Heartbeat! [Mizu&Nat]

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    12 Jahre ARC
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    • Heartbeat! [Mizu&Nat]

      Vorstellung: Heartbeat! [Mizu&Nat]

      @Nat

      Haruka

      Erneut hielt sie dieses Schreiben in der Hand. Das Papier fühlte sich so leicht an, doch die Gewichtung der Worte war unfassbar schwer für die 21 jährige. Sein Herz wurde vergeben. Sie hatte längst aufgehört zu zählen, wie oft sie diesen Brief gelesen hatte. Seufzend fuhr sie sich durch ihre blonden Haare und legte das Papier zur Seite, ehe sie sich langsam aus dem Bett hievte. Das Bett war so leer ohne ihn, die Wohnung und alles andere war einfach leer. Minzy tapselte zu ihr rüber und schmiegte sich an ihr Bein. Ein sanftes Lächeln legte sich auf Harukas Lippen und sie streckte die arme nach der kleinen Katze aus. Langsam nahm sie sie hoch und drückte sie etwas an sich. Das Schnurren der Kleinen wirkte unglaublich beruhigend auf sie. "Du hast recht, ich sollte mich fertig machen.", murmelte die Blondine zum Kätzchen und setzte sie sanft auf dem Bett ab, ehe sie sich selbst ins Bad schliff. Sofort stieg Haruka unter die Dusche und genoss zunächst einfach das heiße Wasser auf ihrer Haut. Einfach alles erinnerte sie an ihn. Kenji. Doch es musste irgendwie weiter gehen, er würde es so wollen. Nach einer langen Dusche, wickelte sie ihre Haare in ein Handtuch und wusch ihr Gesicht. Während sie sich im Spiegel ansah, schüttelte sie sanft den Kopf. Haruka sah einfach fertig aus. Ihre Augen waren etwas geschwollen und sie hatte Augenringe. Natürlich, sie schlief kaum und wenn wachte sie nach kurzer Zeit wieder auf, während sie nach Kenji suchte, der nun nie wieder neben ihr liegen würde. Sie schluckte die Tränen herunter, die ihre Augen erneut zum brennen brachten. "Du schaffst das. Heute ist ein wichtiger Tag.", sagte sie zu sich selbst und füllte ihre Hände mit kaltem Wasser, welches sie sich ins Gesicht rieb. Nachdem sie sich gefasst hatte, legte sie ein leichtes Make Up auf, föhnte ihre langen Haare und ging erneut ins Schlafzimmer. Sie suchte sich eine schwarze Hose, sowie einen rosafarbenen Pullover mit Rollkragen aus. Nachdem sie fertig war, ging sie in die Küche. Kaffee, genau das sollte jetzt etwas helfen. An dem Kühlschrank sah sie auf die kleine Notiz, die da schon seit einigen Tagen hing. "Einladung zu einem Treffen..", heute würde sie die Person kennenlernen, die Kenjis Herz bekommen hatte. Es war schwer, doch es freute Haruka trotzdem, dass Kenji so wenigstens jemandem helfen konnte. Nervös presste sie die Lippen aufeinander, ehe sie sich ein heißes Getränk zubereitete.
      Nachdem der Kaffee getrunken war, sah die junge Frau auf die Uhr. Es war an der Zeit. Bevor sie ging, lief Haruka noch einmal zu Minzy und streichelte sie etwas. "Ich bin bald zurück!", sagte sie der kleinen Katze und zog sich einen Mantel und ein paar schwarze Stiefel an. Das Auto stand seit einiger Zeit still in der Garage, die 21 jährige wollte kein Risiko eingehen, sie war ohnehin in letzter Zeit viel zu unkonzentriert, also machte sie sich auf den Weg zur Bahn. Viele Menschen tummelten sich um die Zeit an den Haltestellen. Die einen hatten vermutlich gerade Feierabend, andere fuhren gerade zur Arbeit. Einige Kinder kamen von der Schule oder gingen zu ihren Freizeitaktivitäten. Sowas würde sie mit Kenji nicht mehr haben können. Schnell versuchte sie den Gedanken zu verdrängen, jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt Trübsal zu blasen. Die Fahrt zum Krankenhaus dauerte etwa eine halbe Stunde und die Blondine war einfach froh endlich aus der Bahn steigen zu können. Nach nur wenigen Minuten Fußweg erreichte sie das Krankenhaus. Sie atmete tief durch und sah auf ihr Handy, auf dem sich ein Foto der Einladung befand. "14 Uhr in der Kantine des Krankenhauses". Kurz richtete Haruka ihre Haare, ehe sie das Krankenhaus betrat und sich an einen Tisch in der Kantine setzte. Nun war sie einfach nur aufgeregt. Gespannt auf den Menschen, der das Herz ihres Liebsten erhalten hat.
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    • Die blassen Finger, fuhren über die Saiten der Gitarre und schon ging ein Blick ins Leere. Das Krankenhaus... es machte ihn so sentimental und auch etwas ängstlich. Immer wieder schossen Bilder in seinen Kopf, die er eigentlich verdrängen wollte. Er wäre selbst fast draufgegangen und das in diesem Krankenhaus, in dessen Kantine er sich gezwungenermaßen, Dank seiner Schwester verabredet hatte. Jedoch mied er es, dort noch einmal einen Fuß hineinzusetzen. Denn immer noch waren die Wunden zu frisch und somit hatte Misami es nur geschafft ihn bis vor das Krankenhaus zu schleifen und ihn auf einer Bank abzusetzen. Nur aus Liebe zu seiner großen Schwester saß er dort und wartete und hoffte, dass niemand kam...

      Nein, er wollte niemanden treffen, der mit dem Spender verwandt war und nein er wollte auch nichts über diesen erfahren, oder gar undankbar wirken, aber war es nicht für die Angehörigen schon schlimm genug, dass dieser Mensch von ihnen gegangen war? Musste man sich dann auch noch damit befassen, wer die Organe besaß? War das nicht grade schon ...etwas dreist? Das war doch als würde man rufen; Schau mal ich lebe noch und das nur weil dein Angehöriger gestorben ist! Als wenn man wollen würde, dass diese Leute leiden müssten. Misami hatte ihn heute früh noch gerügt und mit dem Zeigefinger gewackelt. "Das bist du ihnen schuldig mein lieber! Vor allem möchte ich mich persönlich bedanken, dass du noch lebst!" seine Schwester, war wirklich froh, dass er noch lebte, denn er war das Einzige, was sie noch hatte, was von ihrer Familie und ihrem Stammbaum übrig blieb. Ja, ihre Familie war sehr krankheitsbelastet und hatte viele Wehwehchen und zog das Pech und Unfälle anscheinend gerade nur so an und das war schon fast kläglich, denn somit war die Blutlinie der Fujichis, dünn geworden und es gab eigentlich nur mehr seine Schwester und ihn. Makkuro wusste selbst noch nicht mal ob er dies alles überleben würde, aber irgendwie hatte er es bis jetzt ganz gut gemacht. Nun es hatte ja auch immer wer auf ihn aufgepasst. Sogar jetzt lebte er noch bei seiner Schwester und bewohnte einen kleinen Teil ihrer Wohnung. Ein richtiges Zimmer, hatte er nicht, obwohl es eine dreizimmerwohnung war, aber er hatte seine Ruhe und wenn jemand in die Räumlichkeiten darunter kam, war er es schon gewohnt, dass es etwas lauter wurde.

      So kam eine junge Frau nun in die Kantine, die sehr dankbar für ihren Bruder war. Ihr Blick ging durch den Raum und Tatsache. Da saß wirklich eine Person. Somit betrat Misami den Raum und trat langsam am diese Person ran, die sich als junge Frau herausstellte. "Guten Tag" sie hob kurz winkend die Hand ehe sie lächelte. Vor Haruka stand ein falsche, ziemlich blasse Blondine mit einer großen, braunen Handtasche in die wohl die ganze Welt passen könnte. "Sie sind wohl, die Angehörige des Spenders.." Miami wartete gar nicht erst auf eine Antwort sondern sprach einfach drauf los. "Leider konnte ich meinen Bruder nicht dazu bewegen hier reinzukommen. Er meidet das Krankenhaus.." dann deutete die junge Frau zum Ausgang. "Aber ich habe ihn dazu bewegen können, dass er draußen wartet. Dürfte ich euch bitten, dass ihr mitkommt?"
    • Haruka

      Nervös spielte die junge Frau etwas mit ihren Fingern. Was wenn keiner kommen würde? Sollte sie gehen und es war eine total bescheuerte Idee überhaupt zu erscheinen? Jetzt hinterfragte Haruka, ob sie dennoch wissen wollte, wer das Spenderherz bekam, doch ihre Gedanken wurden unterbrochen, als plötzlich eine junge Frau vor ihr stand. War sie etwa so sehr in ihre Gedanken vertieft, dass sie nicht mal das mit bekam? "Guten Tag, ich bin Haruka Mori.", sie legte ein sanftes Lächeln auf. "Ja, mein Mann war der Spender.", fügte sie an, nachdem sie ihre Nervosität herunter geschluckt hatte. Sie und auch Kenji würden nicht wollen, dass Haruka vor einem Fremden in Tränen ausbrechen würde. Die Aussage der jungen Frau ihr Gegenüber überraschte sie etwas. Allerdings konnte sie es auch ein wenig verstehen. Krankenhäuser waren generell ja nicht sehr beliebt und das nicht nur, weil das Essen dort meistens grauenhaft war.
      "Das ist kein Problem, ich komme gerne mit raus.", antwortete Haruka und stand auf, schulterte ihre Tasche auf und ging mit der jungen Frau nach draußen.
      Mit jedem Schritt mit dem sie der Bank, auf der ein Mann saß, näher kam, stieg ihre Nervosität. Was wenn er ein Arsch war oder sogar Drogenabhängig? Die Blondine atmete tief durch, verdrängte diese Gedanken und lief um die Bank, um das Gesicht des Mannes zu sehen, der Kenjis Herz in sich trug. Er war noch recht jung, möglicherweise jünger als Haruka selbst. Seine dunklen Haare lagen sanft auf seinen Schultern, ein kleiner Dutt zierte den Hinterkopf. Seine Augen hatten etwas Katzenartiges, vielleicht durch diese einzigartige Augenfarbe, die Haruka sofort auffiel. Einen Moment sagte niemand etwas, die junge Frau war zu sehr damit beschäftigt ihr Gegenüber zu mustern. Er sah fertig aus. Was möglicherweise einfach daran lag, dass er vor einiger Zeit noch im Krankenhaus lag. Nervös schloss sie ihre Hände um den Griff ihrer Handtasche und lächelte sanft. "Hey, ich bin Haruka Mori.", wiederholte sie, sprach jedoch diesmal mit dem jungen Mann.
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    • "Sehr erfreut. Ich heiße Misami Fujichi." schon ging die junge Frau, die sich als Schwester des Spendennehmers vorstelle voraus um die Frau des Verstorbenen zu ihrem kleinen Bruder zu bringen. Die Bank war zum Park gerichtet, da diese Aussicht definitiv schöner war, als auf das Krankenhaus zu blicken. Somit vergaß man sofort wieder, dass man sich eigentlich auf Krankenhausgelände befand. Als der junge Mann plötzlich Schritte vernahm und er genau wusste, was nun und besser noch, wer auf ihn da zukam, wäre er am liebsten aufgesprungen und davongelaufen und für einen kurzen Moment war er auch kurz davor gewesen. Ja er hatte es wirklich in eine mögliche Handlung reingezogen, jedoch blieb er wie starr sitzen. Sein Körper war leicht nach vorne geneigt und als die beiden nun vor im standen, blickte er kurz auf. Zuerst traf der junge Mann seine Schwester, ehe er nun seine Blick auf eine ihm Fremde legte. Komischer Weise fing sein neues Herz wie wild an zu schlagen, als er die junge Frau ins Visier nahm. Als Makkuro dies selbst bemerkte, weitete er leicht die Augen ehe sich auf seinen Wangen ein leichter rosiger Schimmer bildete. Er wusste nicht mal warum, jedoch musste er zur Seite wegsehen. Misami selbst blinzelte etwas verwundert, als sie die Reaktion ihres Bruders merkte. Normalerweise würde dies ihn doch eher kalt lassen, jedoch er reagierte völlig anders. Doch sie wollte davon ablenken. "Ja, also das ist Makkuro, mein kleiner Bruder und er ist der letzte lebende meiner Familie..." eigentlich versuchte sie, etwas davon abzulenken, aber geschickt machte sie es nicht. Dabei trat sie neben ihren kleinen Bruder und stupste ihn in die Seite. "..und normalerweise, weis er was sich gehört!" dabei hob sie leicht verlegen ihre Stimme und sie nun etwas wütend zu ihrem Bruder rüber, der nun vorsichtig seinen Kopf wieder zu der jungen Frau drehte. "Ähm.. hey.." erklang eine sanfte, sehr melodische Stimme. Es war durchaus eine männliche Stimme, jedoch gehörte sie eindeutig zu einem jungen Mann auch wenn sie hell war. Sie passte zu ihm. "Sie ist die Frau von dem Spender" der Schwarzhaarige musterte sie leicht und steckte dabei leicht die Hände in die Hosentaschen. "Ich lasse euch mal alleine." sie neigte sich kurz zu Makkuro. "Sei lieb zu ihr!" dabei lief die große Frau nun davon. Sie wollte sich einen Kaffee holen. Das hatte dem Hobbymaler gerade noch gefehlt. Jetzt mit ihr alleine zu sein. Wieder trafen sich deren Blicke. ~ Sag irgendwas du Trottel! Sag was!~ kam in seinen Gedanken immer wieder hektisch zu sich selbst. "Ahm.. eigentlich wollte ich gar nicht kommen.." hatte seine Schwester nicht etwas vom nett sein gesagt? Etwas verlegen setze er sich wieder hin und ergriff seine Gitarre, jedoch schien diese ihn noch mehr zu verraten, da seine Hände leicht nervös zitterten. Sie sollte es nicht falsch verstehen. Er wollte nicht auf Unhöflichkeit nicht kommen, aber er wollte einfach keine alten Wunden öffnen. "Es klingt.. undankbar.." er sah sanftmütig auf seine Gitarre und schon wurde sein Blick weicher und seine Nervosität weniger. ".. aber wer will denn jemanden treffen der mit dem Organ einer geliebten Person weiterleben darf.. das ist unhöflich finde ich.." komische Ansichten, aber irgendwie war es wahr. Warum hatte er denn die Chance aufgrund des Peches eines anderen weiterzuleben und dann auch noch seiner schönen Witwe unter die Nase zu reiben, wie gut es ihm damit ging. "Ich.. bin das Herz noch nicht gewohnt.." dabei atmete er schwer aus. Das war alles so emotional anstrengend für ihn.
    • Haruka

      Haruka entging nicht, dass der junge Mann etwas rot wurde bei ihrem Anblick. Ob sie etwas im Gesicht hatte? Oh man, wie unangenehm. Glücklicherweise holte die Schwester die junge Frau aus dieser Situation und stellte ihren Bruder vor. Während die Blondine beobachtete, wie die beiden miteinander umgingen, konnte sie sich ein warmes Lächeln nicht verkneifen. Es war schön zu sehen, dass, wie hieß sie noch gleich? Misami? Jedenfalls war es schön zu sehen, dass Misami und ihr Bruder so gut klar kamen. Ohne ihn wäre die junge Frau vielleicht nicht so glücklich wie jetzt. Ein schwerer Seufzer entwich Haruka und sie klammerte sich mehr an ihre Handtasche. "Schon okay, es freut mich dich kennen zu lernen Makkuro.", erwiderte sie auf sein zögerliches "hey". Selbst seine Stimme klang noch ein bisschen gebrechlich, aber trotzdem angenehm. Gerade als sich ein unangenehmes Schweigen ausbreiten wollte, verkündete Misami, dass sie sich die beiden kurz alleine lassen würde. Zögerlich lächelte die Blondine nur schief. Was sollten die beiden besprechen? Scheinbar war Makkuro nicht der offenste Mensch, sie wollte ihn nicht noch mehr aus seiner Komfortzone holen. Sicherlich war das bereits ein riesen Schritt für ihn. Doch die junge Frau ließ sich nicht aufhalten und so beobachtete Haruka, wie sie wenige Momente später bereits verschwunden war und die Blondine stand nervös vor dem schwarzhaarigen.
      Kurz deutete Haruka mit einem Nicken an, dass sie sich neben ihn setzen würde. Irgendwie machte es sie nervös vor ihm zu stehen. Die Situation war wirklich einfach unangenehm und peinlich. Eigentlich wollte die 21 jährige nur noch einmal einen Blick auf den jungen Mann werfen, als dieser wohl die selbe Idee hatte. Ihre Blicke trafen sich und diesmal war es Haruka, die ihr errötetes Gesicht weg drehte. Zu Harukas Überraschung jedoch, offenbarte sich der junge Mann. Aufmerksam hörte sie ihm zu und beschloss ebenfalls einfach ehrlich zu ihm zu sein. Sicherlich war es nicht einfach für ihn diesen Schritt zu gehen und sie kennen zu lernen.
      "Ich kann das gut verstehen. Ich wollte selbst erst nicht kommen.", fing die Blondine an, "Es fühlte sich schrecklich an Kenji zu verlieren und dann wurde sein Herz vergeben.", sie seufzte kurz, "Es fühlt sich einfach so surreal an, aber Kenji war so ein guter und hilfsbereiter Mensch, er wollte es, dass jemand mit seinem Herzen weiter leben kann.", einige Tränen stiegen der jungen Frau in die Augen. Vielleicht war es auch an der Zeit einfach zu akzeptieren, dass ihr geliebter Kenji endgültig weg war. Doch er gab einer anderen Person die Möglichkeit ein neues Leben zu führen und das machte sie unglaublich stolz. "Vielleicht noch nicht jetzt, aber irgendwann wirst du dich sicherlich besser fühlen. Du hast deine Schwester, die dich offensichtlich sehr lieb hat ... und etwas bemuttert.", den zweiten Teil murmelte Haruka etwas leiser. Schließlich war das nicht gerade die höflichste Aussage.
      Nachdem die beiden sich kurz ausgesprochen hatten, wollte die junge Frau einfach nur noch ablenken, denn die unangenehmen Dinge waren doch hoffentlich alle raus oder? "Ich sehe du hast eine Gitarre dabei, wie lange spielst du schon?", fragte Haruka sanft. Es war vielleicht besser für beide einfach das Thema zu wechseln.
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    • rleichterung machte sich auf den jungen Zügen des Mannes breit, als er erfuhr, dass die hübsche Frau ihm gegenüber selbst nicht kommen wollte. Da war er ja also nicht alleine gewesen, mit diesem Gedanken. Wie musste das wohl für sie sein, vor dem Mann zu stehen, der das Herz ihres Mannes trug? Kenji also.. Kenji war der Name des Mannes den sie geliebt hatte. Haruka hatte schon soviel Erfahrung was Beziehungen anging und dadurch fühlte sich der junge Mann durchaus eingeschüchtert, denn dieser Kenji, war ja ihr Mann gewesen. Zugegeben er hatte auch einige Beziehungen hinter sich, aber bis zum Schluss war es nie gekommen. Er war für so etwas nicht wirklich gemacht worden, oder bildete er sich das nur ein? Kurz verwarf er den Gedanken, denn was hatte Sex denn hier zu suchen? Nichts! Verwirrt blinzelte er kurz und schüttelte kaum merklich den Kopf um den Gedanken so zu sagen abzuschütteln.

      Als sich Makkuro auf die Bank gesetzt hatte, sprach der blonde Engel vor ihm wieder und das Herz in seiner Brust schien wieder im Akrobatikstudio zu sein, denn es spielte wieder verrückt! Er würde sich laut dem Arzt besser fühlen, wenn er seine Tabletten brav nehmen würde sonst würde das Herz vielleicht noch von ihm abgestoßen werden. In 20 Jahren circa müsste er dieses Organ wieder tauschen, denn ein Spenderorgan verlängerte zwar das leben, jedoch blieb es nicht lange vorhanden und dann musste man es wieder erneuern. Doch darüber dachte der Junge nicht nach. Noch nicht! Er seufzte schwer als sie seine Aussage vernahm blickte zu ihr hinüber. "Na da sagt ihr was.. sie ist oft furchtbar..wie Mutter denke ich mal" es hatte auch gute Seiten, aber meistens fühlte sich der junge Mann wie ein kleines Kind. Vielleicht lag es auch daran, dass Misami unbedingt ein Kind wollte. Wie dem auch sei, wieder fiel es Makkuro schwer, Haruka anzusehen. Jetzt ging es um die Gitarre. Er blinzelte verwundert. "Ah ja.. schon zehn Jahre" Er konnte kaum zurückdenken, denn alles war so verwaschen und schwammig und irgendwie wollte er es auch nicht. Diese Zeit in der seine Eltern noch lebten und er noch viel gelacht hatte.

      Es wurde alles verdrängt, jedoch konnte das die Witwe nicht wissen, also konnte man ihr nicht böse sein. Er hatte früher immer Sänger werden wollen, heute diente diese Beschäftigung mit der Gitarre eher zur Beruhigung. "Ich wollte.. früher mal vor Publikum singen.." dabei richtete er seinen Blick in die Ferne. Er wirkte nachdenklich und ernst. "Aber.. ich habe Lampenfieber.. also wird das wohl eher nichts..noch dazu bin ich zu faul.. und habe dazu nicht die den nötigen Biss scheint es.." der katzenähnliche Mann blickte kurz zu Haruka hinüber. Jetzt konnte man ihn genauer betrachten. Er wirkte müde und wenn man ihn genau betrachtete auch etwas jünger als sie. Unter seinen Augen hatten sich einigen Fältchen gebildet, die wohl von der schweren Zeit kamen. Doch im Großen und Ganzen, sah er gar nicht so schlecht aus. Er schien einen sehr eigenen Stil zu haben.
    • Haruka

      Haruka kicherte etwas, als Makkuro bestätigte dass seine Schwester ihn etwas überbehütete. Naja er wirkte ein wenig zerbrechlich und ihrer Aussage nach, war er der letzte der ihr aus der Familie geblieben ist, also würde das in diese Situation wahrscheinlich jeder so handhaben. Erleichtert zeigte sich die junge Frau, als er anfing sich auf das Gespräch einzulassen, auch wenn noch etwas zögerlich. „Das klingt toll.“, sagte sie sanft. „Es ist immer schön wenn man etwas hat, dass einem beim verarbeiten hilft.“, fuhr sie sanft fort. „Ich hab früher gezeichnet, aber momentan habe ich dafür keine Kraft.“, sie fuhr sich kurz durchs blonde Haar. „Das mit den Lampenfieber kenne ich. Ich hab mich in der Grundschule mal total blamiert. Ich wollte unbedingt mit meiner Ukulele auftreten und was war dann? Vor versammelter Schule hab ich den Mund nicht auf bekommen.“, schwärmte sie von ihrer Grundschulzeit. Inzwischen fiel es ihr einfach mit ihm zu reden und sie hatte auch etwas den Eindruck, dass sich auch seine Ansicht etwas lockerte. Seine Körperhaltung wurde entspannter und Haruka glaubte, sowas wie ein leichtes Lächeln auf seinen Lippen gesehen zu haben. „Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich gerne irgendwann etwas von dir hören.“, sie drehte sich lächelnd zu dem jungen Mann. Ne länger die beiden hier so zusammen saßen, umso einfacher wurde es für Haruka zu akzeptieren, dass Kenji nun fort war. Nun ja, natürlich nicht gänzlich, denn ein Teil lebte weiter in ihrer Erinnerung und sein Herz weiter in Makkuro.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von _Mizuki ()

    • Als er ihr Kichern vernahm, fuhr ihm eine leichte Gänsehaut über den Körper. Dieses Gefühl war ihm komplett neu und selten hatte er so empfunden. Dabei legte er seine Hand kurz nachdenklich an seine Brust. Vielleicht hatte es etwas mit dem neuen Herzen zu tun, wieso er so empfand. Konnten denn Gefühle gespeichert werden? Das fragte er sich nun insgeheim. Als es ums verarbeiten ging, nickte Makkuro nur schwach, denn er war noch nicht mal mit dem verarbeiten fertig. Nun sprach die hübsche Frau vom Malen. "Ich male.. hin und wieder.." sprach er leise ehe er sich räusperte. Irgendwie waren diese Zufälle mehr als komisch. Sie verstand ihn also? Sie kannte das mit dem Lampenfieber. Sein Blick ruhte auf ihr und nun fand sie bei ihm Gehör. "Ich schon.." was? er hatte damals schon gesungen. ".. ich wurde ausgelacht, wegen.. meiner Stimme.." hatte er denn so schrecklich gesungen? Nun damals, er erinnerte sich nur wage, da gab es einen Talentwettbewerb und er kam auf die Bühne um sein selbstgeschriebenes Lied zu singen, jedoch passte seine Stimme nicht zu seinem Aussehen. Sie war viel zu hell und quietschig und deswegen brach der ganze Saal in Gelächter aus. Wieder schüttelte er leicht den Kopf ehe er den Blick kurz senkte. Immer noch schmerzte es. Doch Makkuro wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er Harukas Wunsch äußerte. "Hm.." der junge Mann ergriff seine Gitarre. Vor einer Person zu spielen stellte kaum ein Problem dar, aber das singen war eher das Problem das würde er eher weglassen. Deswegen wählte er ein Lied, was völlig ohne Gesinge auskam und wozu er auch noch keinen Text hatte. Kurz fuhren seine blassen Finger über die Saiten der schwarzen Gitarre. Schwarz schien er wohl zu lieben. Es wurde jetzt seine Fingerfertigkeit zur Schau gestellt. Nicht mehr und nicht weniger. Als die Melodie ertönte, wirkte der junge Mann irgendwie anders, als er da so auf die Gitarre sah. Er wirkte geerdet und sanftmütig. Ja, schon fast in sich ruhend und auch wenn er ziemlich müde aussah, strahlte er soviel Wärme aus. Zumindest in diesem Moment. So, sanft und bestimmt, wie die Saiten der Gitarre berührt wurden, wurde auch so seine Liebe berührt? Das Lied war nicht Leidvoll, wie man es von ihm erwarten würde. Wenn man Makkuro so Oberflächlich betrachtete, könnte man sagen, er sei sicher ein richtiger Emo, ein Junkie, ein Alkoholabhängiger. Aber das war er nicht und seine Melodie war hell und freundlich. Ob sich nicht in diesem Lied auch ein kleiner Romantiker entblößte?

    • Haruka

      Erst wollte die junge Frau zwischenreden, als Makkuro seine Gitarre auspackte, doch irgendwas in seinem Blick sagte ihr, es sei okay. "Schon gut, es muss nicht heute sein" oder "Lass dir Zeit, vielleicht wenn wir uns besser kennenlernen", diese Sätze schwebten ihr vor. Doch als sie seinen Blick auf der Gitarre ruhen sah, bemerkte sie, dass er es aus freien Stücken machte.
      Aufmerksam beobachtete sie, wie seine Finger über die Saiten glitten und schloss etwas die Augen, ehe sie sich sanft anlehnte. Es war eine wunderschöne Melodie, so beruhigend uns doch ermunternd. Er hatte wirklich Talent. Noch eine Weile beobachtete sie den jungen Mann bei diesem privaten und intimen Konzert, ehe sie ihm ein sanftes aber ehrliches Lächeln schenkte.
      "Das klang wirklich toll!", bemerkte sie an, "Die Leute die dich ausgelacht haben, sollten sich schämen. Ich glaube, auch wenn ich deine Gesangsstimme bisher nicht gehört habe, dass sie unglaublich gut zu dieser Melodie passt.", beendete sie den Satz und umklammerte ihre Tasche auf dem Schoß.
      Ursprünglich wollte sie nicht zu diesem Treffen kommen, doch es stellte sich als angenehmer heraus als erwartet. Eigentlich wollte sie nun auch mehr über den Mann erfahren, der Kenjis Herz trug. Einen Moment ging sie alle Möglichkeiten durch, wie er ablehnen könnte. Schließlich hatte er auch nicht wirklich Lust zu erscheinen. Doch was sollte sie groß noch verlieren?
      Die Blondine nahm all ihrem Mut zusammen und drehte sich langsam zu Makkuro. "Wie wäre es wenn wir in ein Café gehen? Oder in einen Park? In der Nähe eines Krankenhauses ist es vielleicht nicht ganz so entspannt.", schlug sie vor, "Also, falls du Lust hast.", warf sie noch unbeholfen ein und strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr.
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    • Das Haruka dazwischenreden wollte, hatte Makkuro komplett ignoriert. Es war etwas, dass er konnte und darauf konnte er ruhig stolz sein. Auch wenn er selbst fand, er solle damit nicht so hausieren gehen. Die Melodie war fremd, aber sie war warm und auch wenn er nicht gesungen hat, warum auch immer, war es eigentlich schön ihm zuzuhören und vielleicht auch zuzusehen. Misami sagte dass immer wieder. Nachdem das Lied zu Ende gespielt worden war sah Makkuro auf ehe er die Worte von der gerade erst kennen gelernten Haruka hörte. Sie hallten in seinem Kopf als ein ziemlich großes Kompliment. "Kann sein, ja.." erklang aus seinem Mund als sie meinte, dass seine Stimme sicherlich gut zur Melodie passen würde. "Text dazu habe ich leider nicht, aber es muss nicht jedes Lied immer Text besitzen.." Im Gegenteil. Es gab so viele Gefühle die sich alleine durch die Melodie und schlichte, instrumentale Musik ausdrückten. Er hatte auch nicht vor zu jedem Lied, Text zu haben, denn es gab Lieder die brauchten sowas gar nicht, weil genug Gefühl in dieses gelegt worden war. Doch plötzlich schien, sein Herz fast auszusetzen, oder eher Freudensprünge zu machen, denn Haruka fragte ihn, ob die beiden nicht ins Café gehen wollten. Komischerweise nickte Makkuro nun obwohl er doch eigentlich nicht so der Typ dafür war. Schon stand er auf ging zu einem Auto indem Misami wartete. "Kannst du meine Gitarre mit heim nehmen?" Misami blinzelte verwundert. Sie war davon ausgegangen, er würde sofort wieder mit nach hause fahren wollen, doch es war anders. "Oh.. okay!" sie lächelte, öffnete die Seitentüre und legte die Gitarre neben sich. "Alles klar, du kommst alles nach hause?" Makkuro nickte nur. "Gut! Dann bis später.." schon startete das Auto und Misami machte sich auf den Weg nach hause. Makkuro drehte sich etwas steif zu Haruka um und hob nun seine Arme kurz so nach dem Motto So-da-bin- ich- und-jetzt? Herrgott war das unangenehm! Aber irgendwie auch schön. Nun gut, wenigstens war die Frau von Kenji keine Trulla gewesen, oder jemand der ihn nicht leiden konnte. Er hatte ja sogar mit ihr Gemeinsamkeiten. Als die beiden nun nebeneinander hergingen, bemerkte der Junge, wie er hin und wieder zu ihr hinüber blickte und dann vernahm er einen Duft. "Hier.. riechts.. nach Kirsche..." stellte er fest und es kam aus Harukas Richtung. "Ist das ein Kirschblüteshampoo?" fragte er nun.
    • Haruka

      Einen Moment überlegte die junge Frau, ob es nicht doch etwas zu viel gewesen wäre ihn direkt zu fragen den Standort zu wechseln, doch zu ihrer Überraschung willigte Makkuro ein. Ein Lächeln huschte schnell über Harukas Lippen, während die beiden sich von der Bank erhoben. Etwas planlos beobachtete die Blondine, wie ihr Begleiter zu einem Auto ging. Ach da war seine Schwester also. Hatte ein bisschen was von einem Stalker. Kurz kicherte Haruka kopfschüttelnd auf und sah auf ihr Handy. Nicht weit von hier, war tatsächlich ein kleines Café. Man konnte sich auch draußen hinsetzen, was bei dem schönen Wetter auch eine gute Gelegenheit bot. Als Makkuro auf sich aufmerksam machte, schreckte die junge Frau von ihrem Handy hoch und lachte etwas unbeholfen, ehe sie auf ihn zu ging. "Also wir müssen nur die Straße runter und dann rechts, da sollte ein hübsches Café sein.", erklärte sie, "Jedenfalls sieht es auf den Bildern ganz süß aus.", sagte sie ungehemmt. Irgendwie veränderte sich die Stimmung je weiter sich die beidem vom Krankenhaus entfernen. Es wurde naja, ungezwungener.
      Während die beiden nebeneinander liefen, machte der junge Mann eine Anmerkung zu Harukas Shampoo. Sofort lachte die junge Frau auf. "Oh ja, haha! Ich benutze tatsächlich ein Kirschblüten Shampoo, du hast eine echt gute Nase!", sagte sie kichernd. Ungewöhnlich. Normalerweise war dieses Shampoo gar nicht so aufdringlich, der einzige Mensch der es vorher wahrnahm war Kenji. Er mochte diesen Duft so sehr, dass er Haruka mal einen ganzen Vorrat davon gekauft hatte.
      Als die beiden wenig später am Café ankamen, nahmen sie an der rechten Seite unter einem großen Sonnenschirm platz. Auf dem Tisch war in der Mitte eine kleine rosane Blume aufgestellt. Ziemlich süß. Haruka nahm die Karte vom Tisch und reichte sie Makkuro. "Schau ruhig was du trinken möchtest.", sagte sie sanft.
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    • Es war doch alles angenehmer, als sich in einem Krankenhaus zu treffen. Als sie meinte, dass das Café süß aussah, dachte er nach. Sollte das eine gewisse Anspielung sein? Nein, sicher nicht! Sie kannten sich doch kaum, jedoch hatte er schon von Leuten gehört, die sich auf Anfang gefielen und da sollte es so einen Funken geben. So eine Liebe auf den ersten Blick, eine Leidenschaft, ein Knistern oder wie man immer das auch genau nannte. Als die beiden sich entfernten, erriet Makkuro sogar Harukas Shampoo, was eigenartig war, denn sonst hatte er nicht so eine gute Nase. Mit dem Herzen konnte es nichts zu tun haben, oder? "Normalerweise.. rieche ich so etwas nicht.." gab er nun ehrlich zu, als seine Nase gelobt wurde.

      Später kamen die beiden im Café an und es war wirklich so wie Haruka es beschrieb. Süß. Die beiden setzten sich nun unter einen großen Sonnenschirm im Gastgarten und somit beobachtete Makkuro die kleine Blume die auf dem Tisch in einer Vase stand. Es war wohl eher ein romantischeres Café. Als der schwarzhaarige Mann die Karte gereicht bekam sah er die junge Frau an. "Du ähm.. musst mich nicht einladen.. danke.." etwas verlegen verschwand sein Gesicht in der Karte, ehe er sich räusperte. "Was wäre ich denn für ein Kerl, wenn ich die Frau zahlen lassen würde?" fragte er nun nachdenklich dabei sah er sie nun etwas schüchtern an. Sollte das einen Einladung sein? Das klang so! Damals bei dem ersten Date von Kenji und Haruka war es auch so gewesen, Haruka wollte bezahlen und dann sagte Kenji plötzlich, charmant wie er war diesen einen Satz; "Was wäre ich denn für ein Kerl, wenn ich die Frau zahlen lassen würde?" und dabei lächelte er sie an, so wie er es immer tat. Lebensfroh und so, dass man sich wieder in ihn verlieben könnte. Das war das einzige, was diesen Flashback nicht glaubwürdig machte, denn Makkuro lächelte nicht. Er sah etwas schüchtern zu Haruka und hatte einen leicht rosigen Schimmer auf den Wangen und obwohl er nicht lächelte, weil es ihm unangenehm war diese hübsche Frau einzuladen, sah es auf seine eigene Art und Weise süß aus.
    • Haruka

      Während die Blondine noch die Karte durchforstete und überlegte, welches Getränk ihr momentan am meisten zusagte, spielte sie etwas mit ihren Haaren. Eine alte und sehr blöde Angewohnheit. Es war Haruka einfach immer anzusehen, wenn sie sich nicht entscheiden konnte. Ihr Blick fiel auf Kenjis Lieblingsgetränk. Ein Caramel Mandel Latte mit Sahne und Zimt. Fast so, als hätte sie einen Geist gesehen, schreckte sie auf und sah Makkuro an. "W-was?", murmelte sie leise. Es war schon beinahe wie ein Flashback. Zurückbefördert zu ihrem ersten Date mit Kenji. Doch gleichzeitig war es so anders.
      Makkuro hatte einen leichten rotschimmer auf den Wangen, schaute auch etwas schüchtern drein, doch es passte zu ihm. Genau wie diese Aussage. Möglicherweise war es auch einfach ein Zufall, eine gängige Redewendung eben. Doch Haruka spürte kurz die Anwesenheit und Nähe zu Kenji. Ihr Blick wurde warm und ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen. "Oh, dann halte ich dich besser nicht davon ab zu zahlen.", witzelte sie freundlich. Sie warf noch einen Blick in die Karte, entdeckte dabei eine kleine Nachspeise, die man sich eigentlich teilen könnte. Moment? Das hier war doch kein Date! Die junge Frau biss sich auf Lippe, versuchte nicht auszusprechen, was sie gerade dachte, doch der Hunger nach etwas Süßem siegte am Ende. "Wollen wir uns das hier vielleicht teilen?", fragte sie sanft und zeigte in der Karte auf ein Bild mit Waffeln, Beeren und zwei Kugeln Eis. "Also ich meinte falls du Hunger hast, wenn nicht dann nicht.", ruderte sie wieder zurück. Wie peinlich. Die beiden trafen sich doch zum ersten Mal, wieso war sie so unbekümmert? Möglicherweise weil es sich einfach gut anfühlte, doch diese Gefühle wollte Haruka noch nicht zulassen. Nicht jetzt.
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    • Makkuro

      Gerade kam die Kellnerin auf die beiden zu und lächelte leicht. Der junge Mann wusste sofort, was er wollte. "Einen Caramel Mandel Latte..mit äh.. Sahne und...könnten Sie da..." er zögerte kurz und die Kellnerin sah ihn mit großen Augen an, denn er wirkte etwas schüchtern und versuchte ihren Blick zu meiden. "..vielleicht.. so etwas Zimt drauf machen?" bei dieser Aussage zuckte er mit den Schultern und schon trafen seine Katzenfarbenen Augen die der Kellnerin ehe diese nun lächelte. Er hatte wohl gedacht, es wäre unverschämt, jemanden noch mehr Arbeit aufzuhalsen. Jedoch war es nicht weiter schlimm. Es war sogar irgendwie süß. "Ja natürlich geht dass, keine Sorge" sie nickte und sah da seine Begleitung noch unschlüssig war, würde sie später nochmal kommen. Das Makkuro nun Geld hatte und sich auch leisten konnte jemanden einzuladen, wollte er nun schon stolz zeigen können. "Ich.. arbeite ja auch .. zwar nur in einem Burgerladen.. aber die Leute sind ganz nett.." doch als es dann plötzlich um ein Dessert ging, was sich beide teilen sollte blinzelte der junge Mann nun leicht ehe er sie etwas verwundert ansah. "Äh.. was?" etwas unwirklich sah er sie nun an und dann auf die Eiskarte. "Oh.. okay.. wenn du das magst.." er wusste nicht mal selbst warum er da zustimmte, jedoch fühlte er sich wohl. "Ja Kuro, altes Haus" erklang nun ehe schon ein Arm um ihn gelegt wurde. Es war ein muskulöser, hübscher Typ und Makkuro weitete leicht die Augen. "Wer ist ist denn deine Begleitung da? Hossa!" dabei schüttelte er Makkuro leicht der dies aber mit Fassung trug. "Deine Freundin? Guter Geschmack" - "Äh.. nein das ist.. die Frau von der ich das Herz bekommen habe.." Kenta musste lachen und klopfte ihm auf die Schulter. "Ja alles klar wenn du dich so gewillt ausdrückst mein Lieber!" ein junges Mädchen neben ihm erschien. "Ach du bist so ein Idiot.. er meinte doch wegen der..." dabei flüsterte sie ihm den Rest zu und Kenta verbeugte sich verlegen. "Hopala entschuligung ich wollte nicht unfreundlich wirken!!" Mimi nickte nun und zog den Mann nun einfach mit sich. "Wir wollen nicht stören, bis später dann Maki ja?" Makkruo nickte leicht und hob seine Hand kurz zum Abschied. Danach sah er zu Haruka und kratzte sich verlegen an der Wange. "..Äh..ja.." er räusperte sich. "Arbeitskollegen.."
    • Haruka

      "Yeyy..", freudig klatschte die Blondine sanft in die Hände. Mit herzhaftem Süßkram, war sie einfach immer zu überzeugen. Doch die Freude sprang schnell wieder in Verwunderung um, als sie Makkuros Bestellung wahrnahm. Langsam ließ sie ihre Hände auf ihren Schoß sinken und atmete tief durch. In dieser Zeit bemerkte sie die Kellnerin nicht wirklich und verpasste diese knapp. Naja, sie würde ja wieder kommen. "Mochtest du das Getränk schon immer? Ich meine, es ist sehr...außergewöhnlich.", fragte Haruka sanft und unsicher. So langsam wurden diese Zufälle doch komisch, oder kam es nur ihr so vor?
      Doch Haruka wurde schnell aus ihren Gedanken gerissen, als ein junger Mann zu ihnen an den Tisch trat. Etwas überrascht sah sie ihn an und lachte unbeholfen als die Blondine als ein "guter Fang" betitelt wurde. Kurz darauf kam auch eine Frau, die den Freund von Makkuro schnell wie einen kleinen Hund zurück zog. "Nein, nein, schon gut.", winkte die Blondine nur auf die Verbeugung ab. Es war doch irgendwie recht komisch, wenn sich jemand so sehr förmlich entschuldigte. Sie war schließlich keine 40 Jahre alt.
      Auch Makkuro war deutlich anzusehen, dass es ihm irgendwie etwas unangenehm war. "Ach schon okay, meine Kolleginnen sind manchmal auch nicht besser.", versuchte die Blondine ihn etwas zu beruhigen. Nach dieser kurzen Begegnung vergaß Haruka schon ganz, worüber sie sich eigentlich Gedanken machte. Sie rief die Kellnerin noch einmal, bestellte einen Caramel Mocha mit Zimt und die Nachspeise. "In welchem Laden arbeitest du nochmal? Vielleicht komme ich bei Gelegenheit ja einfach mal vorbei?", bemerkte die junge Frau lächelnd an. Also Gespräche fortführen war nicht so ihre Stärke, das Thema wechseln hingegen schon.
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    • Makkuro sah nun zu Haruka hinüber und sah nun an ihr vorbei in die Ferne. Er zuckte kurz mit den Achseln. "Ich habe nachdem ich aus dem Krankenhaus gekommen bin damit angefangen.. Dinge zu versuchen..und da war dieses Getränk auch dabei.." er wusste, nein besser war der Ausdruck er war sich sicher, dass es nichts mit ihrem verstorbenen Mann zu tun hatte. Doch auch das das Herz bei dieser Frau höher schlug, was er als relativ unangenehm und unangemessen fand, war für ihn mehr als belastend und nur ein Zeichen, dass gewisse Dinge gespeichert wurden. Jedoch verdrängte er diesen Gedanken sofort. Nachdem diese peinliche Aktion mit einen Arbeitskollegen vorbei war, blickte er auf den Tisch. Er wusste nicht wirklich, was er sagen sollte und war nur froh, dass ihm verziehen wurde. Er dachte viel nach, doch gerade war sein Kopf relativ leergefegt, bis plötzlich die Frage kam, wo er nochmal arbeitete. Sie wollte ihn besuchen? Mit leicht rosigen Wangen senkte er den Blick noch mehr und fasste sich an die Brust. Es schlug schon wieder schneller. Ob es nun seiner Nervosität oder diese eigenartigen Gefühle zu ihr waren, wusste er selbst nicht. Dabei kannte er sie doch kaum. "Ahm.." kam von ihm ehe er den Kopf wieder anhob und die Strasse nach unten deutete. "ich arbeite in einem kleinen Burgerladen, die Straße runter..BB" der Burgerladen hieß BB auch bekannt unter Berry Bouletten. Dort wurden die Burger, wie auch Salate und andere Speisen direkt vor dem Kunden gemacht. Es gab eine offene Küche und es war sehr sauber und gepflegt. Doch dafür war es auch der heimelig und warm eingerichtet. "Du .. willst mich besuchen kommen?" fragte er nun unsicher nach. "Das musst du nicht.. ich weis doch dass es..nicht einfach ist..mit mir hier zu sein.." zumindest dachte er dies. Aber ja, er war der Mann der das Herz ihres Mannes in sich trug, aber es war ja nicht so gewesen, dass er diesen getötet und ihm das Herz entrissen hätte, sondern er hatte es bekommen, weil dieser Mann nach seinem Tod noch etwas bewirken wollte. "Wie..war er..?" dabei sah er sie stumm an. "Also.." dabei fasste er sich wieder an die Brust in der das Herz dieses Mannes schlug. "..dein Mann.." kurz trafen sich ihre Blicke. "Entschuldige.. ich wollte keine Wunden öffnen!" was hatte er nur getan? Er hatte unverschämt einer Trauenden diese Frage gestellt und sie wieder an ihn erinnert. Nun, er hatte ja nie etwas über den Spender erfahren!
    • Haruka

      Haruka lächelte sanft, als Makkuro seinen Blick senkte und etwas rötlich wurde. Vielleicht war es wirklich ein Zufall. Öfter hörte die junge Frau schon, dass Menschen nach Organtransplantationen neue Dinge ausprobierten. Schließlich hatten sie eine weitere Chance bekommen. "Das klingt doch aber toll! Ich liebe Essen.", erwiderte sie etwas kleinlaut. Vielleicht war sie ja doch ein bisschen zu offen. Doch bisher gab ihr der junge Mann keinen Anlass sonderlich nervös zu sein. Natürlich schwang da dieses unbewusste mit, denn schließlich sah sie ihn zum ersten Mal und er trug Kenjis Herz, doch vielleicht war es genau das, was sie so beruhigte.
      "Aber wenn dir das unangenehm ist, dann lasse ich das wohl besser.", fügte sie noch leise an. Im richtigen Moment kam die Kellnerin und brachte den beiden ihre Bestellungen. Direkt griff sie nach ihrem Glas und trank vorsichtig einen Schluck, "Heiß aber lecker!", murmelte sie leise und lächelte sanft.
      Während sie an ihrem Glas nippte, stellte ihre neue Bekanntschaft eine ausschlaggebende Frage. Kurz überlegte Haruka ob sie bereit dafür war, doch vielleicht würde es ihr guttun einfach mal über ihre große Liebe zu reden. "Schon gut..", antwortete sie sanft und sah in die Augen des jungen Mannes. Er wirkte verunsichert und sie wollte doch keinesfalls, dass ihm etwas unangenehm war. "Er war sehr herzlich und offen. Wir ergänzten uns perfekt.", begann die Blonde ihren Monolog. "Er wusste einfach immer genau was ich brauchte und war für mich da und brachte mich immer zum lachen.", fuhr sie lächelnd fort. "Wir waren oft gemeinsam aus, weißt du. Hin und wieder nahm er mich auf seinem Motorrad mit und wir fuhren stundenlang einfach umher, machten Pausen an Seen und sahen zusammen einfach aufs Wasser.", vorsichtig umschloss sie mit ihren Händen das Glas und fuhr mit ihrem Daumen über die glatte Oberfläche.
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    • Neu

      Dieser Kenji, der Spender dieses wilden Herzens, war ein richtiger fröhlicher Kerl gewesen, wie es Makkuro schien. Anders als er. Er nippte nun vorsichtig an seinem Getränk und seufzte kurz. "Klingt ja wie ein Traummann.." dabei zuckte er mit den Achseln. Da hätte es doch lieber ihn dahinraffen sollen, als ihn. Er hatte noch soviel vor sich und vor allem hatte er jemanden hier gelassen der ihn mehr als schmerzlich vermisste. "Oh.." nun horchte er auf. "Ein Motorrad.." dabei kamen Bilder in seinem Kopf hoch die er eigentlich verdrängt hatte und sein Herz schlug schneller ehe er leicht den Kopf schüttelte. "Ich.. habe nicht wirklich eine gute Erinnerung daran.." er zog seine Hand zurück und klemmte seine Arme zwischen seine Beine. "Ich hatte ein megaschwaches Herz..und bin nämlich nachdem ich ..jemanden ins Krankenhaus gebracht habe umgeklappt..klingt dämlich ich weis, aber ich..wollte helfen.." war es gemein zu sagen, dass er froh war das Herz ihres Mannes zu haben? Er konnte sich aufregen ohne das so etwas passierte, dass er gleich zu Boden ging. Er konnte laufen ohne das die Luft wegblieb. "Ich mag es..das Herz ich kann damit nicht so leicht außer Puste geraten.. und es scheint dich noch sehr zu mögen..." das er solche Dinge hervorbrachte war für ihn verstörend, aber es auszusprechen nahm ihm eine große Last ab. Mit hochrotem Gesicht verstummte er. Es war ihm mehr als unangenehm auch wenn es mehr als lustig aussah, denn war es nicht irgendwie ein Liebesgeständnis? Nun ja schon, aber es klang nicht so als wären diese Gefühle gewollt. Oh, mein Gott was sollte er nun sagen?! Das war doch mehr als peinlich! Er konnte doch der Frau da nicht einfach ein Liebesgeständnis machen, das war doch krank! "Ich..muss jetzt gehen.." er schien nervös und gestresst. Deswegen legte er einfach das Geld auf den Tisch, wo er auch automatisch für sie mit bezahlte und eilte davon. Das Herz es war großartig, es war toll! Er konnte laufen, er konnte damit wirklich springen und anstrengende Dinge tun ohne sorgen haben zu müssen umzufallen, aber warum schlug es nur für diese Frau!? Das quälte furchtbar. Sein Herz wollte bleiben und Dinge tun die er noch nie getan hatte, jedoch besaß sein Verstand die Kontrolle über seine Beine..