A Yandere Love [Cailemia&Aozora Tori]

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    • A Yandere Love [Cailemia&Aozora Tori]

      Yuya Serpent

      Eine neue Woche, ein neuer Schultag.
      Mit seinem Coffee-to-go in der Hand betrat er das Klassenzimmer mit einer Gruppe von Freunden, mit denen er sich über Nichtigkeiten unterhielt. Über das neuste, beliebte Videospiel – welches er selbstverständlich natürlich bereits besaß, wozu waren reiche Eltern denn gut, wenn nicht für sowas? - über Musik, dass das beliebteste Mädchen der Schule wieder Single ist und über die Tatsache, dass der Pumpkin-Spice-Latte bald wieder erhältlich sein wird, jetzt wo die Herbstsaison langsam näher rückte.
      Es waren Momente wie diese, in denen er sich erinnerte, für was für lächerliche Dinge sich die meisten interessierten, aber Yuya war es egal, er würde sich mit dem neusten Mist auseinander setzten, wenn das bedeutete, dass er nicht alleine sein musste, wo die Vergangenheit und die dunklen Gedanken nur auf ihn warteten, um ihm den Atem zu rauben und mit Erinnerungen zu foltern.
      „Hey, Yu, wieso versuchst du es nicht mal mit Kaori? Ich hab gehört sie steht auf Kerle wie dich.“, grinste Daisuke breit und schlug ihm freundschaftlich gegen die Schulter, woraufhin auch der weißhaarige zunächst mit einem Grinsen reagierte.
      „Das geht nicht, du weißt doch“, wandte er sich mit dem Kaffee in der Hand von seinen Freunden ab und schloss die Augen, als hätte seine Aussage etwas weises an sich, „ich suche die richtige.“
      Yuya grinste breit, nachdem er das erwartete stöhnen seiner Kameraden hörte, ersparte sich jedoch die Predigt, indem er sich wahllos einen Stuhl nahm, ihn so umdrehte, dass die Lehne vor ihm war, und setzte sich zu einer Klassenkameradin, welche offensichtlich noch über die gestrigen Hausaufgaben brütete.
      Er trank einen Schluck von seinem Kaffee, während er einen Blick über die Aufgaben schweifen ließ, und wies auf die falschen Stellen, gefolgt von einer einfachen, kurzen Erklärung, nachdem er damit fertig war, was ihm ein dankbares Lächeln von seiner Klassenkameradin mit den kurzen, schwarzen Haaren und der Brille einbrachte, was er jedoch nicht weiter beachtete, ehe er sich wieder von dem Stuhl erhob – nicht einmal daran dachte, diesen wieder an seinen rechtmäßigen Platz zu stellen – gemächlich zu seinem eigentlichen Sitzplatz schlenderte und dort seine Sachen ablegte, ehe er sich an das nächstgelegene Fenster stellte und einen Blick nach draußen warf, wo der Wind die sich langsam färbenden Blätter bereits den Bäumen wehte und er erlaubte sich ein Lächeln, als er seinen Blick durch das Klassenzimmer schweifen ließ und an seinem Kaffee nippte.
      Dies hier war sein Reich, seine Welt, es gab nichts, dass über die Menschen in diesem Raum nichts wusste, nichts, was ihn überraschen könnte, er hatte das Gefühl, sie alle in der Hand zu haben.
      Sie mochten ihn, den netten, freundlichen, zuvorkommenden Yuya, der Witze machen und Tätigkeiten planen konnte, wie kein anderer, ohne zu wissen, dass dieser Yuya nichts weiter war als ein Trugbild, dass er sich selbst erschaffen hatte.
      Er fischte sein Handy aus seiner Hosentasche, um für eine Weile durch seine zahlreichen Social Media Apps zu swippen, ehe die nächsten Leute sich zu ihm ans Fenster gesellten und eine neue Runde an sinnlosen, leeren mit Gelächter begleiteten Gesprächen begannen.

      Und dann war es so weit, der Unterricht begann, eine der schönsten Zeiten in Yuyas Leben.
      Er musste sich nicht mit den Problemen oder Nichtigkeiten der anderen befassen, brauchte kaum dem Unterricht zu folgen - was er seinem fotografischen Gedächtnis zu verdanken hatte – und konnte in Ruhe und Frieden unter dem Tisch mit seinem Handy handhaben.
      Meistens durchforstete er Social Media, um auf dem neusten Stand zu bleiben, ansonsten stellt er Nachforschungen zu bestimmten Themen an und wenn ihm wirklich langweilig war, spiele er ein paar Runden Schach.
      Doch an diesem Tag geschah etwas unvorhergesehenes, etwas neues und Yuya blickte überrascht unter dem Tisch auf, als die Klassenlehrerin verkündete, dass eine neue Schülerin Teil dieser Klasse werden würde.
      Eine Neue? War die Alte verrückt geworden? Wusste sie nicht, wie es schwer es war eine neue Person in ein bereits bestehendes, soziales Umfeld zu integrieren? Wieso musste sie ihm noch mehr Arbeit machen?
      Natürlich war es weder Yuyas Job sich um neue Schüler zu kümmern, noch wollte aus Gutherzigkeit, dass sich die neue Schülerin hier wohl fühlte, nein, er konnte es nur nicht gebrauchen, dass sie ihm alles kaputt machen würde, an dem er so hart gearbeitet hatte.
      Der junge Mann mit den weißen Haaren konnte sich noch daran erinnern, wie einige Klassenkameraden aufs übelste schikaniert und gemobbt wurde, ehe er dem ein Ende bereitet hatte.
      Nun waren sie ein Team, seine eigene Schutzblase, die er nutzen konnte, wie es ihm beliebte und er hoffte nur, die neue würde gutes Material abgeben.
      Mit einem eher desinteressierten Gesichtsausdruck musterte er das neue Mädchen, das zur Tür herein kam – er wusste, dass er es sich leisten konnte, lagen doch nun alle Augen neugierig auf dem neuen Mädchen – schenkte dieser jedoch ein freundliches Lächeln, als sie zufällig in seine Richtung blickte.
      Das neue Mädchen wirkte recht normal, hübsch, wohl etwas über dem Durchschnitt, konnte als niedlich bezeichnet werden, was ihr mutiger Blick nur unterstrich.
      Sobald er ihren Namen erfahren hatte und dieser auf der Tafel aufgeschrieben wurde, tippte er diesen in die Suchzeile seines Handys ein, ohne den Blick von dem, was sich vorne abspielte, zu nehmen.
      Wollen wir doch mal sehen, was wir so über dich herausfinden können, Yuki Arisawa...

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      @Aozora Tori
    • Yuki Arisawa

      Heute war es soweit, heute war Yukis erster Tag in dem Internat. Sie war schon sehr nervös da sie sich die Tage kaum vorbereiten konnte. Sie war damit beschäftigt alle Umzugskisten auszupacken und einzuräumen. Yuki war erst vor paar Tagen aus Kyoto eingetroffen und noch immer war sie nicht fertig damit ihre Wohnung einzurichten.
      "Ahh! ich werde noch verrückt!" schrie sie wie aus dem nichts zu sich selbst und packte sich frustriert am Kopf. "Ich dachte nicht, dass ich soviel Zeug habe." stellte sie genervt fest. Es war schon wirklich viel, um dies alleine zu schaffen. Kurz daraufhin nahm sie dann ihre Arme wieder runter und beruhigte sich wieder. Doch diese ruhe hielt auch nicht lange an.
      Plötzlich hörte sie einen Alarm der von ihrem Handy auskam. Schockiert musste sie feststellen, als sie auf den Bildschirm sah, dass sie viel zu spät dran war.
      "Mist!" fluchte sie, eilte zu ihrem Kleiderschrank und schnappte sich ihre Sachen die sie vorher an einem Kleiderbügel aufgehangen hatte.
      Hastig zog sie sich ihren liebsten weißen Pullover und eine Röhrenjeans an, schnappte dann ihre Tasche mit all ihren wichtigen Sachen und stürmte aus ihrer Tür heraus. Sie wohnte in der 2. Etage weshalb sie paar Stufen runterlaufen musste. Dabei kam sie auch an ihrer Vermieterin vorbei, die grade dabei war den Hausflur zu säubern. Sie war eine nette alte Dame, die Yukis Lage versteht und ihr die Wohnung für Lau anbot.
      "Viel spaß heute in der Schule!" rief sie durch den Flur, so dass Yuki es hören konnte. Ein leicht gehetztes "Danke!" brachte Yuki noch heraus, ehe sie aus der Tür verschwand.

      Eilig rannte das junge Mädchen Richtung der Haltestelle. Sie hatte nur noch wenige Minuten, und jeder wusste dass die Busse immer Pünktlich sind. Grade um die Ecke gekommen, sah sie schon den Bus der grade eintraf. So legte sie nochmal einen Zahn hinzu und schaffte es grade so noch durch die Türe vom Bus rein zu zwängen.
      Mit schwerem Atem ließ sie sich auf einen der Sitze fallen. Ihren Kopf legte sie Richtung Fenster und starrte die Fahrt lang nach draußen. Diese neue Gegend, die neue Schule und das völlig allein. Yuki kannte hier niemanden und irgendwo vermisste sie ihre Eltern. Sie glaubten so sehr an sie. "Und beinahe wäre ich am ersten Tag zu spät gekommen.." murmelte sie leise zu sich selbst und seufzte daraufhin.
      "Das fängt ja gut an." lachte ich leise.
      Nach wenigen Haltestellen ertönte die Durchsage "Am Jinseki Internat" woraufhin Yuki aufsprang um endlich auszusteigen. Ihr Herz klopfte ganz wild, nachdem sie den Bus verließ, und das riesige Gebäude vor sich sah. "Das ist es?" starrte sie erstaunt aber auch etwas nervös Richtung des Gebäudes.
      Sie ließ ihren Blick über das ganze Gelände schweifen, doch ihre Begeisterung nahm kein Ende. Ihr Blick wich zu den Schülern die Richtung des Schulgebäudes liefen. Die meisten starrten nur auf ihre Smartphones, lästige Dinger, wie Yuki fand doch ihre Eltern hatten sie überzeugt eins zu haben um im Kontakt bleiben zu können. Sonst nutzte sie dieses Teil nur wenn sie musste.
      Doch das nahm nicht ihre Aufregung, stolzierend lief sie ins Gebäude wo sie schon in Empfang genommen wurde.

      "Yuki Arisawa?" ertönte eine weibliche Stimme hinter Yuki, die ihr eine leichte Gänsehaut verpasste.
      "Ihr seid 3 Minuten zu spät. Haben Sie zuviel rumgetrödelt?" kam die jung aussehende aber strenge Frau direkt zum Punkt. Sie war vielleicht anfang 30, Zusammengebundene braune Haare und trug eine Brille.
      "Ja! ich meine nein! es tut mir sehr leid, Sensei..ehh..." verbeugte sich Yuki hektisch woraufhin die Frau leicht schmunzelte.
      "Das kommt bitte nicht nochmal vor. Und wo ist überhaupt ihre Uniform?" meinte die autoritäre Frau und lief den Gang entlang. Yuki eilte hinter ihr her, doch war sie nun etwas eingeschüchtert von ihr.
      "Ich..ich hab noch keine bekommen!" antwortete Yuki hastig.
      "Hmpf... na gut. Wir holen ihnen erstmal eine, aber dann geht es sofort in die Klasse." erzählte sie und trat schnellen Schrittes voran. "Nach dem Unterricht kommen Sie bitte ins Sekretariat. Da gibt es noch paar Formelle Dinge zu klären und sie bekommen auch dort Ihre Schulbücher. Haben Sie mich verstanden?" hakte die Frau nach, und starrte mit einem stechenden Blick zu Yuki. Yuki nickte, weiterhin leicht eingeschüchtert aber auch irgendwie fasziniert von dieser Frau. Das war so ganz anders, als eine gewöhnliche Schule was Yuki umso mehr begeisterte.
      Nachdem sie in der Umkleide antrafen und Yuki ihre Schuluniform bekam, ging es direkt in den Klassenraum. Es war nicht einfach mit der braunhaarigen Frau mitzuhalten doch Yuki gab sich alle mühe bevor sie wieder meckern würde.
      Vor der Türe angekommen klopfte die bebrillte Frau erstmal, woraufhin eine Frau rauskam. Sie war etwas größer als Yuki, dunkelblondes langes Haar, was zu einem Zopf zusammen gebunden wurde.
      "Fujimoto-Sensei. Das ist die neue Schülerin, Yuki Arisawa." stellte sie das junge Mädchen kurz vor.
      Diese lächelte Yuki daraufhin an und bat sie auch direkt herein.
      "Alle mal zuhören meine lieben Schüler und Schülerinnen. Heute habt ihr eine neue Mitschülerin." sprach sie sofort in die Klasse und schob Yuki etwas vor, damit sie sich vorstellen konnte.
      Automatisch fiel ihr Blick über die ganze Klasse, die zu ihr starrten mit neugierigen Blick. Ein Schüler stach für sie aber komplett aus der Masse. Als ihre Blicke sich trafen lächelte er als einziges sie an. Viele Gedanken schwirrten Yuki dabei im Kopf, doch dieses lächeln ging ihr nicht aus dem Kopf.
      Kurz verbeugte sie sich vor der Klasse und stellte sich vor.
      "Ich bin Yuki Arisawa. Ich bin vor kurzem aus Kyoto hierhergezogen und ja, ich bin nicht wegen euch hier, deswegen nervt mich nicht mit unnötigen Gerede. Danke" sprach Yuki wie selbstverständlich in die Klasse und verweigerte damit irgendwelche weiteren Fragen zu beantworten. "Ahja. Freut mich sehr eure Bekanntschaft zu machen!" fügte sie noch monoton hinzu.

      Die Lehrerin war sichtlich etwas schockiert von dieser Begrüßung doch wollte sie schnell wieder zum Punkt kommen.
      "Ok Yuki.." fing sie langsam an. "Setz dich bitte an den freien Platz am Fenster." Und zeigte auf den besagten Platz. Schnell bemerkte sie, dass dieser Junge hinter ihr saß, der sie angelächelt hatte. Noch nie hat ein lächeln ihr so ein unbehagliches Gefühl gegeben.
      "Also dann fangen wir mal mit dem Unterricht an.." begann die Lehrerin letztlich mit den Unterricht.
      Yuki setzte sich an diesen Platz und holte schnell ihre Sachen aus der Tasche. Die verwunderten Blicke, die ihr von ihren Klassenkameraden zugeworfen werden, ignorierte sie gekonnt.

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    • Yuya Serpent

      Yuya musste sich ein alles andere als freundliches Gesicht verkneifen, als er diese Worte von der Neuen hörte und wäre am liebsten aufgestanden und hätte sie darum gebeten, wieder zu gehen. Er konnte keine Einzelgängerin gebrauchen, welche das Klima der Klasse in Unordnung bringen würde, doch zu seinem Pech war das nicht das System, in welchem er lebte.
      Er hatte vielleicht einen enormen Einfluss auf seine Klassenkameraden, wenn er es denn gut machte, aber alles andere lag in außerhalb seiner Reichweite... was jedoch nicht bedeutete, dass er nicht die ein oder andere Idee hatte, sie aus dem Weg zu schaffen, wenn sie ihm tatsächlich ein Dorn ihm Auge sein würde.
      Aber das war eine Entscheidung für die Zukunft, fürs erste würde er versuchen den friedlichen Weg zu gehen, waren es nicht meist eben solche Leute, welche insgeheim sehr einsam waren und sich über soziale Kontakte mehr als nur freuten?
      Wie um alles in der Welt wollte dieses Mädchen in dieser Welt überleben, ohne sich Freunde, Verbündete zu schaffen?
      Eine kurze Suche in Google reichte jedenfalls aus, um ihre Social Media Accounts ausfindig zu machen und ein paar kurze swipes reichten aus, um festzustellen, dass Yuki eine Katze hatte, oder vielleicht gehabt hatte, wenn diese in ihrem Elternhaus hatte bleiben müssen, wenn diese in Kyoto geblieben waren.
      Doch zu seinem Pech schien sie ihr Privatleben nicht gerne mit der Außenwelt zu teilen, denn abgesehen von ein paar hübschen Bildern von Essen, gab es nichts persönliches über sie zu finden. Keine Bilder mit Freunden oder Verwandten, aber sicherlich lässt sich da was in ihren Followern oder bei Jenen, denen sie folgte, finden. Sie lebten schon in einer praktischen Welt, in der alles verbunden war und einige Stunden an googeln ausreichte, um quasi das gesamte Leben eines Menschen rekonstruieren zu können.
      Zumindest besaß Yuki einige Social Media Accounts, was bedeutete, dass sie durchaus einen Willen hatte, sich mit Menschen in Verbindung zu setzen und anderen ihr Leben zu zeigen, wenn auch nur einen kleinen Bruchteil davon.
      Dies machte Yuya jedoch klar, dass er vielleicht doch eine Chance hatte sie in ihre kleine Gruppe zu integrieren, in der Zwischenzeit würde er jedoch bereits an einem Plan B und C arbeiten, verstand sich. Nichts durfte dem Zufall überlassen werden, sonst könnte er seinen Zufluchtsort verlieren.
      Eine Weile starrte er den Hinterkopf von dem Mädchen vor ihm an, begann Theorien und Thesen darüber zu bilden, wer sie sein oder was sie gerade in diesem Moment denken könnte, gab sich Mühe in ihren Kopf zu schauen, stellte es aber geschickt genug an, dass ihm niemand nachsagen könnte, er hätte Yuki länger angestarrt, als es okay gewesen wäre.
      Er konnte keine komischen Gerüchte gebrauchen.

      Dann war der Unterricht auch schon vorbei, doch während sich normalerweise Schüler um eine Neue scharrten und diese mit Fragen durchlöcherten, blieb Yukis Tisch von solchem erspart und es begannen sich stattdessen bereits Gespräche hinter vorgehaltener Hand zu bilden, aber was auch hatte die Neue auch erwartet? Das man nach ihrer Ansprache nett zu ihr wäre?
      Was für ein Glück sie doch hatte, dass Yuya Teil dieser Klasse war.
      „Hey, sollte das ein Witz gewesen sein? Vorhin, meine ich.“, tippte er also dem neuen Mädchen auf die Schulter, um ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, während er lässig die Hände in den Hosentaschen vergraben hatte und sich auf die Ecke ihres Tisches setzte, um sicher zu gehen, dass sie ihn nicht ignorieren konnte, zumindest nicht ohne es deutlich zu machen, dass sie ihn ignorierte.
      Yuya wusste, dass seine Chance, dass dieses erste Gespräch so einfach laufen würde, klein waren, aber jemand musste doch anfangen sich um die arme Neue zu kümmern, nicht wahr?
      Wer weiß schon mit was für schlimmen Menschen sie es in ihrer Vergangenheit zu tun gehabt hatte, dass sie sich mit niemandem mehr abgeben wollte?
      Allein dieser Satz hätte ihn zum kotzen bringen müssen.
    • Yuki Arisawa

      Aufmerksam folgte sie nun den Unterricht, es interessierte sie nun mal überhaupt nicht was die anderen dachten. Alles was sie sagt war, was ihr spontan einfiel und auch nicht gelogen. Sie war direkt und konnte oft ihre eigene Meinung nicht für sich behalten. Sie konnte sich aber keine Ablenkungen leisten und sowas wie Freunde waren nun große Ablenkungen, für sie zumindest.
      Es schien gut angekommen zu sein, denn nachdem der Unterricht beendet war und Yuki ihre Sachen wieder in ihre Tasche räumte, ließen tatsächlich alle Schüler sie in Ruhe. So ein getratsche war sie schon von ihrer alten Schule gewöhnt doch auch da hatte es sie nie interessiert, solange sie in ruhe gelassen wurde.
      Einen Moment lang schwelgte Yuki in Gedanken, während sie den Anhänger ihres Armbands in der Hand hielt. Sie war einfach so glücklich es hierhin geschafft zu haben, dass niemand das ändern könnte.
      Plötzlich erschrak sie leicht, als jemand ihr auf die Schulter tippte und somit aus ihren Gedanken rausgeholt wurde.
      Als sie aufblickte, saß dieser Junge mit weißem Haar an der Ecke des Tisches und sprach mit ihr. Ernsthaft?..
      Dachte sie sich doch versuchte sie jeglichen bösen Kommentar zurückzuhalten, so gut sie eben konnte.
      Ein schmunzeln konnte sie sich jedoch nicht verkneifen, als er fragte ob es ein Witz gewesen war.
      "Klar. Ich wollte mir nur einen Spaß erlauben um euch etwas zu schocken." sprach sie in einer sehr sarkastischen Stimmlage und lächelte ihn schelmisch an. Was wollte er denn jetzt? Yuki dachte, dass sie es deutlich gemacht hatte das sie in ruhe gelassen werden möchte.
      Daraufhin schnappte sie sich ihre Tasche und stand auf.
      "Wenn du mich entschuldigen könntest, ich muss noch was erledigen." Huschte sie an ihm vorbei, in der Hoffnung dass er es jetzt verstanden hatte. Was sollte es diesen Typ überhaupt interessieren? sie könnten einfach so weitermachen wie bisher und keinem würde es stören.
      Aus dem Klassenraum raus versuchte Yuki sich erstmal zu orientieren. Sie sollte ja nach dem Unterricht dieses Sekretariat aufsuchen um ihre restlichen Schulsachen abzuholen. Doch hatte sie nicht damit gerechnet jetzt schon überfordert zu sein.
      "Wo gehts.. zum Sekretariat.." flüsterte sie leise zu sich selbst und lief dabei den Gang runter. Viele Schüler waren grade unterwegs, vermutlich um ihre Pause zu genießen oder um sich zum nächsten Klassenraum zu begeben. Bei so einem riesigen Ort konnten sie sich alle zurechtfinden? das war Yuki schon ein Rätsel wie die das anstellten.
      Ohne jegliche Vorwarnung, rannte plötzlich jemand Yuki um beim vorbeilaufen.
      "Autsch.." rief sie instinktiv als sie auf dem Boden mit ihrem Allerwertesten landete. Als sie ihre Augen wieder öffnete, sah sie die Person die schuld daran war dass sie fiel. "Hey, pass doch auf.."
      wurde sie abrupt unterbrochen. "Es tut mir so leid!" schrie das junge Mädchen. Sie hatte Schulterlanges rotes Haar zu einem Dutt gebunden und wirkte sehr auffällig mit ihrer Quietschbunten Tasche.
      Während Yuki wieder aufstand entschuldigte sich das Mädchen mehrmals. Irgendwie war das für Yuki eine seltsame Situation.
      "Ist schon gut. Pass einfach das nächste mal besser auf." seufzte Yuki dann genervt und wollte eigentlich an ihr vorbeigehen.
      "Hey warte mal. Du bist doch die Neue oder? Hi! ich bin Takara. Ich bin in der gleichen Klasse wie du!" grinste sie über beide Ohren. Warum grinst sie so?... "Dann weißt du ja.." wollte Yuki grade was sagen doch sie unterbrach Yuki schon wieder.
      "Das von vorhin war so mutig! Ich bin schon wirklich beeindruckt." Entsetzt schaute Yuki zu dieser Takara. "M-mutig? sag mal spinnst du irgendwie ein bisschen?" fragte sie verwundert über diese Reaktion.
      "Naja ich meine wie du einfach sofort dein Ding durchsetzt und deinen Standpunkt klar gemacht hast. Ich fand das irgendwie cool!" meinte sie und grinste weiterhin. Ich glaube sie ist einfach nur strunzblöd... dachte Yuki und seufzte innerlich.
      "Hör zu, ich muss jetzt lo.." wurde sie erneut unterbrochen von Takara.
      "Du musst sicher zum Sekretariat oder? komm ich bring dich hin!" packte Yukis Hand und schleifte sie mit Richtung des Sekretariats. Yuki hatte nicht den Hauch einer Chance, sich gegen diesen Griff zu wehren, sie war kräftiger als sie aussieht.

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    • Yuya Serpent

      „Irgendwie muss mich man sich als Neue doch interessant machen, oder nicht?“, grinste der junge Mann breit und zuckte dabei mit den Schultern, als wäre es tatsächlich eine Möglichkeit gewesen. Ein dummer Scherz, mehr nicht, aber offensichtlich wollte Yuki diese Chance sich mit jemandem anzufreunden nicht, denn ohne ein weiteres Wort zu sagen packte sie ihre Sachen, warf ihm eine kurz angebundene Verabschiedung zu und verließ den Klassenraum, als hätte das Gespräch zwischen den Beiden nie stattgefunden, was ihm ein schiefes Grinsen auf die Lippen zauberte, während er ihr eine Weile nach sah, ehe er sich von der Tischecke wieder erhob.
      „Kopf hoch, wenn sie mit uns nicht klar kommen will, dann ist das ihr Problem. Aber ich bin überrascht, dass du dich überhaupt getraut hast sie anzusprechen. Wenn du mich fragst hat die Neue eine ganz schön dicke Wand vor sich aufgebaut.“, spürte er die Hand eines Freundes auf seiner Schulter, über welche er blickte, um in das Gesicht von Kei, welcher einen Ausdruck von Unglaube und Bewunderung in den Augen trug.
      Kei gehörte zu den Athleten der Klasse, er war ein herausragender Basketballspieler, was sich auch in seinen Clubaktivitäten zeigte und den kurzen, braunen Haaren und der Sportjacke, welche er über seine Uniform zu tragen pflegte, passte er in dieses Bild auch perfekt.
      Das und sein sportliches Aussehen, verstand sich, es war also kein Wunder, dass er bei den Mädchen beliebt war.
      „Genau, genau, ich hab schon richtig Angst bekommen, als sie so streng durch das Klassenzimmer geguckt hat!“, mischte sich auch Hana ein, das Mädchen mit den kurzen, schwarzen Haaren und der Brille, welcher er heute früh bei den Hausaufgaben geholfen hatte und er lächelte ihr zu.
      Natürlich entging ihm nicht, dass ihre Wangen sich dabei in einem leichten rot färbten, aber er ignorierte dies geflissentlich.
      „Ach jetzt kommt, so schlimm ist sie nun auch wieder nicht.“, zuckte er lächelnd mit den Achseln und heimste sich damit einen überraschten Blick von den anderen ein, „Wer weiß? Vielleicht wurde sie in ihrer alten Schule gemobbt oder hat sonst welche Probleme, wir sollten trotzdem nett zu ihr sein, oder nicht?“
      Die ganze Zeit über trug Yuya ein Lächeln auf den Lippen, doch wenn man durch seine Maske hindurch sehen könnte, würde man die Wut und Unruhe in seinem Herzen sehen, welche die Neue in ihm ausgelöst hatte. Wieso war es bitteschön so schwer sich mit anderen zu verstehen?!

      Nach der ganzen Aufregung brauchte der weißhaarige nun aber erst einmal einen Kaffee, welchen er sich mit den anderen in der großen Cafeteria des Baukomplexes besorgte. Der Kaffee hier war wirklich nicht schlecht, unter diesen Umständen konnte er hier durchaus leben, auch wenn er lieber in das nächste Café gejoggt wäre, um sich eine wirklich anständige Tasse zu holen, aber dafür blieb ihm keine Zeit, die Pause war nicht besonders lange.
      Während er seinen Kaffee trank und sich mit den anderen in seiner kleinen Gruppe unterhielt, machte er aus den Augenwinkeln das neue Mädchen aus und zu seiner Überraschung hatte sie Takara im Schlepptau. Wobei, es war wohl angebrachter zu behaupten, Takara hatte Yuki im Schlepptau und offensichtlich hatte sie es sich vorgenommen der Neuen die Cafeteria zu zeigen.
      Yuya mochte das Mädchen, sie war fröhlich und hatte immer etwas zu erzählen, auch wenn Zuhören nicht gerade ihre Stärke war, aber genau das war das gute an ihr. Er musste ihr oftmals nicht mal richtig zuhören, ohne dass sie es merkt.
      Er beobachtete die Beiden für eine Weile, ehe er sich kurz von seinen Freunden verabschiedete, um zu den Beiden herüber zu schlendern und Takara dabei einen Becher von ihrem Lieblingsgetränk in die Hände zu drücken, als wäre er genau aus diesem Grund rüber gekommen.
      "Hey, was macht ihr denn? Wie es aussieht hast du die Neue in Beschlag genommen, was?", grinste er die rothaarige an.
    • Yuki

      Ohne eine wirkliche Wahl zu haben, wurde Yuki mitgezogen. Dieses Mädchen namens Takara hatte einen wirklich festen Griff aus dem man sich nicht befreien konnte. Dazu hatte sie das unheimliche Talent einen kaum zu Wort kommen zu lassen.
      "Hier wären wir!" rief sie begeistert und blieb vor einer Tür stehen wo 'Sekretariat' dran stand. Somit konnte Yuki sich endlich aus dem Griff der Viper befreien und aufatmen. Wenigstens hat sie sie an ihr Ziel gebracht.
      "Danke." merkte Yuki kurz an. "Also ich.." wollte Yuki sie grade wieder abwimmeln doch ihr glücklicher Gesichtsausdruck schüchterte sie doch etwas ein dass sie dieses Mädchen nicht ohne weiteres abwimmeln konnte. Ohne weitere Worte ging Yuki in das besagte Sekretariat wo sie auch schon ungeduldig erwartet wurde.
      Die dunkelhaarige Frau, von heute Morgen, stand neben ihr und sah überhaupt nicht glücklich aus. Ob Yukis Lehrerin ihr was erzählt hatte?
      "Also.. ich bin hier um die Bücher abzuholen." sprach Yuki leicht nervös zu dieser einschüchternden Frau. Doch statt einer erwarteten Standpauke zeigte sie auf einen Tisch wo bereits ihre Bücher lagen. Sie waren sehr organisiert doch diese Frau gab Yuki schon eine kleine Gänsehaut. Yuki nahm all ihre Bücher und packte alle in ihre Tasche, es waren doch schon einige die sie brauchten.
      Grade als Yuki wieder aus dem Sekretariat gehen wollte, räusperte sich die einschüchternde Frau.
      "Bevor Sie gehen, gibt es noch eine Sache die ich ihnen sagen wollte. Sie müssen sich einen Club aus dieser Liste aussuchen. Es ist die Pflicht jedes Schülers einer Aktivität teilzunehmen. Schauen sie sich diese am besten vorher an und teilen sie uns ihre Entscheidung spätestens Morgen mit." und drückte währenddessen Yuki eine Liste in die Hand. Yuki nickte eifrig und verließ schnell wieder das Sekretariat.
      Grade aus der Tür raus, warf Yuki einen kurzen Blick über diese Liste. "Ist da vielleicht etwas mit Sport?" murmelte sie leise zu sich selbst überflog diese.
      "Hey, das ging ja schnell!" ertönte eine Stimme hinter Yuki. Diese zuckte erschrocken zusammen und drehte sich zögernd mit den Kopf zu der rothaarigen.
      "Ja-a.. schon." schluckte sie schwer. "Sag mal, warst du mal eine Schauspielerin für Horrorfilme oder sowas? Leute erschrecken kannst du aufjedenfall.." stellte Yuki fest und seufzte einmal schwer aus.
      Die rothaarige konnte sich nicht mehr halten vor lachen, und Yuki verstand gar nichts. "Das war doch gar kein Witz.." murmelte sie.
      "Komm, ich zeig dir ein bisschen die Einrichtung! wir haben noch etwas zeit." Schon packte die hyperaktive Mitschülerin Yuki wieder am Arm und zerrte sie mit.
      "Hey Stop!" rief Yuki doch das hörte Takara nicht mehr.
      Nach dem sie paar abgeklappert hatten, erreichten die zwei letztlich die Cafeteria.
      "Ahh ich hab durst. Lass uns hier eine Pause machen, ok?" meinte Takara und zerrte Yuki mit an den nächsten freien Tisch.
      Mit einer Spur von Erleichterung setzte sich Yuki an den Tisch, womit sie erstmal ihr Schicksal akzeptierte, diese Verrückte am Hals zu haben. Die Tasche stellte sie neben sich ab, holte aber nochmal den Zettel mit den ganzen Clubs hervor. Sie kam ja noch nicht wirklich dazu sich diesen richtig durchzulesen.
      "Oh du musst dir einen Club aussuchen? ich persönlich bin ja in dem Kunstclub! dass ist einfach der beste von allen. Da musst du auch unbedingt mitmachen!" grinste sie über beide Ohren zu Yuki.
      "Haha.. ich glaube eher weniger." antwortete Yuki wie aus der Pistole geschossen und lächelte zurück. Mit dieser Verrückten gehe ich doch nicht in einen Club dachte sie, aber hielt diese Worte erstmal zurück. Als Takara grade aufstehen wollte um sich etwas zu trinken zu holen, wird sie von einer allzubekannten Stimme aufgehalten.
      Zögernd blickte Yuki auf und erkannte direkt wer sich dazugesellte. Innerlich musste sie seufzen und wäre am liebsten direkt wieder aufgestanden. Takara konnte sie irgendwie noch ertragen aber dieser Junge gab Yuki ein komisches Gefühl.
      "Oh Hallo Yuya!" grinste die rothaarige zurück. "Ja ich habe Yuki nur etwas die Schule gezeigt." fügte sie hinzu.
      "Ist ja immerhin ein riesiges Gebäude. Selbstverständlich braucht man da etwas hilfe..." erzählte sie weiter.
      Yuki hingegen hielt sich allerdings geschickt aus diesem Gespräch raus und las sich diese Liste weiter durch. Irgendwo musste ja ein passender Club für Yuki dabei sein.

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    • Yuya Serpent

      „Verständlich, ich weiß noch wie oft ich mich in meiner ersten Woche verlaufen habe! Ich bin geradezu zu jeder Stunden zu spät gekommen! Fujimoto-Sensei dachte nach dem dritten Tag schon es wäre Absicht gewesen und hat mir so eine nervige Standpauke gehalten, aber wenn du mich fragst ist dieses Gebäude auch viel zu groß. Würde mich nicht wundern, wenn selbst die Abschlussschüler die ein oder andere Ecke des Internats nicht kennen.“, stimmte er mit einem breiten Grinsen zu hielt der rothaarigen zustimmend seinen Becher Kaffee entgegen, ehe er davon einen Schluck trank und geradezu verstohlen aus den Augenwinkeln zu Yuki blickte, welche über ein Blatt Papier gebeugt war, das offensichtlich die zahlreichen Clubs der Schule auflistete.
      „Hmm... brauchst du Hilfe?“, erkundigte sich Yuya freundlich, als er mit einem Mal hinter dem Mädchen stand und ihr über die Schulter blickte, um einen besseren Blick auf die Liste zu erhaschen, auch wenn er diese auswendig kannte.
      „Wenn es einen Club gibt, der dich interessiert, ich kenne ein paar Leute. Die könnten dir berichten, wie der Club so ist oder dich für eine Schnupper Stunde mitnehmen, was meinst du? Wenn du erst mal in einem Club bist, brauchst du schon einen guten Grund, um ihn wechseln zu dürfen, also überlege es dir lieber gut.“, gab er der Neuen einen Rat, ehe er sich den Stuhl neben ihr nahm und sich zu den beiden Mädchen hinsetzte.
    • Yuki Arisawa

      Bei dem Gespräch, was die beiden führten, würde Yuki sich einfach nur gerne übergeben. Sie könnte niemals solche Smalltalks führen und erst recht nicht Interesse vorheucheln. Sie hatte schon genug gesehen, um zu wissen dass so viele einen nur was vormachten oder sich einfach nur anderen angepasst hatten um von der Masse akzeptiert zu werden. So würde man einem selbst doch nur was vormachen und nicht ehrlich sein. Das ist das letzte, was Yuki mochte, und Schulen waren voll von solchen Leuten. Sie hoffte inständig dass sie mit solchen Leuten nicht viel zu tun haben muss.

      Während sie die Liste betrachtet, und sich von deren langweiligen Gespräch ablenkte, merkte sie irgendwann dass jemand hinter ihr war und mitlas.
      Leicht drehte sie ihren Kopf hinter sich, und blickte zu der Person die ihr grade noch die Hilfe anbot. Hatte er sich vor einem Moment nicht noch mit Takara unterhalten? wieso muss er mich jetzt ansprechen.. sprang ihr augenblicklich in den Kopf, sprach es aber nicht aus. Yuki hatte das Gefühl, dass er nicht so leicht aufgeben wollte. Warum, verstand sie allerdings nicht.
      "Ich muss da nicht lange Nachdenken." antwortete sie monoton, unsicher ob sie ihm überhaupt ihre Entscheidung mitteilen wollte.
      Allerdings war sein Angebot ziemlich nützlich und würde Yuki nicht schaden anzunehmen. Die andere Frage wäre ob es für sie überhaupt nötig sei.
      Plötzlich mischte sich Takara in die Situation ein. "Hey! hattest du nicht vorhin irgendwas mit Sport gemurmelt?" grinste Takara sie an.
      "W-was. Du hast das mitbekommen??" war Yuki entsetzt, dass diese Takara doch etwas aufmerksamer war als sie gedacht hatte.
      "Na klar! Wie wärs wenn wir nach dem Unterricht heute zum Sportclub gehen. Dann kannst du dir das ja mal ansehen." grinste die rothaarige weiterhin zu den beiden. "Wir könnten doch Kei fragen, oder Yuya?"
      Yuki schwieg einfach nur, sie fand kein Gegenargument um sich da irgendwie rauszureden, stattdessen warf sie Takara nur böse Blicke zu, sie hatte es ihr eingebrockt.

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    • Yuya Serpent

      „Hm? Yuki interessiert sich für Sport?“, gab er überrascht von sich und starrte dabei Takara an, welche diese Neuigkeit unterbreitet hatte. Vielleicht würde es doch einfacher werden mehr über das neue Mädchen zu erfahren, als Yuya anfangs gedacht hatte. Zumindest war er Takara dankbar, dass sie ihm eine große Hilfe war, ob sie sich dem nun bewusst war oder nicht, war dabei vollkommen egal.
      „Genau! Wenn es um Sportclubs geht ist Kei eindeutig der richtige Mann!“, gab der weißhaarige enthusiastisch von sich und zeigte dabei auf Takara, eh er sich wieder an Yuki wandte.
      „Die Frage ist, wann hast du Zeit? Heute nach der Schule? Oder wäre dir wann anders lieber? Hmmm... vielleicht sollte ich eher Kei das fragen, er sieht immer so beschäftigt mit seinem Training aus...“, gab Yuya nachdenklich von sich, während er jedoch keine einzige Sekunde daran zweifelte, dass er ihm durchaus den Gefallen tun und sich etwas Zeit nehmen würde. Immerhin waren die beiden gute Freunde, nicht wahr?
    • Yuki Arisawa

      Ein leises grummeln konnte man von Yuki hören, das entwickelte sich in eine Richtung die sie nicht wirklich anstrebte. Sie fingen an von einem anderen Schüler zu sprechen, scheint wohl jemand zu sein der sich in diesem Club befindet. Einerseits wäre das nur vom Vorteil das Angebot anzunehmen doch andererseits, so enthusiastisch wie die beiden wirkten konnte sie nicht wirklich viel Begeisterung zeigen für diese Idee.
      "Also.. Man sagte ich soll mich bis morgen schon entschieden haben." kam leise und zögerlich aus ihr raus.
      Takara schaltete sich aber hastig wieder ein und grinste über beide Ohren. "Dann müssen wir das wohl heute machen! " war sie begeistert darüber das sie damit noch mehr Zeit mit der neuen verbrachte. Warum Takara so sehr an der neuen hing konnte man nur erahnen aber sie fühlte sich damit deutlich wohler als Yuki, für sie war es einfach nur noch anstrengend.
      "Yuya kannst du ihn dann fragen? ihr seid doch so gute Freunde." lächelte die rothaarige, stand daraufhin aber auch wieder auf.
      "Wir sollten langsam wieder in die Klasse. Kommt ihr?" fragte sie weiterhin lächelnd wie das unschuldigste Kind was es gibt.
      Da musste Yuki nicht lange drüber nachdenken, packte ihren Zettel in die Tasche und stand ebenso auf um in die nächste Unterrichtsstunde aufzubrechen. Als nächstes stand Englisch auf dem Plan, worauf Yuki sich ein bisschen freute.

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    • Yuya Serpent

      „Hm? Klar, ich kann ihn gerne mal fragen, überhaupt gar kein Problem.“, lächelte der junge Mann von der rothaarigen aus seinen Gedanken gerissen und nickte auch, als die drei sich auf den Weg zu der nächsten Unterrichtsstunde machten, wo er seine Schritte etwas verlangsamte, um direkt neben Yuki laufen zu können, als er bereits wieder das Wort an sie richtete.
      „Aber bist du dir sicher, dass du einem Sport Club beitreten willst? Im Sport dreht sich doch alles um Teamarbeit und Sportsgeist. Ich dachte du wolltest lieber ganz alleine sein?“, erkundigte sich Yuya mit einem freundlichen Lächeln und der pursten Unschuld in den Augen, während er sich insgeheim in Gedanken über das Mädchen lustig machte.
      Sie wollte mit niemandem etwas zu tun haben, aber Teil eines Sportclubs sein? Wen wollte sie hier hinters Licht führen? Welche Art von Spiel spielte das Mädchen? Er konnte es nicht verstehen, also konnte er nicht anders als für einfältig zu halten, aber er würde dies natürlich nie im Leben sagen oder gar zeigen.
    • Yuki Arisawa

      Auf dem Weg zurück in Klassenzimmer hatte Yuki erhofft das sie die beiden einfach ignorieren konnten. Doch wurde sie schnell des besseren wieder belehrt, als er das Wort wieder an sie richtete konnte sie ein seufzen nicht zurückhalten.
      Was wollte er damit nun andeuten? überlegte Yuki kurz darüber nach doch konnte sie auf keinen Gedanken kommen der wirklich nett gemeint war. Sie mochte ihn jetzt schon nicht, das war aufjedenfall klar.
      "Tsk. Ich wüsste nicht was dich das zu interessieren hat. Außerdem.." antwortete sie dem weißhaarigen rasch. "Ich brauche niemanden um in etwas gut zu sein. Also mach dir darum keine Gedanken." grinste sie ihn schelmisch an und begab sich in den Klassenraum um sich an ihren Platz zu setzen. Was hatte der nur für ein Problem? wieso konnte er sie nicht einfach in ruhe lassen?
      Diese Gedanken verschwanden schnell wieder als der Englischlehrer den Raum betrat und die Klasse begrüßte.
      Er war ein älterer Mann, mitte 50 und die halbglatze auf seinem Kopf stach direkt hervor. Mit strenger Haltung stand er vorne und bemerkte die neue Schülerin.
      "Wie ich sehe ist jemand neues hier. Arisawa, richtig? Ich bin Isamu Ito, euer Lehrer in Englisch und Biologie. Freut mich dich kennenzulernen." merkte er auf eine strenge aber freundliche Art an.
      "Nun lasst uns anfangen... Öffnet bitte eure Bücher auf Seite 56..." fing er mit dem Unterricht an, wo Yuki direkt und fleißig dran teilnahm.

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    • Yuya Serpent

      Verwirrt blickte der junge Mann sie nach dieser Aussage mit hochgezogener Augenbraue an, meinte sie das ernst? Klar gab es Einzeldisziplinen im Sport, doch bei den meisten Angeboten der Schule handelte es sich um die Teamsportarten, die Teamfähigkeiten jedes einzelnen soll hier mit den Clubs gestärkt werden, damit etwas großes aus einem werden kann, wenn man mit dem Abschluss in den Händen stand, glaubte diese Yuki etwa wirklich, dass sie sich alleine durchs Leben schlagen könnte? Verrückt. Sie musste verrückt sein, eine andere Erklärung gab es in Yuyas Augen nicht. Vielleicht sollte er doch einen Plan B schmieden um sie los zu werden.

      Der Unterricht ging so schnell vorbei wie jeder andere, nach dem klingeln der Glocke blieb er nicht lange alleine an seinem Platz, abgesehen von der Neuen war es doch ein Tag wie jeder andere auch.
      „Übrigens, du meintest die Neue interessiert sich für Sport?“, hob Kei sein Handy mit der Nachricht, die ich ihm irgendwann während der Englischstunde geschickt hatte und ich nickte.
      „Yup, wie jeder hier muss auch sie einem Club beitreten und sie scheint sich für Sport zu interessieren, was meinst du Kei, könntest du vor deinem Training ein wenig Zeit erübrigen? Bii~tee~!“, bat er ihn inständig um seine Hilfe, während sein Freund zunächst darüber nachzudenken müssen schien.
      „Ich weiß nicht...“, gab er murmelnd von sich, Worte, die Yuya alles andere als gefielen, er spürte den Frieden im Klassenzimmer damit gestört, wie eine kalte Hand legte sich die Angst für einen Moment um sein Herz, ehe Kei sein typisch Grinsen auflegte und sich mit den Worten „Aber weil du es bist gib ich ihr eine Chance!“ zu ihm drehte, was den weißhaarigen deutlich erleichterte.
      „Hm? Alles in Ordnung bei dir Kumpel? Du siehst etwas blass aus...“, wunderte sich Kei, doch Yuya lenkte ihn mit einem einfachen Scherz davon ab. Natürlich, als ob Yuki ihm so einfach kaputt machen könnte, was er sich so lange aufgebaut hatte.
      Er kannte Kei bereits seit der Grundschule. Er war sein erster Freund in dieser fremden Stadt unter fremden Leuten gewesen, auch wenn es Komplikationen gab, welche er jedoch recht schnell aus dem Weg räumen konnte.
      Die anderen verabschiedeten sich schnell von ihnen, mussten zu ihren eigenen Clubs gehen, ehe er sich nach vorne an Yuki wandte.
      „Hey Arisawa, hast du das gehört? Kei zeigt dir den Sportclub.“