Welcome to Wysteria

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Welcome to Wysteria

      Welcome to Wysteria
      Zu der Vorstellung

      Rosalina Batista || Majin Boo [Count 7]

      Sie hatte tief und fest geschlafen. Ihr Körper fühlte sich schwer an, als läge ein gigantischer Stein darauf. Alles war still und sie fühlte sich, als würde sie schweben. Nein, das war es nicht. Eher war es ein Gefühl von Nicht-Existierens. Fühlte man sich so, wenn man starb?
      Wie auch immer dieser eigenartige Zustand sich nannte, in dem Rosalina sich befand, er endete so schnell wieder, wie er begonnen hatte. Als würde eine Glaskuppel um sie herum zerbrechen erbebte alles mit einem ohrenbetäubenden Lärm um sie herum und das Gefühl zu stürzen lähmte sie vor Angst. Ihre Sinne kamen Stück für Stück zu ihr zurück und ohne ihren Körper kontrollieren zu können öffnete sie die Lippen und schrie aus vollem Halse. In einem Reflex krümmte sie sich zusammen, riss die Arme über ihren Kopf und machte sich auf einen Aufprall bereit, der allerdings nicht kaum. Erst jetzt fiel ihr auf, dass sie in ihrer Verzweiflung schmerzhaft die Augen zugekniffen hatte und spätestens, als sie etwas an der Wange kitzelte, riss sie sie erschrocken auf. Langsam aber sicher erkannte sie vor sich eine... eine malerische Landschaft. Vor ihr erstreckte sich eine Wiese in einem so satten und strahlenden Grün, dass es sie fast blendete und bei einem Blick in den Himmel konnte sie im ersten Moment nicht behaupten ob sie rauf sah oder mitten auf ein Meer. Wo um alles in der Welt war sie hier? Was war mit ihr passiert? Warum schmerzten ihr alle Glieder und warum liegt sie mitten im Gras im Nirgendwo?
      Vorsichtig versuchte sie sich aufzurichten. Irgendwie fühlte sie sich komisch... Ihre Sicht war nicht ganz normal und ihr ganzer Körper war viel schwerer als sonst. Seufzend hob sie die Hand, um sie zu ihrem Kopf zu heben. Doch da näherte sich auf einmal eine gigantische Pranke ihrem Gesicht. Erschrocken schrie sie auf! Im selben Moment ertönte das furchteinflößendste Gröhlen des größten und gemeinsten Bären, den sie sich nur hätte vorstellen können. Erneut kniff sie die Augen zusammen, ihr Herz hämmerte wild und sie konnte nicht anders, als anzufangen zu weinen. Was geschah denn hier nur mit ihr?!
      Nach einer ganzen Weile saß sie immer noch einfach nur im Gras. Weder ist sie von irgendwelchen bösen Pranken gepackt worden, noch hat ein wildes Tier sie angeknabbert, weswegen sie schniefend und verweint die Augen blinzelnd wieder aufmachte. Schniefend sah sie nach links und rechts. Noch immer konnte sie weit und breit niemanden sehen. Alles war friedlich, so friedlich, dass es sie fast schon verstörte was für eine Angst sie gerade empfand. Das war hier nicht der Park um die Ecke, da konnte sie sich sicher sein! Sie hörte nämlich keinen einzigen Laut eines Autos. Keine Hupen, kein Motorengeräusch, niemand schrie herum. Das konnte folglich unmöglich ihre Nachbarschaft sein.
      Etwas kitzelte sie am Bein und erschrocken sah sie herunter. Doch was sie da erblickte ließ sie heftig zusammenzucken. Ein paar riesiger, muskulöser Beine! Im ersten Moment dachte sie, sie saß auf etwas drauf, doch als sie schließlich zur Seite sprang... folgten ihr die Beine. Unfähig zu realisieren was passierte fasste sie zitternd an das Knie und da war wieder die Pranke! Diese gigantischen, grauenvolle Hände! Sie wollte schon wieder zurück zucken, doch da legten sich die rauen Finger voller kleiner Narben und Schürfwunden auf das Knie und Rosa konnte beide Berührungen deutlich vernehmen. Sowohl an der Handfläche, als auch auf ihrem Bein. Sie riss ruckartig ihren Arm weg und ihr ganzes Gesicht verzerrte sich in entsetzen, als sie den immensen Oberarm erblickte, der in ihr Sichtfeld trat. Das... das war... war das ihr Arm? Nein, natürlich war es nicht ihr Arm aber...
      Wieder wollte sie einen spitzen Schrei ausstoßen, doch wieder ertönte nur der tiefe, schreckliche Ruf eines Monsters und als Rosalina ihre Pranke auf ihren Mund legte, hörte es auf. Jetzt verstand sie erst. Es war kein Monster hier! Kein Bär der sie fressen wollte. Diese furchtbaren Töne; Sie machte sie! Das konnte nicht sein. Ihr Herz begann schon wieder zu rasen schneller und schneller, ihr Atem ging schwerer und sie begann zu hyperventilieren. Gehetzt sah sie sich nach allen Richtungen um. Sie musste hier weg, sie musste ganz schnell hier weg. Sie verstand nicht wo sie war, das alles machte ihr solche Angst, wo ging es denn wieder nach Hause? Stolpernd versuchte sie auf die Beine zu kommen, doch plötzlich ist sie so hoch in der Luft gewesen, dass ihr schwindelig wurde und sie hart wieder auf dem Boden aufkam. In dem Moment war es um sie vorbei. Sie weinte aus Leibeskräften, schlang diese furchtbaren riesigen Arme um ihren Bauch und krümmte sich zusammen. "Ich will doch nur wieder nach Hause!", jammerte sie laut und verschreckte damit sogar einige Vögel aus ihren Nestern im kleinen Wäldchen in der Nähe. Es dauerte eine Weile, bis sie sich wieder beruhigt hatte. Nach und nach kam sie besser mit diesem gigantischen Körper klar und dieses Mal sehr vorsichtig und wankend kam sie auf die Beine.
      Schneifend wischte sie sich die Nässe aus dem Gesicht, allerdings hatte sie immer noch das Gefühl der Schock war noch lange nicht verdaut. Orientierungslose entdeckte sie einen kleinen Weg. Ein Weg führte doch irgendwo hin, nicht wahr? Vielleicht würde man ihr dort irgendwo helfen können. Tapsig setzte sie einen Fuß vor den anderen, noch immer komplett verwirrt über dieses völlig fremde Körpergefühl. "Hallo!?", rief sie langgezogen und ihre eigene Stimme trieb ihr wieder die Tränen in die Augen. Sie hickste. "Ist hier jemand?! Irgendwer?" Sie wollte doch nur wissen was hier vor sich ging. Ob das vielleicht alles ein Traum gewesen ist. Sie hat einmal gelesen, dass es helfen soll sich wehzutun, um aufzuwachen aber mit diesen furchtbaren Klauen hatte sie zu große Angst, um es auszuprobieren.

      ~ {♣} ~

      Ikuro Shirota || Evian [Count 16]

      Die erste Assoziation des jungen Mannes ist gewesen, dass er vor seinem Computer eingeschlafen war. Denn das erste, das er erkannte, als er verwirrt die Augen aufgeschlagen hatte, war der Trum der Nekromanten, ganz in der Nähe von Zynix. Unbeeindruckt hob er den Blick und erkannte, wie die Körperlosen Seelen um die Trumspitze umherirrten. Ist seine Auflösung immer schon so gut gewesen? Ihr Klagen drang an seine Ohren und das ziemlich, ziemlich laut. Hat er auf dem Lautstärkeregler geschlafen? Seufzend hob er die Hände zu den Ohren und patschte sich ungewollt auf den Kopf, weil da gar keine Kopfhörer gewesen sind. "Hä?", machte er verwirrt und sah sich in einem Reflex um. Nicht nur seine Kopfhörer waren verschwunden, sein ganzer Schreibtisch war nicht da? Perplex drehte er sich einmal um sich selbst und erkannte klar und deutlich das kleine Dorf, in dem er letzte Nacht gespielt hatte. Den Startpoint der Nekromanten. So viel er wusste besaß er keine VR Brille.
      Ihm kam aber recht schnell die Realisation wo er sich hier befand, als plötzlich ein kleines Chatfenster sich vor seinen Augen öffnete und er den Namen des Kollegen von sich erkennen konnte. Du willst mich doch verarschen? Du hast echt das fucking Add-on bekommen?! So eine Scheiße, warum hab ich das nicht? Fick dich!, hatte er ihm soeben aufgebracht geschrieben und da dämmerte es ihm schlagartig. Stimmt, er hatte das Add-on bekommen. Ikuro erinnerte sich an den innerlichen Freudentanz, den er zu diesem Anlass aufgeführt hatte. Dabei war nie bekannt gegeben worden was genau diese Erweiterung beinhaltete. Der junge Mann sah auf seine Hände und nach ein bisschen Konzentration und Anstrengung spürte er ein eigenartiges Kribbeln auf seinen Handflächen und mit einem Mal knisterten dunkelviolette Flammen in seinen Händen. Er hatte sich furchtbar erschrocken, doch war die Überraschung erstmal verschwunden breitete sich plötzlich ein riesiges, wahnsinniges Lächeln auf seine Züge aus.
      "Ja!", sagte er erst gefasst zu sich selbst, ehe es komplett mit ihm durchging. "JAAA!", schrie er nun voll auf begeistert. "JA, JA, JA, JA, JA! Verdammte Scheiße ja!" Er fing lauthals an loszulachen, sah an sich herunter, berührte den Stoff seiner Kleidung, öffnete sein Inventar, machte sich mit der ganzen Spielmechanik auf diese Art vertraut und kam aus der Freude gar nicht mehr heraus. Da hatten sich die Entwickler wirklich etwas überlegt! Das Spiel auf ganz neue Art erleben? Fuck ja! Das war neu! Damit hatten sie ihn definitiv nicht verarscht. Einfach so war sein größter Traum in Erfüllung gegangen, den er niemals gewagt hätte über die Lippen zu bringen. Er war hier, wahrhaftig hier in seiner Welt, in der Welt wo er jemand gewesen ist. In der Welt, in der er zurecht kam! Scheiße man, er war Teil von Wysteria!
      Eine zweite Woge Heiterkeit, die er so noch nie im Leben empfunden hat ergriff ihn und er ging sofort in die Chatfunktion, um sich mit seiner Pro Gilde auseinander zu setzen, als ihm etwas auffiel, das ihm das Blut in den Adern gefrieren ließ. Auf einen Schlag versteinerte er sich und las den Namen hinter seinen eigenen Nachrichten. Evian. Evian? Evian... Evian! Er hatte Evian als erstes ausgewählt.
      "Neeeein!!", rief er panisch. Er riss die Hände nach oben und umfasste die zwei Hörner auf seiner Stirn. "NEEIN!" Abgehetzt versuchte er jede einzelne Funktion. Er drückte auf seinem eigenen Körper herum und wühlte sich durch jede Einstellung die er finden konnte, doch er fand einfach keine Auslog Option. Da war einfach keine. "NEIN! NEIN, NEIN, NEIN, NEIN! NEIN!" In seiner Verbitterung, seiner Niederlage, seinem Verlust, seiner Schmach, seiner Pein, seiner Demütigung fiel er auf die Knie. Seine Schultern hingen kraftlos herunter und entgeistert legte er den Kopf in den Nacken. "Nein..." Das durfte doch wohl nicht wahr sein! Nein, das war ein Scherz, er wusste, das konnte doch nur ein schlechter Scherz sein. Sowas wie eine April, April Aktion der Macher. Er musste jemanden vom Support finden. Schnell sprang er auf die Beine. Das war ein Fehler, ein gewaltiger Fehler, der schlimmste! aller Fehler. Das musste jemand richten und zwar zügig!


    • Zoe Carter || Dusty [Counter:4]
      "Hör auf sie immer in Schutz zu nehmen! Siehst du nicht, was sie tut!?", das waren die ersten Worte, die Zoe hörte, als sie die Tür öffnete und in die Wohnung ihrer Eltern trat. So sehr es sie auch eigentlich stören sollte, so musste sie doch nur darüber grinsen. Wie oft wollte diese Frau noch versuchen, die Augen ihres Vaters zu 'öffnen'? Sie war sein einziges Kind, und den Teufel würde er tun, sich ihr in den Weg zu stellen. "Ich will euch gar nicht weiter stören~", säuselte die rothaarige Dame, während sie an den Streithähnen vorbei hinauf in ihr Zimmer stiefelte, als würde ihr die ganze Welt gehören. Nunja, das tat sie doch eigentlich auch, oder nicht? Zoe hatte sich nicht einmal die Schuhe ausgezogen, sie wollte gar nicht lange bleiben. Sie startete in ihrem Zimmer den Computer und öffnete direkt 'Wysteria'. Gerade als sie ihre Einlogg-Daten eingab, sah sie die Meldung groß auf ihrem Bildschirm. "Herzlichen Glückwunsch! Sie wurden auserwählt um Wysteria in einer ganz neuen Art und Weise zu spielen! Bitte akzeptieren sie folgende Benutzerbestimmungen und starten Sie das Spiel erneut!", las sie sich mit einem breiten Grinsen und übertriebener Stimme vor. Zoe warf einen Blick auf die Uhr. Sie hatte noch Zeit, bevor sie wieder zur Arbeit musste, also dachte sie sich nichts dabei und drückte ohne die Bestimmungen zu lesen selbst verständlich auf 'Akzeptieren'. Sie wusste nicht, dass es das Letzte wäre, was sie in nächster Zeit lesen würde. Plötzlich änderte sich alles: Die Lichter flackerten, die Welt schien sich zu drehen. Vor ihren Augen wurde alles unscharf, verschwommen, bis letzten Endes alles schwarz wurde.
      Sie spürte kalten Asphalt an ihrer linken Wange. Hörte Schritte um sich herum und das Raunen einer Menschenmenge. "Ist sie tot?!", fragte eine Frau leise. "Das hättest du wohl gerne..", murrte Zoe leise, bevor sie die Augen öffnete. Ihr ganzer Körper tat weh, sogar an Stellen, die eigentlich gar nicht existieren sollten. Sie fand sich in einer Gasse wieder und war umringt von einer Menschenmenge, so dachte sie zumindest. Als sie genauer hinsah, entdeckte sie so gut wie keine Menschen. Vor ihr standen Menschen mit komischen Gesichtern, Flügeln, Ohren, jeglicher Form und Größte. Langsam richtete sie sich auf und betrachtete die Menge skeptisch, während sie sich am Hinterkopf kratzte. "Wie viel hab ich denn getrunken? Ist das hier eine Cosplay-Messe, oder was?", begann sie sich über die Leute lustig zu machen, bis sie auf ihrem Kopf an etwas stieß. Was war das denn?! Sie strich über etwas Haariges.. nein Felliges. Es fühlte sich.. irgendwie schön an.. Sie tastete die Form langsam ab. "WAS ZUM-", entwich es ihr lauthals als sie versuchte daran zu ziehen. Es waren Ohren! Fellige Katzenohren!! "Die sind ja angewachsen!!", stieß sie sichtlich überfordert aus, während die Menge sich langsam von ihr zurück zog, hauptsächlich weil sie wirken musste wie eine völlige Verrückte, als ihr Handgelenk gar nicht mehr aufhörte zu vibrieren. Als sie ihren Blick darauf warf leuchtete ein seltsam aussehendes Armband in einem orangenen Farbton vor sich hin. Als erste Reaktion schlug sie mit voller Wucht auf das Band, damit es aufhörte, doch stattdessen bedankte dieses Wunderwerk der Technik ihr einen Stromschlag, der ihren ganzen Körper erzittern ließ. Sie spürte den Strom von Kopf bis Fuß und in Regionen, wo sie eigentlich nichts spüren dürfte. Hinter ihrer Hüfte hörte der Schmerz nämlich nicht auf. Ihr neu dazu gewonnener Schwanz, der einem Luchs nicht unähnlich sah, bekam ebenfalls den gesamten Saft des Gerätes zu spüren. "GNNH!", verkniff sie sich einen Aufschrei, bevor sie auf die Knie fiel und einen Moment brauchte, bevor tief durchatmete. "Okay... Gewalt funktioniert nicht.. Ganz ruhig, Zoe.. Du bist smart." Mit diesen Worten des Zuspruchs, wechselte sie ihre Position in den Schneidersitz und tippste etwas auf dem Armband herum. Schnell fand sie eine Art Menü, das dem System von Wysteria gar nicht unähnlich sah.
      "Moment.. was?" Schnell hatte Zoe die Chat-Funktion in ihrem Gerät gefunden, und die Nachrichten von Aufträgen, Anfragen und Hilfegesuchen von Spielernamen, die ihr nicht unbekannt waren, welche die Vibrations-Session ausgelöst hatten. Eine Nachrichtenflut waren für ihren Character zwar nicht ungewöhnlich gewesen, jedoch in dieser Situation sorgte es für die völlige Überforderung. Langsam kam in Zoes Kopf an, was gerade passierte. Unsicher trat sie aus der Gasse heraus und erkannte die Häuser sofort wieder nachdem sie sich auf diesen absurden Gedanken eingelassen hatte. Das alte Gasthaus an der Ecke, das aussah als würde es gleich auseinander fallen. Den Schmied, der sich zu fein war in seinem Haus zu arbeiten und lieber alle Leute auf der Straße mit dem Lärm von Metallschlägen nervte. Den Springbrunnen mitten auf dem Platz, an dem viele Leute AFK herum zu sitzen schienen. Sie stand genau dort, wo sie sich am Tag zuvor ausgeloggt hatte. Teleron, die Hauptstadt des Reiches Khestin, Reich des Windes. Sie wollte sich selbst gerade als verrückt abstempeln, als ihr Armband erneut vibrierte. Dieses Mal öffnete sie - ohne vorherige Gewalteinwirkung - den Chat.
      "Hey Dusty, hier Slasher1877. Das hier klingt jetzt sicher super weird. Aber hat irgendwer zufällig dir eine Nachricht geschickt mit solchen Absurditäten wie 'Ich bin in diesem Spiel gefangen'?"
      Ohne zu antworten, fiel sie in sich zusammen und wuschelte sich selbst durch die Haare. "Du.. willst mich doch verarschen..!" So unrealistisch und absurd diese Nachricht klang... Wenn auch andere von solch einem Phänomen erzählten, dann war sie doch zumindest nicht verrückt. Oder vielleicht war sie gerade deshalb verrückt. Vielleicht war das alles aber auch nur ein total verrückter Traum. "Was mach ich denn jetzt...!?", fiepste sie etwas vor sich, während sie ihren Kopf zwischen ihren Knien vergrub. Gerade als sie in ihren Zweifeln aufgehen wollte, hörte sie neben sich ein dunkles raues "Hey, Dusty.", das ihr geradezu durch Mark und Bein ging. Schnell rappelte sie sich auf, klopfte ihre Kleidung ab und sah gespielt cool zu ihrem Gast rüber. "HEEEY... Shin, richtig?!... Was gibt's...?! Du.. Du.. alter Engel, du..."

      Cornelius Hutch || Shin [Counter:15]
      "Mhm..", grummelte Cody vor sich als er die Augen aufschlug und sich nass fühlte. "Ahhh, tut mir Leid!", entschuldigte sich direkt der 1.60m große Grund vor ihr. Eine junge Frau mit mittelalterlicher Kleidung stand vor ihr, mit einem alten Eimer in der Hand, der bis eben wohl noch mit Wasser gefüllt gewesen sein musste. Cody sah zu ihr. Sah zu dem Eimer. Sah zurück zu ihr. Und neigte letztlich den Kopf etwas zur Seite. "Soll ich das für dich tragen?", fragte er mit einem neutralen, wenn nicht sogar müden Gesichtsausdruck, worauf die Dame ihn nur ganz verblüfft ansah. "A-Aber ich hab dich nass gemacht!" - "Schon okay.", antwortete der Jüngling direkt und stand vom Boden auf. Gerade als er nach dem Eimer greifen wollte, kippte er wieder zur Seite auf den Boden und blinzelte kurz müde vor sich hin. "Hm.. Das ist neu..", bemerkte er scharfsinnig wie er war, dass sein Gleichgewichtssinn nicht der Beste war. Die Fremde stellte ihren Eimer ab und half Cody direkt wieder auf die Beine. "Ist alles in Ordnung??", fragte sie ihn ganz besorgt, während sich in seiner Miene nichts tat. "Ich weiß nicht.. Ist es?", gab er an sie die Frage einfach zurück bevor er an sich herunter sah. Er trug ein Leinen-Hemd, eine kaputte Hose und keine Schuhe. "Wo sind meine Schuhe?", fragte er sie und sah um sich herum, bevor er sich am Hinterkopf kratzte. "Hab ich gar keine angezogen?" Ohne auf eine Antwort zu warten, lächelte die Dame ihn etwas missmutig und unsicher an, bevor sie ihn aufhörte zu stützen und er direkt wieder zur Seite umfiel. "..Hm."
      "Tut mir Leid, ich hab für sowas.. Wirklich keine Zeit.. Lass dich besser untersuchen!", riet ihm die Frau, bevor sie mit dem Eimer verschwand. Nach ein paar erneuten Versuchen des Aufstehens, bemerkte er auch endlich wo sein Problem lag. Ein einzelner Flügel ragte aus seinem Rücken hinaus, an dem Cornelius erst einmal ganz verwirrt zog. "So ist das also.", akzeptierte er emotionslos wie er war, das Geschehene und sah sich um. Er entdeckte ein Gasthaus, einen viel zu lauten Schmied und um ihn herum liefen verschiedene Wesen ein und aus. Vor einer Gasse nicht weit von ihm löste sich gerade eine Menge auf, die er als Ziel ansteuerte, doch als er dort ankam, waren die meisten schon weg. Vor ihm kauerte eine Luchsgestalt. "Hey, Dusty.", sagte er ganz stumpf und unbeeindruckt, lediglich versuchend sein Gleichgewicht zu halten. Diese sprang gerade zu auf, klopfte ihre Kleidung ab und sah ihn etwas ungelassen aber cool an. "HEEEY... Shin, richtig?!... Was gibt's...?! Du.. Du.. alter Engel, du...", begrüßte sie ihn und stupste ihn mit ihrem Ellenbogen an, welchen sie schnell wieder zurück zog. "Du bist ja ganz nass!!", beschwerte sie sich lauthals und fauchte beinahe. "Achso?", die letzten Minuten schon längst aus dem Gedächtnis wieder verdrängt, nahm er eine Haarsträhne von sich in die Hand und beobachtete, wie Wassertropfen an ihm herunter fielen. "Du hast recht.", antwortete er müde, bevor er sie los ließ und seine Hand auf den Kopf von Dusty legte. Genauer: Auf ihr rechtes Ohr, an dem er unverfroren anfing zu ziehen. "Auauauauau, lass das gefälligst, die sind fest!!", meckerte sie, bevor er seine Hand auch wieder sinken ließ. "Hm.. Stimmt wohl." - "Natürlich, stimmt das!", fauchte sie ihn an, bevor ihr Blick den Ärger vergaß und sie ihn verwirrt ansah. "Was willst du überhaupt?", fragte sie ihn letzten Endes doch ziemlich direkt. "Ich bin gerade wirklich nicht in Stimmung."
      Mit diesen Worten wandte sich Cody ab und winkte über seine Schulter. "Ich wollte dich fragen, ob du dich auch gerade irgendwie fehl am Platz fühlst. Ob du irgendwie in der Welt von Wysteria aufgewacht bist. Aber, wenn du nicht in Stimmung bist, ist das okay, ich komm dann gleich wieder."
      "NEEIN! SHIN! WARTE DOCH!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von TheBentoFox ()

    • Adrian J. Kain| Lillith_Dawn | Counter 14

      „Du hast mich in das Game gebracht und du hast es ernsthaft jetzt bei dir deinstalliert?“ Unglaube zierte seine tiefe Stimme und genervt verdrehten sich seine amethystfarbenen Augen, als die lahmen Entschuldigungen seines besten Kumpels durch den Handylautsprecher zu ihm drangen. Das war ja mal wieder typisch, erst bettelte er förmlich darum, dass Adrian sich dazu bereit erklärte, mit ihm das gefeierte MMORPG zu spielen und dann gab er nach einer Woche schon auf. Und das nur, weil er angeblich keine Lust auf das langweilige Gameplay hatte. Wers glaubt, er war wahrscheinlich nur mit seinem Charakter mit den Punkten auf Null gelandet und hatte somit das Spiel verloren, das war alles… Seufzend beendete der Blondschopf knapp das Telefonat und die damit verbundenen, gelogenen Ausreden. Das Handy, eben noch zwischen Ohr und Schulter gefangen, ließ er umständlich wieder in die Tasche seiner alten Collegejacke gleiten und griff wieder nach dem Griff seiner Krücke. Dieser verdammte Unfall hatte dafür gesorgt, dass er nun zwei dieser Gehhilfen brauchte und sich kaum mehr richtig bewegen konnte. Von Motorrädern hatte Adrian fürs erste genug, so viel war sicher. Sich eine lose, längere Strähne aus dem Gesicht blasend humpelte er umständlich zu seinem Schreibtisch und dem großen Monitor. Er hatte viel Geld in seinen Leistungsstarken Computer investiert. Mitsamt neuen Monitor, Gamermouse sowie richtigen Headset war er lange schon ausgerüstet für jedes Spiel auf dem Markt. Nur leider war seine Technikecke lange Zeit eingestaubt gewesen, erst seit einer guten Woche lief der Kühler wieder auf Hochtouren.

      Die Kopfhörer aufgesetzt ließ er den Spielclient starten für ein Game, was ihn erstmals wieder zurück in diese Welt brachte, die er solange vermieden hatte. MMORPGs waren sehr lange für den jungen Mann gestorben, er hatte sie förmlich wie eine Krankheit gemieden, obwohl sein Gamerherz es ihm nie verzeihen konnte. Und nun saß er hier und las den Titel des Spieles; Wysteria. Das altbekannte Willkommen ploppte auf und mit seiner Charakterauswahl – einer sexy Vampirdame – loggte er sich ein und wurde von einer Nachricht sowie einem schwarzen Bildschirm begrüßt.Nein halt, der Bildschirm war nicht schwarz…Das ganze Zimmer war plötzlich dunkel, dabei war doch gerade mal Mittag.. Oder hatte er die Zeit vergessen? Ein Stromausfall? Sein Kopf fühlte sich seltsam wirr an, als hätte er gerade eine wilde Partynacht auf dem Campus hinter sich – dabei war seine Studentenzeit bereits vorbei. Dennoch konnte man meinen, es wäre ein Tequila Sunrise zu viel gewesen… Oder waren es die Medikamente für sein Bein, die so derb stark wirkten, dass er sogar die Besinnung verlor? Adrian wusste es nicht, fühlte lediglich dieses seltsame Gefühl und meinte beinahe, dass ihm übel wurde, bis seine Augen sich endlich wieder öffneten. Über ihm war…strahlend blauer Himmel?

      „What the fuck…“, kam es ihm entgeistert über die Lippen. Im nächsten Moment schlug er sich erschrocken eine Hand vor den Mund. Das…war nicht seine Stimme! Definitiv nicht! Das…seit wann klang er so…weiblich? Adrians Augen wurden groß und ein Keuchen – ebenfalls das einer Frau- entkam seinen Lippen. Augenblicklich glitt sein Blick an sich hinab und er zog die Brauen hoch. Okay, das war definitiv neu… Gut, er sah sich hübsche Frauen mit ansprechenden Kurven gerne an – welcher Mann tat das nicht. Aber das hatte nie bedeutet, dass er selbst welche haben wollte! Und nun saß er auf dam grasbewachsenen Boden und starrte auf seine eigene Oberweite und dem enganliegenden Korsett, welches ihm irgendwie bekannt vorka- Schlagartig fiel es ihm wie Schuppen von den Augen und er blickte die Rüstung an, welche dieser weibliche Körper trug. Einen Handgriff später hatte er silberne Dolche in der Hand und sein Mund klappte gleich dem eines stummen Fisches nach unten. Das durfte jetzt doch wohl nicht wahr sein! Das war Lillith_Dawn, seine erstellte Vampirlady. Die dunklen Haare, welche ihm ins Gesicht fielen, passten zu dem Äußeren welches er festgelegt hatte. Der Benachrichtigungston ertönte und irritiert blickte er zu seinem Handgelenk, auf dem ein seltsames Armband seinen Platz fand, welches im Spiel eigentlich nicht dabei war. Irritiert ging er auf die neue Nachricht und las sich die Belobigung zum erhalt des Add-Ons durch. Stimmt, dies war das letzte was er hatte sehen können, bevor er diesen Tequilareifen Absturz hatte. Adrian blinzelte. Einmal, zweimal… Irgendwann hörte er auf, er musste dämlich aussehen wie er gleich eine mverlorenen Lamm in Teleron stand und sich nicht vom Fleck bewegte. Add-On in allen Ehren aber wie zur Hölle war er IM Spiel gelandet? Das war kein VR, solch eine teure Ausrüstung besaß er nicht. Und der Wind auf seinem nunmehr weiblichen Gesicht fühlte sich leider viel zu echt an, als dass dies ein wirrer Traum oder eine Nebenwirkung sein konnte.
      „Das darf doch nicht wahr sein!“, murmelte er und schloss wieder irritiert seinen Mund. An dieses Gefühl musste er sich gewöhnen. Plötzlich eine Frau zu sein war vielleicht früher mal ein Running-Gag aber jetzt war es doch befremdlicher und irgendwie seltsamer, als er es sich ausgemalt hatte. Kurz bereute er es, nicht einen männlichen Charakter erstellt zu haben. Doch als weiblicher Charakter kam man nun einmal viel weiter in solchen Spielen, Gruppen finden war für ihn ein Leichtes und selbst seine dämliche Counter-Aufgabe war somit halbwegs erträglich. Prüfend berührte er den kleinen Lederbeutel an seiner Hüfte, welcher als sein Inventarbeutel galt und zu seinem Erstaunen konnte er sogar die Itemliste abrufen, die wie immer überfüllt mit sinnlosen oder unbrauchbaren Gegenständen war. Offenbar müsste er Dusty demnächst wieder mit einem Besuch seinerseits beehren. Und wenn er schon bei dieser zwilichtigen Dealerin war konnte er gleich nach Informationen bezüglich des Add-Ons fragen. Eine normale, menschliche Erklärung hatte er dafür nicht und er hoffte, dass dieser fremde Körper wenigstens seine Skills nicht vergessen hatte, ansonsten hätte er hier ein gewaltiges Problem. Immerhin war Adrian aus der Beginnerzone heraus und ie Quest die er bekam waren nicht mehr leichter Kindergarten, im Gegenteil. Manche waren mühselig und ein ewiges Gerenne, manch andere hingegen doch mit diversen Schwierigkeiten behaftet. Mit einem Schaudern dachte er an die Banditenbande von neulich, die sicherlich noch immer ziemlich sauer sein dürfte. Abermals fuhren seine plötzlich schärfer sehenden Augen – er dankte der vampirischen Fähigkeit- auf das neue Armband. Seine Lebensanzeige war darauf zu sehen, ebenso konnte er die Attribute seines Charakters einsehen. Als würde er den Shortkey C benutzen um sein Charakterinterface zu öffnen. Soweit, so gut also ersetzte dieses Armband diese Fenster, eine Information die für ihn wohl am wichtigsten war. Auch der Chat funktionierte hierrüber, ebenso essentiell wichtig, wenn er doch länger hier bleiben würde. Schnell schrieb er daher Dusty eine Nachricht, in der Hoffnung sie wäre noch bei ihrem letzten Standort.

      Lillith_Dawn: Hey Dusty, ich…also ich habe eine seltsame Frage an dich. Weißt du etwas über dieses Add-On? Bist du noch beim letzten Standpunkt, ich bräuchte jetzt wirklich etwas Hilfe.

      Hoffentlich hatte sie einige Informationen, wenn jemand wusste, was hier vor sich ging, dann diese Neko. Das einzige, was nicht über dieses Armband funktionierte, war das Menü. Er konnte weder Einstellungen verändern noch den Auslogbutton finden und das bereitete ihm ein mulmiges Gefühl. Sich räuspernd und versuchend, nicht auf die weiblichen Brüste zu starren, begann er sich zu bewegen und knickte bei den ersten Schritten sogleich um. Welcher Idiot gab den weiblichen RPG-Charakteren auch solche Heels zum Laufen?! Wie sollte man denn in diesen Stelzen kämpfen geschweige denn Schleichen? Sich den erschreckend real schmerzenden Fuß haltend verzog er wenig begeistert das Gesicht und startete Versuch zwei. Wie lange er wirklich brauchte um in Absätzen laufen zu können wird an dieser Stelle nicht erwähnt.


      Daniel O'Conner |Asmodan_the_Great | Counter 6

      Die Lippen zu einem Schmollmund verzogen hatte Daniel die kurzen Arme vor der Brust verschränkt. Nein, er geht ganz bestimmt nicht an das Festnetztelefon seiner Eltern. Es rief eh nur wieder die High School an, dass er abermals einen Tag nicht zum Unterricht erschienen wäre.Pah, da konnten diese langweiler von Lehrer und Direktor lange warten, seine Eltern hatten nur die Festnetznummer hinterlegt, nicht die Nummern ihrer Diensttelefone, die sie zweifellos rund um die Uhr bei sich trugen. Ergo: Ihm konnte es egal sein, wie oft diese Nervensägen hier anriefen, zur Schule ging er bestimmt nicht. Diese Idioten von dümmlichen Gorillas, die sich Football Spieler nannten, würden ihn eh nur beneiden, wenn er mit seinem scharfen Verstand dort aufkreuzte. Es sollte ihnen eine Ehre sein, stattdessen bezeichneten sie ihn als Chihuahua! Als C.H.I.H.U.A.H.U.A! Das war eine absolute Frechheit. Nur weil er vielleicht ein wenig kürzer geraten war und noch seine jugendliche Schönheit besaß! Na gut, vielleicht war er mit knappen 1,50m doch etwas zu kurz geraten, aber sein Geist war dafür umso größer, jawohl! Schnaubend erhob sich Daniel und brachte sein längeres, blondes Haar wieder in Form. Das nervtötende Klingelgeräusch war verstummt und er zog sich in sein geräumiges, reich ausgestattetes Zimmer zurück. Da seine Eltern nie wirklich zu Hause waren hatte er den Vorteil, dass sie ihn mit Geschenken aus aller Welt überhäuften, als Zeichen ihrer Liebe. Sei es der edle Schreibtisch aus Frankreich oder die lederne Sitzgelegenheit aus Italien. Ihm mangelte es an nichts. Selbst das neue Spiel, welches erst vor kurzem herausgekommen war, hatten sie ihm anstandslos gekauft. Wysteria. Ein Spiel, in dem er als großer, bösartig aussehender Dämon einherging. Bewaffnet mit einer Hellbarde und einem riesigen Schild. Verteidiger oder so ähnlich nannte man diese Klasse, glaubte er zumindest. Er hatte es wahllos ausgesucht und sich eher auf das Aussehen konzentriert.Aufgeregt mit spitzbübischen Grinsen rieb er sich die Hände. Wollte er den Anfängern doch mal zeigen, wie man richtig spielte. Seine Finger fuhren schnell über die Tastatur als er die Log-In-Daten eingab und das Spiel startete. Er freute sich schon auf den World-Chat. Die Aufgaben waren ihm meist egal, diese komische Counter-Aufgabe verstand er nicht wirklich, musste sich aber daran halten was zu Anfang schwierig war. Immerhin musste er irgendwelche Freundschafstanfragen verschicken. Dank seinem einschüchternden Äußeren schien es mittlerweile gut zu klappen und kurz wünschte sich Daniel, tatsächlich so aussehen zu können.

      Seine großen, azurblauen Augen verengten sich verwirrt, als er eine Benachrichtigung bekam, welche über ein Add-On sprach. Er hatte den Text nicht einmal zu Ende gelesen als sein Körper gefühlt vom Stuhl flog. Was zum- Ein erschrockener Aufschrei entfuhr dem blonden Jüngling und er zappelte wild, schrie etwas von seinen Anwälten – welche seine Eltern zahlen mussten- ehe er mit einem dumpfen Geräusch abermals den Boden unter sich fühlte. Was im Namen Gottes war das denn bitte? Gab es einen Kurzschluss? Hatte er versehentlich einen Stromstoß abbekommen? Ächzend hielt er sich den schmerzenden Kopf und zu spät bemerkte er die seltsamen Krallen an seinen Fingern. Kurzerhand bohrte er sich diese direkt in die Schläfen und schrie fluchend auf. Seine Mutter würde Daniel jetzt den Mund mit Seife auswaschen, seine Worte und Bezeichnungen waren alles andere als freundlicher oder gar manierlichen Art. Dafür klang seine Stimme aber tiefer als sonst… Viel tiefer? Erschrocken blickte Daniel auf seine Hände. Die Glückwunschbenachrichtigung ignorierte er gänzlich als er die todbringenden Krallen sah, welche seine Finger darstellten. An seinem Kopf wuchsen geriffelte Hörner hinaus, welche sich nach oben bogen und seine Augen wurden groß. Als er aufstand wirkte der Boden plötzlich erschreckend fern, ganz anders als in seinem Körper, wo die Welt viel zu groß auf ihn wirkte. Jetzt schien er über all das hinwegzublicken. Er war…groß. Richtig groß! Verdammt groß! Daniels erschrockene Miene wandelte sich in eine Euphorische und ein überschwängliches Lachen kam dem hüpfenden Dämon von den Lippen. Er war groß! Er war es wirklich! Und verdammt gut aussehend noch dazu, da hatten sich die drei stunden der Charaktererstellung ja wirklich mal gelohnt!
      „Nimm das Bradley, wer ist jetzt der Größte, du Vollidiot!“, rief er triumphierend aus und stieß mit der Faust in die Luft. Dass er sich in der Spielzone der Beginner befand interessierte den High Schooler gerade wenig. Und wenn schon, dann war er eben in einer verrückten Gaming-Welt gefangen. Ganz egal Hauptsache er war endlich der Größte hier. Ganzwie seine Spieler-ID sagte, er war Asmodan_The_Great. Der große Dämonenkönig und Herrscher aller.
      „Ich bin der größte, der Allmächtige!“, jubelte er außer sich vor Freude und führte noch immer seinen sprungvollen Freudestanz auf, bis ihm langsam bewusst wurde, dass er sich nicht mehr in Cansas befand. War er irgendwie im Märchen vom zauberhaften Oz gefangen? Oder in Narnia? Aber er war doch durch keinen Schrank gelaufen… Er hatte nur… Langsam dämmerte es ihm. Das Spiel, der Charakter. Erst jetzt begriff er, dass er im Spiel aufgewacht war.

      „Oh Fuck… oh fuck oh fuck oh fuck…“, entkam es ihm gleich einem Mantra und kurz war er versucht zu beten. Gut, sein neuer Körper gefiel ihm, aber was ihm nicht gefiel war die Tatsache, dass man in diesem Spiel kämpfen musste und…sterben konnte. Plötzlich wurde ihm ganz flau im Magen und ein Zittern durchfuhr ihn. Er war am Arsch. Sowas von am Arsch… Naja, gut er war der Beste in allem aber…er spielte noch nicht lange genug und hatte auch nur kleine Quests erledigt. Jetzt war er die Spielfigur und Gott weiß allein, was mit ihm passieren würde. Frustriert stampfte er auf den Boden und die Erde erzitterte unter der Wucht. Ach ja.. Er hatte diese schwere Rüstung an. Man, die wog gefühlte Tonnen! Hilfesuchend blickte sich Daniel um, er schien jedoch der einzige in diesem Gebiet gerade zu sein und verstimmt verzog er abermals den Mund zu einem halb Schmollenden. Dann würde er eben alleine zurechtkommen… Oder sich eine Gruppe suchen, die er herumkommandieren könnte. Ja genau, das war doch mal eine gute Idee! Sich innerlich selbst auf die Schulter klopfend hob er die Hellbarde an und stampfte einfach der Nase nach drauf los. Irgendwo musste ja ein Dorf oder eine Stadt sein wo er jemanden fand. Hätte er nur mal bei dem Reise-Tutorial besser aufgepasst…
      "Hahaha! It's the purest kind, my dear.
      Reality!
      True passion!
      After all, the world is a stage. And a stage is a world of entertainment."

    • Aleksandra 'Aleks' Walton || Medusa_DragonEmpress [Counter: 13]

      Assassin.(Shuten-douji).full.2985200.png"Aber ich bin unschuldig!", bestand Aleks auf ihrem Standpunkt, als der ungeliebte Polizist sie mal wieder zu ihrer Wohnungstür schleifte und ihren Arm dabei feste im Griff hielt. "Ja, natürlich bist du das. Ich frage mich ja, wie lange du dich noch aus der Affäre ziehen kannst, mit all dem Dreck, den du am Stecken hast. Das Motorrad ist wohl ganz von selbst in die Zoohandlung gerast und hat ämtliche Tiere aufgeschreckt, ja?" - "Na, vielleicht hat der dumme Besitzer dieses Teils einfach den Schlüssel stecken lassen und das Ding hatte einen Kurzschluss!" - "Seltsam, wie viele 'Dinger' bei dir einen Kurzschluss haben müssten, so viele Unfälle wie es in deiner Nähe immer wieder gibt. Aber nicht länger mein Problem. Die Anzeige des Besitzers wird sicherlich innerhalb der nächsten Tage bei deiner Familie einfliegen. Dann wartet die Vorladung beim Gericht auch nicht mehr lange. Aber das Prozedere kennst du ja zur Genüge. Und das obwohl du doch noch so viele Stunden Zivilarbeit abzuleisten hast. Macht sich nicht besonders gut in deiner Akte, weißt du." Sie schnalzte verächtlich mit der Zunge. Was wusste dieses Bullenschwein denn schon? Hatte er eine Ahnung, wie egal es ihr war, dass sie es in Zukunft nicht gerade leicht haben würde? Sie hatte es doch jetzt auch nicht leicht und das würde sich auch in Jahren nicht ändern, selbst wenn sie ein liebes und braves Mädchen bliebe. Selbst dann nicht, wenn sie all das täte, was alle von ihr erwarteten! Dieses Leben war nur ein Schatten dessen, was sie eigentlich leben wollte! In einem idealen Leben würden ihre Eltern noch leben! In einem idealen Leben würde keiner auf sie herabblicken oder sie unterschätzen! In einem idealen Leben hätte sie die Macht zu entscheiden wer lebt oder wer stirbt!

      Kurz darauf erreichten sie die WOhnungstür, an der der Polizist sogleich klingelte. Quietschend ging sie nur wenig später einen Spalt breit auf, bis die Kette, die es von Innen verriegelte, verhinderte, dass sie sich noch weiter öffnete. Eine ältere Dame mit Haarnetz, sah zu ihnen heraus und bei Aleks' Anblick stöhnte sie genervt auf. "Was hat sie nun schon wieder angestellt?" - "Das Übliche. Vandalismus eines Tiershops - die Behandlung der Tierarztkosten wird wohl zusätzlich auf Sie zukommen - und die - vermutlich - unerlaubte, ja sogar kriminelle Entwendung und Zerstörung eines Fahrzeugs." - "Was heißt hier kriminell?? Der Schlüssel hat noch gesteckt! Ich war das NICHT!" - "Seltsam, dass der Besitzer mit dem Schlüssel in der Hand angerannt kam, nicht wahr, Missy?" Seufzend öffnete die ältere Dame die Türe. "Ich verstehe.. Verzeihen Sie die Umstände, Detective." - "Ach, nein. Alles gut. Gehört ja zu meinen Aufgaben. Nur... Ihre Enkelin sollte wirklich mal allmählich lernen sich an Regeln zu halten, sonst kommt sie noch auf die schiefe Bahn." Das junge Mädchen mit den braunen Haare und trotzigem Blick riss sich jäh aus seinem Griff los und stürmte wutentbrannt durch den Flur, verschwand in ihrem Zimmer und schmiss die Türe donnernd hinter sich zu. Schiefe Bahn... sich an Regeln halten.. Jeden verdammten Tag durfte sie sich das von allen möglichen Authoritätspersonen anhören und sie war es so DERMAßEN leid! Schreiend nahm sie den nächsten Gegenstad - einen alten Globus - und warf ihn quer durch das eh vollkommen chaotische Zimmer. Er zerbarste mit einem unüberhörbaren Scheppern und Klirren an der Fensterscheibe, die davon tiefe und große Risse abbekam. Doch das hielt sie nicht auf weiter zu toben. Sie riss Bücher aus den Schränken, warf sie samt geköpfter Kuscheltiere - aus denen nur noch das Innere herausquoll - durch das Zimmer, riss Seiten aus diversenen Mappen heraus, schmiss ihr Bettzeug von der Matratze, zerschepperte Lampen und mit einem Baseballschläger auch einen kleinen Glastisch, der als Nachttisch gedient hatte. Gerade als sie weiter zum Schwung ausholte, um ihren Laptop mit dem Baseballschläger zu zerscheppern, hielt sie nur wenige Zoll davor inne, als hätte eine unsichtbare Mauer sie davon abgehalten weiter mit der provisorischen Waffe vorzudringen. Schwer atmend ließ sie langsam den Schläger sinken - den verzerrten Blick wie gebannt auf den Bildschirm ihres aufgeklappten Laptops gerichtet. Nein. Nein, das war ihr einziger Lichtblick. Sie würde nicht das einzige Gute in ihrem Leben zerstören, weil dann... hätte sie nichts mehr, auf das sie sich tagsüber freuen könnte.
      Sie schloss die Augen, ihre Arme zitterten, ihre Brust zog sich schmerzhaft zusammen. Was konnte sie denn dafür, dass sie alles zerstören wollte, was andere glücklich machte? War es falsch zu denken, dass andere nicht glücklicher sein dürften, als sie es war? War es falsch ihnen ebenfalls Wut, Verzweiflung und Kummer nahe zubringen. Sie ... Sie.. Sie tötete niemanden!!! Und doch behandelte man sie, als wäre sie eine asoziale Psychopathin! Und wenn man sie eh shcon so behandelte, warum ihnen was anderes beweisen?
      Scheppernd fiel ihr der Baseballschläger aus der Hand und sie biss sich auf die Unterlippe, während sie sich immer wieder sagte, dass sie bloß nicht weinen sollte. Sie ahtte seit Jahren nicht mehr geweint und sie würde heute nicht damit anfangen!
      Seufzend ließ sie sich schließlich auf ihren Schreibtischstuhl nieder, kurz bevor sie das Radio anstellte und ihre Emopunk Musik laufen ließ. Sie lehnte sich in die Rückenlehne zurück und shcloss für einige Minuten die Augen, um den Rhythmus ihres Herzens wieder zu beruhigen. Es war nicht ihre Schuld. Es war NICHT ihre Schuld, dass alle sie verurteilten. Sie war nicht schuld am Tod ihrer Eltern, nur weil sie als Einzige den Unfall damals überlebt hatte. Es war nicht ihre Schuld, dass man sie zu spät gefunden hatte. Es war nicht irhe Schuld, dass sie noch bevor der Krankenwagen eingetroffen war, gestorben waren. Und es war nicht ihre Schuld, dass... sie nur diesen Unfall hatte, weil.. sie mit Aleks gestritten und nicht ihre Aufmerksamkeit auf der Straße hatten. Es war... NICHT ihre Schuld.
      Langsam, fast träge öffnete sie die Augen. Ihr Herz lag ihr noch immer schwer in der Brust, auch wenn sich ihre Ansannung nun gelegt hatte. Sie schüttelte kurz den Kopf, fuhr sich durchs Haar und traf eine Entscheidung. Sie würde nicht länger darüber nachdenken. Sie würde.. sie MÜSSTE sich ablenken. Und nichts vermochte das besser, als: Wysteria. Ein Computerspiel, das sie aus ihrer Myserie herausholte, wann immer es ihr schlecht ging und wann immer... ihr ihre Eltern schmerzlich fehlten.
      Somit schlatete sie den Laptop an, sogleich startete das Spiel und .. - Nanu? Was war das? Eine Meldung über einen Gewinn? Ein Add-on? Na, wenn das ihren Tag nicht verbesserte!
      Fast ohne zu zögern akzeptierte sie egliche Bedingungen, sah mit einem bewundernden Blick zu ihrem Charackter, ehe mit einem mal alles um sie herum verschwamm, jegliche Farben, Möbelstücke, einfahc alles. Es drehte sich alles um sie her, als ob sie gerade auf einem miserabel geendeten Schulball gewesen war, bei dem sie sich mit anderen beim Sturztrinken hatte messen wollen und leider Gottes übertrieben hätte. Ein Sog, der an ihrem gesamten Körper zerrte, riss sie regelrecht vom Stuhl. Sie fiel, fiel und fiel so tief, als ob sich unter ihr eine nie endende Schlucht geöffnet hätte. Doch umso länger sie glaubte zu fallen desto jäh endete ihr Sturz mit einem nasskalten und platschenden Aufprall. Es dauerte einen Moment, bis sie zu Sinnen kam, als sie merkte, dass keine Luft sondenr Wasser in ihre Lungen dran. Panisch riss sie die Augen auf, merkte dass sie unter Wasser war und schwamm hastig an die Oberfläche, wobei ihre Kleidung dezent stören wirkte und ihre Beine und Arme vollkommen ungewohnt lang und schlaksig wirkten. Dabei war sie doch gerade einmal 1,54m groß, also verdammt klein selbst für ihr Alter!
      Nachdem sie an der Oberfläche ankam und hastig nahc Luft schnappte, blinzelte sie irriterit und erkannte, dass sie in einem Fluss an einem Wald gelandet war. Verdammt tiefer Fluss für einen Wald, grummelte sie innerlich und schwamm ans Ufer. Erst als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte und aus dem Wasser gewatet kam - die Kleidung ausringend - kam ihr Verstand allmählich hinterher. Wo zur Hölle war sie gerade??? Sie war doch eben noch vor ihrem Schreibtisch und wollte Wysteria spielen! Wie zur Hölle kam sie gerade in einen Wald, den sie noch nie gesehen hatte und an einen Fluss, der tiefer war, als sie jemals einen Fluss geglaubt gekannt zu haben?? Und ....VIEL wichtiger: WESSEN KÖRPER WAR EINFACH UNTER IHREM KOPF ANGESCHRAUBT WORDEN???? Sie betrachtete ihre langen schmalen Finger mit den langen dunklen Nägeln, fuhr mit den Augen über die klatschnasse aber elegante Kleidung, die jedoch nicht zu viel verdeckte, denn da diese Kleidung nicht vorne vershclossen war.... Aleksandra errötete von Kopf bis Fuß, ehe sie kreischend das bisschen Stoff, das an ihren Armen baumelte vor ihrem fast nackten Körper zog, um diesen zu verdecken. Wer lief SO bitte rum!? Da bedeckte ja ein Tangini mehr, als das, was sie gerade anhatte!!! Jetzt, wo sie sich die größeren Stoffteile ansah, erkannte sie, was es war. Es war ein sehr knapper Kimono. Eilig zog sie ihn sich irgendwie über und band die Mitte zusammen, doch... viel brachte es nicht. Man sah immer noch ihren sehr knappe und haut engen Slip - oder was immer das war -, da der Kimono davon NICHTS abdeckte und dasselbe galt auch für ihre Oberweite, die nur durch eine hautdünne Rüstung, die aus dem selben Material wie der Slip bestand, wobei wohl alles ineinander verlief und EIN Kleidungsstück bildete, nur ganz gaaaaaaaaaanz knapp das wichtigste ihrer Brüste bedeckt hielt. Wer lief denn bitte SO rum!? Obwohl... irgendwie kam ihr die Kleidung shcon bekannt vor.. Entsetzt, da sie glaubte zu begreifen, was dieser Körper unter ihr genau war, hastete sie zum FLuss - na ja, sie hoppste, da die Steine auf dem Weg dorthin ihr in die Füße stachen und sie leider Gottes mehr barfuß war, als dass das, was sie an den Füßen trug, als Schuhe bezeichnet hätten werden können. Am Rand des Flusses ließ sie sich shcließlich auf die Knie fallen und sah in ihr Spiegelbild. Doch dieses erschrak sie dermaßen, dass sie unsicher zurück über ihre Schulter sah, um sich zu vergewissern, ob da jemand stand, der sie so.. berechnend und hinterlistig anstarrte. Doch da war niemand, ..wie sie befürchtet hatte.
      Langsam drehte sie den Kopf zurück zum Wasser, sah in... ja, in IHR Spiegelbild und schluckte schwer. Das war sie, oder? Sie? Also... Medusa? Sie sah aus.. wie ihr Charakter aus Wysteria! Aber wie war das möglich? War sie.. in Ohnmacht gefallen? Träumte sie? Ja, sie... sie müsste träumen! Bestimmt sogar. Das konnte unmöglich wahr sein. Wie konnte man schließlich einfach ...den Avatar eines Spieles mit Leib und Seele übernehmen? Langsam, ja sogar ziemlich neugierig, fuhr sie mit beiden Händen ihr Gesicht entlang hoch zu ihren Hörnern und berührte sie vorsicht. Sie waren glatt wie.. Elfenbein wohl wäre, wenn sie Elfenbein je berührt hätte, aber Elfenbein sah immer sehr glatt aus, also nahm sie an, dass es sich ähnlich anfühlen musste? Ihre Berührung kribbelte in.. ja, oberhalb ihrer Stirn, also.. in ihren Hörnern, nahm sie an? Also.. war dieser Traum...
      Seufzend leiß sie sich zurück auf ihren Hintern fallen, tauchte ihre Füße ins Wasser und sah zu dem prachtvollen blauen Himmel. Ein Traum huh... //Das wäre absurd.. So schnell schläft doch niemand ein.//, entschied sie bitter und ließ ihre Gedanken weiter schweifen. Wenn dies nämlich kein Traum war, sondern.. die echte Realität, wenn sie.. aufgrund dieses Add-Ons eine Möglichkeit bekam genau das zu sein, was sie immer hatte sein wollen..
      Ihre Mundwinkel zuckten leicht, ehe ein Grinsen - immer breiter und strahlender - sich über ihr Gesicht entlangzog. Sie war ihrem Leben also endlich entflohen? Sie konnte hier leben? Aber.. würde sie damit auch klar kommen? In ihrer eigenen Welt hielt sie nichts, das wusste sie. Das stand fest und darum stand es außer Frage, dass sie hier bleiben wollen würde. Aber zunächst müsste sie sich überlegen, wie sie das bewerkstelligen sollte.
      "Na, erstmal sehe ich mich um.", entschied sie, sprang auf ihre Beine - etwas wacklig, da sie diesen größeren Körper nicht gewohnt war, und sah sich um. "Okay, soweit ich weiß, habe ich mich das letzte Mal hier in der Gegend ausgeloggt, weil ich nach Materialien gesucht hatte, um sie zu verkaufen." Sie sah an sich herunter, und entdeckte einen Beutel, an ihrem Oberschenkel festgesurrt. Diesen öffnete sie und - tatsächlich - alle Materialien, die sie am Tag zuvor aufgesprürt hatte, so wie auch dieverse andere Dinge, waren darin zu finden. Sie nickte zufrieden, verschloss den Beutel weider und wollte gerade weiter, als etwas an ihrem handgelenk vibrierte. Sie sah herab und blinzelte verwudnert. Also DAS hatte sie noch nie gesehen. Was war das? Sie drückte ein wenig dran herum, wobei sich Gesundheitsleisten, sowie Skills und Attriubute offenbarten. Auch welche Arten von Sockeln sie in ihre Waffen einbetten könnte und... besonders wichtig: die Chatfunktion. Denn als sie diese öffnete, erschien ein Chatfenster wie ein großes Hologramm vor ihren Augen, in dem sie den Weltchat sehen konnte. Auch diverse private Nachrichten hatte sie, doch es shcien nichts wichtiges dabei gewesen zu sein.
      "Na, mit der Steuerung mach ich mich noch vertraut. Vielleicht gibt es da auch eine Koch oder Angelfunktion? Ansosnten.. müsste ich mir das alles beibringen................. Tze.. Wozu gibt es hirnlose Idioten, die das für mich übernehmen können?" Kaum ausgesprochen, schloss sie den Chat wieder und lief - hoppste - los. SIe war heilfroh, als sie 10 Minuten später festen und keinen steinigen Boden unter den Füßen hatte - Sand und Dreck waren doch soooooo viel besser als diese kleinen ekligen spitzen Steine!


      Shawn Morgan || Waiteh_God_of_Horizon [Counter: 03]

      Empew.full.1560931.jpgMit einem lauten Schreien und dem Zerbersten von spliterndem Holz, stürzte Shawn durch das Blätterdach von Bäumen, ehe er unsanft - aufgrund seiner Kleidung - an einem dicken Ast kopfüber hängenblieb. Ihm schwirrte der Kopf. Noch immer drehte sich alles um ihn herum. Was war gerade passiert? Er hatte doch eben seine Playstation angemacht.. oder? Wysteria gestartet.. oder? Er war im Begriff gewesen seinen Waldläufer weiterzuspielen, den er jetzt seit einer Woche nicht mehr angerührt hatte, oder? Warum also... hing er nun kopfüber in einem Baum, die Arme völlig zerkratzt und sah nur blinzelnd unter sich an den Wurzeln des Baumes, wie sein kleiner Tiger - im Spiel!! - der Baby-Tiger, den er Shiro getauft hatte, zu ihm hochsah und leise miauzte. Über ihm hörte er etwas flattern. Ja, gut, dass könnte Kilian sein, sein Adler.. Okay, was dachte er das gerade? Hatte er eine Gehirnerschütterung, dass er glaubte, dass er im Spi-- "AU!! Lass das Kilian!!", rief er schmerzend, da der Adler an seinem Bein herumpickte. Dabei zappelte Shawn so sehr, dass der dicke Ast nun doch zerbrach. Er fiel vom Baum und landete unsanft - unsanfter als gedacht - auf etwas hartes und großes, weshalb er sogleich aufjaulte. "FUCK! Was zur Hölle..!? Auuuuuu! Was ist hier los, Alter!?", schimpfte er - hielt sich den Kopf, mit dem er auf diesen harten Brocken Etwas gestürzt war, rollte davon herunter und sah zornesfunkelnd zu demjenigen, der Schuld an seinen jetzigen Kopfschmerzen war. Dann jedoch stockte er. Okay. Den anzukeifen wäre keine so kluge Idee gerade, schlussfolgerte er. Immerhin war dieser Kerl locker 2 Meter größer als er selbst und hatte 5x so viel Muskeln als er selbst!

    • Rosalina Batista || Majin Boo [Count 7]

      Traurig war das junge Mädchen im falschesten aller Körper dem Weg gefolgt. Dabei verstand sie wirklich beim besten Willen die Welt nicht. Drei Mal kamen an ihr Vogelarten vorbei, die zwar wunderschön gewesen sind mit prächtigem, einzigartigen Gefieder, doch auch ebenso sonderbaren Auswüchsen aus dem Kopf. Einer hatte seinen Schnabel auf dem Hinterkopf. Nach einer Weile war sie dann einfach stehen geblieben auf dem staubigen Weg, da der Eingang zu einem tiefen Wald sich vor ihr auftat. Rosalina zögerte eine ganze Weile. Ängstlich hielt sie ihre Hände vor den Körper und aus einem Reflex heraus krümmte sie sich leicht zusammen in dem missglückten Versuch sich zumindest minimal kleiner zu machen. Wenn es hier gruselige Vögel gab, die sie noch nie in ihrem Leben gewesen hat, was könnte sie dann alles in einem Wald erwarten. Unsicher schaute sie sich den Weg genauer an. Er schien trotz dem Dickicht nicht verwildert, ganz und gar nicht. Mit einem entmutigten, murrenden Ton drehte sie sich noch einmal um. Sollte sie vielleicht besser den Weg einfach zurück gehen? Und was wenn der noch sehr lang gewesen ist und ebenfalls an einem zwielichtigen Ort endete? Ohh... Wo hatte sie sich nur hier hinein geritten.
      Sie fummelte an ihren Fingern herum in einem nervösen Tick und atmete tief und zittrig durch. "Okey, ich schaff das...", wisperte sie sich selbst zu. "W-wenn hier Wildschweine sind oder so... ich... ich komm nicht rein, um euch zu ärgern.", sagte sie mehr um sich selbst zu beruhigen, als mögliche Tiere, die ihr etwas Böses wollten. Nach einem letzten Zögern setzte sie weiter tapfer einen Fuß vor den anderen, in der Hoffnung irgendwo anzukommen und das am besten auch noch so sicher, wie irgendwie möglich.
      Das Bild unbändiger Tapferkeit stellte sie aber nicht unbedingt dar. Noch immer vorgebeugt, die Hände vor die Brust klammernd zitterte sie mit jedem Meter, den sie sich vorbahnte. Bei jedem Geräusch - und hier gab es viele - schleuderte sie den Kopf nach rechts oder links, versuchte aber nicht stehen zu bleiben. Dabei presste sie bereits ihre Lippen aufeinander, da ihre Augen schon wieder feucht wurden. Sie wollte doch nur nach Hause... Oder zumindest erfahren wo sie hier überhaupt war. Und wie sie hier hergekommen...-
      Sie konnte den Gedanken nicht zu Ende fassen, da sich da auch schon etwas schweres auf sie stürzte. Ihr Herz setzte aus, sie stürzte schwer auf den Boden, ihr tat alles weh und sie blieb im ersten Moment einfach liegen, ohne einen Muskel zu rühren, ehe sie es einfach nicht mehr aushielt und bitterlich anfing zu weinen. "Es tut mir ja so leid! Ich wollte nicht einfach so in diesen Wald gehen!" Sie legte ihre Gesicht in die riesigen Pranken, die nun wohl ihre Hände gewesen sind und ihre Schultern wurden erschüttert vom Schluchzen. "Ich möchte doch nur nach Hause!" Es dauerte ein Weilchen, bis sie sich soweit beruhigen konnte, dass sie es schaffte ganz verweint und aufgelöst aufzusehen. Sie schniefte und musste hicksen. Wie viel hatte sie jetzt in kürzester Zeit schon geweint? Blinzelnd erkannte sie vor sich einen jungen Mann mit eigenartigen Ohren. Er war recht klein aus ihrer Sicht und es wirkte nicht so, als wäre er gefährlich. Vor allem, als ihr Blick auf ein kleines niedliches Tier zu seinen Füßen fiel. Augenblicklich versiegten ihre Tränen mit einem letzten Schniefen. War das jetzt jemand böses? Hatte er sie angegriffen? So wie er hier mit ihr auf dem Boden saß, wirkte er eher ebenso verwundert wie sie selbst.
      "Ha...hallo? Bist du... hast du... bist du jemand böses? Ich wollte wirklich nicht in diesen Wald! Wenn du mir sagst, wie ich heim komme, dann gehe ich auch sofort wieder, ehrlich, versprochen!", erklärte sie sich schnell. Vielleicht durfte sie hier ja wirklich nicht rein.

      ~ {♣} ~

      Ikuro Shirota || Evian [Count 16]

      In Ordnung, Ikuro brauchte einen Plan. Und zwar einen guten. Was war sein Ziel? Er musste einen Weg finden sich als Evian auszuloggen um das ganze Spektakel als Maincharakter wieder zu betreten. Dafür musste er zunächst jemanden vom Support finden. Aber nicht nur das. Ikuro verstand direkt was genau das für Vorteile gewesen sind das Spiel auf diese Art und Weise anzugehen. Er hob und senkte den Arm. Es war schon wirklich viel wert die Barriere der Tastatur und allgemeiner Tastenbelegung los zu sein. Somit könnte er deutlich intuitiver an die ganze Sache heran gehen. Kein verklicken mehr, keine Sichtschwierigkeiten. Jetzt hatte er Heimvorteil. Wenn er dieses Spiel tatsächlich gewinnen wollte, dann brauchte er mehr Leute mit diesem Vorteil. Leute, die sich nicht einfach ausloggen konnten oder vortäuschten einen Disconnect vom Internet zu haben. "Hmpf", machte er und hob das Handgelenk mit seinem Armband und rief die Chatfunktion auf.
      In der Zwischenzeit hatte er es sich einfach auf dem Boden vor dem Turm der Nekromanten gemütlich gemacht, in dem er im Schneidersitz sah. Diese Situation wollte jetzt schließlich nicht überstürzt werden. Das wäre sicherlich fatal. Er rief seine Freundesliste auf und schickte eine Rundnachricht an den ganzen Schlag von Pro Gamern, die er sich nach und nach so angesammelt hat. Seine Frage war simpel. Wer von euch hat das add-on bekommen. Zehn Nachrichten bekam er augenblicklich zurück. Alle mit negativem Inhalt und einige mit Beleidigungen. Das war unerfreulich. Aber natürlich musste es so kommen. Geduldig wartete er noch auf die zehn nächsten Nachrichten. Auch alle Pleiten. Genervt stöhnte er auf. Was für Schwachmaten! In Ordnung also halfen ihm seine zuvor gesammelten Mates erstmal nichts. Er brauchte neue Leute und zwar dringend. Er selbst wollte in dieser Gegend wirklich nicht einfach irgendein Gesuch schalten. Zumal er wirklich nicht vorhatte diesen Charakter hier weiter zu spielen. Nein, er musste anders schon mal an Leute rankommen und da kam ihm direkt jemand in den Sinn, den er mit seinem Maincharakter schon öfter angeschlagen hat; Dusty.
      Wie auch immer diese komische Frau sich unterhalten hielt, sie war wie eine Ratte, sie wühlte überall herum. Sicherlich hat sie bereits einige Informationen zu diesem Add-on rangeklotzt und würde auch wissen, wie man den Charakter wechseln kann. Und selbst wenn nicht, so gab es zumindest in Teleron ständig Accounts von der Spielefirma herum laufen. Da könnte er also direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
      Aus seinem Inventar zückte er eine Karte heraus und breitete sie vor sich auf dem Boden aus. Ja auch vom Weg her ist es sinniger gewesen nach Teleron zu reisen. Den nächsten Informanten auf den man sich einigermaßen verlassen konnte fand man nie so wirklich schnell auf, weil er im Gegensatz zu Dusty durch die ganze Welt tuckerte. Und so bestechlich wie die junge Frau war er auch nicht. Also war der Entschluss gefasst. Er studierte noch einen Moment den Weg, den er nehmen musste und sprang dann schließlich wieder auf die Beine. Prüfend sah er in seinen Geldbeutel. Hervorragend, zumindest ein bisschen hatte er ansammeln können. Das würde locker für die Vermietung eines Pferdes reichen. Bester Dinge schlenderte er also in das Dorf der Nekromanten, bestens gelaunt sei dazu gesagt. Innerlich malte er sich bereits aus welche Rüstungen er immer schon am besten fand an seinem Hauptcharakter und welche er unbedingt zumindest einmal tragen musste. Kurzerhand hatte er sich ein untotes Pferd gemietet für einen Preis von 2.000 Rubel und Ikuro musste gestehen, dass das alles so echt und hautnah echt ganz anders aussah. Deutlich respektabler. Neugierig berührte er die dunkelblauen Flammen, die anstatt einer Mähne auf dem Gefährt wuchsen. Zumindest er als Dämon verspürte dadurch keinerlei Schmerz. Es war eher lauwarm. Praktisch. Mit einem Ruck schmiss er sich in den Sattel. Zwar hatte er reiten geskillt, allerdings war er doch ein bisschen unsicher für den Moment, weswegen er sich dafür entschied im Trab voran zu schreiten und dann die Geschwindigkeit zu erhöhen, wenn er sich sicherer fühlte.
      Und dabei hatte er das breiteste, unschuldigste Grinsen auf dem Gesicht, das ein Junge nur haben konnte. Der Wind, der ihm ins Gesicht wehte, die tatsächliche Körperliche Beteilung und diese Sagenhafte Landschaft. Daran wollte er sich wirklich gewöhnen. Er fand keinen einzigen Grund, warum man gerade lieber in der echten Welt sein wollte.

    • Zoe Carter || Dusty [Counter:4]
      Gerade als die katzenhafte Frau nach dem kaputten Ärmel des Engels griff, vibrierte ihr Arm erneut, doch in einem anderen Intervall. Wäre es nicht so gewesen, hätte sie es direkt ignoriert. Ihr Character war zu bekannt und zu sehr mit anderen Spielern verknüpft, als dass sie in naher Zukunft wieder ein Gefühl in ihrer Hand bekommen würde, das nicht mit einer Nachrichtenvibration zu tun hatte. "Nicht je-", gerade wollte sie die Nachricht wegdrücken als sie den Namen laß. Lillith_Dawn. "Das ist wirklich nicht der beste Zeitpunkt um mir Müll andrehen zu wollen..", beschwerte sie sich laut vor sich hin, gar nicht bemerkend, wie der Engel bei der Vibration etwas neugierig wurde und ihr über die Schulter schaute. Obwohl sie sich von Außen betrachtet über den Spieler beschwerte, lief ihr ein kleines Grinsen über die Lippen. Wer auch immer hinter diesem Character saß, hatte gar keine Ahnung davon, was er teilweise für Kostbarkeiten mit sich herum trug oder gar was sie mit dem vermeintlichen 'Müll' in den letzten Monaten schon an Geld gescheffelt hatte auf dem Schwarzmarkt. Aufgrund dieser lukrativen Geschäftsbeziehung hatte er den Kontakt von Lillith in eine besondere Gruppe in ihrer Kontaktliste geschoben, daher auch der veränderte Vibrationsintervall. Nicht unpraktisch, das musste sie zugeben. Angenehmer als dieser laute nervige Nachrichtenton, den man ertragen musste am Computer. Um nicht für immer mit diesem empathielosen Engel zusammen zu sitzen, entschloss sie sich doch ihr zu antworten.


      Dusty: Ich habe schon seltsamere Fragen heute gehört, das glaub mal. Ich weiß alles und ich weiß nichts, komm zum Springbrunnen in Teleron und wir reden drüber. Bring mir etwas schönes mit. ♥ Du weißt, wie es läuft.


      Den Teufel würde sie tun, als Erstes durchblicken zu lassen, in was für einer verrückten Situation sie sich befand. Sie wusste ja nicht, ob Lillith ähnliche Erfahrungen gerade machte, oder ob sie sich nur über den neusten Klatsch und Tratsch informieren wollte. Shin war so dumm gewesen es selbst auszusprechen, als wäre es das Normalste der Welt, jedoch war Shin auch nicht der Hellste. Ein Engel, der seinen Flügel verkauft, obwohl sein Counter den Flug benötigt? Wie planlos konnte man nur sein? Außerdem bezahlte er sie täglich für mögliche Informationen über die Counter-Exchanger, die ihre Runden durch die Reiche drehten. TÄGLICH! Sie bekam an manchen Tagen Geld dafür, ihm zu sagen, dass sie keine Ahnung hatte, wo er war, denn... Auch 'keine Information' zu haben, war letzten Endes eine Information. So verkaufte sie ihre Unwissenheit genauso wie ihre anderen Waren, zumindest bei Spielern, bei denen sie es sich leisten konnte. Auch sie legte sich nicht mit den falschen Leuten an, denn die fehlenden Kampftechniken in ihrem Character-Design erschwerten es ihr das Reich zu wechseln und einfach unterzutauchen. Sie war auf ihre Kunden und unwissende Neulinge angewiesen um nicht an ihrem eigenen Counter zu Grunde zu gehen.
      Zoe konnte davon ausgehen, dass Lillith kommen würde, auch ohne dass sie auf ihre Antwort warten musste. Sie war schon sowas wie ein fester Teil ihrer Kundschaft, also versuchte sie die Zeit sinnvoll zu nutzen. "Shin, lauf eine Runde um den Block und komm dann wieder zum Springbrunnen.", wies sie den fragwürdigen Engel an, damit sie in Ruhe ihrer Recherche nachgehen konnte. "Hm. Okay.", antwortete er ohne irgendetwas zu hinterfragen und verließ sie einfach. Einen Moment sah Zoe ihm noch grinsend nach, bevor sie zum Springbrunnen ging, ohne Probleme mit ihren Händen die Engelsstatue hochkletterte, die daneben stand, und sich auf dessen Kopf sogleich setzte. Es ging total mühelos. Einen Moment betrachtete sie ihre Hände, mit ihren spitzen Fingernägeln. Sie waren minimal rau, fast wie die Hände ihres echten Körpers, da sie ihren Character nicht für den Kampf im herkömmlichen Sinne nutzte. Sie war völlig auf Ausweichen geskillt mit besonderen Bootern und Items und hatte all ihre Energie in die Perfektion ihrer Fähigkeit 'Taschendiebstahl' investiert. In einem Kampf war es beinahe unmöglich sie zu treffen, trotz ihres geringen Counters, und mit einer einfachen Handbewegung und einem Leuchten auf der benutzten Handfläche stahl sie so legendäre Gegenstände ihres Gegners einfach so während des Kampfes. Hatte sie, was sie wollte, floh sie und opferte dafür auch gerne den ein oder anderen Counter im PVP. Für das Geld, das sie einnahm dadurch, konnte sie bisher gut andere Spieler bezahlen, die völlig blank waren, ihr seinen Counter zu verraten und so blieb sie bisher immer auf einem akzeptablen Stand.

      Dieses Wissen vermag ihr in dieser Situation zwar nicht helfen, doch sie hatte ihre Kontakte überall in Wysteria. Sogar manche Moderatoren handelten heimlich mit ihr auf Neben-Accounts. Wenn sie so nicht an Informationen über diesen Quatsch kam, dann würde niemand etwas besseres wissen... Allerdings wagte ihre Rationalität es eigentlich anzuzweifeln, dass ein einfaches Add-On solch eine fatale Wirkung haben würde. Jedoch hatte sie für's Erste keinen weiteren Anhaltspunkt, also filterte sie ihre Nachrichten erst einmal danach. Die Meisten waren gerade zu nichtssagend. Spieler fragten, ob das Add-On schon verschickte wurde, ob es eine erneute Welle geben würde, welche den restlichen Spielern die Vergünstigungen auch erlauben würde, ob sie eine Art Liste darüber hatte, welche Spieler schon mit dem Add-On eingeloggt waren, usw. "Eine Liste, huh..?" Diese Anfrage war vielleicht gar nicht mal so eine dumme Idee. Es konnte nur von Vorteil sein, wenn sie sich zumindest informierte, welche Spieler es besaßen und welche nicht. Gleichzeitig könnte sie bestätigen oder ausschließen, dass das Add-On mit diesem Zwischenfall zusammen hing. Schnell verstand sie das System des Inventars und konnte sich aus diesem einen virtuelles Pergament heraus ziehen. Es hatte wie ein Computer unendlich Platz und so startete sie die Liste, mit dem Ersten Spieler, der ihr aufgefallen war: Shin. Beziehungsweise, dem Ersten Spieler, der sich ihr gerade zu aufgezwängt hatte. Einen Moment, nachdem sie den Namen eingetragen hatte, sah sie noch einmal skeptisch auf ihr Armband. Hatte Shin auch so eins getragen? War das ein universelles Merkmal für das Add-On? Sie wand ihren Blick durch die Menge, doch niemand sonst in ihrer Nähe, schien eines zu tragen. Darauf würde sie gleich achten, wenn sie Shin wieder sah, doch bis dahin beschloss sie ihren Ärmel weiter hinunter zu ziehen und das Armband abzudecken. So nutzte sie die weitere Zeit um ihre Chatlogs durchzugehen und sich durch Klatsch und Tratsch erzählen zu lassen, wer behauptet, er hätte das Add-On und wer nicht.


      Cornelius Hutch || Shin [Counter:15]
      "Shin, lauf eine Runde um den Block und komm dann wieder zum Springbrunnen.", wies die katzenartige Frau ihn an, und ohne zu Zögern nickte er wie selbstverständlich. "Hm. Okay." Auf direktem Wege begann er seinen Rundgang und sah sich um. Während er am Gasthaus vorbei ging, dachte er an sein Zuhause. "Habe ich heute überhaupt gefrühstückt?", fragte er mit seinem Blick hinunter auf seinen Magen, als würde dieser antworten. Er vergaß manchmal tagelang Essen zu sich zu nehmen, weil seine Reizschwelle viel höher lag als bei anderen Menschen. Bis er Schmerz oder Hunger empfand, mussten beinahe tödliche Höhen erreicht werden und selbst dann war es nur ein sehr schwaches Gefühl für ihn. Lediglich die körperlichen Einschränkungen bekam er mit. Er dachte zurück. Er war zuhause gewesen, bevor er hier nass wurde. Richtig? Er hatte ein Kuchenstück aus dem Kühlschrank genommen und war auf sein Zimmer gegangen. Er hatte das Spiel gestartet und was dann? War es das?
      "Der Kuchen wird bestimmt jetzt in meinem Zimmer schlecht.", stellte er trocken fest, bevor er seinen Weg wieder antrat. Er betrachtete alle möglichen Wesen vor sich, aber er spürte kein Staunen oder Angst oder Glück. Kein äußerer Einfluss erreichte ihn. Er wanderte nur umher und bemühte sich mit seinem Flügel nicht wieder umzukippen.
      Ehe er sich versah, betrachtete er skeptisch die Häuser um sich herum und kratzte sich am Hinterkopf. "... Ich habe mich verlaufen.", akzeptierte er die Tatsache, das er nichts um sich herum wieder erkannte. Keinen Felsen, kein Gebäude, keine Figur. Er hatte keine Ahnung, wie er die Karte in dieser Situation öffnete, oder den Chat, oder sonst irgend etwas. "Dusty wird nicht erfreut sein.", vermutete er und versuchte ein paar Passanten anzusprechen, doch sie alle gingen bei seiner Miene einfach weiter. Die wenigen, die stehen blieben, nahmen seine Hilfsanfrage durch seine emotionslose Miene gar nicht ernst und nahmen den Weg auch direkt wieder auf. "Das ist okay, wenn niemand Zeit hat. Ich find schon irgendwo hin.", akzeptierte er wie zuvor das Geschehene und taumelte verloren in der Stadt umher.
    • Adrian J. Kain | Lillith_Dawn | Counter 14


      Das erste Mal in seinem Leben hatte Adrian tatsächlich Mitleid mit der weiblichen Bevölkerung der Welt. Hohe Schuhe waren die Hölle. Unebener Boden glich einem wahren Parkour, von der unangenehmen Haltung und die dadurch hervorgerufenen Schmerzen rangen dem jungen Gamer durchaus Respekt ab. Wie viele Frauen taten sich diese Strapazen an um für einen Anlass oder einfach für ihr eigenes Ego gut auszusehen? Adrian konnte es nicht nachvollziehen. Er erfluchte die verdammten Spiele- und Grafikdesigner, welche auf diese Schnappsidee gekommen waren und den weiblichen Charakteren haushohe Heels zu verpassen. Zuvor hatte es den jungen Mann zwar verwundert, er hatte sich jedoch nichts dabei gedacht, als erLillith erstellt hatte. Sie sah sexy aus, war wohl der Traum eines jeden Mannes und im normalen Interface merkte man nicht die hohen Absätze. Ihre Angriffe und Bewegungen waren schnell und zielgenau - ganz anders als jene Bewegungen, welche Adrian zu Beginn ausgeführt hatte. Seine ersten Laufversuche könnte man viel eher als stolpernden Versuch zu Stehen betiteln. Doch nach gefühlten Stunden gelang es ihm erstaunlicherweise, sich so zu bewegen wie sein Spielcharakter es üblicherweise tat. Dusty hatte auch auf seine Frage hin geantwortet und seufzend schüttelte er den Kopf. Diese Item- und Informationshändlerin war mit Vorsicht zu genießen. Natürlich interessierte sie lediglich ihr eigener, gefüllter Geldbeutel sowie diverse Counterpunkte. Dank seiner Aufgabe war sein Inventar jedoch jedes Mal mit für ihn nutzlosen Gegenständen gefüllt und sie eine treue Abnehmerin dieser. Und ihre Informationen waren jedes Mal korrekt und retteten ihm ab und an wirklich das Ingame- Leben. In Teleron würde sie auf ihn warten, soweit so gut. Er war vor den Stadttoren eben genannter PvP- freien Zone. Prüfend blickte er in seinen Lederbeutel. Für diese skurile Geschichte musste er ihr schon etwas wertvollere als Beginner-Items liefern. Wo hatte er nur.... Adrian könnte schwören, dass er gestern noch einen seltenen Ring bei einem PvP gewonnen hatte. Einzig die Attributsboni brachten ihm nichts und waren eher für eine Magierklasse bestimmt als für einen Assassinen. Vielleicht war der ja wertvoll genug für Dusty, zumindest könnte er ein hübsches Sümmchen bei einem Nekromanten einbringen. Zufrieden damit atmete er nochmals tief durch und strich sich das braune Haar ordentlich. Adrian musste vorerst als Lillith agieren, sich als Frau geben damit er nicht gleich für völlig verrückt abgestempelt werden würde. Wie genau er Dusty seine momentane Lage erklären sollte wusste er beim besten Willen noch nicht.

      Den weiblichen Körper gradigend betrat der die wie immer überfüllte Handelsstadt Teleron. Wie üblich waren die engen Gassen überfüllt und buntes Stimmengewirr erfüllte die staubige Luft. NPCs gingen ihren programmierten Wegen nach und führten die üblichen Unterhaltungen. Dieses Mal wirkten sie jedoch so real, abgesehen davon, dass hier wohl jede Rasse vertreten waren. Oger schlugen mit eisernen Hämmern auf glühendes Schmiedeeisen ein, Tierwesen boten ihre Waren als Händler feil und diverse Klassen-Meister standen mit verschränkten Armen an ihren festen Spots und sahen schweigend in das Getummel. Natürlich waren auch diverse Spieler anwesend, welche die Anfängergebiete bereits verlassen hatten. Am Beliebtesten Schienen wirklich die Engel oder Dämonen-Rassen zu sein, von denen sah man tatsächlich einige umherlaufen. Kurz blieb Adrian einfach inmitten der Straße stehen und ließ diese neuen Eindrücke auf sich wirken. Auf einem Bildschirm wirkte diese Stadt wie jede andere in solchen MMORPGS. Doch jetzt, wo er sich selbst in dieser Welt befand wurde ihm erstmals bewusst, wie groß diese eigentlich war. Die Steine der Gebäude, der gepflasterte Boden... einfach alles war real. Kurz hob er den Kopf in die Luft und konnte aus einem Gasthaus den Geruch von Essen wahrnehmen. Sonst war es immer eine einfache Wahl, dass man entweder Nahrung -welche weniger dafür aber länger die LP generierte- oder Heiltränke zu sich nahm. Jetzt, wo er aus dem Spiel nicht entkommen konnte, würde er wohl auf beides zurückgreifen. Schließlich setzte er sich als Vampirin wieder in Bewegung und grüßte einige ihm bekannte Spieler, welche ihm entgegenkamen. Insgeheim fragte er sich, was bei demjenigen geschehen würde, wenn er ihn oder sie ansprechen würde. Normalerweise tauschte man Emotionen aus, ein einfaches Handheben oder eine Verbeugung. Jetzt war er jedoch nicht mehr auf den Chat angewiesen und fragte sich, ob bei ihm dann ebenso ein Dialogfeld aufpoppen würde wie bei den NPCs zum Beispiel. Oder aber der Spieler würde eine Chatbenachrichtigung erhalten.... So viele Fragen schwirrten in seinem Kopf umher, doch vorerst hielt er sich zurück und eröffnete keinen der Anderen, dass er das angebliche Add-on bekommen hatte. Bei einem naheliegenden Händler wurde er den unnötigen Schrott los. Es war ermüdend, was man manchmal von den mehr oder weniger gelungenen Taschendiebstählen erhielt. Nachdem er einen Itemstapel einfacher Seile, Stoffetzen und Holz verkauft hatte, Dinge die nicht einmal für ein Handwerk gebraucht wurden.
      Damit fertig wandte er sich um und lenkte seine mittlerweile halbwegs eleganten Schritte zum zentralen Brunnen in dem Zentrum der Stadt. Einige bekannte männliche Charaktere nutzten das Kiss-Emote um ihn zu grüßen und Adrian grinste nur darüber. Wenn diese Idioten wüssten, dass er im wahren Leben ein Kerl ist... Sie wären am Boden zerstört. Zu seinem kleinen Vorteil hatte er sich im Chat angewöhnt, durchaus einer Frau ähnlich viele Emojis zu verwenden, was seine Farce aufrechterhalten hat. Einige von diesen Typen hatte er sogar versucht zu bestehlen, wenn er erwischt wurde, was bei gut jedem zweiten Versuch geschah, gab er sich als unbeholfene Gamerin auf, welche ja noch ein Noob auf diesen Gebieten wäre. Damit wurde ihm meistens verziehen und wenn nicht tötete er seinen Gegner spielend leicht im PvP. Damit konnte man durchaus seinen Counter hochschrauben, solange man nicht verlor natürlich.

      Der Brunnen tauchte vor ihm auf und die engen Straßen weiteten sich zu einem großen Platz in dessen Mitte ein aufwendig verzierter Brunnen stand. Kristallklares Wasser ergoss sich über drei Abschnitte letztlich in das Brunnenbecken und Staturen von Storyrelevanten Charakteren zierten das marmornen Gebilde. Suchend blickten seine rotvioletten Augen umher, bis er eine gewisse Katzendame sichtete; Dusty. Mit dem gewohnten, einnehmenden Lächeln der Vampirdame trat er auf sie zu und zögerte kurz, ehe er sich entschied, normal zu sprechen statt einer Chatnachricht zu schreiben.
      "Da ist ja meine Lieblingsinformantin. Hallo Dusty!", begrüßte er sie in gewohnter Manier. Adrian wollte kein unnötiges Aufsehen erregen und noch ehe er seine Frage stellte kramte er nach dem Ring und einem Erz für die höhere Schmiedekunst. Beides überreichte er der Luchsdameund kurz war er wirklich versucht, diese Ohren zu berühren. Das hatte er schon immer mal tun wollen, allerdings wäre dann seine schauspielerische Täuschung zunichte. Dusty nahm seine Gabe an und er setzte zu seiner Frage an.
      "Ich habe noch eine durchaus wertvolle Information als Zusatz zu den Items. Ich bin einer derjenigen, welche das Add-on erhalten haben. Allerdings... Es scheint mir, als könnte ich mich neben diversen anderen Problemen...." Seine schmerzenden Füße beispielsweise. " ...nicht ausloggen können. Weißt du, was der eigentliche Inhalt der Erweiterung ist und welche...Besonderheiten es gibt?" Adrians nunmehr weibliche Stimme nahm einen lauernden Tonfall an. Er hatte nicht explizit gesagt, dass er in diesem verdammten Körper feststeckt und diese verfluchten Heels tragen musste. Noch nicht, je nach Antwort der Katzendame würde er sich ihr anvertrauen oder wieder seiner Wege gehen.


      Daniel O'Conner |Asmodan_the_Great | Counter 6


      Warum zur Hölle war hier nichts außer totem Land und komisches Geheule in der Ferne? Er suchte eine verdammte Stadt wo ihm jemand Rede und Antwort stehen konnte! Leider besaß er weder ein Reittier noch einen Teleportstein um sich einfach in die nächstgrößere Stadt zu bringen. Wo er sowas herbekommen würde wusste er auch nicht wirklich. Nervös spähte er in die Richtung, aus der er das Geheule wahrgenommen hatte. Es klang wie das von Wölfen...hoffentlich begegnete er diesen nicht, er hatte keine Lust herauszufinden, wie sterblich er in diesem Mist wirklich war. Seine Anwältewürden die Spielemacher auf Millionen verklagen wenn er hier rauskäme! Er würde sie auf Schmerzensgeld verklagen und allem anderen, was ihm einfiel. Und sie schuldeten Daniel diesen Körper im realen Leben, oh ja! Und dann würde er mit einem teuren Sportwagen von den Millionenerlös zur Schule fahren und Bradley in Grund und Boden stapfen! Er würde sich wundern. Erst entkam ihm ein höhnisches Lachen ehe ihm klarwurde, dass er noch immer nicht wusste, wie er hier herauskommen würde. Wütend grummelte Daniel vor sich hin als seine großen Füße ziellos gerade aus gingen. Wenn er wenigstens wüsste wie er die Minimap aufrufen konnte.... Aber nicht einmal das hatte er je wirklich genutzt oder gar bei dem Tutorial beachtet. Davon genervt stampfte er weiter. Das Schild war viel zu schwer, die Hellbarde unhandlich. Wer erfand so einen unausgeglichenen Charakter? Also wenn er ein Spiel entwickeln würde, wäre alles besser und es würde nicht solche Fehler hervorrufen... Er hasste es. Oh ja und wie! Er hatte weder Lust zu kämpfen noch irgendetwas in diesem verfluchten Spiel zu erledigen....


      "ZUR HÖLLE NOCHMAL, IST HIER IRGENDJEMAND?!", brüllte er ungehalten mit der genialen, Tiefen Stimme seines Charakters. Diese donnerte über das kahle Land. Natürlich kam keine Antwort... das war ja abzusehen und trotzdem ärgerte es Daniel maßlos. Einzig seine gigantische Größe warschmeichelhaft für sein angekratztes Ego. Hach wäre sein echter Körper doch nur so groß und Muskelbepackt.... Die weißen Haare waren zwar nicht so schön wie sein sonnengoldener Schopf aber sie taten es auch.
      Tief in Gedanken lief er einfach weiter und achtete gar nicht auf die dunkle Umgebung des Zwilichtes. Undertaker hieß seine Fraktion soweit er wusste und war irgendein dunkles Reich. Soviel wusste er. Ach was sagte er da, er wusste vieles. Ihm war nur kein passendes Beispiel zur Hand doch steckte er die Noobs hier ganz klar in die Tasche mit dieser riesigen Hellbarde.

      Plötzlich prallte er gegen eine deutlich kleinere - wie genial sich das anhörte- Gestalt und zog missbilligend die Brauen hoch. Er rieb demonstrativ über seinen Oberkörper, doch durch die schwere Rüstung hatte er kaum etwas gespürt.
      "Pass doch auf, man!", maulte Daniel sogleich und war überrascht, dass diese Dämonenstimme wie das Knurren eines gefährlichen Raubtieres Klang. Er betrachtete die Frau vor sich und bemerkte die Hörner, welche aus ihrer Stirn stachen. War sie auch eine Dämonin? Nein, sie sah anders aus als in der Charaktererstellung der Rasse. Was auch immer sie war, sie trug dasselbe Armband wie er. Hatte sie auch das Add-on? Er wusste es nicht, sie sah jedoch recht harmlos mit ihren großen Augen und dem dunklen, violetten Haar aus.
      "Sag bloß du gehörst auch zu denen, die dieses fucking Add-on bekommen haben? Wurdest du auch in das Spiel gezogen? Ich dachte es wäre ein Stromausfall und dann war ich hier, in diesem tollen Körper. Wenn meine Anwälte das erfahren werden diese Entwickler ihr blaues Wunder erleben!", plapperte Daniel darauf los. Ihm war ganz egal ob es sie interessierte oder nicht, er hätte endlich eine Menschenseele gefunden und diese wäre jetzt sein Ventil.
      "Ich bin Daniel übrigens. Und der schlimmste Albtraum in diesem Spiel!", stellte er sich gebührend vor und hob zum Zeichen seine Hellbarde stolz empor. Neugierig beäugte er nun die Drachendame vor sich und wartete auf ihre Vorstellung und ihre Antwort bezüglich seiner Misere.
      "Hahaha! It's the purest kind, my dear.
      Reality!
      True passion!
      After all, the world is a stage. And a stage is a world of entertainment."

    • Shawn Morgan || Waiteh_God_of_Horizon [Counter: 03]

      Empew.full.1560931.jpgShawn starrte wie geohrfeigt diesen Muskel bepackten älteren ...Krieger an. Zu mindestens nahm er anhand dessen Ausstattung und der an dessen Seite baumelnden Waffe einfach mal an, dass es sich bei diesem Menschen um einen Krieger handelte. Ja, wenn er shcon irgendwie annehmen musste, dass er aufgrund einer Gehirnerschütterung - wodurch auch immer... ja, vielleicht hatte ihm sein großer Bruder eine geknallt, weil er unerlaubterweise an dessen X-Box gewesen war - in einem Koma gelandet war und deshalb die Welt Wysterias sich vor seinen Augen aufgebaut hatte, indem es so schien, als ob er in diese gezogen geworden war, dann könnte er auch durchaus annehmen, dass er nicht die einzige Person war, die sich in dieser von ihm aufgebauten Welt befand. Und natürlich würde nur sein krankes Gehirn dafür sorgen, dass ein alter von Muskeln überwucherter Mann lauthals zu weinen und zu jammern begann, wie ein kleines Mädchen. Ja, sein Gehirn machte wollte wohl damit sein eigenes Ego pushen. Einerseits: Danke, Gehirn! Andererseits... wie abartig war das bitte?? Und noch immer schmerzte ihm der Kopf ungeheuerlich, nach diesem Halsbrecherischen Sturz. Die Hände an den Kopf haltend, ließ er diesen seltsam benehmenden Mann nicht aus den Augen. "Du redest und heulst ganz schön viel..", murmelte er genervt. "Weißt du eigentlich, dass ich mir wegen dir die Hals hätte brechen können?", keifte er, nun da er annahm, dass dieser weinerliche Typ vor ihm, wohl kaum im Stande war ihm ein Haar zu krümmen, wenn er sich am laufenden band entschuldigte und wie ein kleines Kind jammerte, dass er nachhause wollte. Kein Risiko also, mal die Klappe etwas aufzureißen. "Und was jammerst du überhaupt so rum? Wenn du heim willst, dann geh doch einfach. Und wenn ich raten müsste, wo wir sind, dann" Er sah sich kurz prüfend um. "Ah.. ja, ungefähr da, wo ich mich letztes Mal ausgeloggt habe. Mein Hirn kann sich ja doch mehr merken, als ich angenommen hab. Sind in einem der Anfängegebiete Wysterias.. Interessant. Wenn ich schon davon träum, könnte ich doch wenigstens davon träumen, wie ich den Highscore bekomme und das Spiel als großer Held beendet habe. Und wenn das ein durch Koma hervorgerufener Traum ist, dann könnte ich mir doch durch die Vorstellung alleine Sachen heraufbeschwören oder sie verändern, oder?", sprach er eigentlich mehr mit sich selbst, verschränkte die Arme vor dem Brustkorb, schloss die Augen und dachte: //Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln! Ich will heiße Fangirls, die mich anhimmeln!//, dachte er ein innerlich wohl nie endendes Mantra, ehe er zögernd ein Auge langsam öffnete, um zu überprüfen, ob sein Wunsch und die Vorstellung dieser heißen Fangirls sich erfüllt hatte, ehe er vor Schreck die Augen aufriss und brüllend rücklings zu Boden fiel, da das hässliche alte Gesicht des Mannes direkt vor seinen Augen gewesen war. "WAAAAAAAAAAHHH! Komm mir doch nicht so nahe! Was bist du bitte für ein Freak!? Ich wollte heiße Fangirls und keinen ekelhaften alten Mann, der mir ins Gesicht starrt!! Wieso funktioniert mein Hirn heute bitte so kacke nur!? Ich will sofort aufwachen, wenn ich es nicht mal schaffe ein einziges heißes und richtig süßes Mädchen, das mich anhimmelt, heraufzubeschwören!", schimpfte und fluchte er lauthals, ehe Kilian, der kleine Babyadler, sich auf seine Schulter niederließ und dessen gefiederten Kopf an seine Wange schmiegte - wohl um SHawn zu beruhigen. "Du... bist keine Hilfe, Kilian.", seufzte er genervt, setzte sich grummelnd in den Schneidersitz und sah diesen seltsamen Mann erneut durchdringenden Blickes an. "Was sollst du eigentlich darstellen? Einen Barbaren-Krieger oder was? Gab es keinen, der besser zu deinem weinerlichen und mädchenhaften Charakter passte? Keine Ahnung.. ein Mädchen vielleicht? Gibt doch etliche Kerle, die ein Mädchen oder eine Frau als Avatar wählen, vor allem, wenn sie eh shcon sehr.. fraulich sind oder wiel es ihnen eben besser gefällt. Muss ja zugeben, dass manche männliche Avatars im SPiel wirklich ziemlich schwul aussehen. Da hab ich bei meinem noch Glück gehabt. Aber stell dir nur vor, dass ich den Elfen als Heiler genommen hätte! Das wäre ein Untergang für jeden Kerl, der etwas auf sich hält, gewesen. Bin shcon ganz froh drum. Außerdem hätte ich keine Lust andauernd anderen helfen zu müssen oder auf andere angewiesen sein zu müssen, die dann noch ne Gegenleistung erwarten. Ist doch echt zu viel des Guten, oder?"


      Aleksandra 'Aleks' Walton || Medusa_DragonEmpress [Counter: 13]


      Nachdem sie eine Weile aufgrund der stechenden und ins Fleisch stechenden Steine eher albern umher gehüpft war und es wirklich dauerte, dass sie sich an den sandigen und Stöckchen übersehten Matschweg gewöhnt hatte, genoss Aleks nun jeden ihrer Schritte im weichen Gras entlang der Bäume. Ihre Schritte wie federnd, strich sie mit den Händen an den Bäumen entlang, an denen sie vorbei lief und atmete tief diese so viel frischere Luft ein, als jene, die sie von zuhause gewohnt gewesen war. Das Rauschen der Blätter, das Knistern der Sträuscher, aus denen wilde und teilweise unbekannte Tiere herausliefen, nur um bei ihrem Anblick die sofortige Flucht zu ergreifen, erfüllte die junge Drachendame mit einem wohlen Gefühl der Zufriedenheit, das sie shcon lange nicht mehr empfunden hatte. Es war zwar ein Schock, dass sie nun in dieser Welt in einem völlig fremden Körper festsaß, aber gleichzeitig war es die Erfüllung ihrer Träume geworden. Wer erträumte sich immerhin nicht seiner eigenen grausamen Realität zu entfliehen, nur um das sein zu können, was immer man sein wollte? Das Leben zu leben, das viel eher zu einem passte, als ein Leben, durch das man sich viele, viele Jahre lang nur durchquälen musste, um überhaupt gehört zu werden. Doch im Prinzip wurden nur die Starken und Mächtigen gehört, alle anderen wurden stets ignoriert und als Versager abgestempelt. Was für eine grausame Welt dies doch war, in der ein jeder von ihnen hineingeboren wurde und ein jeder selbst schauen musste, wie er mit den Gegebenheiten klar käme.
      Sie hob beim Laufen ihre Hand, die noch eben an einem Baum lag und musterte diese eindringlich. Ihr Avatar.. war ein Drachenhybrid. EIn Schattenpriester. Also... verfügte er über magische Kräfte, die Leben nehmen und geben konnte. Nur ...wie? Wie konnte sie diese in ihr inne wohnenden Kräfte erwecken? Nicht, dass sie am Ende auf dem Friedhof landen würde, nur weil sie sich nicht mal gegen ANgriffe gegen einen einfachen Wolf wehren oder sich gegenheilen könnte. Ja, das wäre shcon irgendwie peinlich. Und wie könnte sie sich überhaupt verwandeln? Sie wusste, dass sie noch 2 weitere Formen als Drachenhybrid beherrschte, allerdings hatte sie nur die größere Form wirklich ausprobiert am PC. Und nun ...wüsste sie nicht einmal wie sie diese entstehen lassen könnte. So wäre das Überbrücken von größeren Distanzen wesentlich einfacher.
      "Vielleicht funktioniert es ähnlich wie bei.. Naruto? Oder Dragonball? Das Chakra oder Ki sammeln und uh.. irgendwie... rauslassen?", übrelgete sie mit zur Seite gelegtem Kopf und grübelndem Gesichtsausdruck. Dabei versuchte sie sich auf die Innenfläche ihrer ausgestreckten Hand zu konzentrieren, wobei ihre Augen diese wie gebannt fokussierten. Doch im nächsten Moment, anstatt dass ihre Hand etwas enstehen ließ, gab es ein lauten Knall direkt neben ihrem linken Fuß, sodass sie panisch zur Seite sprang und sich eilig umsah, wer sie gerade angegriffen hatte oder.. was das überhaupt war. Dort, wo sie gestanden hatte, war das Gras leicht angesenkt und.. ihre linke Hand glühte violett auf. Doch nachdem sie ein paar Mal völlig verwirrt geblinzelt hatte, war das Glühen verblasst. Nur ein leichtes Kribbeln blieb in ihrer Hand zurück. Okay... Kontrolle war etwas völlig anderes! Das war wohl eine der Standardanriffe, die man sogar als Anfänger prinzipiell sofort beherrschte. Beherrschung.. Ja, das was sie gerade zeigte, kam... nicht einmal ansatzweise der Bezeichnung 'Beherrschung' dieser Standardfähigkeit nahe! "Das kann ja heiter werden..", murmelte sie über sich selbst, ehe sie sich wieder in Bewegung setzte und dabei ständig ihre Hände abwechselnd betrachtete - konzentriert darauf ein wenig magische Energie erscheinen zu lassen und diese eventuell kontrollieren zu können. Ohne diese wäre sie als Schattenpriesterin oder allgemein als Kreatur mit magischem Hintergrund vollkommen aufgeschmissen.
      Nach einer Weile, sie hatte es gerade erst geschafft eine Miniatur-Lichtkugel von einem Maß von vielleicht 1 oder 2cm Durchmesser in ihren Händen erscheinen zu lassen - sie hoffte zu mindest, dass dies aufgrund ihres Willens entstanden war -, als sie auch schon gegen ein hartes Hindernis stieß. Die Lichtkugel verschwand, das Mädchen prallte leicht zurück und spürte einen kurzen Schmerz in ihrer Schulter, ehe sie aufgrund der knurrenden Stimme zusammenzuckte und hochsah. Bei dem Anblick dieses... Dämons? war sie im ersten Moment doch ein wenig eingeschüchtert. Nicht einmal in ihrer Welt hätte sie sich mit jemandem angelegt, der aussah, als könnte er ein Serienmörder sein. Doch im nächsten Moment, er begann weiter zu reden, entspannte sich ihre Körperhaltung. Was war denn das für einer? Anwälte? Toller Körper? Der Schrecken des Spiels? Was hatte der denn bitte für mentale Probleme? Der shcien ja so gar nicht zu wissen, was er denken oder tun sollte. Einerseits shcien er sich total zu freuen, dann wieder zu ärgern und dann hielt er auch nicht hinter dem Busch, um mit seinen unglaublichen Fähigkeiten anzugeben. Schmunzelnd zog sie darum nur eine Braue hoch, erst recht seitdem er sie auf das Add-On und das Armband angesprochen hatte. Sah sie aus, dass sie ihm dies einfach so unter die Nase reiben würde? Allemein shcien er über diverse Minderwertigkeitskomplexe zu leiden und sie hatte nicht das Bedürfnis sich einem Menschen zu offenbaren, der derart mit der Tür ins Haus fiel und glaubte, dass sie sein Händchen halten würde.
      "Aleks heiße ich, aber... nimm es mir nicht übel, Danny~, aber ich bezweifle, dass du der schlimmste Alptraum dieses Spiels bist. Du scheinst mir eher wie ein schmarotzerisches und verwöhntes Muttersöhnchen rüberzukommen, das seine eigenen Emotionen nicht gerade unter Kontrolle hat hihihihi", sagte sie kichernd, trat näher auf ihn zu und legte eine Hand an seinen Brustpanzer - süßlich zu ihm hochlächelnd. "Ich würde mich wirklich noch liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebend gerne länger mit dir über deine kleinen Problemchen unterhalten, aber ich muss in die Stadt und schauen, dass ich 'ne Unterkunft für die Nacht finde. Man sieht sich sicher noch, Danny, oh der Grausame Dämonenkrieger~" Wieder kichernd, ließ sie von ihm ab, trat um ihn herum, zwinkerte ihm belustigt ein letztes Mal zu und ging weiter in die Richtung, die sie sowieso anvisiert hatte - mit dem Wissen, dass er, wenn er wirklich so viel Noob war, wie sie glaubte, dass er war, ihr sogleich folgen würde. Na, wenigstens hätte sie dann einen netten Zeitvertreib bis sie in der Stadt ankämen. Und dieses SPiel ohne ein passendes Spielzeug würde sie sonst kaum ertragen können, fürchtete sie. Vor allem nicht, solange sie ihre Fähigkeiten nicht beherrschte.
      Dateien

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Juvia ()

    • Rosalina Batista || Majin Boo [Count 7]
      Dieser Tag wurde immer schlimmer und schlimmer für die arme Rosalina, was sie nicht mehr für möglich gehalten hätte. Nicht nur, dass sie nicht wusste wo sie war oder wie sie nach Hause kam, nicht nur, dass sie in einem riesigen, grauenvollen, gruseligen Körper steckte, nicht nur, dass gerade jemand auf sie drauf gefallen war. Nein, jetzt wurde sie auch noch angeschrien und als Freak bezeichnet. Als ekelhaften, alten Mann. Sofort schossen ihr erneut die Tränen in die Augen und sie war schrecklich verletzt über die Aussagen des Blonden. Beschämt wie sie von ihm weg und ließ den Kopf und die Schultern hängen, versuchte sich allerdings mit aller Kraft zusammenzureisen, um nicht wieder anzufangen zu weinen. Menschen, die sehr negativ auf ihre Emotionalität reagierten war inzwischen wirklich nichts Neues mehr für sich. Aber wenn er so harsch auf sie reagierte, dann wollte sie eigentlich wirklich nur schnell weg von ihm.
      Aber das hier war der erste Mensch bisher, der ihr begegnet ist bisher. Was sollte sie denn tun? Eingeschüchtert ließ sie es einfach über sich ergehen, was er ihr zu sagen hatte und sah dann schließlich verwundert auf, als er davon sprach sie hätte sich einen anderen Charakter aussuchen sollen. Wovon redete er denn nur? Sie zuckte sogar leicht zusammen, als er schließlich eine Antwort von ihr erwartete. Was sollte sie denn nur machen? Konnte sie nicht hier und jetzt im Boden versinken und wieder zu Hause in ihrem Bett aufwachen. Verzweifelt versuchte sie an irgendwas zu denken, was seine Worte vertraut klingen lassen könnte. Er sprach von Männern, die weibliche Charaktere spielten, Heilerklassen und Elfen? Es ging alles so schnell, dass sie das eine gar nicht richtig verarbeiten konnte, da hatte er schon weiter gesprochen.
      "Es tut mir leid", sagte sie irgendwann ganz kleinlaut und schniefte leicht. Schnell wischte sie sich das nasse Gesicht trocken und bekam sofort eine schaudernde Gänsehaut als sie Haare erfasste in ihrem Gesicht. Sie wollte diesen Jungen wirklich nicht noch mehr anwidern, doch diese Erkenntnis über ihr mögliches Erscheinungsbild ließ ihr Herz schmerzhaft zusammenziehen. Am liebsten wäre sie sofort weg gerannt und hätte sich unter einem Stein verkrochen. Aber wahrscheinlich würde sie so schnell nicht einmal einen finden, der groß genug für sie wäre. Zittrig atmete sie tief durch, um sich im Entferntesten beruhigen zu können. "Ich... ich weiß leider wirklich nicht wovon du sprichst, es tut mir leid... Redest du von einem Spiel? Mein großer Bruder ist der Zocker bei uns in der Familie, ich hab davon nie etwas verstanden.", gestand sie dann. Zumindest so weit hat sie sich ihren Reim aus ihren Worten schließen können. "Weißt du... Kannst du mir sagen, wo wir hier sind? Und wie ich wieder wegkomme? Ich möchte so sehr wieder nach Hause. Das alles macht mir Angst. Ich hab schon Tiere gesehen, die gar nicht existieren können und das heulen eines grässlichen Bären gehört!" Oh nein, das letzte ist sie gewesen, das hatte sie schon wieder verdrängt. Aber sie wollte sich sicher nicht korrigieren...

      Ikuro Shirota || Evian [Count 16]
      Anfänglich hat er sich ein bisschen dumm angestellt auf seinem Pferd. Doch kaum hat er es sich ein bisschen gemütlich gemacht und einen festen Sitz gefunden, war er Feuer und Flamme für diese Erfahrung. Im wahrsten Sinne. Er konnte sich nicht daran satt sehen wie seine Hände durch das unheilvolle blaue Feuer strich, ohne dass er sich verbrannte oder anderweitige Schmerzen erlebte. Der Wind, der ihm entgegen kam fühlte sich so viel realer an, als alles in der echten Welt. Er blühte richtig auf in den unbekannten Schreien wilder Biester, die sich in ihren Ecken und Höhlen verkrochen hatten um ihn herum und das rhythmische Schlagen der Hufe auf dem trockenen Boden schien seinen aufgeregten Herzschlag wiederzuhallen.
      "Unglaublich", murmelte er voller Bewunderung und beugte sich herunter zu seinem Ross, um es vorsichtig an seinem Hals zu berühren. Er konnte genau die Muskeln unter der Haut spüren, die sich bei jeder Bewegung anspannten. Ikuro hat noch nie ein echtes Pferd berührt, daher konnte er nicht sagen, wie realistisch es sich anfühlte, doch selbst er konnte mit Sicherheit behaupt dass allein für dieses Erlebnis schon Unsummen geflossen haben mussten. Um alles dermaßen echt wirken zu lassen, haben die Entwickler sicherlich mehrere Pferde an dutzende von Elektroden angeschlossen und die Bewegungen in allen möglichen Formen ausgelesen und kontrolliert. Was für eine hervorragende Arbeit und Ikuro durfte sie bewundern, sie erleben. Endlich hat das Glück sich auch mal auf seine Seite gewandt.
      Nach einem ausgiebigen Ritt, den der junge Mann unsagbar genossen hatte, stieß er zum ersten Mal auf seinem Weg auf einen NPC, der ihm entgegen kam. Ein älterer Herr, den Ikuro mit seinem Pferd beinahe umrannte in der Geschwindigkeit. "Elender Rüpel!", nuschelte der alte Herr in seinen Bart und der gebürtige Japaner drosselte sofort den Schritt. "Verzeihung!", rief er nach hinten, als er schon vorbei war. Unglaublich selbst eine so gewöhnliche Interaktion fiel ihm in dieser Welt bedeutend leichter. er strotzte wirklich nur so von Selbstvertrauen, das er sich nicht zu träumen gewagt hätte. Nun reiste er ein bisschen gemächlicher, wogegen er auch nichts hatte. Diese Art zu reisen ist wirklich angenehm gewesen. Selbst für einen so unerfahrenen Reiter wie ihn. Nun, da er ein bisschen Zeit und Ruhe hatte auf seinem Pferd, öffnete er noch einmal das Charaktermenü und schaute sich seine Skills an. Reiten hatte er aus Jux ein bisschen hochgezogen. Saß er deswegen so selbstsicher und gerade? Erinnerte sich der Körper automatisch an gewisse Dinge?
      Faszinierend wirklich. Es wollte nicht in seinen Kopf gehen, wie das alles funktionieren konnte. Doch eigentlich war es ja auch gar nicht so wichtig, so lange er es dermaßen genießen konnte. Er spielte noch eine ganze Weile an den Menüs herum, behielt dabei bei Kreuzungen genau die Karte im Blick und schwärmte über die Größe der Map. Zum ersten Mal hatte er tatsächlich Sorge sich verlaufen zu können.
      Als er das nächste Mal aufblickte war es zwei Personen geschuldet, die vor ihm hergingen in die selbe Richtung, in die er wollte. Sein Pferd schnaufte, als er es erneut dazu instruierte ein bisschen langsamer zu machen. "Na ihr seid ja ein interessantes Paar", meinte er zu den beiden Dämonen und schaute belustigt zu ihnen herunter. Die ersten Spielercharaktere, auf die er bisher traf. Gerade diese erweckten ganz besonders seine Aufmerksamkeit. Sie glichen den einfachen Animationen auf einem Bildschirm nicht im geringsten, es war kaum zu vergleichen.

    • Zoe Carter || Dusty [Counter:4]
      "Da ist ja meine Lieblingsinformantin. Hallo Dusty!", riss es den Luchs aus ihren Recherchen, als sie unter sich schon die.. okay wow. Die atemberaubend schöne Lillith entdeckte. Einen kurzen Moment stockte Zoe glatt der Atem, so wie sie nun leibhaftig vor ihr Stand. Mit einem kleinen Hüpfer sprang die feligrane junge Dame vom Kopf der Statue hinunter und sah nun zu der leicht größeren Frau auf. Noch bevor sie zu einer Antwort ansetzen konnte, bekam sie einen Ring und ein Erz in die Hand gedrückt, welche Zoe kurz eingehend auf die Werte überprüfte und dann mit einem Grinsen in ihrem Inventar verschwinden ließ. Nicht ganz unauffällig suchte sie während des Gespräches den weiblichen Charakter vor sich mit den Augen nach einem Armband wie ihrem eigenen ab und... da war es auch schon.
      "Ich bin einer derjenigen, welche das Add-on erhalten haben.", mit einem Schmunzeln auf den Lippen nickte etwas, doch ließ ihre Worte für sich. Auch ihr Armband hielt sie weiter verborgen. "Was du nicht sagst.", antwortete sie so nichtssagend, wie sie nur hätte sein können, während sie ihren Blick durch die Menge streifen ließ. "Wir werden reden. Aber nicht hier. Ich warte nur noch auf.. Wo bleibt denn dieser nichtsnutzige-"
      Keine Sekunde später kam durch die Luft geflogen - nein gefallen wäre das richtigere Wort dafür - und landete auf dem Rücken vor den Füßen der Handelspartner. Wenig überrascht hob Zoe eine Augenbraue und sah einem unbeeindruckten Shin in's Gesicht. "Bin wieder da.", antwortete er neutral, wobei sich Zoes Kopf nur skeptisch neigte. "Das.. sehe ich. Du solltest doch nur um den Block laufen."
      "Ich habe mich verlaufen und ein paar Männer waren so freundlich mich in die richtige Richtung zu werfen.", erzählte er vor sich hin - stumpf auf dem Boden liegend bleibend, worauf Zoe es nun selbst in die Hand nahm und ihn an seinem Flügel auf die Beine zog. Hinter ihm hörte sie aus der Menge nur ein lautes "Wenn du noch eine Tracht Prügel willst, stets zu Diensten!", worauf die Katzendame sogar etwas lachen musste. "Ja.. sehr freundliche Genossen..", für den Fall, das die beiden noch nicht das Vergnügen miteinander hatten stellte sie die beiden auch gleich und kurz einander vor. "Lillith, Shin. Shin, Lillith. Alle beide: Folgt mir unauffällig." Mit diesen Worten zog die Dame ihren Kopf ein und bahnte sich ihren Weg durch die Menge in Richtung zurück in die Gasse, in der sie erwacht war. Auf dem Weg dorthin überlegte sie akribisch, was sie tun sollte. Sie hatte nur von Auslogg-Problemen geredet. Sie hatte definitiv ein Armband und war definitiv Teil des Add-Ons, aber hieß das nun zwangsweise, dass Lillith auch in diesem Spiel fest saß? Hätte sie es sonst gesagt? Wollte sie vielleicht es nur für sich behalten? Wie kann ich es ihr entlocken..?
      In dem Moment als sie in der Gasse ankam, drehte sie sich um und... entdeckte den Engel nicht mehr. Verzweifelt rieb sie sich die Schläfen und schüttelte einfach nur den Kopf. "Okay... vergessen wir ihn.", genervt seufzend setzte sich Zoe auf eine alte Kiste, die hier vor der Hintertür des Gebäudes hinter ihr lag und sah auf zur Vampirin. Mit ihrem Finger deutete sie auf die Reste des Flügels die man in der Menge von Shin entdecken konnte, und ergriff dann das Wort. "Shin besitzt das Add-On auch und so konnte ich mir aus 2. Hand ein paar Eindrücke verschaffen, die über Chat-Anfragen hinaus gingen.", begann sie absichtlich drum herum redend, dass sie ebenfalls ein Träger eines Armbandes ist. "Man bekommt wohl gerade zu.. einzigartige Ansichten auf das Spiel, mit denen manche besser und manche..", ihr Blick fiel auf den trotteligen Engel, der aus der Menge trat und nun auch endlich sich zu ihnen gesellte. "..schlechter klar kommen."
      "War das unauffällig genug?", fragte Shin sie mit einem förmlich nichtssagenden Gesicht, worauf Dusty sich nur verzweifelt hinter ihren Ohren kratzte. "Ja... Klar... Mach sitz." Gesagt, getan. Zumindest hörte der Engel auf's Wort. Er fiel zwar fast zur Seite um, doch er setzte sich brav neben die Kiste, auf der die Katzendame sich bequemt hatte, hielt aber Shin direkt eine Hand vor den Mund um ihn zu ermahnen, ja nicht zu viel zu reden. Am besten gar nicht zu reden. Sie ließ also ihre Hand nach einem ermahnenden Blick wieder sinken und sah erneut zu Lillith. "Nach Shins Erfahrungen ähnelt es wohl einer First-Person-Ansicht und einer.. zeitnahen Reaktionsgeschwindigkeit so zu-" "Aber ich hab doch gesagt, dass ich in diesem Körper drin sitze, hast du das schon vergessen?"
      "..."
      Stille. Einen Moment saß Zoe da, als wäre sie völlig eingefroren, bevor sie sichtlich verkrampft zu Shin sah und ihn am liebsten aus diesem verdammten Spiel geschlagen hätte. "Es ist okay, wenn du es vergessen hast. Ich erzähle es dir gerne nochmal.", gab der hilfsbereite naive Engel von sich, was Zoe nur zu einem sehr verzweifelten Seufzen zwang. "DANKE, Shin. Schon in Ordnung." Nunja.. was soll's. Nun war Shin's Eindruck zwar raus, aber zumindest konnte sie nun Lillith Reaktion beobachten.

      Cornelius Hutch || Shin [Counter:15]
      Er wusste nicht wie viel Zeit verging auf der Suche nach einem Rückweg. Er wusste auch nicht, wie viele Passanten ihn seltsam angesehen hatten - so oder so er lief eine Weile, bis er mit dem Rücken an eine Gruppe Männern stieß. Große Männer. Wiiiirklich große Männer. Einen Moment sah Cody ihnen auf Augenhöhe entgegen - was ungefähr ihrem Bauch entsprach - bevor er seinen Blick gen Himmel richtete um ihnen in's Gesicht zu sehen. "Willst du dich nicht entschuldigen!?", brachte er Krieger ihm laut entgegen, worauf Cody unschuldig nickte "Entschuldigung. Wisst ihr wo der Springbrunnen sich befindet?"
      Wohl... hatte er mit seiner Frage etwas falsch gemacht. Zumindest verriet ihm das der Blick, der nur erzürnter wurde, während Cornelius' Blick recht nichtssagend blieb. "DU KLEINER..-" - "Moment, Kanto. Ich zeige ihm.. Wo der Weg ist.", wurde der wütende Krieger von einem seiner Kameraden unterbrochen. Keine Sekunde später fand er sich auf den Armen des großen Mannes wieder und blinzelte nur etwas. "Hm? Danke schön, aber laufen kann ich tatsächlich selbst.", äußerte der Einflügler sich zwar, doch wurde direkt quer durch die Luft geworfen. "..Hm. Das ist effizient.", realisierte er die Situation ungesteuert durch die Luft zu fliegen, als er tatsächlich auf dem Boden zu Füßen der Luchsdame zum Stehen kam. "Bin wieder da." So wirklich.. begeistert schien sie aber nicht zu sein.

      "Lillith, Shin. Shin, Lillith. Alle beide: Folgt mir unauffällig.",kurz tauschte der Engel ein paar nichtssagende Blicke aus mit der fremden Vampirin, ehe er wieder zu Dusty sehen wollte - welche.. sich direkt verflüchtigt hatte. "..Oh." Unauffällig. Unauffällig? Einen Moment sah er an sich runter und entschied sich aktiv dazu, dass das Unauffälligste wäre, wenn er dem Strom der Menge folgt - in die falsche Richtung. Doch er ließ sich nicht wirklich aufhalten. Immerhin sollte er unauffällig sein. Er ließ sich etwas hin und her drängen in der Menge, bis er sich auf der falschen Seite der Stadt wieder fand und sich erneut orientierungslos umblickte. "...Oh. Dusty wird nicht-", glücklicher Weise entdeckte er von Weiten doch gerade noch die feline Dame, wie sie ihren Weg in eine Seitengasse antrat. "Dusty wird doch erfreut sein."
      Stolz auf seine eigene Leistung folgte er nun also auffällig unauffällig ihrem zeitweiligen Boss und kam verspätet an der Gasse an. "War das unauffällig genug?", fragte er, worauf er nur ein "Ja... Klar... Mach sitz." zurück bekam. Nickend tat er wie ihm befohlen wurde und das Gespräch nahm seinen Lauf.