365 Days [Sanjadi & Lu-Chan]

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    • 365 Days [Sanjadi & Lu-Chan]

      365 Days [Sanjadi & Lu-Chan]

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      Rose

      Dass Outfit saß eng an ihrem Körper, aber es war genau das, was die Männer haben wollten. Sie waren alle bereit ihren Körper zu sehen, mit ihren Augen die Kurven entlang zu fahren und darauf zu warten noch mehr gezeigt zu bekommen. Wie tief man sinken musste, um in diesem Schuppen zu landen? Sehr tief.. Aber dessen war sich vermutlich nicht nur Rose bewusst, sondern auch die Männer, die hier her kamen ,weil sie etwas zu sehen bekamen. Es unterschied die Blondine kaum etwas, von den anderen Mädels.. Sie zog sich für Geld aus, legte ihre Klamotten ab und stand letztendlich am Ende jeder Show mit einem knappen Höschen, welches mehr preis gab, als wirklich verdeckte, und den HighHeels wartend vor den Männern, ob sie noch eine Show wollten.. Das einzige Unterschied zwischen ihr und dem Rest der Mannschaft waren eigentlich nur ihre nicht gemachten Brüste, dazu kam es zum Glück noch nicht, denn Rose war glücklich mit ihrem strammen B-Körbchen.. Vielleicht gehörten die fehlenden Drogen noch zu dem Unterschied, denn die anderen gaben ihr Geld gerne genau dafür aus, während die Blondine sich davon scheute nach so etwas zu greifen. Drogen haben ihre Mutter zerstört, Drogen haben bisher ihr ganzes Leben zerstört und Drogen waren unter anderem der Grund, warum sie jetzt da raus musste..
      Sie hatten sie gebucht, hatten sich für eine private Show entschieden und die würde Rose ihnen bieten. Mit ihren hohen Schuhen und dem knappen Röckchen verließ sie als ein Schulmädchen den hinteren Bereich, um auf den Tisch zu laufen, auf welchem ihre Show stattfinden sollte. Die Stange war schon bereit, viel konnte die Blondine darauf nicht, sie war keine Pole Tänzerin, aber die einfachsten Griffe und Figuren hatte sie gelernt, um den Männern ein wenig mehr zu bieten. als das einfache Ausziehen. Den seidenen Bademantel hielt sie in der Hand, visierte die Männer auch schon an und lächelte ihnen mit ihren roten Lippen sanft zu. Sie war bereit ihr Schamgefühl abzulegen, sobald der Bademantel über dem Geländer der kleinen Treppe, welche zum Tisch nach oben führte, abgelegt wurde, langsam betrat sie mit den hohen Schuhen die ersten Stufen, um nach der Stange zu greifen und ihre Kunden zu mustern. "Ich habe gehört, ihr steht auf böse Mädchen?", das Lächeln auf den roten Lippen wurde noch breiter, ein wenig frecher, während sich ihr Körper grazil im die Stange drehte. Sie ließ sich bewundern, für einen Moment mustern, während sie innerlich ihre Zurückhaltung ablegte, um sich noch ein Mal daran zu erinnern, warum und vor allem für wen sie das alles hier tat. Es gab keine andere Möglichkeit, Rose hatte nichts lernen können, ihr Studium absichtlich für ihre Mutter abgebrochen, um das hier machen zu können, um den Geschäftsmännern ihren Körper zu zeigen.
      Die Musik fing an, Rose fing ihre Performance an, während langsam zunächst ihr Oberteil, dann auch der Rock zu Boden fiel.. Mit dem BH, der noch ihre Brüste verdeckte wartete sie einen kleinen Moment, sie wollte die Männer auf die Folter spannen, um ihnen vielleicht noch ein klein wenig mehr Geld rauszulocken, als das, was sie bereit waren ihr zuzustecken..

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    • Sylas
      Er würde es wohl nie verstehen, dieses Verlangen sich an Frauen zu ergötzen, die sich vor Publikum langsam ihrer Kleidung entledigten und dabei auch ihre Würde aufgaben. Er war weniger aus Vergnügen in diesem Etablissement, als mehr um ein paar Geschäfte mit Partnern abzuschließen. Persönlich hasste er es ja, wenn seine Geschäftskontakte darauf bestanden abends in diese Art Lokal zu gehen, um Verträge zu besiegeln. Es war höchst unprofessionell und aus seiner Sicht sehr fragwürdig, doch die drei Männer von der Firma 'Brown&Carter' galten als die höchsten Tiere dieses Unternehmens, welches wiederum einer der größten Kunden war, den die Firma von Sylas' Familie hatte. Sie kauften oft große Mengenan hochwertigen Spirituosen des erfolgreichen Familienunternehmens ab und brachten die Liköre und Schnäpse in ihren Supermärkten unter die Menschen. Ohne diesen Kunden würde die Familie Valentine nur die Hälfte des eigentlichen Umsatzes machen... und das bedeutete auch, dass Sylas zu diesen Männern nett sein musste. Er musste nett sein und ihren Wünschen nachkommen, damit sie bald noch mehr Geld für die Spirituosen und entsprechenden Marketing Kampagnen ausgeben würden. Es war ein Opfer, das der Brünette nun einmal bringen musste, aber was blieb ihm schon übrig?
      Zusammen mit diesen drei Kotzbrocken war er in eines der beliebtesten Lokale der Gegend gegangen und musste sich in einen kleinen gemütlichen Hinterraum mit ihnen begeben, wo die Herren sich eine private Show gönnen wollten und dementsprechend zuvor eine große Menge an Bargeld geholt hatte. Gedanklich wurde Sylas dabei schlecht, doch er zwang sich gute Miene zum bösen Spiel zu machen und den Männern ermutigend zuzulächeln. Wenn er richtig herausgehört hatte, war dies eine Unternehmung, die bei den Männern im Laufe der Jahre förmlich zum Hobby geworden war und sie hier als Stammgäste galten. Stolz erzählten sie davon, dass die ein oder andere Stripperin bereits ihre Namen kannte und wusste, worauf sie standen. Schulmädchen. Um seinen angewiderten Gesichtsausdruck zu verstecken, wandte Sylas sich bei diesen Worte von den Männern ein wenig ab und tat so, als würde er etwas von dem billigen Whiskey trinken, der hier ausgeschenkt wurde.
      Wenn er das hier heute gut über die Bühne brachte und der Deal erfolgreich werden würde, konnte Sylas zurück in seine Heimat reisen und hatte mit diesen Herren erst einmal die nächsten zwei Jahre nichts mehr zu tun. Das wiederum war eine Aussicht, die ihn etwas Hoffnung schöpfen lies und ein kleines Lächeln auf seine Lippen zauberte, während er sich in der Couch zurücklehnte und darauf achtete, keinem der Kerle zu nahe zu kommen. Normalerweise hatte er ja keine Berührungsängste, aber bei diesen Männern wollte er lieber nicht wissen, wo sie schon alles ihre Hände hatten.
      Erneut nahm er einen kleinen Schluck von dem Whiskey, nur um sich gedanklich daran zu erinnern, dass dieses Etablissement kein Kunde seiner Firma war und der Schnaps hier eben nicht im Vordergrund stand. Innerlich schüttelte es ihn und er stellte das Glas neben sich ab, während langsam das Licht gedimmt wurde und eine hübsche, knapp bekleidete Blondine zum Vorschein kam und den Herren laszive Blicke zuwarf. Sofort wirkten die drei Männer Feuer und Flamme und beugten sich ein wenig vor, während besagte junge Frau begann sich zu räkeln und auf der Bühne zu tanzen. Langsam verabschiedete sie sich von dem ein oder anderen Kleidungsstück, was die drei Männer von 'Brown&Carter' mit dicken Bündeln an Geldscheinen belohnten. Notgeil, wie diese Kerle nun einmal waren, verfolgten sie jede grazile Bewegung der Frau, die locker die Tochter oder Enkelin von ihnen sein könnte. Innerlich schämte sich der Brünette mit diesen Männern gerade überhaupt hier zu sein, doch was blieb ihm anderes übrig? Aus dem Augenwinkel beobachtete er die Dame, die nun nur noch einen knappen BH, ein noch knapperes Höschen und verdammt hohe Schuhe trug, bei denen Sylas sich ein wenig wunderte, wie man mit ihnen überhaupt laufen konnte. Während seine Geschäftspartner ihr halbes Vermögen an die junge Frau ausgaben, entschied der Brünette sich diesem Spiel nicht nachzugeben. Er würde der jungen Dame nach der Show eine sehr gute Summe zukommen lassen, doch er selbst hatte kein Interesse sie mit hohen Summen anzustacheln sich auszuziehen, nur weil gewissen Herren anders keinen mehr hoch bekamen.
      Derweil wurden die drei Männer ein wenig ungeduldig, gespannt darauf die festen Brüste der Frau entblößt zu sehen und blätterten immer mehr Scheine hin, während Sylas seufzend in seinem Whiskey herumrührte, um den sich seine Gedankenwelt hauptsächlich drehte. Nicht einmal Kühlsteine hatten sie hier... sie hatten ihm doch tatsächlich Eiswürfel in den Whiskey getan. Sein Herz blutete beinahe, als er feststellte, wie der schlechte Whiskey durch das schmilzende Eis immer wässriger wurde.
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ
    • Rose

      Das Geld floss.. Die Musik lief.. Der spanische Rhythmus war wie geschaffen für die Blondine, die tanzte, als würde sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht haben. Hier auf der Bühne war sie jemand anderes, sie war nicht die hoffnungsvolle junge Frau, die am liebsten mit ihrer Kunst genug Geld verdienen würde, um sich und ihre Mutter übers Wasser zu halten, hier oben war sie die eine von vielen, die kein Problem damit schien ihren Körper für Geld zu verkaufen. Es war natürlich keine Prostitution, die sie hier betrat und dazu war sie auch gewiss nicht bereit gewesen, so tief war sie nun wirklich nicht gesunken, aber es fühlte sich für sie so an, als würde sie eigentlich fast das Gleiche hier betreiben. Für Geld schien sie alles zu machen, jedenfalls sollten die Gäste hier diesen Eindruck bekommen, aber kaum würde sie von der Bühne steigen, würde sie wieder das schüchterne Lämmchen sein, welches hier wirklich nichts verloren hatte. Sie unterschied sich von den anderen Frauen hier, das merkte Rose hinter der Bühne in ihrer Umkleide, die anderen legten auch außerhalb der Bühne und des Lokals einen großen Wert darauf die Blicke auf sich zu ziehen, Rose war lieber unscheinbar, beschäftigte sich lieber mit sich selbst und war unsichtbar, damit keiner auch nur auf den Gedanken kommen könnte, was bei ihr Zuhause los war. Sie trug außerhalb der Arbeit nicht diese unangenehmen Schuhe, war auch nicht bereit für Geld ihren BH fallen zu lassen, wie es jetzt der Fall war, ihre Persönlichkeit änderte sich mit dem Betreten der Bühne, aber stets mit dem Hintergedanken, warum sie hier war.
      In den letzten Wochen hatte sie viel dazu gelernt, vor allem viel darüber, wie gierig Männer sein konnten.. Sie waren bereit alles zu geben, was sie heute mitgebracht hatten und waren noch zu viel mehr bereit. Vor allem die drei Stammgäste hatten ihr nicht nur ein Mal angeboten sie privat zu fördern, wenn etwas mehr von der Blondine kommen würde.. Sie würden sie mit Geld versorgen, ihr hübsche Sachen kaufen und sie ihre Sorgen vergessen lassen, wenn sie bereit war die Affäre zu spielen. Ob sie sich jemals darüber Gedanken gemacht haben, dass sie ihre Tochter sein könnte? Wenn nicht sogar ihre Enkelin? Vermutlich war das auch genau das, was sie haben wollten, vielleicht wurde sie auch deshalb so häufig in ihrer knappen Schulmädchenuniform gebucht, sie sah mit am jüngsten aus, ihr Gesicht war noch so zart, die Schminke eher dezent.. Rose war nicht bereit diesen Schritt zu gehen und sich auch privat mit ihnen zu treffen, sie nutzte die Momente aus, in denen sie da waren, in denen sie sie buchten, um ihr eine Menge Geld zuzuwerfen, wie es heute auch der Fall war. Es reichte für die Woche, es reichte, um den Kühlschrank wieder zu füllen und vielleicht auch für eine weitere Rate, wenn nicht etwas dazwischen kommen würde, wenn nicht wieder einer der Freier ihrer Mutter sich alles schnappen würden. Freier.. Ein Wort, welches die junge Frau vorher niemals in ihren Mund nehmen musste, heutzutage war es die perfekte Beschreibung für die Männer, die ihre Mutter mit nach Hause brachte. Aber es war ein Teufelskreis, aus welchem diese Frau niemals mehr rauskommen würde, wenn Rose nicht die Schulden abbezahlen würde und nachdem sie nur noch sich einander hatten gab es für sie auch keine andere Möglichkeit mehr.
      Der BH flog zu dem Rest der Klamotten, die Herren waren glücklich und zufrieden. Wenn Rose ehrlich war, dann blickte sie selten richtig zu ihnen, sie war viel mehr damit beschäftigt sie auszublenden, ihre Gesichter auszublenden und sich keine Gedanken darüber zu machen, was sie vermutlich von ihr dachten. Ein junges, dummes Mädchen, welches es sehr nötig hatte sich vor Männern auszuziehen.. Wie oft würde sie gerne genau das gerade stellen, aber dann würde sie nicht in den Scheinen schwimmen, wie es jetzt der Fall war. Sie hob sie auf, das wollten die Herrschaften doch sehen, es war demütigend und kaum war ihre Performance vorbei wurde es ihr wieder klar. Sie hatte zehn Minuten ihres Lebens gegeben für mehrere hundert Dollar, eigentlich kein schlechter Deal.. Aber der Frau war etwas anderes aufgefallen.. Dass sie den vierten Herren nicht kannte, war nichts besonderes, die Herrschaften brachten öfter mal jemanden mit, der sich aber normalerweise genauso sehr dran erfreute hier sitzen zu können, oder jedenfalls die Show über immer wärmer damit wurde, ganz anders ihr jetziger Begleiter, der sich scheinbar eher zurück hielt.. War er nicht an knapp bekleideten Mädchen interessiert? War er schwul? Oder lag es mehr an dem Alter? Er schien um einiges jünger zu sein, als es die drei anderen waren. Für einen Moment hatte sie zu ihm gesehen, ihn kurz gemustert, während ihre Hände die Scheine aufsammelten. Aus dem Augenwinkel erblickte sie auch schon die Hand, welche nach ihr greifen wollte.. Rose stoppte sie, fasste den Mann am Handgelenk, um ihre Augenbraue in die Höhe zu bewegen. "Nur ansehen, nicht anfassen..", die oberste Regel hier.. Aber das Lächeln auf ihren roten Lippen ließ die Enttäuschung des Mannes auch wieder verschwinden, bevor sie sich wieder erhob, um mit dem Geld und den eingesammelten Klamotten die kleine Bühne zu verlassen. Mit Mühe warf sie sich den seidenden Bademantel drüber, um wieder dort hin zu verschwinden, woher sie gekommen war.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sylas

      Es widerte ihn förmlich an seine Zeit so mit diesen Männern verbringen zu müssen und die Tatsache, dass diese Kerle ihre Hände nicht einmal bei sich behalten konnte, machte es kaum besser. Allein für sein Gewissen würde er ihr später eine ordentliche Summe zukommen lassen. Er bezweifelte nur zu stark, dass die junge blonde Frau dies hier aus Spaß tat und notgeile alte Männer, die ihre Triebe und Pfoten nicht einmal unter Kontrolle hatte, würden diesen Job auch kaum besser machen. Umso erleichterter war Sylas, als die Show vorbei war und die junge Dame mitsamt des Geldes von den Bühne verschwand und sie nun wieder alleine waren. Gekonnt ignorierte der Brünette die Beulen in den Hosen der alten Männer und zwang sich selbst zu einem höflichen Lächeln, während er aus seiner Kunstledertasche einen Umschlag mit Papieren hervorholte. "Liege ich Recht in der Annahme, dass die Herren Interesse an der großen Kampagne im gesamten Land haben? Dies würde uns beiden zugute kommen und sie scheinen bereits eine gute Möglichkeit für ihren kommenden Reichtum gefunden zu haben." Zwar zwinkerte Sylas den Männern mit einem verschwörerischen Lächeln zu, doch innerlich übergab er sich bereits und würde heute Abend eine ausgiebige und intensive Dusche nehmen müssen, um sich all das hier von Körper und Seele zu waschen. Er ekelte sich in diesem Moment selbst an. Doch die Männer wiederum waren zufrieden. Noch in ihrem gewissen Rausch und definitiv noch total angeturnt nahmen sie das Dokument und unterschrieben es mit dem Kugelschreiber, den Sylas ihnen gereicht hatte. Den würde er später definitiv ausgiebig desinfizieren.
      Sobald auch der Dritte unterschrieben hatte, nahm Sylas das Papier an sich und verstaute es wieder sicher in der Tasche, ehe er sich von der Couch erhob und den Männern höflich zunickte. "Es ist spät und ich muss morgen früh einen Flieger bekommen. Ich wünsche ihnen allerdings noch einen schönen Abend." Er machte keinerlei Anstalten seinen Whiskey auszutrinken... lieber übergab er sich. Stattdessen machte er kehrt und verließ zielstrebig diesen Privatraum im hinteren Teil des Etablissements und bahnte sich wieder einen Weg nach vorne. Doch bevor er das Lokal verließ, hielt er bei einer der Kellnerinnen an, die wenigstens mehr trug, als die Stripperinnen es taten. "Entschuldigen Sie bitte?", lenkte er höflich lächelnd ihre Aufmerksamkeit auf sich und erntete dafür selbst ein Lächeln ihrerseits. Ob es echt war oder sie einfach nur eine gute Schauspielerin war, mochte er nicht zu mutmaßen. "Könnten sie der jungen blonden Dame, die eben im Zimmer 24 ihre Show dargeboten hat, diesen Umschlag geben?" Sylas hatte, sobald er den Privatraum verlassen hatte gut dreitausend Dollar in den Umschlag gelegt und diesen versiegelt. Er hoffte das würde den Inhalt vor neugierigen Blicken schützen. "Das ist für sie, wenn sie das tun. Vielen Dank." Diskret reichte er der jungen Kellnerin einen Hunderter, lächelte sie noch einmal dankend an und machte dann kehrt, um das Lokal endgültig zu verlassen.
      Sobald er den ersten Schritt hinaus gemacht hatte, atmete er tief durch und lehnte sich leicht an die Wand dieses Lokals, welches er ungern noch einmal besuchen würde. Vielleicht sollte er wirklich mit seinen Eltern noch einmal über den Posten als CEO reden. Schließlich müsste er dann nicht mehr solche lächerlichen Farcen mitmachen. Zumindest die frische Luft hier tat ihm gut. Die zwang seine Übelkeit in die Knie und er konnte langsam aber sicher wieder ohne Probleme atmen. Sobald es ihm etwas besser ging, stieß er sich von der Wand ab und wollte sich gerade zu seinem Mietwagen begeben, da spürte er das vibrieren in seiner Hosentasche und zückte sein Smartphone, um den Anruf anzunehmen. "Guten Abend. Kontrollierst du, ob ich deine Geschäfte auch ja richtig abschließe?", murmelte er lachend in sein Handy und begrüßte auf diese Art und Weise seinen Vater, der sich am anderen Ende meldete und genau danach fragte. "Schon gut... der Deal ist besiegelt und ich habe alle drei Unterschriften. Ich werde jetzt also in mein Hotel zurückkehren und fliege morgen früh zurück, dann können wir über weiteres..." Er kam gar nicht dazu richtig auszureden, da meldete sein Vater auch schon, dass ein paar reiche Familien in eben dieser Stadt den Brünetten gerne kennenlernen wollten, um ihre Töchter vorzustellen. Und vielleicht würde sich ja daraus etwas entwickeln. Wut stieg in Sylas auf und sein Griff um das mobilde Gerät wurde fester, während er sich selbst zwang jetzt bloß keine Beleidigungen von sich zu geben. Er hasste diese Thematik und es war ihm absolut unverständlich, warum er für den Posten als Co-CEO nicht geeignet war, nur weil er keine Frau hatte sondern sein ganzes Leben der Firma gewidmet hatte. Er fühlte sich dermaßen verarscht und dass er wie ein Gegenstand in den hohen Kreisen der Gesellschaft herumgegeben werden sollte, nur damit er ganz vorbildlich eine Ehe einging, machte ihn noch frustrierter als ohnehin schon. Während sein Vater ihm die ganzen Familien aufzählte, die Interesse hätten seine Bekannschaft zu machen, reagierte Sylas eher aus einer Kurzschlussreaktion auf diese Worte und grummelte ins Handy: "Ich hab schon eine Freundin."
      Schweigen folgte und für einen Moment dachte Sylas tatsächlich das Thema wäre damit erledigt, doch der anschließende Vorschlag, er solle seine Freundin doch zum nächsten Familienessen mitbringen, machte es nicht besser und frustriert legte er auf. "Verdammte scheiße..."
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    • Rose

      Sie kämpfte mit sich, ob sie lieber ihren kompletten Mageninhalt in der Toilette entleeren, oder nicht doch eher zu zwei Kurzen greifen wollte, um diese Übelkeit in sich zu bekämpfen. Sie schämte sich, sie schämte sich so verdammt stark, dass ihr Anblick im Spiegel mit einer weiteren Übelkeit quittiert wurde. Wenigstens stimmte das Geld.. Es war wirklich mehr, als sie sich erhofft hatte, mit nur einem Auftritt war der Abend eigentlich schon komplett bezahlt, die Herrschaften waren sehr spendabel gewesen und die zweitausend Dollar verbesserten nur bedingt die schlechte Laune, die sich bei der Blondine bildete. Sie lief zu ihrem Spind, um das Geld zu verstauen und ihre Klamotten dort reinzustopfen.. Wenn sie wollte, konnte sie für heute aufhören, den Mindestertrag hatte sie drinnen gehabt, den sie für die Möglichkeit hier erbringen musste. Sie lebte von dem Geld, welches ihr zugesteckt wurde, dafür ging die komplette Bezahlung für die Privatshow an den Mann, durch welchem sie überhaupt hier tanzen würde.. Die Gäste bezahlten ihm die Gage und wenn etwas extra raus sprang, was in der Regel immer der Fall war, denn bevor nicht Scheine auf dem Tisch lagen zog sich hier keine aus, konnten die Mädels alles behalten. Es war ein lukratives Geschäft für beide Seiten und dennoch ekelte sich Rose nun vor sich selbst. Sie hatte es schon wieder getan.. Sie hatte sich und ihre Seele schon wieder für lächerliche paar Scheine verkauft, in manchen Kreisen würde man dafür verstoßen werden.. Aber außer ihrer Mutter gab es sowieso niemanden mehr, der sie noch verstoßen konnte.
      Rose zog sich ihren BH wieder an, bevor sie in ihre Leggins stieg, um nicht halbnackt hier hinten zu hängen. Die meisten Mädels waren vorne am tanzen, es war immerhin schon spät, einige anderen beschäftigten sich vor dem Spiegel mit ihrem Aussehen, um die dritte Schicht Schminke drauf zu legen. Sie hatten sie alle schon schief angesehen, als die Blondine zurück gekommen war, für sie war sie ein verschwendetes Potential, denn die meisten von ihnen nutzten die Nummern, die ihnen zugesteckt wurden, um ein paar weitere Dollar zu verdienen, so war Rose aber nicht.. Sie zog sich lieber ihren Pullover an, um das Handy anzuschalten, welches in ihrer Jackentasche steckte. Ihre Mutter hatte sich gemeldet, fragte wie die Arbeit lief.. Diese Frau wusste nichts davon, dass ihre Tochter sich für Geld auszog, sie nahm an, Rose würde wirklich bis spät in der Nacht in einer Bar arbeiten. Nun, es stimmte zur Hälfte, es war eine Stripbar, aber als Kellnerin hatte sie nur angefangen, bis der Chef meinte, sie hätte das Potential viel weiter zu gehen. Musste man so etwas wirklich besitzen, um sich hier auszuziehen? Oder war sie einfach nur hübsch genug dafür?
      Kurz antwortete die Blondine auf die Nachricht ihrer Mutter, wünschte ihr vor allem eine gute Nacht, aber es würde nichts mehr folgen, sicherlich nicht, vermutlich würde sie nicht einmal ans Handy gehen können, weil ihr jetziger Freund andere Sachen mit ihr vor hatte.. Er ließ sich das Leben von Rose finanzieren, aber was sollte die junge Frau schon tun?
      "Rose?", eine zarte Frauenstimme rief nach ihr, blickte um die Ecke, um die Blondine auf der Bank vor ihrem Spind zu entdecken. "Warst du gerade in der 24?". Die Blondine sah auf, Emily hielt ihr einen Umschlag hin, den sie nicht wirklich verstand. "Soll ich dir geben, von einem heimlichen Verehrer". Mit einem Zwinkern und vor allem kichernd war die Brünette wieder um die Ecke verschwunden, während Rose ein wenig verwirrt auf den Umschlag blickte, der ihr gegeben wurde. Wer sollte ihr so etwas geben? Sie öffnete den Umschlag.. Geld.. Viel Geld. Neein, nein, das ging jetzt zu weit! Sie bot keine privaten Nummern an, bis auf das, was hier angeboten wurde und würde sich definitiv nicht kaufen lassen! Das ging zu weit! Ob da eine Telefonnummer drin war? Solche Männer erwarteten immer, man sei ihnen was schuldig, wenn man das Geld annahm, das kannte die Blondine schon.. Sie war schneller wieder draußen, als sie es wirklich realisieren konnte und lief der Brünette nach, um zu fragen, von wem es kam. "Keine Ahnung, er kam auf mich zu und sagte, ich soll es dir geben". "Mir?". "Ja, der Frau aus der 24.. Ich habe ihn noch nie hier gesehen, frag mich nicht.. Aber süß war er!". "Wo ist der hin?", fragte die Blondine sofort, das musste sie klären und zwar noch solange sie die Möglichkeit hatte. Ihr wurde der Ausgang gezeigt, da lief sie auch schon hin, komplett nach draußen, an dem Türsteher vorbei, der ein wenig irritiert ihr hinterher sah. Draußen war es kälter, als sie es sich gedacht hatte, aber den Gedanken schob Rose zur Seite, denn sie war auf der Suche nach diesem jungen Geschäftsmann.. Wie sah er nochmal aus? Sie wollte sich gerade erinnern, blickte die Straßen entlang, erblickte ihn aber noch, jedenfalls meinte sie, dass er es sein musste.
      "Hey!", während die Frau seine Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte war sie auch schon dabei ihm entgegen zu laufen. "Danke, aber ich bin privat nicht käuflich". Sie hielt ihm den Umschlag hin, während ihre Augen zu ihm nach oben sahen. "Wirklich sehr nett, aber ich treffe mich außerhalb dieses Ladens nicht.. Die anderen Mädels eher..". Sie wollte ihm nichts unterstellen, aber diese Masche kannte sie schon zu genüge.. Ihre Stimme klang dennoch freundlich, vielleicht sollte sie aufgebrachter sein, aber mein Gott, der Mann konnte es auch nicht wissen, dass sie nicht mehr wollte, er war scheinbar noch nie in diesem Laden gewesen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sylas

      Er war wütend und hätte sein Handy am liebsten gegen eine Wand geworfen, doch er hielt sich zurück. Schließlich würde er auch nichts dadurch gewinnen, wenn seine Geschäftspartner und Kollegen ihn plötzlich nicht mehr erreichen konnten. Grummelnd verstaute er als das Smartphone in seiner Tasche und überlegte sich, ob er das nächste Familienessen nicht einfach auslassen sollte. Ja, er würde einfach sagen, dass es ihm und seiner Freundin nicht gut ging und danach würde er andeuten, dass sie sich getrennt hatten. Klar, das war keine Dauerlösung, aber so schnell fand der Brünette auch sicher keine Frau, die bereit war sich als seine Freundin auszugeben. Moment... gab es nicht auch Schauspielerinnen, die soetwas anboten? Er glaubte ja nicht, dass er so kurzfristig eine finden würde, aber es war durchaus keine schlechte Idee und könnte ihm kurze Zeit diese lästigen Fragen ersparen.
      Mit seinen Gedanken bei dieser Idee, wollte er gerade in seinen Mietwagen einsteigen, da hörte er auch schon eine Stimme hinter sich und drehte sich zu dieser um. Die blonde Stripperin von eben rannte auf ihn zu und bedankte sich bei ihm, betonte aber, sie würde andere Dienste nicht anbieten. Sylas war dezent verwirrt und brauchte einen kurzen Moment.
      Langsam wanderte seine rechte Augenbraue nach oben und er blickte die junge Blondine ein wenig irritiert, ehe sein Blick langsam zu dem Umschlag glitt, den er eben noch einer Kellnerin gereicht hatte, um ihn der Stripperin zu bringen. Für einen Moment verstand er nicht so ganz, was genau sie meinte, ehe es ihm langsam dämmerte und er leicht lächelnd seinen Kopf schüttelte. "Das habe ich ehrlich gesagt auch gar nicht erwartet.", murmelte er als Antwort auf ihre Worte und schob seine Hände in seine Hosentaschen. "Mir war es unangenehm dich dafür zu bezahlen, dass du dich ausziehst, aber ich wollte dir zumindest eine kleine Entschädigung dafür da lassen, dass du diese alten Säcke ertragen musstest.", seufzte er dann leise und unweigerlich glitt sein Blick wieder zu dem Eingang der Stripbar. Na hoffentlich würden besagte Männer nicht sofort wieder das Lokal verlassen. Er hatte nur wenig Lust von ihnen erneut entdeckt zu werden und womöglich noch den restlichen Abend mit ihnen verbringen zu müssen. Doch es sah gut aus und offenbar würden sie noch eine Weile dort drinnen bleiben. Wahrscheinlich wagten sie sich gar nicht wieder heraus, bevor sie sich nicht wieder beruhigt hatten... oder sie geilten sich bereits an der nächsten Frau auf. Sylas würde ihnen alles zutrauen. Langsam sah er wieder zu der hübschen Blondine und zuckte dann leicht mit den Schultern. "Ich war nur rein geschäftlich hier und ich hab recht wenig Interesse an Stripshows... zumal ich gerade genug eigene Probleme habe. Ich bin hier ab morgen sowieso wieder weg und werde hier wohl kaum noch einmal zurückkehren. Also nutze das Geld wie du möchtest... nur eine Frage..." Er räusperte sich leise, wusste sehr wohl, dass die folgenden Worte extrem seltsam klingen mussten und er hoffte die junge Frau bekam es nicht komplett in den falschen Hals. "Kennst du zufällig eine junge Schauspielerin, die man als Alibi Freundin buchen kann? Ich weiß, dass klingt komisch... aber ich habe vielleicht ungünstigerweise meinen Eltern versprochen meine Freundin zum nächsten Familienessen mitzubringen. Nur dass ich eben keine Freundin habe... Also ich wäre für einen Tipp durchaus dankbar. Ich hab nämlich so langsam keine Lust mehr auf die Heiratsvermittlungen und ich wäre dann auch bereit der Schauspielerin gutes Geld zu zahlen, ohne dass wir uns mehr als nötig berühren müssen. Ich will nur das Essen überleben..." Er war sich nicht genau sicher, weshalb er der jungen Stripperin gerade sein Herz ausschüttete, doch ganz klar sprach der Frust aus ihm und er wollte nur einmal ein Familienessen haben, bei dem es sich nicht darum drehte, welche reiche Frau zu ihm passen könnte. An sich rechnete er ja dennoch damit, dass die junge Blondine gleich wieder davon ausging, dass er nur perverse Dinge vorhatte und machte sich zumindest mental schon darauf gefasst von ihr eine Ohrfeige zu kassieren. Nun ja... er wollte zumindest gefragt haben.
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ
    • Rose

      Sie verstand es nicht, dass er nicht verstand, was sie eigentlich von ihm wollte.. oder eben nicht wollte. Solche Geschäftsmänner, die einen großen Batzen an Geld hinterließen wollten alle eine kurze, schnelle Nummer haben, während sie weit entfernt von ihren Frauen in einem Hotel übernachteten, aber nein, das würde die Blondine sicherlich nicht machen.. Ihr war es nur plötzlich alles ein wenig unangenehm, als der Mann der Meinung war, dass es gar nicht das war, was er vor hatte. Jetzt war Rose verwirrt und runzelte die Stirn, als würde sie nicht wissen, was er gesagt hatte. Noch viel verwirrender waren die darauffolgenden Worte, darüber, dass er sie dafür entschädigen musste.. Dass sie sich freiwillig vor diesen Männern auszog? Was sollte das denn heißen? Wow, wenn der Mann so durch die Welt ging, dann müsste er wahnsinnig viel Geld besitzen, oder eben bald keines mehr, denn es war eine Menge Geld dort in diesem Umschlag drin. Unsicher blickte Rose zu diesem runter, sie hat einfach mal das doppelte an nur einem Abend verdient.. Heute war ihr Glückstag, aber, irgendeinen Haken musste das Ganze doch haben, oder nicht? Es kam zunächst keiner, sie sollte das Geld ausgeben, wie sie wollte, er würde sowieso nicht zurückkehren.. Wollte er sie so in Sicherheit wiegen? Wollte er ihr diese vermitteln und in einem Monat wieder hier stehen, um einen Gefallen einzufordern? Das konnte sie sich vorstellen.. Rose war skeptisch, sie war sich sicher, dass es einen Haken gab, niemand schenkte dir Geld einfach so, zumal der Mann sie scheinbar nicht fürs Ausziehen bezahlte..Der Haken folgte.. Denn nachdem sie wieder zu dem fragwürdigen Mann hoch blickte erklärte er sich weiter und sprach auch schon seine Probleme an. Wurde sie bezahlt, um sich seine Probleme anzuhören? Da konnte er ihr gerne noch mehr drauf legen und sie würde gleich noch zwei Stühle raus holen, um sich zu ihm zu setzen und einfach nichts anderes mehr zu machen.. Er sprach von einer nicht vorhandenen Freundin und einer Frau, die man dafür buchen könnte? Wollte er sie jetzt komplett verarschen? War das sein Ziel? Ihr Geld schenken und sie dann mit so einer Geschichte einzulullen? Nun, wenn Rose ein wenig weiter überlegte, er hatte die ganze Show lang nicht wie der typische Mann ausgesehen, der sich hier her verirrt.. Aber solche Sachen würde die Blondine nicht machen, das ging ihr wirklich zu weit. Sie schüttelte ein wenig verwirrt den Kopf.
      "Wenn das eine Masche sein soll, dann bist du hier falsch..", stellte sie klar und nahm den Umschlag in beide Hände, um die ersten Schritte zurück zu gehen. "Und ich rate dir, Frauen stehen nicht auf irgendwelche Stories von erfundenen Freundinnen.. Und Eltern, die man beeindrucken kann.. Ich meine, du könntest mich sonst wohin bringen .. Ich will es mir gar nicht ausmalen". Da war Rose auch bereit wieder rein zu gehen, sie war nicht bereit mehr zu tun, als es nötig war, um die Schulden zu begleichen.. Und wie hörte es sich überhaupt das Ganze an?! Jemand sollte eine Freundin vorspielen, damit seine Eltern der Meinung waren, er hätte eine? Und warum fragte der Mann, ob sie jemanden kannte, der es tun würde? Warum sprach er nicht einfach eine hübsche Frau, die er.. Oh, da blieb Rose für einen Moment stehen, um zurück zu dem Geschäftsmann zu blicken. Sie verstand. "Nur das Essen lang?", sie war sich nicht ganz sicher, was sie da gerade tat, aber vielleicht sollte sie auch nicht darüber nachzudenken. Mit gewissen Vorsichtsmaßnahmen konnte sich die Frau auch sicher sein, dass ihr nichts passieren wird. "Ich will aber die Adresse, deine vollständigen Daten und noch einmal das, was in dem Umschlag steckt". Sie würde ihre Mutter auf einen Schlag da raus holen und von den Schulden befreien.. Jedenfalls von den bei ihren Freiern.. Und dann könnte die Frau einen Entzug machen, den würde Rose mit weiteren Tänzen bezahlen und.. Es klang wahnsinig gut! "Wohin muss ich?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sylas

      Er war soweit ziemlich perplex. In einem Moment schien sie noch empört und wollte das Geld zurückgeben, im nächsten zog sie wahrscheinlich die Schlüsse daraus, dass er irgendwelche perversen Dinge vorhatte und schließlich willigte sie ein. Warte, was passierte hier eigentlich gerade? Jetzt warer derjenige, der diesen Stimmungswandel der Blonden verdauen musste und sich nicht so ganz sicher war, wie er auf all das reagieren sollte. Er hatte doch nur gefragt, ob sie eine Schauspielerin kannte, die das machen würde. Er hatte nicht unbedingt erwogen, dass sie sich dafür melden würde... und vor allem, dass sie sich so schnell dafür melden würde. Offenbar brauchte sie das Geld wirklich und sah vielleicht sogar keine andere Chance, so schnell an so viel Geld zu gelangen. Sylas war sich selbst unschlüssig. Klar, er hatte vor eine Alibi-Freundin mit zu dem Essen zu schleppen, allerdings hatte er dabei nicht gerade eine Stripperin erwogen. Wobei sie doch zu den besten Kandidatinnen zählte, die er in dem Lokal gesehen hatte. Noch immer unschlüssig blickte er die junge Frau an und verschränkte dann langsam die Arme vor der Brust. "Ja... es wäre nur das Essen und Geld ist natürlich auch kein Problem. Ehrlich gesagt hat es aber einen Grund, warum ich nach einer Schauspielerin gefragt habe. Ich will meine Eltern tatsächlich glauben lassen, dass es eine richtige Beziehung ist. Du musst also überzeugend wirken... ich weiß nicht. Vielleicht schau ich mich doch mal woanders um. Im Internet gibt es sicherlich die ein oder andere Seite, wo man solche Alibi-Freundinnen buchen kann und dann wäre die Distanz auch egal..." Er konnte nur vermuten, dass es für die Blondine mehr als attraktiv wirken musste, für ein Essen in einem teuren Anwesen den gleichen Preis bezahlt zu werden, wie wenn sie sich an einem Abend vor alten Säcken auszog und dabei drauf achten musste, dass sie nicht von diesen betatscht wurde. Dennoch brachte Sylas dieser gute Wille absolut nichts, wenn niemand ihnen abkaufen würde, dass sie ein Paar waren, dass einander liebte. Da konnte sie noch so sehr das Geld benötigen. "Abgesehen davon findet das Essen am anderen Ende des Landes statt, ich bezweifle, dass du mal eben mit mir in einen völlig fremden Bundesstaat reisen möchtest, nur um bei einem Essen teilzunehmen. Schon gut, ich habe Blödsinn geredet. Vergiss was ich zuvor gesagt habe. Wie bereits erwähnt, behalte das Geld und ich schwöre dir bei allem was mir heilig ist, das ich nichts dafür einfordern werde. Du kannst es nach Belieben ausgeben und tun und lassen was du willst. Mach dir also keine Gedanken darüber, dass ich mit irgendwelchen schmutzigen Fantasien irgendwann zurückkehren werde. An soetwas habe ich absolut kein Interesse." Damit war für ihn das gespräch weitestgehend erledigt und er fischte in seiner Hosentasche nach dem Schlüssel für seinen gemieteten schwarzen BMW. Er war erstaunt, dass der Wagen noch komplett heil war, schließlich war er sich nicht sicher gewesen, ob der Wagen es gut überleben würde, wenn man ihn in diesem Viertel hier einfach zum Parken abstellte. Mit einem kurzen Tastendruck auf den elektronischen Schlüssel, entriegelte sich das Auto und er wandte sich wieder zu der Blondine um, die noch immer hinter ihm stand. "Kann ich sie nach Hause fahren? Oder sind sie hier noch nicht fertig? Sie können auch nein sagen... es ist nur ein Angebot.", versuchte er es dann höflich, wobei er nicht ausschließen wollte, dass die junge Stripperin bereits wieder das schlimmste von ihm erwartete und davon ausging, dass er sie jetzt entführen und irgendwo vergewaltigen würde. Um ehrlich zu sein, war er gerade allgemein nicht ganz sicher, wie er mit ihr reden sollte, damit sie verstand, dass er keine Hintergedanken hatte. Aber gut, vielleicht waren Frauen wie sie auch schlichtweg nichts anderes gewöhnt und gingen deshalb immer vom schlimmsten aus. Das würde einiges erklären und er könnte es ihr ganz sicher auch nicht übel nehmen. Wer wäre er schon das zu tun?
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ
    • Rose

      Okay, es war alles irgendwie nicht ganz so.. wie es sein sollte. Was hatte sich Rose auch nur mit ihrem Zuschlag zu der Frage gedacht? Ja klar suchte er jemanden, der es professionell schauspielern konnte, wie sollten sie auch ein verliebten Paar verkaufen? Moment mal, stellte er gerade ihre Schauspielkünste in Frage? Er hatte ihr abgekauft, dass sie hier freiwillig strippte und sich freiwillig für alte Männer auszog, die ihr Geld dafür anboten.. War das nicht schon ein schauspielerisches Meisterwerk?! Aber so weit wollte Rose auch nicht gehen, sie wollte nicht wirklich klingen, als hätte sie das Geld nötig, denn das hatte sie auch wirklich, aber sie hatte es nicht nötig diesem Mann von diesen Problemen zu berichten, er war fremd, er war gerade mehr oder weniger ihr Kunde gewesen und er hatte ihr Geld zugesteckt.. Das war doch auch schon unangenehm genug.
      Der Mann sprach von einer gewissen Distanz, welche die Frau für dieses Essen zurücklegen müsste und vielleicht war es auch wirklich besser, wenn sie nicht mit kam.. Sie müsste ihre Mutter hier alleine und vor allem auch zurück lassen, da wusste sie nicht, ob das überhaupt eine gute Idee war, es war allein keine gute Idee gewesen, nein, Rose war viel zu voreilig gewesen! Der Mann brauchte jemanden, der es professionell durchzog und vor allem auch bereit war mit zufliegen, denn wie sie auch weiterhin erfuhr sollte das Essen am anderen Ende des Landes stattfinden, das war schon heftig.. Mehrmals nickte die Blondine, als der Mann davon sprach, sie solle es einfach vergessen. Es war eine dumme Idee, es war ein dummer Vorschlag ihrerseits und sie konnte nichts anderes tun, als ihm einfach nur viel Glück zu wünschen, bei der Suche nach einer geeigneten Frau. Ein wenig unschlüssig, was sie denn jetzt tun sollte, als der Mann nach seinem Autoschlüssel griff, blickte Rose zu dem Laden zurück, der Türsteher sah auch schon zu ihr raus, um zu erfragen, ob sie in Ordnung war. Mit einem Nicken in ihre Richtung und einem fragenden Gesichtsausdruck blickte er nach ihr, aber mit einem Nicken und vor allem einem Lächeln auf den noch immer roten Lippen signalisierte die Blondine schnell, dass sie in Ordnung war. Der Türsteher verzog sich auch wieder, er war auch dafür da, dass den Mädels nichts passierte und das vor allem schon alkoholisierte Kunden nicht mehr den Laden betraten, es gab immerhin auch Regeln in diesem komischen Etablissement.
      Der Geschäftsmann sprach wieder mit ihr, da blickte Rose zu ihm zurück, war sich eigentlich schon sicher, dass sie wieder zurück laufen würde, da er sie scheinbar nicht als seine Fake-Freundin haben wollte, sie war sich nur nicht ganz sicher, wie sie sich verabschieden sollte. Einfach gehen? Das war irgendwie unhöfflich und eigentlich neigte die Blondine zwischendurch auch zu Schüchternheit.. Oh warum war sie ihm überhaupt hinterher gelaufen? Sie hätte einfach nur die Möglichkeit ergreifen sollen zu gehen, als er nach Hilfe gefragt hatte. Jetzt bot der Mann ihr auch noch an sie nach Hause zu fahren? Nun.. Die Schicht konnte vorbei sein, wenn Rose es wollte.. Sie hatte genug Geld, Mindestgage war drinnen, aber mit ihm zurück fahren? Ein wenig unsicher blickte sie nach oben, in seine Augen. Warum gab es ihr das Gefühl, als würde er wirklich kein schlechter Kerl sein? Irgendwie war es verdammt süß, wie er immer immer wieder versuchte sie zu überzeugen, dass er nichts böses vor hatte. Aber es konnte auch natürlich eine Masche sein, um sie einzulullen. Rose seufzte, sie fuhr sich mit der freien Hand durchs Gesicht und schüttelte denn Kopf. "Ich wohne auf der anderen Seite der Stadt..",verkündete sie und ging drauf ein.. Ah komm, scheinbar wollte der Mann ihr einfach nett sein. "Ich muss nur meine Sachen holen.. Musst du aber echt nicht machen". Auf den Fersen drehte sich die Frau um, um in den Laden wieder reinzulaufen. Die ganze Situation war merkwürdig, der Mann war merkwürdig und dennoch gab es eine klitze kleine Seite in Rose, die ihn vielleicht ein klein wenig süß fand? Aber nur ein klein wenig, er war immerhin hier, um einen Vertrag abzuschließen, wie es aussah.. Sie wusste es nicht ganz, aber statt länger darüber nachzudenken wurde sie wieder von dem stickigen Laden und der lauten Musik begrüßt, die sich um sie herum aufbaute. Die Mädels waren noch immer am tanzen, sie genossen die Aufmerksamkeit und die ersten Gäste hatten schon zu tief ins Glas geguckt. Ja, es war die perfekte Zeit um auch wieder nach Hause zu gehen..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sylas

      Offenbar waren seine Worte plausibel genug für sie gewesen, denn sie sah ein, dass es ihm um die Authentizität seines kleinen Schauspiels ging und nicht nur darum, um mit dem Geld um sich zu werfen. Glaubwürdigkeit stand bei diesem Szenario einfach an oberster Stelle und er wollte kein Risiko eingehen, indem seine Eltern den Schwindel schnell erkannten und er sich so gleich doppelt so viele heiratsfähige Frauen ansehen musste. So langsam war er es wirklich leid und erwollte nur einmal seine Ruhe davor haben. Also würde er sich weiter umschauen. Doch höflich wie er war, bot er zumindest an, die Blondine Heim zu fahren, was sie auch tatsächlich zögerlich annahm. Lächelnd nickte er nur auf ihre Worte, dass sie noch ihre Sachen holen würde, ehe er ihr beteuerte, dass ein Umweg kein Problem sei und er heute Abend ohenhin nichts groß vor hätte. So blickte er ihr nach, wie sie zügig in dieses Lokal zurückkehrte, welches so widerlich nach billigem Alkohol, Schweiß und alten Männern roch, dass Sylas sich entschied nicht beim Eingang, sondern beim Auto zu warten, Er würde sich ansonsten wirklich noch heute Abend übergeben, wenn da noch einmal hineinmusste.
      Stattdessen zückte er erneut sein Smartphone und öffnete den Browser um zu schauen, ob es womöglich tatsächlich eine Seite gab, wo man sich Alibi-Freundinnen und sogar auch Alibi-Frauen für alle möglichen Veranstaltungen buchen konnte. Der Haken bei den meisten schien, dass sie entweder zu alt waren, zu jung oder dass eine so kurzfristige Buchung schlichtweg nicht möglich war. Zumal er sich erst über die Seite anmelden musste, seine Daten dann verifiziert wurden und er schlussendlich erst in frühestens einer Woche den Service nutzen könnte. Dann brachte es ihm wohl auch nichts mehr. War es wirklich so schwierig eine junge Frau zu finden, die halbwegs überzeugend sein würde und die nicht über solch eine Seite gebucht werden konnte.
      Der nächste Link im Browser führte ihn aus Craigslist und was er da zu sehen bekam, raubte ihm förmlich den Atem... aber sicher nicht aus Begeisterung. Die Frauen... oder besser Mädchen, die sich dort als Begleitung anboten, schlossen Prostitution nicht komplett aus, wenn dafür gut bezahlt wurde und einige von ihnen mussten locker noch Minderjährig sein. Er schluckte schwer und schloss eilig die Seite. Wenn demnächst das FBI an seiner Tür klingelte und wegen Kinderprostitution nachfragen würde, wüsste er zumindest schon einmal, welcher Browserverlauf von ihm dafür verantwortlich wäre. Und darauf hatte er nun auch nicht wirklich Lust.
      Plötzlich kam er sich wirklich wie ein absoluter Perverser vor und erneut schien die Idee gar nicht mehr so übel zu sein, dass er schlichtweg sich als krank ausgab und das Familienessen schwänzte. Selbst wenn er diese Veranstaltungen immer am meisten liebte. Es half wohl nichts und er würde sicher nicht freiwillig vor seinen Eltern zugeben, dass er gelogen hatte. Die Standpauke von seiner Mutter brauchte er auch nicht schon wieder.
      Frustriert glitt sein Blick wieder zu der Stripbar. Hoffentlich beeilte sich die Blonde... deren Namen, er im übrigen später noch erfahren musste. Es wäre nicht gerade besser, wenn er eine Stripperin heimfuhr, deren Namen er nicht einmal kannte. Einen gewissen Ruf wollte er sich ja doch bewahren... also einen guten.
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    • Rose

      Seufzend hatte sie sich in der Umkleide an ihren Spind gelehnt, den sie vorhin beim Rausgehen zugeschlagen hatte, und schüttelte mehrmals den Kopf. Das war ihr alles so unangenehm, vor allem, dass sie wirklich dachte, sie würde für die Alibi-Freundin in Frage kommen. Jetzt würde sie zurückgefahren werden, schön.. Das alles war eine Katastrophe, nun vielleicht nicht ganz alles, denn für den heutigen Abend gab es eine Menge Geld. Das in dem Umschlag, die zwei Tausend von der privaten Show und noch ein wenig von den vorherigen Shows.. Damit könnte Rose vielleicht auch ein wenig zurück legen, sich neue Kunstsachen holen, denn ihre Farbe neigte sich dem Ende zu und irgendwie wollte sie sich auch während der Zeit zuhause mit irgendetwas ablenken, da war die Kunst natürlich ein großer Part von.
      "Was wollte der von dir?", die Brünette Kellnerin war gerade aus dem Bad raus gekommen, sie entdeckte Rose an ihrem Spind. "Nichts, er.. Wollte nur nicht vor den Männern zahlen..", die Blondine schüttelte den Kopf und öffnete ihren Spind, um an ihre Sachen zu kommen. Sie griff nach ihrer Handtasche, um das Geld dort reinzustopfen, warf das Handy gleich mit dort rein. "Aber.. Du lässt dich doch auf diesen Scheiß nicht ein, oder?". Kurz hielt sie inne, um zu der Kellnerin zu sehen, sie sah besorgt aus. "Was meinst du damit?", da war sich Rose gerade ein wenig unsicher. "Na, du weiß schon.. was diese Männer von uns wollen.. Du .. Bist ein zierliches, schüchternes Mädchen.. Da denken sie gleich, sie können dir wehtun..". Rose runzelte ihre Stirn, sie sah... zierlich und schüchtern aus? Nun, sie neigte manchmal zu einer gewissen Schüchternheit, aber eigentlich war sie doch sonst immer eher vorlaut.. Nun, die Mädels kannten sie vielleicht auch nur in schüchtern und zurückhaltend, aber sie wollte auch nicht viel mit ihnen zu tun haben.
      "Danke.. Aber, er hat mir kein Angebot gemacht.. Irgendwie, ich weiß nicht.. Er interessiert sich nicht fürs Strippen?", die Blondine zuckte mit ihren Schultern, bevor sie nach ihrer Jacke griff, um den Spind wieder zuzumachen. Die Brünette lachte für einen Moment. "Dann ist er entweder wirklich schwul, oder ein Lügner.. Ich glaube, wenn wir uns ausziehen bleibt kein hetero Mann ruhig sitzen..". Mit einem Zwinkern verließ sie auch schon die Umkleide und ließ Rose alleine zurück. Was sollte das jetzt heißen? Und warum verwirrte es sie nur noch mehr? Okay, sie würde alles in die eigene Hand nehmen, sie würde der Herr über die Situation werden, oder eher die Frau, sie würde vor allem zeigen, dass sie nicht an der Nase herbei geführt wurde. Was dachte sie aber auch jetzt schon wieder? Sie war verwirrt, das alles verwirrte sie nur noch mehr..
      Nachdem die Blondine bescheid gegeben hatte, dass sie für heute Schluss macht war sie an dem Türsteher vorbei wieder nach draußen gegangen. Sie hatte ihm zugenickt, ihm vor allem ein ehrliches Lächeln geschenkt, der Mann war immer recht freundlich zu ihr gewesen, ihr vor allem schon den ein oder anderen Mann vom Leibe gehalten, als es doch ein wenig zu viel wurde.Er sah ihr nach, um sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist, aber letztendlich würde er nur dann eingreifen, wenn sie danach bitten würde, dessen war sich Rose sicher, was er aber nun von ihr dachte, dass sie bei einem fremden Mann mit einstieg? Rose tat das, sie öffnete die Tür des BMW, in welchem der Geschäftsmann drin saß und fragte sich auch gleich schon wieder, warum sie das tat. Es war verrückt, es war alles verrückt. Aber es war auch verrückt sich dem Mann noch einmal anzubieten, er hatte sie doch schon abgelehnt.. Das Geld rief nach ihr, es war alles ziemlich verrückt.. "Ich habe keine Ahnung, warum du mir anbietest mich nach Hause zu fahren.. Aber ich kann dir nur sagen, dass ich bisher keinen Mann kennengelernt habe, der sich je um so etwas geschert hat". Rose schloss die Tür und blickte zu dem Mann auf dem Fahrersitz. "Und wegen dem vorhin.. Tut.. Mir echt Leid..Ich.. Habe bisher hier schon echt alles erlebt.. und ich wollte mich auch nicht mit dem Fake-Freundin Ding aufdrängen.. Sorry einfach". Damit war sie bereit ihm die Adresse zu nennen, zu welcher sie fahren würden, um sie nach Hause zu bringen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sylas

      Es war wahrlich frustrierend. Er hatte die Wartezeit damit zugebracht sich online nach Schauspielerinnen umzuschauen, die er als Alibi-Freundin buchen könnte, doch das führte nur zu Verzweiflung und Homepages, die definitiv illegal sein mussten. War das etwa solch ein seltsames Anliegen? Wollten die meisten Männer wirklich nur Frauen um mit ihnen zu schlafen? Natürlich war er auch an Frauen interessiert, aber er hatte nie unbedingt den Reiz dahinter verstanden, wenn eine Frau sich für jemanden auszog oder mit der Person schlief, weil sie Geld dafür bekam. Vielleicht war er dafür ja zu romantisch oder zu blauäugig, doch er konnte dem nicht allzu viel abgewinnen und ihm wurde auch etwas unwohl bei dem Gedanken, eine Frau würde sich ihm nur hingeben, weil er eine ordentliche Summe bezahlt hatte, mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten musste.
      Mittlerweile hatte der Brünette sich in das Auto gesetzt, da er vom Türstehen immer wieder böse Blicke zugeworfen bekam und es ihm langsam aber sicher unangenehm wurde. Also hatte er die Sitzheizungen angeschalten, sich im Fahrersitz etwas zurückgelehnt und schließlich ein paar Arbeitsemails beantwortet, ehe auch schon die Beifahrertür aufging und sich die Blondine neben ihn setzte. Lächelnd legte er sein Smartphone beiseite und musterte die junge Frau, die nun deutlich vorsichtiger wirkte und sich sogar bei ihm entschuldigte. An sich war sie ja wirklich niedlich und er wollte sich nicht ausmalen, welche Umstände eine hübsche junge Frau wie sie, in solch ein Etablissement führte. "Schon gut, ich bin ja ohnehin auf dem Heimweg und da kann ich dich auch gleich zu dir fahren. Mein Name ist im übrigen Sylas, wie heißt du?"
      Nach der kurzen Vorstellung startete er den Motor und rollte langsam mit dem Wagen auf die Straße, welche sie von hier wegbringen würde, während er ihre Adresse parallel in seinem Navigationssystem eingab. Sie wohnte wirklich etwas entfernt und die Fahrt würde ein Weilchen dauern, doch das kümmerte ihn an sich nicht.
      Einige Momente herrschte einfach nur Schweigen zwischen ihnen und Sylas war sich nicht genau sicher, wie er das folgende Thema ansprechen sollte, doch schließlich überwandte er sich und machte den Mund auf.
      "Ich habe mich online ein wenig umgesehen und offenbar ist es doch nicht so einfach eine Schauspielerin für soetwas zu engagieren. Schon gar nicht so kurzfristig. Und die, die ich spontan hätte buchen können... nun sagen wir so: ich hab nicht unbedingt Lust mich mit dem Gesetz anzulegen." Er seufzte leise und ließ dann langsam seinen Blick zu der Blondine neben sich gleiten. Sie war wirklich hübsch und wirkte erstaunlich ehrlich und freundlich... vielleicht war das aber eben auch nur eine Masche.
      "Ohne das jetzt zu werten... du könntest das Geld wirklich gut gebrauchen, nicht wahr?" Es widerstrebte ihm etwas die junge Frau nun doch um Hilfe zu bitten, nachdem er sie erst abgewiesen hatte, doch ihr würde das Geld wohl wirklich helfen und vielleicht würde sie sich ja doch als äußerst authentisch entpuppen.
      "Wäre es denn ein Problem für dich für etwa ein längeres Wochenende deinen Bundesstaat zu verlassen und mit mir in meine Heimat zu reisen? Es wären drei Übernachtungen, du bekommst dein eigenes Zimmer, wirst nach deinem eigenen Wunsch komplett gestylt und du musst lediglich mit mir an einem Abend Essen gehen. Du musst mich weder küssen, noch intim werden. Es geht nur um das Essen an sich und darum den Schein zu wahren. Danach lass ich dich wieder herfliegen und du kannst so tun als wäre nie etwas gewesen... und das ganze für... sagen wir mal fünfzehntausend?!" Gott, er musste gerade wie der letzte Arsch klingen, der versuchte sich eine Frau zu erkaufen, doch sie wusste worum es ging und offenbar hatte sie nicht wenig Interesse ihm zu helfen, sollte dabei gut etwas für sie herausspringen. Innerlich betete er ja, dass sie zusagte und nicht darum bat, dass er jetzt anhielt, damit sie schnellstmöglich aussteigen konnte. Er fühlte sich ja schon etwas erbärmlich.
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    • Rose

      Er fragte nach ihrem Namen, diese Heimfahrt wurde jetzt deutlich persönlicher, als es vielleicht hätte werden sollen. "Nenn..Mich Rose..", entgegnete die Blondine. Sie stellte sich selten und vor allem ungern mit ihrem Namen vor, Audrey klang dabei so altmodisch, da war ihr Spitzname, der aus ihrem zweiten Namen entstand, deutlich angenehmer gewesen. Es gab inzwischen keinen mehr, der sie anders nannte, bis auf ihre Mutter eben, aber diese war auch die Person, die auf den Namen bestanden hatte. Es folgte auch die Adresse, zu welcher sie hin mussten und nachdem sich Rose angeschnallt hatte konnten sie auch los. Mit ihrer Tasche auf dem Schoß blickte die Frau nach draußen, sie hatte sich entschuldigt gehabt und damit war von ihrer Seite aus alles gesagt, deshalb folgte ein Moment der Stille. Was sollte sie dem Mann auch sagen, der sie vorhin nur in einem knappen Höschen bekleidet gesehen hatte? Er fing aber wieder an zu sprechen, fing an etwas davon zu erzählen, wie schwierig es war, eine Dame im Internet zu finden. Nun, mit solch einer Branche hatte die Blondine auch nicht wirklich zu tun, deshalb konnte sie auch nicht wissen, wo man so etwas suchen konnte, aber sie lausche den Worten des Mannes. Er hatte ihr ziemlich viel Geld gegeben und sie hatte schon vorhin zugehört, als er von seinen Problemen sprach, deshalb tat sie es auch jetzt.. Eigentlich.. hätte sie auch nicht zu ihm rüber gesehen, aber die Feststellung, sie könnte das Geld gut gebrauchen, zwang sie dazu den Fahrer zu mustern. War es so auffällig gewesen? Nun, sie hatte die gleiche Summe gefordert, die sie auch im Umschlag hatte und sie hatte sich angeboten, nachdem sie diese Idee zunächst als schwachsinnig und vor allem pervers abgestuft hatte. Außerdem arbeitete sie in einem Stripclub, natürlich brauchte sie Geld, sonst würde sie doch weiterhin in ihrem Studium sitzen.. Rose sprach nicht. Stattdessen wandte sie sich ab und blickte aus dem Fenster auf der Beifahrerseite, denn sie wollte mit einem Fremden nicht darüber sprechen, dass sie dringend Geld brauchte.. Viel Geld.
      Es hatte schon danach geklungen, als würde Sylas sie nach Hilfe fragen, darum bitten seine Freundin für den einen Abend zu spielen, dennoch überraschte es die Frau, als er es aussprach. Ob sie es sich vorstellen könnte ein längeres Wochenende mit einem Fremden, am anderen Ende der Staaten zu verbringen? Nein, definitiv nicht.. Aber ob sie es sich vorstellen könnte fünfzehn Tausend Dollar zu bekommen?! Heilige Scheiße.. Da blickte Rose doch ganz schnell wieder zu dem Fahrer, versuchte ihre Verwunderung über die Summe aber so gut es möglich war zu verstecken. Fünfzehn tausend? Für ein wenig Schauspielerei?! Damit wären die Schulden beglichen und das Therapieplatz würde definitiv angezahlt werden! Das würde doch der Ausweg für ihre Mutter werden und endlich auch für die Blondine selbst.. Sie sagte nicht zu, das würde noch armseliger rüber kommen, als die Frage des Mannes nach ihrer Hilfe... Sie schmunzelte, bevor sich auf Rose Lippen ein breites Lächeln bildete.. Ihre Augen blickten stur auf die Straße vor ihnen.. Sie fand diese Situation fast schon zu Lachen. Kopfschüttelnd blickte sie zu dem Fahrer. "Ich dachte, ich muss schon komplett verzweifelt geklungen haben.. und noch verzweifelter sein, weil ich zu dir ins Auto gestiegen bin.. Aber ohne dir zu nah zu treten.. Du hast es gerade definitiv übertroffen..", ein wenig Sarkasmus war rauszuhören. Das Lächeln wurde milder.. Ja, sie konnte das Geld verdammt gut gebrauchen. "Ich brauche das Geld aber bar.. Und, wenn du möchtest, dass es wirklich authentisch ist, machen wir das nach meinen Regeln, klar? Ich schaffe es seit drei Jahren den Männern vorzugaukeln, ich würde mich liebend gerne für sie auf der Bühne ausziehen, dann schaffe ich es auch einen Abend deine Freundin zu sein". Drei Nächte.. Das war machbar, sie musste es nur mit ihrer Mutter abklären, nur für sie sorgen.. Das würde schon klappen!

      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sylas
      Und wie schäbig er sich gerade in diesem Moment fühlte, als er es wirklich aussprach und sie bat für ihn seine Freundin zu spielen. Gedanklich hasste er sich ja selbst dafür und am liebsten hätte er es erneut zurückgenommen, aber er musste einsehen, dass sein Ego jetzt eben mal ein paar Kratzer vertragen musste, wenn er dafür etwas Ruhe von seinen Eltern bekommen könnte. Dass die hübsche Blondine allerdings auf seinen Vorschlag hin lachte, machte es nicht besser, denn sie hatte Recht... er musste geradezu nach Verzweiflung stinken. Wann war seine Würde bitte soweit gesunken? Aber zu seiner anschließenden Überraschung stimmte Rose schließlich doch zu und innerlich atmete er ja erleichtert aus. Es war nur ein Wochenende, dann würden sie beide wieder ihrer Wege gehen und würden sich wahrscheinlich nie wieder treffen. Das war doch durchaus ein Deal. Er lauschte weiter ihren Worte und natürlich hatte sie recht klar Vorstellungen, wie sie das ganze gestalten würde. Momentan war er in der Situation, dass er ihre Hilfe gerne wollte und das nutzte sie natürlich aus. Abgesehen von dem Geld forderte sie Regeln ein und Sylas konnte nicht anders, als amüsiert eine Augenbraue zu heben und sie Blondine aus dem Augenwinkel zu betrachten, während sich ein Grinsen auf seine Lippen schlich.
      "Deine Regeln?... Na gut, aber dass das klar ist: meinen Körper bekommst du nicht." Sein Schmunzeln verschwand und schließlich nickte er auch bezüglich der anderen Forderungen, während er gerade an einer Kreuzung links abbog.
      "Das Geld bekommst du in bar. Die Hälfte vorher, den Rest danach. Klingt das fair?", versuchte er dann und ließ seinen Blick wieder auf das Navigationssystem gleiten. Es war nicht mehr weit und in wenigen Minuten würden sie ihr Zuhause erreichen. Er stellte durchaus fest, dass auch sein Hotel von hier aus ziemlich weit entfernt war, doch das wäre wohl kaum ein Problem. Schließlich hatte er ihr ja zugesagt, dass es kein Problem war, einen Umweg zu fahren.
      "Wenn du also mit allem einverstanden bist, bringe ich morgen einen Vertrag mit, in dem alle Punkte noch einmal rechtlich festgehalten sind. Für deine und meine Sicherheit. Dann kannst du auch gleich dein Gepäck einladen und wir fliegen etwa gegen neun Uhr in meine Heimat... ich hoffe das ist nicht zu kurzfristig für dich..." So wirklich war es keine Frage. Der Flug würde morgen um diese Uhrzeit gehen, mit oder ohne ihr und solange sie sich jetzt nicht noch einmal umentschied, würde sie ihm bei dem Rückflug begleiten. Er verstand durchaus, dass es für sie unfassbar seltsam sein musste mit einem Fremden in einem Flugzeug in einen entfernten Bundesstaat zu reisen, wo sie drei Nächte verbringen würde... Das ganze musste mehr als dubios klingen und wenn wahrscheinlich nicht so viel Geld im Spiel wäre, war es wohl nicht ganz auszuschließen, dass sie bei dem Ganzen nicht mitmachen würde. Sie schien nicht die Art Frau, die gedankenlos sich einfach an Fremde schmiss... aber was wusste Sylas schon über sie? Ja, eigentlich gar nichts.
      "Wir sind fast da."
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    • Rose

      Nur ein Wochenende.. Dann würde Rose nach Hause fliegen und das Geld in die Schulden ihrer Mutter investieren. Es klang deutlich.. Besser, wenn sie sich vorstellte, sie bekam Geld dafür, einen Abend mal eine Freundin zu spielen, anstatt sich für die Männer auszuziehen, wobei.. Nein, das klang noch wirrer, das klang nach einem schlechten Scherz und nach irgendeiner Masche, vielleicht war es doch nicht so ganz die beste Idee, es zu tun? Die Bemerkung des Mannes lockere es ein klein wenig auf, vor allem aber auch ihre Gedanken.. Er grinste für einen Moment und die Blondine ertappte sich dabei, genau dieses zu mustern. "Ich besuche deinen Körper nicht", stellte sie ganz klar, mit einem sanften Kopfschütteln fest. "Aber ich befürchte, dass du es wirklich dringend brauchst, wenn du bereit bist dafür so viel Geld fließen zu lassen.. Und damit es authentisch ist... Überlege ich mir schon einiges.. Vorgeschichte.. Unser Kennenlernen..". So etwas musste gut gewählt und vor allem abgesprochen werden, aber es gab ja noch etwas Zeit darüber nachzudenken, allerdings weniger, als sich es die Blondine vorgestellt hatte. Morgen früh um neun ging der Flug.. Das hieß, Sylas müsste weit aus vorher hier sein.. Und es war nach zwölf.. Oh da müsste sich Rose aber mit dem Packen beeilen.. Doch etwas ganz anderes brachte sie schlagartig dazu ein wenig breiter zu schmunzeln.. Der Mann erwähnte einen Vertrag, in welchem.. Alles noch einmal rechtlich festgehalten werden sollte? Okay, das war mehr, als nur merkwürdig, aber auf der anderen Seite irgendwie auch verständlich. Sie waren sich fremd, auch wenn der Mann schon Einblicke auf Körperstellen bekam, die andere bisher noch nicht gesehen haben, aber genauso gut konnte die Blondine ihn einfach nur im Schlaf erschlagen, oder eben um viel Geld für nichts bringen. Ja gut, mit einen Vertrag waren sie vielleicht besser dran, aber gab es für so etwas in diesem Staat überhaupt rechtliche Bestimmungen? Das zweifelte Rose aber auch wirklich an..
      "Das sind nur wenige Stunden..", stellte sie fest, während ihre Augen wieder auf die Straße gerichtet waren.. "Es ist wahnsinnig kurzfristig.. Aber ich kriege es hin". Zumal.. Sie sich nicht einmal sicher war, was Ihre Mutter dieses Wochenende so treiben wird. Vielleicht wird diese Frau gar nicht einmal merken, dass ihre Tochter drei Tage weg ist, das würde sich aber gleich entscheiden, je nachdem, ob diese überhaupt da war, oder doch noch draußen lungerte. Die Miete würde Rose definitiv noch bezahlen, den Umschlag dem Vermieter unter der Tür durch schieben, das wäre sehr schlau, fürs Einkaufen gab es aber keine Zeit, denn vermutlich war der Mann schon hier, wenn die ersten Supermärkte erst öffneten. Neun Uhr ging der Flug.. Dann.. Müsste er sicherlich gegen sechs da sein? Oder sieben? Nun, wenn sie das mit dem Vertrag noch regeln wollten..
      Er kündigte an, dass sie fast da wären, da erkannte die Blondine auch schon die Straße, in welche sie einbogen. Weiter vorne wohnte sie in einem der nicht ganz so schick aussehenden Wohnkomplexe am Ende der Stadt, aber es war billig genug hier zu wohnen. Blaulicht war zu sehen, kaum fuhr das Auto in die Straße rein, die Polizei und ein Krankenwagen waren angekommen, sammelten einen verletzten Mann von der Straße ein, gleichzeitig auch den möglichen Angreifer, der sich lauthals dagegen wehrte. Es war normal, dass die Nächte hier laut waren, dass hier immer was los war und man Angst bekommen könnte alleine hier draußen zu sein, aber es war nun mal die Gegend, in der Rose wohnte. Vielleicht würde das ein klein wenig ihre Not erklären? Sie wusste es nicht.. Aber sie wusste, dass es nicht ihre Mutter war, die auf der Straße eingesammelt wurde, schon einmal etwas! Denn diesen Stress bräuchte sie jetzt nicht und dann könnte sie womöglich auch gar nicht mehr mit.
      "Du kannst hier halten", deutete Rose dem Fahrer an und lächelte ihm sanft zu, das Ende der Straße war eine Sackgasse, er konnte vorher schon wenden und zurück zu seinem Hotel fahren. "Ich kann morgen früh auch zum Hotel kommen, wenn dir das lieber ist", der Flughafen war zwar nicht weit von hier aus, aber die Gegend war nicht die aller beste. Etwas anderes fiel der Frau ein, was sie vielleicht klären sollten.. Sie griff in ihre Tasche, um einen Stück des Umschlags abzureißen, einen Kugelschreiber sollte sie auch haben, sie war doch letztens beim Amt gewesen, um Unterlagen abzugeben.. Sie fand den Stift, um mit dessen Hilfe ihre Nummer auf das Papier zu schreiben. "Ich schreibe dir dann gleich meinen vollständigen Namen und den Quatsch.. Für die den Flug und den Vertrag". Dafür musste sie ihn nennen, aber sie würde ihm diesen einfach schreiben und vor allem hatte er die Möglichkeit ihr zu schreiben, wenn etwas sein sollte. Oder wenn er doch kneifen wollte, er hatte auch die Möglichkeit dazu gehabt sich umzuentscheiden. Die Nummer reichte die ihm, er konnte sie ja später einspeichern.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sylas
      Es war als kleiner Witz gemeint, den die junge Blondine wohl allerdings nicht sonderlich witzig fand. So harsch, wie sie entgegnete, dass sie sein Körper nicht brauchte, hoffte er nur, dass sie nicht dachte, er meinte es ernst. Na gut, dann halt weniger solcher Bemerkungen. Sie war schlichtweg angespannt, schließlich war das mehr als eine ideale Situation für sie und er wollte ihr seinen Humor nicht aufzuwingen. Innerlich seufzend setzte er wieder einmal den Blinker und bog dann in die nächste Straße ein.
      "In Ordnung, ich bin auf unsere Geschichte gespannt. Falls du irgendwelche persönlichen Informationen über mich für die Geschichte benötigst, frag einfach.", bot er höflich an, in der Hoffnung dass ihr das nicht auch schon wieder widerstrebte. Er konnte Rose nicht wirklich durchschauen und das würde er auch gar nicht erst versuchen. Sie war ihr eigener Herr und Sylas käme kaum in den Sinn, sie diesbezüglich irgendwie einzuschränken. Sie kannten einander nicht und er hatte auch kein Recht dazu.
      Erneut bog er ab und wurde dann langsamer, während er ihr eröffnete, wann sie fliegen würden. Ihre Begeisterung hielt sich in Grenzen, konnte er ihr aber auch nicht verübeln. Für sich hatte er entschieden nur ein kleines Nickerchen im Hotel zu machen, da sein Schlafrythmus durch die Arbeit ohnehin komplett zerstört war. Doch ausreichend Schlaf würde sie jetzt nicht mehr bekommen. Vor allem nicht, wenn sie noch packen musste.
      "Das ist wohl nur ein geringer Trost, aber du könntest später auch noch im Flugzeug schlafen. Ich verlange sicher nicht von dir, dass du mich am Hotel abholst, vor allem wenn du doch näher am Flughafen lebst. Dementsprechend liegst du sozusagen auf dem Weg und du musst nicht ganz so früh los. Unser Flug geht zwar um neun Uhr, aber ich hole dich erst gegen acht hier ab. Wir werden wohl kaum warten müssen, um ins Flugzeug zu gelangen." Ja, das war definitiv nur einer der Vorteile von Privatflugzeugen. Es war definitiv nicht riesig und htte ohnehin nur Platz für acht Passagiere, aber dementsprechend mussten sie auch durch keine größeren Kontrollen und der Check In war damit auch absolute Nebensache.
      Auf Roses Zeichen hin, bremste Sylas und hielt schließlich an, ehe er erwartend zu der Blondine sah, die soeben ihre Telefonnummer und einige persönliche Daten auf einen abgerissenen Teil des Umschlags schrieb und diese Informationen dann an den Brünette weiterreichte. Dieser überflog die Daten kurz, wobei er an ihrem Namen hängen blieb. Audrey Rosemary Hadley? Das war mal ein interessanter Name, den man nicht alle Tage hörte. Doch es schien ihr wichtig zu sein, dass er sie Rose nannte und dabei würde er es eben auch belassen, wenn es ihr so lieber war. Er schnappte sich seine dunkelbraune Kunstledertasche, in die er zuvor am Tag den Vertrag mit 'Brown&Carter' verstaut hatte und steckte den abgerissenen Umschlag in eine Seitentasche, wo er diesen schnell finden würde, wenn er sich heute Nacht noch an den Vertrag setzte. Er würde sich definitiv bei seiner Ankunft in der Hotellobby ein paar Kaffee auf sein Zimmer bestellen müssen, damit er die Nacht gut genug munter blieb.
      "Alles klar. Danke dir... Dann sehen wir uns also morgen früh wieder. Solltest du dich noch umentscheiden, dann schreib mir eine Nachricht. Das wäre auch vollkommen in Ordnung. Ich mach dir keinen Vorwurf, wenn du dir nach dieser Nacht doch nicht mehr so sicher bist mich zu begleiten." Seine Hand glitt in die rechte Tasche seines Jackets und zauberte eine matte pechschwarze Visitenkarte hervor, mit minimalistischem Design. Darauf standen in weißen Lettern lediglich Sylas voller Name, seine Berufsbezeichnung (abzüglich der Tatsache, dass er Sohn des Chefes war) und seine Handynummer. Er reichte ihr leicht lächelnd das kleine Kärtchen und nickte ihr dann vage zu.
      "Ich wünsche dir eine gute Nacht und hoffe du bekommst wenigstens ein bisschen Schlaf. Ich warte dann morgen früh genau hier mit dem Wagen auf dich, solltest du die Sache dann immernoch durchziehen wollen."
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ
    • Rose

      Vielleicht war sie ein wenig merkwürdig, vielleicht war sie auch ein wenig schorf zu dem Mann, aber es war eine verrückte Situation und es war vor allem alles ziemlich wirr und unbekannt.. Wer wusste, wohin sie wirklich verschwinden würde, aber Rose überlegte wirklich für einen Moment, ob es sie stören würde zu sterben. Letztendlich wartete zuhause entweder ihre zugedröhnte Mutter, samt einer der Typen, die sie angeblich liebten, und ein Chaos, oder es wartete nur das Chaos, welches aufgeräumt werden wollte, beides war nicht das Gelbe von Ei und beides war auch nicht das, was sich die Blondine eigentlich wünschte.. Was hatte sie für ein Leben? War das überhaupt eines? Sie war sich ehrlich gesagt gar nicht so sicher, ob der Tod nicht die bessere Wahl war, wenn es denn nur der Tod war.. Was, wenn der Mann zu weit aus mehr fähig sein würde? Im schlimmsten Fall natürlich, denn bisher.. Vermittelte er ihr Sicherheit, so verrückt es auch klang. Ob sie nicht besser alles absagen sollte? Sie tat es nicht, jedenfalls nicht, während sie in seinem Auto saß und die Visitenkarte in ihren Dingern ansah. Er war CEO einer Firma, die ihr nicht bekannt war, das wollte Rose oben gleich googeln, um sich dessen sicher zu werden, mit wem sie zu tun hatte, aber seine Position erklärte auch, warum es kein Problem für den Mann war so viel Geld aus dem Fenster zu schmeißen. Er musste vermutlich noch genug davon übrig haben.. Interessant...
      Um acht Uhr würde der Mann warten, damit würde die Frau die Möglichkeit haben noch einkaufen zu gehen. Moment, es hieß doch, der Flug ging um neun, reichte solch eine kurze Zeit für sie? Normalerweise brauchte man doch eine halbe Ewigkeit, bis man durch die Kontrolle durch war, bis man einsteigen konnte.. Merkwürdig, aber da dachte sie sich einfach nicht viel zu, sondern nahm es so hin. Rose war es vielleicht sogar noch viel passender, sie würde gleich alles einpacken, vielleicht nur kurz schlafen und dann in Ordnung und mit einem gefüllten Kühlschrank die Stadt für paar Tage verlassen. Morgen früh.. Das waren nur wenige Stunden, aber es war genug Zeit, deshalb blickte die Blondine zu dem Fahrer, um ihm ein sanftes Lächeln zu schenken. "Ich werde mich nicht unentscheiden", versprach sie ihm. "Aber danke, für die Möglichkeit.. Wir kriegen das hin und dann werden alle glücklich sein". Die Visitenkarte landete in den Umschlag mit dem Geld, dann schloss Rose auch ihre Tasche, um nicht andere damit anzulocken. Ihre Hand griff nach der Tür, ein letztes Mal blickte sie zu Sylas. "Um acht Uhr genau hier..", bestätigte sie ein letztes Mal die Worte. "Ich wünsche dir auch eine gute Nacht.. Und bis nachher". Mit einem sanften Lächeln stieg sie dann aber auch aus, mehr hatten sich die Beiden auch nicht zu sagen. Die Tür wurde sanft zugeschlossen, die Handtasche um die Schulter gelegt und dann lief die Frau langsam in Richtung des letzten Blocks, am Ende der Sackgasse. Sie durfte nicht gesehen werden, jedenfalls nicht mit dem Mann, einige der Menschen hier besaßen eine kriminelle Vergangenheit, sie waren nicht auf gutes aus und würden mit Sicherheit bald bei ihrer Mutter vor der Tür stehen, um zu erfahren, warum ihre Tochter mit einem gut verdienenden Kerl im Auto saß.. Sie würden entweder auf Prostitution schließen, was vermutlich alle anderen auch machen würde, oder würden es zur Erpressung nutzen, um noch mehr Geld von der Familie zu bekommen.
      Rose sah kein einziges Mal nach hinten, sie lief an einer Gruppe junger Männer vorbei, denen sie zunickte, man kannte sich, wenn man hier wohnte und bisher haben diese Herrschaften sie auch in Ruhe gelassen, waren nicht irgendwie aufmüpfig oder aggressiv, es konnte sich aber immer jeder Zeit ändern.. Mit den fünfzehn tausend würde es aber eine Möglichkeit geben endlich hier rauszukommen, endlich ein neues, besseres Leben anzufangen weit weg von dem Geschrei und der Gewalt. Schon wieder war ein Streit zu hören, als die Frau nach ihrem Schlüssel aus der Tasche griff. Einer der Nachbarn schrie seine Frau an, drohte ihr sie umzubringen, Alltag hier, aber man rief die Polizei nicht, nicht bei so etwas.. Nicht, wenn man nicht sterben wollte, aber vielleicht war der Tod gar nicht mal so schlimm? Vielleicht war aber die Aussicht auf Besserung besser, denn mit samt des heutigen Geldes würde Rose über zwanzig tausend Dollar besitzen und damit war ein neues Leben definitiv in Aussicht.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • ~ Der nächste Morgen ~


      Sylas
      Er hatte tatsächlich die Nacht so gut wie gar nicht geschlafen, stattdessen hatte er nachdem er am Hotel angekommen war, erst einmal eine ausgiebige heiße Dusche genommen und sich anschließend im Bademantel gekleidet an den Vertrag gesetzt. Alles was sie zuvor besprochen hatte, legte er in diesem Dokument fest und er ließ sogar noch Spielraum für weitere Klauseln, sollte einer der Parteien der Sinn danach stehen. Es war kein sehr umfangreicher Vertrag, schließlich handelte es sich hierbei nur um ein Wochenende und nicht (beispielsweise) ein ganzes Jahr. Er räumte ihr viele Freiheiten in diesem Vertrag ein, unter der Bedingung, dass sie die Tarnung nicht auffliegen lassen würde. Sollte sie gegen diesen Vertrag verstoßen, würde sie keine Bezahlung bekommen, sollte Sylas wiederum etwas vertragswidriges tun... nicht dass er das vorhatte... würde er ihr noch zusätzlich Entschädigungen zahlen. Alles in allem war es ein ziemlich einfacher und normaler Vertrag für eine nicht ganz so normale Vereinbarung.
      Den Rest der Nacht hatte er nicht geschlafen, sondern noch ein paar Telefonate getätigt, die Passagierdaten von Rose an den Piloten weitergegeben und seine wenigen Sachen zusammen gepackt, die er aus seinem Koffer überhaupt herausgeholt hatte.
      Er hatte seinen Anzug vom Vorabend nun gegen ein simples weißes Hemd ausgetauscht, deren Ärmel er hochgekrempelt hatte und trug dazu eine dunkle graue Jeans. Seine braunen Locken hatte er zwar versucht etwas zu bändigen, doch heute schienen sie besonders wild zu sein und resignierend entschied er sich, sie weitestgehend so zu lassen, wie sie gerade waren. Vielleicht sollte er demnächst wieder zum Frisör. Langsam wurden sie ihm doch wieder zu lang.
      Schlussendlich verließ er bereits gegen sechs Uhr sein Hotelzimmer, gönnte sich noch ein ausgiebiges Frühstück, checkte aus dem Hotel aus und machte sich dann mit dem Mietwagen wieder auf den Weg zu der jungen Blondine. Er hatte noch am Abend ihre Handynummer in seines eingespeichert, doch bisher keinerlei Nachrichten von ihr erhalten, dass sie es sich anders überlegt hätte. Grundsätzlich ja nichts Schlechtes und sie hatte ihm ja auch zugesichert, dass sie ihre Meinung nicht ändern würde, doch er hatte ihr zumindest die Möglichkeit einräumen wollen. Es war schon seltsam. Rose zählte nun zu einem von sehr wenigen Kontakten in seinem Handy, die privater Natur waren, selbst wenn er nicht ganz verleugnen wollte, dass sie ja dennoch eine gewisse geschäftliche Beziehung hatten. Nur eben eine andere Art geschäftlicher Beziehung, als er es normalerweise pflegte.
      Eine ganze Weile fuhr er, schließlich war sein Hotel nicht gerade in der Nähe von Roses Viertel, doch sobald er nur noch wenige Blocks entfernt war, entschied er sich über den eingebauten Bluetooth Lautsprecher im Wagen, der mit seinem Handy verbunden war, die junge Frau anzurufen, um sie wissen zu lassen, dass er gleich bei ihr sein würde. Während das Gerät die Nummer wählte, glitt sein Blick zur digitalen Uhr. Zehn Minuten vor um acht. Er hatte wirklich ein gutes Timing. Er trommelte leicht mit den Fingern auf dem Lenkrad herum, während er das Freizeichen vernahm und darauf wartete, dass die junge Frau abnahm. Noch während sie sich dann meldete, kam er selbst zu Wort und bog parallel dazu in die nächste Straße ein. "Guten Morgen. Ich bin gleich bei dir. Bist du bereit?", erkundigte er sich freundlich ehe er nun noch die restlichen wenigen Kilometer hinter sich brachte und schließlich an der gleichen Stelle zum Halten kam, wo er die Blondine noch vor einigen Stunden abgesetzt hatte. Ihm war bewusst, dass sie ihn etwas entfernt von ihrem Haus hatte parken lassen, schließlich wollte sie wohl nicht mit ihm gesehen werden... oder sie wollte nicht, dass er wusste, wo genau sie wohnte. So oder so war es ihm weitestgehend egal, schließlich war es ihre Entscheidung. Er stellte den Motor aus und stieg aus dem Wagen, um außerhalb auf sie zu warten und gleich wenn nötig ihr Gepäck im Kofferraum zu verstauen.
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ
    • Rose

      Sie kam irgendwie mit dem schweren Einkauf oben in der vierten Etage des Hochhauses an und seufzte, als die Tür ins Schloss fiel. Ihre Mutter war vor gut einer Stunde nach Hause gekommen, wurde von einem ihrer Freier dort abgeliefert, um in die Arme ihrer Tochter zu fallen. Rose war nicht begeistert von dem Geruch, den sie wahr genommen hatte, aber ihr war es letztendlich egal, denn die Frau schlief in ihrem Bett und würde vor Mittag nicht wach werden. Ein wenig vom schlechten Gewissen breitete sich schon bei der Blondine aus, immerhin würde sie ihre Mutter für die nächsten Tage komplett alleine lassen, aber der Kühlschrank würde gut gefüllt sein, dafür hatte sie gesorgt und zog sich die Schuhe im Flur aus, um die Tüten in die Küche zu stellen. Ob das Essen in zwei Tagen schon leer sein würde? Vermutlich.. Meistens ernähren sich alle Freunde ihrer Mutter bei ihnen und nach einigen Substanzen, die sie zu sich genommen haben, wurde der Hunger und vor allem auch der Appetit wirklich hart.. Dagegen konnte aber auch die Blondine nichts tun, denn das würde so oder so passieren und die restlichen zwei Tage würde ihre Mutter schon klar kommen. Geld konnte sie ihr auch nicht lassen, das würde alles in Drogen investiert werden und wenn Rose auch nur den Anschein erwecken würde sie hätte hier Geld in der Wohnung versteckt würde sie auf ein riesiges Chaos stoßen, wenn sie zurück käme. Es war alles nicht ganz so einfach, aber sie konnte mit dem Wochenende ihre Mutter dort rausholen und allein dafür war es einfach alles wert.
      Rose hatte einiges eingepackt, dafür eine kleine Reisetasche genommen, nichts besonderes.. Viel mehr konzentrierte sie sich einige Zeit auf das, was sie eigentlich mitnehmen sollte. Wie stellte sich Sylas seine Freundin vor? Sollte sie etwas heißes tragen, etwas sehr gewagtes? Dafür packte sie ein kürzeres Kleid ein, falls es der Fall war, falls er etwas eleganteres bevorzugte gab es auch für diese Variante etwas, was die Blondine ej packte. Sie entschied sich natürlich auch für etwas gemütlicheres, war sich aber nicht sicher, ob er ihr nicht vielleicht Kleidung bereit stellen wird in der Form, in welcher er es haben wollte. Nun, das nötige Geld hatte der Mann ja, es wäre also nicht ungewöhnlich, wenn es der Fall wäre, aber davon wollte sie natürlich nicht ausgehen und entschied sich einfach alles mitzunehmen, was passen könnte. Es gab hübsche Unterwäsche, etwas anderes besaß sie auch seit ihrer Arbeit in dem Club nicht, aber die Frau ging auch nicht davon aus, dass sie das brauchen wird.. Sonst landeten die normalen anderen Sachen in der Tasche, ihre Schminke, auch wenn sie nicht viel von besaß und auch nicht viel gerne nutzte, Shampoo und Co..

      "Mom?", leise blickte Rose in das Schlafzimmer ihrer Mutter. Ihre Tasche war gepackt, das Geld gut verwahrt und sie auch eigentlich bereit. Die Frau murmelte etwas undeutliches, sie war noch definitiv in ihren Rausch. Eigentlich wollte die Blondine deshalb auch wieder gehen, ganz ohne einer Verabschiedung.. Bis sie etwas hörte. "Audrey..",murmelte ihre Mutter und seufzte. "Ist etwas passiert?". Normalerweise wurde sie nicht geweckt, ganz natürlich, dass sie davon ausging, es wäre etwas passiert. "Nein.. Aber...also..Vielleicht..", so wirklich wusste Rose aber auch nicht, wie sie es ansprechen wollte. "Ich.. Bin für drei Tage weg, okay..? Ich muss ein paar Sachen regeln". Es regte sich nichts.. Die Frau schien wohl weiter zu schlafen, deshalb war Rose dabei die Tür zu schließen. "Warte..", es gab doch eine Regung. Die Frau hielt ihre Hände nach ihrer Tochter aus und die Blondine bewegte sich mit einem Lächeln auf das Bett zu.. Es war immer noch ihre Mutter, welche sie lieb hatte, wirklich lieb, für sie tat sie dich alles. "Ich habe dich lieb, kleine Maus..", die Frau sprach etwas undeutlich, nahm ihre Tochter aber direkt in den Arm, um sie an sich zu drücken. Sie roch nach Alkohol und einigen anderen Dingen, an die Rose jetzt lieber nicht denken wollte. "Ich habe dich auch lieb, Mom"... Ob sie es noch mitbekam, wusste die Blondine nicht, denn die Frau schlief wieder fest, als auch das Telefon in der Hosentasche vibrierte. Schnell, aber gleichzeitig darauf bedacht nicht ihre Mutter zu wecken löste sich Rose, um im Flur ans Telefon zu gehen. Die Nummer hatte sie sich gleich auch schon ein gespeichert, nachdem sie in der Wohnung angekommen war..
      "Bist aber früh dran..", sie schmunzelte, sprach aber relativ leise, um nicht ihre Mutter zu wecken. "Ich bin fertig, ich muss nur noch runter laufen". Sylas kündigte an, er sei schon da, das bestätigte Rose auch, bevor sie auflegte und ihre Schuhe anzog. Sie entschied sich für etwas gemütliches, mit der Leggings und einem lockeren Oberteil, sie hatte auch vor im Flugzeug zu schlafen, da passte eine Jeans einfach nicht.. Das würde nur störend sein..
      Die Blondine schloss die Tür hinter sich, hatte ihre Handtasche um die Schulter und ihre kleine Reisetasche in der Hand. Es war ruhig in der Gegend, um diese Uhrzeit schliefen die anderen noch, meist bis in den Nachmittag, im Nachts wieder aktiv sein zu können. Der Wagen war von der Tür aus zu erkennen, der Mann stand an dem Auto, ob er genauso aufgeregt war, wie sie? Sie wusste es nicht, aber ihr Herz klopfte wie wild mit jeden Schritt, den sie auf ihn zu machte. "Ich mag Pünktlichkeit", stellte Rose fest, als sie nah genug war, dass der Mann sie hören würde. Sie schenkte ihm ein Lächeln. "Aber muss man für einen Flug nicht deutlich früher anwesend sein?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sylas

      Es dauerte nicht allzu lange, da hatte Rose auch schon abgenommen und bestätigt, dass sie gleich am Auto sei. Er legte auf, verließ den Wagen und wartete draußen auf die junge Blondine, die recht bald darauf ihn mit einer Handtasche und einer kleinen Reisetasche bewaffnet erreichte. Höflich wie er in der Regel nun einmal war, nahm er ihr die Reisetasche aus der Hand und stellte sie zu seinem Reisegepäck in den Kofferraum, ehe er für sie die Beifahrertür öffnete und abwartete, bis sie sich hinein gesetzt hatte. Er selbst umrundete daraufhin den Wagen und stieg auf der Fahrerseite wieder ein, wo er den Motor startete und sich der schwarze BMW schließlich in Bewegung setzte.
      "Für normale Linienflüge schon. Allerdings fliegen wir nicht mit einem normalen Passagierflugzeug. Die Firma, für die ich arbeite besitzt ein kleines Privatflugzeug, welches wir für solche geschäftlichen Ausflüge benutzen dürfen.", erklärte er vorsichtig, ließ dabei allerdings bewusst den Faktor außen vor, dass er als Sohn des CEOs und damit als Familienmitglied das Flugzeug natürlich auch so nach Belieben benutzen durfte, ohne dass eine Geschäftsreise dafür nötig war. Allerdings machte Sylas auch nie wirklich Urlaub, von daher lief es ja ohnehin immer darauf hinaus, dass der Flieger doch nur geschäftlich genutzt wurde.
      Der Brünette hatte den Flughafen als Navigationspunkt eingegeben und folgte nun der freundlichen weiblichen Stimme, die ihm mitteilte, er müsse im nächsten Kreisverkehr die zweite Ausfahrt nehmen. "Ich hoffe du hast jetzt alles geklärt, bevor wir den Bundesstaat verlassen. Es sind zwar nur drei Tage, aber auch da kann einiges passieren. Den Vertrag und die Anzahlung gibt es dann im Flieger."
      Eine ganze Weile folgten sie mit dem Wagen den Instruktionen des Navigationssystems, ehe sie kurz nach halb neun den Flughafen erreichten und den Wagen in einer der Tiefgaragen parkten, wo die Mietwagen später wieder abgeholt wurden.
      Sylas stieg aus, holte sein Gepäck aus dem Kofferraum und bot Rose ebenso an ihre Reisetasche zu tragen, für den Fall, dass sie das wollte. Nachdem sie sich dazu geäußert hatte, verließ der junge Mann mit ihr zielstrebig die Tiefgarage über einen Fahrstuhl, mit dem sie recht zügig den Check-In für Privatflüge erreichten. Hier herrschte an sich gähnende Leere, wenngleich er deutlich luxuriöser ausgestattet war, als der zumeist überfüllte Check-In der Linienflüge. Sie meldeten sich also für ihren Flug an, gaben ihr Gepäck auf und liefen wenige Minuten später auch schon mitsamt Personal über das Rollfeld, um den kleinen Privatjet zu erreichen, der einzig und allein auf ihre Ankunft wartete. Höflich wie immer begrüßte der Pilot seine beiden Passagiere, wobei der Mann Mitte vierzig mittlerweile schon fast zur Familie von Sylas gehörte und dieser der einzige Pilot war, der die Familie fliegen durfte. Offenbar war sein Vater da sehr penibel und Sylas sollte es durchaus Recht sein, er mochte den Mann wirklich. Freundlich nickte der Brünette dem Piloten zu, ehe er auch schon einstieg und sich erstmal auf einer der Sofas gemütlich machte. Sanft lächelnd blickte er zu Rose auf und deutete auf die anderen Möbel in dem Jet. "Setz dich. Der Flieger wird erst in ein paar Minuten losfliegen. Falls du Durst oder Hunger hast, wir besitzen auch eine kleine Minibar weiter vorne."
      Vielleicht würde er ebenfalls versuchen auf dem Heimflug etwas zu schlafen. Er spürte nun, dass er die Nacht nicht geschlafen hatte und er etwas ausgelaugt war. Sie würden schließlich ein Weilchen fliegen, um in die Heimat zu gelangen. Da waren ein oder zwei Stunden Schlaf doch sicherlich dennoch drinnen.

      ღ For my adorable Shadowhunter ღ