Blood will have Blood (Marien & ShadowBean)

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    • Blood will have Blood (Marien & ShadowBean)

      Vorstellung
      @Marien


      Montagmorgen. So wie gewohnt stand der junge Mann um 6:30 Uhr auf. Zumindest öffnete er die Augen. Genervt von dem Wecker drehte er sich auf die Seite und warf den Wecker an die Wand. Dieser verstummte in dem Moment als er die Wand berührte. "Jeden Morgen das selbe.." Murrend setzte er sich auf und streckte sich ausgiebig. Es war Jahre her wo der junge Mann einmal ausschlafen konnte. Müde erhob er sich dann aus dem Bett und stampfte zu dem Badezimmer. Da machte er die Dusche an und zog sich die Boxershorts aus. Kurzer Hand stand er unter dem warmen Wasserstrahl und wusch sich. Als er mit dem duschen fertig war stieg er wieder aus der Dusche und schnappte sich ein Handtuch. Welches er einfach nur um seine Hüfte legte damit er in Ruhe seine Zähne putzen konnte. Nachdenklich putzte er sich die Zähne. Nachdem er fertig war ging er zurück in sein Zimmer.
      Da zog er sich seine üblichen Sachen an. Eine schwarze Jeans, ein weißes Hemd und seine Lieblingsjacke darüber. Die nassen Haare tropften ihm ins Gesicht als er sich seine zwei Ringe anzog und aus dem Zimmer lief. "Zeit fürs Frühstück!" Mit diesem Gedanke machte er sich auf in die Küche wo die Angestellten seines Vater fleißig dabei waren das Frühstück vorzubereiten. Zumindest für seinen Vater. Denn Leonard schnappte sich einfach zwei Brötchen und ein Redbull bevor er die Küche wieder verließ.

      Heute würde ein relativ interessanter Tag werden. Denn heute würde die Mafia neue Mitglieder bekommen. Natürlich nur wenn sie die Aufnahmeprüfung bestehen würde. Die Aufnahmeprüfung bestand hauptsächlich aus Prüfungen in denen man sein Geschick und seine Stärke zeigen sollte. Die meisten schafften die Prüfung über die Stärke doch scheiterten beim Geschick. Ob es wohl heute jemand schaffen sollte?
      Leonard machte sich auf den Weg in des Hauptgebäude der Mafia um die Prüfungen vorzubereiten. Zumindest half er den anderen Mitgliedern beim vorbereiten. Er selbst tat ja nichts bei den Prüfungen außer mit seinem Vater zuzusehen. Um 10 Uhr würden die Prüfungen beginnen und meistens gingen sie nie länger als 2 Stunden. So saß der junge Mann die Zeit ab bis sein Vater eintraf und die ersten Anwärter.

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    • Melani Timber (alias Selina Swansen)


      Sieben Jahre... Sieben lange Jahre. So lange war es her, seitdem sie Relaka zuletzt gesehen hatte. An dem Tag, an dem sie diese Stadt hinter sich ließ und fort ging. An dem Tag, an dem sie ein neues Leben begann, ein neuen Namen annahm und ab da nur noch ein Ziel verfolgte. Ein Ziel, dass mit dem heutigen Tag näher schien als je zuvor.
      Selbst nach all den Jahren, schien sich die Stadt kein Stück verändert zu haben. Auf den Hauptstraßen hegte noch immer das gleiche laute und glückliche Treiben, wie vor ihrer Abreise. Die Einkaufsstraßen waren bunt und fröhlich. Sie konnte das heitere Lachen von Kindern hören, blickte in zufriedene Mienen... Und dann waren da noch immer die Schatten. Die Gassen und Nebenstraßen. Die Außenbezirke einer Stadt mit zwei Gesichtern. Elend, Armut, Hunger, Dreck, Trauer... Es war schon immer ein fester Bestandteil dieser Stadt gewesen, doch ihr altes naives Selbst hatte diese Seite nie erkennen können. Doch heute... Heute war es das Erste, das Melani ins Auge fiel. Sie würde sich von dem trügersich friedlichem Bild der Stadt nie wieder täuschen lassen. Sie hasste Relaka. Sie hasste diesen Ort, hasste die Erinnerungen, die er unwiderruflich wachrief. Und sie hasste ihr elendes Herz dafür, dass es sich alleine wegen dieser Erinnerungen sofort schmerzhaft zusammen zog.
      Dabei sollte sie glücklich sein... ja, beinahe euphorisch. Denn obwohl sie diese Stadt hasste, war sie nicht ohne Grund zurückgekehrt. Endlich war ihr Ziel in Sichtweite. Endlich könnte sie ihren Plan umsetzen... endlich könnte sie Rache üben, an den Menschen, die ihr vor sieben Jahren alles genommen hatten. Kambo... Auch als sie noch jung war, war ihr dieser Familienname nicht fremd gewesen. Sie hatte ihn häufig in den Stadtstraßen gehört und ab und an, war er auch ihrem Vater über die Lippen getreten. Damals hatte sie allerdings noch keine Ahnung gehabt, was hinter dem Namen steckte. Erst als sie Relaka verließ, erfuhr sie, dass die Kambos die mächtigste Mafia-Familie der Region waren, dass sie beinahe alle Stricke in der Stadt zogen und eine hohe Machtposition inne hatten, selbst der Polizei gegenüber. Niemand bei klarem Verstand würde sich mit solch einer mächtigen Familie anlegen wollen, es wäre Selbstmord.
      Bald schon hatte Melani das Stadtzentrum und die Hauptstraßen hinter sich gelassen und hielt auf das pompös erscheinende Anwesen am anderen Ende der Stadt zu. Wie das Schloss eines Fürsten trohnte es auf einem Hügel und schien damit die gesamte Stadt darunter im Blick zu behalten. Melani verdrehte bei dem Anblick die Augen. "Eklatante Machtdarstellung", murmelte sie kopfschüttelnd, während sie der schmalen Straße den Hügel hinauf folgte.
      Sie hätte selbst nie erwartet einmal hierher zu kommen und ganz sicher hatte sie auch nie geglaubt einmal freiwillig Mitgleid einer Mafiafamilie werden zu wollen. Aber sie würde keine bessere Gelegenheit erhalten, ihren Zielpersonen nah genug zu kommen. Tatsächlich hatte Melani noch nie etwas von einer Mafia-Bande gehört, die neue Mitglieder durch eine Aufnahmeprüfung anworb, aber vielleicht litten diese Kerle auch an chronischer Mangelbesetzung und hatten damit wohl auch nichts dagegen sich fähige Männer als eine Art Söldner einzustellen. Für die junge Frau waren dies gerade die besten Bedingungen. Wenn die Prüfungen tatsächlich nur ihre Fähigkeiten testen würden, sollte sie gute Chancen haben, in die Familie aufgenommen zu werden. Von da an müsste sie nur noch genug Vertrauen aufbauen, um an ihre Zielpersonen zu gelangen... Ein Kinderspiel.

      "Melani Timber... Eine Frau?" Der Hühne am Eingang zum Anwesen musterte sie skeptisch und abschätzend. Als wäre seine rießige und massige Gestalt nicht schon auffällig genug gewesen, zog sich auch noch ein gespenstiges Tattoo eines aufgespießten Schädels über seinen nacken rechten Bizeps. Offenbar waren dem Kerl die Ärmel seines Anzuges zu eng gewesen, weswegen er sie abgerissen haben musste. Vielleicht wollte er aber auch nur mit seinen zugegeben beeindruckend ausgeprägten Armmuskeln angeben.
      Melani schenkte seinem protzigem Gehabe allerdings nur wenig Aufmerksamkeit und erwiderte seinen Blick ruhig. "Sind Frauen bei der Prüfung etwa nicht erlaubt?"
      Eine dunkelbraune Augenbraue wanderte in die Höhe, bevor der knapp zwei Meter große Kerl sich etwas zu ihr vorbeugte. "Kleine, wenn dir dein Leben lieb ist, solltest du dir einen anderen Spielplatz suchen."
      Sie antwortete nicht, sondern starrte ihn nur ruhig an. Sekunden lang wurde kein Wort gesprochen. Letzetndlich stieß die achtzehnjährige einmal lange den Atem aus. "Ich möchte Mitglied der Kambo werden und an der heutigen Prüfung teilnehmen. Ich habe keine Angst vor dem Tod."
      Die Augen des Hühnen verengten sich zu Schlitzen, bevor er ein lang gezogenes Seufzen ausstieß. "Sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt." Enldich trat er beseite und beschrieb ihr den Weg zum Innenhof des Anwesens. Dort würde die heutige Prüfung stattfinden und sie solle sich gemeinsam mit den anderen Bewerbern einfinden.
      Es war wenig überraschend, dass sie praktisch die einzige Frau unter den Teilnehmern war. Natürlich gab es Frauen in Mafiafamilien, dutzende sogar, aber sicherlich nicht in den Rängern der Vollstrecker und Handlanger. Sie ignorierte, die neugierigen und verwunderten Blicke in ihrem Nacken, machte sich nichts aus dem zynischen Gemurmel in ihrem Rücken, das ihren baldigen Tod prophezeite. Sie überhörte die notgeilen Kommentare einiger junger Männer und die Anmachsprüche. Heute war sie nur aus einem einzigen Grund hier. Um diese Prüfung zu bestehen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Umso schneller sie in den Rängen würde aufsteigen können, desto schneller könnte sie diese Pharse hinter sich bringen.