σηє ριє¢є ❦ ѕσℓ ❦ Dreamland ❦ [Uki <3 & Saki~]

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    • σηє ριє¢є ❦ ѕσℓ ❦ Dreamland ❦ [Uki <3 & Saki~]

      Vorstellung zu "Dreamland [Uki 3 & Saki~]"

      @Ukizilla

      ~Dreamland~

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      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Mary ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

      Die Sonne blinzelte mit ihren Strahlen durch das Fenster und ruhte direkt auf dem Gesicht der Braunhaarigen. Sie kniff leicht ihre Augen zusammen, als diese durch die Sonnenstrahlen angeleuchtet wurden und somit den schönen Schlaf störten und ihrem Körper sagten, dass es langsam Zeit war aufzustehen. Ihr Wecker, welcher pünktlich um 7.00 Uhr klingelte machte es auch nicht gerade besser und letztendlich wachte sie auf. Mit einem leisen Grummeln verstand sich. Schwerfällig drehte sie sich von ihrer Wand weg in Richtung ihres Bettkastens, auf welchem ihr Handy lag, nahm dieses vom Strom und sah mit halb offenen, noch immer müden Augen auf das Display, bevor sie nach rechts wischte, um den nervtötenden Wecker auszuschalten. Kurz spielte sie mit dem Gedanken einfach noch für 5 Minuten die Augen zu schließen, doch sie kannte sich zu gut. Wenn sie dies nun tun würde, schlief sie weiter und kam nicht rechtzeitig aus die Federn. Also legte sie das Handy zurück und setzte sich in ihrem weichen, warmen und gemütlichen Bett auf, streckte sich ausgiebig und warf ihre Beine aus dem Bett, ehe sie sich erhob.
      Noch immer schlaftrunken torkelte sie regelrecht in das angrenzende, kleine Badezimmer und öffnete dessen Tür. Die kalten Fliesen an ihren nackten Füßen ließen ihr einen Schauer über den Rücken laufen und wieder verfluchte sie sich, dass sie sich keine Hausschuhe oder zumindest schon einmal Socken angezogen hatte. Es war doch jeden Morgen das selbe Spiel. Doch schnell hatte sie sich an die Kälte gewöhnt und ging zum Waschbecken, die Augen geschlossen und nach ihrem Schrank tastend, welchen sie schließlich öffnete, um daraus die Zahnbürste und Zahnpasta zu greifen. Blind wie jeden Tag drehte sie die Tube auf, gab etwas der blau-weißen Paste auf die Borsten ihrer Zahnbürste und schob sich diese schließlich in den Mund. Jetzt hieß es nur noch endlich wach werden. Und genau das dauerte bei ihr immer recht lang.
      Als Maya ihre Augen etwas offen halten konnte, wanderte sie zähneputzend durch das kleine Apartment und setzte Wasser auf, um sich gleich einen Tee machen zu können. Noch hatte sie etwas Zeit, der Unterricht würde erst um 8:30 Uhr beginnen und 20 Minuten brauchte sie zur Schule, wenn sie den Bus nicht erwischen sollte. Also für Maya's Verhältnisse genug Zeit, um wach zu werden. Und ihre Kräfte bräuchte sie nach der Schule auch noch. Zwar hatte sie keine Aktivitäten angenommen, außer in den Pausen das Kochen in einer kleinen Gruppe, aber nach der Schule hieß es ab ins Café und dort ihre Brötchen verdienen. Immerhin musste sie für ihre Miete aufkommen und das würde nicht vom Nichtstun passieren.

      Als das Wasser leise vor sich hin blubberte begab sie sich zurück ins Badezimmer, spuckte die geschmolzene Paste aus und spülte ihren Mund aus, bevor sie die Zahnbürste säuberte und zurück in den Becher stellte, den sie selbst allerdings nie wirklich für das Spülen benutzte. Schließlich kämmte sie sich die Haare und ging zurück zur kleinen Kochniesche, um das Wasser über den Tee zu gießen, damit dieser ziehen konnte. Währenddessen würde sie sich anziehen, weswegen sie zurück in das kleine Schlafzimmer ging und die Schiebetür des Kleiderschranks öffnete, um dort ihre Schuluniform heraus zu holen. Sie war schlicht für die Oberschule - ein schwarzer Rock und ein schwarzer Blazer, dazu ein Rotes Tuch, schwarze Halbschuhe und weiße Strümpfe, die bis unter die Knie ragten. Die Männer selbst trugen einfach nur einen schwarzen Anzug, wenn man es so sagen konnte. Schwarze Hosen, schwarze Schuhe und ein Schwarzes Jacket darüber. Meistens sogar einfach nur ein weißes Hemd.
      Leise seufzte Maya, als sie sich angezogen hatte und band sich letztendlich das rote Tuch, bevor sie die Schranktür schloss und sich im Spiegel ansah, welcher an der Tür befestigt war. Heute würde sie ihre Haare offen lassen. Zu mehr hatte sie keine Lust, wenn sie ehrlich war und es störte sowieso niemanden. Auch wenn sie sich ihre Haare langsam mal wieder schneiden lassen müsste, wie sie bemerkte, als sie zu eine ihrer Ponysträhnen schielte und etwas Spliss daran entdeckte. "Hm.... Vielleicht hat Mama ja am Wochenende Zeit." murmelte sie und strich sich die Haare über eine ihrer Schultern, bevor sie zurück ging und die Teetasse an sich nahm. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass es bereits 7:45 Uhr war und sie bald los müsste. Sie war schon immer lieber früher da, als zu spät. Es konnte immerhin immer etwas auf dem Weg passieren und ihre Noten und Anwesenheitsliste wollte sie sich dadurch nicht kaputt machen. Ja, man konnte wirklich sagen, dass sie eine Vorzeigeschülerin war, was allerdings eher an den Druck ihrer Eltern lag, der ihr bereits im Kindesalter eingetrichtert wurde.

      Sie trank ihren Tee also, machte sich noch eine Bentobox zurecht, welche einfache Onigiri enthielten und band diese zu, bevor sie die Box in ein Tuch wickelte und dieses in ihrer Tasche verstaute. "Dann mal los." lächelte sie motiviert und ging zur Tür, holte ihre Schuhe aus dem Regal und zog sich diese an, bevor sie das Apartment verließ und die Treppen des 4-Stöckigen Wohnhauses nach unten schritt. Als sie im 1. Stock angelangt war erwischte sie sich dabei, wie sie den Gang entlang sah und ihren Blick an der vorletzten Tür haften ließ. Ein leichter Rotschimmer war auf ihren Wangen zu sehen, ebenso wie ein Lächeln auf ihren Lippen, als sie für einen Moment stehen blieb. Sein Apartment. Bis jetzt wusste sie noch immer nicht, ob er alleine wohnte oder mit seiner Familie. Vielleicht auch mit Geschwistern oder... - der Gedanke versetzte ihr einen kurzen Stich in ihr Herz - ...mit seiner Freundin sogar. Doch gleich schüttelte sie wieder den Kopf und lief die letzten Treppenabsätze nach unten. Sie sollte endlich damit aufhören. Seit Beginn der Oberstufe schwärmte sie nun schon für ihn und er... ja, er wusste wahrscheinlich noch nicht einmal, dass sie überhaupt existierte. Wie sollte er auch? Sie war eigentlich immer nur hinter ihren Freundinnen, schwieg und war das kleine Mauerblümchen, es sei denn, jemand trat ihrer Familie oder ihren Freunden zu nahe. Aber ansonsten war sie eher ein unsichtbarer Geist, der einen Platz in der Klasse besetzte und nur wenige allein ihren Namen kannten.
      Ihn hingegen kannten sicherlich viele. Allein schon, wenn er wieder in einem Streit oder gar einer Schlägerei verwickelt war, was leider viel zu oft der Fall war. Er hatte keinen guten Ruf in der Schule, doch sie selbst... Ihre Freundinnen sprachen immer davon, dass sie zu naiv sei und genau der Typ Mädchen war, welcher auf solche Kerle stünde. Kerle, die einem nicht gut tun würden. Die einen nur Schmerzen bereiteten und welche, die soetwas wie Anstand oder gar Freundlichkeit nicht kannten. Doch Mary sah in jedem Gutes. Egal, wie dieser Jemand sich verhielt. Vorallem konnte man sich schlecht ein Bild von jemandem machen, den man nicht kannte und nur wage mit bekommt, wie der jenige zu sein scheint. Woher sollten sie wissen, wieso er so war oder dies alles tat? Vielleicht war er ja gar nicht so.

      Erneut seufzte sie leise und ging den Weg an der Straße entlang, welcher zu ihrer Schule führte. Es waren bereits einige Schüler unterwegs, darunter auch ihre beiden Freundinnen Hana und Ayame, welche sich weiter vorne unterhielten und schließlich Mary entdeckten. Sogleich blieben sie mit einem Lächeln auf den Lippen stehen, während Hana den Arm in die Luft warf, ihre Hand an ihrem Mundwinkel. "Mary!" hörte die Braunhaarige sie rufen und hob den Blick, nachdem sie aus ihren Gedanken gerissen wurde. Mit einem Lächeln auf den Lippen lief sie die paar Meter, bis sie bei den beiden ankam, die Tasche schließlich mit beiden Händen fest vor sich gehalten. "Guten Morgen, Hana. Ayame." begrüßte die Jüngere die beiden, bevor sie zwischen ihnen den Weg weiter gingen. Schweigend lauschte sie den Worten der beiden Quasselstrippen, so wie sie es beinahe immer tat. Mary war nie wirklich die Frau der vielen Worte und lieh den anderen lieber ihr Ohr, anstatt ihnen selbst eines abzukauen und bis jetzt hatte dies noch nie jemanden gestört, Mary erst recht nicht.
      Um 8:15 Uhr waren hatten sie das große Schulgebäude schließlich erreicht, folgten der Schülermasse durch das Tor zum Eingang, an welchem eine der Aufsichtskräfte stand und die Schüler begrüßte. "Vergesst den Schuhwechsel nicht! Ansonsten weiß ich ja, wer als nächstes die Schule putzt!" rief die Lehrerin in den Vorraum, bevor sie zu den drei Mädchen sah und lächelte. "Guten Morgen, ihr drei. Na, seid ihr schon bereit für den letzten Schultag ins Wochenende? Strengt euch heut richtig an." sprach sie, woraufhin Hana lachen musste. "Wir doch immer~ Wissen Sie doch." witzelte sie, während die Aufsichtskraft mit einer hochgezogenen Augenbraue zu ihnen sah. "Nun, von Miss Jacobs kenn ich es nicht anders. Aber von euch..." fing sie an und lachte ein wenig. "Aber nun los, bevor ihr euch zu lange mit dem Schuhwechsel aufhaltet und den Unterricht verpasst." Damit deutete sie mit einem Nicken zu den Gruppe Schülern, welche im Vorraum bereits anzutreffen waren, während Mary ihren Freundinnen folgte und zu ihrem Spind ging, um ihre Uniformsschuhe mit ihren Straßenschuhen zu wechseln.
      "Irgendwie kann ich mich nach so vielen Jahren hier noch immer nicht daran gewöhnen die Schuhe zu wechseln und die Uniform anzuziehen." gestand sie mit einem peinlich berührten Lächeln. "Ich hätte heute morgen sogar beinahe überlegt, was ich anziehen soll... Die Junior High in den USA war einfach anders." sprach sie und sah zu Ayame, welche über ihre Information lachen musste. "Ich glaub das liegt einfach nur an deinen Wurzeln. Aber du gewöhnst dich daran, wenn du es nicht mehr brauchst. Da bin ich mir sicher." witzelte sie, woraufhin Hana mit einem Nicken zustimmte und die drei schließlich in den 2. Stock zu ihrem Klassenzimmer liefen. "Aber hey, immerhin hast du dir das Englische abgewöhnt, wenn du nicht bei deiner Familie bist. Und ich muss wirklich sagen, dass dein Japanisch fast perfekt ist. Nur einen kleinen Akzent wird man immer raus hören." - "Ja, ich geb mein Bestes. Aber es war auch nicht so einfach das zu lernen, das muss ich gestehen." lachte sie leise und setzte sich an ihren Platz in der 3. Reihe am Fenster, während ihre Freundinnen rechts neben ihr und vor ihr Platz nahmen. Und wieder waren es ihre Freundinnen, welche zu hören waren - neben den anderen bereits eingetroffenen Schüler und Schülerinnen - und Mary selbst... hatte ihren Kopf auf die Hand gestützt und sah gedankenverloren aus dem Fenster.

      Es war heute so ein schöner Tag. Es war nicht einmal eine Wolke am Himmel zu sehen und selbst die Vögel flogen in Schwärmen umher und an den Fenstern vorbei, bevor sie in den Baumkronen zu ihren Nestern verschwanden. Manchmal wäre es sicher schön einfach frei wie ein Vogel zu sein. Einfach alles hinter sich zu lassen, hin zu fliegen wo man möchte, wie weit man möchte. Ein leises Seufzen entwich der Braunhaarigen, während sie ihre Augen schloss und sich vorstellte wie es wäre in der Luft umher zu fliegen, ohne sorge, ohne Schule, ohne Arbeit... Doch dann wurden ihre Gedanken gestört, als die restlichen Schüler die Klasse betraten, als Schlusslicht ihr Klassenlehrer, welcher wie immer eine finstere Miene zog und sich ohne große Worte hinter das Pult stellte, um seine Unterlagen zu ordnen. Doch jemand anderes hatte Mary's Aufmerksamkeit:

      Stan Robertson

      Ihr Nachbar aus dem 1. Stock ihres Wohnhauses, Klassenkamerad, - für sie - zu unrecht ernannter Bad Boy und heimlicher Schwarm. Wobei er ihren Freundinnen gegenüber gar nicht mehr so heimlich war. Doch konnte Mary ihnen vertrauen, dass sie es für sich behielten und bis jetzt hatte sie es noch nie bereut es ihnen gestanden zu haben. Auch, wenn sie sich bis heute noch etwas darüber lustig machten und wohl ziemlich Mitleid mit der Jüngeren hatten, dass sie sich ausgerechnet in einen Kerl wie ihn verguckt hatte.
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      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"

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    • ****Stan****


      Nur noch ein wenig länger wollte er unter der Decke bleiben und so tun als sei heute schon Wochenende. Wenn er einfach liegenblieb, dann würde er es schaffen und doch wusste er zu gut, dass ein erneuter Anruf vom Direktor bei seiner Mutter diese nur noch mehr in Schwierigkeiten bringen würde. Auch wenn es uncool war und er es nie vor jemanden zugeben würde, so liebte er seine Mutter und zu gut wusste er, dass sie sich den Arsch aufriss. Dies war auch der Grund wieso er sich nun seufzend aufsetzte. Die Decke, die eben noch seinen Kopf sogar bedeckt hatte fiel in seinen Schoss und gab seinen bloßen Oberkörper frei, während er gedanklich noch versuchte wach zu werden und festzustellen wo er sich überhaupt befand, auch wenn es ihm eigentlich klar war. Die Nacht gestern war einfach zu lang gewesen: Erst war er noch einkaufen gewesen und wollte eigentlich nur in Ruhe zuhause abhängen als er noch eine Art Notruf erhalten hatte von einem Freund. Sich um diesen zu kümmern hatte bis 3 Uhr morgens gedauert und dann waren da noch ihre Nachbarn. Alleine schon bei dem Gedanken an diesen übermannte Stan die schlechte Laune. Er wusste nicht was dieser komische Kerl von nebenan trieb, aber es verging keine Nacht in der dieser nicht noch irgendwelchen Krach veranstaltete. Und dann die Marotte seiner Mutter. Sicher liebte sie ihn und da sie sich sonst gar nicht mehr sahen war es ihre Art dies zu zeigen, wenn sie um 5 Uhr in sein Zimmer schaute bevor sie zur Arbeit ging, doch musste es sein?

      „Äh…“ Er machte einen genervten Laut als würde er vor sich hinsterben während sein Blick auf den Wecker fiel. Wann zur Hölle hatte er denn seine anderen Wecker davor ausgestellt? In roten, leuchtenden Zahlen stand dort nun, dass es schon viertel vor acht war. Nur noch 45 Minuten und er musste in der Schule sein. Erneut ein angewidertes Geräusch gefolgt von einem Gähnen. Schwänzen war keine Option, auch weil er nun eh schon halb wach war. So schwang Stan die Beine aus dem Bett und ging erstmal ins Bad. Egal wie er es anstellen würde, aber er brauchte eine kalte Dusche, auch wenn er dann vielleicht zu spät kommen würde, doch 10 Minuten oder so würden reichen. „Ein Glück bin ich kein Mädchen, dass sich noch schminken muss.“, meinte er mit einem Lächeln nachdem er, nur mit einem Handtuch um die Hüfte, genau nach 10 Minuten vor dem Spiegel stand und sich betrachtete. Seine Haare waren noch nass, aber immerhin hatte er es sogar geschafft sich schon zu rasieren. Nur noch die Zähen würde er putzen müssen und die Standartsachen anziehen. Der Kaffee würde mal wieder sein Begleiter sein, wenn er zur Schule lief, die zum Glück nur 20 Minuten weg war. Somit hatte er noch circa 15 übrig und dies sollte reichen.

      Seufzend schob er sich die Zahnbürste in den Mund nachdem er die Pasta draufgequetscht hatte. Wieso auch immer diese schon wieder fast alle war und ihn zu einem erneuten Einkauf heute zwang. Der Tag fing also noch mieser an als die Letzten und so war es kein Wunder, dass es auch so weiterging. Wirklich knapp war er fertig damit sich anzuziehen und nun mit einem Kaffee to go machte er sich auf den Weg zur Schule. „Wird mal wieder eine Punktlandung.“, murmelte er und ging die paar Stufen hinunter. Zu toll wäre es, wenn seine Freunde hier wohnen würden, doch dies taten sie nicht und so wartete mal wieder auch hier keiner auf ihn. Manchmal kam es ihm fast so vor als könnte er verschwinden ohne dass ihn jemand vermissen würde. Die Lehrer wären sogar sicherlich froh darüber, denn dann hätten sie ein Problem weniger. In seinen Augen waren sie eh nur überbezahlte Idioten, die sich nicht darum kümmerten was mit den Schülern los war.

      Mit diesen Gedanken im Kopf bekam er gar nicht mit, dass er schon schneller als erwartet bei der Schule ankam und schnell noch seinen Becher in die Umhängetasche stopfen konnte. Ihn hatte doch wirklich schon mal ein Lehrer angefahren, weil er mit einem Kaffee in der Hand die Schule betreten hatte. Sicher nur, weil es eben er war und nicht ein anderer Schüler. „Schuhe wechseln!“, kam es von der Seite und dabei hatte er eben noch gehört wie es bei den Mädchen, welche direkt vor ihm die Schule betreten hatten, freundlich geklungen hatte. Stan biss sich auf die Lippe, denn er hatte keine Lust gleich schon wieder eine Strafarbeit zu bekommen. Stattdessen zog er sich seine Hausschuhe über und schleppte sich zur Klasse.

      Erneut ein Tag weniger von seinem Leben übrig und ein Tag mehr, den er hier festhing. Immerhin verstand er sich doch recht gut mit einigen Leuten hier an der Schule. Er schob die Tür auf und hatte noch ganze 5 Minuten bis der Unterricht anfangen sollte. „Morgen.“, kam es halbherzig und noch immer müde von ihm als er sich zu seinem Platz begab. Die Tür hatte er einfach offengelassen. Keine Ahnung wieso einige diese sofort wieder schlossen. Er nahm seine Tasche ab und legte diese auf den Tisch, wobei seine Haare zerzausten. „Mist…“ Schnell fuhr er sich durch die noch immer nassen Haare und bemerkte dabei, dass er sein Augenbrauenpiercing noch drin hatte. Ein Glück hatte der Kerl es nicht gesehen. Ein kleiner Triumph in seinen Augen, der in für einen Moment lächeln ließ, ehe er es rausnahm. Ein Glück brauchte er dafür inzwischen keinen Spiegel mehr.

      „Stan? Hast du die Hausaufgaben?“, fragte ihn nun ein anderer Junge. In seinen Augen die sinnloseste Frage überhaupt, denn immerhin hatte Stan quasi nie irgendwas. Er war schon froh, wenn er die richtigen Bücher dabeihatte um zumindest so zu tun als würde er sich bemühen. „Sehe ich so aus?“, blaffte er und tat dabei so als sei es ihm egal wie alles, doch in Wahrheit machte er sich schon Sorgen und so wand er sich zu Mary. „Ey… du hast die doch sicher oder? Kann ich abschreiben?“ Nicht mal ein Bitte oder so, aber dennoch war sein Ton freundlicher als eben dem Jungen gegenüber. Er musste sich beeilen, denn bald würde der Lehrer auftauchen.
      Don‘t ignore that inner voice.
    • ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Mary ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

      Kaum hatten die Schüler das Klassenzimmer betreten unterhielten sich die meisten von ihnen auch schon lautstark, während Mary noch immer regelrecht zu ihrem Schwarm starrte, der sich mit einem der Mitschüler unterhielt. Zwar bekam sie nicht mit über was, doch das störte sie nicht. Mit einem Lächeln auf den Lippen hatte sie ihr Kinn auf die Hand gestützt und beobachtete ihn ein wenig, bevor sie die Hand von Hana vor ihrem Gesicht sah und irritiert blinzelte. "Hallo? Erde an Mary. Are you there, honey?" fragte diese mit einem belustigten Lächeln auf den Lippen, während Ayame leise neben ihr lachte. "Tja. Da war unsere Mary wohl wieder in ihrer Gedankenwelt oder sollte ich eher sagen, in ihren Träumen?"
      "Hm? Was?" fragte die Angesprochene und wurde ein wenig rosa um die Nase, bevor sie ihre Schultern etwas hoch zog und den Blick ihrer Freundinnen auswich. "Unsinn... Hab nur nachgedacht." - "Aaaah. Sie hat nachgedacht." antworteten beide synchron, gefolgt von einem leisen Lachen. "Und über was? Oh nein, halt. Ich kann es mir schon vorstellen: Wie der Herr dort und du Hand in Hand über eine Blumenwiese tänzelt?" witzelte Hana und bekam sogleich den Block der Brünette auf dessen Kopf. Nicht fest verstand sich, dazu wäre Mary gar nicht in der Lage. Doch ihr Gesicht hatte sich von einem zarten Rosa in ein tiefes Rot gewandelt, während sie nun etwas unter den Tisch sank.
      "Ihr habt sie doch nicht mehr alle." murmelte sie, zuckte jedoch etwas zusammen, als sie die Stimme des Schwarzhaarigen hörte und zu diesem aufsah. Ja, er hatte sie eindeutig angesprochen. Zumindest ruhte sein Blick auf der jungen Frau, während ihre Freundinnen erst Stan ansahen, schließlich sich gegenseitig und zu ihrer Freundin. Ihr Blick verriet alles: Mary sollte ihm bloß nicht erlauben abzuschreiben. Es war sein Fehler und was scherte es ihn denn, wenn er sie nicht hätte? Dem Kerl war doch sowieso alles egal.
      Doch Mary löste sich aus ihrer kurz angehaltenen Starre und setzte sich wieder aufrecht auf den Stuhl, ehe sie einen leicht fragenden Blick aufsetzte. "....Ich habe..... was?" fragte sie und sah sich etweas um, bevor ihr Blick auf die geöffneten Hausaufgaben der anderen fiel. Sie brauchte einen Moment, ehe sie ein Lächeln aufsetzte und nickte. "H-hai. Die Hausaufgaben. Ja, sicher." Und damit nahm sie ihren Block wieder zur Hand und reichte ihm die geöffnete Seite ihrer Hausaufgaben. "Hier.... Bitte sehr."
      ╔═.✵.════════════════╗
      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
      ╚════════════════.✵.═╝


      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"