Changed World [Lucy~&Aozora Tori]

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    • Changed World [Lucy~&Aozora Tori]

      @Lucy~
      Hier gehts zur Vorstellung: Changed World [Lucy~&Aozora Tori]


      Zack

      "Das wird es wohl sein.." murmel ich zu mir selbst. Öffne meinen Rucksack und hol mir meine Zigaretten und eins der Feuerzeuge raus. Da hab ich keine ahnung mehr ob noch welche davon funktionieren. Nach mehreren Versuchen zum entzünden des Feuerzeugs fing ich an zu seufzen. "Natürlich musst du scheissding jetzt den Geist aufgeben." und lege Zigarette samt Feuerzeug wieder zurück. grummelnd, darüber das ich meine Sucht nicht befriedigen darf, mache ich mich endlich auf dem Weg.
      "Die Schule hat er erwähnt.. oder? Sieht so aus als wäre ich hinter dem Gebäude." sprach ich weiter zu mir selbst. Mit wem denn auch sonst?
      Andover.. es war mal ein kleiner friedlicher Ort umgeben von viel Natur, so hörte ich es zumindest. Selbst war ich noch nie hier. Ich bin hier um jemanden zu finden die verschwunden ist. Sie hat braunes kurzes Haar, und soll ein Tattoo am rechten Arm haben. Mehr brauche ich nicht zu wissen, wenn sie nicht schon längst gestorben ist. Bei den Gedanken muss ich irgendwie schmunzeln.
      Ein Zaun blockierte mir den Weg zum Hinterhof der Schule. Es sah jedoch so aus, als hätten sich vor einer langen weile Leute hier verschanzt aber jetzt ist es mittlerweile verlassen. Das verraten einem die Stacheldrahte oben am Zaun, und die vielen Barrikaden innerhalb des Hofes. Doch um die wurden sich lange nicht mehr gekümmert. Paar dieser Viecher hingen noch daran fest, man konnte sie "winseln" hören. Schnell zog ich meine Jacke aus, und warf sie über das Stacheldraht. Ich nahm etwas Anlauf um schnell über den Zaun zu klettern.
      Drüben, kletterte ich noch einmal kurz hoch um meine Jacke wiederzuholen. Dank der kühlen Luft sollte man lieber nicht leichtsinnig sein.
      Im inneren des Hofes konnte ich einen klareren Blick über die Schule werfen. Ein paar alte Bäume waren zu sehen, die in bunten Farben strahlten. Die farbigen Blätter fielen jedoch schon zum Großteil runter. So war nun mal der Lauf der Dinge. Das heißt aber auch das der Winter nicht mehr lange hin ist. Ich muss unbedingt was finden um den Winter zu überleben.
      Vereinzelte dieser Wesen laufen hier noch rum. "Ich sollte sie wohl lieber töten.." murmel ich wieder zu mir und zog mein Katana aus der Schwertscheide. Es war eine feine Klinge, im guten Zustand. Das war für mich das wichtige. Wie es aussieht war egal.
      Zuerst kümmer ich mich um die herumlaufenden, die mich mittlerweile auch bemerkt haben. Eins davon hatte jedoch ein Bein weniger und humpelte zu mir. Ich muss bei diesen lächerlichen Anblick schon lachen. Ich warte bis er mich endlich erreicht hat. Kurz vor mir, schnitt ich mit einem sauberen Schnitt seinen Kopf ab. Das war auch die einzig effektive Möglichkeit sie loszuwerden. Der Leblose Körper fiel zu Boden. Der Kopf rollte jedoch noch vor meinen Füßen.
      Unbeeindruckt gehe ich weiter Richtung Gebäude. Eins der krabbelte auf allen vieren zu mir. Anscheinend wurde vor seinem Tod die Gliedmaßen allesamt gebrochen so das er eigentlich unbeweglich sein sollte. die Knochen blickten teils auch aus der Haut. Kein schöner Anblick.
      Dem machte ich ebenso ein schnelles Ende. Holte aus, und trat ihm auf dem Kopf, so das sein Kopf nur noch Matsche war.
      Etwas gelangweilt näherte ich mich der Türe und versuche sie zu öffnen. Geht nicht auf. "Hätte ich mir ja denken können.." ärgerte ich mich und kratzte leicht auf meine Stirn.
      Ich könnte absolut jedes dieser Arschlöcher aufwecken wenn ich die Türe eintrete.. aber hab ich eine andere Wahl? wobei beim Nachdenken mein Blick nach Oben fiel.
      "Ein offenes Fenster!" grinste ich. Die haben wirklich ein Fenster in der ersten Etage offen gelassen. Mein Glücksfall.
      Ich fand eine Säule außerhalb womit ich hochkletten kann. Mit anlauf rannte ich auf die Säule zu, konnte so ein Stück die Wand hochlaufen und mich damit an der Kante festhalten. Mit bisschen mehr Kraft konnte ich mich hochziehen und so das Geländer entlang zum Fenster klettern.
      Drinnen wurde es aber kein deut besser.
      "So dunkeel.. wie gruselig." kicherte ich und schnappte mir meine Taschenlampe aus meinem Rucksack. Sie war solarbetrieben, und sollte so jetzt etwas Akku haben. Durch das Licht sah ich auch, wo ich nun war. Es schien ein Klassenzimmer zu sein. Oder eher gewesen. Die bedrückende Stille und diese dunkelheit erinnert mich nur an die alten Horrorfilme von damals. Was würde ich geben so einen nochmal zu sehen.
      Erstmal durchsuche ich den Klassenraum. Wenn hier Leute waren, dann sind auch sicherlich hier Sachen gelagert. In den Spinden konnte ich tatsächlich paar Sachen finden wie Werkzeug, alte Bretter und Nägel. Nichts, was ich gebrauchen könnte. Vorsichtig verließ ich den Klassenraum und kam in einen Flur. Es stank wie immer nach Verwesung und Tod. Hier muss was schreckliches passiert sein. Jedoch fand ich nur einzelne Leichen an den Ecken. Genauer betrachtet starben diese aber nicht an Zombies..
      "Keine Bisse.. aber Einschusslöcher.." murmelte ich. Ich wendete mich ab und sah mich weiter um. Ich fand paar Leichen, ebenso mit Einschusslöchern. alle in den Kopf.
      Ein lautes Geräusch jedoch ertönte plötzlich wodurch ich leicht aufschreckte..

      We are the Legion.. we are free and do whatever we want :)
    • Chloe Walker

      Mein Weg führte mich durch einen ziemlich großen Waldstück immer weiter Richtung Osten. Laut meiner Karte sollte hier bald ein kleines Städtchen auftauchen. Aber erst einmal musste ich etwas verschnaufen. Ich lehnte mich erschöpft gegen einen Baum und holte meine Feldflasche gefüllt mit Wasser hervor. Doch sehr viel mehr als einen winzigen Schluck bekam ich nicht mehr. Natürlich war mir klar, dass meine Flasche leer gewesen war, dennoch schüttelte ich sie, um wirklich sicher zu gehen. Mit der Wahrheit konfrontiert seufzte ich genervt. Vor ein paar Tagen war ich von Wellsville abgereist, da ich in diesem ebenfalls kleinen Städtchen alles erbeutet hatte, was nur möglich war. Ich warf in den Besitz einiger Waffen, Munition und Vorräte gekommen. Interessant war, dass es überhaupt noch so viel zu holen gab. Überlebende waren weit und breit nicht zu sehen gewesen. Dafür ungewöhnlich viele Zombies. Tatsächlich lag New York näher von Wellsville als Andover, dennoch wollte ich ungern in einer so großen Stadt wie New York einmarschieren. Einige Male hatte ich es sogar versucht. Jedoch musste ich feststellen, dass wirklich viele Untote dort ihr Unwesen trieben, als auch verrückte Menschengruppen, die alles andere als freundlich gestimmt wären. Also machte ich mich lieber auf den Weg nach Andover. Acht Tage waren seit meinem Aufbruch vergangen und meine Vorräte gingen allmählich zu Ende. Nicht nur das Wasser wurde knapp, auch die Erbsen in der Dose waren vollends aufgefuttert. Ich brauchte dringend Nachschub. "Dann beweg' jetzt mal deinen Arsch, Chloe", sagte ich leise zu mir selbst, um mich weiter zu motivieren. Ich bemerkte natürlich, dass mein Körper langsam schwach wurde. Seit meinem letzten Schlaf waren ca. 20 Stunden vergangen. Ich war also müde und allmählich dehydrierte mein Körper. Alles das, was ich jetzt nicht gebrauchen konnte. Allerdings war ich nah an meinem Ziel. Das wäre ziemlich paradox gewesen. Chloe Walker, angesehene Forscherin und Ärztin verreckt in der Postapokalypse an Dehydrierung, statt an dem Virus, an dem sie selbst Schuld war. "Haha! Du Scherzkeks!", sagte ich sarkastisch zu mir selbst. Ja, die Selbstgespräche hatten auch zugenommen. Mit irgendwem musste ich mich ja unterhalten. Wann hatte ich überhaupt das letzte Mal mit jemanden gesprochen? Ich wandte mich nun von dem Baum ab und ging weiter meines Weges. "Ach genau, vor vier Monaten in Scranton, als dieser dumme Wichser versuchte mir an die Wäsche zu gehen", erinnerte ich mich. Ja, das war wohl auch das einzige und letzte Mal, dass dieser Kerl so etwas bei mir versucht hatte. Es dauerte nämlich keine drei Minuten, da rollte mir sein Kopf vor die Füße. Nun ja, was soll ich sagen?! Ich hatte wohl in den letzten sieben Jahren Schlimmeres erlebt. Die Welt hatte sich wirklich sehr verändert. Ich wusste nicht warum, aber in diesem Moment dachte ich stark an meine ehemalige Arbeit. Die kognitive Beschäftigung dort fehlte mir wirklich. Aber das war nun Geschichte. Viel zu lange jagte ich den Traum nach, Subjekt 32 zu begegnen und ein Heilmittel für diese Scheiße hier herstellen konnte. "Schnee von gestern", kicherte ich etwas bescheuert und lief weiter durch den dichten Wald. Währenddessen kamen mir keine Zombies entgegen. Richtig gut. Ich hatte freie Bahn. Als ich in der Stadt ankam, lief ich sogar tatsächlich an einen Waffenshop vorbei. Eine so kleine Stadt hat einen Waffenshop. Ehrlich gesagt war das sehr amüsant und vor allem für mich ein richtiger Glücksfall. Meine Munition ging nämlich auch ziemlich zu Ende. Ich sah nach oben und las den Namen. "Gaylord Guns and Ammo", las ich vor und kicherte wie ein kleine Schulmädchen. "Ernsthaft?", fragte ich das weiße Schild mit der schwarzen Aufschrift ungläubig und bahnte mir einen Weg hinein durch die eingeschlagene Schaufensterscheibe. Hier waren auf jeden Fall schon andere vor mir. Dummerweise blieb ich an einer Glasscherbe hängen und bekam eine ziemliche Wunde am linken Oberarm. "Fuck", stieß ich aus und sah mir die Wunde etwas genauer an. Verdammt. Die war wirklich tief gewesen. Das bedeutete, dass ich sie in jedem Fall bald nähen musste. So ein Scheiß! Ich hasste das. Aber was blieb mir anderes übrig. "Genau! ... Ihr dummen Wichser", fluchte ich laut, als ich das Chaos in diesem Laden sah. Kein Regal stand mehr Aufrecht und vor allem nichts an Munition und nichts an Waffen war mehr übrig. Nicht mal ein winzig kleines Messer! Tja, ich hatte wohl Pech. Vorsichtig, dass ich mich nicht noch einmal an der Glasscherbe oder an irgendwelchen anderen schnitt, verließ ich das Geschäft. Das pissgelbe Häuschen konnte mir gestohlen bleiben.
      Plötzlich bemerkte ich seltsame schnurrende und knurrende Geräusche. Fuck! Jetzt waren auch noch Zombies auf meinem Weg. Ich kontrollierte eilig meine restliche Munition. "sieben Kugeln, im verflixten siebten Jahr", meckerte ich und schüttelte den Kopf. Dann sah hörte ich die ekelhaften Geräusche naher bei mir und konnte nun sogar ihren verwesten Geruch riechen. Ich drehte mich um und sah eine riesige Horde, der ich auf keinen Fall mit nur sieben Kugeln gerecht werden konnte. Ich schlussfolgerte also, dass ich nur noch flüchten konnte. Somit nahm ich meine Beine in die Hände und eilte die Elm Street hinunter. Überall waren nette Wohnhäuser um mich herum, die mir jedoch keinen Schutz bieten konnten. Aus diesem Grund rannte ich weiter, in der Hoffnung auf etwas solideres zu stoßen. Und tatsächlich sah ich vor mir eine Schule, die sogar mir Stacheldraht umringt gewesen war. Während des Rennens suchte ich nach einem Durchgang und sah schließlich ein kleines Loch, welches jedoch groß genug für mich gewesen war und quetschte mich hindurch. Nun musste ich einen Eingang in dieses Gebäude finden. Ich ging nicht davon aus, dass die Eingangstür für mich offen stand. Ich lief einmal um das Gebäude herum und sah ein offenes Fenster in Sichtweite. Hinter mir tummelten jedoch bereits die ersten Zombies. Ich nahm meine Pistole in die Hand und schoss einem in den Kopf. Dann den nächsten. Und wieder und wieder. Über die Jahre hinweg habe ich gelernt richtig zu zielen. Drei Kugeln hatte ich nun versengt, was mir endlich mehr Zeit gab. Ich schlüpfte durch das offene Fenster. Vor mir stand plötzlich ein schwarzhaariger Mann, welcher mich verwirrt ansah. "Keine Zeit! Horden sind hinter mir her", erklärte ich. Instinktiv griff ich nach seiner Hand, die sich irgendwie viel zu absurd weich anfühlte und zog ihn mit mir. Wir rannten den Flur entlang und gelangten schließlich in ein Klassenzimmer. Das schien eine wirklich dumme Idee gewesen zu sein, denn nun standen drei kleine Zombies vor uns. "Kinder?!", stieß ich ungläubig aus und die drei drehten sich zu uns um. Aus ihren Augen quollen Blut. Ich ließ den Mann los und zückte meine Waffe hervor. Für einen kleinen Moment schien ich zu zittern. Das war mir noch nie zuvor passiert. Ich schaffte es nicht den Abzug zu drücken und die Kinder kamen allmählich auf uns zu. Es waren zwei Mädchen und ein Junge. Sie schienen gerade einmal im Alter von 8 bis 10 gewesen zu sein. Fuck! Mit Kindern hatte ich es in den letzten sieben Jahren nicht einmal zu tun. Irgendwie kam ich noch nicht einmal auf die Idee, dass der Virus auch Kinder befallen würde. Die Kinder öffneten nun ihr gieriges sabberndes Maul. Statt durchsichtiger Spucke, entfleuchte ihrem Mund eine schwarze Paste. Meine Hände und damit auch meine Waffe begannen noch schlimmer zu zittern. Ich war ganz starr.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Zack


      Ich schreckte bei diesem Krach auf. Es hörte sich wie Schüsse an, und dazu nicht weit weg. Wenn nicht sogar sehr nah dran.
      "Mist sind hier wirklich noch Leute?" fluche ich leise zu mir. "Aber vielleicht ist es die Person die ich finden soll.." fiel mir dann plötzlich ein. Das kam Richtung Vordereingang, so muss ich also schnell nachsehen. Vorsichtig ging ich die Treppen runter, mit einer Hand hielt ich die Taschenlampe um nicht noch zu stolpern und mit der anderen hielt ich an der Schwertscheide, jederzeit bereit es zu ziehen und mein eventuellen Feind einen Kopf kürzer zu machen!
      Der krach wurde immer lauter als ich im Erdgeschoss ankam, was zur Hölle war hier denn nur los? Ehe ich mich versah kam auch irgendwer durch das Fenster gesprungen. Ich hielt mich bereit mein Katana zu ziehen. Doch irgendwas war.. seltsam.. Sekunden später merkte ich wie sie in meine Richtung rannte.
      "Keine Zeit! Horden sind hinter mir her" schrie sie, mit einem Auge schielte ich in dem Moment hinter ihr. Irgendwas bewegte sich hinter ihr. Verwirrt rieb ich mir nochmal die Augen, ob ich mich nicht versah. Plötzlich schreckte ich wieder zurück, viele dieser Arschlöcher bahnten sich ihren Weg durch das Fenster, andere wiederum "klopften" an der Türe, die wohl auch nicht mehr lange halten wird. "Was zum...?" wollte ich grade schreien doch auch diese Fremde unterbrach mich. Sie packte mich einfach so an der Hand und zog mich mit!!
      "Huuuh!?" war ich so überrascht das ich mich gar nicht gegen wehren konnte. Wir rannten in eines der Klassenzimmer im Erdgeschoss. Was wahrlich nicht die beste Wahl war.
      Nach vorne blickend sah ich 3 kleine Wesen auf uns zu humpelten. Diese merkwürdige weißhaarige ließ meine Hand los um ihre Waffe zu ziehen. Ich ging davon aus, das sie sich um diese 3 kleinen Scheißer kümmert. Doch wieder stimmte was nicht. Ich wendete meinen Blick von den 3, zu ihr. Doch sie stand da wie erstarrt, völlig am zittern. "Ernsthaft?.." seufzte ich genervt.
      "Geh mal beiseite.." sagte ich, schob das, irgendwie schon verängstigte Kind von den 3 anderen Kindern weg, und zog mein Katana.
      Mit 3 gezielten Schnitten halbierte ich deren Köpfte, wie Wassermelonen. Ihre Körper klapperten zusammen wie Puppen. Am Boden zuckten ihre Körper noch bisschen.
      "Ewww.." starrte ich für einen kurzen Moment noch auf die zuckenden Leichen der Kinder runter.
      "Also das wäre wirklich gutes Zeug für einen Horrorfilm! Ob ich ein guter Schauspieler wäre? hm.." scherzte ich und musste dabei bisschen kichern. Einen Blick hinter mir schaute ich nach dem verängstigtem Kind. Wer war sie denn nun?
      "Erde an Angsthase." wollte ich sie grade ärgern doch sah ich das hinter uns bereits weitere dieser Bastarde rein kamen.
      "Mist!" zog ich meine Pistole und schoss die 2 Zombies hinter ihr ab. Daraufhin versuchten mehrere sich den Weg durch die Fenster im Klassenraum zu bahnen. Hier unten war es nicht sicher.
      "Los beweg dich nach oben!" schrie ich, da die Treppe hinter der Türe direkt den weg nach oben bahnen würde. Wobei, bevor sie noch weiter Angsthase spielen wollte, mach ich das lieber anders, wir hatten immerhin keine Zeit dafür. Ich packe sie abrupt auf meine Schulter und rannte los. Ich lief hoch bis zur 2. Etage in ein Klassenzimmer, ließ die Fremde Fallen, und schob den Schrank der neben der Tür stand, mit aller müh vor die Türe. Man hört nur noch ein wildes Klopfen an der Türe, doch es schien erstmal sicher zu sein.
      Erleichtert atme ich auf. Drehe mich dann zu ihr um, und fing fragend an die Frau zu mustern. Es war nicht diejenige die ich finden sollte. War ja klar.
      Ohne weitere Worte ging ich zu den Fenstern und checke die Lage. Soviele Zombies.. die waren vorhin noch nicht da.
      "Na, wer auch immer du bist, herzlichen glückwunsch. Du hast absolut jeden Zombie hier auf uns gehetzt. Hat dir niemand beigebracht wie das hier funktioniert?"

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    • Chloe Walker

      Was war denn nur mit meinem Körper los? Wieso war ich in dieser Situation so erstarrt? Diese Kinder waren Zombies. So viel war sicher. Das bedeutete, dass ich sie nun erschießen musste, denn sonst würden sie sich über mich her machen. Doch mehr als zittern, brachte mein Körper einfach nicht hervor. "Geh mal beiseite...", hörte ich eine männliche Stimme hinter mir sagen. Diesen Mann hatte ich komplett vergessen. Er war vor mir hier gewesen. Ich lenkte meinen Kopf in seine Richtung, als er mich gerade irgendwie mit ungewöhnlicher Leichtigkeit beiseite schob. So, als würde ich nichts wiegen. Eine Feder war ich nur für ihn. Woher kam seine Stärke? Er sah nicht gerade so aus, als wäre er ein Bodybuilder. Ich beobachtete ihn wie er den drei Kindern den Schädel teilte. "Als wären sie Butter", sagte ich leise völlig erschüttert. Mein Blick blieb an den drei zappelnden kleinen Kinderleichen hängen. Es war unglaublich abartig und ein grausamer Gestank schwebte in der Luft. Der Duft der Verwesung. Ich kannte diesen nur zu gut und dennoch brachte er mich in diesem Moment zur Übelkeit. Ich senkte langsam die Waffe, die ich noch immer auf die Kinder gezielt hatte. Allmählich war ich in der Lage meinen Körper wieder zu bewegen. Die nächsten Worte des Mannes rissen mich aus meiner Trance. Er sprach wirres Zeug. Von Horrorfilmen und dem Schauspielen. War das hier alles ein Scherz für ihn? Ich empfand seine Aussage als völlig unangebracht. Er benahm sich wie ein kleines Kind. Dann schien er mich anzusprechen: "Erde an Angsthase". Ich blinzelte ihn verwirrt an. Was hatte er gerade zu mir gesagt? Doch ehe ich meinen Mund öffnen konnte, zückte er seine Pistole und schoss zwei mal hinter mich. Sofort drehte ich meinen Kopf und sah zwei Zombies, die in diesem Moment leblos auf den Boden fielen. Zwei saubere Kopfschüsse. Dieser Typ wusste anscheinend was er tat, auch wenn seine Aussagen die eines albernden Teenagers glichen. Er befahl mir nach oben zu gehen. Erst nach dieser Aussage bemerkte ich die Zombiehorde, die mir vorhin noch folgte. Einige Zombies bahnten sich soeben den Weg durch das Fenster. Sie waren noch immer hinter mir her. Anschließend packte er mich hoch und legte meinen Körper um seine Schultern. "Was zum?!", rief ich entsetzt. Mit mir im Schlepptau rannte er die Treppen hinauf in den zweiten Stock. Er war wahnsinnig schnell und ich hatte die absurde Befürchtung, dass mein Hirnwasser gar nicht nachkommen würde. Wir kamen in ein Zimmer, in welchem er mich auf den Boden warf. "Autsch", stieß ich aus und beobachtete sitzend, wie er einen massiven Holzschrank vor die Tür schob. Schon wieder diese Kraft. Das war wohl in letzter Sekunde, denn genau in dem Moment, als der Schrank komplett die Tür bedeckte, konnte man schon das begierige Klopfen der Zombies hören. Ebenso wie das Stöhnen und Sabbern. Der Schwarzhaarige ging zum Fenster und sah hinaus. Anschließend sprach er wieder mit mir und beglückwünschte mich sarkastisch für das Aufwirbeln der Zombiehorde. Genervt atmete ich tief ein und aus und versuchte mich auf meine Beine zu stellen, was nach dem schnellen Ritt auf dem Ross hier irgendwie ziemlich eigenartig gewesen war. "Der Höflichkeit zuliebe bedanke ich mich erst einmal bei dir für deine schnelle Reaktion. Ich merke, dass ich ziemlich dehydriert bin und das schon seit Stunden. Meine Konzentrationsfähigkeit, wie auch mein Antrieb ist ziemlich weit heruntergefahren", erklärte ich mein ängstliches Verhalten. Ich war mir sogar sicher, dass meine Dehydrierung eine Ursache für meine Starre gewesen war. Dennoch war ich etwas sauer über seine giftige Aussage, ob ich nicht wüsste, wie das hier funktioniere. "Wenn ich nicht wüsste, wie die Scheiße hier läuft, hätte ich wohl keine sieben Jahre überlebt, Schlaukopf", giftete ich zurück und ging ebenfalls zum Fenster und sah hinaus. Verdammt nochmal. Woher kamen denn jetzt diese vielen Zombies? Es schien fast so, als hätte irgendjemand einen großen Sack voller Zombies vor die Schule geworfen. "Fuck", stieß ich aus und wandte mich wieder vom Fenster ab. Wir waren erst einmal für eine Zeit lang hier eingesperrt. Die einzige Möglichkeit war es zu hoffen, dass die Zombies ihr Interesse an uns verlieren und weiterziehen würden. Wir beide gegen diese Masse machte jedenfalls keinen Sinn. Aber wie sollte ich überhaupt eine Zeit lang in diesem Raum überleben, wenn ich nicht mal mehr etwas zu trinken hatte und bereits jetzt der Dehydrierung ziemlich nahe war. Also mussten wir jetzt genau überlegen, wie wir vorgehen werden. "Gut, Lageplan: Es sieht scheiße aus da draußen. Das bedeutet wir müssen schauen, wie lange wir hier ausharren können und müssen uns einen genauen Plan machen. Darf ich fragen, was du so als Vorräte mit dir hast? Ich würde gerne mal alles durchgehen und soweit es geht rationieren. Wir müssen von Tagen ausgehen. Wenn uns das Essen ausgeht, ich hoffe überhaupt, dass du etwas dabei hast, und die Zombies noch nicht weg sind, müssen wir überlegen nicht doch gegen sie zu kämpfen. Aber das würde ich tatsächlich eher als Notfall-Plan einrechnen", erklärte ich dem schwarzhaarigen Mann und schulterte währenddessen meinen Rucksack ab, um nachzusehen, was ich noch da hatte. "Also ich kann wohl nur mit einer verfickten kleinen Mandarinendose und zwei Dosen passierten Tomaten dienen", präsentierte ich meine schäbigen Vorräte und stellte sie auf den Boden. "Dummerweise war ich hier her gekommen, um meine Vorräte aufzufüllen", schnaufte ich genervt. "Und jetzt das", fügte ich ebenso genervt hinzu. Ich hasste es, wenn etwas nicht nach Plan verlief. Vor der Tür waren immer noch die Zombies zu hören, die nach unserem Fleisch bettelten. Das war eine richtig blöde Situation und das Schlimmste war, dass ich auch noch mit einem wildfremden Mann feststeckte, der sprach, als wäre er in einer pupertären Phase.
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    • Zack

      Jetzt steckten wir ernsthaft hier fest. Wer auch immer sie ist, sie hat meine Suche nun deutlich schwieriger gemacht. Als sie anfing so geschwollen zu reden konnte ich nicht anders als sie schief anzusehen. Hat sie grade wirklich ihr verängstigtes Verhalten von eben erklärt? bei dem Gedanken muss ich nur wieder schmunzeln.
      "Ein einfaches 'Danke' reicht auch." zucke ich mit meinen Schultern. Die Art wie sie redet, so hab ich das schon lange nicht mehr gehört. Aber sie klingt sehr steif und verklemmt. Und mit so einer bin ich nun hier eingesperrt. Ich konnte nur innerlich seufzen. Doch merke ich auch das sie ebenso eine scharfe Zunge haben kann wenn sie wollte. Ich konnte wieder nicht anders als einfach nur zu lachen.
      "Ohne diesen Schlaukopf hier, wäre es auch nicht mehr als bei 7 Jahren geblieben. Ermordet von kleinen Kinderzombies.." grinse ich sie frech an und zeige mit meinen Daumen stolz auf mich, kurz darauf fiel mir wieder was ein, wovon ich vorhin abgelenkt wurde. "Das wäre wirklich ein guter Anfang für ein ein Horrorfilm.Ich stehe total auf Horror. Der wäre sicherlich ein Klassiker geworden" ich konnte mir einfach die Vorstellung daran nicht verkneifen, schwelgte dabei in Gedanken, dabei glitzerten meine Augen etwas auf. Dabei war das nicht mal an sie gerichtet, sondern führe ich immer noch mehr Selbstgespräche als mit ihr. Macht das ein riesen Unterschied? Nää..
      Doch wieder muss Madame Stinkstiefel dazwischen funken. "La-geplan..?" war das jetzt ihr ernst?
      "Ohman du bist wirklich witzig." fing ich wieder an zu schmunzeln. "Mach du es dir hier ruhig gemütlich. Eine Nacht. Länger werde ich nicht hier bleiben. Ob du das dir hier schön einrichten willst lass ich dir gerne die Wahl, wer-auch-immer-du-bist."
      Kurz darauf erklärte sie weshalb sie hier war, worauf ich nur mit den Schultern zuckte.
      "Dafür kommst du paar Wochen zu spät - Bevor du mit deinen Freunden hier angelaufen kamst, hab ich den Ort etwas untersucht. Die Leute die sich hier einquartiert hatten wurden überfallen.. von Banditen vermutlich. Ich habe zwar bisschen Bauholz und Nägel gefunden aber bisher keine Vorräte. Ich vermute mal das diejenigen, die die überfallen haben, haben schon längst alles was sie wollten mitgenommen." zucke ich mit den Schultern. "Natürlich konnte ich noch nicht den ganzen Ort untersuchen da ich unterbrochen wurde. Aber was solls."
      Während ich mit ihr rede, mustere ich gleichzeitig sehr genauer. Sie schien tagelang nichts richtiges gegessen oder getrunken haben. Sie würde hier wohl sterben, würde ich sie alleine lassen. Egal ob an dehydrierung oder an den Arschlöchern da draußen.
      Ich schultere ebenso meinen Rucksack ab. Holte dabei eine alte Trinkflasche raus und warf sie ihr zu.
      "Das ist alles an trinken was ich noch habe. So kann mir niemand vorwerfen das ich eine Dame in Nöten im Stich gelassen hätte." grinste ich sie entschlossen auch auch belustigt an. Wenn ich mir etwas vornehme dann zieh ich es auch durch. Egal unter welchen Umständen." Ich habe hier noch was zu erledigen, bis dahin kann ich nicht gehen. Mehr als diese Nacht werde ich nicht brauchen, danach haue ich allerdings ab. Ob mit oder ohne dich ist mir relativ egal." Durchsuchte dabei meine Tasche, holte ein paar meiner Sachen raus und legte sie neben der Tasche auf den Boden. Meine Taschenlampe und Messer, paar Dietriche und paar Patronen für den Notfall. Daraufhin zog ich den Rucksack wieder an.
      Die Patronen lud ich in der Waffe nach, Dietriche steckte ich in meine Hosentasche und das Messer befestigte ich an einem Halter vom Gürtel.
      "Überleg dir also gut was du machen willst. Komm mit, oder verreck hier elendig." wobei ich wieder unbeeindruckt mit meinen Schultern zucke.
      Ich war bereit, nun würde ich nur noch warten bis es dunkel war. So setze ich mich wieder auf die Fensterbank und starre nach draußen. Die Abenddämmerung zeigt sich schon so langsam.

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    • Chloe Walker

      Dieser Typ nervte mich unglaublich sehr. Er spielte sich richtig auf und tat so gelassen und cool. Vor allem aber war ich der Meinung, dass er bisher nur überlebt hatte, weil er mehr Glück als Verstand hatte. "Ich hätte schon reagiert, wenn's brenzlig geworden wäre", fauchte ich leise. Ich war mir sogar sicher, dass ich den Dreien schon eine Kugel in den Kopf gejagt hätte, wenn es nötig gewesen wäre. Aber ich musste zugeben, dass mein Verhalten wirklich total daneben gewesen war. Normalerweise ließ ich mich nicht so schnell aus der Bahn werfen. "Ich bin bisher keinen mutierten Kindern begegnet. Du etwa? Oder bist du einfach ein unmenschliches Wesen, dass du dabei nichts spürst?", fragte ich ihn knallhart. Ohne mit einer Wimper zu zucken, halbierte er ihre Köpfe. Noch dazu war ich mit Schuld an dieser ganzen Lage und damit auch an dem tatsächlichen Tod dieser armen Kinder, die ihr Leben noch nicht einmal richtig begonnen hatten. Aber davon wusste dieser Schlaukopf ja auch nichts und das würde auch so bleiben. Das war eine Sache, die ich mit mir selbst ausmachen musste. Verärgert, über mich selbst, ballte ich meine Fäuste und drückte meine Zähne aneinander. Wäre Subjekt 32 nicht so ein Fehlschlag gewesen, hätte ich das ganze hier auch wieder beenden können. Ich wurde aus meinen Gedanken an Subjekt 32 gerissen, als dieser Vollidiot von Horrorfilmen sprach. Verwirrt sah ich ihn an. "Warst du denn mal ein Schauspieler?", fragte ich ihn. "Aber ich muss zugeben, dass ich auch eine Vorliebe für Horrorfilme hatte, als mein Leben selbst noch kein Horror gewesen ist", fügte ich hinzu, musste allerdings auch leicht schmunzeln. Das waren wenigstens noch Zeiten gewesen. Die meiste Zeit hatte ich zwar immer damit gebracht zu lernen und in Fachbüchern herumzublättern, hin und wieder jedoch hatte ich mir aber auch Horrorfilme angesehen. Ich war der Meinung gewesen, dass man auch sehr viel medizinisches bei diesen Filmen lernen konnte. "Wusstest du, dass Horrorfilme einen Menschen glücklich machen? Dein Nervensystem ist nämlich der Meinung, dass die Gefahr Realität ist. Das bedeutet, dass dein Körper Adrenalin ausschüttet. Außerdem schüttet er Endorphine aus, die bei einer potenziellen Verletzung Schmerz unterdrücken sollen. Nebenbei bemerkt, sorgen Endorphine eben auch für Glücksgefühle", erklärte ich schließlich meinem schwarzhaarigen Gegenüber. "Außerdem machen Horrorfilme auch schlank, da man durch das Gruseln mehr Kalorien verbrennt UUUUND! der Körper produziert mehr weiße Blutkörperchen, was unser Immunsystem stärkt", fügte ich meiner kleinen Vorlesung noch hinzu.
      Schließlich schien er nicht besonders angetan von der Idee einen Lageplan zu haben und schien auch das wieder ziemlich lustig zu finden. Genervt rollte ich mit den Augen. "Und wieder stellt sich mir die Frage, wie du bisher überlebt hast", sagte ich leise und eher zu mir selbst. Dann erklärte er mir, dass zumindest in dieser Schule hier keine Vorräte mehr seien. Na super! Ich beobachtete, wie der komische Kerl seinen Rucksack von den Schultern streifte und mir daraus seine anscheinend einzige Flasche Wasser zuwarf. Die Flasche war noch 3/4 gefüllt und am Liebsten hätte ich die ganze Flasche komplett auf einmal getrunken. Allerdings wusste ich auch, dass das nicht sonderlich gut für mich ausgehen könnte. Andererseits wohl bemerkt wollte ich natürlich auch nicht egoistisch sein und sein ganzes Wasser trinken. Aber würde ich alles auf einmal herunterkippen, würde ich wahrscheinlich brechen müssen, da meinem Körper neben Wasser natürlich auch die entsprechenden Salze fehlten. Demnach öffnete ich langsam und bedächtig die Flasche und setzte zwei bis drei Mal an, um auch nur kleine Schlücke zu mir zu nehmen. Anschließend machte ich die Flasche wieder zu und warf sie dem komischen Kauz wieder entgegen. "Danke, das reicht mir schon", sagte ich kurz und knappig. Ich hatte das Gefühl, dass er sowieso nicht verstand, wenn ich ihm etwas über die biologischen Reaktionen des menschlichen Körpers erzählte. Seine ziemlich selbstverliebte Rede über einer 'Dame in Nöten' ignorierte ich gekonnt. "Was hast du hier denn zu tun?", fragte ich ihn aber etwas neugierig. Eigentlich war es mir egal, weshalb er hier war. Dennoch dachte ich, dass es besser wäre, ihn in ein unnötiges Gespräch zu verwickeln, bevor er auf leichtsinnige und dumme Ideen kam. Am Ende würde ich sterben, weil er so hohl war. Darauf konnte ich verzichten. Ich musste leicht schmunzeln, als er sagte, dass er mit oder ohne mich gehen würde. "Danke darauf verzichte ich sowieso gerne. Ich arbeite in der Regel allein", erklärte ich ihm, während er nun anfing seine Waffe nachzuladen und sich zu sortieren. Immerhin in dieser Hinsicht schien er einen kleinen Plan zu haben. "Ja gut, dann komm ich halt erst mal mit. Wenn wir hier raus sind, gehen wir sowieso wieder getrennte Wege", sagte ich und zuckte genervt mit den Schultern. Was blieb mir auch anderes übrig. "Wenn du mir lästig wirst und die Zombies zu nahe kommen, hab ich wenigstens jemanden, den ich vor die Horde schmeißen kann, um von mir abzulenken", scherzte ich und lachte inbrünstig.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Zack

      Ich weiß nicht wie diese Fremde es machte, aber ihre merkwürdige Sprechweise und ihre giftigen Kommentare belustigten mich nur immer mehr. "Nun wenn du meinst kleiner Angsthase. Dann werde ich dir eben das nächste mal wieder den Vortritt lassen." Ich verstehe nicht mal, warum sie sich versuchte zu rechtfertigen. Ist wohl eine gute Möglichkeit um über dinge drumherum zu reden. Na auch egal. Ich muss nur die Person finden und dann bin ich auch schon weg hier. Und diese komische Frau ist dann ebenso weg.
      "...Oder bist du einfach ein unmenschliches Wesen, dass du dabei nichts spürst?"
      Sofort schaute ich ernst zu ihr auf. "Ein unmenschliches.... Wesen, sagst du?.." murmel ich ihr leise nach. Legte eine Hand auf mein verbundenes Auge. Einen ganz kurzen Moment dachte ich über diese Worte nach.
      Wie gewandelt fing ich kurz darauf an zu grinsen. "Kann schon sein." kicherte dabei etwas dreckig. Ich lebe nach meinem Instinkt und handel auch nur danach.
      "Das war eine klare Situation. Ob sie mal Kinder waren oder nicht. Ich entscheide mich lieber für mein Leben als das irgendwelcher Zombies." fügte ich noch böswillig lächelnd hinzu. Doch es war die reine Wahrheit. Schnell lenkte ich mich selbst wieder ab als ich kurz aufstand und mich strecken wollte.

      "Ich und ein Schauspieler? na ich war auf den guten Weg dazu. Doch anscheinend war das nicht mein Schicksal." schon alleine das aus sowas aus meinen Mund kommt, klingt schon echt lächerlich. Aber umso mehr liebe ich es so zu sein.
      "Du und Horrorfilme? kann ich mir irgendwie nicht vorstellen." fügte ich ihrem ersten Kommentar direkt hinzu. Mein Grinsen verfinsterte sich allerdings wieder, als sie anfing eine kleine Vorlesung zu halten. Mit einem schiefen Blick schüttel ich langsam meinen Kopf.
      "Ich nehm es zurück. Jetzt kann ich es mir doch sehr gut vorstellen. Du musst ja echt ein Partytier auf Pyjamapartys gewesen sein.." seufze ich mit verschränkten Armen. Bei der Vorstellung dieser Spaßkanone konnte ich mir ein Lachen jedoch nicht verkneifen. Ja ich muss mir eben alles vorstellen. Das passiert schon völlig automatisch.

      Ich packe somit die Flasche wieder in meine Tasche. Na wenn es ihr reicht, soll es mir recht sein. Jedoch war es hier so öde, das der Abend einfach nicht einbrach. Ich will nur wieder aus dieser blöden Schule raus. Ihre Neugier verwundert mich. So skeptisch starrte ich von vom Fenster zu ihr.
      "Tut mir leid.. das ist wohl ein Berufsgeheimnis, kleines." sagte ich zu ihr während ich meinen Rucksack durchsuchte.
      "Ouh versteh mich nicht falsch. Mit dir zusammen wäre ich sowieso nirgends hingegangen. Ich meine eigentlich nur aus der Schule raus. Außer du willst unbedingt mit. Dann würde ich vielleicht ein Auge zudrücken." kicherte ich wieder, war ja fertig mit meinen Sachen. Starrend aus dem Fenster mustere ich weiter die Umgebung. Die Geräusche der gierigen Nachbarn ließen noch immer nicht nach, das gierige Sabbern und das wilde klopfen an der Türe nahm kein Ende.. Damit waren sie wirklich hartnäckig. Da dies auch die einzige Tür war konnten wir nicht einfach so da raus spazieren.
      Sehr verwundert schaue ich zu ihr rüber. "Oh du knallharte Einzelgängerin hast deine Meinung geändert? ich fühle mich so geehrt." sprach ich wieder in meinen typischen sarkastischen Ton. "Ohhh.. das ist ja so grausam.." fügte ich auf ihren scherz hinzu, wobei ich nicht mal sicher war ob sie es nicht doch ernst meint.
      "Nun wenn du mit willst dann sollten wir anfangen." sprang ich von der Fensterbank. "Ich hoffe du kannst klettern." und öffnete das Fenster, wo ich eben noch saß um nach draußen zu blicken.
      "direkt unter uns ist das Klassenzimmer wo ich mit reinkam, da war ein Fenster schon offen. Wenn du da fällst bist du Zombiefutter. Also pass lieber auf, kleiner Angsthase." zuckte ich ebenso mit meinen Schultern. "Ah und noch was. Bitte mach deine Freunde nicht wieder so sauer, ok? das könnte diesmal wirklich ins Auge gehen." fügte ich scherzend hinzu. Von der ersten Etage könnte ich meine Suche fortsetzen. Da die meisten sich grade in der 2. Etage befinden kann man sich wohl möglich gut durchschleichen. Ohne weitere Worte kletterte ich raus aus dem Fenster. Die Zombies die draußen rumlaufen bemerken uns so nicht, solange wir keinen Krach veranstalten. Flink, kletterte ich den Rand runter, zum anderen Fenster. Bevor ich rein trat betrachtete ich noch das Klassenzimmer ob irgendwelche der Zombies sich da verirrt haben. Sehe allerdings nur einen an einem Spind, mit dem Rücken zu mir. Perfekt.
      Leise schlich ich durchs Fenster, ohne drauf zu achten ob das Madame Stinkstiefel mir folgen würde.
      Ohne weiteres stach ich den Zombie in den Hinterkopf. Auch dieser Körper fiel leblos einfach um. Das dickflüssige dunkle Blut, was an meinem Messer hing wischte ich schnell an meiner Hose ab.
      So nun muss ich den Rest des Gebäudes absuchen. Diese Frau muss ja irgendwo hier sein. Ob lebendig oder tot weiß ich noch nicht.
      Ich schlich langsam und geduckt zur Türe, um nachzusehen wie viele sich im Flur angetummelt hatten.
      Wie ich es mir dachte. Die meisten haben sich in der 2. Etage eingetummelt wegen uns. So nutzte ich die Chance und untersuchte die Etage nun vollständig.

      We are the Legion.. we are free and do whatever we want :)
    • Chloe Walker

      Ich hasste es, wenn er mich als Angsthasen bezeichnete, doch ich versuchte mir das nicht anmerken zu lassen. Schon damals in der Schule war klar, dass die anderen mich für merkwürdig hielten und mir dementsprechend dumme Kommentare an den Kopf geschmissen hatten. Worte wie 'Verrückte', 'Streber', 'Die-ohne-Freunde' oder auch schlimmere Sachen wie 'Chloe das Abfallprodukt', 'Chloe ist ein Betriebsunfall' und so weiter und so fort. Die Liste war lang, sehr lang. Aber es machte mir irgendwie immer relativ wenig aus, weil ich sowieso nicht mit solchen Leuten befreundet sein wollte. Irgendwann gab ich das Ding mit der Freundschaft dann auch auf. Es bereitete nur Probleme. Und Probleme konnte ich während meiner Lernzeit nicht gebrauchen. Als der Typ schließlich seine Hand auf sein eines Auge legte, fiel mir das erste Mal auf, dass er einen Verband darum trug. Was ihm da wohl passiert war? Nun, ich war der Meinung, dass er jemanden einfach so enorm genervt hatte, dass er ihm ein Auge vor Wut ausstach. Dieses Gefühl konnte ich schon in den ersten paar Minuten unserer Begegnung verstehen. Er schien jedoch über meine Aussage etwas tiefgründiger nachzudenken. Es dauerte jedoch nicht lang, bis er wieder sein Grinsen auflegte. Und mit seiner nächsten Aussage mochte er sogar Recht gehabt zu haben. Es war egal, ob sie mal Kinder waren. In diesem Moment waren sie Zombies und stellten eine Gefahr für uns Überlebenden dar. Ehrlich gesagt ärgerte es mich eher, dass der komische Kauz so schlagfertig gewesen war. Schließlich erzählte er mir, dass er kurz davor war ein Schauspieler zu werden, dies aber dann eben doch nicht klappte. "Aha", sagte ich einfach nur. Das beeindruckte mich sowieso nicht. Ich hatte Probleme darin, Interesse vorzuheucheln und mich für etwas zu begeistern, was nicht von meiner Arbeit geprägt war. Ich sah ihn etwas bissig an, als er sagte, dass er sich nicht vorstellen könne, dass ich Horrorfilme mochte. Als ich dann aber erklärte, warum ich sie so mochte, fing er zu Lachen an und spottete leicht über mich. "Ich nehm es zurück. Jetzt kann ich es mir doch sehr gut vorstellen. Du musst ja echt ein Partytier auf Pyjamapartys gewesen sein..". Irgendwie wollte ich verärgert über diese Aussage sein, doch schaffte es nicht. Es war einfach viel zu schlagfertig und auf den Punkt gebracht. Also lachte ich mit. Lachen. Das hatte ich schon lange nicht mehr. Nachdem ich meinen kleinen Lachflash überwunden hatte, sah ich ihn grinsend an. "Naja, ehrlich gesagt, war ich das tatsächlich nie. Jedenfalls habe ich mich für Partys, egal welcher Form, nie wirklich interessiert", erklärte ich und wurde währenddessen wieder ernster. Okay Chloe, toll gemacht! Es gab das erste Mal nach Jahren wieder mal was zu lachen und ich musste es direkt versauen und meine ernste Miene einsetzen. Es herrschte eine kurze Stille zwischen uns, die sich anfühlte, als würde sie ewig halten. "Aber egal", kicherte ich und stand von meinem Platz auf. Mir tat von dem harten Boden irgendwie sogar schon der Hintern weh.
      Es war ja klar, dass er mir nicht erzählte, was genau sein Ziel gewesen war. Letztlich jedoch interessierte es mich ja sowieso nicht. Interessant war es aber, dass er erst so offen uns gesprächig zu sein schien, wenn es aber um dieses Thema ging, verschloss er sich komplett. Komischerweise empfand ich es eher verletzender, dass er sagte, dass er mich sowieso nirgendwo mit hinnehmen würde. Als ob ich mit ihm auch durch die Gegend spazieren gehen wollte. Leicht eingeschnappt verschränkte ich meine Arme vor der Brust. Der ging zum Fenster und schien die Lage zu checken. Ja, die Zombies waren immer noch da. Das konnte man ja auch hören. Anschließend schien er mich erneut zu beleidigen, indem er sarkastisch antwortete, als ich sagte, dass ich doch mitgehen würde. Ich muss sagen, dass er mir vor Kurzem sogar fast sympathisch geschienen hatte, doch nach der ganzen Nummer empfand ich ihn einfach nur als unhöflich und total hohlköpfig.
      Nun öffnete er das Fenster und erklärte mir, dass er wieder herunterklettern wollte. Sofort ließ ich meine verschränkten Arme fallen und schaute etwas geschockt drein. War das wirklich sein ernst? Hätten wir nicht lieber einen Augenblick noch warten können, bis es den Zombies zu langweilig gewesen und die dann gegangen wären? Geduldiges Warten war wohl nicht seine Stärke. Er tadelte mich noch einmal meine 'Freunde' nicht auf mich aufmerksam zu machen. HAHA! Scherzkeks! Aber abgesehen davon fand ich es total sinnlos nach unten zu gehen, wo wir herkamen. Wenn, dann hielte ich es für besser nach oben zu klettern, statt diesen Dingern direkt ins Maul zu kriechen. Ich wusste nicht warum, aber irgendwie wollte ich ihm dennoch folgen. Was hatte ich denn schon groß zu verlieren, außer mein Leben, dass sowieso vor drei Jahren sinnlos geworden war.
      Bevor ich etwas sagen konnte, war er auch schon aus dem Fenster und ich sah ihn nicht mehr. Erschrocken rannte ich zur Fensterbank und sah hinunter in die Masse der Zombies. Nein, da war er nicht zu sehen. Also war er nicht hinausgefallen. War er etwa so schnell im nächsten Stock? Ich sah unten keine Blutlache, hörte kein Schreien und auch die Zombies schienen nicht beschäftigt zu sein. Mir blieb nur noch etwas der Mund offen. Wie sollte ich das schaffen? Ich wandte mich von der Fensterbank ab und zog mir meinen Mundschutz an. "Oh man, Chloe wird heute wohl doch sterben", sagte ich leise zu mir und kletterte auf die Fensterbank. Das Stöhnen der Zombies ertönte bis zu mir hinauf. Sie waren hungrig und warteten nur darauf, dass ich einen Fehler machte, abrutschte und sie mich verspeisen können. Ich schluckte leicht verängstigt und fing an mich an der Hausmauer irgendwie festzuhalten. Aber ich bekam nirgendwo einen richtigen Halt. Für einen kleinen Moment blieb ich starr, doch nach einer Weile rappelte ich mich etwas auf. Ich presste meinen Körper fester gegen die Hauswand und kletterte zum nächsten Fenster. Meinen eigenen Körper zu halten, war schwieriger als gedacht. Mit größter Anstrengung schaffte ich es aber. Gerade, als ich durch das Fenster hinein in den wohligen Raum mit dem traumhaft festen Boden unter den Füßen betreten wollte, rutschte ich ab. Im letzten Moment schaffte ich es aber, mich erneut an der Fensterbank festzuhalten und hievte mich mit aller Kraft nach oben. "Fuck, fuck fuck fuck", sagte ich, nachdem ich mich erleichternd durch das Fenster hinein fallen ließ auf den harten aber wirklich angenehmen Boden. Ich spürte wie sich meine Beine so weich wie Pudding anfühlten. Ich würde diesen dummen komischen Kauz umbringen, so viel stand fest. Das Adrenalin pumpte durch meinen Körper. "Naja, immerhin werden jetzt Endorphine freigesetzt, Chloe", sagte ich zu mir selbst und stellte mich endlich wieder auf meine Beine. Ich sah mich in dem Klassenzimmer um, in welchem ich nun stand. Überall lagen die Tische und Stühle umgefallen und völlig verranzt herum. An den Wänden, die wohl mal weiß gewesen waren, klebten nun dunkle braune, rote oder auch gelbe Flecken. Komische zähflüssige, aber mittlerweile getrocknete Substanzen hingen ebenfalls daran. "Hm, die Putzfrau hat wohl gekündigt", sagte ich und sah mich weiter um. Keine Zombies, aber auch kein komische Kauz. Der war einfach verschwunden. Er hatte erzählt, dass er durch dieses Fenster herein gekommen war. Für einen Moment wagte ich noch einmal einen Blick durch das Fenster hinunter zu den gierigen Fleischfressern, die irgendwie etwas enttäuscht gewesen waren, dass ich doch nicht gefallen war. Aber diese Höhe! Wie hatte er es geschafft von unten bis hier in den 1. Stock zu klettern? Irgendwie steckte dieser Typ aus lauter Rätseln. Interessant. Genervt, aber mit Vorsicht bedacht, lief ich hinaus auf die Flure und sah mich weiter um. Ich war vor allen Dingen auf der Suche nach Vorräten, auch wenn der Vollidiot sagte, dass es hier nichts mehr zu holen gab. Da ich nun auch nicht mehr so viele Kugeln in der Pistole hatte, wäre es auch hilfreich, wenn ich irgendwo auch noch Munition finden würde, aber das konnte ich mit Sicherheit vergessen. Doch irgendetwas, irgendwo musste doch etwas sein!
      Wir alle fliegen hier unten...

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    • Zack

      Hatte ich mich da verhört? Madame Miesepeter konnte tatsächlich lachen? in den 10 Minuten wo ich sie kennenlernen durfte hat sie mir wirklich ihr Lachen gezeigt. Das war wohl wahrlich eine Ehre. Auch wenn ich sie grade erst kennenlernte, wirkt sie auf mich nicht so als würde sie viel Spaß an ihrem Leben haben. Sie war wohl die Definition, wenn man nach dem Wort "Miesepeter" sucht.
      Aber es war ja nicht mein Problem. Falls wir überhaupt beide hier rauskommen, gehen wir eh wieder getrennte Wege. Dazu war sie nicht mal eine Person von Interesse. Ich sollte mich also sowieso nicht länger als nötig mit ihr aufhalten.

      In der unteren Etage, wo ich mich eben schon umsehen wollte, musste ich erstmal aufräumen. Und damit meine ich diese blöden Stinker die sich hier breit gemacht haben. Manche bedienten sich sogar der älteren Leichen die hier ermordet wurden. Ich werde mich wohl nie an das Geräusch gewöhnen, wenn diese Viecher sich an Leichen labten. Es war immer wieder nur abartig.
      Ich fing an die ganzen Zimmer in der Etage abzusuchen. Alles schien verwüstet zu sein. Hier gab es definitiv einen Kampf, aber an der Anzahl der Leichen war der Kampf wohl sehr einseitig. Als ich aus einem der Räume kam, sah ich Madame Stinkstiefel da rumschleichen.
      Sie hat es wohl runter geschafft. Na das ist ja schon mal eine Leistung.
      Nun widme ich mich aber zuerst meiner Arbeit. Nachdem ich auf der Etage allmöglichen dieser Stinker aus dem Weg geräumt habe, konnte ich den Ort genauer untersuchen. Ich war nicht hier für irgendwelche Lebensmittel oder sonstiges. Ich suchte immerhin jemanden. Aber ich fragte mich schon was diese Person denn hier noch sollte. Oder ob sie überhaupt noch leben würde. Ich rechne schon damit nur ihre Leiche oder ihre Lebendige Leiche zu finden.
      Im Letzten Raum, ganz hinten im Gang, klemmte die Türe jedoch leicht. Ich muss aufpassen das ich nicht zu viel krach machen würde um die Horde auf einen zu hetzen. Vorsichtig drückte ich an der Türe. Als ich einen Spalt aufbekam, sah ich, das etwas vor der Türe stand. Ich drückte langsam, aber mit etwas mehr Kraft weiter an der Türe so das sich schon ein guter Spalt geöffnet hatte. So quetschte ich mich durch diese Türe. Als ich endlich in den Raum blickte, stach ein so schlimmer Geruch in meine Nase das sogar ich, der diese Gerüche gewohnt ist, meine Nase zuhalten musste. Meine Sinne waren etwas betäubt. Vorsichtig sah ich mich um und war... überrascht von diesem Anblick. Ich sah eine Leiche, an der Wand anlehnend. Um ihm herum viele andere Leichen. Ich näherte mich dieser Leiche, oder was auch noch von dem übrig war. Überall an ihm waren Bisspuren. Die Gedärme haben ebenso ihren Weg nach draußen gefunden. Als ich weiter mich im Raum umsah, entdeckte ich an der Decke ein Loch, wo locker ein Mensch durchpassen würde. Dieser Raum war wohl schon länger abgeschlossen. Und diese Person ist vermutlich von oben hier runtergekommen. aber woher kamen diese Zombies? waren sie vielleicht schon vorher hier drin? Anders könnte ich mir das nicht erklären. Beim genaueren inspizieren der Leiche fiel mir ein Tattoo am rechten Oberarm auf. Es war eine Schlange, umwickelt um ein Messer. Ich konnte es mir nicht erklären aber irgendwie kam mir das bekannt vor.
      Was auch immer hier passiert ist, es ist schon etwas länger her. Bevor sich doch einer der Leichen überlegte wieder unter den lebenden zu wandeln ging ich lieber wieder raus. Ich quetschte mich wieder durch und schloss die Türe hinter mir.
      Endlich raus musste ich einmal tief ein und ausatmen. Das war wirklich eklig.
      Ich entschied mich weiter nach unten zu gehen. Es klingt vielleicht für viele unlogisch, aber mein Gefühl leitet mich dort hin. Es sagt mir das ich unten etwas finden werde. Auf dem Weg zur Treppe sah ich die Fremde wieder. Ich zeigte ihr mit einer Geste das ich weiter nach unten Gehen würde. Ob sie mir folgen würde oder nicht, war mir wieder ziemlich egal. Ich wusste nur das ich hier nichts weiter finden werde. Doch dieser Anblick aus diesem Raum ging mir nicht aus dem Kopf.

      Im Erdgeschoss waren wieder paar mehr dieser Freaks. Bevor ich diese Etage betrat sah ich mich von der Treppe aus um. Direkt gegenüber der Treppe, war eine Türe mit der Aufschrift 'Hausmeister'. Neben dem sah man eine eindeutig stabiler gebaute Türe. Ob die in den Keller vielleicht führt? Langsam schlich ich mich runter, und überprüfte die Türe. "Abgeschlossen..mist." fluchte ich leise. Schaute jedoch dann zur Seite. Bestimmt war im Büro des Hausmeisters die Schlüssel. Ich hoffte es zumindest.
      Seufzend schlich ich rüber. Achtete dabei auch auf meine Umgebung. Die Zombies schienen noch nicht aufmerksam geworden zu sein. Ich betrat den Raum, tatsächlich war dieser Raum aufgeräumter als die anderen. Vermutlich hatten die Menschen hier den Raum wirklich als Lager genutzt. Die Regale waren voller Kisten. Jedoch beim genaueren betrachten waren diese Kisten leer.
      Ich ging rüber zu dem Kasten wo die Schlüssel drin sein sollten. Da waren einige Schlüssel im Kasten. Der Kellerschlüssel jedoch nicht.
      "Dann wohl doch anders.." murmelte ich leise und seufzte wieder. Packte aus meiner Hosentasche 2 Stücke Draht raus.
      Verließ den Raum wieder und ging zur vermeintlichen Kellertür.
      Wenn ich in meiner Arbeit vertieft war, ignorierte ich gerne andere Lebewesen in meiner Nähe. Aber so unaufmerksam war ich auch wieder nicht. Ich kniete mich vor die Türe und versuchte das Schloss aufzuknacken. Es dauerte einen kleinen Moment aber es klappte.
      Als ich die Türe öffnete, bestätigte sich zum Glück meine Vermutung. Es führte eine Treppe runter zum Keller. Ich schnappte mir meine Taschenlampe, und stieg vorsichtig die Treppen runter.
      Der Keller war feucht, komplett dunkel. Jedoch hallte jedes kleine Geräusch im ganzen Keller wieder. Irgendwo hörte man Wasser. Es tropfte wohl aus den Rohren raus. Der Boden war ebenso nass, und paar cm hoch mit Wasser gefüllt.
      Der Keller schien schon länger abgeschlossen zu sein, aufjedenfall schienen hier keine lebenden Toten zu sein. Paar Leichen lagen dennoch hier rum.
      Genauer betrachtet aber auch noch nicht solange. "Schusswunden.." murmelte ich als ich eine der Leichen betrachtete. Plötzlich hörte man ein lautes knallen. Als wäre etwas runtergefallen.
      Plötzlich ertönte eine Stimme hinter einem. "Bleibt stehen wo ihr seid!" rief die weibliche Stimme, wobei man das Geräusch einer Waffe hörte, die grade entsichert wurde.
      Ich hob langsam meine Hände und drehte mich zu ihr rum. Mit der Taschenlampe in der Hand, leuchtete ihr zu ihr, womit ich ihr Gesicht sah.
      "Braune kurze haare.." murmelte ich leise zu mir selbst und ein Tattoo am rechten Arm, es war genau das gleiche wie von dem Typen oben. "Wie bitte?" fragte die junge Frau."
      "Du musst Amy sein. Hab ich recht?" sagte ich dann selbstsicher und grinste sie an. Diese schaute mich verwundert an.
      "W-woher weißt du das?!" fragte sie erzürnt und war kurz davor den Abdruck zu drücken.
      "Ich wurde hierher geschickt um nach dir zu suchen." fügte ich schnell hinzu. "Ein Dave oder so." zuckte ich mit den Schultern.
      Diese starrte mich perplex an und ließ langsam die Waffe sinken.
      "Er lebt also noch?" war sie erleichtert. Kurz daraufhin klappte sie auf einmal zusammen. Ich rannte schnell zu ihr und fing sie auf. Sie hat eine nette Schusswunde im Bauch. Vermutlich von den Personen die sich hier nun die Radieschen von unten ansehen.
      Ich lehnte sie an einer Wand ab. Sie war schon sehr schwach, das sie noch lebt war ein Wunder.
      Schwer atmend richtete sie sich wieder auf.
      "Es tut mir leid das du den ganzen Weg hier her gekommen bist, aber ich fürchte ich werde diesen Ort nicht mehr verlassen."
      Ja, das hatte ich mir schon irgendwie gedacht. "Was ist hier passiert?" stellte ich ihr die Frage.
      Schwer atmend schaute sie auf den Boden.
      "Ein Massaker. Die Leute die hier lebten wurden überfallen." erzählte sie, wobei schon das sprechen für sie schwer zu sein schien.
      "Ja das hab ich gesehen." zuckte ich mit den Schultern.
      "Es waren 'Sie'.." flüsterte sie. "Sie waren wegen mir hier.." murmelte die Frau weiter wirres zeug.
      "Wer ist 'Sie'?.." fragte ich verwundert. Doch darauf schien sie nicht zu antworten. "Es ist nicht lange her. Vielleicht sind ein paar von denen noch hier. Sie töten alles was ihnen im Weg steht. Und das stand ich. Ihr solltet lieber hier abhauen. Es gibt hier einen unterirdischen Tunnel der euch in die Kanalisation führt."
      "Moment mal.." stoppte ich die Frau. Doch diese ließ sich nicht abbringen.
      "Bitte erlöst mich. Ich halte das nicht aus. Ich will mich nicht verwandeln." fing die Frau an, man sah eine Träne die ihre Wange runterlief. Schwächelnd sah sie zu ihrer Waffe, mit der sie uns noch eben bedrohte und nahm sie langsam.
      "Bitte.." es brachte wohl nichts mehr sie weiter auszufragen.
      Einen moment lang starrte ich auf diese Waffe.

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    • Chloe Walker

      Ich musste sagen, dass ich wirklich leicht genervt davon war, dass dieser Vollpfosten hier ohne Plan einfach so alleine herummarschierte. Was suchte er nur? Vorräte könnten es nicht sein, so viel war sicher.
      Überall, wo ich mich umsah, hatte dieser Typ Zombieleichen hinterlassen. Nur noch ihr verwesender Gestank schien übrig geblieben zu sein. Immerhin machte er mir den Weg frei. Das war doch schon einmal etwas. Dennoch verlor ich nicht meine Deckung und schlich vorsichtig durch die Gänge der Schule. Die Schule hier musste damals wirklich modern gewesen sein. Trotzdessen, dass hier auch nicht ganz so viele gewohnt haben dürften. Ich rechnete etwa mir 30 tausend Einwohnern. Die Schule schien jedenfalls mal gemütlich und ruhig gewesen zu sein. Ich entdeckte hinter einer Tür ein kleines wirklich gut ausgestattetes Labor. Ach, wie sehr vermisste ich doch meine Forschungsgeräte und die Arbeit. Ich blieb lange in der Türschwelle stehen, um melancholisch auf das Zimmer zu schauen. Teilweise standen die Gerätte noch. Nur lagen links und rechts im Raum die ein oder anderen Zombieleichen, die bereits erschossen worden sind. Aber nicht von diesem Typen. Dem Geruch nahc zu urteilen lagen die wohl schon länger hier rum. Es schienen sogar auch wieder Kinder gewesen zu sein. Aber ältere, als die drei, denen wir vorhin begegnet waren. Vermutlich waren sie gerade im Unterricht, als die Seuche ausbrach. "Tut mir leid, angehende Wissenschaftlicher-Kollegen", sagte ich leise und sah weiter auf die Leichen herab. Was ein Chaos das alles doch gewesen war. Wo lag noch der Sinn in meinem erbärmlichen Leben? Weshalb zwang ich mich eigentlich noch zu überleben? Meine Hoffnung Subjekt 32 zu finden war schon lange dahin. Ein Heilmittel konnte ich nicht mehr herstellen, egal, mit oder ohne ihn. Denn ich habe nicht einmal ein gut ausgestattetes Labor. Ich hatte so viele Fehler gemacht. Mit diesem Gedanken ließ ich die Tür wieder zufallen und lief den Flur weiter entlang. Diesmal jedoch mit etwas weniger Vorsicht. Was sollte schon passieren, außer dass ich sterben würde? "Sinnlos", hauchte ich leise. Ich betrat den nächsten Raum. Dort lag eine Leiche mit dem Bauch auf dem Boden. Irgendwie erinnerte mich diese Person an Subjekt 32. Sofort hatte ich seine grobe Gestalt vor meinem geistigen Auge mit seinen schwarzen Haaren. Ob... ob er es war? Aber das machte keinen Sinn. So weit weg von dem Labor und doch bin auch ich hier. Die Neugier packte mich. Also beugte ich mich zu ihm herunter, packte ihn an der linken Schulter und drehte ihn herum. Sein Körper plumbste auf den Rücken und ein Schwarm Fliegen flog mir gegen da sGesicht. Vor Schreck ließ ich einen kleinen, aber sehr leisen Schrei aus und hielt mir die Arme vor mein Gesicht. Langsam nahm ich sie herunter und sah den leblosen Körper an. "Du bist es nicht", sagte ich enttäuscht. Mir war klar, dass ich mit Subjekt 32 wohl kein Heilmittel mehr entwickeln könnte, dennoch hoffte ich immernoch ihm zu begegnen. Mir war es auch egal geworden, ob er tot war. Ich wollte nur endlich Klarheit haben und nicht mehr im dunkeln schweben müssen. Dem Leichnahm vor mir wurde der komplette Oberkörper aufgeschlitzt und er hatte eine Stichverletzung im Stirnbereich. Er war wohl einfach nur ein Zombie, der getötet wurde. Ekelhafterweise jedoch tummelten sich bereits eine Horde Maden auf seinem Körper herum, was in mir eine von ekel überdeckte Gänsehaut auslöste. Sofort verließ ich den Raum, bevor ich mich noch übergeben musste. Schließlich kam mir der Typ von eben wieder entgegen und zeigte mir mit Gesten, dass er weiter nach unten gehen würde. Ja genau! Lauf doch direkt in den Tod, du Vollidot! Was suchte er nur? Ohne auf mich zu warten - natürlich wartete er nicht auf mich warum auch? - ging er die Treppen hinunter. Ich brauchte eine kleine Weile, ehe ich mich von meinem Ekel und meiner zerplatzten Hoffnung wieder erholt hatte und verließ ebenfalls das Stockwerk. Da ich etwas depressiv gewesen war, war es mir also auch egal, ob ich den Zombies in die Arme laufen würde. Nach Ewigkeiten war mal wieder etwas ansatzweise interessant gewesen, also folgte ich dem unbekannten Mann, den ich gerade erst kennengelernt hatte. Wobei Kennengelernt war etwas übertrieben. Ich kannte nicht mal seinen Namen. Jedenfalls tapste ich vorsichtig die Treppe nach unten und versuchte das gestöhnte und gierige gejaule der Herden zu hören, um ihren Standort lokalisieren zu können. Dem Geräusch nach zu urteilen, waren wohl einige im Erdgeschoss. Ich hörte eine Tür zufallen und lief weiter hinunter, bis ich vor die Tür trat, die in das Erdgeschoss führte. Ich drückte mein Ohr gegen die Tür und hörte einige Zombies. Hier war der Volltrottel wohl nicht durch. Ich entdeckte eine andere Tür mit der Aufschrift 'Hausmeister'. Der Hausmeister. Ich erinnerte mich noch an unseren Hausmeister, der mir tatsächlich immer gern zuhörte, wenn ich ihn mit wissenschaftlichen Zeugs volllaberte. Er war immer sehr interessiert und freundlich. Ich weiß nicht mehr wann genau das war, aber irgendwann traf ich ihn sogar wieder. In meinem Labor. Ich laß damals seine Akte. Sexueller Missbrauch an mehreren Jugendlichen am College. Für mich änderte das mein Bild auf ihn enorm. In diesem Augenblick als ich damals die Akte laß, schossen mir alle Bilder wieder in den Kopf. Seine Freundlichkeit, seine kleinen Berührungen an meiner Schulter oder meinem Rücken, sein Interesse an dem, was ich ihm erzählte. Alles war geheuschelt. Ich fragte mich jedoch, warum er bei mir nie richtig Übergriffig wurde, aber das war mir dann auch ziemlich egal. Ich verabreichte ihm schließlich die ersten meiner Versuche und sah ihm zu, wie er qualvoll verreckte. Mitleid hatte ich keines mit ihm. Er hatte es verdient. Genauso wie die anderen Versuchsexperimente des Labors. Sogar Subjekt 32 war kein Unschuldiger. Er war zum Tode verurteilt wegen mehrfachem Mord, Drogenhandel, Diebstähle, Körperverletzungen und dergleichen. Subjekt 32 war ein Gangster und er war gerade mal zwei Jahre älter als ich. Aber naja, was solls. Plötzlich hörte ich Geräusche, ein lautes Knallen und Geräusche, die wie ein Gespräch klangen. Mein Blick richtete sich auf die Tür neben dem Hausmeister. Es war eine stabile Metalltür. "Vermutlich der Keller", schlussfolgerte ich leise. Sie stand einen kleine Spalt weit auf, sodass ich sie öffnete und die Treppen nach unten folgte. Sofort stieg mir ein Geruch von Schimmel in die Nase. Hier unten war es feucht und dunkel. Ich konnte kaum etwas sehen. Irgendwo jedoch sah ich einen kleinen Lichtstrahl, der der einer Taschenlampe sein könnte. Vielleicht war er ja hier herunter gegangen. Ich musste ganz schön aufpassen, wo ich hintrat, da ich kein Licht bei mir hatte. plötzlich machte es 'Platsch' und ich trat in eine Pfütze. Meine Schuhe und meine Socken waren sofort nass. "Fuck", zischte ich leise. Hier unten stand das Wasser fast bis zu den Knöcheln. Es dauerte nicht lange, bis ich den Mann wieder sah, der eine Frau in den Armen hielt, die um ihre Erlösung bettelte. Was zögerte er denn nur so lange? Ich nahm meinen Dolch in die Hand, ging auf die beiden zu und steckte ihn ihr mit einer schnellen Handbewegung in dne Kopf. Die Waffe in ihrer Hand nahm ich an mich und checkte die Munition ab. "5 Kugeln, immerhin", sagte ich, klappte das Munitionslager wieder ein und steckte den Revolver in meiner Tasche. "Hast du gefunden wonach du gesucht hast? Können wir jetzt endlich hier raus??", fragte ich den komischen Typ, der noch immer die junge Frau in den Armen hielt und richtete mich wieder auf. "Sie hat etwas von einem unterrirdischen Tunnel gesagt, oder?", fragte ich ihn und lief schon mal ein paar Meter der Pfütze tiefer in den Gang hinein. Durch das Licht der Taschenlampe konnte ich tatsächlich ein großes Loch im Mauerwerk erkennen. "Da, glaube ich", sagte ich leise und zeigte auf den Durchgang. Gerade, als ich hindurch ging, sprang mir ein Zombie entgegen, der mich zum Stürzen brachte und auf mir lag. Er sabberte mich an und wollte mich nur zu gerne verpeisen. Hastig drückte ich ihn mit der linken Hand von mir ab und nahm mit der rechten Hand mein Messer im Halfter, welches ich ihm in den Kopf stach, als würde ich in Butter stechen. Dann stieß ich ihn komplett von mir auf und stand lagsam wieder auf. Nun war mein ganzer Körper pitsch nass und vermutlich roch ich auch nicht mehr ganz so sehr nach Rosen. "Scheiße, ich stinke", meckerte ich und sah auf die Katastrophe an mir herab. Mir war kalt. Ich brauchte schnell trockene Sachen. Umso schneller musste ich hier raus. Die Dunkelheit und der Gestank nach Schimmel, Verwesung, Scheiße und Pisse war kein wirklich gutes Gemisch an Düften. Irgendwo hörte ich eine Ratte quieken, die mir anschließend den Weg kreuzte.
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      Wir alle fliegen hier unten...
    • Zack

      Gedankenversunken merkte ich erst nicht, das bereits wer anders den Keller betreten hatte. Alles ging so schnell, und plötzlich hatte die Frau, mit der ich mich grade noch unterhielt ein Messer im Kopf stecken. Leicht erschrocken sah ich auf, wo ich nur wieder diese Fremde von eben erblickte. Was mischte sie sich da jetzt ein? Ach ist jetzt auch egal.. Vorsichtig ließ ich den Körper der Frau los und legte sie hin. Noch immer bin ich den Antworten, was hier passiert ist nicht näher dran. Und was hatte dieser Raum im oberen Stockwerk zu bedeuten. Sie gehörte wohl zu diesen Typen, der aussah als hätte man ihn auf die Schlachtbank geschickt.
      Wenn ich weiter darüber nachdenke sah es schon bisschen nach einer Hinrichtung aus. Doch noch erschließt sich mir die Absicht dahinter nicht.
      Langsam stand ich wieder auf, noch kurz auf die Leiche der Frau starrend. Vielleicht hätte man sie noch retten können.
      Ich stieß einen Seufzer aus und zuckte dabei mit meinen Schultern.
      "Also ich bin hier fertig." Dabei fiel mir noch etwas ein. Ich brauchte einen Beweis das ich sie gefunden habe. Ich kniete mich nochmal zu der Leiche runter und durchsuchte ihre Taschen. Bingo! ein altes Portmonee. Viele tragen solche alten Sachen noch bei sich, vermutlich um sich noch an damals zu erinnern.
      Ich packte das Portmonee in meinen Rucksack und stand daraufhin wieder auf.
      "Ja, das hat sie. Irgendwo hier soll der wohl sein." Wobei ich es sehr interessant fand, das sie mir hierher gefolgt ist. Ich wusste das ich meinem Instinkt vertrauen kann aber sie? sie folgte mir einfach blind? das hätte auch unser Tot bedeuten können. Entweder ist sie sehr verzweifelt oder einfach nur naiv. Was auch immer, ich bin froh das mein Instinkt mich nicht in die Irre führte.
      "Lass uns schnell von hier verschwinden. " fügte ich noch hinzu, um somit auch sie nach dieser Sache endlich dann los zu sein.

      Natürlich würde das auch kein Zuckerschlecken werden. Als dieser Stinkstiefel angegriffen wurde nahm ich schnell mein Messer in die Hand und wollte ihr grade zur Hilfe eilen. Doch das war nicht nötig.
      Kurz vor ihr, stach sie dem sabbernden Gammelgesicht ein Messer in den Kopf wo er nur noch leblos zusammenklappte. Beruhigt legte ich mein Messer wieder in den Halter.
      "Meine Güte, so wurdest du bestimmt noch nie von einem Mann angesprungen hm?" scherzte ich wieder und fing an frech zu grinsen. Nun solange sie noch da war musste ich es ausnutzen keine Selbstgespräche führen zu müssen.
      "Scheiße, ich stinke" ich starrte sie für einen Moment schief an, konnte es mir nicht verkneifen kurz an ihr zu riechen. Leicht angekelt ging ich dann wieder einen Schritt zurück.
      "Nun vermutlich denken die Stinker da draußen jetzt das du einer von ihnen bist." kicherte ich bisschen und trat die Leiche zur Seite.
      "Na dann, du kleiner Stinker, lass uns endlich hier abhauen."
      So ging ich diesmal voraus durch den kleinen Tunnel. Der wurde bestimmt von den Leuten selbst gegraben die hier sich es gemütlich gemacht hatten. Vielleicht als Fluchtweg? doch letztlich hat es denen nichts gebracht.
      Der Tunnel war etwas klein und schmal, weshalb ich mich schon etwas ducken musste um nicht oben mit den Kopf anzustoßen.
      So weiter wir dadurch gingen, so lauter wurde das Geräusch vom fließenden Wasser. Es roch jedoch nicht wirklich besser als in der Schule. Was erwartet man auch anderes in einer Kanalisation?
      Es dauerte ungefähr 15 Minuten bis man endlich in der Kanalisation angekommen war. Das Wasser, was dort floss, war leider alles andere als Trinkbar. Allmögliche Fäkalien, Pisse und auch noch Leichen von Menschen und Tieren die komplett angeschwollen waren schwammen dadrin. Auch da hab ich nichts anderes erwartet. Man müsste schon sehr verzweifelt und dumm sein jemals davon zu trinken.
      Jedoch muss hier irgendwo ein Ausgang sein. Ein Gulli der in die Stadt führt wäre nicht schlecht. Interessanterweise begegneten wir hier unten nicht vielen dieser Stinker. Vielleicht hält aber auch der Gestank von dieser Fremden sie ab. Hat sie eigentlich ihren Namen genannt? ich glaube nicht. Habe allerdings ihr auch nicht die ganze zeit zugehört.

      Nach einer Weile sah ich endlich eine Leiter nach oben.
      "Na endlich! Freiheit!" rief ich vor Freude und lief rüber zu der Leiter um hochzuklettern. Der Gulli war zu, und diese Teile zu öffnen war verdammt schwer.
      Oben drückte ich mein ganzes Körpergewicht gegen den Gulli um ihn anzuheben und endlich rauszukommen.
      Rausgeklettert schnappte ich erstmal nach frischer Luft. Stank immer noch, aber 100 mal besser als das zuvor.
      "Anscheinend sind wir direkt in der Innenstadt gelandet." stellte ich schnell fest. Jedoch war es mittlerweile schon dunkel geworden.
      Aber für mich keine Zeit zum ausruhen.
      "Also dann. Es war eine Freude mit dir zu arbeiten kleiner Stinker. Ich muss jetzt weiter nach Osten! vielleicht sieht man sich irgendwann mal wieder." verabschiedete ich mich schon damit, um sie endlich loszuwerden. Ja ich konnte es kaum erwarten wieder auf mich gestellt zu sein. Einen Blick warf ich jedoch nochmal zu ihr nach hinten, bevor ich dann loszog.
      Sie sah immer noch sehr fertig aus. Würde sie es überleben, wenn ich sie alleine lasse?.. Ach das ist dann nicht mehr mein Problem..
      Doch irgendwie konnte mein Gewissen sich damit nicht zufrieden geben sie so stehen zu lassen.
      "Hör mal. Im Osten, nicht weit von hier, gibt es eine kleine Siedlung von Leuten. Wenn du willst kannst du ja.. mit. Da kriegst du sicherlich auch neue Kleidung." Und deutete dabei wieder auf ihren heftigen Gestank an. "Also?"

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    • Chloe Walker

      Es war irgendwie tatsächlich sehr interessant, dass der Typ, der eben zuvor noch drei Zombie Kindern abmurkste, bei einem Menschen, der um Erlösung bettelte, so lange zögerte. Ganz so abgebrüht schien er wahrscheinlich doch nicht zu sein. Ich hingegen hatte schon einiger solcher Momente und immer wieder gab ich den Menschen die Erlösung, um welche sie baten. Warum denn auch nicht? In der heutigen Welt hielt einen kaum noch etwas am Leben. Die meisten Menschen, die noch lebten, klammerten sich an irgendwelche andere Menschen, um ihrem Leben einen Sinn zu geben. Manchmal haben sie auch noch lebende Kinder, die mittlerweile selbst erwachsen waren oder waren sogar frisch schwanger von einem Mann, den sie kennen- und lieben lernten. Das waren alles Dinge, mit denen ich mich noch nie zuvor beschäftigt hatte und auch nie beschäftigen wollte. Ich fragte mich schon so oft, warum eine Frau ein Kind in einer solch kaputten Welt setzen wollte. Aber dies dachte ich mir auch schon vor der Katastrophe. Liebe. Das machte alles nur schwieriger. Egal zu welchem Menschen man eine solche schwierige Beziehung aufbaute. Liebe machte letztendlich alles kaputt, was wichtig war. Was war mir eigentlich wichtig? Früher war es definitiv meine Arbeit gewesen, doch heute konnte ich das nicht mehr definieren. Als diese blöde Type schließlich ein Kommentar über den Zombie von sich gab,der sich gerade über mich gestürzt hatte, musste ich tatsächlich wieder lachen. "Ich muss allerdings zugeben, dass sich die Kerle trotzdem immer auf mich gestürzt haben", kicherte ich. "Kerle hatte ich definitiv mehre als Freunde", fügte ich noch hinzu. Als er dann bestätigte, dass ich stank, musste ich zwar erneut kichern, war aber auch etwas sauer. Also kramte ich mit der rechten Hand in der Gülle herum und griff nach einem Stein, den ich ihm entgegen warf. Der Stein traf ihn am Oberkörper. Er prallte ab, als wäre der Mann aus Stahl. Wieder musste ich lachen. "Das hast du nun davon", kicherte ich, auch wenn es ihm nichts auszumachen schien. Anschließend nannte er mich 'Stinker'. Das ärgerte mich, aber wie er es sagte, schien es mehr ums Necken zu gehen, als um eine Beleidigung. "Sagst gerade du. Du riechst auch nicht wie ein Strauß Rosen", kicherte ich und lief weiter.
      Schließlich streiften ich und der Mann gemeinsam durch die Kanalisation. Ich war immer alleine unterwegs und zog dies auch vor, aber seit heute schien alles so anders zu sein. Teilweise schien ich seine Gesellschaft doch zu genießen. Der Kanal war wirklich eng und teilweise bekam ich ziemliche Beklemmungsängste. Es dauerte eine kleine Weile, bis wir endlich an einem Gulli ankamen, der uns in die Freizeit lassen würde. Der Mann stieg die Leiter hinauf und drückte den Gulli beiseite. Wow! Ich musste zugeben, dass mich seine Stärke ziemlich faszinierte.
      Nachdem er nach oben geklettert war, begab ich mich ebenfalls nach draußen. Von weitem konnte man rüber auf die Zombiehorde zu sehen, die sich noch immer um die Schule tummelten. "HAHA ihr Pisser", rief ich lachend und sah schließlich zu dem Mann rüber, der sich gerade von mir verabschiedete. 'Ich wusste, dass wir getrennte Wege gehen würden, sobald wir aus der Schule kamen, aber irgendwie kam das jetzt doch ziemlich plötzlich. "Ehm... ja, danke", sagte ich leicht verdutzt und wandte mich von ihm ab. Plötzlich war ich wieder allein. Noch nie zuvor fühlte sich die Einsamkeit so schmerzhaft an. Was war mit mir los? Egal, auch damit konnte ich leben. Ich erschreckte, als ich plötzlich seine Stimme wieder hörte. Er bot mir an mit ihm zu kommen in eine Siedlung. Wieso tat er das? Er suchte den Grund, warum ich mitkommen sollte, an meinem Gestank, damit ich neue und trockene Kleidung bekäme. Ich drehte mich erneut zu ihm um und sah ich leicht verdutzt an. "Danke, aber...", fing ich an und sah mich um. "Ich weiß nicht recht", entgegnete ich. Langsam ging ich auf ihn zu. "Ich weiß noch nicht einmal wie du heißt. Ich gehe ungern mit Fremden irgendwohin", sagte ich lächelnd. Was faszinierte mich eigentlich so an ihm? Erst jetzt fiel mir eigentlich auf, dass sein eines Auge fehlte. Komisch. Wieso habe ich das nicht schon von Anfang an bemerkt? In dieser Welt war es aber auch keine Neuheit, dass irgendwelche Gliedmaßen oder Sonstiges fehlten. "Würdest du mir deinen Namen verraten?", fragte ich ihn schließlich und sah ihn an. "Vielleicht komme ich ja dann auch mit", lächelte ich frech. Ich roch mich selbst, dass war ziemlich ekelig. Vor allem war mir auch noch eiskalt. Wenn ich mich in diesem Moment nicht erkälten würde, würde ich tatsächlich zweifeln.
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    • Zack

      "Soso." konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen. "So eine bist du also." grinste ich sie wieder frech an.
      "Auch wenn ich da nicht so mitreden kann da ich noch von keinen Männern so angesprungen wurde." Auch wenn ich nicht ganz glauben konnte was sie behauptet. Es lag nicht an ihrem Aussehen, sondern eher an ihrer Art weshalb es mir schwer fiel sowas zu glauben.
      Ich kann da aber auch nicht viel zu sagen. Ich war da wohl nicht viel anders als sie. Allerdings hatte ich noch sowas was ich als eine Familie bezeichnen konnte.
      "Oh nein.. Das hat mich jetzt wirklich verletzt.." scherzte ich wieder ironischerweise und sah aus als hätte ich schmerzen.
      "Sowas kannst du doch nicht sagen. Ich rieche wie.." überlegte ich jedoch da mir einfach nichts einfallen wollte. Roch dann einfach an mir selbst und zuckte angeekelt direkt wieder zurück. "Ok da hast du vielleicht recht." fügte ich dann hinzu. Darauf geht man lieber nicht weiter ein.

      Endlich draußen in der Freiheit, und fast mit einem Schritt davon musste ich Idiot ja es mir anders überlegen. Warum überhaupt? sonst war mir das auch egal was mit anderen war. Vielleicht war mein Gewissen dann im reinen wenn ich sie an einem sicheren Ort zurücklasse. Vielleicht war es aber auch mal ganz nett nicht nur alleine unterwegs zu sein.
      "Wie ich heiße?" wiederholte ich überrascht ihre Frage. Obwohl ich dabei eher zu mir selber sprach als zu ihr.
      "Tut mir leid dich zu enttäuschen aber ich habe keinen Namen mehr. Den habe ich schon lange abgelegt." erklärte ich ihr. Wie sie darauf reagieren würde war mir nicht klar, aber es war die pure Wahrheit. Ich nutzte meinen Namen schon sein Ewigkeiten nicht mehr.
      Ich finde ein Name gibt einem eine Persönlichkeit oder wie manche auch sagen eine Seele. Aber sowas habe ich nicht.
      Die Person die damals lebte war schon lange tot. Ich bin einfach nur ich. Ohne jeglichen Namen oder Vergangenheit. Das hatte ich einfach nicht verdient.
      "Fremd? Nun wir haben doch jetzt einen Abend zusammen verbracht." scherzte ich wieder rum aber wollte auch bisschen ablenken. Als sie nach meinen Namen fragte wurde mir etwas anders. Ich lächelte jedoch sie weiter an.
      "Ein Name macht mich nicht gleich zu einem Bekannten, es würde also nichts ändern. Ich kann dir hier und jetzt nur anbieten mitzukommen oder eben nicht. Die Siedlung ist ungefähr 4 Stunden Fußmarsch von hier. Ich kenne da paar Leute sie können dir sicher helfen mit Klamotten oder Lebensmitteln."
      Nun musste sie wohl wirklich glauben das ich sie nicht mehr alle habe. Doch so ganz falsch liegen würde man damit nicht.
      Seufzend drehte ich mich wieder um.
      "Kommst du also mit, oder nicht? das ist deine letzte Chance." und blickte dabei noch hinter mir, zu ihr.

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    • Chloe Walker

      Er konnte mir seinen Namen nicht nennen. seine Begründung war gewesen, dass er seinen Namen vor langer Zeit ablegte. Ich zuckte nur mit den Schultern. "Ist mir eigentlich auch relativ egal", sagte ich trocken. "Eigentlich wollte ich nur höflich sein und dich irgenwie ansprechen", fügte ich hinzu. "Dann denk ich mir eben etwas aus. Vielleicht sowas wie Muffel oder Vollpfosten oder eben so etwas. Vielleicht nenne ich dich auch einfach nach einer Nummer... mal schauen. Das entscheide ich spontan. Du wirst jedenfalls schon merken, wenn ich mit dir spreche", lachte ich. "Mich kannst du jedenfalls Chloe nennen", stellte ich mich vor. Ich hatte nämlich so etwas wie benehmen, was der große Volltrottel da gegenüber von mir wohl nicht hat, aber auch egal. Er war sehr merkwürdig und vor allem irgendwie sehr interessant. Aus irgendeinem Grund schien ich wie gefesselt an ihn. Ob das ein gutes Zeichen gewesen war? Vor allem brachte er mich oft zum Lachen. Das war ein Gefühl, was ich schon länger nicht mehr hatte und ich hatte den Eindruck, dass es mir gut tat. "Jaja ich komm schon mit, stress nicht so", grummelte ich ihn an. Er konnte ziemlich befehlend und forsch sein. Naja, zumindest hatte ich noch etwa vier Stunden mit ihm. Ich fragte mich, ob er sich eigentlich noch an seinen Namen erinnerte. Es klang aber irgendwie fast schon unmöglich den eigenen Namen zu vergessen. Mein Name war Chloe Walker und ich war mittlerweile 31 Jahre alt. Ich wusste auch noch, wer meine Eltern waren und konnte mich noch an die meisten Namen meiner Kollegen und Kolleginnen erinnern. "Ich nehme an, du hattest ein total hartes Leben zuvor, mh?", fragte ich schließlich nach. Irgendwie war es komisch so viel zu sprechen. Das hatte ich schon ewig nicht mehr. Meistens sprach ich eher mit mir selbst, wenn ich sprechen musste. Teilweise sprach ich aber auch mit Zombies. Je nach Lust und Laune. "Du willst vergessen wer du bist, aber vermutlich kannst du sowieso nicht vor dir selbst weglaufen, weil die Zeichen der Vergangenheit immer noch an dir haften, was?", floskelte ich hinter her. Es war doch immer das Gleiche und vor allem war jeder der Meinung, dass er oder sie ein wirklich hartes Leben hatte. Das nahmen die Meisten als Grund, um sich so zu verhalten, wie sie sich verhielten. Meistens eben auch wie Arschlöcher. So einfach waren Menschen gestrickt. Wir liefen eine Weile durch den Wald, durch welchen ich gekommen war. "Von hier war ich gekommen. Hier dürften nicht allzu viele Zombies rumlaufen, aber man kann ja nie wissen", erklärte ich und sah mich, während wir wanderten, genau um. "He Witzbold! Ich muss mal Pipi! Würdest du mir bitte den Rücken frei halten?", fragte ich nach und versteckte mich hinter dem nächstgelegenen Baum. Ich zog meine Jeans mitsamt meiner Unterhose nach unten bis zu meinen Knien und beugte mich in die Hocke. Meine ganze Haut war eiskalt und pitschnass. Ich brauchte in jedem Fall etwas trockenes. "Bis wir dort sind, hab ich mir wohl den Tod geholt", rief ich dem wartenden Mann entgegen. Schließlich fing ich an zu pieseln. Das tat verdammt gut, denn ich musste eigentlich schon seit Stunden. Mit einem Blatt, welches auf dem Boden herumlag, wischte ich mich etwas ab und zog mich wieder an. Dann ging ich zu dem komischen Menschen zurück. "Ich danke dir. Wir können weiter", erklärte ich und lief los. "Jetzt erzähl doch mal, was du gesucht hast. War das die Frau?", fragte ich nach. "Bist du so eine Art Witchhunter oder so? Du erhälst bestimmt verschiedene Aufträge", fing ich an und verstellte für die nächsten Worte dramatisch meine Stimmlage. " 'Retten Sie meine Tochter", 'Finden Sie meine verschollene Ehefrau' oder auch 'Töte meinen betrügerischen Ehemann'", sagte ich dabei, "Stimmts? Ach ich glaube, ich habe total ins Schwarze getroffen. So Assassins Creed mäßig. Hast du das damals auch mal gespielt?", fragte ich und fing an zu lachen. "Das waren noch Zeiten", sagte ich gedankenverloren und lief weiter.
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    • Zack

      Ich zuckte auf ihre Aussage auch nur mit den Schultern. "Mensch du kannst ja wirklich kaltherzig sein." sprach ich in einer monotonen Stimmlage. "Nenn mich wie du willst. Das ist mir ja sowas von Egal." sagte ich einfach mitten in ihrem Satz. Das dachte ich zumindest.
      "...Vielleicht nenne ich dich auch einfach nach einer Nummer..." das traf einen Nerv. Ohne es mir anmerken zu lassen, schluckte ich meine kurz angestaute wut, direkt wieder runter. Nein das war jetzt kein guter Zeitpunkt um einfach so auszuticken.
      Vorallem nachdem ich dieser Nervensäge anbot mitzukommen. Auch wenn ich an den Gedanken daran, nach einer Zahl benannt zu werden, am liebsten nur um mich wüten möchte. Selbstbeherrschung war nur selten möglich. In diesem fall ja.
      Ohne viele weitere Worte ging ich dann endlich los. Auch wenn sie die ganze zeit meint, das ihr alles egal sei kam mir das jedoch nicht so vor. Sie fragt recht viel was ein Mensch nicht tun würde egal wie desinteressiert diese wäre. Aus ihr würde ich wohl nicht so schnell schlau werden.
      Allerdings fing sie schon in den ersten Paar Minuten wieder an nachzufragen.
      "Ein total hartes Leben?.." murmelte ich ihr nach. "Ich will vergessen wer ich bin?" fügte ich seufzend hinzu.
      "Bist du jetzt zu einem Psychiater geworden?" fragte ich dann nach, drehte mich mit meinem Kopf zu ihr.
      "Nein, mein Leben war super. Es gibt nichts was ich anders machen oder bereuen würde. Außer vielleicht den einen oder anderen kleinen Stinker die neben mir rumläuft und komische Fragen stellt." merkte ich dann wieder sarkastisch an und grinste sie wieder frech an. Was auch immer sie damit bezwecken wollte, aber so würde sie sicherlich keine ernste Antwort bekommen.
      Die Strecke kam einem jetzt schon viel länger vor als der hinweg alleine. Lag wohl an dieser komischen Quatschtante die schnell zu einer Zicke werden konnte. Ohja, Zicken kannte ich von damals noch mehr als genug. Jedoch ging es meist eher darum das sich die Frauen gegenseitig angezickt hatten und nicht mich. Und wenn dann stritten sie sich auch um mich. Das fand ich schon amüsant damals..
      Wieder in Gedankenschwelgend, wurde ich auch schon wieder rausgerissen. Ernsthaft, JETZT muss sie pinkeln? seufzend lehnte ich mich an einem Baum an, mit dem Rücken zu ihr.
      "Bis wir dort sind, hab ich mir wohl den Tod geholt" beschwerte sie sich auch noch.
      "Nun wenn man in bisschen Scheisse und Leichenresten Baden geht, kommt das wohl davon." sagte ich sarkastisch. Traurigerweise stimmte es ja auch.
      "Wir können ja eine Pause machen und schauen ob wir ein Feuer machen." bot ich ihr an. Unter anderem damit sie sich etwas aufwärmen konnte. Allerdings bestand dann die Gefahr das sie noch mehr schwachsinniges Zeug fragte.

      Die Siedlung war mindestens noch 3 Stunden entfernt. Den Weg kannte ich zum Glück noch, ich war ja gestern noch bei dieser Siedlung.
      Seufzend rollte ich nur wieder mit meinen Augen.
      "Du hast es erfasst. Ich habe diese Frau gesucht." bestätigte ich ihr sofort. "W-Was? Witchhunter? Assassins Creed?" dabei schüttelte ich nur mit dem Kopf. "Nein ich hab keine Videospiele gespielt."
      Und das lag nicht daran das ich sowas nicht wollte, als Kind hatten wir kein Geld. Als Jugendlicher hatte ich dann einfach besseres zu tun.
      "So wie du das sagst, klingt es nur noch halb so cool." lachte ich, doch mit einer spur Enttäuschung.
      "Ich Lebe nun mal von sowas." fügte ich dann kurz darauf hinzu. Es war eine gute Quelle für Vorräte aber auch um Informationen zu bekommen.
      Wieder sah ich zu ihr runter. Sah nur wie erbärmlich sie wirkte. Sie würde wohl nicht sterben bis wir in der Siedlung eingetroffen sind aber könnte einiges davon tragen.
      "Wir haben noch ein paar Stunden vor uns. Überleg es dir also gut ob du dir nicht wirklich bis dahin den Tod holen würdest." scherzte ich wieder, und tat meine Hände in die Hosentaschen.
      "Bald sollten wir die Straße erreichen. Von da aus müssten wir dieser nur noch folgen."

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    • Chloe Walker


      Ich kicherte etwas, als der komische Typ mir mitteilte, dass ich ihn nennen könne, wie ich wolle. "Och, bist du süß", antwortete ich. "Hätte nicht gedacht, dass du alles sein möchtest, was ich will. Sehr erotisch", scherzte ich und schüttelte den Kopf. "Aber ne, danke! Bist eh nicht mein Typ", erklärte ich ihm. Was war eigentlich mein Typ? Das wusste ich selbst nicht wirklich. Allerdings musste ich spontan an Subjekt 32 denken. Schwachsinn! Ich musste wirklich mal aufhören an ihn zu denken. Wenn das so weiter geht, würde ich noch verrückt werden und darauf könnte ich in einer solchen Welt verzichten.
      Der große Mann fragte mich, ob ich Psychiater werden wolle und ich lächelte. Ich zuckte mit den Schultern. "Ich weiß nicht recht. Die Psyche der Menschen war zwar auch ein Teil, der mich früher interessierte, aber ich bin doch dann lieber eine richtige Ärztin geworden", sagte ich. Irgendwie sprach ich ziemlich viel. Das war für mich etwas ungewöhnlich. Normalerweise sprach ich nur das Nötigste und die Menschen, mit denen ich notgedrungen mal unterwegs war, interessierten mich auch nicht. Meisten starben sie sowieso. Aber dieser Typ hier, der mir nicht mal seinen Namen verriet, schien wirklich meine Interesse zu verdienen. Er erklärte mir, dass er nichts aus seinem Leben bereute. Das kann doch nicht stimmen. Jeder Mensch bereute irgendwann einmal irgendetwas und sei es nur die Tatsache den falschen Kaffee bestellt zu haben. "Das freut mich für dich, aber ich glaube dir das nicht. Irgendetwas musst du doch bereuen", sagte ich und dachte über mich nach. Ich bereute in jedem Fall einiges. Mein größter Fehler war diese Katastrophe hier. Der komische Typ würde sicher niemals davon ausgehen, dass ich Schuld an der ganzen Sache hier sein würde. "Ich bereue viel", sagte ich kurz angebunden. Mit zugekniffenen Augen sah ich ihn spitzbübig an. "He! Pass auf, was du sagst", entgegnete ich ihm, als er mir indirekt mitteilte, dass es ein Fehler gewesen sei, dass ich mit gegangen war.
      Als ich dann pinkeln war, pfefferte er mir die nächste Aussage entgegen. "Nun wenn man in bisschen Scheisse und Leichenresten Baden geht, kommt das wohl davon."
      "HAHA, mega witzig", rief ich ihm vom Baum aus zu. Es war aber wirklich erleichternd, die Blase zu leeren. Ansonsten wäre ich wohl nicht nur erfroren, sondern auch geplatzt. Der sonst so sarkastische Unbekannte bot mir schließlich eine Pause an, um sich ans Feuer zu setzen. Als ich vom Baum aus hervor kam, schüttelte ich nur den Kopf. "Nein, danke. Ich hab schon schlimmes mitgemacht", zwang ich mir ein Lächeln auf die Lippen. Natürlich, ich fror ungemein und gerne hätte ich mich an ein Feuer gesetzt, aber ich wollte ihm keine Umstände machen. Ich wollte bitte was nicht? Was kümmerten mich denn sonst andere Personen'? Naja, das war mir jetzt aber auch egal. Viel wichtige war es jetzt in diese Siedlung zu kommen. Über alles weitere konnte ich mir dann immer noch Gedanken machen.
      Schließlich bestätigte er mir meine These und ich lächelte leicht triumphierend, obwohl das Ziel seiner Suche ja dann doch ziemlich offensichtlich war. Als er mir dann sagte, dass er nie Videospiele gespielt hatte, sah ich ihn erschrocken an. "Was, ernsthaft?", fragte ich nach. Der arme Kerl hatte ziemlich viel verpasst. "Du tust mir leid", fügte ich dann noch kopfschüttelnd hinzu. Naja, was sollte ich damals denn sonst machen ohne Freunde? Wenn ich nicht gelernt hatte oder Filme oder Serien zu Nachforschungszwecke angeschaut hatte, hatte ich eben gezockt. Aber auch das tat ich oftmals aus irgendwelchen Forschungsthesen heraus. Es hatte bisher alles etwas mit meinem Job zu tun, was ich tat. Meine Arbeit war mein Leben. Jetzt hatte ich sie nicht mehr. Ich war also nur noch ein Häufchen Elend. Irgendwie ein Niemand. Ohne Titel, ohne Namen. Ich merkte, wie ich wieder melancholisch wurde. Die Traurigkeit übernahm mich, fraß mich regelrecht auf.
      Erst, als der Unbekannte wieder sprach, kam ich zurück in die Realität. Ich sah den schwarzhaarigen an, während er mir sagte, dass wir noch etwa 3 Stunden Fußweg vor uns hatten. "Alles gut", bestätigte ich ernst und lief weiter.
      Als wir an der Straße ankamen, standen dort zwei Autos. Ein silbernes und ein rötliches. Beide Farben waren jedoch schon mehr als ausgeblichen. "Das wär ja was, wenn die noch fahren würden", sagte ich scherzend. Natürlich fuhren sie nicht mehr. Ansonsten wären sie auch nicht hier. Aber vielleicht waren da Vorräte drin. Ich ging auf die Autos zu und checkte erst einmal die nahe Umgebung und dann die Sitze der Autos. Keine Zombies. Da war ja schon mal gut. Ich öffnete die Tür des roten Autos und sah unter den Sitzen nach. Tatsächlich fand ich unter dem Sitz des Fahrers eine halbe Flasche Wasser. "Jackpot!", rief ich kichernd und trank daraus genüsslich. Es war auf jeden Fall aufgefülltes Wasser einer Quelle, das konnte ich schmecken. Aber ich war ziemlich froh etwas brauchbares gefunden zu haben. Ich trank die Flasche nicht vollständig aus und packte den Rest in meinen Rucksack. Anschließend lief ich zum Kofferraum, aber dieser war leer gewesen. Im Kofferraum des silberen Wagens jedoch fand ich eine Reisetasche. Hastig öffnete ich diese und fand tatsächlich ein frisches T-Shirt, eine Lederjacke, eine (hoffentlich) frische Unterhose sowie einen Rock. "Besser als ein 6er im Lotto", sagte ich erleichtert und fing an mich auszuziehen. Ich achtete gar nicht darauf, wo sich gerade der Fremde befand. Viel eher war ich in völliger Freude auf die neuen Klamotten. Das T-Shirt schien etwas zu groß zu sein, aber das machte mir nichts aus. Ich zog mir mein altes nun komplett versifftes Shirt aus, dessen Farbe man auch gar nicht mehr erkennen konnte und zog das Neue darüber. Schade, dass in der Tasche kein BH drin gewesen war, also ließ ich meinen Alten noch an. Anschließend verabschiedete ich mich von meiner Hose uns meinem Schlüpfer und zog die neuen Klamotten an. Meine Schuhe waren zwar auch noch nass, aber das war mir jetzt auch egal. Die Lederjacke gab meinem Outfit tatsächlich auch noch einen kleinen Pfiff. "Oh ist das schön", freute ich mich und schloss den Kofferraum des Wagens. "So, ich bin zufrieden. Wir können weiter", kicherte ich und stolzierte bereits los. Von Weitem sah ich etwa zwei Zombies, die ich jedoch mit meinem Messer leise ausschaltete.
      "Soll ich dir aber mal was verraten, Fremder?", fing ich an, um die Stille zwischen uns wieder zu brechen. "Du bist blöd, aber irgendwie finde ich es trotzdem toll, dich getroffen zu haben. Ich mache mir sonst nichts aus anderen Überlebenden", erklärte ich ihm und bemerkte, dass meine Wangen etwas glühten. Ich räusperte mich. "Aber naja, wir sollten uns nicht zu sehr einander gewöhnen", fügte ich dann doch etwas hastig hinzu und lief etwas schneller.
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    • Zack

      "Autsch, das trifft mich jetzt sehr!" spielte ich dann emotional und schmollte sie an. "Ich hoffe du kannst damit leben das du mir mein Herz gebrochen hast!" sprach ich weiter, was sehr theatralisch wirkte. Eigentlich nicht mein Stil aber ich fand es grade irgendwie witzig. Ach es war wirklich mal eine gesunde Abwechslung mit jemanden zu reden, auch wenn sie echt viel reden konnte so das ich es nicht gewohnt war. Aus dem Augenwinkel heraus bemerkte ich jedoch, wie sie kurz in Gedanken schwelgte. Hat das Thema einen Punkt bei ihr getroffen? oder woran dachte sie wohl? Liebschaften hatte ich zumindest viele, aber wirklich für jemanden Interesse gezeigt? nicht das ich mich daran erinnern könnte.
      "Soso, du warst also Ärztin. Hast du deine Patienten dann gesund gequatscht oder in was für einem Schwerpunkt hast du gearbeitet?" fragte ich diesmal neugierig. Ich konnte mir so eine zierliche kleine Frau nur schwer als Ärztin vorstellen. Aber auch nur weil ich die Frauen ganz anders kennengelernt habe. Wirklich komplett anders..
      Ich lächelte sie danach nur noch an. Jeder würde irgendwas bereuen in seinem Leben. Bereute ich etwas? Nein, alles was ich tat, tat ich mit reinem Gewissen und es war mir egal was andere von mir hielten. Ich lebte mein Leben und war zufrieden damit. War ich zufrieden? wo mir grade der Gedanke so kam weiß ich nicht mal ob ich es wirklich war. Es fühlte sich alles normal an. Das war mein Leben. Doch ob ich glücklich war kann ich echt nicht sagen. Wieder fiel mein Blick zwischen dem Weg und ihr hin und her. Sie schien auch eine Menge zu bedauern, so wie sie aussah. In solch seltenen Situationen wünschte ich mir die Fähigkeit Gedanken lesen zu können. Woran sie wohl dachte? wohl kaum an Regenbogen und Einhörnern. Meine Vorstellungen von Frauen sind wirklich sehr beschränkt.
      Eine Weile lang liefen wir weiter bis wir endlich die Straße erreicht hatten. Von da aus wusste ich, das es nicht mehr weit sein konnte. Ich konnte meine Belohnung schon riechen!
      Ich blickte ihr nach, als sie zu diesen 2 alten Autos lief. Ausgeblichene Farbe, Reifen kaputt oder gar nicht erst da und innerhalb des Wagens sah es auch nicht besser aus. Die Natur hat sich selbst schon hier ihren Weg zurück gefunden. Auf dem Hinweg sind mir die Autos gar nicht aufgefallen. Oder bin ich einfach etwas anders gelaufen? ach auch egal. Einen Blick warf ich zu diesem Stinker die die Kofferräume der Autos durchsuchte. Sie schien wohl was gefunden zu haben. Das bemerkte ich erst als sie sich anfing auszuziehen.
      Ein beeindrucktes Pfeifen konnte ich mir nicht verkneifen bis ich der stinkenden Dame doch ihre Zeit lies.
      Ich öffnete die Vordertüre des silbernen Wagens, was allerdings mehr kraft benötigte als gedacht. Alles war verrostet und brüchig.
      Daraufhin setzte ich mich ins Auto und durchsuchte alles. Manchmal versteckten Leute an den unmöglichsten Stellen ihr Kram. Und.. wer sagts denn! Wieder täuscht sich mein Instinkt nicht. In der Schublade fand ich paar Sachen. Alte Zettel, Wohlmöglich Fahrzeugpapiere, Kassetten uuund.. "Aha! ein Feuerzeug!" grinste ich über beide Ohren und testete sofort ob es noch funktionierte. Was es tat.
      Ohja, es war sogar ein metallenes mit einem interessanten Muster drauf. Dieses Feuerzeug steckte ich mir sofort in meine Seitentasche. Das würde später noch sehr nützlich werden. Da sie noch nicht fertig war, entschied ich mich mir noch diese Musikkassetten anzuschauen. Das waren anscheinend Kassetten von alten Rockbands. "Radiohead..red hot chilli.. Peppers?..oh Nirvana!" das war wirklich gute Musik von den 90ern. Die hörte ich immer im Radio. Das waren noch Zeiten. Wo mein alter Herr noch lebte.
      Paar davon steckte ich mir in meine Tasche. "Na man weiß ja nie.." murmelte ich eher wieder zu mir selbst und grinste weiter. Daraufhin stieg ich dann aus um nachzuschauen ob das Madame endlich mal fertig war.
      Was ein Timing ich jedoch wieder hatte. "Wow, steht dir Stinker!" bestätigte ich ihr frech grinsend, lief ihr daraufhin dann aber nach.
      "Du bist blöd, aber irgendwie finde ich es trotzdem toll, dich getroffen zu haben. Ich mache mir sonst nichts aus anderen Überlebenden"
      Schockiert blieb ich kurz stehen und musterte sie skeptisch. "Hast du dir den Kopf angehauen beim umziehen? da muss ein Fehler vorliegen." verschränkte ich meine Arme. "Ich bin definitiv nicht blöd!" fügte ich wieder bisschen scherzend hinzu und lief danach weiter. Ja das war das einzige daran, was vielleicht stören würde. Eigentlich nicht, aber es war irgendwie lustig.

      Nach einer weiteren Weile laufen und laufen uuund noch mehr laufen kamen wir nach 2 1/2 Stunden endlich an. Nun führte die Straße etwas nach unten, Unten sah man wieder viel Wald, einen kleinen See und eine umzäunte Siedlung. Es schien eine alte Fabrik oder so gewesen zu sein.
      "Wir sind endlich da." freute ich mich und ging in schnelleren Schritten. Es waren noch gut 20 Minuten Weg bis nach da unten, bis man endlich an einen Drahtzaun ankam. Etwas weiter, kamen sie auch schon am Tor an, wo von innen 2 hölzerne Wachtürme rausragten. Darauf standen jeweils zwei Männer mit Waffen.
      "Wer seid ihr Fremde?" fragte einer der Wachen und zielte mit seinen Gewehr auf uns. Ich neigte meinen Kopf nach oben und sah mit strengem Blick zu ihnen.
      "Oh! Du bist es.. Und wer ist sie?" bemerkte die andere Wache überrascht, ließ aber die Waffe noch nicht runter.
      "Sie gehört zu mir." Die Wache sah mit schockiertem Blick zu uns. "Das ich das nochmal erleben darf." lachte die Wache aufeinmal legte die Waffe nieder und kletterte vom Turm um uns das Tor zu öffnen. Es war mit einem Schloss versehen was man nur von innen öffnen konnte mit einem Schlüssel.
      "Immer hereinspaziert." sprach die Wache als sie die Türe öffnete. Ohne viele Worte ging ich rein, wobei sie hinter uns diesen Zaun wieder abgeschlossen haben.
      Tatsächlich herrschte hier ein reges Treiben, viele liefen schon außerhalb der Fabrik rum. Weshalb konnte man nur erahnen.
      An der Türe angekommen die in die alte Fabrik führte, öffnete ich diese und hielt sie dem Stinker auf. Drinnen wirkte die Fabrik schon viel größere. Überall waren eine Menge Regale voller Zeug und Menschen die arbeiteten.
      "Nun, da wären wir. Ich hab noch was zu erledigen, wenn du also noch irgendwas brauchst sag mir einfach bescheid. Ich kenne die Leute hier mittlerweile ganz gut."
      "Tritt mich ein Pferd, du bist ja schon wieder hier!" hörte man plötzlich eine männliche Stimme hinter uns. Sogar eine sehr bekannte Stimme. "Cole.." flüsterte ich leise zu mir und drehte mich zu der Stimme um.
      Dieser näherte sich grinsend, ein gutaussehender Mann, etwa gleichgroß wie Zack, blonde Haare und eine Narbe den Hals entlang.
      "Na hallo. Du bist in Begleitung?" fragte er mich verwundert aber widmete sich danach direkt dem Stinker zu.
      "Wie heißt denn deine schöne Begleitung?" fragte er neugierig.
      Ja Cole, war eher der Frauenheld. Charmeur, wie er sich selbst nennen würde. "Wundert mich ja, das du überhaupt wen in deine Nähe lässt." lacht er daraufhin.

      We are the Legion.. we are free and do whatever we want :)
    • Chloe Walker

      Der Unbekannte Holzkopf konnte sich ein Pfeifen nicht verkneifen. Es war schwer ihn einzuschätzen, aber ich machte mir wenig daraus und ging auch gar nicht darauf ein. Ich hörte wenig später seine Stimme aus dem Fahrzeug. Er redete mit sich selbst, schien aber wirklich zufrieden zu sein. Vermutlich hatte er etwas brauchbares gefunden. Ich hingegen war vollkommen zufrieden mit den trockenen und warmen Klamotten. So konnten wir nun den Rest des Weges weiter gehen, ohne dass ich sterben würde. Hoffentlich gab es eine Gelegenheit zum richtigen waschen in dieser Siedlung. Ich war wirklich gespannt darauf. Heute war ein ganz komischer Tag für mich. Dieser Unbekannte Vollidiot schaffte es irgendwie, dass ich endlich wieder zu irgendetwas Lust bekam. Die Zeit mit ihm war eine gelungene Abwechslung zum dem Scheiß, der sonst so ablief. Alles mit ihm war auch so ungezwungen und amüsant. Zwischenzeitlich hörte ich Musik im Auto laufen. Die Batterie des Autos schien offenbar noch zu laufen. Das war interessant für den Fall, dass wir eine brauchen würden. Als er herauskam war ich fertig mich umzuziehen und wieder hatte er einen Spruch auf den Lippen. Ich lächelte ihn nur an. Es störte mich, dass er mich Stinker nannte, aber das gab ich ihm nicht preis, da ich sonst befürchtete, dass er es dann nicht mehr ablegen würde.
      Schließlich musste ich lachen, als er fragte, ob ich mir den Kopf angestoßen habe. "Offensichtlich", bestätigte ich ihm immer noch lachend und sah kurz über die Schulter zu ihm nach hinten. Er bestritt blöd zu sein, weshalb ich nur mit den Schultern zuckte. "Da musst du mir aber noch das Gegenteil beweisen", sagte ich süffisant und lief weiter.
      Der Weg war noch sehr weit, doch irgendwie verging die Zeit mit dem Unbekannt Blödi ziemlich schnell. Wir kamen nach 2 1/2 Stunden Fußmarsch bei der Siedlung an. Auf zwei Wachtürmen standen zwei bewaffnete Männer, die jedoch sofort das Tor öffneten, als sie den Fremden erkannten. Ob er ihnen seinen Namen verraten hatte? Als sie fragten, wer ich denn sei, sagte der Fremde zu ihnen, dass ich zu ihm gehörte. Ich sah dem Fremden leicht lächelnd an, dessen Blick noch immer auf die Wachmänner gerichtet gewesen war. Gleichwohl würden sich unsere Wege trennen. Ziemlich schade, wie ich fand. Die Wachen schienen aber sehr überrascht darüber, dass der Unbekannte in Begleitung war. Sie lachten sogar darüber. "Ich bin wohl was besonderes für dich, mh?", scherzte ich und boxte dem Unbekannten leicht gegen den Oberarm. Als das Tor endlich offen war, gingen wir hindurch zu einer alten Fabrik. Der Unbekannte hielt mir sogar die Tür auf. "Aha, du magst zwar ein Blödi sein, aber manieren scheinst du zu haben", sagte ich spöttisch und ging in die Fabrik hinein. Hier standen viele Regale mit Vorräten und sonst viel Zeug herum.
      Als ich mich etwas umsah, schien der Unbekannte sich von mir verabschieden zu wollen. "Ist gut", sagte ich nur kurz und knapp. Irgendwie war ich etwas enttäuscht, dass er mich nun alleine lassen wollte. Das war ziemlich dumm von mir. Ich hatte mich irgendwie an ihn gewöhnt. Der Blödi war dann doch wohl eher ich. Ich versuchte den Unbekannten zu ignorieren und sah mich weiter um, bis ich schließlich eine männliche Stimme vernahm. Fragend drehte ich mich um. Der Blödi schien ihn zu kennen. Gegenüber von dem Unbekannten stand ein großer, blonder und relativ gut aussehender Mann. An seinem Hals schmückte eine ziemlich lange Narbe. Er fragte sogleich, wer ich sei und wandte sich mir zu. Ich räusperte mich etwas, weil ich irgendwie verlegen wurde. So viele Männer, die mir in den letzten Stunden begegneten konnte ich irgendwie nicht richtig bewältigen. "Tagchen, ich heiße Chloe", stellte ich mich freundlich lächelnd vor. "Es freut mich, dich kennenzulernen, allerdings ziehe ich es vor, etwas Abstand zu anderen Menschen zu halten", fügte ich hinzu, da dieser Typ mir viel zu nah gekommen war. Ich legte sanft meine Hand auf seinen Oberkörper und schob ihn etwas zurück. Dieser blondhaariger Typ schien sehr von sich überzeugt zu sein. Das mochte ich nicht. "Bist du der Anführer dieser Siedlung?", fragte ich ihn.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Zack

      "Oh Chloe! ein wirklich schöner Name. Wie kann es sein das so eine schöne Frau in Begleitung.. von dir ist, hm?" dabei starrte dieser Idiot in meine Richtung. Ich konnte mir jetzt schon dieses Gelaber nicht mehr antun.
      Als der nervige Großkotz mehr oder weniger eine Abfuhr von ihr bekam musste ich schon bisschen mein Lachen verkneifen. Er war absolut der Weiberheld und wenn er etwas mit Brüsten sah, stürzte er sich sofort auf sie wie eine Wildgewordene Hyäne. Ich bin wirklich froh das ich nicht so oft hier bin, seine Anwesenheit würde mich noch zum kotzen bringen.
      "Scheinst wohl eine neugierige Person zu sein." lachte Cole bei ihrer Frage. "Nein bin ich nicht. Aber man könnte schon meinen, das ich hier bisschen mehr zu sagen habe. Nicht wahr du ach so unheimlicher Assassine?" wobei Cole den letzten Teil extra betonte und daraufhin seinen Arm über meine Schulter warf und mich angrinste. Ich muss mein Verlangen unterdrücken dem eine reinzuhauen..
      "Oh gott wie ich dich hasse."sprach ich leise und eher unverständlich. "Wie bitte?" fragte Cole.
      "Nichts, nichts.." fügte ich schnell hinzu. Gut das er nicht zugehört hat. Obwohl es nix neues für ihn sein sollte. Ich merkte wie Cole seinen Arm wieder wegpackte und sich wieder ihr zuwidmen wollte. Er war stur, das muss man ihn lassen.
      Doch bevor er wieder sie ansprechen konnte verhinderte ich es. "Hey, Weißt du wo dieser Dave ist? ich muss mit ihm reden." hielt ich ihn auf.
      "Ja... er müsste in der Waffenkammer sein.. Waffen inspizieren und so." sagte Cole, nachdem er kurz nachdenken musste.
      "Gut danke." meinte ich schnell. "Lass uns gehen." signalisierte Chloe das sie mitkommen sollte. Ob sie nun mitkam oder nicht war ihr überlassen, aber ich würde meine Belohnung abholen und so schnell wie möglich von hier verschwinden bevor ich diese Hackfresse wiedersehen muss.

      "Puh.." war ich erleichtert als ich mich von ihm entfernen konnte. Er war wirklich die letzte Person die ich hier antreffen wollte. Was ein Glück ich wieder habe.
      Ich lief durch die Gänge, wo wie an Supermarktregalen die Sachen in Kisten gelagert sind. Sogar beschriftet. Sie hatten aufjedenfall hier ihre Ordnung. Wachen gab es auch an jeder Ecke, stehlen war also nicht drin. Schade eigentlich.
      Vor einer Doppeltüre angekommen, stand auch mit weißer Graffiti Farbe daneben 'Waffenkammer'. Na wenigstens konnte ich mir diesen Ort merken.
      Ohne viele Worte betrat ich den Raum, wo auch nur drei Leute drin waren. Dave, der an einem Tisch stand und anscheinend an irgendwas rumhantierte, erkannte ich sofort.
      "Dave?" sprach ich ihn ohne weiteres an, und ging auf ihn zu. Er, der mich ebenso sofort erkannte drehte sich hektisch zu mir um.
      Sein Blick schien erst voller Hoffnung, doch diese versiegte schnell.
      "Du bist schon zurück wie ich sehe.." sprach Dave, blickte sich aber mit hektischen Bewegungen weiter um.
      "U-und? Hast du etwa aufgegeben? oder wieso bist du hier?" Er schien schnell zu bemerken das etwas nicht stimmte.
      "Aufgeben? Nein." fing ich monoton an die Situation zu erklären. "Ich war an diesem Ort den du mir nanntest." doch schnell unterbrach er mich.
      "Ja und!?" war er völlig aufgewühlt. "Was ist passiert??"
      "Lass mich gefälligst ausreden.. Ich war da, doch da war alles komplett verwüstet. Die Leute die dort wohnten waren wohl kranke Irre, die von Banditen Überfallen wurden. Ich hab auch deine kleine gefunden. Jedoch.." dabei wich mein Blick kurz rüber zu meiner Begleitung, dann wieder zu Dave.
      "Ich habe sie in einem erbärmlichen Zustand gefunden. Sie hat es nicht überlebt." sprach ich zu ihm, ohne jegliche Emotionen.
      Dabei holte ich aus meiner Tasche ihr Portmonee und warf es ihm zu. Er schien jedoch völlig fertig zu sein. Dave's Blick war Richtung Boden gerichtet.
      "Nun was meine .." wieder wurde ich plötzlich unterbrochen. "Du willst deine Belohnung huh?" sagte er. Völlig aus der Fassung sprang er auf, ging auf mich zu und packte mir an meinen Kragen. Tränen flossen ohne Ende aus seinen Augen.
      "Du willst deine Belohnung obwohl du deinen Auftrag nicht erfüllt hast!? Du solltest sie lebendig zu mir bringen! doch selbst das hat der große tolle Assassine nicht hingekriegt. Ich merke schon warum alle so schlecht über dich sprachen" Wollte er mich verspotten? . "Du spinnst wohl! du kriegst einen Scheiß von mir!" schrie er mich an. Ohne jegliche Vorwarnung ballte er seine Faust und schlug mir ins Gesicht. Ich fiel etwas zurück und spuckte bisschen Blut aus.
      "Wie bitte?" sprach ich völlig ruhig zu ihm. Ich richtete mich wieder auf und ging auf ihn zu. Dave schien mich erneut schlagen zu wollen doch diesen Schlag fing ich diesmal ab. Schockiert sah er mich an, fast schon ängstlich. Ach so einen Blick hab ich lange nicht mehr gesehen.
      Diesmal packte ich ihn am Kragen.
      "Jetzt hör mir mal zu, du kleiner Pisser. Du hast nur gesagt das ich sie finden soll. Das hab ich getan. Das sie starb, nun das war nicht
      geplant aber unvermeidbar. Ich habe meine Aufgabe erfüllt, also gib mir meine Belohnung, sonst.." schlug ich ihn in den Magen so das er sich vor Schmerzen krümmte.
      Daraufhin packte ich ihn wieder an seiner Kleidung hoch. "Du verdammter Feigling, der Fremde losschickt um seine Freundin zu finden anstatt selber zu suchen, aber dann nicht akzeptieren kann das sie verstorben ist.. Was glaubst du würde sie denken wenn sie dich in diesem Zustand sieht. Von so jemanden brauche ich mich weder belehren noch beschimpfen zu lassen."
      So holte ich wieder mit meinen Schlag aus, doch hielt mich plötzlich jemand auf.
      "Es reicht jetzt." plötzlich stand Cole wieder hinter mir, wütend sah ich zu ihm, einen Moment lang starrten wir uns an. Doch letztlich ließ ich dann Dave los, der nur noch auf den Boden zusammenklappte und wie ein Häufchen Elend.
      "Dave, gib ihm was du ihm schuldest." befahl Cole ihm ohne jegliches Mitgefühl. Er wollte wohl nur dieser Situation ein Ende bereiten.
      "Und du.." dabei sah Cole in meine Richtung.
      "Du nimmst dir was du brauchst und verschwindest wieder. Ich kann keine Unruhestifter hier gebrauchen." gab er in einem befehlenden Ton. "Tsk.." wie mich dieser Blondschopf nervte..
      Dave, der von Cole befehlt bekommen hat, sprach wieder. "Die Sachen sind da in der Schublade." sprach er zögerlich und voller schmerzen. Krümmend verließ er den Raum.
      Ich holte mir das, was mir zustand, was anscheinend in einen Beutel gepackt wurde und tat es in meine Tasche.
      Bevor ich den Raum verlassen konnte packte mich Cole an meiner Schulter.
      "Ich weiß das du besser bist als das. Aber lass dich lieber erstmal nicht mehr Blicken." warnte er mich und verließ vor mir den Raum.
      "Gut ich wollte eh bald wieder gehen." sprach ich noch hinterher. Man, war ich angepisst!

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    • Chloe Walker

      Die Arroganz dieses Typen nervte mich ziemlich. Er erinnerte mich an einem blonden Mann, mit dem ich mal etwas während der Unizeit hatte. Der war auch furchtbar arrogant gewesen, aber immerhin erfüllte dieser seinen männlichen Zweck. Er war damals ziemlich gekränkt, als ich ihn abgeschossen hatte und hat versucht mich mit Arroganz und Ignoranz zu peinigen, aber das half mir nur noch mehr ihn loszuwerden. Ich erinnerte mich noch an eine Situation, als er - Mensch ich weiß nicht mal mehr seinen Namen - vor mir mit einer anderen Frau rumgemacht hatte und tatsächlich dachte, dass es mich stören würde. Die männliche Gattung war schon ziemlich witzig. Jedenfalls bildete sich dieser Typ ein, den Blödi dauernd auf irgendeiner Art und Weise beleidigen zu müssen. "Nunja, meine Begleitung hat vielerlei Vorzüge, die Andere nicht mal ansatzweise haben. Aber einer schöne Frau genießt und schweigt", entgegnete ich dem blonden Mann vor mir frech lächelnd und zwinkerte ihm zu.
      Der Blödi konnte den blonden Nervkopf wohl auch überhaupt nicht leiden. Als dieser dann auch noch den Arm um Blödi warf und ihm damit etwas in die Mangel nahm, verfinsterte sich der Blick von ihm noch mehr, aber irgendwie war es witzig mitanzusehen. Ich merkte, dass Blödi sich ziemlich zurückhielt.
      Schließlich nahm er Blonde den Arm wieder zu sich und wollte sich gerade wieder mir zuwidmen. Doch Blödi hielt ihn auf, indem er nach einem Dave fragte. Schließlich wollte Blödi nun zu der besagten Waffenkammer gehen und signalisierte mir, dass ich mitkommen sollte. Wieso sollte ich jetzt mitkommen? Vorhin wollte er mich einfach stehenlassen. "Klar", entgegnete ich mir nur, winkte dem aufdringlichen Typen zum Abschied zu und lief hinter Blödi her.
      Als wir durch die Reihen liefen, begegneten uns viele Wachen, die uns beide mit Argusaugen ansahen. Nur zu gern würde ich diesen Ort hier plündern. Es gab so viele wertvolle Ressourcen. Genug Essen und Trinken und sogar Medizin konnte ich erblicken. "Hey, wer bist du denn?", fragte ich schließlich eine einzelne Wache und lächelte ihn freundlich an. "Blödi, ich komme gleich nach", sagte ich zu meiner Begleitung und ging auf die Wache zu. "Was willst du?", fragte mich die Wache und ich lächelte ihn weiter freundlich an. "Sei doch nicht so ernst. In dieser Welt ist schon viel zu viel was ernst ist, findest du nicht auch?", fragte ich ihn und legte meine Hand auf seinen Oberarm. "oh wow! Wie muskulös. Das macht mich jetzt aber irgendwie etwas verlegen", sagte ich verlegen. Die Wache räusperte sich etwas und ging einen kleinen Centimeter zurück, die ich ihm dann nachfolgte. "Nun, also du magst Recht haben", sagte der braunhaarige große Mann zu mir. Während ich mit ihm sprach griff ich heimlich hinter mich und steckte zwei Dosen Penicillin ein meine Tasche. Um das Rascheln der Tabletten zu übertönen, flirtete ich weiter mit ihm. Ich legte mit der Hand, mit welcher ich gerade die Medizin stahl und wegpackte auf seinen Oberschenkel nahe seinem Glied. Dann stellte ich mich auf die Zehnspitzen und flüsterte ihm ins Ohr: "Ich bin noch ein bisschen hier. Leider muss ich dem Vollidioten da folgen, aber lass uns nachher doch ein ruhiges Örtchen suchen". Daraufhin nickte die Wache ein paar Mal hastig und ich wandte mich wieder von ihm ab. "Bis später, Süßer", kicherte ich, winkte ihm zu und ging schnellen Schrittes dem Blödi nach.
      Ich ging in die Waffenkammer, in welcher er schon war. "Ich habe sie in einem erbärmlichen Zustand gefunden. Sie hat es nicht überlebt.", sagte der Blödi ohne jeglicher Spur von Empathie. Ich erschrack, denn ich hatte nicht erwartet, dass dieser Save urplötzlich aufsprang und den Blödi am Kragen packte. Sollte ich dazwischen gehen? Dave war eindeutig nicht zufrieden über den Abgang seiner Geliebten. Er beleidigte den Blödi, indem er sagte, dass er nun wüsste, warum alle schlecht über ihn sprachen. Taten sie das? Wer war dieser Blödi überhaupt? Ein Mann ohne Namen, ohne Handlungen, die er bereute und ein Mann ohne Vergangenheit. Ich musste zugeben, dass mich Blödi allmählich immer mehr interessierte. Plötzlich eskalierte die Situation noch mehr und Dave schlug Blödi mit der Faust ins Gesicht. Blödi taumelte zurück und spuckte etwas Blut. Vor Schreck hielt ich mir die Hand vor dem Mund. Blödi hingegen reagierte aber ruhig und ging auf Dave zu, der soeben noch einmal auf ihn einschlagen wollte. Blödi konnte seinen Angriff aber abwehren und nahm nun Dave an den Kragen. Er machte ihm klar, dass er seinen Auftrag erfüllt habe und nun seine Belohnung wollte. Was war die Belohnung? Zur Verdeutlichung seiner Worte schlug er Dave in die Magengrube, packte ihn erneut und machte ihm noch einmal eine Ansage. Kurz bevor Blödi ein weiteres Mal zuschlagen wollte, erschrack ich durch die Stimme des blonden Mannes von vorhin. Er machte dem Ganzen hier endlich ein Ende. Blödi schien einen Augenblick nachzudenken und ließ Dave schließlich los. Der blonde Mann war nun todernst und wusste genau, was jetzt zu tun war. So gefiel er mir definitiv besser. "Danke!", flüsterte ich dem blonden Mann nickend zu. Dave lief krümmend an uns vorbei hinaus aus der Waffenkammer. Blödi hatte ihm doch ganz schon zugesetzt. Er nahm sich seine Belohnung, die in einem Beutel verstaut wurde und packte sie in seinen Rucksack. Der Blondschopf riet Blödi sich erst einmal hier nicht mehr blicken zu lassen und verließ den Raum vor uns. Ich ging langsam und mit Bedacht auf Blödi zu. "Alles in Ordnung?", fragte ich ihn ruhig und ernst. Ich hätte nicht gedacht, dass der humorvolle Blödi hier so wütend werden konnte. "Wollen wir wieder gehen?", fragte ich nach.
      Wir alle fliegen hier unten...