Leben in einem Otome Game!

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Leben in einem Otome Game!

      Vorstellung:
      anime-rpg-city.de/index.php/Th…ostID=1234718#post1234718

      Mitspieler:
      @Miran
      @Ukizilla
      @AnnieMyu
      @Sayo
      @Cailemia

      ___________________________________________________________
      Rafael

      Heute war es soweit. Nervös richtete Rafael abermals seine Krawatte, um sich zu beruhigen. Schließlich hatte er sich jahrelang auf auf diesen Tag vorbereitet.
      Seitdem er denken konnte, besaß er neben seinen eigenen Erinnerungen auch die eines anderen Leben. In seinem letzten Leben war er Maya Jones gewesen. Ein junges Mädchen aus Schottland, mit einem Faible für die sogenannten Otome Games aus Japan. Besonders das Spiel "Muah, Muah, verliebe dich" hatte es ihr angetan. Sie verbrachte Stunden damit als Jane die Herzen all der Charaktere für sich zu gewinnen. Ihr Liebling dabei war von Anfang an der arrogante Prinz gewesen, dessen schmelzendes kaltes Herz sie mehrmals zu Tränen gerührt hatte.
      Oft hatte sie fantasiert tatsächliche in diese Fantasy Welt einzutauchen, selbstverständlich in der Rolle der liebenswürdigen Prinzessin und nicht von...naja dem Mann ihrer Träume.
      "Ist sie das? Die verschollene Prinzessin von Larisapolis ?", riss sein Mitschüler Rafael aus seinen Gedanken.
      "Es ist unhöflich sie anzustarren", erwiderte der junge Prinz nur kühl, aber selbstverständlich hatte er sie schon längst entdeckt. Ihr wallendes goldenes Haar war kaum zu übersehen. Aber das war nicht das einzige, das sie von der Menge abhob. Auch ein kontinuierlichen Flüstern begleitete sie.
      Die Gerüchte der unbekannten Prinzessin waren durch den gesamten Kontinent gegangen, wobei auch Halbwahrheiten und Lügen ihren Weg zu den Ohren der jungen Adligen der Schule gefunden hatten.
      Im Spiel machte Rafael sich dies zu nutzte, um das naive Mädchen in seine Arme zu locken. Aber dabei gab es ein großes Problem, dass in einem Satz zusammengefasst werden konnte. Der jetzige Rafael hatte keinerlei romantisches Interesse an Frauen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Miran ()

    • Ethan Taylor/ Minho Kim


      Es war der Tag. Der Tag der Tage auf welchen er schon immer gewartet hatte. Eigentlich. Denn eigentlich wollte er es nicht. Er wollte nicht wieder auf die Schule. Er war erst damit fertig geworden und sollte jetzt wieder in diese gehen? Natürlich war er schon länger auf dieser. Aber dennoch war es für ihn anders. Es war noch gar nicht so lange her, als er mit seiner Band durch die Welt getourt ist und vor einem riesigen Publikum sag. Er vermisste dieses Leben. Warum konnte er nicht einfach normal sterben? Warum musste er dieses Spiel spielen und versuchen für seinen Bandkollegen weiter zu kommen? Er vermisste sein früheres Leben. Er war nicht die Person die auf einem Bauernhof arbeitete oder ähnliches. Nein, er wollte einfach nur sterben.
      Dennoch saß er hier. Hier in einem Klassenzimmer und war ein teil dieses Videospiels geworden und das ohne es zu wollen. Andere würden vermutlich töten, um das erleben zu dürfen, aber er nicht. Er wollte einfach nur sein altes Leben als Minho zurück.
      Ein seufzen entfuhr seinem Mund er fuhr sich durch seine braunen Haare. Die goldgelben Augen erblickten nun die Protagonisten des Spiels. Jane.

      Das Mädchen, welche er nicht wollte. Aber eigentlich schon. Er wusste noch nicht wie er es anstellen sollte, aber er wollte das was niemand wollte ein Bad End. Es war seine Hoffnung das Leben so zu beenden wie es eigentlich der Fall sein sollte. Ohne Erinnerungen an das was vorher passierte und zwar so das er nicht in einem Spiel hing, welches er nicht mochte und kannte.
      Warum musste das passieren? Er gehörte und wollte nicht ins Spiel.
      Vorsichtig sah er sich nun um. Nun hatte der junge Mann zwei Möglichkeiten. Er konnte einerseits mit Jane reden, welche sich mittlerweile auf einen Platz neben ihn gesetzt hatte, oder mit einem der Klassenkameraden, welche sich hier auch noch befanden. Doch ein weiteres Problem gab es was von ihm sehr bedeutend war. Denn er konnte seinen Neuen Namen so gut wie überhaupt nicht richtig aussprechen. Doch was jetzt. Er saß einfach nur da und hoffte das die Zeit verstrich. Das konnte doch nicht so weiter gehen.
      Er rückte einen Platz weiter zur Seite, da dieser Frei war und er nicht in der nähe dieser Jane sitzen wollte. Als er sah das vor ihm jemand saß, überlegte er ob er die Person ansprechen sollte. Entschied sich jedoch dagen. Warum auch sollte er das jetzt tun? Das wäre viel zu mühsam und es wäre ohne Bedeutung Freundschaften zu schließen. Da er entweder hier das Spiel zerstört oder das Ende bekommt um sein Leben einem waren Ende zu setzen.
    • Corvin Tarihl

      Nervös wippte der junge Mann mit seinem Bein auf und ab. Den Kopf hatte er in seiner Hand abgestützt, er blickte aus dem Fenster um vor zu spielen das er keinerlei Interesse an dem Neuzugang seiner Klasse hatte, wenn es doch im Endeffekt genau das Gegenteil war. Corvin ist der Bad Boy Charakter des Spieles, wobei man ihn eigentlich als Bösewicht hinstellen konnte. Er war gerissen, hinterhältig, zumindest sah das Adrik so, der Mann der in diesem Körper gefangen war. Aus reinem Interesse spielte er die Route von Corvin einmal durch und war erschüttert was am Ende geschah... Das sich ein von außen so charmanter und netter Charakter mal als so schrecklich entpuppen würde, damit hatte er definitiv nicht gerechnet. Und jetzt steckte er im Körper dieses Charakters... Das wissen das sein alleiniges Bestreben macht ist war schrecklich, er fühlte sich wie sein Vater und das war ein schreckliches Gefühl. Wie ein Mann wie er in eine Auftragskiller-Familie hineingeboren werden konnte war ihm wirklich ein Rätsel. Niemals könnte er die Taten die seine Familie auf dem gewissen hatte auch nur planen, aber nunka, am Ende war eben auch dies der Grund warum er ermordet wurde... Das nach dem Tod aber ein lebe in einem Videospiel auf ihn wartete, damit hatte der junge Mann nun wirklich nicht gerechnet.
      Als die neue Schülerin, welche natürlich Jane war, den Raum betrat zwang er sich nicht zu ihr zu sehen, doch leider spiegelte sie sich ein wenig in den Fensterscheiben wieder und da konnte Corvin nicht widerstehen. Er sah zu ihr, sein Herz machte einen Sprung und wie schon beim Spielen gehörte sein Herz sofort ihr. Er hat sich für sie immer nur schöne Routen ausgesucht und dann natürlich do getan als würde sie mir ihm sprechen und nicht mit diesen anderen Männern...Sehr armselig wenn man es so sah, aber dieses Mädchen war eben das einzige was er in seinem Leben wirklich hatte und sie jetzt hier, vor sich zu sehen...das war wie ein wunderschöner Traum. Nur das dies nun seine Realität war. Oh, in jeder anderen Rolle hätte er sie so lange umgarnt bis sie ihm gehört, doch nicht als Corvin. Er kennt sein Ende...und nein, dass wird er nicht zulassen. Sie soll ein schönes Leben haben, glücklich sein und das könnte sie mir ihm nicht. Auf keinen Fall... Seufzend sah er ihr nach als sie sich auf ihren Platz begab und blickte auf seinen Tisch hinunter, fuhr sich durch die Haare. Wäre er doch nur in einer anderen Rolle...in einem anderen Körper...dann könnte er wenigstens in diesem Leben etwas Glück haben, aber nein, dies war ihm wohl nicht vergönnt. War es zu viel verlangt ein wenig Glück ab zu bekommen?! Anscheinend....
    • Michael
      Michael war bereits einige Tage vor Jane an der Akademie angekommen und er war unglaublich froh, dass es tatsächlich dazu gekommen war.
      Klar, er wusste aus seinem früheren Leben – als er nur eine einfache Frau war – dass es früher oder später dazu gekommen wäre, zumindest, wenn alles wie im Spiel gelaufen wäre, das Problem: er war so überhaupt nicht wie der Michael aus dem Spiel. Anfangs etwas griesgrämig, später schüchtern, etwas vorlaut und schnell in Verlegenheit zu bringen, zumindest wenn er mit Jane Zeit verbracht hatte. Wie er zu den anderen Charakteren der Geschichte gestanden hatte, wusste Michael nicht wirklich. Im Spiel hat man ihn nie mit anderen gesehen und wenn, dann wurde er wegen seiner einfachen Abstammung verhöhnt. Er hoffte beim besten Willen, dass es in dieser Version nicht dazu kommen würde, sich mit Arroganz, seine Intelligenz dabei ausspielend, den Adeligen entgegen stellen könnte er nicht, nicht dieser Michael.
      Aber in diesem Moment war das vollkommen egal.
      Er erinnerte sich an den Tag zurück, als er – jeden einzelnen Tag, seit Jane von den drei Rittern abgeholt wurde darum bangend – einen Brief vom König persönlich bekommen hatte, die Chance, sich dem Rektor der Schule vorzustellen, welcher das letzte Wort darin haben würde, ob er die Schule mit seiner kleinen Schwester besuchen dürfen würde oder nicht.
      Zwar wusste er nicht, wie genau es passieren würde, da aus dem Dialog des Spieles nichts davon verraten wurde – oder er konnte sich einfach nicht mehr daran erinnern – aber ihm war klar, dass es noch irgendein anderes Hindernis hat geben müssen, außer seinem Stand.
      Aber die vielen, harten Jahre an seinem Schreibtisch – hatte dieser Michael doch nicht die selbe Intelligenz wie jener aus dem Spiel – hatten sich letztendlich bezahlt gemacht.
      Er wollte gar nicht erst wissen, was passiert wäre, wenn er es einfach darauf hätte ankommen lassen.
      Einerseits wollte er noch etwas mehr Zeit mit seiner kleinen Schwester verbringen, bevor sie letztendlich Königin wurde und die beiden sich wahrscheinlich nie wieder sehen würden – wer wusste schon, was nach dem Ende des Spiels geschah? - andererseits war der Gedanke, all ihre Lieblinge aus dem Spiel in Fleisch und Blut treffen zu können, einfach zu unwiderstehlich.
      Auch wenn Tamaki – die junge Frau, die ihr Leben vor langer Zeit verloren hatte und nun als Michael Williams ein neues Leben führen durfte – sie wohl nur aus der Ferne betrachten können würde. Dennoch hatte sie ein eindeutiges Ziel in diesem kurzen Schulleben vor Augen: für wen auch immer Jane sich entscheiden würde, sie, als Michael, würde sie unterstützen.
      Für Tamaki war Jane die kleine Schwester, die sie nie hatte.
      Es war ihr zwar nicht leichtgefallen ihre und Janes Stiefeltern, die sie trotz der Tatsache, dass sie nicht wirklich ihr William war, als ihre Eltern betrachtete, in der kleinen Bäckerei alleine zu lassen – hoffentlich würde es Vaters Rücken bald besser gehen – aber sie würde nach ihrem Abschluss schon zurückkehren und die Bäckerei übernehmen.
      Vielleicht fand William auch irgendeinen anderen Job, mit dem er seine Eltern würde unterstützen können? Seine Zukunft war noch vollkommen offen, es gab noch so viele Möglichkeiten, so viel mehr, als es ihm Spiel möglich gewesen wäre, aber fürs erste würde er sich auf das hier und jetzt und das Debüt seiner kleinen Schwester konzentrieren, das erste Kapitel der Geschichte.

      Auch für ihn war heute der erste Schultag, nachdem er sich im Wohnheim eingerichtet hatte, seine Materialien bekommen und einen kleinen Einsteigerkurs in Manieren und Etikette über sich ergehen lassen musste, wobei ihm von den ganzen fremden Begriffen noch immer der Kopf schwirrte.
      Ob es dem William aus dem Spiel wohl leichtgefallen war? Wahrscheinlich.
      Bevor Jane das Klassenzimmer betreten hatte, hatte sich William an diesem Tag einen freien Platz gesucht und das Zimmer neugierigen mit den Augen abgesucht, bis sie gefunden hatte, nach was sie gesucht hatte.
      Der Prinz mit dem eiskalten Herz, Rafael, der kränkliche Duke von Handsome, Luke, der Bad Boy Corvin und der ehemalige Prinz und nun Bauernjunge, Ethan, und viele andere Gesichter, die Tamaki aus dem Spiel bekannt vorkamen. Das eine mehr und das andere weniger.
      Es fühlte sich für sie wie ein Traum an von all diesen Charakteren aus ihrem Lieblingsspiel umgeben zu sein, nicht als Grafik und Text, nein, aus Fleisch und Blut.
      Sie war schon unglaublich gespannt, für welche Route sich seine kleine Schwester wohl entscheiden würde.

      „Jaaan~ee!“, rief er fröhlich ihren Namen, froh darüber, dass es ihr gut ging und sie wieder sehen zu können, umarmte William seine kleine Schwester.
      Für ihn war das vollkommen normal, denn selbst, wenn sie die zukünftige Königin war, so war sie doch noch immer seine kleine Schwester, das kleine Mädchen, dem er beigebracht hatte Blumenkränze zu flechten.
    • Luke

      Auch wenn diese Aussage den Meisten sicher seltsam erscheinen würde so vermisste "Luke" bei dieser Akademie am meisten, dass er die Schule nicht schwänzen konnte. Es war sicher nicht vorgesehen für seinen Charakter, so ein Weichei wie dieser war, doch man konnte sein Schicksal scheinbar auch etwas selbst in die Hand nehmen. Jedoch war es in einer Akademie schwer und die coolen Jungs hingen ganz sicher nicht mit ihm ab. Luke seufzte, denn er vermisste sein altes Leben. Er vermisste es stark zu sein und das Sagen zu haben. Es war sowieso ein seltsamer Mindfuck, der sich hier abspielte und besonders war es so seltsam, da er dieses Spiel ja quasi nicht gespielt hatte. Ohne jeden Plan hier zu stecken hatte aber auch in gewisser Weise Vorteile für ihn: Es war wohl nah an einem normalen Leben. Man wusste nicht alles und wusste nicht wie Menschen reagierten. Abermals seufzte Luke und als er noch Nils gewesen war hatte er so etwas nie getan. Sicher eine Eigenart des Duke, die er irgendwie angenommen hatte. Heute sollte der Mist also starten und doch hatte er beschlossen es erstmal auf sich zukommen zu lassen. Er saß ruhig an seinem Tisch und sah nach vorne in ein Buch. Sicher las er nicht wirklich und doch würde es ihm helfen heute vielleicht nicht gleich aufzufallen. Und da kam sie herein. Sie ging in Richtung eines Platzes und setzte sich neben einen Jungen, der nun scheinbar mit Absicht von ihr weghuschte auf einen weiter entfernten Stuhl. Ein seltsames Verhalten und doch zog nun gleich etwas anderes seine Aufmerksamkeit auf ihn. Ein Kerl fiel Jane um den Hals und scheinbar schien es sie nicht zu stören.

      Jane

      Es war nicht leicht. Noch immer war sie sehr nervös wegen jeder Kleinigkeit und zweifelte, ob sie sich richtig verhielt. Sie hatte Angst vor der Etikette und auch, dass die Hochwohlgeborenen sie nicht mochten oder nicht akzeptieren würden. So war es heute natürlich besonders schlimm, denn es war ihr erster Tag an der Akademie. Sie war sehr früh wach gewesen und seitdem sie das Schulgebäude betreten hatte sahen sie alle an. Sie starrten förmlich und Jane wurde noch nervöser und zupfte leicht an ihrem Kleid herum. Das Einzige was sie aufrecht hielt war, dass sie nicht alleine dadurch musste und so betrat sie lächelnd die Klasse und ließ sich auf einem freien Platz nieder. Sogleich rückte der Junge neben ihr weg und sie sah etwas verwirrt in seine Richtung. Es war merkwürdig und schon im nächsten Moment wurde sie umarmt. "Michael..." Sie erwiderte die Umarmung und ihre Stimme klang nun freudig und glücklich. Sie war froh mit ihm einen Verbündeten zu haben, dem sie vertrauen konnte.
    • Rafael

      Rafael war direkt nach der Versammlung zum Klassenzimmer gesprintet. Wenn er Jane außerhalb alleine treffe, würde es garantiert ein Event auslösen. Allein der Gedanke an die zahlreichen Dinge, die der Prinz im Spiel tat um sie um seinen Finger zu winkeln, ließ ihn erschaudern.
      Schnell hatte er auch einen Mitschüler überzeugt, den Platz neben ihn zu besetzen, bevor Jane es tun konnte.
      "Prinz Rafael, ist das nicht der Bruder von der Prinzessin?", fragte ihn sein Nebensitzer ein wenig später flüsternd, "er starrt dich an."
      Tatsächlich sah Rafael, dass der Blick des braunhaarigen Michael für einen Moment zu lang auf ihm ruhte. Verwirrt hob er eine Augenbraue. Eigentlich sollte der große Bruder Charakter erst nachdem sich der Prinz an Jane ranmachte eine offene Feindseligkeit ihm gegenüber zeigen.
      "Seltsam", murmelte er leise. In dem Moment trat Jane ein und zog, wie die Hauptfigur die sie war, direkt Aufmerksamkeit auf sich. Überraschenderweise aber nicht von allen. Ihr Nebensitzer schien sie sogar aktiv zu meiden. Er erinnerte sich nur schwammig an den ersten Tag, aber in seinen Erinnerungen wurde Jane zumindest von den männlichen Charakteren wärmer begrüßt.
      Da sprang ihr auch schon ihr Bruder um den Hals, woraufhin er kaum merklich das Gesicht verzog. Nicht wegen dem offensichtlichen Etikettenverstoß, auch wenn er sie mit den Jahren verinnerlicht hatte. Die Adoptivbruder-Route hatte Maya noch nie gefallen. Zu nah an Inzest für ihren Geschmack, selbst ohne Blutsverwandtschaft.
      "Unglaublich, dass sie einen Bürgerlichen aufgenommen haben", tuschelte es leise im Klassenzimmer.
      "Glaubst du, dass er wirklich so talentiert ist wie die Gerüchte sagen? Meiner Meinung nach, hat der König einfach eine Schwäche für seine wiedergefundene Tochter", fuhr sein Mitschüler fort.
      "Wir werden sehen", Rafael wählte bewusst eine neutrale Antwort. Auch wenn er genau wusste, dass Michael nicht nur begabt sondern ein regelrechtes Genie war. Sich auf seine Seite zu stellen, war das gleiche wie auf Jane Seite zu stehen, was wiederum dazuführen konnte, dass sie seine Route beginnen würde.


      Jane

      Ihr entging das Geflüster um ihr herum nicht, weshalb sie ihren Bruder schnell losließ. Ihre Miene hatte sich etwas verdunkelt. Sie hatte nicht erwartet, dass sie mit offenen Armen empfangen werden würden. Aber das selbst Michael Teil der Gerüchte wurde, machte sie unglücklich. Im nächsten Moment lächelte sie aber wieder. Sie wusste genau wie hart er gearbeitet hatte, um mit ihr hier zu sein. Wegen ein paar unschöner Worte aufzugeben, war nicht ihr Charakter.
      "Bist du schon lange hier?", fragte sie ihn mit einem Lächeln.
    • Ethan Taylor/ Minho Kim

      Mehr oder weniger entspannt saß er auf seinem Stuhl. Er hatte nicht viel gespielt, aber dennoch wusste er ein paar Kleinigkeiten, welche ein Event auslösten. Immerhin wurde er immer mal wieder damit voll gelabert. Hätte er nur besser zugehört, dann wüsste er jetzt viel mehr. Doch ein Event war ihm nicht entgangen. Jedoch hatte er nicht von Anfang an daran gedacht. Sonnst hätte er einiges ändern können. Das Event, welches sein Kollege nie verpasste. Da es der erste Versuch war, wo sein Charakter, Jane anbaggerte. Er meinte, es wäre wohl eines der Lieblings Events von vielen die dieses Game kennen und spielen. Er selbst hatte es noch nie gesehen oder ähnliches. Aber dennoch wusste er wie es ausgelöst wird. Auch allein aus diesem Grund war er schon einen Sitzplatz zur Seite gerutscht. Dennoch könnte es noch immer schief gehen. Wenn nur jemand neben ihm sitzen würde und nicht er in der nähe wäre. Das würde das Event schon zerstören.
      Minho biss sich auf die Lippe, da er echt nicht wusste wie er dies umgehen könnte. Denn das könnte seinen Plan, ein Bad End zu bekommen schon zerstören.
      Als er hörte wie sie die Frage stellte, versuchte er seine Blick auf den Tisch gerichtet zu lassen, doch es half nichts. Denn er hörte wie Jane von ihrem Tisch, ihr Schreibzeug auf den Boden warf. Da war das Event.
      Ethan war noch immer nah genug um es zu bemerken und stand sofort von seinem Platz auf. Er ging zu ihr hin und half ihr alles zusammen zu sammeln. In dem Moment als er die Sachen aufhob, berührte er die Hand von Jane und lächelte.
      "Du scheinst neu zu sein. Freut mich wirklich sehr dich kennen zu lernen. Hier bitte, deine Sachen. Mein Name ist Ethan Taylor, ich bin sehr erfreut darüber, das eine so Wunderschöne Frau auch auf diese Schule geht. Du musst immer gut auf dich aufpassen, meine Gute. Aber ich helfe dir immer gerne," meinte er mit einem breiten lächeln auf seinen Lippen und fuhr sich dann leicht durch seine braunen Haare.
      Anschießend setzte er sich wieder auf seinen Platz und war wieder er selbst. Er könnte sich gerade übergeben. was war das denn für eine schmierige Anmache. Dennoch war ihm nicht entgangen, das Jane dadurch auf ihn aufmerksam geworden war. Es war ein Event und dadurch hatte er vermutlich auch noch Pluspunkte bei ihr gesammelt. Das war alles andere als Gut. Nein das war wirklich mies.
      Doch nun hoffte Minho das er das Bad End, welches er vorhatte zu bekommen noch funktionierte. Wenn nicht gab es noch immer eine Möglichkeit. Welche ihm auch oft erzählt wurde. Denn es gab eine Stelle im Spiel, wo man es breaken kann. Das wäre dann seine Chance. Diese eine Stelle, könnte er nutzen um das Spiel zu zerstören und somit sein Ende zu bekommen. Denn kein Spiel, kein Charakter, keine Beziehung und ganz wichtig kein Leben.
      Auch erinnerte er sich daran, das dieses Event angeblich bei den Mitstreitern nicht gut ankommen soll. Das konnte noch wirklich sehr nervig für Minho werden. Dessen war sich dieser bewusst. Vor allem aber, sollte angeblich der Prinz auf ihn aufmerksam werden. Aber nur laut seinen wagen Erinnerungen. Ob das überhaupt der Fall war wusste er nicht genau. Doch sollte es so sein, dann könnte er eines der Events, welches er noch kannte. Negativ ausnutzen. Es gab nämlich noch eines mit dem Prinzen. Welches ihn wieder näher an das Bad End bringen könnte. Doch wie er das auslöste wusste er nicht und genau da war sein Problem. Er musste dieses Event auslösen, sonst würde das nicht gut ausgehen und er musste jetzt um einiges Vorsichtiger sein.
    • Corvin Tarihl

      Aals Michael den Namen des Mädchens so trellerte versuchte Corvin dies einfach zu ignorieren. Er war etwas neidisch...eigentlich auf jeden der hier mit im Raum saß, denn sie alle könnten ihr Nahe kommen, nur er nicht. Wenn das passiert dann könnte sich das Adrik niemals verzeihen...Corvin hingegen hatte ja genau das als Ziel..deswegen würde Adrik alles tun um die Events zu vermeiden oder sie zu vermasseln.
      Das Getuschel der anderen Bekam er natürlich mit, es war ja auch verständlich, schließlich war es nicht normal das sie einen Bürgerlichen an diese Schule holten. Er selbst war ja auch nur wegen seines verstorbenen Vaters hier... Michael war wirklich begabt gewesen, Corvin würde sich um an Jane ran zu kommen auch mit ihm gut stellen, aber nicht Adrik. Entweder würde er ihn ignorieren oder einfach fies zu ihm sein, auch wenn das so gar nicht seine Art war, aber er musste. Er musste einfach ein richtiger Arsch sein, damit Jane in Sicherheit war.
      Er blätterte etwas in seinem Buch und blieb ehr verhalten, als er auf einmal Bücher fallen hörte und seine Augen sich weiteten. Er wusste sofort was los war...Ethans Event... Sein Blick ging etwas zur Seite und natürlich passierte genau das an was er sich erinnerte und genau wie im Spiel wurde Corvin in dem Moment ziemlich wütend. Jedes mal wenn ein anderes Love-Target ihr näher kam sammelten sie bei Corvin Minus-Punkte. Corvin hasste es eben wenn andere ihm bei seinen Plänen in die quere kamen, doch Adrik war das nur recht. Sollten sie alle die ganzen Events bekommen...Hauptsache er würde keines bekommen. Sein erstes würde es beim Mittag geben, wenn Corvin alleine an einem Tisch sitzt...Jane, so lieblich wie sie ist, wird sich dann neben Corvin setzen um ihm Gesellschaft zu leisten. Ein wunderbares Event...das Adrik um jeden Preis verhindern wird. Er wird sich einfach zu irgendwem anders setzen damit dies nicht passiert.
      Für jetzt blieb er weiterhin ruhig und unauffällig...
    • Michael
      „Hmmm... lange? Eine Woche müsste es gewesen sein...“, meinte er nachdenklich, die Tage waren so schnell vergangen, mit all den Dingen, die ihm aufgehalst wurden, dass er kaum die Möglichkeit hatte sie zu zählen.
      Doch damit schien das Gespräch fürs erste beendet zu sein, als Jane tollpatschig ihre Schreibmaterialien auf den Boden fallen ließ, als sie für einen Moment nicht aufgepasst hatte.
      Ich lächelte ein brüderliches Lächeln, war das doch typisch Jane und wollte mich gerade bücken um beim aufsammeln zu helfen, als bereits eine andere Person zur Stelle war und ihr beim aufheben half.
      Da erinnerte sich Tamaki an eines der Startevents des Spiels. Für einen Moment hatte sie doch tatsächlich vergessen, dass es sich hier um ein Spiel handelte und nur mit seiner kleinen Schwester geredet, wie er es sonst auch immer tat.
      Michael hielt sich im Hintergrund, beobachtete das Event, auch wenn es sich etwas komisch anfühlte, es aus der direkten Nähe zu beobachten und nicht das Tamaki nur zu bekannte CG zu sehen.
      Mit großen Augen, leicht geröteten Wangen – sie war nun einmal durch und durch Protagonistin – blickte sie Ethan noch hinterher, ihr Schreibmaterial in den Händen.
      Er war die erste Person, die in der Akademie nett zu ihr gewesen war... da war es wohl kein Wunder, dass sie irgendwann gefallen an ihm finden würde.
      „Erde an Jane? Alles okay?“, fragte Michael sie lächelnd und wedelte mit der Hand vor ihrem Gesicht, um sie wieder ins Diesseits zurück zu bringen.
      In diesem Moment machte er sich das erste Mal Gedanken, mit wem würde er sie eigentlich gerne zusammen kommen, das Happy End erreichen, sehen?
      Doch im Moment hatte er darauf keine Antwort.
    • Luke

      Noch immer saß er in der Ecke und da er nicht wirklich etwas von diesem Spiel gespielt hatte entgingen ihm natürlich die Unterschiede. Auch wusste er nicht, ob er überhaupt seine Route auslösen konnte, wenn es niemanden gab, der sie direkt auswählte und dennoch hatte er keine Lust nun schon irgendwas auszulösen. Erstmal seine Möglichkeiten checken, so sein Plan, und leise lachte er für sich selbst. In dem Moment hörte er es aber auch rumsen und sie hatte es wirklich auch noch geschafft ihre Sachen runterzuwerfen. Er bewegte sich nicht. Selbst sein normales Selbst hätte nie jemanden geholfen, der seine Sachen runterwirft und auch hier tat er es nicht. Sogleich sprang auch jemand anderes auf und unweigerlich konnte Luke sich nicht zurückhalten. "Schleimer.", entwich es ihm ehe er denken konnte und er machte dabei eine Bewegung als würde er sich in den Kopf schießen. Er wollte doch nur einfach hier raus. Nicht mal unbedingt nach Hause. Er wusste, dass er tot war und auch wenn es schwer war, so hatte er sich damit abgefunden. Aber in dieser Rosa-Plüsch-Welt zu sein war für ihn schlimmer als der tot. Er hörte Gemurmel und als er sich umdrehte sah er einen der Charaktere, die er vom Cover kannte, neben seinem Aussehen. "Du bist doch Raphael oder?", meinte er recht flapsig und lehnte sich nun zu den beiden Jungs rüber.
      Don‘t ignore that inner voice.
    • Rafael

      Auch wenn Rafael es nicht wollte, fiel sein Blick auf Ethan und Jane. Das ausgelöste Event beeinflusste nämlich nicht nur die beiden. Der Prinz spürte wie seine Miene sich verdunkelte und seine Hand sich zur Faust ballte, während sein Mitschüler sich wieder auf seinen Platz setzte. Die beiden Charaktere bildeten einen Kontrast zueinander. Beide die zweiten Prinzen eines Königreiches im Schatten ihres älteren Bruders, doch einer ließ sich davon nicht von seiner gutmütigen Natur abbringen während der andere eine Mauer um sein Herz baute. Darüberhinaus hatten sie die gleiche Prinzessin im Auge, wenn auch aus verschiedenen Gründen. Der entstehende Neid und die Anspannung zwischen ihnen war vorprogrammiert.
      In dem Moment sprach ihn jemand in einem ungewohnt saloppen Ton an. Er erkannte den zukünftigen Duke von Handsome auf den ersten Blick.
      "Hast du keine Manieren?", mahnte Rafaels Nebensitzer leicht entsetzt, aber der Prinz hielt ihn mit einer erhobenen Hand zurück.
      "Hier sind wir alle nur Schüler", erklärte er.
      Ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen, denn er erkannte den zukünftigen Duke von Handsome auf den ersten Blick. Sein Name allein hatte ihn schon als Maya immer amüsiert.
      "Der bin ich, und du bist Luke, der zukünftige Duke von Handsome", erwiderte er, wobei er den Reim unabsichtlich betonte, "wobei ich ein etwas anderes Bild von dir hatte."
      Mit leicht erhobener Augenbraue betrachtete er Luke, der eigentlich sowohl in Aussehen und Charakter zierlicher sein sollte.
      "Man kann Gerüchten wohl wirklich keinen Glauben schenken."
      _______________________________________________
      Jane
      Etwas beschämt begann Jane schnell ihre Sachen aufzuheben, so konnte würde sie keinen guten Eindruck bei ihren Klassenkameraden hinterlassen. Dabei hatte sie sich darauf gefreut neue Freunde zu finden. In dem Moment legte eine sich eine Hand über ihre.
      Verwundert blickte sie auf und sah in das Gesicht eines gutaussehenden jungen Mannes, der ihr ein freundliches Lächeln schenkte. Nicht nur reichte er ihr ihre verstreuten Materialen, sondern stellte sich auch noch mit einem Kompliment vor. Sie brachte nur ein leises Dankeschön heraus, bevor er sich wieder auf seinen Platz setzte.
      Es war das erste Mal, dass jemand neben ihrem Bruder wirklich aufrichtig nett zu ihr war. Alle hier hatten Manieren und waren alle höflich gewesen, aber Ethan war anders. Er gab ihr Hoffnung, dass sie hier zurecht kommen würde.
      Erst als Michael sie ansprach, konnte sie den Blick von dem Jungen abwenden.
      "Ah, ja alles okay", meinte sie etwas zu schnell und versteckte ihre geröteten Wangen hinter ihren Sachen. In dem Moment trat ein Lehrer ein und die Schüler ließen sich auf ihre Plätze nieder. Da erst erkannte sie, dass Ethan ihr Nebensitzer war. Etwas verwirrt erinnerte sie sich daran, wie er im ersten Moment von ihr weg gerückt war.
      Wahrscheinlich wollte er mir einfach nur etwas mehr Platz geben. Ich sollte mich zumindest vorstellen, oder nicht?
      "Mein Name ist Jane...ah nein, Charlene Janine Phantasia, aber Jane reicht vollkommen", stellte sie sich schüchtern vor, "nochmal vielen Dank, Ethan."
    • Michael
      Er schenkte seiner Schwester ein weiteres, wissendes Lächeln, welches eher von Tamaki kam, ehe ein Lehrer den Raum betrat und Michael sich wieder an seinen Platz im Klassenzimmer begab, sich daran erinnernd, das der wahre Kampf erst jetzt beginnen würde.
      Die Geschichte, in die sie hinein geboren wurde, war vorgeschrieben, Tamaki kannte sie, was also würde passieren, wenn Michael von dieser abkam? Wenn sich herausstellte, dass er kein so großes Genie war, wie die Gerüchte es vermuten ließen, sondern alles seinem bloßen Fleiß zu verdanken war? Man würde unangenehme Fragen stellen. Wieso ein Bäckersjunge sich überhaupt mit Büchern abgegeben hatte, wenn er doch gewusst hatte, als gewöhnlicher niemals eine Schule besuchen zu können... schnell würden die Gerüchte in eine gefährliche Richtung laufen, also gehörte es zu Michaels Prioritäten, es nicht so weit kommen zu lassen und dem Unterricht so viel Aufmerksamkeit zu schenken, wie ihm möglich war.
    • Luke

      Dem Weißhaarigen gefiel es gar nicht sich zurückzuhalten und nicht nach seinem Mund reden zu können. Nun hatte er sich schon zurückgehalten und versucht nicht ganz zu frei von der Leber zu reden und doch schien es dem einen Kerl nicht zu gefallen. Luke kannte ihn nun und erkannte auch nicht sein Gesicht, doch das Gesicht von dem anderen Jungen kam ihm bekannt vor vom Cover des Games. Er musterte ihn mit einigem Blinzeln. Wenn er doch nur eine Ahnung hätte, ob zumindest der Kerl an sich ihm freundlich gesonnen war oder ob sie Feinde seien. Doch so wie er sprach schien er zumindest nicht ganz unfreundlich und Luke grinste, auch wenn er den Namen von seinem neuen Ich albern fand. "Schuldig, aber Luke reicht vollkommen." Einen Moment hielt er inne und überlegte. Der Charakter "Duke von Handsome" war eigentlich mal ein schmächtiger Kerl gewesen. Doch scheinbar durch die Stärke von Nils hatte er die Krankheit überwunden und war nun ein normaler, kräftiger Kerl, wenn auch nicht ganz so stark wie er damals. "Tja... ich war lange krank und zu der Zeit eben nicht grade stark und so... aber ich hab dann einen Schub gemacht und mich erholt. Stört es dich etwa?" Die Frage am Ende klang schon etwas angepisst und skeptisch. Es irritierte ihn, dass er so etwas gefragt wurde.
      Don‘t ignore that inner voice.
    • Rafael

      Der in-Game Rafael hätte Luke wahrscheinlich schon längst auf seinen Platz verwiesen. Selbst im Schatten seines Bruders, sah er sich selbst als die bedeutendste Person nachdem sie alles und jeder richten sollte. Über diese Arroganz musste man in seiner Route erstmal hinweg kommen.
      Doch dieser Rafael ließ sich von Lukes aggressiven Ton nicht beirren. Im Gegenteil, er freute sich. Lukes Wandel war ein Zeichen dafür, dass Jane sich auf seiner Route befand. Zumindest meinte er es so aus Mayas Erinnerungen verstanden zu haben.
      "Warum sollte es mich stören? Selbstverständlich freue ich mich, wenn meine Mitschüler bei guter Gesundheit sind", erwiderte er in einem betont freundlichen Ton.
      Da kam auch schon ihr Lehrer in den Raum und ihr Gespräch wurde abrupt abgebrochen.
      "Es würde mich freuen, wenn wir nachher weiter reden würden, Luke", schlug Rafael vor. Er war neugierig geworden. Nur seine eigene und Ethans Route würden ihn direkt beeinflussen. Je nachdem wie weit Jane schon in die Richtung der Route des Dukes gegangen, müsste er sich keine Sorgen mehr über seine Zukunft machen.
    • Michael
      Mit dem Beginn des Unterrichts wurde das Geflüster um ihn herum abrupt beendet. Seinen adeligen Mitschülern schien es alles andere als zu gefallen, das Klassenzimmer mit zwei gewöhnlichen zu Teilen, und das ließen sie die beiden auch wissen. Hinter vorgehaltener Hand, gerade laut genug ausgesprochen, dass es die Betroffenen hören konnten, während es als privates Gespräch getarnt wurde. Schon währendes des Spiels musste sich Jane viele solcher Beleidigungen hinter vorgehaltener Hand anhören, hin und wieder hatte es auch einen Dialog über Michael gegeben, um seine Stellung in der Akademie dem Spieler deutlicher zu machen, doch während es die beiden Charaktere im Spiel als Außenseiter brandmarkte, ihnen mehr Tiefe verlieh, erschien es ihr jetzt, wo sie selbe das Leben Michaels angenommen hatte, einfach nur als lächerlich, doch der Gedanke, dass jenen kein gutes Ende bevorstand, ließ ihn keine Genugtuung spüren, im Gegenteil.
      Wie hatten sie jemals glauben können ungestraft davon zu kommen, hinter dem Rücken der nächsten Königin schlecht über diese zu reden? Eigentlich hätte sich der junge Mann auf den Unterricht konzentrieren müssen, doch stattdessen schloss er die Augen, erinnerte sich an eine Szene aus dem Spiel, wo der Male-Lead die bösen Zungen auf ihre Verleugnungen ansprach und sie zur Rede stellten, was zu einem herzzerreißenden Dialog zwischen ihm und Jane führte.
      Es war ein wichtiger Aspekt in der Beziehung der beiden, zeigte es dem Spieler doch deutlich, dass sich der Male-Lead gegen den allgemeinen Strom stellte, sich auf Janes Seite stellte, was sie in dieser Umgebung mehr brauchte, als alles andere. Einen Freund, in dieser ihr feindlich gesinnten Umgebung. Michael öffnete wieder seine Augen und überlegte kurz, ob es einen Partner gab, für den es keine solche Szene in ähnlicher Form gab.
      Nun, Michael hatte sich gegen seine eigenen Gerüchte gewehrt, als er erkannte, wie sehr es sich Jane zu Herzen nehmen schien, dass er wegen ihr solches Gerede über sich ergehen lassen musste, wobei es eigentlich jedem klar sein sollte, dass sie keine Schuld daran trug. So ein liebes Mädchen war sie einfach, lächelte er bei diesem Gedanken.

      Der Unterricht war beendet, Michael machte sich Sorgen, ob seine Notizen reichen würden, zumindest den Schein des echten Michaels zu wahren, ob er sich überhaupt noch so sehr anstrengen musste, um seinem Ich im Spiel gerecht zu werden? Er hatte es auf die Akademie geschafft, würde man ihn überhaupt herausschmeißen, wenn er nicht das Genie war, für das ihn alle hielten? Er hatte immerhin nie darum gebeten eines zu sein.
      Wie auch immer, zuerst hieß es Mittagessen. Er packte seine Sachen zusammen und wollte gerade aufstehen und seine Stiefschwester fragen, ob sie nicht mit ihm etwas essen wollen würde, als er bemerkte, dass sie von einer Schar männlicher Mitschüler umgeben war, welche sich nach diesem und jedem erkundigten, freundlich wirkten und das Mädchen nur besser kennen zu lernen wollen schienen... Jane hielt sich tapfer, doch mit der überschüssigen Aufmerksamkeit konnte sie nicht besonders gut umgehen.
      Er wollte gerade zu ihr schlendern und sie aus dieser Situation retten, als ihm eine bessere Idee kam. Er ließ seinen Blick durch das Klassenzimmer gleiten und seine Mundwinkel formten sich zu einem Lächeln, neugierig darauf, welcher der Auserwählten sie in diesem Playthrough aus dieser Situation retten würde.
    • Neu

      Luke

      Die ganze Situation war wirklich skurril und es wurde immer seltsamer als Rafael sich weder eingeschüchtert fühlte noch zu einem Kontra ansetzte. Lukes Augenbraue wanderte hoch und er begutachtete ihn. Jane interessierte ihn nicht wirklich und auch schien sie vollkommen anderweitig beschäftigt. So wurde Lukes Lächeln breiter und er lachte leicht. "Sicher, wir unterhalten uns sonst gerne in der Mittagspause oder so. Immerhin werden wir uns wohl häufiger sehen in der nächsten Zeit und auf den Trubel hab ich keine Lust.", meinte er mit einem Kopfnicken in Richtung von Jane. Doch nun hieß es wirklich sich um den ganz schlechten Teil seines Lebens zu kümmern. Er musste zur Schule und sich auf den Unterricht konzentrieren oder in seinem Fall zumindest eher so tun. Statt wirklich aufzupassen ließ er sich berieseln und musste sichtlich damit kämpfen nicht einzuschlafen. Wo sollte ihn dieses Leben nur einfach hinführen und vor allem wie würd er es schaffen diesem ganzen Chaos zu entfliehen? Sicher kannte er das Spiel nicht, aber er wusste genug um zu wissen, dass sie sich durch Intrigen und Streit auszeichneten. Er hatte weder Bock König zu werden, noch irgendwann erstochen in der Ecke zu liegen.
      Das Klingeln war es, dass ihn nun aus seiner Trance holte und er schreckte fast schon hoch als er sich nun zu Rafael drehte. "Wollen wir sonst zusammen zum Mittag gehen?" Dann könnten sie sich unterhalten und er würde dem Kerl auf den Zahn fühlen und so vielleicht mehr darüber erfahren wie die Anderen so drauf waren und er seinem Schicksal entgehen konnte.
      Don‘t ignore that inner voice.