sundown. (open.)

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    • sundown. (open.)


      Chasing that sundown
      So far East, I'm Westbound
      Feeling like the edge of this world is near.

      Central City. Die Stadt der Träume, in der jeder den Rest seiner Tage verbringen will - dort, wo es alles gibt, was das Herz begehrt, einem Ort, an dem Armut ein Fremdwort ist und es weder Krankheiten noch Tod gibt, so gesehen der Garten Eden auf Erden. Wo auch immer man hinsieht scheint diese Welt der aus einem Bilderbuch zu gleichen, denn selbst dieser Schein trügt nicht, lebt man doch ein erfülltes Leben in dieser Stadt - auf dieser Welt - hat man sich erst einen Platz in Central City ergattert. X ist einer der Glücklichen, der schon seit seiner Kindheit in der endlosen Großstadt lebt, die ihren Bogen um den riesigen See zieht und sich dort sein gesamtes Leben aufhält - mehr als die Stadt und den See scheint es nämlich nicht zu geben, gleich wenig wie eine Straße die aus Central City führt. Oft kommt es ihm so vor, als wäre Central City die einzige Stadt, die auf diesem Planeten existiert, so gibt es kaum Kommunikation zur Außenwelt, wie es scheint - tatsächlich scheint es aber Niemanden zu stören. Als X eines Abends mit seinem Großvater redet und anfängt, all die Dinge - den endlosen Reichtum seiner Familie, das Fehlen irgendwelcher Krankheiten und das Ausbleiben des Todes von so vielen Menschen in Frage zu stellen - wird ihm ein Geheimnis eröffnet. Central City existiert nicht. Das, was X seit Jahren sein Leben nennt, ist lediglich eine Simulation, die denjenigen Menschen als neue Heimat dient, die damals das Geld hatten, sich einen "Zugang" zu dieser virtuellen Welt zu leisten, als die tatsächliche Welt zugrunde ging. Während sich kaum einer der jungen Bewohner daran erinnert, ist es den Älteren wie in ihr Gedächtnis gebrannt, wenn auch gleich eine Vielzahl darüber schweigt. Zusätzlich zu seinen Fragen offenbart X's Großvater ihm, dass er - nachdem X zwanzig wird - alle fünf Jahre gefragt werden würde, ob er die Simulation, die sich Central City nennt, für den zurückgebliebenen Rest der ihnen vorangegangenen Welt verlassen möchte. All dies als Humbug abstempelnd, kehrt X zu seinem gewohnten Tagesablauf zurück, bis er davon erfährt, dass einer seiner ehemaligen Klassenkameraden an seinem zwanzigsten Geburtstag spurlos verschwand. Ein mulmiges Gefühl breitet sich in seiner Magengegend aus, das ihn nicht loslässt - zurecht. Am Morgen seines zwanzigsten Geburtstages findet sich X in einem ihm unbekannten Raum wieder und wird von der Projektion einer jungen Dame begrüßt, die ihm die Wahl lässt, die ihm unbekannte Welt, die sich außerhalb seiner Träume befindet, für die nächsten 365 Tage zu erkunden oder wieder in den künstlichen Tiefschlaf zu verfallen, der ihn wieder in seine Heimat zurückgeleitet, die sich Central City nennt.

      Ohne sich großartige Gedanken darüber zu machen, entscheidet X sich dazu, die Außenwelt zu erkunden, die er noch nie in seinem Leben gesehen hat - die Welt außerhalb dem Utopia, in dem er seitdem er denken kann, lebt. Kaum verlässt er die sterilen Räume des Gebäudes auf wackligen Beinen, wird ihm eines klar: Eine Welt, wie er sie kennt, existiert hier draußen nicht. Der Planet, den Menschen einst ihr Zuhause nannten, ist mittlerweile größtenteils von Wald und Wiesen überzogen - nur vereinzelte, morsche Strommasten die schief in der Landschaft hängen zeugen davon, was einmal war. Ohne ein konkretes Ziel wandert X also durch eine ihm unbekannte Landschaft, übersät von sich erholender Flora und Fauna, in der Hoffnung doch noch etwas an menschlicher Zivilisation zu entdecken, wenn auch nur einen kleinen Teil von ihr. Sein Glück lässt allerdings auf sich warten - nachdem er mehrere Tage alleine durch die Wildnis streift und immer wieder zu einem Punkt zurückkehrt, steht er kurz davor seine Suche aufzugeben und in die Einrichtung zurückzukehren, aus der er vor wenigen Tagen noch gekommen war. Der Hunger und Durst nagt an ihm und bald schon scheint er für einige wilde Tiere ein gefundenes Fressen zu sein, gäbe es da nicht Y, der gerade in diesem Moment zu seiner Hilfe eilt und den hungrigen Wolf, der sich gerade eben auf ihn stürzen wollte, vor seinen Augen erlegt. Mehr oder weniger unbeholfen folgt X dem Jäger zurück zu dessen Dorf, in welchem er von diesem versorgt wird. Was X jedoch nicht ganz versteht, scheint, wieso Y und ein Großteil der Bewohner keine Ahnung von der imaginären Stadt zu haben scheinen, aus der er kommt und warum die Dorfältesten ihn mit einer gewissen Verachtung gegenüberstehen. Fragen über Fragen häufen sich, doch mit keinerlei Beziehung zu der beinahe schon primitiven Gesellschaft, in der er sich wiederfindet, scheint X dazu gezwungen, selbst Pfeil und Bogen in die Hand zu nehmen und Y bei seinem Handwerk zu assistieren, bevor seine Zeit in dieser neuen Welt abläuft und er wieder nach Hause zurückkehren muss ... aber will er das überhaupt?

      Gesucht:
      - X, Geschlecht nicht (!) änderbar.
      - Fleißiges Schreiberlein mit eigenen Ideen.
      - Kann potentiell in einer "kleinen" Romanze zwischen X & Y enden.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.