Mein wildes Geheimnis [Marien x Runa]

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    • Hirako Fumiko

      Die Mirai Souzou High unterschied sich kaum von anderen Oberschulen... nun, eigentlich unterschied sie sich gerade mal in zwei kleinen Punkten. Die Schulgebühren waren deutlich billiger als bei ihrer Nachbar-High-School, Chouryou High, und sie war deutlich kleiner als alle Schulen die Fumi aus Tokio gewohnt war. Aber ansonsten würde sie hier kaum etwas anderes erwarten als in ihrer alten Schule. Dennoch nestelte die junge Frau etwas nervös am Riemen ihrer Umhängetasche herum, als sie sich dem Schultor näherte. Sobald sie dieses Gelände betrat würde sie einen Neuanfang beginnen können. Hoffentlich würde es ihr gelingen neue Freundschaften zu schließen und sich als gute Schülerin zu etablieren, aber... Da war immer noch diese unvermeidbare Furcht, es könnte alles erneut schief gehen. Eine Furcht, die ihr zuweilen sogar das Atmen schwer machte.
      Fumiko zwang sich dazu einmal tief einzuatmen und stieß die Luft dann langsam wieder aus. Sie könnte nicht ewig hier stehen bleiben und die karge weiße Hauswand des Schulkomplex anstarren. Es würde nichts an der momentanen Situation ändern, außerdem wollte sie nicht an ihrem ersten Tag an der neuen Schule zu spät kommen. Kurz entschlossen machte sie einen weiten Schritt durch das Schultor hindurch und betrat die Mirai Souzou.
      Es waren mittlerweile schon zwei Wochen vergangen, seitdem ihre Mutter sie am Hauptbahnhof Tokios verabschiedet hatte und Fumi in den Shinkansen nach Hokkaido, beziehungsweise genauer Sapporo, gestiegen war. Ihr Onkel hatte sie in der Großstadt abgeholt und mit zu sich nach Hause nach Otaru genommen. Eine Stadt, die im Vergleich zu Tokio wie ein kleines Dorf erschien. Aber Fumi hatte sich hier dennoch sofort wohl gefühlt. Sie liebte die entspannte Ruhe und die direkte Nähe zum Meer war ein wahrer Segen. Deswegen hatte sie es auch als nicht so schlimm empfunden, als ihre Mutter ihr eröffnete, sie müsse von nun an hier bei ihrem Onkel leben. Natürlich war Fumi traurig, nicht mehr bei ihrer Mum sein zu können, aber sie gönnte dieser auch die neue Beförderung und den neuen Posten im Ausland. Sobald Fumi die Oberschule abgeschlossen hatte, würde sie ihrer Mutter nach Amerika folgen, also in etwa zwei Jahren. Bis dahin würde sie im kleinen Haus ihres Onkels leben und diese neue Highschool besuchen.
      Eine neue Schule... Oh, wie sie in den letzten Monaten in ihrer alten Klasse gelitten hatte. Das hier war der perfekte Neuanfang. Sie durfte es kein zweites Mal versauen.
      "Hirako Fumiko, richtig?" Die junge Frau im Sekretariat musste schon mit ihr gerechnet haben und begrüßte Fumi mit einem freundlichen Lächeln.
      Die Braunhaarige nickte ebenfalls lächelnd. "Richtig. Ich wollte mich anmelden und nach meinen Klassenräumen fragen."
      "Natürlich." Die junge Sekretärin strich sich eine schwarze Haarsträhne hinters Ohr, während sie ihren Schreibtisch nach entsprechenden Unterlagen absuchte. Bald schon hielt sie der Oberschülerin einen kleinen Stapel Blätter entgegen. "Darin findest du einen Bauplan des Schulgebäudes, damit du die jeweiligen Klassenräume besser findest. Dahinter habe ich dir deinen Stundenplan, deine neue Klasse und die Größentabelle für deine neue Uniform geheftet."
      Fumi nahm die Blätter nickend entgegen, bevor sie kurz an sich herunter blickte. Die hellblaue Uniform in der sie im Moment steckte, gehörte noch zu ihrer alten High-School in Tokio. Hoffentlich müsste sie nicht lange auf die neue Uniform der Mirai Souzou warten, so dass sie auch die letzten Erinnerungen an ihre alte Schule schnell ablegen konnte. Außerdem mochte sie den schlichten Stil der Uniformen hier. Schwarz, elegant und gleichzeitig gemütlich. "Danke." Sie lächelte die Sekretärin noch einmal freundlich an, bevor sie sich auf den Weg zu ihrem Klassenraum machte. Tatsächlich war er schnell gefunden und sie klopfte zaghaft an die hölzerne Schiebetür.
      "Herein", ertönte es umgehend aus dem Inneren, woraufhin sich die junge Frau ins Innere schob. Der Mann der sie herein gebeten hatte, musste ihr neuer Klassenlehrer Terano-sensei sein. So viel hatte sie den Unterlagen in ihrer Hand bereits entnehmen können. Sie schätzte ihn auf knapp dreißig Jahre, vielleicht auch etwas älter, glaubte sie da ein paar graue Strähnen in seinen sonst kurzen und zurückgekämmten Haaren zu erkennen. Die braunen Augen im schmalen Gesicht wirkten freundlich, als er sie zu sich winkte. "Du musst die Neue sein."
      "Richtig", bestätigte Fumi mit ruhiger Stimme, während sie an die Seite des Lehrers trat. Bis eben war es ihr gelungen, die Blicke ihrer neuen Klassenkameraden zu ignorieren, aber als sie sich nun dem Klassenraum zudrehte, begegnete sie dutzenden neugierigen Augenpaaren.
      "Möchtest du dich uns vielleicht vorstellen?"
      Sie unterdrückte ein Seufzen, während sie versuchte die Aufregung in ihrer Brust hinunterzuschlucken. Dann legte sich ein entschlossenes Lächeln auf ihre Lippen, während sie ihren neuen Mitschülern entgegensah. "Mein Name ist Hirako Fumiko. Ich bin erst vor kurzem in die Stadt gezogen und stamme ursprünglich aus Tokio." Sie senkte den Oberkörper zu einer Verbeugung. "Ich freue mich darauf, ab heute zusammen mit euch in die Schule zu gehen. "
      "Such dir fürs erste einen freuen Platz, Hirako-san", meinte Terano-sensei scheinbar zufrieden mit ihrer Vorstellung und deutet mit einem Kopfnicken zu den freien Plätzen in der hintersten Reihe.
      Fumiko nickte und schob sich an den anderen Sitzplätzen und den nach wie vor neugierig auf sie gerichteten Blicken vorbei. Zuerst war er ihr noch nicht aufgefallen, doch nun, da sie quasi auf ihn zuschritt, konnte sie den Jungen in der hintersten Reihe nicht mehr übersehen. Alleine sein schlohweißes Haar zog ihre Aufmerksamkeit auf ihn. Hatte er sich die Haare gefärbt? War das in dieser Schule also erlaubt? Seine weißen Haare waren allerdings lange nicht sein einziges auffälliges Merkmal, auch seine Augen erschienen der jungen Frau besonders und Fumiko wusste instiktiv, dass er sicherlich zu den bekanntesten Jungs dieser Schule gehörte... Wahrscheinlich war er unter den Mädchen beliebt. Kurz entschlossen nahm sie den Sitzplatz in der Reihe, der am weitesten von ihm entfernt war. Sie hatte sicher nichts gegen ihn - vor allem da sie ihn noch nicht einmal kannte - aber wahrscheinlich wäre es dennoch schlauer, sich nicht weiter mit ihm einzulassen.
      "Hey, mein Name ist Kogame Shouto, freut mich dich kennen zu lernen." Der schwarzhaarige Junge, neben dem sie nun stattdessen saß wirkte deutlich normaler und zudem auch ziemlich nett, wie er ihr entgegen grinste.
      "Freut mich ebenso", erwiderte Fumi lächelnd.
      Seine dunkelgrünen Augen leuchteten zufrieden. "Sehr gut, wenn du magst kannst du gerne mit in meine Bücher schauen, bis du all deine Schulunterlagen zusammen hast."
      "Danke, sehr gerne." Der erste potentielle gute Freund in einer neuen Schule. Das lief doch besser als gedacht.
    • Higarashi Ren

      Sein Tag hatte eigentlich relativ normal anfangen, wie jeden Tag. Er ist sehr früh aufgestanden, hat mit ein paar Füchsen aus der Nachbarschaft gespielt. Danach hatte er mit seiner Familie normal gefrühstückt und seine Schuluniform angezogen. Seine schlohweiße Haare ließ er leicht strubbelig. Die Lehrer hatten sich schon sehr oft über seine Haarfarbe beschwert, weil sie dachten, sie wären gefärbt. Ren konnte doch auch nichts dafür, dass seine Haare von Natur aus weiß waren, weil er in seiner Fuchsgestalt weiß war. Sein Bruder Kagami, der mit ihm in eine Klasse ging, hatte da wahrlich mehr Glück. Er hatte rotbraunes Haar mit weißen Spitzen und goldene Augen. Kagami War total anderster als er. Sein Bruder War zwar auch beliebt, aber er hielt keinen Abstand zu den Menschen sondern freundete sich mit ihnen an. Was war das nur für Idiot?! Sie mussten doch aufpassen, dass niemand ihr Geheimnis heraus bekam. Klar, sie konnten denjenigen zwar hypnotisieren, weil das zu den Fähigkeiten aller Tierdämonen gehört, aber es War verdammt lästig. Auf dem Schulweg redete Kagami wieder mal wie ein Wasserfall während Ren und sein anderer Bruder, der älter war, Shin ruhig waren und versuchten ihn zu ignorieren. ,, Ach ja Ren, wir bekommen heute eine neue", sagte Kagami plötzlich. Der weißhaarige Fuchsdämon sah ihn kurz an. ,, Und woher weißt du das jetzt wieder", fragte er genervt. Bitte nicht noch ein Mensch und dann noch ein Mädchen! Die wird sicher wie die anderen Mädchen sein und ihn anhimmeln. Mal echt! Warum behaupteten die Mädchen nur, sie würden ihn lieben obwohl sie ihn gar nicht kannten. ,, Kogame hat mir das erzählt. Er ist wirklich nett. Du solltest dich auch mit ihm anfreunden", sagte Kagami. Kogame Shouto.......der Typ War eigentlich ganz okay. Jedenfalls ist er noch nicht negativ aufgefallen. Der Kerl War immer nett und hilfsbereit, zudem War er mit Kagami wirklich gut befreundet. Der weißhaarige verdrehte genervt die Augen und lief weiter. Schließlich kamen sie an der Mirai Souzou an und gingen in ihren Klassen. Sofort setzte Ren sich auf sein Platz, hinten am Fenster. Der Platz neben ihm War frei und das War auch gut so. Er ignorierte die Mädchen, die ihn anhimmelten, und sah aus dem Fenster. Als ein Mädchen sich als Fumiko Hirako vorstellte, sah er sie nur kurz an. Das War also die neue Schülerin. Kagami würde sicher versuchen, sich mit ihren anzufreunden. ,, Tze", murmelte er leise.
    • Hirako Fumiko


      "Du stammst also wirklich aus Tokio, Hirako-san?" - "Wie ist es auf deiner ehemaligen High-School gewesen?" - "Ist nach Tokio eine kleine Stadt wie Otaru nicht eher langweilig?" - "Bleibst du bis zu deinem Abschluss hier?"
      Kaum war die erste Stunde überstanden, hatte sich die halbe Klasse um ihren Tisch versammelt und löcherte sie nun mit dutzenden Fragen. Sie kam kaum dazu eine zu beantworten, bevor sie sich schon der nächsten widmen musste. Dennoch nahm sie sich geduldig jedem einzlenen an und beantwortete jede Frage mit einem milden Lächeln auf den Lippen. "Ja ich komme wirklich aus Tokio, aus Nakano um genau zu sein... Ich glaube meine ehemalige High war normal, wie alle anderen... Nein, ich finde Otaru ist eine wunderschöne Stadt. Vor allem die Nähe zum Meer und die Berglandschaft auf der anderen Seite gefallen mir sehr... Ja, ich will hier meinen Abschluss machen und dann wieder zu meiner Mutter ziehen." Natürlich vermied sie es, über die unschönen Umstände in ihrer ehemaligen Hochschule zu sprechen und hielt auch ansonsten ihre Angaben allgemein. Trotzdem blieb die Traube um ihren Tisch erhalten, bis es zur nächsten Stunde leutete und auch nach der zweiten Unterrichtsstunde wollten noch ein paar ihre Fragen beantwortet haben.
      "Hey, mein Name ist Higarashi Kagami." Gerade als der größte Ansturm auf sie verebbt war, setzte sich ein heiter wirkender Junge auf die gegenüberliegende Seite ihres Tisches. Seine goldenen Augen zogen die junge Oberschülerin für ein paar Sekunden in ihren Bann, bevor sie ihn genauer musterte. Bei den seltsam weißen Spitzen in seinem sonst rotbraunen Haar fragte sie sich umgehend erneut, ob in dieser Schule das Haarefärben erlaubt war. "Du darfst mich gerne Kagami nennen."
      Auch ihm nickte sie grüßend zu, hielt sich aber merklich zurück. Natürlich war ihr nicht entgangen, welche Blicke dieser Kerl von den Mädchen in der Klasse zugeworfen bekam. Sie hatte keine Lust auf weiteren Ärger. "Freut mich. Hirako Fumiko, du kannst mich aber auch gerne Fumi nennen." Tatsächlich hatte sie diesen Spitznamen bereits jedem angeboten, mit dem sie in der Klasse gesprochen hatte. Sie war noch nie ein großer Fan von übermäßig höflichen Anreden gewesen.
      "Sehr gern, Fumi-chan", grinste Kagami zufrieden und nickte dann zu Kogame Shouto hinüber. "Weißt du, dass du ein absoluter Glückspilz bist, neben der Neuen sitzen zu dürfen, Shouto?"
      Angesprochener nickte lachend. "Natürlich, deswegen werden ich diesen Platz auch sicher nicht tauschen."
      "Hey! Um was geht es denn hier?" Langes braunes Haar umrahmte in sanften Locken ein schönes Gesicht mit hohen Wangenknochen, glitzernden braunen Augen und vollen roten Lippen. "Ich will auch mit reden."
      "Ah, Mira-chan. Kennst du unsere Neue schon?"
      Besagte Mira-chan, welche offenbar aus einer anderen Klasse stammte, musterte nun Fumiko etwas eingehender. "Du bist neu an der Schule?"
      "Ja, mein Name ist Hirako Fumiko. Bin heute an diese Schule gewechselt", stellte sich Fumi lächelnd vor.
      Auch Mira-chan verzog ihre Lippen zu einem freundlichen Gesichtsausdruck. "Freut mich. Ich heiße Serano Mira. Ich gehe in die Parrallelklasse nebenan. Ich kann dir gerne ein paar Sachen in der Schule zeigen, wenn du magst."
      Fumi nickte sofort eifrig, bevor ihr einer der Jungs, besonders Kagami, das gleiche anbieten konnten. Sollte sie mit dem Schönling durch die Schule marschieren, würde sie in kürzester Zeit nur noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, dabei war ihr der Trubel um die "Neue" schon mehr als genug. "Sehr gern sogar."
      "Cool, dann treffen wir uns nach der nächsten Stunde in der großen Pause und ich zeige dir die Kafeteria, ja?" Mira-chan wirkte ebenso begeistert.
      Fumi nickte erneut, glücklich darüber vielleicht eine potenzielle Freundin getroffen zu haben.
      "Ah, kennst du eigentlich schon meinen Bruder Ren", nahm Kagami das Gespräch nach einer kurzen Pause wieder auf und nickte zu dem weißhaarigen Jungen, der Fumi schon zu Beginn aufgefallen war. Scheinbar hatte er sich bis eben alle Mühe gegeben, den Trubel zu ignorieren und starrte stattdessen desinteressiert aus dem Fenster. Offensichtlich gehörte er nicht gerade zu den aufgeschlossensten Personen dieser Schule. Ob es dafür einen speziellen Grund gab?
      "Seit ihr Zwillingsbrüder?", wollte Fumiko nachdenklich wissen, und verglich die beiden Jungs miteinander. Sie wiesen definitiv eine gewisse Ähnlichkeit auf, aber eine Verwandschaft war auf dem ersten Blick definitiv nicht zu erkennen.
      "Halbbrüder", korrigierte Kagami und winkte den Weißhaarigen fordernd zu sich. "Hey, Ren, willst du nicht auch mal die Neue kennen lernen? Komm her."
      Fumiko musterte besagten Ren für ein paar Sekunden interessiert, wendete sich dann aber schnell wieder ab. Es reichte schon, dass Kagami so direkt auf sie zugekommen war, wenn sich auch noch der nächste Schönling an ihren Tisch setzte... Hoffentlich beschloss er, sie weiter zu ignorieren.
    • Higarashi Ren
      Als sein Bruder ihn rief, sah er kurz zu ihm. Kagami saß bei der neuen Shouto. Serano-san war auch dabei. Der junge Tierdämon musterte die Neue, Fumiko War ihr Name. Sie hatte langes braunes Haar, welches ihre dunkelbraunen Augen betonte. Auch die Schuluniform stand ihr wirklich gut. Ren gab zu, dass sie schon hübsch ist, aber er achtete nicht auf das Äußere. Dann musterte er die braunhaarige Mira, das tat er oft, da diese die feste Freundin von Kagami ist. Obwohl die beiden zusammen sind, hat Kagami ihr noch nicht die Wahrheit gesagt, da es ihnen verboten War sich als Tierdämonen zu zeigen. Mira war auch ziemlich hübsch. Das lange braune Haar, dass ihre lebensfrohe braunen Augen betonte. Die hohen Wangenknochen und die vollen roten Lippen waren auch perfekt auf den Rest von her abgestimmt. Er konnte es schon nach voll ziehen, dass Kagami sich in sie verliebt hatte. Laut seinem Halbbruder War sie auch sehr nett und fast immer am lächelnd. Ren nahm an, dass sie dazu gekommen, weil sie dachte, Fumiko würde sich an Kagami ran machen. Blödsinn sowas zu denken! Kagami war die treuste Seele, die er kannte. Aber wahrscheinlich wird Mira Hirako-san eh eine Ansage machen. Das machte sie bei jedem Mädchen, dass Kagami zu nahe kam. ,, Nein, danke Kagami", sagte er und gab ihm noch mit einem Blick zu verstehen, dass er besser noch erwähnen sollte, dass Kagami mit Mira zusammen war.
      In der Pause lief der weißhaarige auf eine Wiese im Hof. Diese War eigentlich immer frei und so konnte Ren, Kagami und Shin hier meistens ihre Ohren und Schweifen raus lassen, wobei Vorsicht geboten war. Da seine Brüder wohl beschäftigt waren, setzte er sich auf dass hellgrüne Gras und lehnte sich entspannt gegen einen Baum. Er sah sich kurz wie immer um. Auf der Wiese standen Kirschbäume, die gerade in voller Blüte waren. Dann gab es noch ein paar Bänke. Genau da schloss der Fuchsdämon seine Augen und genoss den kühlen Wind, der ihm durchs Gesicht und Haar strich. Dabei bemerkte er nicht mal, wie seine Fuchsohren und sein Fuchsschweif hervor kamen
    • Hirako Fumiko


      Beinahe hätte sie erleichtert aufgeatmet, als der Weißhaarige ablehnte, allerdings wirkte Kagami eher weniger glücklich. "Langweiler", grummelte er unzufrieden, fing sich aber schnell wieder und setzte unser Gespräch fort.
      In der folgenden langen Pause traf sich Fumi wie abgemacht mit Mira-chan, welche bereist vor dem Klassenzimmer auf sie wartete. "Danke nochmal, dass du mich herumführst", meinte die Braunhaarige mit einem Lächeln.
      Mira winkte nur ab. "Gerne doch. Du scheinst mir immerhin ein wirklich nettes Mädchen zu sein und Kagami scheint dich auch gern zu haben."
      Fumi spannte sich etwas an. "Also ist dir seine Meinung sehr wichtig?" War sie also eine der Verehrerinnen von Schönling und sprach nur mit ihr, weil sie die "Neue" letztendlich verbreiben sollte.
      "Nun, wir sind ein Paar, also ja." Mira kicherte herzlich und grinste sie dann schelmig an.
      Fumiko stockte für einen Moment, bevor sie ebenfalls ein breites Lächeln aufsetzte und verstehend nickte. "So ist das also. Ihr seid also ein Paar." Sie stieß einmal lang den Atem aus. Der Kerl hatte also schon eine Freundin und dann auch noch solch eine wunderschöne.Welch ein Glück! Wenn er bereits offiziell vergeben war, dürfte sich kein Mädchen wütend gegen sie richten, nur weil Fumi ab und an in Kagamis Nähe war. "Ihr passt wirklich sehr gut zusammen."
      "Ich weiß!" Mira nickte selbstsicher und griff sich Fumis Handgelenk. "Aber nun lass uns was essen gehen, ich habe Hunger." Im nächsten Moment wurde sie auch schon durch die langen Schulflure bis hin zu einer geräumigen Kafeteria gezogen. Obwohl die Pause erst vor kurzem begonnen hatte, herrschte bereits jetzt schon reges Treiben. Dabei war die Luft vom Duft frischer Ramen-Suppe, Udon, Tofu und gebratenem Fleisch erfüllt. Schon alleine diese herrlichen Aromen brachten Fumis Magen dazu hungrig zu knurren, während sie von Mira geradewegs zur Küchenkantine geschleift wurde. "Such dir was aus, heute geht das Essen auf mich"
      "Aber-", wollte sie gerade protestieren, als die andere Oberschülerin mahnend den Zeigefinger hob.
      "Keine Widerrede, ab heute zählst du zu meinen Freundinnen, also gebe ich dir auch einen aus. Du kannst dich das nächste Mal gerne revanchieren."
      Eine Freundin? Jetzt schon? Fumikos Herz machte einen Sprung während sie langsam nickte. "In Ordnung, aber morgen zahle ich."
      "Abgemacht!"
      Mira genehmigte bestellte sich leckeres Katsudon, während Fumiko sich eine einfache Udonsuppe genehmigte. Als ihnen beide Speißen jeweils auf einem Tablet übergeben wurden, suchten sie sich einen Platz an den zahlreichen langen Tischen. Dabei entgingen Fumiko nicht die zahlreichen Blicke, die man ihr zuwarf... nein nicht ihr, sondern Mira. Von allen Seiten starrten Mädchen zu ihnen hinüber, die Augenbrauen erbost zusammen gezogen und Neid in den Blicken. Es kostete Fumi Sekunden bis sie begriff. Mari... war Kagamis feste Freundin und das musste sie in den Augen so vieler Mädchen zur Erzfeindin machen. Sie waren neidisch auf die schöne Oberschüleri, der es gelungen war, den offensichtlichen Schulschwarm zu erobern.
      "Wenn du willst... kannst du dich auch wo anders hinsetzen." Zuerst begriff Fumiko nicht, dass diese traurigen und leisen Worte von dem Mädchen neben ihr kamen, doch als sie Maris gesenkten Blick bemerkte, realisierte sie es. "Solltest du dich zu sehr mit mir anfreunden, werden sie dich auch so ansehen."
      Sie ließ langsam den Blick über die eifersüchtigen Mädchen wandern, bevor sie endlich den Kopf schüttelte und lächelte. "Im Moment sehe ich nur unfreundliche Mädchen um mich herum, da habe ich jemanden wie dich doch deutlich lieber als Freundin."
      Mari musterte sie eine Zeit lang ungläubig und brach dann von einer Sekunde zur nächsten in schallendes Gelächter aus. "Ich glaube das ist der Anfang einer wunderbaren Freundschaft."

      Nach dem Essen trennten sich beide Mädchen voneinander, da Mari noch etwas Zeit mit Kagami verbringen wollte. Fumi nutzte die Chance, um durch die Schulflure zu streifen und sich alles etwas genauer anzusehen. Sie mochte den schlichten Stil des Gebäudes, der es einem leicht machte, sich zurechtzufinden. Die Flure waren breit, du Schulräume groß, und die Gänge sauber. Zudem waren die Flure von dutzenden Fenstern gesäumt, die einen auf den Schulhof und die weite Wiese auf der anderen Seite blicken ließen. Neben besagter Wiese konnte Fumi einen weitläufigen Sportplatz und eine nebenstehende Turnhalle entdecken, die tatsächlich Lust auf etwas Sportunterricht machte.
      Irgendwann erreichte sie einen etwas abgelegeneren Schulflügel. Die meisten Räume hier schienen ungenutzt und erinnerten an alte Clubräume. Außerdem führte ein kleiner Hinterausgang zu einer weiteren Schulwiese auf der anderen Seite der Sporthalle. Im Gegensatz zum Platz, den sie zuvor vom Fenster aus gesehen hatte, herrschte hier gähnende Leere. Kaum ein Schüler trieb sich herum und der Rasen wirkte deutlich weniger gepflegt als beim Sportplatz. Doch eben das hatte dutzenden Blumen die Chance zum Blühen verschafft und sie genoss den herrlichen Duft, der sie sofort umgab. Es stand fest: Das hier würde ihr Rückzugsort werden. Doch kaum hatte sie das beschlossen, entdeckte sie eine Gestalt, die offenbar schlafend an einen Baumstamm ruhte. Natürlich... wie hatte sie auch annehmen können, die einzige zu sein, die diesen Ort gefunden hatte? Vor allem, nachdem sie noch neu war. Aber es weckte ihre Neugier und sie schlich langsam auf die Person zu, die anscheinend auch diesen Rückzugsort genoss. Doch kaum entdeckte sie das grelle weiße Haar stockte sie. "Higarashi Ren...", murmelte sie leise. Auf ihn hatte sie sicher nicht treffen wollen. Doch kaum wollte sie sich abwenden, fiel ihr etwas seltsames an ihm ins Auge... Waren das... Hundeohren? Und außerdem war sie sich sicher, dass da neben ihm im Gras ein langer buchiger Fuchsschwanz lag. Eine Verkleidung? Warum? Nein... Das war unwahrscheinlich... Aber... das... Es konnte doch nicht echt sein, oder?
      Bevor sie sich weitere Gedanken darüber hätte machen können, ließ die Schulglocke sie erschrocken zusammenzucken. Der Unterricht würde in weniger als zehn Minuten wieder beginnen. Sie kam noch zu spät! "Ehm... Higarashi...-kun?" Sie machte einen kurzen Schritt auf den schlafenden Jungen zu. Ja, sie wollte nichts mit ihm zu tun haben, aber deswegen musste sie nicht zulassen, dass er Ärger vom Lehrer bekam, nur weil er zu spät im Klassenraum erschien. "Du solltest aufwachen, der Unterricht beginnt." Gut möglich, dass ihre Stimme zu leise war, um ihn wirklich zu wecken, aber sie getraute sich nicht weiter an ihn heran. Was wenn dieser Ohren und der Fuchsschwanz wirklich echt waren? Irgendwie wollte sie es gar nicht wirklich heruasfinden.
    • Higarashi Ren
      Natürlich hatte er das klingeln gehört, schließlich waren seine Sinne schärfer als die der Menschen. Auch hörte er die sanfte Stimme der neuen auch, wenn sie für die Menschen leise klang, für ihn klang es, als würde sie es in normaler Lautstärke. So zuckten seine weißen Fuchsohren ein wenig bevor er genervt die Augen öffnete. Er sah die junge Brünette, dann bemerkte er seinen Schweif und seine Ohren. Total genervt davon, seufzte er, weil er wusste, was er jetzt machen musste. Wenn Menschen Sie so sahen, mussten sie sofort hypnotisieren. Das war notwendig um das Geheimnis zu bewahren. Die anderen Tierdämonenrasse machten es ja auch, aber manchmal nervte und strengte es einfach an. ,, Man! Wärst du nicht hergekommen, hättest du mir ne Menge Arbeit abgenommen", meinte er zu dem braunhaarige Menschenmädchen. Dann ging er langsam auf sie zu und kam ihrem Gesicht sehr nahe, man könnte fast denken, dass er sie küssen will. Stattdessen sah er ihr jedoch mit seinen Fuchsaugen tief in die Augen. Es War kein normales Ansehen sondern sanft und bestimmend zu gleich. ,, Du hast nichts gesehen! Dir War schwindelig und du bist hier umgekippt", sprach er mit einer richtigen sanften Stimme. Doch, so sanft wie die stimme war, so bestimmend War sie auch. Der weißhaarige Fuchsdämon fing sie auf als sie bewusstlos wurde und legte sie in das weiche Gras. Dabei stieg der Geruch des Grases. Es roch wie frische Minze nur intensiver und diesen Geruch kannte Ren bereits mehr als gut. Als er sie abgelegt hatte, ließ er seine Fuchsohren und sein Fuchsschweif verschwinden und ging weg. Er würde nicht in die Klasse gehen sondern dahin, wo keine Menschen waren. Er fand seinen Platz hinter der Sporthalle. Auch hier War alles voller Gras und Kirschbäume. Außerdem gab es hier ein Blumenbeet mit den schönsten Blumen. Was er allerdings persönlich sehr mochte an diesem Platz, und damit war er sich mit Kogame einige, War eindeutlich die Roensträucher
    • Hirako Fumiko

      Anstatt erschrocken aufzufahren, wirkte Higarashi sichtlich genervt. Wenn nicht gar wütend? Zuerst schenkte er ihr einen grimmigen Blick bevor er sich elegant wie eine Katze erhob und auf sie zutrat. Fumiko wusste indess überhaupt nicht mehr, was sie tun sollte. Diese Ohren und der Fuchsschwanz... Sie war sich nun sicher, dass sie sich keines von beidem eingebildet hatte. Schlimmer noch, das da war ganz bestimmt auch kein Cosplay, denn beides... bewegte sich! So glaubte sie seine Ohren unruhig zucken zusehen, während der Schwanz langsam von einer Seite zur anderen schwang. Wie konnte das möglich sein?! Kein Mensch konnte verfügte über solche Körperteile... Oder war Higarashi etwa kein... Mensch?
      Sie kam nicht dazu, diesen Gedanken bis zum Ende auszuführen, als der junge Mann plötzlich genau vor ihr stand. So nah, dass sie sogar seinen Atem auf ihrer Haut spüren konnte. Ein kalter Schauer lief ihren Rücken hinunter und am liebsten wäre sie einfach umgekehrt und davon gerannt, aber seine fuchsartigen Augen waren schlichtweg zu fesselnd. Als würden sie die junge Schülerin an Ort und Stelle bannen wollen... sie festhalten und ihr jegliche Chance auf Flucht verwehren. Und dann fing er an zu sprechen. Seltsam... sanft. Beruhigend... ja, einschläfernd. Bevor sie wirklich verstand was vor sich ging, wurden ihre Muskeln schwer und träge. Ihr ganzer Körper schrie nach Schlaf und Schwärze trat vor ihre Augen. "Was... zum...?" Sie kam nie dazu die Frage zu beenden, als sie auch schon bewusstlos in sich zusammenbrach.

      Es kostete sie Sekunden, wenn nicht gar Minuten bis sie verstand wo sie sich befand, als sie endlich wieder ihre Augen öffnete. Über ihr erstrahlte der Himmel in hellem Blau, helle Blütenblätter flogen vom Wind getragen über ihren Kopf hinweg und entfernte Stimmen erinnerten sie daran, dass sie sich auf dem Schulgelände der Mirai Souzou High befand. Aber... wie genau war sie auf diesen Hinterhof gelangt? Warum zum Teufel lag sie auf dem frischen Gras und schlief? Was war nur geschehen?
      Ihr Kopf schien sich um sich selbst zu drehen, als sie sich langsam aufsetzte. Als sie sich wieder etwas besser fühlte, ließ sie den Blick schweifen und ihr Augenmerk blieb umgehend an dem breiten Baumstamm in ihrem Rücken hängen. Genau! Higarashi! Sie war hier auf den Platz getreten und hatte den Weißhaarigen entdeckt, wie an den Baumstamm gelehnt schlief. Als es zum unterricht leutete hatte sie ihn geweckt und dann... Dann war sie plötzlich ohnmächtig geworden. Aber warum?
      Du hast nichts gesehen! Dir war schwindelig und du bist hier umgekippt... Das war das letzte was er ihr gesagt hatte. Er war unglaublich nah gewesen und dann war sie plötzlich in sich zusammengebrochen. Aber warum? Was sollte sie nicht gesehen haben?
      Als sie sich versuchte zu erinnern trat zunächst ein stechender Schmerz in ihre Stirn und sie musste die Zähne zusammenbeißen, um nicht erschrocken aufzustöhnen. Sie musste sich erinnern! Was war da noch gewesen? Und dann traf es sie wie der Schlag! Zwei verscheidenfarbene Fuchsaugen, die sie in den Bann gezogen hatten, weiße spitz zulaufende Hundeohren und ein buschiger weißer Fuchsschwanz. Sie hatte es gesehen! Und sie konnte sich klar daran erinnern! Aber Higarashi... Hatte er versucht sie vergessen zu lassen? War er für ihre plötzliche Ohnmacht verantwortlich? Und wenn er sie wirklich so einfach hatte manipulieren können... was war er dann? War er noch ein Mensch? War er gefährlich? Hätte er sie töten können?
      Ein kalter Schauer lief ihr den Rücken hinunter. Der Kerl war schon vorher absolut unnahbar und fast etwas angsteinflößend gewesen, aber nun... Sie hatte Angst, aber zugleich auch... neugierig. Wer war er, was war er?! Selbst wenn sie verstand, dass Higarashi Ren eventuell ein gefährlicher Kerl war, wollte sie es wissen.
      Als sie sich endlich wieder auf ihre Beine hievte brauchte sie einige Sekunden ihr Gleichgewicht zu finden. Aber zuletzt konnte sie wieder aufrecht stehen und laufen.
      Zurück im Klassenzimmer musste sie erschrocken realisieren, dass der Unterricht schon vorrüber war. Wie lange war sie nur bewusstlos gewesen?
      "Fumi! Wo bist du nur gewesen?!", tönte eine laute und hohe Stimme in ihrem Rücken.
      "Mari-chan." Fumiko blickte sich in dem sonst leeren Klassenzimmer um. "Sind alle anderen schon nach Hause gegangen."
      Die junge Frau nickte. "Alle außer Kogame-kun, Kagami und mir. Wir haben nach dir gesucht. Was ist passiert?"
      Fumi griff sich an den noch immer etwas schummrigen Kopf. "Ich weiß es nicht genau." Egal was dieser Higarashi letzetndlich auch genau sein mochte, es war offensichtlich, dass er nicht wollte, dass sein Geheimnis bekannt wurde. Bevor sie also nicht hatte mit ihm reden können, würde sie sich dafür hüten etwas von den Dingen, die sie gesehen hatte zu erzählen. "Ist Higarashi Ren auch noch da?"
      Maki-chan zog die Augenbrauen in die Höhe. "Wieso fragst du?"
      "E- es gibt da etwas, dass ich mit ihm klären muss...", meinte Fumi vorsichtig.
      Maki-chan legte den Kopf schief, zog dann aber ihr Handy hervor. "Ist das etwa der Grund dafür, dass du nicht aufgetaucht bist? Kagami meinte, sein Bruder hätte ebenfalls mal wieder den Unterricht geschwänzt."
      Er hatte den Unterricht geschwänzt? Also war er nicht zurück ins Klassenzimmer gegangen, nachdem sie zusammengebrochen war?
      "Ich schreibe Kagami, vielleicht weiß er ja wo sein Bruder steckt." Mit schnellen Fingern tippte sie eine Nachricht in ihr Handy, bevor sie es zurück in ihre Tasche schob. "Aber du solltest für heute besser nach Hause gehen. Du siehst blass aus, Fumi."
      Nun, tatsächlich fühlte sie sich auch immer noch etwas schwindelig. Und auch wenn sie am liebsten jetzt gleich mit Hiagarishe reden wollte, könnte es wahrscheinlich auch auf morgen warten. Also nickte sie letztendlich ergeben, griff sich ihre Schultasche und machte sich seltsam erschöpft auf den Heimweg.
    • Higarashi Ren

      Entspannt hörte der weißhaarige seine Musik und summte leise zu dem Song mit. Plötzlich traf ihn eine Schultasche am Kopf. Es war seine eigene Schultasche und so sah er zu der Person, die sie ihm an den Kopf geworfen hatte. Kagami! Neben ihm stand Shin, mal wieder desinteressiert und am Musik hören. Ren nahm seine Kopfhörer ab und sah wütend zu seinem Bruder. Er hasste es, wenn man ihn irgendwie störte. ,,Was soll der Scheiß Kagami", fragte er wütend. ,, Kagami meinte, du hättest nach der Pause geschwänzt", sagte Shin. ,,Ja, ich musste die Neue hypnotisieren. Sie hat es gesehen als sie mich wecken wollte. Und danach hatte ich einfach keinen Bock. Lasst uns jetzt einfach nach Hause gehen, wobei Kagami sicher wieder ein Date mit seiner Freundin hat",meinte der junge Fuchsjunge während er aufstand. ,,Hat er nicht. Übrigens Ren, Kagami, ihr seit mit kochen dran. Vater ist auf Einer ein monatigen Reise", sagte der älteste der drei. Shin klang immer monoton, kühl und desinteressiert. Deswegen nannten ihn die Mädchen auch, den Eisprinzen. Kagami wurde, wegen seiner Fröhlichkeit, der Sonnenprinz genannt und Ren......Ren wurde der Mondprinz genannt. Wie erbärmlich! Nur wegen ihrem Aussehen waren sie so beliebt. ,,Tze. Mir doch egal, ob der alte Knacker da ist oder nicht. Ich mache eh was ich will",sagte der weißhaarige während er los ging. Er hasste seinen Vater wie die Pest und deswegen hörte er nicht auf ihn. Die drei gingen einen Berg hoch, nachdem sie durch etliche Straßen gegangen waren. Der Berg führte zu ihrem Wohnsitz. Einem riesigen Schreingelände. Im Sommer kamen einige Menschen her, aber wenn Schnee lag oder es sehr windig war, War es für die Menschen unmöglich den Berg zu besteigen. Oben angekommen wurden sie sofort auch von den Füchsen begrüßt. Ren grüßte sie alle mit einem Lächeln. Bei seiner Art war er völlig anders. Er War nett, sanft, liebevoll und hilfsbereit auch zu seinem Bruder Kagami
    • Hirako Fumiko


      Es war ir beinahe unmöglich Schlaf zu finden... Selbst Stunden nachdem sie wieder beim Haus ihres Onkels eingeflogen war, konnte sie die Erinnerungen an die Geschehnisse im Schulpark nicht verdrängen. Immer wieder sah sie die Augen von Higarashi Ren direkt vor ihr. Zwei verschiedenfarbene Augen... Gold und grün... Dabei war sie sich absolut sicher, dass er bei ihrem ersten Aufeinandertreffen im Klassenzimmer einfache hellgrüne Augen hatte. Außerdem war sie sich mittlerweile absolut sicher, dass sie sich nicht versehen hatte. Sie hatte Fuchsohren und einen langen weißen Schwanz gesehen.
      "Willst du nicht doch etwas essen, Fumi?" Ihr Onkel klopfte sanft gegen ihre Zimmertür.
      Sie war direkt in ihre eigenen Vier Wände geflüchtet, kaum dass sie nach Hause gekommen war. Sie hatte ihrem Onkel gesagt, sie bräuchte kein Abendbrot, hatte sich auf ihr Bett geworfen und starrte seither die Decke über sich an. Ließ die Geschehnisse des Tages in ihrem Kopf immer wieder Revue passieren, mit dem ständig gleichen Ergebnis. "Ich habe keinen Hunger", murmelte sie leise. "Tut mir leid, Onkel, aber ich glaube, ich habe mir etwas den Magen verstimmt."
      "Soll ich dir etwas Medizin bringen?"
      Sie schüttelte den Kopf, bis sie realisierte, dass er sie durch die geschlossene Tür schlecht würde sehen können. "Nein, alles gut. Ich brauche sicher nur etwas Ruhe, Morgen geht es mir sicher wieder besser."
      "Na gut..." Er klang zwar nicht sonderlich überzeugt, aber letzetndlich konnte Fumi hören, wie sich Schritte von der Tür entfernten und sie steiß einmal lang den Atem aus.
      Du hast nichts gesehen! Dir War schwindelig und du bist hier umgekippt, das waren seine letzten Worte gewesen, bevor sie plötzlich das Bewusstsein verloren hatte. Er hatte sie hypnotisiert. Vielleicht war er wirklich kein normaler Mensch? Nein! Er war ganz sicher kein normaler Mensch. Welchem normalen Menschen wuchsen schon Schwanz und Ohren? Und das was er da mit ihr versucht hatte... Hatte er ihr Gedächtnis löschen wollen? Aber warum konnte sie sich dann noch an alles erinnern? War etwa etwas schief gegangen?
      Sie hatte beschlossen den anderen gegenüber nicht zu erwähnen, was sie gesehen hatte. Aber mit irgendjemand musste sie reden. Sie musste herausfinden, ob das was geschehen war, wirklich kein Traum gewesen war. Nun... eigentlich war sie sich sicher, dass es kein Traum gewesen war, aber trotzdem! Das musste geklärt werden!
      Higarashi Ren... Was würde er wohl tun, sollte er erfahren, dass seine seltsame Hypnose bei ihr nicht funktioniert hatte? War er vielleicht gefährlich? Würde er ihr etwas antun? "Aber hätte er das dann nicht schon getan, als ich ihn im Park entdeckt hatte?" Sie fuhr sich erschöpft durchs Gesicht. Es brachte nichts, sich unnötig darüber den Kopf zu zerbrechen. Sie musste diese Sache klären. Sie würde das Risiko eingehen, mit ihm darüber zu reden. Er würde ihr schon nichts datun... richtig?
      Die kommende Nacht hatte sie kaum ein Auge zugetan. Zu sehr war sie in ihre Gedanken versunken. Entsprechend müde und erschöpft schleppte sie sich am nächsten Morgen in die Schule. Zumindest war sie sogar zu müde, um die neugierigen Blicke zu bemerken, die ihr sämtliche MItschüler zuwarfen. Natürlich hatte es sich schnell herumgesprochen, dass die Neue direkt an ihrem ersten Tag Unterricht verpasst hatte. Hatte sie nicht unbedingt verhindern wollen, unnötig im Rampenlicht zu stehen? Das lief ja mal wieder fantastisch.
      Zumindest war sie heute extra zeitig aufgebrochen, um mit als erster im Klassenraum zu sein. Tatsächlich war sie sogar komplett alleine, als sie letztendlich eintraf. Wunderbar.
      Zögerlich zog sie einen Zettel aus ihrer Rocktasche und entfaltete ihn langsam.

      Wir müssen reden. In der großen Pause auf dem verwaisten Park. Ich erinnere mich an alles!
      Hirako Fumiko


      Sie stieß einmal lang die Luft aus, bevor sie sich ein letztes Mal versicherte, die einzige im Klassenzimmer zu sein. Erst dann getrautete sie es sich langsam zu Higarashi Rens Platz zu schleichen. Vorsichtig platzierte sie den Zettel unter seinem Tisch, so das er ihn einfach würde finden können. Dann huschte sie zu ihrem eignen Platz und wartete auf die restlichen Schüler beziehungsweise den Unterrichtsbeginn. Hoffentlich fasste er ihre Nachricht nicht als Drohung auf...