Wenn die Sonne untergeht [Shio & Fury]

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    • Wenn die Sonne untergeht [Shio & Fury]

      Das erste mal seit ca. zwei Wochen betrat Marie wieder den festen Boden des Festlandes unter ihren Füßen. Marie war beruflich Meeresbiologin gwesen, sie liebte das Meer einfach. Es bot so viele Geheimnisse und Mythen, die es zu entdecken gab. Und obwohl die Technik in all den ganzen Jahren sehr vorangeschritten war blieben unzählige Stellen des Meeres unerforscht bzw. unerreichbar. Marie hatte es sich zur Aufgabe gemacht neben ihren beruflichen Pflichten, diesen Geheimnissen und Mythen auf die Spur zugehen. Bis auf ein paar alte vergessene Ruinen unter der Wasseroberfläche hatte Marie jedoch dabei nocht nicht so viel Erfolg vermelden können. Doch schon allein der Gedanke spornte die 26-Jährige umso mehr an nicht aufzugeben. Auch wenn Marie nicht immer damit auf Verständnis stieß, einige ihrer fachlichen Kollegen nannte sie gesewegen schon das ein oder andere mal eine Träumerin, sie hätte wohl anscheinend zu viel Tomb Raider oder Indiana Jones gesehen. Mit gewohnter Routine legte Marie mit ihren Boot am Steg des Strandes an. Von dort aus waren es dan nur noch ein paar wenige Schritte zu ihrem Strandhaus gewesen. Marie war zwar nicht so oft an Land gewesen, doch ihr Strandhaus mochte sie sehr, hier hatte die 26-Jährige einfach ihre Ruhe gehabt und konnte ihrer Arbeit und Nachforschungen nachgehen. Außerdem war das sanfte rauschen des Meeres für Marie wie Musik in den Ohren gewesen, es beruhigte sie einfach. Am späten Nachmittag lies die junge Biologin den restlichen Tag wie üblich auf ihrer Terasse ausklingen. Doch plötzlich vernahm Marie eine Stimme, es hörte sich so an als würde Jemand singen. Der Gesang war so schön und einnehmend gewesen das Marie sich sogleich aufmachte um dessen Ursprung herauszufinden. Marie war es zwar nicht wirklich bewusst gewesen, doch dadurch verfiel sie in eine Art Ekstase und begab sich weiter in das Wasser hinein. Marie ging weiter und immer weiter hinein, bis sie kaum noch mit den Füßen stehen konnte. Und dan sah Marie was sie für kaum möglich gehalten hatte, auf einer der Felsen saß eine echte Meerjungfrau. Auf einmal zog eine ihr unbekannte Kraft plötzlich an ihren Füßen, Marie wurde quasi der Boden unter den Füßen weggerissen. Dabei zog die unbekannte Kraft die 26-Jährige mit nach unten. Das alles ging sehr schnell, so das Marie plötzlich schwarz vor Augen wurde.

      "Ich kann mich Allem stellen, selbst dem Tod, solange mein Geist frei ist !"
    • Tief im dunklen Meer, weit weg von dem Lande gibt es einen Ort, den noch kein Mensch zuvor gesehen hatte. Dort in einer beinahe auseinander gefallen Ruine lebt die junge Meerjungfrau Delja. Neben ihr gibt es nur eine Handvoll andere, denn viele wurden durch die Menschheit ausgerottet oder geschnappt und ausgenommen.
      Die Angst das ein Mensch jemals diesen Ort entdeckt ist groß, doch Delja war die Mutigste und traut sich immer öfters an die Wasseroberfläche.
      Vieles gibt es dort zu entdecken, doch auch wenn überall Boote zu sehen waren, schwamm die junge Frau einfach unter ihnen herum.

      Dann eines späten Nachmittages machte sich Delja wieder einmal auf den Weg um an ihren Lieblingsfelsen den Sonnenuntergang zu beobachten. Kaum ein Boot war noch auf dem Meer zu sehen. Sie fühlte sich frei und glücklich im Meer und das sah man ihr auch an.
      Als Delja ihren Felsen erreicht hatte, stützte sie sich ab und sah sich um. Sie wollte ihre Ruhe haben und unentdeckt bleiben. Mit einem Satz hüpfte sie auf den großen Stein und setzte sich auf ihn. Vor ihr der weite Ozean und die Sonne die alles erstrahlte.
      Delja nutze den Moment aus und sang ihr Lieblingslied, welches ihre Mutter ihr damals beigebracht hatte. Für sie eine schmerzhafte Erinnerung... denn ihre Mutter ist den Menschen zum Opfer gefallen.
      Die junge Meerjungfrau schloss die Augen und drückte ihre Hände an ihre Brust. Sie atmete tief ein und schon ertönte ihre liebliche Stimme.
      Man konnte den Gesang bis zum Festland hören. Delja war sehr auf ihr Lied und auf die untergehende Sonne fixiert, das sie alles um sich herum vergaß.
      Die Wellen schlugen an den Felsen und als sie die Umgebung beobachtete sah sie in der Ferne etwas auf dem Wasser treiben.
      Sie hatte etwas Furcht, doch ihre Neugierde war größer als alles andere.
      Mit einem Satz sprang sie in das Wasser hinein und schwamm in die Richtung. Plötzlich stoppte sie und konnte nicht glauben was die dort sah. Eine junge Frau trieb beinahe leblos auf dem Wasser herum und dann sank sie nach unten. Delja nahm all ihre Kraft zusammen und schwamm so schnell sie konnte auf die Frau zu. Sie hielt sie am Arm und versuchte sie an die Oberfläche zu ziehen. Leicht war sie nicht, aber sie wollte nicht das sie ertrank.
      Mit letzter Kraft zog sie die Frau an Land.
      Sie wusste nicht was sie machen sollte, denn so eine Situation war ihr auch neu.
      Vorsichtig strich sie ihr über die Wange.
      „Wach bitte auf...Bitte..“
    • Noch ein wenig benebelt vernahm Marie plötzlich eine Stimme, sie öffnete langsam ihre Augen. Ihre Sicht war noch etwas verschwommen gewesen, doch erkennte die junge Biologin eindeutig eine Person über sich. Nach und nach wurde Maries Sicht wieder schärfer und schnell erkannte Marie das die Person über ihr eine Frau sein musste, sie hatte wirklich ein unfassbar schönes Gesicht gehabt. Doch Moment !! Was war eigentlich geschehen ? Marie konnte sich nur noch daran erinnern das sie plötzlich von einer enormen Kraft unter Wasser gezogen wurde. Doch auf einmal bemerkte Marie einen schuppigen Schwanz in der Nähe. Schnell wurde ihr klar das die Frau über ihr, die Meerjungfrau von vorhin sein musste. Maries Mund öffnete sich kurz, ein wenig verzögert folgte dan ihre Stimme. "Wer bist du ?" Fragte sie die Meerjungfrau ohne groß Zeit zu verlieren. Doch eine wirkliche Antwort auf ihre Frage bekam Marie nicht wirklich. Noch bevor Marie überhaupt reagieren konnte verschwand die Meerjungfrau wieder zurück in das Wasser. Es dauerte ein wenig bis Marie ihre Gedanken gesammelt hatte. Doch nun war sie sich absolut sicher gewesen, es gab tatsächlich Meerjungfrauen, sie waren nicht nur ein Mythos. Sogleich rappelte sich Marie wieder auf und ging mit zügigen Schritt in die Richtung ihres kleinen Strandhauses. Dort packte die Biologin alle nötigen Sachen um morgen Früh nochmal raus auf das Meer zufahren. Die Tatsachse das es Meerjungfrauen wirklich gab weckte in Marie einen fast schon unbändigen Ehrgeiz. Sie würde die Umgebung rund um den Felsen herum, auf welchen die Meerjungfrau saß, genauer untersuchen und dan langsam ihren Suchradius immer weiter vergrößern. Genug Proviant für einen mehrtägigen Aufenthalt auf dem Meer hatte Marie noch im Haus gehabt. Auch genügend Tauchflaschen mit Sauerstoff gefüllt, für ein paar Tauchgänge, hatte sie noch Auflager. Kurz schaute Marie nochmals aus dem Fenster hinaus, die Sonne war schon fast komplett hinter dem Horizont verschwunden. Sie würde dem Geheimnis der Meerjungfrau auf den Grund gehen.

      "Ich kann mich Allem stellen, selbst dem Tod, solange mein Geist frei ist !"
    • Besorgt sah sie die Frau unter ihr an. Sie wusste nicht was sie tun sollte um ihr das Leben zu retten, doch dann öffnete diese langsam die Augen und sah Delja mit großen Augen an. Ihr Herz pochte schnell und das Gefühl der Angst überkam sie, als die Frau ihre Stimme erhob. Schnell verschwand die Meerjungfrau wieder im Wasser und das so weit weg wie sie nur konnte.
      Sie tauchte wieder auf und schaute sich um. Um sie herum nur das offene Meer.
      Ihr Herz hörte gar nicht mehr auf zu schlagen, so aufgeregt war sie. "Ein echter Mensch..." Sie war einem echten Menschen so nah wie noch nie..Doch sie brachte es einfach nicht übers Herz sie sterben zu lassen.
      Delja tauchte wieder nach unten um zu ihrer Heimat zurück zu kehren.
      Dort angekommen verschanzte sie sich in ihrem aus Muscheln und Steinen bestehenden Haus und bürstete sich ihre langen silbernen Haare mit einem selbstgemachten Kamm.
      Dann klopfte es an ihre Tür. Schnell sprang sie auf und schwamm hin. "Oh Erik.. du?" "Hallo Delja. Wie geht es dir? Du scheinst es eilig gehabt zu haben?" "Ich wollte nur vor der Dunkelheit hier ankommen." "Wo warst du denn? Wenn ich fragen darf?" Sie zögerte, denn niemand würde auch nur verstehen das das Festland so spannend war und völlig unendeckt blieb. "Ich bin nur umher geschwommen mehr nicht.." Delja hasste es zu lügen, doch sie musste ihn ja irgendwie loswerden. "Verstehe..Pass auf dich auf ja?"
      Sei nickte und Erik verlies das Haus. "Puh.." Erik war eine der wenigen Meermänner die an Delja interessiert waren. Er hatte einen gut gebauten Oberkörper und blaue Haare. Doch interessiert war sie nicht an ihm..
      Die Nacht brach ein und Delja träume von der Frau die sie gerettet hatte und dann wandelte sich der einst so schöne Traum in einen Alptraum um.. Sie wurde gefangen und ausgenommen.. genau wie alle anderen auch..
      Doch etwas sagte ihr das sie wieder zum Felsen gehen sollte..
    • Der nächste Morgen...
      Schon recht früh war Marie bereits wieder auf den Beinen gewesen. Sie konnte diese Nacht nur schlecht schlafen, der Gedanke an die Meerjungfrau hielt sie sehr lange wach. Doch galt es keine Zeit zu verschwenden, deswegen machte sie bereits ihr Schiff auf einen längeren aufenthalt auf dem Meer bereit. Die nötigen Sachen sowie Proviant hatte Marie schon am Vortag zusammengepackt und im Schiff untergebracht. Gleich nach dem die ersten Sonnenstrahlen der aufgehenden Sonne über die ruhige Wasseroberfläche glitten, stach Marie bereits in See. Ihr erstes Ziel war die unmittelbare Gegend um den Felsen herum gewesen, an welchen Marie die Meerjungfrau sitzen gesehen hatte. Vermutlich würde die junge Biologin dort erste Hinweise finden, zumindest wäre das ein guter Anfang gewesen. Marie steuerte ihr kleines Schiff sehr nah an den Felsen heran. Mit einen kleinen Satz sprang die 26-Jährige ziemlich kunstvoll auf den Felsen drauf. Durch das Wasser war der Boden unter ihren Füßen ein wenig glitschig und rutschig gewesen, weshalb Marie für einen kurzen Moment nach etwas halt suchte. Doch schnell fand Marie nach dem was sie eigentlich suchte. Die junge Biologin fand an dem Felsen etliche Schuppen, welche unmöglich von einen gewöhnlichen Fisch stammen konnten, dafür waren sie einfach zu groß gewesen. Das klärte zwar auf das Marie Gestern nicht halluziniert hatte, doch wo die Meerjungfrau lebte oder ob es noch mehr von ihrer Sorte gab blieb weiterhin ein Rätsel. Aber Marie war fest entschlossen diesem Rätsel auf die Spur zugehen. So zögerte Marie nicht lang, nahm sich ein paar Proben für ihr Labor mit und sprang wieder zurück auf ihr kleines Schiff. Dort krammte die 26-Jährige einer ihrer technischen Ausrüstungen raus. Im Prinziep war es ein Bewegungsmelder für Unterwasserlebenwesen gewesen, er zeichnete sofort alle Bewegungen unterhalb der Wasseroberfläche auf. Marie verteilte im Anschluss in einem weiteren Abstand ein paar Sensoren um den Felsen und ihrem Boot herum. Dan blickte sie gespannt auf den Bildschirm vor ihr, irgendetwas sagte ihr das sie die Meerjungfrau von neulich bald wiedersehen würde.

      "Ich kann mich Allem stellen, selbst dem Tod, solange mein Geist frei ist !"
    • Die Nacht war hart und sie wachte mit heftigen Kopfschmerzen auf. So sehr sie die Menschen auch hasste, so sehr sehnte sich die junge Meerjungfrau nach dem Mädchen von gestern. Sie hoffte inständigt das es ihr gut gehe.. Doch um das herauszufinden musste sie wieder an ihrem Felsen. Sie band sich ihre langen Haare zu einem Zopf zusammen und aß ein paar Algen zum Frühstück. Sie packte sich eine Tasche mit ein paar Snacks und schon schwamm sie geschwind aus ihrem Haus heraus. Weit kam sie jedoch nicht..
      "Delja! Guten Morgen wo willst du denn so eilig hin?" Sie erschrack und zuckte leicht zusammen. "Oh Erik..Du? Ich..Hab noch was zu erledigen." Er griff sie am Handgelenk. "Pass auf dich auf ja?" "Ja was denkst du denn. Niemand bekommt mich so klein..." Sie löste sich aus seinem Griff und winkte zum Abschied, ehe sie sich in die tiefen und weiten des Ozeans begab. Erik hingegen war besorgt und folgte der jungen Meerjungfrau ohne entdeckt zu werden.
      ´Wo will sie nur hin?´Er wusste das es in diese Richtung zu einem Festland ging.. und mulmig war ihm bei der Sache.. denn die Fischer lauerten überall.
      Delja schwamm weiter und erreichte den Felsen wo sie gestern Abend sahs. Ihr Herz schlug und sie schaute neugierig aus dem Wasser um sich umzuschauen. Als sie sich sicher war setzte sie sich wieder auf den Felsen und sang ihr Lied, in der Hoffnung das sie erhört wurde. Erik sah sich die ganze Sache von einiger Entfernung an. Er blieb in Deckung, denn er war vorsichtiger als sie.
      Dann sah man ein Boot in Richtung Felsen fahren. Delja unterbrach ihren Gesang und blickte ebenfalls darauf. ´Ist sie das?´Ihr Herz schlug immer schneller und sie wollte sich nicht mehr wegbewegen. "Delja NEIN!" Plötzlich wurde sie an ihrem Handgelenk nach unten gezogen und fand sich in den Armen von Erik wieder. "Was machst du denn hier???!" Sie zog ihre Hand weg. "Die Frage sollte ich dir stellen. Weißt du eigentlich in was für eine Gefahr du uns hier bringst? Wie kann man nur so leichtsinnig sein? Sie haben unsere Familien ausgerottet und du sitzt dort wie auf einem Präsentierteller.." "Das ist meine Entscheidung was ich mache.. Also lass mich in Ruhe." "Delja..Nun sei doch vernünftig.." Delja drehte sich um und schwamm wieder nach oben, denn das Boot hatte den Felsen erreicht. Sie stützte sich am Felsen ab und wartete darauf was passierte. Erik hingegen blieb unter Wasser, aber in ihrer Nähe..
    • Es verging einige Zeit und bisher hatte sich noch nichts wirklich getan. Marie schaute nur gespannt auf den Bildschirm ihres Sonar-Gerätes, doch bisher schien alles ruhig zu sein. So langsam wurden die Augen von Marie immer schwerer und schwerer. Und plötzlich als Marie dabei war etwas einzudösen vernahm sie eine ihr sehr bekannte Stimme. Die junge Meeresbiologin schreckte sofort auf und schaute sich um aus welcher Richtung die Stimme herkam. Ein wenig von ihrem Boot entfernt konnte Marie sie dan sehen, die gleiche Meerjungfrau von Gestern. Marie überlegte kurz was sie nur tun könnte, sie würde sich ihr am liebsten etwas nähern hatte aber zu große Bedenken gehabt, dass sie vor ihr Angst haben könnte und die Flucht ergreift. Wie hatte es die Meerjungfrau überhaupt geschafft unbemerkt an ihrem Sonar vorbei zukommen ? Nach ein wenig hin und her in ihrem Kopf entschied sich Marie mit ihren Boot doch den Felsen langsam anzusteuern. Doch unmittelbar vor dem Felsen verschwand die Meerjungfrau plötzlich wieder unter der Wasseroberfläche. Hatte Marie sie doch zu sehr verschreckt ? Doch nach einiger Zeit tauchte die Meerjungfrau wieder beim Felsen auf. Vorsichtig wagte Marie einen Blick über die Reling und sah dabei direkt in die klaren und wunderschönen Augen der Meerjungfrau. Maries Herz klopfte innerlich heftig und ihr Puls raste förmlich. Sie war wirklich furchtbar aufgeregt, denn genau genommen wusste die Meeresbiologin ja überhaupt gar nichts über dieses Geschöpf. Nur das was man sich in den Legenden erzählte aber das konnte man wohl kaum als Wissen definieren. "Hallo..." Kam es erst wenig zögerlich über die Lippen von Marie. "Ähm... danke das du mir Gestern das Leben gerettet hast." Sprach sie dann weiter, dabei war sich Marie noch nicht einmal sicher ob die Meerjungfrau überhaupt ihre Sprache verstand oder auch selbst sprechen konnte. Marie begann mit einem leichten aber auch nervösen Lächeln im Gesicht, gespannt was wohl die Reaktion sein würde.

      "Ich kann mich Allem stellen, selbst dem Tod, solange mein Geist frei ist !"
    • Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, denn so aufgeregt war sie lange nicht mehr. Auch wenn sie viele für verrückt hielten, das sie sich Dennen gegenüber stellt die eine Vielzahl von Ihresgleichen ermordert hatten und als Trophäe in ihrem Haus zur Schau stellen.
      Doch Delja hatte bei diesem Menschen ein anderes Gefühl. als wäre es vertraut. Zumal wartete sie ja auch noch auf ein Dankeschön seitens der anderen, denn schließlich wurde sie von der Meejungfrau gerettet. Da sollte schon eine Entlohnung her.
      Sie betrachtete die junge Frau auf ihrem kleinen Schiff von dem Felsen aus und versuchte ihr ein kleines Lächeln entgegenzubringen.
      "Hallo. Ich weiß nicht was mich geritten hatte, doch irgendwie musste ich dich retten. Ich habe wohl einen ausgeprägten Beschützerinstinkt." Delja strich sich eine silberne Haarstähne aus dem Gesicht und fing an ihr Haar mit ihren Fingern zu kämmen. Ihr war die Röte ins Gesicht geschrieben und sie schaute verlegen zur Seite.
      "Ich hoffe ihr seit Wohlauf und habt euch nicht verletzt oder Schäden davon getragen?" Sie sah wie Erik direkt auf sie sah und nur mit dem Kopf schüttelte. `Komm wieder runter, das ist zu gefährlich´, versuchte er ihr mittzuteilen, doch Delja kümmerte es nicht. Mit einem eleganten Satz ins Wasser schwamm die Merrjungfrau zu dem Schiff rüber und sprang wie ein Delphin aus dem Wasser und machte auch ein paar schöne Drehungen.
      Erik bleib an seinem sicheren Versteck und blieb mit Delja verbunden.
      Delja stützte sich an der einen Seite vom Schiff ab und sah hinauf. "Gar nicht so klein." Sie lächelte und musterte die junge Frau vor ihr, was ihr wieder diese Röte und Wärme ins Gesicht zauberte.
      "ich bin übrigends Delja. Wie ist dein Name?"
    • Auch Marie spürte das es für die Meerjungfrau ebenfalls nicht alltäglich war mit den Menschen in Kontakt zutreten. Doch somit hatten Beide schon mal die gleiche Situation, denn auch für Marie war dies das aller erste mal gewesen. "Danke der Nachfrage aber dank dir geht es mir zum Glück gut. Wie gesagt ohne dich wäre ich verloren gewesen." Sprach Marie und setzte erneut ein sanftes Lächeln auf ihre Lippen. Doch plötzlich verschwand die Meerjungfrau wieder im Wasser, Marie schaute ihr ein wenig verdutzt hinterher. Hatte sie gerade etwas falsches gesagt ? Doch schon nach kurzer Zeit zeigte sich die junge Meerjungfrau erneut, sie sprang aus dem Wasser wie ein Delphin und machte dabei sogar ein paar Drehungen in der Luft. Marie war begeistert, die Meerjungfrau sah so schön und zugleich auch elegant aus. Als die Meerjungfrau sich dan etwas an dem Schiff abstützte war es Marie die etwas Rot im Gesicht wurde, dieses wunderbare Gesicht mit den hellen Augen war nun noch näher an ihr dran als noch zuvor. Delja... was für ein schöner Name dachte sich Marie. "Ich heiße Marie, schön dich kennenzulernen Delja." Antwortete die junge Meeresbiologin ein wenig verzögert aber dennoch mit freundlicher Stimme. Im Anschluß überreichte Marie ihr ein wenig vorsichtig die Hand, so wie es bei den Menschen üblich war. Immerhin wollte Marie die Meerjungfrau nicht gleich wieder verschrecken. "Du hast eine wirklich schöne Stimme..." Entgegenete Marie dan aufeinmal. "... ich habe dich gestern Abend am Felsen singen gehört." Dan schreckte Marie plötzlich auf und sie wurde spürbar unruhiger. "Oh entschuldige bitte, wo bleiben den meine Manieren ? Du hast doch bestimmt Hunger oder ? Ich würde dir ja gern was zum essen anbieten aber ich weiß nicht so recht was du magst." Kam es ein wenig verlegen aus Marie, dabei kratzte sie sich leicht über den Hinterkopf. Marie wusste selbst nicht was los war, sie war plötzlich so aufgeregt wie noch nie in ihren Leben gewesen.

      "Ich kann mich Allem stellen, selbst dem Tod, solange mein Geist frei ist !"
    • "Marie.. Ein wirklich schöner Name." Delja streichte sanft durch ihr Haar und sah die junge Frau vor ihr an. "Hm?" Die Meerjungfrau zuckte leicht zusammen als sich ihre Hände berührten und wurde aufeinmal ganz verlegen und nervös. "Da-nke..Ich singe für mein Leben gern." Sie wusste das es zwar gefährlich war auf offenen Meer zu singen, doch was sollte ihr schon passieren. Delja hockte sich auf den Rand des Bootes und sah über die Schulter zu der Anderen hin. "Ich bin da nicht so Anspruchsvoll und lerne gerne Neues kennen." Sie lächelte dabei sanft und sah dann wieder auf die Weiten des Meeres. Erik war immer noch hier und das passte ihr so gar nicht. ´Nun verschwinde endlich ich komme hier gut alleine klar.´ ´Vergiss es ich lasse dich hier nicht alleine bei diesen Monstern!´ Delja kochte vor Wut doch sie lies sich nichts anmerken. `Komm mir einfach nicht in die Quere!´

      Die junge Meerjungfrau drehte sich zu der anderen um. "Wie lange segelst du schon? Ich meine das Schiff sieht schon ein wenig mitgenommen aus.. Haha wenn du schwimmen könntest sowie ich würde ich dir vieles unter Wasser zeigen, was dir sicherlich gefallen könnte.. Aber leider ist dir ja keine Schwanzflosse gewachsen." Es wäre sicherlich spannend zu sehen wie Marie die Welt von Delja findet. Doch das schien schier unmöglich zu sein. "Eines Tages möchte ich noch mehr von der Welt sehen. Auch wenn sie gefährlich für uns Meereswesen ist, möchte ich alles erkunden. Doch mit diesen Flossen komme ich an Land leider nicht weit." Sie wurde etwas traurig und sah auf den Meeresgrund. Erik schüttelte nur mit den Kopf und hatte keine Lust mehr drauf das alles mit anzusehen.
      Mit einem Satz schwamm er auch in Richtung Boot und direkt auf Delja zu. "Hör auf damit! Du sollst sowas nicht sagen. Sie wird dir genau so weh tun wie alle anderen Menschen uns wehgetan haben. Lass uns endlich verschwinden. Es wird dunkel und die Fischer werden bald ihr Unwesen treiben. Du weißt wie gefährlich das alles ist."
      Nun sah man die Wut in ihrem Gesicht stehen. "Ich bleibe hier! Ich kann gut auf mich aufpassen." Sie verschränkte die Arme vor ihrer Brust und drehte ihren Kopf weg.
      "Mach was du willst. Aber sag ja nicht ich hätte dich nicht gewarnt." Erik sah Marie auch etwas wütend und gleichzeitig verbittert an, ehe er im seichten Wasser verschwand.
      "Tut mir leid.. Er ist manchmal etwas zu besorgt um mich. Nimm ihn das bitte nicht übel ja?"
    • Auch bei Marie zeigte sich etwas Röte im Gesicht als sich ihre Hände für einen kurzen Moment berührten. Es war zwar nicht sehr lang gewesen, doch Deljas Haut fühlte sich deutlich weicher an als die eines Menschen. Das sich noch Jemand von Deljas Art in der Nähe befand und sie beobachtete, davon ahnte Marie noch nichts. Auch nicht welcher Konflikt sich zwischen den Beiden gerade anbahnte. "Gut, warte hier bitte kurz. Ich bin gleich wieder zurück, ich hoffe ich habe etwas an Board was dir schmeckt." Sprach Marie mit sanfter Stimme und entfernte sich für einen Augenblick vom Wasser. Sie begab sich zurück in ihre Kajüte, dort suchte sie nach etwas essbaren. Doch was würde eine Meerjungfrau wohl essen ? Fisch kam erstmal nicht in betracht, dass stand schon mal fest. Wie Delja auf Fleisch von anderen Tieren reagiern würde wusste Marie ebenfalls nicht, da müsste sie sich erstmal langsam heran tasten. Ein wenig ratlos lies die junge Meeresbiologin ihren Blick durch den Raum schweifen. Auf dem kleinen Schreibtisch in der Ecke entdeckte sie dan eine Tüte Kartoffelchips, damit würde Marie erstmal anfangen, immerhin nicht schlecht für den Anfang, denn Kartoffelchips mag wohl ziemlich Jeder. Schnell kehrte Marie zum Wasser zurück, wo Delja zum Glück immer noch auf sie wartete. "Hier probier das mal aus..." Sprach Marie erneut zu der Meerjungfrau und überreichte ihr im Anschluss die Tüte mit den Chips. "Ähm... nun ja eigentlich schon mein ganzes Leben lang. Als ich noch klein war hat mich mein Vater immer oft mit raus auf das Meer genommen. Und als ich dan mit meinem Studium fertig war und mich selbständig machte habe ich mir dan dieses kleine Schiff gekauft. Zugeben es ist optisch nicht gerade eine Schönheit gewesen aber die Technik ist ziemlich solide und funktioniert." Antwortete Marie mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. In Wirklichkeit hätte sie schon gern ein moderneres Schiff gehabt, doch fehlte ihr im Augenblick dazu das nötige Kleingeld. "Naja..." Fing Marie dan plötzlich an. "Ich habe stehts einen Taucheranzug bei mir an Board, sowie ein paar Flaschen mit Sauerstoff. Ein paar Tauchgänge mit dir könnte ich schon mitmachen. Nur müssen wir halt aufpassen das wir nicht zu tief tauchen, der dort herrschende Druck würde meinen Körper sonst einfach zerquetschen." Fügte Marie im Anschluss hinzu, sie würde sich selbstverständlich sehr darüber freuen mehr über die Welt von Delja zu erfahren bzw. auch zusehen. Marie begriff schnell das Delja ihr doch sehr ähnlich war. Beide wollten einfach mehr von der anderen Welt sehen, jedoch waren ihre Möglichkeiten ziemlich begrenzt gewesen. Noch bevor Marie überhaupt darauf reagiern konnte kam tauchte plötzlich noch Jemand bei ihnen auf. Jemand den Delja durchaus zukennen schien. Er schien ziemlich besorgt um sie zu sein, was Delja jedoch wohl überhaupt nicht gefiel. Nach einem kurzen aber recht heftigen Streit der beiden verschwand Meermann dan auch gleich wieder. "Schon gut, kein Problem, wenigstens hast du Leute um dich die sich Sorgen machen. Darf ich fragen wer das war ? Vielleicht dein Freund ?"

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    • Delja sah diese merkwürdige Packung an, die die junge Frau mitgebracht hatte. Es roch etwas anders, als das was sie von zu Hause kannte. Doch sie war mutig und schnappte sich ein paar von diesen ovalen gelblichen Dingern. Erst verzog sie das Gesicht, doch dann nach und nach fing es an ihr doch zu schmecken. Dieser Geschmack von Salz kannte sie nur wenn sie beim Abtauchen Wasser ausversehen miteingeatmet hatte, aber so hatte es eine dezente Note. Sie hörte der Anderen voller Spannung zu und als sie von ihrem Taucheranzu hörte war sie hellauf begeistert. "Das ist ja fabelhaft!" Delja fing aufgeregt an hin und her zu wippen und ihr stand ein breites Grinsen ins Gesicht geschrieben. "Dann kann ich dir alles zeigen. Wir sollten uns dann so schnell es geht einen Tag aussuchen. Am besten gestern schon." Nun kicherte die Meerjungfrau wieder und wurde leicht verlegen. Sie strich sich sachte eine Haarsträhne aus dem Gesicht und sah zu der anderen. "Ic-h meine.. Es wäre wirklich toll wenn wir das machen würden.." Sie atmete kurz tief durch und konnte so wieder etwas entspannen und ihr auf die eher für sie unangenehme Frage zu antworten.
      "Nein.. Er ist nur ein Freund. Für mich jedenfalls.. Was er fühlt weiß ich nicht, aber das ist mir auch egal. Nur weil er der Prinz ist heißt es noch lange nicht das er sich jede frei nach Schnautze auswählen kann, wie es ihm gerade passt. Er ist ein Idiot." Sie verschränkte wieder ihre Arme und sah verärgert auf das Meer.
      Sie hatte es langsam satt das Erik ihr ständig hinterher rannte.. und das schon seit sie klein waren.. Mehr wie Freunde sein wollte sie nie, doch der junge Mann lies nicht locker und bedrängte sie beinahe.
      "Ich habe meinen eigenen Kopf und er schon seine festen Zukunftspläne, das würde nie funktionieren.. Außerdem." Sie sah die andere wieder an, zuckte leicht zusammen und sah schnell wieder weg. "Ach.. nichts.. Ich möchte mich einfach noch nicht festlegen."
      Sie aß weiter aus der Packung und sah aufs weite Meer zurück. "Was sind denn deine Pläne für die Zukunft, wenn wir schon dabei sind?"
    • Als Delja nach ein wenig zögern dan doch endlich einen Chip aus der Tüte nahm legte sich zeitgleich ein breites Grinsen in das Gesicht von Maria. Sie fühlte sich in diesen Augenblick fast schon unendlich glücklich. Wieso das so war konnte Marie sich auch nicht so genau erklären. War es nun weil sie in Delja vermutlich endlich einen guten Freund gefunden hatte ? Oder die Erkenntnis das Marie doch Recht mit ihren Theorien hatte und nicht nur eine Spinnerin war, die irgendwelchen alten Legenden nach jagte. Erneut schmunzelte Marie über Deljas Reaktion. "Warum machen wir uns da nicht gleich Morgen aus ? Am Abend kann ich meine Ausrüstung vorbereiten und dan können wir auch gleich starten. Also wie wärs ? Morgen, der gleiche Ort zur ungefähr der selben Zeit wie jetzt ? " Fragte Marie ganz ungeniert die Meerjungfrau während sie sich ein wenig entspannt gegen die Reling lehnte und Delja weiterhin sanft entgegen lächelte. Den Delja war nicht die einzige die sich bereits darauf freude. Marie war bereits von Natur aus ziemlich neugierig gewesen, sie würde gern mehr über die Geheimnisse des Meeres sowie auch über Deljas Volk erfahren. Es war für Marie so als würde gerade ein lang ersehnter Traum endlich in Erfüllung gehen. "Ach ich verstehe, ich denke es ist dein gutes Recht das du dich noch nicht festlegen möchtest. Und das sollten auch Andere akzeptieren. Habt ihr schon mal miteinander geredet ? Ein klärendes Gespräch löst oft so manches Problem." Versuchte die junge Meeresbiologin Delja etwas zu beschwichtigen, da sie spürte das die Situation zwischen den Beiden wohl doch etwas schwieriger sein könnte. "Ich ähm... ?" Kam es etwas überrascht aus Marie. "Nun ja, so genau habe ich mir da noch keine Gedanken gemacht. Ich lebe meist nur von einem auf den anderen Tag hinein und gehe meinen Forschungen nach. Du musst wissen ich liebe das Meer einfach nur, ich könnte mir einfach keinen schöneren Ort auf der Welt vorstellen. Aber so richtig feste Pläne mit einer Beziehung oder gar Familie, Heirat und Kinder habe ich mir noch nicht gemacht." Antwortete Marie mit sanfter Stimme und reichte Delja prompt eine zweite Packung Chips als sie sah das die erste bereits fast aufgebraucht war. Doch in Wirklichkeit wollte sich auch Marie darüber noch keinen Kopf machen, sie hatte einfach nur Angst vor dem Unbekannten und dadurch vielleicht auch ihre Liebe zum Meer zu verlieren.

      "Ich kann mich Allem stellen, selbst dem Tod, solange mein Geist frei ist !"
    • Immer wider griff sie in die Packung der köstlichen "Chips" so wie sie genannt wurden und horchte dem Rauschen der Wellen zu. Mit vollem Mund nickte sie der anderen zu. "mapf das passt mampf gut mampf.." Morgen würde sie Marie die weiten des Meeres zeigen und auch dort wo sie zu Hause war. Wie schön es doch war, das sie jemanden gefunden hatte, der das Meer genau so liebte wie sie und nicht hinter ihrem wertvollen Flossen und Schuppen war. Sie schätzte Marie auch nicht so ein und hoffte das es auch dabei bleiben wird.
      Wild schüttelte sie ihr Köpfchen, ehe sie sich zu der jungen Frau umdrehte. "Nein. Ich denke das ich genug Anzeichen mache dafür das ich das alles nicht möchte und ich hoffe das er es eines Tages endlich kapiert." Sie hasste es das man ihr ständig solche Vorschriften machte, das die Etikette bewahrt werden musste.. Fragte jemand eigentlich einmal was sie überhaupt wollte? Nein! Stattdessen zwangen sie sie Dinge zu tun worauf sie keine Lust hatte und sie merkten nicht mal das sie sich deswegen immer mehr von ihrem zu Hause entfernt.
      "Wirklich? Nun dann sind wir ja schon zwei." Delja lächelte sie an und nahm dankend die zweite Packung Chips entgegen. "Es muss schon jemand sein der die gleichen Interessen teilt wie man selbst und das tut Erik nunmal nicht.. Er hasst euch Menschen wie die Pest.." Sie sah etwas verlegen zur Seite und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Ich eigentlich auch, aber bei dir habe ich ein gutes Gefühl." Sie wusste nicht warum doch alles was sie ihr erzählte und was sie tat waren interesannte Dinge, worüber die Meerjungfrau noch mehr erfahren möchte.
      Langsam ging die Sonne immer mehr unter und Delja sah ein wenig betröbelt auf den Horizont. "Ich muss dann langsam los. Wenn es erst dunkel wird werden die Jäger aktiv und darauf habe ich keine große Lust. Aufregung hatte ich heute genug." Sie zwinkerte ihr zu und hüpfte mit einem Satz ins Wasser. Als sie auftauchte sah sie nochmal zum Boot zurück und winkte Marie zu. "Bis morgen."
      Schwups war sie in den Tiefen des Meeres verschwunden und schwamm schnurrstraks in Richtung ihrer Heimat.
      Dort wartete bereits ein besorgter Erik auf sie und nahm sie sogleich in die Arme als sie in die Unterwasserwelt einschwomm. "Endlich!" Sie konnte es nicht unterbinden in seine starken Arme zu kommen, denn er fing sie gleich ab. "Lass das, bitte." "Ist alles gut? Ich habe mir Sorgen gemacht und wollte warten bis du wieder da bist." Sie drückte sich weg von ihm. "Klar. Was soll schon passieren und jetzt lass mich. Ich bin erschöpft." Delja lies den Meermann stehen und begab sich in ihr zu Hause zurück. Sie legte sich sogleich auf ihr Bett und es dauerte nicht lange und sie schlief ein.
      Diese Nacht träumte sie von Marie und wie sie morgen zusammen die Unterwasserwelt erkunden würden. Sie hatte ein Lächeln auf ihren Lippen und freute sich schon auf Morgen.
    • Etwas verwundert schaute Marie dan zu der Meerjungfrau, welche imernoch munter ein Chip nach dem anderen verputzte. Sie hasste Menschen und doch hatte sie bei Marie ein gutes Gefühl gehabt ? Was machte die Meerjungfrau dabei nur so sicher ? Marie musste zugeben das Delja eine wirklich sehr nette und auch offene Person war, doch schien sie auch ein wenig naiv zu sein. So zumindest machte es den ersten Eindruck auf Marie. Umso mehr verspürte die junge Meeresbiologin das Bedürfnis Delja vor Anderen zu beschützen. Zwar waren nicht alle Menschen gleich, doch viele die das Meer und deren Bewohner so sehr bewunderten wie Marie es tat gab es leider nicht. Auch Marie starrte für einen kurzen Augenblick auf den Horizont, die Sonne ging langsam wieder unter und die Nacht kündigte sich mit langsamen Schritten erneut an. "Gut, also sehen wir uns Morgen wieder hier, zur gleichen Zeit ?" Sprach Marie leicht lächelnd und mit freudiger Stimme. Sie winkte Delja zum Abschied noch hinter her und wartete bis diese im Wasser abtauchte. Erst dan holte Marie ihre Ausrüstung an Board und machte sich ebenfalls auf dem Weg Nachhause. Als sie mit ihren Boot einige Zeit später am Hafen anlegte war es bereits recht düster geworden. Nur durch das spärliche Licht der einzelnen Laternen konnte Marie überhaupt noch etwas sehen. Nachdem Marie erfolgreich am Steg angelegt und ihr kleines Schiff sicherte lies sie sich ein paar Minuten später in ihr Bett fallen. In ihrem Kopf lies marie den Tag noch einmal revue passieren. Dabei merkte sich nicht wirklich wie ihre Augen schwerfällig wurden und Marie daraufhin einschlief. Doch bereits nach ein paar Stunden wachte die junge Frau wieder auf, etwas irritiert ging ihr Blick langsam zu ihrem Wecker hin. Es war gerade mal 4 Uhr am Morgen, eindeutig noch zu Früh. Doch Marie war nun mal schon wach gewesen, wieder einschlafen kam also nicht in Frage und war auch unmöglich gewesen. So bereitete sie sich ein kleines aber immerhin deftiges Frühstück zu und schleppte alles nötige für den heutigen Tauchgang mit Delja in ihr Boot. Selbstverständlich hatte Marie dabei auch an ein paar Leckereien für Delja gedacht. Immerhin mochte die Meerjungfrau diese bei ihrem letzten Treffen doch sehr. Nachdem Marie alles fertig gepackt und auf ihr Schiff geschleppt hatte machte sich die junge Wissenschaftlerin auf den Weg zu ihrem Treffpunkt. Auch wenn dies vermutlich noch etwas zu früh sein wird aber so kann Marie noch ein wenig die Stille des ruhigen Meeres genießen.

      "Ich kann mich Allem stellen, selbst dem Tod, solange mein Geist frei ist !"