A dangerous Affair becoming more [Lucy-chan&Cailemia]

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    • A dangerous Affair becoming more [Lucy-chan&Cailemia]

      Anderson Lupus

      Von seiner Suite aus, aus einem der höchsten Wolkenkratzer dieser Metropole, blickte er durch seine riesigen Fenster hinaus auf die von Lichtern durchflutete Stadt, das Nachtleben hatte gerade erst begonnen und doch wirkte alles bereits so lebendig, wie bei Tage, wenn nicht sogar noch mehr.
      Es war ein wunderschöner Anblick, das musste selbst er zugeben, doch ein Grinsen umspielte seine Lippen, als er an all die Dinge dachte, die sich hinter diesem Glanz und Leben verbargen.
      Korruption, Drogen, Menschenhandel, Mord und noch so vieles mehr, in denen er seine Hände hatte. In Momenten wie diesem fühlte er sich wie der König der Welt, all das gehörte ihm, wenn er es wollte. Anderson konnte sich nehmen, nach was es ihm in diesem Moment auch beliebte, jede Frau, jeden Wagen, alles.
      Er musste es nur mit einer einzigen Person teilen, was ihn hin und wieder schmerzte, und doch war es ein genialer Schachzug gewesen, denn dadurch musste er sich nicht nur mit der Hälfte zufrieden geben, im Gegenteil, seitdem die beiden im Hintergrund ein gemeinsames Spiel spielten, hatte sich sein Reichtum und sein Einfluss verdoppelt, nein, vervierfacht und selbst außerhalb dieser Stadt hatte er bereits Wurzeln schlagen können, nun, da ihm die Geisha und seine Männer nicht mehr in die Quere kamen, nur hin und wieder gab es noch den ein oder anderen Kampf, um den Schein zu wahren.
      Anderson wusste, wenn jemand herausfand, dass er sich im Hintergrund mit seiner größten Feindin und Rivalin vergnügte, es seine Geschwister als Vorwand nehmen würden, um ihn zu stürzen, ihm seine Position zu nehmen und diese für sich selbst beanspruchen, das konnte und würde der Anführer der Red Wolfs nicht zulassen, niemals, viel zu hart hatte er für diese Position gekämpft und jeden einzelnen Tag aufs neue, um diese auch behalten zu können.
      Nachdem er sich an der Stadt satt gesehen hatte, fischte er sein Handy aus der Innentasche seines Jackets und begann eine Nachricht zu schreiben. Es wurde Zeit, dass er der Geisha einen weiteren Besuch abstattete.

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      @Lucy-chan
    • Li

      Die Zigarette zwischen ihren Lippen reichte nicht aus, um die Nerven für diesen Moment zu beruhigen, auch wenn Li es gerne gewollt hätte. Ihre Hand zitterte ein wenig, durch die viele Aufregung würde sie sicherlich bald schon einen Herzanfall bekommen, oder keine Leute mehr haben, denn zu ihren Füßen lagen ihr schon wieder zwei ihrer Männer, die sie erschossen hatte.. Ohne mit der Wimper zu zucken.
      "Boss?", einer ihrer Männer hatte zugesehen, war in der Tür der Lagerhalle stehen geblieben und wagte es nur seinen Chef anzusprechen, weil es dringend gewesen ist, er wollte nicht gleich auf dem Boden liegen, sein Leben abgeben, dafür war er noch zu jung. Li reagierte nicht, sie zog ein weiteres Mal an ihrer Zigarette und musterte den Drachen, der bei einem der Männer im Nacken zu sehen war. Seit fünf Jahren baute sich die Frau ein Imperium auf, sie nahm die Gebiete ein, nahm die Kartelle unter ihre Hand und noch immer gab es einige, die nicht verstanden, dass sie es als Frau genauso gut konnte, wie es die Männer dieser Branche taten. Vielleicht sogar noch ein wenig besser, wenn man bedachte, dass sie sich definitiv mit keiner Affäre ablenkte, niemanden an sich ran ließ, bis vielleicht auf eine kleine Ausnahme, ein kleines Geheimnis, welches Li mit sich führte. Von all den Geheimnissen, die sie tief in einer Kiste verborgen hielt war ihre kleine Affäre vielleicht das gefährlichste, sie spielte mit dem Feuer, aber es bereitete ihr einen wahnsinnigen Spaß damit zu spielen, bis sie sich verbrennen würde.
      "Boss?", die männliche Stimme erklang wieder, da seufzte Li und schloss die Augen. Sie hielt ihre Pistole noch immer in der Hand, atmete tief durch, um nicht gleich noch eine Kugel zu verschwenden. "Ich habe dich schon beim ersten Mal gehört", murmelte die Schwarzhaarige zurück und musste mit einem der Piercings in ihrer Wange spielen, um das Verlangen gleich auch wieder zu vergessen. Mit der Zunge fuhr sie mehrmals an dem Metall entlang, spielte mit der Kugel, bevor sie ihre Augen wieder öffnete und im selben Moment über ihre Schulter nach hinten blickte, um den Mann zu mustern, der was von ihr wollte. Er schluckte, hatte den Blick so definitiv nicht erwartet. "Wir.. Haben noch ein kleines Problem", er hatte gezögert, eine Unsicherheit war zu spüren, aber dieses Mal hatte Li definitiv nicht das Bedürfnis danach mit dieser Unsicherheit zu spielen, stattdessen hob sie ihre Augenbraue streng, als würde sie ihm andeuten zu weiter zu sprechen. Der Mann schluckte schwer. "Der.. Der Transporter wurde beschlagnahmt". Li atmete tief ein, schloss die Augen für einen Moment und drehte den Kopf um. Sie musste an ihrer Zigarette ziehen, der Tag war definitiv scheiße gelaufen, aber nach einer Welle guter Tage folgte auch mal so etwas.
      Sie atmete laut wieder aus, spürte das Vibrieren des Handys an ihrem Oberschenkel, dafür hatte sie gerade keine Zeit. "Ist das dein Ernst?", sie ließ den Nacken kreisen, jetzt bloß nicht ein weiteres Mal die Nerven verlieren.. "Wir..", der Mann schluckte wieder, bevor er zu der Hand mit der Pistole blickte, welche verdächtig zuckte. "Ich gebe euch drei Stunden, um diesen verfickten Transporter zu finden und wieder zu holen, sonst werde ich euch impotent machen..", sie blickte wieder über dir Schulter nach hinten, ihre Augen zeigten eine gewisse Kühle, welche die Worte noch bedrohlicher gestaltete. "Oder ich lasse euch wie schweine lebendig aufschlitzen.. Also beweg deinen scheiß Arsch!". Mit den lauter ausgesprochenen Worten war der Mann auch schon wieder verschwunden, er hatte genickt, wollte den Auftrag erledigen, bevor die Worte bald schon der Wahrheit entsprechen würden. Li seufzte, sie blickte zurück auf die beiden Leichen zu ihren Füßen, bevor sie selbst zur Tür ging. Der Stümmel landete auf dem Boden, zwei ihrer Männer warteten draußen. "Verbrennt die Halle.. Die nützt mir sowieso nichts mehr".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anderson Lupus

      Doch wie es schien, hatte die Geisha keine Zeit für den roten Wolf, nachdem er nach den ersten zehn Minuten keine Antwort bekommen hatte.
      Die Nachrichten wurde in seinem Verlauf natürlich sofort gelöscht, sobald diese abgeschickt worden war, auch wenn sein Handy mehr als nur sicher war, er konnte in dieser Angelegenheit keine Risiken eingehen, viel zu gefährlich war dieses kleine Liebesspiel, doch es war mehr Spiel als Liebe. Das und Sex, unglaublich guter Sex.
      Er hatte keine Antwort erhalten, also beschloss er die Früchte seiner Arbeit zu ernten und das Nachtleben für eine Weile zu genießen, wenn die Frau Nacht keine Zeit für ihn haben würde, dann spätestens morgen, auch wenn er es nicht ausstehen konnte zu warten.
      Er gab ihr einen Tag, genau 24 Stunden, als Tribut an die drei Jahre, in denen ihre Beziehung gut gelaufen war, aber mehr auch nicht. Wenn sie ihn länger warten lassen würde, würde sie sich mit seiner Wut auseinander setzten müssen, es wäre nicht das erste Mal, dass sie ihre Streitigkeiten mit Gewalt lösen würden, wann war das letzte Mal gewesen?
      Damals, als er einen Monat lang mit dem blauen Auge herum laufen musste? Ein halbes Jahr? Ein ganzes? Er wusste es nicht, aber es war auch nicht von Bedeutung.
      Er stieg in seinen roten Wagen, selbstverständlich ein schneller, schneidiger Sportwagen, mit dem er die Geschwindigkeitsgrenzen auf den Straßen vollkommen vergaß, während er auf dem Weg zu einem ganzen besonderen Ort war, Lupina Aria, ein Bordell in Besitz seiner Familie.
    • Li

      Unzufrieden hatte sie die Halle verlassen, es war ihr nicht ganz lieb mit solch einem Verlust zu leben, aber es gab anderes, womit man sich ablenken konnte und dazu gehörte es darüber nachzudenken, was sonst alles ihr gehörte.. Es waren die Bars, die Clubs, die Unternehmen, welche in ihrer Hand waren, welche von ihr und ihren Leuten erpresst wurden, aber da gab es noch etwas ganz anderes, was ihr die Laune ab und zu aufheitern konnte und dazu gehörte ein gewisser Mann, auch wenn es Li immer wieder komisch kam, dass ausgerechnet ein Mann es schaffte auch mal ihre Sorgen für einen Moment bei Seite zu legen.
      Nachdem die Schwarzhaarige nach draußen an ihren Wagen getreten und beobachtet hatte, wie ihre Männer mit Kanistern wieder in die Halle rein liefen, griff ihre zarte Hand nach dem Handy in der Hosentasche, um die Nachricht abzurufen, die sie vorhin bekommen hatte. Ein kleines Schmunzeln war kurz zu sehen, die Mundwinkel hatten sich nach oben bewegt, denn scheinbar konnte jemand ihre Gedanken lesen, ihr gar den gleichen Vorschlag machen sich auf eine schöne Art und Weise von den Sorgen des Tags zu befreien. Das Schmunzeln verschwand wieder, es war nur von kurzer Dauer gewesen, dann blickten ihre Augen zu der Uhrzeit in der Ecke des Bildschirms.. Sie brauchte einen Moment, um sich umzuziehen, um ihre Sachen zu holen und gleich noch zum Treffpunkt zu kommen, aber die Halle brannte noch nicht. Kurz blickte die Frau zurück, beobachtete die Handgriffe der Männer, wie sie das Benzin in der Halle verteilten, dann tippten ihre Finger auch schon die Antwort.
      36.7277955,-96.6137741, in 30 min.
      Es war ein Hotel in Norden der Stadt, den die beiden schon Mal für ihre Verabredung genutzt hatten, aber es wurden keine Fragen gestellt, es gab einen Nebeneingang und vor allem die Möglichkeit ungestört in einem der oberen Appartements zu sein, für welche sie ebenfalls eine Karte besaßen. Li ging gerne dort hin, von dort aus konnte sie Morgens immer dem Sonnenaufgang vom Balkon aus zusehen, wenn sie nicht mehr in der Lage war zu schlafen, auch wenn sie immer gleich müde ins Bett fiel. Der Sex war gut, sonst würde sie nicht immer und immer wieder dort hin zurück kommen, diese Partnerschaft aufrecht erhalten, aber es gab auch Nachteile dessen, Momente, die jedes Mal zu eskalieren drohen, die beiden Mal das Leben kosten könnten, aber auch die Momente, in denen sie dann noch wach lag und ehrlich darüber nach dachte, ob es das Richtige war. Es würde sie so viel kosten, wenn das raus kommen würde..
      "Wir sind fertig, Boss", verkündete einer der Männer, gleich nachdem Li die Nachrichten von der Nummer wieder gelöscht hatte. Sie musste vorsichtig sein, ihre Spuren beseitigen und ihre Männer glauben lassen, sie würde sich mit einem Geliebten treffen, oder gar einer Geliebten.. Mit Frauen hatte Li auch schon das Vergnügen gehabt. Sie steckte das Handy wieder weg, ihr wurde das Feuerzeug hingehalten, die Spur des Benzins führte bis hinter sie, sie sollte die Ehre bekommen, das Problem selbst zu beseitigen. Sie tat es, zündete das Feuer an und ließ es fallen, um innerhalb weniger Sekunden zu sehen, wie es sich ausbreitete, die Halle gleich einnahm. Einen Moment blickte sie fasziniert dahin, versuchte sich damit vielleicht ihre Wut zu stillen, aber es half nichts, es musste was anderes her. "Wir fahren ins Appartement..", kündete Li als nächstes an. "Ich habe noch eine Verabredung".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anderson Lupus

      Der Mann mit der roten Mähne genoss den die klare Nachtluft, während er in seinem schneidigen Cabrio durch die Straßen bretterte, den Fuß immer stärker auf das Gaspedal drückend, immer schneller werdend, ein Auto nach dem anderen überholen und immer wieder nur knapp einem Unfall entkommen, er liebte die schnellen Straßen, das Risiko, den nahen Tod, den Adrenalin kick und konnte nicht genug davon bekommen.
      Auf dem Parkplatz vor dem Bordell angekommen vollführte er eine geschickte Drehung, welche deutliche Bremsspuren hinterließ und er machte sich nicht einmal die Mühe seinen Wagen anständig zu parken, ignorierte die Schrottteile, die wohl heute Nacht ihren Platz nicht mehr verlassen können würden.
      Sollten sie sich ruhig beschweren, eine kalte Schusswaffe am Kopf war alles, was sie erwarten konnten, wieso sollte es Anderson auch kümmern, wem er Probleme bereitete?
      Dies war seine Stadt, er konnte tun und lassen, was er wollte, diese Schmeißfliegen konnten froh sein, dass er sie hier duldete.
      Er schob sich die tief schwarze Sonnenbrille auf den Kopf, ehe er realisierte, dass er eine neue Nachricht auf seinem Handy fand und es gab nur eine Person die es wagen würde ihm zu schreiben, während er aus war und seinen Spaß hatte.
      „Planänderung.“, grinste er schief, nachdem er die Nachricht der scheinbar fremden Nummer gelesen und sie auch wieder gelöscht hatte. Er brauchte auch gar nicht nachzusehen, worum es sich bei den Koordinaten handelte, er kannte diese und blickte auf die Uhr, es blieb ihm noch genug Zeit für einen Drink.
      Anderson war eine ungeduldige Person, die es hasste zu warten, dennoch schätze er die Zeit anderer nicht, wie er es mit seiner eigenen tat. Es gab nur wenige Personen, die er nicht warten ließ, wo er sich sogar Mühe gab, pünktlich zu sein, und die Geisha gehörte mittlerweile dazu.
      Dafür, dass sie in dieses Geschäft nicht hineingeboren war, verstand sie unglaublich gut, wie es funktionierte und sie hatte es doch geschafft, seinen Respekt zu verdienen.
    • Li

      Ihre Absätze hallten in der großen Empfangshalle ihres Lieblingshotels der Stadt. Li hatte sich fertig gemacht, vor allem umgezogen, um über den Haupteingang der Halle zu den Aufzügen zu gelangen. Der Portier blickte kurz von den Bildschirm vor sich auf, wünschte der Frau einen schönen Abend und fragte gleich, ob sie etwas bräuchte, sie war schon oft genug hier, um bekannt zu sein, ihr Gesicht war bekannt, sie zählte zu den wohlhabenden Gästen, ganz wie sie es sich gewünscht hatte. Ein kleines Lächeln zierte letztendlich die Lippen der Schwarzhaarigen, sie hob die Hand, um den Mann zu begrüßen, während ihre langen Beine in den hohen Stiefeln ihre Schritte nicht unterbrachen. "Ist die Bar aufgefüllt?", fragte sie kurz, bevor ihre Frage bejaht wurde. "Dann brauche ich nichts, vielen Dank". Sie brauchte lediglich einen Drink, bevor ihr Gast gleich bei ihr auftauchen würde, um die Nacht mit ihr zu verbringen. Wie es überhaupt dazu gekommen ist? Dessen war sich Li fast schon nicht mehr wirklich sicher, doch irgendwann hatte sich eine Regelmäßigkeit eingeschlichen, hatte den beiden eine Möglichkeit gegeben, all den Stress auszulassen und sich einfach nur um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern. Der Sex war gut, er war verdammt gut, vor allem auch, weil es nicht mehr gab, um was man sich Sorgen musste. Es gab keine anderen Verabredungen, keine Verpflichtungen, nichts, wofür man sich bemühen musste, sie konnten sich einfach nur ihren Gefühlen hin geben und entspannen, auf eine ganz besondere Art und Weise.
      Auf der obersten Etage stieg Li aus, sie steuerte die einzige Tür auf der Etage an und steckte eine Karte raus, welche aus ihrer Tasche gezaubert wurde. In ihrem Appartement war sie schon unter die Dusche gegangen, wollte vor allem den Geruch vom Tod und Benzin von sich waschen, die roten Spritzer von ihrer Haut waschen und ihre Beine noch einmal rasieren, bevor sie sich in eines der knappen Kleider gedrängt hatte. Der Rücken war frei, gab den großen chinesischen Drachen frei, der sich vom Nacken bis zum unteren Rücken erstreckte, verbarg damit die vielen Narben, welche vorher dort gut sichtbar waren. Das Kleid war knapp, sollte nicht viel verbergen, aber die Fantasie gleich ein wenig anregen, auch wenn der Rotschopf sich sicher war, was darunter versteckt war.
      Kaum war die Tür zu der Suite auf, betrat Li diese und schloss die Tür, um ihre Tasche auf dem Ledersofa zu lassen. Drei Schlafzimmer, vier Bäder, ein Wohnzimmer und eine Bar waren auf der Etage zu finden, genügend Platz, um sich die Nacht auszutoben. Ihre Beine führten sie zuerst zu der Bar, Li brauchte einen Drink, musste definitiv etwas trinken, um die vorherigen Nerven zu betäuben. Sie entschied sich für einen Scotch, füllte sich etwas ein, bevor sie an die große Fensterfront trat, um die bunten Lichter der Stadt zu mustern. Es gehörte ihr, die Hälfte jedenfalls, sie erstreckte sich vor ihren Füßen, es war alles so zum greifen nah und genau das, worauf sie hin gearbeitet hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anderson Lupus

      Nachdem der Chef der Red Wolfs in dem Bordell vorbei geschaut hatte – wenn er schon einmal hier war – sich einen Drink genehmigt hatte und sich mit einem der Bartender für ein paar Minuten unterhalten hatte, sich dabei nicht von den beiden Frauen, die sich sofort an ihn geklammert hatten, störend – er wusste, was sie von ihm wollten, aber ihre aufregender Nacht würden die beiden Hübschen wohl wo anders suchen musste, er war bereits verabredet für eine Nacht, mit der die beiden niemals mithalten könnten – setzte er sich wieder in sein protziges Auto und gab Gas.
      Der Drink hatte kaum gereicht um ihn auch nur etwas spüren zu lassen, aber selbst wenn er angetrunken wäre, wäre er dennoch in den Wagen gestiegen, wer sollte ihn schon aufhalten, die Polizei? Ein paar Scheinchen und ein kurzer Anruf und er könnte wieder gehen, als wäre nie etwas geschehen und es war wirklich besser die Scheinchen anzunehmen, so viel konnte er sagen.

      Das Hotel war nicht mehr weit, doch dieses Mal fuhr in eine Untergrundparkanlage, anstatt direkt auf dem offenen Parkplatz in seiner üblichen Manier den gesamten Raum für sein Cabrio einzunehmen. Selbst wenn es jemand als seines erkennen würde, würde man wohl kaum fragen stellen, es war sein Abend, seine Nacht, und wenn schon, wenn es zufällig nicht weit vom Hotel entfernt sein würde, in das die Geisha zu gehen pflegt? Man konnte froh sein, wenn die beiden sich nicht in der Öffentlichkeit begegneten. Niemand wollte dabei sein wenn sich die zwei mächtigsten Persönlichkeiten dieser Stadt über den Weg liefen, vor allem nicht, wenn sie nicht gut aufeinander zu sprechen waren, vor den Kulissen, verstand sich.
      Geschickt und unerkannt näherte er sich dem Hotel, betrat es durch den geheimen Seiteneingang, welcher einzig und alleine für besondere Gäste reserviert war, weshalb ihm kaum jemand über den Weg laufen würde, und schlich sich mit stillen Sohlen in die persönliche Etage der Geisha – er fühlte sich fast schon wie ein kleiner Junge, der etwas verbotenes tat, während er die Zweitkarte gegen das Schloss hielt, wobei verbotenes sein Tagesgeschäft war – und konnte sein Grinsen nicht unterdrücken, als er das bekannte Drachentattoo der Geisha erblickte und fragte sich, ob das Kleid wohl neu war, es hätte aber durchaus noch ein Stückchen kürzer sein können, nicht, dass sie es besonders lange anhaben würde.
      Anderson wusste, dass sie ihn schon längst bemerkt haben musste, dennoch schlich er sich an sie heran und legte seine beiden Arme von hinten um ihre Hüfte, während sie mit einem Drink in den Händen die Stadt zu mustern schien, nicht anders als er es vor wenigen Stunden getan hatte.
      Es war ein unglaublich gutes Gefühl die mächtigste Frau der Stadt nach seinen belieben berühren zu können, ohne mit einer Waffe oder einem Angriff rechnen zu müssen.
      „Ist es nicht wunderschön? Das alles gehört uns, solange wir uns noch aushalten, versteht sich.“, grinste er und blickte dabei über ihre Schulter, auch hier war die Aussicht nicht schlecht.
      Dass die Beziehung der beiden nur so lange bestehen würde, wie sie einander nützlich waren, war den beiden von Anfang klar gewesen und sie machten kein Geheimnis daraus, im Gegenteil, es war so viel einfacher, so viel angenehmer, wenn keine Erwartungen oder Verpflichtungen alles kaputt machten.
      Auch das ist eine Eigenschaft der Geisha, die Anderson an ihr gefiel, sie fiel ihm nicht sofort um den Hals, ließ sich nicht einfach von seinem guten Aussehen betören und wusste ganz genau, was sie wollte.
      Das war mal was anderes, was neues, als all diese Mädchen, die ihm nur gefallen wollten.
      „Die Crystal Aktion ist gut gelaufen, keiner ahnt wie viel Geld wir dieser kleinen Bande aus New York damit aus der Tasche gezogen haben, geschweige denn, dass die Männer der Geisha und die Red Wolfs in irgendeiner Weise gemeinsame Sache gemacht haben... es war eine wundervolle Idee die beiden geschickt gegeneinander auszuspielen. Ich nehme an auf deiner Seite gibt es auch niemand, der etwas ahnt?“, nahm er nicht die Arme von der schönen Frau und legte seinen Kopf auf ihre Schulter, spürte wie sich sein Körper entspannte und er den Stress für eine Nacht hinter sich lassen konnte.

    • Li

      Das kurze Kleid war volle Absicht gewesen, es sollte ein Signal sein, es sollte einen ersten Blick auf das geben, was den Mann gleich erwarten würde, auch wenn er schon genau wusste, was sich unter dem Fetzen Stoff befand. Li machte sich nicht oft hübsch, sie blieb viel mehr natürlich, schminkte sich dezent und trug gemütliche Cargohosen, welche sie bei ihren Vorhaben nicht störten, vor allem nicht im Weg standen. Natürlich, sie war in der Lage auch in High Heels und einem Minirock zu kämpfen, das zu bekommen, was sie wollte und gefährlich aussehen, aber es war persönlich sehr unpraktisch und auf Dauer auch ungemütlich, deshalb präferierte die Frau Hosen, vor allem ihre lockeren Hosen, nichtsdestotrotz warf auch sie sich gerne in Schale, was vermutlich in der weiblichen Natur lag. Sie trug gerne kurze Sachen, die den Männern den Verstand raubten, die ihnen die Fantasie anregten, in dem sie sich vorstellten, was sich darunter versteckte. Das Beste daran war wohl die Tatsache, dass Li sich dessen bewusst war, was sie da anrichtete, was sie tat, wenn sie weiterhin die Unantastbare war, von der man nur träumen durfte. Schon viele Anfragen hatte sie bekommen, vor allem wollten sie viele schon bändigen, das Problem daran war bloß, dass die Asiatin nicht zu bändigen war, sie war nicht nur eine brennende Flamme, sie war ein Tornado, welches seinen eigenen Weg einschlug, wann immer es wollte.
      Es gab aber einen ganz besonderen Anlass, zu welchem sie sich fast schon am liebsten hübsch machte, auch wenn Li es niemals offen zugeben würde, wenn man sie fragen würde. Sie mochte diese versteckten Treffen, die einen kleinen Kick mit sich brauchten. Sie tat vieles verbotenes, vieles, was ihr das Genick brechen könnte, aber sie verbarg es nicht, stand dazu und ließ sich nicht schnappen, hier bei diesen heimlichen Treffen ging es um was ganz anderes.. Es würde sie nicht nur ihr Leben kosten, wenn das hier jemand herausfinden würde, es würde ihre ganze Existenz ruinieren, ihr das nehmen, wofür sie so hart gekämpft hatte.. Und dennoch liebte sie dieses Kribbeln, wenn die Anlage neben der Tür piepte, weil die Zweitkarte dran gehalten wurde. Der Magen zog sich ein wenig zusammen, für einen Moment setzte das Herz in seiner Bewegung aus, die Aufregung, die bisher nicht zu spüren war, stieg eindeutig, es fühlte sich einfach so gut an Verbotenes zu machen.
      Die Tür wurde geöffnet, aber Li blickte nicht zu ihr, sie hatte sich lieber einen kleinen Schluck genommen, ihre Lippen in dem Scotch getunkt, bevor sie das Glas gegen ihre Schulter hielt. Die Schritte näherten sich ihr, bevor ihr der Atem mit der Berührung kurz geraubt wurde. Der Rothaarige hatte nach ihrer Hüfte gegriffen, seine Hände einfach von hinten an sie geschmiegt, was unter ganz anderen Bedingungen hätte tödlich enden können, aber die Frau war unbewaffnet, außerdem würde sie lügen, wenn sie diese Berührung nicht genießen würde. Die Aussicht wurde kommentiert, ja, es war schön, es war vor allem ihrs, zu Hälfte jedenfalls.
      Der Mann sprach wieder, er sprach von der Aktion, die gut gelaufen war, mit der Li aber noch immer zu kämpfen hatte. Innerlich seufzte sie, deshalb war sie doch so gestresst gewesen, aber sie wollte sich doch hier entspannen, wollte diese Wärme genießen, die ihr nicht fremd war, die sich noch mehr an sie schmiegte. "Wenn deine Männer nicht aus meinem Revier verschwinden, werde ich sie eigenhändig erschießen", sie leerte das Glas, machte keine Anstalten sich von dem Fenster zu bewegen, aber sie blickte zu ihrer Schulter, auf der sein Kopf legte, ohne ihr Kopf großartig zu bewegen. Es war ihre Art, ihre kalte, strenge Art, die der Rothaarige aber eigentlich auch schon kannte. "Ich musste heute zwei der Lieferanten erschießen, weil sie meinten irgendetwas wäre faul, aber da ist nichts, worum du dich sorgen muss". Es war alles unter ihrer Kontrolle, so wie es sein sollte, so, wie man es von ihr erwartete. "Sie waren auch nicht mehr weiter von Nutzen..", genauso wie ihre Männer, wenn sie den Transporter nicht wieder in die Finger bekommen, aber Li wollte ja entspannen, deshalb stellte sie das Glas auf den kleinen Tisch neben sich, auf welchem auch eine kleine Lampe zu finden war, sie wollte die Hände frei haben. "Gefällt dir mein Kleid?", ein kleines Schmunzeln war auf ihren Lippen zu sehen, es sollte eine kleine Überleitung sein, eine Einladung es ihr vielleicht auszuziehen, sie konnte auch anders sein, als die eiskalte Hexe, die sie sonst an den Tag brachte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anderson Lupus

      Der rothaarige runzelte bei den Aussagen der Geisha die Stirn, ihre Männer, in ihrem Revier? Da schien es wohl jemanden zu geben, der meinte, es wäre nicht Problem genug, um an seine Ohren heran zu reichen, aber genau deswegen führten die beiden diese versteckten Treffen, es war der perfekte Moment um Informationen auszutauschen, aneinander zu helfen, wenn auch nur ein wenig und immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, die andere Partei könnte einen jeden Moment verraten... Anderson grinste breit, wie er diesen Adrenalin kick, die Gefahr, liebte.
      Er ließ seine Hände geschickt über den Körper der Geisha schweifen, nachdem sie offensichtlich das Gesprächsthema geändert hatte, sie wollte offensichtlich nicht mehr darüber reden, aber das war ihm nur recht. Auch wenn es kleine Probleme zu haben schien, war die Aktion doch mehr als erfolgreich gewesen und einen freien Abend hatten sich die beiden mächtigsten Leute dieser Stadt mehr als nur verdient. Es versprach eine großartige Nacht zu werden.
      „Etwas zu lang für meinen Geschmack.“, grinste der rothaarige breit, „Aber das lässt sich ja schnell ändern.“
      Er ließ seine Hände von der Hüfte aus hinunter gleiten, fasste den Saum des kurzen Kleides und zog diesen nach oben, während er begann den Hals der Geisha mit seinen Lippen zu liebkosen.
    • Li

      Mit diesen kleinen heimlichen Treffen konnte man vieles anrichten, vor allem viel miteinander arbeiten, statt gegeneinander. Natürlich, Li vertraute dem Rothaarigen noch immer nicht vollkommen, sie war skeptisch, überlegte immer stets, was sie ihm verraten wollte, aber bisher ist es gut gegangen und einen kleinen Vertrauensbonus hatte der Mann auch gewonnen. Es war der Frau aber auch klar, dass es nun hunderte Male gut gehen konnte und es beim hundertundeinem Fall nicht mehr gut gehen wird, aber darüber wollte sie sich keine Gedanken machen, stattdessen fragte sie lieber, wie dem Mann ihr Kleid gefiel. Es war zu lang, für seinen Geschmack, natürlich war es das, am liebsten hätte sie vermutlich schon nackt hier stehen und warten sollen, aber es war schon in Ordnung, dass es einen Ticken zu lang war. Es war eine Art Geschenkpapier, das Kleid umhüllte das, worauf sich der Mann freuen konnte, worum er sich noch ein wenig bemühen musste, denn so einfach war es nicht ihr das Kleid auszuziehen.
      Eine kleine Gänsehaut bildete sich auf Lis Körper, als sie seine Lippen zum ersten Mal wieder auf ihrem Hals spürte. "Mhmm..", es ließ sie ihre Augen für den Moment schließen, während die fremden Hände ihr Kleid ein wenig nach oben ziehen. "Laut dir.. sollte ich lieber Nichts tragen, hm?", die Frau schmunzelte, streckte ihren Hals ein wenig, damit der Mann an jede Stelle dran kommen konnte, sie wollte seine Lippen am liebsten überall spüren. "Wenn du artig bist, lass ich es dich ausziehen". Da grinste sie auch schon frech, bevor sich eine ihrer Hände hob und durch das rote Haar an ihrer Schulter fuhr. Mit einem Moment waren sie sich so vertraut, mit einem Moment waren sie keine Rivalen mehr, sie waren bloß zwei Menschen, die ihren Gelüsten nach gehen wollen, ganz normal, wie auch jeder andere. Und für einen Moment vergaß die Asiatin die Aussicht, vor allem auch, dass das ihr alles zu Füßen lag, sie wollte sich einfach hin geben, sie wollte ihre Anspannung lockern und diesen Mann gleich an den Haaren ins Bett zerren.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anderson Lupus

      Er küsste weiterhin ihren Hals, ehe er etwas nach Atem ringend sich von diesem löste, um auf ihre Worte zu reagieren, er hatte sich nicht sofort von ihr lösen wollen, nur um das Gespräch fort zu führen. Das, was die beiden nun vor hatten, bedarf keiner Worte.
      „Artig? Selbst du wirst einen hungrigen Wolf nicht zähmen können, Geisha.“, grinste er breit, ehe er sie in seine Arme hob - das Kleid war bis kurz vor ihren Brüsten von ihm hoch gezerrt worden und mit einem weiteren Grinsen stellte er fest, dass sie die Unterwäsche trug, welche er ihr einmal als Zeichen ihrer Partnerschaft geschenkt hatte – sie auf das nächste Bett legte und keine Zeit damit verschwendete sich über sie zu beugen, sich wieder an ihrem Hals zu schaffen zu machen und mit der einen Hand unter den Rest des Kleides zu fassen, nach ihren weichen Brüsten suchend.
    • Li

      Er hatte ihr das Kleid noch höher gezogen, es war lediglich noch nicht auf dem Boden gelandet, stattdessen hatte Li ihn geärgert, sie hatte ihn geneckt, wie sie es gern tat, wenn sie beide hier waren. Es bereitete ihr Spaß den Mann ein wenig zu provozieren, ihn zu reiben und dazu zu bringen ihr zu zeigen, was er drauf hatte. Ein Grinsen hatte ihre Lippen umspielt, als er auf ihre Worte reagierte, bevor sich die Frau auf die Lippe gebissen hatte. "Das werden wir ja wohl noch sehen", sie wollte spielen, sie wollte es versuchen und sie wollte sich an dem Ganzen genauso beteiligen, wie er es auch tat.
      Sie landete schließlich auf dem weichen Bett, die Laken waren in Seide gehüllt, es war recht kühl auf ihrer nackten Haut, aber es tat hier nichts zu Sache. Die Bettwäsche war weich, es fühlte sich immer wieder gut an hier zu liegen, hier zu sein, seine Hände auf ihrer nackten Haut zu spüren. Ein Seufzer entglitt der Asiatin, als seine Finger an ihrer Brust an kamen, aber nicht nur der Wolf hier war hungrig.

      Es war drei, oder vier Uhr, als sich Li wieder umdrehte und ihre Augen öffnete. Sie konnte nicht schlafen, lag schon seit eine gefühlten Ewigkeit wach. Eine Zeit lang hatte sie den Mann neben sich gemustert, hatte seine Brust dabei beobachtet, wie sie sich bei jedem Atemzug hob und gleich auch wieder sank, er schien zu schlafen, er schien die Energie, welche sie bis vor kurzen aufgebraucht haben, wieder aufzutanken. Es war nichts Neues, dass die Schwarzhaarige nicht schlafen konnte, sie konnte es selten, vor allem selten hier in diesem Bett, oft lag sie noch stundenlang wach und versuchte ihre Gedanken in den Griff zu bekommen, als würde das überhaupt möglich sein.
      Immer wieder war es aufregend hier zu sein, selbst jetzt, nackt neben ihm in einem Bett fühlte es sich aufregend an, vor allem, weil es geheim war, weil keiner davon wusste, außer die beiden selbst. Außerhalb des geschützten Bereiches, welches die beiden nutzten, hatten sie wenige Begegnungen gehabt, aber keine von diesen war so aufregend, wie es die heimlichen waren. Li erklärte es sich eigentlich ziemlich einfach, es war dieses Geheimnis zwischen ihnen, welches es so aufregend machte, vielleicht auch der gute Sex, den die Frau auch gebraucht hatte. Sie schmunzelte einen Moment lang, wie lange sie dieses Mal gebraucht haben weiß sie nicht, aber es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, im guten Sinne, es nahm ihr den Stress, die Anspannung für einige Zeit weg, bis es darum ging wieder schlafen zu gehen. Die Zigarette rief nach ihr.. Vielleicht würde ihr die frische Luft ein wenig helfen gleich den nötigen Schlaf zu suchen. Li erhob sich langsam aus dem Bett, hatte unwillkürlich die Decke über den nackten Körper neben sich gezogen, denn die Nacht war sicherlich kühl. Ihre Hände griffen nach dem Hemd auf dem Boden, sie wollte sich einfach etwas über ziehen, suchte nach ihrer Tasche mit den Zigaretten und schob die Tür des Balkons zur Seite, um die kalte Luft der Nacht auf der nackten Haut zu spüren. Das Hemd bedeckte nicht viel, die nackten Füße tapsten auf den kalten Fliesen, aber davon ließ sie sich nicht stören. Ihre Augen blickten in die Dunkelheit, hier von oben konnte man so vieles sehen, die Ruhe der Nacht genießen, denn die vielen Lichter vom Abend waren erloschen, die meisten Menschen schliefen um diese Uhrzeit.
      Zwischen ihre Lippen steckte sich die Frau eine der Zigaretten, zündete das Feuer an, um an dem Gift zu ziehen und sich einfach an dem Geländer anzulehnen. Vielleicht sollte sie bald fahren, sich einen Wagen bestellen und arbeiten, wenn sie doch sowieso nicht schlafen konnte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anderson Lupus

      Er war nicht enttäuscht worden, wie erwartet war es tatsächlich eine großartige Nacht geworden, in der er einfach er selbst sein konnte, das hungrige Tier, das er nun einmal war und es tat ihm gut nicht vorsichtig und zimperlich zu sein, wie viele Frauen es von ihm erwarteten, im Gegenteil, er liebte die genauso wilde Art der Geisha, welche sich in dieser Hinsicht mit ihm messen konnte.
      Sie war eine hungrige Frau, wie auch er ein hungriger Mann war und im Bett schienen sich die beiden auf der selben Ebene befinden, ihre Körper verstanden sich mittlerweile so gut, dass sie geradezu instinktiv voneinander wusste, was der andere wollte, was er brauchte und nun brauchte der Seine eine Runde Schlaf, nachdem er sich ausgetobt hatte.

      Als Anderson in dieser Nacht ein weiteres Mal wach wurde, war es noch spät in der Nacht und er bemerkte, dass etwas fehlte... nein, es war jemand der fehlte.
      Er legte die Lacken zur Seite, ob sie wohl bereits gegangen war? Er erwischte sich dabei, wie es ihn für einen Moment traurig zu machen schien, aber er schüttelte dieses Gefühl so schnell wieder ab, wie es gekommen war. Sein Körper schien sie zu vermissen, mehr nicht.
      Er zog sich seine Hose über, besorgte sich einen Drink von der Bar, als er den bekannten Zigarettengeruch vernahm und die Geisha auf dem Balkon erkannte, sich zu ihr gesellte. Er hatte sich bereits gefragt, wo sein Hemd abgeblieben war.
      „Woran denkst du gerade?“, wollte er wissen, während er ihrem ruhigen Blick folgte.
    • Li

      Sie zog ein weiteres Mal an der tödlichen Droge, die ihre Lungen erfüllte und behielt den Rauch einen Moment drinnen, bevor er auch wieder an die Luft draußen entlassen wurde. Es beruhigte sie zu rauchen, es stillte oft den Drang danach jemandem das Messer in die Kehle zu rammen, weil es nicht so lief, wie sie es wollte. Seit wann sie so ein Monster war? vermutlich schon seit immer, aber die Narben der Vergangenheit, welche unter der Farbe auf ihrem Körper versteckt worden sind, haben es aus ihr gelockt, haben es vor allem wilder gemacht, als es vorher gewesen war.
      Li fuhr sich durch das lange, schwarze Haar, es fiel ihr gerade den Rücken runter, wurde vorhin geöffnet, nachdem sie sich es mühsam hoch gesteckt hatte, aber die Erinnerung an die heutige Nacht zauberte ihr für einen Moment ein kurzes Schmunzeln auf die Lippen. Ihre Muskeln waren müde, ihre Beine zitterten innerlich ein wenig, aber es war ein gutes Gefühl, es lenkte sie von den ursprünglichen Gedanken ab, die sie beschäftigten. Jeder dachte nach, jeder hatte seine Probleme, aber die Asiatin hatte das Gefühl, als würden sie ihre Gedanken in letzter Zeit immer weiter einnehmen. Ein weiteres Mal zog sie an der Zigarette, da hörte sie die Balkontür zur Seite gehen, ob sie den Rothaarigen geweckt hatte? Seine Stimme klang so anders, als es vorhin der Fall war, viel ruhiger, viel ausgelassener, sie hatten beide ihren Hunger für den Moment gestillt, aber wie lange es wohl halten wird? Wenige Tage? Eine Woche? Mal sehen.
      Ganz in Ruhe ließ Li den Rauch wieder aus ihren Lungen heraus und klopfte auf die Zigarette zwischen ihren Fingern, um die Asche runter zu klopfen. "Ich frage mich wie immer nach dem Sinn meines Lebens", da schmunzelte sie ein wenig, es war wohl mehr als ein Witz gemeint, als wirklich ernst, aber sie konnte auch mal so viel anders sein, als eiskalt und herzlos. Li seufzte, sie blickte nicht zur Seite, legte nur die Packung dem Mann hin, um ihm ebenfalls eine Zigarette anzudeuten, wenn er eine haben wollte. "Ich frage mich manchmal, ob das alles hier.. einen Sinn hat..", sie deutete auf die Stadt vor sich. "Die ganzen Nerven.. Der Stress.. Vielleicht ist nicht bald Zeit sich einfach abzusetzen und irgendwo eine Insel kaufen", genug Geld hätte die Frau dafür allemal.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anderson Lupus

      Der Mann mit den schwarzen Haaren ließ seinen Blick über die Lichter schweifen, während er auf eine Antwort der Geisha wartete, eine melancholische Antwort, die man kaum von ihr erwarten würde, aber es war nicht das erste Mal, dass er von ihr so etwas zu hören bekam. Ob es die nächtlichen Stunden waren oder die viele Zeit, die sie bereits miteinander verbracht hatten, hin und wieder kam es zu Gesprächen, welche die beiden den Umständen entsprechen wohl lieber nicht führen sollten, keine Schwäche dem anderen gegenüber zeigen, doch während diesen Treffen fühlten sich diese Sorgen manchmal so fern an, als wären sie gar nicht existent.
      Anderson zog sich eine Zigarette aus der Packung der Geisha, es war nicht seine Lieblingsmarke, aber für den Moment reichte es dem Mann.
      Er sog den Rauch tief in seine Lungen hinein, ehe er ihn in die kühle Nachtluft entließ und dabei den Worten der Frau neben ihm lauschte.
      „Hat denn jemals etwas einen Sinn gemacht?“, fragte Anderson ruhig, ehe er wieder an seiner Zigarette zog, ließ den Blick dabei jedoch weiterhin auf der Stadt ruhen, „Diese Worte klingen so gar nicht nach dir, Li. Meinst du nicht es sei zu früh für einen Rückzug? Ein einfaches, friedliches Leben auf einer eigenen Insel... ich kann mir dich in diesem Rahmen beim besten Willen nicht vorstellen.“
    • Li

      Sie hatte nicht von der Stadt aufgesehen, hatte nicht den Mann neben sich gemustert, sondern einfach nur weiter die wenigen Lichter betrachtet, die Stille in sich aufgezogen. Manchmal wurde sie melancholisch, vor allem, wenn sie nachts die Möglichkeit zu hatte, wenn sie ihren Gedanken einen freien Lauf ließ. Es war wohl für beide Beteiligten klar, mit welchem Stress sie umgehen mussten, wie schwer eigentlich ihr Job war, wenn man es so nennen konnte. Es war nicht einfach der Boss einer Mafia zu sein, alles im Griff zu haben und sich vor allem nicht unterkriegen zu lassen, das musste sie dem Rothaarigen nicht erzählen, aber manchmal fehlte ihr der ganze Sinn dahinter, eine Aufgabe, ein Ziel, der was anderes beinhaltete, als das, was sie bisher tat.
      Der Rothaarige hatte sich eine Zigarette raus genommen, da war Li dabei ihre auszumachen und gleich die zweite zu ergreifen, sie hatte diese nötig, brauchte es einfach nur. Manchmal konnte sie beim Nachdenken die Packung leeren, auch wenn es für ihre Gesundheit nicht gut war. Bei den Worten des Mannes bildete sich ein Schmunzeln auf ihren Lippen, er konnte es sich nicht vorstellen, wie sie sich zurück ziehen würde, da schüttelte auch sie amüsiert den Kopf. "Ich mir auch nicht.. Wirklich nicht". Sie drehte sich um, lehnte sich mit dem Rücken an dem kalten Geländer an und blickte auf die Sterne über dem Dach. "Aber manchmal habe ich das Gefühl es wäre alles so..monoton..weiß du, was ich meine?". Kurz blickte sie zu dem Mann neben sich. "Als gäbe es kein übergeordnetes Ziel..". Vielleicht.. Lag es auch an etwas ganz anderem, vielleicht war ihre Vergangenheit daran beteiligt.. Deshalb schüttelte Li auch wieder den Kopf und zog an der Zigarette. "Ich glaube.. Ein Drink macht mich zu melancholisch.. Ich glaube, ich sollte demnächst zwei trinken.. Oder drei, damit ich nicht auf dumme Gedanken komme". Und da war ein Lächeln auf ihren Lippen zu sehen, ein ehrliches.. Eines, welches selten jemand zu Gesicht bekam. "Willst du dein Hemd wieder?". Ihre Augen blickten wieder nach dem Rothaarigen. "Du willst doch nicht abhauen, ohne dich zu verabschieden, oder nicht?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anderson Lupus

      Nachdem er einen weiteren Zug der Zigarette genossen hatte, wandte er seinen Blick an Li, welche gerade amüsiert seiner Aussage zustimmte und beobachtete die Frau neben ihm.
      „Hmmm…“, gab er nachdenklich von sich, überlegte und versuchte ihre Worte nachzuvollziehen. „Monoton… was?“, wiederholte er ihre Worte, wandet seinen Blick wieder hinaus in die Nacht, konnte es jedoch nicht nachvollziehen. Sein ganzes Leben lang hatte er für diese Position gekämpft, seine eigenen Familienmitglieder verraten und ausgenutzt, wenn man diese als solche bezeichnen konnte, waren er und seine Geschwister doch mehr Rivalen als Familie gewesen, auch heute noch.
      Er schien keine Zeit zu haben in die Monotonie über zu gehen, schien doch jederzeit die nächste Person mit einem Messer hinter ihm zu stehen.
      „Ein Drink klingt doch immer gut.“, gab er von sich, nahm die Zigarette aus dem Mund und klopfte die Asche am Geländer des Balkons ab.
      „Lustig, dass du das erwähnst.“, grinste Anderson, „Ich dachte schon, du wärst abgehauen.“
    • Li

      Sie hatte geschmunzelt, als ihre Worte wiederholt wurden. Ja, es war eine gewisse Monotonie vorhanden, weil das Ziel, welches sie sich primär gesetzt hatte erreicht war. Li hatte es geschafft, sie hatte sich aus der Jahrelangen Gefangenschaft befreit und gleich auch noch den Ruhm und die Macht erlangt, die sie so gerne haben wollte. Es waren ihre Ziele gewesen, es war sicherlich nur schwer zu verstehen, wenn man nicht in ihrer Haut steckte, wenn man vor allem nicht ihre Geschichte kannte, aber trotz dessen, dass sie den Rothaarigen inzwischen wirklich gut kannte, jedenfalls jegliche Stellen an seinem nackten Körper, alle Muttermale, Narben.. War es ihr nicht geheuer ihm von so etwas zu erzählen, da vertraute sie niemandem.
      Sie lenkte ab, sprach von der Überlegung, ob sie nicht ein wenig mehr Alkohol intus brauchte, bevor Li gleich fragte, ob der Herr denn schon wirklich gehen wollte. Die Nacht war noch jung, es war noch viel zu früh, um jetzt aufzuhören, oder etwa nicht? Sie brauchte eine Ablenkung, die von vorhin reichte scheinbar nicht aus, aber es war ja machbar, so wie sie den Rothaarigen kannte würde er mit Sicherheit nicht nein sagen. "Ich würde doxh nicht abhauen, ohne tschüss zu sagen", Li grinste ein wenig schelmisch, bevor sie ihre Zigarette weg warf und langsam in Richtung der Tür nach drinnen ging. Sie machte im Türrahmen Halt, blickte zu dem Mann zurück und musterte ihn ein wenig. "Wir machen einen Deal", schlug sie vor und biss sich sanft auf die untere Lippe. "Du kriegst dein Hemd wieder.. Dafür folgst du mir ins Schlafzimmer und lässt dich überraschen, worauf ich heute noch Lust habe". Li wartete nicht ab, sie war sich sicher, dass sie den Mann schon überzeugt hatte, ohne groß darüber nachzudenken, deshalb verschwand sie zurück ins Wohnzimmer, um die Zigaretten zu ihrer Tasche zu werfen und den Weg in Richtung des Schlafzimmers zu machen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anderson Lupus

      „Nicht? Hat eine so mächtige Frau wie du nicht viel zu tun? Zuzutrauen wäre es dir jedenfalls.“, nickte der rothaarige die Geisha, während er sich mit dem Rücken gegen das Geländer lehnte und der Geisha nachsah, dabei den eleganten Schwung ihrer Hüften bewunderte, als wäre es erneut eine Einladung wieder mit ihr ins Bett zu steigen.
      „Hmmm.... einen Deal?“, fuhr er sich mit Daumen und Zeigefinger ans Kinn, schien darüber nachzudenken, Vor- und Nachteile des Deals abzuwägen, als hätte man ihm diesen als Anführer der Red Wolfs unterbreitet, und nicht einfach nur als Mann.
      „Das klingt unglaublich risikoreich, gefällt mir. Ich lasse mich darauf ein, Geisha.“, grinste er und folgte der Frau neugierig.
    • Li

      Sie hatte eigentlich einiges zu tun, einiges zum Nachdenken, aber letztendlich war Li hier, um ihren Spaß zu haben, um sich abzulenken und einfach nur ihren Gefühlen nach zu gehen. Allein deshalb schlug sie einen Deal vor, der eigentlich nur eine Einladung sein sollte. "Stell dich nicht so an, Red", rief die Asiatin dem Mann noch zu, der darüber nachzudenken schien, um sie auf die Folter zu spannen. Li nannte ihn gern Red, es war irgendwann zu einer Art Spitznamen, oder gar Kosenamen für ihn geworden, sollte vor allem Respekt geben, gleichzeitig aber auf die rote Haare hin deuten, in welche die Frau nur zu gerne ihre Hand vergrub. Vielleicht tauschten die beiden auch etwas mehr Zärtlichkeiten, als es überhaupt beabsichtigt war, aber es gehörte auch irgendwie dazu nach dem Sex zusammen im Bett einzuschlafen, was hätten die sonst tun sollen?

      Als Li das nächste Mal ihre Augen öffnete war es schon deutlich heller im Zimmer gewesen. Die Sonne war schon auf, ein klein wenig Licht fiel ins Zimmer, aber die Gardinen hielten es gut zurück , hier so weit oben im letzten Stock konnte es sehr schnell sehr hell werden, aber es war noch angenehm gewesen.
      Für einen Moment musterten ihre Augen den Mann neben sich, musterten sein Brustkorb, wie er sich hob und sich wieder sank. Es war ein gefährliches Spiel, welches die beiden hier trieben, aber vielleicht war dieses Spiel genau das Richtige? Li machte sich sonst so wenige Gedanken über das, was sie tat, aber diese treffen hier brachten sie immer wieder dazu ihre Entscheidung anzuzweifeln. Sie seufzte innerlich, bevor sie ihre Gedanken aus dem Kopf verbannte und lieber zuhörte, ob es ihr Handy war, was im Wohnzimmer klingelte. Letztendlich nahm die Frau an, dass Anderson sein Handy hier hatte, seine Hose lag immerhin auch auf dem Boden, aber sie entschloss sich nachzusehen und tapste deshalb barfuß zu der Tür, an der zwei seidernde Bademantel hingen. Den roten, kurzen schnappte sie sich und zog sich über, bevor sie im Wohnzimmer merkte, dass es wirklich ihr Handy war. Sie griff danach in ihre Handtasche, seufzte schon allein bei dem Anblick der Nummer. "Was ist jetzt schon wieder los?", fragte sie mit einem deutlich strengeren Unterton und zündete sich im Wohnzimmer eine Zigarette an, bevor sie ihren Weg zum Balkon nahm, um dort die morgendliche Sonne zu genießen. Ihre Männer hatten gar nicht so gute Nachrichten, die sie ihrer Chefin ausrichten wollten. "Was habt ihr?", sie fragte noch einmal nach, um ihnen die Chance zu geben noch etwas anderes zu sagen, was ihre Laune bessern könnte, aber der Transporter war wohl aus ihrem Sichtfeld verschwunden. "Verfickte Scheiße! Ich habe euch eine einzige Aufgabe gegeben und ihr seid nicht in der scheiß Lage das auszuführen?!". Spätestens jetzt waren ihre Sorgen von vorhin komplett verschwunden. "Findet ihn verdammt nochmal! Wie schwer ist das?! Ich bin in zwei Stunden zurück und wehe ich sehe ihn nicht auf der Karte!"
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."