Back in Time (Nihal x Runa)

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    • Back in Time (Nihal x Runa)

      Zu den Steckbriefen:
      Back in Time [Nihal x Runa]

      @Nihal

      Mizuno Awashima

      Ein Tag wie jeder andere für die junge Frau. Sie ging normal zur Schule und dann arbeiten. Spät am Abend lief sie zur ihrem Kendo Training und dabei lief sie an einer alten Frau vorbei. ,,So wartet junges Fräulein", sagte die alte Frau mit krächzender Stimme und die schwarzhaarige Schülerin blieb stehen. Sie sah die alte Frau mit ihren lilanen Augen an. ,,Was gibt es? Braucht Ihr Hilfe", fragte sie. Mizuno war zu Mädchen und Frauen immer höflich, unhöflich war sie nur zu Männern. ,,Nein, ich brauche keine Hilfe. Ich will Euch lediglich warnen.", sagte die alte Frau, die mit ihren sehr blassen Augen die älteste Tochter der Familie Awashima ansah. ,,Warnen? Wovor", fragte diese verwirrt. ,,Euer Leben wird nicht mehr so sein wie jetzt. Ihr werdet schon sehr bald 1000 Jahre in die Vergangenheit reisen, denn Ihr seit seiner würdig junges Fräulein", meinte die Frau und Mizuno wurde alles klar. Sie kannte die Frau vom hören. Sie bezeichnete sich selbst als Wahrsagerin, wurde aber von allen verrückt gehalten. Mizuno fand dies nun auch. Mit diesem Zeitreisen Quatsch kann sie andere aufhalten, aber sie glaubte nicht daran. Das war doch alles nur purer Unsinn. ,,So ein Quatsch. Halten Sie jemand anderes damit zum Narren, aber nicht mich", sagte die schwarzhaarige und ging einfach weiter. Die Rufe der Wahrsagerin ignorierte sie und lief einfach weiter zum Trainingsdojo für das Kendo Training. Dieses betrat sie auch und ging sofort zur Umkleide um die Trainingssachen anzuziehen. Sie war in jedem Training, wo sie war, die einzige Frau. Kendo, die Kunst des Schwertkampfes, interessierte sie schon seit sie klein war. Der Trainer war auch ihr Onkel und so durfte sie kostenlos am Training teilnehmen. Das Training lief wie immer gut für Mizuno. Sie besiegte jeden der Jungs, aber an ihren Onkel kam sie noch immer nicht heran. Nach dem Training kam sie nach Hause und es herrschte Stille in der kleinen Wohnung. Ihre Mutter und ihre kleine Schwester, die 4 Jahre alt war, schliefen schon. Sie sah im Hausflur, auf dem kleinen Schrank, einen Zettel. Essen ist im Kühlschrank. Wärme es dir auf., stand auf dem Zettel und so ging die schwarzhaarige in die Küche und nahm einen Teller mit Gyoza raus. Diese wärmte sie auch auf und während sie sie aufwärmte, setzte sie sich an den kleinen Tisch und sah sich um. Die Küche war sehr schlicht. Die Wände waren in einem wunderschönem hellblau und die Vorhänge in einem schönnem dunkelblau. Der Boden hatte ein Mosaik Muster in den schönsten Farben. Generell war die Wohnung schlicht und einfach. Dafür kostete sie sehr wenig. In der Familie war es so, dass ihre Mutter sich um das Haus und so kümmerte während Mizuno Geld verdiente um die Schulden ihres Vaters abzubezahlen. Als die Gyoza fertig waren, aß sie diese, wusch den leeren Teller und ging schlafen.
      Am nächsten Morgen machte sie sich fertig. Das hieß Schuluniform ordentlich an und die Haare zu einem Zopf binden. Schminken tat sie sich nie. Sie fand es lächerlich. So ging sie zur Schule. Ihre kleine Schwester hatte sie vorher noch in den Kindergarten gebracht. In der Pause wurde sie von drei Mädchen auf das Dach bestellt. ,,Hör mal, egal, wie sehr du dich auch für Frauen und Mädchen einsetzt, es hat nicht immer was gutes. Hast du mal darüber nach gedacht, ob man deine Hilfe überhaupt will", fragte die eine sie. ,,Hättest du keine Brüste, würde man dich doch glatt für einen Jungen halten. Stirb einfach gewalttätige Kuh", sagte das andere Mädchen und schubste sie vom Dach. Starb sie jetzt etwa wirklich? Doch plötzlich wurde Mizuno von einem hellen Licht umhüllt und als dieses verschwand, stand sie in einer Gasse. ,,Wo bin ich?", fragte sie sich selber und trat aus der Gasse. Was sie da sah, schockte sie. Das war doch unmöglich! Hatte die Wahrsagerin etwa doch recht und sie war 1000 Jahre in der Vergangenheit?!
    • Gelangweilt ließ der junge König den kurzen Dolch zwischen seinen Fingern hin und her springen.
      Er saß in der großen Halle auf einem Haufen weicher Kissen. Um ihn herum eine Ansammlung von Beratern, Dienerinnen und seine Leibwache. Irgendwo war auch seine Schwester, dessen helle Stimme er nur hörte. Wahrscheinlich saß sie irgendwo hinter ihm und raubte ihren Kindermädchen jeden Nerv, weil sie nicht still war und ruhig an ihrem Platz saß - so wie es sich für eine junnge Prinzessin geziemte.

      Er saß erhöht und vor ihm knieten zwei Botschafter aus einem benachbarten Ort. Hinter ihnen hatte die Tochter einer seiner Fürsten das übertrieben geschmückte Haupt gesenkt. Ihr Gewand tat ihm fast in den Augen weh, so sehr strahlten die Farben und der Schmuck.
      Er hasste diese übertriebene zur Schau Stellung.
      Seufzend beendete er sein Spiel und beugte sich ein wenig zu den Bittstellern hinunter. Etwas anderes waren sie in seinen Augen nicht.

      "Sagt Eurem Fürsten ich fühle mich geehrt, jedoch werde ich mich zu gegbeneer Zeit entscheiden. Eine Antwort wird er von mir heute nicht bekommen." Er blickte nochmal zu dem Berg aus Seidengewändern, der bisher weder ein Wort gesagt noch sich einen Zentimeter bewegt hatte, seitdem er in den Raum gekommen war. Eine abgerichtete Puppe. Gemacht um ihrem Vater zu dienen ... und evtl. auch ihm. Äußerst ermüdend.
      "Ihr könnt euch entfernen."
      "Aber mein König, diese Nachricht habt Ihr bereits beim letzten Mal-"
      "Ihr könnte euch entfernen." Diesmal war seine Stimme nicht an die Höflichkeitsfloskeln des Hofes angepasst, sonder spitz und warnend.
      "Ja..danke, Herr."

      Daisuke wartete nicht ab bis seine Gäste den Raum vollständig verlassen hatte, sondern stand schon auf und begab sich aus dem Empfangsraum. Er hatte heute genug Frauen vorgezeigt bekommen. Würde er noch länger dort sitzen, würde irgendjemand darunter zu leiden haben.
      Seine Leibwache heftete sich sofort an seine Fersen und begleitete ihn zu den Ställen.
      "Shigeru sattel die Pferde. Ich will ausreiten."
      Mit eine stummen Verbeugung befolgte er den Befehl seines Königs, während diese sich die ledernen Reithandschuhe und das passende Schuhwerk anzog.
      Wenig später galoppierten sie in Richtung Stadt. Die auf Seite springenden Diener ignorierte der König .

      ~ the fate is not unchallengable ~
    • Es war ein Glück, dass sie, als sie nochmal in die Gasse gegangen waren, Kleidung aus dieser Zeit gefunden hatte. Es war ein einfaches, weißes Kleid, dass aussah wie eine griechische Tunika und dazu braune Ledersandalen. Anscheinend üblich hier für Frauen. Eine Tasche lag dabei und in der verstaute sie ihre Schuluniform. Mizuno war überrascht, dass die Kleidung ihr perfekt passte. So ging sie noch mal aus der Gasse und mischte sich unter das Volk. Viele redeten aufgeregt mit einander, andere liefen einfach durch die Gegend und andere gingen in die kleinen Geschäften. Auf dem Marktplatz war auch sehr viel los. Händler, die Werbung machten, schreiende Babys und Mütter, die sie beruhigten. Doch plötzlich ging jeder zur Seite, so auch die schwarzhaarige um nicht aufzufallen. Zwei Männer ritten an den verbeugenden Menschen vorbei. Sie verbeugte sich ebenfalls, weil sie nicht auffallen wollte. Aus diesem Grund hatte sie auch ihren Zopf geöffnet. Ihre Haare gingen ihr, wenn sie offen waren, bis zu den Knien. Aus diesem Grund hatte sie diese auch immer zu einem Pferdeschwanz. Ein kleiner Junge fiel vor die beiden Männer und ein Soldat ging zu dem Kind. ,,Was fällt dir Gör ein, dich in den Weg des großen Königs zu stellen", fragte der Soldat wütend und wollte nach dem Kind schlagen. Aber Mizuno war schneller. Sie fing den Schlag ab und warf den Soldaten zu Boden. ,,Wer ist denn bitte ein solcher Abschaum und schlägt ein kleines Kind, dass gestolpert und hingefallen ist", fragte sie wütend. Ihren abgrundtiefen Hass auf Männer sah man in ihren Augen.
    • Sein Pferd scheute, als sich auf einmal mehrere Menschen in dessen Laufbahn stellten.
      Daisuke zog die Zügel stramm um ihn zum stehen zu bringen und tächelte ihm beruhigend den Hals.
      Wütend blickte er auf die kleine Menschenschar die vor ihm stand und seinen Weg versperrte. Sein wütender Blick traf auf den hasserfüllten einer jungen Frau, die gerade eine königliche Wache angegriffen hatte.
      Seine Augen verengte sich ein wenig mehr. Ein Angriff auf die königlichen Wache war ein Verbrechen. Und dann wurde es noch von einer Frau begangen. Einer Frau, die ihr Haar offen trug. Wie schamlos von ihr es nicht zu bedecken...
      Von der Seite eilten drei weiter Wachen herbei und umkreisten die Frau. Er gab Shigeru ein Handzeichen, welcher daraufhin ebenfalls vom Pferd stieg und sich der Frau annahm.
      Shigeru war ein 2 m großer, muskelbepackter Mann, dem man weder seine Flinkheit noch seine Zielsicherheit mit dem Pfeil ansah. Die zierliche Frau, würde trotz ihres wilden Aussehens und ihrer scheinbar bestehenden Kampfkenntnisse gegen die pure Masse von Shigeru nicht ankommen.
      Mit ein paar schnellen Griffen, hat er ihr die Hände auf den Rücken gedreht und ein Messer an den Hals gelegt.
      Sichtlich genervt ließ der König sein Pferd neben die Frau treten. Sie blickte zwangsweise zu ihm hoch, da ihr sonst die Schneide des Dolches ins Fleisch geschnitten hätte. Mit dem Ende seiner Schwertscheide schob er ihre Haare aus dem Gesicht.
      Es war ein unbekanntes Gesicht. Die Gesichtszüge waren anders, als es hier üblich war. Schmaler, gleichmäßiger, zarter...hübscher. Was machte eine fremde rebellische Frau so nah an seiner Burg.
      "Steckt sie ins Gatter, ich werde mich nachher um sie kümmern." Er wandte sich ab und ließ sein Pferd durch die Menschenmenge jagen, die sich in gewohnter Weise von der Straße zurückzog.

      Das Gatter war eine Art Gefägnis, dessen Wände wie der Zaun einer Pferdekoppel gebaut waren. Nur, dass die Lücken zwischen den dicken Balken lediglich so breit waren wie eine ausgestreckte Hand. Die bauweise machten Lampen und Fenster entbehrlich. Es kam genügend Licht in die Käfige und die Luft war erträglich. Die Gefangenen waren zwas nur bedingt vor dem wechselhaften Wetter in der Gegend geschützt, aber Komfort war schließlich nicht der Sinn eines Gefägnisses.

      ~ the fate is not unchallengable ~
    • Mizuno wehrte sich in dem sie rum zappelte. Leider wurden ihre Arme fest gehalten und so konnte sie nicht um sich schlagen. Schließlich wurde sie in das Gatter geworfen. Allerdings legte man ihr keine Ketten an. ,,Sei brav! Der König kommt gleich", sagte einer der Soldaten, die sie bewachten. ,,Vielleicht ist sie eine feindliche Spionin", meinte ein anderer während Mizuno langsam aufstand und sich in ihrem Gefängnis um. Es war wie ein verdammter Käfig. Die Wände, die Decke und der Boden waren aus Stein während die sogenannte Tür aus Metall war. Es gab nur einen Futon zum schlafen.

      Futon bedeutete auf Japanisch soviel wie Bett. Unterteilt wird der Futon in die Schlafunterlage shiki-buton (敷布団, dt. „Auslege-Futon“) und die Bettdecke kake-buton (掛布団).
      Der shiki-buton wird direkt auf den aus Tatami-Matten zusammengesetzten Fußboden gelegt und besteht aus einer Baumwoll- oder Seidenhülle, die mit Baumwolle gefüllt ist. Er ist circa zehn Zentimeter hoch, einen Meter breit und 1,80 m lang. Der kake-buton, auch yogi genannt, besteht aus ähnlichem Material und ist rechteckig, kann aber auch die Form eines Kimono mit Ärmeln und Kragen haben.[1] Tagsüber werden diese Futons zusammengelegt und in einem Schrank verstaut.
      makura (枕) werden die Kopfkissen genannt. Von der Mitte der Edo-Zeit bis in die Meiji-Zeit gab es vor allem zwei Typen, eine einfache Kissenrolle kukuri-makura sowie ein separates Kopfgestell namens hako-makura (箱枕), dies war mit einer kleinen Kissenrolle versehen und diente dem Schutz der Frisur. Der Fuß des Holzgestells beherbergte Frisurenschmuck. Bisweilen war das hako-makura lang genug für zwei Personen. Für den Sommer gab es Kissen aus Rattan und Keramik. Kissen, die das Haar im Schlaf parfümierten, hießen kō-makura.[2]
      Daneben gibt es außerhalb des Schlafbereichs das Sitzkissen zabuton (座布団, dt. „Sitz-Futon“).

      Da sie eh keine Chance hatte, Metall durchzutreten, setzte sie sich ganz normal auf den Futon, der nicht wie normale Futons aussah. Es hatte keinen Kissen und auch keine Decke. Egal
    • Gereizt ließ er sein Pferd einen schnellen Galopp einschlagen. Als er spürte, wie das Tier unter ihm müde wurde, ließ er es in einen langsamen Trapp übergehen und schließlich seine Zügel ganz locker, damit der Hengst das Tempo selbst besimmen konnte.
      Shigeru war bereits wenige Minuten später zu ihm aufgeschlossen und trottete hinter ihm her. Er war so stumm wie immer. Wüsste Daisuke es nicht besser, hätte man behaupten können, man hätte ihm die Zunge herausgeschnitten. Doch er war einfach nur nicht gesprächig.
      Eine Grund weshalb er die Anwesenheit seiner Leibwache nicht nur duldete sondern auch ein wenig genoss. Eine Gesellschaft, die ihm nicht dauerhaft die Füße leckte und auch nicht in jeder freien Sekunde seine Taten lobte. Und sei es nur sein gerade Sitz auf einem Pferd...
      Das Mädchen von vorhin ließ ihm jedoch keine Ruhe. Eine Fremde. Sie war allein, zumindest schien es so. Wer weiß, wer sich gerade Zugang zu seinem Heim verschaffte. Verärgert, dass er seine Pause nicht genießen konnte, wendete er unfreiwillig das Pferd und ritt zurück zur Burg.
      Die Gefangene saß wie befohlen in einer Zelle. Als er zu ihr trat saß sie still und brav auf ihrem Bett. Er musterte sie einen Moment durch dieTür, bevor er sie ansprach.
      "Wer bist du und was machst du in meinem Reich, Fremde. Du kommst nicht von hier, dein Gesicht verrät dich, also versuche gar nicht erst mich zu belügen."

      ~ the fate is not unchallengable ~
    • ,,Mizuno Awashima und was ich hier mache, keine Ahnung. So genau weiß ich das selber nicht. Man sagte mir nur, ich sei jemandem würdig. Wenn du mich fragen willst, woher ich komme, darauf werde ich keine Antwort geben, denn wer würde mir schon glauben, dass ich eigentlich 1000 Jahre in der Zukunft lebe und nur durch eine alte Wahrsagerin hier gelandet bin", meinte sie. Oh, je! jetzt hatte sie es doch gesagt, aber sie war halt niemand, der gerne log. Wenn sie log, merkte man es sofort, weil sie niemanden in die Augen sah. Aber sie sah dem König geradewegs in die Augen. In diesen funkelte noch immer etwas Hass, aber dafür konnte sie nichts. Sie hasste nun mal alle Männer der Welt
    • Die Antwort der Fremden machten ihn nur noch verärgerter.
      Was erlaubte sie sich, ihn zu belügen und ihm dabei auch noch unverhohlen ins Gesicht zu schauen.
      Diese feurigen, hasserfüllten Augen. Sie machten ihn nervös und wütend zugleich.
      In der Zeit gereist? Sie sprach wie die verrückte Wahrsagerin an seinem Hof. Hätte seine Mutter sie damals nicht an ihren Hofe geholt, hätte er sich schon längst davon gejagt.
      Hinter seinem Rücken begangen jeoch die Wachen zu flüstern. Er herrschte siean, "flüstert nicht hinter dem Rücken eures Königs. Wenn ihr was zu sagen habt, dann sprecht!"
      Eingeschüchtert und mit leiser Stimme trat die Wache vor. "Eure Hoheit, verzeiht uns. Es war nicht unsere Absicht Euch zu verärgern. Uns...fiel nur ein was die alte Frau erst gesetern prophezeit hatte..." Er musste sich räuspern damit seine Stimme nicht gänzlich versagte. "Eine Frau, jung und wild, hasserfüllt und gutherzig....fremd in Land und Zeit...langes Haar ungezähmt. So...so waren ihr Worte, mein Herr."
      Schnell trat er wieder zurück in die Reihe und hielt den Kopf gesenkt. Darauf bedacht nicht noch einmal die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Der junge König starrte ihn noch eine Weile an. °Diese abergläubischen Bauerntrampel...°.
      Dennoch schenkte er der Frau hinter den Gittern nochmals seine Aufmerksamkeit. Hasserfüllt und Gutherzig...wie passte das zusammen?
      "Nehmt sie mit und holt mir auch die alte Frau her."
      Kurze Zeit später saßen er, seine Gefangene und die alte Wahrsagerin germeinsam im Teezimmer. Es war der gemütlichste und vor allem abgeschiedenste Raum, den er besaß. Außer Shigeru wollte er niemanden dabei haben.
      Wer weiß, welch unheilvollen Worte die Greisin aussprach.

      ~ the fate is not unchallengable ~
    • Die alte Frau sprach die Prophezeihung aus, die die Wache erzählt hatte. Jedoch hatte die Wache wohl nicht die ganze Prophezeihung erzählt, denn die Wahrsagerin fügte ein paar Zeilen hinzu. Nämlich, dass diese ungezähmte Frau des Königs würdig sei und dem Land großen Dienst erweisen wird. ,,So lautet die Vorhersage, die mir die Götter schickten", meinte die alte Frau am Ende. Mizuno schwieg und dachte nach. Ungezähmt und wild war sie wirklich. Die Zeile mit hasserfüllt könnte ihren Hass auf die Männer deuten. Schließlich hasste sie nichts mehr als das andere Geschlecht. In ihren Augen waren Männer Feiglinge, Lügner und Betrüger. Alles was sie konnten, war eine Frau zu belügen, betrügen, misshandeln und abzuhauen
    • Diese Frau... sie sollte seiner würdig sein? Von den Göttern hergeschickt um dem Land zu dienen...
      Der junge König betrachtete sie eingehend. Sollte sie ihm ein Kind schenken, die Blutlinie weiter führen und an seiner Seite das gespaltene Volk regieren?
      Es wäre wohl immer noch besser als eine dieser dressierten Puppen, aber...
      "Ich brauche eine starke, unabhängige und disziplinierte Frau an meiner Seite. Das Volk ist zerstritten, den Fürsten mangelt es an der Loyalität zur Königsfamilie. Ein unerzogenes Kind, das um sich schlägt kann das Land und kann ich nicht gebrauchen. Wie stellt ihr euch das vor, Wahrsagerin?"

      ~ the fate is not unchallengable ~
    • ,,Ich bin weitaus besser erzogen worden als du kleiner arroganter König", meinte Mizuno. Man sah es ihr nicht an, aber sie war wütend. Wie konnte er sie unerzogen und ein Kind nennen?! Na gut, sie hatte seit ihrem 13. Lebensjahr nur ihre Erziehung ihrer Mutter genossen, weil ihr Vater nach der Geburt ihrer kleinen Schwester abgehauen ist. Er hatte sich Schulden bei einer reichen Firma gemacht und so musste sogar der Familienbetrieb der Familie Awashima schließen. Und die Familie Awashima hatte drei Familienbetriebe. Die große Bibliothek, eine Bäckerei und ein kleinen Supermarkt. Diese drei mussten, wegen ihrem Vater, geschlossen werden. Davor hatten sie auf jeden Fall besser gelebt. ,,Sie ist diszipliniert mein König. Ich denke, sie zeigt es nur nicht. Eure Probleme werden durch sie gelöst werden", meinte die Wahrsagerin
    • Das gefiel ihm nicht. Einer dahergelaufenen Göre einen Thron anzubieten...Sein Problem war das abergläubische Volk. Das Mädchen hatte für viel Aufsehen gesorgt und wie die Wachen vorhin würde es nicht lange dauern, bis die Menschen anfingen zu tuscheln. In diesen Zeiten griffen sie nach jeder Möglichkeit die Hoffnung versprach.
      Das Gerücht, ihr König würde entgegen derm Willen der Götter handeln, fehlte gerade noch.
      "Shigeru du wirst sie im Auge behalten. Du Mädchen, darfst dich in deinen Gemächern frei bewegen. Die Burg verlässt du nur mit vorheriger Zustimmung. Glaub mir, das dient auch deiner Sicherheit."
      Mit einem Blick zu der Greisin fügte er hinzu. "Wir werden sie auf die Probe stellen. Danach entscheide ich ob sie würdig ist oder nicht."
      Damit verließ er den Raum und ließ seine Leibwache bei der jungen Frau.
      Er würde ihr genauso stumm folgen, wie er es bei ihm tat.

      ~ the fate is not unchallengable ~
    • Mizuno ging mit diesem Shigure los. Wieso ausgerechnet sie? Sie konnte keine Männer ausstehen und außerdem konnte sie jetzt doch nicht einfach 1000 Jahre in die Vergangenheit reisen! Ihre Mutter brauchte sie doch! Alleine kam ihre Mutter nicht klar, so wie sie unter stress stand. Das war schon seit vier Jahren, seit ihr Vater abgehauen ist, so. Ihre Mutter stand immer unter Stress wegen ihrer Arbeit als Krankenschwester. Plötzlich flog ein Schwert auf sie zu, weil ein Soldat, der mit einem anderen am trainieren war, entwaffnet wurde. Die schwarzhaarige bemerkte es und sprang in die Luft um auszuweichen. Das Schwert fiel scheppernd zu boden und Mizuno landete einige Meter vor dem Schwert auf den Füßen. Der Soldat kam zu Shigure und Mizuno um das Schwert zu holen. ,,Bitte entschuldige! Ich habe nicht gut genug aufgepasst", sagte der Mann. ,,Schon gut. Sowas kann doch mal passieren", meinte die junge Awashima, wobei ihre Stimme kalt klang
    • Wut schnaubend lief der König zu seinen Gemächern. Dort angekommen lief er weiterhin unruhig hin und her, unentschlossen ob er etas kaputt schlagen, jemanden anschreien oder seine überschüssige Energie bei einem Trainingskampf los werden sollte. Aber diese untalentierten Tölpel, die sich Krieger nannten, hielten keine 2 Minuten aus. Außer Shigeru, aber dieser war gerade anderweitig beschäftigt.
      Er konnte es nicht fassen, dass eine verdammte alte Greisin mit ihren Hirngespinsten ihn dazu zwang ein respektloses Mädchen in seine Burg aufzunehmen. Er hatte nicht wenig Lust, diese Göre in ihre Schranken zu weisen.
      Die zierliche Stimme eines kleinen Mädchen ließ ihn schließlich seinen wütenden Gang unterbrechen. Wie ein eingesperter Tiger war er durch das Zimmer gestampft.
      "Oni-chan, was ist denn passiert?"
      Seine schlechte Laune unterdrückend wandte er sich ihr zu und schaffte er sogar ein kleines Lächeln aufzusetzen. "Nichts, alles ist gut. Aber wir haben einen neuen Gast bekommen. Vielleicht solltest du ihn auch kennen lernen."
      Besser er stellte sie ihr vor und konnte seine Schwester wenn nötig beschützen.
      Er zog sie auf den Arm und ging den Weg wieder zurück in Richtung der Frauengemächer.

      ~ the fate is not unchallengable ~
    • Sie wurde in ihre Gemächer gebracht. Diese waren eindeutig besser als ihr Gefängnis und darüber war sie etwas froh. Gelangweilt legte sie sich hin und sah an die Decke, an der auch der riesige Kronleuchter hing. Hier war ein Futon. Aber er war sehr viel besser als der im Kerker. Er war größer, weicher und bequemer und dazu gab es noch ein weiches Kissen und eine warme, dicke Decke. Generell war das Zimmer sehr luxeriös und man merkte, dass der Besitzer reich war. Kurz schloss sie die Augen und genoss die Ruhe
    • Auf dem Weg durch die große Burg lächelte die junge Prinzessin glücklich vor sich hin. Sie war froh ihren Kindermädchen entkommen zu sein. Dort musste sie immer nur lernen gerade zu sitzen oder die Stäbchen richtig zu halten. Es war viel interessanter bei ihrem Bruder zu sein und sich durch die Burg tragen zu lassen. Auch wenn er immer so laut war, war es witzig ihm beim wütenden herumstampfen zuzusehen. Sie fand es faszinierend wie die Diener dann immer vor ihm zurückschreckten. Als sie versucht hatte ihren Bruder nachzuahmen, hatte die alte Anstandsdame nur gelacht und sie dann gemaßregelt.
      Wenn die kleine Sachiko bei ihrem Bruder war traute sich das niemand.
      Deshalb liebte sie es mit ihrem Bruder zusammen zu sein, er schimpfte nie mit ihr, steckte ihr heimlich süßes Gebäck zu und nahm sie in den Arm.

      Jetzt war sie gespannt, wer der Gast war von dem ihr Bruder gesprochen hatte. Normalerweise hatten sie keine Gäste oder sie wurden ihr nicht vorgestellt - weil es sie nichts anging...
      Dass sie in Richtung der Frauengemächer gingen, hieß dass es keiner dieser dicken, bunten Männer war, die regelmäßig bei ihrem Bruder vorsprachen. Sie wusste nämlich, dass dort keine Männer hindurften. Außer ihr Bruder - weil er eben alles durfte.

      War es eine dieser Frauen, die seit einiger Zeit ihrem Bruder und sogar ihr vorgestellt wurden?
      Die hatten immer so wunderschöne Kleider getragen, aber leider nie mit ihr gespielt. Vielleicht würde diese Frau das ja tun?
      Sachiko war gespannt als sie endlich vor einem der schönen Gästezimmer standen. Bevor ihr Bruder es verbieten konnte, klopfte sie bereits an die Tür.

      ~ the fate is not unchallengable ~
    • Als sie hörte, wie jemand klopfte, öffnete sie ihre Augen. Es konnte nur der König sein, denn sonst wusste doch keiner, dass sie hier war. So stand sie auf. Vielleicht sollte sie ein bisschen höflich sein - nur dieses eine Mal. Jetzt, wo sie in einer anderen Zeit war. In einer Zeit, wo sie ihrer Mutter nicht mehr zur Last fallen musste. Vielleicht hatten diese Mädchen recht und sie war wirklich zu gewalttätig. Es gab sicher keinen Grund, jedes Mal die Frauen und Mädchen zu beschützen. Aber war es ok, wenn Männer sie misshandelten und sexuell belästigten? Sicher nicht! Warum hasste sie eigentlich Männer? Nur wegen ihrem Vater? Nein, es gab noch einen Grund. Einen Grund, den sie vergessen hatte, nein, vergessen wollte. Sie lief zur Tür und öffnete diese
    • Die Tür zu dem Schlafgemaches seines ungewollten Gastes wurde geöffnet und wieder einmal blickten diese großen Augen misstrauisch zu ihm hoch. Was hatte er diesem Weib nur getan, dass sie ihm dauerhaft so missgünstig entgegentrat? Obwohl sie königliche Wachen angegriffen hatte und ihm keinerlei Respekt entgegenbrachte, bewohnte sie nun eines seiner edelsten Gästezimmer statt in einer Gefägniszelle ihre rechtmäßige Strafe abzusitzen. Auch jetzt beugte sie nicht einmal ansatzweise den Kopf, obwohl ihr nun offensichtlich bewusst sein sollte, wer er war und wo sie sich gerade befand. Es brachte ihn zur Weißglut und würde seine Schwester nicht auf seinen Armen sitzen, hätte er wohl die Stimme erhoben und das Mädchen auf ihre untragbaren Manieren hingewiesen. So versuchte er jedoch ein Vorbild zu sein und überspielte seinen Ärger mit Höflichkeit.
      "Awashima-sama, ich möchte Ihnen meine Schwester vorstellen, Fujiwara Sachiko-Hime. Ich wollte -"
      "Woah, hast du schöne Haare!
      Die kleine Prinzessin unterbrach ihren Bruder voller Enthusiasmus und kletterte von seinen Armen hinunter. Ohne jeglicher Furcht oder auch nur annährend auf die Etikette achtend, ging sie zu dem fremdem Mädchen, zog an ihrer Hand und blickte mit strahlenden Augen zu ihr hoch.
      "Du bist viel hübscher als die Frauen, die meinen Bruder immer besuchen. Die haben immer so viel Farbe im Gesicht und reden nie mit mir. Also eigentlich reden sie mit keinem. Dafür reden die bunten Männer immer sehr viel, fast ununterbrochen und ich muss dann immer ganz still sitzen und darf keinen Ton sagen. Das ist anstrengend und macht gar keine Spaß!"
      Ihre helle freudige Stimme brachte den König zum schmunzeln. Er wusste wie unleidlich diese Brautschauen für seine Schwester waren. Auch wenn sie nicht wirklich verstand, welchem Zweck sie dienten, konnte sie diese nicht leiden. Wäre ihr bewusst, dass es um eine Heirat ihres großen Bruders ging, würde sie diese Treffen wohl noch viel weniger mögen.
      Für sie war ihr Bruder eben ihr großer Bruder, zu dem sie nachts ins Zimmer schlich um nicht allein im Dunkeln zu schlafen, auf dessen Schoß sie sich setzte, wenn sie zusammen aßen und mit dem sie zusammen baden ging. Dinge, die bereits jetzt nicht gern gesehen wurde, mit einer Frau an der Seite ihres Bruders dann nicht mehr möglich wären.
      "Oniichan! Können wir zusammen etwas spielen, ja?"
      Seufzend blickte er zu dem kleinen blonden Wirbelwind herunter. "Sachiko, du weißt ich habe heute noch einige Termine und Eiko sucht dich bestimmt schon. Du bist ihr doch wieder davon gelaufen."
      Schmollend blickte Sachiko auf ihre Schuhe. "Aber Onichan, wir haben so lange nicht mehr miteinander gespielt und... und die nette Dame kann doch auf mich aufpassen wenn du weg musst. Bitte bitte bitte!"
      Die junge Prinzessin blickte bei der indirekten Frage wieder zu dem fremde Mädchen hoch, dessen Hand sie immer noch festhielt.
      Daisuke runzelte auf diesen Vorschlag hin die Stirn. Er hatte lediglich seine Schwester vorstellen, seinen Gast über das bevorstehende Abendessen informieren und sich dann wieder seinen Pflichten zuwenden wollen.
      Länger hatte er den Kontakt mit ihr garnicht angedacht, aber seine klein Schwester mit einer Fremde alleine zu lassen, welcher er nicht traute.
      "Wenn unserer werter Gast einverstanden ist. Vielleicht hat sie ja ein Spiel, was ihr am Ehesten zusagt?"
      "Ich will verstecken spielen! Ich verstecke mich zuerst und ihr müsst mich suchen!"
      Bevor Widerworte gegeben werden konnten, lief die junge Prinzessin bereits in Richtung des angrenzenden Gartens. "Ihr dürft nicht gucken!", rief sie ihnen noch über die Schulter zu und war dann zwischen den Blumen und Büschen verschwunden.
      Dass das Spiel eigentlich anders gespielt wurde, wusste das kleine Mädchen nicht. Sonst spielte sie auch nur zu zweit mit ihrem Bruder.
      Dieser stand nun allein mit seinem ungewollten Gast noch immer in der Tür.

      ~ the fate is not unchallengable ~

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    • Mizuno musste lächeln. Sachiko würde sich sicher gut mit Ayumi verstehen, denn die beiden waren sich relativ ähnlich. ,,Sie erinnert mich an meine eigene kleine Schwester", meinte sie lächelnd. Es war eigentlich ungewöhnlich, dass sie in der Gegenwart eines Mannes lächelte oder generell nett war. Auch der Hass war aus ihren Augen verschwunden. Aber den Gedanke an Ayumi stimmte sie ein bisschen traurig. Der Gedanke, dass sie erst mal eine lange Zeit nicht nach Hause konnte, machte ihr ein schlechtes Gewissen. Ihre Mutter Atsuko überarbeitete sich immer viel zu schnell und Mizuno hatte das bis jetzt immer verhindern können. Leise seufzte sie. ,,Wieso muss ich ausgerechnet jetzt durch die Zeit reisen? Ich muss doch verhindern, dass meine Mutter sich noch mal überarbeitet", murmelte sie, aber man konnte es hören, wenn man neben ihr stand

      ,,Ja, ich verstehe Atsuko. Ich melde mich, wenn ich Mizuno sehe", hörte Ryuna ihre Mutter am Telefon. Dann legte ihre Mutter auf und sah zu Ryuna. ,,Mizuno ist immer noch nicht aufgetaucht", sagte sie und die schwarzhaarige nickte. Wo war Mizuno nur? Es sah ihr gar nicht ähnlich, ohne ein Wort mitten in der Schulzeit zu verschwinden. Ryuna stand vom Sofa auf. ,,Ich geh sie noch mal suchen", sagte sie nur und nahm ihr Handy und ihre Kopfhörer. Dann verließ sie die Wohnung und lief durch die Straßen während sie Musik hörte. Sie musste ihre beste Freundin finden! Mizuno würde doch nie ohne Grund einfach so verschwinden. Mittlerweile war es schon sehr spät Abend. 23 Uhr um genau zu sein. Jedoch wurde Ryuna von Licht umhüllt als sie in einer Gasse nach sah. Als das Licht verschwand und sie ihre Augen wieder öffnete konnte, war sie in einer altmodischen Gassen. Ihr fiel auch auf, dass sie kein Internet mehr hatte und so steckte sie ihr Handy weg. So erst mal musste sie herausfinden, wo sie war! Sie verließ die Gasse und sah Menschen in Kleidung, die man vor 1000 Jahren getragen hatten. Was war hier los und wo war sie?

      Kazusa öffnete ihre Augen. Vor ihr standen drei Soldaten. ,,Ah! Sie ist nun auch gekommen. Das ruhige Mädchen, fremd in Land und Zeit. Auserwählt für dem Stummen Wächter. Sie hat die Fähigkeit das wilde Feuer zu bändigen. Der wilde Tiger wird in ihrer Gegenwart zahm und der Hass verschwindet solange sie in der Nähe ist. Das Mädchen wird nur reden, wenn sie muss und der stumme Wächter wird in ihr sehen, die Frau, die er schon immer gesucht hatte. Die Götter wählten sie, den ruhigen und intelligenten Falken, und den wilden, hasserfüllten Tiger aus um einen Großen Dienst für das Reich zu vollbringen, sprach sie, aber die Soldaten verstanden nichts
    • Neu

      Das fremde Mädchen war bereits seit mehreren Tagen als Gast im Schloss. Mehr als ein paar Standard-Floskeln bei den täglichen Mahlzeiten hatte der junge König jedoch nicht mit ihr ausgetauscht. Er meinte zwar, dass der hasserfüllte Blick sich ein wenig abgemildert hatte...sicher war er sich jedoch nicht. Vielleicht hatte er sich auch einfach daran gewöhnt.
      Sachiko hingegen, nahm die Gesellschaft ihres Gastes beinahe vollkommen ein. Daisuke hatte das erste Mal ein ernstes Gespräch mit seiner kleinen Schwester führen müssen, damit sie ihren Unterricht wahrnahm und sich nicht jeden Tag davonstahl um Zeit mit diesem Mädchen zu verbringen. Auch wenn Daisuke verstand, warum seine Schwester ihre Gesellschaft suchte, konnte er es nicht dulden, dass sie ihre Studien komplett vernachlässigte. Er selbst genoss die Anwesenheit dieses Mädchens auf eine gewisse Weise. Sie trieb ihn mit ihrer respektlosen Art zwar regelmäßig zur Weißglut, jedoch war es angenehm beim Frühstück keinem Speichellecker gegenüberzu sitzen. Diese ehrliche, schamlos aggressive Art war ... entspannend. Sollte sie ihm nach dem Leben trachten, müsste er nicht nach Gift suchen oder stets darauf achten ihr nicht den Rücken zuzuwenden. Sie würde ihm wohl eher mit einem Lächeln ein Messer ins Herz stechen und ihm dabei spöttisch in die Augen blicken.

      Während er seinen alltäglichen Pflichten nachging und das hundertste Dokument unterzeichnete, wurde er durch eine hektisch hereinstolpernde Wache unterbrochen. Einen strafenden Blick auf ihn werfend, sorgte zwar dafür, dass er sofort das Haupt senkte, dennoch ohne Aufforderung begann zu sprechen.
      "Verzeiht mein Herr. Die Hellseherin...sie hat eine Prophezeiung ausgesprochen. Sie ... ein weiteres Mädchen ...die Wachen haben sie in der Stadt festgenommen."
      Der König ließ sich seine Neugierde und Verwirrung nicht anmerken. Er glaubt dem Mädchen immer noch nicht, dass sie aus einer fremdem Zeit kam. Dennoch war ihr auftreten und ihre Art zu sprechen ungewöhnlich ... und jetzt sollte noch jemand weiteres aufgetaucht. Und wieder sprach die Hellseherin.
      "Bringt sie sofort zu mir! Und holt die Hellseherin und Lady Awashima ebenfalls dazu." Sich daran erinnernd wie wütend sein erster Gast auf seine Wachen reagiert hatte, fügte er noch hinzu, "Behandelt sie wie einen Gast und nicht wie eine Gefangene."

      Einige Zeit später saß er wieder in seinem privaten Gästezimmer. Es war wie vor wenigen Tagen, nur dass das Mädchen vor ihm, ihn nicht mordlüstern anstarrte. Mizuno Awashima war noch nicht hier. Die alte Frau saß still in der Ecke und verströmte den unangenehmen Duft von zu viel Parfüm. Bis nicht auch sein spezieller Gast eingetroffen war, entschied sich König Fujiwara ebenfalls zu schweigen und seinen Gast stattdessen eingehend zu mustern. Seine Leibwache stand wie immer schweigend und unbemerkt in seiner Nähe. Wer weiß, welche Absichten dieses scheinbar ruhige Mädchen hatte.

      ~ the fate is not unchallengable ~