Searching for the princess. [Akeem & Lu-Chan]

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    • Searching for the princess. [Akeem & Lu-Chan]

      Princess Victoria

      Wochenlang war sie diesen Plan in ihren Gedanken durch gegangen in der Hoffnung, dass nichts schief laufen wird. Victoria war noch vor ihrer Hofmagd wach gewesen, eigentlich hatte sie die Nacht über nicht geschlafen, hatte vor allem auf den Augenblick gewartet, an dem sie sich davon schleichen konnte, um in den Tiefen des Waldes zu verschwinden, welches das Königreich umgab. Es war der Tag ihrer eigenen Hochzeit, der, welcher sie nicht mehr davon laufen konnte, an dem sie wirklich verschwinden wollte. Sie sollten sie ruhig suchen, würden es mit Sicherheit nach wenigen Tagen wieder lassen mit dem Gedanken nur noch einen leblosen Körper der Frau zu finden, was ihr den Weg in die Freiheit einräumen wird. Wie sie es ihrem eigenen Vater und König nur antun konnte? Eine sehr gute Frage, die viel bessere war, wie er es wirklich wagen konnte es ihr anzutun, sie mit irgendeinem Mann zu verheiraten, der sie nicht einmal wirklich ansah. Kinder gebären sollte sie ihm, er würde sie diese Nacht in sein Schlafgemach zerren und auf den ersten Nachfolger hoffen, aber nicht mit Victoria, sie war vorbereitet und sich dessen sicher, dass alles klappen wird.
      Bei den ersten Sonnenstrahlen klopfte es an ihre Tür, ehe diese geöffnet wurde. Ihre Hofmagd begrüßte sie mit einem freundlichen lächeln, wollte sie baden und sie für die Hochzeit langsam vorbereiten, aber Victoria hatte noch einen letzten Wunsch, sie wollte diesen Morgen in Ruhe anfangen, sich um ihren Schimmeln kümmern, den sie nicht mit nehmen konnte in die neue Heimat, in welche sie ziehen sollte. Es gäbe genug Pferde auf dem neuen Hof, hieß es, aber ihr Schimmel war ihr bester Freund und diesen wollte sie befreien, bevor sie fort sein würde. Ihr Wunsch wurde ihr gewährt, viel Zeit gäbe es nicht, aber einer Prinzessin konnte man keinen Wunsch abschlagen. Dankend ließ sich die Brünette in ihre Kleider helfen, um ein letztes Mal in den Stall zu gehen, in dem alles vorbereitet war. Sie hatte in den letzten Wochen Kleidung versteckt, würde sie doch in ihrem Kleid auffallen, sie hatte sich etwas ärmeres, weniger auffälliges besorgt und auch wenn es schwer war alleine aus dem großen Kleid zu schlüpfen wurde diese Hürde bewältigt, die viel schwierigere wartete auf sie. Von dem langen Haar konnte sich die Frau trennen, es würde nur zu viel verraten und die Klinge, die sie in einem der Schuppen neben dem Stall mal gefunden hatte war auch scharf genug, um ihr Haar kurz zu machen. Ein Blick in das trübe Fenster im Stall genügte, um sich für einen Moment selbst nicht wieder zu erkennen, die bläulichen Augen waren nicht wegzuschaffen, aber sie verrieten nichts, jedenfalls nichts, was relevant war. Die schwierigste Hürde war es den Schimmel laufen zu lassen. Einen Moment hatte sich Victoria genommen, hatte ihre Stirn gegen das Stirnbein des Pferdes gedrückt, um einfach nur den Moment zu genießen. Er wusste, was jetzt passieren würde, das Pferd war vorbereitet, es war ruhig, aber die Prinzessin kannte ihr eigenes Pferd, sie konnte diese Unruhe spüre, wusste, dass es für beide nicht einfach war. "Lauf einfach", ihre Augen blickten nach ihrem Pferd. "Lauf, sonst werden sie dich hier nur noch weiter halten.. Sie haben keine Verwendung für dich, ohne mich.. Also lauf.. In der Hoffnung, es wird dich jemand aufnehmen, der gut zu dir ist".
      Den Halfter hatte sie ihrem Schimmel abgenommen, hatte die Tränen nur schwer zurück halten können, das hier war ihr bester Freund, jemand, der ihr immer zugehört hatte, wenn es andere nicht taten. Ein wenig unsicher blickte das Pferd zu der Besitzerin zurück, es war frei, es bewegte sich aber kein Stück, war doch immer darauf trainiert gewesen zu bleiben, sich niemals zu entfernen. Stimmen waren zu hören, Victoria hatte die Zeit vergessen, sie musste sich beeilen. "Lauf", befahl sie ihrem Pferd, bevor sie ihre Sachen weg räumte. In das Versteck, aus welchem sie die Klinge und das Kleid her hatte, stopfte die den Zopf mit ihrem Haar rein und ihr Kleid, ihre Schuhe, ihren Schmuck, er durfte nicht gefunden werden.. Sie lief selbst, sie lief aus dem Stall nach hinten in den freien Wald heraus und so schnell sie konnte. Sie durften sie nicht finden, sie durften sie nicht einholen und sie durften ihren Schimmel nicht haben. Das Pferd lief, kaum lief seine Besitzerin, es sprang auf dem freien Gelände und schüttelte sich, bevor es einfach nur lief, wie es Victoria kaum anders tat. Rein, in den dunklen Wald, in welchem sie den Weg nicht kannte, weg von all dem, was sie hier noch fest hielt.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Tino

      Die Morgensonne versprach perfektes Licht zu schaffen, um heute den kleinen Bach, der sich unweit von seinem Haus befand, auf Leinwand zu bannen. Bereits am Abend davor hatte Tino die Tasche mit den Öl-Farben, die er angerührt hatte, vorbereitet. Er schnallte sich die Tasche über die Schulter, klemmte sich Leinwand und Stativ unter den Arm, setzte sich seinen großen, schwarzen Schlapphut auf, warf sein schwarzes Cape über und machte sich nachdem die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster geströmt waren, auch schon auf zu dem kleinen Bach, dessen Schönheit ihn so sehr faszinierte.
      Ein kurzer Fußmarsch später, stand Tino am Ufer des Gewässers und peilte über den Rand der Leinwand, die er im Stativ festgeschnallt hatte, auf das Wasser, um den perfekten Winkel zu finden. Es dauerte einige Minuten, aber schließlich fand er einen Ort, an dem das Licht durch die Bäume wunderschön auf die Wasseroberfläche fiel und zurück in sein Auge reflektiert wurde.
      Er atmete erst einmal tief durch und genoss die Idylle dieser Szenerie, bevor die Tasche mit den Farben öffnete und die kleinen Fläschchen Farbe auf dem Waldboden ins feuchte Gras stellte. Eine beinahe meditative Aufgabe. Nichts vermochte an diesem schönen Morgen Tinos Ruhe zu stören. Zumindest bis zu diesem Moment.
    • Princess Victoria

      Mehrmals hatte sie nach hinten gesehen, während ihr die Luft langsam ausblieb. Sie war es nicht gewohnt solche Strecken zu laufen, oder gewiss zu rennen, aber wenn sie weit genug kommen wollte, musste sie sich zusammen reißen und einfach weiter laufen. Je weiter sie kommen wird, desto geringer die Wahrscheinlichkeit gefunden zu werden, desto geringer die Wahrscheinlichkeit verheiratet zu werden, mit diesem Bewusstsein schaffte sie es auch noch sich zusammen zu reißen und weiter zu laufen, auch wenn es ihr schwer fiel das dünne Kleid dabei oben zu halten, denn es verfing sich immer wieder in den herausstehenden Ästen, die weiter raus ragten, je weiter sie in den Wald hinein lief. Der Wald wurde dichter um sie herum, in diesem Teil war sie nie gewesen, aber wie weit sie von dem Schloss schon entfernt war konnte sie nicht sagen, dafür fehlte ihr die Orientierung. Eine Lichtung war weit vorne zu sehen, die Abstände zwischen den Bäumen schienen wieder größer zu werden, eine Möglichkeit für einen ersten Halt, für eine kleine Pause, für eine erste Orientierung, wo sie denn überhaupt hier war! Ein weiteres Mal blickte Victoria nach Hinten, um sich sicher zu sein, dass ihr keiner folgte, aber einen Moment nicht aufgepasst und schon verfing sich ihr Fuß in einer herausragenden Wurzel. Sie fiel, landete in dem grünen Laub und stieß sich den Kopf an einem der Bäume. Schwarz wurde es ihr vor den Augen und es drehte sich alles, als die Frau ihre Augen wieder öffnen konnte. Verdammt, sie hatte nicht aufgepasst, hätte ihre Füße beim Laufen höher nehmen müssen.
      Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, die Luft fehlte und auch wenn sie versuchte sich wieder zu erheben, um einfach weiter zu laufen kam sie nicht weit. Zwei Schritte, dann gab sie auf und ließ ihren Körper wieder auf den Boden fallen. Ihr war es schwindelig, ihr wurde es gleich schwarz für den Augen und die Dunkelheit nahm sie für einen Moment ein. Hatte sie jetzt alles verloren?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Tino

      Ein dumpfes Geräusch kam plötzlich von der Lichtung, die er bereits angefangen hatte zu Malen und eine junge Frau fiel auf den Waldboden. Danach herrschte Stille. Etwas verdutzt stand Tino für einen Augenblick nur dar und starrte. Wo gerade noch Ruhe und Frieden herrschte, war nun das Gleichgewicht der Stille gebrochen. Er zögerte und haderte, aber schließlich ließ er den Pinsel ins nasse Gras fallen.
      "Oh bei allen Göttern", rief er und sprang über den kleinen, verschlafenen Bach auf die andere Seite der Lichtung. "Hast du dir etwas getan?"
      Als er bei der jungen Frau ankam, breitete sich die gesamte Gräueltat direkt vor ihm aus. Sie musste gestolpert und dann mit dem Kopf gegen den Baum gestoßen sein. so konnte Tino allein an dem Blut an der Rinde des alten Baumes erkennen.
      Rasch kniete er sich zu der Frau ins Gras und wischte ihre Stirn sauber. "Kannst du mich hören?"
      Aber es kam keine Antwort. Aus seinem schwarzen Cape holte Tino sein Taschentuch hervor und hielt es gegen die Wunde am Kopf der jungen Dame. Es war offensichtlich, dass er sie hier nicht so liegen lassen konnte. Sein Blick wanderte in die Richtung, aus der sie wohl gekommen war. Die Stadt, das Schloss. Aber es war zu weit, sie in dieser Verfassung dort hin zu bringen. Es war das einzig richtige, sie zu sich zu nehmen, auch wenn es sicher nicht das löblichste war. Aber welche Wahl hatte Tino? Diese Frau war nicht ansprechbar und wenn er ihr helfen wollte, war ihm wohl kein anderes Mittel mehr geben, als sie ein wenig zu entführen. Zumindest temporär.
      Er legte seine Hand auf ihre Stirn und fühlte. Sie war nass geschwitzt. Offenbar gerannt. Aber ihr Körper schien abgesehen von der Wunde an ihrem Kopf nicht gerade zerbrechlich. Sie war zwar schlank und zierlich auf dem ersten Blick, jedoch gleichzeitig gesund und konnte wohl gebaut. Das würde ein Problem werden. Tino war selbst nur von recht schmächtiger Gestalt. Er würde sie schon tragen können, aber nicht den gesamten Weg. Es war schon so beinahe ein zwei Stündiger Fußmarsch bis hier hin gewesen. Dieses Mal müsste wohl er wohl etwas nachhelfen.
      Ein weiterer Griff ging in Tinos Cape und heraus zog er ein kleines Fläschchen mit einer violetten Flüssigkeit darin.
      "Bitte vergebt mir. Es ist wirklich nicht, wonach es scheint", sagte Tino, bevor er ihre Kleidung leicht beiseite schob, um auf der nackten Haut ihrer Arme, Beinen und ihrer Burst jeweils einen Tropfen der Flüssigkeit zu verschütten. Mehr sollte nicht nötig sein. Tino war zwar schmächtig, aber auch nicht so schmächtig.
      Er griff unter ihre Beine und stützte ihren Rücken, um sie vor seiner Brust zu tragen und bei jedem Zentimeter, den er sie höher hob, fing sie an langsam leichter zu werden.
      "Tut mir wirklich leid, aber nur so kann ich es schnell genug zurück schaffen", flüsterte Tino und hielt sie plötzlich nur noch mit einer Hand. Er nahm das Fläschchen vom Boden und nahm selbst einen kräftigen Schluck. "Ich hoffe der Wind steht gut. Bei mir zu Hause werde ich dich behandeln können."
      Tino sprang in die Luft und mit der nächsten Briese fing er an durch die Luft zu schweben. Er hüpfte auf einen Baum und fing an von Baum zu Baum zu springen und in nur einer dreiviertel Stunde (und mit viel Hilfe des Wind-Gottes), hatte er es nach Hause geschafft. Die Landung war dann tatsächlich das schwerste und die Tür zu seinem Haus wieder aufzubekommen.
      Dort angekommen legte er die junge Frau auf sein Bett und schnellte herunter zurück in das Erdgeschoss und schließlich in den Keller. Er holte Bandagen und Wasser und kochte Tee und bemerkte langsam, dass er gar keine echte Ahnung hatte, wie man Menschen heilte. Also saß er an ihrem Bett. Die Wunde war verarztet, aber was er nun zu tun hatte, vermochte ihm nicht in den Sinn zu kommen. Also tat er das, was er immer in solchen Situationen tat: Er fing an die Antwort in einem seiner Bücher zu suchen.
    • Neu

      Princess Victoria

      Es fühlte sich wie ein traumloser Schlaf an, alles um sie herum schien in Dunkelheit getränkt zu sein, nichts drang zu ihr durch, bis auf die Angst, die noch immer in ihr schlummerte. War es jetzt das Ende? Würde man sie jetzt finden? Wie würde bloß ihr Vater darauf reagieren, dass seine eigene Tochter am Tag ihrer Hochzeit sich lieber dazu entschloss, ihr Haar abzuschneiden und wegzulaufen, statt eigentlich den glücklichsten Tag ihres Lebens zu haben. Victoria wollte nicht heiraten, das sollte er eigentlich gut wissen, sie wollte das Land regieren, die Menschen hier glücklich machen und für ihr Land da sein, da blieb ihr nichts anderes übrig, als ihre Beine in die Hand zu nehmen und zu laufen. Es war ein dummer Zufall, eine Sekunde nicht aufgepasst und schon hatte sich die Frau ihren Kopf gestoßen, aber vielleicht war man noch nicht so weit, vielleicht war man ihr noch nicht so weit hinterher, dass man sie hier finden würde?
      Als sie ihre Augen öffnete erblickte sie weder das Grün der Bäume über ihr, noch die ihr bekannten Palastdecken, sie erblickte etwas fremdes, hatte vor allem etwas weiches unter ihr, nicht den dumpfen Waldboden. Wo war sie hier? Der Geruch von Tee hing in der Luft, aber lange konnte die Frau ihre Augen nicht offen lassen, der Schmerz, der durch ihren Kopf zog zwang sie dazu diese wieder zu schließen und durch zu atmen. Ihre Hand fur über die Laken, auf welchen sie lag, es war nicht das Gleiche, wie die im Schloss, aber es fühlte sich viel besser an, als der kalte, dreckige Waldboden, auf welchem sie gelegen hatte. Wer hatte sie hier her gebracht? Wo war sie überhaupt gewesen? Warum war sie hier?
      Victoria zwang sich dazu ihre Augen wieder zu öffnen, ihren Kopf vor allem zur Seite zu bewegen, nur ganz langsam und sachte, um das Fenster zu erblicken, welches den Wald dahinter zeigte. Eine Hütte hier Mitten drin? Oder war sie wo anders, als dort, wo sie sich den Kopf gestoßen hatte? Es war noch hell draußen, ihre Augen schmerzten bei dem Licht, sie schloss sie wieder, um den Kopf wieder zurück zu legen, um durch zu atmen und die Schmerzen im Kopf wieder in den Griff zu bekommen. Einen Moment brauchte sie, dann drehte sie den Kopf zu der anderen Seite, um auch dann die Augen wieder zu öffnen und das zu mustern, was sie zu sehen bekam.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Neu

      Tino

      Aus dem Augenwinkel vernahm Tino Bewegung aus dem Bett. Es waren bereits einige Stunden ins Land gegangen, seitdem er die Dame entführt und in sein Bett gelegt hatte. Aber bitte nicht vergessen: Er tat all dies nur zu ihrem eigenen Besten. Bitte vergesst dies niemals.
      Er legte das Buch in seiner Hand auf den Stapel der anderen Bücher über Medizin, die Tino grob überflogen hatte.
      "Bitte hab keine Angst", sagte er und hielt seine Hände in die Luft, um zu beweisen, dass er keine Waffe führte. Er legte sein bestes Lächeln auf und versuchte mit freudigem Blick Gastfreundlichkeit zu suggerieren. "Ich war auf der Lichtung. Du fielst und ich brachte dich hier her. Ich wusste nicht, was ich sonst hätte tun können."
      Er spreizte seinen Zeigefinger und deutete auf seine eigene Stirn. "Du hast dich am Kopf verletzt", sagte er und deutet dann mit demselben Finger auf ihren Kopf. "Ich... Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich helfen kann. Ich las, dass Ruhe helfen solle. Außerdem habe ich ein Glas frisches Wasser auf den Nachtschrank gestellt."
      Tino deutete auf den kleinen Stapel Bücher, auf dem sich ein Tablett befand, dass er offenbar als Nachtschrank verkaufen wollte. Darauf stand ein rotes Glas mit kristallklarem Wasser.
      "Außerdem solltest du besser nicht so viel schlafen. Versuche wach zu bleiben. In einem dieser Bücher las ich, dass es im Falle einer Kopfverletzung dazu kommen kann, dass diejenigen, die Schlafen gehen nicht wieder aufwachen. Ich glaube das war in diesem..."
      Er drehte sich von der jungen Dame weg und fing an in einem Stapel Bücher auf dem Schreibtisch, an dem er saß, zu wühlen. "irgendwo muss es doch sein..."