phenomenon of evil [AnnieMyu & Lucy~]

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    • phenomenon of evil [AnnieMyu & Lucy~]


      *** Zur Vorstellung ***
      @AnnieMyu
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      Chloe Walker

      Mein Kopf dröhnte, als hätte ich die Nacht zuvor zu viel Alkohol getrunken. Der Boden unter mir fühlte sich hart an. Ich schlussfolgerte, dass ich auf jeden Fall nicht in meinem Bett lag. Aber wo sollte ich mich sonst befinden? Ich war mir sicher, dass ich in meinem Bett eingeschlafen war. Oder war das die Nacht zuvor gewesen? Welchen Tag hatten wir heute? Als ich es schließlich schaffte meine Augen zu öffnen, sah ich ein Zimmer, welches ich nicht kannte. Hier schien alles ziemlich abgeranzt gewesen zu sein. Die Möbel waren Antik und die Tapeten kannte ich so nur von Oma. Mit Blümchen besetzt und der Boden war ein uralter Holzboden. Wackelig stellte ich mich auf meine weichen Beine und taumelte zum Fenster des Hauses. Ein riesiger großer Garten mit Wald erstreckte sich mehrere Kilometer weit um das Haus herum. “Was zum Teufel?”, fluchte ich leise und hörte plötzlich ich ein dumpfes Geräusch und sah einen jungen Mann, der ebenfalls gerade in dem Raum aufwachte. Nach einigen Sekunden erkannte ich, dass es Jake war. Noch einmal formte sich der Gedanke ‘Was zum Teufel?’ in meinem Kopf, doch ich sprach es nicht aus. Ich sah ihn nur verwirrt an. Hatte er mich etwa unter Drogen gesetzt und mich hierher verschleppt? Hatte er mir etwas angetan ? Fast schon instinktiv sah ich an mir herab, aber meine Kleider waren noch an meinem Körper und ich fühlte mich auch nicht so, als hätte er mich irgendwie angefasst. Außerdem schien es, als ob er sich selbst hier verloren hatte. “Jake”, sagte ich und machte ihn auf mich aufmerksam. “Wo sind wir?”, fragte ich ihn. “Hast du mich hierher gebracht, mh? Soll das ein komischer Scherz sein?”, pampte ich ihn sogleich an. Ich war mir fast schon sicher, dass er hier ein Spiel mit mir trieb. Mein Kopf fühlte sich irgendwie schummrig an und mir wurde etwas schwindelig. Taumelnd lief ich einem Sofa, welches dort stand und ließ mich darauf fallen. Eine große Staubwolke schoss aus den Polstern und ich fing unweigerlich zu husten an. “Scheiße”, fluchte ich erneut und hustete weiter. Ich sah mir den Stoffbezug der Couch an und auch dieser kam mir bekannt vor. Nun fiel mir auf, dass dieser ganze Raum unglaublich vertraut vorkam. Er war so eingerichtet wie damals bei Oma. Aber das… das konnte doch nicht wahr sein? Allein das Gelände war nicht wie bei Oma, also konnte es nicht ihr Haus gewesen sein. Aber diese Einrichtung. Erneut wurde mir schwindelig. “Jake, ich will nach Hause”, sagte ich leise. “Hör auf damit”, hauchte ich und ich fing an Jake für einen kleinen Moment doppelt zu sehen.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Jake Borden

      Sehr langsam öffnete ich meine Augen. Immer wieder schlossen sie sich, mein Kopf drehte sich und ich erkannte gefühlt kein Scharfes Bild. Es war wie damals zu meinem 20. Geburtstag...und meinen 18....und...allgemein immer wenn ich zweimal zu viel über den durst getrunken hatte. Nein, dass hier war noch als hätte man mir Drogen untergejubelt.
      Es dauerte noch etwas bis ich mich erheben konnte, ich tat es auch weil ich Schritte hörte und da ich keine Ahnung hatte wo ich war konnte ich ja nicht einfach auf den Boden liegen bleiben. Wer wusste wie ich hier her gekommen war...und wer hier mit mir war.
      Ich hielt mir den Kopf, scheiße, der tat echt richtig weh, als ich auf einmal meinen Namen hörte und meinen Kopf langsam in die Richtung der Stimme hörte. Das...wurde ja immer schlimmer...als ob. Woher sollte ich denn wissen wo wir sind?! Und was zum... ,,Was laberst du da? Ach..." Ich hatte keine Lust zu reden, mein Kopf tat einfach nur weh und ich war mega genervt und dann war da noch dieses Weib! Wenn ich mir je ausgesucht hätte mit jemanden an einen Fremden Ort fest zu stecken wäre sie nicht mal meine letzte Option gewesen, nein. Ich hätte nicht mal an sie gedacht.
      Noch immer hielt ich mir den Kopf und versuchte irgendwie aus zu machen wo ich war, als sie schon wieder sprach und ich nur etwas brummte und sie dann genervt ansah. ,,Sehe ich so aus als wüsste ich was hier abgeht?!" Dieses Weib... ,,Ich hab selbst kein Plan was hier los ist, also hör auf son scheiß zu reden und mir das in die Schuhe zu stecken. Wenn ich dich verschleppt hätte wäre ich doch nicht bei dir geblieben, denk doch mal- Fuck!" Wieder hielt ich mir den Kopf und knurrte nur leise. Ich saß zwar mittlerweile, aber das ganze wurde und wurde nicht besser. Was ging hier bitte für eine Scheiße ab?!
      Ich schaffte es irgendwann langsam auf zu stehen und ging zu einem Fenster, aus welchem ich sah und das Gesicht verzog. ,,Wo sind wir hier..." Sprach ich ehr zu mir selbst und beachtete Chloe eigentlich kaum. Ich hatte nicht gerade viel mit ihr am Hut...Wenn wir mal sprachen keiften wir uns nur an und darauf hatte ich nie wirklich Bock und jetzt gerade war ich einfach nur mega angekotzt von der Situation. Wer auch immer sich so einen Scheiß hat einfallen lassen...wird es bereuen. ,,So scheiß. Komm, wir hauen hier ab. Irgendwo wird es schon raus gehen..." In dem Moment dachte ich noch nicht daran das man uns entführt haben könnte...ich dachte lediglch jemand erlaubt sich einen sehr schlechten Scherz.
    • Chloe Walker

      kurzzeitig fühlte es sich so an, als ob ich keine Luft mehr bekam. Meine Kehle schnürrte sich irgendwie zu und ich stützte mich auf der Couch ab. Auf Omas Couch. Das hier war alles ein ganz schlechter Scherz. Natürlich war das, was dieser große Muskelprotz von sich gab nicht mehr als Müll. Aber es hätte mich auch gewundert, wenn er sich gefreut hätte, mich zu sehen. "Nun, du hast Recht. So viel Grips, so etwas auf die Beine zu stellen, hast du definitiv nicht", entgegnete ich mindestens genauso genervt wie er. Immerhin war die Luft wieder da. Es fühlte sich tatsächlich so an, als hätte mir jemand Drogen verabreicht. Aber weshalb? Das ER hier ist, ist fast schon logisch. Wer weiß mit wie vielen vergebenen Frauen er schon rumgevögelt oder wie viele Herzen er gebrochen hatte. Auf jeden Fall gab es viele, die sich sicherlich an ihm rächen wollten, aber warum dann ich? Ich erkannte, dass Jake ebenfalls ziemlich mitgenommen zu sein schien. Ihm wurde wohl dasselbe gegeben wie mir. Aber auch das war mir ziemlich egal. Zwar traute ich mich kaum, mich in diesem Raum weiter umzusehen, dennoch tat ich es. Ich erhob mich von dieser fast schon unheimlich weichen Couch und lief herum. In den Regalen sah ich ein Bilderrahmen. Ich wusste, was dort zu sehen war, aber ich wollte es mir eigentlich gar nicht anschauen und doch tat ich es. Zittrig nahm ich es in die Hände und starrte darauf. "Oma", flüsterte ich leise, eher zu mir selbst. Ich hatte den großen Widerling hinter mir so gut wie ausgeblendet. Auf dem Bild waren ich und meine Oma zu sehen. Ich müsste ungefähr 14 Jahre alt gewesen sein. Fast schon verliebt und nostalgisch starrte ich darauf. Plötzlich bewegte sich Omas Gesicht, zog eine undefinierbare Grimasse und lachte mich an. Gänsehaut überfuhr meinen ganzen Körper und ich stieß einen schrillen und kurzen Schrei aus, ehe ich das Bild fallen ließ und das Glas zersprang. Ich lief rückwärts und stieß mit dem Rücken gegen Jakes Oberkörper. Mein Körper zitterte und meine Atmung wurde schwerer. Was zur Hölle war das? Und warum war dieses Bild hier? Ich erinnerte mich, dass ich es Oma mit ins Grab gegeben hatte. Ohne etwas zu bemerken, rannte mir eine einzelne Träne die Wange herunter. "Ich muss hier raus!", sagte ich, lief zur Tür und wollte diese öffnen, aber sie war verschlossen. Fast schon hektisch und in Panik rüttelte ich an dieser verdammten Tür. "Fuck, Scheiße! Fick dich doch", schrie ich und rüttelte weiter, aber sie ging nicht auf. Dann beruhigte ich mich wieder, ließ von der Tür ab und drehte mich zu Jake um. "Mir egal, was das hier für ne Scheiße soll, aber ich habe genug", sagte ich zu ihm und biss mir auf die Unterlippe. "Solltest du irgendetwas damit zu tun haben, schwör ich dir bei Gott, dass ich dich umbringe", fügte ich wütend hinzu und das meinte ich auch so. Ich hatte Humor, jedenfalls etwas. Aber das, was hier vor sich ging, war krasser Psychoterror und vor allem illegal. Wenn ich das Schwein erwische, dass mich mit diesem Holzklotz hier eingesperrt hatte, Gnade ihm der Teufel!
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    • Jake Borden

      Ich murrte nur bei ihrem Kommentar und verdrehte die Augen, was eine Zicke. Ich beschloss sie nicht weiter zu beachten und sah aus dem Fenster, irgendwie mussten wir hier ja rauskommen. Es war doch verrückt, hatte man sie hier her entführt?! Wieso?! Und wieso ausgerechnet uns beide...
      Als sie aufschrie zuckte ich sogar zusammen, drehte mich zu ihr, ich hatte doch keinen Plan was hier so passieren oder auftauchen könnte. Das sie sich nur vor nem Foto erschreckt...hätte ich ja nicht wissen können. ,,Hey, pass doch auf." Doch antwortete sie darauf nicht. Sie rastete komplett aus, rüttelte an jeder Tür, flüchte... Drehte sie jetzt komplett durch? Was zum... Ich seufzte nur und wollte sie eigentlich weiter ignorieren, da ich hier raus wollte, aber sie fing wieder an mich für das ganze verantwortlich zu machen und da meine Laune sowieso im Keller war, platzte ihm jetzt der Kragen. ,,Hörst du dich eigentlich selbst?! Hast du deine Ohren komplett auf durchzug gestellt? Ich sagte doch: WENN ich dich entführen würde, wäre ich nicht mehr hier! Mal ehrlich, sagst zu mir ich hab kein Grips aber bekommst es selbst nicht hin logisch zu denken." Augenverdrehend drehte ich mich von ihr weg. ,,Tu mir einen gefallen und ha-" Mein Blick fiel auf das kaputte Bild. Langsam beugte ich mich danach, nahm das Bild aus dem kaputten Rahmen. Skeptisch betrachtete ich es und...das...konnte nicht ihr ernst sein! ,,Du laberst mich voll ich soll was mit der Sache zutun haben und hier ist ein Foto von dir?!" Man erkannte sie. Die Augen, die Nase, die Lippen, alles war sehr ähnlich. Er ging auf sie zu, stellte sich vor sie und knallte mit der Hand gegen die Tür hinter sie, hielt ihr mit der anderen Hand das Foto hin. ,,Du erklärst mir jetzt sofort was ein Foto von dir hier zu suchen hat! Danach beruhigst du dich und wir schlagen das Fenster ein um von hier zu verschwinden damit ich dich nicht länger als nötig noch ertragen muss!!!"
    • Chloe Walker

      Ich schien ihn sehr verärgert zu haben. Sein Gesichtsausdruck war plötzlich noch grimmiger als sonst. Wieso regte er sich über mich nur immer so auf? Er war doch das Arschloch, der alle Leute, darunter auch mich, ständig versuchte fertig zu machen. Er war ein Monster. Dann war doch auch klar, dass ich ihn für den Drahtzieher dieser Scheiße hier hielt. Dann wurde er auch noch laut. Er regte sich auf und beschimpfte mich. Jake war einfach unverbesserlich. Ein vollkommener Idiot. Ich ließ ihn einfach sprechen. Es würde eh nichts nutzen, etwas dagegen zu sagen. Jake wollte gerade weiter sprechen, als ihm das Foto auffiel. Verdammte Scheiße. Wie sollte ich das jetzt bitte erklären? Ich zuckte etwas zusammen, als er das Gruselfoto in die Hand nahm. Kurz hoffte ich, dass er sehen würde, was ich gesehen hatte. Aber das tat er nicht. War ich vielleicht einfach nur verrückt geworden? Vielleicht hatte ich nur soetwas wie eine Panikattacke oder so. Ich emfpand es irgendwie interessant, dass er mich auf dem Bild so gut erkannte, da ich darauf noch so jung gewesen war. Jake musste sich meine Gesichtskonturen ziemlich gemerkt haben. Ich wüsste nicht, ob ich ihn auf einem Kinderfoto erkennen würde. Nun, vielleicht doch. Das Kind, welches am Dümmsten aussah, war vermutlich er. Plötzlich riss mich Jake aus meinen Gedanken, als ich ihn mit dem Foto auf mich zubewegen sah. "Geh weg damit!", schrie ich, aber es half nichts. Mein Körper zuckte zusammen, als er große Mann mit seiner Hand hinter mich schlug. Er war mir gerade verdammt nah. Ich wusste nicht, ob ich das Bild oder die Nähe unangenehm finden sollte. Sein Geruch stieg mir in die Nase, was mich irgendwie nervös machte. Doch am Schlimmsten war doch dieses Bild. Ich hatte fürchterliche Angst davor und wollte es nicht mehr ansehen müsse4n. Ich kniff die Augen zusammen. "Mach es weg, ich will es nicht sehen!", schrie ich panisch und meine Augen füllten sich mit Tränen. "Bitte habe wenigstens für einen Augenblick Respekt Jake und tu es weg. Es hat sich vorhin bewegt. Ich ....", langsam sah ich ihn an. "Ich habe verdammte Angst, okay?!", sagte ich ihm schließlich. Das erste Mal erlebte er mich so sensibel. Und hoffentlich auch das letzte Mal. Die Sache hier war eine Nummer zu groß, um dauerhaft cool zu bleiben. Ich quetschte mich an ihm vorbei und nahm einen Stuhl hoch. Er wollte das Fenster einschlagen. Gut. Dann würde ich das jetzt tun. Die Wut in mir war sowieso verdammt groß. Ich schleuderte also den Stuhl mit all meiner Kraft gegen die Fensterscheibe, doch sie zerbrach nicht. "Was zum...?!", stieß ich verblüfft aus. Der Stuhl klatschte auf den Boden Alles hier sah so alt aus, so porös. Doch das Fenster war es nicht? War das Panzerglas oder was? Plötzlich schlossen sich die Rolläden der Fenster und das Licht erlosch. Wir standen im Dunkeln. Wir hatten keine Zeit zum denken, denn sogleich ging ein lautesschrilles Piepsen los. Mein Gehirn schmerzte höllisch und ich fiel zu Boden. Hastig drückte ich meine Hände gegen meine Ohren, doch es nützte nicht viel. Das Piepsen war zu laut, um es zu unterdrücken. Ich fing vor Schmerz an zu schreien und mein Körper klappte komplett auf den Boden. Wie ein Embryo lag ich auf ebendiesem, hielt mir die Ohren zu und biss die Zähne aufeinander. Nach einer gefühlten Ewigkeit erlosch das Piepsen restlos, die Rolläden öffneten sich und das Licht ging wieder an. Ich atmete auf den Boden liegend schwer. Es dauerte etwas, bis ich mich aufraffte aufzustehen. Langsam erhob ich mich und sah, dass die Tür nun geöffnet gewesen war. Jemand hatte die Tür geöffnet! Sie war eben noch verschlossen. Mein Kopf schmerzte noch immer höllisch und ich bildete mir noch immer das Piepsen ein. "Ja- Jake. Die-Die Tür", sagte ich schließlich und zeigte dorthin. Taumelnd lief ich auf sie zu. Eigentlich erwartete ich einen Flur, doch... diese Tür führte in einen anderen Raum.
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    • Jake Borden

      Was hatte sie denn für ein Problem?! Es war ein Foto, verdammt! Ich hätte fast wieder meine Geduld verloren, aber als ich Tränen in ihren Augen sah änderte sich das ein wenig. Ich ließ das Bild ein wenig sinken, hatte sie wirklich solche Angst? Als sie es dann auch noch aussprach kam selbst ich mir etwas scheiße vor. Es könnte mir zwar egal sein, aber wenn es um sowas ging...naja, das war eben etwas anderes. ALs sie sich also an mir vorbei drückte ließ ich sie auch, legte das Bild zur Seite und atmete etwas durch. Anscheinend drehte sie wirklich durch, denn sie warf doch wirklich einen Stuhl gegen die Scheibe, welche nicht zersprang. Das...machte mich jetzt sogar etwas sprachlos. ,,Was-" Eh ich weiter reden konnte gingen die Rolläden herunter, es wurde dunkel und nur eine Sekunde später ertönte ein Geräusch, welches ich noch nie in meinem Leben so gehört hatte.
      Ich hielt mir die Ohren zu, verkrampfte ein wenig und drückte mich gegen die Wand hinter mir. Ich kniff mir die Augen zu und fing an leise zu knurren, einfach um das Geräusch zu unterdrücken, doch hörte es nach einer Weile von alleine auf. Ich nahm meine Hände von den Ohren, was war das denn für ein Scheiß?!
      Ich hielt mir noch immer den dröhnenden Kopf und atmete erneut durch, als ich Chloes Stimme hörte und kurz sie ansah, eh ich zu den Türen blickte. Sie waren offen! Aber sie führten nur in einen anderen Raum...,,Wenigstens was..." Sagte ich als ich hinter Chloe stand, ging dann an ihr vorbei und zuerst in den Raum, als diese mit einem mal vor der Nase des Mädchens zufiel und Jake nun alleine in dem Raum stand. ,,Hey!" Ich hämmerte gegen die Tür, versuchte sie auf zu ziehen, aber nichts half. ,,Jake..." Das rütteln stoppte abrupt, als er die Stimme mit dem tief russischen Akzent hörte. Er hörte Schritte, irgendwas schliff auf dem Boden. Langsam drehte sich Jake herum und erblickte...seinen Vater. Das war unmöglich! Was zum?! ,,Was machst du hier?" Fragte er, doch kam der großgewachsene Russe nur auf ihn zu, in seiner Hand eine Lange und rostige Eisenstange mit einem sehr scharfen Ende. ,,Wieso hast du dich gegen mich entschieden, Jake?" Der junge Mann atmete aufgeregt, legte seine Hand wieder an die Türklinke und begann erneut an dieser zu rütteln. ,,Ich bin enttäuscht von dir Jake...sehr enttäuscht..." Dieser Akzent...ich fühlte mich als...wäre ich wieder 15. ,,Hau ab!" Schrie ich nur und das einzige was ich gerade wollte war fliehen. ,,Du musst bestraft werden...wer sich der Familie abwendet hat es nicht verdient in Ruhe zu leben..." - ,,Lass mich in Ruhe!" Und gerade als sein Vater ausholte um ihn mit der scharfen Eisenstange zu schlagen ging die Tür plötzlich auf. Jake fiel auf den Boden, drehte sich aber sofort zu der Tür, starrte panisch in den...leeren...Raum... Er fasste sich über die Brust, atmete aufgeregt, eh er die Hand auf sein Herz legte. Das war...eine Einbildung? ,,Scheiße..." Ich hatte vor wenigem angst aber...mein Vater war definitiv jemand vor dem ich Angst hatte...große sogar... Ich blickte zu Chloe, sah dann aber wütend zur Seite. ,,Wir müssen hier irgndwie raus...das Haus spielt mit unseren Gedanken..." Es klang verrückt aber...anders konnte er sich das nicht vorstellen.
    • Chloe Walker

      Als er noch mit mir in einem Raum gewesen war, bemerkte ich, dass er das Bild leicht sank. Hatte er meine Wünsche tatsächlich respektiert? Oder war er einfach nur darüber echauffiert, dass ich nicht so cool wie sonst reagierte? Was auch sei, ich war froh darüber.
      Als wir das widerliche Geräusch endlich überstanden hatten und ich in der Türschwelle zum neuen Raum stand, quetschte sich Jake an mir vorbei. Ich hatte das Gefühl, als würde ihn der Raum magisch anziehen. Er wirkte fast in Trance, als er an mir vorbei ging. Oder kam mir das nur so vor? Irgendwie sah ich nichts in diesem Raum. Dieser war stockdunkel und schien ohne Fenster zu sein. Jake schien auch verschwunden. "Jake?", rief ich fragend und wollte gerade einen Fuß in den unbekannten Raum wagen, als diese vor mir zuflog. Ich erschrack und schreckte zurück. Im selben Augenblick hämmerte Jake wild gegen die Tür und die Türklinke bewegte sich auf und ab. Die Tür jedoch war verschlossen. Plötzlich war alles still. "Jake?", flüsterte ich leise, auch wenn ich wusste, dass er mich nicht hören würde. Ich machte mir Sorgen um ihn und vor allem fühlte ich eine unausweichliche Einsamkeit und unbändige Angst, denn ich war ganz allein in diesem Raum voller Erinnerungen. Aber jetzt gerade ging es nicht mehr um mich, das war mir sofort klar. Es ging im Augenblick um Jake. "W-...du...hier?", hörte ich Jakes Stimme durch die verschlossene Tür. Ich verstand nicht genau, um was es ging, doch mir war klar, dass ich zwar allein hier in diesem Raum gewesen war, Jake jedoch Gesellschaft hatte. Kurz war es für mich hier still und dann hörte ich Jake schreien "Hau ab!", schrie er für mich klar und deutlich und mein Herz fing an zu rasen. "Jake!", rief ich panisch und nun rüttelte ich an der Tür. "Geh schon auf", rief ich zur Tür, doch sie schien nicht auf mich zu hören. "Verfickte Scheiße nochmal", fluchte ich. "Entschuldige Omi", fügte ich noch hinzu und fing an gegen die Tür zu treten und mit meinen Fäusten dagegen zu schlagen. Doch es half alles nichts. Ich spürte kribbelnde Wärme an meinen Händen, bemerkte aber nicht, dass es das Blut war, welches an diesen herunterlief. Völlig erschöpft taumelte ich einige Schritte zurück und das Blut fließ in einer Pfütze auf den Boden. Tropf, tropf, tropf. Ich atmete, als hätte ich gerade einen Sprint hinterlegt. Plötzlich flog die Tür auf und Jake fiel in meinen Teil des Raumes. Panisch drehte er sich um und starrte in den Raum, in welchem er sich eben noch befand. Ich lief auf ihn zu und stellte mich vor ihn. Das Gesicht eines selbstzufriedenen, affektierten Arschloches war plötzlich verschwunden. Es blieb nur noch ein blasses verängstigtes Kind, welches vor mir stand. Ich legte meine blutende Hände auf seine Schultern und sah ihm ins Gesicht. "Was ist... da drin passiert?", fragte ich ihn zurückhaltend. Doch, er blockte mich ab. Er fluchte kurz, sah wütend zur Seite und machte mir klar, dass wir hier raus mussten. Dann sagte er etwas, was mich in die Realität zurückholte. Ich war doch nicht verrückt geworden. Auch er hatte etwas gesehen, was ihm Angst machte. Er sagte mir, dass das Haus mit unseren Gedanken spielen würden. Ich ließ meine Hände von seinen Schultern und nickte. "Ja, das tut es", stimmte ich ihm zu.
      Ich zuckte sofort zusammen, als ich eine Musik hörte. Der Plattenspieler im Raum fing an zu spielen und durch die Musik (Link angehängt) die spielte, bekam ich eine fürchterliche Gänsehaut. Das war doch alles ein Scherz. Ich sah Jake an und wurde nun selbst unheimlich bleich. Am Liebsten wäre ich hier und jetzt einfach Tod umgefallen. Der Plattenspieler fing an einer Stelle des Liedes festzuhängen und spielte immer wieder 'Madness', 'Madness', 'Madness'. Ich wurde wütend, ging darauf zu und trat das Ding zu Boden. Anschließend trat ich noch einige Male nach. "Halt die Fresse, verdammt", schimpfte ich. Als das Ding endlich ruhig blieb und ich mich etwas beruhigt hatte, drehte ich mich zu Jake um. "Hast du einen Plan?", fragte ich ihn. "Die Fenster lassen sich nicht einschlagen. Denkst du, dass wir über deinen Raum vielleicht weiter kommen?", fragte ich ihn.
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    • Jake Borden

      Sie nahm ihre Hände von meinen Schultern und ich atmete erst einmal durch. Das war verrückt....ich hab ihn schon so lange nicht mehr gesehen und nun tauchte er einfach auf?! Auch wenn...es nur eine Erscheinung war? Das war doch verrückt. Das war bescheuert! Als ob ein Haus ihre Ängste kennen würde...und alles sowas...mit kam ein böser Gedanke, noch behielt ich ihn aber für mich, denn der Plattenspieler lenkte mich ab. Was zum... Hätte Chloe nicht gegen ihn getreten hätte ich es getan, definitiv. Als sie fluchte musste ich mir das Lachen verkneifen. ,,Was ein Scheiß Song, was?" Ich erhob mich langsam wieder, atmete nochmal durch, soweit hatte ich mich beruhigt.
      Sie fragte mich nach einem Plan aber leider hatte ich keinen. Ich wusste nicht mal was hier passierte, wie es passierte, wieso... Sie sprach den Raum an und ich schluckte. Eigentlich wehrte sich alles in mir, aber wir hatten wohl keine Wahl. ,,Gut." Ohne lange zu zögern streckte ich meinen Arm nach ihr aus, legte ihn um sie. ,,Aber dieses mal zusammen." Ich würde da definitiv nicht alleine rein gehen.
      Alleine als wir die Schwelle übertraten spannte ich mich an, aber dieses mal passierte gar nichts. Es war nur ein leerer Raum, mehr nicht...zumindest war er das jetzt. Ich ließ von ihr ab als ich sicher war das die Tür auf bleiben würde, sah sie dann an. ,,Einen Plan hab ich nicht...aber einen Vorschlag." Ich streckte ihr meine Hand aus. ,,Lass uns zusammenarbeiten. Zumindest hier. Irgendwer will uns was anhaben..." Seufzend schüttelte ich den Kopf. ,,Aber ich hab keine Ahnung wer..." Egal wer oder was, wir mussten jetzt wohl oder übel zusammen arbeiten, ob wir wollten oder nicht. Anders...sah ich für uns keinen Ausweg.
    • Chloe Walker

      Nach meinem kleinen Ausraster, vernahm ich wieder Jakes Stimme, der einen Kommentar zu der Musik abgab. "Ich glaube, da sind wir uns mal einig", sagte ich ernst und sah ihn ebenso ernst an. Kurz erschrack ich, als Jake plötzlich seinen Arm um mich legte. Was sollte das denn bitte? Er wollte zusammen mit mir in den nächsten Raum schreiten. Als wir über die Schwelle traten, verspannte er sich und ich spürte an meinem Körper, wie seiner zu zittern anfing. Verdammt, er hatte tatsächlich fürchterliche Angst vor diesem Raum. Ich war der Meinung, dass er sogar mehr Angst gehabt hatte, als ich vor dem Foto. Sein Griff verfestigte sich umso weiter, wie in den Raum gingen. Es tat weh, doch ich hielt den Schmerzen stand, da ich spürte, dass er dies gerade brauchte. Als wir zumindest scheinbar sicher waren, ließ er von mir ab. Dieser Raum war dunkel und leer. Ein fürchterlicher Raum. Hier schien es keine Fenster zu geben. Hatte das etwas mit Jakes Angst zu tun?! Wer war vorhin mit ihm hier und wieso gab es hier keine Fenster? Jake riss mich aus meinen Gedanken, als er mir seine Hand hinhielt. Er wollte mit mir zusammenarbeiten. Etwas verdutzt sah ich ihn an und dann auf seine Hand. Ich zögerte etwas, da ich befürchtete, dass er mich vielleicht nur verarschen würde. Aber er hatte eine solch unheimliche Angst, dass das definitiv nicht gespielt sein konnte. Also überwindete ich meinen Schweinehund und nahm seine Hand in meine. Es war ein komisches Gefühl und sofort überzog mein Körper eine Gänsehaut. Seine Hand war warm und irgendwie fühlte ich mich jetzt sofort gestärkter und sicherer als vorher. "Du hast Recht", sagte ich zu ihm. "Wir kommen hier wieder raus, Jake und der, der das hier zu verantworten hat, dem werde ich ordentlich den Arsch aufreißen", sagte ich leicht lächelnd und ging einige Schritte mit Jake weiter. Ich sah hier keine Tür, aber irgendwo würde wohl eine sein.
      Dann flackerte plötzlich das Licht. "Nein, bitte nicht", sagte ich ängstlich, aber auch genervt, denn wir wussten mittlerweile, was nun passieren würde. Das Licht war so grell, als würde es in diesem Raum blitzen. Das bedeutete, dass ich auch überhaupt nichts sehen konnte. Ich drückte Jakes Hand fester, doch irgendwie schien es nicht zu helfen. Als ich ein weiteres Mal feste zudrücken wollte, bemerkte ich, dass Jakes Hand nicht mehr in meiner lag. "Jake?!!, rief ich panisch. Wieso hatte er mich losgelassen? Es blitzte noch immer, doch mittlerweile schneller und hektischer. Ebenso hektisch bewegte ich mich und drehte mich quasi im Kreis. Dann wurde es wieder dunkel. Stockdunkel. Mein Herz fing zu rasen an. Ich hatte Angst um Jake. Wenn ihm etwas passieren würde, würde ich komplett alleine hier sein. Vermutlich würden wir wohl beide hier sterben.
      Dann ging ein Licht an. Es schien fast wie ein Scheinwerfer bei einem Theaterstück. Die Person, die im Scheinwerferlicht stand war Jake gewesen. "Gott sei Dank, ich dachte schon...", fing ich an, doch sprach nicht weiter, als ich seinen Blick sah. Er sah verärgert aus, angeekelt und verachtend. "Na du kleine Schlampe", sagte er schließlich und lächelte süffisant auf mich herab. "Was?", fragte ich ihn total verunsichert und ging ein paar Schritte zurück. Der ging ebenso viele Schritte auf mich zu. "Niemand will dich Chloe, ist dir das schon aufgefallen?", fragte er mich. "Deine Eltern wollten dich nicht, deine Oma hat dich verlassen und Freunde hast du auch keine. Soll ich dir sagen, warum das so ist?", fragte er, doch ich wusste, dass ich darauf nicht antworten musste. "Weil du ein kleines Stück Scheiße bist, Chloe", fing er an zu lachen. Ich ging weiter zurück und er weiter auf mich zu. "Halts Maul, Jake!", schrie ich ihn an. "Was soll das? Ich dachte wir halten zusammen?", fragte ich ihn und stieß mit dem Rücken gegen eine Wand. Ich drehte meinen Kopf um und bemerkte, dass ich hier nicht weiter kam. Verdammt! Jake kam weiter auf mich zu, mit ihm das Licht. "Niemand will dich, niemand liebt dich. Wie konntest du auch nur ansatzweise daran denken, dass ich dich je anfassen würde, Chloe? Du bist hässlich und auch dein Charakter ist ein Stück Dreck wert, sagte er mir knallhart ins Gesicht. Ich wusste nicht warum, aber seine Worte trafen mich tief in meinem Herzen. Vielleicht hatte er auch Recht. Ich kam mit meinen Eltern nicht klar und bin abgehauen, meine Oma hatte mich verlassen, als ich sie am Meisten brauchte und seitdem ist der Kontakt zu meinen Eltern auch nur sporadisch. "Soll ich dir sagen, warum du so eine große Online-Fangemeinde hast?", fragte er mich und ich schüttelte den Kopf. "Sie alle wollen sich nur über dich lustig machen. Du bist eine Lachnummer, Chloe. Aber das weißt du schon", sagte er zu mir. "Erinnerst du dich an den Tag, an dem ich dich in der Mädchentoilette eingesperrt habe oder als ich dich in eine Pfütze gestoßen hatte, als du ein nettes Kleid an hattest? Ich glaube, du wolltest da gerade zu einem Date. Wie hat es ihm gefallen, dass du voller Schlamm gewesen warst?" - "Ich.... ich bin dann nicht mehr hin", sagte ich zurückhaltend. Alles, was er mir sagte, traf mich tief ins Mark. Er lachte. "So sahst du wenigstens besser aus, Chloe. Wie konntest du eigentlich jemals daran denken, dass du mich haben könntest, mh?", sagte er boshaft zu mir und ich fing an zu schlucken. Was sollte das? Wieso ging er davon aus, dass ich ihn jemals mögen würde. "Du magst mich Chloe und das schon so lange. Weißt du, wie man das nennt, was du bist? Du stehst drauf, wenn ich dich mobbe. Das nennt man Masochist. Du stehst drauf, wenn ich dir Schmerzen zu füge. Na, bist du gerade auf etwas aufgegeilt?" fragte er mich. Plötzlich geriet Jake etwas in den Hintergrund und war Oberkörper frei. Er warf einen Basketball und traf ihn direkt in einen Korb, der plötzlich auch dort stand. Seine Muskeln kamen während des Wurfes richtig gut zur Geltung. Dann verdoppelte sich, nein verdreifachte, vervierfachte, verfünffachte, versechsfachte sich Jake, Alle Jakes standen in einer Reihe und der Scheinwerfer schien auf alle herab. 'Sie kamen auf mich zu, lachend. "Chloe, arme Chloe", sagten sie alle sechs. "Niemals, aber auch niemals würde ich dich je anfassen, Chloe. Du bist ein Nichts. Ein Niemand. Selbst, wenn du das letzte Mädchen auf der Welt wärst, würde ich niemals mit dir ficken wollen, Chloe. Du bist ein Mädchen, welches einen Mann nur anwidert." sagte er zu mir und nun fing ich zu weinen an. Ich ging in die Hocke und vergrub mein Gesicht in meinen Schoß. Alles, was ich nur hörte, war Jakes Lachen, welches langsam immer leiser wurde. Als es völlig erloschen gewesen war, ging ein Licht an, welches den ganzen Raum erleuchtete. Langsam sah ich auf und sah eine Tür, die sich gegenüber meiner Wenigkeit öffnete. Doch ich freute mich relativ wenig darüber. Viel zu sehr war ich noch verletzt. Erst jetzt wurde mir klar, dass das Ganze nicht von dem echten Jake gekommen war. Dennoch hatte die Fälschung etwas Recht. Wieso sollte ich mit jemanden zusammenarbeiten, der mich jedes mal wieder gemobbt hatte? Ich sah mich um und sah den wohl echten Jake im Raum stehen, der mich etwas entrüstet ansah. Sauer wischte ich mir meine Tränen weg und erhob mich auf meine Beine. "Halt dein Mund okay?", sagte ich zu ihm. "Egal, was er gesagt hatte. Nicht alles entsprach der Wahrheit. Ich bin definitiv keineswegs geil auf dich. Aber mit einer Sache hatte er wohl Recht. Wieso sollte ich mit dir zusammenarbeiten, wenn du mich doch jedes Mal verspottest hast, mh?", sagte ich zu dem echten Jake und war wirklich unheimlich sauer. "Ich bin der Meinung, dass du mich einfach in Ruhe lässt, Jake", sagte ich schließlich und sah ihn böse an. Alles in mir tat mir so unglaublich weh. Diese Erfahrung in diesem verdammten Raum, verletzte mich fast schon mehr, als das Foto vom Oma. Die nächste Tür stand endlich offen und ich ging los. Ich brauchte Jake nicht an meiner Seite, denn ich würde auch ohne seiner Hilfe hier herauskommen. Als ich über die Türschwelle trat, befand ich mich in einem Flur. In diesem waren unglaublich viele Türen aneinandergereiht, was fast schon einem Flur eines Hotels glich. Ich sah mich links und rechts um. Alles leer, soweit. Ob wir... ob ich jetzt einen Weg nach draußen finden würde.
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    • Jake Borden

      Gerade als sie meine Hand nahm, das sagte und ich anfangen wollte zu antworten fing das Licht an zu flackern und eh ich etwas tun konnte zog mich irgendwas einfach nach hinten. ,,Chloe!" Rief ich noch, doch schienen meine Worte sie nicht zu erreichen, als plötzlich...ich...auftauchte? Was...Das verwirrte mich nun echt sehr.
      Als er oder...ich anfing zu sprechen...musste ich schlucken. Was zum...was passierte hier...ich dachte das Haus zeigt vor was wir am meisten Angst haben...wieso...sah sie also...mich? Sie hatte vor mir Angst? Also...verübeln konnte ich es ihr wohl wirklich nicht. Alles was dieses 'ich' sagte stimmte schließlich. Ich beleidige sie oft, aber da einsperren war ewig her! Und auch das mit ihrem Date das...das war ja damals nicht mal Absicht, ich wollte nicht das sie in diese Pfütze fiel. Ich hab sie geschubst aber... Schluckend drückte ich mich etwas gegen die Wand, als dieses andere ich auf einmal damit anfing das...sie mich mochte? Sie eine Masochistin war?! Was zum...das war so übertrieben...
      ,,...Selbst, wenn du das letzte Mädchen auf der Welt wärst, würde ich niemals mit dir ficken wollen, Chloe. Du bist ein Mädchen, welches einen Mann nur anwidert.
      Sowas...sowas würde nicht mal ich sagen...hab ich...sowas mal gesagt? Es jetzt aus dieser Perspektive zu sehen war so anders...es war so...abstoßend.
      Als das Licht wieder an ging sah ich sie. Weinend...und ich wollte etwas sagen, aber sie unterbrach mich. ,,Chloe ich-" Doch sie sprach weiter. Redete davon das wir nicht zusammen arbeiten sollen, was mich sie nur ungläubig ansehen ließ. "Ich bin der Meinung, dass du mich einfach in Ruhe lässt, Jake" und mit den Worten ging sie an mir vorbei. An mir vorbei, durch die Tür die sich gerade geöffnet hatte und eigentlich wollte ich ihr weiter gehen, doch als ich zu der Tür sah...sah ich etwas ganz anderes.
      Dieses Bild...wie Chloe einen meiner Freunde...nun, ehemaligen Freunde küsste...Er flirtete mit ihr...er war es mit dem sie eigentlich hätte auf das Date gehen wollen damals...ich...erinnerte mich zurück und...eh ich richtig reagieren konnte verschwand das Bild wieder und ich sah Chloe wie sie in diesem langen Flur stand mit den vielen Türen. Damals...das Date...
      ,,Wieso gehst du mit der aus? Hab ich was verpasst?"-,,Alter, Loch ist Loch, oder?!"
      ,,Na Chloe, auf dem weg zu deinem tollen Date? Was denkst du, das dieser Kerl dich wirklich mag, wie erbärmlich bist du eigentlich?!

      Ich wollte sie damals nur verunsichern, zurecht. Schluckend schloss ich meine Augen, atmete kurz durch, eh ich ebenfalls durch die Tür ging. Ixh öffnete einfach eine Tür nach der anderen, doch hinter jeder war eine Mauer. Hinter jeder war eine dicke Mauer mit...irgendwelchen Symbolen. Ein Stern, eine Sichel, ein Mond, die Sonne, ein Totenkopf...ein Herz. Das waren alle. Ich zog die Augenbrauen zusammen, das führte uns auch nicht weiter, aber diese Symbole...auch wenn sie nicht mehr zusammenarbeiten wollte, es war mir egal. ,,Vielleicht finden wir die Symbole noch wo anders...und dann öffnen sich die Mauern." Erklärte ich und sah dann ernst zu ihr. ,,Wir sollten uns beide nicht von diesen Illusionen rumkommandieren lassen." Ixh drehte mich zu ihr herum, sah zu ihr hinüber. ,,Ich schlag dir was vor....wir beide kommen hier zusammen raus, denn ich glaube alleine drehen wir durch und wenn wir hier raus sind dann..." Ich verschrenkte meine arme. ,,Dann lass ich dich in Ruhe. Ich spreche dich nie wieder an, seh dich nicht mal mehr an wenn du das willst...aber jetzt gerade müssen wir uns zusammen reißen. Ich will hier raus und ich glaube du auch, das Haus versucht dazu verhindern indem es uns aufhetzt, du bist doch so schlau und bekommst das auch mit, oder?" Es war...mehr als eindeutig. ,,Nur für hier. Dann bist du mich los."
    • Chloe Walker

      Alles war so absurd und es tat unglaublich weh. Seine Worte, seine Mimik. Natürlich wusste ich, jedenfalls als alles vorbei gewesen war, dass es nicht der echte Jake gewesen war. Dennoch... viele Dinge tat er nun mal und vieles verletzte mich, weil ich glaubte, dass er so über mich dachte. Ich stand im Flur herum und sah mir alles genau an. Doch konzentrieren konnte ich mich nicht wirklich. Mein Körper war erschöpft und müde und ich wollte einfach nur schlafen. Mich in mein Bett legen, einschlafen und am nächsten Morgen dort auch wieder aufwachen und alles würde normal sein. "Nur ein böser Traum", flüsterte ich leise und hielt meine Hände gegen den Kopf. Ich würde hier verrückt werden. Lange hielt ich das nicht mehr aus. Die Sache mit Oma und das mit Jake, das war jetzt schon viel zu viel. Aber ich war mir sicher, dass das nicht mal alles gewesen war. Dieses Haus würde sicherlich noch tiefer herumgraben und davor fürchtete ich mich. Jake würde ziemlich viel über mich erfahren. Noch schlimmere Sachen. Das war eigentlich ein Grund mehr, warum ich lieber wollte, dass wir nicht zusammenarbeiten. Dass er jetzt auch noch dachte, dass ich in ihn verliebt sein würde, war schon schlimm genug. Aber, was ist, wenn er... Nein! Er durfte nicht mehr von mir erfahren. Jake würde mich für schwach halten und hätte noch mehr Grundlagen mich zu demütigen. Ich wusste nicht, ob ich dem dann noch entgegenhalten könnte.
      Schließlich kam er mir nach und sprach weiter auf mich ein. Er machte den Vorschlag, dass wir nur in diesem Haus miteinander arbeiten würden und er mich danach komplett in Ruhe lassen würde, ja sogar nicht mehr ansehen würde. Ich sah ihn mit großen glasigen Augen an. Verdammt, ich musste wirklich fertig aussehen. "Natürlich bekomme ich das mit", protestierte ich zurück und sah ihn wütend an. Meine ernste Miene erleichterte sich jedoch direkt wieder und ich atmete tief durch. "Es gibt Dinge, die solltest du einfach nicht von mir wissen, Jake", meinte ich schließlich. "Nicht jeder ist so perfekt wie du", fügte ich zickig hinzu. "Ich muss dir vertrauen können, dass du die Sachen, die du über mich erfahren wirst, nicht nach außen trägst. Aber ich bin mir nicht mal sicher, ob ich dir dahingehend vertrauen kann", meinte ich. "Also habe ich nur zwei Möglichkeiten. Entweder ich sterbe hier mit meinen Geheimnissen oder aber ich überlebe und du wirst wohl alles über mich erfahren. Das ist wohl die Zwickmühle, in der ich stecke", erklärte ich ihm. "Aber vielleicht werde ich von dir auch so das eine oder andere erfahren und wenn du auch nur einmal irgendetwas von mir ausplauderst, gnade dir Gott, Jake, werde ich auch etwas über dich preisgeben, okay?!", sagte ich und hielt ihm meine Hand zum Einschlagen hin. "Dann werden wir wohl doch zusammenarbeiten und danach schauen wir uns nicht mal mehr mit dem Arsch an, verstanden?", fügte ich hinzu und sah streng zu ihm. Als er eingeschlagen hatte, reagierte mein Kopf erst jetzt auf den Fund dieser Symbole. "Symbole, mh?", meinte ich und sah das Herz an der einen Mauer an. "Und woher denkst du, können wir sie bekommen?", fragte ich ihn. "Denkst du, wir finden sie in den Räumen, in welchen wir schon waren?", überlegte ich. Ob es eine Bedeutung für diese Symbole gab?
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Jake Borden

      ,,Nicht jeder ist so perfekt wie du." Wollte sie mich verarschen? Gott, ich hätte einfach in die andere Richtung gehen sollen. Sie sprach davon das sie mir nicht vertrauen konnte und ich verdrehte ehr unbewusst meine Augen. Diese Predigt von ihr war echt nervig...Sie fasste das ganze nochmal zusammen und hielt mir dann ihre Hand hin. ,,Chloe...ich versichere dir das ich im Moment besseres zutun habe als darüber nach zu denken wie ich irgendwas über dich herausfinden kann oder dich fertig machen kann. Newsflash, hier geht es gerade absolut nicht um dich." Anstatt ihre Hand zu nehmen schlug ich wirklich nur dagegen und drehte mich dann Kopfschüttelnd von ihr weg. Das war wohl etwas, was ich an ihr absolut nicht leiden konnte. Sie bezog immer alles auf sich selbst, so einen krassen Ich-Menschen hatte ich wirklich noch nie in meinem Leben gesehen. Aber das sollte mir jetzt egal sein, wenn das hier vorbei ist würden wir sowieso nicht mehr miteinander sprechen, damit könnte ich ganz gut leben ehrlich gesagt...
      Ich überlegte bei ihrer Frage einen Moment, jetzt mussten wir unseren Streit wirklich beiseite Packen und einfach logisch vorgehen. ,,Ich weiß nicht ob wir sie finden müssen...oder etwas tun müssen damit sich die Türen öffnen." Ich legte meine Hand an die Tür mit dem Totenkopf und zog meine Augenbrauen etwas zusammen. ,,Ich hab das mal in einem Film gesehen. Ein Symbol steht jeweils für eine Tat, aber ich kann mir beim besten Willen nicht erklären was das sein soll..." Einen Moment überlegte ich, eh ich zu den anderen Türen ging und über mein Kinn strich. ,,Vielleicht finden wir die Symbole auch an anderen Gegenständen und müssen damit etwas machen...das es eine Aufgabe für jeden Gegenstand gibt, ein Rätsel das wir lösen müssen und dann öffnen sich die Türen." Ich wusste wie verrückt das klang, aber was in diesem Haus war bitte nicht verrückt?! ,,Lass uns am besten in den anderen räumen danach suchen, vielleicht finden wir ja etwas."
    • Chloe Walker

      Natürlich nahm er nicht meine Hand und klatschte mich nur ab. Gott, ich hasste diesen Typen. Er machte mir jedes Mal Kopfschmerzen. Ich schüttelte den Kopf und konzentrierte mich auf diese verdammten Symbole. Auch er schien nur die Augen zu verdrehen und den Kopf zu schütteln. Er war so schrecklich eingebildet. Er war so nervig. Ich atmete laut auf, ehe ich den Kopf zu den Symbolen richtete. Jake hatte eher die Idee, dass wir die Symbole nicht finden, sondern eher eine Aufgabe oder eher ein Rätsel erledigen mussten. "Hm.. Kann vielleicht sein", meinte ich und fuhr mit meinen Fingern die Furchen der Symbole nach. "Ich hasse diesen Ort hier", sagte ich währenddessen. Ich wusste, dass die Sache mit Jake vielleicht noch ziemlich heftig werden könnte. Ich hatte fürchterliche angst davor, dass dieses Haus tief in meinem Inneren herum graben würde und dann Jake wüsste, was mir passiert war. Ich musste das irgendwie verhindern, aber konnte ich das überhaupt? Ich ging zu der Tür mit der Sicher und sah sie genauer an. Eine Sichel. Ich zuckte plötzlich zusammen und taumelte ein paar Schritte zurück. Ich war mir sicher. Dies hier würde meine Tür werden, denn sie stach genau in mein Herz. Nein, sogar in meine Seele hinein. Nein. Ich wollte von dieser Tür fernbleiben, denn ich spürte, dass sie mir nur Unglück bringen würde. Schnell wandte ich mich von ihr ab und sah auf Jake, der gerade davon sprach in den letzten Räumen etwas zu suchen. "Ich glaube, dass du Recht hast mit dieser Idee", sagte ich ihm schließlich und seufzte. "Ich weiß nicht, wie lange ich das hier kann", fügte ich schließlich hinzu. "Jake...", fing ich an. "... wir haben eine Abmachung und ich bitte dich... Bist du bereit mich aus jedem Tief zu holen? Wir werden voneinander Dinge erfahren. Und nicht jede dieser Dinge wird uns in einem guten Licht zeigen. Bitte. Egal, was ich sagen werde. Hol mich aus dieser Depression. Okay?", sagte ich zu ihm und kam ihm näher. "Kann ich mich darauf verlassen?", fragte ich nach. "Denn Jake, ich habe wirklich Angst... Egal, was du über mich erfährst... Bitte urteile nicht über mich", sagte ich zu ihm. Ich wusste nicht, warum es mir so wichtig war, dass er nicht schlecht von mir dachte, aber mir war es wirklich wichtig, dass er das wusste.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Jake Borden

      Ich könnte das nur wiedergeben. Dieser Ort gefiel mir absolut nicht...aber wie sollte er auch? Dieses Haus oder was auch immer spielte mit uns und das war mehr als schlecht. Da ich meinen Vater gesehen hatte konnte es wohl auch in unsere Gedanken sehen, unsere Ängste erkennen, DAS war es was mich ehr beunruhigte. Das hieß das dieses Haus noch so viel mehr wusste...und ich wollte auf keinen Fall das irgendwas davon ans Licht kam. Schlimm genug das sie jetzt wusste das ich schiss vor meinem Vater habe.
      Als sie anfing zu sprechen sah ich zu ihr, hob dann eine Augenbraue. Wie lange sie das konnte? Sie hatte keine Wahl! Wir steckten hier beide im gleichen Boot! Hier gibt es kein wollen oder können... Als sie meinen Namen sagte hob ich mein Kinn etwas, hörte ihr aber zu und...mein Blick wurde ungewöhnlich sanft. Depressionen? Was...
      ,,Egal, was du über mich erfährst... Bitte urteile nicht über mich." War es ihr so wichtig was ich von ihr hielt? Hasste sie mich nicht? Sollte es ihr nicht eigentlich egal sein? Ich seufzte ein wenig, nickte ihr dann aber zu. ,,Wenn du versprichst über mich nicht zu urteilen, gern." Antwortete ich und sah sie, wie schon erwähnt, ungewohnt sanft und ruhig an. ,,Wir haben wohl beide Dinge aus unserer Vergangenheit die wir geheimhalten wollen. Ich bin bereit es zu tun, wenn du es tust. So einfach ist es." Sagte ich ihr nur und sah mich kurz um, eh ich in den anderen Raum nickte. ,,Komm...wir sollten uns etwas ausruhen und unsere Gedanken mal sortieren." Mein Kopf dröhnte nämlich schrecklich, ich brauchte einfach eine kleine Pause.
    • Chloe Walker

      Er nickte mir zu, was mir ziemlich beruhigte und versicherte mir, dies, wenn ich nicht über ihn urteilen würde. Scheiße! Jetzt hatte er mich tatsächlich irgendwie getroffen. Ich urteilte nur zu gerne über ihn und ich hasste ihn doch auch. Das alles hatte schließlich einen Grund und jetzt fing er an mit dieser Nummer? Ich sollte nicht über ihn urteilen?! Sollte es ihm nicht eigentlich egal sein, was ich über ihn dachte? Andererseits war dann die Frage, warum es mir nicht egal gewesen war, was ER über mich dachte. Ziemlich verquerte Nummer war das. Aber ich nickte schließlich. "Wie du mir, so ich dir", meinte ich und drehte mich von ihm weg. Alles war irgendwie furchtbar anstrengend geworden und ich hatte fürchterliche Angst. Zudem war ich müde und erschöpft. Ich wünschte mich so sehr in mein eigenes Bett zurück. Am Liebsten wäre mir jetzt Oma, die mir sanft den Kopf streichelte, mich beruhigte und sagte, dass alles schon gut werden würde und ich mir keine Sorgen machen brauchte. Ich sah Jake an, als er mir deutete, dass wir in den anderen Raum gehen sollten. Ich nickte und folgte ihm. Ausruhen... Da sprach er tatsächlich das aus, was ich brauchte. Als wir im Raum ankam, als Jake noch Angst vor seinem Vater hatte, atmete ich kurz durch. Der Raum sah nun nicht mehr so dunkel aus, wie zuvor. Im Gegenteil. Er wirkte fast schon gemütlich, als ob das Haus uns einlud zum ausruhen. Erschöpft ließ ich mich auf der einzigen Couch fallen, die es hier gab. "Oh... das tut gut", meinte ich und klopfte mit meiner Handfläche neben mich. "Jake, setz dich... du wirst es nicht bereuen", sagte ich kichernd zu ihm. Ich mochte sogar fast so wirken, als wäre ich betrunken. "Komm schon, Jake. Es ist soooo gemütlich", fügte ich meiner Aussage zuvor hinzu. Danach ließ ich meinen Nacken auf die Lehne fallen und schloss die Augen. Für einen Moment war einfach alles gut. Als sich Jake endlich neben mich setzte, legte ich meinen Kopf auf seine Schulter. Alles in mir tat weh und ich brauchte so sehr die Nähe eines Menschen. Auch, wenn er der Falsche gewesen war. Wer weiß, ob wir hier überhaupt wieder lebend herauskommen würden. "Jake", sagte ich leise. "Wir müssen es schaffen", meinte ich und gähnte.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Jake Bordon

      Der Raum hatte sich...verändert. Ich konnte tatsächlich durchatmen, doch trotzdem kam mir immer wieder das Bild meines Vaters in den Sinn. Es war so merkwürdig...das einzige vor dem ich Angst hatte und dieses dämliche Haus wusste natürlich davon. Kurz atmete ich durch, als ich sah wie sich Chloe auf das Sofa fallen ließ. Ich zog die Augenbrauen etwas zusammen, als sie neben sich klopfte und ich mich neben sie setzen sollte. Sie kicherte...Dieses Dämliche kichern...
      ,,Sie kichert immer so niedlich wenn ich ihr ein Kompliment mache...das heißt ich hab sie bald rum! Noch vor ende der Woche hab ich das Mädchen in meinen Bettlaken, wetten wir?"
      Wir hatten gewettet...und ich hatte gewonnen...aber nicht weil ich fair gespielt habe. Die Wette war mir egal...es ging um 10 Mäuse...nein, ich hatte kein Bock zu zu sehen wie mein 'Freund' einem weiteren Mädchen das Herz brach. Und am Ende war ich es der es tat...ich es den sie hasste, aber so war es gut. Sollte sie mich hassen.
      Mit einem seufzen ging ich zu ihr, setzte mich neben sie und blickte einfach auf meine Hände, welche ich auf meine Knie gelegt hatte, als sie auf einmal...ihren Kopf an meine Schulter legte. Aus dem Augenwinkel sah ich zu ihr. ,,Jake...Wir müssen es schaffen." Wir müssen es schaffen...ja...das mussten wir. Seufzend Hob ich meine Hand, legte sie etwas auf ihren Kopf und streichelte ihr etwas das Haar. ,,Es wird alles gut...mach dir...keine Sorgen." Begann ich, sah sie aber nicht an, sah weg von ihr. ,,Wir mögen vielleicht nicht gerade die besten Freunde sein aber...wir bekommen das hin. Ich...pass auf dich auf...okey?" Kurz ging mein Blick auf sie, er war nichts aussagend, aber ruhig. Vielleicht sollten wir das hier als Chance nutzen...so dumm wie es klang...aber wenn wir danach uns eh nicht mehr mit dem Arsch ansehen wollten, was brachte dann das streiten? Es brachte nur Stress und das ließ uns müde werden, so würden wir nie voran kommen. ,,Schlaf jetzt...ich bleib noch ein wenig wach." Langsam nahm ich meine Hand wieder weg, sah dann auf die Tür durch die wir hinein gekommen waren. Ich würde wohl die ganze Nacht auf bleiben...ich könnte sowieso nicht schlafen...wissend das der Geist meines Vaters oder was auch immer hier drin war...
    • Chloe Walker

      Jake mir sanft meinen Kopf und sagte mir, dass ich mir keine Sorgen machen brauche und alles gut werden würde. Eine Gänsehaut durchfuhr meinen Körper, aber diesmal eher eine angenehme. Er gab mir in diesem Moment genau das, was ich mir gewünscht hatte. Oma tat dies, wenn ich mich schlecht fühlte und es beruhigte mich jedes Mal. Nun war es Jake, der mir die beruhigenden Worte sagte und meinen Kopf tätschelte. Danach meinte er sogar, dass er auf mich aufpassen würde. Ich verstand nicht, wieso er das jetzt sagte, aber es gab mir Sicherheit. Genau jetzt war es mir egal, wo ich mich befand, denn ich wusste, dass mir nichts passieren würde, solange ich bei Jake war. Das half mir einzuschlafen.
      Als ich die Augen wieder öffnete, dachte ich zunächst, dass ich vielleicht nur die ganze Zeit geschlafen und nur einen Albtraum hatte. Aber ich sah dieses Zimmer und wusste wieder, dass es real gewesen war. Ich drehte meinen Kopf zu Jake, der wach war. Langsam richtete ich mich auf, rieb mir die Augen und sah ihn an. Er wirkte müde. "Hast du nicht schlafen können?", fragte ich ihn und seufzste. "Entschuldige, dass ich geschlafen habe. Ich hätte wach bleiben müssen", meinte ich schließlich. Vielleicht konnte er wegen mir nicht schlafen. Ich fühlte mich ziemlich schuldig, konnte aber nun nichts mehr ändern. Wir mussten endlich hier raus kommen und das bedeutete, dass wir uns diesem Scheiß hier stellen mussten.
      Plötzlich hörte ich ein lautes metallendes Geräusch. Es schien, als ob sich etwas geöffnet hätte. Verwirrt sah ich zu Jake und sprang danach auf. "Wir müssen nachsehen", appellierte ich und ging schon einmal vor. Es war dumm von mir vor zu gehen, aber ich musste es sehen. Schließlich könnte es einen Weg hier raus sein. Ich betrat den Flur mit den Türen und tatsächlich hatte sich eine geöffnet. "Die Sichel", meinte ich leise und spürte, dass Jake hinter mir stand. Meine Beine fingen leicht zu zittern an und mein Herz zu rasen. Diese Tür verängstigte mich. Natürlich war der Raum stockdunkel, sodass man nicht direkt erkennen konnte, was es dort drin gab. "Wir müssen rein", meinte ich ernst und betrat den Raum. Nachdem Jake ebenfalls eingetreten war, knallte die Tür in einem Zug zu. Ich zuckte vor Schreck zusammen. Nun standen wir im dunklen Raum und konnten nicht mal die Hand vor unseren Augen erkennen. Zunächst war nur eine furchtbare Stille zu hören. Dann jedoch hörte man Klacken und Jake stieß einige Laute aus, die ich nicht deuten konnte. Plötzlich ging das Licht an. Es war wie ein rotes Pufflicht und ein Bett stand inmitten des Raumes. Ich sah dieses Bett an und wusste sofort, welches Thema diese scheiß Sichel behandelte. Ich schluckte und Kälte durchfuhr meinen Körper. Meine Angst stieg weiter und weiter. Hastig drehte ich den Kopf hin und her, um nach Jake zu suchen und tatsächlich fand ich ihn sitzend und gefesselt auf einem Stuhl. Er hatte metallende Reife um die Hand- und Fußgelenke und um seinen Kopf auch. Das war ein.... "ein elektrischer Stuhl", sagte ich leise und sah Jake fassungslos an. Aber wieder war nur ich frei? Was wollte das Haus von mir? Die ganze Zeit über hatte ich Angst, mit dieser Sache konfrontiert zu werden und nun war es soweit.
      Das Licht ging für eine kleine Sekunde aus und als es wieder an ging, sah ich einen jungen Mann vor mir stehen. Ja, er war es. Kein Zweifel. Eric. Mein Date, dass damals in die Hose gegangen war. Ich atmete hastig und er hatte ein abnormales breites Grinsen auf dem Gesicht. "Hallo Maus", meinte er und ich blieb stehen wie erstarrt. Ich konnte mich keinen Zentimeter bewegen und fror am ganzen Leib. "lange nicht mehr gesehen", meinte er, aber ich sah ihn nicht an. Hilfe suchend sah ich zu Jake, der auf dem Stuhl saß und sich nicht bewegen konnte. "Jake konnte dir damals nicht helfen und das kann er auch jetzt nicht", meinte Eric laut lachend. Was meinte er damit, dass Jake mir nicht helfen konnte?! Das verstand ich jetzt nicht. Eric kam mir näher und fasste meine Schultern. "Fass mich nicht an", schrie ich, doch mit diesen Worten drückte er mich nur fester. Ich zitterte, als würde ich auf eine Vibrationsplatte stehen. "Was hätte ich tun sollen, Chloe?", fragte er mich schließlich fast schon verzweifelt. "Jake und ich hatten gewettet und ich hatte verloren. Das konnte ich nicht einfach auf mir sitzen lassen", kicherte er und mein Blick fiel fassungslos auf Jake. "gewettet?", hauchte ich leise fragend. "Er ist mein bester Freund, zumindest war es mal. Wusstest du das nicht?", fragte mich Eric. Nein, dass wusste ich nicht. Doch was war das denn für eine Wette? "Jake hatte gemeint, dass ich nicht dich nicht rumkriege und erst hatte er zwar gewonnen, aber dann habe ich mir doch geholt, was ich wollte. Stimmts Chloe?", sagte er mit einer furchtbar ekelhaften Art, aber ich sah ihn nicht an. Ich sah nicht mal mehr Jake an, den ihn konnte ich auch nicht mehr sehen. "Willst du, dass er dafür bestraft wird?", fragte mich Eric kichernd , ließ mit seiner rechten Hand meine linke Schulter los und schnipste. Plötzlich schaltete sich der elektrische Stuhl ein und durch Jakes Körper fuhr Strom. Er zitterte und klapperte am ganzen Leib. "AUFHÖREN!", schrie ich, als ich es mir nicht mehr mitansehen konnte und Eric schnipste erneut. "Na, denkst du, dass es das gewesen war?", fragte er mich und sah mich stirnrunzelnd an. "Er hat mehr verdient, Chloe. Er verarscht dich schon dein ganzes Leben lang", meinte er. Plötzlich konnte ich mich wieder bewegen und befreite meine andere Schulter von seinem Griff. "Lass mich gehen", schrie ich ihn an und er fing zu lachen an. "Wirklich, Chloe? Das letzte Mal hast du dich nicht so gewehrt", meinte er und ging langsam auf mich zu. Ich lief rückwärts, doch er kam schneller und schneller auf mich zu, packte mich und warf mich auf das Bett. "Chloe, Chloe, Chloe", sagte Eric und kam auf mich zu. "Nein!", schrie ich und er warf sich auf mich drauf. Er schnipste wieder und durch Jakes Körper floss erneut der Strom. Ich drehte meinen Kopf zu ihm und sah es mir an. ER war schuld, dass Eric mir das antat. Dieser Fakt schoss immer und immer wieder durch meinen Kopf. Er war es gewesen, weswegen ich mich so schrecklich fühlen musste, so benutzt und befleckt. Der Grund, warum ich mich monatelang fragen musste, was ich falsch gemacht hatte, um soetwas verdient zu haben. "Hör auf er stirbt", meinte ich schließlich monoton und leise. Eric schnipste und es hörte auf. Der Mann über mir musterte mich. "Du hast dich verändert Chloe", sagte er schließlich. "Du siehst stärker aus als damals", meinte er und ich schaffte es ihn anzusehen. Ihm in diese abgrund hässlichen braunen Augen zu sehen. Ihm stand das Böse ins Gesicht geschrieben. "Was willst du Eric?", fragte ich ihn wütend. "Ich will, dass du Jake dafür büßen lässt, was dir wegen ihm wiederfahren ist", sagte er. Kurz sah ich zu Jake rüber, der ziemlich fertig aussah und dann wieder zu Eric. "Du hast es in der Hand, meine Maus. Sag es und ich tue es für dich. Ich würde alles für dich tun, weil ich dich liebe", sagte er und ein Kälteschauer durchfuhr meinen Körper. Es war ekelhaft diese Aussage von ihm zu hören. Er liebte mich? Was für ein Schwachsinn. Dann beugte er sich auf mich herab und gab mir einen sanften Kuss auf meine Lippen. Seine Lippen waren rau und es fühlte sich einfach nur falsch und widerlich an. Am Liebsten hätte ich ihm ins Gesicht gekotzt. "Befehl es MIR!", schrie er mich an und ich zuckte zusammen. "Befehl es mir oder ich tue dir weh, anstelle von ihm und du weißt, was das bedeutet, Chloe!", sagte er. Ja, ich wusste, was es bedeutete von ihm verletzt zu werden. Das wusste ich nur zu gut, aber Jake dafür leiden lassen. Was sollte ich nur tun? Er würde dabei sterben. Ich hingegen würde nur für einen kurzen Moment Schmerzen leiden müssen und danach wäre es vorbei.
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    • Jake Borden

      Die ganze Nacht war ich wach, starrte nur vor mich hin und überlegte wie wir hier raus kommen sollten. Die Fenster waren keine Option...die normalen Türen waren alle bis auf zwei verschlossen...und die Symbol-Türen? Die waren uns ein Rätzel. Aber sie waren gerade das einzige was wir wirklich hatten, neben diesen ganzen verwirrenden Psychospielen.
      Als Chloe am nächsten Morgen wieder aufwachte sah ich kurz zu ihr, seufzte dann und wischte mir durchs Gesicht. ,,Pff...alles gut. Ich mache andauernd die Nächte durch wenn ich zocke." Mit dem Unterschied das ich dann eben spiele und Energie Drinks habe...aber es war egal. Wir haben die Nacht ohne Vorfälle überstanden und das war gut.
      Als das komische Geräusch ertöne sah ich genervt in diese Richtung, erhob mich dann aber nach Chloe und folgte ihr. Ich meinte das gestern ernst...ich würde sie beschützen, komme was wolle. Ich lief also hinter ihr und der Raum mit der Sichel öffnete sich, warum auch immer. Ich folgte ihr und...natürlich ging die Tür zu. Ich wollte schon genervt stöhnen, als plötzlich ein überraschtes mir entwich. Jemand oder etwas zog mich nach hinten, fesselte mich und eh ich mich versah saß ich...auf... ,,Ein elektrischer Stuhl." Hörte ich Chloe und schloss nur seufzend die Augen. Was sollte das jetzt wieder? So ein...Scheiß...aber der Scheiß sollte noch besser werden.
      Gerade als ich mich ein wenig bewegte tauchte niemand anderes als Eric auf. Eric...mein 'bester Freund' und der Kerl der Chloe damals rumkriegen wollte. Die Stimmung zwischen den beiden war...komisch...Als er ihr von der Wette erzählte sah ich die beiden ziemlich emotionslos an. Das ganze Gespräch über sagte ich nichts...nichts...bis. ,,AARGGGGG!!!" Ich zum ersten mal geschockt wurde. Der Schmerz der mich durchfuhr war mit nichts vergleichbar, aber als es vorbei war...blieb zum Glück nur das Gefühl von Erschöpfung. Ich sah die beiden an und zog nur die Augenbrauen zusammen. Was...redete er da? Hatte er....Er hatte sie...nein...das...
      Doch eh meine Gedanken weiter gingen bekam ich den nächsten Schock, dieses mal gab ich keine Töne von mir, spannte einfach nur automatisch meinen Körper an, presste die Augen zusammen, da ich das Gefühl hatte sie würden explodieren. Als auch das vorbei war zitterte ich, atmete schwer. Ich hatte mir die Zunge blutig gebissen und neben etwas Speichel lief auch die rote Flüssigkeit meine Mundwinkel hinunter.
      ,,Du hast es in der Hand, meine Maus. Sag es und ich tue es für dich. Ich würde alles für dich tun, weil ich dich liebe" Liebe? Hat dieser Kerl das gerade wirklich in den Mund genommen?
      ,,Befehle es mir oder ich tue dir weh, anstelle von ihm und du weißt, was das bedeutet, Chloe!" Mein Blick hob sich ein wenig. Ich betrachtete dieses Bild. Dieses Bild wie sie beide auf dem Bett waren...übereinander...es brachte mich beinahe zum kotzen.
      Mit einem mal hörte man ein Lachen. Ein lachen, welches von mir kam, das immer lauter wurde, eh ich die beiden mit einem Diabolischen grinsen betrachtete. Den Blick, den Chloe schon zu oft von mir gesehen hatte, jedes mal wenn ich sie wie Dreck behandelt habe. ,,IcH wÜrDe AlLeS fÜr DiCh TuN." Immitierte ich Erics Stimme, was nur dazu führte das er mich verärgert ansah. ,,Hast du gerade von Liebe gesprochen? Weißt du überhaupt wie man das schreibt?" Ich lachte die ganze Zeit weiter, wie ein...verrückter. ,, 'Loch ist Loch' , waren das nicht deine Worte damals? Das du sie locker rum bekommst? Und jetzt ziehst du die Masche ab um gut da zu stehen? Bro, das ist noch erbärmlicher als die Tatsache das du sie vergewaltigt hast!!" Lachte ich wieder und er erhob sich von ihr, was ich auch wollte. ,,Alice hat dich nicht ran gelassen...Chanty...Selbst Kathy die Schulschlampe hatte kein Bock auf deinen Micropenis! Und dann sorge ich dafür das Chloe sich das mit dir nicht antun muss und du hast nichts besseres zutun als sie zu vergewaltigen? Was ist denn mit dir falsch? Das du so tief sinkst ist echt herrlich!" Mein Grinsen wurde ziemlich siegessicher, als ich sein blödes Gesicht sah. ,,Sieh es ein, wenn sie mit dir ausgegangen wäre dann hätte sie dich ebenfalls nicht ran gelassen, weil du ein Versager bist..."-,,Das sagst du jetzt! Dir ging es nur um die Wette damals, du Penner!" Wieder lachte ich. ,,Die 10 Mäuse? Ernsthaft? Ich wollte nur das du verlierst, dass Geld war mir scheiß egal." Er knurrte, gut. ,,Sieh es ein du warst so verzweifelt das du dir das wohl schwächste Glied genommen hast...einfach so...und das ist das ärmseligste überhaupt..." - ,,Du Arsch! Wichser!" Ich wusste das sein Faden schnell reißt, deswegen wunderte es mich nicht das er auf mich zurannte und mir mit voller wucht ins Gesicht schlug. Lachend spuckte ich das Blut aus, sah ihn grinsend an, wie ein Psycho der nicht genug von den Schlägen bekommen konnte. ,,Wie sollte ich sie ein ganzes Leben verarschen?! Ich kenne sie erst seit vielleicht 3 Jahren! Und du hast nichts besseres zutun als sie zu vergewaltigen du armseliger-" - ,,Halts Maul! Halt dein Maul! Stirb!" - ,,Da...haben wirs! Du willst...das ich sterbe..." Er hörte kurz auf mit den Schlägen, noch immer grinste ich und riss meine Augen weit auf. ,,Weil ich besser bin als du! Weil ich alle süßen Mädels abbekomme! Weil ich Kohle habe von der du nur träumen kannst! Weil du nicht einmal der Dreck bist auf den ich spucke!" - ,,ICH SAGTE HALTS MAUL!" Gut so, gut...sollte er mich weiter schlagen...das lenkte ihn wenigstens ab.. Ich steckte jeden Schlag ein, nichts war so schlimm wie die Prügel meines Vaters. Und Chloe hatte Zeit...sie könnte abhauen...und das war was ich wollte. ,,Du benutzt...sie...damit du...bekommst was...DU willst...DU nutzt...sie aus...und verdrehst...die Tatsache das...ich...SIE BESCHÜTZE!" Ich erwischte ihn, biss ihm mit voller Wucht in den Arm, was ihn zum aufschreien brachte. ,,LASS LOS!!" Und wieder schlug er mich. Immer und immer wieder, aber ich ließ nicht los. Ich biss seinen Arm blutig...wobei ich nicht wusste welches Blut meines und welches seines war aber es war egal. Jetzt kam es auf Chloe an, was sie tat.
    • Chloe Walker

      Noch ehe ich weiter denken können, ertönte plötzlich ein Lachen, welches ich noch nie zuvor gehört hatte. Jake hatte oft über mich gelacht, aber diese Geräusch war völlig neu für mich. Verwirrt sahen ich und Eric zu ihm. Es klang schon fast psychopathisch. Das Grinsen jedoch, mit welchem Jake und nun ansah, kannte ich nur allzu gut. So sah er mich immer an, wenn er mich mobbte. Ich hasste ihn für dieses Grinsen, aber diesmal wusste ich wenigstens, dass es nicht für mich bestimmt gewesen war. Was hatte Jake nur vor? Dann fing Jake, Eric nachzuäffen und fing an über ihn zu spotten. Der Satz 'Loch ist Loch' traf ich furchtbar. Dachten alle Männer so? Dachte Jake vielleicht auch so? Doch schlimmer war es für mich gewesen, dass Jake nun wusste, was mit mir passiert war. Das war die Sache, von welcher ich nicht wollte, dass Jake sie jemals erfährt.
      Jakes Worte trafen Eric wohl wirklich hart, denn er stieg endlich von mir herab. Dieses erdrückende Gefühl, wenn er auf mir lag. Es fühlte sich jetzt genauso an wie damals. Es war fast, als würde ich unter ihm ersticken. Endlich konnte ich mich etwas freier fühlen, zumindest für diesen einen Moment. Ich atmete tief durch und lag noch weiter auf dem Bett, während Jake weiter mit Eric sprach. Er lenkte ihn von mir ab, aber ich konnte mich noch nicht richtig bewegen. 'Und dann sorge ich dafür das Chloe sich das mit dir nicht antun muss und du hast nichts besseres zutun als sie zu vergewaltigen?'. Verwirrt sah ich zu Jake. Was hat er getan? Er hat versucht, Eric von mir fernzuhalten? Aber warum? Eric war doch sein Freund gewesen und ich war immer in Jakes Augen nur ein Häufchen Hundekot. Warum also hätte er das für mich tun sollen? Das verstand ich einfach nicht. Jake hatte damals versucht mich zu beschützen, aber es hatte nicht geklappt. Eric tat mir nur noch schlimmer weh. Mein Herz schmerzte, weil ich vorhin wirklich darüber nachdachte, dass ich die Schmerzen lieber Jake zufügen wollte, als dass Eric mir noch einmal so weh tat wie damals. Das war so dumm von mir.
      Während ich in Gedanken versunken war, vernahm ich einen ziemlich dumpfen Schlag. Ich sah zu den beiden Männern rüber und beobachtete, wie Eric auf Jake einschlug. Jakes Grinsen wurde dabei nur immer breiter und gruseliger. Er war vollkommen blutüberströmt, aber es schien ihm nichts auszumachen, denn er provozierte Eric immer weiter. Wieder sprach Jake davon, dass er mich beschützte. Das war der Moment, an dem ich einen Entschluss fasste. Jake war nicht mein Feind. Er war mein Held und das offenbar schon seit wir uns kannten. Ich hingegen war dumm und habe es nie gesehen. Jake biss Eric in den Arm und ließ nicht locker. Ich ahnte, worauf Jake hinaus wollte. Ich sollte verschwinden. "Ich werde nicht ohne dich gehen", flüsterte ich so leise, dass nur ich es hören konnte. Wir brauchten uns hier gegenseitig. Keiner von uns würde hier alleine herauskommen. Ich fuhr instinktiv mit meiner Hand unter das Kopfkissen und fühlte etwas kaltes, metallendes. Ich grinste, als ich seine Gestalt mit meinen Fingern nachfuhr. Natürlich.
      Ich packte es am Schaft und zog es unter dem Kissen hervor. Es war eine Sichel. Irgendwie war das lustig. Ich wusste, was ich zu tun hatte. Also stand ich von dem Bett auf und während Eric mit Jake beschäftigt gewesen war, merkte er nicht, dass ich bereits hinter ihm stand. "Ich habe keine Angst mehr vor dir!", sagte ich und bevor Eric sich zu mir herumdrehen konnte, rammte ich die Sichel in seinen Schädel. 'Über mich selbst erschrocken, dass ich zu etwas im Stande gewesen war, ging ich einige Schritt rückwärts. BLut strömte aus seinem Kopf heraus, doch anstelle er einfach umkippte, löste sich seine Gestalt im Raum auf und auf den Boden fiel ein kleiner Sichelmond. "Das Symbol von der Tür", meinte ich und sah auf Jake. Er sah wirklich fertig aus. Sofort ging ich zu ihm und öffnete ihm die Hand und Fußfesseln und danach den Eisenring an seinem Kopf. Ich sah ihn an und ohrfeigte ihn. "Du hättest sterben können du Vollidiot", meinte ich sauer und umarmte ihn anschließend. "Danke!", sagte ich wieder sanft. Bevor die Sache hier noch emotionaler werden würde, was es eh schon war, ließ ich von der Umarmung wieder ab und nahm das Sichel-Symbol vom Boden. Ich betrachtete es kurz melancholisch und dann ging ich schnellen Schrittes zur Tür, wo ich es einsetzen konnte. Nachdem es mit einem 'Klack' in der Tür befestigt gewesen war, öffnete sich eine Wand, indem diese nach oben fuhr.
      Erstaunt sah ich, dass dort ein Tisch aufgebaut gewesen war mit mehreren abgedeckten Tellern. "Ist das etwas zu Essen?", fragte ich und ging darauf zu. Ich öffnete eine der Hauben und sah dort tatsächlich einen sehr schmackhaft aussehenden Salat. Unter der nächsten Haube verbargen sich Nudeln mit Soße. "Schau doch mal Jake. Komm her!", sagte ich glücklich. Sogar Wasser stand auf dem Tisch. Erst jetzt bemerkte ich, welch' großen Hunger ich tatsächlich hatte. War das... etwa unsere Belohnung?
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Jake Borden

      Ich bekam kaum noch etwas mit. Ich sah kaum etwas, der Schmerz schien meine Sicht immer verschwommener werden zu lassen. Ich hörte kaum etwas...das alles wurde immer schlimmer...aber ich hielt aus, damit sie verschwinden konnte. Aber nein. Es kam ganz anders. Mit einem mal hörten die Schläge auf und als ich meine geschwollenen Augen öffnete sah ich nur die Sichel in Erics Kopf, eh dieser sich einfach auflöste. Er löste sich auf...einfach so. Der kleine Sichelmond der zurück blieb...ich hatte also recht. Wir mussten diese Symbole sammeln. Aber wenn es jedes mal solche Dinge waren dann würde ich das nicht überleben. Chloe öffnete dann meine Fesseln, doch eh ich etwas tun konnte...
      *KLATSCH*
      Schlug sie mich. Als hätte ich nicht schon genug Schläge einstecken müssen. Aber ich sagte nichts, ich war zu erschöpft. Nur weil Eric nicht echt war hieß es nicht das seine Schläge es nicht waren, dass Blut in meinem Mund, die Schwellungen, meine blutende Nase, ALLES bewies das. Deswegen konnte ich die Umarmung auch nicht wirklich erwidern, selbst wenn ich es gewollt hätte. Ich konnte meine Arme nicht mal anheben weil ich einfach nur fertig war. Ich war müde und alles schmerzte, deswegen war es mir auch scheiß egal das wir anscheinend als 'Belohnung' Essen bekamen. Sie hingegen...als wäre nichts passiert lief sie zu dem Essen. Sagte sogar ich sollte zu ihr kommen. War sie komplett hängen geblieben? SAH sie nicht, wie ich aussah?! Hatte sie vergessen, dass ich für sie gerade mehrere Schläge eingesteckt hatte?! Wow. Und da fragte sie sich noch immer wieso ich sie eigentlich nicht leiden konnte. Was eine dumme Kuh. ,,Du kannst mich mal." Sagte ich viel zu leise als das sie es hören konnte, spuckte das Blut in meinem Mund aus und blieb einen Moment sitzen, eh ich mich langsam erhob und ehr schleichend als alles andere zu diesem Bett ging das da stand. Ich ließ mich einfach auf dieses fallen, blieb liegen um mich einfach aus zu Ruhen. Cool das wir Essen hatten, wirklich, sollte sie auch essen. Aber gerade hatte er definitiv andere Sorgen.