren Bruder und gab vor ihren Freundinnen an was sie für einen tollen großen Bruder hat. Sie würde alles für ihren Bruder tun nachdem er sie fast schon so lange wie er ein Junge war betreute. Das nahm sie sich fest vor.