F(L)ame [Yuna + Sachiko]

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    • F(L)ame [Yuna + Sachiko]

      @Yuna-Takahashi
      @Sachiko




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      - - - - - σℓяιк gιℓℓιαм - - - - -

      Die Strandpromenade war wie leergefegt, aber selbst Venice Beach hat Momente, in denen nicht viele Menschen Lust haben, sich dort zu sonnen, zu präsentieren oder Fotos für Instagram zu schießen. Dieser Donnerstagmorgen war einer dieser Tage, an dem das selten gewordene Mistwetter die sonnigen Kalifornier mit ihren noch sonnigeren Gemütern zu Hause bleiben ließ. Ollie klickte nervös mit seinem Feuerzeug. Es lang ihm nichts daran, was sein Boss ihm sagte, aber er wusste, was er vorhin gehört hatte. Was für ein Angebot das war. Klar, ein Werbedeal ist ein Werbedeal und steht für diesen ganzen Konsumkram, mit dem man Ollie nicht beeindrucken konnte, aber es kam immer darauf an, was man draus machte. Klick. Die Spitze von Ollies Zigarette fing an zu glühen. Er sollte sich das wirklich abgewöhnen, fand er, aber old habits die hard, right? Er betrachtete nachdenklich das kleine Schraubglas, das er immer als mobilen Aschenbecher missbrauchte. Gleich würde sie ankommen. Lexi. Lexi Papillon. Ihre Songs waren nicht einmal schlecht, aber sein allgemeines Interesse lag nicht bei hübschen Mädchen mit einer netten Stimme. Er wollte wissen, was dahinter steckte. Zu seinem Glück hatte sein Manager ihm ihre Nummer gegeben und tatsächlich hatte sie sogar auf seine Nachricht reagiert und einem Treffen zu gestimmt. "Naja, früher oder später hätten wir uns sowieso getroffen, wegen diesem Affenzirkus." Ollies Feststellung war richtig - da seine Plattenfirma entschieden hatte, ihn in so eine Publicity Kiste reinzuziehen und ihn gegen Lexi antreten zu lassen, konnten sie sich in Zukunft schwerlich aus dem Weg gehen.
      Ollie scrollte noch einmal durch die Mail seines Bosses um sich durchzulesen, was da alles auf ihn zukam. Mit angehängt war ein kurzer Steckbrief von Lexi und mehrere Fotos. Er zog an seiner Zigarette und schnippte die Asche in sein Glas. "Mal sehen, was du so drauf hast." Der Name klang jedenfalls eher nach einem Pornostar, fand Ollie, aber sein eigener Künstlername war wohl nicht viel besser. Er musste schmunzeln. Nachdem er aufgeraucht hatte, steckte er sein Aschenbecherglas weg und setzte seine Brille auf. Meistens wirkte er weniger einschüchternd, wenn er sie trug und er wollte keinen miesen ersten Eindruck hinterlassen. Spätestens wenn er den Mund aufmachte, würde sie ihn unsympathisch finden, da war er sich sicher, aber vielleicht war ein harmloses Aussehen von Vorteil. Ollie blickte auf, als er Schritte hörte. Da kam sie, mit ihrem langen, wehenden Haar und ihrem perfekten Teint. Er sog scharf die Luft ein. "Auf geht's."
    • Langsam schlenderte Lexi Richtung Strandpromenade. Auf dem Weg dorthin liefen ein paar Leute an ihr vorbei die wohl schnell nur zum einkaufen wollten. Die Menschen hier schienen das schlechte Wetter nicht wirklich zu mögen. Doch der Brünetten störte dies keineswegs. Ihr war die Kälte viel lieber als ständige Hitze. Besonders da sie auf ihre Haut sehr achten musste um für Fotoshootings perfekt auszusehen.
      Auf einmal kam ihr eine Katze die noch sehr jung zu sein schien entgegen. Sie sah aus als habe sie den ersten Regenschauer von heute abbekommen. Lexi tat das Tier unglaublich leid und so entschied sie sich ihren Pullover den sie über ihrem T-shirt trug auszuziehen und die Katze darin einzuwickeln. Die Katze miaute um sich wohl bei ihr zu bedanken und so trug sie sie mit zu ihrem Treffen.
      Allmählich betrat sie die Strandpromenade wo sie sich mit einem Künstler namens Olrik Gilliam treffen wollte der sie angeschrieben hatte.
      Dem Treffen hatte sie beinahe augenblicklich zu gestimmt, denn so war es wesentlich einfacher und ehrlicher ohne Kameras im Hintergrund zu haben, sich mal ausgiebig zu unterhalten.
      Dennoch war sie leicht nervös. Sie hatte über ihren baldigen neuen Partner nämlich schon allerhand gelesen. Er schien wohl manchmal schlecht gestimmt zu sein und wirkte daher unhöflich und unsympathisch auf andere.
      Dennoch liebten ihn seine Fans. Gerade weil er nicht so falsch wirkte wie einige andere Prominente.
      Schon bald erblickte sie den jungen Mann der mit seinen Aussehen echt gut zum Wetter passte.
      Seine Haare und Augen hatten die gleiche Farbe wie die Wolken am Himmel die sich über ihnen befanden.
      Kichernd über diesen Gedanken kam sie bei ihm an und sprach gleich drauf los.
      "Haillo~ Freut mich dich live kennen zu lernen! Du passt heute wirklich gut zum Wetter.", sagte die junge Dame und richtete ihren Blick verlegen zu Boden als sie begriff was sie da gerade gesagt hatte. Dabei miaute ihre Begleitung wieder und wand sich etwas frei aus dem Kleidungsstück.
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      Ollie schaute auf die junge Frau herunter, die ziemlich triefnass zu ihm unter den Rettungsschwimmerturm getreten war. Er zog eine Augenbraue hoch, als Lexi zu sprechen begann. Dass jemand seine Haare mit schlechtem Wetter verglich, war ihm neu. "Hi, ich bin Ollie. Und du... bist nass.", stellte er fest. Er wollte gerade fragen warum, als sich eine kleine Katze aus ihrer Jacke wand, die sie in den Armen trug. "Nanu? Wir haben einen Gast?" Ollie beugte sich herunter zu der Katze, immernoch mit einem Gesicht als hätte ihm eben jemand gegen das Schienbein getreten. Als die Katze ihn erblickte, miaute sie erneut und tapste mit ihrer Pfote auf seine Nase. Es war, als hätte man die Sonne wieder eingeschaltet, denn Ollie begann zu lächeln. "Oh was für ein hübsches kleines Ding!" Spielerisch pustete er die Katze an und kicherte, als sie sich wie ein Wurm zu winden begann.
      "Wusste nicht, dass du in Begleitung kommen würdest, Lexi." Er richtete sich wieder auf, um ihr nicht zu nahe zu kommen. Persönliche Freiräume waren schließlich eine komplizierte Sache, vor allem für junge Frauen und mit seiner deutlich größeren und kräftigeren Statur hatte er Angst, er würde sie erschrecken. "Also, naja, ich nehme an dein Label hat dir das selbe Angebot wie mir unterbreitet, huh? Was hältst du von der Sache?" Er verschränkte die Arme hinter dem Kopf und schaute zur Seite. Augenkontakt gehörte nicht zu seinen Stärken, so viel stand fest. Der Regen prasselte währenddessen um sie herum weiter unaufhörlich auf den Boden ein, aber der Unterstand hielt sie vorerst trocken.

    • Lexi schaute auf ihre Kleidung. Ihr selbst störte es keineswegs das sie komplett durchnässt war, aber dieser Ollie schien wohl etwas penibel zu sein. Bis sein Blick sich auf die Katze legte wirkte der junge Mann recht abstoßend.
      Menschen waren wohl wirklich nicht so seine Welt. Obwohl er durch gerade diese berühmt geworden war.
      Leicht schmunzelnd beobachtete die Brünette ihren Gegenüber dabei als er ihre Begleitung bemerkte.
      Er spielte mit der Katze und schien sogar für einen Augenblick gelächelt zu haben.
      Als er sich zurück zog und die Arme hinterm Kopf packte konnte Lexi gar nicht anders als zu kichern.
      Ein so dermaßen großer Mann der total Angst einflößend wirkte schien auf einmal verlegen zu sein oder besser gesagt schüchtern geworden zu sein. Das war Lexi von Stars die sie bis jetzt kennengelernt hatte nicht mehr gewohnt gewesen.
      Auf seine gestellte Frage musste sie tatsächlich einen Moment nachdenken und legte dann den Kopf, mit einem sanften Lächeln auf den Lippen, schief.
      Dabei rutschten ein paar ihrer Haarsträhnen auf die Katze. Diese begann sofort damit zu spielen und machte zeitgleich Angriffsgeräusche.
      Das Knurren der Katze verschwand fast unter dem Geräusch des starken Regens.
      "Eigentlich hatte ich erwartet einen weiteren mir unsympathischen Künstler hier anzutreffen. Jedoch jetzt wo ich dich getroffen habe bin ich äußerst froh darüber das du mein Gegner sein wirst. Besonders weil du Tieren wohl auch nahe zu sein scheinst."
      Es blitzte und grollte einmal stark auf, sodass sich die Katze in ihren Arm erschreckte und sich in das Kleidungsstück zurück zog um sich zu verstecken.
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      Ollie verkniff sich ein Lachen. „Ach, warte nur ein paar Wochen ab, dann findest du mich sicher doch noch unsympathisch.“ Für einen Moment sah er sie direkt an. „Aber ja, Tiere sind schon was Tolles. Ich liebe die Natur generell und alles, was sie zu bieten hat.“ Er vernahm ebenso wie sie das Grollen und betrachtete den Himmel. Eigentlich liebte er Stürme, aber sein Hoodie war nicht gerade wetterfest und er wünschte sich, er hätte seine gute alte Wanderjacke angezogen. Sei's drum. „Uff, scheint so, als ob das noch ein richtiger Sturm werden könnte.“, murmelte Ollie mit Blick auf den Blitz. „Du scheinst zwar für deine schmale Statur recht hart gesotten zu sein, aber dein kleiner pelziger Freund hat wohl Angst. Eine Freundin von mir hat einen kleinen Laden hier in der Nähe, wenn du magst, können wir uns dort eine Weile verkrümeln und die Katze ein wenig aufpäppeln, bis das Wetter besser ist?“ Ollie war sich nicht sicher, ob das zu intim klang oder einfach nur als nette Geste rüberkam, aber ihm tat das verängstigte Fellknäuel wirklich leid.
      Er nickte in Richtung einer kleinen Straße. Nur wenige Geschäfte waren beleuchtet. Offenbar hatte bei schlechtem Wetter niemand Lust zu arbeiten, wer weiß.
    • Etwas verwundert über das Gesagte des jungen Mannes blinzelte Lexi ein paar Mal um zu verstehen was er gerade von ihr wollte.
      Ihre Wangen färbten sich in ein sanftes rosa, während sie über das Kommentar seinerseits nach dachte und nickte.
      Schmale Statur...
      Zwar war es weder ein wirkliches Kompliment noch anzüglich gemeint, aber dennoch beschlich Lexi das Gefühl der Verlegenheit.
      Ein fremder nicht schlecht aussehender Mann achtete auf ihre Figur... Irre Gefühle rannten hin und her. Einerseits war es ihr mehr als peinlich, aber andererseits fühlte sich das auch gut an.
      Mit ihren Gedanken komplett versunken liefen sie auch schon an ein paar Geschäften vorbei. Wobei kaum eins Geöffnet hatte.
      Erst jetzt fiel der jungen Dame ebenfalls auf das ihr Begleiter sie aus den Augenwinkeln betrachtete.
      Ollie musste sie für bekloppt erklärt haben. So sah es zu mindestens vom Blick her aus.
      Nach ein paar weiteren Minuten kamen sie schließlich bei dem Geschäft von dem er gesprochen hatte an.
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      Nach einigen Minuten Fußmarsch waren Ollie und Lexi an ihrem Ziel angekommen. Vor ihnen lag das Schaufenster eines Plattenladens, der ziemlich original so aussah, wie man sich einen Plattenladen vorstellte... wenn man in den 70ern gelebt hätte. Mit einem bimmelnden Glöckchen schwang die Glastür nach innen auf, die Ollie für seine Begleitung aufhielt.
      Hinter dem Verkaufstresen stand eine ziemlich gelangweilte junge Frau, deren Afro langsam mitwippte, wenn sie ihre Hüfte im Takt zur Hintergrundmusik bewegte. Als die zwei Neuankömmlinge eintraten, blickte sie auf. "Ollie! Lange nicht gesehen." Ihr Lächeln war so herzlich, wie es breit war - enorm. Ihr Blick fiel auf Lexi und die Katze.
      "Neiiiin, nicht wahr. Du bist doch Lexi Papillon oder? Ich hab' sogar deine letzten zwei Alben im Angebot!" Sie kam auf Lexi zu und bemerkte dann die Katze bei ihr. "Oh und noch ein süßer Gast heute. Darf ich?" Vorsichtig streckte sie die Hände aus. "Ich habe hinten einen kleinen Heizlüfter, davor kann ich sie parken. Thunfisch ist bestimmt auch noch da."
      Olrik versuchte zu mindest, sie etwas zu bremsen. "Gracey, immer langsam." Er machte eine beschwichtigende Bewegung mit den Händen. "Jetzt benimm dich nicht wie ein peinlicher Teenie." Er lachte herzhaft. "Wir sind in den Regen geraten und naja, so wie es aussieht sind Lexi und ich in Zukunft gemeinsam in ein Projekt involviert." Mit einem Seitenblick auf Lexi vergewisserte er sich, dass sie nicht von seiner Bekannten völlig überrumpelt war. "Magst du vielleicht einen Tee oder sowas? Grace hat immer ein heißes Getränk für nette Leute übrig."
    • Lexi schaute sich begeistert in dem Plattenladen um. Überall hangen berühmte Schallplatten und Bilder von neuen sowie alten Stars.
      Ein "Wow~" entrutschte der jungen Dame bei diesem Anblick.
      Dann kam auch schon die Verkäuferin des Ladens auf sie zu gelaufen und überfiel sie gefühlt.
      Jedoch machte Lexi das nichts aus. Ihr gefiel das Lächeln von der Frau mit dem Afro sehr. Kurz darauf erfuhr sie auch schon durch Ollie ihren Namen.
      "Es freut mich hier so willkommen geheißen zu werden. Danke Gracey. Und ich würde liebend gerne einen Kamillentee trinken, wenn das möglich ist.", erwiderte die Brünette ebenfalls mit einem Lächeln im Gesicht.
      Vorsichtig übergab sie die kleine Katze an Gracey die sie nach hinten brachte.
      Dann schaute sich Lexi noch etwas mehr um und entdeckte tatsächlich ihre eigenen Platten. Interessiert schaute sie auf das Cover auf dem sie ihren Zuschauern gerade zu winkte. Diese Momente, wenn ihre Fans begeistert von ihr waren waren für sie wie eine Glücksspritze. Sie war mehr als nur froh darüber das sie auf der Straße entdeckt worden war und nun zu den Stars gehörte.
    • Neu

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      "Aber sicherlich, Kamille für die Dame!" Gracey eilte mit der Katzein den hinteren Teil des Ladens. Ab und zu hörte man sie mit ihr sprechen wie mit einem Baby. Da keine Kunden anwesend waren, fühlte sie sich völlig ungestört. Irgendwann war das Pfeifen eines alten Wasserkessels zu hören. Ollie musste schmunzeln, als er Lexi mit ihrem eigenen Album in der Hand sah. Sie wirkte weit weniger arrogant, als er es erwartet hatte. "Sag mal Lexi, ist das dein richtiger Name oder heißt du wirklich so? Oder eher Alexis, Alexaxndra vielleicht?" Ollies Talent für Smalltalk war genau so ausgeprägt wie der Sonnenschein an diesem Tag - also gar nicht. "Du wirst für diesen Wettbewerb bestimmt einen Song schreiben, oder? Er wird sicher ein Hit." Okay, er hörte sich an wie ein dämlicher Teenager der seinem Idol irgendwie Honig ums Maul schmieren wollte. Total versagt. Er selbst hatte sich überlegt, eventuell einen Kurzfilm zu drehen oder zu animieren, aber er hatte Sorge, dass es gemessen an der Zeit die ihnen für das Projekt blieb, zu lange dauern würde. Sein Blick wanderte über den Tresen, wo ein Poter hing, das er vor sehr langer Zeit entworfen hatte. Gracey und er kannten sich schon seit der High School und er hatte sich umso mehr gefreut, als sie nach L. A. gezogen war. Schon als er noch ein nutzloser Junge gewesen war, der in seiner Garage Musik machte, hatte sie ihm gesagt, er würde es mal weit bringen. Verglichen mit einem richtigen Popstar wie Lexi fühlte er sich allerdings eher unbedeuted. Seine Fanbase war eher speziell, er erreichte den Mainstream nicht. Warum man gerade in ausgesucht hatte, um gegen sie anzutreten, war ihm schleierhaft. Auch er sah ihrAlbumcover. Sie winkte dem Publikum zu, wie Stars das eben so machen. Ob er das auch könnte? Er glaubte, dass man ihn eher wegen seiner Message mochte anstelle seines Charismas. Ausstrahlung konnte man nicht erlernen und seine gleich mehr einer kleinen grauen Wolke. Lexi, deren Künstlername das Wort Papillon enthielt, wirkte schon eher wie ein delikater Schmetterling mit prächtigen bunten Flügeln. Wie Ollie sie so anstarrte, fiel ihm auf, dass er bestimmt wieder gruselig wirkte und rasch griff er eine beliebige CD um sie sich anzusehen, damit Lexi ihn nicht für einen Vollspinner hielt.
    • Neu

      Über die Frage nach ihrem richtigen Namen musste Lexi einfach schmunzeln.
      Schon sehr oft wurde sie danach gefragt und erntete lustige Blicke mit ihrer Antwort. Jedes Mal aufs Neue.
      "Tatsächlich ist das mein richtiger Name. Das einzige was ich aus meiner Vergangenheit behalten habe. Selbst mein Nachname ist neu. Ich war dabei auch sehr einfallsreich und nahm einfach meine Haarfarbe als Zuname.", lachte die junge Dame in den Raum.
      Plötzlich fiel ihr noch eine Kleinigkeit ein. Ihre Narbe. Die die sie immer daran erinnern wird was für ein Glück sie hatte.
      Gedankenverloren blickte Lexi zur Seite und dachte an ihre Vergangenheit.
      Irgendwie hoffte sie inständig das ihre Mutter noch lebte und vielleicht sogar einen neuen, aber liebevollen Mann gefunden hatte.
      Seit der Zeit damals wo sie geflohen war hatte sie keinerlei Kontakt zu ihren Eltern gesucht. Einfach nur aus reiner Furcht.
      Aber mittlerweile würde sie zu mindestens ihre Mutter gerne wieder sehen wollen.
      Während sie vor sich hin überlegte gab ihr Ollie ein Kompliment worauf sie leicht kicherte.
      "Tatsächlich hatte ich vor einen Song zu schreiben und dann zu singen. Aber im Augenblick fehlt mir noch die Inspiration dazu.", gab sie als Antwort und schaute ihren Gegenüber an.
      Seine Augen wirkten in diesen schwachen Licht wie ein Sturm aus Gefühlen. Mal positiv und mal negativ.
      Er hatte es sicherlich auch nicht leicht im Leben und scheinbar jetzt immer noch nicht...
      Langsam ließ sie ihren Blick wieder auf ihr Cover gleiten und konnte einfach nicht anders als ein Foto davon zu machen.
      Fix holte sie ihr Handy heraus und machte einen Schnappschuss.
      Nach wenigen Momenten spürte sie den Blick von Ollie auf sich haften. Ob sie wohl was im Gesicht hatte?
      Obwohl sie oft fotografiert wurde und eigentlich alles offen legen musste ging dieser Tick einfach nicht weg.
      Sobald jemand egal wer es war sie zu lange anschaute glaubte sie das etwas mit ihrem Körper nicht in Ordnung sei.
      Um ihr Unwohlsein zu überdecken strich sie ein paar ihrer Haarsträhnen hinters Ohr und merkte dann wie sich Ollie eine CD schnappte.
      War es eine Ablenkung seinerseits oder hatte er die ganze Zeit schon auf diese CD geschaut?
      Lexi hoffte aus irgendeinen Grund beides.
      Kurz darauf kam Gracey wieder zurück und übergab ihr die Tasse mit frischen Kamillentee. Wie das herrlich duftete~
      Augenblicklich schien sich Lexi komplett zu entspannen und trank vorsichtig nachdem sie einmal gepustet hatte einen guten Schluck.
      "Wie sieht es denn mit deinem Namen aus? Wer hat sich den ausgedacht?", fragte Lexi und blickte zu dem jungen Mann hin.
    • Neu

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      "Oh, das ist interessant." So banal die Aussage auch war, aber Ollie fand es tatsächlich spannend zu hören, dass Lexi ihren Nachnamen selbst gewählt hatte und das auch ihr Vorname keine Abkürzung war. Irgendetwas an ihr war geheimnisvoll und er fragte sich unweigerlich, ob er der Sache auf den Grund gehen könnte, wenn sie eine Weile miteinander arbeiteten.
      Bei der Frage nach seinem eigenen Namen entgleisten Ollie die Gesichtszüge. Gracey, die sich wieder zu den beiden gesellt hatte, öffnete schon den Mund um an seiner Stelle zu antworten, aber er hielt ihr schnell die Hand vor den Mund, bevor sie etwas sagen konnte. "Ich warne dich!", zischte er, was mit einem Augenrollen quittiert wurde. Zögerlich ließ er seine Hand wieder sinken und wandte sich an Lexi. "Äh nunja, mein Nachname ist mein Geburtsname, aber da ich meine leiblichen Eltern nicht kenne, wollte ich den nicht tragen. Mein Vorname ist ein schlechter Scherz also lieber die Kurzform." Mit einem Stupser ihres Ellenbogens lenkte Gracey Ollie ab. "Scherz ist untertrieben, ich meine wer nennt denn sein Kind OLRIK?" Sie lachte herzhaft und versteckte sich hinter Lexi.
      "Du kleine Hexe!" Ollie überragte sowohl Lexi als auch Gracey deutlich, was ihm einen Vorteil verschafft hätte, wenn er tatsächlich daran interessiert gewesen wäre, einen Streit anzufangen. Stattdessen hielt er sich die CD, die er eben gegriffen hatte vors Gesicht. "Shame on me, ja, ich heiße Olrik."


      Seine Mundwinkel zogen in Richtung Kinn und er sah aus wie ein großer, beleidigter Frosch. "Ollie Eden kommt besser an, glaub mir. In der Rockszene braucht man irgendwas mysteriöses oder cooles und als ich noch ein kleiner dummer Junge war, fand ich das als Künstlernamen echt scharf." Grace traute sich wieder Lexi hervor und lehnte sich lässig an eins der Regale. "Soso, ihr habt also ein Projekt am Laufen. Klärt mich jemand auf oder ist das nur für Eingeweihte?" Sie legte die Arme hinter den Kopf und drückte damit ihr fluffiges Haar ein wenig zusammen, was aber bei einem derart riesigen Umfang nicht zu vermeiden war.
      "Äh nunja...", setzte Ollie an, "Keine Ahnung ob wir darüber sprechen dürfen, ich habe es vorgestern erst von meinem Management erfahren." Etwas hilflos blickte er zu Lexi und hoffte, dass ihr Label besser darin war, seine Künstler über ihre neuen Projekte in Kenntnis zu setzen. Sie war definitiv mehr Mainstream als er und es beschlich ihn die Angst, er könnte etwas ausplaudern, was ihrer Karriere schadete.
    • Neu

      Lexi war sehr amüsiert über diesen kleinen "Streit" von Ollie und Gracey.
      Sie schienen sich wirklich schon länger zu kennen und scheinbar auch wirklich gut. Ein kleiner Stich in der Brust machte sich bei ihr bemerkbar. War sie etwa eifersüchtig auf diese Sympathie zwischen den Beiden?
      Mit ihrem Blick auf die Zwei gerichtet lächelte die Brünette als sie von Ollie beinahe flehend angeschaut wurde und nickte.
      "Mir wurde angewiesen einiges für mich zu behalten um die Neugierde der Leute aufrecht zu erhalten. Allerdings kann ich so viel verraten das ich einen neuen Song schreiben und singen werde. Und zusätzlich das es eine Überraschung geben wird.", erklärte Lexi mit einem Zwinkern.
      Ollie's Freundin schien nicht wirklich begeistert über diese Antwort zu sein. Sie versuchte noch ein paar Momente länger nach zu stochern und so mehr zu erfahren. Sie versprach auch niemanden etwas zu sagen. Jedoch blieb Lexi standhaft und verriet nichts weiter.
      Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit kam sie sich wie ein normales Mädchen vor.
      Eins das von einer guten Freundin ausgequetscht wird wie es zum Beispiel beim Date gelaufen war oder ähnliches.
      So konnte sie nicht anders und lachte aus ganzem Herzen. Diese Gracey war einfach toll!
      Danach bemerkte sie aus den Augenwinkeln das der Regen aufgehört hatte und sie sich auf den Weg machen konnte.
      "Danke dir Gracey für die Gastfreundschaft und den Tee. Er war wirklich lecker. Ich sollte mich allmählich nur wieder auf den Heimweg machen.", sagte die Brünette und machte kleine Geräusche um die Katze wieder zu sich zu locken. Kurz darauf tappte die Süße zu ihr miauend hin und Lexi nahm sie wieder auf dem Arm.
      Jetzt war sie auch wieder trocken und fühlte sich sichtlich wohler als zuvor.