F(L)ame [Yuna + Sachiko]

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    • F(L)ame [Yuna + Sachiko]

      @Yuna-Takahashi
      @Sachiko




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      Die Strandpromenade war wie leergefegt, aber selbst Venice Beach hat Momente, in denen nicht viele Menschen Lust haben, sich dort zu sonnen, zu präsentieren oder Fotos für Instagram zu schießen. Dieser Donnerstagmorgen war einer dieser Tage, an dem das selten gewordene Mistwetter die sonnigen Kalifornier mit ihren noch sonnigeren Gemütern zu Hause bleiben ließ. Ollie klickte nervös mit seinem Feuerzeug. Es lang ihm nichts daran, was sein Boss ihm sagte, aber er wusste, was er vorhin gehört hatte. Was für ein Angebot das war. Klar, ein Werbedeal ist ein Werbedeal und steht für diesen ganzen Konsumkram, mit dem man Ollie nicht beeindrucken konnte, aber es kam immer darauf an, was man draus machte. Klick. Die Spitze von Ollies Zigarette fing an zu glühen. Er sollte sich das wirklich abgewöhnen, fand er, aber old habits die hard, right? Er betrachtete nachdenklich das kleine Schraubglas, das er immer als mobilen Aschenbecher missbrauchte. Gleich würde sie ankommen. Lexi. Lexi Papillon. Ihre Songs waren nicht einmal schlecht, aber sein allgemeines Interesse lag nicht bei hübschen Mädchen mit einer netten Stimme. Er wollte wissen, was dahinter steckte. Zu seinem Glück hatte sein Manager ihm ihre Nummer gegeben und tatsächlich hatte sie sogar auf seine Nachricht reagiert und einem Treffen zu gestimmt. "Naja, früher oder später hätten wir uns sowieso getroffen, wegen diesem Affenzirkus." Ollies Feststellung war richtig - da seine Plattenfirma entschieden hatte, ihn in so eine Publicity Kiste reinzuziehen und ihn gegen Lexi antreten zu lassen, konnten sie sich in Zukunft schwerlich aus dem Weg gehen.
      Ollie scrollte noch einmal durch die Mail seines Bosses um sich durchzulesen, was da alles auf ihn zukam. Mit angehängt war ein kurzer Steckbrief von Lexi und mehrere Fotos. Er zog an seiner Zigarette und schnippte die Asche in sein Glas. "Mal sehen, was du so drauf hast." Der Name klang jedenfalls eher nach einem Pornostar, fand Ollie, aber sein eigener Künstlername war wohl nicht viel besser. Er musste schmunzeln. Nachdem er aufgeraucht hatte, steckte er sein Aschenbecherglas weg und setzte seine Brille auf. Meistens wirkte er weniger einschüchternd, wenn er sie trug und er wollte keinen miesen ersten Eindruck hinterlassen. Spätestens wenn er den Mund aufmachte, würde sie ihn unsympathisch finden, da war er sich sicher, aber vielleicht war ein harmloses Aussehen von Vorteil. Ollie blickte auf, als er Schritte hörte. Da kam sie, mit ihrem langen, wehenden Haar und ihrem perfekten Teint. Er sog scharf die Luft ein. "Auf geht's."
    • Langsam schlenderte Lexi Richtung Strandpromenade. Auf dem Weg dorthin liefen ein paar Leute an ihr vorbei die wohl schnell nur zum einkaufen wollten. Die Menschen hier schienen das schlechte Wetter nicht wirklich zu mögen. Doch der Brünetten störte dies keineswegs. Ihr war die Kälte viel lieber als ständige Hitze. Besonders da sie auf ihre Haut sehr achten musste um für Fotoshootings perfekt auszusehen.
      Auf einmal kam ihr eine Katze die noch sehr jung zu sein schien entgegen. Sie sah aus als habe sie den ersten Regenschauer von heute abbekommen. Lexi tat das Tier unglaublich leid und so entschied sie sich ihren Pullover den sie über ihrem T-shirt trug auszuziehen und die Katze darin einzuwickeln. Die Katze miaute um sich wohl bei ihr zu bedanken und so trug sie sie mit zu ihrem Treffen.
      Allmählich betrat sie die Strandpromenade wo sie sich mit einem Künstler namens Olrik Gilliam treffen wollte der sie angeschrieben hatte.
      Dem Treffen hatte sie beinahe augenblicklich zu gestimmt, denn so war es wesentlich einfacher und ehrlicher ohne Kameras im Hintergrund zu haben, sich mal ausgiebig zu unterhalten.
      Dennoch war sie leicht nervös. Sie hatte über ihren baldigen neuen Partner nämlich schon allerhand gelesen. Er schien wohl manchmal schlecht gestimmt zu sein und wirkte daher unhöflich und unsympathisch auf andere.
      Dennoch liebten ihn seine Fans. Gerade weil er nicht so falsch wirkte wie einige andere Prominente.
      Schon bald erblickte sie den jungen Mann der mit seinen Aussehen echt gut zum Wetter passte.
      Seine Haare und Augen hatten die gleiche Farbe wie die Wolken am Himmel die sich über ihnen befanden.
      Kichernd über diesen Gedanken kam sie bei ihm an und sprach gleich drauf los.
      "Haillo~ Freut mich dich live kennen zu lernen! Du passt heute wirklich gut zum Wetter.", sagte die junge Dame und richtete ihren Blick verlegen zu Boden als sie begriff was sie da gerade gesagt hatte. Dabei miaute ihre Begleitung wieder und wand sich etwas frei aus dem Kleidungsstück.
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      Ollie schaute auf die junge Frau herunter, die ziemlich triefnass zu ihm unter den Rettungsschwimmerturm getreten war. Er zog eine Augenbraue hoch, als Lexi zu sprechen begann. Dass jemand seine Haare mit schlechtem Wetter verglich, war ihm neu. "Hi, ich bin Ollie. Und du... bist nass.", stellte er fest. Er wollte gerade fragen warum, als sich eine kleine Katze aus ihrer Jacke wand, die sie in den Armen trug. "Nanu? Wir haben einen Gast?" Ollie beugte sich herunter zu der Katze, immernoch mit einem Gesicht als hätte ihm eben jemand gegen das Schienbein getreten. Als die Katze ihn erblickte, miaute sie erneut und tapste mit ihrer Pfote auf seine Nase. Es war, als hätte man die Sonne wieder eingeschaltet, denn Ollie begann zu lächeln. "Oh was für ein hübsches kleines Ding!" Spielerisch pustete er die Katze an und kicherte, als sie sich wie ein Wurm zu winden begann.
      "Wusste nicht, dass du in Begleitung kommen würdest, Lexi." Er richtete sich wieder auf, um ihr nicht zu nahe zu kommen. Persönliche Freiräume waren schließlich eine komplizierte Sache, vor allem für junge Frauen und mit seiner deutlich größeren und kräftigeren Statur hatte er Angst, er würde sie erschrecken. "Also, naja, ich nehme an dein Label hat dir das selbe Angebot wie mir unterbreitet, huh? Was hältst du von der Sache?" Er verschränkte die Arme hinter dem Kopf und schaute zur Seite. Augenkontakt gehörte nicht zu seinen Stärken, so viel stand fest. Der Regen prasselte währenddessen um sie herum weiter unaufhörlich auf den Boden ein, aber der Unterstand hielt sie vorerst trocken.

    • Lexi schaute auf ihre Kleidung. Ihr selbst störte es keineswegs das sie komplett durchnässt war, aber dieser Ollie schien wohl etwas penibel zu sein. Bis sein Blick sich auf die Katze legte wirkte der junge Mann recht abstoßend.
      Menschen waren wohl wirklich nicht so seine Welt. Obwohl er durch gerade diese berühmt geworden war.
      Leicht schmunzelnd beobachtete die Brünette ihren Gegenüber dabei als er ihre Begleitung bemerkte.
      Er spielte mit der Katze und schien sogar für einen Augenblick gelächelt zu haben.
      Als er sich zurück zog und die Arme hinterm Kopf packte konnte Lexi gar nicht anders als zu kichern.
      Ein so dermaßen großer Mann der total Angst einflößend wirkte schien auf einmal verlegen zu sein oder besser gesagt schüchtern geworden zu sein. Das war Lexi von Stars die sie bis jetzt kennengelernt hatte nicht mehr gewohnt gewesen.
      Auf seine gestellte Frage musste sie tatsächlich einen Moment nachdenken und legte dann den Kopf, mit einem sanften Lächeln auf den Lippen, schief.
      Dabei rutschten ein paar ihrer Haarsträhnen auf die Katze. Diese begann sofort damit zu spielen und machte zeitgleich Angriffsgeräusche.
      Das Knurren der Katze verschwand fast unter dem Geräusch des starken Regens.
      "Eigentlich hatte ich erwartet einen weiteren mir unsympathischen Künstler hier anzutreffen. Jedoch jetzt wo ich dich getroffen habe bin ich äußerst froh darüber das du mein Gegner sein wirst. Besonders weil du Tieren wohl auch nahe zu sein scheinst."
      Es blitzte und grollte einmal stark auf, sodass sich die Katze in ihren Arm erschreckte und sich in das Kleidungsstück zurück zog um sich zu verstecken.
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      Ollie verkniff sich ein Lachen. „Ach, warte nur ein paar Wochen ab, dann findest du mich sicher doch noch unsympathisch.“ Für einen Moment sah er sie direkt an. „Aber ja, Tiere sind schon was Tolles. Ich liebe die Natur generell und alles, was sie zu bieten hat.“ Er vernahm ebenso wie sie das Grollen und betrachtete den Himmel. Eigentlich liebte er Stürme, aber sein Hoodie war nicht gerade wetterfest und er wünschte sich, er hätte seine gute alte Wanderjacke angezogen. Sei's drum. „Uff, scheint so, als ob das noch ein richtiger Sturm werden könnte.“, murmelte Ollie mit Blick auf den Blitz. „Du scheinst zwar für deine schmale Statur recht hart gesotten zu sein, aber dein kleiner pelziger Freund hat wohl Angst. Eine Freundin von mir hat einen kleinen Laden hier in der Nähe, wenn du magst, können wir uns dort eine Weile verkrümeln und die Katze ein wenig aufpäppeln, bis das Wetter besser ist?“ Ollie war sich nicht sicher, ob das zu intim klang oder einfach nur als nette Geste rüberkam, aber ihm tat das verängstigte Fellknäuel wirklich leid.
      Er nickte in Richtung einer kleinen Straße. Nur wenige Geschäfte waren beleuchtet. Offenbar hatte bei schlechtem Wetter niemand Lust zu arbeiten, wer weiß.
    • Etwas verwundert über das Gesagte des jungen Mannes blinzelte Lexi ein paar Mal um zu verstehen was er gerade von ihr wollte.
      Ihre Wangen färbten sich in ein sanftes rosa, während sie über das Kommentar seinerseits nach dachte und nickte.
      Schmale Statur...
      Zwar war es weder ein wirkliches Kompliment noch anzüglich gemeint, aber dennoch beschlich Lexi das Gefühl der Verlegenheit.
      Ein fremder nicht schlecht aussehender Mann achtete auf ihre Figur... Irre Gefühle rannten hin und her. Einerseits war es ihr mehr als peinlich, aber andererseits fühlte sich das auch gut an.
      Mit ihren Gedanken komplett versunken liefen sie auch schon an ein paar Geschäften vorbei. Wobei kaum eins Geöffnet hatte.
      Erst jetzt fiel der jungen Dame ebenfalls auf das ihr Begleiter sie aus den Augenwinkeln betrachtete.
      Ollie musste sie für bekloppt erklärt haben. So sah es zu mindestens vom Blick her aus.
      Nach ein paar weiteren Minuten kamen sie schließlich bei dem Geschäft von dem er gesprochen hatte an.
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      Nach einigen Minuten Fußmarsch waren Ollie und Lexi an ihrem Ziel angekommen. Vor ihnen lag das Schaufenster eines Plattenladens, der ziemlich original so aussah, wie man sich einen Plattenladen vorstellte... wenn man in den 70ern gelebt hätte. Mit einem bimmelnden Glöckchen schwang die Glastür nach innen auf, die Ollie für seine Begleitung aufhielt.
      Hinter dem Verkaufstresen stand eine ziemlich gelangweilte junge Frau, deren Afro langsam mitwippte, wenn sie ihre Hüfte im Takt zur Hintergrundmusik bewegte. Als die zwei Neuankömmlinge eintraten, blickte sie auf. "Ollie! Lange nicht gesehen." Ihr Lächeln war so herzlich, wie es breit war - enorm. Ihr Blick fiel auf Lexi und die Katze.
      "Neiiiin, nicht wahr. Du bist doch Lexi Papillon oder? Ich hab' sogar deine letzten zwei Alben im Angebot!" Sie kam auf Lexi zu und bemerkte dann die Katze bei ihr. "Oh und noch ein süßer Gast heute. Darf ich?" Vorsichtig streckte sie die Hände aus. "Ich habe hinten einen kleinen Heizlüfter, davor kann ich sie parken. Thunfisch ist bestimmt auch noch da."
      Olrik versuchte zu mindest, sie etwas zu bremsen. "Gracey, immer langsam." Er machte eine beschwichtigende Bewegung mit den Händen. "Jetzt benimm dich nicht wie ein peinlicher Teenie." Er lachte herzhaft. "Wir sind in den Regen geraten und naja, so wie es aussieht sind Lexi und ich in Zukunft gemeinsam in ein Projekt involviert." Mit einem Seitenblick auf Lexi vergewisserte er sich, dass sie nicht von seiner Bekannten völlig überrumpelt war. "Magst du vielleicht einen Tee oder sowas? Grace hat immer ein heißes Getränk für nette Leute übrig."
    • Lexi schaute sich begeistert in dem Plattenladen um. Überall hangen berühmte Schallplatten und Bilder von neuen sowie alten Stars.
      Ein "Wow~" entrutschte der jungen Dame bei diesem Anblick.
      Dann kam auch schon die Verkäuferin des Ladens auf sie zu gelaufen und überfiel sie gefühlt.
      Jedoch machte Lexi das nichts aus. Ihr gefiel das Lächeln von der Frau mit dem Afro sehr. Kurz darauf erfuhr sie auch schon durch Ollie ihren Namen.
      "Es freut mich hier so willkommen geheißen zu werden. Danke Gracey. Und ich würde liebend gerne einen Kamillentee trinken, wenn das möglich ist.", erwiderte die Brünette ebenfalls mit einem Lächeln im Gesicht.
      Vorsichtig übergab sie die kleine Katze an Gracey die sie nach hinten brachte.
      Dann schaute sich Lexi noch etwas mehr um und entdeckte tatsächlich ihre eigenen Platten. Interessiert schaute sie auf das Cover auf dem sie ihren Zuschauern gerade zu winkte. Diese Momente, wenn ihre Fans begeistert von ihr waren waren für sie wie eine Glücksspritze. Sie war mehr als nur froh darüber das sie auf der Straße entdeckt worden war und nun zu den Stars gehörte.
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      "Aber sicherlich, Kamille für die Dame!" Gracey eilte mit der Katzein den hinteren Teil des Ladens. Ab und zu hörte man sie mit ihr sprechen wie mit einem Baby. Da keine Kunden anwesend waren, fühlte sie sich völlig ungestört. Irgendwann war das Pfeifen eines alten Wasserkessels zu hören. Ollie musste schmunzeln, als er Lexi mit ihrem eigenen Album in der Hand sah. Sie wirkte weit weniger arrogant, als er es erwartet hatte. "Sag mal Lexi, ist das dein richtiger Name oder heißt du wirklich so? Oder eher Alexis, Alexaxndra vielleicht?" Ollies Talent für Smalltalk war genau so ausgeprägt wie der Sonnenschein an diesem Tag - also gar nicht. "Du wirst für diesen Wettbewerb bestimmt einen Song schreiben, oder? Er wird sicher ein Hit." Okay, er hörte sich an wie ein dämlicher Teenager der seinem Idol irgendwie Honig ums Maul schmieren wollte. Total versagt. Er selbst hatte sich überlegt, eventuell einen Kurzfilm zu drehen oder zu animieren, aber er hatte Sorge, dass es gemessen an der Zeit die ihnen für das Projekt blieb, zu lange dauern würde. Sein Blick wanderte über den Tresen, wo ein Poter hing, das er vor sehr langer Zeit entworfen hatte. Gracey und er kannten sich schon seit der High School und er hatte sich umso mehr gefreut, als sie nach L. A. gezogen war. Schon als er noch ein nutzloser Junge gewesen war, der in seiner Garage Musik machte, hatte sie ihm gesagt, er würde es mal weit bringen. Verglichen mit einem richtigen Popstar wie Lexi fühlte er sich allerdings eher unbedeuted. Seine Fanbase war eher speziell, er erreichte den Mainstream nicht. Warum man gerade in ausgesucht hatte, um gegen sie anzutreten, war ihm schleierhaft. Auch er sah ihrAlbumcover. Sie winkte dem Publikum zu, wie Stars das eben so machen. Ob er das auch könnte? Er glaubte, dass man ihn eher wegen seiner Message mochte anstelle seines Charismas. Ausstrahlung konnte man nicht erlernen und seine gleich mehr einer kleinen grauen Wolke. Lexi, deren Künstlername das Wort Papillon enthielt, wirkte schon eher wie ein delikater Schmetterling mit prächtigen bunten Flügeln. Wie Ollie sie so anstarrte, fiel ihm auf, dass er bestimmt wieder gruselig wirkte und rasch griff er eine beliebige CD um sie sich anzusehen, damit Lexi ihn nicht für einen Vollspinner hielt.
    • Über die Frage nach ihrem richtigen Namen musste Lexi einfach schmunzeln.
      Schon sehr oft wurde sie danach gefragt und erntete lustige Blicke mit ihrer Antwort. Jedes Mal aufs Neue.
      "Tatsächlich ist das mein richtiger Name. Das einzige was ich aus meiner Vergangenheit behalten habe. Selbst mein Nachname ist neu. Ich war dabei auch sehr einfallsreich und nahm einfach meine Haarfarbe als Zuname.", lachte die junge Dame in den Raum.
      Plötzlich fiel ihr noch eine Kleinigkeit ein. Ihre Narbe. Die die sie immer daran erinnern wird was für ein Glück sie hatte.
      Gedankenverloren blickte Lexi zur Seite und dachte an ihre Vergangenheit.
      Irgendwie hoffte sie inständig das ihre Mutter noch lebte und vielleicht sogar einen neuen, aber liebevollen Mann gefunden hatte.
      Seit der Zeit damals wo sie geflohen war hatte sie keinerlei Kontakt zu ihren Eltern gesucht. Einfach nur aus reiner Furcht.
      Aber mittlerweile würde sie zu mindestens ihre Mutter gerne wieder sehen wollen.
      Während sie vor sich hin überlegte gab ihr Ollie ein Kompliment worauf sie leicht kicherte.
      "Tatsächlich hatte ich vor einen Song zu schreiben und dann zu singen. Aber im Augenblick fehlt mir noch die Inspiration dazu.", gab sie als Antwort und schaute ihren Gegenüber an.
      Seine Augen wirkten in diesen schwachen Licht wie ein Sturm aus Gefühlen. Mal positiv und mal negativ.
      Er hatte es sicherlich auch nicht leicht im Leben und scheinbar jetzt immer noch nicht...
      Langsam ließ sie ihren Blick wieder auf ihr Cover gleiten und konnte einfach nicht anders als ein Foto davon zu machen.
      Fix holte sie ihr Handy heraus und machte einen Schnappschuss.
      Nach wenigen Momenten spürte sie den Blick von Ollie auf sich haften. Ob sie wohl was im Gesicht hatte?
      Obwohl sie oft fotografiert wurde und eigentlich alles offen legen musste ging dieser Tick einfach nicht weg.
      Sobald jemand egal wer es war sie zu lange anschaute glaubte sie das etwas mit ihrem Körper nicht in Ordnung sei.
      Um ihr Unwohlsein zu überdecken strich sie ein paar ihrer Haarsträhnen hinters Ohr und merkte dann wie sich Ollie eine CD schnappte.
      War es eine Ablenkung seinerseits oder hatte er die ganze Zeit schon auf diese CD geschaut?
      Lexi hoffte aus irgendeinen Grund beides.
      Kurz darauf kam Gracey wieder zurück und übergab ihr die Tasse mit frischen Kamillentee. Wie das herrlich duftete~
      Augenblicklich schien sich Lexi komplett zu entspannen und trank vorsichtig nachdem sie einmal gepustet hatte einen guten Schluck.
      "Wie sieht es denn mit deinem Namen aus? Wer hat sich den ausgedacht?", fragte Lexi und blickte zu dem jungen Mann hin.
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      "Oh, das ist interessant." So banal die Aussage auch war, aber Ollie fand es tatsächlich spannend zu hören, dass Lexi ihren Nachnamen selbst gewählt hatte und das auch ihr Vorname keine Abkürzung war. Irgendetwas an ihr war geheimnisvoll und er fragte sich unweigerlich, ob er der Sache auf den Grund gehen könnte, wenn sie eine Weile miteinander arbeiteten.
      Bei der Frage nach seinem eigenen Namen entgleisten Ollie die Gesichtszüge. Gracey, die sich wieder zu den beiden gesellt hatte, öffnete schon den Mund um an seiner Stelle zu antworten, aber er hielt ihr schnell die Hand vor den Mund, bevor sie etwas sagen konnte. "Ich warne dich!", zischte er, was mit einem Augenrollen quittiert wurde. Zögerlich ließ er seine Hand wieder sinken und wandte sich an Lexi. "Äh nunja, mein Nachname ist mein Geburtsname, aber da ich meine leiblichen Eltern nicht kenne, wollte ich den nicht tragen. Mein Vorname ist ein schlechter Scherz also lieber die Kurzform." Mit einem Stupser ihres Ellenbogens lenkte Gracey Ollie ab. "Scherz ist untertrieben, ich meine wer nennt denn sein Kind OLRIK?" Sie lachte herzhaft und versteckte sich hinter Lexi.
      "Du kleine Hexe!" Ollie überragte sowohl Lexi als auch Gracey deutlich, was ihm einen Vorteil verschafft hätte, wenn er tatsächlich daran interessiert gewesen wäre, einen Streit anzufangen. Stattdessen hielt er sich die CD, die er eben gegriffen hatte vors Gesicht. "Shame on me, ja, ich heiße Olrik."


      Seine Mundwinkel zogen in Richtung Kinn und er sah aus wie ein großer, beleidigter Frosch. "Ollie Eden kommt besser an, glaub mir. In der Rockszene braucht man irgendwas mysteriöses oder cooles und als ich noch ein kleiner dummer Junge war, fand ich das als Künstlernamen echt scharf." Grace traute sich wieder Lexi hervor und lehnte sich lässig an eins der Regale. "Soso, ihr habt also ein Projekt am Laufen. Klärt mich jemand auf oder ist das nur für Eingeweihte?" Sie legte die Arme hinter den Kopf und drückte damit ihr fluffiges Haar ein wenig zusammen, was aber bei einem derart riesigen Umfang nicht zu vermeiden war.
      "Äh nunja...", setzte Ollie an, "Keine Ahnung ob wir darüber sprechen dürfen, ich habe es vorgestern erst von meinem Management erfahren." Etwas hilflos blickte er zu Lexi und hoffte, dass ihr Label besser darin war, seine Künstler über ihre neuen Projekte in Kenntnis zu setzen. Sie war definitiv mehr Mainstream als er und es beschlich ihn die Angst, er könnte etwas ausplaudern, was ihrer Karriere schadete.
    • Lexi war sehr amüsiert über diesen kleinen "Streit" von Ollie und Gracey.
      Sie schienen sich wirklich schon länger zu kennen und scheinbar auch wirklich gut. Ein kleiner Stich in der Brust machte sich bei ihr bemerkbar. War sie etwa eifersüchtig auf diese Sympathie zwischen den Beiden?
      Mit ihrem Blick auf die Zwei gerichtet lächelte die Brünette als sie von Ollie beinahe flehend angeschaut wurde und nickte.
      "Mir wurde angewiesen einiges für mich zu behalten um die Neugierde der Leute aufrecht zu erhalten. Allerdings kann ich so viel verraten das ich einen neuen Song schreiben und singen werde. Und zusätzlich das es eine Überraschung geben wird.", erklärte Lexi mit einem Zwinkern.
      Ollie's Freundin schien nicht wirklich begeistert über diese Antwort zu sein. Sie versuchte noch ein paar Momente länger nach zu stochern und so mehr zu erfahren. Sie versprach auch niemanden etwas zu sagen. Jedoch blieb Lexi standhaft und verriet nichts weiter.
      Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit kam sie sich wie ein normales Mädchen vor.
      Eins das von einer guten Freundin ausgequetscht wird wie es zum Beispiel beim Date gelaufen war oder ähnliches.
      So konnte sie nicht anders und lachte aus ganzem Herzen. Diese Gracey war einfach toll!
      Danach bemerkte sie aus den Augenwinkeln das der Regen aufgehört hatte und sie sich auf den Weg machen konnte.
      "Danke dir Gracey für die Gastfreundschaft und den Tee. Er war wirklich lecker. Ich sollte mich allmählich nur wieder auf den Heimweg machen.", sagte die Brünette und machte kleine Geräusche um die Katze wieder zu sich zu locken. Kurz darauf tappte die Süße zu ihr miauend hin und Lexi nahm sie wieder auf dem Arm.
      Jetzt war sie auch wieder trocken und fühlte sich sichtlich wohler als zuvor.
    • - - - - - σℓяιк gιℓℓιαм - - - - -

      Ollie war dankbar dafür, dass ihm Lexi den Part mit der Erklärung abgenommen hatte. Sein Talent für das ansteuern von Fettnäpfchen war zu groß, als dass er eine falsche Antwort riskieren wollte. Ihre plötzliche Aufbruchstimmung verunsicherte ihn jedoch. Hatte er etwas verkehrtes gesagt? "Du möchtest schon gehen?" Der Musiker war etwas überrascht, aber er konnte es Lexi auch schlecht verübeln. Immerhin hatte er sie in einen unbekannten Laden geschnappt, seine beste Freundin hatte sie überfallen und nass geworden waren sie vorhin auch. "Soll ich dich noch irgendwo hin begleiten?" Er sah, wie die Katze nach Lexis Lockversuchen angewackelt kam. Sie machte schon einen viel fröhlicheren Eindruck als bei ihrer Ankunft. "Wirst du das kleine Fellknäuel behalten oder gibst du sie später ins Tierheim?" Er konnte sich vorstellen, dass es bei einem vollen Terminkalender wie ihrem schwer war, sich um ein Haustier zu kümmern. Aber wer weiß, es konnte ja auch sein, dass sie gar nicht alleine lebte. Gracey nahm die leere Teetasse an sich. "Schade dass du uns schon verlässt. Du darfst gerne jederzeit wiederkommen und einen Tee bei mir trinken!" Sie schenkte der jungen Frau ein warmes Lächeln. Der Regen vor der Tür hatte tatsächlich aufgehört und ein leichter Sonnenstrahl durchzog den trüben Himmel. "Pass auf dich auf ja?", sagte Ollie. Er kannte Lexi zwar kaum, aber sie schien viel netter und bodenständiger zu sein, als er angenommen hatte. Bei so vielen schrägen Gestalten, wie sie in Los Angeles manchmal herum irrten, machte er sich Sorgen, dass jemand die kleine zarte Frau vielleicht belästigen könnte. Sie war immerhin auch ziemlich bekannt, es wunderte ihn, dass sie so sorglos durch die Straßen gelaufen war. Durch den Regen waren kaum Leute draußen gewesen, aber mit normalem Wetter kamen die Menschenmassen wieder und nicht wenige würden die Sängerin sicher erkennen.
    • Verwundert über die Sorge des jungen Mannes nickte sie Gracey erstmal zu um ihr zu verstehen zu geben das sie sehr gerne wieder kommen würde. Ebenso wie wohl ihr kleiner Gefährte. Denn dieser mauzte einmal stark auf nachdem Lexi ihre Zustimmung gegeben hatte.
      Schmunzelnd blickte die Brünette auf das Kätzchen und rückte es ordentlich hin damit es sich gemütlich in ihrem Arm hin legen konnte.
      Danach richtete sie ihren Blick wieder auf Ollie um ihm ihre Aufmerksamkeit zu schenken.
      Sollte sie ihm sagen das er sie gerne begleiten dürfte? Oder sollte sie lieber allein zurück kehren?
      Die Straßen dürften bald wieder voller werden als zuvor beim Regen.
      Nachdenklich ließ sie ihren Blick noch einmal durch den Laden gleiten bevor sie ihn komplett auf Ollie legte.
      "Also... Das Kätzchen würde ich ganz gerne behalten. Im Tierheim weiß man nie wann die Tiere ein neues Zuhause finden. Und ob es ein Gutes wäre.. ähm.. naja.. und wegen dem Begleiten.. Ich würde mich darüber sehr freuen.", sagte Lexi und ihre Wangen färbten sich in einem sanften rosa.
      Vor Verlegenheit wollte sie am liebsten im Erdboden versinken. Doch zeitgleich wollte sie seine Reaktion darauf auch nicht verpassen.
      Er wirkte zwar, wenn man ihn nicht kannte wirklich groß und leicht unheimlich. Jedoch mittlerweile kam er Lexi eher wie ein großer Teddybär vor.
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      "Na dann, prima! Dann begleite ich dich noch." Ollie versuchte, ein einladendes Lächeln aufzusetzen aber fühlte sich - wie immer - etwas deplatziert sobald er nicht grimmig schaute. "Bis später Grace!" Er winkte seiner Freundin noch und lehnte dann den Kopf in Richtung Tür. "Wollen wir los, Lexi?"
      Die beiden gaben ein ungleiches Duo ab, als sie zusammen auf die Straße traten. Lexi war wirklich deutlich kleiner als er und zog einige Blicke auf sich, dadurch dass sie eine Katze auf dem Arm trug. Ollie dagegen wirkte wie ein schlecht gekleideter Bodyguard.
      "Wo musst du eigentlich hin? Nimmst du ein Uber, ein Taxi, läufst du?" Wie immer wenn er nervös wurde, fing er das quasseln an. Innerlich schimpfte er sich dafür aus, dass er sie so viel auf einmal fragte. "Also ich laufe meistens oder nehme mir so ein Uber, aber manchmal sind da echt komische Leute drin..." Er schob seine Hände in die Jackentaschen und sah zu Boden. Smalltalk war nicht seine Stärke. "Übrigens finde ich es gut, dass du die Katze behalten willst. Scheint auch ein neugieriges Exemplar zu sein, ihr werdet euch bestimmt gut verstehen." Ein kleines Steinchen lag vor seinem Fuß und er kickte es vor sich her. Zu seinem Leidwesen prallte es gegen eine Laterne und flog ihm prompt daraufhin gegen die Stirn. "Ack! Verdammt.", schimpfte er und rieb sich die schmerzende Stelle.
      Er warf einen Seitenblick auf Lexi. "Ich wirke bestimmt wie der letzte Idiot auf dich, oder?" Er schnaubte belustigt. "Aber ich schwöre, musikalisch bin ich nicht ganz so eine Niete. Sonst wäre dieser Wettbewerb zwischen uns auch viel zu schnell entschieden."


    • Unterwegs hatte Lexi immer mehr das Gefühl das der junge Mann der wohl eher ein ruhiger Zeitgenosse zu sein schien aufblühte.
      Er stellte ihr einige Fragen und versuchte ein Gespräch in Gange zu kriegen.
      Vielleicht war er nervös? Oder fühlte sich in ihrer Nähe garnicht wohl...
      Bei diesen Gedanken schaute sie neben sich und bemerkte wie die Leute um ihnen rum sie anstarrten.
      Irgendwo auch kein wunder. Sollten sie Lexi erkennen fingen die Leute eh immer an zu starren oder fragten sogar nach Autogrammen oder ähnliches. Auf die Frage wohin sie musste, musste die junge Dame erstmal selbst überlegen. Denn sie wusste nicht ob es okay war einfach einen beinahe Fremden zu zeigen wo sie wirklich wohnte.
      Daher entschied sie sich von ihm an einen Ort bringen zu lassen der nicht weit von ihrem Apartment entfernt war.
      Dort befand sich ein kleiner Biomarkt namens Green.
      Abrupt kickte er einen kleinen Stein weg der wiederum zurück kam und genau auf seiner Stirn landete.
      Während er seine schmerzende Stelle rieb begann Lexi tierisch zu lachen. Immer wieder versuchte sie sich Einhalt zu gebieten.
      Allerdings konnte sie sich einfach nicht einkriegen und lockte somit die gesamte Aufmerksamkeit der Masse an Menschen auf sich.
      Als sie sich endlich einkriegte wischte sie sich die Tränen hinfort und hustete ein paar Mal um ihre Stimme wieder zu bekommen.
      "Das war wirklich zu genial! Ich liebe bekloppte Menschen und du bist eindeutig so ein Fall! ...", sagte Lexi und hielt sich daraufhin den Mund zu als ihr klar wurde was die da gerade geäußert hatte.
      "Tut mir leid.. Das klang sicher schlimm.. ähm.. es war nicht böse gemeint und an deinem Talent zweifle ich keinesfalls. Sonst wärst du gar nicht so weit gekommen.", ergänzte die Brünette mit ihrem Blick nach unten auf den Boden gerichtet.
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      Gekonnt ignorierte der junge Mann die Blicke, die auf ihm und seiner Begleiterin hafteten. Wozu sich die Mühe machen, sie noch mit Aufmerksamkeit zu belohnen? Er selbst wurde eher selten erkannt, es sei denn er stand auf einer Bühne und sang sich die Seele aus dem Leib, aber bei Lexi war das sicher anders. Eine kommerziell erfolgreiche Sängerin wie sie fiel immer auf, das war ihm bewusst. Zumindest war Ollie froh, dass noch niemand sie dumm angequatscht hatte, denn auf Streit hatte er keine Lust.
      Das Green kam ihm bekannt vor und er konnte schwören, er wäre dort einmal nach einem seiner Konzerte vor einem Regal mit Quinoa-Produkten versackt, weil er zu erschöpft und hungrig gewesen war, um sich noch auf den Beinen zu halten.
      Auf seinen kleinen akrobatischen Zwischenfall reagierte Lexi mit einem herzhaften Lachanfall, den sie gar nicht wieder unter Kontrolle zu bekommen schien. "Bekloppt?" Unweigerlich zog sich wieder ein schiefes Grinsen über sein Gesicht. "Da liegst du völlig richtig.", prustete er selber los und lachte nun selbst. Man konnte vieles über Ollie sagen, aber er war definitiv nicht arrogant und er liebte es, wenn Menschen direkt waren. Dass ausgerechnet dieses zierliche Persönchen ihn also einfach mal bekloppt nannte, verschaffte ihr eine Menge Respekt bei dem Sänger. "Mach dir keinen Kopf, die Wahrheit tut manchmal weh." Er zuckte nur mit den Schultern. "Genau wie der Stein."
      Die beiden hielten vor dem Geschäft und Ollie fragte sich, ob es an der Zeit war zu gehen.
      "Äh, naja, ich nehme an von hier aus machst du dich alleine auf den Weg? Sehen wir uns dann morgen im Studio, oder so?" Selbst wenn sie sich vorerst nicht wieder über den Weg laufen würden, hatte sie ja seine Nummer von dem ersten Kontakt per Telefon und könnte sich melden, wenn sie wollte.
    • Mit einem schweren Gefühl in der Brust nickte Lexi sachte und verabschiedete sich von Ollie mit einem kleinen Kuss auf die Wange.
      Danach drehte sie sich schnell um damit er ja nicht sehen konnte wie nervös sie dabei war und ging den Rest Weg nach Hause.
      Innerlich hoffte sie stark das er sich darüber freute, aber zeitgleich malte sie sich auch die schlimmsten Dinge aus.
      Er könnte es geschmacklos gehalten haben oder aber sogar zu aufdringlich.
      Mit ihren Gedanken gefühlt in einer ganz anderen Welt gelandet betrat sie ihre Wohnung, schloss die Eingangstür und schmiss ihre Schuhe in die Ecke.
      Das kleine Kätzchen wurde dadurch wieder munter und meldete sich zu Wort.
      Grinsend schaute die Brünette das süße Wollknäuel an und streichelte es sachte über den Kopf.
      "Du hast sicherlich Hunger, oder?", fragte sie und bekam ein Schnurren als Antwort.
      Lexi öffnete einen Hängeschrank in der Küche und holte eine kleine Dose Thunfisch heraus um sie für das Kätzchen zu öffnen.
      Der Inhalt landete auf einen Teller den die Brünette auf den Boden stellte.
      Begeistert lief die Katze geschwind dorthin und schlug sich den Bauch voll.
      Währenddessen nahm sie selbst auch eine Kleinigkeit zu sich und dachte über den Tag nach.
      In nur sehr kurzer Zeit hatte sie ihren späteren Gegner, wenn man es so sagen konnte kennengelernt und mochte ihn eigentlich ziemlich gern. Einfacher wäre es gewesen den baldigen Gegner zu hassen, aber das ginge bei so einen lieben jungen Mann garnicht.
      Grinsend stand Lexi nun auf ihren Balkon der ihr einen herrlichen Blick über die Stadt verschaffte.
      Mittlerweile war es schon dunkel geworden und man konnte die Lichter der Stadt bewundern wie sie funkelten und langsam vor ihren Augen verschwammen.
      In Gedanken tief versunken begann die junge Dame zu singen. Dem Kätzchen schien dies zu gefallen und stimmte mit ein was Lexi zum kichern brachte. Ein Glück für sie das das Kätzchen ein angenehmes Stimmchen hatte.
      So sangen die zwei weiter bis es zeit für das Bett war.
      Zusammen murmelten sie sich unter die Bettdecke und schliefen friedlich ein.
    • - - - - - σℓяιк gιℓℓιαм - - - - -


      Wie zu einer Salzsäule erstarrt stand Ollie nach dem kleinen Abschiedskuss da, zog eine fragende Augenbraue nach oben und sah Lexi nach. Er hatte sicherlich mit Einigem gerechnet, aber nicht mit einer derartigen Verabschiedung. Nach einigen Minuten raufte er sich zusammen und machte sich ebenfalls auf den Heimweg, völlig in gedanken versunken. Diese Frau war wirklich ein Buch mit sieben Siegeln für ihn... oder mit zehn. Zwanzig vielleicht.
      Den Abend über verbrachte er damit, nachdenklich auf seiner Gitarre herumzuzupfen und über dieses ganze Projekt nachzudenken. Ob er jemandem wie Lexi gewachsen war? Natürlich hatte er eine stabile Fanbase, aber er war weniger commercial, weniger Mainstream als sie und das könnte ihm letztendlich das Genick brechen. Aber war das wichtig? Eigentlich sollte es doch nur um die Message hinter den Dingen gehen. Der junge Sänger legte seine Gitarre wieder beiseite und setzte sich stattdessen an den kleinen Glastisch, den er in der Wohnzimmerecke aufgestellt hatte. Es war viel zu lange her, dass er gezeichnet hatte und das Poster im Plattenladen hatte ihn daran erinnert, dass er mal wieder einen Stift in die Hand nehmen sollte. Ein Bild nach dem anderen gesellte sich auf das zunächst leere Blatt Papier, bis es ein unsortierter Haufen an Formen, Personen und Gegenständen war. Ein Comic.. oder noch besser, ein Kurzfilm? Er könnte eine verlängerte Version eines Musikvideos produzieren für den Wettstreit! Ollie grinste zufrieden. Ja, das war eine fantastische Idee. Er würde Lexi gleich morgen davon erzählen, entschied er.

      ~einen Tag später~

      Obwohl er einige Stunden im Studio herumgehangen und ein paar seiner neuen Demoversionen neu aufgenommen hatte, war er der Brünetten bisher nicht begegnet. Nunja, sie hatte vermutlich auch einen ziemlich vollen Terminkalender im Gegensatz zu ihm aktuell, dachte sich Ollie. Er wuschelte sich durch die dunklen Haare und streckte erschöpft die Beine lang, als er es sich auf dem großen Sofa in der Lounge auf seiner Etage gemütlich machte. Mit dem ausgestreckten Arm balancierte er seine Trinkflasche und beobachtete das Muster, das das Wasser an die Decke warf.
      Er hatte Lexi eine Nachricht geschrieben, ob sie zu seinem Konzert in zwei Tagen kommen wollte, aber bisher hatte sie nicht geantwortet. "Vielleicht hab ich da auch was falsch interpretiert...", seufzte er und legte sich die Flasche auf die Stirn.
    • Mit zarten Drückerchen im Gesicht wachte Lexi allmählich auf.
      Ganz verschlafen rieb sie sich die Augen um klar sehen zu können. Grinsend schaute sie in auf ihr Gegenüber das glücklich darüber schien das Lexi endlich wach geworden war. Denn das kleine Kätzchen hatte einen Mordshunger.
      So stand die junge Frau auf und bereitete sich und dem Fellknäul etwas zu Essen zu.
      Bald war es auch schon soweit und sie wurde mit Nachrichten und Aufgaben bombadiert.
      Der Booker ihrer Modelagentur bei der sie angestellt war lief gefühlt jeden Tag heiß, weil zig Leute ihr Gesicht vor der Linse sehen oder sie auf den Laufsteg haben wollten.
      Es war sehr gut in dieser Branche so gefragt zu sein. Jedoch war es dadurch auch sehr schwierig ein freies Privatleben zu führen.
      Hin und her gerissen von all dem kleidete sich Lexi heute in einem schwarzen Anzug mit Schlag.
      Den hatte sie zugeschickt bekommen von ihrer Agentur. Sie sollte damit abgelichtet werden um für junge Frauen im Büromanagement zu werben.
      Danach verabschiedete sie sich von ihrem Kätzchen um zur Arbeit zu fahren.
      Ein Wagen wurde ihr geschickt um sie zu ihrem Fotoshooting zu bringen.
      Bei den Bildern die geschossen wurden kam haufenweise Lob wegen ihrer natürlichen und wunderschönen Ausstrahlung vor der Kamera.
      Das erfreute Lexi immer wieder.
      Nachdem all das geschafft war wofür sie her gekommen war schaute sie auf die Uhr und bemerkte wie spät es schon war!
      Erschrocken zog sie sich schnell um und machte sich auf dem Weg ins Studio zu Ollie.
      Dort angekommen überrumpelte sie ihn wohl vollkommen durch ihr plötzliches Auftauchen und dafür entschuldigte sie sich mehr als einmal bei ihm.
      "Tut mir wirklich leid das ich erst jetzt hier bin. Mein Booker hat mich heute wirklich überladen mit Pflichten.", sagte die Brünette und setzte ein verschwitztes Lächeln auf.
      Von der Nachricht auf ihren Handy wusste sie noch nichts da sie zu beschäftigt gewesen war.