Landkrimi - Verzweifelte Suche [Lucy & Sohira]

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    • Landkrimi - Verzweifelte Suche [Lucy & Sohira]

      @Lucy~

      Vorstellung: Lucy & Sohira


      4.25 Uhr.
      Warum dauerte es jeden Tag immer länger, bis die ersten Sonnenstrahlen am Himmel erschienen ?
      So kam es zumindest David vor.
      Es war schließlich nicht die erste Nacht gewesen, welche er schon wach gewesen war.
      Würde sIch dies irgendwann wieder legen ?
      Wann würde er es schaffen eine Nacht durchzuschlafen ?
      Seit dem Tod von seiner Frau, hatte sich sein Leben komplett um 360 Grad gedreht gehabt.
      Nach dem Autounfall kam er wochenlang nicht mehr zur Arbeit, war nicht zu erreichen und auch das Haus in dem er mit ihr wohnte, war komplett leer gewesen, weshalb keiner wusste wo er sich momentan aufhielt geschweige denn ob er überhaupt noch lebte.
      Auch der Alkoholkonsum stieg in den letzten 6 Monaten immens.
      Doch welche Wahl hatte er denn noch ?
      Am Liebsten hätte er sein Leben ein Ende gesetzt, doch andererseits konnte er es nicht selbst machen.
      Selbst David glitt ein Lächeln über die Lippen, welches eher sakastisch war.
      Was würden die Menschen über ihn denken, wenn sie wüssten, dass er nicht mehr leben wollte aber dafür zu feig war es selbst zu beenden ?
      Zum anderen konnte es ihm auch völlig egal sein, was andere über ihn dachten.
      David war nun mal so gewesen und damit mussten sich die anderen einfach abfinden.
      Erst nachdem ihm der Chef der oberen Etagen eine neue Stelle angebot, erschien er für ein paar Minuten im Büro, nahm den Job an und verschwand anschließend wieder.
      Er war der Einzige gewesen, der wusste wie es ihm wirklich ging, weshalb er auch wusste, dass es keine Option gewesen war David weiterhin in Texas zu lassen.
      Dies war dann der Zeitpunkt gewesen als er nach England zog wobei auch hier eher weniger das Heimatgefühl aufkam weshalb sich immer wieder die Orte änderten an denen er lebte.
      4.28 Uhr.
      Selbst die nächsten 3 Minuten kamen ihm schon wie eine Ewigkeit vor, weshalb er dann die Bierflasche nahm, welche vor ihm am Tisch stand, diese in einem Schluck austrank, die Waffe darauf positionierte, sie drehte und im nächsten Moment auch schon sein Handy zum vibrieren anfing, wobei wieder die Polizei von Scarborough ihm schrieb, dass sie eine Leiche eines jungen Mädchens in den Hochmooren Englands fanden.
      Im nächsten Moment hörte auch schon auf die Waffe auf sich zu drehen, welche direkt auf ihn zeigte.
      "Peng" kam es kurz aus ihm heraus, bevor er dann noch einen Schluck von einem weiteren Bier machte, welches fast leer war, sein Handy, Ausweis und Waffe packte bevor er dann schon das Haus verließ, welches eher alt und verlassen aussah, in sein Auto stieg was eher einem von 1977 glich welches in Texas sehr beliebt war,

      und direkt zum Tatort fuhr wo bereits seine Kollegen auf ihn warteten.
      "Und welches hübsche Mädchen hat es diesmal getroffen ?" kam es fragend aus ihm heraus während sich David schon zu dieser hinunter kniete, das Tuch etwas anhob um sich die Leiche etwas genauer anzusehen.
      Es war genau wie beim letzten Mädchen gewesen: gut gekleidet, geschminkt so als würden sie immer ausgehen wollen nur, dass das Blut eben das ganze Bild am Hals und in der Brust kaputt machte.
      "Blut dürfte wohl das neue Makeup sein" kam es noch sakastisch aus ihm heraus bevor er dann das Tuch wieder auf Sie legte, sodass man die Leiche nicht mehr sehen konnte bevor er sich normal aufstellte und seine Aufmerksamkeit auf den Kollegen ging.
      "Ihr Name war Sarah Jones, 14 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Oxford. Laut unseren Aufzeichnungen ist sie vor einem Jahr verschwunden. Bis heute hatte man keine Spuren von ihr gefunden was zu einem Aufenthaltsort oder so deuten würde" erklärte dieser was David zum nachdenken brachte.
      "Was macht eine 14 jährige aus Oxford soweit oben in Norden ?" sprach dieser nachdenklich aus woraufhin sein Kollege nur mit den Schultern zuckte.
      "Ich will eine genaue Analyse von der Autopsie haben sowie ihren ganzen Ablauf bevor sie verschwand" beauftragte er ihn welcher sofort sich an die Arbeit machte als es im nächsten Moment zum regnen anfing.
      Das Wetter in England war noch nie gerade das Beste gewesen und auch so hoch im Norden war das Schlechte mehr bekannt gewesen als jeglicher Sonnenstrahl.
      Wahrscheinlich war dies auch der Grund gewesen, warum David jeden Tag darauf hoffte, einmal einen sehen zu dürfen.


      "Live your Life......you only have this one chance !"

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    • Elena Martinelli

      Die Fahrt von London nach Scarborough betrug etwa 4 1/2 Stunden. Um großen Verkehr zu vermeiden, fuhr ich bereits um 12 Uhr nachts los, sodass ich spätestens um fünf oder sieben Uhr mit Pausen oder unvorhersehbarem Verkehr ankommen sollte. Das machte mir keinerlei Probleme, denn ich fuhr gerne Auto. Hier bekam ich die Möglichkeit viel nachzudenken und meine nächsten Schritte zu planen. Nun musste ich erst einmal in diese gottverlassene Stadt ankommen. Danach würde ich mir das Haus genauer ansehen. Es war irgendwie immer noch völlig absurd, dass mein Bruder und ich dieses Haus geerbt hatten von einer Frau, die wohl mit uns verwandt gewesen war, aber ich noch niemals zuvor getroffen hatte. Es sei denn von ihrer Existenz gewusst hatte. Alessandro hatte wenig Interesse an dem Haus, aber mich interessierte es trotzdem sehr. Vor allem interessierte mich diese mysteriöse Frau und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich dorthin MUSSTE. Vielleicht würden ja auch noch ein paar Überbleibsel von Mutter oder Vater dort in dem Haus sein?! Zunächst musste ich herausfinden, welcher Grad von Verwandte sie eigentlich gewesen war und warum wir nichts von ihr wussten.
      Während ich fuhr hörte ich leise Musik. Alessandro hörte nur zu gerne laute Musik, aber das machte mir irgendwie Angst. Ich hatte Angst etwas außerhalb des Wagens nicht mitzubekommen. Vor allem hatte ich aber Angst vor diesem Mann von damals. Es war nun einige Jahre her, doch meine Paranoia wurde nicht weniger. Es war fast so, als würde ich ihm hinter jedem Baum stehen sehen. Er starrte mich an mit seinen widerlichen Blicken. Vermutlich fasste er sich auch noch dabei an. Ekel durchfuhr meinen Körper. Aber es war absurd, schließlich war er nicht in England. Wir waren fast ans andere Ende der Welt gereist, um ihm zu entkommen. Ich war jedenfalls froh, dass mein Bruder bei mir war. Und auch hier glaubte ich, dass ich ihn wohl mehr brauchte, als er mich. Ich atmete tief durch, nachdem ich das Schild mit der Aufschrift 'Scarborough' passierte. Ich war schon da? Verblüfft sah ich auf die Uhr meines Wagens. Es war kurz nach 5 Uhr morgens. Ich war also komplett durchgefahren und hatte es nicht einmal gemerkt. Viel zu sehr war ich in meinem Gedankenchaos.
      Kurz nachdem ich in der Stadt angekommen war, sah ich am Waldrand viele Polizeiautos mit Blaulicht und dementsprechend viele Polizisten und Spurenanalytiker stehen. Was war da los? Ein Teil von mir wollte einfach daran vorbei fahren, ein anderer widerrum konnte sich die Neugier nicht sparen. Schließlich war ich auch ein Detective und vielleicht konnte ich ja etwas helfen, Das würde mich vielleicht auch ein wenig von der Arbeit im Haus ablenken. Also hielt ich an der Seite an und stieg aus dem Wagen. "Mam, bitte fahren Sie weiter", sagte ein Polizist zu mir. Ich lächelte ihn freundlich an. "Entschuldigen Sie", meinte ich und zücke meine Marke. "Ich bin Detective Martinelli. Ich komme von Scotland Yard aus London. Ich bin hier wegen einer privaten Angelegenheit, aber vielleicht kann ich ja helfen", meinte ich sehr höflich. Der Polizist lächelte mich an. "Ach so ist das", sagte er und zeigte auf einen sehr zerzausten Mann, der bei der Leiche stand. "Bitte melden Sie sich bei Detective Ramirez", forderte er mich auf. Ich nickte, hob das Absperrband etwas an, um hindurchzuschlüpfen und ging auf ebendiesen Mann zu. "Detective Ramirez", sagte ich freundlich und wartete, bis der Mann sich zu mir herumdrehte. Er sah ziemlich erschöpft aus. Durch seine dunklen Augenrändern und seinem Schnauzbart wirkte er wohl älter, als er tatsächlich war. "Mein Name ist Detective Martinelli", stellte ich mich vor und zeigte ihm meine Marke. "Ich bin zufällig vorbei gekommen. Normalerweise bin ich in Scotland Yard tätig, aber gerade im Urlaub hier unterwegs. Kann ich mir die Leiche vielleicht mal ansehen?", fragte ich ihn. Es klang so komisch. Ich war im Urlaub und wollte dennoch an einem Mordfall arbeiten. Aber das war es schließlich was ich gern tat.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • David Ramirez

      Nochmals einen kurzen Blick auf die Leiche vor ihm geworfen, strich er sich mit der Hand durch seine zerzsausten Haare, welche zum Glück durch den Regen dann auch so blieben wie er es haben wollte.
      Die Ergebnisse zählten und solange David diese brachte, war es ihm vollkommen egal gewesen, was sein Agent sonst trieb.
      Er wusste durchaus von seinem Verlust aber in dessen Augen wurde es endlich mal wieder an der Zeit, dass David nach vorne sah und anfing das Leben wieder zu genießen.
      Doch dürfte dies wahrscheinlich schwieriger werden als was sich alle gedacht hatten, da David sichtlich den Eindruck machte lieber zu sterben als das Leben neu zu beginnen.
      Nachdem seine Kollegen sich dann schon um den Rest kümmerten und David eigentlich nur mehr auf Antworten warten konnte, wollte er sich gerade auf den Weg wieder nach Hause machen als plötzlich hinter ihm eine schlanke, blondhaarige junge Dame stand und sich als Detective Martinelli vorstellte.
      Was machte eine Detektivin von Scotland Yard hier in dieser Gegend ?
      "Also als Urlaubsort kann ich diese Gegend wirklich empfehlen. Die ganzen Wälder versprechen eine tolle Wanderung, die Seen sind auch das Wetter hier ist wirklich hervorragend. Man muss nur aufpassen, dass man sich keinen Sonnenbrand holt, sowas kann wirklich höllisch wehtun" kam es dann eher sakastisch aber auch etwas vergnügt aus ihm heraus.
      Dies war nunmal David's Art gewesen und entweder kam man damit klar oder eher weniger.
      Wenn er ehrlich war, waren ihm die Meinungen der anderen, was ihn betraf, sowieso schon immer egal gewesen.
      "Und das Highlight der ganzen Show sind tote Mädchen...ganz tolle Effekte mit dem ganzen Blut und so" mit diesen Worten stellte er sich etwas zur Seite sodass sie sich die Leiche in Ruhe ansehen konnte.
      Irgendwie machte es ihm immernoch stutzig was eine junge Dame hier so weit oben zu suchen hatte.
      Wenn man diese Gegend kannte, würde keiner hier freiwllig Urlaub machen wollen.
      Was gab es denn hier schon so tolles ?
      Selbst für David war es einer der schrecklichsten Orte gewesen an denen man sich erholen könnte und dennoch auch für ihn der passende um seine Laune freien Lauf zu lassen.
      "David ?" hörte er im nächsten Moment seinen Namen rufen wobei sein Blick anschließend zu seinem Kollegen ging, welcher ihm vorher schon mitteilte um wem es sich hier handelte.
      "Ich habe die Kontaktdaten zu ihren Eltern" dabei drückte er ihm den Zettel mit Namen und Adressen in die Hand wobei ihm dies etwas sagte.
      Der Wohnort der Eltern war ganz in der Nähe von hier gewesen.
      "Gut, danke" meinte er noch bevor dieser wieder verschwand und David zu der blondhaarigen blickte.
      "Und was sagt die Detektivin von Scotland Yard ?" wollte er dann von ihr wissen, da sie sich ja schließlich schon die Mühe machte und extra ihren Urlaub unterbrach um sich die Leiche hier anzusehen.


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    • Elena Martinelli

      Detektive Raminez sah mich etwas ungläubig an und scherzte direkt. Meiner Höflichkeit entsprechend, lächelte ich ihn amüsiert an. "Ja, dieses Bombenwetter ist mir auch direkt ins Auge gestochen", meinte ich. "Zum Glück komme ich aus dem Süden, da hat Sonnenbrand bei mir wenig Chancen", lächelte ich und zwinkerte meinem Gegenüber zu. Irgendwie war er ziemlich amüsant, doch durch seine aufgespielte witzige Art, sah ich sofort die Traurigkeit in ihm. Er wirkte bemitleidenswert und ich wusste nicht einmal, warum das so gewesen war, doch seine Aura löste so etwas in mir aus und ich war mir sicher, dass ich hierbei nicht die Einzige sein würde.
      Makaber war er auch noch, als er das tote Mädchen als ein Highlight des Ortes hier bezeichnete. Das ließ mich schlussfolgern, dass sie wohl nicht das erste Opfer gewesen war. Detektive Raminez ging einen Schritt zur Seite, sodass ich die Leiche inspizieren konnte. "Danke Detective", meinte ich höflich und distanziert. Ich ging in die Hocke und zog das Leinentuch von der Leiche. Hervor kam ein geschminktes junges und hübsches Mädchen mit roten langen Haaren. Ihre modische Kleidung schien darauf zu deuten, dass sie aus einem wohlhabenden Haushalt stammte. Schuhe hatte sie keine mehr an, diese könnte sie verloren haben. Ich betrachtete ihren Körper, zog mir aus meiner Handtasche einen weißen Handschuh an und bewegte ihren Kopf hin und her. Am Hals entdeckte ich Spuren, die durch eine Strangulation hervor gingen. "Ein Seil oder eine Schnur vermutlich", meinte ich leise zu mir selbst und entdeckte noch einige blauen Flecken. Sie trug einen mittellangen gerafften blaufarbenen Rock. Ich sah darunter. Ihr Slip war weg. "Untersucht sie bitte auf Spermaspuren", meinte ich zu dem Gerichtsmediziner, der mir nur zunickte. Ich legte das Tuch wieder vorsichtig um das junge Mädchen und sah den Detektive von eben an, der sich wieder zu mir gesellte. Er wollte wissen, was ich gefunden hatte. Ich stellte mich wieder auf die Beine und entfernte meinen Handschuh. "Nun... wohl nicht mehr als sie", meinte ich höflich. Natürlich wollte ich seine Arbeit keinenfalls anzweifeln. "Sie trägt keinen Slip mehr, weswegen ich von einer Sexualtat ausgehe. Sie hat überall blaue Flecken und kleine Kratzer. Sie ist aber schon eine ganze Weile Tod. Ich vermute, dass sie konserviert wurde. Am Hals hat sie Spuren von einer Strangulation. Diese sieht aber nicht aus, als hätte es jemand getan, der das das erste Mal tat. Er oder sie war ein Profi in dieser Hinsicht", erklärte ich ihm. "Wissen Sie schon, wer sie war?", fragte ich Detektive Raminez. "Ich denke, dass sie aus relativ gutem Hause stammt", fügte ich noch hinzu.
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    • David Ramirez

      Wie die neue Detektivin wohl auf seine Scherze einging bzw. wie sie dies verstehen würde, war David in diesen Moment nun wirklich egal gewesen.
      Eher interessierte es ihm was jemand wie sie so weit oben suchte.
      Es war erstens nicht gerade der beste Urlaubsort gewesen um wirklich schön braun zu werden da es zu 90% hier eigentlich nur regnete und trüb war und zum anderen war hier kaum jemand von Scotland Yard gewesen. Sie hatten zwar in seiner Gruppe jemanden der von dort kam aber dies war Absicht, weil er sich zu Ihnen hat versetzen lassen.
      Als er dann einen Schritt zur Seite machte sodass sie sich die Leiche selber ansehen konnte, blickte er sich für einen Moment in der Umgebung um und sah den Wagen, mit welchem sie wohl hergekommen sein musste, worin auch jemand kleineres saß.
      War dies etwa ihr Kind gewesen ?
      Wer brachte denn bitte jemand so Junges zu einem Tatort ?
      Lange hatte David nicht Zeit darüber nachzudenken als er dann ihre Worte horchte, welche eher leise aus ihr rauskamen, bevor sie das Tuch anschließend über das tote Mädchen wieder legte, dem Gerichtsmediziner etwas mitteilte bevor ihre Aufmerksamkeitwieder auf David gewandt wurde.
      "Genau das alles haben wir auch schon herausgefunden da es nicht das erste Opfer diese Woche ist" war seine Stimme plötzlich ernster als sein Blick kurz auf das Tuch ging.
      Warum hatten sie bis heute keine Spuren zu dem Täter gefunden ?
      Natürlich hatten sie die Mädchen immer auf alles untersucht: Spermaspuren, Kampfspuren, unter den Fingernägel der Mädchen irgendeinen DNA Spur zu finden...einfach alles aber der Typ war so gut gewesen, dass man keinerlei Spuren gefunden hatte.
      Welcher Irrer vergewaltigt Mädchen, putzt sie anschließend und bringt sie an irgendwelchen Orten wo man sie dann findet ?
      Wenn David direkt darüber nachdachte, waren die Leichen nicht einmal gut versteckt gewesen sodass man wirklich nur per Zufall diese fand.
      Nein !
      Sie lagen zu offensichtlich hier.....so als würde er wollen, dass man diese findet.
      Aber wieso ?
      "Sarah Jones" kam es plötzlich aus ihm heraus während sein Blick fest auf dem Tuch blieb "14 Jahre alt und ursprünglich aus Oxford. Seit einem Jahr verschwunden gewesen" sprach er weiter bevor er sich nochmals kurz umsah und etwas weiter weg etwas Kleines entdeckte worauf er gleich zusteuerte, seinen weißen Handschuh aus der Tasche holte, diesen aber nicht anzog, sondern eine kleine Handtasche mit diesen hochhob, welches wohl dem Mädchen gehören musste.
      "Steve ?" rief er seinen Kollegen der Autopsie her.
      "Untersuch auch gleich die Tasche, ob diese zu Frau Jones gehört. Untersuche alles was du findest"...."wird erledigt"...mit diesen Worten verabschiedete sich sein Kollege auch schon, machte sich an die Arbeit die Leiche in den Leichenwagen zu bringen während David seine Aufmerksamkeit wieder auf Detektivin Martinelli richtete.
      "Da Sie aber ja auf Urlaub sind, werde ich wohl die Eltern alleine besuchen fahren" lächelte er ihr wieder sakastisch zu und hielt ihr die Hand hin.
      "War schön Sie kennengelernt zu haben aber wir müssen weiter" noch bevor die Detektivin die Chance hatte diese zu schütteln, zog David seine Hand wieder zurück und begab sich zu seinem Wagen wobei er nochmals zu dem Wagen sah, in welchem das kleine Kind drinnen saß.


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    • Elena Martinelli

      Ich schien Detective Raminez wohl etwas verärgert zu haben. Das war jedoch gewiss nicht meine Absicht. "Bitte entschuldigen Sie Detective", sagte ich aufrichtig zu ihm. "Selbstverständlich wissen Sie das alles bereits. Ich könnte mir nie erlauben Ihre Kompetenz in Frage zu stellen. Viel eher wollte ich mich beweisen", erklärte ich ihm und lächelte diesem wirklich merkwürdigen, aber interessanten Mann zu. Er wirkte sehr erfahren und zudem ziemlich mitgenommen. Daraus schlussfolgerte ich, dass er wohl ein enorm großes Päckchen mit sich herumtrug. Aber ein solches trug auch ich mit mir herum. Ich wusste einfach nicht warum, aber alles hier interessierte mich sehr. Diese Stadt, diese Leiche, der Täter und auch die Arbeit von Detective Raminez.
      Der Detective holte mich aus meinen Gedanken, als er plötzlich ihren Namen nannte. "Sarah also", meinte ich nachdenklich und sah zu dem aufgewölbten Tuch herüber. Darunter lag nun ein Mädchen, die einst Sarah hieß, eine Familie hatte und vielleicht sogar ein recht nettes Leben hatte. Ich hörte Raminez weiter zu, als er ihre Eckdaten nannte. Vierzehn Jahre alt war sie gewesen. "Aber wieso zieht sich ein 14-jähriges Mädchen so an?", fragte ich leise, eher zu mir selbst. Andererseits war sie bereits ein Jahr lang vermisst gewesen. "Ihr Körper ist gut erhalten. Also entweder wurde sie ein Jahr lang konserviert oder lebend irgendwo festgehalten bis sie keinen Nutzen mehr hatte", meinte ich und ekelte mich vor diesem Gedankengang. Ein Mann könnte ein junges Mädchen ein Jahr lang misshandelt haben und anschließend erdrosselt und irgendwo abgelegt, sobald sie nicht mehr interessant gewesen war. Ich beobachtete den Detective wie er wohl ihre Handtasche fand. "Warum hat sie noch eine Handtasche dabei?", fragte ich. Bei einem Opfer, welches vielleicht nur ein paar Tage oder Wochen verschwunden wäre, konnte ich mir das eher vorstellen. "Das wirkt alles so inszeniert", meinte ich. Mein Interesse stieg nun umso mehr. Dieser Fall war berauschend und ich wollte daran teilhaben.
      Detective Raminez verabschiedete sich sichtlich von mir. Er streckte mir seine Hand zum Abschied hin, zog sie aber wieder weg, bevor ich diese überhaupt greifen konnte. "Detective!", rief ich ihm nach und hastete hinter her. "Ich muss sagen, dass ich dieser Fall mehr als nur interessiert. Vielleicht könnten Sie Unterstützung gebrauchen. So könnte ich wohl auch einiges von Ihnen lernen", sagte ich mit einem sanften Lächeln. "Da ich eine Frau bin, kann ich die Mutter von Sarah vielleicht etwas Trost spenden. Was meinen Sie?", fragte ich diesem kauzigen Mann. Ich legte mein blondes offenes Haar hinter mein Ohr und sah ihm in seine dunkelbraunen Augen. Egal wie sehr ich es versuchte, aber ich konnte nicht ansatzweise ahnen, was er gerade dachte. Sicherlich hielt er mich jedoch für völlig verrückt.
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    • David Ramirez

      In gewissen Dingen musste er leider zugeben, dass die Frau vor ihm recht hatte.
      Warum zog man ihr solche Klamotten an wenn man sowieso vor hatte diese zu töten ? Oder dachte der Täter einfach daran, dass man vielleicht dachte, dass diese von einer Party kam und dort vielleicht vergewaltigt wurde oder sowas ?
      Nein !
      Dafür musste er schon gewusst haben, dass Sarah vermisst wurde und das schon seit gut einem Jahr.
      Was war also der Grund zu all dem ?
      Irgendwie ergab hinten und vorne alles keinen Sinn mehr.
      Selbst als er die Handtasche des ermordeten Mädchen gefunden hatte ergab das alles noch weniger Sinn. Wieso gab er sich soviel Mühe für jedes Detail ?
      Was machte er mit ihr ein ganzes Jahr über um sie dann schlussendlich hierher zu bringen, ihr das Leben zu nehmen und so zu legen, dass man sie dann entdeckt sobald man diesen Weg entlang kam ?
      Entweder wollte der Täter einfach nur ein krankes Spiel mit ihnen spielen oder ihm war gar nicht bewusst gewesen welche Fehler er machte.
      "Vielleicht wurde sie ja auch schwanger während er sie vergewaltigt hat, weil er die Verhütung vergessen hatte oder der Spaß so ernorm war, dass es gerissen war und war daher kein Nutzen mehr für ihn ?" kam es dann noch gedanklich aus ihm geschossen bevor er seine Aufmerksamkeit wieder auf diese wandte und sich anschließend schon verabschiedete, zu seinem Wagen zusteuerte und einsteigen wollte als er dann im Wagen, welcher wohl Martinelli gehörte, ein kleines Kind sitzen sah.
      Wieso kam sie denn mit einem kleinen Kind hierher ?
      Lange Zeit hatte er nicht mehr gehabt darüber nachzudenken als er plötzlich seinen Namen hören konnte, er zum blinzeln anfing und das kleine Kind in ihren Wagen verschwunden war.
      Hatte er sich das Ganze eingebildet gehabt ?
      //Na klasse...jetzt fange ich wohl schon an Dinge zu sehen//, schoss es ihm noch kurz durch den Kopf als er seinen Blick auf die blondhaarige warf und frech grinsen musste als diese dann weitersprach.
      "Gute Idee. Und während Sie die tröstende Frau spielen werde ich mich an den harschen Ehemann machen, welcher mich aufgrund der Fragen geschweige denn Tatsache, dass ihre Tochter ums Leben kam, vielleicht umbringen will" dabei klopfte er ihr auf die Schulter und deutete ihr ein Daumen hoch.
      "Wenn Sie lieber ihren Urlaub damit verschwenden möchten, fahren Sie mir nach oder wollen Sie lieber eine Gemeinschaftsfahrt machen ? Wäre doch schon mal ein Anfang etwas kennen zu lernen. Für kommende Unfälle oder Verkehrsverbote nehme ich aber keine Haftung" kam es dann noch aus ihm heraus und hielt ihr auch schon die Beifahrertüre auf, sollte sie sich doch dazu entscheiden bei ihm mitzufahren, was er jedoch eher weniger hoffte.
      David fuhr und löste eigentlich lieber seine Fälle für die Regel alleine doch wird ihm wahrscheinlich hier nichts anderes übrig bleiben als sie mitzunehmen, wenn Martinelli jetzt schon drauf bestand beim Fall zu helfen.
      So schnell würde er die Frau wohl nicht mehr los werden.


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    • Elena Martinelli

      Ich dachte über die Möglichkeit einer Schwangerschaft ebenfalls nach, als Raminez dies mir mitteilte. "Interessanter Gedanke", meinte ich schließlich nachdenklich. "Mal schauen, was die Autopsie bringt", ergänzte ich dann. Ich bemerkte, dass der Detective irgendwie geistesabwesend in mein Auto starrte. Ich kniff die Augen etwas zusammen und runzelte die Stirn. Er war wirklich ziemlich komisch. Schließlich bot er mir tatsächlich an mitzukommen und machte makabere Scherze, die mich etwas verwirrten. Sein Humor war auch etwas eigenartig. Ich war mir sicher, dass er sonst alleine arbeitete. Und wenn jemand mit ihm war, würde der- oder diejenige wohl schnell das Weite suchen. Das war irgendwie amüsant. Ich hingegen empfand diesen komischen Kauz als sehr interessant und es würde mit ihm wohl nicht langweilig werden, auch wenn ich seinen Humor vielleicht erstmal nicht teilen kann. Erst jetzt bemerkte ich den Druck auf meiner Schulter. Er hatte mich angefasst. Einfach so. Völlig zusammenhanglos irgendwie. Kurz ließ mich die Berührung erstarren, da ich so etwas nicht gewohnt gewesen war. "Nun mit Ihrer feinfühligen Art kann Ihnen doch niemand wirklich böse sein", meinte ich scherzhaft und zwinkerte ihm zu. Detective Raminez ging zu seinem Auto und öffnete die Beifahrertür, um mir anzubieten bei ihm mitzufahren. "Das ist wirklich freundlich von Ihnen", meinte ich höflich. Eigentlich wollte ich das Angebot eher ablehnen, da ich mich von Fremden, auch wenn sie Polizisten waren, eher fern hielt. Doch hier konnte ich wohl nicht anders als dem Angebot nachzukommen. Ich lief also langsam zur offen stehenden Beifahrertür, die Detective Raminez mir aufhielt und zuckte leicht zusammen, als er schließlich die Tür zuschlug. Etwas geistesabwesend schnallte ich mich an. Das Auto war etwas älter und schien wohl schon viel miterlebt zu haben, genauso wie der Detective. Er stieg auf der Fahrerseite ein und fuhr los. Es war eine komische Stille im Auto. Eigentlich war ich nicht der Typ, der viel zu erzählen hatte. "Sie können mich gerne Elena nennen", bot ich ihm schließlich an, um diese furchtbare Stille zu durchbrechen. Ich schielte leicht zu ihm rüber und musterte seinen starren Blick nach vorn. Schnell richtete ich den Blick auch wieder nach vorn, um nicht noch absurder zu wirken, als ich es ohnehin schon tat.
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    • David Ramirez

      David hoffte wirklich, dass er mit seiner Theorie daneben lag aber wenn er ehrlich war, konnte doch heutzutage alles passieren und bei dem was er schon alles gesehen hatte, war selbst das nicht mehr ganz auszuschließen.
      Sobald eine junge Dame schwanger war, war es eher schwierig gewesen sich mit jemanden zu vergnügen und wenn er auch noch Pech hatte, hatte der Täter bereits ein neues Opfer für seine kranken Sexspiele gefunden, welche nun das Alles über sich ergehen lassen musste.
      Bei dem Gedanken alleine wurde ihm schon irgendwie unwohl im Magen.
      Als er dann schließlich beim Auto ankam und Detektive Martinelli ihm folgte sowie auch gleich wieder ansprach, konnte das Gespräch nicht verlockender laufen als was jetzt es schon tat.
      "Mir wurde schon oft gesagt, dass ich eine sehr charmante Art, welcher man nicht böse sein kann" musste er wieder frech grinsen und wartete noch ab bis diese schließlich in sein Auto stieg, woraufhin er auch gleich darauf diese schloss, auf der Fahrerseite einstieg und auch schon in die Richtung des Elternhauses von dieser Sarah zusteuerte.
      Egentlich dachte David immer darüber nach wie er das Gespräch am Besten starten konnte ohne irgendwie gefühllos oder sonst was rüber zu kommen doch wurde er diesmal von seinen Gedanken daran verhindert als die Frau neben sich wieder zu sprechen anfing, welche er eigentlich hoffte mit ihrem eigenen Auto zu fahren.
      Er hatte schon lange nicht mehr jemanden neben sich sitzen und wenn, dann waren es Kollegen gewesen, welche nach gut 3 Tagen schon nichts mehr mit ihm zu tun haben wollten.
      Es störte ihn nicht.
      Nein! Ganz im Gegenteil. Er liebte es alleine zu sein, so konnte ihn niemanden nerven und er konnte tun und machen was er wollte, doch schien dies mit dieser Elena, wie sie sich gerade vorstellte, nicht mehr möglich zu sein.
      "Elena hmm ? Na gut, wir sind ja schon dicke Freunde. Dann bin ich David" kam es aus ihm heraus während sein Blick weiterhin nach vorne auf die Straße gerichtet war und am Liebsten hätte er die Stille weiterhin genossen welche sich wieder zwischen den beiden angespannt hatte doch wusste er aber auch, dass es wahrscheinlich für sie umso unangenehmer war.
      "Und was treibt eine junge Frau, wie dich hier rauf in den kalten regnerischen Norden, wenn sie doch im warmen sonnigen Süden bleiben konnte? Private Angelegenheit erwähntest du doch vorher ?" wollte er dann wissen umso wenigstens auch etwas die Zeit zu vertreiben.


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    • Elena Martinelli

      Ich musste etwas lächeln, als er meinte, dass wir bereits beste Freunde waren. "Charmant. Ja, dem kann ich nur zustimmen", entgegnete ich ihm auf seine Aussage von vorhin. Wenn er mich jetzt schon als Freundin bezeichnete, stimmte wohl meine Theorie, dass er eher ein Einzelgänger war. "David Ramirez", wiederholte ich seinen kompletten Namen. "Interessant", meinte ich nur, ging aber nicht näher darauf ein. Schließlich fragte er mich, warum ich in der Gegend sei. Ich schien ihn also auch in irgendeiner Weise zu interessieren. Nun, wenn das nicht so gewesen wäre, war ich mir sicher, hätte er mich auch gut abwimmeln können. Er kam mir vor wie ein Mann, der wohl ehrlich und sehr klar deutlich machen konnte, wenn man unerwünscht sei. Ein wenig tat er auf hart und unantastbar, aber ich war mir auch sicher, dass er sehr verletzbar sein würde. Er scherzte mit Witzen, die eigentlich unangebracht waren, um seine oberflächliche und kalte Erscheinung deutlich zu machen. Als würde ihn nichts berühren. Harte Schale, weicher Kern, nannte man so etwas. "Nun, eigentlich mag ich es, wenn es regnet, obwohl ich aus Italien eher die Sonne gewöhnt bin", plauderte ich schließlich. Ich wollte gerne sein Vertrauen, wenn ich weiter mit ihm an diesem Fall arbeiten würde. Also musste ich mich irgendwie etwas öffnen, aber auch nur soweit wie ich das wollte. Privates und berufliches hegte ich stets zu trennen. "Ich hatte hier wohl eine Verwandte, die mir und meinem Bruder ein Haus vererbt hatte. Ich weiß noch nicht, was ich damit machen soll, da ich die Frau nicht kannte", meinte ich und sah mir die vorbeiziehenden Bäume an. Alles wirkte recht dunkel und grau. Der Regen vollendete dieses unglückliche Bild. Aber irgendwie strahlte ebendieses auch zu Mysteriösität und Geheimnissen aus, was wiederum spannend wirkte. "Ehrlich gesagt, drücke ich mich auch ein wenig davor das Haus zu betreten", gab ich ehrlich zu und sah dann wieder zu David, welchen ich sanft anlächelte. "Wenn Sie hier so glücklich sind, David, warum gehen Sie dann nicht dorthin, wo die Sonne die Haut bräunt?", fragte ich ihn schließlich.
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    • David Ramirez

      Sein Name war interessant gewesen ?
      Das letzte Mal als er das hören musste, war bei der Begegnung mit seiner Frau gewesen die er damals zufällig in einer Bar kurz vor Weihnachten traf. Er hatte niemanden zu feiern gehabt bzw. auch gar keine Lust dazu gehabt, weshalb er sich dazu entschloss dorthin zu gehen um sich volllaufen zu lassen.
      Doch, dass die Frau, welche seine Welt komplett auf die Welt gestellt hatte, gleich 2 Plätze neben ihm saß und gerade ein Steak mit einem Bier verdrückte, konnte er damals nicht wissen aber er war über diese Begegnung wirklich froh gewesen.
      Um die Gedanken beiseite zu drücken und die Stille zu verdrängen begann er dann eine normale Konversation mit der Frau, welche nun neben ihm saß, nicht, weil es ihm wirklich interessierte, sondern eher um die Zeit zu beschleunigen welche sie noch zu diesem Haus brauchten.
      Warum dauerte es überhaupt heute solange ?
      Die Straße welche er vorher schon entlang gefahren war Richtung Tatort, kam ihm diesmal viel länger vor.
      War das schon immer so gewesen ?
      Jedoch wurde er dann hellhörig als Detektive Martinelli alias Elena zum reden anfing und meinte die sonne aus Italien gewohnt zu sein.
      War sie etwa von dort ?
      Der Name würde natürlich alles erklären, da dieser auch nicht gerade wie aus Großbritannien klang aber sein Name war ja auch nicht gerade der englische gewesen.
      "Moment mal. Um die ganze Story zu verstehen......du hast einen Bruder ?" fragte er nochmals nach um wieder seinen Humor herauszulassen doch andererseits versuchte er auch das Ganze richtig zu verstehen.
      Also entweder war sie wirklich einfach nur neugierig oder einfach nur dich gewesen in seinen Augen.
      Doch jeder musste dies für sich entscheiden und wenn Elena meinte dies alleine machen zu müssen, dann war es nunmal so gewesen.
      "Wieso davor drücken ? Solange das Haus nicht gefährlich ist, kein Massenmörder oder sonst was darin wohnt braucht man sich doch keine Sorgen machen. Habt ihr euch zumindest den Namen der Frau geholt und schon mal gesehen wer sie war bevor du die fahrt auf dich genommen hast ?" wenigstens das hätte sie doch machen können....so würde er es zumindest machen oder gar die Finger davon lassen.
      Wer würde auch ihm schon ein Haus vererben ?
      Auf ihre nächste Frage musste er dann doch etwas loslachen.
      Wieso nicht ?
      David war in Mexiko aufgewachsen und hat schon zu genüge Sonne getankt in seinem Leben.
      "Ich hab gehört, dass die Sonne ziemlich zustechen kann und meine Haut ist eher weniger für einen Sonnenbrand gedacht. Deswegen finde ich auch den regen und das trübe Wetter hier so toll. Einer der Gründe England nicht zu verlassen" scherzte er wieder bevor sie dann schon nach einer Weile in die Straße des Elternhauses von Sarah ankamen und David genau vor diesem parkte.
      "Na dann mal los" meinte er noch bevor der Detektiv anschließend ausstieg und sich Richtung Türe begab woraufhin im nächsten Moment schon die Klingel betätigt wurde.
      Er hasste es solche Mittleilungen zu überbringen.....gerade wenn es um Kinder ging.


      "Live your Life......you only have this one chance !"
    • Elena Martinelli

      Für einen Moment schien David wieder in Gedanken versunken zu sein, aber wieder konnte ich nicht ansatzweise erahnen, worüber er so tiefsinnig nachdachte. Wir fuhren schon eine Weile und würden wahrscheinlich auch bald ankommen, jedenfalls hoffte ich das. Ich war es gar nicht gewohnt, mich so lange zu unterhalten. Er fragte mich nach meinem Bruder und ich nickte. "Ja. Einen jüngeren Bruder. Er ist 20 Jahre. Er studiert gerade und ich wollte mich gerne selbst um die Sache hier kümmern", erklärte ich ihm. Ich musste etwas kichern, als David davon sprach, dass man sich nicht vor dem Haus drücken müsse, solange es dort keinen Massenmörder gab. "Nun... Sie haben leicht reden", meinte ich. "Vielleicht ist es ja ein Spukhaus", kicherte ich belustigt und beendete damit meine Erzählung. Mehr wollte ich auch gar nicht über mich oder meine Familie preisgeben. Ich war froh darüber, dass er dann wieder über das Wetter sprach. "Ja... das macht England wirklich schön", meinte ich nachdenklich und starre wieder aus dem Fenster. Inzwischen waren wir in einem Wohngebiet angekommen und es dauerte nicht lange, bis David das Auto parkte. "Hier ist es wohl", meine ich monoton und stieg gemeinsam mit dem Detective aus. Die Sache jetzt würde nicht schön werden, soviel war sicher gewesen. Ein Kind sollte nicht vor den Eltern sterben müssen und vor allen Dingen nicht auf diese Art. Das muss schrecklich werden für diese Familie. Das Jahr über in dieser Ungewissheit zu leben: Lebt mein Kind oder liegt seine Leiche irgendwo herum. Nun würde Familie Jones die Antworten bekommen. Mein Herz fing leicht zu hämmern an und auch mein Atem ging etwas schneller, nachdem David die Klingel hinunterdrückte. Ich hörte ein klassisches Ding-Dong durch die Tür und danach Schritte, die näherzukommen schienen. Langsam öffnete sich die Tür und eine Frau mit schönen lockigen rotbraunen Haaren sah uns mit ihren großen grünen Augen an. "Ja bitte?", fragte sie verwirrt und auch ängstlich. Ich war mir sicher, dass sie spürte, weswegen wir hier waren. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis David endlich zu sprechen anfing.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • David Ramirez

      "Hmm ich hätte Sie eher für einen Schwestertyp gehalten" gab er mit seinen offenen Charme wieder zu, sah kurz zu ihr rüber, lächelte sanft bevor sein Blick anschließend wieder nach vorne ging. "junge Männer in seinem Alter die studieren wissen meistens immer was sie nachher machen wollen. Wie sieht es mit ihm aus ? Was sind seine Ziele ?" wollte er dann wissen um so zu verhindern, dass die Stille wieder im Auto ankam.
      Es reichte schon, wenn es so still war wenn er alleine fuhr, da nicht mal da Radio lief oder sonst was. Er hasste Musik wo es um Liebe ging, glückliches Leben oder sowas. Warum konnte man nicht einfach über den Tod oder sonst was singen ? Solche Lieder kamen noch nie über den Radio oder ins Internet. Schließlich gehörte das doch auch zum Lauf des Lebens und nicht immer diese glückliche Seite.
      "Sehen Sie es positiv. Für Hallooween gibt es doch das perfekte Haus ab" versuchte er sie dann noch aufzubauen was das unbekannte Haus betraf aber wenn er erhlich war, würde er wahrscheinlich auch alles andere machen als dorthin zu fahren wenn es schon von einer unbekannten Frau kam die man im Leben vielleicht gar nicht gesehen hat.
      Wer machte sowas heutzutage überhaupt noch und wieso ?
      Lange kamen die beiden aber nicht mehr dazu zu sprechen als er dann schon in die Straße einbog und vor dem besagten Haus sein Auto abstellte sowie seinen Blick auf das Gebäude richtete.
      Es war immer einfach für ihn gewesen jemanden mitzuteilen, dass der Lebenspartner oder sonst wer ums Leben kam aber jeder Agent hatte doch etwas damit zu kämpfen wenn es um ein Kind ging.
      Jeder wusste, ob man nun selber welche hatte oder nicht, dass Kinder nicht vor ihren Eltern sterben durften...dies gehörte nicht zu dem Weg den man sich für diese wünschte.
      "Na dann mal los" sprach er eher mehr zu sich selber als zu Elena und begab sich dann schon zu dem Gebäude hin um die Klingel zu betätigen woraufhin dann schon nach gut ein paar Minuten von einer Frau die Türe geöffnet wurde.
      "Miss Jones ?" versuchte er sanft zu reden und holte dabei schon seinem Ausweis heraus worauf zu sehen war, dass er Detektive von Scarborough war.
      "Ich bin Detective Ramirez und das hier ist Detective Martinelli. Dürfen wir reinkommen ?" dabei steckte er seinen Ausweis wieder in seine Tasche und hoffte darauf, dass diese uns reinlies.
      "Um was geht es ?" fragte die Frau vorsichtig nach.
      "Das würden wir gerne drinnen in Ruhe besprechen, Mam" versuchte er sie nochmals zu überreden bevor sie noch ein paar Sekunden drüber nachdachte bevor sie dann schließlich zur Seite trat, die Türe etwas mehr öffnete und die Detektives in Haus ließ.
      "Ist auch Ihr Mann zu Hause ?" wollte er dann wissen als er in die anderen Räume reinblicken konnte aber niemanden sah.
      Es wäre gut, wenn gleich beide Elternteile davon erfahren würden.


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    • Elena Martinelli

      Ich wollte nicht so viel über mich und meine Familie preisgeben, also reagierte ich erst gar nicht auf die Nachfragen von David. Durch meine Erfahrungen hatte ich gelernt vorsichtig zu sein und jemanden außerhalb meiner Familie zu vertrauen, kam mir bei Weitem nicht in den Sinn. Ich schmunzelte leicht, als David wieder einen seiner komischen Witze von sich gab. "Ja, für Halloween tatsächlich perfekt. Ich wette, dass das Haus auch dementsprechend eingerichtet ist", meinte ich leicht kichernd. Wirklich erleichtert war ich, als wir kurz nach David Fragestunde bei der Familie des toten Mädchens ankamen.
      David stellte uns vor und zeigte seine Marke. Im selben Moment zückte ich auch die meine und zeigte sie der Mutter entgegen. Nachdem ich mir sicher war, dass sie meinen Namen auf der Marke gelesen hatte, steckte ich meine Marke wieder zurück in meine Jackentasche. Sie wirkte sehr zögerlich und es dauerte ein paar Sekunden, bis sie uns schließlich herein ließ. Vorsichtig traten David und ich ein, als die Frau mit den rotbraunen Haaren die Tür weit genug öffnete, sodass wir hindurch konnten. "Vielen Dank, Mam", meinte ich freundlich und sanft. David schien sehr professionell und ordentlich zu arbeiten. Er fragte gleich nach ihrem Ehemann. Ich stand bereits im Wohnzimmer und sah mir einige der Familienfotos an, auf welchen auch Sarah zu sehen war. Sie war wirklich ein wunderschönes Kind und glich ihrer Mutter sehr. Die Familie sah so glücklich und sorglos aus und Sarah wirkte auf den Bildern so frisch und lebendig. Ganz anders als ihre Leiche. So leblos und kalt. Ich atmete tief durch. Dieser Fall schien mich ziemlich zu berühren, doch noch mehr hatte ich den Wunsch David dabei zu helfen, dieses dreckige Schwein zu bekommen.
      "Mein Mann?", fragte Frau Jones und wurde nun sichtlich immer mehr nervöser. "Ja ist er. Geht... geht es etwa um Sarah?", fragte sie dann plötzlich. Es fiel ihr sichtlich schwer es auszusprechen. "Mrs. Jones, es wäre wirklich gut, wenn ihr Mann auch dabei wäre", meinte ich sanft und mit sorgvollen Augen. "G-Gut", antwortete sie mir und ging die Treppen hinauf, um ihren Mann zu holen.
      Es dauerte nicht allzu lange, bis beide nun im Wohnzimmer standen und uns ansahen. "Guten Tag, Mr. Jones. Ich bin Detective Martinelli und das ist Detective Ramirez", stellte ich uns nun förmlich vor. "Bitte setzen Sie sich doch", meinte schließlich Frau Jones und wir saßen uns beide auf die Couch. Mr. und Mrs. Jones setzten sich gegenüber von uns auf die Couch. "Es geht um Sarah, nehme ich an", meinte der Ehemann und ich nickte bestätigend. "Ja, Sir", bestätigte ich noch einmal mein nicken. "oh mein Gott", wimmerte Mrs. Jones bereits und hielt sich an ihrem Mann fest. Dieser legte tröstend die Arme um sie. "Bitte erzählen Sie endlich", meinte Mr. Jones.
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    • David Ramirez

      Nachdem beide in das Haus von Sarah eintreten konnten, David sich etwas umsah aber nirgendwo jemanden sehen konnte außer sie drei, fragte er gleich nach ihrem Mann, woraufhin Miss Jones doch etwas nervöser wurde als was er damit bezwecken wollte. Aber wer wäre da nicht nervös geworden wenn man im Hinterkopf stets hatte, dass die eigene Tochter verschwunden war und plötzlich zwei Detectives vor der Türe standen?
      Da befürchtete man doch nur das Schlimmste, oder?
      Während Miss Jones dabei war ihren Mann zu holen, begab sich auch er in das Wohnzimmer um sich dort etwas umzusehen und erblickte ebenfalls die Familienbilder woraufhin sie alle immer in die Kamera lächelten. Entweder waren alle drei drauf oder nur Sarah mit einem Elternteil oder gar alleine. Sie war wirklich ein schönes Kind gewesen.
      "Jetzt bin ich dran" lächelte seine Frau ihn an und übergab David ihr Weihnachtsgeschenk was doch etwas klein aussah "ist da etwa eine neue Uhr drinnen" scherzte er woraufhin sie dann schon bestand, dass er es aufmachte, weshalb er nicht mehr lange zögerte, es öffnete und ein Schwangerschaftstets drinnen war. Fragend blickte er zu seiner Frau da er nicht ganz verstand "Wir bekommen ein Baby" lächelte sie ihm zu und schenkte ihren Mann im nächsten Moment einen sanften Kuss bevor er dann schon wieder zurück in die Realität kam als Detective Martinelli den Mann von Mrs. Jones begrüßte.
      Schnell stellte er das Bild wieder dorthin wo er es vorher hergenommen hatte und wandte seine Aufmerksamkeit auf beide Elternteile bevor alle auf dem Sofa platz nahmen und der Mann gleich auf den Punkt kam.
      "Wann haben Sie ihre Tochter das letzte Mal gesehen?" fragte David einer dieser typischen Fragen was die Frau nur mehr unruhiger machte.
      "Ähm das war so gut vor 1 1/5 Jahren gewesen. Wir haben noch telefoniert und ausgemacht, dass sie zu Weihnachten nach Hause kommen würde. Seitdem hatten wir nichts mehr von ihr gehört bevor sie dann" doch weiter kam die Frau nicht da diese schließlich zum schluchzen anfing und David ihr die Taschentuchpackung zuschob woraus sie gleich eines nahm.
      "Warum wollen Sie das überhaupt wissen? Gibt es denn eine neue Spur Sarah?" wollte nun auch der Vater des Kindes wissen welcher trösten seinen Arm um seine Frau gelegt hatte.
      David sah kurz rüber zu seiner neuen Kollegin bevor er tief einatmete und seinen Blick zurück auf die Eltern wandte. Auch wenn sie schon zu genüge Leichen gesehen hatten auf ihren Berufsweg, war ein Kindesmord immernoch heftig gewesen.
      "Wir haben heute Morgen in den Hochmooren oben die Leiche ihrer Tochter gefunden......es tut mir leid" sprach er die letzten Worte doch dann mit mehr Mitgefühl aus woraufhin die Mutter noch mehr weinte und der Vater einfach nicht wusste was er sagen soll.
      "Wie...was........das kann nicht sein" brachte dieser nur aus sich raus und konnte nicht glauben was er da hören musste. "Wie wurde sie umgebracht?" wollte der Vater gleich auch wissen.
      "Das können wir erst nach einer genauen Untersuchung sagen" meinte David noch kurz dazu als die Frau etwas leiser wurde aber immernoch schluchzte.
      "Sie lügen....das ist alles eine Lüge. Sarah lebt noch. Ihr wollt nur den Fall abschließen um die Suche aufzugeben.....und um das nicht mehr machen zu müssen, kommen Sie hiehrher und erzählen uns, dass die Leiche gefunden wurde" fing diese plötzlich ins schreien an woraufhin ihr Mann versuchte sie zu beruhigen.


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    • Elena Martinelli

      Es war unheimlich schwer zuzusehen, wie die Eltern dieses Kindes den Verlust aufnehmen mussten. "Bitte beruhigen Sie sich", meinte ich tröstend. "Ich verspreche Ihnen, dass wir den Täter finden werden. Aber um das zu schaffen, müssen Sie uns helfen. Hören Sie? Wir brauchen Ihre Hilfe, indem sie um die Fragen so gut es geht beantworten können", erklärte ich den beiden. Es war ein Fehler trauernden Menschen zu versprechen, den Täter zu finden, aber irgendwie musste ich das tun. Ich selbst nahm mir vor, ihn zu finden. Komme, was wolle! Solange würde ich hier bleiben. "Ich komme von außerhalb. Eigentlich bin ich in Scotland Yard angestellt und bin aus privaten Gründen hier. Aber ich werde nun gemeinsam mit Detective Ramirez dafür sorgen, dass wir den Täter finden und Sarah ihre wohlverdiente Ruhe finden kann und vor allem Sie auch!", erklärte ich mich und lehnte mich vor. "Können Sie mir erklären, was das mit Weihnachten auf sich hatte?", fragte ich verwirrt nach. "Sarah war 14 Jahre alt. Warum sagten Sie uns, dass sie zu Weihnachten nach Hause kommen wollte? Wo befand sich Sarah zu dieser Zeit?", präzisierte ich meine Frage. Es war irgendwie komisch, dass Sarah wohl woanders gewesen war. "Und... was uns auch interessiert. Sarah war sehr schick angezogen. Es sah fast so aus, als hätte sie sich auf einer Party befunden", meinte ich. "Wissen Sie, wo Sarah zuvor gewesen war? War sie vielleicht auf einer Party? Und war sie der Typ dafür? Hatte sie vielleicht einen Freund?", fragte ich nach. Wir mussten alles über Sarah wissen. Am Besten wäre es, wenn wir dann nach dem Gespräch mal in ihr Kinderzimmer gehen würden. Wir durften eben nichts unversucht lassen und jede noch so kleine Spur für uns nutzen.
      Was wohl David von mir dachte? Er hielt mich sicher für merkwürdig. Ich drängte mich diesem Fall auf, gab Versprechungen, die unprofessionell gewesen waren und das alles wofür? Warum tat ich das überhaupt? Es lag nicht in meinem Zuständigkeitsbereich. Ich warf einen kurzen Blick zu David. Nicht nur der Fall schien mich zu interessieren. Nein, es war auch dieser komische Mann, der mein Interesse weckte. Aber in welche Richtung dieses Interesse ging, konnte ich nicht einschätzen.
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    • David Ramirez

      Hatte sie das wirklich gesagt? Jeder Polizist wusste genau, dass man solche Versprechen nicht machen durfte gerade, weil man es einfach nicht wusste was einem Alles passieren konnte. Wer wusste denn schon, ob er sich überhaupt noch in England befand? Vielleicht war er ja auch schon über alle Berge gewesen? Als sie dann schon all die Fragen stellte, welchen den beiden bei den Ermittlungen helfen konnte, sah er sich noch etwas im Erdgeschoss um, fand aber nichts außergewöhnliches bevor er anschließend zurück zu Elena und den Eltern von Sarah kam als er den Blick von der Detektivin zwar bemerkte aber fürs Erste mal ignorierte "Das Kinderzimmer befindet sich wo?" wollte er gleich wissen woraufhin ihm der Vater erklärte, dass es im ersten Stockwerk das dritte Zimmer von rechts war. Lange ließ der braunhaarige nicht auf sich warten, machte sich schon auf den Weg nach oben und begab sich in das beschriebene Zimmer, welches wirklich zusammengeräumt aussah, so als wäre sie erst heute Morgen fortgegangen. War das nicht etwas zu eigenartig?
      "Sarah ist zu Weihnachten immer bei ihrer besten Freundin Clara gewesen weshalb wir die Feiertage immer im Nachhinein gefeiert haben. Da ich beruflich sehr viel unterwegs bin, haben wir unsere Tradition etwas anders gestaltet, weshalb es nie ein Problem war, doch bekam ich das letzte Mal zu Weihnachten Urlaub und wollten daher, dass sie über die Feiertage doch nach Hause kommt. Sarah meinte einen tag vorher schon zu kommen, doch als dies nicht passierte, machten wir uns Sorgen und versuchten sie zu erreichen aber leider ohne Erfolg" erzählte der Vater von Sarah alles in Ruhe wobei man aber erkennen konnte wieviel Kraft es ihm kostete nicht selbst die Nerven zu verlieren. "Sarah war nie das wirkliche Partymädchen gewesen. Sie traf sich zwar mit ihren Freunden aber da ging es meistens ziemlich ruhig ab. Ich meine, sie war erst 14 Jahre. Ich verstehe einfach nicht, wer sowaß tun kann" kamen die weiteren Worte schon etwas verzweifelt aus ihm heraus. "Sie hatte zwar ein Auge auf jemanden geworfen gehabt aber zu der Zeit hatte sie keinen Freund" beantwortete der Vater noch ihre letzte Frage bevor ihm dann selber schon die Tränen über die Wangen liefen.
      "Martinelli, komm mal hoch" hörte man plötzlich die Stimme von David vom oberen Stockwerk und wartete darauf bis diese kam "Du bist doch eine Frau, richtig? Würdest du dein Zimmer als 14 jährige Teenagerin so aufgeräumt hinterlassen oder würdest du es eher chaotisch lassen? Ich kenne niemanden der so ordentlich sein zu Hause verlässt. Egal wie lange man weg bleibt" alle Sachen standen ordentlich und sauber in den Regalen und am Schreibtisch sowie konnte man auch deutlich erkennen, dass nirgendwo mehr Staub gelegen hatte. "Die Eltern mussten wohl alles erst seit kurzem geputzt haben. Der Geruch vom Putzmittel liegt ebenfalls noch in der Luft"


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    • Elena Martinelli

      Ich hörte aufmerksam dem Vater zu, wie er von seiner Tochter erzählte. Es tat mir so unglaublich leid und ich musste mich zusammenreißen nicht meinen Emotionen zu verfallen. Stark sein war das, was ich für die beiden Eltern tun konnte und vor allem stark genug sein, den Täter zu finden. Und das würde ich. David war ein sehr komischer Mensch, aber ich hatte das Gefühl, dass ich mit ihm gut arbeiten könnte und dass wir gemeinsam dieses Schwein finden könnten. "Ich verstehe", meinte ich, als der Vater über Weihnachten sprach und ihre eigene kleine Regelung oder Tradition. Für mich war es wichtig, am 24. Dezember Weihnachten zu feiern und jedes Jahr haben wir alle alles dafür getan, dass die Familie zusammen kam. Aber wir sind auch eine katholische Familie gewesen und stark an unseren Glauben gebunden. Für uns war das immer heilig gewesen. Doch nun war Weihnachten für mich und meinen Bruder nichts mehr wert. Schließlich hatten wir auch keine große Familie mehr. Trotzdem beschenkten wir uns mit einer kleinen Kleinigkeit und aßen gemeinsam zu Abend. Alles andere festliche radierten wir aus unserem Leben.
      Interessant war die Tatsache, dass mir Mr. Jones mitteilte, dass Sarah kein Partymädchen gewesen war. Bedeutete das also, dass der Täter Sarah so gekleidet hatte? Ich sah den leidenden Vater an und die Mutter, die sich an ihm festklammerte und nichts mehr sagen konnte. Plötzlich hörte ich David nach mir rufen. "Bitte entschuldigen Sie mich. Ich komme gleich wieder", meinte ich sanft, stand auf und ging nach oben zu David, der sich in Sarahs Kinderzimmer befand. Das Zimmer war wirklich sehr ordentlich und David hatte Recht, es roch nach Putzmittel. "Nein, so ordentlich war mein Zimmer nie", stimmte ich David nebenbei zu und betrachtete das Mädchenzimmer. Es war mit rosa und lila Farbe gestrichen und überall hingen Schnappschüsse von ihren Eltern und ihren Freunden an den Wänden. Nebenbei noch einige Poster von berühmten Sängern und Schauspielern, auf die junge Mädchen in dem Alter abfuhren. Ich lächelte leicht, als ich mir das so ansah. Alles war mit so viel Liebe dekoriert. Hübsche Lichterkitten hingen an den Wänden und sogar ein kleinen Schminktisch besaß Sarah. Ich schaute mir die Schminke ganz genau an. Nur kleine Sachen wie verschiedene Nagellacke in rosa oder schwarz Tönen und einen dezenten Lipgloss, der nach Erdbeere roch. Ansonsten besaß das Mädchen nur noch einen Kajal, der noch so gut wie unberührt aussah. "Sie schminkte sich nicht so intensiv. Nicht so, wie wir sie gefunden haben", meinte ich zu David und ging dann an ihren Kleiderschrank. Sie besaß einige Röcke, die aber nicht allzu kurz waren und auch Kleider mit ähnlicher Länge. Ein paar normale Tops und T-Shirts und überwiegend Jeanshosen. "Auch keine Party-Kleidung", ergänzte ich und drehte mich zu David um. "Er hat sie drapiert, zu Schau gestellt und geschminkt. So war sie nicht", erklärte ich meinem nun Kollegen. "Du sagtest, dass sie nicht das erste Opfer dieser Woche war. Du musst mir nachher mehr von den anderen Mädchen erzählen und vor allem, ob sie auch so geschminkt und gekleidet waren", meinte ich zu ihm. "Lass uns aber jetzt die Familie in Ruhe trauern. Ich denke, die beiden haben das Zimmer sauber gehalten für den Fall, dass sie nach Hause kommt", erklärte ich schließlich du zwang mir ein gequältes Lächeln auf die Lippen. "Deinem Vorgesetzten muss ich mich wohl auch noch vorstellen", kicherte ich dann leicht und leise.
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    • David Ramirez

      "Ich kenne keinen einzigen Teenager, welcher solch eine Ordnung hinterlässt. Egal ob nun Mädchen oder Junge" sprach er dann noch laut aus während er sich selbst alles genauer ansah und auch in die Schubladen ihres Schreibtisches blickte, welche sogar innen schön aufgeräumt waren. Doch waren weder Unterlagen von ihr geschweige denn kein Tagebuch zu finden. Kinder ihres Alters schrieben doch meistens solche Bücher, oder? Sein Blick glitt weiter durch das Zimmer wobei er nicht wusste ob er die Farben der Wände eher kitschig oder für Augenkrebs halten soll. Er hatte ja nichts dagegen gehabt, dass man das eigene Zimmer mit Bilder, Fotos oder Plakaten schmückte sowie mit Lichterketten aber man konnte mit der Dekoration auch wirklich übertreiben. Als Elena dann meinte, dass sich Sarah nicht so sehr schminkt bzw ihr Schminktisch es auch zeigte, warf er selbst ein Blick drauf doch wirklich überrascht war er darüber auch nicht gewesen. Sarah war nicht das erste Mädchen von den gefunden gewesen, welche total schick angekleitet waren und geschminkt und in der Realität aber das komplette Gegenteil waren. Was also erhoffte sich der Täter davon sie so herzurichten? War dies einer der Fetische gewesen, welche der Mörder hatte? Sie zuerst vergewwaltigen, dann hübsch herrichten bevor er die Leiche irgendwo aussetzte sodass man sie fand? Zumindest konnte er schon mal sagen, dass es sich hierbei jedes Mal um den selben Typen handeln musste. Als Elena wieder die Stille im Raum unterbrach wandte er dabei seinen Blick zu ihr während er ihre Worte horchte bevor er nochmals kurz seinen Blick durch den Raum fallen lies. "Auch wenn es die Hoffnung war an welche sie sich gekettet hatten........sollte man trotzdem stets mit dem Schlimmsten rechnen" kam es dabei eher etwas kühler aus ihm heraus, sah nochmals zu ihr und legte dabei Hand auf ihre Schulter "Da wünsche ich dir jetzt schon viel Spaß. Er ist wirklich charmant und für reichlich viele Witze zu haben" gab er wieder als Scherz ab als sich selbst dabei ein Lächeln auf die Lippen setzte und David sie im nächsten Moment schon alleine stehen ließ, da der weitere Weg nach unten folgte und der Vater von Sarah ihnen wieder entgegen kam. "Ist es möglich unsere Tochter zu bekommen um ihr die letzte Ruhe zu gewähren?" kam es betrügt aus ihm heraus während die Frau immernoch am Sofa saß und weinte, David kurz zu dieser blickte bevor seiner anschließend zum Vater zurückging. "Ich werde veranlassen, dass Sarah so schnell wie möglich zu Ihnen kommen darf" nickte er diesem zu und begab sich schon zur Ausgangstüre wobei er selbst davor kurz zum stehen kam, seine Hände auf die Hüften legte und tief durchatmete. David hasste es Fällle zu haben wobei es um jüngere Kinder ging. Diese waren besonders immer schwer gewesen und noch schwerer wenn man selbst welche hatte geschweige denn das Gefühl kannte sie verloren zu haben. Warum also sein Chef ihn gerade darauf angesetzt hatte, konnte er sich selbst bis heute nicht erklären. Daher begab er sich zurück zu seinem Wagen und wartete darauf, bis Elena ebenfalls kam sodass sie erstmal zurück ins Büro fahren konnten.
      "Bitte finden Sie den Mörder meiner Tochter" bat der Vater noch Elena bevor auch diese das Haus verlassen würde. Erst wenn dies geschah, würden selbst die Eltern ihren Frieden damit finden können.


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