My Deal with the Devil [Sachiko feat. Pumi]

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    • My Deal with the Devil [Sachiko feat. Pumi]

      Was würdest du geben, um ein Leben zu retten? Um dein Leben zu retten? Würdest du ein anderes Leben gegen deines eintauschen?
      Eine solche Frage zu beantworten ist schwer, bis man in eine Situation gerät, die das eigene Überleben gefährdet. Setzt dieser den Menschen ureigene Instinkt erstmal ein, ist die Antwort klar, die Entscheidung leicht.
      X erging es nicht anders, als sie eines Nachts überfallen wurde. In einer dunklen Gasse schlich sich der Mann an sie an, bedrohte sie mit einem Messer. An die Wand gedrückt, eine Klinge an der Kehle, hatte sie keine andere Wahl, als sich ihrem Schicksal zu ergeben. Er war einfach viel stärker als sie. Sie schloss die Augen und wartete auf den Schmerz. Doch der blieb aus. Stattdessen hörte sie, wie jemand ein Liedchen pfeifend die Gasse entlangschlenderte. Sie öffnete die Augen und tatsächlich war da ein gutaussehender Gentleman, der auf sie zukam. Ihn schien die Szene in keinster Weise zu stören und sie befürchtete schon, er würde zu ihrem Elend beitragen. Seltsamerweise rührte sich ihr Angreifer gar nicht mehr.
      "Ich würde sagen, gnädige Dame, Ihr habt ein Problem", stellte der andere fest und beäugte den bewaffneten Mann, der scheinbar eingefroren war.
      "Wer seid Ihr?", fragte sie ängstlich.
      Sie konnte sich immer noch nicht bewegen, war eingeklemmt zwischen der Mauer in ihrem Rücken und dem Messer an ihrem Hals. Ein falsches Zucken und sie würde sterben.
      "Jemand, der Euch aus dieser misslichen Lage befreien kann. Ich kann Euch das Leben schenken", antwortete der Fremde.
      Mit Interesse beäugte er den zerlumpten Anzug des Angreifers, als wäre seine eigene Kleidung nicht um Welten besser.
      "Was wollt Ihr dafür?"
      Ein Lächeln schlich sich auf das Gesicht des Fremden und als er sie ansah, da wusste sie, dass dieser Mann anders war. Irgendwie... falsch. Er grhörte nicht hier her, weder in diese Gasse, noch in diese Stadt. Zeitgleich war da etwas an ihm, dass sie über die Maßen anzog. Sie wollte ihm zuhören, ihm jeden Wunsch von den Lippen ablesen.
      "Euer Leben natürlich. Immerhin soll ich es ja retten."
      "Ihr wollt, dass ich Eure Sklavin werde?"
      "Nein, nicht doch. Alles, was ich will, ist, dass Ihr lebt. Mehr nicht. Macht das Beste aus dem, was ich Euch schenke. Und dann, irgendwann, sterbt Ihr, wie der Rest aller Menschen."
      Sie dachte nicht darüber nach, wie seltsam er das Wort 'Menschen' betonte. Das Angebot war zu gut, um Nein zu sagen. Und sie wollte nicht sterben.
      "In Ordnung", sagte sie und das Lächeln auf dem Gesicht des Fremden wurde breiter.
      Im nächsten Augenblick spürte sie den widerlichen, warm-feuchten Atem ihres Angreifers wieder auf der Haut. Der Fremde tippte ihm jedoch höflich auf die Schulter.
      "Hä?! Was willst du denn?!", lallte er.
      "Von Euch? Nicht viel. Allerdings habe ich dieser Dame hier etwas versprochen."
      "Und was soll das sein?!"
      "Nun, kurz gesagt, Euer Ableben."
      Er schubste den Angreifer beinahe sanft beiseite. Nur das nichts sanft daran war. Der Mann flog durch die halbe Gasse und krachte einige Meter entfernt gegen eine Mauer.
      "Das ist der Zeitpunkt, an dem Ihr nach Hause rennt und Euch einredet, das alles sei nur ein böser Traum gewesen", raunte er ihr zu und schritt langsam, bedrohlich auf den Angreifer zu.
      Und sie gehorchte. Sie raffte ihren Rock hoch und rannte davon.

      Das war vor beinahe dreihundert Jahren gewesen. Der Fremde aus der Gasse hatte Recht behalten und das auf die grausamste Art, die man sich nur vorstellen kann. X hatte Unfälle überlebt, war allen gefährlichen Ereignissen immer gerade so entkommen, ohne auch nur einen Kratzer davonzutragen. Alles schien um sie herum zu passieren, nie jedoch mit ihr im Zentrum. Und nach ein paar Jahren lernte sie, dass nicht einmal der Tod seine Hände nach ihr ausstreckte. Ihre Freunde, ihre Familie, sie alle alterten oder wurden krank, aber nicht sie. Sie behielt ihre Schönheit, ihre Jugend, ihre Gesundheit. Dieser Fremde hatte ihr in jener Nacht tatsächlich das Leben geschenkt. Und im Gegenzug würde er entscheiden, wann sie starb.

      Nun, nach so langer Zeit, die sie in Selbstmitleid verbracht hat, will sie sich nicht länger davon einschränken lassen. X nutzt dieses Leben endlich und lernt den Luxus der Gegenwart zu schätzen. Sie baut sich ein neues Leben auf, mit neuen Freunden, vielleicht sogar einer neuen Familie.
      Alles läuft gut. Bis sie eines Nachts in einer dunklen Gasse von einem Betrunkenen überfallen wird. Wieder wird sie an die Wand gedrückt, ein Messer schneidet ihr in die Haut am Hals. Und wieder scheint die Zeit still zu stehen, bis sie diese Melodie hört und ein attraktiver Mann vor ihr stehen bleibt. Ein Mann, der nicht in diese Welt gehört, wie sie nun weiß.
      "Ich würde sagen, gnädige Dame, Ihr habt ein Problem", wiederholt der Mann die Worte, die er damals schon zu ihr sprach.
      "Was willst du mir dieses mal schenken, Dämon?"
      "Aber aber, jetzt fühle ich mich beleidigt. Du warst es doch, die dieses Leben wollte."
      "Nein. Du hast mich betrogen!"
      "Ach, hab ich das? Dann wird es dich ja freuen, zu hören, dass ich gekommen bin, um meinen Preis einzufordern. Der Augenblick erschien mir poetisch und - seien wir mal ehrlich - viel aufregender wird's mit dir nicht mehr."
      Ihr Herz setzte einen Schlag aus. Da war sie wieder. Diese lähmende Angst vor dem Tod. Dieser Instinkt, der sie anschrie, alles zu tun, was nötig war, um zu überleben. Vollkommen egal was.
      "Was, wenn doch?", hörte sie sich sagen, "Was, wenn ich es wieder interessant machen kann?"
      "Pfft. Was ist an einem netten Mädelsabend schon interessant? Der Gossip über den Bachelor?"
      "Was wenn ich dir die Welt der Menschen zeige? Ich wette, du hast noch nie ein richtig gutes Clubsandwich probiert."
      Ein kleines Zucken, dann lag sein Augenmerk vollkommen auf ihr. Sie hatte sein Interesse geweckt.
      "Ich kann's dir zeigen. Gib mir... zehn Jahre. Wenn ich dich dann immer noch langweile, bekommst du deinen Willen."
      "Ein Jahr. Du hattest schon genug Zeit."
      "Deal. Ein Jahr, um dir zu zeigen, dass mein Leben nicht langweilig ist."
      Er lächelte wieder dieses abgrundtief böse Lächeln und X wusste, was nun passieren würde. Sie schloss die Augen, dachte an einen besseren Ort, als sie spürte, wie das Messer an ihrer Kehle, der Druck an ihrem Körper verschwand. Sie drehte sich um und lief langsam zum Ende der Gasse, ohne zurückzublicken. Sie ignorierte das laute Knacken, ignorierte den Schrei, das schleimige Klatschen. Die gespenstige Stille. Und dann war da wieder diese Melodie. Sie kam langsam näher und schließlich stand der Dämon neben ihr.
      "Na dann zeig mir mal, wie aufregend es ist, ein Mensch zu sein", grinste er.



      Stecki:
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      @Sachiko

    • ~ A i n ' t ~ n o ~ R e s t ~ f o r ~ t h e ~ W i c k e d ~



      Name:
      Levi Athan

      Alter:
      das ist eine sehr gute Frage

      Background:
      Am Anfang wurde der Engel Luzifer aus dem Himmel geworfen, um die Hölle für alle Ewigkeit zu regieren. Dummerweise war es da unendlich langweilig und so wandte er sich nach ein paar hundert Jahren dem zu, was ihn anfangs so gestört hat: den Menschen. Zugegeben, gegen die Menschen selbst hatte er nichts. Es war die Tatsache, dass sie so... minderwertig waren und dennoch mehr Aufmerksamkeit von Daddy erhielten. Warum hatte er überhaupt so etwas Zerbrechliches gemacht?
      Mit der Zeit fand Levi Gefallen daran, mit diesen zerbrechlichen Dingern zu spielen. Er machte sich einen Spaß daraus, sie kaputt zu machen. Auf die Weise, da war er sich sicher, konnte er seinem Vater auch dann noch auf den Sack gehen, wenn er nicht mehr in der Silbernen Stadt leben durfte. Und so geht es schon seit Ewigkeiten.

      Sonstiges:
      - macht keinen Hehl daraus, wer er wirklich ist
      - ist körperlich nicht dazu in der Lage, zu lügen
      - guter Sänger, Musiker, Tänzer und Koch (letzteres weiß er noch gar nicht, da er sich nie die Mühe gemacht hat, zu essen)
      - de facto unsterblich mit sehr wenigen Ausnahmen
      - kann keinen Menschen aktiv töten

      Haarfarbe:
      hellblond

      Augenfarbe:
      blass

      Aussehen:
    • Name: Rosalinda "Rosa" Thinius
      Alter: forever 21
      Background: geboren 1708, beinahe ermordet im Jahre 1729 weil sie für eine Hexe gehalten wurde (rote Haare waren noch nie hilfreich dabei); seit ihrer Rettung durch den Teufel hat sie sich durch mehrere Leben gemogelt, an verschiedenen Orten Europas gelebt, ein paar Sprachen gelernt und ihr Dasein genossen; war kurze Zeit in Stalin verknallt als er noch jung war, konnte sich aber mit seiner Politik nicht identifizieren;
      durch ihre ungeplante Unsterblichkeit zog sie alle paar Jahre wieder an einen anderen Ort, damit man nicht merkt, was mit ihr nicht stimmt; seit 2015 glückliche Bewohnerin eines kleinen Lofts in einer mittelgroßen Stadt und mittelprächtige Studentin im Fach Kunst
      Sonstiges:
      - hat bereits über 4.000 Bücher gelesen und wird nicht damit aufhören, die Liste noch länger werden zu lassen
      - vermeidet zu intensive Freundschaften und Beziehungen, damit ihr Deal mit dem Teufel nicht auffliegt
      - steht insgeheim auf kitschigen Pop
      - hat panische Angst vor dem Tag, an dem der Teufel ihr Leben beendet (dafür hortet sie eine riesige Kiste mit Talismanen unter ihrem Bett, weiß aber auch, dass ihr das nicht helfen wird)

      Haarfarbe: mittleres rotbraun
      Augenfarbe: hellbraun
      Aussehen: