The Forbidden Game [Lucy~ & RimaVG]

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    • The Forbidden Game [Lucy~ & RimaVG]

      Story
      @Lucy~


      X sucht für ihren Freund ein Geschenk zum Geburtstag. Es muss etwas besonderes sein. Sie veranstaltet eine Party für ihn bei sich zu Hause während ihre Eltern weg sind. In einem Geschäft für Spiele wird sie schließlich fündig, obwohl der Verkäufer sehr speziell wirkt. Daheim beschließt sie schließlich das es eine dumme Idee war dieses Spiel zu kaufen, doch sowohl ihr Freund als auch ihre Freunde wollen es unbedingt spielen. Die Bauen es auf und schließlich steht vor ihnen ein Papierhaus mit mehreren Etagen, das Ziel des Spiels ist es nach ganz oben zu gelangen ohne 'The Shadow Man' zu begegnen der sich im Haus befindet. Zusätzlich muss jeder seine schlimmsten Albträume aufmalen und im Haus in der verschiedenen Zimmern verteilen. Sie müssen sich diesen Albträume stellen um das Spiel zu gewinnen. Bevor sie das Spiel starten, müssen sie schwören das sie es freiwillig spielen und wissen das alles real ist. Nach einem kurzen Moment findet sich X mit ihrem Freund und Freunden genau in diesem Papier aus wieder und alles sieht mehr als nur realistisch aus. Plötzlich taucht Y auf und bestätigt das es real ist. X erkennt Y sofort, es ist der Verkäufer und auch die Figur des "Shadow Man" sieht ihm zu verwechseln ähnlich. Im nächsten Moment sind ihre Freunde verschwunden und Y erklärt ihr das sie sie retten muss und alles was hier passiert passiert wirklich. Der Grund dafür? Er hat schon lange ein Auge auf X geworfen und will sie zu seinem machen. Schaffen sie es zu fliehen kommen sie zurück in die echte Welt, schaffen sie es nicht gewinnt Y und X muss bei ihm bleiben. X kommt es sovor als würde ihn zwar kennen aber weiß nicht genau woher oder vielleicht sogar von einem früheren leben? Dann ist sie alleine und das Spiel beginnt.


      X - @Lucy~
      Y - @RimaVG

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      Steckbriefe
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • So lange ich zurück denken konnte lebte ich in Niflheim, der Dunkelwelt. Sie entsprang dem Weltenbaum Yggdrasil zusammen mit den anderen acht Welten. Diese Welt war voller Eis, Nebel und Finsternis, aber genau das machte sie so angenehm. Sie war nicht wie Asgard, dort war alles voller Licht und Odin machte es sich dort bequem. Nein hier gab es nur uns und ein paar weitere Kreaturen die die Finsternis vorzogen. Ebenso wenig glich es Helheim, denn was sollte man auch im Reich der Toten machen?
      Allerdings war ich nicht alleine. Ich war der jüngste der Schatten, daher folgte ich den anderen und beobachtete sie, imitierte sie und verstand schließlich wofür wir da waren. Wir waren wie Albträume. Neben der Magie die in uns wohnte, hatten wir keine feste Gestalt, darüber hatte ich mir nie wirklich Gedanken gemacht, aber als wir schließlich gerufen wurden verstand ich wieso. Die Menschen sehnten sich nach Macht. Ihre Gier danach schien grenzenlos und verschwand über all die Zeit niemals. Sie forderten etwas, dafür mussten sie entsprechend bezahlen. Oft opferten sie jemand anderen dafür, es machte wirklich Spaß ihrem Verrat zu sehen zu können. Die Erkenntnis der Opfer, dass sie einfach so an die Finsternis verkauft wurden, war einfach nur zu komisch. So lernte ich was unsere Aufgabe war, wir erfüllten denen die uns riefen Wünsche doch dafür zahlten jemand einen hohen Preis. Ich fand gefallen an den Menschen, sie waren nicht so einfältig wie Zwerge und auch nicht so Arrogant wie die Elfen. Ihr Egoismus kannte einfach keine Grenzen, selbst ihre eigenen Kinder opferte sie bereitwillig. Ich begann sie zu beobachten und es war so spannend die Abgründe dieser Lebewesen zu erforschen. Es schien ein Loch ohne Boden zu sein. Ihre Entwicklung trat voran und so auch ihre Möglichkeiten sich gegenseitig zu ermorden. Irgendwann begann ich mir jemanden heraus zu suchen der noch im Zwiespalt mit seinem Wesen stand und flüsterte ihm dinge ins Ohr. Es dauerte nicht lange und ich hatte eine Marionette. Ich flüsterte ihm ins Ohr, wenn er töten sollte und es passierte. Ich kugelte mich jedes Mal vor lachen, sie waren so leicht zu beeinflussen! Ich streifte durch Midgard und schaute nach meinem nächsten Spielzeug bis ich sie schließlich sah. Ein Mädchen, noch relativ klein, aber sie schien nur so vor Positivität zu strahlen. Noch nie hatte ich jemanden derartiges getroffen. Neugierig beobachtete ich sie, sah ihr zu wie sie wuchs und schließlich beschloss ich sie zu manipulieren. Ich begann ihr Dinge zu zuflüstern, düstere Dinge. Ich wollte sie scheitern sehen. Ich wollte die Verzweiflung in ihren Augen sehen. Ich wollte sehen wie sie zerbrach. Niemand konnte so rein sein, wie sie sich gab. Doch meine ersten Versuche waren Zwecklos, also wurde ich deutlicher doch obwohl sie zu schwanken schien blieb sie standhaft. Was war das nur für ein Mädchen? Meine Neugier wuchs. Schon bald nahm ich nachts Gestalt hat und trat mit ihr direkt in Kontakt. Ich wollte wissen, was an ihr so anders war. Wir redeten viel und wenn ich tagsüber nicht direkt bei ihr sein konnte so beobachtete ich sie jede Minute. Bevor ich es richtig verstand war sie mein ganzer Lebensinhalt. Jeder der ihr Böse wollte, brachte ich in die Verzweiflung. Ihr beschützte sie ihr ganzes Leben und als sie dann starb verstand ich erst was ich für sie empfunden hatte. Liebe. Ich hatte nicht gewusst, dass ich so etwas empfinden konnte, da ich eine Inkarnation des Bösen war und sie des Lichts. Aber war es nicht so, dass sich Licht und Dunkelheit anzogen und zusammen im Gleichgewicht waren? Also war sie für mich bestimmt gewesen und ich hatte diese Chance einfach verspielt? Ich zog mich zurück nach Niflheim und verschmolz wieder mit dem Kollektiv der anderen. Noch immer unterhielten mich die Menschen die uns riefen und die Zeit verging. Es gab keinen Tag an den ich nicht an sie dachte und was ich hätte alles anders machen sollen. Nach einer langen Zeit öffnete sich erneut eine Tür nach Midgard und ich konnte etwas spüren. Es kam mir so vertraut vor und doch war es etwas anderes. Neugierig kam ich zurück auf die Erde und folgte diesem Gefühl und schließlich sah ich sie. Es war als wäre ein Blitz in mich eingeschlagen. Sie war es! Keinen Zweifel, sie gleichten sich bis aufs Haar. Dieses mal würde sie mir nicht entkommen, aber ich konnte sie nicht zwingen in meine Welt zu kommen. Und hier in Midgard konnte ich sie nicht beschützen. Sie musste zu mir kommen, damit sie für immer bei mir sein konnte. Ich zog mich vorerst zurück und während ich sie nur beobachtete, schmiedete ich einen Plan. Ich schaute mir ihre Freunde an und versuchte alles über sie in Erfahrung zu bringen und schließlich kam mir die perfekte Idee. Wieso nicht ein Spiel spielen? Sie würden bereitwillig die Regeln akzeptieren und in mein Reich kommen. Ich würde sie beschützen können. Also trat ich mit ihr in Kontakt, gab ihr das Spiel und wartete darauf das sie es spielten. Auf der Box war die Rune Uruz notiert. Damit erschuf man etwas neues aus dem Ursprung. So würden sie zu mir gelangen, sobald sie den Schwur abgelegt hatten. Sie würden es freiwillig spielen und direkt in meine Fänge geraten. Maggie würde es wahrscheinlich nicht sonderlich leiden wenn ich nicht nur sie sondern auch ihre Freunde mit in dieses Spiel zog, aber wo wäre sonst der Spaß? Außerdem könnte sie ihre Freunde sofort retten, wenn sie versprach für immer bei mir zu bleiben. Sie musste nur an meiner Seite bleiben und ich würde ihr die Welt zu Füßen legen. Und so wartete ich, bis sie schließlich bei mir waren. Bis ich meine Gäste willkommen heißen würde. Bis das Spiel begann.
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Maggie Forster

      Ich hatte diese kleine Feier mit unseren besten Freunden schon so lange geplant und dann fehlte nur noch ein gewisses I-Tüpfelchen, damit es auch wirklich perfekt werden würde. Doch wir hatten schon alles gehabt. Cocktailpartys, Bad-Taste-Partys, Halloweenpartys und verschiedene Mottopartys. Also was fehlte dann noch? Ich war mit Luke schon so viele Jahre zusammen. Wir lernten uns damals in der Grundschule kennen und kamen in der Mittelstufe zusammen. Er war schon immer die Liebe meines Lebens und er hatte zu seinem Geburtstag auch nur das Beste verdient. Also hatte ich ihm sein Lieblingsessen vorbereitet, schon einmal seine Lieblingsbowle gemixt und alles zu seinen Ehren geschmückt. Ich hatte Glück, dass meine Eltern das Wochenende über wegfuhren und uns alleine ließen. Sie würden es nicht gut heißen, wenn sie wüssten, dass Luke bei mir schlafen würde. Es war ihnen egal, dass ich schon achtzehn Jahre alt war. Für sie war ich immer noch ihr kleines Mädchen und so behandelten sie mich manchmal. Aber heute war mir das egal. Heute war, neben der tollen Party, ich sein Geburtstagsgeschenk. Es würde unser erstes Mal sein. Ich war total aufgeregt und freute mich, dass wir endlich den nächsten Schritt gehen würden. Aber erst einmal würden wir eine tolle Zeit mit unseren besten Freunden verbringen. Nach langem Hin und Her hatte ich mich endlich für einen Spieleabend entschieden. Aber es sollte keiner dieser blöden langweilen Spieleabende sein, die man sonst nur mit der Familie verbrachte. Nein, es musste etwas aufregendes sein.
      Also nahm ich mir den Nachmittag frei von meinem Nebenjob und lief suchend in der Stadt herum. Doch in keine der Läden gab es das, was ich brauchte. Kein Monopoly, kein Scharade, kein verfluchtes langweiliges Kartenspiel wie Rommee oder Canaster. Luke hatte etwas außergewöhnliches verdient, weil dies ein außergewöhnlicher Abend werden würde. Also lief ich weiter, solange bis schon die Sonne unterzugehen drohte und meine Füße schmerzten. Ich hatte nicht mehr viel Zeit. Zum Glück war wenigstens zu Hause bereits alles vorbereitet, aber ich wollte auch noch duschen und mich etwas frisch machen, bevor unsere Freunde kamen. Als ich schon fast komplett verzweifelte, entdeckte ich tatsächlich einen ziemlich kuriosen Laden. Es sah so merkwürdig aus, dass ich nicht kaum traute hineinzugehen. Aber irgendetwas zog mich doch hinein. Langsam betrat ich den Laden und ein kleines Glöckchen an der Tür kündigte mich an. Das Geschäft sah von außen nicht so groß aus, wie es im Inneren gewesen war. Es hatte sogar mehrere Treppenaufgänge, die in obere Abteile führten. Die Regale waren voll mit wirklich merkwürdigen Dingen. Es erinnerte mich fast an einen Voodoo-Laden. Hier waren viele Ansammlungen der unterschiedlichsten Sachen. Von kleinen Fläschchen, die irgendeine Flüssigkeit beherbergte, bis hin zu Büchern, deren Sprache ich nicht entschlüsseln konnte oder auch ... Oh SPIELE! Ich sah mir alle in Ruhe an, doch fand nichts, welches man mit mehreren Leuten spielen konnte. Irgendwann zeigte sich der Inhaber oder auch Verkäufer des Ladens. Er stand plötzlich hinter mit und ich erschreckte fast zu Tode. Peinlich berührt kicherte ich daraufhin und musterte den Mann vor mir. Er war jung und unglaublich gutaussehend. Seine Aura zog mich fast in seinen Bann und während er sprach, war ich zunächst nicht in der Lage ihm zu antworten. Erst, als er sich fast schon über mich lustig machte, sagte ich ihm, dass ich ein Spiel suchte, welches man mit vielen Menschen spielen konnte. Er tat ziemlich geheimnisvoll, verschwand einen Augenblick, weil er die Treppen in die nächste Etage nahm und kam mit einer viereckigen Kiste in seiner Hand zurück, die er mir stolz präsentierte. Erst war ich etwas zurückhaltend, denn irgendetwas an ihm machte mir auch Angst. Seine Schönheit und sein geheimnisvolles Auftreten machte ich ziemlich nervös und ich erwischte mich dabei, wie ich mir Sachen vorstellte, die ich sonst nur mit Luke tat. Ich zögerte und nahm die Kiste in meine Hände. Es glich einem stinknormalen Spiel, nur, dass die Hülle ziemlich einfarbig gewesen war und nicht wie alle anderen Spiele, die sonst schrill und bunt daherglänzten, um die Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber dieses Spiel wollte definitiv keine Aufmerksamkeit. Es sollte nicht jedem bestimmt sein. Ich fragte den Mann, was das Ziel des Spieles sei oder worum es überhaupt gehen würde. Aber er meinte nur, dass es das beste Spiel sei, dass es gebe, da es so viele unterschiedliche Facetten abdeckte, die andere Spiele nicht taten und dass alle in den Bann gezogen werden würden. Es sollte etwas besonderes für Luke sein und dieses Spiel schien genau das zu sein, was ich suchte, auch, wenn ich nicht verstand, worum es ging. Ich sah mir die Verpackung noch einmal an. Sie war vollkommen schwarz und auf dem Deckel war nur ein einziges Zeichen in weiß, welches ich nicht deuten konnte. Es glich einer unförmigen Tür. Das war zumindest das Erste und einfältigste, was mir dazu einfiel. Gut, die Zeit verging und ich hatte wohl keine andere Wahl mehr. Also sagte ich ihm, dass ich es kaufen und fragte sogleich, was es denn kosten würde. Ich war mir sicher, dass solch ein besonderes Spiel ziemlich teuer sein würde, aber das spielte keine Rolle. Also würde ich ihm schnell das Geld geben und endlich wieder aus diesem absurden Laden hinausgehen. Kurz hatte ich auch den Eindruck, dass die Treppen ihre Position geändert hätten, aber das war sicher nur Einbildung. Irgendetwas hier machte mir ziemlichen Druck in meinen Kopf. Der weißhaarige junge Mann sagte mir, dass er es mir sogar schenken würde, was mich ziemlich verblüffte. Während er dies zu mir sagte, beugte er sich zu mir vor und ich spürte, dass mein Herz so schnell schlug, dass es mir fast aus der Brust sprang. Er machte mich so furchtbar nervös. Sein Blick durchbohrte mich und ich fühlte mich fast so, als stünde ich völlig nackt vor ihm. Er grinste breit und ich bedankte mich höflich. Mit schnellen Schritten verließ ich das Geschäft und atmete draußen erst einmal ordentlich durch, ehe ich mich auf den Weg nach Hause machte. "Komischer Kauz", sagte ich zu mir und lief, ohne noch einmal zurückzublicken.
      Zu Hause angekommen, legte ich das Spiel behutsam auf das Sofa und ging hastig nach oben, um mich zu duschen, mich zu schminken und mir die Haare zu glätten. Ich zog mir reizvolle schwarze Unterwäsche an und betrachtete mich einen kleinen Augenblick im Spiegel. Während ich hineinsah, sah ich im Spiegel den weißhaarigen Mann mit seinem breiten Grinsen hinter mir stehen. Er kam auf mich zu und umarmte mich von hinten. Seine Hände glitten um meine Hüften und meine Taille und wieder erwischte ich mich bei diesen verdammt unmoralischen Gedanken, die mir viel zu gut gefielen, als es mir Recht wäre. Erschrocken drehte ich mich um, natürlich war er nicht hier. Das hatte ich mir eingebildet. Was war nur los mit mir? Ich wollte das alles vergessen und streifte mir ein schwarzes enges Kleid um, welches meine ziemlich großen Brüste schmeichelte. Dann hörte ich es unten klingeln und lief zur Tür. Davor standen schon zwei meiner Freunde. "Heeey", sagte ich fröhlich und bat sie hinein. Cat und Nicole übertraten die Türschwelle hinein in das Haus. "Du siehst aber heiß aus", kicherte Nicole und ich errötete. "Sei still", meinte ich ertappt und ging mit ihnen in die Küche. "Könnt ihr mir helfen, die Snacks in das Wohnzimmer zu bringen?", fragte ich meine Freundinnen und nahm schon mal zwei Becher voller Salzstangen in die Hände. "Wehe ihr fasst die Bowle vorher an, verstanden?", kicherte ich. Ich hatte sie mit ordentlich Alkohol gefüllt. Dann würde das Spiel vielleicht sogar noch mehr Spaß machen. Ich freute mich so sehr, Luke zu sehen.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Es kribbelte noch immer in meinem Körper, wenn ich daran zurück dachte wie war wir uns in den Laden gewesen waren. Wie sie in meinem Bann stand und ihr Körper sich erinnerte, aber ihr Gedächtnis lies noch auf sich warten. Sie war so versessen auf etwas besonderes gewesen, das es mir schon fast zu leicht gefallen war ihr mein Spiel zu übergeben. Gerne hätte ich noch etwas mehr Zeit mit ihr alleine verbracht. Sie am liebsten sofort in meine Welt gezogen und als meine Königin an meiner Seite gewusst, aber ich brauchte noch etwas Geduld. Und Zeit war bei weitem das was ich am meisten hatte. Also lehnte ich mich in den Schatten ihres Hauses zurück und beobachtet das Geschehen. Als erstes betraten ihre Freundinnen das Haus, nicht unüblich. Es war nicht das erste Mal das sie ihr halfen noch ein paar Dinge vorzubereiten.
      "Aber wie sollen wir denn dann wissen ob sie schmeckt?", neckte Cat. Sie warf schon einen freudigen Blick zu der Bowle. Gemeinsam brachten sie die Snacks ins Wohnzimmer und Cat erblickte mein Spiel zuerst.
      "Hey was ist denn das? Das sieht ja richtig geheimnisvoll aus!" Sie stellte ihre Schale mit Chips ab und wand sich der Verpackung zu. Sie nahm es hoch und beäugte es von allen Seiten. Ich musste mir ein kichern verkneifen. Was hatte sie erwartet darauf zu finden? Bunte Bilder von glücklichen Familien die ganz viel Spaß beim Spielen hatten? So einfältig~
      "Da steht ja nicht mal ein Name drauf...?", sie klang mehr als verwundert und blickte Rat suchend zu Nicole. Doch noch ehe sie eine Meinung dazu äußern konnte klingelte es schon an der Tür. Wie zu erwarten waren nun auch die letzten beide Gäste auf der Party angekommen und besonder der Ehrengast: Luke. Ich verdrehte die Augen wegen ihm. Was fand sie nur an ihm? Er war durchschnittlich und erkannte einfach nicht was für einen Segen er erleben durfte, dass sie ihn so liebte. Nur zu gerne würde ich ihm jetzt schon Leiden sehen. Ich atmete tief durch. Ich musste mich zügeln, sie würde schon bald anfangen. Luke blickte Maggie direkt an und lächelte sie an.
      "Hey Mag. Ich hoffe wir sind nicht zu spät." Es war nicht zu übersehen das er sie mochte, aber dennoch schien es nicht an das zu reichen was Maggie in ihm sah. Er gab ihr einen kurzen Kuss und wandte sich dann ins Wohnzimmer. Er lies seinen Blick über alles gleiten. Man sah wirklich das sie sich Mühe mit allem gegeben hatte. Alles war super, passend dekoriert und perfekt vorbereitet. Genau so kannte man sie. Egal was sie machen wollte, es gelang ihr.
      "Hey Nicole, hey Cat." Er lies sich neben die beiden aufs Sofa fallen. Sein Blick wanderte kurz zu Mika der hinter ihm war und landete dann auf dem Spiel.
      "Was ist denn das?" Er beugte sich über Cats Schulter um einen besseren Blick darauf zu haben.
      "Ist das für mich?" Er grinste Maggie an. Egal was sie als Geschenk für ihn hatte, er wusste jetzt schon das es ihm gefallen würde. Allerdings hoffte er das er heute Abend als nur solche Geschenke bekam. Er wollte schon seit längerem mit ihr schlafen, wusste dann aber doch nie wie er das Thema anscheiden sollte und machte dann doch jedes mal ein Rückzieher. Glück für ihn, ich war mir nicht sicher ob ich mich bei so etwas wirklich zurück halten konnte. Allerdings, wenn sie später etwas zum vergleichen hätten, würde nur noch deutlicher werden, wer der bessere von uns beiden war. Das zauberte mir wieder ein grinsen auf die Lippen. Mir entging nichts von was passiert und dennoch lag mein Hauptaugenmerk auf Maggie. Dieses Kleid betonte ihren Körper wirklich hervorragend und er hatte ihr nicht mal ein wirklich Kompliment gemacht?! Kleine Made....
      Cat schüttelte Luke von sich ab und griff nach den Chips.
      "Ja genau Maggie, was hast du da besorgt? Ich bin auch neugierig. Und noch viel wichtiger, können wir jetzt von der Bowle trinken? Es sind doch alle da."
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Maggie Forster

      Ich musste kurz auflachen, als Cat anmerkte, dass sie doch wissen müsse, wie die Bowle schmecke. "Du kennst mich. Sie schmeckt gut", erwiderte ich daraufhin einfach. Das war zwar nicht sehr schlagfertig gewesen, aber für den Zweck meine Freundin davon fernzuhalten, ausreichend. Wenn sich die gute Cat über die Bowle hermachen würde, wäre sie in Null Komma Nichts leer. Ich blickte leicht erschrocken zu Cat, als sie die Schachtel berührte und anstarrte. "Kein Plan, guck mich nicht so an, Cat", kicherte Nicole verlegen, da sie selbst keine Ahnung von der Schachtel hatte. Irgendwie gefiel es mir nicht, dass sie sie berührte, aber wieso? Ein Gefühl der Eifersucht schien in mir zu brodeln. War das etwa wegen ihm? Ich verstand nicht, warum ich seit diesem Besuch in diesem wirklich ominösen Geschäft auf einmal so komisch geworden war. Dieser Kerl... Er war so geheimnisvoll, aber auch irgendwie angsteinflößend. Seine Augen, die mich in einen tranceartigen Zustand brachten. Seine weißen Haare. Ich schüttelte den Kopf, um ihn ein für alle Male aus ihm zu verbannen. Dann klingelte es auch endlich und ich trabte schnell zur Tür. Als ich diese öffnete stand endlich Luke vor der Tür und Mike war ebenso dabei. "Hallo ihr beiden!", sagte ich mit einem breiten Lächeln. Instinktiv versuchte ich mich aufregend zu posieren, um Lukes Aufmerksamkeit auf mein Kleid zu lenken. Er kam auf mich zu, gab mir einen flüchtigen Kuss und ging dann weiter. Hinter ihm trat Mika ein und lächelte mich schräg an. Er kam auf mich zu und spitzte seine Lippen. "Krieg ich auch einen?", fragte er spöttisch und ich schüttelte nur genervt den Kopf. "Nicht in 1000 Jahren Mika", kicherte ich und tätschelte ihm sanft den Kopf. "Gut, ich will auch keinen", sagte er trotzig. "Cat gefällt mir eh viel besser, aber pssht", meinte er, zwinkerte mir zu und ging weiter. Mika war ein ziemlich komischer Kerl, aber er war eben Mika. Keiner war so wie er und das machte ihn interessant. Vor allem aber kann man sich auf ihn verlassen. "Hey ihr zwei!", hörte ich Nicoles freudige Stimme vom Wohnzimmer aus. Kurz stand ich noch wie angewurzelt da. Irgendwie fühlte ich mich beobachtet, was ja eigentlich auch totaler Unsinn gewesen war. Ich schaute mich kurz um, sah aber natürlich niemanden und ging ins Wohnzimmer zu den anderen. Ich sah wie Luke sich neben Cat und Nicole setzte und der Blick sofort auf die Schachtel fiel. Ein unangenehmes und bedrohliches Gefühl durchflutete meinen Körper. Luke grinste mich an, als er fragte, ob das für ihn sei. "Ja schon, aber...", fing ich an. "Nichts aber... wir spielen jetzt. Das war doch dein Plan oder Maggie?", unterbrach mich Nicole und sah mich ebenfalls mit flehenden Rehaugen an. "Ist ja der Hammer!", meinte Mika, der sich ebenfalls zur Gruppe auf die Couch setzte und sich gerade einen Joint anzündete. Er zog einmal tief daran und blies den Rausch in Richtung der Mädels. "Puste in die andere Richtung, Mika", meckerte daraufhin Nicole gleich, wandte sich aber direkt wieder mir zu. Luke klebte ganz schon an der hübschen Cat, aber das machte mir nichts aus. Ich zweifelte niemals an der Liebe von Luke. Er war genau das, was ich brauchte. Mein Traummann. Cat schüttelte Luke von sich und fragte sogleich nach der Bowle. "Ja ja, Cat", meinte ich kichernd und ging in die Küche, um die Bowle zu holen. Ich stellte sie auf den Tisch und schöpfte mit der Kelle jedem etwas in ein Becher. "Lasst uns erst einmal anstoßen", meinte ich grinsend und hob meinen Becher. Nach mir und hoben auch die anderen ihre Becher und schauten mich erwartungsvoll an. "Mein lieber Luke...", fing ich an und Mike stöhnte genervt. "Jetzt wird schnulzig", meinte er gespielt genervt und lächelte anschließend in die Runde. "...du bist das Beste in meinem Leben, was mir passiert ist. Ich bin so glücklich, dass ich dich habe und freue mich auf die gemeinsame Zukunft mit dir. Danke, dass es dich gibt, mein Schatz. Herzlichen Glückwunsch zu deinem 19. Geburtstag", sagte ich warf ihm einen Luftkuss zu und trank von meinem Glas. "Hört, hört", meinte Nicole lachend. "Herzlichen Glückwunsch, Großer", meinte sie zu Luke und trank auch. "Herzlichen Glückwunsch, Bro", meinte nun auch Mike und trank ebenso. Ich bemerkte direkt, wie der Alkohol in meinen Kopf ankam. Es war wohl nicht so klug, vorher so wenig zu essen. Aber es wird schon alles gut werden. "Jetzt lasst uns spielen", meinte Mike. Warum war er urplötzlich so aufgedreht? "Mach doch keinen Stress, Mikey", meinte ich, aber da warf auch schon Nicole ein: "Ich will aber auch... Du doch auch, oder Luke?", meinte Nicole zu ihm. Irgendwie wusste ich nicht, ob das eine so gute Idee gewesen war dieses Spiel zu holen. Wir hätten genauso gut mit Monopoly oder so Spaß haben können. Wahrscheinlich war es stinklangweilig. "Ich weiß nicht mal, ob das gut ist", meinte ich nun etwas verlegen und kratzte mir am Hinterkopf. Ich konnte es wohl nicht aufhalten, dass wir dieses Spiel spielen würden.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Für mich wirkte das alles wie ein Kindergeburtstag. Sie waren noch so jung und leichtsinnig. Das falsche Gefühl der Freiheit das sie hatten, da ihre Eltern nicht in unmittelbarer Nähe waren. Es war amüsant und mein Plan ging auf. Maggie schien zu spüren, dass es kein normales Spiel war und was hätte ich auch sonst von ihr erwarten können? Sie war mit mir vertraut wie sonst niemand. Vielleicht nicht in diesem Leben, aber das waren Kleinigkeiten. Ihre Erinnerungen würden gewiss zurück kommen auf die ein oder andere Art.
      Sie erhoben sich und stießen an. Luke lies es sich natürlich nicht nehmen nach ihrem Anstoßen seinen Weg zu Maggie zu bahnen. Er legte einen Arm um sie und blickte ihr in die Augen.
      "Danke, Schatz.", sagte er. Laut genug das es jeder hören konnte und dennoch so leise das jedem klar war das diese Worte nur für sie bestimmt waren. Kurz darauf gab er ihr einen leidenschaftlichen Kuss. Mir kam die Galle hoch. Gerne hätte ich seine Dreckpfoten von ihrem Kurven genommen. Er besudelte sie und ich konnte wieder nur da stehen und zu schauen. Ich tröstete mich mit verschiedenen Mordgedanken ihm gegenüber. Jeder Vorstellung die ich hatte war grausame als die davor und mein Grinsen wurde immer breiter. Sobald das Spiel los gehen würde, würde ich mich an ihm austoben können. Das musste mir vorerst reichen.
      "Jetzt hört schon auf oder nehmt euch ein Zimmer!", kicherte Cat.
      Ihr Blick huschte zu Mike und blieb für den Bruchteil einer Sekunde an seinen Lippen hängen. Es war für mich offensichtlich das sie beide Gefühle für einander hegten, aber Menschen machten alles so kompliziert. Auch wenn es durchaus einen Unterhaltungswert hatte.
      Luke löste sich endlich von ihr und schaute ihr noch kurz in die Augen bevor er sich wieder zu den anderen drehte.
      "Ja, ja schon gut.", sagte er grinsend. Sein Arm blieb allerdings an ihrem Körper und drückte sie leicht an sich.
      Cat nahm noch einen großen Schluck von der Bowle und wand sich wieder dem Spiel zu.
      "Wenn jetzt endlich alle soweit sind können wir endlich mit dem Spiel anfangen." Und schon waren ihre Finger an der Box.
      "Ja na klar. Wenn es Mag für mich ausgesucht hat muss es was besonderes sein.", antwortete Luke Nicole und beobachtete etwas skeptisch wie Cat sich an dem Spiel zu schaffen machte.
      Sie war zwar nicht dumm, aber sie konnte sich durchaus ungeschickt anstellen. Sie würde es bestimmt aus versehen kaputt machen bevor sie überhaupt angefangen hatten.
      "Geht ihr lieber mal zur Hand.", sagte Luke besorgt. Er hatte wirklich wenig Lust darauf sein Spiel nicht spielen zu können. Ebenso wollte er nicht von ihrer Seite weichen, zu dem waren sie alle gespannt was es für eine Art spielen war.
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Maggie Forster

      Mein Herz klopfte wie wild, als Luke zu mir vortrat und seinen Arm um mich legte. Ein sanftes Kribbeln durchfuhr meinen Körper und mir wurde nur mal wieder bewusst, wie sehr ich ihn liebte. Und vor allem, wie sehr ich mich freute, wenn er mich heute Abend noch intensiver berühren würde. Ich errötete bei diesem Gedanken und lächelte meinen Freund sanft an. Glück floss in meinen Adern hindurch und ich war mir sicher, dass Luke der Mann war, mit dem ich heiraten und Kinder bekommen würde. Wir waren eben seelenverwandt und unzertrennlich. Nachdem er sich bei mir bedankt hatte, küsste er mich innig und liebevoll. Mit leichter Gier und Vorfreude erwiderte ich diesen Kuss. Seine sanften Lippen auf meinen zu spüren, war ein unglaubliches Hochgefühl. Alles in mir kribbelte und endlich schien ich diesen Typen aus dem Laden zu vergessen. Ich war nur noch glücklich und fing sogar an, mich auf dieses Spiel zu freuen. Denn ich wusste, dass, wenn Luke glücklich sein würde, würde ich es auch sein. Nachdem Luke sich von mir löste, hauchte ich ihm ein kurzes und leises "Ich liebe dich", zu und lächelte ihn an.
      Cat kicherte, nachdem sie einen blöden Spruch abgelassen hatte, der zu ihr passte. "Neid, purer Neid", ärgerte ich sie etwas und zwinkerte ihr zu. Ich wusste natürlich, wie sie das meinte und es machte mir Spaß, mit ihr zu Quatsch zu machen.
      Ich sah ihr zu, wie sie Mika ansah und grinste frech. Es war einfach nicht zu übersehen, dass Cat irgendwie auf Mika stand, aber sie vielleicht einfach viel zu stolz, um das zuzugeben. Mika war zwar klug, aber in der Schule nicht sonderlich gut. Aber das lag eher daran, dass Schule für ihn einfach nicht interessant war. Für Dinge, für die er jedoch brannte, war er ein Experte. Das war sehr interessant an ihm. Außerdem wollte Mika unbedingt etwas von Cat, was er auch nicht geheim hielt, aber auch das hielt sie vermutlich davon ab, mit ihm etwas anzufangen. Aber ich nahm mir in diesem Moment vor, die beiden nach dem heutigen Tag zu verkuppeln. Sie zogen sich gegenseitig mit ihren Blicken aus und es brauchte wohl nur noch einen kleinen Stups, den ich beiden wohl geben musste. Aber erst einmal war dieser Abend für Luke bestimmt. "Wir können uns auch ein Zimmer nehmen, Cat-Girl", meinte Mika etwas high und zwinkerte ihr zu. Das war sicher auch ein Grund. Mika war viel zu sehr von sich überzeugt. Ich kicherte etwas. Die beiden waren süß. Luke zog meine Hüfte näher an seine und wieder kribbelte es in mir und ich biss mir auf die Unterlippe. So lange hatten wir gewartet und dennoch schien dieser Abend heute für mich so endlos. Ich wünschte, dass wir beide bereits alleine wären, aber das würde wohl noch ein paar Stunden dauern. Um mich abzulenken, trank ich einen großen Schluck aus meinem Becher und spürte bereits das berauschende Gefühl des Alkohols in meinen Kopf wandern. Ich bemerkte sofort, dass ich allmählich entspannter wurde und der Stress von mir abließ. Cat schien den Kommentar von Mika zu ignorieren und wandte sich dem Spiel zu. "Nun mach schon auf", kicherte Nicole ungeduldig und sah etwas sehnsüchtig zu Mika. War das jetzt ihr ernst? In Gedanken schüttelte ich den Kopf. Nicole war immer sehr schnell in jemanden verliebt, behielt ihre Gefühle aber meist für sich. Außer natürlich, sie verfasste sie in ihren Kurzgeschichten. Irgendwie war der Gedanke absurd, dass Nicole etwas von Mika wollen würde. Das wurde mir alles allmählich viel zu kompliziert und Mika war ohnehin für mich jemand, den ich immer nur als einen Freund ansehen würde und niemals mehr. Aber vielleicht lag das auch daran, dass ich mit Luke so glücklich war und gar nicht auch nur einen Millimeter an andere ... Ich erinnerte mich an die Situation, an welcher ich vor dem Spiegel stand und er mich von hinten berührte. Ich räusperte mich laut, trank einen weiteren Schluck, sodass mein Becher leer wurde und direkt wieder nachschenke, erneut trank und mich auf Cat konzentrierte, die nun endlich das Spiel auspackte. Luke forderte Nicole auf, Cat doch mal zu helfen. Cat konnte sich wirklich ungeschickt anstellen. "Gib mal her, Cattie", meinte Nicole lachend, nachdem sie einen großen Schluck aus ihrem Becher nahm und öffnete mit einem Satz die Schachtel. Anschließend packte sie eine Reihe von Pappbögen aus. "okay", sagte Nicole nachdenklich brach die Pappstücke aus der Stanzung heraus. Es waren kleine Teile, aber überwiegend Große Stücke, die sie herausbrach. "Wie süüüüüüüß~", kicherte Nicole, als sie schließlich erkannte, um was es sich hier handelte. "Das ist ein Häuschen", meinte sie und fing an die Pappstücke ineinander zu stecken und zu biegen. "Ein Puppenhaus, echt jetzt?", lachte Mika, als hätte man ihm den besten Witz auf der Welt erzählt. "Und die Spielregeln?, fragte er, nachdem er sich beruhigt hatte und Nicole warf ihm, ohne von ihrer Arbeit wegzusehen, die leere Schachtel zu. "Da drin irgendwo", meinte sie und baute das Haus weiter. "Schau mal Cat. Die Figuren kannst du sicher selbst aufeinander stecken oder?", meinte sie leicht abfällig, aber wieder ohne auch nur den kleinsten Blick vom Haus abzulassen. Mika hingegen durchsuchte die Schachtel nach der Spielanleitung und schien schließlich unter dem Zwischenboden ein Regelwerk gefunden zu haben. Wieder lachte Mika auf. "Das ganze scheint wirklich strange zu sein", kicherte er. "Zunächst einmal müssen wir eine Art Ritual machen. Es ist wichtig, dass wir anerkennen, dass das Spiel real ist und das wir es freiwillig spielen", meinte er zusammenfassend. "Also Leute", meinte er nun geheimnisvoll und dimmte das Licht. "Hee!", meckerte Nicole, die noch immer dabei war, liebevoll das Haus aufzubauen. "Ihr müsst schwören", meinte er noch einmal. "Ich schwöre, dass ich das Spiel freiwillig spiele und dass ich weiß, dass es real ist", sagte er schließlich in einem ernsten Tonfall und nahm eine Figur, die Cat bereits zusammengesteckt hatte. Diese stellte er in den Korridor des Hauses. "Hier beginnt unsere Reise", meinte er und lächelte fies.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Wenn sie nicht etwas langsamer trinken würde, würde sie nicht in der Lage sein mein Spiel zu spielen, überkam es mich. War sie so nervös wegen seinem Geburtstag? Oder eher wegen der Dinge die sie anstellen wollten, wenn sie alleine waren? Ich verdrehte die Augen. Es war offensichtlich, dass sie sich ihm hingeben wollte, dabei wusste er wahrscheinlich nicht mal wirklich wie er eine Frau glücklich machen konnte. Ich hingegen hatte Jahrhunderte damit verbracht Frauen zu beobachten und hatte so vieles lernen können, das ich mir meiner Sache so sicher war, dass es mir schon fast selbst Angst machte. Zudem kam zu meinem Aussehen, das so oder so schon betörend auf diese schwachen Wesen wirkte, meine Aura. Sie sahen einen Menschen, spürte aber das Übernatürliche. Viele bekamen Angst und mieden mich, während andere sich nur zu gerne in die Fänge des Gefährlichen begaben. Doch Maggie war so anders. Ein bisschen nervös wurde ich allerdings ebenfalls. Sie kamen der Sache immer näher und es würde nicht mehr lange dauern bevor das Spiel begann. Mit jedem Papierstück mit dem das Haus weiter Gestalt annahm, wuchs meine Anspannung.
      Cat übergab etwas widerwillig Nicole das Spiel und schaute ihr beim Auspacken zu. Während dessen trank sie von ihrer Bowle und viel zu schnell war ihr Becher wieder leer. Sie füllte sich ebenfalls nach, doch bevor sie einen Schluck trinken konnte bekam sie eine neue Aufgabe. Sie warf Nicole kurz einen finsteren Blick zu, sie hasste es wirklich wenn sie so mit ihr Sprach, machte sich dann aber an die Arbeit und steckte die kleinen Figuren auf ihre Füße, nebenbei beobachtete sie wie das Haus wuchs und wuchs.
      "Aber das hätten die ruhig moderner Einrichten können." Sie schaute sich die kleinen Räume an die wirkten als würde dort eine 80-jährige Frau wohnen.
      Luke beobachtete neugierig wie die anderen das Spiel aufbauten, während er Maggie weiter im Arm hielt. Immer wieder nahm er einen Schluck aus seinem Becher. Bei den Spielregeln horchte er auf und trat neben Mika. Er überflog ebenfalls die Regeln und musste grinsen.
      "Ist ja ein richtiges Gruselspiel.", sagte Luke scherzhaft. "Ich schwöre ebenfalls, das ich es freiwillig spiele und das es real ist." Er versuchte es mit ernster Miene zu sagen doch am Ende musste er doch lachen. "Jetzt seid ihr dran." Er schaute die Reihe nach Nicole, Cat und Maggie an. Sein Blick blieb zum Schluss an Maggie haften.
      Cat schaute ihre kleinen Figuren an die etwas verloren im Korridor standen und warf dann einen skeptischen Blick zu Mika und Luke.
      "Das ist ja vielleicht ein Schwachsinn, warum soll ich sowas schwören wenn es doch nur ein Spiel ist? Andererseits...", sie dachte kurz darüber nach und zuckte dann mit den Schultern. Ihr blick huschte kurz zu Mika. "Ich schwöre auch, ist ja nur ein Spiel." Dann schaute sie zu Nicole und Maggie. Wo wäre schließlich der Reiz und der Spaß, wenn sie es nicht alle machten?
      "He Mika oder Luke schaut doch mal nach was genau man machen muss um überhaupt zu gewinnen."
      Luke warf einen Blick auf die Anleitung und musste wieder kichern. Dann räusperte er sich und sprach mit einer leicht tieferen Stimme: "In jedem Zimmer warten ein Alptraum von uns und diesen müssen wir bekämpfen oder wir sterben. Wenn wir leben aus dem Haus entkommen wollen, müssen wir das oberste Zimmer des Hauses erreichen, bevor das Zeitlimit abgelaufen ist, sonst sind wir für immer gefangen~"
      Nach meinem Geschmack war das eine wirklich schlechte Darbietung, aber bei jedem Schwur kribbelte mein Körper mehr und mehr. Unsere Reise nach Nilfheim stand kurz bevor~
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Maggie Forster

      Luke versuchte zu scherzen, aber irgendwie war ich nun wieder etwas angespannt. Ich wusste nicht warum, aber irgendwie war mein Gefühl komisch und vor allem fühlte ich mich beobachtet. Mein Blick ließ ich durch den Raum schwenken, doch sah niemanden. Wen denn auch bitte? Allmählich schien ich paranoid zu werden. Ein Grund mehr, noch einen Schluck von meinem Becher zu nehmen. Mir wurde leicht schwummrig. Aber ob das am Alkohol lag, konnte ich nicht sagen. Ich war dafür sehr froh, dass mich Luke die ganze Zeit über so intensiv festhielt. Ob er schon ahnte, was wir heute Abend tun würden? Ich sah ihn kurz an und musterte sein wunderschönes Gesicht. Verdammt. Ich liebte ihn so sehr. "Lass uns doch...", versuchte ich ihm leise ins Ohr zu flüstern. Ich wollte mit ihm nach oben gehen. Sollten unsere Freunde doch dieses dumme Spiel spielen. Aber bevor ich meinen Satz beenden konnte, schwor Luke auch schon. Ich seufzte kurz auf und beobachtete meine Freunde, die irgendwie total aus dem Häuschen zu sein schienen. Cat schaute bei ihrem schwor zu Mika und der lächelte sie intensiv an. Aus irgendeinem Grund war ich gerade ziemlich genervt. Die beiden wollten sich so sehr und doch traute sich irgendeiner von ihnen. "Ich kenne auch ein paar Spiele, Cat", kicherte Mika zweideutig, aber Cats Blick fiel schon auf mich und Nicole. "Ich schwöre, dass ich freiwillig spiele und anerkenne, dass das Spiel real ist", stammelte Nicole einfach so herunter und nun war wohl ich an der Reihe. Aber zunächst hörte ich Luke zu, wie er mit einer geschauspielerten Stimme die Anleitung vorlas. Albträume, ja? Uns gegen unsere Ängste stellen. Was würde es wohl bei mir sein? Darüber wollte ich aber jetzt noch nicht nachdenken. Alle schienen auf mich zu warten. "Also gut, wenns sein muss..", fing ich an und zog meinen Körper von Luke weg. Er hatte seine Chance. Jetzt würden wir wohl doch dieses blöde Spiel spielen. "Ich schwöre auf die reale Wirkung dieses Spieles und auch darauf, dass ich es freiwillig spiele", meinte ich monoton und sah mich noch einmal im Raum um. Es war komisch. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass nachdem ich dies ausgesprochen hatte, sich die Aura im Raum erheblich verändert hatte. "Nun, fangen wir jetzt an?", fragte ich ungeduldig. Aus irgendeinem Grund wollte ich es nun doch spielen. Eine Gänsehaut durchfuhr meinen Körper und ein kalter Schauer fegte über meinen Rücken. Ich nahm meine Figur und stellte sie in den Korridor. "Haben wir alles? Können wir anfangen?", fragte ich. "Nun nicht ganz!", meinte Nicole, stand auf und verschwand für einen Augenblick. Als sie wieder kam hatte sie einige Blätter und Stifte in der Hand. "Wir müssen zunächst unseren Albtraum aufmalen!", meinte sie und teilte jedem ein Blatt und einen Stift aus. "Wirklich?", meinte Mika lachend. Ich hingegen starrte auf mein weißes Blatt Papier. Mein größter Albtraum also...Ich wusste es genau, doch irgendwie ... fiel es mir einfach schwer es in einem Bild zu erfassen. "Gib mir mal die rot, Cat!", forderte ich meine Freundin auf, die mir auch direkt den gewünschten Stift entgegen warf. "Danke", meinte ich leise und malte mein Blatt in purem blutrot aus. Als ich fertig war, versuchte ich auf die Bilder meiner Freunde zu spähen, konnte allerdings nicht viel erkennen. Bei Luke sah ich, dass er viel mit der Farbe blau arbeitete, Nicole hingegen verwendete irgendwie beige, Mika schien mehrere bunte Farben zu verwenden und Cat schien nur schwarz zu nehmen, wenn ich es richtig erkennen konnte. Mein Herz fing zu rasen an. Wir würden wohl viel voneinander erfahren bei diesem Spiel.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Cat freute sich zwar über das ständige Necken von Mika, konnte das aber nicht so offen erwidern. Meistens vermied sie es direkt auf seine Andeutungen einzugehen, auch wenn ein kleiner Teil in ihr das sehr gerne tun würde. Aber jedes Mal, wenn sie antwortete, schien sie die Lücke zwischen ihnen beiden zu festigen.
      "Sicher das deine Spiele nicht auf einem Trip basieren?"
      Ihr Blick war wieder zu Mika gewandert, während ihre Augen sagte, das sie nichts dagegen hätte mit ihm alleine was zu spielen, waren die Worte aus ihrem Mund das genaue Gegenteil. In Gedanken verwünschte sie sich. Es war ihr wirklich schleierhaft wieso es ihr so schwer viel einfach mal vernünftig darauf einzugehen. Darauf trank sie noch einen großen Schluck von der Bowle und sie spürte die Wirkung des Alkohols immer deutlicher. Vielleicht würde sie heute Abend dazu kommen, endlich mal einen Schritt voran zu kommen.

      Mein Körper stand unter Strom, als wäre ich direkt mit der Steckdose verbunden. Besonders bei Maggies Schwur durch zuckte es mich beinah schmerzhaft. Ihre Worte halten in mir wieder und schienen sich von alleine in meinen Geist zu brennen. Ich verlor mich für einen Moment in ihrer Schönheit während ich ihr über die Schulter lunzte um zu sehen was sie malte. Es gefiel mir zwar nicht, aber jeder musste sich an die Spielregeln halten, so auch ich als Spielleiter. Keiner von ihnen war ein Picasso das war klar, dennoch versprach es eine witzige Runde zu werden. Auch wenn manche Alpträume wesentlich interessanter waren als andere.

      Luke verlor sich etwas in seinem Bild und gab sein bestes es niemanden wirklich sehen zu lassen. Natürlich war er recht schnell fertig mit malen, so schwer war es nicht das Meer zu malen. Zu Lukes Überraschung benutzte Maggie auch nur eine Farbe benutzte. Dennoch schaute er nur kurz zu ihr, schließlich wollte er auch nicht wirklich das jemand sein Bild sah. Es war dumm von ihm, schließlich würden sie während des Spiels den Alptraum von jedem hier sehen, aber er hoffte das seiner nicht der Erste war.
      "Wenn ihr fertig seid, dreht das Bild um und gebt es mir. Ich mische sie und dann verteilen wir sie in den Räumen.", sagte Luke.
      Nach und nach nahm er die Bilder entgegen und mischte sie um sie dann, wie angekündigt, verdeckt in die Räume zu legen.
      Cat schnappte sie die Spielanleitung und las noch etwas darin.
      "Wir müssen auch aufpassen, in dem Haus können wir auch auf einen Shadowman treffen. Er ist am gefährlichsten und könnte das Spiel sofort für uns beenden. Dazu hat er wie zwei Gehilfen. Eine Schlange und einen Wolf."
      Cat holte noch eine kleine Figur aus dem Karton und stellt sie in den obersten Raum.
      "Komisch es gibt nur eine Figur von diesem Kerl, aber nicht von seinen Haustieren.", sagte sie Schultern zuckend. Sie blickte nochmal auf die kleine Figur.
      "Wow der sieht ja sogar ganz gut aus. Die weisen Haare und roten Augen, haben was."

      Ich musste grinsen. Die Figur war mehr oder weniger nur eine schlechte Karikatur von mir und dennoch schien sie schon so eine Wirkung auf eines der Mädchen zu haben. Gespannte schaute ich zu Maggie um zu sehen, ob von ihr eine Reaktion kam oder ob sie es einfach gekonnt umging.
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Maggie Forster

      Mir wurde allmählich immer kälter. Ich spürte die Kälte bis in meine Knochen und ein allgemeines Gefühl der Angst überkam mich. Irgendwie wurde ich sogar langsam etwas müde. Vielleicht kam das aber auch vom Alkohol, der in meinem Kopf pulsierte. Es war zwar Lukes Geburtstag und ich hatte die ganze Zeit über diesen Abend mit uns allen geplant, aber irgendwie war ich leicht sauer, dass er meine Annäherungsversuche und Andeutungen nicht verstand. Mir war fast, dass er sich heute nicht für mich interessierte. Aber warum ärgerte mich das so? Es war doch heute schließlich auch sein Tag und er hatte ein Recht darauf diesen mit uns allen zu verbringen. Ach Luke... Vielleicht lag es auch nur daran, dass ich einfach immer ungeduldiger und ängstlicher wurde.
      "Glaub mir, Cat. Wenn du in meiner Nähe bist, bist du allein mein Trip. Da brauche ich nichts anderes", meinte Mika charmant und biss ich verführerisch auf die Unterlippe. Es gefiel ihm offenbar, dass Cat immer so kratzbürstig zu ihm war. Schließlich stand er von seinem Thron auf und stellte sich vor Cat. Dann sah er zu Nicole und quetschte sich zwischen die beiden Frauen. Aber statt sich Cat zuzuwenden, drückte er sich nah an Nicole ran, streifte ihr sanft eine Haarsträhne hinter ihr Ohr und flüsterte etwas. Ich sah in Cats Augen, dass sie das ganz fuchsig wild machte. Und auch mich interessierte es etwas, was Mika Nicole zuflüsterte. Nicole hingegen schien nur verlegen zu kichern. "Hör doch auf", meinte sie leicht errötet und schlug Mika gegen den Oberarm. Mika lachte und wandte sich dem Spiel zu. Er schaute nicht einfach zu der wütenden Cat herüber. Er spielte ganz eindeutig ein Spiel mit ihr und er machte das gut. Mika machte sich geheimnisvoll und demonstrierte Cat seine Macht.
      Plötzlich holte Cat noch eine weitere Figur aus dem Karton stellte sie in die oberste Etage. Diese Figur sollte wohl den Schattenmann darstellen, der Endgegner dieses Spiels. Zudem habe er noch zwei Haustiere, die jedoch nicht als Figur vorhanden waren, wie Cat soeben feststellte. Cat meinte, dass der Schattenmann gut aussehe und beschrieb ihn. Als ich von den weißen Haaren und roten Augen hörte, riss ich leicht erschrocken die Augen auf. Dann sah ich das erste Mal diese Figur genauer an und erkannte IHN. Ich ging ein paar Schritte näher an das Haus kniete mich hin und betrachtete die Figur. Sie hatte die gleiche Aura wie die des Mannes in dem Spielegeschäft. So einnehmend, einzigartig und geheimnisvoll mächtig. Ich sah die Figur wie gebannt an und streckte meine Finger nach ihr aus. Irgendwie wollte ich sie berühren und spüren. Noch bevor meine Finger das wohl kalte Material der Figur erreichen konnte, riss mich Nicole aus meinem Bann. "Lasst uns endlich spielen", meinte Nicole kichernd und sah kurz zu Mika herüber, der kurz ganz absichtlich unabsichtlich ihre Finger berührte. "Na dann los", meinte Mika.
      Ich blinzelte ein paar Mal und war wieder bei Sinnen. Dieser Typ. Irgendwas in mir sehnte sich nach ihm, obwohl das völliger Schwachsinn gewesen war und der andere Teil von mir hatte Angst und hasste ihn. Solche paradoxen Gefühle hatte ich bislang noch nie gehabt. Was bedeutete das für mich? Was bedeutete das für mich UND Luke? Liebte ich ihn noch? Selbstverständlich liebte ich ihn! Mehr als mein eigenes Leben. Er war meine Welt, mein Traum und meine Seele. Ich würde niemals ohne ihn sein wollen. Vielleicht war ich einfach nur ein kleines bisschen verwirrt, weil dieser Spiele-Typ einfach nur ziemlich gut aussah. Es gibt viele attraktive Menschen auf der Welt und sicher bin ich auch nicht das einzige Mädchen, welches Luke attraktiv findet.
      Ich sah noch einen kleinen Augenblick auf die Figur. Immerhin wusste ich jetzt, warum dieses Spiel so komisch gewesen war und so völlig unbekannt. Er hatte es wohl einfach selbst gefertigt und es war gar nicht auf dem Markt. Ob er es mir deswegen geschenkt hat? Weil man es eh nicht kaufen konnte? Und warum hatte er es gerade mir geschenkt? Was machte mich so besonders, dass ich es haben sollte? Schließlich war ich kein hohes Tier, was solche Spiele auf den Markt bringen könnte. Wäre es dann nicht schlauer gewesen, es einem solchen Menschen zu überlassen? Aber egal. Schluss. Genug von diesem Typen. Jetzt war ich hier. Hier bei Luke. Bei meinen Freunden und wir würden uns nun einen schönen Abend machen.
      "Ja, lasst uns beginnen. Gibt's einen Würfel oder so? Wie fangen wir an?", fragte ich in die Runde. Nun würde es losgehen...
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    • Cat entging Mikas Handlung nicht. Etwas säuerlich blickte sie zu Nicole und es brannte ihr unter der Haut, so sehr wollte sie wissen was er ihr zugeflüstert hatte. Spielte er wirklich nur mit ihr und sich machten sich gemeinsam über sie lustig? Schamesröte überkam ihre Wangen. Sie drehte sich so um das Mika ihr Gesicht nicht mehr sehen konnte. Er wollte mit ihr weiterhin spielen? Gut das konnte er haben. In ihrem kleinen privaten Spiel gab es aber zwei Mitspieler. Sie würde ihm schon noch zeigen. Da Cat sich umgedreht hatte konnte sie Maggies Reaktion auf die Figur beobachten und schaute sie etwas fragend an. Wieso hatte sie sie so intensiv angestarrt? Ja sie sah nicht schlecht aus, aber es war immer noch nur eine Figur. Das war durchaus eine komische Reaktion. Doch bevor Cat sie danach fragen konnte, sagte Maggie schon, dass sie nun beginnen würden. Luka nickte aufgeregt und wollte nach der Anleitung greifen um zu schauen wie man startete, als die Erde um sie herum bebte. Eine Glocke, wie von einer alten Standuhr, dröhnte durch das Wohnzimmer und ein Wind kam auf. Irritiert schaute sich Luke um.
      "Ein Erdbeben...?", fragte er verwirrt.
      Cat war schon aufgesprungen und schaute sich unsicher um. Sie war ein fragenden Blick zur Bowle.
      Der Wind wurde stärker, das Beben intensiver und die Uhr lauter. Cat und Luke spürten wie ihre Sinne langsam schwanden und schließlich das Bewusstsein verloren.

      Nur zu gerne kam ich ihrem Wunsch nach. Ich bereite die Arme aus und lies meine Magie los strömen und sorgte für einen Tunnel zwischen den Dimensionen. Langsam drückte die meine Arme zusammen und der reißende Strom aus Energie nahm an Kraft zu bis er uns alle schließlich verschluckte. Menschen schafften es nie dabei bei Bewusstsein zu bleiben. Die Energien die um sie herum tobten waren einfach zu viel für ihre gebrechlichen Körper und Gemüter. Schließlich kamen wir in meiner Welt an. Da ich nur darauf bedachte war Maggie sicher ankommen zu lassen, landeten ihre Freunde etwas verstreut im ersten Raum meines Hauses und Spiels. Soweit ich allerdings beurteilen konnte, war niemand wirklich verletzt. Ich ging zu Maggie und ging neben ihr in die Hocke. Sanft strich ich ihre Haare aus dem Gesicht und musste Schmunzeln. Ihre Schönheit war einfach nicht in Worte zu packen. Sie würden noch einen Moment brauchen bevor sie erwachten, also würde ich die letzten Ruhigen Minuten dafür nutzen ihre Nähe auszukosten.
      Als sich die ersten allerdings wieder regte zog ich es vor wieder in den Schatten zu verschwinden bis sie alle wach waren.

      Cat lang unter einem großen Fenster und rappelte sich langsam hoch. Ihr Kopf schmerzte als hätte sie ihn sich angestoßen.
      "Das war wohl doch zu viel Bowle...", nuschelte sie. Sie schaute sich vorsichtig um.
      Nach und nach erkannte sie ihre Freunde und ebenso erkannte sie den Raum in dem sie lag. Noch nie hatte sie etwas vergleichbares gesehen.
      Luke erwachte kurz nach Cat und sein erster Gedanke galt Maggie. WO war sie? Ging es ihr gut? Er setzte sich ruckartig auf und erst als er sie sah, entspannte er sich. Er war gegenüber von Cat auf der anderen Seite das Raumes, Maggie war relativ Mittig. Es dauerte einen Moment bis er Nicole und schließlich Luke erblickte.
      "Geht es allen gut?", fragte er vorsichtig.
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Maggie Forster

      Urplötzlich fing ein Beben an, welches immer heftiger wurde. Die Gläser in den Vitrinen fingen zu klirren an und die Bowle schwappte über. "Was zum?!", fluchte Mika und ich klammerte mich an Luke fest. Nachdem Cat aufgesprungen war, stand auch Mika auf. Sein Blick war ernst und besorgt. Instinktiv griff er nach Cats Hand und hielt sie fest. Bei dem Anblick legte sich ein kleines, wenn auch kurzes Schmunzeln auf meinen Lippen. Allmählich wurde das Beben lauter und eine Stehlampe fiel auf den Boden. Ich konnte hören, wie die Glühbirne darin zersprang. "Verdammt", fluchte ich und sah nervös in die Runde. Irgendetwas stimmte hier nicht. Das war kein normales Beben, dass konnte ich spüren. Ich bemerkte, wie meine Besinnung langsam unscharf wurde. Ich setzte mich auf den Boden und versuchte wach zu bleiben, was mir äußerst schwer fiel. "Hal-tet. Du-rch", stammelte ich und konnte gerade so erkennen, wie meine Freunde die Reihe nach hintereinander umfielen. Auch Luke verlor sein Bewusstsein. Was zur Hölle geschah hier? Ich spürte etwas an mir zerren. Es fühlte sich an, als würde ich irgendwo hineingezogen werden. Mit aller Kraft versuchte ich dagegen anzuhalten, doch irgendwann konnte ich das letzte bisschen Bewusstsein nicht mehr halten und mir wurde schwarz vor Augen.

      Als ich träumte befand ich mich in einem dunklen und schwarzen Raum. Kälte durchflutete diesen und strömte durch meinen Körper. "Hallo?", rief ich ins Nichts und ein Echo wanderte hindurch. Ich blieb wie angewurzelt stehen, hatte keine Kraft mich überhaupt zu bewegen. Plötzlich tauchte eine Gestalt vor mir auf. Sein Körper wurde immer deutlicher. Seine weißen Haare strahlten mich an und seine intensiven Augen durchbohre meinen Körper, sodass ich mich fühlte, als stünde ich völlig nackt vor ihm. Er war es. "Was willst du?", fragte ich ihn ruhig und gelassen. Ich hatte keine Angst und war auch nicht aufgeregt. Das war das erste Mal, dass ich mich nicht vor ihm fürchtete, denn ich wusste, ich steckte nur in einem Traum fest, oder? Der junge Mann, der meinen Kopf vollends verwirrte, schmunzelte mich mit einem breiten Lächeln an. Ich biss die Zähne zusammen, denn ich wurde wütend. Er spielte mit mir und ich hasste das. Aber gerade, als ich etwas sagen wollte, verschwand er wieder. "Hey!", rief ich sauer, doch auch ich schien mich aufzulösen, denn meine Stimme drang nicht aus mir heraus. Mein Körper wurde blasser und durchsichtiger, ehe ich mich vollends verlor.

      Mein Kopf tat mir ziemlich weh. Der Boden unter mir war hart und eiskalt. Ich spürte gleich, dass ich nicht mehr zu Hause gewesen war. Langsam rappelte ich mich auf und setzte mich erst einmal auf meinen Hintern. Ich sah mich um und erkannte meine Freunde, die allmählich auch wieder zu sich kamen. Der Raum hier war riesig und elegant eingerichtet. Es ähnelte fast dem Eingang eines Schlosses. Luke fragte, ob es allen gut ginge und ich drehte mich zu ihm um. Kraft ihm etwas zu entgegnen hatte ich nicht, also nickte ich nur schwach und sah mich wieder um. Auch Mika und Nicole waren wieder bei Sinnen und stellten sich auf ihre Beine. Ich versuchte mich auch hinzustellen, was irgendwie leichter gedacht, als getan war. Ich taumelte etwas. Meine Sinne fühlten sich noch benebelt an und mein Körper schwer wie Blei. "Wo sind wie hier?", fragte ich, doch ich kannte die Antwort. Allerdings wollte ich nicht die Erste sein, die es ausspricht. "Das Puppenhaus", meinte Nicole mit rauer Stimme. "Ja", pustete Mika heraus. Ich lief zu Cat und sah sie an. "Alles in Ordnung bei dir?", fragte er sie besorgt und mitfühlend. Es war süß mitanzusehen, wie fürsorglich er sein konnte. Meist wirkte er nicht so. Das hier war so surreal. "Was tun wir jetzt?", fragte ich in die Runde.
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    • Luke kämpfte sich auf seine Beine und ging, leicht taumelnd, zu Maggie. Er macht sich natürlich auch Sorgen um die anderen, aber ihr galt seine gesamte Aufmerksamkeit. Er half ihr auf die Beine und hielt sie fest im Arm, nach diesem Erlebnis wollte er sie erstmal sicher bei sich wissen, obwohl im das zuvor auch nicht viel gebracht hatte. Dennoch beruhigte das auch sein aufgekratztes Bewusstsein. Sie war, wie immer, Balsam für seine Seele. Als Nicole das Puppenhaus erwähnte blickte sich Luke um und zu seinem erstaunen hatte sie recht. Das sah aus wie eine exakte Kopie des Hauses. Ihm überkam ein kalter Schauer und eine ungute Vorahnung.
      Cat erkannte das es nicht an der Bowle lag sondern das sie tatsächlich alle wo anders waren.
      "Ja alles gut.", sagte sie und blickte Mika an, während sie sich aufrappelte. Der Moment in dem er ihre Hand gegriffen hatte, bevor sie das Bewusstsein verloren hatten, war ihr noch präsent und sie wurde etwas rot. Aber jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt um in ihrer Beziehung zu Mika Fortschritte zu machen.
      "Du scheinst auch nichts abbekommen zu haben."
      Sie lies ihren Blick über ihre Freunde schweifen. So weit schienen alle okay zu sein. Auf Maggies Frage wusste niemand so wirkliche eine Antwort.
      "Vielleicht sollten wir die Türen oder Fenster überprüfen ob wir hier vielleicht raus können?", fragte Cat vorsichtig.
      Sie war eigentlich nicht sonderlich erpicht darauf in einem fremden Haus rum zu Streunern, aber sie wollte wieder nach Hause.

      Ich beobachtete sie einen Moment wie sie verloren rum standen und keine so richtig wusste was passiert war. Maggies Blick zeigte mir das sie scheinbar begriffen hatte wo sie waren und erst als es Nicole aussprach wurde es auch den anderen Bewusst. Nun war es wohl an der Zeit für meinen Auftritt. Ich stand in der Ecke des Raumes und löste mich von den Schatten.
      "Willkommen in meinem Heim.", sagte ich lächelnd und blickte in die Runde.
      Cat fuhr zusammen beim Klang meiner Stimme und klammerte sich an Mika, während Luke sofort den Kopf rum riss um in meine Richtung zu starren. Er schien mich von Anfang nicht zu mögen.
      "Die Spielregeln dürfte euch bekannt sein und auch das Ziel des Spiels~"
      Mein Blick ruhte auf Maggie. Sie war schließlich die Protagonistin in diesem Spiel.
      "Was soll der Scheiß?", blaffte Luke mich an.
      So ein ignoranter Junge. Ihn in seinem Alptraum zu erleben würde wirklich unterhaltsam werden.
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha