From Vampire to Hunter [Zerome & RimaVG]

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    • From Vampire to Hunter [Zerome & RimaVG]

      Story
      with @Zerome



      Es ist ein ruhiger Abend, wie er es bisher immer war seit dem sich X erinnern konnte. X ist erst 12 Jahre alt und verbringt diesen Abend zusammen mit seinen Eltern. Sie lachen zusammen und alles scheint perfekt. Als X bereits im Bett liegt und schläft verschafft sich jemand gewaltsam Zutritt zum Haus. Fenster werden eingeschlagen und die Eingangstür aufgetreten. X schreckt aus dem Schlaf auf und wandert zu seiner Zimmertür. Die Schreie seiner Eltern dringen zu ihm hoch. Erstarrt schaut X die Treppe runter in den Flur und blickt in ein Paar tiefroter Augen. Einige Bluttropfen laufen langsam an der Wand im Flur runter und X hört nur noch seine Mutter rufen das er verschwinden soll.




      Y betrachtet diesen kleinen Jungen der dort oben steht und ihn völlig verängstigt anstarrt. Y war nicht bekannt das diese Familie ein Kind hatte und das er bereits so groß war. Das noch warme Blut des Vaters tropft von seiner Hand und die Rufe der Mutter rissen Y aus seinen Gedanken. Ebenso mühelos wie Y sich Zutritt zum Haus verschafft hat, tötet er die Eltern von X. Ohne Reue. Ohne Angst. Ohne das Anzeichen von überhaupt einer Emotion.




      X schafft es von seinem Zimmerfenster aus auf einen Baum zu springen der im Garten steht und klettert herunter. X weiß nicht genau wie aber irgendwie hatte er es geschafft zu entkommen. Ein Freund der Familie findet X wenige Tage später in einer Seitenstraße, völlig verängstigt und ausgezerrt. Der Freund nimmt X auf erklärt ihm das seine Eltern von einem Vampir getötet wurden. Die Gründe dafür sind Unbekannt und seit dieser Nacht wurde Y nicht mehr gesehen. Die roten Augen in die X geblickt hatte blieben weiterhin in seinem Gedächtnis und in einem Alter von 14 Jahren beschließt X diesen Vampir zu finden und zu töten. Er sprich mit seinem Pflegevater darüber. Dieser schickt ihm zu einem älteren Mann der X trainieren soll. Auf die Fragen die X stellt bekommt er nie wirkliche Antworten. Weder sein Pflegevater noch sein Meister möchte X irgendwas über diesen Vampir von jener Nacht erzählen oder wieso Y genau seine Eltern umgebracht haben. Sie hatten doch ein völlig normales Leben geführt. Irgendwas wurde X verschwiegen. Als X während seines Trainings merkt das er keine Antworten bekommen wird, schweigt er über das Thema und stellt selbst im geheimen Nachforschungen an.
      Mit 20 hat X das harte Training absolviert und ist nun bereit als Vampirjäger sein Geld zu verdienen. Die ersten Fälle die er annimmt verlaufen Reibungslos und bevor X die Vampire tötet fragt er sie aus. Irgendjemand musste doch wissen wer dieser Vampir vor 8 Jahren war. Sobald X allerdings Y beschreibt bekommen selbst die Vampire Angst und sagen nichts.
      Frustriert tötet er unzählige Vampire und immer mehr Fragen füllen seinen Kopf.
      Als er bei einem Auftrag in eine Villa einbrechen muss in der es nur so von Vampiren wimmeln soll, findet X ein Bild von Y. Es war schon älter und Y sah definitiv jünger aus, aber es gab kein Zweifel das es der Vampir war der seine Eltern getötet hatte. Als X das Bild aus dem Rahmen nimmt steht hinten auf dem Bild einen Name. Y. X ist endlich ein Stück weiter heraus zu finden warum ihm das alles widerfahren ist.
      Über den gefundenen Namen kann X über das Internet eine Adresse ausfindig machen und sofort macht sich X auf den Weg.




      Y weiß nicht genau wie aber X hatte es geschafft zu fliehen. Ein kleiner Junge konnte vor ihm fliehen. Vor IHM. Das war noch nie vor gekommen. Y überträgt an seine Diener die Aufgabe den Jungen zu finden aber auch nach 8 Jahren gibt es keine Erfolge dabei, als wäre der Junge unsichtbar. Y weiß nicht genau wieso aber irgendwie lässt ihn dieser Junge nicht los. Y bekommt immer ein mulmiges Gefühl wenn er an diesen Jungen denkt. Irgendwas stimmt mit ihm nicht. Soweit Y wusste sollte dieser Junge auch gar nicht existieren.Selbst Nachforschungen bekommt Y nicht viel heraus. Wenn er diesen Jungen nochmal sehen könnte und ihn selbst befragen könnte, würde alles wahrscheinlich Sinn machen. Schließlich traute Y der Organisation in die die Eltern von X verwickelt waren alles zu. Diese dummen Menschen wussten einfach nicht wann Schluss war. Y lebte schon so lange und wurde immer für ein Monster gehalten dabei wussten diese Menschen gar nicht was auf dieser Welt alles vor sich ging weil sie blind waren. Genauso wenig sahen die Menschen das die wirklichen Monster sie selbst waren.
      Y trank grade das Blut einer hübschen jungen Frau die ihm verfallen war als ihm ein sehr vetrauter Geruch um die Nase wehte. Das konnte nur X sein.




      Was weiß Y alles über die Eltern von X und könnte es sein das X noch weitere Kräfte besitzt von denen er selbst nichts weiß?

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      Steckbriefe
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Es war eine angenehme Nacht gewesen. In der Bar, die er sich ausgesucht hatte, war zwar nicht allzu viel los, doch alleine nach Hause gehen hatte er trotzdem nicht gemusst. Seine Begleitung für die heutige Nacht war schnell gefunden und so gern er sich auch mit nach Hause genommen hätte, um ihr diese Situation so angenehm und unvergesslich wie nur möglich zu gestalten... Sein Hunger war heute einfach zu groß. Die letzten paar Tage oder waren es sogar mehrere Wochen gewesen, war er zu beschäftigt gewesen und hatte sich um solche unwichtigen Details wie eine anständige Mahlzeit nicht kümmern können. Irgendwo hier musste sich dieser Mensch herumtreiben, den er schon solange suchte. Er war sich sicher und doch... Bisher kein einziges Anzeichen. Nicht einmal ein Haar hatten sie bisher von ihm auftreiben können und so langsam zweifelte er die Glaubwürdigkeit seiner Informationsquelle an. Sie war sich hundertprozentig sicher gewesen und trotzdem irrten sie nur umher. Er hatte das möglichst schnell abwickeln wollen, immerhin brachte er schon viel zu lange damit zu ihn aufzuspüren. Das war nicht gut für sein Ego. Es war immerhin nur ein Mensch. Er sollte ihn beim besten Willen nicht so lange hinhalten können und doch... Er kam sich vor wie bei einem abgekarteten Spiel. Es war also kein Wunder, dass er sich bei all dem Stress und den Fehlschlägen keine Auszeit hatte genehmigen können. Das heute war eine Ausnahme. Er hatte den Hunger und die Leere nicht länger ignorieren können. Sein bisheriger Plan war sowieso hinfällig. Vielleicht musste er sich also etwas neues überlegen. Warum also nicht den heutigen Abend dafür nutzen um alles zu überdenken und mit etwas Neuem anfangen. Anders würde er sowieso nicht weiterkommen.
      Noch nicht einmal bis ein Hotel hatte er es geschafft... Stattdessen stand er nun hier in einer Seitengasse mit dieser wirklich wunderschönen Frau im Arm. Es hatte mit Küssen begonnen, doch damit war er mittlerweile schon fertig. Er hielt sie fest und hatte seine Zähne bereits in ihren Hals gegraben. Vielleicht würde er sie danach doch noch mit nach Hause nehmen. Er konnte sie schließlich kaum einfach hier liegen lassen und eigentlich war sie ganz sympathisch gewesen. Vielleicht konnte etwas längeres daraus werden. Zumindest sofern er noch länger in der Stadt verweilen würde. Ansonsten... Nun das wäre auch nicht weiter schlimm. Eine länger dauernde Beziehung konnte er sich sowieso nicht leisten. So gern er auch seine Späße riss, einfach erzählen wer er wirklich war, was er wirklich war... Nein, dass konnte er sich nicht erlauben. Noch nicht. Er war sich nicht sicher ob die Menschen dafür bereit waren. Vielleicht wenn er irgendwann einmal jemanden traf dem er trauen könnte... Nein... Unmöglich.
      Er hatte zwar versucht darauf zu achten, ob sich ihm jemand näherte, doch im Bluttausch war das meist einfacher gesagt als getan. Er war zwar nicht ausgehungert gewesen, aber trotzdem... Erst jetzt nachdem er sein Mahl beendet hatte und den bewusstlosen Körper der Frau in seine Arme hob, fiel ihm der vertraute Geruch auf, der immer näher zu kommen schien. Es dauerte einen Moment bis er ihn zu ordnen konnte und als er sich relativ sicher war um wen es sich hierbei handelte, hätte er am liebsten seinen Kopf gegen die Wand gehauen. Wochenlang hatte er mit suchen zugebracht und nun verließ er einmal zufällig das Haus, nur um keine drei Stunden später auf den zu treffen, den er gesucht hatte. Es glich schon fast an Hexerei, doch die funktionierte natürlich vollkommen anders. Doch genug davon. Er hatte einen Gast zu empfangen. Auch wenn er gerade nicht unbedingt die besten Voraussetzungen geschaffen hatte. Immerhin hatte er eine leblose Frau im Arm. Das würde gewiss kein allzu gutes Bild auf jemanden werfen, der so schon für Mprde gehasst wurde. Aber nun gut... Da musste er wohl einfach durch. Zumindest konnte er beruhigend feststellen, dass er kein Blut auf seine Kleidung bekommen hatte. Das war zumindest etwas.
      Mit langsamen Schritten trat er aus der Dunkelheit hervor bis ins Licht einer der Straßenlaternen. Die Frau in seinen Armen drückte er gegen seine Brust. Hier im Licht würde dieser Mensch hoffentlich erkennen, dass ein Kampf keine sonderlich gute Idee war. Sie konnten gesehen werden und er wollte diesem unschuldigen Menschen gewiss kein Leid zufügen. Außerdem wollte er lediglich mit ihm reden. Immerhin hatte er gewiss ebenso viele Fragen wie er selbst. Sie wollten beide nur Antworten und die würden sie ohne ein Gespräch nicht aus dem anderen herausbekommen. Doch dafür musste dieser Mensch erst einmal auftauchen. Sein Geruch war ganz nahe, fast schon überall und trotzdem... Erkannte er ihn nicht? Das war doch fast schon unmöglich... Trotzdem machte er auf sich aufmerksam, denn noch länger zu warten... Auch er hatte besseres zu tun, als sich hier die Beine in den Bauch zu stehen. Er musste eine Dame nach Hause geleiten, denn mittlerweile war er sich nicht mehr so sicher, ob er sie wirklich mit sich nehmen wollte. Sein Hunger war gestillt und er wollte eher diesen anderen Menschen mit sich schleifen um ein paar Antworten aus ihm herauszubekommen. Hoffentlich würde er sich nicht zu sehr sträuben.
      "Ich weiß, dass du da bist. Komm raus. Ein Versteckspiel nützt dir nichts. Ich habe nicht ewig Zeit und bin schneller wieder verschwunden, als du reagieren kannst.", rief er schließlich in die Dunkelheit der Nacht hinein, während sein Fuß ungeduldig auf den Bürgersteig tippte. Früher hätte man ihn nicht so lang warten lassen. Früher hatten die Menschen noch Manieren gehabt, doch jetzt... Er sollte wohl wirklich einfach gehen um seinen Standpunkt zu verdeutlichen und diesem Menschen, dann eine Lektion erteilen, wenn er es am wenigsten erwartete. Er konnte ihn sicher erschrecken, wenn er sich an ihn anschlich. Aber ob das genügte? Einen Kampf wollte er nicht provozieren und das würde er damit wohl oder übel... Er sollte wirklich einfach abwarten. Auch wenn er es Leid war.
      "Aurora, what is love known by?" - "When it hurts to say goodbye."

      Child of Light - Igniculus & Aurora
    • Er hatte Jahre mit der Suche verbracht doch nie etwas gefunden. Er war soweit gegangen Vampire zu befragen bevor er sie tötet doch niemand sagte ein Sterbenswörtchen über diesen einen Vampir. Was war das denn für ein Typ? War er so mächtig oder bekannt? Wurde er selbst unter den Vampiren gefürchtet? Das konnte doch unmöglich sein, oder doch? Seine Jahre des Trainings hatten sich zwar ausgezahlt dennoch war immer noch schwächer als ein Vampir, diese Tatsache durfte er niemals vergessen. Ein Fehler und es war sein letzter. Er dachte an das Bild zurück das ihm schließlich einen Hinweis gegeben hatte. Anthony. War das der Name des Mannes den er suchte? Er hatte die verschiedensten Untersuchungen angestellt doch nicht viel heraus gefunden. Per Zufall hatte er ein paar Einheimische über einen merkwürdigen Fremden reden hören der hier in der Stadt sein sollte mit roten Haaren. Konnte er das sein? Levi hatte die ganze Stadt abgesucht aber nichts gefunden, was diese Aussage bestätigte. Schließlich lief er durch die Straßen auf der Suche nach einer Bleibe für die Nacht. Er schaute aus Gewohnheit in jede Seitenstraße die er passierte. Die Gefahr konnte schließlich überall lauern, besonders für einen Jäger. Er grübelte grade darüber nach wo er jetzt weiter machen sollte als er ihn sah. Er war sich nicht gänzlich sicher also versteckte er sich im Schatten und beobachtete das Geschehen weiter. Im ersten Moment sah es aus als wäre es ein turtelndes Pärchen doch er erkannte genau den Unterschied. Es war ein Vampir der sich grade das Blut einer Unschuldigen gönnte. Wut und Hass stieg in ihm auf, dennoch wusste er nicht sicher ob es wirklich der war den er suchte. Eine Hand auf seinem Dolch beobachtete er weiter und huschte im Schatten näher ran um ihn besser sehen zu können. Die Frau verlor das Bewusstsein und ganz der Gentleman trug der Vampir sie. Ihm wurde schleicht bei dieser Heuchelei. Monster, schoss es ihm durch den Kopf. Als er sich dann endlich umdrehte erstarrte der weißhaarige. Er war es! Schnell überdachte er die Situation. Er hatten sich die Konfrontation anders vorgestellt und so blieben ihm nicht viele Optionen. Er hatte nichts vorbereiten können. Als der Vampir in den Lichtkegel ging, wurde ihm schon schlecht vor Wut. Wollte dieser Kerl ihn wirklich so vorführen? Er musste bemerkt haben das er beobachtet wurde. Vielleicht war er so dumm um zu fliehen so würde er auch direkt seinen Unterschlupf finde. Wie eine Statue verharrte er in seinem jämmerlichen Versteck. Als er schließlich seine Stimme und Worte hörte kam die kalte Gewissheit. Er was es definitiv. Eine Verwechslung war ausgeschlossen und konnte es sein das er sich über ihn lustig machte? Er atmete tief durch und beruhigte sich, nur mit einem klaren Verstand konnte er überleben. Leise stand er auf und kam aus der Gasse raus, eine Hand griff bereit auf dem Dolch.
      "Lass die Frau los!", zischte er und blickte direkt in die Augen des Vampires der ihm alles genommen hatte. Der nur zum Spaß an der Freude eine Familie ausgelöscht hatte. Und jetzt war es seine Chance diese Ungerechtigkeit zu beseitigen.
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Es dauerte. Länger als ihm lieb war, doch schlussendlich setzte sich der Mensch doch in Bewegung. Seine Worte hatten Wirkung gezeigt und über seine Lippen huschte ein leichtes Lächeln, während er mit den Augen den Bewegungen im Schatten folgte bis der Mensch endlich vor ihm stand. Aus dem Kind von damals war ein wirklich stattlicher Mann geworden. Auch wenn er ihn mit mehr als nur bösen Blicken bedachte. Er war eben durch und durch Jäger. Als würde er Menschen zum Spaß jagen. Auch er wollte nur leben. Menschen aßen doch schließlich auch Fleisch und kaum jemand beschwerte sich darüber. Gäbe es andere Möglichkeiten würde er sie nutzen, aber regelmäßig Krankenhäuser oder Blutbanken überfallen... Er mochte ein Wesen der Nacht sein, aber das machte ihn noch längst nicht kriminell. Außerdem kam doch niemand dabei zu Schaden. So langsam sollte man all das wirklich lockerer sehen und die wirklichen Monster unter ihnen jagen. Aber sie waren nicht hier um sich über solch alte Fehden und Gebräuche auszutauschen. Bis sich daran etwas änderte, würde gewiss noch drei Jahrhunderte vergehen. Und sie beide würden nichts mit den Veränderungen zu tun haben, weshalb er es lieber gleich wieder unter den Tisch fallen ließ. Er hatte endlich das wonach er so lange gesucht hatte vor sich. Er konnte es noch gar nicht richtig glauben. Womit sollte er nur anfangen?
      Gelassen trat er einen Schritt auf den anderen zu. Die Frau hielt er noch immer fest im Arm, ehe er mit einem amüsierten Unterton in der Stimme antwortete. "Ich kann sie doch nicht einfach fallen lassen. Ihr könnte etwas passieren. Außerdem würde ich dir raten dein Spielzeug wieder wegzustecken. Ich bin nicht hier zum Kämpfen. Ich wollte bloß reden. Und wenn ich mich nicht täusche hast du bestimmt genauso viele Fragen wie ich selbst, Levi." Seinen Namen betonte er besonders. Mittlerweile wusste er genau wen er vor sich hatte. Immerhin hatte er acht Jahre lang Zeit gehabt. Da kam eine ganze Menge an Informationen zusammen, wenn man wusste wo man suchen musste. Ob er bereits wusste wie er hieß? Beurteilen konnte er das nicht, denn das Einzige was im Moment von ihm ausging war Hass und Wut. Etwas dass nicht leicht zu durchschauen war. Diese Gefühle benebelten den Verstand und machten zurechnungsfähig. Da kam man für gewöhnlich mit Logik nicht weiter. Trotzdem war es einen Versuch wert. "Wenn dich meine weibliche Begleitung so sehr stört, kann ich sie auch nach Hause bringen, aber ich bezweifle, dass ich dich hier dann noch antreffen werde. Es wäre wirklich Schade dich jetzt wieder zu verlieren, nachdem ich die so lange gesucht habe. Du kannst dich wirklich gut verstecken, Levi.", fuhr er fort und musste nun schmunzeln. Sein Name klang ungewohnt jetzt wo er ihn aussprach und in keinster Weise passend für ihn. Außerdem amüsierte er ihn. Als könnte er in einem Kamof gegen ihn wirklich bestehen... Und trotzdem plusterte er sich so auf. Als würde ihm das irgendwie helfen.
      "Sie ist freiwillig mit mir gekommen, auch wenn ich gestehen muss, dass wir es nicht mehr bis nach Haus geschafft haben. Eigentlich ist es nicht meine Art so über meine Begleitungen herzufallen, aber ich war die letzten Tage wohl etwas zu beschäftigt gewesen. Aber sei unbesorgt. Es geht ihr gut. Auch wenn ich nicht weiß wie ihr die kalte Abendluft bekommt. Sie gehört wohl eher in ein Bett als hier auf meinen Arm.", fügte er noch hinzu, bevor ihm irgendwelche böswilligen Unterstellungen gemacht wurden. Immer nur als Monster angesehen zu werden, hinterließ eben doch seine Spuren. Dabei musste er sich doch eigentlich gar nicht rechtfertigen. Aber es war immer noch besser als zu schweigen, während der Mann vor ihm versuchte die Situation zu verstehen. Er hatte wohl mit etwas vollkommen anderem gerechnet, als mit dem hier. Dabei sollten ihm doch eigentlich die Fragen nur so aus dem Mund purzeln. Vielleicht sollte er ihm ein wenig unter die Arme greifen. "Also... Womit habe ich die Ehre verdient? Ich werde nicht selten von so unerfahrenen Jägern wie dir aufgesucht. Solltest du nicht lieber noch ein wenig mehr von deinem Meister lernen, bevor du dich mir zu wendest. Schließlich bin ich ein Monster, oder nicht? Nur weil ich sie verschont habe, heißt das nicht, dass es bei dir genauso verlaufen muss. Jäger schmecken wirklich ausgezeichnet. Ich bin lange nicht mehr in den Genuss solchen Blutes gekommen. Aber du bist nicht hier um als mein Nachtisch zu enden. Sag mir was dir auf dem Herzen liegt. Ich helfe dir nur zu gerne, Levi." Seine Stimme klang ein wenig hämisch, immerhin zog er ihn mit seinen Worten nur auf. Er wollte sehen wie er darauf reagierte. Und noch viel mehr wollte er wissen was er wollte. Er kannte den Hintergrund, er kannte diesen Jungen, er wusste, dass er ihn hauptsächlich nur töten wollte, aber er hatte gewiss auch Fragen auf die er Antworten brauchte, weil sie ihm niemand anderes als er selbst geben konnte. Er würde ihn nicht einfach umbringen. Nicht ohne Wissen und die Erkenntnis die damit verbunden war. Er würde ihm nur zu gern alles offenbaren. Aber ob es wirklich die Wahrheit sein würde?
      "Aurora, what is love known by?" - "When it hurts to say goodbye."

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    • Angewidert von seinen aalglatte Worten bedachter er ihn. Spürte gleich das dieser Mann ein ganz anderes Kaliber war, als seine Opfer davor. Er biss die Zähne zusammen rührte sich aber kein Stück als er näher auf ihn zu kam. Neben dem Hass konnte er sich aber auch die Neugier nicht ganz verkneifen. Er hatte sich weder versteckt noch war ihm klar gewesen das dieser Vampir nach ihm gesucht hatte. Oder verarschte er ihn nur.
      "Mach dich nicht über mich lustig, Blutsauger.", spuckte ihm schon fast entgegen. "Unterschätz mich ruhig das macht es mir leichter." Er wägte seine Situation hab. Der Vampir hatte frisch getrunken, er war also gestärkte. Andererseits konnte er sich nicht frei bewegen so lange er diese Frau in den Armen hielt. Würde er los stürmen könnte er sie fallen lassen, ihm selbst entgegen schmeißen oder sie als Schutzschild missbrauchen. Egal wie er es drehte und wendete er war nicht nur wegen seinen körperlichen Differenzen im Nachteil. Als er das zweite mal seinen Namen sagte stellte sich ihm die Nackenhaare auf. Sein Körper schrie ihm das zu was er schon lange wusste: Gefahr. Ein falscher Schritt und es war vorbei, besonders bei diesem.
      "Seh es als Ehre wenn ich die Welt von deiner Anwesenheit befreit habe.", knurrte Levi. "Was für einen Grund sollte es für dich geben mich zu suchen? Nur um dein Massaker zu vervollständigen?" Die Abscheu stand ihm ins Gesicht geschrieben. Als ob sich dieser Kerl nicht denken konnte warum er hier war. Wegen diesem Typ hatte er alles verloren und wurde zum Jäger. Das Training war erbarmungslos gewesen und nur der Wille nach Rache hatte ihn das bestehen lassen. Er dachte zurück an all die Kniffe und Tricks die ihm sein Meister gezeigt hatte. Er spannte seine Muskeln an, stieß sich mit voller Kraft vom Boden ab und rauschte auf den Vampir zu. Kurz vor ihm machte er einen Ausfallschritt und zog seinen Dolch. Er schwang ihn und versuchte damit den Rücken seines Gegenübers zu treffen. Ihm war es egal ob sie gesehen wurden, das einzige auf das er achtete, war das er die Frau nicht verletzte. Es wurde Zeit das die Welt verstand das nicht nur Menschen auf ihr lebten. Sie wurden kontrolliert aus den Schatten und waren unterwandert worden von diesen Monstern. Viel zu lange wurde darüber Geschwiegen und einfach alles toleriert. Erst wenn jeder Vampir Tod war, konnte jeder Mensch wieder in Frieden leben.
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • "Viele Menschen und Vampire erfreuen sich an meiner Anwesenheit und wären gewiss traurig, wenn ich plötzlich nicht mehr da wäre. Ich fürchte also, dass ich dich nicht so leicht gewähren lassen kann.", erwiderte er und ignorierte seine beißenden Tonfall einfach. Er war wütend. Er wusste nicht was er sagte. Außerdem war er ein Jäger. Er war also noch mehr als alle anderen einer Gehirnwäsche unterzogen worden, die sie als menschenfressende Monster darstellte. Dafür konnte er nun wirklich nichts. Er bemühte sich also trotz all der Anschuldigungen einen kühlen Kopf zu bewahren. Immerhin wusste er nicht einmal halb so viel wie er selbst. Und selbst wenn... Seine Reaktion wäre gewiss noch immer die gleiche. Er würde es nicht verstehen selbst wenn er die Wahrheit kennen würde. Was machte es also für einen Unterschied? Er machte ihn für sein Unglück verantwortlich und wenn es ihm damit besser ging... Dann bitte. Er und seine Art waren oft genug als Sündenböcke missbraucht worden. Dass sie einst auch nur Menschen waren und viele nichts für ihr Schicksal konnten, vergaßen die meisten.
      "Ich möchte mit dir reden, Levi. Aber wie mir scheint, bist du noch nicht bereit dafür. Weder für dieses Gespräch, noch für die Wahrheit. Du bist mehr Kind als damals... ", seine Stimme klang melancholisch. Er erinnerte sich gut an den Tag zurück. Immerhin war es erst acht Jahre her. Keine lange Zeit, wenn man bedachte wie viele Jahrzehnte er bereits auf dem Buckel hatte. "Vielleicht hätte ich dich doch mit mir nehmen sollen, damit du verstehst...", fuhr er nachdenklich fort und beobachtete ihn genau. Er konnte deutlich sehen wie er die Muskeln anspannte und sich zum Sprint bereit machte. Es war also keine wirkliche Überraschung als er nur Sekunden später zum Angriff ansetzte. Sein kleines Messer mehr ein Spielzeug als eine wirkliche Gefahr. Trotzdem wich er der Klinge mit einer galanten Bewegung aus, um sowohl aich, als auch die junge Frau in seinen Armen außer Gefahr zu bringen. So hitzköpfig... Jung müsste man nochmal sein. Dann würde er vielleicht ähnlich handeln, doch jetzt gerade blieb dafür weder die Zeit, noch hatte er den Nerv dazu sich auf diese Spielchen einzulassen.
      "Du legst es wirklich darauf an. Du wirst weder mich, noch sie treffen und mich nicht dazu bekommen dich anzugreifen. Ich möchte nicht gegen dich kämpfen, Levi. Ich wollte reden, aber du bist ein kindischer Hitzkopf. Meine Worte werden nur auf taube Ohren stoßen und nichts bewirken. Du verstehst es noch nicht. Dabei hatte ich gedacht ich hätte lange genug gewartet.", nun klang er ein wenig enttäuscht und ließ sogar kaum merklich den Kopf hängen, während er leise seufzte. Diese Begegnung würde wohl nicht so verlaufen wie er gedacht hatte. Es kamen noch nicht einmal all die Fragen, die er sich vorgestellt hatte. Wenn er ehrlich war kamen gar keine Fragen. Lediglich Anschuldigungen. Hatte er sich wirklich zu viel erhofft? Das konnte doch eigentlich gar nicht sein.
      "Wenn du fertig damit bist, zu versuchen mich mit diesem netten, kleinen Spielzeug zu filetieren, können wir uns vielleicht wie zwei Erwachsene unterhalten. Oder hast du wirklich nur Anschuldigungen und Hass mir gegenüber vorzubringen? Wenn ja, dann entschuldige mich, ich habe besseres zu tun, als mich mit einem halbstarken Möchtergern-Jäger herumzuschlagen. Ich muss eine Dame nach Hause begleiten.", beendete er seine Ansprache und sah ihn abwartend an. Dazu bereit jeden Moment zu verschwinden, sollte er es darauf anlegen und seine Geduld mit einem weiteren Angriff herausfordern.
      "Aurora, what is love known by?" - "When it hurts to say goodbye."

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    • Er hätte sich denken können das er mit so etwas simplen nicht zu fassen war. Am schlimmsten war seine Art, er konnte ihr einfach nichts abgewinnen. Er wollte reden? Tatsächlich? Das sah vor 8 Jahren aber ganz anders aus. Genervt packte er seinen Dolch wieder weg. Sollte er ihn jetzt einfach wieder gehen lassen, jetzt wo er ihn endlich gefunden hatte? Diese Chance würde nicht nochmal bekommen.
      "Schön reden wir!", fauchte er schließlich.
      "Bring diese Frau weg und sag mir wo wir uns treffen. Keine Tricks oder ähnliches!" Er wusste das eine dumme Idee war. Der Vampir konnte sich nun genau das aussuchen wo er den größten Vorteil hatte. Allerdings war er tatsächlich der erste der halbwegs vernünftig schien. Für diesen Gedanken schallte er sich geistig selbst. Was dachte er nur? Das war ein Trick damit er seine Deckung aufgeben würde, aber so leicht würde er es ihm nicht machen. Er war immer wieder kurze Blicke in die Umgebung. Soweit waren keine anderen Vampire zu sehen. Sollte es wirklich sein das dieser Kerl keine Gefolgsleute hatte? Oder waren sie gerade nicht da? Es schien ihm alles wie ein großes Rätsel und anstatt es lösen zu können wurde es nur komplexer. Sein Blick fiel wieder auf die Frau. Wie konnte man sich nur freiwillig opfern? Wieso warf sie die Prinzipien des eigenen Überlebens einfach über Bord und gab sich so preis? Fast noch schlimmer als Vampire fand er Menschen die sich innen so ergaben. Mehr als einmal hatte er gesehen wie ein Vampir mit einem Mensch eine Art Beziehung hatte. Es war allerdings keine gesunde. Die Menschen hatten stehts darauf beharrt das es ihnen gut ging aber sie waren blass, geschwächt und im Bann der Vampire gefangen. Obwohl er die Menschen zu schützen versuchte so war es nicht so dramatisch wenn der ein oder andere starb der sein Leben sowieso an einen Vampiren versprochen hatte.
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    • "Ist das wirklich so eine gute Idee? Willst du wirklich mich unseren Treffpunkt aussuchen lassen? Ich weiß, dass gerade nicht allzu viele Jäger in der Stadt sind und du für gewöhnlich allein reagierst, aber weißt du auch wie viele Wesen der Nacht mir unterstellt sind? Du könntest dich in etwas stürzen was noch einmal ein paar Nummern zu groß für dich ist, Levi.", erwiderte er, ohne das es ihm etwas auszumachen schien, dass er diesem Menschen gerade einen enormen Vorteil gab. Aber wieso sollte es ihn auch stören? Er ließ ihn auch gewähren, gab ihm sogar die Möglichkeit das arme Ding in seinen Armen nach Hause zu bringen. Es war nur fair, wenn auch er ihm ein Stück entgegen kam. Immerhin wollte er auch nicht als der Böse dastehen. Es war nicht seine Absicht ihm etwas Böses zu wollen, doch das würde er ganz gewiss bis aufs Blut abstreiten. Nicht auszudenken wie die Situation eskalieren würde, sollte plötzlich ganz zufällig ein anderer Vampir auftauchen. Auf Unterstellungen jeder Art hatte er keine Lust und er hoffte sie so zu unterbinden. Selbst wenn es eine Falle sein sollte. Er würde schon irgendwie damit fertig werden. Außerdem war er nicht der Meinung, dass er ihm eine Falle stellen würde. Nicht so und nicht hier. Sonst hätte er es bereits versucht, sollte er mit solch miesen Tricks arbeiten. Dann hätte er nicht versucht ihn direkt in den Nahkampf zu verwickeln. Nein... So wirkte er einfach nicht.
      "Also? Wähle ein Lokal für diesen gemeinsamen Abend? Oder möchtest du lieber, das wir uns stilecht auf dem Friedhof treffen? Oder an einer Kirche? Leider scheint heute kein Vollmond... Das Ambiente wird also nicht allzu passend sein.", fuhr er fort und konnte sich ein leises Lachen nicht verkneifen. Er konnte sich nur zu gut vorstellen, wie er gleich wieder an die Decke gehen würde und das amüsierte ihn bereits jetzt. Er gab sich noch nicht einmal sonderlich Mühe und doch schien er ihm gewaltig gegen den Strich zu gehen. Bei ihrer gemeinsamen Vergangenheit nicht allzu verwunderlich, aber er könnte es trotzdem ein wenig lockerer sehen. In früheren Zeiten wurden ständig Menschen ermordet. Warum wurde es nun so vollkommen anders gehandhabt? Immerhin hatte er auch Gründe gehabt... Aber zu denen würden sie wohl erst später kommen. Sobald sie sich nachher wiedersehen würden, doch dafür müssten sie sich erst einmal auf einen Ort einigen... Am besten mit vielen Zeugen, damit sie sich nicht gegenseitig an die Kehle springen könnten. Er wollte sich in dieser Hand nicht auch noch mit Gewalt auseinandersetzen müssen.
      " Es gibt eine kleine Bar die Straße runter. Und einen Schnellrestaurant gleich um die Ecke. Falls du Hunger hast. Ich würde dich auch einladen, wo ich dich doch schon auf mich warten lasse.", begann er schlussendlich einige Vorschläge zu bringen um den Ideenfindungsprozess etwas zu beschleunigen. Die Frau in seinen Armen würde demnächst aufwachen und bis dahin wollte er sie bereits in einem Taxi Richtung zu Hause sitzen oder am liebsten bereits friedlich schlafend in ihrem Bett liegend haben. Doch daraus würde nichts werden, wenn sich diese Diskussion noch länger hinzog. Für gewöhnlich hatten Jäger doch auch keine Probleme damit ihre Bedingungen zu nennen.
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    • Dieser Vampir war wirklich unmöglich. Levi hatte den Eindruck er wurde nach Strich und Faden aufgezogen. Diesem Kerl machte es sichtlich Spaß auf allen Klischees herumzureiten die grade passten. Seine bisherigen Kontakte mit diesen Wesen waren eher kurz und prägnant gewesen, ganz anders als das hier. Es stimmte, er hatte noch nie gegen so einen mächtigen Vampir gekämpft, aber er würde nicht einfach klein bei geben. Ein wenig Erleichterung durchströmte ihn als er sich den Ort aussuchen konnte, andererseits wer sagte ihm nicht das hier nicht bereits überall jemand lauerte und ihn genau beobachtete. Er wägte kurz die Situation ab und sagte schließlich: "Wir nehmen die Bar." Etwas zögerlich fügte er hinzu: "Bring die Frau Heim und sei in einer halben Stunde dort."
      Zähneknirschend wand er sich ab, er wusste er sollte niemals, unter keinen Umständen, jemals einem Feind den Rücken kehren allerdings wollte er diesem Typen demonstrieren das er keine Angst vor ihm hatte. Er lief direkt Richtung Bar und ging hinein. Zähne knirschend lies er sich dort auf einen Sitz fallen. Wieso hatte er sich nur darauf eingelassen?! Es war eine neue Situation gewesen, keine Frage, aber dennoch sollte er seine Prinzipien nicht einfach über Bord werfen. Die Bar war noch gut besucht und der Geräuschpegel dementsprechend hoch. Er selbst bestellt sich ein Wasser zum trinken. Der Barkeeper schaute ihn zwar etwas irritiert an, servierte ihm aber das Bestellte. Fieberhaft überlegte er wie er am besten gegen diesen Kerl gewinnen konnte, aber mit seinen bisherigen Fähigkeiten würde sich das als durch aus schwer erweisen. Was waren seine Schwächen? Hatte er die gleichen wie die anderen Vampire? Besaß er überhaupt welche? Zudem kam der Punkt das er erst frisches Blut getrunken hatte und daher sein Kraft wieder gesteigert hatte. Er verfluchte sich, hätte er ihn doch nur etwas früher gefunden. Bevor er von dieser Frau getrunken hätten. Er wäre geschwächt gewesen und vielleicht hätte Levi dann eine Chance gehabt.
      Levi.., huschte die Stimme des Vampirs durch seine Gedanken und sofort stellten sich seine Nackenhaare auf. Er benutzte seinen Namen so vertraut das ihm schlecht wurde. Und er hingegen? Hatte einen Namen gefunden Anthony. Aber war das wirklich sein Name oder nur eine falsche Fährte? Ganz falsch konnte es auch nicht sein, schließlich hatte dieser Name ihn hier her geführt wo er ihn schließlich gefunden hatte. Er hatte sich immer vorgestellt wir er gegen diesen Kerl kämpfte und ihm freudig seinen Dolch in die Brust jagte, aber das war wirklich nur kindliches Wunschdenken gewesen. Er war etwas zu sehr in seine Gedanken vertieft gewesen und merkte erst jetzt das der Platz neben ihr nun belegt war. Er blickte wieder in das Gesicht dieses dreckigen Vampires. Er schaute so unschuldig, das jeder andere ihm nicht geglaubt hätte wenn er ihm von seinen Taten erzählt hätte. Ihm wurde schon fast schlecht bei diesem Gesicht. Sein Körper spannte sich wieder an und er hasste es offensichtlich so nah neben ihm zu sitzen.
      "Wofür das ganze? Wieso dieses Treffen, du hättest mich doch sofort ausschalten können." Es gefiel ihm zwar nicht aber er musste sich eingestehen das er sehr wahrscheinlich den Kampf verloren hätte. Dennoch würde er nicht so einfach aufgeben egal wie unschuldig dieser Typ aussah und was er zu ihm sagen würde. Der Zorn und die Rache in ihm durch strömten ihn noch immer und würden ihn ständig an das erinnern, weswegen er hier war.
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Er nickte ihm noch einmal zu, ehe er sich mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen abwandte um in der Dunkelheit der Nacht zu verschwinden. Die Adresse der Frau herauszubekommen war nicht ganz so einfach, doch er machte so etwas nicht zum ersten Mal. Er hatte jahrhundertelange Erfahrung schöne Damen zurück in ihr eigenes Bett zu bringen, so dass es sich auch hierbei um keine wirklich schwere Aufgabe handelte und sie sich wenig später friedlich schlafend in ihrer Wohnung wiederfand. Morgen würde sie sich an nichts mehr erinnern, also hatte er sich die Mühe gemacht ihr ein Glas mit Wasser und eine Notiz zu hinterlassen. Er war zwar in seinem eigentlichen Vorhaben gestört worden, aber so würde er vielleicht doch noch eine Chance auf ein Wiedersehen bekommen. Sich ständig jemand neuen zu suchen, war auf Dauer einfach anstrengend und sie war wirklich hübsch. Damit konnte er arbeiten. Wenn auch nicht für lange Zeit. Es war besser als ständig jemand neuen, völlig fremden abzuschleppen. Vor allem wenn diese Störungen nun öfter auftraten, denn dieser Mensch würde bestimmt nicht eher ruhen bis er seinen Kopf auf einen Pfahl gespießt hatte. Ob er sich zu einem Friedensangebot überreden lassen würde?
      Pünktlich kam er in der Bar an. Begrüßte kurz einige Stammkunden und Bekannte, die ihn schon kannten, ehe er den jungen Mann an einem der hinteren Tische entdeckte und geradewegs auf ihn zusteuerte. Mit demselben Lächeln mit dem er sich zuvor auch von ihm verabschiedet hatte, ließ er sich nun neben ihm nieder und er musterte ihn erneut von oben bis unten. Das Licht war ein wenig besser hier und er konnte ihn nun aus der Nähe betrachten. Seine Augen waren zwar gut aber manches ging auf die Distanz eben doch verloren. Außerdem konnte er förmlich sehen wie viel es ihm ausmachte, dass er ihm nun so nahe war. Verständlich war es, doch das wollte er mit diesem Gespräch ändern. Außerdem wollte er auch ein wenig Spaß haben. Es würde unschön genug werden, da konnte er ihm zumindest so ein wenig auf die Nerven gehen.
      "Das hätte ich, aber wo bliebe da der ganze Spaß? Außerdem... Ich bin dir wohl neben einer Menge Atworten auch eine Entschuldigung fällig. Es tut mir Leid, dass deine Eltern in dieser Nacht haben sterben müssen, aber es ließ sich nicht verhindern. Und ich wusste nicht, dass sie einen kleinen,
      niedlichen Sohn haben, der alles mit ansieht. Ich wäre anders vorgegangen, wenn ich das gewusst hätte, doch... Du tauchst nirgendwo auf. Ich habe nichts über dich finden können, was mich darauf hätte vorbereiten können.", erwiderte er ohne mit der Wimper zu zucken, offen und ehrlich. Während dieses Gesprächs war kein Platz für Geheimsniskrämerei oder dergleichen. Sie wollten beide Antworten und nur weil ihr gemeinsamer Start etwas holprig gewesen ist, musste das noch längst nichts heißen. Obwohl er ihn wirklich gern etwas aufgezogen und an der Nase herumgeführt hätte, wegen seiner unfreundlichen Art. Aber das würde seine Glaubwürdigkeit nicht unbedingt steigern. Er misstraute ihm jetzt schon mehr als genug. Er wollte ihm nicht noch mehr Gründe geben sein Vertrauen vollkommen zu verlieren. Er sollte also ernst bleiben.
      "Du kannst mir gern zu einen späteren Zeitpunkt versuchen den Schädel einzuschlagen, aber jetzt möchte ich nur reden. Und später... Nun, auch dann möchte ich dir nichts tun, also vielleicht können wir das gleich vergessen. Die Zeiten unnötiger Gewalt sind vorbei, auch wenn ihr Jäger euch immer noch wie im dunkelsten Mittelalter verhaltet. Nur weil ein Mensch Verbrechen begeht, sperrt ihr doch auch nicht gleich die gesamte Menschheit ein. Wieso macht ihr also so einen gewaltigen Unterschied bei uns Vampiren?", fuhr er mit einer Gegenfrage fort. Er war sich noch nicht ganz so sicher, wie er mit dem heiklen Thema, dem Tod seiner Eltern, verfahren sollte, weshalb er ihm lieber erst einmal auswich. Lieber erfragte er erst einmal ein paar der Dinge, die ihn interessierten. Auch wenn er sich ziemlich sicher war, dass er nichts genaueres darüber wusste. Er war schließlich kein hohes Tier, sondern wenn überhaupt nur ein einfacher Fußsoldat.
      "Aurora, what is love known by?" - "When it hurts to say goodbye."

      Child of Light - Igniculus & Aurora
    • "Spaß?!", er spuckte ihm das Wort quasi auf den Tisch. "Sowas macht dir also Spaß?" Er funkelte ihn böse an. Um seine Wut irgendwie kompensieren zu können ballte er seine rechte Faust unter dem Tisch zusammen. "Stell dich hier nicht als den Helden hin. Wir waren eine normale Familie, bis du aufgetaucht bist. Und jetzt sitzt du hier und versucht mir zu erklären das es dir Leid tut und versucht uns Jäger als die Bösen darzustellen?" Er gab sich keine Mühe seinen Groll zu verbergen. "Wenn du nicht gewesen wärst würden wir nicht hier sitzen. Du hast mir alles genommen, also spar dir die Unschuldstour. Ich sollte dir sofort den Schädel einschlagen dann kannst du niemanden mehr töten. Und ich glaube der große Unterschied ist das jeder menschliche Mörder nur eine kurze Zeit lebt, wenn man es mit eurer Lebensspanne vergleich, dazu eure Stärke und der restliche Mist und dann soll man euch nicht töten? Ich glaube du kannst nicht verstehen wieso man euch als Monster betrachtet, egal was für ein nettes Gesicht ihr aufsetzt. Schlussendlich ist euch ein Menschenleben nicht viel wert und ihr nehmt es einfach wenn euch danach ist. Wenn ihr wolltet könntet ihr mehrere Generationen heimsuchen und das ist nicht mal übertrieben. Ich denke du kannst dir nun deine Frage selbst beantworten wieso man euch anders behandelt." Er musste sich stark bemühen seine Stimme gedämpft zu halten. Dieser Kerl brachte ihn tatsächlich mehr aus dem Konzept als ihm lieb war. Wusste er es nicht besser dann würde er sich nicht vorstellen können das dieser nette Typ ein Vampir und Mörder war. Aber genau das machte ihn so gefährlich. Allerdings hatte er sich noch nie so mit einem Vampir unterhalten können, es fühlte sich in seinem ganzen Körper falsch an. Im wurde über Jahre erklärt das man mit Vampiren nicht reden konnte, da diese immer nur ihr eigenes Spiel spielten. Menschen waren nur Figuren die benutzt wurden, also welche Absicht lag tatsächlich hinter diesem ganzen Theater. Was erhoffte sich der Rothaarige davon sich hier mit ihm zu unterhalten? Hoffte er darauf das er ein paar Entschuldigungen flüstern konnte und schon war alles vergessen? Levi verstand das es wirklich schwer war einen Vampir zu durchschauen. Ihre lange Lebensspanne gab ihnen Erfahrungen die kein Mensch in seiner Zeit jemals sammeln konnte und schon gar nicht in Levis Alter. Er musste in den Augen des Vampirs wie ein Kleinkind wirken. Diese Erkenntnis war noch erniedrigender als dieses Gespräch. Wieso zur Hölle hatte er sich nur darauf eingelassen?!
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    • "Levi...", er klang ein wenig bestürzt und seine Mundwinkel wanderten ein ganzes Stück weit hinunter, während er seinen Worten lauschte. Es sprachen die Gefühle aus ihm, doch er hatte wohl irgendwie Recht. Er konnte seine Worte nachvollziehen und trotzdem würde er sie nicht so auf sich sitzen lassen. Er war nicht hier um zu streiten, sondern um zu reden und einige Tatsachen klarzustellen. Man erhielt nicht oft die Gelegenheit mit einem Jäger zu reden. Vermutlich war es eine einmalige Chance und diese wollte er nutzen. Wenn man in einem von ihnen Zweifel sähen konnten, dass ihr Vorgehen vielleicht doch veraltet oder ganz und gar falsch war, könnte es wie ein Lauffeuer auf alle anderen übergreifen und vielleicht würde sich dann etwas ändern. Er glaubte nicht daran, aber einen Versuch war es wert. Selbst wenn es nicht klappte, solange er sich darüber aufregte, konnte er seine Gedanken sammeln, um schlussendlich auf das eigentliche Thema zurückzukommen. Schließlich wollte er ihn weder bekehren, noch auf den rechten Weg führen, sondern ihm lediglich endlich die Wahrheit offenlegen, die ihm bisher verwehrt worden war.
      "Ich versuche niemanden als gut oder böse darzustellen. Die Welt um uns herum ist grau. Niemand ist vollständig gut, noch böse. Weder Mensch, noch Vampir.", begann er nachdem er sich wieder ein wenig gefasst hatte. Seine Lippen waren zu einem dünnen Strich zusammengezogen und so einfach wie zuvor legte sich sein Lächeln nicht wieder auf seine Züge. Jetzt wurde es ernst. "Wir mögen länger als die Menschen leben, aber vergiss nicht, dass auch wir irgendwann einmal sterblich waren. Auch wir waren Menschen und werden es irgendwo in unserem tiefsten Inneren immer bleiben. Viele von uns haben dieses Schicksal nicht freiwillig gewählt. Für manche war es ein letzter Ausweg oder eine Entscheidungen, die nicht ihnen oblag sie zu treffen.", fuhr er fort und schloss kurz die Augen, um leise zu seufzen. Es gab mehr als genug schlechte Erinnerungen, die man mit dem Beginn eines Vampir-Daseins verbinden konnte, doch wie sollte das ein Außenstehender verstehen, der immer nur eine Ansicht zu hören bekam und sich nicht in die Situation eines anderen hineinversetzen konnte?
      "Nur die wenigsten von uns entscheiden sich Monster, wie ihr sie nennt, zu sein. Es ist eine Rolle, die uns zugespielt worden ist und die wir alle früher oder später erfüllen müssen. Aus Notwehr, um unsere Liebsten zu schützen oder um schlimmere Konsequenzen zu vermeiden. Auch wir haben Familie. Meist keine Blutsverwandten, aber dennoch nicht allzu verschieden, von dem was ihr darunter versteht. Was wir einst darunter verstanden haben." Er beendete seine Ausführungen mit einem weiteren Seufzer. Er ging nicht davon aus, dass er es verstand, doch es musste einfach sein. Er brauchte dieses Hintergrundwissen, auch wenn er es nicht beherzigen würde. Das musste er gar nicht. Er wollte ihm nur vor Augen führen, dass auch sie irgendwie menschlich waren. Selbst wenn sie dazu gezwungen wurden Blut zu trinken. Sie mussten keine Menschen töten.
      "Levi... Eine Entschuldigung macht nichts ungeschehen. Ich sollte dich also nicht um sie bitten. Du musst mir nicht verzeihen. Das habe ich damals auch nicht gekonnt, aber bitte hör dir trotzdem meine Seite der Geschichte an." Jetzt wurde es heikel. War es wirklich so eine gute Idee ihm das zu erzählen? Würde er ihm überhaupt glauben? Selbst wenn nicht... Er wollte diesen Balast endlich los werden, selbst wenn sich dadurch nichts verändern würde. Sein Herz fühlte sich danach gewiss leichter an. Das war zwar irgendwie mehr als nur egoistisch, doch darauf konnte er jetzt einfach keine Rücksicht mehr nehmen. "Mein Vater, der Mann, der mich zu dem gemacht hat was ich jetzt bin, ist ein alter Vampir gewesen. Er hat mehr von der Welt gesehen als irgendjemand anderes den ich kenne. Er hat nicht nur mich bei sich aufgenommen, sondern auch jede Menge andere. Meine Geschwister. Viele von ihnen waren noch jung und unerfahren, die meisten nicht mehr als Kinder. Er hatte ein großes Herz und wollte ihnen eine zweite Chance geben. Wir waren glücklich zusammen, bis der Tag kam... Ich war unterwegs, außer Haus, als es passierte. Als ich zurückkam...", er stockte, musste sich erneut kurz sammeln und tief durchatmen. "Es war kein schöner Anblick gewesen. Ein Gemetzel in unserem zu Hause. Keiner von ihnen hat sich gewährt und trotzdem haben sie sterben müssen. Ich war wütend, hitzköpfig und nicht Herr meiner Sinne. Ich habe die verantwortlichen Jäger ausfindig gemacht, ein Ehepaar, und mich an ihnen gerächt, ohne zu wissen, dass ich damit ein weiteres Opfer dieses Rachekreislaufs zurücklassen würde.", beendete er seine nun doch eher wage ausfallenden Ausführungen. In seinem Kopf waren mehr als genug Bilder aufgetaucht, die er nie wieder hatte sehen wollen, weshalb ihm das vollkommen ausreichte. Er wollte nicht weiter ins Detail gehen müssen. Er hoffte, dass es ihm reichte.
      "Es ist unverzeihlich was ich getan habe. Es war keine jugendliche Dummheit. Ich war alt genug um es besser zu wissen und trotzdem habe ich mich von der Wut leiten lassen. Ich kann unmöglich von dir verlangen besser zu sein als ich es damals war. Du willst mich töten, dann tu es. Ich werde dir nichts tun, aber ich werde es dir auch nicht leicht machen können. Ich habe eine neue Familie, die meines Schutzes bedarf und ich möchte nicht auch noch sie im Stich lassen.", sein Blick hob sich ein Stück und er war froh, dass er all die schlechten Gedanken mit neuen, schöneren hatte überschatten können. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn er sich ihnen weiter hingegeben hätte. Vermutlich hätte er nicht eher geruht bis er nicht möglichst viele Jäger mit sich ins Grab gezogen hatte. Er war froh, dass er nicht dazu gekommen war. Sein Leben war nicht so sinnlos, wie er es dadurch dargestellt hätte. "Wenn die Rache, dich glücklich macht, werde ich dich nicht davon abhalten, doch ich kann dir versichern, dass das Gefühl in deiner Brust nicht verschwinden wird, auch wenn ich tot bin. Du wirst so leer bleiben wie du dich fühlst. Mein Tod wird die Leere nicht füllen können. Das habe ich lernen müssen...", beendete er seine Ansprache endlich um seinen Gegenüber ins Gesicht sehen zu können. Vielleicht konnte er darin ablesen was er gerade dachte. Würde er es akzeptieren oder alles als Schwachsinn bezeichnen und erneut einen Angriff auf ihn starten? Er würde wohl vorsichtig sein müssen, falls er wirklich damit beginnen sollte ihn zu verfolgen. Er hätte diesen unschuldigen, unwissenden Jungen damals nicht zurücklassen sollen. Doch was hätte es geändert? Er hatte zwar nicht alles verstanden, doch er hatte mehr als genug gesehen gehabt, um darauf zu schließen, dass er nicht unbedingt, derjenige war mit dem er Zeit verbringen wollte. Verübeln konnte er es ihm nicht. Er wusste nur zu gut wie grausam er in dieser Nacht gewesen sein musste. Wie furchterregend und brutal er auf diesen kleinen Jungen gewirkt haben musste. Er war ihm mehr als nur eine Entschuldigung schuldig und er würde ihm nur zu gern sein Leben überlassen, damit er damit tun und lassen konnte was er wollte, um für diese Schuld zu sühnen, doch im Moment war das einfach nicht möglich. Er hatte Aufgaben, die er nicht vernachlässigen konnte. Er konnte jetzt einfach noch nicht abtreten. Selbst wenn es aus einem guten Grund wäre.
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    • Levi schwieg eine Weile und dachte über die gehörten Worte nach. Es steckte etwas dahinter das er durch aus begriff. Auch er war nicht freiwillig in diesem Leben gekommen um zu Jagen. Nur durch sein Schicksal wurde er dazu gemacht. Sein Leben lang hatte er gehört das man mit Vampire weder reden noch verhandeln konnte und auf jede bisherige Begegnung traf das zu, aber diese war anders. Man merkte den Altersunterschied zwischen ihnen grade enorm. Er kam sich vor wie ein stures Kind das jammerte weil es nicht bekam was es wollte. Er überdachte nochmal eine Situation und es stimmte die Welt war nicht schwarz und weiß. Sie war grau mit allen möglichen Graustufen dazwischen. Es schwieg lange und blickte einfach auf den Tisch. War sein Leben bisher wirklich ganz ohne Sinn gewesen?
      "Das ist doch Bullshit.", sagte er schließlich.
      Er blickte dem Vampir genau in die Augen, während er selbst kaum eine Emotion zeigte. Sein inneres war definitiv verwirrt und er wusste das er noch viel zu lernen hatte, aber was hatte es denn für einen Sinn das sich dieser Vampir sein Leid von der Seele redete?
      "Und was soll ich jetzt deiner Meinung nach tun?!" Leichte Wut drang durch seine Stimme. "Ich verstehe deinen Punkt aber ich glaube das mich tiefe Genugtuung durchfährt sobald ich dich getötet habe. Zudem denke ich das du damals die falschen Leute umgebracht hast. Meine Eltern waren keine Jäger, sie waren einfach nur normale Leute mit normalen Jobs. Aber da du es ja nicht mal geschafft hast mich zu finden, solltest du wirklich viele deiner Taten überdenken? Wie hofft hast du vielleicht noch die falschen dafür bestraft, was andere dir angetan haben? Wie viele Kinder hast du noch ins Verderben gestürzt?"
      Es konnte nicht sein das seine Eltern Jäger waren, das hätte er bestimmt mit bekommen, oder? Sein Onkel war die Sache mit den Vampiren immer umgangen und hatte nie auf seine Fragen geantwortet. Natürlich kam es ihm etwas seltsam vor das er jemanden kannte der Jäger ausbildete, aber das hatte nichts zu heißen oder? Nach und nach stellte er alles in seinem Leben in Frage. Aber war das nicht vielleicht die Absicht dieses Kerls? Ihn zu verwirren und dann mit in seine Höhle zu schleifen? Er funkelte den Rothaarigen finster an.
      "Was erhoffst du dir mir das alles zu erzählen? Mal angenommen das stimmt alles. Meine Eltern waren Jäger und haben deine Familie umgebracht. Du wolltest Rache für deine Familie, hast sie bekommen und dann eine Kleinigkeit übersehen. Du hast vergessen die ganze Familie zu töten und nun erzählst du mir den ganzen Scheiß. Was bringt dir das? Versucht du Buße für deine Taten zu tun? Wohl kaum. Was steckt wirklich dahinter? Willst du sehen wie ein Jäger seine Überzeugungen einfach aufgibt und zurück ins normale Leben kehrt? Erklär mit den Nutzen den wir beide aus diesem Gespräch ziehen. Bisher höre ich nur Geschwafel ohne Hand und Fuß. Jeder könnte mir so etwas erzählen nur um mich so zu verunsichern das ich unachtsam werde und dann stecken deine Zähne in meinem Hals bis ich sterbe."
      Er war sich nicht sicher wieso aber erzählte ihm einfach direkt seine Gedanken. Auch sein Zorn war mittlerweile sehr kontrollierbar und so konnte er seine Miene relativ gut neutral halten. Irgendwas war hier anders, aber er wusste nicht recht woran. Dieses Gespräch einfach so normal das es ihm schon fast unheimlich wurde. Und diese Behauptungen? Steckte da mehr dahinter als er vermutet hatte? Waren es wirklich mehr als nur leere Worte. Das ihn der Tod seine Vampirfamilie nahe gegangen war glaubte er ohne zu zögern. Man hatte es ihm direkt angesehen das noch immer tiefer Schmerz in ihm war. Er kannte das nur zu gut. Mehr als einmal hatte er den selben Ausdruck auf seinem eigenen Gesicht gesehen.
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    • Er glaubte ihm nicht. Das war absehbar und sollte ihn wohl nicht allzu sehr überraschen und doch... Er offenbarte ihm seine innersten Gedanken und Gefühle und er hatte den Nerv dazu ihm zu widersprechen. Als würde er auch nur einen Bruchteil von dem verstehen was hier vor sich ging. Er war damals jung gewesen. Nicht jung genug um zu vergessen, aber auch nicht alt genug um zu verstehen. Was wusste er also schon? Selbst mit diesen Informationen wusste er nichts über ihn oder seine Vergangenheit. Sie alle hatten Geheimnisse und es hätte ihn gewundert hätte man sie ihm in solch jungen Jahren bereits offengelegt. Die Jäger waren bekannt für ihre Geheimniskrämerei. Vieles war deswegen über die Jahrhunderte verloren gegangen. Sie könnten so viel weiter sein, wenn sie nicht so misstrauisch wären. Aber es war nicht an ihm sie zu belehren. Das ließen sie schließlich gar nicht zu. Damit hatte er dieses Gespräch immerhin begonnen und auch damit war er auf ebenso taube Ohren gestoßen wie auch jetzt.
      "Ich halte dich von nichts ab. Du wählst deinen Weg allein. Ich wollte dir nur Einblick in eine andere Sichtweise geben. Ich weiß was ich an jenem Tag gesehen habe, ebenso gut wie du weißt was in jener Nacht passiert ist. Das sind Erinnerungen, die sich eingebrannt haben und die man nie mehr vergisst. Ich habe also ganz sicher nicht die falschen erwischt. Ob du mir das nun glaubst oder nicht, ist mir egal. Ich wollte nur, dass du es weißt. Was du nun damit anstellst ist dir selbst überlassen.", erwiderte er sachlich. Er wollte keinen Streit provozieren. Seine Wut reichte vollkommen für sie beide aus. Außerdem wäre es dieser Sache nur abträglich, wenn er sich ebenso in seinen Gefühlen verlieren würde. Er hatte keinen Fehler gemacht, doch Beweise dafür hatte er nicht. Wieso auch? Er hatte nie vorgehabt sich zu verteidigen und all das wäre nur unnötiger Ballast, der ihn an vergangene Zeiten erinnerte. Darauf konnte er wirklich verzichten.
      "Vielleicht will ich genau das... Für all das endlich büßen um in Frieden gehen zu können, wenn für mich die Zeit gekommen ist, aber was interessiert es dich überhaupt? Du glaubst mir nicht und bist viel mehr daran interessiert wie vielen armen Menschen ich bereits ihr kostbares Leben geraubt habe, oder nicht?", lenkte er vom eigentlichen Thema ab. Er wollte nicht weiter daran denken. Bereits jetzt hatte er viel zu deutlich den Moment vor Augen, als er in das verängstigte Gesicht des kleinen Jungen blickte, von dem er nichts gewusst, den er nicht bemerkt hatte. Auch diese Bilder verfolgten ihn wie so viele andere auch. Und er fragte sich wirklich wie er damit jeden Tag aufs Neue friedlich ruhen konnte. Es war ein Wunder, dass ihn keine Albträume verfolgten, aber vielleicht war er wirklich mehr Monster als er zugeben wollte.
      "Wie viele Vampire hast du auf dem Gewissen? Es sind sicher einige. Vielleicht sogar mehr als ich Menschen. Und ich soll wirklich das Monster sein?", fuhr er mit einer Gegenfrage fort und so langsam riss ihm doch der Geduldsfaden. Sie drehten sich nur im Kreis. Immerzu war er derjenige der sich und seine Taten rechtfertigen musste. Ging es hierbei überhaupt noch um seine Eltern und nicht schon längst um so viel mehr? Er hätte dieses Gespräch nicht suchen sollen. Die Geister seiner Vergangenheit hätten ihn einfach weiter plagen sollen. Das hatte er verdient und geändert hatte sich nun auch nichts, außer das schlechte Gedanken und Gefühle in ihm hochkamen, die ihn vergessen lassen wollten wer er war und was er hier tat. Dieser Mensch regte ihn auf und das sollte er sich nicht gefallen lassen. Aber diesem Drang konnte er nicht nachgeben. Sie waren ebenbürtig. Er würde sich nicht über ihn stellen. Dieses Gespräch würde zivilisiert verlaufen. Das musste er sich nur immerzu wieder ins Gedächtnis rufen, um es nicht aus den Augen zu verlieren.
      "Hast du überhaupt eine Ahnung wie stark die Überlebensinstikte eines toten Körpers sein können? Er will weiterleben zu jedem Preis und er wird das Blut finden was er dazu braucht. Selbst wenn wir wollten wir können ohne es nicht leben, aber das heißt nicht, dass wir dafür töten müssen. Ein Mensch ist uns lebendig lieber als tot. Interpretier das wie du willst. Wenn ein Mensch stirbt ist es ein Unfall oder aber man ist an einen der seltenen, größenwahnsinnigen Fälle geraten. Ihr Jäger konzentriert euch viel zu sehr auf die Unschuldigen, die unerfahrenen Jungvampire, während wir uns intern um alle anderen kümmern müssen. Also, nein... Ich will dich nicht bekehren. Nur dazu aufrufen, dass ihr endlich einmal die Augen aufmachen solltet. Nicht nur du, das betrifft alle Jäger. Ihr seht nur was ihr sehen wollt. Es ist für dich offensichtlich, dass etwas in deiner Familie nicht gestimmt hat und immer noch nicht stimmt, aber zerstört es nicht dein Bild der perfekten Harmonie? Ist dieses Wissen nicht vollkommen fehl am Platz, dass ich der wohl verabscheuungswürdigste Vampir recht haben könnte? Ist es nicht das was dich so aufregt?", beendete seine Ansprache, ehe er seinen Stuhl zurückschob und sich erhob, um zu gehen. "Ich habe mehr als genug gesagt und werde nun gehen, bevor mir noch mehr Worte über die Lippen huschen, die ich später bereue. Ich wollte, dass du meine Seite der Geschichte hörst. Alles andere kannst du vergessen. Ich hätte mich damit zurückhalten sollen. Dafür ist es nun zu spät. Bitte entschuldige dieses ungebührliche Verhalten. Du kannst mich jagen, aber tu den anderen in dieser Stadt nichts. Ich kann nicht garantieren, dass ich freundlich bleiben kann, wenn du dich an ihnen vergreifst. " Er räusperte sich, rückte seine Jacke noch einmal zurecht, ehe er sich abwandte. "Eine geruhsame Nacht, Levi."
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    • Langsam konnten seine Gefühle sich wirklich nicht mehr entscheiden. Im einen Moment hatte er völliges Verständnis, im nächsten war er wütend und dann hatte Mitleid. Schon lange hatte er nicht mehr so viel Empfunden. Seine Emotionen war eigentlich nur auf Wut und Hass beschränkt gewesen. Das war seit Jahren sein Antrieb gewesen und nun war er so überwältigt mit neuen Eindrücken und Erfahrungen das er gar keine Worte mehr fand. Es wäre einfach gewesen wütend auf zu stehen und seinem Hass die Oberhand zu lassen, doch irgendwas an seinen Worten erschütterte ihn. Eigentlich wusste er das er im Prinzip gar nichts wusste, doch nun traf ihn diese kalte Erkenntnis. Auf all seine Fragen hatte er kaum Antworten bekommen. Sie zeigten ihm wie man kämpft, aber erklärten ihm nicht wieso man eigentlich Vampire tötete, wo war der Ursprung dieses ganzen Katz und Maus Spieles? Wer hatte diesen Streit tatsächlich vom Zaun gebrochen um es an hunderte von Generationen weiter zu geben. Es fiel ihm wirklich schwer zu akzeptieren, dass nichts falsches an den Worten des Vampirs war. Es waren berechtigten Fragen und Argumente. Jedes Wort machte Sinn und genau das erschütterte sein Dasein zu tiefst. Das widersprach allem was er über die Jahre gelernt hatte. Wie Kanonenfutter hatte man ihm eine Waffe in die Hand gedrückt und ihn aufs Schlachtfeld geschickt. Es hatte einen bitteren Nachgeschmack so benutzt zu werden und noch schlimmer war es das es für ihn all die Jahre okay gewesen war. Er wollte benutzt werden, nur so war seine Existenz gerechtfertigt. Was für ein Sinn hatte denn sein Leben noch wenn all das an das es geglaubt hatte nur aus Geheimnissen und Intrigen bestand? Als der Vampir sich zum gehen bereit machte stand er auf und blickte ihn direkt an.
      "Ich verstehe was du sagst und ich kann es nachvollziehen. Dennoch kann ich nicht einfach damit aufhören. Ich kann meinen Hass auf dich nicht einfach ersticken und den einzigen Grund meiner Existenz aufgeben. Du hast mich zu verantworten, wegen deiner Taten stehen wir nun hier und wenn du wirklich Buße tun willst dann halte mich auf. Entweder das oder du wirst zu sehen wie ich weiter Morde."
      Seine Stimme war kühl und sein Gesicht Ausdruckslos. Er hatte sein Schicksal akzeptiert und auch das er sich davor nicht mehr flüchten konnte. Zu tief saß alles erlebte. Es war leicht gesagt, das man einfach aufhören sollte, doch wie sollte man etwas aufgeben ohne das man ein nichts wäre. Er würde sich nicht in der normalen Welt zu recht finden, er würde keinen Bürojob machen können um dann jeden Abend zu seiner Familie zurück zu kehren. Er war ein Jäger und genau das würde er auch weiterhin tun. Er würde Jagen bis ihn jemand aufhalten würde oder bis er jeden getötet hatte den es zu töten gab. Vielleicht hatte dieser Kerl recht und das wahre Monster war nicht der Vampir sondern der Mensch des aus dessen Taten resultierte.
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    • Man konn förmlich dabei zusehen wie es in seinem Kopf ratterte, während er ihn dazu anhielt zu warten. Eigentlich hatte er trotzdem gehen wollen, aber das wäre unhöflich und zumindest schien Levi nun nicht mehr vor Wut zu kochen. Es war ein Anfang. Er hatte sich ein wenig beruhigt, also würde er ihm noch ein wenig weiter zu hören können, so lange es sein Innerstes nicht erneut aufwühlte wie ein tobende Sturm auf See. Er wollte sich nicht vergessen, nur weil ihm etwas gegen den Strich ging. Er war besser als das und würde sich gewiss nicht davon leiten lassen. Die Instinkte waren stark, aber man konnte ihnen widerstehen. Ebenso wie den damit verbundenen Gefühlen. Außerdem musste er diesem Menschenkind wohl doch mehr ausreden als er gedacht hatte. Nun wollte er ihm zwar nicht mehr direkt an die Gurgel springen, doch stattdessen schien er ihn fast danach anzuziehen seinem Leben ein Ende zu bereit. Allzu gut konnte er das nicht verstehen. Gab es in seinem Leben wirklich keinen anderen Sinn als Hass und Rache? Nun... Irgendwie konnte er ihn auch verstehen. So hatte er sich damals auch gefühlt. Und als die Hitze des Moments abgeklungen war... Diese Leere... Nein, das war wirklich nichts gewesen das er gern ertragen hatte, doch war es so schwer für ihn einen anderen Weg zu beschreiten? Standen den Menschen nicht alle Türen offen? Konnte er nicht tun und lassen was er wollte?
      "Ich werde nicht gegen die kämpfen, noch dich töten falls du das beabsichtigst. Du bist älter geworden, aber noch immer das Kind von damals. Es ist schwer all das abzulegen und ich bin wirklich nicht der Richtige um dir dazuzuraten, schließlich habe ich es selbst auch nicht geschafft, aber bitte denk nicht so. Es gibt immer einen anderen Weg. Du musst nicht morden. Du bist kein Monster. Wir haben mindestens genauso viel Angst wie ihr, also versuche das zu ändern. Versuch mit ihnen zu reden und die Wahrheit zu enthüllen. Die meisten wirken nur im ersten Moment wie gefräßige Bestien.", erwiderte er mit sanfter Stimme. Er wusste wirklich nicht wie es dazu gekommen war, aber wenn man den Jäger schon andere Wege als das Töten zeigen musste, sollte das eigentlich mehr als genug über sie aussahen. Gab es in ihrem Kopf keine anderen Gedanken? Waren Vampire immer abgrundtief böse? Mussten sie immer getötet werden? Nun, vermutlich nicht. Immerhin folterten sie manche von ihnen, doch selbst dann kamen sie nie lebend davon. Es lief wohl schlussendlich doch immer wieder auf dasselbe hinaus...
      "Diese Stadt steht unter meinem Schutz. Sowohl Vampire, als auch Menschen. Ich halte dich dazu an nichts dummes zu versuchen oder sie zu meiden. Ich werde dir zwar nichts tun, aber ich möchte nicht, dass irgendjemand verletzt wird. Bitte beherzigen das, Levi. Es gibt nicht nur den einen Weg den du kennst, aber nur du kannst ändern welchen Weg du schlussendlich beschreitest. Wenn du die Rache wählst, dann werde ich auf dich warten, aber tu den anderen nichts. Ich bitte dich. Sie haben nichts damit zu tun.", rief er ihm noch einmal ins Gedächtnis, denn er hatte schon mehr als genug Vampire, wie auch Menschen zu Grabe tragen müssen, die nichts für diesen Konflikt konnten, sondern einfach nur unfreiwillig zwischen die Fronten geraten waren. Sie sollten endlich damit aufhören. Auch wenn das nicht so einfach war... "Solltest du dich anders entscheiden, empfange ich dich gern als einen Gast bei uns. Du hast hier nichts zu fürchten. Zumindest nichts das von uns ausgeht. Es verirrt sich ab und zu jedoch eine verwirrte Seele von außerhalb hierher, die die Regeln nicht beherzigt. Falls du auf eine von ihnen triffst, nimm uns das nicht übel. Nicht alle beherzigen die Regeln.", beendete er seine Erklärungen und hatte wohl wieder viel mehr gesagt, als er eigentlich hatte preisgeben wollen. Aber vermutlich sah er noch immer das naive Kind in ihm, das an die Hand genommen und geführt werden musste. Außerdem war er ihm wohl ein paar Erklärungen schuldig, damit er wusste wie es hier von statten ging. Sie waren zwar mehr als nur wage, doch er sollte die Idee dahinter verstehen. Trotzdem verharrte er weiterhin an Ort und Stelle um sich zu vergewissern, dass er wirklich alles verstanden hatte. Er wäre wirklich gern bereits in der Dunkelheit verschwunden, aber er wollte ihn auch nicht verwirrter hier zurücklassen, als er ihn vorgefunden hatte. Immerhin hatte er seine Fragen beantworten und nicht noch mehr Zweifel sähen wollen. Vermutlich war er darin jedoch nicht so gut wie er zu Anfang gedacht hatte...
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    • "Du glaubst nicht ernsthaft das ich so einfach zu die spaziere und mir bei dir ein Zimmer anmiete. Versteh mich nicht falsch aber ich bin aus einem Grund hier und der bist du. Alle die ich auf meinem blutigen Kreuzzug ermordet habe waren nur für diesen Zweck. Nach langer Suche habe ich schließlich einen Anhaltspunkt gefunden. Du hattest keine Spuren hinterlassen und niemand schien dich zu kennen und doch fand ich ein Bild von dir und einen Namen. Ich wusste nicht mal ob es wirklich deiner war, aber er hat mich hierher geführt, nicht damit du mir sagst das ich jetzt wieder gehen soll oder mich dir anschließe. Ich wollte dich Foltern und so einfach nur verstehen wieso du es getan hattest. Und dann hätte ich dir langsam meinen Dolch ins Herz gedrückt und dir in die Augen gesehen bis kein Leben mehr darin ist. Mittlerweile weiß ich etwas mehr über das Geschehene, aber ich sehe in dieser Stadt nichts schützens Werte. Menschen die dir freiwillig ihr Blut geben und Vampire die deinen Schutz haben. Wahrscheinlich lebst du hier in deiner Vorstellung einer guten Welt aber das ist nichts als eine kleine Blase. Außerhalb dieser Welt habe ich sowohl Menschen als sich Vampire schreckliche Dinge tun sehen, Unschuldige die dafür bezahlt haben. Aus welchen Gründen sollte ich diesen Krieg nicht auch hier weiter führen. Nur weil es für dich hier wichtige Personen gibt? Das ist dein Problem, nicht meins. Wenn man keine Familie hat, dann braucht man auch keine Sorge zu haben das sie verletzt wird, das weißt du eben so gut wie ich." Er konnte es ihm nicht verübeln, das er einfach nur seine Ruhe wollte, dennoch hatte Levi das Gefühl das er sich seiner Verantwortung ihm gegenüber entziehen wollte. Er würde gegen kämpfen wenn es nötig war aber er würde ihn auch einfach nur ignorieren und dieser Gedanke stach etwas in seiner Brust. Er hatte sich ein wenig mehr erhofft, auch wenn er sich nicht sicher war was genau er damit meinte. Er wollte keine Entschuldigungen hören und er wollte auch nicht wissen das er hier jemanden beschützte. Er wollte ihn sauer sehen oder arrogant. Er wollte seinen Hass vollständig nutzen können um ihn dann mit einem guten Gewissen zu töten. Aber diese Option war vorbei. Er hatte nun ein Stückweit Verständnis und es hasste es. Er wollte keine Symptatie für diesen Vampir hegen.
      "Und hör auf meinen Namen so oft zu sagen, wir sind keine Freunde. Zudem weiß ich nicht mal sicher deinen, findest du das nicht unhöflich?" Levi wusste nicht genau wieso aber irgendwie störte es ihn tatsächlich seinen Namen nicht zu kennen. War er wirklich Anthony oder war das nur irgendein belieber Name gewesen?
      “You’ve got two legs and a heartbeat. What’s stopping you?” – Inuyasha

    • Es wäre aber auch wirklich zu schön um wahr zu sei, sollte er sich soleicht geschlagen geben. Das hier würde eine lange Nacht werden. irklich schade, dass es ihm nicht half zu trinken. Alkohol würde es ein wenig angenehmer machen, aber danach fühlte er sich nur schlecht und das war im Moment auch nicht von Vorteil, wenn es keine andere Wirkung mit sich brachte. Er würde dieses Gespräch wohl mit klarem Verstand beenden müssen. So schwer konnte das schließlich nicht sein, oder? Vielleicht doch... Denn er bekam gerade wirklich all das gesagt was ihn selbst auch störte. Als wüsste er das nicht. Er war nicht so naiv und dumm wie es durch seine Entscheidungen und Worte vielleicht wirken musste. Er wusste durchaus, dass es außerhalb dieser Stadt ganz anders zuging. Aber sollte ihn das wirklich davon abhalten mit gutem Beispiel voranzugehen? So war es ihm gelehrt worden und er würde diese Lehren weitergeben. Selbst wenn die Welt noch gegen ihn stand. Irgendjemand musste damit beginnen sie zu ändern und das würde gewiss niemand anderes als er selbst sein. Das hatte Levi gerade bewiesen, in dem er sich sträubte. Er wollte diesen Schritt ebenso wie viele andere nicht wagen und trotzdem war es noch längst nicht an der Zeit aufzugeben. Er hatte eine Ewigkeit vor sich und diese würde er nutzen, wenn es weiterhelfen würde. Sie hatten eine Verbesserung mehr als nur verdient!
      "Anthony. Anthony Rivera. Zu deinen Diensten, Levi.", antwortete er ihm nach einem Seufzer doch endlich mit einem einem Kratzfuß. Seinen Namen hängte er einfach an, um ihn damit zu necken. Es schien ihm nicht zu gefallen, dass er so vertraut mit ihm umzugehen schien, doch nach all dem was sie verband... Auch er hatte lange gebraucht um einen Namen in Erfahrung zu bringen, schließlich gab es wirklich kaum etwas, eigentlich gar keine Aufzeichnungen über ihn. Doch das würde er ihm gewiss nicht auf die Nase binden. Stattdessen ließ er sich mit einem weiteren schweren Seufzer zurück auf seinen Stuhl fall und bedeutete Levi dasselbe zu tun. Allzu bald würde er hier nicht wieder wegkommen, da konnte er sich auch noch einmal setzen um nicht allzu unnütz im Gang herumzustehen. Dabei war er der Meinung gewesen, dass er bereits alles erzählt hatte. Er hatte nicht viel mehr als das zu bieten, aber wenn er immer noch nicht zufrieden war... Er hatte ganz vergssen wie gierig Menschen sein konnte. Ob er diese Eigenschaft irgendwann abgelegt hatte?
      "Ich möchte dich nicht dazu anhalten bei mir einzuziehen. Ich wollte dich nur an ein gesittetes Verhalten erinnern. In deinem Kopf kannst du denken was du willst, uns für naiven Abschaum oder was auch immer halten, aber behalte diese Gedanken für dich. Vielleicht mag es für dich wie eine Wahnvorstellung wirken, aber für uns ist es unser Leben. Wir haben uns dazu entschieden etwas zu ändern. Vielleicht ist die Zeit noch nicht reif, aber wir geben unser bestes. Irgendwann werden sich diesem Beispiel andere anschließen, aber dazu wird es nicht kommen, wenn alle so engstirnig denken wie du.", begann er und konnte ein weiteres Seufzen nich verhindern. Diese Nacht kostete ihn mehr Nerven und Energie als die letzten 300 Jahre und das musste nun wirklich etwas heißen. In dieser Zeit war so viel passiert... "Fast jeder hat eine dunkle Vergangenheit, Levi. Du, ich, die anderen Vampire und Jäger, sollten wir uns nicht gerade deswegen nach etwas Ruhe und Frieden sehnen? Unsere Möglichkeiten sind begrenzt, doch ich spiele gewiss nicht nur Familie. Das hier ist mein Lebenswerk und das wird es immer bleiben. Betrachte es also mit ein wenig mehr Respekt.", langsam gingen ihm wirklich die Worte aus, um es noch verständlicher zu machen. Vielleicht sollte er die Strategie einfach ändern. Bei diesem Dickkopf kam er so doch nie im Leben weiter...
      "Bist du zufrieden und verschwindest, wenn wir gegeneinander gekämpft haben? Das ist es doch was du willst? Einen echten, fairen Kampf. Wenn ich dir so beweise, dass ich besser bin als du und dass du nie im Leben eine Chance haben wirst, gibst du dann Ruhe? Ich kann dir meinen Kopf leider auf keinem Silbertablett präsentieren. Noch nicht. Wenn es soweit ist, wirst du der erste sein der davon erfährt. Bis dahin kann ich nur mit diesem einen Kampf dienen.", versuchte er ihn mit einer Strategieänderung umzustimmen. Das würde sonst nie etwas werden und er hatte beim besten Willen nicht die ganze Nacht Zeit. In einem Kampf wäre das Gerede erst einmal vorbei und er müsste ihm kein Haar krümmen, um zu beweisen, dass er besser war. Wenn überhaupt wäre es nur viel erniedrigender sollte Levi verlieren, ohne dass er ihm auch nur einen einzigen Kratzer zugefügt hatte. Das sollte dann doch eigentlich als Demonstration reichen, oder?
      "Aurora, what is love known by?" - "When it hurts to say goodbye."

      Child of Light - Igniculus & Aurora
    • Levi dachte das er jetzt eigentlich gehen wurde deswegen schaute ihn kurz irritiert an und setzte sich dann ebenfalls. Sein Gesicht nahm wieder eine ausdruckslose Miene an. Also war der Name den er gefunden hatte tatsächlich seiner und trotzdem wurde ihm klar das er noch immer nichts über ihn wusste. Ein bisschen kam ihm es vor als wäre er noch immer der kleine Junge der einfach da stand und ihn anschaute, unfähig irgendwas zu bewirken. Und jedesmal ritt er weiter auf ihm rum. Er wusste doch bereits das seine Erziehung und Lehren mehr als Einseitig waren, er wusste das er nicht so leicht gläubig alles hätte hinnehmen dürfen und dennoch verlangte er noch immer das er einfach seine ganzen Prinzipien über Bord warf. Er verstand nicht das Konzept unter Jägern. Natürlich war es ihre oberste Priorität Vampire zu töten aber sie überwachten sich auch gegenseitig. Es kam öfter vor das einer von Ihnen im Band der Vampire landete und so die Seiten wechselte, aber ihr Training und Lehren sollte nicht an die Vampire fallen, es war eins der wenigen Dinge die sie bisher nicht raus gefunden hatten. Würde er nun einfach hier in Frieden leben wollen so würde schon bald jemand hier sein um sein Leben zu beenden oder ihn gefangen zu nehmen um ihn dann zurück in die Lehre zu stecken in der er quasi alles wieder von vorne lernen musste bis er wieder ohne zu Fragen Vampire tötete. Es war schon gefährlich sich so lange nur mit ihm zu unterhalten auch wenn sein inneres in ständig daran erinnerte ihm sofort seinen Dolch in die Brust zu rammen. Zu tief lag die Erziehung in ihm verankert als sich von jetzt auf gleich zu ändern. Wie sollte er Respekt für diesen Ort zeigen wenn sich alles in ihm dagegen sträubte. Es kam ihm vor als würde er das unmögliche von ihm verlangen. Doch sein Angebot überraschte ihn. Das war eine gute Gelegenheit, aber hatte er nicht bereits vorhin gemerkt wie jämmerlich er versagt hatte? Obwohl Anthonys Hände nicht frei gewesen waren hatte er ihn nicht mal berühren können. Hatte er da wirklich eine Chance? Der Kampf würde wahrscheinlich nur wenige Sekunden dauern bevor er im Dreck lag und seine Niederlage einsehen musste. Dennoch wollte er Kämpfen, einen fairen Kampf austragen um sich zu beweisen das er vielleicht doch nicht ganz so nutzlos war, wie er sich grade fühlte.
      "Ja, kämpfen wir.", sagte er schließlich. Das war wenigstens eine Möglichkeit seinen verdammten Verstand für einen Moment zum Schweigen zu bringen und das zu tun für das er da war. Vielleicht hatte er wirklich keine Chance, aber dieser Typ war so friedvoll bisher gewesen, das er ihn wahrscheinlich nicht töten würde. Er konnte etwas über ihn erfahren und konnte das beim nächsten mal für seinen Vorteil nutzen. Levi erhob sich und ging raus. Die kühle Nachtluft blies alle Fragen und Zweifel aus seinem Kopf und er konzentrierte sich auf die Aufgabe die vor ihm lag. Er deutete auf eine Seitenstraße, dort würde wohl niemand einfach ihren Kampf stören. Gemeinsam gingen die dorthin und standen sich gegenüber. Diesmal waren seine Arme frei und Levi musste noch mehr auf der Hut sein. Er atmete tief durch und stieß sich dann vom Boden ab. Mit jeden Schritt wurde er schneller. Sein Blut geriet in Wallung und ein neues Gefühl trat langsam zum Vorschein. War es Freude? Er freute sich auf diesen Kampf? Noch nie hatte er so etwas empfunden aber es schien ihm neue Kraft zu verleihen so stürzte er sich in den Kampf und hieb mit seinem Dolch wieder und wieder zu und hoffte zumindest Anthonys Kleidung zu treffen.
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    • Er war wirklich naiv gewesen zu glauben, dass er diese Gelegenheit nicht nutzen würde. Dabei war es mehr als nur klar, wer von ihnen beiden die Oberhand in einem Kampf haben würde. Trotzdem... Er hatte es ihm angeboten und dieses Angebot würde er unter keinen Umständen zurückziehen. Danach würde er zumindest erst einmal Ruhe geben. Auch wenn er sicher schneller wieder hier war, als ihm das lieb war. Aber vielleicht hatte er sich bis dahin alles noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Vielleicht hatte sich seine Meinung bis dahin doch geändert. zumindest darauf hoffen konte er. Auch wenn die Chancen wirklich mehr als nur schlecht standen. Er würde wohl einfach abwarten müssen was die Zukunft brachte. Er würde schon nicht mit einer Armee Jägern hier auftauchen. Oder? Es war sein persönlicher Rachefeldzug. Diesen wollte er gewiss nicht mit anderen teilen. Schon gar nicht mit besseren oder stärkeren Jägern, die ihm in Nullkommanichts die Befriedigung, die er durch seinen Tod erfahren würde, nehmen konnten. So war Levi nicht. Zumindest glaubte er das, doch im Moment gab es wohl wirklich wichtigeres als eine ausgiebige Psychoanalyse des Jungen von damals. Damit war er zuvor schon nicht weitgekommen und würde es jetzt erst recht nicht.
      Sonderlich motiviert war er nicht. Er wollte ihm nichts tun, hatte lediglich vor auszuweichen und sich zu verteidigen. Er war zwar nicht eingerostet, es verirrte sich immer mal wieder ein weniger freundlich gesinnter Jäger oder auch Vampir hierher, aber von Levi ging einfach keine wirkliche Gefahr aus. Er musste sich keine Mühe geben und ernsthaft kämpfen, um es mit ihm aufnehmen zu können. Er mochte schnell sein, aber seine Bewegungen waren doch irgendwie schlampig. zu unsauber. Fast so als wäre er noch immer aufgebracht, als würde er sich noch immer durch seine Gefühle und nicht durch seinen erstand leiten lassen. Mit so einer Einstellung würde er nicht weit kommen. Weder jetzt, noch in Zukunft. Er konnte jedem seiner Angriffe problemlos ausweichen und vielleicht gab er dabei auch ein wenig an. Er hätte einfach mit einigen schnellen Schritten zurückweichen können, doch stattdessen entschied er sich für einen doch eher spektakuläreren Rückwärtssalto. Er hatte mehr als das zu bieten, aber er musste jetzt weder Magie, noch anderweitige übermenschliche Fähigkeiten aufbringen um zu beweisen, dass er die Oberhand hatte. Er würde es einfach kurz und schmerzlos machen. Oder aber er würde Levi die Gelegeheit geben sich abzureagieren. Im Gegensatz zu ihm würde er irgendwann müde werden und damit hätte er auch seinen Sieg errungen. Und das alles ohne auch nur einen einzigen Finger zu heben.
      Er blieb dabei den Angriffen auszuweichen, bevor sie auch nur ansatzweise in seine Nähe kamen. Er konnte darauf verzichten aus Nachlässigkeit einen Kratzer oder einen Riss in seiner Kleidung einzubüßen. Eigentlich spielte das zwar keine Rolle, aber er wollte ihm nicht auch noch Hoffnungen machen. Je schneller er einsah, dass dieser Kampf den er für sich gewählt hatte, aussichtslos war desto besser. Dafür demonstrierte er nur allzu gern einen Bruchteil seines Könnens. Auch wenn es bisher nur daraus bestand ihm auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen auszuweichen. Er würde ihm ganz gewiss nichts tun. Diese Zeiten waren vorbei. Er sollte wissen, dass das damals ein unglücklicher Unfall war, den er zutiefst bereute und das er so etwas gewiss nicht noch einmal wiederholen wollte. Aber ob er das wirklich verstand? Er war ebenso stur und kurzsichtig wie all die anderen Jäger... Er sollte wohl nicht allzu fest daran glauben, dass er irgendetwas ändern könnte.
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