Maidservices [Inya & RimaVG]

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    • Da saß Mana nun in ihrer mickrigen Wohnung. Hier gab es nur einen Raum und ein Bad. Ein Raum in dem sie kochen konnte, aß und schlief. Ihre Wangen waren noch gerötet von den Heulkrampf der sie geschüttelt hatte. Jeder Tag in den sie in die Schule musste war ein Qual für sie. Mal abgesehen davon, das sie kaum noch Makeup auftragen konnte, da es einfach zu teuer war, hatten sich nun wirklich alle ihre Freunde von ihr abgewandt. Selbst Lucy, die sie schon seit dem Kindergarten kannte, hatte ihr heute die Freundschaft gekündigt. Es wäre ihr peinlich sich mit ihr sehen zu lassen und sie solle es nicht persönlich nehmen. War das ihr ernst?! Sie hatte dieser blöden Göre vor kurzem noch eine teure Kette zum Geburtstag geschenkt und nun lies selbst sie sie fallen! Das war doch alles einfach nur ein schlechter Scherz! Sie blickte auf das Bild ihrer Familie auf ihrem kleinen Tisch der im Raum stand. Diesen nutzte sie quasi für alles. Auf diesem Foto lachten sie drei Menschen an. Ihre Mutter, sie selbst und ihr Vater... Ihre Brust stach als sie ihn so glücklich lachen sah. Sie klappte das Foto um, das sie es nicht weiter anschauen konnte.
      "Ach Daddy....", seufzte sie.
      Sie musste immer wieder an ihn denken mit der Frage wie es soweit kommen konnte. Vor zwei Wochen war ihre Welt von in Ordnung gewesen und sie hatte sich nur Sorgen darüber gemacht welche Designer Handtasche sie wohl kaufen würde. Lieber eine grüne mit Schlangenleder Optik oder eine einfache Graue die zu allem passte? Doch nun konnte sie nicht mal mehr von so etwas träumen. Sie mussten irgendwie die Schulden begleichen die sie nun bei der Yakuza hatten. Wenn sie nur an diese zwei Männer zurück dachte, stellten sich ihre Nackenhaare auf. Alleine ihre Ausstrahlung hatte Ärger bedeutet. Sie hoffte sie musste sie nie wieder sehen. Ihr Handy piepte und verkündete das sie in einer halben Stunde ihre Schicht beginnen würde. Widerwillig stand sie vom Boden auf, wusch sich das Gesicht und zog sich um. Zum Glück brauchte sie nur 10 Minuten zur Arbeit. Sie zog sich unauffällige Kleidung an und verließ ihre Wohnung. Auf der Arbeit angekommen zog sie sich um und sprach mit kaum jemanden ein Wort. Sie legte nicht mehr so viel Wert auf andere Menschen. Nach heute konnten ihre alle Menschen gestohlen bleiben. Sie fragte sich welchen hässlichen alten Säcken sie heute Abend den Haushalt machen durfte. Nur bei dem Gedanken an diese widerlichen Kerle schauderte es sie. Es wäre nicht das erste Mal, das sie einem von ihnen eine verpasste, weil man versuchte ihr unter den Rock oder ähnliches zu greifen. Vielleicht wurde es ein ruhiger Abend werden, aber dann würde sie nicht viel verdienen. Ihr Chef hatte ihr eingebläut keinen weiteren Ärger zu verursachen, schließlich sollte sie Geld verdienen und der Firma nicht schaden. Seufzten wartete sie nun darauf das der erste Kunde anrief der ihr zugeteilt wurde. Niemand würde nach ihr verlangen, also bekam sie die Anrufer die neu waren oder nach keiner bestimmten Maid verlangten.
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Es war eines dieser Wochenenden. Seit Haru alt genug war, um sich selbst zu versorgen fuhren seine Eltern öfter für ein paar Tage weg und gönnten sich einen Kurzurlaub oder Wellnesswochenenden, oder was auch immer. Haru störte das sehr wenig, im Gegenteil, mit steigendem Alter, gefiel es ihm immer besser. Inzwischen war er bekannt für seine Home-Partys, wenn seine Eltern mal wieder nicht da waren. Es brachte jedoch nicht nur Vorteile mit sich.
      Erst am späten Nachmittag wachte Haru auf. Ihm dröhnte der Schädel und ein flaues Gefühl machte sich ebenfalls in ihm breit. Aber das war nichts wirklich neues für ihn. Einfach noch eine Minute sitzen bleiben, bevor er sich erhob, dann müsste er sich auch nicht übergeben. Jedoch hatte er in dieser Minute auch Zeit um zu realisieren, dass die große schöne Wohnung, in der er mit seinen Eltern lebte, wie ein einziger Saustall aussah. Als er dann noch auf die Uhr sah und feststellte, dass es bereits Nachmittags war, wollte er sich gern doch übergeben. Seine Eltern würden schon früh am nächsten Morgen zurück kommen und selbst wenn er die ganze Nacht durchputzen würde, könnte er nicht alles beseitigen. Jedenfalls nicht allein. Ein Blick in sein Handy verriet ihm, dass seine Freunde wohl auch noch schliefen, also müsste er sich etwas anderes überlegen. Normalerweise schaffte er es allein das Chaos zu beseitigen, aber diesmal hatten seine Gäste es etwas übertrieben. Glücklicherweise hatte er genug Geld über, um einen Reinigungsservice zu engagieren. Online suchte er das günstigste Angebot heraus, bei dem es sich, zu seiner Überraschung um einen Maidservice handelte. Nachdem er den Auftrag erteilt hatte, bereute er es schon fast. Bei dem Preis, kam entweder ein Mann im Maid-Kostüm oder eine dicke ältere Frau, überlegte er. Aber eigentlich konnte es ihm egal sein, solang die Wohnung sauber werden würde.
      Nachdem er einen Kaffee gegen den Kater getrunken und bereits die ersten Handgriffe erledigt hatte klingelte es auch schon an der Tür. Immerhin, flink war dieser Maidservice offenbar schonmal. Er drückte den Türsummer und öffnete die Tür zur Wohnung, damit seine Putzhilfe einfach eintreten konnte, während er schon mal weiter machte.


      Egal wie viel Stunden und Tage vergehen, wir sind dann frei wie der Wind.




    • Tatsächlich musste Mana nicht lange warten. Vielleicht 20 Minuten und schon brummte ihr Handy. Darin stand der Name und die Adresse und grob um was es ging. Seufzend prägte sie sich alles ein und machte sich auf den Weg. Sie trug zwar eine Perücke und es war eigentlich unmöglich das sie jemand erkannte, aber dennoch war diese Sorge da. Es war den Schülern untersagt zu arbeiten und wenn dann auch noch raus kam als was sie arbeitete.... Sie würde hochkant von der Schule fliegen und ihr Leben wäre am absoluten Tiefpunkt angekommen. Da das unter keinen Umständen passieren durfte, lief sie vorsichtshalber mit leicht gesenkten Kopf durch die Straßen und hielt so gut es ging Abstand von anderen. Als sie schließlich bei der Adresse ankam klingelte sie vorsichtig. Erst als das Tor vor ihr surrte, bemerkte sie wie sie dem Haus hier einen Sehnsüchtigen Blick zuwarf. Natürlich waren die Wohnung hier kein Vergleich zu ihrem früheren Haus, aber sie würde über alles glücklich sein, was nicht ihre Wohnung war. Sie beeilte sich und huschte rein. Zu ihrer Überraschung stand sogar schon die Wohnungstür offen. Das verunsicherte sie doch etwas. Normalerweise erwartete man sie schon oder fragte schon nach dem Klingeln wer es war, bevor man die Tür öffnete. Sanft klopfte sie gegen die Tür bevor sie eintrat.
      "Hallo, mein Name ist Crystal von Maidservices. Ich bin hier um Ihnen beim Haushalt zu helfen. Ich komme dann rein!"
      Sie gab sich die größte Mühe um freundlich und sanft zu klingeln. Innerlich malte sie sich schon einen beharrten Mann, Mitte 50 aus mit Halbglatze. Dazu in einem dreckigen Unterhemd und Schlafhose. Sie machte sich wirklich schon auf alles verfasst damit ihr Gesicht nicht entgleiste wie bei den ersten Malen, doch bevor ihren Auftraggeber sehen konnte traf sie der Schlag. Die eigentlich schöne Wohnung war ein einziger Saustall. Die Wut kochte in ihr hoch. Und sie sollte nun den ganzen Scheiß aufräumen?! Was war sie, der Depp vom Dienst?! Wären ihre Umstände nicht so furchtbar, hätte sie über ihren Sarkasmus lächeln können. Sie gab sich die größte Mühe ihr freundliches Gesicht zu waren, während sie innerlich tobte und demjenigen der sie beauftragt hatte nur das schlimmste wünschte. Wieso konnte es kein alter und netter Mann sein bei dem sie nur ein, zwei Töpfe spülen musste und dann vielleicht noch den Müll raus bringen sollte?
      "Dann machen wir uns gleich mal ans Werk...", man konnte ihre schlechte Laune dennoch leicht durch hören.
      Sie ging noch etwas weiter bevor sie schließlich mit dem Aufräumen anfing. Mana erhaschte einen kurzen Blick auf jemanden der auch am Aufräumen war. Es fiel ihr schwierig zu zu ordnen wer es war und wie alt derjenige war. Zu mindestens kein beharrter dicker Mann, dachte sie. Dennoch wollte sie sich nicht weiter mit so Kleinigkeiten aufhalten, sondern einfach dieser unwürdigen Arbeit nachgehen. Als sie schließlich einen ganzen Sack voller Müll hatte ging sie zu ihm. Bisher hatte sie kein Blick auf sein Gesicht erhaschen können.
      "Entschuldigen Sie, könnte ich den Müllsack vorerst auf den Flur vor der Wohnung stellen oder bekommen Sie dann Probleme mit den Nachbarn?", fragte sie höflich. Sie hatte es geschafft ihre Emotionen wieder unter Kontrolle zu bringen. Sie durfte einfach nicht so schnell wieder eine Beschwerde erhalten. Als sie dann allerdings sein Gesicht sah war sie schockiert. Der Familienname war ihr bekannt vorgekommen, aber das es ausgerechnet jemand aus ihrer Schule war?! Sie lächelte ihn weiter freundlich an während ihr Inneres in heller Aufregung war. Aber sie trug ja eine Perücke, er würde sie bestimmt nicht erkennen. Er hatte wahrscheinlich eh nie wirklich auf sie geachtet. Es war einfach unmöglich. Wenn sie sich einfach beeilte mit dem Aufräumen war sie hier schnell wieder raus und er würde gar keine Zeit haben sie zu erkennen.
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Er konnte hören, wie sich das Mädchen an der Tür vorstellte und anschließend eintrat. Sie klang ganz normal, dachte er beruhigt, machte aber weiter, ohne sich großartig zu ihr zu bewegen. "Danke, dass es so schnell ging." bestätigte er nur, dass er mitbekommen hatte, dass sie da war. Er war nicht großartig am Aussehen seiner Putzhilfe interessiert, denn er wollte einfach nur die Wohnung schnell wieder sauber haben. Und die Dame schien auch gleich mit dem Aufräumen anzufangen.
      Nach recht kurzer Zeit hatte sie auch den ersten Müllsack vollgesammelt, was beim Zustand der Wohnung auch kein Wunder war, jedoch kam sie damit zu ihm, um zu fragen, ob dieser vor die Tür könnte. Er nickte, während er sich jetzt das erste Mal zu ihr umdrehte. "Ja, wir können die Säcke erstmal vor der Tür stapeln. Und Entschuldigen sie das Chaos, ich..." er unterbrach den Satz, als er dem Mädchen in die Augen sah. Nicht nur, dass das Mädchen in seinem Alter war und zudem auch noch sehr süß aussah in dem Maid-Kostüm. Da war noch irgendetwas. Er konnte das Gefühl jedoch nicht gleich zuordnen und beendete daher nach einer kurzen unangenehmen Sprechpause seinen Satz. "...ich hatte gestern eine Party und naja." er seufzte etwas, während das Mädchen bereits kehrt machte, um den Müllbeutel in den Flur zu bringen. Er sah ihr einen Moment nach und überlegte, was ihm an dem Mädchen aufgefallen war. Kopfschüttelnd machte er sich wieder an die Arbeit. Vielleicht würde es ihm später einfallen, wenn der Kopf wieder etwas klarer war. Oder es war eben doch nur das Maid-Kostüm gewesen.
      Mit vereinten Kräften konnten sie die Wohnung nach und nach wieder in einen halbwegs ansehnlichen Ort verwandeln. Immer wieder warf Haru dem Mädchen verstohlene Blicke zu und nach einer ganzen Weile, viel es ihm wie Schuppen von den Augen. "Sag mal, wir kennen uns doch!" polterte er ziemlich aus dem Nichts hervor. "Du bist doch..." er musste überlegen um auf den Namen zu kommen, aber da war nichts, weshalb er den Satz noch einmal neu begann "Du gehst doch auch auf die Gakugei-Schule. Wie war noch gleich dein Name...?" fragte er und war sich nicht sicher, ob er überhaupt eine Antwort bekam. Immerhin hatte sie sich beim Eintreten mit einer Art Decknamen vorgestellt, was in diesem Beruf sicher nicht verkehrt war. Aber wie kam es, dass jemand von seiner Schule als Putzkraft arbeitete, noch dazu in einem Maid-Kostüm?


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    • Als er seine Pause einlegte, blieb ihr Herz kurz stehen. Hatte er sie doch erkannt? So schnell das es noch nicht auffällig war, drehte sie sich und brachte den Sack raus. Vor der Wohnung atmete sie noch ein paar Male tief durch.
      Verlier jetzt bloß nicht die nerven. Er hat dich nicht erkannt. Das kann unmöglich passieren.
      Diese Gedanken verliehen ihr wieder etwas mehr Selbstvertrauen. Sie machte sich weiter an ihre Aufgaben und gab sich die größte Mühe ihr Gesicht nie direkt in seine Richtung zu halten. Nichts desto trotz war sie angespannt und nervös. Die Arbeit lenkte sie etwas ab dennoch war sie vorsichtig. Als er sie ansprach erstarrte sie in ihrer Bewegung. Er hatte sie erkannt... Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Sie musste einen kühlen Kopf bewahren. Er hatte sie ja nicht wirklich erkannt. Er kam nicht mal auf ihren Namen und es war bestimmt leicht sie zu verwechseln. Sie hatte nie viel mit dem Kazuki zu tun gehabt, dennoch war er eine Gefahr. Würde ihr Geheimnis aufdecken war es leicht sie zu erpressen. Sie besaß zwar nichts mehr, aber vielleicht würde ihn das nicht aufhalten? Sie bemühte sich ihre Stimme ruhig zu halten. Sie drehte sich zu ihm um, schenkte ihm ein umwerfendes Lächeln und sagte: "Sie müssen mich mit jemanden verwechseln. Ich gehe nicht mehr zu Schule und habe Sie noch nie in meinem Leben gesehen. Wenn Sie nun so freundlich wären und würden mich ungestört meine Arbeit fortsetzen lassen."
      Sie lobte sich selbst für diese Wort Gewandheit. Das war eine eindeutige Ansage und sie war höflich geblieben. Sie drehte sich wieder um und holte sich einen Eimer und Putzmittel. Sie füllte den Eimer mit Wasser während sie ungeduldig mit dem Fuß wippte. Sie sollte hier wirklich nicht länger als nötig bleiben. Der Boden war nun zum Großteil von den groben Unreinheiten befreit, doch nun kam die wirkliche Arbeit... Sie würde sich ihre Nägel komplett ruinieren. Eine Welle des Frusts kam wieder in ihr auf und sie vermisste ihr altes Leben. Sie hätte sich niemals erträumt das sie mal putzen würde und schon gar nicht für Fremde. Sie war einfach niemand der zum Putzen geboren war und dennoch stand sie hier mit dem Eimer in einer Hand und dem Lappen in der anderen. Ohne noch länger zu zögern begann sie gründlich von einer Ecke des Raums bis zur nächsten zu wischen und zu schrubben. Das alles widerte sie an doch was blieb ihr anderes übrig als es einfach zu tun? Sie brauchte das Geld und sie brauchte diesen Auftrag...
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    • Wie erwartet erhielt er eine distanzierte Antwort. Aber ihm war klar, dass es eine Lüge war. Nicht ganz unverständlich, immerhin durften die Schüler der Gakugei nicht arbeiten gehen. Sie sollten sich voll und ganz auf ihre Noten konzentrieren, damit sie später einen guten Beruf erlernen und den Ruf der Schule dadurch heben konnten.
      Aber er war sich ganz sicher, dieses Mädchen ging auf seine Schule. Er musterte sie noch einmal und schüttelte den Kopf "Wie Sie meinen." erklärte er, offensichtlich nicht überzeugt. Dennoch bewahrte er nun wieder die Höflichkeitsform, um sie zumindest halbwegs in Sicherheit zu wiegen. Er würde schon noch rausfinden, wer sie ist und sie dann zur Rede stellen.
      Die Arbeiten, bei denen Haru gut mithelfen konnte waren allmählich getan und der Boden war frei, um gewischt zu werden. Der einzige Ort, an dem er selbst noch aufräumen müsste, war sein eigenes Zimmer. Dort hatte er das Mädchen nicht hinein gelassen. Es war auch nicht notwendig, denn das darin ein wenig Chaos herrschte kannten seine Eltern bereits von ihm. Wenn es zu ordentlich wäre, würde das nur auffallen. Während ihrer letzten Arbeiten ließ er das Mädchen auch in Ruhe. Da ihm der Name nicht einfiel konnte er in diesem Augenblick wohl eh nicht viel aus ihr herausbekommen. Dafür hatte er den Namen, mit dem sie sich vorgestellt hatte wieder im Kopf.
      Als sie ihre Arbeiten beendet und ihre Utensilien zusammengepackt hatte zückte Haru sein Portemonnaie. Zusätzlich zum vereinbarten Preis gab er ihr noch ein ziemlich saftiges Trinkgeld, welches er jedoch noch einen Moment festhielt, als sie es ihm abnehmen wollte. "Vielen Dank, für Ihre Unterstützung, Crystal. Ich habe das Gefühl wir werden uns bald wiedersehen." erklärte er mit einem gespielt charmanten Grinsen und ließ dann das Geld los, damit sie es an sich nehmen konnte. Wer auch immer dieses Mädchen war, er war sich sicher, dass er sie in der Hand hatte. Neben der Schule in diesem Beruf arbeiten zu gehen, war sicher kein gutes Zeichen und er war gespannt, ob er sich das zu nutze machen könnte.


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    • Sie war erleichtert, dass sie endlich fertig war. Endlich konnte sie von hier verschwinden und ihn hoffentlich nie wieder sehen. Sie stellte die Utensilien wieder zurück und ging dann zu Haru zurück.
      "Ich wäre dann fertig, wenn Sie sonst keine weiteren Aufgaben für mich haben.", sagte sie gespielt freundlich.
      Sie traute ihm nicht, kein bisschen. Allein das er wusste das sie sich kannte und auf die gleiche Schule gingen war ein zu großes Risiko. Sie griff nach dem Geld doch er hielt es fest. Sie blickte ihn fragend an. Seine Worte jagten ihr einen kalten Schauer über den Rücken. So wie er das sagte und schaute hatte sie einfach kein gutes Gefühl. Sie gab sich die größte Mühe um ihr Pokerface weiterhin zu waren, dennoch spürte sie wie ihr Gesicht ihr etwas entgleiste. Sie schluckte schwer und nahm dann das Geld an sich.
      "Melden Sie sich gerne wieder und verlangen Sie nach mir, wenn Sie mit meinem Service zufrieden waren.". sagte sie ihren Standardsatz. Er ging ihr nicht so leicht von der Zunge wie sonst. Sie verabschiedete sich noch und huschte dann, vielleicht etwas zu schnell, davon. Ihr Herz raste als sie zurück lief. Sie schaute in den Umschlag den sie bekommen hatte und das sah ihr Trinkgeld. Sie staunte nicht schlecht, auch wenn es eigentlich nur Kleingeld hatte, wenn sie es mit früher verglich. Aber für jetzt war es wirklich erfreuend. Sie war ein Stück näher dran ihre Schulden begleichen zu können. Sie nahm sich das Trinkgeld raus und gab den Rest auf der Arbeit ab. Der Rest ihrer Schicht verlief ruhig. Daheim duschte sie schnell und legte sich dann ins Bett. Sie musste wieder an Haru denken und hoffte einfach das er sie am nächsten Tag in der Schule nicht erkennen würde.

      Viel zu früh war sie schon wach und machte ihr Essen für die Schule. Sie war so aufgekratzt wegen gestern, sodass sie mit pochendem Herzen zur Schule lief. Sie verhielt sich wie immer Ruhig und unscheinbar. Dennoch wurde sie mit Absicht angerempelt und aufgezogen. Sie gab sich ausdruckslos während sie am liebsten einfach davon gelaufen wär. Sie redete sich, dass sie nicht mehr lange auf diese Schule gehen musste und schon bald würde es langweilig werden sie aufzuziehen. Ihr Platz war voll geschmiert und seit dem Tag davor waren neue Beleidigungen dazu gekommen. Mana seufzte, äußerte sich aber nicht weiter dazu. Sie setzte sich und konzentrierte sich einfach auf ihre Sachen. Sie gab sich größte Mühe niemanden anzuschauen und einfach nur den Tag hinter sich zu bringen.
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    • Der junge Mann hatte seiner Putzhilfe noch hinterhergesehen, während diese sich ziemlich schnell aus dem Hausflur entfernte. Natürlich war all ihre Förmlichkeit nur gespielt. Schließlich wusste sie ganz genau, dass es übel für sie wäre, wenn man an der schule herausbekommt, dass sie nebenher arbeitet, noch dazu in so einer niederen Arbeit.
      Er schloss schließlich die Tür hinter sich und sah sich die Wohnung an, die wirklich wieder aussah wie zuvor. Sauber und ordentlich, als wäre nie etwas gewesen. Er seufzte zufrieden. Dann blieb ja nur noch ein wenig Müllbeseitigung in seinem Zimmer zu tun, aber bevor er jedoch damit anfing setzte er sich an seinen Rechner um ein paar Schulfotos durchzugehen. Vielleicht hatte er Glück und würde das Mädchen auf einem der Bilder erkennen. Es dauerte auch nicht lang, bis ihm ein Mädchen ins Auge fiel, dass zu passen schien. Zu seiner Überraschung entdeckte er sie auf seinem eigenen Klassenfoto. Er starrte es eine Weile ein, bis ihm der Name des Mädchens wieder einfiel. Mana Himegawa. Jetzt wurde ihm auch allmählich bewusst, warum sie neben der Schule arbeiten ging. An der Schule gingen Gerüchte um, dass ihre Familie in einigen Problemen steckte und seit sie nicht mehr jeden Tag mit einem brandneuen Outfit zur Schule kam war ihr Ruf in den Keller gerutscht. Haru schüttelte den Kopf. Er hatte sie wegen der Perücke wohl nicht gleich erkannt und weil er sich nie wirklich für sie interessiert hatte. Weder im positiven noch im negativen Sinne. Aber nun, da er sie quasi in der Hand hatte war sie mit einem Mal sogar sehr interessant für ihn.
      Er schaffte noch die nötige Ordnung in seinem Zimmer und legte sich dann wieder schlafen.

      Als seine Eltern am nächsten Morgen zum Frühstück aufschlugen gab es keine Bemerkungen zum Zustand der Wohnung. Scheinbar war ihnen nichts aufgefallen. Oder es störte sie nicht, wenn nach dem Wochenende zumindest wieder alles ordentlich war. Egal was es war, Haru machte sich einfach fertig und ging dann zur Schule. Auf dem Weg überlegte er sich bereits, wie er Mana heut darauf aufmerksam machen würde, dass er inzwischen wusste, dass sie seine Maid war. Immerhin hatte er auch einen Ruf zu verlieren und konnte nicht einfach so auf dem Gang mit ihr sprechen.
      Als er den Raum betrat saß sie bereits an ihrem Platz. Eine Ecke, der Haru sonst keine Beachtung schenkte, daher fiel ihm jetzt auch das erste Mal auf, dass ihr Platz ziemlich wüst beschmiert war. Ein wenig konnte sie einem schon Leid tun, allerdings war sie bevor es bergab ging auch kein Unschuldslamm gewesen, soweit er sich erinnerte. Sie bemerkte ihn jedenfalls nicht, denn ihr Blick war nach unten gerichtet und schien nur darauf zu warten, dass der Unterricht losging und sie ihre Ruhe hatte.
      Während der ersten Stunde schrieb er einen Zettel, welchen er Mana in der Pause im vorbeigehen unauffällig auf den Tisch legte.

      War ein wundervoller Nachmittag gestern. ♥
      Aber keine Angst, ich verrate dich nicht... ;)

      hatte er darauf geschrieben und wusste, dass es das Gegenteil bewirken würde. Sie war schließlich sofort nervös geworden, als er sie erkannt hatte und sie würde sicher auch weiterhin alles abstreiten wollen, aber so einfach würde Haru es ihr schon nicht machen.


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    • Bis zur Pause verlief alles ruhig, sie hatte Haru im Augenwinkel zwar entdeckt, aber er verhielt sich unauffällig. Der Klos in ihrem Hals löste sich, er hatte sie wirklich nicht erkannt. Sie konnte ihr niederes Leben weiterführen ohne irgendwelche Zwischenfälle. Als es zur Pause klingelt und sie ihre Sachen gegen ihr Essen austauschen wollte, entdeckte sie einen Zettel. Sie schaute sie verwirrt um. Wer hatte ihr diesen hingelegt? Sie war so abgelenkt gewesen, dass sie es nicht bemerkt hatte. Eigentlich wollte sie ihn einfach achtlos wegschmeißen, da sie damit rechnete, dass es sowieso nur Beleidigungen waren, doch irgendwas hielt sie ab. So öffnete sie den Zettel und sie erstarrte bei den Worten. Er. wusste. es!!! Wütend zerknüllte sie den Zettel. Dieser Arsch hatte auch noch die Dreistheit ihr so einen Zettel zu schreiben! Sie blickte sich in der Klasse um, doch Haru war bereits verschwunden. Sie versuchte sich zu beruhigen, niemand durfte diesen Zettel finden. Das würde fragen aufwerfen, die sie wirklich nicht brauchte. Möglichst unauffällig schob sie das zerknüllte Papier in die ihre Tasche und aß ihr Mittagessen. Als die Pause allmählich vorbei war, kamen die Schüler wieder zurück in den Klassenraum. So auch Haru. Obwohl sie ihn eigentlich weiterhin ignorieren wollte, starrte sie ihn kurz finster an bevor sie schnippisch wieder weg sah. Er sollte wissen, dass sie seine Nachricht verstanden hatte, aber sie dennoch auf zwei Ebenen lebten. Sie konnte ihre arrogante Art einfach nicht komplett abschalten.
      Den restlichen Unterricht verfolgte sie, während sie im Augenwinkel Haru weiter beobachtete. Sobald er Anstalten machen würde, sie zu verpfeifen würde sie einschreiten müssen, koste es was es wolle.
      Sie musste an ihre Mutter denken und den Berg an Schulden und auch wenn sie es nicht wahr haben wollte, so begann ihr Unterbewusstsein zu verstehen, dass sie nun nicht nur in den Fängen der Yakuza war, sondern auch in seinen...
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Er hatte die Pause mit seinen Kumpels außerhalb des Klassenraums verbracht und wusste daher nicht sicher, ob Mana den zettel auch gelesen hatte. Als er jedoch zurück in den Raum kam und verstohlen einen Blick zu ihr warf, bekam er einen ziemlich eindeutigen Blick zurück. Offensichtlich hatte sie gelesen und verstanden. Er grinste ein wenig selbstgefällig über ihre Reaktion und ging, ohne sie weiter anzusehen auf seinen Platz zurück. Den Rest des Schultages ignorierte er sie so ziemlich. Er wollte nicht mit der absoluten Außenseiterin der Klasse in Verbindung gebracht werden und da er vorher nie etwas mit ihr zu tun hatte, würde jeglicher Kontakt nun Fragen aufwerfen. Und die einzige Antwort, die ihm dann helfen würde, würde auch seinen Plan zerstören.
      Am Ende des Schultages ließ Haru sich etwas Zeit und verabschiedete sich schon vor dem Heimweg von seinen Mitschülern. Er wollte In Manas Nähe bleiben, um den besten Zeitpunkt für ein Vier-Augen-Gespräch abzupassen. Immerhin wollte er auch von den Schülern anderer Klassen nicht mit ihr gesehen werden. Er folgte ihr also, mit großem Abstand, bis schließlich keine bekannten Gesichter mehr um ihn herum waren. Dann erhöhte er ein wenig sein Tempo, bis er mit ihr auf einer Höhe war.
      "Ich hoffe, du hattest noch einen schönen Arbeitstag." kommentierte er sehr beiläufig, ließ sie aber nicht darauf antworten, denn er sprach gleich weiter. "Ach Mana, dachtest du wirklich, ich erkenne meine eigenen Mitschüler nicht?" säuselte er ein wenig und musterte sie dabei. Mit Sicherheit zog er gerade ihren ganzen Hass auf sich, aber das konnte ihm herzlich egal sein. Er hatte schließlich mehr gegen sie in der Hand, als andersherum. Und er wusste auch, dass er sie immer wieder buchen könnte. Wer so einen Job neben der Schule ausübte, musste wirklich verzweifelt sein.


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    • Erleichtert das der Schultag vorbei packte sie ihre Sachen zusammen. Sie wartete bis ein Großteil der Schüler weg waren bevor auch sie nach Hause ging. Sie wollte nun wirklich nur noch ihre Ruhe haben. Als sie aus dem Klassenraum ging war Haru noch da, um so besser, dachte sie sich und ging weiter. Sie hielt ihren Blick gesenkt und trat ihren üblichen Weg an. Eine vertraute Stimme riss sie aus ihren Gedanken und ungläubig starrte sie Haru an. Ihr Blick verfinsterte sich sofort und sie ging etwas langsamer.
      "Halts Maul.", zischte sie ihn an.
      Besorgt erkannte sie das sie schon fast Zuhause war und das war wirklich das letzte was sie ihm nun auch noch verraten wollte. Also musste sie ihn möglichst schnell los werden.
      "Was willst du?", sie klang nicht mehr ganz so aufbrausend, aber immer noch Stolz. Sie war sich ihrer Position durchaus bewusst, aber sie würde nicht vor ihm in die Knie gehen. So viel Würde hatte sie noch.
      "Ich arbeite heute nicht also musst du leider jemand anderen rufen der deinen Saustall beseitigt." Sie lächelte ihn an und lies ihn durchaus spüren das sie ihm die Krätze an den Hals wünschte. Außerdem leugnete sie ihre Begegnung von gestern nicht. Es wäre zwecklos.
      Sie log ihm direkt ins Gesicht mit ihren Arbeitszeiten und hoffte wirklich das er nicht weiter nach harken würde. Schließlich hatte sie nichts zu bieten was für ihn interessant war.
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    • Neu

      Er grinste selbstsicher, wenn sie ihn ansah. Natürlich war er in der besseren Position, aber er wusste auch um Manas Ruf. Sie würde nicht einfach so nach seiner Nase tanzen, ohne sich zu wehren. "Neben der Schule arbeiten...Deine Situation muss wirklich sehr aussichtslos sein." rief er ihr noch einmal ins Gedächtnis. "Aber ich bin ja kein Unmensch. Ich würde dir gern meine Hilfe anbieten." erklärte er, wobei man seiner Stimme und auch seinem Gesichtsausdruck anmerkte, dass alles was jetzt folgen würde, absolut nichts mit Güte oder Hilfsbereitschaft zu tun haben würde. "Ich weiß, es ist schwer zu glauben, aber ich brauche nicht jeden Tag jemanden zum Putzen in unserer Wohnung. Außerdem ist deine Bezahlung als Putz-Maid sicherlich eh nicht die beste." erklärte er weiter, bevor er schließlich zum Punkt kam. "Allerdings könnte ich sicherlich ab und an eine Maid, für andere Aufgaben gebrauchen. Natürlich würde ich dich auch bezahlen. Und dein Geheimnis wäre selbstverständlich auch sicher. Ich dachte da an unliebsame Hausaufgaben, Mittagsessen oder was mir Alltag eben so einfällt." Er hatte mittlerweile bis auf ihre Höhe aufgeschlossen, und drückte ihr einen Zettel mit seiner Handynummer in die Hand. "Du kannst gern noch etwas über mein Angebot nachdenken, aber lass dir lieber nicht zu viel Zeit." Er sah sie bei diesen Worten ziemlich eindringlich an, um ihr zu zeigen, wie ernst es ihm war und in welcher Lage sie sich nun befand.
      Er selbst empfand sein Angebot gar nicht als schlecht, klar, er würde ihr noch mehr von ihrer Freizeit rauben, allerdings würde er ihr dadurch sicher auch den ein oder anderen Putzdienst ersparen, wenn er sie während ihrer Arbeitszeit in Anspruch nahm.
      Ohne großartig eine Reaktion von ihr abzuwarten, wechselte er bei nächster Gelegenheit die Straßenseite und machte sich auf den Heimweg. Ab jetzt lag alles weitere an ihr.


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