What does a life cost? [Saki & Sachiko]

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    • What does a life cost? [Saki & Sachiko]

      @Saki

      Vorstellung zu "What does a life cost?"



      -·=»‡«=·- Béla -·=»‡«=·-
      "Keine Sorge, wir werden gut auf Sie aufpassen." Das hatte er gesagt, als er im Krankenhaus die Hand der alten Dame berührt hatte. Der Schlaganfall hatte ihr Gehirn so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie nie wieder aufwachen würde. Ihre Familie war der einzige Grund, aus dem sie noch am Leben war. Angeschlossen an Maschinen, künstlich beatmet und eigentlich bereit dafür, zu gehen.
      Béla sprach gerne mit dieser Art von Menschen. Denjenigen, die ihr Schicksal akzeptiert hatten. Es war leichter, ihnen den Weg auf die andere Seite zu zeigen.
      Noch war er selbst nicht so weit, dass er diese Aufgabe alleine ausführen durfte, aber die Sensenmänner und -frauen mit denen er arbeitete, waren stets geduldig mit ihm und nahmen sich Zeit, um ihm alles zu erklären.
      Auf eines hatten sie ihn jedoch nicht vorbereiten können, und das war das lebende Mädchen, das ihn mit großen Augen (und noch größeren Augenringen) angesehen hatte. Dass sie ihn und seinen begleiter überhaupt sehen konnte, war an sich kein gutes Zeichen für sie. Theoretisch sollte sie dem Tod geweiht sein.
      Jetzt, nachdem er sie so in ihrer Wohnung auf und ab gehen sah, war er sich da jedoch nicht mehr so sicher. Zumindest wirkte sie ziemlich lebendig auf ihn.
      Es war schwierig gewesen, seinen Vater davon zu überzeugen, noch einen Ausflug in die Welt der Lebenden zu unternehmen, aber da sich Samhain näherte und der Alte in guter Stimmung war, hatte er es gestattet.

      Béla überlegte, wie er am klügsten mit ihr ins Gespräch kommen sollte. In seiner aktuellen, vom Dach hängenden Lage sollte sich das eher schwer gestalten, fand er. Er hatte seit Langem nicht mit Menschen gesprochen und wenn, dann waren sie bisher alle kurz davor gewesen, endgültig zu sterben.

      Er erinnerte sich vage, dass die Wohnungstür nicht richtig ins Schloss gefallen war, als sie nach Hause kam. Mit einem eleganten Sprung schwang er sich vom Dach herunter auf die Feuerleiter und schob sich durch die Fluchttür in den Hausflur. Er sah, dass ihre Wohnungstür im Zugwind leicht klapperte. Bevor sie zuklappen konnte, ging er raschen Schrittes auf die Wohnung zu und griff nach der Klinke. Mit Staunen stellte er eine Gegenkraft fest, als er die Tür öffnen wollte.
      Ehe er sich versah, blickte er direkt in ein paar gelbe Augen.
      "Ich.. äh.. also... versteh mich nicht falsch ich...", stammelte er und hielt noch immer die Türklinke umklammert.
      Er räusperte sich kurz. "Guten Abend. Mein Name ist Béla. Ich habe dich vorhin gesehen und ich glaube, du hast mich auch gesehen und das ist eher ungewöhnlich... ach was rede ich da... nun.. nunja... ich muss dir ein paar Fragen stellen."

    • ᑕᕼᗩᖇᗩ

      »»————- ★ ————-««
      Es war einfach zum Haare raufen. Was hatte sie im Krankenhaus bloß gesehen? War das real? Sponn sie sich nur etwas zusammen? Oder hatte sie vielleicht Wahrnehmungsstörungen? Das würde es jedenfalls erklären. Und es war auch gar nicht so abwegig. Viele litten darunter und sahen Dinge, die gar nicht da sind. Überwiegend zwar kleine Kinder, aber dennoch. Aber vielleicht versuchte Chara sich das auch nur einzureden, um nicht ganz verrückt dazustehen?
      Sie ging ein wenig in ihrer Wohnung auf und ab, ignorierte den leichten Luftzug, welcher durch die nur halb geschlossene Haustür drang und biss sich auf ihren Daumennagel, während ihr Blick zu Boden gerichtet war. "Vielleicht bin ich wirklich verrückt?" murmelte sie leise, ein seichtes Lächeln auf ihren Lippen. Es würde zu ihr passen. Ihr Leben voller Pech, wieso dann nicht auch noch verrückt sein? Es würde zu gut passen.
      Ein tiefes Seufzen entwich ihr, bevor ihr Blick letztendlich doch zur Tür wanderte, als diese leicht auf ging. War sie wirklich schon so neben sich, dass sie es noch nicht einmal mehr schaffte die Tür richtig zu schließen? Erneut ein tiefes Seufzen, bevor sie sich mit der Hand über das Gesicht fuhr und zur Tür schritt, um diese zu schließen.
      Doch als sie dies tun wollte, stockte sie und sah direkt in das Gesicht eines jungen Mannes. Eben jenen, welchen sie heute bereits im Krankenhaus gesehen hatte. Schweigend stand sie da, rührte sich nicht, als er anfing zu sprechen und sich vorstellte.
      Schließlich einen Satz zurück machend schluckte sie und schüttelte etwas den Kopf. "Du! Was suchst du hier? Und woher weißt du, wo ich wohne?" fragte sie sogleich, während sie Halt an einem Sideboard suchte, das im Flur an der Wand stand. "Bist du mir etwa gefolgt? Bist du ein Stalker? Verschwinde. Aber schnell!"
      ╔═.✵.════════════════╗
      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"

    • -·=»‡«=·- Béla -·=»‡«=·-

      "Ein.. ein Stalker?" Béla runzelte verwirrt die Stirn. Er brauchte einen Moment, um ihrem Gedankengang folgen zu können. "Du liebe Güte, nein! Ich bin dir gefolgt, ja, aber doch nur weil ich mit dir reden muss!" Seine Stimme überschlug sich fast. Als sie zurückwich, versuchte er vorsichtig, nach ihrem Arm zu greifen. Er konnte sie nicht fassen, aber seine Finger striffen einen Moment ihr Handgelenk. In dieser Sekunde war es ihm, als würde ihm jemand ein eiskaltes Messer in die Wirbelsäule stechen.
      Béla riss die Augen weit auf und starrte sie mit offenem Mund an.
      "Du... du solltest gar nicht mehr hier sein...", krächzte er. Seine Augen glitten durch den Teil ihrer Wohnung, den er sehen konnte. Ein Kaktus, dessen Zustand eher dem einer Mumie als einer Pflanze glich, ein paar tote Fliegen auf dem Fensterbrett, ein bisschen trist und irgendwie leer. Nachdem er sich umgesehen hatte, musterte er aufmerksam ihr Gesicht. Nach einigem Zögern entschied er sich, die wirklich wichtige Frage zu stellen.
      "Was hast du mit meinem Vater zu schaffen?" Es konne kein Zufall sein, sagte er sich. Sie hatte ihn sehen können, ihre Haut fühlte sich wie der Tod persönlich an und alles um sie herum schien zu vergehen. Niemand wusste besser als Béla selbst, was diese Anzeichen im Normalfall bedeuteten.
      Er war durch die Tür getreten, blieb aber in einigem Abstand zu ihr stehen und hielt sich eine Hand vor den Mund. Mit der anderen massierte er seinen Nacken. Wo war er da hinein geraten? Er musste dringend den Alten sprechen, aber wenn er verschwand, bevor er von der jungen Frau ein paar Antworten bekam, würde er vielleicht keine weitere Gelegenheit bekommen, sie zu sehen.