Fluch der Karibik (Saki&Lilipa)

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    • Fluch der Karibik (Saki&Lilipa)

      Vorstellung zu "Fluch der Karibik (Saki&Lilipa)"
      @Lilipa

      Nach so langer suche hatte ich nun endlich ein paar Leute gefunden. Es war zwar nicht das Wahre gewesen, aber dennoch waren diese Leute besser, als nichts. Noch dazu... mehr als die 4 - mit mir eingeschlossen - würden auf dieser Schale sowieso nicht viel Platz haben. Dafür müsste ich mir erst einmal ein größeres Schiff besorgen und das würde mit Sicherheit noch dauern. Wobei. Mit diesen Leuten wäre es gar nicht mal so abwägig. Mit einem leisen Seufzen stand ich schließlich vor diesem Boot... Schiff konnte man es kaum guten Gewissens nennen, während meine neuen Männer die Kisten der Vorräte aufluden. Natürlich fair und gerecht bezahlt... nicht.
      "Beeil euch." meinte ich deswegen und packte selbst mit an. Wir mussten schon früh los, damit uns niemand erwischen würde noch dazu hatte ich um diese Zeit keine große Lust darauf gegen Soldaten der Marine zu kämpfen und um mein Kopf fürchten zu müssen. Nicht, dass ich ihnen eine Möglichkeit geben würde mich zu kriegen. Aber man musste ja wirklich jede Situation abwiegen, richtig?
      Ich packte mir also ebenfalls ein paar Kisten, verstaute diese auf dem Boot und seufzte leise. Das sollte für eine Weile genug sein. Ich klatschte in die Hände, um die Aufmerksamkeit meiner neuen Crew zu erlangen und sah mit einem seichten Grinsen zu ihnen. "Alle Mann an Bord, wir stechen in See." sprach ich und deutete mit einer kurzen Geste, dass einer an das Segel solle, ein weiterer das Tau vom Steg lösen und die anderen beiden die Ladung sichern sollten. Nun waren wir besser gewappnet. Die Männer hatten zum Glück allesamt Waffen, ansonsten hätten sie eben sehen müssen, dass sie sich mit Händen und Füßen wehren. An Waffen kam man immerhin nicht so leicht, wie an Vorräte. Und ich wusste wovon ich sprach.
      Allein meine Pistole, bis ich diese bekam vergingen schon etliche Tage, wenn nicht sogar Monate. Ich konnte von Glück reden, dass ich mir nicht zu fein dafür war selbst Leichen zu erleichtern. Sie brauchten doch sowieso nichts mehr und für mich war es umso besser. Doch Leichen zu finden, die nicht verbrannt oder bestattet wurden... oder überhaupt einfach nur zurückgelassen war doch etwas schwerer. Und auf Tauchgänge konnte ich getrost verzichten.
      "Gut.... Wer von euch kann Karten lesen?" fragte ich nun, als sich die Nussschale in Bewegung setzte und ich mich zu den vieren umdrehte. Allein der Blick zweier sprach Bände, als diese mich ansahen. Und zu gut kannte ich diesen Blick. "Und dieser Kerl wollte Kapitän sein?" Ja, schon zu oft hatte man mich einfach nur als Hochstapler gehalten, doch mir war das recht egal.
      "......Weißt du überhaupt wo du hin willst?" fragte mich schließlich einer der Männer, während dieser sich mit verschränkten Armen gegen den Rand des Bootes lehnte und mich musterte. "Nun.... also...." antwortete ich, rieb mir den Nacken und sah aufs Meer. ....Wo wollte ich nochmal hin?
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      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"

    • Mit meiner Kapuze über dem halben Gesicht und der dicken Kutte über meinem Körper stank ich schon so stark wie die 2 weiter angeheuerten Männer, die sich meine Crew schimpften. Wenn ich diese beiden so Anblicke, sind sie bei der ersten Schwierigkeit... Nein nicht mal das, bei der ersten Gelegenheit für den, der mehr Geld bietet auf und davon. Der Captain von dieser Holzschale schien mir auch nicht grade bei sinnen zu sein, doch was erwarte ich bitte von Tortuga? Hier sind alle Leute betrunken, wollen sich zu mächtigen Piraten hocharbeiten aber laufen wie feige Ratten davon, sobald ein Schwert gezückt wird.

      Die letzte Kiste, die ich bei diesen Gedankengang an Bord schleppte, glitt mir fast aus meiner Hand. Was hatte der Captain bitte mitgenommen? Backsteine? Mit einem lauten scheppern ließ ich sie bei den anderen Vorräten auf den Boden fallen und es klang fast so, als würde das Holz der Nussschale gleich nachgeben. Mit einem Seil, nun eher gesagt mit fünf Seilen spannte ich die Fracht zusammen. Es war nicht viel, wirklich nicht. Es würde wahrscheinlich für maximal 1-2 Wochen halten, je nachdem wie viel wir aßen, doch es war nötig sie mit soviel Seil zu sichern. Diese Nussschale würde bei 2 Kisten die gegen die Wand scheppern wahrscheinlich schon nachgeben.

      Ohne große Umschweife, nachdem alles fest gebunden und überprüft war, ging ich wieder an Bord zu den anderen und lehnte mich an den Mast, wenn man es so nennen konnte. Mein Blick galt dem Captain der anfing davon zu reden, ob jemand eine Karte lesen könne. Naja...Eigentlich gehört das zum Piraten Dasein dazu, jedoch habe ich in den Tavernen auch des öfteren mitbekommen, das die Crew so etwas oft nicht kann. Das der Captain es nicht kann ist aber eine andere Kragenweite.
      Ich konnte die Empörung der anderen Mitfahrer verstehen und trat hervor, um meine Karte aus meiner Kutte zu zücken. Ohne ein Wort zu sagen, ohne den Captain weiter anzuschauen, deutete ich auf der Karte auf eine Insel. Dann zeigte ich wo wir waren, Tortuga, die Insel der Piraten. Die Insel, auf die ich vorher deutete, war keine besondere Insel, doch einst hörte ich in der Taverne das in der nähe der 3 schallenden Klippen ein sehr seltenes Tier zu finden war, was man auf dem Markt für einiges verkaufen könne oder eben das Leder davon. "Rede doch! Wir verstehen nichts oder wurde dir die Zunge raus geschnitten?" Der Mann, der nun neben mir stand, war ein breit gebauter, braun gebrannter Mann. Doch egal wie viele Muskeln er hatte, sein Gesicht sprach aus, das ihm das Hirn nicht grade in den schoss gefallen ist. Seine Klamotten waren zerrissen, er schien wie ein eher wenig geselliger Typ. "Du sollst Antwort stehen!" Mit einem Kopfschütteln deutete ich auf meinen Mund, nichts Zunge. Also ich hatte schon eine, aber wollte mich nicht unbedingt verraten. Der andere, schlacksige der Crew, stellte sich neben den breit gebauten, sein Haar hatte ein dunkles blond, es war jedoch so sehr zerzaust, das ich es kaum als schön beschreiben konnte. "Lass es sein, der junge scheint keine Zunge zu haben"
    • Es war ja schon irgendwie klar gewesen, dass man mich sogleich dafür verurteilen würde, aber was sollte es schon? Es war immerhin mein Problem, nicht wahr? Sie waren lediglich meine Crew, mehr auch nicht, daher hörte ich den beiden Männern gar nicht zu, welche sich über den Dritten im Bunde unterhielten, ob dieser denn keine Zunge hatte. Etwas komisch war es schon, dass er noch kein einziges Wort gesagt hatte, aber das war mir persönlich eigentlich recht egal.
      Er nahm die Karte heraus, breitete diese aus und deutete auf eine Insel, ebenso wie auf die jetzige. Sollten wir dort etwa hin? Was gab es da? Wusste er mehr als ich? Mit verschränkten Armen begutachtete ich die beiden Inseln. Es wäre auf direktem Weg sehr gefährlich in diesem Boot dort hin zu kommen, daher sollten wir doch eher eine andere Route nehmen. Auch wenn diese etwas länger dauern würde. So kamen wir aber-
      "Ruhe!" rief ich schließlich, das Gesicht leicht verzogen. Wenn man mich schon einmal aus meinen Gedanken ziehen konnte, dann hieß das schon was. Doch die beiden bereiteten mir auch gerade gewaltige Kopfschmerzen.
      "Es ist doch egal, ob er nun spricht oder nicht. Zumindest ist er so umgänglicher als ihr beide mit euren Geschrei. Und damit das klar ist: Ich bin der jenige der Befehle gibt." sprach ich an die beiden gewandt, rieb mir den Nacken und seufzte tief. "Macht alles bereits. Wir halten Kurs auf die Insel hier."
      Damit deutete ich auf diese, welche der junge Mann zuvor schon angedeutet hatte. Bis mir mein eigentliches Ziel wieder einfiel konnten wir ja sehen, was es wo gab. "Also los, hopp hopp." Ich klatsche in die Hände, bevor ich mich an den Bug des kleinen Schiffes begab.
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      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"

    • Nachdem was der Captain gesagt hatte, atmete sie auf und zog die Kapuze noch etwas tiefer in ihr Gesicht. Es würde alles erschweren, wenn die Männer wüssten, das der junge Pirat eher eine Piratin war. Die zwei anderen machten sich auf den Weg, um mit einem Fernrohr die Umliegenden Gewässer zu begutachten und redeten dabei so lautstark, das Delia davon ausging es würden sogar die Schiffe am Horizont hören können, wären dort welche gewesen. Nach einer gefühlten Ewigkeit ließ einer der Jungs das Segel runter, um mehr Auftrieb zu bekommen. Die Hände fest an einem Mopp wischte Delia das Deck, sie wollte keine Aufmerksamkeit und arbeitete deswegen doppelt so hart wie die anderen zwei, die meist unaufmerksam durch das Rohr schauten und dabei schwafelten wie die Nutten in Tortuga. Doch auch das schrubben des Decks war schnell getan, das Schiff war klein und unten im Frachtraum war nichts außer Kisten und ein grade Gang zu gehen. Mit einem leisen seufzten ging sie kurz dort hinunter, nahm sich die Flasche rum die Delia extra mit gebracht hatte und setzte sich auf eine der Kisten. "Auf dem Schiff, da fahren wir. Mit dem Schiff, mit dem plündern wir. Immer weiter, mit einem Buddel voll Rum, immer weiter, bis kommt der tot aus Gewässern auf unseren Rumpf" leise dahin murmelnd, in Achtsamkeit, sang sie das Lied immer und immer wieder. Schweigen war nicht ihre Stärke, sie musste reden, sonst wäre ihr die eigene Stimme befremdlich. Im Frachtraum merkte Delia immer mehr, das es nach tot stank. Beim beladen selber hatte sie hier nichts merkwürdiges gesehen oder gerochen aber umso länger sie hier saß, umso mehr schien hier mal etwas gewesen zu sein.
      War das schon immer das Schiff vom Captain gewesen oder hatte er es erst vor kurzem gekauft gehabt. Die Frage, wozu er überhaupt in See gestochen war, ersparte sich Delia. Immerhin würde es sowieso keine Antwort geben. Bevor die oben auf dumme Gedanken kamen, machte sie sich mit der Falsche in der Hand wieder auf den Weg nach oben und schon der erste Blick der beiden anderen Angeheuerten verriet Bände. Nur ein paar Sekunden vergingen, ehe die Männer vor dem Körper mit Umhang standen und die Flasche in der Hand ihrer anstarrten. "Wir wollen auch was" kam in ihre Richtung, der Blick der Männer aber weiterhin auf der Flasche. Wovon träumen die beiden bitte?! Das war ein Rum, für den sie eine ganze Goldmünze gegeben hatte, so etwas würde sie niemals zwei Schnapsnasen wie denen geben. Mit einem Kopfschütteln und einer Geste, die zeigte das sie verschwinden sollen, versuchte Delia beide Männer loszuwerden. Was aber abzusehen war, geschah auch. Die beiden Bestanden kläglich darauf, etwas von der Flasche abzuhaben. So langsam hatte Delia die Schnauze gestrichen voll, wie konnte man nur in so kurzer Zeit soviel rum nerven? Ohne weitere große Worte zog sie den Säbel, der sie stolze 25 Goldmünzen gekostet hatte und hielt ihn in die Richtung der Männer."Willst du wirklich gegen uns Kämpfen, kleiner?" Mit einem nicken blickte sie entschlossen in die Richtung der Männer, was man natürlich nicht sah.