The last Titans {TheWizard & Codren}

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    • The last Titans {TheWizard & Codren}

      Das Land der Titanen...



      ... war seit jeher von Menschen beschmutzt. Bislang tummelten sie sich in ihren kleinen Siedlungen, versteckten sich in ihren winzigen Wäldern, blickten mit starrem Entsetzen zu den Herrschern dieser Welt empor, die den Kontinent regierten. Bislang war der Mensch für die Titanen nichts weiter als ein intelligentes Tier, dessen Fleisch zäh und geschmackslos war und das vor den Riesen ebenso schreckhaft floh wie alle anderen Tiere. Niemals hätte man sich träumen lassen, dass ein Mensch einen Titanen zu Fall bringen würde, doch die Welt und deren Bewohner änderten sich und so auch ihre Gewohnheiten. Der Unendliche Krieg der Titanen schwoll zu einem Höchstpunkt an, der nicht nur ihnen selbst, sondern auch der Umwelt schaden sollte, wo er niedergebrannte Wälder, ausgetrocknete Flussbetten und gebrochene Berge hinterließ, die ein Jahrhundert brauchen würden, bis sie sich von den Schäden wieder erholt hätten. Nur der Mensch, das zähe kleine Etwas, das bislang keine Schwierigkeiten gemacht hatte; Dieser Mensch machte sich die Asche der Wälder zunutze, er vergrößerte seine Städte in trockengelegte Flussbetten und sammelte das freigelegte Erz der Berge, er fing an, das Schlachtfeld nach dem Kampf zu räumen, sich ein Beispiel an den weitaus fortgeschritteneren Waffen und Rüstungen der Titanen zu nehmen und sich die vielen Spuren des Unendlichen Krieges zu Eigen zu machen. Die Titanen sahen nicht hin, als die Menschen ihre ersten eigenen Waffen erschufen, sie hörten nicht das Rasseln der Kettenhemden, mit dem die kleinen Armeen sich zusammenrotteten und sie bemerkten nicht, wie die kleinen Siedlungen sich in Dörfer, Städte und Hauptstädte verwandelten, gesegnet vom puren Gold und Silber der Berge. So versessen auf den Hass ihrer eigenen Art merkten sie nicht, wie der Horizont sich für einen Moment verdunkelte, als eine schwarze Masse, wie tausend kleine Ameisen, auf sie zumarschierte, die Waffen mutig ausgestreckt und das Tier unter ihrer Kontrolle. Und schließlich war es soweit:
      Der erste Titan fiel durch Menschenhand.
      Erschöpft vom Bekriegen und Kämpfen merkten die Titanen zu spät, dass die Menschen sich anfingen zur Wehr zu setzen, dass man ihre kleinen Häuser nicht mehr umschmeißen und die kleinen Körper nicht einfach so verschlingen konnte, ohne dabei Magenschmerzen zu bekommen. Viel zu spät merkten sie, dass die Titanen sich hätten verbünden müssen, um dem Menschen Einhalt zu gebieten, doch viele von ihnen dachten weiterhin nur noch an die Weltherrschaft ihrer eigenen Gruppe und beachteten den Menschen nicht. Doch das Zeitalter des Menschen hatte unlängst begonnen.
      Ganze Städte der Titanen, leergefegt und zerstört durch den Krieg, fielen in die Hände der winzigen Mitstreiter, ganze Landmassen wurde von den kleinen Humanen eingenommen und zu ihrem Zwecke gewandelt. Die Herrschaft der Titanen war vorbei und sie zogen sich zurück in die Berge, erschöpft und ausgemergelt von Jahren des Krieges, ihres eigenen Landes beraubt, das bis dorthin nur ihnen und niemand anderem gehört hatte. Sie fügten sich der neugewonnenen Stärke des Menschen und dieser blühte damit auf.

      Doch die Jahrhunderte der Unterdrückung forderten ihren Tribut. Die Menschen spalteten sich, teilten die Gebiete untereinander auf, doch wurden bald gierig auf größeres Land, mehr Felder, mehr Vieh und mehr Gold, sie begannen sich zu streiten um alles, was ihnen vor die Nase fiel: Ressourcen, Essen, Waffen, Grenzen; Aus Verbündeten wurden Feinde, aus Feinden wieder Verbündete, mit den Jahren vergaß man um die eigentlichen Herrscher dieser Welt, die versteckt in ihren Bergen hausten und griesgrämig auf das Chaos hinabblickten, das über die Menschheit hereinfiel. Es wirkte so, als müsse der Mensch bald dasselbe Schicksal besiegeln wie sein Vorgänger...


      Sora Akaya

      Stille lag über den weiten Weinbergen über die ein junger Mann schritt. Der Morgentau floss leicht über die Prallen Weintrauben die nur darauf warteten das sie geerntet wurden. Das Satte Rot das sie von sich gaben vermischte sich mit dem Grün der Stauden und ergaben ein Farbenspiel am Boden. Der Junge Mann konnte nicht umhin ein paar der Weintrauben zu pflücken um sie dann in form sie sich in den Mund zu stecken auf ihre reife zu überprüfen. Sie waren wirklich saftig und Süß und platzten förmlich in seinem Mund. Er wusste würde jemand in dem Dorf am Fuße dieses Hangs ihn dabei beobachten würden sie ihn auf der stelle davon jagen. Doch war es noch so früh das selbst in der Taverne am Dorfplatz noch gefeiert wurde. Sora betrachtete das friedliche Dorf das den Namen Wysoka trug von seinem platz aus. Es war kein großes Dorf und doch so anders als die Dörfer die er kannte.Es bestand aus gut Dreißig Häusern unter denen die besagte Taverne,Ein Schmied, Eine Apotheke und sogar ein Schneider war. Die Häuser waren teils mit Stein gemauert was auf einen gewissen Wohlstand schließen ließ. Sora glaubte zu wissen das es mit den Trauben und damit verbundenem Wein zutun hatte das dieser Ort so reich war. Da er nun aber genug der köstlichen und wertvollen Trauben gegessen hatte beschloss er den Weg ins Dorf anzutreten bevor die ersten Zecher die Taverne verließen und ihn entdeckten. Der Abstieg war nicht besonders einfach da der Morgentau den Boden weich gemacht hatte doch schaffte es Sora ohne größere Probleme unten anzukommen. Lediglich seine Schuhe musste er an einem nah gelegenem Brunnen reinigen. Schnell war ein Eimer klares Wasser hinauf gezogen und die Schuhe gereinigt. Auch einen Schluck Wasser gönnte er sich noch und merkte noch einen Vorzug dieses Dorfes, sie hatten Bergwasser das so wurde ihm gesagt von der Natur gesegnet war. Er hatte wohl einen kleinen Ort des Glücks entdeckte. Es tat ihm beinah leid das er diesen Bald wieder verlassen würde. Ein lautes knallen gefolgt von Gegröle ließ ihn aus seinen Gedanken hoch fahren. Wie er vermutet hatte kamen ein paar Zecher aus der Taverne wovon sich einer prompt übergab. Etwas angewidert wartete Sora bis die Freunde des Kotzenden ihn nach Hause brachten wo wahrscheinlich schon seine Frau auf ihn wartete, diese Dame konnte einem wirklich leid tun dachte sich Sora bevor er seinen Weg zur Taverne antrat. Vorsichtig darauf achten nicht auf das Erbrochene zu treten betrat er die Taverne. Es war deutlich lauter als es von draußen zu hören gewesen war. Die Fackeln an der Wand erhellten den Raum so das Sora einen Moment brauchte bis er sich an das Licht gewöhnte. Der Wirt der Sora sogleich prüfend betrachtete schien seine Taverne im griff zu haben. Der Boden war mit Sauberem Stroh bedeckt, die Tische sauber und sogar Poliert. Kein Anzeichen von Prügeleien zeigte der Raum, keine Kaputten Möbel oder Geschirr. Bis auf das hier mal einer einen über den Durst trank schien hier nicht zu passieren. Sora ging an den Tresen um sich etwas zu trinken zu bestellen. "Was darf es sein Fremder ?" Der Wirt war freundlich wenn auch immer noch prüfend wie Sora fand "Ein Ale bitte." Er legte die Münzen ohne das der Wirt etwas sagte auf den Tresen. Dieser Prüfte das Geld und schob die Hälfte Sora zurück "Das reicht" Mit diesen Worten stellte er Sora einen Krug Ale hin. Aus einem hinterem Teil der Taverne hörte Sora "Bedien diesen Ausländer nicht auch noch so nett, du solltest ihm das Geld abknöpfen und danach raus schmeißen!" Zustimmendes Gegröle. Sora seufzte und fing an sein Ale zu trinken. Er machte sich nichts daraus wenn solche Leute über ihn urteilten. Ja er war hier ein Ausländer aber war es deshalb auch weniger wert ? Der Wirt seufzte nur und sah Sora mit einem entschuldigendem Blick an den Sora mit einem nicken bestätigte.Leider blieb es nicht dabei denn ein Krug machte sich auf den Weg zu ihm und zerbast an seinem Hinterkopf so das er eine gute Menge Bier und auch eine gute Menge seines eigenen Ales ab bekam. Dies ließ Sora nicht kalt und so stand er auf und zog sein Schwert "Wer von euch traut sich nicht sich mir in einem Kampf gegenüber zu treten ? Ich nehme es mit jedem von euch auf." Das Schwert in seiner Hand ließ wohl die meisten etwas den Rückzug antreten. Immerhin waren es nur Bauern und auch der Wirt gab Sora zu verstehen er solle das Schwert weg stecken. Gerade wollte Sora sich zum Kampf bereit machen als er sich eines Besseren belehrte und die Taverne mit den Worten "Wenn sich der Schuldige traut ich warte draußen." Vor der Taverne ging nun die Sonne auf und die Betriebsamkeit begann. Sora sah einige Bedienstete zu den Bäckern und Fleischern gehen um dort für ihre Dienstherren einzukaufen. Er machte ein paar schritte von der Taverne zum Brunnen in der Mitte des Dorfplatzes um einmal dort zu warten und zum anderen das Bier von seiner Kleidung zu Waschen.
      Die Show beginnt
      DanceDance ...urg *lob*
    • Die Sonne war noch nicht einmal aufgegangen, als ein kleiner Bursche mit roten, aufgeplusterten Backen durch die Gassen preschte und vor Aufregung einer Waschfrau ihren Korb aus den Armen stieß, ehe er weiterlief. Seine kleine, schlanke Figur sprang behände über Kisten und Fässer hinweg, die sich hinter den Häusern versteckten und kletterte flink wie eine Katze eine niedrige Mauer empor, von der er auf der anderen Seite wieder hinab sprang. Er schlitterte in einer Kreuzung in die nächste Gasse und stürmte auf das kleine Wachhäuschen zu, das dort verborgen in den Schatten schlummerte. Er hatte einen Spezialauftrag erhalten, der ihn vom morgendlichen Teller spülen befreite und diesen würde er nun verantwortungsbewusst ausführen. Er stieß die Tür auf und sprang aufgeregt hinein.
      “Ein Fremder hat in der Taverne ‘Zum silbernen Pfeil’ mit seinem Schwert gedroht!!”
      Nicht etwa die helle, frühpubertäre Stimme des Jungen oder sein aufgeregtes Gehüpfte weckten die beiden Soldaten dort auf, die verstohlen auf ihren Stühlen gepennt hatten, sondern diese beiden Schlagwörter: Ein Fremder und sein Schwert. Der ältere von ihnen, der graubärtige Ramon, öffnete seine kleinen Augen und stemmte sich ächzend in die Höhe.
      “Mach nich’ so einen Krach, Bursche. Ich hab’ verstand’n.”
      Er klopfte seinem jüngeren, aber nicht gerade lebendigerem Kollegen auf die Schulter und die beiden verließen das kleine Häuschen, das am Ende der Straße von einer Hauswand verborgen stand.
      Kurz darauf tauchten sie vor dem Fremden auf, zwei von Müdigkeit gezeichnete, griesgrämige Soldaten, die so früh am Morgen bestimmt keine Lust dazu hatten, sich mit irgendwelchen besoffenen Bauern herumzuschlagen, geschweige denn mit Fremden, die diese Bauern noch anstichelten. Sie musterten den Kerl, ehe sie ihn ansprachen, denn sein Aussehen würde bestimmen, wie freundlich sie mit ihm umgehen würden. Zu seinem Glück sah er so aus, als würde er irgendwo noch ein paar Münzen verstecken.
      “Was soll dieser Radau?”, brummte der Ältere, definitiv erpicht darauf, die Sache schnell zu beenden, damit er wieder schlafen gehen konnte. Sein Kumpane prüfte die Umgebung und schien darauf achten zu wollen, dass sie keine große Aufmerksamkeit auf sich zogen.
      “Man sagt mir, Ihr fuchtelt mit Eurem Schwert herum, Söhnchen? Wisst Ihr denn nichts von Anstand, hier in diesem Lande? Seit Ihr neu hier? Etwa ein Dunwiner?”
      Er musterte den Fremden nun ein zweites Mal, äußerst kritisch und ebenso darauf bedacht, ihn mit seiner Art einzuschüchtern. Wenn das ein Spion sein sollte, würde man ihm für dessen Tötung einen saftigen Zusatz bezahlen - wenn er ihn allerdings gefangen nahm, könnte er dieses Kaff womöglich endgültig verlassen und in einer Großstadt seinen Wachdienst ausführen, in der mehr passierte als ein paar Trunkenbolde, die durch Fensterscheiben fielen.
      Sein Kollege schien den Gedanken aufgefasst zu haben und legte seine Hand behutsam auf seinen Schwertgriff, ehe er verlangte:
      “Weist Euch gefälligst aus.”
      Normalerweise hätten sie nicht so eine Mühe um einen Fremden gemacht, doch nach der Niederlage von Dunwin vergangenen Monats rechnete das gesamte Land mit einem Gegenschlag, wodurch die Wachen aufmerksamer damit sein sollten, wer ihr Gebiet durchquerte. Vielleicht war dieser Mann wirklich nur auf der Durchreise, aber das sollte er ihnen erst einmal beweisen.
    • Während Sora versuchte das Bier aus seinem Mantel zu waschen entstand eine Pfütze aus Wasser und Bier auf dem Boden was dadurch nicht besser wurde das der Boden immer schlammiger wurde.Leise fluchend bemerkte er erst nicht das sich Schritte ihm näherten und wahrscheinlich kümmerte es ihn auch nicht weiter bis zu dem Zeitpunkt als die beiden Wachleute ihn ansprachen. Er sah auf und beendete das reinigen seiner Kleidung. Sie schienen gerufen worden zu sein und da sie erstmal nur nach dem Grund des Radaus fragten beschloss Sora erst einmal ihnen die Antwort auf die Frage zu geben "Ihr fragt was der Radau soll ? Nun ich wurde von ein paar Herren in diesem Dorf mit einer sehr ungewöhlichen Art begrüßt. Da ich dies nicht als freundlich empfand habe ich ein paar Worte dazu gesagt." Für Sora wäre die Sache nun eigentlich abgeschlossen doch da sprach der Ältere der beiden Wachleute weiter und das was er sagte ließ Soras blick leicht finsterer werden. Hatte dieser Alte ihn gerade "Söhnchen" genannt ? und dies noch damit gekrönt zu meinen er würde mit seinem Schwert rum fuchteln wie ein Idiot ? Damit war es dann auch vorbei mit der Freundlichkeit von Sora. Sora baute sich zu seiner gesamten Größe auf und sah mit seinen kalten grauen Augen zu dem Mann vor ihn "Ich denke Ihr missversteht hier etwas Opa. Ich wurde in diesem Dorf von einem Haufen Idioten mit Bier beworfen und beschimpft." Bei diesen Worten ging er einen schritt auf den Wachmann zu, seine Hand in der Nähe seines Schwert Griffes wenn auch er diesen nicht berührte. "Das sie noch leben liegt einzig alleine daran das ich keine schwächeren Töte." Er stand vor dem Wachmann mit einem Lächeln des Spottes."Und woher ich komme hat weder etwas mit dieser Situation zutun noch denke ich das es euch zu interessieren hat." Das Gespräch gestaltete sich nach und nach Hitziger und Sora war sehr glücklich das er in seiner Ausbildung gelernt hatte mit so etwas um zu gehen. Normal würde er ganz anders mit dieser Situation umgehen. Doch weiter konnte er nicht darüber nachdenken da er lauthals aufgefordert wurde sich auszuweisen. Eigentlich hätte er das ohne weiteres getan doch das der Wachmann sogleich an sein Schwert griff änderte die Situation. Sora kannte diesen Blick in den Augen der Wachmänner, sie sahen in ihm die Möglichkeit sich selbst zu bereichern ohne viel dafür tun zu müssen. "Wenn ihr einen Rat von mir wollt dann würde ich euch empfehlen das Schwert nicht zu ziehen, ihr werdet schneller eine Hand verlieren als das Ihr auch nur einen Hieb ausführen könnt." Langsam seufzte Sora und warf den Männern einen Beutel mit Münzen hin "Kauft euch lieber etwas zu trinken und lasst mich in ruhe" So oft hatte er schon gesehen wie man Leute mit Geld dazu brachte das zu tun was man wollte. Sora hatte damit für sich die Situation beendet und drehte sich um. Er würde ein paar Einkäufe erledigen und dann weiter ziehen. Er schritt in Richtung eines Geschäftes.
      Die Show beginnt
      DanceDance ...urg *lob*
    • Ramon's Spürnase war richtig gewesen: Der Fremdling war reich bestückt. Er fing den Beutel mit gierigem Blick auf und machte sich sogleich daran, die Echtheit der darin enthaltenen Münzen zu prüfen. Sie waren echt, keine Frage. Er tauschte Blicke mit seinem jüngeren, jetzt hellwachen Partner aus und wandte sich an den Mann.
      "Seht zu, dass Ihr Euch nicht in mehr Schwierigkeiten begebt, sonst wird Euch das deutlich mehr kosten."
      Damit zogen die beiden mit gemäßigtem Schritt von dannen - allerdings nur, bis sie sich in der nächsten Seitengasse an die Wand drängten. Ramon zog erneut eine Münze hervor und ließ sie dieses Mal im schwachen Licht einer Fackel aufblitzen.
      "Siehste das? Das is' Königin Velia, Majestät von Kreence. Das is' 'ne königliche Münze!"
      "Meinste das is' en Adeliger?"
      "Vielleicht. Haste sein Gewand geseh'n? Das kostet sicher mehr als alle Bauernhöfe in der Nähe zusammen."
      "Der wurd' sicherlich irgendwo maßgeschneidert. Sowas kriegste nich' bei 'nem einfachen Schneider."
      "Ein normaler kann das sowieso nich'."
      Er lugte um die Ecke, wie um sich zu vergewissern, dass der Kerl noch dort war. Er hatte sich einem Stand genähert und begutachtete die Waren in aller Seelenruhe. Der Soldat drehte sich um.
      "Den können wir nich' zu zweit packen, der wird uns die Haut abziehen. Wenn der ohne Begleitung hier angekommen ist, kann der sicher kämpfen wie ein Wahnsinniger - oder er hatte bis jetzt Glück gehabt."
      Der andere grinste.
      "Jetzt sind aber auch wir da."
      "Eben."
      Die beiden zogen mit schnellen Schritten ab, beflügelt von ihrem neuen Vorhaben.

      Kaum eine halbe Stunde später hatten sie eine Mannschaft von fünf Personen zusammengetrommelt, darunter zwei ihrer Kollegen, einen Ex-Soldaten, der zwar einen Arm verloren hatte, aber dafür äußerst geschickt in der Handhabung mit einem Dolch war und zwei grobschlächtige Typen, die sich bei der Aussicht auf eine Prügelei begeistert gemeldet hatten. Ihre Forderung am Anteil der Beute war zwar hoch, aber nachdem sie alle ein Auge auf den Fremdling geworfen hatten, waren sie sich einig, dass niemand schlecht wegkommen würde. Sie zückten ihre Waffen: Knüppel, Hämmer, Schwerter und Dölcher und positionierten sich in einer Sackgasse hinter der Taverne. Die Geräusche von betrunkenen Bauern würden sie decken und mithilfe der vielen Fässer und Kisten, die dort herumstanden, hatten sie eine gute Voraussetzung für einen Hinterhalt. Die Sonne ging mittlerweile langsam auf, aber sie war noch nicht hoch genug, um auch die Gassen zu beleuchten. Die Männer duckten sich hinter ihre Verstecke, dann schickten sie den Jungen los, den Fremdling zu holen.

      Der Küchenjunge, begeistert davon innerhalb weniger Stunden ein zweites Mal entsandt worden zu sein, um eine wichtige Aufgabe zu erledigen, wählte den exakt selben Weg wie beim ersten Mal und schob sich flink, klein wie er auch war, durch die langsam dichter werdenden Massen des Marktplatzes, um nach dem Mann mit dem Schwert Ausschau zu halten. Er fand ihn auch, wenngleich ihn das einige Zeit benötigte, und lief zu ihm hinüber, um an seinem Ärmel zu zupfen.
      "Mister?"
      Mit großen, erwartungsvollen Augen blickte er auf, als der Mann sich zu ihm umdrehte. Aus der Nähe wirkte er auch ohne Schwert beängstigend.
      "Ich... ähhh..."
      Er stotterte, seine Backen färbten sich knallrot, während er versuchte sich an die Worte zu erinnern, die der alte Soldat ihm eingetrichtert hatte.
      "Die, ähh... Die Wachen haben gesagt, jemand aus Kreence wäre zu ihnen gekommen und er hätte gemeint, dass er Euch kennt, Mister. Darf ich Euch zu ihnen bringen?"
      Mit leuchtenden Augen blickte er empor, bereit, seinen Auftrag so pflichtgemäß wie nur möglich zu erfüllen. Dann würde man ihm bestimmt auch einmal gestatten Soldat zu werden.
    • Als Sora die Worte hinter sich vernahm schlich sich ein kleines lächeln auf sein Gesicht. Dieser Wachmann hatte wirklich keine Ahnung in was für Schwierigkeiten Sora steckte, doch sollte ihn das nicht weiter kümmern. Froh die Sache mit ein paar Münzen geklärt zu haben machte er sich daran die auf dem Markt angebotenen Waren zu inspizieren. Dafür das dies so ein kleines Nest war musste Sora zugeben das es viele edle Speisen und Getränke gab. Es lag wohl an dem so Fruchtbaren Land das diesen Ort umgab.Sora erwarb einen Apfel der als dieser hinein Biss vor Saftigkeit und Süße fast überquoll. Erfreut über seinen leckeren Snack ging er weiter die Stände ab.
      Gerade hatte er sich über ein paar einfache Schmuckstücke gebeugt als jemand an seinem Ärmel zupfte. Sora wollte Instinktiv nach dem Messer das er ebenfalls bei sich trug greifen als er einen Jungen erkannte. Erst dachte er das dieser ihn vielleicht bestehlen wollte doch dafür stellte er sich viel zu tollpatschig an. Auch schien er erst nicht richtig zu wissen was er eigentlich von Sora wollte so das dieser in die Knie ging und mit ruhiger Stimme sagte "Ja ? was kann ich für dich tun ?" Die Wangen des Jungen verfärbten sich Rot doch schaffte er es nun seine Nachricht an Sora zu übermitteln. Dessen Gesicht wurde kurz düster doch sogleich setzte er ein Lächeln auf um den Jungen nicht zu verschrecken "Ist das so ? Nun dann wollen wir die Person nicht länger warten lassen oder ?" Der Junge schien sich von seinem Schreck soweit erholt zu haben und ging voran. Sora achtete genau wo sie hin gingen und gerade wollte der Junge um eine Ecke biegen als Sora etwas auffiel, aus der Gasse in die der Junge einbiegen wollte kam kein Wind. Sora wusste sofort das es sich um eine Sackgasse handelte und hielt den Jungen an der Schulter zurück "Nun ich denke den Rest des Weges schaffe ich soweit alleine, ich werde berichten das du deine Aufgabe glänzend erledigt hast. Und nun würde ich dich bitten nach Hause zu gehen." Sora wartete auf keine Antwort als er sich an den Jungen vorbei drängte. Die Gasse vor Ihm war nicht mehr gut beleuchtet so das Sora nicht genau sagen konnte wer auf ihn dort wartete. "Na dann schauen wir mal wer mich so dringend sprechen möchte." Er trat ein paar Schritte in die stille Gasse. Das einzige Geräusch das man dort vernahm war das Geräusch als sein Schwert aus dessen Scheide glitt. In den restlichen Sonnenstrahlen funkelte die Klinge und ließ so Sora in einem licht erscheinen. Während er weiter in die Gasse ging achtete er auf jedes Geräusch in seiner Umgebung. Der Geruch in der Gasse war wie in den meisten Sackgassen kaum zu ertragen doch ließ sich Sora nichts anmerken, stattdessen rief er in die Gasse hinein "So da wäre ich nun. Mit wem habe ich denn nun das vergnügen hier ? Ich meine extra einen Boten zu schicken zeigt von einer gewissen Dringlichkeit oder etwa nicht ?" Sora ließ die Spitze seiner Klinge langsam über den Boden scharren während er wartete was passiert.
      Die Show beginnt
      DanceDance ...urg *lob*
    • Der graubärtige Ramon war der erste, der sich aus seinem Versteckt in einer Nische nach draußen schob und seinem Beispiel folgten auch die anderen, die den Fremdling mit ihrer Aufstellung umkreisten. Sie hatten bereits ihre Waffen gezogen, die Schläger ließen ihre Knüppel auf ihre Hände klopfen, aber sagen tat niemand etwas, ehe nicht Ramon das Wort erhob.
      "Ich verhafte Euch im Namen seiner Majestät, König Sarazed II. Leistet Widerstand und wir werden Euch nicht verschonen."
      Er gab sich keine Mühe einen Grund für die Verhaftung zu nennen, dafür gab es nicht genügend Zeit. Wenn sie die Leiche noch vor Sonnenaufgang weggeschafft haben wollten, würden sie das schnell erledigen müssen.

      Die beiden Soldaten griffen zuerst an, die Schlächter versperrten bislang nur den Ausgang in die Gasse. Ihre Hiebe waren präzise und kraftvoll, das Resultat jahrelangen Trainings, gepaart mit unzähligen Kämpfen im Krieg oder auf der Straße. Sie waren Spezialisten in ihrem Werk, sonst hätte man sie wohl kaum zum Wachdienst berufen, und das ließen sie den Fremden spüren. Er würde mit ihnen fertig werden müssen und gleichzeitig auf seinen Rücken achten, wenn er nicht wollte, dass er dort bald ein Messer wiederfinden würde.


      Nicht unweit der Sackgasse regte sich ein Bündel Fell in einer alten Dachkammer ohne Türen und zum Vorschein kam der blauhaarige Kopf einer Frau, die träge blinzelnd ins frühmorgendliche Sonnenlicht blickte. Sie dachte für einige Zeit - zu lange Zeit - dass die Sonne sie geweckt hatte, aber die Strahlen wärmten ihre von der Nacht kalten Felle und hätten sie auch wieder einschlafen lassen, wenn da nicht dieser Lärm wäre, der von den Gassen zu ihr hinauf hallte. Sie lauschte dem Klirren von Schwertern, dem fernen Schnaufen und Keuchen, das sie mit Unbehagen erfüllte und beschloss schließlich, dass diese Geräusche zu nah waren, um sie ignorieren zu können. Könnte es etwa Clysmur sein, der junge Mann mit dem kunstvollen Langschwert, mit dem sie vor wenigen Tagen ihr Fleisch in der Nähe von Tiesse geteilt hatte? Wollte er etwa zu ihr gelangen - und hatte man ihn dabei geschnappt?
      Der Gedanke ließ sie nicht mehr los und so schnappte sie sich ihre Waffen und kroch zum Rand, froh darum in Rüstung geschlafen zu haben. Peinlichst genau darauf bedacht, in den wenigen Schatten zu bleiben, die die Öffnung an dem Morgen schmiss, lugte sie langsam heraus.
      In der Sackgasse, nur eine Kreuzung weiter, konnte sie die schemenhaften Gestalten erkennen. Es waren fünf, die einen sechsten umkreisten und in ein intensives Gefecht vertieft waren, das länger dauerte, als es sein sollte. Sie beobachtete sie interessiert, denn der Mann in der Mitte, wenngleich er sich anstrengen musste, wusste sehr wohl sich gegen fünf Männer gleichzeitig zu verteidigen. Sie erhaschte einen Blick auf sein dunkles Gewand, was sie gleich an einen Adeligen denken ließ, allerdings konnten solche Schnösel normalerweise nicht so diszipliniert kämpfen. Sie beobachtete die Gruppe, bis sie glaubte, es könne ihr langweilig werden, als sie etwas anderes bemerkte.
      Der graubärtige Soldat!
      Ihre Sinne waren sofort geweckt. Das war derselbe Soldat, der sie vor zwei Tagen mit Clysmur entdeckt hatte. Clysmur hatte er nicht erkannt, der Tagesdieb war zu geschickt sein Gesicht zu entblößen, aber sie hatte er selbstverständlich erkannt - ihr Gesicht hing an sämtlichen großen Plätzen und auch an manchen kleinen. Sie hatte nicht die Möglichkeit gefunden, ihn für diesen Fund büßen zu lassen, aber jetzt, jetzt war die Chance gekommen! Mit ein wenig Glück war sein Wort noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt und die Kopfgeldjäger würden ihre neue Fährte nicht aufnehmen. Mit ein wenig mehr Glück würde man seinen Tod zudem diesem Fremden anheften, der dort um sein Leben kämpfte.

      Sie musste schnell handeln. Geschwind schnappte sie sich ihre Waffen und sprang hinab in die Gasse, federte ihren Sprung gekonnt ab und zog einen Dolch. Jetzt oder nie. Sie holte weit aus und warf.
      Der Dolch passierte die beiden Schlächter, hätte dem Mann in der Mitte fast den Ärmel zerrissen und flog dann am Kopf des Graubärtigen vorbei. Sein Blick richtete sich auf sie, seine Augen weiteten sich, eine Hand schoss nach oben, um anklagend auf sie zu zeigen.
      “Das ist sie! Die Offizierin!”
      Das musste deren Glückstag sein. Sein etwas jüngerer Partner schien diesen Ausruf an ihn gerichtet zu empfinden und sprintete an den Männern vorbei, um sich ihr zu stellen. Sie zog ein elegantes Kurzschwert, eine Waffe, die sie vor drei Wochen aus einer Lieferung an die Hauptstadt geklaut hatte, und trat ihm entgegen. Ihre Schwerter kreuzten sich, zwei, dreimal, dann huschte sein Blick zur Seite und er rief plötzlich:
      “Bursche, hol Verstärkung!”
      Verwirrt über diesen Befehl blickte auch sie zur Seite und erspähte in der Gasse einen kleinen, vor Angst erstarrten Jungen, der sie mit weit aufgerissenen Augen anstarrte. Sein Körper war in der Bewegung erfroren, sein Blick auf ihre wild schwingenden Schwerter gerichtet, unfähig sich davon zu lösen. Der Soldat rief erneut, sichtlich drängender:
      “Geh und hol Verstärkung!
      Da setzte der Bursche sich endlich in Bewegung und Rehna verblieb nur eine winzige Sekunde ihren Dolch zu ziehen und ihn anzuvisieren. Der Soldat hielt sie auf Trab, aber sie schaffte es, seine Schläge einhändig zu parrieren. Würde sie um ihr Leben willen einen Jungen töten?
      Ja.
      Der Dolch flog in hohem Bogen, zu hoch könnte man meinen, doch dann drehte sich die Klinge in der Luft und raste auf den Boden zu, die Spitze auf den Rücken des Jungen gerichtet. Er stolperte, lief weiter, der Dolch schoss auf ihn zu, dann schlitterte er plötzlich über den Boden, warf sich um die Ecke und die Klinge versank im erdigen Matsch zwischen den Steinen. Der Bursche war fort.
    • Ein leichtes Lächeln spielte sich auf Soras Lippen. Er wusste das diese Kerle ganz und gar nicht vor hatten ihn fest zu nehmen. Gut dachte er sich und ließ sein Schwert in seiner Hand kreisen. Wenn diese Kerle spielen wollten dann sollten sie ruhig kommen. Die ersten Angriffe die auf ihn nieder gingen kamen aus geschulten Händen, doch wenn diese Kerle glaubten leichtes spiel mit ihm zu haben so würden sie schneller verblutend auf dem Boden liegen als es ihnen lieb war. Die hiebe ließ Sora an seinem Schwert abgleiten so das die Soldaten kurz wankten aber schnell wieder für den Angriff bereit waren. In Sora kochte sein Blut hoch und alle seine Muskeln waren gespannt. Ob er dies brauchte oder nicht tat nichts zur Sache, er hatte es so einfach gelernt. Immer auf alles vorbereitet zu sein und nie einen Gegner als leicht einzuschätzen. Sein Blick wanderte während die Soldaten sich aufrafften kurz nach hinten um seinen Rücken besser im Auge behalten zu können. Keine Sekunde zu früh um hiebe hinter sich abzuwehren. Sora wusste das dieser Kampf länger dauern würde und er nicht einschätzen konnte ob nicht noch mehr von diesen Kerlen auftauchten. Gerade wandte er sich wieder nach vorn als er etwas oder besser jemanden sah der in die Gasse sprang, gefolgt vom Aufblitzen einer Waffe. Kurz bevor das Messer bei Ihm ankam bemerkte er was es war und richtete sich etwas zur Seite. Wer aber auch immer das Ziel dieser Waffe gewesen war so hatte es sein Ziel verfehlt.
      Sora war immer noch umringt und wenn er Pech hatte noch einen weiteren Gegner. Der Graubärtige rief laut etwas von einer Offizierin, war etwa die Arme in der Stadt ? Falls ja würde er gleich mehr als nur die paar Kerle als Problem haben. Wieder wehrte er gekonnt Angriffe von vorn ab um danach die Schwankenden von sich zu treten. Leider kam er nicht zu einem tödlichen Stoß da wieder neue Angriffe auf ihn ein gingen.
      Nun passierten Dinge mit denen Sora nun wirklich nicht gerechnet hatte. Einer seiner Angreifer rannte auf die besagte Offizieren zu und kämpfte gegen sie ? das war nun wirklich nicht das was Sora erwartet hatte. Doch viel zeit sich darum zu kümmern hatte er nicht denn er musste sich mit den anderen Angreifern beschäftigen. Der Ruf nach Verstärkung wurde laut und Sora sah sich ebenfalls in einem passendem Moment um und sah wie ein Dolch auf den Jungen der Ihn hier her gebracht hatte zu flog. Hatte er Ihm nicht gesagt das er nach Hause gehen sollte ? Dieser verdammte Bengel dachte er sich und sah den Jungen schon Tot im Matsch liegen doch besagter Matsch rettete ihm das Leben. Leider war dies kein Grund zur Freude da dieser Junge nun auch Verstärkung holen würde
      "Ihr Maden" Schimpfte er und trat erneut einen von ihnen in den Matsch. Wie lange sollte dies noch weiter gehen ? Endlich schaffte es Sora einen von Ihnen eine tiefe Schnittwunde zuzufügen und der Mann blieb für den Moment am Boden liegen. Die Lücke in der Formation nutzte er um zur Offizierin zu gelangen. "Ich weiß zwar nicht was hier genau vor geht" Sagte er während eines parierten Schlags. "Doch scheint es mir das wir zumindest für den Moment auf der Selben Seite stehen." Kurz nutzte Sora den Moment die Frau neben Ihm zu betrachten. Er konnte nun den Titel verstehen den sie trug ,nicht nur das sie gefühlt überall am Körper Waffen trug, nein auch Ihre Haltung und Kampferfahrung zeigten Sora gleich das er es hier mit jemandem zutun hatte der Gedient hatte oder es noch tat ? Dessen war Sora sich noch nicht ganz sicher. Doch das Markanteste was Sora an Ihr auffiel war Ihr blick. Er wirkte in diesem Moment kalt und berechnend. Sora glaubte ganz froh zu sein mit ihr auf der gleichen Seite zu Kämpfen.
      Die Show beginnt
      DanceDance ...urg *lob*
    • Zwei Dolche hatten verfehlt! Rehna's Wurftalent hatte schon bessere Tage als diesen erlebt, aber den letzten Dolch, der in einem Band um ihre Brust befestigt war, den würde sie für Notfälle aufheben. Das hier war noch keiner.
      Sie widmete sich wieder dem Soldaten, dem hitzigen Mann, der sie nun nicht so einfach gehen lassen würde, jetzt, wo der Sieg in erreichbarer Nähe lag. Ihre Schwerter kreuzten sich zwei weitere Male und Rehna musste sich zurückdrängen lassen, während der andere sich geschickt zwischen sie und die Gasse bewegte, die sie im Zweifel als Fluchtweg genommen hätte. Nun kämpfte sie mit dem Rücken zu der anderen Gruppe und während sie das äußerst nervös machte, vertraute sie im Moment darauf, dass die anderen sich mit dem mysteriösen Mann beschäftigen würden, der noch immer nicht aufgegeben hatte. Sie riskierte einen Blick über die Schulter zu ihm zurück, da sah sie ihn flink durch eine Lücke hindurch preschen und duckte sich gleichzeitig vor ihm und dem Schwert ihres Angreifers hinweg, in der Befürchtung, er würde nun plötzlich auf der gleichen Seite wie die Soldaten sein, aber stattdessen wirbelte er an ihrer Seite wieder herum und sprach sie direkt an. Seine Stimme hatte etwas diplomatisches in sich, was an einen Adeligen erinnerte, aber mit den Schwertkünsten konnte er keiner sein. Sie parrierte und bekam in einer Sekunde der Unachtsamkeit ein Tritt gegen das Schienbein, der vielleicht einen Laien um das Gleichgewicht gebracht hätte, sie aber nur zornig schnaufen ließ. Ihr Arm fing an zu schmerzen, was sie zu dem Entschluss brachte, dass es besser war, diesen Kampf in nächster Zeit zu beenden.
      "Der Meinung bin ich auch!"
      Sie wechselte die Hand, doch der Soldat erkannte ihren Moment der Schwäche und schlug kraftvoll zu, wodurch sie fast ihr Schwert verlor. Ihre Finger verkrampften sich um den Griff, als sie zurückschlug, bis das Weiße aus ihren Knöcheln hervortrat.
      "Ich schlage vor, dass wir hinterher darüber reden, wer wem etwas schuldig ist!"
      Der Kreis schloss sich um sie herum und die beiden wichen zurück, bis ihre Rücken aneinander stießen. Rehna hätte zugern das sündhaft teure Gewand berührt, mit dem der Fremde geschmückt war, aber sie nahm sich vor, dass das durchaus Zeit bis später hatte. Im Moment fixierten sich zwei Augenpaare auf sich, die beide das Gold sahen, das man gegen ihren losen Kopf eintauschen würde.
      "Ich möchte Euch den Spaß nicht verderben, den Ihr hier sicherlich habt, aber wenn sich die Gelegenheit bietet, werde ich rennen! Bleibt Ihr bei mir?", rief sie über die Schulter hinweg nach hinten. Gerade noch rechtzeitig zog sie einen Langdolch, mit dem sie jetzt verbissen versuchte, zwei Schwerter gleichzeitig zu parrieren. Das konnte nicht lange gut gehen, sie war auch nicht ausgerüstet für solch einen Kampf. Ihr letztes Schwert hatte sie in einem Fluss verloren und der Dolch bereitete ihr mehr Umstände, als er löste. Zwei Schläge lang hielt sie stand, dann trickste der eine Soldat sie aus, während sie den Hieb des anderen parrierte, und traf statt ihres Dolches ihre Eisenplatte am Arm, an der sein Schwert abrutschte und ihrem Arm einen länglichen Schnitt verpasste. Der Dolch fiel zu Boden, als Rehna scharf Luft holte und die Zähne aufeinander presste. In dem Moment, in dem Schmerz, Zorn und Angst aufeinander trafen, riskierte sie eine schnelle Bewegung, zog das Kurzschwert von dem anderen Soldaten weg und packte den Ersten beim Arm, um ihn mit einem Ruck vor sich zu ziehen. Der andere Soldat konnte seinen Schlag zwar rechtzeitig bremsen, um ihr menschliches Schild nicht zutreffen, doch länger ließ sie ihm auch nicht Zeit zu handeln. Mit einem Schrei, der ihrer Erschöpfung Luft geben sollte, stieß sie das Kurzschwert durch den Bauch des Ersten und drängte ihn damit auf den zweiten zu und beide gegen die Hauswand hinter sich. Das Schwert war nicht lang genug, um sie beide zu durchstechen, doch wenigstens sorgte es für einen Freiraum, den sie nun ausnutzen mussten.
      "Lauf!", brüllte sie, in der Hoffnung, der Fremde, welcher ihr in der ganzen Zeit den Rücken freigehalten hatte, würde auf sie hören, und stürmte die Gasse entlang. Sie hörte Schritte hinter sich, allerdings konnten das auch gut die verärgerten Soldaten sein. Nun würden sie es nur irgendwie rausschaffen müssen und das wenn möglich, ohne dabei noch weiteres Aufsehen zu erregen.
    • Sora nickte als seine vorübergehende Partnerin ihm zustimmte. "Gut dann halten wir es fürs erste so" wer hier wem etwas Schuldig war, war für Sora relativ schnell klar. Keiner war dem anderem etwas Schuldig. Sie hätte sich nicht einmischen müssen und er konnte nicht leugnen das sie eine Hilfe war. Doch dies würde er wie sie schon sagte zu einem späterem Zeitpunkt mit Ihr klären.
      Wieder ein Schlag gegen sein Schwert den er gut parierte wenn auch er selbst merkte das dies auf Dauer sehr ermüdend sein würde und sie das ganze wohl besser beenden sollten "Nun ihr habt recht es ist auf eine gewisse Art Spaßig doch habe ich mit meinem Tag besseres anzufangen als solchen Raufbolden die Gliedmaßen abzutrennen wenn ich versteht was ich meine" Dies schienen auch die Männer vor Ihm gehört zu haben und nicht gerade erfreut darüber zu sein. Sie Intensivierten Ihre Angriffe weiter auf ihn. Es waren nun drei an der Zahl wenngleich einer von Ihnen schon schwer verletzt war. Sora überlegte wie er es schaffen könnte diese Drei schnell zu beseitigen. Hinter sich hörte er derweil einen genauso verbissenen Kampf.
      Er merkte wie er unter der lasst der Angriffe langsam zurück weichen musste und seine Gegner sich Siegessicher waren, dies war der entscheidende Fehler der nun das Blatt wenden sollte. Einer von Ihnen hob sein Schwert zum Gnadenstoß und zum Siegeschrei doch durch diese Unnötig lange Bewegung konnte Sora dem Mann erst den Arm ab dem Ellbogen Abtrennen und danach die Kehle in einem Zug durchtrennen. Die Überraschung seines Plötzlichen Todes war ihm noch ins Gesicht geschrieben während er wie ein nasser Sack in sich zusammen sackte. Seine Kammeraden waren wie gelähmt während sie auf den Toten reglosen Körper starrten. Doch leider blieb Sora nicht die Option die Beiden einfach zu töten da einer der Beiden voller Wut auf ihn zustürmte. Der Hammer der auf sein Gesicht zuflog konnte er zwar abwehren aber nicht ohne das dieser sein rechtes Handgelenk traf und ein stumpfer Schmerz durch seinen Arm zog. Sora hoffte das dies nicht mehr als eine Prellung war während er das Schwert mit der Linken Hand fest hielt. Der Mann vor Ihm setzte einen erneuten angriff an doch trennte Sora mit einem Gezielten Schwung die Hand mit dem Hammer in der Hand ab. "Das war es dann wohl mit der Karriere als Lautenspieler" Meinte Sora bevor zuerst um den Mann herum ging, dessen Kniekehlen durchschnitt und danach genüsslich sein Schwert durch dessen Rücken stieß so das seine Schwertspitze aus der Brust heraus ragte. Dies alles passierte in einer beachtlichen Geschwindigkeit. Nun war nur noch der Graubart übrig um den sich Sora als nächstes kümmern wollte. Doch dessen laute schritte waren zu hören als er die Flucht ergriff. Anscheinend hatte der Anblick seiner toten Kammeraden und die Aussicht selbst so zu enden ihn dazu veranlasst die Beine in die Hand zu nehmen. Sora spuckte bei all der Feigheit aus und drehte sich dann zu seiner vorübergehenden Partnerin die ebenfalls mit Ihren Gegnern fertig zu sein schien. Ein lautes "Lauf!" war zu hören während Sora näher trat "Nun das ist wohl richtig, der Kerl läuft tatsächlich weg. Was für eine Feigheit findet ihr nicht ?" Und wie als wäre nichts gewesen nahm Sora ein Tuch aus seinem Mantel, wischte das Blut von seinem Schwert und steckte dies weg. "Aber ich stimme euch zu das wir das weite suchen sollten bevor der Kerl noch mehr von diesem Pack anschleppt, ich denke auch Ihr könntet einen Pause gebrauchen" Während er das sagte deutete er mit der linken Hand auf die Wunde am Arm seiner vorübergehenden Partnerin. "Ich denke es wäre angebracht nach all dem zumindest euch meinen Namen zu." Er deutete eine kleine Verbeugung an "Sora ist mein Name und mit wem habe ich das vergnügen ?" Natürlich ließ er seinen Nachnamen fürs erste weg da er sich nicht sicher sein konnte mit wem er es hier zutun hatte. Er glaubte zwar nicht das dies alles nur ein Trick war doch sicher konnte er sich nicht sein.
      Die Show beginnt
      DanceDance ...urg *lob*
    • Rehna schnappte sich ihre Dolche - niemals würde sie so etwas wertvolles wie Wurfdolche in der Gasse verenden lassen. Sie vergewisserte sich für einen Moment, dass sie alleine in der Gasse waren, dann sah sie dem Fremden zu, wie er sein Schwert mit einem Tuch säuberte. Sie musste sich schon zusammenreißen nicht danach zu fragen, denn etwas Politur würde ihren Waffen sicherlich gut tun. Auf der anderen Seite schien er etwas von seinem Handwerk zu verstehen - der Kampf war schon Beweis genug gewesen - und so wie er aussah, waren seine Taschen sicherlich gefüllt mit Gold. Vielleicht konnte er sogar noch nützlich werden. Rehna fühlte sich in ihrer fleckigen Lederrüstung plötzlich schmierig und verdreckt.
      "Wir hätten uns durchaus unter besseren Umständen kennenlernen können, Sora. Aber wenn wir schon einmal hier sind, können wir auch genauso gut versuchen, gemeinsam wieder herauszukommen. Ich bin Rehna." Sie zögerte einen Moment, sah aber dann ein, dass es wohl kein großes Geheimnis war. "Rehna Siemdest."
      Sie sprach ihren Namen aus, als sei er weltbekannt, doch die übliche Reaktion, die der graubärtige Soldat so wunderbar vorgeführt hatte, blieb aus. Stattdessen nahm Sora den Namen entgegen, als gäbe es nichts natürlicheres auf der Welt, und dafür war sie ihm in diesem Moment sehr dankbar. Sie belohnte ihn mit einem kurzen Lächeln.
      "Lass uns diese Stadt weit hinter uns bringen, bevor die Armee auftaucht."

      Die beiden stahlen sich durch die Gassen parallel zum Marktplatz hinweg entlang, äußerst darauf bedacht, von nichts und niemandem gesehen zu werden. Rehna drückte sich einen alten Verband auf den Schnitt in ihrem Arm, dessen Schmerz schon in ein dumpfes Pochen übergegangen war, und prägte sich ein, die Wunde gründlich zu waschen, wenn sie erstmal in Sicherheit waren. Vorerst würde es so genügen.
      Die Soldaten ließen nicht lange warten und schwärmten bereits nach weniger als einer Stunde durch die Straßen. Es musste ein vergleichsweise armes Dorf sein, wenn seine Beschützer so sehr auf das Gold aus waren, das sie durch die beiden Gesuchten bekommen würden. Allerdings bedeutete das leider, dass sie sehr vorsichtig sein mussten, wenn sie es nicht gleich mit allen aufnehmen wollten.
      Bald trennten sie nur noch wenige Häuser von der Freiheit, nämlich einer breiten Straße, die durch ein kleines Waldgebiet zu einer Hügellandschaft führte, die irgendwo in der Ferne in einem noch dichteren Wald endete. Sie hatten sich hinter einem Brunnen neben einigen kleinen Kartoffelfeldern versteckt und warteten darauf, bis sich eine Lücke in den Streifzügen der Soldaten auftun würde, als Rehna beschloss, Sora auf seinen Plan anzusprechen.
      "Wieso hast du dich mit fünf Soldaten gleichzeitig geprügelt?", flüsterte sie, den Blick beständig zwischen Straße und Häusern umherschweifend. "Ich halte das für keinen sehr angenehmen Zeitvertreib."
      Ihr Kurzschwert hielt sie auf ihrem Schoß, bereit, es jederzeit einzusetzen. Wenn nötig, würden sie sich ihren Weg nach draußen kämpfen können, doch die Umgebung bis zum Wald bot wenig Sichtschutz, um sich gut verstecken zu können. Sie würden erst das offene Gebiet überqueren müssen, bis sie sich im Schutz der Bäume ein wenig entspannen konnten und das war zu riskant für eine offensive Vorgehensweise.
    • Sora entging der Blick auf sein Schwert nicht während er es reinigte doch befand er das dies nicht der Richtige Ort war um über solche Dinge zu reden. Er würde sich später mit Rehna darüber unterhalten beschloss er. Er nickte auf Ihr Worte "Ja das ist wohl war, aber nun können wir es nicht mehr ändern Rehna. Lass uns fürs erste das Beste aus der Sache machen." Sora war beinah überrascht über Rehna, nicht wegen Ihres vollen Namens denn dieser Sagte ihm rein gar nichts. Nein es überraschte Ihn das Sie diesen ihm einfach erzählte. Doch bewegte es ihn für diesen Moment nicht Ihr seinen vollen Namen zu nennen, dies hatte auch noch Zeit bis später.
      "Es fällt mir auch das wir uns was diese Situation angeht sehr einig sind. Dann lasst uns schauen das wir ohne weitere Zwischenfälle weiter kommen."
      Sie gingen nun zusammen voran und da nun das Adrenalin langsam nachließ spürte Sora den Schmerz in seiner Hand. Zögernd bewegte er diese und da alles reibungslos funktionierte war er sich schon mal sicher das nichts Gebrochen war. Trotzdem musste er die Hand wohl für die nächsten Tage schonen ob er wollte oder nicht.
      Das sie so gut voran kamen wunderte Sora, immerhin suchten alle Ordnungshüter dieses Dorfes mit allen Kräften nach Ihnen. Sora glaubte fast das es eine Art falle sein könnte, doch da die letzte Falle bereits so stümperhaft war konnte er das nun auch nicht so ganz glauben. Während sie also nun auf eine Möglichkeit warteten um ihre Flucht komplett zu machen sprach Rehna ihn an. Er musste leicht lächeln als er ihre frage hörte "Nun da stimme ich wohl zu das dies nicht unbedingt besonders viel spaß macht aber ich hatte nicht wirklich viele Optionen. Sie hatten bereits den Plan geschlossen mich meines Hab und Gut zu erleichtern und so konnte ich entweder versuchen diesen Plan im keim zu ersticken oder ich hätte versucht zu fliehen was aber dafür gesorgt hätte das die ganze Stadt hinter mir her ist." Sora zuckte etwas gleichgültig mit den Schultern "Hat wohl nicht so gut geklappt aber den Versuch war es immerhin wert"
      So saßen sie dort noch eine weile und sahen den Wachen zu wie sie ihre Runden gingen. Langsam tat Sora schon alles weh bis ihnen auffiel das keine Wachen mehr zu sehen waren. Konnte dies ihre Chance sein ? Sora sah zu seiner Begleitung die wohl ähnlich dachte wie er. Nach einem kurzen nicken verständigten sie die Beiden vorsichtig vor zu rücken. Zu ihrer Überraschung kamen sie gut voran. Nur noch das Stück offene Gelände trennte Sie vorm schützendem Wald. Die stille die über der Stadt und dem Feld vor ihnen hing war erdrückend und es fühlte sich für Sora an als würde jede seiner Bewegungen laut durch die Stadt schallen. "Wir müssen irgendwie dort rüber" Meinte Sora fragend an Rehna gerichtet. Diese jedoch sah nicht wie er zum Wald sondern schien etwas zu sehen das er nicht bemerkt hatte. "Das ist nicht dein Ernst oder ?" Sora wusste was wohl nun kommen würde. Sie beide sahen auf einen Wagen der mit dreckigem Stroh beladen war. Einer von ihnen konnte den Wagen ziehen während der Andere sich im Stroh versteckte. Die Auswahl war nicht besonders schwer in Anbetracht dessen das Rehna schlicht und beinah unauffällig gekleidet war wenn man Ihn daneben betrachtete. Sora schlich ans hintere ende des Wagens um dort in das stinkende Stroh zu klettern. Von vorne hörte er ein fluchen was wohl vom Schmerz seiner Kameradin kam die sich einen Mantel übergeworfen hatte der bei dem Wagen gelegen hatte. Einen kurzen Moment später ratterte der Wagen los und Sora hoffte nur das sie bald im Wald waren und er aus diesem Stroh konnte. Es schien alles zu funktionieren während der Wagen vor sich her rollte bis ein anderes Geräusch die Luft durchschnitt, gefolgt von einem Aufprall knapp neben Sora im Stroh. Es dauerte einen Moment bis dieser Begriff das dies ein Pfeil war. Sie waren in eine Falle geraten. Schnell sprang Sora aus dem Wagen der bereits zum Stehen gekommen war um dort vor dem Wald Zehn mit Schwertern und Bögen bewaffnete Männer zu sehen. "Ich sehe wir haben vergessen uns zu verabschieden im Dorf, ich hätte aber nicht gedacht das gleich so viele kommen um uns zu verabschieden. Schnell zog Sora sein Schwert um drei weiter Pfeile die auf die Beiden zu flogen zu durchtrennen. "Ich habe zwar sehr gute Augen aber ich denke wir sollten nicht ausprobieren ob ich das den ganzen Tag kann oder ?" Sie brauchten nun schnell einen Plan.
      Die Show beginnt
      DanceDance ...urg *lob*
    • Zu ihrem überaus großen Glück fanden sie einen Weg, die offene Straße zu dem rettenden Wald zu passieren. Es war schnell klar, wer von ihnen es sich bequem machen durfte und Rehna sah mit einer gewissen Belustigung zu, wie Sora sich - nicht, ohne seine Miene zu verziehen - in dem dreckigen Haufen verhüllte. Sie war ihm nicht neidisch um diese Position, allerdings merkte sie schnell, dass es wesentlich einfacher war die Nase zu zu halten, als einen ganzen Wagen voller Stroh zu ziehen. Zwar hatte sie sich wohl ernährt und war ausgeschlafen, aber der Karren verlangte einiges von ihr ab, als sie ihn mit einem angestrengten "Uff" ins Rollen brachte. Hätten sie doch wenigstens einen Esel, überlegte sie verstimmt, allerdings waren das Gedanken, die sie sich wannanders leisten konnte. Nun galt erstmal, diesem Soldatenschwarm zu entkommen.

      Das Waldstück kam in greifbare Nähe, Rehna hätte bald nur noch losspurten müssen, um den letzten Abstand hinter sich zu bringen, aber sie konnte Sora nicht in dem Heu zurücklassen, wenn sie weiter auf seine Hilfe hoffen wollte. Ihr Blick wanderte nach hinten, über ihre Schulter hinweg zur Stadt, aus der keine Reiter angelaufen kamen um sie mit ihren Pfeilen zu durchbohren, allerdings kamen sie plötzlich von vorne, als sie sich wieder umdrehte. Eine ganze Reihe von ihnen trat aus dem Wäldchen heraus, siegessicher, beinahe schon belustigt, als würde der Traum von dem vielen Gold, das sie durch Rehna und Sora bekommen würden, sie in einer anderen Welt einlullen. Rehna brachte den Karren zum Stehen, nervös, beinahe schon fiebrig, als sie die zehn Soldaten anstarrte, von denen fünf auf ihre Brust zielten. Monate der Flucht und das hier sollte das Ende sein? Hinter irgendeinem Kaff so nahe der Freiheit, von irgendwelchen Bauern überrumpelt, denen man ein Schwert in die Hand gedrückt und "Soldaten" getauft hatte? Ihr Herz hämmerte hinter ihrer Brust, angsterfüllt nach einem Ausweg suchend, bis sie Sora von hinten kommen hörte. Der Mann schien über die Anzahl ihrer Gegner keinesfalls beunruhigt zu sein, oder aber, er konnte es sehr gut verstecken. Seine Reflexe allerdings sprachen eine ganz andere Sprache, als er die ankommenden Pfeile in der Luft durchtrennte. Dreimal vollführte er dieses Kunststück und hinterließ Rehna in einer fassungslosen Trance, welche vorher noch nie etwas so derartiges erlebt hatte. Diese Präzision, dieser auf den Milimeter berechnete Schwung! Sie hätte ihm wohl den ganzen Tag dabei zusehen können, wenn seine Stimme sie nicht in die Realität gerissen hätte. Sie mussten aus dieser Falle entkommen.
      "Hinter den Wagen!", befahl sie lautstark und vollführte dann einen Hechtsprung, um sich hinter das schützende Holz zu retten. Zu beiden Seiten ihres Kopfes schossen Pfeile in den Boden und kamen dort wankend zum Stillstand. Sora war bald nachgekommen, um dem Pfeilregen zu entgehen. Rehna zog ihr Kurzschwert, die Wunde in ihrem Arm pochte dumpf.
      "Versucht ihr euch etwa zu verstecken?", grölte einer von ihnen, welcher sich wohl besonders siegessicher vorkam. Rehna konnte nicht sagen, ob es der graubärtige war. Wie gern würde sie ihn für diese ganze Sache büßen lassen.
      "Ihr könnt euch nicht verkriechen! Du, mit dem blauen Umhang, wenn du dich ergibst, werden wir Gnade walten lassen! Schließlich hast du doch nie etwas unrechtes verbrochen, oder?"
      Rehna stupste Sora vorsichtig an und deutete auf die Beine der sich nähernden Soldaten. Drei von jeder Seite, die anderen vier warteten wohl vorne, um die beiden mit ihren Pfeilen zu durchschießen, sobald sie sich zeigten. Sie wechselten einen Blick, dann zog jeder seine Waffen und machte sich bereit.
      "Letzte Chance!"
      Rehna spannte die Muskeln an. Sie starrte gebannt auf die Stiefel, die sich von der Seite näherten, als sie plötzlich einen Schatten über sich entdeckte.
      "Von oben!", schrie sie und sprang auf, gerade noch rechtzeitig, um dem Schwert zu entgehen, das auf sie zuschoss. Der Mann über ihr sprang auf sie hinab und wollte ihr den Gnadenstoß verpassen, da riss sie einen ihrer Wurfdolche aus seiner Halterung und stieß ihm die Klinge, verborgen in ihrer Faust, ins Gesicht. Der Soldat begriff nicht so recht, was mit ihm geschah, als der Dolch in seiner Stirn stecken blieb, und als Rehna ihn wieder herauszog und ein Schwall Blut sich auf ihr Gesicht ergoss, kippte er zur Seite, noch immer verblüfft über diesen schnellen Tod. Rehna war binnen eines Herzschlages wieder auf den Beinen.

      Sora ging es gut; Nach dem, was sie vorhin auch gesehen hatte, glaubte sie nicht, dass er ihre Hilfe in irgendeiner Weise benötigte - eher war es andersherum. Sie schnappte sich das Schwert des Soldaten, dann wandte sie sich den drei auf sie zustürmenden Soldaten zu. Ein Pfeil schoss dicht an ihrem Ohr vorbei und zerriss ihr eine Haarsträhne, was sie daran erinnerte, geduckt zu bleiben. Nun ausgestattet mit dem Langschwert und dem Kurzschwert war es schon einfacher, die Hiebe der Soldaten zu parrieren, allerdings schnappte sie schon nach dem dritten Mal prustend nach Luft. Ihr verletzter Arm schwächelte und die Männer waren trotz Rehna's guter Ausbildung immer noch stärker als sie. Ihre Konter schwächten bald ab und sie sprang außer Reichweite der Schwerter.
      Beim nächsten Schlag ließ sie die Waffe an sich vorbei gleiten und drehte sich an dem Mann vorbei. Für einen Moment waren sie sich so nah, dass ihre Schultern sich beinah berührten, dann wirbelte Rehna herum und konterte den Hieb der anderen beiden Soldaten so lausig, dass ihre Schwerter ihr mit einem lauten Klirren aus der Hand glitten. Die Soldaten waren siegessicher, aber in der einen Sekunde, in der sie erneut ausholten, griff sie zu ihren Wurfdolchen und schleuderte erst den einen, dann den anderen. Den linken traf sie am Rand des Halses, es war keine tödliche Verletzung, allerdings reichte der Schock dafür aus, dass er seine Waffe fallen ließ. Der rechte bekam den Dolch ins Auge - ein sauberer Wurf, der ihm solch einen Schrei entlockte, dass einem die Haare zu Berge standen. Zwischen die taumelnden Männer kam ein weiterer Pfeil geschossen, der Rehna an der herumwirbelnden Taille erwischte. Über die Aufregung des Kampfes hinweg fühlte sie den Schmerz nicht, allerdings ließ sie sich nach hinten fallen, in dem sehr einfachen Schauspiel, getroffen zu sein. Der dritte Soldat ging ihr gleich in die Falle und erntete für seinen Versuch ihren Langdolch im Bein. Auch er schrie, aber mehr aus Zorn. Sie zog den Langdolch wieder hinaus und erledigte ihn in zwei weiteren Stichen.
      Nachdem sie sich auch der anderen beiden entledigt hatte, fiel sie auf die Knie, um Schutz vor den Pfeilen zu suchen, und rang nach Luft. Ihre beiden Arme waren zittrig, erschöpft von den intensiven Kontern, die sie sich geleistet hatte und kaum noch in der Lage, ohne das viele Adrenalin zu funktionieren, das ihr langsam wegfloss. Sie warf einen flüchtigen Blick in Sora's Richtung, um sich zu vergewissern, dass er noch am Leben war.
    • Endlich hörte Sora die Stimme seiner Partnerin die wohl aus Ihrer Trance erwacht war. Äußerst froh über diese Tatsache und die das Rehna eine Idee hatte wie sie erstmal den nächsten Pfeilen entgehen konnten machte sich Sora direkt hinter Rehna daran hinter den Wagen zu gelangen.Kaum dahinter kam Sora wieder der Gestank entgegen doch entschloss er das dieser eher zu verkraften war als der Unmitelbare Tot.Die Worte die ihnen nun entgegen hallten ließen Sora bitter lächeln "Ich würde die gerne mal in unserer Situation sehen, dann wäre der Wagen wohl das wenigste was hier stinken würde." Sora sagte so etwas nicht oft doch in dieser Situation schien es ihm angebracht um sie Beide ein wenig zu beruhigen.
      Gleich darauf hörte Sora noch wie Rehna rief das sie von Oben angegriffen wurden da rollte er sich schon zur Seite das Schwert im Anschlag doch der Mann vor Ihm würde keine Bedrohung mehr sein, dafür hatte Rehna schnell gesorgt. Sora war beeindruckt von dieser Schnelligkeit und Aufmerksamkeit die Rehna ihm nun gezeigt hatte. Er hoffte das dies die Beiden schnell aus dieser doch recht schwierigen Situation retten könne.
      Leider blieb Sora nicht mehr zeit seine Gedanken zu Ordnen als schon ein Schwert neben ihm hinab sauste, dem er nur knapp entkam durch eine Rolle nach links. Zwar hatte ihn so das Schwert nicht getroffen doch stand er nun völlig ungeschützt auf dem Feld. Dies sahen die Schützen als eine Chance so das drei Pfeile auf ihn nieder prasselten. Diesen konnte er nicht mehr ausweichen und war froh einen abzuwehren während er sich aufrichtet. Die restlichen Pfeile landeten im Boden so das Sora sehr dankbar war das diese Kerle keine hervorragenden Schützen waren. Ein stich durchfuhr ihn als er sich mit seiner Verletzten Hand im Schlamm abstützte doch schaffte er es wieder zu stehen bevor seine Angreifer auf Ihn zu kamen. Sora ging nun auf diese zu was bei seinen Gegnern für Verwirrung sorgte doch in seinen Augen mehr als Logisch war. Während er direkt an Ihren Kameraden dran war würden die Schützen nicht riskieren zu schießen und so vielleicht ihre eigenen Leute zu verlieren, selbst wenn Ihnen nichts an diesen liegen würde so wären es Streitkräfte die fehlen würden um Rehna und Ihn aufzuhalten. Natürlich wusste auch Sora das er damit aber auch einen direkten Kampf einer gegen Drei sich stellen musste doch musste das auch Rehna was bedeutete es war für beide gleich schwierig.
      Die Schwerte prasselten auf Sora nieder so das man beinah spüren konnte wie die Luft von Metall erfüllt war. Sora nutzte leichte Konter um die Schwerte an Ihm vorbei gleiten zu lassen, dass sorgte zwar dafür das seine Gegner schnell wieder angreifen konnten doch Ihm brachte es Zeit die Lage in Augenschein zu nehmen. Er würde beide Hände Brauchen um zu Parieren und gleichzeitig einen Angriff zu starten. Da ihm aber Momentan nur eine Hand zur Verfügung stand musste es auch so gehen. Er würde langsamer sein das wusste er als er zur Überraschung des ersten Soldaten den Angriff voll Parierte was die Klinge seines Gegners zum Vibrieren brachte und diesem aus der Hand viel, genau wie Sora es geplant hatte. Er hatte weit Oben angegriffen was wenig schaden verursachte aber die Klinge in Starke Schwingung versetzt. Er selbst war darauf vorbereitet im Gegensatz zu seinem Gegner. Der konnte nicht viel mehr tun als sich an seine Kehle zu packen als Sora ihm diese Durchtrennte. Natürlich rief das die nächsten Beiden auf den Plan die Gemeinsam Angriffen.Schnell drehte sich Sora zur Seite um die Hiebe ins Leere gehen zu lassen. Er hörte einen erschütternden Schrei eines Mannes was wohl bedeutete das Rehna soweit klar kam, Sora hoffte das er ihr vielleicht sogar bald zur Hilfe eilen konnte.
      Der Erste der Beiden drehte sich wieder zu Sora nachdem sein Schlag ins leere ging und griff erneut an. Ein Fehler wie Soras lächeln zeigte, dieser hatte im Schlamm mit seiner Drehung eine Vertiefung gebildet die sich nun mit neuem weichem Schlamm gefüllt hatte. Bevor der Soldat irgendetwas tun konnte lag er auch schon vor Sora der ohne Gnade sein Schwert auf dessen Brust niedersausen ließ. Blieb nur noch der Letzte der den Tot seines Kameraden mit angesehen hatte. Mit einem lauten Schrei voll Wut stürmte der Soldat auf ihn zu. Dieser würde sich nicht durch tricks täuschen lassen wusste Sora und so blieb im nichts als der Direkte Kampf.Es dauerte länger als Sora es sich hätte gedacht da selbst Verletzungen die er dem Soldaten zufügte nicht dafür sorgen das dieser viel.Der Boden war nun ein Gemisch aus Schlamm und Blut und der Geruch eines Schlachtfeldes breitete sich aus. Sora musste etwas tun und dies sehr schnell das wusste er. Da sah er die Lücke am Bein seines Gegners und mit einem schnellen Hieb mit Beiden Händen durchtrennte er das Bein wenn auch nicht ohne selber starke Schmerzen zu verspüren. Er fing den Soldaten auf der mit weit aufgerissenen Augen Sora ansah bevor ihn ein Ruck durchfuhr der von den Pfeilen kam die seine Kameraden im Anbetracht der drohenden Niederlage abgeschossen hatten. So kam es das dieser Mann in Soras Armen von seinen eigenen Kameraden hingerichtet wurde.
      Sora ließ seinen Menschlichen Schutzschild unachtsam in den Schlamm fallen bevor er hinter den Wagen ging mit der Hoffnung Rehna dort zu sehen.Diese saß jedoch nicht hinter dem Wagen in Schutz sondern offen bei Ihren gefallenen Gegnern. Es blieben Sora nur Sekunden um zu entscheiden was er tat und so sprang er vor Rehna um diese vor den nächsten Pfeilen zu schützen. "Kannst du noch ?" Er sah sie nicht an während er dies fragte da sein Kalter Blick auf die Feinde vor Ihnen gerichtet war. "Also! Ich gebe euch nun die Chance euch zu ergeben oder ich werde jeden Pfeil den Ihr mir und meiner Kameradin entgegen Schießt zertrümmern bis ich bei euch angekommen bin und wenn das der Fall ist werdet ihr fallen wie eure Freunde hier." Sora war selbst nicht mehr in der Besten Verfassung doch meinte er es so wie er es sagte. Doch musste er sich keine Gedanken machen den die Feinde waren fürs erste im Wald verschwunden. "Und was machen wir nun ?" Nun wandte er sich an Rehna.
      Die Show beginnt
      DanceDance ...urg *lob*
    • Sora ging es gut - natürlich. Mehr als das, er sah nicht so aus, als hätte der Kampf ihn sonderlich gestört so wie Rehna, die keuchend auf dem Boden hockte. Sie stemmte sich in die Höhe und blickte sich auf dem kleinen Schlachtfeld um.
      "Ich finde...", begann sie und blickte einmal über die Schulter hinweg zurück zum Dorf, "... dass wir ihnen noch ein bisschen mehr Probleme bereiten sollten. Komm her und hilf mir." Sie steckte die Waffen ein und ging zu dem Wagen, an dem sie an die Räder griff. Es dauerte einen Moment bis Sora verstanden hatte, aber dann trat er zu ihr und gemeinsam schafften sie es mit äußerster Not, den Wagen zu kippen und schließlich mit einem lauten Krachen umzuwerfen. Das Heu verteilte sich über die Straße hinweg und verbreitete einen furchtbaren Gestank.
      "Wenn sie schon wissen dass wir hier waren, sollen sie sich auch darüber ärgern können."
      Sie klopfte sich zufrieden die Hände ab, als betrachte sie die Sache für endgültig erledigt, und fing dann an die Leichen zu untersuchen. Drei kleine Beutel voller Silber konnte sie an sich nehmen, sowie zwei Eheringe und eine grüne Kette, die sie geschäftig in ihren Taschen verschwinden ließ, ehe sie sich aufrichtete. Vor ein paar Monaten hätte sie sich für solch niederträchtigen Diebstahl noch geschämt, aber jetzt wunderte sie sich fast, wieso Sora die Gelegenheit nicht ergriff.
      "Auch etwas Schmuck gefällig?"
      Mit einem letzten Blick zurück zum Dorf zogen sie von dannen.

      Das Wäldchen vor ihnen war in der Tat nicht sehr groß und sie konnten selbst die ungeschickten Bewegungen der Soldaten hören, die sich irgendwo vor ihnen durchs Unterholz schlugen, um ungesehen zurück zum Dorf zu kommen. Allerdings kümmerte die beiden das wenig, sie hatten erst einmal genug davon ihre Schwerter zu schwingen und wollten einen ordentlichen Abstand bekommen, ehe sie sich ausruhen würden. So ein Gemetzel würde nicht lange unbemerkt bleiben. Es dauerte keine ganze Stunde, da waren sie auf der anderen Seite der Bäume wieder herausgekommen und überquerten die weite Wiesenlandschaft mit Ziel auf den großen Wald, der sich am Horizont vor ihnen erstreckte. Rehna nutzte die Gelegenheit um Sora eingehend zu mustern.
      "Also, wo kommst du nun her? Willst du mir etwa erzählen, dass jemand in deinem Aufzug durch die Gegend spaziert, weil es ihm Spaß macht? Oder bist du etwa genauso auf der Flucht vor dem Krieg wie alle anderen?"
      Wenn sie schon die Chance hatte ihren Begleiter auszuhören, würde sie sich das nicht entgehen lassen. Selbst Clysmur der Tagesdieb war nicht drum herum gekommen ihr von seiner Profession zu berichten, denn man konnte nie wissen, ob sich so eine Information nicht bald für nützlich erweisen würde.
    • Das kleine Andenken das die Beiden den Leuten aus dem Dorf machten empfand Sora als sehr gut gelungen und wollte sich gerade schon daran machen weiter zu ziehen als er sah was Rehna noch vor hatte. Es überraschte ihn zwar nicht doch trotz allem empfand er dies als nicht richtig den Toten etwas zu entwenden. Aber wer war er schon darüber zu Urteilen ? Er war nicht Rehnas Vater oder Großer Bruder und so ließ er sie Gewehren ohne etwas dazu zu sagen. Auf die Frage nach dem Schmuck schüttelte er energisch den Kopf bevor er eine Kette unter seinem Obergewand hervor holte "Mehr als die hier brauche ich nicht als Schmuck" Das Amulett das an der schweren Goldkette hing funkelte durch die Edelsteine die dort eingefasst waren wie eine art Bizarrer Regenbogen bevor Sora es wieder unter seiner Kleidung verbarg.

      Während Ihres Marschs durch das Unterholz des Walds waren Rehna wie auch Sora sehr schweigsam gewesen. Sora vermutete das es daran lag das sie beide erstmal wieder zur ruhe kommen mussten und mit sich selbst beschäftigt waren. Nach einer weile kamen sie aus dem Wald heraus und mit diesem Bruch der Landschaft brach Rehna auch das Schweigen zwischen Ihnen Beiden. Sora musste ein wenig lächeln als er Ihre frage hörte "Nun ich denke ich bin dir ein paar Antworten fällig daher möchte ich mich dir dann doch nochmal vorstellen" Er räusperte sich ein wenig bevor er begann "Meine voller Name lautet Sora Akaya aus Kreence. Auch wenn dieser Name hier zu Lande nicht so bekannt sein sollte so ist er es in Kreence um so mehr. Ich bin 24 Jahre Alt und war bis vor kurzem noch ein Mitglied des Akaya Clans. Aber um deine Frage noch fertig zu beantworten ich bin nicht auf der Flucht vor dem Krieg, dieser macht mir nun wirklich keine Angst. Ich flüchte mehr vor den Schatten die mein Land über mich werfen. Ich denke das sollte deine Fragen beantworten." Damit beendete er seine Kleine Ansprache und sah erwartend zu Rehna "Nun ich denke damit habe ich auch das recht mehr dich zu erfahren oder ? Ich hatte das Gefühl als müsste ich deinen Namen kennen als du ihn mir nanntest, also bist du in diesem Land berühmt ?" Sie hatten nun den Waldrand erreicht und zu Ihrem Glück schienen sie nicht weiter verfolgt worden zu sein. Der Wald vor Ihnen jedoch sprach eine Bedrohliche Sprache. Die Bäume waren um einiges Größer als die aus dem Wald in dem sie zuvor gewesen waren. Durch die Dichten Baumkronen kam kaum licht so das er Dunkel wirkte und deutlich Kälter als noch das Freie Gelände hinter Ihnen. Ein wunderbares Versteck wie Sora fand, doch wusste man nie ob dies nicht auch andere so fanden. "Ich würde sagen wenn wir dort durch wollen müssen wir darauf achten schnell an den Waffen zu sein. In meinem Land ist dies ein wunderbarer Ort für Diebe und Mörder." Mit diesen Worten legte er eine Hand an sein Schwert bevor er in das Unterholz trat. "Falls wir glück haben finden wir vielleicht einen Holen Baum oder eine Höhle in der wir Rasten können, dass wäre zumindest mal nötig bei unseren Verletzungen oder ?" Kaum war er ein paar Meter mit Rehna in den Wald getreten da merkte Sora wie dieser sie beinah verschluckte und mit ihnen jedes Geräusch.
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    • Die beiden ließen das Schlachtfeld hinter sich und Sora begann von sich zu erzählen, was Rehna mit gespitzten Ohren in sich aufnahm. Er schien bereitwillig mehr von sich preisgeben zu wollen, aber letztlich war sie hinterher auch nicht sehr viel schlauer über ihn als davor. Sie verzog missmutig die Lippen.
      "Pass auf, dass du mir nicht zu viel von dir erzählst, sonst gehe ich bald rum und erzähle, dass ich ein 24-jähriges Mitglied des Akaya Clans getroffen habe. Wobei das in Kreence wahrscheinlich mehr Bedeutung hat als hier." Sie lachte kurz über die Lächerlichkeit ihrer eigenen Aussage und musste sich dann wohl oder übel Saro's Frage fügen, die er schließlich auch ihr beantwortet hatte.
      "Du hast wohl noch kein Blick auf ein Schwarzes Brett hierzulande geworfen, sonst wäre dir mein Name sicherlich mittlerweile aufgefallen. Ich bin Rehna Siemdest, 29 Jahre und seit nun 10 Monaten Ex-Soldatin. Ex-Offizierin, um genau zu sein."
      Die Erinnerung an ihre Zeit vor drei Jahren, bevor alles aus dem Ruder gelaufen war, zauberte ihr ein Lächeln aufs Gesicht, aber es verblasst gleich wieder.
      "Ich bin vor 10 Monaten desertiert, nachdem ich gemerkt habe, dass es keinen anderen Ausweg gibt. Die Höchststrafe für's Desertieren ist der Galgen und wie du dir vorstellen kannst, ist man bei Ordensträgern wie mir ganz erpicht darauf, die Schlinge um meinen Hals zu legen. Der König ist ganz besessen darauf seinem Volk zu zeigen, was man mit Verrätern in seinen Reihen macht, aber bisher hat er mich nicht zu fassen bekommen. Es war aber auch schon häufig sehr knapp. Ich bin in den letzten Monaten einigen Gestalten begegnet, die ich wenn möglich nie wiedertreffen möchte."
      Der Wald türmte sich schon vor ihnen auf, als Sora sie auf Vorsicht hinwies. Es schien wie die letzte Warnung zu sein, bevor sie die richtige Welt hinter sich ließen.
      "Wir suchen uns einen geschützten Platz", stimmte Rehna ihm ernstlich zu und zusammen begannen sie sich einen Weg durch das Unterholz zu kämpfen. Die Straße wäre sowieso nicht so steinig gewesen, wie sie noch auf der Wiese war, und so machte es kaum einen Unterschied, wenn sie davon abwichen. Der Wald selbst schien größtenteils unberührt, die Zweige formten ein fast durchgehendes Blätterdach, das die Sonne größtenteils verdeckte und es schon dunkel werden ließ, bevor es überhaupt richtig Abend wurde. Der Boden war überwuchert von Pflanzen und Gebüsch, das sich kreuz und quer seinen Platz suchte und dorthin wuchs, wo gerade etwas frei war. Mehr als einmal verhedderten Rehna's Haare sich in dem Strauchwerk und zerrten an ihren Nerven.
      "Argh! Ich weiß ganz genau, wieso ich nicht mehr in so wilde Wälder gehe!"
      Sie hielt sich etwas seitlich hinter Sora, der genauso viel Mühe hatte wie sie, und nutzte heimlich seinen breiten Rücken, um den spitzen Ästen zu entgehen. Eine zeitlang stapften sie so einen leichten Abhang hinauf, dann senkte sich die Böschung wieder und sie begannen einen rutschigen Abstieg, bis Rehna auf ein Loch im Gebüsch zeigte.
      "Da scheint eine Art Bau zu sein, lass uns nachschauen, ob dessen Besitzer schon verschwunden ist, dann können wir selbst rein."
    • Sora lächelte ein wenig "Nein ich muss zugeben bisher war ich noch nicht dazu gekommen genauer auf eines der Schwarzen Bretter zu schauen, immerhin bin ich 24 Jähriges Mitglied des Akaya Clans so das ich mich erstmal um andere dinge Sorgen musste wenn du verstehst." Selbst wenn sie es nicht verstehen würde so konnte man heraushören das sein Handeln nicht ganz so gut für seine Person war.Das er es hier mit jemandem vom Militär zutun hatte wunderte Sora nicht wirklich, so gut wie sie Kämpfen konnte, musste Rehna jemand mit Kampfausbildung sein. "Nun da sieht man wieder einen unterscheid zwischen unseren Ländern, zwar verpflichtet man sich auch bei uns beim Militär doch kann man dort auch austreten sofern man das möchte und natürlich das nötige Geld besitzt. Nicht unbedingt ehrenhafter aber immerhin einfacher." Kommentierte er das ganze nüchtern."Aber gut so kann ich mir immerhin sicher sein das du nicht das Interesse hast mich auszuliefern." Ein leichtes lächeln umspielte seine Lippen.
      Etwas missmutig Kämpfte sich Sora mit Schwert und Händen durch das Unterholz. Hinter ihm hörte er Rehna leise vor sich hin fluchen. Sora konnte sich vorstellen das es mit so langem Haar nicht wirklich einfach war durch das Astwerk zu Gelangen ohne das sich diese dauernd darin verfingen. Zu Ihrem Glück schafften sie es ohne größere Verletzungen zu einem Bau den Rehna entdeckte. "Ich hoffe nur das der Besitzer nicht darin wartet. Oder das uns noch schlimmere Dinge erwarten." Mit einer gewissen Vorsicht rutschte Sora zu dem Bau. Hinter ihm konnte er Rehna hören die ebenfalls auf den Bau zu rutschte. Vor dem Bau rührte sich nichts, was schon mal ein wenig beruhigend war. Schnell sammelte Sora einige Äste und Sträucher zusammen die er am ende mit einem Band das er in seiner Tasche hatte zusammen band. "Dann wollen wir mal licht in die Sache bringen." Mit seinem Zunder zündete er die gebaute Fackel an die nach einigen Augenblicken vor sich hin brannte. Da sich im inneren immer noch nichts zu regen schien trat Sora vorsichtig an. Er ging ein wenig gebückt durch den Eingang in einen schmalen Gang "Was auch immer das hier gebaut hat war wohl sehr fleißig. Zu Soras Verwunderung wurde der Gang immer breiter und höher desto weiter sie hinein gingen. Auch eine leichtes Gefälle schien der Gang zu haben. Nach einigen Metern konnte Sora aufrecht stehen. "Ich denke das der Eingang aus einem bestimmten Grund so klein gehalten wurde, denkst du nicht auch ?" Sora drehte sich mit der Fackel zu Rehna um deren Schritte ihm die ganze Zeit gefolgt waren "Also wenn du mich fragst ist dies hier nicht nur ein einfacher Bau, sondern etwas wie eine art Tunnelsystem. Wer weiß wo wir hin kämen wenn wir diesem Folgten." Etwas neugierig ging Sora noch etwas weiter doch der Gang schien nun seine maximale Größe erreicht zu haben. Sora stoppte jedoch plötzlich. Vor Ihm machte der Gang einen Knick nach Unten. Es war beinah so als könne man diesen hinunter Rutschen, doch würden die Beiden diesen dann auch wieder hinauf kommen ? Was aber auch immer dort unten lag, es war zumindest von diesem Punkt mit der Fackel nicht zu sehen "Und was machen wir nun ?" Fragte er hinter sich.
      Die Show beginnt
      DanceDance ...urg *lob*
    • Sora trat zuerst den Einstieg in das Loch an und Rehna konnte sich nicht zurückhalten zu murmeln:
      "Etwas schlimmeres wird kaum in einem Bau im Wald lauern", als würde sie damit verhindern, dass die Aussage tatsächlich wahr wurde. Sie wartete geduldig ab, bis Sora mit einer eigens gebauten Fackel anfing hineinzukriechen und warf einen letzten Blick über ihre Schulter, um sich noch einmal zu vergewissern, dass dieser Wald auch wirklich so ausgestorben schien, wie es seine Geräusche vermuten ließen. Gelegentlich raschelte es im Unterholz, in der Luft zirpten die Insekten und irgendwo in der Ferne gurrte eine Eule, aber sonst ließ nichts darauf vermuten, dass andere Kreaturen in der Gegend waren - oder sogar Menschen. Rehna wünschte sich, sie hätte mehr Zeit in Wäldern verbracht, um die natürlichen Geräusche besser deuten zu können, aber in zehn Monaten der Flucht konnte sie schließlich nicht alles lernen. So verließ sie sich darauf, dass ihr Instinkt ihr sagte, dass sie wirklich alleine waren, und rutsche Sora bald nach.

      Zunächst versperrte sein Körper ihr das Licht der Fackel, aber schon bald drang der Schein auch zu ihr hindurch und sie konnte sich, so wie Sora, aufrichten, um den Gang neugierig zu betrachten. Als sie nach hinten zum Loch blickte, musste sie ihm zustimmen, dass der Eingang auffällig klein gehalten wurde.
      "Jemand will wohl nicht entdeckt werden. Jemand oder Etwas."
      Sie blickte zu Sora zurück, der den Gang ein wenig entlang gegangen war und kroch dann noch einmal zu dem Loch, um es mit ein bisschen Laub und Zweigen größtenteils zu verschließen. Nun war auch das letzte Tageslicht verschwunden und die Fackel war das einzige, was übrig blieb. Schnell holte sie mit Sora auf und starrte dann gemeinsam mit ihm einen steilen Abhang hinab, dessen Boden von Dreck und Erde ganz matschig war. Unten wartete eine tiefe Schwärze auf sie, die nur erahnen ließ, dass der Gang dort weiterführte.
      "Nun, entweder wir gehen wieder nach draußen und versuchen in der Nacht nicht von Wölfen und Bären gefressen zu werden, oder wir rutschen einen matschigen Gang hinunter und sehen, wohin er uns bringt. Wenn ich ehrlich bin, gefällt mir beides nicht sehr."
      Sie blickte noch einmal unschlüssig hinab, aber dann erinnerte sie sich an das Gemetzel bei Wysoka und dass man sie beide bestimmt nicht einfach so gehen lassen würde. Früher oder später würden sie diesen Wald durchkämmen und wenn auch nur ein Soldat des Spurenslesens mächtig war, würde es nicht lange dauern, bis sie sie fänden.
      "Also dann, pass auf, dass die Fackel nicht ausgeht."
      Und damit rutschte sie hinab.

      Das Aufkommen war mehr oder weniger abrupt, sie landete genauso auf einem Schlammboden, wie bereits der Abgang von dem Dreck benetzt war. Vor ihnen zog der Gang sich weiter in, wie es schien, einem mächtigen Gebilde, gleich unter der Erde des Waldes, aber ein Ende war noch nicht in Sicht. Rehna stand auf, ihre Hände waren matschig und die Erde hatte ihren Weg in ihre Ärmel gefunden. Selbst in ihren Haaren klebten Blätter, aber das taten sie wahrscheinlich, seit sie in den Wald gegangen waren. Sie klopte sich ab und schmierte die Hände an der Steinwand ab.
      "Geh nur voran", meinte sie zu Sora und zog ihr Kurzschwert hervor, bereit es zum Einsatz zu bringen. "Ich bin direkt hinter dir."
    • Sora nickte auf Rehnas aussage das sich jemand oder etwas an diesem Ort versteckt hielt. Sie standen nun Beide an dem Abhang und Rehna gab ihm zu verstehen das sie nicht besonders viele Optionen hatten "Keine Sorge das wird mir im Traum nicht einfallen." Mit diesen Worten folgte er Ihr hinab in das Ungewisse.
      Er rutschte eine Weile bis er unten bei Rehna ankam.Auch er war etwas mit Schlamm bespritzt doch kümmerte es ihn in diesem Moment nicht weiter. Stattdessen zog er ebenfalls sein Schwert um so sich auf verteidigen zu können. "Nun ich verlasse mich da ganz auf dich" Mit diesen Worten schritt er an Ihr vorbei den Gang entlang. Ihre Schritte halten an den Wänden wieder doch gegen Soras Erwartung wurden sie nicht direkt von etwas Angegriffen. So gingen sie eine ganze weile weiter bis sie auf durch einen Bogen in einen Größeren Raum gegangen waren. Es schien das sie ohne es zu merken immer weiter hinab gegangen waren und nun weit unter dem Boden des Waldes waren. Die Fackel ließ nicht erahnen wie groß der Raum war doch konnte Sora durch den Hall erkennen das dieser Raum nicht klein war "Wir sollten vorsichtig in die Mitte gehen." Schlug Sora vor wobei er versuchte nicht zu laut zu reden. Er ging weiter voran und fand sich an einer Wand wieder. Erst dachte er der Raum wäre bereits zu ende als er bemerkte das die Mauer die er sah Rund war. "Merkwürdig..:" Murmelte er er vor sich hin während er die Wand betastete. Er fand ein Loch in das er ohne zu zögern hinein griff nachdem er sein Schwert verstaut hatte. Sora erwartete schon nun seine Hand zu verlieren doch gegen seiner Erwartung war etwas Spitzes kaltes in diesem Loch. Es fühlte sich an wie eine Art Gestein. "Da ist etwas und drücken wir mal die Daumen das ich recht habe" und ohne Vorwarnung steckte er die Fackel in das Loch und es wurde finster.
      Einen Kurzen Moment drauf fing der Raum langsam an sich zu beleuchten. Erst einzelne kleine Lichter dann waren es schon mehrere Dutzend. Der Raum ging über drei Etagen in deren Mitte eine Säule aus Erde war die bis zur Zweiten Etage reichte. Von der Dritten Etage aus waren Alte Hölzerne Brücken zu sehen die auf die Spitze der Säule führten. Auf jeder Etage waren Löcher die wie Eingänge wirkten, um nicht nach Unten zu Fallen waren auf jeder Etage ein Rundgang der ungefähr zwei Meter breit war. Wer immer dies Gebaut hatte verstand etwas von seinem Handwerk "Wie ich es mir dachte ist dort drin Feuerquarz" Mit diesen Worten zog Sora die nicht mehr brennende Fackel aus dem Loch. "Nun was denkst du wer dies gebaut hat ? Vielleicht Steinfresser ?" Sora lachte ein wenig über seine Worte. Steinfresser waren etwas das man Kindern erzählte um Ihnen Angst zu machen. Es sollten mal Menschen gewesen sein die durch Mutation unmenschliche Kiefer bekam mit denen sie sogar Stein zerkleinern konnten. In ihren Mägen soll Lava gewesen sein so das sie Sogar Stein verdauen konnten. Natürlich war dies nur ein Märchen wie Soma wusste. Trotz allem fragte er sich wer oder was dies hier gebaut hatte.
      Die Show beginnt
      DanceDance ...urg *lob*
    • Rehna war kein besonderer Fan von Dunkelheit, geschweige denn diese Art von Finsternis, die es unmöglich machte, irgendetwas außer Gestein und Dreck zu erahnen. Sie versuchte sehr ihren Instinkten zu vertrauen, während sie Sora und der weisenden Fackel folgte, aber es war schlichtweg unmöglich sich nicht vorzustellen, jede Sekunde in eine Falle zu tappen, bei dem wenigen Nutzen, den ihr ihre Augen waren. Allerdings wollte sie auch keine unnötige Panik schüren und blickte sich deswegen alle paar Sekunden um, um ihre Angst zu zähmen.
      Lange waren sie nicht gelaufen, doch Rehna kam es vor wie eine Ewigkeit, als der Gang sich endlich lichtete und sie in eine Art Raum kamen, der zumindest verheißungsvoller war als der ewige Gang. Rehna hielt sich dicht an Sora, achtete auf die hallenden Geräusche ihrer beiden Schritte und wartete dann geduldig ab, bis Sora seine Erkundung beenden würde. Stattdessen aber schaffte er es, den Raum zu erhellen.
      "Unglaublich", murmelte Rehna erfürchtig, während sie den Kopf in den Nacken legte und die Wände empor starrte. "Das sieht aus, als wäre es sicherlich 100 Jahre alt. Wo sind wir nur?"
      Sie blickte kurz zu Sora, um ihm mit einem Rollen der Augen zu zeigen, was sie von seinem kleinen Witz hielt, und wanderte dann zur nächsten Wand, wo sie ihre Hand darauf legte.
      "Das ist hier alles aus Stein. Es muss eine Ewigkeit gedauert haben, sowas zu errichten."
      Sie wandte sich wieder ab und sah zu den unzähligen Gängen auf ihrer Ebene, die alle genauso aussahen wie der, von dem sie gekommen waren. Sie ging zu ihm zurück, riss sich kurzerhand einen Fetzen ihrer sowieso schon lädierten Kleidung ab und platzierte ihn neben dem Gang.
      "Nur für den Fall, dass wir irgendwann wieder rausmüssen."
      Sie behielt ihr Schwert in der Hand, ging zurück zu Sora und zeigte auf den Gang gegenüber.
      "Ich schätze mal hier werden noch weitere Ausgänge sein. Aber mindestens einer von denen wird uns nach oben bringen zu den weiteren Etagen."
      Sie blickte bedeutungsvoll zu Sora.
      "Und man wird sich wohl kaum die Mühe machen, so ein Gebilde zu bauen, nur um es schön aussehen zu lassen, oder?"

      Die Aussicht auf einen kostbaren Fund oder sogar einen ganzen Schatz beflügelte Rehna und sie vergaß ihre Sorge um die ewig währende Dunkelheit in den Gängen, als sie vorauseilte, gegen so etwas wie eine Treppe nach oben stolperte und Sora hinter sich ungeduldig zurief: "Beeil dich!", ehe sie schon die Treppe hinauf sprang und oben angekommen zwangsläufig auf ihn warten musste, bevor sie weitergehen konnte. Wofür auch immer man diese Halle mit ihren Gängen gebaut hatte, es war ihre Aussicht auf die Lösung aller Probleme.