If loving You is wrong... [Saki & Lu-Chan]

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    • If loving You is wrong... [Saki & Lu-Chan]

      If loving You is wrong... [Saki & Lu-Chan]
      @Saki
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      Alice

      Sie zählte langsam bis drei in ihrem Kopf, bis der Buzzer zu hören war und sie die Tür aufdrücken konnte, um den ersten, der vielen Räume zu betreten, welche sie von ihrem Arbeitsplatz teilten. Die Blondine trat in den Zwischenraum ein, bevor die nächste Tür aufging, gleich nachdem die erste ins Schloss gefallen war. "Guten Morgen, Alice!", begrüßte sie die freudige Stimme des Wärters, der dafür sorgte, dass sie rein konnte. Ein Lächeln bildete sich auf ihren rötlichen Lippen, während sie in den nächsten Raum trat, in welchem der Mann, der sie zuvor durch das Mikrofon begrüßt hatte, auf sie wartete. "Guten Morgen, Berry..", begrüßte ihn auch die Krankenschwester und nannte den Mann bewusst bei seinem Spitznamen. Sie verstanden sich gut, waren relativ schnell bei einem 'Du' geblieben, es war auch nur einer der wenigen Personen, mit denen die Blondine ein wenig Kontakt hatte. Zu den anderen Wärtern gab es nur sehr wenig Kontakt, in der Regel waren sie auch nicht dafür da mit der kleinen Krankenschwester Kontakt aufzunehmen, aber damit fand man sich einfach irgendwann ab, genauso wie mit der morgendlichen Kontrolle vor dem Betreten des Gefängnisses. "Heute mal wieder Tagdienst?", der dickere Wärter schmunzelte und wartete, bis die Frau ihre Tasche abstellte und die Arme nach oben hob, damit er mit dem Detektor einmal vorbeifahren konnte. Es gehörte ebenfalls zu der Routine und irgendwann hatte Alice gerne darauf verzichtet, von einer Frau eingeschleust zu werden, immerhin kam ihr der Wärter nicht allzu nah, er hatte auch niemals eine abwegige Bemerkung gemacht und er war sonst sehr freundlich gewesen. Ein ganz anderer Grund dafür war der Mangel an weiblichen Personal, aber das war ein ganz anderes Thema.
      "Ja, nach drei Wochen Nachtdienst bin ich durch", die Blondine schmunzelte und nahm ihre Tasche, um sie hinzuhalten, aber der Mann wunk ab. "Alice, du wärst die letzte, die hier etwas mitnehmen würde", es war vielleicht nicht ganz korrekt, dass der Mann nicht rein sah, aber man kannte sich einfach schon und außerdem, was konnte eine Krankenschwester auch schon mit ins Gefängnis bringen? Darüber dachte er einfach nicht nach, sondern entsicherte die nächste Tür mit seiner Karte, die ebenfalls als ein Ausweis diente. Auch Alice hob ihre an, die an einer der Taschen des Kasacks befestigt war, um sie an die Tür zu halten, damit identifizierte sie sich und ließ es gleich auch schon im Programm anmerken, dass sie hier war. Es gab einige Sicherheitsbestimmungen, die für ihre Sicherheit gedacht waren, auch wenn sie bisher keine einzige nutzen musste, zum Glück!
      "Ich wünsche dir einen wundervollen Tag!", der dicke Wärter lächelte der Schwester noch zu, die ihm ein Schmunzeln schenkte. "Den wünsche ich dir auch". Sie verschwand auch schon hinter der nächsten Tür, um den nächsten Wärter zu grüßen und den Gang nach rechts entlang zu laufen. Links waren die Zellen und die verschiedenen Teile des Gefängnisses, welches in A, B unterteilt wurde, der Trankt C war auf der rechten Seite, dort gab es den Krankenflügel, außerdem auch die Cafeteria, die Mensa für die Arbeiter und die verschiedenen Sporträume, ebenfalls auch der kleine Supermarkt, in welchem die Gefangenen einkaufen konnten, wenn sie das Geld dafür besaßen, aber auch Arbeit war hier möglich, wenn auch nicht für jeden. Mit ihrer Karte kam Alice überall im Trankt C rein, in die beiden anderen musste sie gar nicht rein können, außerdem ist sie dort nie wirklich gewesen, die Kranken und Verletzten wurden ihr immer in ihre sicheren Räume gebracht.
      Sie verabschiedete die Kollegen, welche sie auswechselte und räumte zunächst ihr mitgebrachtes Essen in den kleinen Kühlschrank rein, um dann nachzusehen, ob etwas für den Tag geplant war.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nikolai

      Die Schritte hallen durch den langen Gang, der zu den Duschen führte. Noch ein Schritt weiter. Ein Klacken, welches von einer der geöffneten Türen ausging, gefolgt von weiteren Schritten. Wärter mit ihrer rauen Stimme, die den Insassen den Weg wiesen. Nur duschen. Nicht einmal 5 Minuten hatten sie Zeit. Dann musste der erste Schwung auch schon wieder raus. Jeweils 6 konnten den Waschbereich gleichzeitig betreten. in den Duschen, welche nebeneinander aufgereiht waren. Keine Trennwand oder ein Vorhang dazwischen. An der Tür 2 Wärter, welche darauf achteten, dass nichts passierte.
      Die Männer verließen die Duschen, in ihren Armen ihre verdreckte Uniform, welche in einen der Wäschewägen neben der Tür ihren Platz fanden. Und die nächsten Männer durften hinein. Darunter war auch Nikolai J. Evans. Unter den Wärtern nur unter Hey du oder seiner Häftlingsnummer bekannt, während er bei den anderen Mitinsassen einfach nur auf den Namen Evans hörte. Für Leute, die ihn schon etwas besser kannten und die sich mit ihm gut gestellt hatten war er als Nick bekannt.
      Der Braunhaarige betrat den Waschraum und ging schnurstracks auf eine der Duschen zu, bevor er sich ungenierter als all die anderen seinem Overall entledigte und unter das kalte Wasser stellte. Die Augen geschlossen bereitete er sich mental auf die Kälte vor, doch nach all der Zeit, die er hier in dem Trakt verbrachte, hatte er sich bereits an die kalte Dusche gewöhnt, während er immer wieder die anderen leise wimmern hören konnte, als diese das kalte Nass auf ihrer Haut spüren konnten.
      "Beeilt euch gefälligst! Ihr habt nicht den ganzen Tag Zeit. Es sei denn ihr wollt gerne das Frühstück ausfallen lassen." kam es von einem der Wärter, welcher etwas kleiner und definitiv breiter als Nick war. Er war vielleicht 1,65, höchstens 1,70. Doch sein Gewicht war garantiert in dessen Zentimeter zu rechnen, so fand der Braunhaarige. Doch von dem Wärter ließ er sich nichts sagen und ignorierte dessen Worte.
      Lange dauerte es allerdings nicht, da zog Nick seinen neuen Overall an, bevor er die Duschen verließ und seine alte Kluft in den Wagen warf. "Den will ich morgen wieder sauber auf mein Zimmer gebracht haben. Ansonsten muss ich mich wohl bei der Leitung beschweren." scherzte er mit einem seichten Grinsen auf den Lippen und sah den zweiten Wärter an, welcher um einiges schmaler als der Ältere war. Dafür allerdings war dieser auch größer... Und auch neuer und unerfahrener. Nikolai wollte sich nur zu gern einmal in die Gedanken des Spargels vor ihn schleichen, um zu sehen, was dieser von ihm dachte. Doch sicher war er genauso wie all die anderen auch. ER hatte insgeheim Angst. Nicht nur vor Nick, sondern vor so ziemlich allen Insassen hier.

      Nach gut 15 Minuten wurden die Männer aus Trakt C auch schon in die Kantine gebracht. Die Arme verschränkt sah sich der Braunhaarige einen Moment um, so wie er es jeden Tag tat. Doch hatten es einige seiner Mitinsassen noch immer nicht gelernt, wo er sich immer hinsetzte. Er erspähte ein Dreiergespann von Männern. Zwei recht junge, welche noch nicht all zu lange hier waren. Vielleicht ein oder zwei Monate, während ein Schrank von einem Mann breit an Nick's Tisch saß.
      Groß, gut über 2 Meter. Breite Schultern und Oberarme wie ein Bär. Eine Glatze zierte seinen kopf, während ein ungepflegter Bart die Hälfte seines Gesichts einnahm. Nikolai selbst war 1,90. Standard, so wie er fand, doch hatte er keine Bedenken auf den Schrank von Mann zu zugehen, neben diesem stehen zu bleiben und ihm seine Hand auf den Hinterkopf zu legen, bevor er den Kopf des Größeren direkt in den schleimigen Brei tunkte, welche es heute zum Frühstück gab. "Nun... Du solltest deinen fetten Arsch besser von hier wegschaffen. Das hier ist mein Platz und ich mag es gar nicht, wenn mein Stuhl sich gut einen halben Meter im Fliesenboden wiederfindet." kam es ruhig von dem Braunhaarigen, während das Gesicht des eben Blamierten feuerrot anlief, bevor er die Hand des Jüngeren wegschlug und sich in voller Größe vor ihm erhob. "Elendige Marde. Was denkst du bildest du dir ein?" fragte er mit tiefer, rauer Stimme. Seine Ader am Hals pulsierte vor Wut, welche deutlich herausstach, doch auch dies schüchterte Nick nicht ein.
      "Ich mir einbilden? Also bitte.... Beweg deinen Steroidenkörper mit kleinem Schwanz gefälligst von meinem Platz. Sonst werde ich ungemütlich. Und wenn ich das werde, dann kannst du dich mit deinen Zellengenossen erst einmal streiten, in welches Loch er seinen Schwanz schieben soll." Von Wort zu Wort wurde der Braunhaarige etwas ernster, bevor dieser allerdings schon die Faust des Glatzköpfigen im Gesicht spürte und kurzerhand gegen den nächstgelegenen Tisch fiel, welcher unter dem Aufprall, der Wucht und dem Gewicht zusammen brach. Gefallen ließ Nick sich das nicht, auch wenn er körperlich sicher unterlegener war, doch durch seine Größe war er deutlich schneller unterwegs. Doch..... das brachte ihm nichts.
      Normalerweiße war er es, der die Insassen, die sich mit ihm anlegten oder ihn provozierten, zur Krankenstation beförderten. Doch dieses mal hörte man einen der Wärter seinen Namen rufen. "Hey! Jaco! Hilf mir mal!" rief einer der Wärter, welcher vielleicht Mitte 30 war. Doch man konnte ihm deutlich ansehen, dass er nicht nur auf seinen Körper achtete, sondern auch den ein oder anderen Kampfsport ausgeübt hatte. So konnte er - allerdings noch mit 2 weiteren Wärtern - den großen Grizzly zurückhalten, welcher auf Nick einschlug, der bereits auf den Boden lag. Viel bekam er nicht mehr mit. Er hätte sich wohl nicht mit einem so großen Schrank anlegen sollen, doch Vernunft war noch nie in seinem Vokabular vorhanden. Nick bekam nur noch mit, wie einige Wärter zu ihm liefen und ihn auf eine der Liegen hoben, bevor sie den Braunhaarigen auf die Krankenstation beförderten.
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      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"

    • Alice

      Es stand nichts auf dem Plan, was auch nur irgendeine Relevanz für die Schwester hatte. Sie kannte es schon, in der Regel gab es nur sehr selten etwas für sie auf den Plan, höchstens Impfungen oder Untersuchungen, für die sich der Arzt zu fein war, aber selbst das flache immer weiter ab, denn das Geld war knapp und der Staat finanzierte die Behandlungen nicht mehr. An sich war der Job sehr langweilig, außer es gab mal eine große Schlägerei, und nachts konnte man in der Regel gut durchschlafen, wenn man die Schicht übernahm, aber seit einem Jahr wurde alles noch deutlich weniger. Für Alice war es perfekt, natürlich, sie wollte am liebsten viel sehen und viel arbeiten, sie scheute sich nicht vor Arbeit, aber sie war zur Zeit in einer Weiterbildung als Pain Nurse und da war sie freie Zeit auf der Arbeit perfekt, um einfach das aufzuholen, was die anderen schon wussten. Sie ging in zwei Wochen Blocks zum Unterricht, aber das gehörte auch schon soweit der Vergangenheit an, als das die Blondine den letzten Block hinter sich gebracht hatte und in einem Monat würde sie die Prüfung ablegen, dafür war der Job hier einfach ausgezeichnet. Man bekam einen ganz im Ordnung Lohn für wirklich wenig Arbeit, immerhin mussten einige Schwestern entlassen werden, um den Lohn der anwesenden weiter tragen zu können, aber letztendlich war es nicht schlimm, denn es kam selten dazu, dass diese im Krankenflügel mehr, als nur zwei Patienten betreuen mussten. Bei einer Massenschlägerei sah alles auch schon ganz anders aus und in den drei Jahren, in denen Alice schon hier arbeitete hatte sie so etwas bisher nur ein einziges Mal gesehen.. Und dabei musste sie die Wärter versorgen, noch vor den Häftlingen..
      Nachdem der Plan nichts her gab wollte sich die Schwester dem Schrank mit den Medikamenten widmen, der immer ganz gut abgeschlossen war, der Schlüssel dafür befand sich an Alice Hosenbund, gleich auch mit der Karte, die der goldene Schlüssel für jegliche Tür war. Es gehörte zu ihren Aufgaben zu überprüfen, dass alles genau so da war, wie es sein sollte, aber ein Buzzer hinderte sie an dem Vorhaben. Ein wenig stutzig blickte die Blondine hoch und sah zur Tür, so früh war ein Gefangener selten hier, aber das Leuchten der Lampe über der Tür deutete ihr wirklich darauf an, dass die Wärter mit jemanden vor der Tür standen. Zur Sicherheit blickte sie noch auf den kleinen Monitor, der sich neben der Tür befand, um zu erkennen, dass es wirklich Wärter waren und keine ausgebrochenen Insassen, es gehörte zu der Routine dazu, bevor sie die Tür für die Herrschaften auf drückte. Die Krankenstation war sehr gut gesichert, aber hier befand sich auf viel zu viel, was die Insassen nicht in den Händen halten sollten, vor allem Medikamente, OP Werkzeug, Gifte.. Es gab alles, womit sie anderen Menschen hier wehtun sollten.
      "Schlägerei", kündigten die Männer an, die einen verletzen auf der Trage rein brachten, um sie auf der Liege abzulegen. Alice seufzte, eine Begrüßung wäre schon nett gewesen, aber sie wurde hier schließlich wie eine Fremde behandelt, da musste sie sich nicht wundern, dass sie ihr nicht einmal zunickten. Sie widmete sich dem Verletzen, um ihn zu mustern, keiner dieser, die öfter mal hier landen. "Ausgangssituation?", fragte sie schon, bevor sie nach Handschuhen griff, um sie über ihre Hände zu stülpen, man konnte hier nie wissen, was die Insassen hatten. Die beiden Wärter sahen sich schräg an, ob der andere es genauer gesehen hatte, aber letztendlich zuckten sie beide mit den Schultern. "Groß stämmig, hat sicherlich fünf, oder auch sechs mal zugehauen", das reichte aus, damit Alice einen ersten Einblick bekam, sie konnte so gut einschätzen, um was es sich hier handelte.
      Die Wärter legten dem Mann noch auf einem der Handgelenke eine Handschelle um, das andere Ende war am Bettgitter befestigt, auch wenn die Blondine der Meinung war, dass es sicherlich nicht jeden aufhalten würde. Das war egal, denn da würde nur ihr was passieren.. Der armen kleinen Krankenschwester.. Seufzend blickte sie den Männern nach, die die Tür verließen, einer blieb in Zwischengang stehen, zur Sicherheit, aber darüber machte sich Alice auch keine Gedanken mehr, sondern griff sich ihre stumme Schwester, um alles drauf zu packen, was sie gleich brauchen könnte, um den Verletzen zu versorgen und vor allem zu untersuchen.
      "Haben Sie Schmerzen?", war ihre erste Frage an ihn.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nikolai

      Sein Gesicht schmerze und das Pochen in seiner linken Schläfe wurde immer stärker, je mehr die Liege, auf welcher er lag, wackelte und über Unebenheiten im Boden rollte. Langsam hob der Braunhaarige seine Hand und tastete an die pochende Stelle, ehe er etwas warmes und feuchtes spürte, welches sich kurz darauf als Blut herausstellte, nachdem Nick seine gelbstichigen Augen etwas öffnete und auf seine Fingerspitzen sah. Langsam ließ er seine Hand wieder sinken, schloss die Augen und versuchte die stechenden Schmerzen in seinem Kopf und auf seinem Gesicht zu ignorieren, während die Stimmen der Wärter an seine Ohren drangen. Langsam merkte der Braunhaarige, wo er hingebracht wurde. Dorthin, wo er viele der Insassen schon befördert hatte. Doch diesesmal war er der jenige, der hier eingeliefert wurde. Und wieso? Weil er sich nicht zusammenreißen konnte, wie so oft. Er war der jenige, der sich wieder einmal mit jemandem anlegen musste und dazu noch mit jemandem, der in vielerlei Hinsicht überlegen gewesen war. Außer die Schnelligkeit, doch selbst die hatte Nikolai in dieser Situation nicht geholfen, nachdem er sein Temperament nicht zügeln konnte.
      In seinen Gedanken war er noch immer in der Mensa und schlug den Schrank von Kerl windelweich, so wie er es eigentlich vorgehabt hatte und es dennoch anders ausging. Hätte er einiges doch bloß anders gemacht, doch diesen Gedanken verdrängte Nick sogleich wieder, bevor er das Ertönen eines Buzzers hören konnte. Seine Augen öffnete er wieder einen Spalt und sah zu den Wärtern, bevor er sich ein wenig auf die Unterarme stützte. Kaum dies getan wurde er schon auf eines der Betten gelegt, welche für seinen Geschmack recht versifft aussahen und auch rochen. Doch was sollte er in einem Gefängnis verlangen, in dem die Menschen nur gehalten wurden. Hauptsache schnell wieder zurück in die Zellen gebracht, um ihre Ruhe zu haben. Das war alles worum es den Wärtern ging. Doch damit, dass er an das Bett gekettet wurde, hatte Nick nicht gerechnet, weswegen er etwas verwirrt auf sein Handgelenk sah und etwas an den Handschellen zog. Doch lange versuchte er nicht diese ab zu bekommen, denn Sinn hatte es sowieso keinen gemacht, es sei denn er würde sich das Gelenk in seinem Daumen auskugeln, um seine Hand durchgleiten lassen zu können. Doch das schmerzende Gesicht reichte ihm schon, weswegen er sich widerwillig hinlegte und die Augen wieder schloss.
      Als die Wärter die Station verlassen hatten und Nikolai Schritte auf ihn zu kommen hörte, öffnete er seine Augen wieder und sah in das Gesicht der jungen Krankenschwester, welche nun neben ihm stand und ihn nach seinen Schmerzen fragte. Kurz überlegte er, musterte die Frau neben ihm und sah ihr schließlich ins Gesicht, ehe sich ein seichtes und dennoch keckes Lächeln auf seine Lippen schlich. "Schmerzen?" fragte er und überlegte kurz. Versuche konnte man ja starten. "Ein wenig. Aber ein Lächeln von dir würde mich sicher schnell auf die Beine bringen." meinte er, seinen Arm unter seinem Kopf, welcher nicht an das Bett gekettet war. "....Mein Kopf pocht, als wäre ein LKW darüber gerollt. Aber dieser Vergleich ist vielleicht gar nicht so falsch, wenn ich es mir recht überlege."
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    • Alice

      Bis zu dem Moment, in dem der Mann nach der Frage nach den Schmerzen seine Augen öffnete, hatte sich die Schwester gar nicht darum geschert, wie er aussah, oder wer er war, sie wollte ihren Job machen und das auch gut.. Aber für einen Moment.. Schien die Welt stehen zu bleiben, als sich ihre Augen trafen, während sie auf eine Antwort des Mannes wartete. Es traf sie hart, als hätte jemand etwas nach ihr geworfen, auch wenn sie sich nicht so ganz dessen sicher war, was das denn sollte. Er sah ganz schön mitgenommen aus, das Blut war jedoch noch frisch, weit hatten sie es aus der Mensa hier hin nicht gehabt, es hatte bisher noch keine Zeit dazu gehabt zu gerinnen, aber trotz der Tatsache, dass es ihn erschwicht hatte, änderte es nichts daran, dass er verdammt gut aussah. Das war jedoch nichts, worüber Alice nachdenken sollte und sie ermahnte sich auch sofort im Kopf, dass sie sich gefälligst zusammenreißen sollte, um ihren Aufgaben nachzugehen! Sie schaffte es, jedenfalls bis das Lächeln auf seinen Lippen zu sehen war und der Mann davon sprach, dass ein Lächeln auf ihren Lippen sicherlich eine Hilfe sein könnte. Es war kitschig, es war vor allem auch etwas, was wohl jeder Mann sagen würde, um eine Frau rumzukriegen, da brauchte man schon ein klein wenig mehr, um die Blondine zum lächeln zu bringen. Okay, oder auch nicht, denn unwillkürlich schenkte sie dem Mann ein warmes Lächeln, als würden ihre Lippen und ihre Gesichtsmuskeln eigenständig halten. Verdammt.. Sie konnte sich doch nicht von jemanden zum Lächeln bringen lassen, der einen Grund dafür hatte hinter den Mauern des Gefängnisses seine Strafe absitzen zu müssen. Deshalb schüttelte Alice innerlich den Kopf und widmete sich lieber ihren kleinen Tischlein, um die Sachen vorzubereiten, die sie für das Säubern der offenen Wunde gleich brauchen würde. Währenddessen antwortete der Mann ihr richtig auf die Frage, er sprach jedenfalls davon, dass sein Kopf pochte, als wäre ein LKW darüber gefallen, über den Zusatz, der Vergleich wäre gar nicht mal so falsch, schmunzelte die Schwester aber. "Ich gebe Ihnen gleich etwas zum Kühlen, dann sehen wir mal, ob es besser wird". Schmerzmittel wurden hier nicht so einfach verabreicht, dafür musste sich die Frau vor allem vergewissern, ob es wirkliche Schmerzen waren. Nun, bei der Verletzung kein Wunder, das Pochen war sicherlich echt, aber die Auflagen waren sehr streng, immerhin gab es häufig auch Häftlinge, die hier nur auftauchten, um an Medikamente zu kommen. Auch mit diesen konnten sie eine gewisse Wirkung erzeugen, die sie sonst mit Drogen erzeugten..
      "Ich sehe mir zuerst die Wunde an und versorge sie..",kündigte Alice an und stellte sich an die Seite des Bettes, an welchem die Wunde auf der Stirn war. Mit einem nassen Tupfer, welches in Desinfektionsmittel getränkt wurde, ging sie an die Wunde dran. "Kann jetzt brennen", kaum gesagt tupfte sie auch schon das geronnene Blut um die Wundtiefe zu erkennen. "Wo sind Sie sonst verletzt worden?". Die musste die Wunde nicht nähen, dafür gab es aber gute Strips, die wie kleine Pflaster auf die Wunde geklebt wurden, um sie zusammen zu halten, bevor auch ein großes Pflaster auf diese drauf kam.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nikolai

      Und es sah so aus, als hätten seine Worte etwas gebracht. Kaum hatte er ausgesprochen, dass ein Lächeln sicherlich helfen würde hatte sich ein Lächeln auf dem hübschen Gesicht - wie Nikolai doch recht missmutig zugeben musste - der Krankenschwester gebildet, bevor diese sich seinen Wunden widmete. Ihren Bewegungen mit den Blicken folgend beobachtete er, was sie alles zur Hand nahm. Als sie einen Tupfer in ihrer Hand hielt, mit welchem sie seinem Kopf näher kam, schwieg der Braunhaarige und ließ sie gewähren, während er die junge Frau nicht aus den Augen ließ.
      "Brennen? Mach dir mal keine Sorgen darum. Ich hab schon schlimmeres ausgehalten." meinte er mit einem seichten Lächeln auf den Lippen und kaum berührte der desinfizierende Tupfer seine wunde Stelle, so zuckte er nicht einmal. Sicher, es brannte etwas, doch die harten Schläge des Grizzlys in der Mensa waren etwas härter und vorallem dröhnender.
      Als sich um seine Stirn gekümmert wurde und die junge Blondine ihn fragte, ob er noch irgendwo verletzt worden sei, dachte er kurz nach und schüttelte schließlich den Kopf. "Nicht, dass ich wüsste. Allerdings hatte ich einen gut 200 Kilo Bären auf mir sitzen, der mich auf einen der Tische geworfen hat und diesen damit zerbrach. Vielleicht sitzt bei mir auch einfach der Schock zu sehr, als das ich wissen würde, ob mir noch etwas fehlt." sprach er erneut mit einem Lächeln auf den Lippen. "Aber eine hübsche und sicherlich auch sehr gute Krankenschwester wie du kann doch sicherlich noch herausfinden, ob mit meinem Körper alles in Ordnung ist, nicht wahr?"
      Mit diesen Worten stützte er sich wieder auf seinen Unterarm, um den Oberkörper etwas anheben und sich schließlich nach oben schieben zu können. Nun in aufrechter Position winkelte er eines seiner Beine an, auf welches er seinen Arm nun legte und die Krankenschwester erneut musterte.
      "Wie kommt es denn eigentlich, dass jemand wie du an so einem Ort angestellt ist? Bei den ganzen Verbrechern, Schlägern und Mördern... Hast du denn gar keine Angst, dass dir irgendjemand etwas tun könnte?" fragte er nach kurzem Schweigen. "Immerhin... Sind hier nicht gerade viele Wärter zu sehen."
      Er sah sich einen Augenblick auf der Krankenstation um und erblickte nur ein paar der Schwestern, welche mit den Verletzten, die länger auf Station bleiben mussten, beschäftigt waren. Von Wärtern war auf dem ersten Blick hin keine Spur.
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    • Alice

      Er zuckte nicht, was nicht sonderlich unerwartet war, denn viele der Männer, die auf der Krankenstation landeten, versuchten stärker zu wirken, als sie es wirklich waren. Es hatte sicherlich etwas mit ihrem männlichen Ego zu tun, welches auch dafür sorgte, dass sie überhaupt verletzt hier landeten, aber so etwas war eine Wissenschaft für sich, die die Frauen sicherlich niemals verstehen werden. Jedenfalls war sich Alice nicht sicher, ob sie es überhaupt verstehen wollte, aber ohne dieses Ego würde es ihre Arbeitsstelle auch nicht wirklich geben, deshalb beschwerte sie sich nicht, sondern sorgte dafür, dass die Wunde nicht mehr blutete und mit einem Pflaster zugehalten wurde. Sicherlich würde das Pflaster nicht lange auf der Stirn halten, aber es musste ja versorgt werden, dafür war der Mann hier.
      Der Mann sprach weiter, während die Blondine die Wunde versorgte und ließ sie kurz Halt machen, als er davon erzählte, wie es überhaupt dazu kam, dass er hier landete. Ein großer Mann warf ihn um, ein Tisch ging kaputt.. Okay, damit würde es ein klein wenig mehr Arbeit für die Schwester geben, aber mit Sicherheit nichts großes, sie freute sich dennoch, ein wenig Arbeit zu haben und klebte deshalb das Pflaster, um gleich die Sachen auch wieder zu entsorgen, da gab es aber auch einen Satz, der sie wieder Halt in ihrer Arbeit machen ließ. Der Insasse bezeichnete sie als hübsch.. Außerdem war er sich dessen sicher, dass sie ihm helfen würde herauszufinden, was ihm fehlte, da schnaubte Alice schon ein wenig belustigt, während das Schmunzeln auf ihren Lippen zu sehen war. Eine angenehme Wärme breitete sich mit den Worten in ihrer Brust aus, aber stattdessen schüttelte die Frau den Kopf und räumte die Sachen weg, um sich an dem Schreibtisch nach Unterlagen auf einer Kladde zu greifen. "Wir werden sehen, ob ich das kann", kommentierte sie den Satz und setzte sich auf ihren Stuhl hinter dem großen Schreibtisch mit einem PC hin, bevor sie zu der Liege mit dem Stuhl rollte, auf der sich der Insasse befand. Er hatte sich aufgesetzt, da musterte ihn die Schwester kurz, bevor sie aber innerlich den Kopf schüttelte, er durfte sich aufsetzen, das war noch kein Problem, ein Problem war eher, dass sie das Bedürfnis verspürte noch ein Mal hoch zu sehen, um ihn zu mustern, stattdessen widmete sie sich den Unterlagen. Die Kladde mit diesen Lag auf einem ihrer Oberschenkel, Alice hatte die Beine übereinander gekreuzt und füllte in das Protokoll ihren Namen und ihre Personalnummer ein, wie es sich gehörte. Der Insasse sprach wieder, er fragte sie, wie sie hier gelandet war, eine ganz normale Frage, die ihr schon sehr oft gestellt wurde. Alice schmunzelte, bevor sie von den Unterlagen auf blickte, um den Mann zu mustern. "Ab der Tür, durch welche Sie rein gekommen sind befinden sich keine Wärter.. Außer, eine Betreuung dieser ist notwendig", eigentlich kein großes Geheimnis. "Ich brauche keine Angst zu haben.. Mir wird der gleiche Respekt geboten, den ich den Menschen gegenüber bringe.. Und das unausgesprochene Gesetz besagt, dass im Krieg und in jeglichen Aufständen medizinisches Personal verschont bleibt.. In den drei Jahren, die ich hier bin ist mir noch nie etwas passiert..", sonst würde sie auch nicht hier sitzen und sich mit dem Mann unterhalten, aber sie wollte eigentlich was ganz anderes machen, sie musste das Protokoll ausfüllen.
      Die blauen Augen blickten von den Mann zu den Unterlagen runter. "Ich brauche bitte Ihren Namen und ihre zugewiesene Nummer". Es gehörte dazu und mit der Nummer hatte es nicht viel auf sich, es war einfach nur deutlich einfacher gleiche Nachnamen, oder gar Namen und Nachnamen auseinander zu halten. "Außerdem die Allergien und Vorerkrankungen, wenn es welche gibt".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die junge Krankenschwester setzte sich auf den Stuhl und nahm ihre Papiere zur Hand, wobei Nick sie mit seinen stechend gelben Augen beobachtete, welche beinahe schienen, als würden sie in dem Licht der Station glühen. Nachts würde man ihm mit diesen Augen sicherlich nicht begegnen wollen. Sie hatten ein wenig von einer Raubkatze, die auf ihre Beute lauerte, nur um auf diese zu springen und sie zu zerfetzen. Doch mit den Handschellen an seinem Handgelenk konnte er nichts der Gleichen machen und im Moment... hatte er auch nicht das Bedürfnis daran dies zu tun. Im Gegenteil. Er schien etwas Gefallen an der jungen Schwester zu finden. Ihr Gesicht war hübsch, ebenso wie ihr Lächeln, dass sie ihm schenkte. Doch hatte er anderes im Kopf, als man vielleicht gerade denken konnte.
      Als die Blondine wieder anfing zu sprechen sah Nick ihr in die Augen, sofern er dies konnte. Denn ihren Blick hatte sie die meiste Zeit gesenkt, was ihn allerdings etwas zum schmunzeln brachte. Wich sie seinem Blick aus? Oder wollte sie einfach nur nichts mit einem Häftling zu tun zu haben und hoffte, er würde schnellstens wieder verschwinden? Nun, da musste Nikolai sie allerdings enttäuschen. Bis die Handschellen nicht abgenommen wurden würde er hier bleiben. Noch dazu schien sie noch einige Informationen von ihm zu brauchen. "So ist das mit den Wärtern also. Ich hab leider nicht all zu viel gesehen, als ich her kam. Außer dich und deine Koleginnen." meinte er und sah sich erneut für einen Moment um. Es war also bis zur Tür kein Wärter hier und die Betreuung würde sicherlich nicht die nötigen Fähigkeiten besitzen einen Insassen zum stillschweigen zu bringen. So dachte der Braunhaarige zumindest. Aber nicht einmal ein Großteil der Wärter konnte das ohne Hilfe schaffen. Das hieß für ihn, dass hier her so schnell keine Wärter kommen würden, sollte etwas passieren.
      Nick wurde schnell wieder aus seinen Gedanken gerissen und richtete den Blick zu der jungen Schwester, als diese ihn nach seinen Namen und seiner Häftlingsnummer fragte. Wieder schlich sich ein Lächeln auf seine Lippen, während er sich an das Kopfgestell des Bettes lehnte und eines seiner Beine von der Bettkante hängen ließ. "Oh, du willst jetzt schon meine Nummer haben? Nun, normalerweise muss man sich da schon etwas anstrengen, aber wer kann einer hübschen Frau wie dir schon widersprechen." neckte er sie etwas, bevor er den Kopf ein wenig zur Seite neigte. "Nur schade, dass mir mein Handy abgenommen wurde, als ich eingeliefert wurde. Ich hätte mich sehr gerne auch in meiner Zelle mit dir unterhalten. Natürlich über das Handy versteht sich. Den Rest sollte man sich schön nach den Dates aufheben findest du nicht?"
      Doch langsam war es auch Nick genug mit seinen jämmerlichen Flirtversuchen, die wohl eher als Witz aufgenommen wurden. "Nikolai James Evans. 26324122. Trakt C. Zelle 62." zählte er ihr schließlich auf, während seine Augen wieder auf der jungen Schwester lagen. "Allergien habe ich keine. Zumindest nicht das ich wüsste. Als Kind hatte ich glaube ich eine Unverträglichkeit was Narkosen angeht."
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    • Alice

      Es war nicht so, dass sie sich unwohl fühlte in der Nähe des Insassen, aber es war ein merkwürdiges Gefühl ihm so nah zu sein, seit dem sie ihm das erste Mal im die Augen gesehen hatte. Ihre Brust hatte sich zusammen gezogen, es wurde warm und letztendlich spürte sie eine gewisse Aufregung, wenn sie in seine Augen sah. Na toll, jetzt fühlte sie sich zu jemanden angezogen, von dem sie die Finger lassen sollte, so etwas war unprofessionell und gehörte definitiv nicht hier hin, aber leider suchte man sich selbst nicht aus, zu wem man sich hingezogen fühlte. Wenn sie sich auf der Straße begegnet hätten wäre es sicherlich nicht anders gelaufen, aber es war nichts mehr, es gab nur ein gewisses Interesse an der anderen Person, nicht mehr und nicht weniger. Die Blondine musste auf jeden Fall aufpassen, sich nicht in etwas verwickeln lassen, worauf sie nicht mehr raus kommen würde, denn letztendlich, wenn es wirklich hart auf hart kommen würde, würde sie sich weder verteidigen können, noch wissen, wie sie es anstellen sollte.
      Sie fragte den Mann nach seinen Daten, um sie einzutragen, woraus er wieder einen Versuch startete zu flirten. War es wirklich flirten? Nun, er wäre jedenfalls nicht der erste, wenn es so sein sollte, denn auch andere Insassen, die hier landeten, versuchten ihr Glück, um sich vermutlich einfach ein wenig von dem tristen Alltag in Gefängnis abzulenken. Außerdem, war Alice sicher in ihren Beuteschema.. Hübsch, hilflos und noch dazu eine Krankenschwester, die Fantasien, die dabei er sprangen, wollte sie wirklich nicht wissen, oder gar hören, davon wollte sie verschont bleiben. Dennoch blickte sie wieder auf, als der Mann sich einen Spaß daraus erlaubte, dass sie ihn nach der Nummer fragte. Selbstverständlich wusste er, was sie meinte, aber seine Aussage brachte sie auch gleich wieder unwillkürlich zum lächeln, wofür sie sich im Kopf selbst verfluchte. Weniger lächeln, mehr arbeiten.. Was sich als sehr schwierig erwies.. Denn auch schon bei der weiteren Aussage lächelte die junge Schwester und blickte auf das Protokoll runter, um ja damit aufzuhören... "Ich wusste ja nicht, dass sich Männer heutzutage noch etwas aus Dates machen", sie hätte sich natürlich auf die Zunge beißen sollen, aber es war zu amüsant gewesen auf die Aussage aufzuspringen. "Außerdem bin ich mir nicht sicher, was Sie mit 'den Rest' meinen könnten". Es war nicht ernst gemeint, natürlich wusste sie, was Männer wollten, aber sie nahm es sich nicht an noch einmal aufzusehen, um den Mann zu mustern, bevor er auch schon alles durchgab, wonach sie fragte.
      Alice schrieb mit, konnte ihre Kästchen ausfüllen und die darunter ankreuzen, wenn sie zutrafen. "Gut, Mr. Evans.. Ich leuchte Ihnen noch in die Augen und messe den Blutdruck.. Und dann müssen Sie wohl oder übel die nächsten drei Stunden hier verbringen, um eine Gehirnerschütterung auszuschließen". Sie blickte auf, sie brauchte kein Einverständnis, um ihn hier zu behalten, aber sie wollte den Männern trotzdem den Respekt erweisen, den sie als Menschen irgendwo noch verdienten, jedenfalls solange sie nicht wusste, was sie angestellt haben.
      Die Kladde wurde samt des Stiftes abgelegt und die Blondine erhob sich vom Stuhl, um in einer ihrer Kasacktaschen nach einer kleinen Taschenlampe zu greifen. "Sie gucken gleich bitte an die Decke und versuchen die Augen nicht zusammenzukneifen, während das Licht rein leuchtet". Einen Moment wartete sie noch, bis er an die Decke sehen würde, um sich über dem Mann zu beugen und von der Seite mit dem Licht zu kommen. Sie wollte die Reaktion der Pupillen prüfen, gehörte standardmäßig dazu.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nikolai

      Und wieder konnte er es in ihrem Gesicht sehen. Ein Lächeln. Seine Worte schienen der jungen Frau vor ihm wohl doch recht zu gefallen oder gar zu schmeicheln. Er hatte aber auch nichts anderes erwartet. Sicher, er war nicht ohne Grund hier im Gefängnis und doch würden ihm viele Frauen - ohne überheblich klingen zu wollen - nachlaufen oder gar sofort zusagen, wenn er mit ihnen ausgehen würde. Deswegen war es für den braunhaarigen Häftling nicht sonderlich überraschend, dass die junge Schönheit vor ihm sicherlich den ein oder anderen Gedanken abschweifen ließ.
      Als diese ihn jedoch auf die Verabredungen ansprach war er es, der etwas lächeln musste. Sie schien wohl wirklich darauf eingegangen zu sein, was in sein Augen des jungen Mannes ein Pluspunkt gewesen war. "Nun. Viele Männer denken nur mit dem Schwanz. Aber es gibt doch noch den ein oder anderen, der die Frauen gerne verwöhnt. Essen gehen. Einen schönen Abend verbringen. Man soll sich ja auch verstehen, wenn es länger halten sollte, nicht wahr?" sprach er auf ihre Aussage hin. "Und mit dem Rest meine ich nicht das, was du jetzt denkst."
      Als die junge Schwester schließlich seine Daten aufnahm sah er gespannt auf die filigrane Hand der jungen Frau, welche den Stift nur so über das Blatt gleiten ließ, wie er fand. Den Kopf neigte er leicht zur Seite, während er nun wieder zu ihrem Gesicht wanderte und dieses musterte. Er fragte sich wie alt sie wohl war.
      Anfang 20? Vielleicht höchstens 23.
      Doch lange konnte er sich darüber keine Gedanken machen, da legte sie die Kladde schon beiseite und informierte ihn, was nun anstehen würde. Blutdruck messen fand er nicht sonderlich schlimm. Wieso auch? Und auch den Test mit den Augen ließ er über sich ergehen und tat was sie von ihm verlangte, jedoch nicht mit einem leichten Grinsen auf seinem Gesicht, als sie ihm so nahe war. "Ich muss schon sagen, du hast wirklich sanfte Hände. Da bleibe ich doch gern die 3 Stunden hier und wer weiß. Vielleicht findest ja gerade du raus, ob noch irgendeine Fraktur mehr zu sehen ist." sprach er und sah sie an, nachdem das helle Licht der kleinen Taschenlampe von seinen Augen wich.
      "Vielleicht hast du die 3 Stunden ja auch Zeit und unterhältst dich ein wenig mit mir, um mir die Zeit zu vertreiben. Ich sitze nur ungern alleine hier und hör mich selbst atmen oder zähle meine Herzschläge. Das mach ich in meiner Zelle schon Tag für Tag."
      Nick richtete sich wieder richtig auf, während er etwas an der Handschelle zog, welche sein Handgelenk an das Bett fixierte. Leise seufzend fuhr er sich mit der freien Hand durch seine braunen Haare und fixierte die junge Frau mit seinen Augen. "Wie heißt du eigentlich? Ich möchte ungern immer nur du sagen müssen. Und wer weiß, vielleicht hat der Schrank ja noch nicht genug und befördert mich wieder hier her."
      Nikolai hatte zwar nicht vor wieder hier zu landen, doch vielleicht ließ es sich nicht verhindern, wenn er nun auf dem Kieker des Größeren war.
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      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"

    • Alice

      Sie glaubte ihn kein einziges Wort, wenn es darum ging, dass der Mann Frauen gerne verwöhnte. Er sah nicht so aus, als würde er es wirklich tun, er sah eher danach aus, als würde er vielleicht nur tun, um daran zu kommen, woran er kommen wollte. Natürlich, ein Buch sollte man nicht nach dem Umschlag beurteilen, aber letztendlich gab es einen Grund, weshalb der Mann hier war und er machte keine Anstalten dabei der jungen Schwester nicht zu zeigen, dass er mit ihr flirten wollte. Mit Sicherheit war dies auch der Langeweile zu verschulden, die die Insassen in ihren Zellen Tag täglich auf dem Plan hatten, aber vielleicht war Alice auch ein klein wenig zu hart mit ihrer Verurteilung, was an den bisher nicht so guten Erfahrungen mit Männern lag. Der letzte hatte sie die ganze Beziehung über betrogen und nachdem sie dies herausgefunden hatte hatte er es sogar noch geleugnet, trotz eindeutiger Beweise und Chatverläufe. Bisher war einfach nicht der Richtige drin und bisher war auch keiner dabei, der sich wirklich um die Blondine kümmern wollte, dem ihre Bedürfnisse wichtig waren, aber genau deshalb widmete sie sich inzwischen lieber ihrer Arbeit und der Weiterbildung zu, das war deutlich besser, als die Männersuche.
      Über den Kommentar schmunzelte die Schwester dennoch etwas, sie kommentierte es aber nicht weiter, sondern widmete sich den Unterlagen zu und schüttelte nur innerlich den Kopf. Sie legte die Kladde auch wieder zur Seite, um die Pupillenreaktion zu überprüfen, dafür legte sie auch eine ihre Hände auf die Wange des Mannes, um das Auge sanft zu öffnen. Er sprach davon, dass sie sanfte Hände hatte, da schmunzelte die Blondine und schüttelte den Kopf, während sie die korrekte Reaktion aufzuschreiben. "Ganz schön frech", war ihre Aussage zu den Frakturen, die Flirtversuche gingen also weiter.. "Wenn Sie der Meinung sind, dass etwas gebrochen sein könnte müsste ich den Arzt dazu holen.. Und seine Hände sind deutlich grober, als meine, beim Abtasten.. Ich glaube nicht, dass es Ihnen gefallen wird". Okay.. Versammt.. Sie stieg drauf ein, aber das war auch nur menschlich! Da konnte sie nichts für.. Stattdessen widmete sich Alice dem Messen des Blutdrucks zu, um auch diesen anschließend aufschreiben zu können, der musste nachher auch gleich noch überprüft werden, aber erst in einer halben Stunde.. Deshalb setzte dich die Blondine auch wieder, um weitere Sachen auszufüllen, der Insasse sprach aber auch schon weiter. Er wollte sich vielleicht unterhalten, jedenfalls würde es das seine Langeweile beseitigen, da schmunzelte die Frau schon ein wenig und stoppte, um kurz zu ihm aufzusehen. "Ich befürchte, ich bin nicht aufregend genug, um Ihnen die Zeit hier zu vertreiben", gab sie dann auch schon zu. Ihr Leben war langweilig, sie war langweilig, was gab es da auch schon zu erzählen, außer vielleicht ihren Namen, nach dem schon gefragt wurde. Sie hatte sich nicht vorgestellt, stimmt, aber das war such sicherlich nur der Reaktion ihres Körpers auf den Anblick des Mannes geschuldet. Für ihren Namen blickte sie aber auch nicht auf, sondern füllte das Formular zu Ende auf. "Alice", antwortete sie knapp und unterschrieb das Protokoll, bevor sie es ablegte, um den Mann anzusehen. "Wenn sie sich eine Skala vorstellen.. Von eins bis zehn.. Eins sind keine Schmerzen und zehn die schlimmsten, die sie dich vorstellen können.. Etwa drei.. Vier.. Sind erträglich... Wie schlimm würden sie ihre Schmerzen beurteilen?". Sie selbst würde ja nicht wirklich davon ausgehen, dass da was war, aber ein Schlag auf den Kopf konnte schon sehr schädlich sein und vor allem auch sehr schmerzhaft. Je nachdem, was er sagen würde würde es etwas gegen die Schmerzen geben, aber für die Antwort wartete sie ab und betrachtete den Mann mit ihren blauen Augen. "Warum hat Sie der 'Schrank' gegen den Tisch befördert?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nikolai

      Stumm ließ er die junge Frau vor ihm gewährend und sich untersuchen, während ein seichtes Lächeln auf seinen Lippen zu sehen war. Er ließ sie nicht aus den Augen, beobachtete jede ihrer Bewegungen genausten, bevor sie meinte, er sei frech und schließlich auf den Arzt zu sprechen kam, dessen Aussage Nick etwas den Mundwinkel verziehen ließ. "Nun... Wenn das so ist, denke ich nicht, dass ich mir noch irgendwas getan hab. Und wenn, dann wird das von selbst schon wieder verheilen." meinte er und winkte mit seiner freien Hand ein wenig ab, bevor er seinen Oberkörper wieder zurück und somit an das Kopfgerüst des Bettes lehnte. Eigentlich hatte er eher gehofft, dass sie darauf eingehen würde und ihn noch genauer untersuchen würde, sodass er ein wenig länger als nur die 3 Stunden aus seiner Zeller fern blieb. Wie er den Geruch des Zellengenossen doch hasste. Wie eine wandelnde Kläranlage. Es wäre auch nicht das erste mal gewesen, dass er mit diesem aneinander geraten war. Allerdings war der Genosse stehts der jenige, welcher auf die Krankenstation kam und nickt Nikolai.
      Während er etwas in seinen Gedanken war und sich ausmalte, wie ruhig es hier sicherlich gewesen wäre, wenn er noch eine Zeit lang hier bleiben musste, ließ er auch die restliche Prozedur über sich ergehen, welche mit Blutdruckmessen weiterging. Dies ließ er ohne großes Murren mit sich machen, richtete seinen Blick auf die zierlichen Hände der jungen Schwester und erfasste sich wieder dabei, wie er daran dachte, wie weich diese doch waren. Aber an diesem Gedanken war auch nichts verwerfliches wie er fand. Wann hatte er auch schon zuletzt solch weiche Haut gespürt? Hier im Gefängnis waren es höchstens raue Hände der Wächter, welche ihn damit zu Boden oder gegen die Wand drückten, um ihn zu stoppen. Oder Nick spürte die Haut unter seinen Händen, wenn er bereits wieder dabei war jemandem Anstand einzuprügeln, wie er es immer beschönigte.
      Schließlich hörte er die ruhige und dennoch freundliche Stimme von Alice, wie sie sich vorgestellt hatte, und hob den Blick, um sie anzusehen, als sie mit ihm sprach. Erneut zierte ein seichtes Grinsen sein Gesicht. "Nun.... Ich würde sagen eine 4. Ich halte wohl doch etwas mehr aus als andere. Zumindest was ich gerade jetzt sagen kann. Wer weiß schon wie es in einer Stunde aussieht, wenn die Taubheit der Schläge nachlässt." meinte er, bevor er eines seiner Beine auf dem Bett anwinkelte. Und das war sogar einmal nicht gelogen. Im Moment spürte er wirklich kaum Schmerzen, bis auf das Pochen in seinen Schläfen. Doch wer wusste schon wo der Schrank ihn überall getroffen hatte. Es wäre nicht das erste mal, dass er erst einige Zeit danach spürte, wie die Schmerzen schlimmer wurden und die geschwollene Stelle abschwoll und noch mehr Schmerzen hervor rief. Doch jammern würde er dennoch nie. Dafür war er zu stolz.
      Schließlich eine erneute Frage von Alice. "Wieso?" fragte er und ein schiefes Lächeln bildete sich. "Er ist eben ein Arschloch, das nur auf Prügel aus ist. Er legt sich so ziemlich mit jedem an, der nicht größer oder breiter ist als er. Also war ich wohl einer seiner perfekten Opfer. Der Kerl war sicherlich über 2 Meter hoch und vorallem das dreifache von mir. Und ohne überheblich klingen zu wollen, ich bin nicht wirklich ein Spargel, den man auf der Straße sehen würde." meinte er und schloss die Augen. Sicher war es ein wenig anders abgelaufen und Nick war der jenige gewesen, welcher die Schlägerei angefangen hatte. Doch in was für einem Licht würde er vor der hübschen Frau dann stehen?
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
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    • Alice

      Es war schon klar, dass sich der Mann nicht von dem älteren Arzt hätte untersuchen wollen, aber damit wollte die Blondine ihn auch ein wenig ärgern und necken, so wie er es bisher getan hatte, sie verriet ihm nur nicht, dass sie ihn früher oder später wirklich untersuchen musste, aber damit wartete sie noch ein wenig, immerhin wollte sie es ihm nicht recht machen, sondern sich selbst, außerdem fand sie einen kleinen Gefallen darin den Mann zu ärgern. Er war nicht der erste, der versuchte mit ihr zu flirten, oder ein wenig ihre Aufmerksamkeit zu erregen, aber er war der erste, bei dem es interessant wurde, der Rest war mehr langweilig, oder gar schon fast ekelig, wenn sie es wochenlang verweigerten zu duschen. Einige der Herrschaften wurden auch direkt an der zweiten Hand fixiert, um ihre Finger ja dort zu behalten, wo sie hingehörten, aber in der Regel versuchten es die Herren nur ein Mal, danach gab es für Alice genügend Möglichkeiten so fies zu ihnen zu sein, dass sie ein zweites Mal freiwillig unterließen. Sie verweigerte Schmerzmittel, was je nach Verletzung, oder Grund, weshalb sie hier waren schon schlimm genug war, oder nähte die Wunden ohne Betäubung.. Sie brachte den Männern einfach genau den gleichen Respekt, den sie ihr gaben, da war auch das Gewissen nicht ganz so schlimm danach und in der Regel wurde alles wieder fallen gelassen, wenn sie dich für ihre Taten entschuldigten.
      Die junge Schwester fragte nach Schmerzen, erläuterte die numerische Skala, auf welcher diese erfasst wurden, während ihre Augen den Mann vor sich auf der Liege musterten. Er hatte ein leichtes Grinsen drauf, nur wusste Alice nicht warum es so war, sie war sich dessen unsicher und war vor allem neugierig, was er sich wohl dachte, dass seine Lippen sich zu diesem verzogen. Er antwortete aber, nannte eine vier, welche auf dem Bogen aufgeschrieben worden war. Eine vier bedeutete eine Schmerzmittelgabe, trotz dessen, dass es erträglich war, ab vier war die Anordnung, die Alice hatte, aber sie erhob sich nicht sofort, denn sie fragte nach, warum der Mann geschlagen worden war. Scheinbar amüsierte den Mann die Frage, er antwortete aber, auch wenn sie nicht sagen konnte, wie viel Wahrheit dahinter steckte. Die Männer erzählten viel, wenn sie hier waren, nutzten es gerne aus, dass es jemanden gab, der ihnen zuhören wollte und auch die Tatsache, dass die Blondine einfach nicht wusste, was da wirklich passiert war. Sie schnaubte belustigt, nachdem ihr Patient ihr erläuterte, dass er aus reinem Spaß geschlagen wurde, bevor sie sich erhob, um sich an den abgeschlossenen Schrank mit den Medikamenten zu stellen. Sie musste einen PIN eingeben, musste ihre Karte einscannen, damit sich die Tür öffnen ließ und die Medikamente zum Vorschein kamen. "Hier kommen viele Patienten an, die meinen von einem Mann geschlagen worden zu sein, der sicherlich das dreifache von ihnen war.. Sie sagen immer alle, dass es einfach so passiert ist", es sollte nicht unhöflich klingen, Alice wollte nur darstellen, wie es normalerweise war. Sie bückte sich, um nach den normalen Schmerzmitteln zu greifen und nahm eine Tablette raus, welche in einem kleinen durchsichtigen Behälter landete, bevor der Schrank auch wieder geschlossen wurde. Sie blickte zu ihrem Patienten rüber. "Ich kann mir nur wirklich bei besten Willen nicht vorstellen, dass man aus dem Nichts geschlagen wird.. Oder ist es wirklich unter Männern normal? Klären Männer immer alles mit Schlägen?". Sie schmunzelte, blickte den Mann auf der Liege an, während sie ihre Fragen stellte, bevor sie sich abwendete, um Wasser in einem Plastikbecher reinzuschütten. Sowohl den Becher, als auch den kleinen Behälter mit der Tablette hielt sie ihren Patienten letztendlich hin. "Schmerzmittel", erklärte sie kurz, aber mit einem sanften Lächeln auf den Lippen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nikolai

      Natürlich hatte er es sich denken können. Allein ihre Mimik und Körperhaltung ihm nun gegenüber verriet ihm, dass sie ihm woh kaum ein Wort glauben wollte. Aber wer sollte es ihr auch verübeln? Doch mit einem lag sie falsch. Es wurden aus dem Nichts Schlägereien angezettelt. Gleich ob diese nun gerechtfertigt waren oder nicht. Doch hier im Gefängnis herrschten andere Sitten, die man vielleicht als außenstehender oder gar neuer Insasse nicht verstand und erst selbst mitkriegen musste. Das musste auch Nick auf die schmerzliche Weise erfahren, als er die ersten Wochen hier gelandet war. Natürlich war er von Anfang an nicht der Typ gewesen, der sich alles gefallen ließ, doch die Insassen, die bereits längere Zeit hier abgesessen hatten, sahen Frischlinge als leichte Beute und so wollten sie sich auch gleich behaupten und ihnen mitteilen, wer hier der Chef war. Und das war in jedem Trakt so. Es war auch nichts seltenes, dass jemand zu Tode geprügelt wurde und die Wärter weggesehen hatten.
      "Hier ist es ein wenig anders, als du vielleicht denkst." begann er, während der Braunhaarige sich etwas nach unten sinken ließ und die Augen schloss. Langsam spürte er, wie das Pochen in ein Stechen überging, welches sich von seinen Schläfen bis runter zu seinem Rücken zog. Sich ausstrecken linderte den Schmerz ein wenig. "Egal wo du hinkommst und egal wo du hinsiehst. Überall gibt es Revierkämpfe zwischen den Insassen. Wenn du hier bist und dein Leben nicht verlieren willst, dann musst du dich behaupten. Sobald du als Schwächling angesehen wirst, hast du alles verloren. Nicht nur deinen Stolz sondern auch deine Priorität hier leben zu dürfen. Besonders die neuen Insassen müssen das auf schwere Weise erfahren. Werden ohne Vorwarnung krankenhausreif geschlagen oder sogar fast zu Tode. Hier drinnen interessiert es niemanden für was man sitzt. Nur, dass der Stärkere überlebt." erklärte er ruhig, während er den Blick starr auf die Decke gerichtet hatte.
      "Es gibt also drei Wege hier zu überleben... Entweder du behauptest dich. Du giltst als Knastbraut oder..." er stoppte kurz und suchte den Blick der jungen Schwester, während er seinen freien Arm unter seinen Kopf legte, während sie ihm den Becher mit Wasser und die Schmerzmittel entgegen hielt, welche er etwas widerwillig nahm. "...du stirbst hier. Und das nicht durch die Todesstrafe." führte er seinen angefangen Satz fort und sah auf die Pillen, bevor er leise seufzte und diese schluckte.
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    • Alice

      Ihr wurde das erläutert, wonach sie gefragt wurde und dieses Mal klang alles so viel.. Ernster und vor allem glaubwürdiger. Natürlich konnte sich die Blondine nicht vorstellen, dass man einfach so aus dem Nichts geschlagen wurde, vielleicht aber auch, weil sie eine Aversion gegen Gewalt hatte, aber letztendlich war alles auf der Welt möglich und wenn der Mann auf der Liege es schon so ernst und ausführlich erläutern konnte musste es die Wahrheit sein, oder jedenfalls ein Teil davon. Wenn sie jedoch ehrlich war und sich daran zurück erinnerte, wie viele der Herrschaften hier schon mit diversen Verletzungen gelandet sind konnte sie dem eigentlich auch schon fast zustimmen.. Sie erzählten alle die gleiche Geschichte, in der Regel jedenfalls, verletzt von einer Gruppe, oder einem stärkeren, ohne jegliche Aussicht darauf dort rauszukommen, manchmal landeten auch zwei, oder drei hier, die in verschiedenen Räumen untergebracht wurden, um ihnen ja nicht die Möglichkeit zu geben hier gleich weiter zu machen, immerhin musste das vor allem aber Alice ausbaden und darauf hatte sie einfach keine Lust.
      Sie schmunzelte, als sie die Tablette und das Wasser dem Mann hin hielt und dieser nicht gerade begeistert aussah. "Ich verrate es auch keinem", versprach die Schwester, um auf seine vorherigen Worte einzugehen und zwinkerte dem Mann sogar noch zu, um ihren Spaß zu untermauern. Sie machte sich gewiss nicht darüber lustig, daß war definitiv nicht ihre Absicht, aber sie konnte mit ein klein wenig Ironie darauf eingehen, bevor sie sich hinsetzte und auf der Kladde notierte, was sie dem Mann gegeben hatte. "Aber wenn das so ist, dann entschuldige ich mich dafür, dass ich Skepsis gegenüber ihrer Story mit dem Bären hatte". Ein Schmunzeln bildete sich auf den roten Lippen, die sich die Frau heute mal ausnahmensweise wieder leicht geschminkt hatte. Sie tat es ab und zu, wenn sie die Lust dazu hatte, es war aber gewiss kein aufwendiges Make-up, eher nur ein wenig Wimperntusche und etwas auf die Lippen, für den Rest müsste sie sicherlich eine Stunde früher aufstehen und das war es ihr einfach nicht wert.
      Die Kladde landete wieder auf ihrem Platz, da lehnte sich die Schwester zurück und kreuzte ihre Beine übereinander, während sie den Mann vor sich musterte. "Man behauptet sich.. Stirbt hier.. Oder gilt als Knastbraut..", sie wiederholte seine vorherigen Worte, musste aber das Gesicht ein wenig verziehen. "Sagen Sie bitte nicht, dass es das ist, was mein Kopf sich gerade versucht nicht vorzustellen". Ihre Vorstellung war wirr.. Aber sie konnte sich schon das genau richtige unter dem Begriff vorstellen und verzog deshalb noch einmal das Gesicht, als würden ihr diese Gedanken nicht ganz geheuer sein. "Dann würde ich mich freiwillig behaupten.. Glaube ich jedenfalls". Ein Schauer durchfuhr den zierlichen Körper, bevor Alice für sich den Kopf schüttelte und wieder den Mann vor sich musterte. "Jetzt aber zum Verständnis.. Sie sind hier gelandet.. Heißt das, sie müssen sich jetzt behaupten, oder ist es noch nicht so weit, dass sie als schwach angesehen werden?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nikolai

      Irgendwie war die junge Schwester vor ihm schon niedlich. Auf ihre eigene Art und Weise. Zumindest, wie sie sich um ihn kümmerte, ob wohl er ein Insasse von vielen war, ebenso, dass sie sich für ihren Irrglauben entschuldigte. Auch wenn Nick nicht wirklich deuten kann, ob das ernst gemeint war oder nicht, doch nahm er es einfach so hin. Er schloss seine Augen und unterdrückte den leichten Würgereiz, als die Schmerzmittel in seinen Hals wanderten und er Mühe hatte diese - trotz Wasser - zu schlucken. Sicher, er hatte viel mit Pillen, Pulver und anderem zu tun gehabt. Hatte dies unter der Hand verkauft, aber selbst genommen hatte er nie irgendetwas. Er wollte seinem Körper das niemals antun. Nicht einmal, um es zu versuchen oder aus Jucks.
      Als die junge Frau allerdings seine Worte wiederholte und sichtlich das Gesicht dabei verzog, sah er wieder zu ihr und schmunzelte auf ihre Reaktion hin. "Nun. Wenn ich so in dein Gesicht sehe und die Reaktion dabei, dann: Doch. Es ist genau das, was du dir gerade in deinem Kopf zusammen reimst. Wie in einem schlechten Film oder einer Serie, in der es um Insassen geht. Nur ohne das ganze Seifenzeug." sprach er, bevor er seinen Blick wieder an die Decke über ihn wandern ließ. "Und nun weißt du auch, wieso es hier so rau zugeht und ihr so ziemlich alle Hände voll zu tun habt. Keiner möchte gerne so Enden. Lieber bringt man sich noch selbst um."
      Und dann fiel das, was er selbst schon immer wieder im Kopf hatte. Ja, jeder würde sich freiwillig behaupten wollen, um nicht so zu enden. Seine Würde zu verlieren und als niederstes Wesen abgestempelt zu werden. Er nickte auf ihren Satz hin, bevor er sich wieder ein wenig aufsetzte. "Mh... Sagen wir es mal so: Ich hab meinen Ruf hier. Ich bin einer der wenigen, die hier das erste Mal gelandet sind. So schnell werde ich also keine Knastbraut. Keine Sorge." sprach er mit einem Lächeln auf den Lippen, während er Alice ansah. "Ich behalte also meine Würde, meinen Stolz und vorallem meine Männlichkeit. Da brauchst du dir dein hübsches Köpfchen nicht zerbrechen. Eher würde ich mit Anlauf gegen eine Betonwand rennen, als mich zu sowas erniedrigen zu lassen. Dafür mag ich Frauen noch etwas zu seher, dass ich aufs andere Ufer wechsel, nur um meinen Bedürfnissen nach zu gehen."
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    • Alice

      Sie wollte sich eigentlich gar nicht vorstellen, was unter dem Begriff Knastbraut zusammengefasst wurde, aber durch die weitere Erklärung des Insassen musste ihr Kopf leider weiter denken. An sich hatte die Frau ja nichts gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen oder Ehen, aber es war etwas anderes, wenn da Liebe oder Zuneigung dahinter steckte und nicht der Missbrauch im Gefängnis. Viel zu gut konnte sie sich vorstellen, was wohl den armen Männern damit passierte, aber gut, wenn man nicht kraftvoll genug war sich zu beweisen und wirklich nicht sterben wollte, was blieb dann einem übrig? Letztendlich war Alice aber echt froh darüber, dass sie nicht in dieser Haut steckte, sie musste sich keinen Kopf darüber zerbrechen, was vermutlich aber doch schwieriger sein würde, einfach nur, weil die sie doch dazu neigte sich über so etwas Gedanken zu machen.
      Es folgte die nächste Frage, denn die Schwester fragte nach dem Standpunkt des Mannes, ob er vor allem nicht jetzt irgendwie schlechter da stand, als es bisher der Fall war, einfach, weil er hier bei ihr gelandet war. Er verneinte die Frage, schenkte ihr vor allem ein Lächeln und war der Meinung, sie solle sich ihr hübsches Köpfchen nicht zerbrechen.. Da war wieder unwillkürlich ein Lächeln auf Alice Lippen zu sehen, wie oft hatte der Mann nun nebenbei erwähnt, dass sie hübsch war? Zu oft, genauso, wie es viele anderen schon getan haben, aber bei ihm musste sie nun lächeln und das war schon sehr merkwürdig.. Bisher ist es nicht vorgekommen und die Blondine war sich sicher, dass sie einfach ein klein wenig mehr aufpassen musste, um es nicht allzu merkwürdig gestalten zu lassen.
      Über die letzte Bemerkung des Mannes lachte sie kurz auf, jetzt sprach er auch schon über seine Bedürfnisse. "Ich glaube, so viel wollte ich nun nicht, über Ihre Bedürfnisse wissen", sprach sie neckend und schüttelte ein wenig den Kopf. "Jetzt ohne zu persönlich zu werden.. Oder gar unprofessionell.. Aber ich glaube wirklich, dass es mich tatsächlich am meisten stören würde, dass mir Sex fehlen würde, aber erstaunlicherweise hörte ich bisher noch von keinen Überfällen hier". Die Blondine schmunzelte noch breiter, bevor sie schon ein wenig verlegen runter blickte, weil sie das Thema nun abgesprochen hatte. Das war schon ein wenig.. Peinlich? Vielleicht, aber vielleicht auch nur, weil sie sich hier mit einem Insassen unterhielt und nicht mit einem Kerl an der Bar. Wenn sie ehrlich war, hatte sie sich schon lange nicht mehr überhaupt mit einem so ausgiebig gesprochen, denn Männer waren.. Schwierig.. Und vor allem inzwischen nichts mehr für die Blondine, vielleicht würde sie auf Ewigkeiten Single bleiben. "Aber ich laber Sie bestimmt viel zu sehr zu und Sie müssen sich eigentlich ausruhen und zur Kräften kommen..Entschuldigen Sie bitte..".
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    • Nikolai

      Auf ihre Reaktion hin musste der Braunhaarige leise lachen. "Ach, so viel wolltest du nicht wissen? Hm, ich dachte eine Schwester wie du müsste auf alles vorbereitet sein. Ich wollte dir damit nur einen Gefallen tun und dich einweihen, damit du dir keine Sorgen machen musst." witzelte der junge Mann, während sein charismatisches Grinsen wieder Platz auf seinem Gesicht gefunden hatte. Irgendwie mochte er es sich mit ihr zu unterhalten. Sie hörte zu, was man von vielen nicht erwarten konnte - gleich ob es nun hier drin oder grad draußen war - und noch dazu schien er sie auf gewisse Art und Weise zu wissen, welche Knöpfe er bei ihr drücken musste, um ihr ein Lächeln heraus zu kitzeln. Oder gar den ein oder anderen Witz.
      Als sie schließlich anfing etwas persönlicher zu sprechen, wurde Nikolai's Grinsen noch ein wenig breiter, ehe er sich nun wieder aufsetzte. Seinen Arm bettete er auf seinem Knie, dessen Bein er angewinkelt auf dem Bett hatte und sah die junge Alice vor sich an. "So. Dir würde hier also der Sex fehlen, hm? Das ist ... nun wirklich etwas persönlich. Man könnte ja beinahe denken, dass dahinter eine verborgene Botschaft steckt." neckte er sie ein wenig, während sein Grinsen in ein Lächeln umschwang, mit welchem er schon viele junge Mädchenherzen in der Schule hatte schmelzen lassen können. Doch da musterte er die Blondine vor sich wieder, dieses mal etwas besser als zuvor, und musste sich selbst sogar eingestehen, dass sie wohl eine Frau war, die er nicht einfach von der Bettkante stoßen würde. Und das auch nicht nur einmal, so wie er es hin und wieder getan hatte.
      "So eine Frau von deinem Kaliber... Mit den hübschen Augen und dem bezaubernden Lächeln... Hat doch sicherlich einen liebenden Mann bei sich zuhause. Was sagt der werte Herr denn, dass seine Geliebte hier unter diesen gefährlichen Bastarden von Insassen zusammen arbeitet. Hat er denn gar keine Angst, dass dir irgendeiner an die Wäsche will oder schlimmeres?"
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    • Alice

      Sie wurde rot.. Aber auch nur, weil der Insassen, mit dem sie sich nun über etwas persönlicheres unterhielt, ihre Aussage bezüglich des fehlenden Sex im Gefängnis ansprach. Ein klein wenig verfärbten sich ihre Wangen, weil es ihr einerseits etwas unangenehm war, dass sie sie hat treiben lassen und andererseits, weil es ihr unangenehm war, dass dieses Lächeln auf seinen Lippen etwas in ihrer Brust regte. Es war nun das zweite Mal, dass sich ihre Brust zusammenzog und eine Wärme sich in ihr ausbreitete, vor allem aber war es verrückt, denn dieser Mann war definitiv keiner, der solch etwas bei der Blondine bewirken sollte. Nun, sie war einsam, ein wenig jedenfalls, wenn sie ehrlich war und normalerweise schadete ein wenig flirten noch nie, aber hier war es was ganz anderes, sie konnte doch nicht mit einem Gefangenen flirten! Da musste sich Alice noch mehr zusammenreißen, um nicht in ein Loch zu fallen, aus welchem sie nie wieder herauskommen wird. Eine Liebesgeschichte im Gefängnis war unmöglich, damit würde sie aber vor allem ihren Job verlieren und das wollte sie definitiv nicht! Aber.. Ein wenig Ablenkung von der Langeweile hier konnte sie doch gebrauchen und außerdem konnte sie so den Patienten besser überwachen, wenn sie mit ihm sprach. Ja, jetzt suchte sie schon nach einer Ausrede dafür, dass sie eine Aufregung verspürte, während sie mit dem Mann sprach.
      Er fragte nach einem Mann in Alice Leben, da musste sie schon wieder schmunzeln und den Blick kurz runter nehmen, während sie ihre Beine übereinander schlug. Sie hatte also ein schönes Lächeln und schöne Augen.. Bei diesen Worten klopfte ihr Herz ein klein wenig schneller, dennoch blickte Alice wieder auf, um den Insassen zu mustern. "Also, ich glaube, meine Katze hat überhaupt nichts dagegen, wenn ich hier her komme.. Sie würde sich vermutlich noch wahnsinnig freuen, wenn ich nie wieder zurück kehren würde, damit sie ihre Ruhe hat", Katzen waren einfach merkwürdig.. Da schmunzelte die Schwester noch breiter. "Leider.. Leider.. Habe ich bisher nur Pech mit Männern.. Und der einzige männliche Kandidat, der sich Sorgen machen könnte ist drei Jahre alt und hat ein pechschwarzes Fell, aber ich habe ja schon erwähnt, dass der Kater sicherlich froh wäre". Es gab einfach keinen Mann in ihrem Leben und da war Alice auch wirklich ehrlich, denn lügen stand ihr nicht, jedenfalls dieses spontane Lügen nicht... Aber, wenn sie ehrlich war, sie wollte dieses Gespräch weiter führen und dazu gehörte nun einmal ihre Antwort. "Wie sieht es bei Ihnen aus? Gibt es Liebesbriefe oder gar Besuche von einer Dame, die versprochen hat für immer auf sie zu warten? Oder jedenfalls so lange, wie Sie hier noch Ihre Zeit verbringen müssen..?". Da war sie vor allem sehr neugierig das zu erfahren." Wie lange müssen Sie überhaupt? ". Eine Antwort darauf würde ihr der PC geben, wenn sie die Nummer des Gefangenen dort eintippen würde, aber sie wollte es so erfahren, persönlich.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nikolai

      Und wieder hatte er es geschafft und ein Gefühl des Erfolgs machte sich in dem jungen Mann breit, als er erneut in das lächelnde Gesicht der hübschen Schwester sah, welche auch keine Anstallten machte es zu verstecken. Und auch, wenn sich ihre Wangen in ein leichtes Rot färbten, so fand er das.... süß. Es machte sie noch hübscher, als sie ohnehin schon war und es zeigte ihm, dass sie langsam aber sicher wohl in einer Art und Weise Interesse an ihm fand. Ihm war es recht. Er unterhielt sich wirklich gerne mit ihr. Hörte gerne ihre schöne und zarte Stimme, die zu seinen Ohren drangen und vorallem... diese Augen, die ihn fixierten, wenn sie mit ihm sprach. Er musste schon zugeben, dass er sich in diesen verlieren konnte, wenn er nicht aufpassen würde. Doch im Moment war er froh darüber, solang er hier war. Auch wenn er wohl in nicht mal mehr ganz 2 Stunden wieder zurück musste. Zurück in seine Zelle. Zu seinem Zellengenossen, dem er am liebsten alle Zähne ausschlagen würde und hinterher in Bleiche tränken, so wie er stank. Doch die restliche Zeit wollte er hier verbringen.
      Ein Grinsen schlich sich wieder auf sein Gesicht, als sie erzählte, dass der einzige Mann, der auf sie warten würde, ein Kater zu sein schien, der nur seine Ruhe haben wollte. Eine Schande, wie Nick fand. Eine hübsche Frau wie Alice sollte so ein Pech mit Männern haben? Gut, er wusste ja selbst wie das schwanzgesteuerte Geschlecht tickte und sicher würden 90% der Kerle, welche sie sahen, nur daran denken mit ihr ins Bett zu gehen. Wer hätte nicht gern eine hübsche Frau, die auch noch Krankenschwester war und Platz für perverse Fantasien zuließ, in seinem Bett. Doch mehr war bei den meisten nicht drin.
      "Wirklich eine Schande, dass du noch niemanden gefunden hast. Ich meine, du hast es nicht schwer. Du musst nur an den richtigen gelangen, der nicht nur vögeln im Kopf hat." sprach er und musste leise lachen. "Nur die findet man wohl meistens eher seltener. Eigentlich wirklich schade, dass ich zu so einem Geschlecht gezählt werde." meinte er und sah wieder in die Augen der jungen Frau vor ihm. Als sie schließlich nach seinem Stand fragte, wandelte sich sein Grinsen in ein Lächeln. "Weder noch. Ich bekomme nicht einmal Besuche von irgendwem. Und die Frauen, mit denen ich zu tun hatte, waren nie etwas festes." sprach er ehrlich und schloss seine gelben Augen. Wieso sollte er auch Lügen?. "Den letzten Liebesbrief den ich bekommen habe, war damals in der Highschool. Und das war auch nur ein Witz eines Mitschülers."
      Er konnte sich nur zu gut daran erinnern, wie seine Schulzeit war. Beinahe wie hier. Allerdings war er auf der anderen Seite. Auf der Seite, die jeweils das opfer darstellte. Die verprügelt wurde und klischeehaft mit dem Kopf in die Kloschüssel getaucht wurde. In den Spind geschlossen wurde und andere diverse Dinge. Doch er öffnete die Augen wieder und verwarf somit die Erinnerungen, als sie ihn nach seiner Absitzzeit fragte. "Ich habe 20 Jahre bekommen. Mit Aussicht auf Frühzeitige Entlassung bei guter Führung." antwortete er ihr schließlich. "Also... Eigentlich noch recht harmlos."
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      "ι ∂ση'т нανє тιмє ℓєƒт тσ ℓινє."
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"