The devil's son (Shadowbean & Drane)

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    • The devil's son (Shadowbean & Drane)

      Vorstellung

      Elijah:
      Sein Zimmer war ziemlich karg eingerichtet, eigentlich nur ein Bett und eine Truhe für seine Kleidung und andere Kleinigkeiten. Allerdings konnte Elijah immer alle Bücher in der Bibliothek lesen, und ihm wären sowieso nicht viele andere Einrichtungsgegenstände eingefallen, die er gerne besessen hätte. Also war es eigentlich gar nicht so schlimm.
      Außerdem hatte Elijah momentan sowieso Etwas, beziehungsweise jemanden, der seine gesamte Aufmerksamkeit in Anspruch nahm. Normalerweise geschah nie etwas spannendes in seinem Leben, alle Tage waren irgendwie gleich.
      Aber heute Morgen, als Elijah in den Wald gegangen war um sich ein bisschen die Beine zu vertreten hatte sich das geändert. Er hatte jemanden gefunden, den er noch nie in dieser Gegend gesehen hatte, und im ersten Augenblick hatte der Junge fast befürchtet, dass der Fremde bereits das Zeitlich gesegnet hatte. Denn er hatte einfach so auf dem taunassen Waldboden gelegen, sich nicht gerührt, und seine Augen auch nicht geöffnet, als Elijah sich neben ihn gekniet und versucht hatte ihn zu wecken.
      Allerdings hatte er sich warm angefühlt, und auch sein Herz schien noch zu schlagen, also zum Glück doch eher eine Ohnmacht als so etwas endgültiges wie der Tod. Elijah hatte aufgeatmet, und sich geschworen, dass er Alles tun wurde, damit es dem Jungen bald wieder besser ging. Nach einigem Hin und Her hatte er schließlich sogar geschafft, den Ohnmächtigen zum Kloster zu bekommen, und somit zum Bett in seinem Zimmer. Hier war es bestimmt besser für ihn als auf dem harten Waldboden, denn dort erkältete man sich bestimmt.
      Inzwischen lag der Junge schon ein paar Stunden so auf Elijahs Bett, die Augen geschlossen, das fast schon unnatürlich helle Haar hatte er ihm etwas aus dem Gesicht gestrichen, und Elijah war sich nicht ganz sicher, ob die blasse Gesichtsfarbe des Fremden daher rührte, dass er krank war, oder ob es einfach normal für ihn war. Fieber hatte keines. Zumindest fühlte sich seine Stirn nicht heiß an. Trotzdem hatte Elijah zur Sicherheit einen nassen Lappen drauf gelegt. Wunden schien er ebenfalls keine zu haben, und er krümmte sich auch nicht vor Schmerzen oder ähnliches. Aber das änderte nichts daran, dass er einfach nicht aus seiner Ohnmacht aufwachte.
      Hoffentlich hatte der mysteriöse Fremde sich nicht den Kopf gestoßen, als Elijah ihn her geschleift hatte, dachte dieser schuldbewusst. Vielleicht hätte er doch einen der Mönche um Hilfe rufen sollen, als er ihn gefunden hatte...doch erstens mochte er den Gedanken, ein Geheimnis zu haben, was nur ihm selbst gehörte. Und zweitens war es nur im Sinne des Jungen, den er 'gerettet' hatte, fand Elijah.
      Denn wer wusste schon, um wen es sich bei dem Fremden handelte? Er könnte ein Grafensohn sein, der Zuhause ausgerissen war und sich nun vor den Häschern seines strengen Vaters verstecken musste...oder sogar ein Verbrecher, den der Galgen erwartete, wenn Elijah jemanden seinen Aufenthaltsort verriet. Wenn man es so betrachtete, könnte es fast einem...Todesurteil gleich kommen, wenn er den Anderen sagte, dass der fremde Junge hier war. Es war besser, wenn er zumindest wartete, bis dieser aufwachte, dann konnten sie gemeinsam überlegen, wie sie am besten vorgingen.
      Allerdings tat er das einfach nicht, und Elijah begann, sich langsam ein wenig Sorgen zu machen. Er nahm dem Jungen den Lappen von der Stirn, und wrang diesen leicht aus, bevor er ihn zurücklegte.

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