Mystery Club [KommiCat & Cailemia]

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    • Mystery Club [KommiCat & Cailemia]

      Nao
      Ich war gerade damit fertig geworden eine weitere Tasse Tee zuzubereiten und goss auch Rei einen ein, der sich ebenfalls im Clubraum aufhielt, als ich bereits Mias Schritte hören konnte, bevor sie die Tür aufriss, in den Raum stolperte und vom Tisch dabei aufgehalten wurde.
      Statt auf dem Boden landete sie mit dem Oberkörper auf dem Tisch und sie wirkte unglaublich aufgeregt, ich konnte mir schon denken, womit sie nun wieder kommen würde, noch bevor sie ihren Mund aufmachte.

      Miyasa

      Ich stürmte durch die Gänge der Schule, viel zu aufgeregt um zu stoppen, selbst als mich die Lehrer darauf aufmerksam zu machen versuchten, dass das Rennen in den Gängen verboten war, aber das war mir im Moment egal, ich hatte gerade die perfekte Clubaktivität gefunden und wollte meine Idee so schnell wie möglich mit den anderen teilen, auf Geister und Monster zu jagen.
      „Hey, hey, hey! Ihr ratet nie, was ich gefunden habe!“, grinste ich breit und wartete nicht einmal auf eine Antwort, während ich weiter sprach, dass meine Stirn von dem Aufprall gegen den Tisch einen roten Fleck bekommen hatte, interessierte mich dabei nicht, ich wollte Geister jagen gehen!
      „In meiner Nachbarschaft gibt es da so ein altes Haus, wo komische Sachen passieren! Wir müssen da unbedingt hin und es untersuchen! Jetzt sofort!!“

    • Rei

      Ich saß gerade wieder im Clubraum am Tisch und freute mich schon auf eine schöne Tasse Tee, die ich mit Nao trinken konnte. Doch noch bevor der Tee fertig war, stürmte auch schon Miyasa in den Raum. Sie war ganz aufgeregt und erzählte uns von einem recht interessanten Haus.
      "Hallo erstmal, Miyasa", bremste ich sie zunächst etwas. "Meinst du das alte Haus, von diesem adeligen in dem seit einigen Jahren niemand leben will? Das klingtwirklich interessant, aber wir müssen nicht sofort los. Wenn dort etwas übernatürliches vorgeht, dann wird es das auch noch nach einer Tasse Tee. Setz dich doch erstmal." Ich zeigte auf einen Stuhl. Sie war schon wieder so übereifrig.
    • Miyasa
      „Yup, yup, genau das!“, meinte ich breit grinsend, und wies dabei mit dem Finger auf Rei, froh darüber, dass er bereits wusste, wovon ich da sprach. Das würde alle Erklärungen verkürzen, aber anstatt gleich los zu eilen wollte Rei erst mal einen Tee trinken... wie kann eine Tasse Tee bitte interessanter sein, als eine Geisterjagd?!
      „Muss das sei~n~?“, schmollte ich, das wir nicht gleich los konnten, ließ mich jedoch auf den Stuhl gleiten.
      „Vielleicht lohnt es sich ja dafür zu warten?“, lächelte Nao und platzierte einige Manjus, japanische Süßigkeiten, die er wohl vorher bereits auf einen Teller vorbereitet hatte, damit wir diese gemeinsam mit dem Tee essen konnten.
      Ich strahlte bei dem Anblick, ich liebte Süßigkeiten, fand mich dann jedoch im nächsten Moment in einem Konflikt wieder.
      Hmmm... Süßigkeiten oder Geisterjagd? Was war wichtiger?!
      Ich konnte mich nicht recht entscheiden, ich wollte immer noch unbedingt los, aber wenn sie schon bereit auf dem Teller lagen... und Nao sowieso Tee gemacht hatte...
      „Okay, überredet!“, meinte ich letztendlich und und krallte mir sogleich eines der weißen Köstlichkeiten, während Nao eine weitere Tasse Tee eingoss.

      Nao

      „Von dem Adelshaus habe ich auch schon einmal Gerüchte gehört. Soll es da nicht Poltergeister geben, die Krach machen, und eine angsteinflößende Gestalt, die Nachts in den Gärten umherwandert? Zumindest sind das die Gerüchte, die ich so gehört habe...“, setzte ich das Gespräch fort, nachdem der Tee fertig war und ich mich zu den anderen beiden setzen konnte.
      Unser Club war nichts besonderes, wir drei waren die einzigen Mitglieder, aber eigentlich gefiel es mir so ganz gut, immerhin verstand ich mich gut mit den beiden.
      Ich mochte es lieber Teil eines kleinen Clubs zu sein, wo wir uns alle untereinander kannten, außerdem konnten wir so in Ruhe gemeinsam Tee trinken.
      „Ich hab gehört der Adelige streift durch die Gänge, auf der Suche nach seiner toten Frau und den Kindern.“, klinkte sich auch Mia wieder ein.
      Ich fand es immer wieder wieder interessant wie sie strahlte, wenn es um das Geisterthema ging. Auch wenn sie nie wusste, wann es besser war, nicht über die Stränge zu schlagen.
    • Rei

      Nach einigem hin und her setzte sich Mia dann doch zu uns. Das war gut. Ich mochte die Ruhe hier im Club. Da wir nur drei Mitglieder waren, waren wir genug um als Club zu gelten, ohne dass zu viel Aufregung entstand. Ich mochte soziale Kontakte nicht so. Andere hielten mich für merkwürdig weil ich nicht immer weiß wie man sich richtig verhält. Aber Mia und Nao verstanden mich halbwegs. Sie machten nicht so viel Trubel um alles. Gut, Mia war euphorisch, aber immernoch angenehmer als ein Club mit vielen Mitgliedern.
      "Uh ~ Ein Geist mit unerfüllter Aufgabe. Sowas ist immer toll. Wir sollten uns das auf jeden Fall mal näher ansehen. Und Recherche betreiben. Vielleicht finden wir ja noch mehr über die ehemaligen Besitzer raus. Und wenn wir die Leute finden, die in das Haus einziehen wollten..." Er stoppte. Das war doch mehr Kontakt als er mochte und Mia würde dem nie und nimmer zustimmen. Sie wollte sofort los.
      "Aber das geht auch nachdem wir uns das Haus erstmal selbst angesehen haben" Er lächelte schüchtern.
    • Miyasa
      Sobald das Wort „Recherche“ fiel, begann ich sogleich zu schmollen.
      Klar, ich liebte es so viele Informationen wie nur möglich über das übernatürliche zu sammeln, ich liebte es jede Woche ein neues Buch über dieses Thema zu lesen, wenn ich eines in die Hände bekam und meinem Internetverlauf war auch deutlich anzusehen, das ich mich für das okkulte interessierte, doch das war noch lange nichts gegen das aufregende Gefühl, das man bekam, wenn man ein paranormales Phänomen direkt miterlebte.
      Wozu noch warten und fremde Leute befragen, wenn man die Möglichkeit hatte, sich direkt an Ort und Stelle anzusehen was Sache war?
      War es nicht genau das, was einem an dem Unbekannten reizte, dass man nichts darüber wusste?
      Also blickte ich Rei mit einem Blick an, der deutlich machte, was ich von der Idee hielt, noch mehr Zeit zu verschwenden, anstatt sofort los zu düsen – war ich nicht schon geduldig genug, dass ich dem Tee trinken zu gestimmt hatte? -, doch ich grinste gleich, sobald Rei verstanden hatte, dass das doch keine so gute Idee war und ich war froh, dass er selber darauf gekommen war, ich war nicht unbedingt gut darin meine Meinung verständlich und klar zu äußern, zumindest sagte man mir das immer.
      „Genau, genau! Jetzt verstehst du es Rei! Erst mal die Lage checken und dann können wir wieder alte Bücher und Artikel durchblättern!“, erhob ich mich halb von meinem Platz und wies mit dem Zeigefinger euphorisch auf Rei, froh darüber, dass wir uns letztendlich dazu entschieden hatten uns das Haus gemeinsam anzusehen.


      Nao
      „Na, dann scheinen wir uns da ja einig zu sein.“, lächelte ich, es genießend den beiden bei ihrem Gespräch zu zuhören, während ich meinen Tee – der mir meiner Meinung nach heute besonders gut gelungen war – trank.
      „Aber macht es irgendeinen Sinn, jetzt sofort dort hin zu gehen? Weil die meisten Geister und übernatürliche Wesen nur Nachts etwas von sich preis geben, meine ich.“, begann ich bereits lächelnd damit unsere Clubaktivität zu planen.
    • Rei

      "Nao, du siehst doch auch, wie begeistert und ungeduldig Mia ist. Ich denke auch, dass es gut wäre, sich das Haus erst einmal am Tag anzusehen, damit wir uns schon mal orientieren können und nicht im Dunkeln umherirren, ohne zu wissen wo was ist." Ich wusste, dass man Mia kaum aufhalten konnte und es schien wirklich besser zu sein, tagsüber schon mal dort hin zu gehen. Ich trank noch schnell meinen Tee aus, ehe auch ich mich erhob. "Der Tee war heute übrigens sehr lecker, auch wenn er immer lecker ist." Danach nahm ich meine Tasche mit den wichtigsten Sachen für die Erkundung des Hauses. Ich war halt gern gut vorbereitet und man weiß ja nie, was einen so erwartet.
    • Miyasa
      „Genau, genau! Du hast ihn doch gehört, wir sollten sofort los! Außerdem gibt es auch Geister, die man am Tag sehen kann! Oder vielleicht lebt ja ein Monster da drinnen?!“, stimmte ich Rei euphorisch vollkommen zu, ehe ich mich ebenfalls erhob und meine Schultasche auf die Schultern schnallte, um sofort los zu gehen.

      Nao
      „Gut, gut, ich hab es ja verstanden, wir gehen gleich.“, lächelte ich, es war immer wieder schön, wenn die beiden einmal einer Meinung waren, vor allem, weil sie so unglaublich verschieden waren.
      „Danke Rei. Es ist schön, dass hier wenigstens einer meinen Tee schätzt.“, ließ ich den letzten Satz sarkastisch, mit verschränken Armen und einem Seitenblick auf Miyasa verkünden.
      „Was meinst? Ich finde auch, dass dein Tee unglaublich lecker ist!“, gab es verwirrt von sich, als wäre es selbstverständlich.
      „Aber du sagst es nicht einmal halb so oft wie Rei.“
      „Es reicht doch, wenn er es sagt! Und jetzt los, Nao~! Mach dich auch fertig! Ich will endlich gehe~n~!“, fing sie an zu quengeln und ich lachte leicht, ehe ich letztendlich auch meine Tasche schulterte.
      Eine kleine Taschenlampe hatte ich immer dabei, seitdem ich ein Mitglied dieses Clubs war, bei allem anderen, was nützlich sein könnte, konnte man sich eigentlich immer auf Rei verlassen.
      Es verblüffte mich immer wieder wie er etwas aus seiner Tasche zog, dass wie für diese Situation gerufen war, ich wäre selber nie dazu gekommen all diese Dinge einzupacken.

      Miyasa

      Glücklich grinsten stellte ich fest, dass wir endlich los konnten und übernahm bereits die Führung, während wir das Schulhaus verließen und uns auf den Weg zu nem besagten Haus machten.
      […]
      „Sieht das nicht wie das perfekte Versteck für einen Vampiren aus?“, meinte ich mit strahlenden Augen, als wir direkt vor dem alten Anwesen standen und machte mich bereits enthusiastisch daran das große Tor zu öffnen, doch... ich musste feststellen, dass es verschlossen war und ich es nicht auf bekam.
      Frustriert ließ ich das Schloss wieder los und sah mich bereits nach einer anderen Möglichkeit um das Grundstück zu betreten.

      Nao

      Während Mia sich an dem Schloss zu schaffen machte, blickte ich mich um, aber wir schienen Glück zu haben, keine Menschenseele hielt sich in dieser Gegend auf.
      Ich wollte nicht unbedingt, dass wir dabei erwischt wurden, wie wir unerlaubt in ein fremdes Grundstück, nicht, dass es das erste mal war.
    • Rei

      Wir gingen zu dem Haus. Es war größer als erwartet. Es war schon fast eine kleine Villa. Mit allem was dazu gehört. Es war aus dunklem Stein und hatte einen metallenen Zaun als Umrandung. Vorne gab es ein großes schwarzes Tor, doch wie Mia bemerkte, war es verschlossen. Vor dem Haus waren ganz viele wild gewachsene Pflanzen und Ranken die die Hausmauer hoch rankten.
      "Geh mal zur Seite Mia"
      Ich verschaffte mir Platz am Schloss und stellte meine Tasche ab. Sofort öffnete ich sie und suchte ein wenig. Irgendwo musste ich doch etwas passendes haben. Ich suchte und fand es dann auch. Ein paar Stangenähnliche Gegenstände. Mit diesen könnte ich bestimmt das Schloss öffnen, ohne es zu zerstören. Ich machte mich an die Arbeit und hatte das Schloss tatsächlich innerhalb einer Minute geöffnet. Ich machte eine große Bewegung.
      "Herein spaziert. Das Tor ist auf"
    • Miyasa
      „Oh~ kriegst du das etwa auf?“, erkundigte ich mich neugierig und sah dabei zu, wie Rei in seiner Tasche umher wühlte und nach etwas bestimmten zu suchen schien.
      Was auch immer dieser Gegenstand war, er hatte es gefunden und konnte damit das verschlossene Tor öffnen und ich klatschte daraufhin anerkennend mit den Händen, froh darüber, dass wir endlich das alte Gebäude erkunden konnten.


      Nao
      Sagte ich doch. Diese Tasche war fast schon das wahre paranormale Phänomen.
      Lächelnd stimmte ich leicht in Mias Klatschen mit ein, ehe sie auch bereits an Rei vorbei hineinstürmte.
      „Das hast du echt super gemacht, was würden wir nur ohne dich machen?“, lächelte ich, ehe ich hinzufügte, dass wir lieber Mia folgen sollten, bevor wir sie noch aus den Augen verloren, und das konnte wirklich schnell gehen.
      Wir betraten den großen Garten des Anwesens, der mittlerweile mehr wie ein Dschungel wirkte, als ein gepflegter Garten.
      Ich versuchte mir vorzustellen, welche Pracht dieses Grundstück wohl in seiner Glanzzeit gehabt haben musste? Welche Blumen waren hier gepflanzt worden?
      Ich wette, dass es irgendwo ein Rosenbeet gegeben haben musste, vielleicht auch Veilchen oder Lilien. Konnten Lilien in unseren Breitengraden überhaupt überleben?
      Wir kämpfen uns durch das Gestrüpp hindurch, bis wir drei vor der Tür des Anwesens standen, die glücklicherweise nicht verschlossen war, im Gegenteil, sie stand sperrangelweit offen.
      „Glaubt ihr, wir werden bereits erwartet?!“, gab Mia voller Euphorie von sich, aber ehrlich gesagt bezweifelte ich das. Wahrscheinlich hatte man sich nur keine Mühe gemacht die Tür zu verschließen, das Tor schien die meisten Störenfriede ja aufzuhalten.
      „Na dann... auf in das Abenteuer würde ich sagen, was? Mia, du bleibst schön in unserer Nähe und rennst nicht irgendwo auf eigene Faust hin, okay? Das Gebäude soll ziemlich alt sein, nicht, dass dir noch was auf den Kopf fällt.“, erinnerte ich das bunte Mädchen daran, dass wir zusammen sein sollte. Das Rei irgendwohin auf eigene Faust wanderte, da machte ich mir überhaupt gar keine Sorgen.
    • Rei

      Natürlich stürmte Mia gleich voraus. Das war abzusehen. Nao und ich folgten ihr. "Ihr würdet in längst nicht so viele Gebäude und Zimmer kommen" gab ich lachend von mir auf die Frage was sie ohne mich machen würden. Ich kämpfte mich auch durch die Pflanzen. Bestimmt gab es mal einen richtigen Weg, der jetzt aber zugewachsen war. An der Tür angekommen wunderte ich mich doch etwas. Wenn das Haus doch neue Besitzer bekommen sollte... Warum stand dann die Tür offen? Das würde doch niemand machen. "Wir sollten vorsichtig sein. Irgendwas hier ist sehr merkwürdig" Wir betraten die Eingangshalle und keiner hätte wohl erwartet, dass es dort so aussah. Sie war in Grüntönen gehalten und mit doch recht edel wirkenden Mustern verziert. Es gab eine Treppe die nach oben führte, aber auch ein paar Räume die im Erdgeschoss lagen. Doch gerade als sie rein gingen und der Boden knarrte, war noch etwas anderes zu hören. Es klang... Wie ein Stöhnen? Was war das? Wo kam es her? "Ich glaube das kommt von oben"
    • Nao
      „Merkwürdig?“, erkundigte ich mich bei Rei nach seiner Aussage, als wir vor der offenen Tür standen, aber was es war konnte er mir auch nicht sagen.
      Also betraten wir vorsichtig – naja, Mia rannte dennoch mit hüpfenden Schritten hinein und begann bereits die Inneneinrichtung zu betrachten – die Eingangshalle und ich jetzt verstand ich, was Rei mit merkwürdig meinte.
      Für ein altes, verlassenes Haus, das bereits seit unglaublich vielen Jahren leer stand, gab es hier überraschend wenig Spinnennetze und Staub, nein, es wirkte sogar, als wäre vor nicht allzu langer Zeit sauber gemacht worden. Wohnte hier mittlerweile etwa doch jemand?
      Waren wir gerade in das Haus eines Fremden eingebrochen?
      Ich zuckte zusammen, aus meinen Gedanken gerissen, als ein Stöhnen die Stille durchdrang und ich konnte Mia gerade noch am Kragen packen, bevor sie die alten Treppen hinauf rennen konnte, nachdem Rei meinte, es würde von oben kommen.

      Miyasa
      „Lass los, Nao~! Ich will den Geist sehen~!“, beschwerte ich mich und versuchte mich aus seinem Griff zu befreien, um dem Geräusch hinterher zu rennen.
      Ob das der alte Mann war, der durch die Gänge strich?! Was ihn wohl an diesen Ort hielt? Ob er mit sich reden ließ?!
      „Und wenn das kein Geist sondern ein Hausbesetzer ist? Oder jemand der sich um das alte Gebäude kümmert und die Polizei ruft, wenn er uns sieht?“, wandte Nao ein und ich verschränkte schmollend die Hände vor der Brust.
      Mag zwar sein, dass er recht hatte – es war nicht unbedingt das sicherste unterfangen unerlaubt alte, fremde Gebäude zu betreten – aber ich wollte es gar nicht einsehen.
      „Und wenn es doch ein Geist ist und er wieder verschwindet?! Willst du ihn etwa nicht sehen?!“, warf ich schmollend ein und konnte sehen, das Nao durchaus Interesse daran hatte einen Geist zu sehen, weshalb ich wieder zu grinsen begann.

      Nao
      Es war nicht so, dass ich kein Interesse daran hatte, doch... dass eine gewisse Gefahr bestand, konnte ich nicht bestreiten.
      „... ich hab ja nicht gesagt, dass wir wieder gehen sollen. Lass uns einfach vorsichtig sein, okay?“, entschied ich mich letztendlich für einen Mittelweg, ließ Mia los – in der Hoffnung, sie würde erst mal da bleiben – und begann in meinem Rucksack nach der Taschenlampe zu suchen.
      Es war vielleicht nicht die beste Waffe, aber im Notfall konnte ich damit immer noch jemandem einen anständigen Schlag auf den Kopf verpassen.
      „Wir sollten zusammen bleiben, wenn wir nach der Quelle des Geräusches suchen wollen.“, schlug ich vor.

      Miyasa
      „Okay!“, rief ich, froh darüber, dass wir dem Geräusch doch noch auf die Spur gehen würden.
      „Was meint ihr? Ist das ein Geister? Ein Vampir? Vielleicht sogar ein Werwolf?!“, überlegte ich laut, was sich wohl in den oberen Räumen verbergen könnte und wollte dabei die Meinung der anderen beiden wissen.
    • Rei

      "Nao hat Recht. Wir sollten vorsichtig sein. Wir wissen nicht ob dieses Gebäude wirklich verlassen ist. Ich habe keine Lust von einem Vampir angegriffen zu werden weil wir ihn am Tag geweckt haben" Ich meinte das zwar nicht so ganz ernst, aber man konnte nicht ausschließen ob es nicht vielleicht doch so käme. Es gibt viel übernatürliches, warum dann nicht auch Vampire? Nur weil man etwas noch nie gesehen hat, heißt es nicht, dass es nicht existiert. SChließlich gibt es ja auch Narwale, die man als Einhörner der Meere bezeichnen könne. Gut, bei denen ist das Horn ein Zahn, aber dennoch.
      "Das stimmt, wir sollten definitiv zusammen bleiben. So haben wir doch etwas mehr Sicherheit falls etwas unerwartetes passiert, was sehr wahrscheinlich ist."
      Wir setzten uns langsam in Bewegung und ich betrat die Treppe. Sie knarzte ziemlich. Ich hielt inne und lauschte. Doch es hatte sich nichts geändert. Wieder hörte man diese Stimme, doch sie schien sich nicht zu bewegen. Glück gehabt.
      "Es könnte alles sein. Bei einem Geist wäre es jedoch merkwürdig dass es hier so sauber ist. Die können nicht putzen. Vampire sind cool, aber schwer einzuschätzen. Legen die Wert auf Sauberkeit? Ich weiß es nicht. Werwölfe haben ja etwas tierisches. Dazu würde wieder passen dass es keine gleichmäßige Sauberkeit ist. Es könnte mit dem Schwanz zufällig sauber gemacht haben. Vielleicht ist es aber auch was ganz anderes. Elfen? Ein Oger? Ein Roboter der zum leben erwacht ist? Es könnte alles sein. Lasst uns Hinweise suchen"
      Ich lief weiter und wir kamen in die obere Etage. Hier hab es einige Türen. Ich entschied, dass wir erst nach rechts gingen, wo weniger Türen waren. Wir öffneten langsam und vorsichtig die Türen und fanden ein rosanes Zimmer, ein Bad und eine Art Speisekammer, aber keine Spur von leben.
      "Dann lasst uns jetzt den anderen Gang untersuchen"
    • Nao
      „Ich fürchte gegen einen Vampiren werde ich mit der Taschenlampe nicht weit kommen.“, lächelte ich schief, doch sollte es tatsächlich so weit kommen – woran ich ehrlich gesagt nicht glaubte, bisher hatten wir ja nicht einmal einen eindeutigen, richtigen Geist gesehen, und dann gleich einem Vampiren begegnen? - konnten wir für Plan W entscheiden: Weglaufen.
      Ich war froh dass wir uns darauf einigen konnten, als Gruppe zu agieren, anstatt sich aufzuteilen und konnte nur hoffen, dass sich Mia auch daran halten wird.
      „Was auch immer es ist, ich hoffe nur, es ist friedlich.“, setzte ich dem Gespräch hinzu, ehe wir langsam wir knarzende, zum Teil beschädigte Treppe hinauf stiegen. Hier oben war es genauso eigenartig sauber wie in der Eingangshalle und auch die Räume, die wir einem nach dem anderen durchsuchten, waren sauber.
      Keine Spuren von riesigen, alten Spinnennetzen oder dicken Staubschichten, aber genauso wenig konnten wir irgendwelche Hinweis darauf finden, wer oder was hier leben oder sich verstecken könnte.
      Während Mia und Rei eine Tür nach dem anderen öffneten, blickte ich mich um, um sicher zu gehen, dass uns niemand verfolgte oder entgegen kam, während wir mit dem Rücken zum Gang standen, man konnte ja nie wissen.
      Vielleicht fühlte ich mich auch etwas verantwortlich für die anderen beiden, weil ich der älteste unserer Gruppe war.
      Als wir in diesem Gang nichts fanden, wandten wir uns dem anderen zu und es war deutlich, dass das eigenartige Geräusch hier lauter wurde.
      Plötzlich fiel mir etwas ein: was wenn, wer oder was auch immer sich hier befand, verletzt war? Wieso sonst das stöhnen? Naja, wenn es ein Geist wäre würde es das auch erklären.

      Miyasa
      Eifrig und voller Neugier sah ich mich in den großen, wohl einst mal prunkvollen Gängen und Räumen der kleinen Villa um, untersucht die ein oder andere alte Vase und starrte für einige Minuten das alte Bild im rosanen Zimmer an, aber da es nur ein Landschaftsgemälde war, weckte es mein Interesse nicht besonders.
      Viele Bilder gab es hier leider nicht, vielleicht hat es sie mal gegeben, aber von diesen waren nur noch Abdrücke an den Wänden zurück geblieben, wo sie wohl einst mal gehangen haben.
      Ein früherer Besitzer des Grundstückes musste sie wohl alle verkauft haben, wussten die denn nicht, dass man – vor allem in einem verfluchten Haus – lieber nichts anfasste und weggab?
      Das machte es fast unmöglich einen Weg zu finden einem Geist ins Jenseits zu verhelfen!!
      Da Rei und Nao doch keine Hinweise finden konnten, konnten wir uns endlich dem interessanten des Obergeschosses widmen: dem Gang, aus dem das Geräusch kam!
      Sofort lief ich ein wenig vor den anderen beiden vor und öffnete die nächst beste Tür, als ich mich daran erinnerte, das wir ja vorsichtig sein wollten, machte ich es etwas langsamer, als ich es normalerweise tun würde, und fand mich in einem großen Raum wieder, der wohl einst als Salon gedient haben musste, doch auch hier waren alle Wertgegenständen verschwunden.
      Dennoch betrat ich den Raum, vielleicht fand sich ja in diesen Schränken irgendetwas interessantes?
      Also machte ich mich bereits daran einige Schubladen zu öffnen, während Rei und Nao nachkamen, und lächelte breit, als ich tatsächlich fündig wurde und etwas interessantes fand.
      Es war ein altes, kleines, vergilbtes Buch mit einem Ledereinband.
      Nach der Schrift nach zu urteilen und den genauen Datums vermerken, muss es sich um ein altes Tagebuch handeln, aber die Seiten waren so alt, dass es anstrengend war, darin zu lesen.
      „Sir Magnus von Hennen... hey, Rei, hast du schon mal von so nem Mann was gehört?“, fragte ich ihn, da ich wusste, dass er in solchen Sachen mehr wusste, als Nao.
      Vor beitritt des Clubes hatte er sich auch nicht viel mit dem Übernatürlichen und historischen auseinandergesetzt.
      Ich blätterte auf die erste Seite und versuchte die Jahreszahl zu entziffern.
      „1745... boah~ ist das alt!“, gab ich anerkennend von mir, ehe ich es in meiner Rocktasche verstaute. Es dauerte mir im Moment zu lange zu entziffern, was hier alles geschrieben stand, dafür würde ich mir später die Zeit nehmen, aber erst mal: es war nur noch ein Raum übrig und ich war mir ganz sicher, dass das Geräusch von dort kam!
      Also trottete ich wieder voraus und wollte gerade die Tür öffnen, ich konnte es kaum erwarten zu sehen, was sich auf der anderen Seite befand, musste aber im nächsten Moment feststellen, dass sie abgeschlossen war.
      Ich versuchte noch ein paar mal am Türknauf zu drehen, drückte mit dem Fuß dagegen – vielleicht klemmte es ja nur etwas? - ehe ich letztendlich aufgab und mich an Rei wand.
      „Bitte sag die kannst du auch öffnen!“
    • Rei

      Wir widmeten uns dem anderen gang un konnten hören, dass Das Stöhnen von dort kam. Nun mussten wirnur noch die exakte Quelle finden. Mia lief mal wieder voraus, doch merkte ich, dass sie sich dennoch zurück hielt. Sie öffnete die Tür nicht so schnell wie sie normalerweise würde. In den Raum fand sie ein Buch. "Magnus von Hennen...? Lass mich kurz nachdenken..." Ich überlegte. Das war ein ziemlich eigenartiger Name. An den würde ich mich doch erinnern, dachte ich. "Nein, das sagt mir nichts. Aber wenn wir zurück sind werde ich mal ein wenig recherchieren" Als Mia mir dann noch eine Jahreszahl nannte, war ich erstaunt. Konnte das Buch wirklich schon so alt sein? "Echt? Dafür ist das Buch aber noch echt gut erhalten." Wir verließen den Raum wieder, als wir sonst nichts gefunden hatten. Gut, ich hatte mir noch ein paar Briefe mitgenommen, die unter einer kleinen Couch lagen. Es passte nicht wirklich in den Raum, auch wenn er wie die Wände in rot gehalten war. Doch es wirkte noch ziemlich neu und passte somit nicht. Nun war nur noch ein Raum übrig. Doch schien dieser nicht zugänglich. Vielleicht klemmte sie. Oder sie war verrostet. Oder aber, sie war einfach verschlossen. Ich sah mir das Schloss genauer an.
      "Hmm... Das sieht nicht gut aus... Das Schloss ist ziemlich verrostet. Ich glaube nicht, dass ich es so einfach öffnen kann."
      Dennoch holte ich Werkzeuge raus und versuchte es. Plötzlich war ein Zischen zu hören. "Hchhhh" Ich erschrak.
      "Ich glaube wir sollten erstmal gehen. Egal was hinter dieser Tür ist... Ich will ihm nicht begegnen" Ich ging ein paar Schritte zurück und hoffte, dass mir die anderen zustimmen würden.
    • Miyasa
      „Danke, aber nicht nötig, ich kann meine Recherche auch alleine machen.“, grinste ich breit, als Rei meinte, er würde später recherchieren. Das war ja durchaus nett gemeint, aber ich wollte das selber machen. Das war doch der halbe Spaß an allem.
      „Ja, nicht wahr?!“, freute ich mich mit breit Lächelnd. Zwar war die Schrift hier und da verschmiert und Flecken schmückten die vergilbten Seiten, aber bei dem Alter war es ein Wunder, dass es überhaupt noch irgendwie entzifferbar war, was mich umso mehr freute. Heute schien echt mein Glückstag zu sein! Und dann wartete ja auch noch ein übernatürliches Wesen im nächsten Raum auf uns! Bitte sei nicht einfach nur ein Hausmeister, bitte!
      „Versuchs! Bitte!“, flehte ich Rei fast schon an, als er meinte, er wüsste, nicht, ob er die Tür würde öffnen können, aber ich drückte ihm die Daumen, hoffend, dass er es doch irgendwie hinbekommen würde.
      Wenn nicht... ob man uns wohl sehr böse wäre, wenn wir die Tür kaputt machen?
      Mit großen Augen starrte ich zur Tür, als plötzlich ein unmenschliches Zischen ertönte, während ich Rei angefeuert hatte die Tür aufzubekommen.
      „Ha~ch?! Aber genau deswegen sind wir doch hier! Was wenn es weg ist, wenn wir später wieder kommen?!“, beschwerte ich mich und war offensichtlich alles andere als froh darüber, dass Rei aufgegeben hatte. Er war wahrscheinlich der einzige von uns, der die Tür hätte öffnen können.
      Statt wie Rei von der Tür weichen, ging ich direkt auf diese zu und begann dagegen zu klopfen.
      „Hallo~?! Ist da jemand?!“, rief ich laut und hoffte, dass wer oder was auch immer, mich hören könnte, „Wir sind nicht hier um dir zu schaden, versprochen! Bist du ein Geist? Bist du? Vielleicht können wir dir ja helfen ins Jenseits zu kommen!! Dafür müsstest du uns aber aufmachen, bitte, bitte?“

      Nao
      „... Mia, ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist.“, legte ich ihr zögernd die Hand auf die Schulter und hoffte beim besten Willen, dass es nur bei einem Zischen oder Stöhnen bleiben würde, „Rei hat Recht, was auch immer sich auf der anderen Seite befindet, könnte uns auch feindlich gesinnt sein. Auf so was sind wir nicht vorbereitet, das musst doch sogar du verstehen?“
    • Rei

      "Mia, bitte hör damit auf. Wir wissen nicht was auf der anderen Seite ist, aber es klingt ziemlich wütend. Außerdem darfst du nicht vergessen dass wir eigentlich nicht hier sein dürfen. Wenn uns jemand erwischt, bekommen wir nur wieder Probleme mit der Polizei. Du weißt doch, wie das damals geendet hat, oder?"
      Ich dachte zurück an das Erlebnis. Wir sind unsere ganzen Ersparnisse los gewesen. Wir hatten Glück dass es das erste mal war, dass wir erwischt wurden. Somit gab es nur eine Geldstrafe und die mussten wir von unserem Geld bezahlen. Mia würde wohl nicht so leicht aufgeben und bevor sie versuchen konnte, uns anzuflehen, nahm ich sie am Arm und zog sie erstmal von der Tür weg. In dem Moment war wieder ein wütendes Zischen zu hören. Was immer dort war, es wurde gerade richtig wütend.
      "Mia, egal was dort ist, es kommt nicht raus. Die Tür ist zu und nicht so leicht zu öffnen. Wenn wir abends nochmal kommen, hat es sich bestimmt beruhigt oder vielleicht schläft es auch. Dann können wir nochmal versuchen die Tür zu öffnen. Aber jetzt sollten wir gehen. Also komm."
      Ich zog sie weiter am Arm, denn sonst würde sie wohl nie mitkommen.
    • Miyasa
      „Aber... aber...“, wollte ich nicht aufgeben und suchte nach irgendetwas, das die beiden dazu überreden konnte, doch zu bleiben, aber mir fiel leider nichts ein, was ich nicht schon gesagt hätte.
      Rei und Nao schienen sich wirklich Sorgen darum zu machen, ja, sich sogar zu fürchten, was wohl auf der anderen Seite der Tür sein könnte.
      Gerade wollte ich es doch noch einmal versuchen, die beiden dazu zu überreden, vielleicht noch wenigstens etwas mit dem Wesen auf der anderen Seite zu reden, als Rei auch schon meinen Arm packte und mir ein weiteres Mal ins Gewissen zu reden versuchte.
      Ich schmollte, wollte nicht gehen, so logisch es auch war, doch dann nahm auch Nao meinen anderen Arm und die beiden zogen mich gemeinsam geradezu aus dem Anwesen.
      Ich wehrte mich zwar nicht, schmollte aber die ganze Zeit über, während wir wieder zum Clubraum zurückkehrten.
      „Aber wir versuchen es heute Abend nochmal, versprochen?“, verlangte ich von Rei schmollend, dass er es mir versprach.
    • Rei

      Nao verstand, dass es besser war, erstmal zu gehen und half mir daher, Mia aus dem Haus zu bewegen. So blieb wenigstens nicht die ganze Arbeit an mir hängen und ich war nicht allein 'Schuld' dass Mia gehen musste. Wir gingen zurück in den Clubraum. Sofort wollte Mia dass wir so schnell wie möglich zurück gehen. Aber so leicht ging das nicht. "Nein, das geht nicht. Ich muss heute Abend doch was erledigen. Das hab ich dir auch gesagt. Aber von mir aus können wir morgen Abend gehen. Du wolltest doch auch über das Buch und den Besitzer recherchieren." Vielleicht hatte sich das Wesen im Haus auch bis morgen Abend beruhigt. Das war jedenfalls wahrscheinlicher als dass es bis heute Abend ruhig wäre.
    • Miyasa
      „Das höre ich zum ersten Mal!“, gab ich schlecht gelaunt von mir und und schmollte weiterhin von mir hin, die Arme auf dem Tisch überkreuzt und mit dem Kinn darauf liegen, während ich einen kleinen, funkelnden Stein hin und her rollte, der als Deko auf unserem Tisch lag und von dem gesagt wird, er soll einen angeblich vor dem übernatürlichen schützen.
      Ein hübsches Souvenir aus dem Urlaub meiner Eltern, mehr nicht.
      „So ne Geisterjagd ist doch viel spannender, als ein altes Buch...“, murmelte ich vor mich hin, mehr zu mir selbst, als zu irgendjemanden sonst.
      Versteht mich nicht falsch, ich mochte es alte Bücher von verstorbenen zu lesen und ihnen alle ihre Geheimnisse durch stundenlange Recherche zu entreißen, für so was hatte ich sogar nichts dagegen etwas zu lernen!! Tausendmal interessanter als Mathe.
      Trotzdem... Geisterjagd war doch spannender und oft bekamen wir auch nicht die Chance dazu.
      Klar, ich könnte mich auch einfach alleine rein schleichen, aber das letzte Mal, als ich das gemacht hatte, waren Nao und Rei böse auf mich geworden und ich musste ihnen versprechen, das nicht noch einmal zu machen.
      Also blieb mir wohl nichts anderes übrig als bis zum morgigen Abend zu warten.
      Ich seufzte und ich legte mich längst auf den Tisch.

      Nao
      „Sollten wir... sollten wir da wirklich wieder hin gehen?“, war ich mir nicht sicher, ob das wirklich eine gute Idee war. Ich meine, Geister waren ja eine Sache, aber das Wesen auf der anderen Seite der Tür klang unglaublich aggressiv und nicht wie etwas, das keinen Körper besaß und uns damit nur bedingt gefährlich werden könnte.
      Ob ich selber ein übernatürliches Wesen zu Gesicht bekommen wollte? Ja, wollte ich.
      Aber war es das wert, wenn man riskieren musste im schlimmsten Fall zu sterben? Ich war mir da in diesem Moment nicht so sicher.
      „Ich meine... wenn dieses Wesen wirklich gefährlich ist, sollten wir es nicht lieber in Ruhe lassen?“, sprach ich meine Zweifel offen aus und mir war von Anfang an klar, dass Mia meine Sorgen nicht verstehen würde – sie war bei weitem das furchtloseste Mädchen, dem ich je begegnet war, was ehrlich gesagt oftmals mehr Bürde als Glück war – weshalb ich meine Worte eher an Rei wandte und ihn auf eine Antwort wartend ansah, während ich wieder eine Tasse Tee trank, um meine Nerven zu beruhigen.
      Man hatte es mir zwar nicht ansehen können, aber ich war froh, als wir die alte Villa hinter uns gelassen hatten. Meine Hände zitterten immer noch leicht.
    • Rei

      Nao sprach seine Zweifel aus noch einmal zu dem Haus zurück zu kehren. Ich konnte seine Bedenken verstehen, denn das Wesen hinter der Tür klang nicht nett und klar, es konnte gefährlich sein. Aber Mia würde schon kaum mehr aufzuhalten sein. Fast schon ein Wunder dass sie nicht sofort vorgeschlagen hat mit Nao allein heute Abend zu gehen. Und eigentlich wollte auch ich wissen, was dort hinter dieser Tür war. Ich mochte solche Rätsel.
      "Ich verstehe was du meinst, aber es ist auch eine einmalige Gelegenheit. Außerdem sind wir zu dritt und das Wesen schien in dem Raum allein zu sein. Wir werden also wohl schon mal nicht sterben. Und willst du nicht auch wissen was dort hinter der Tür ist?"
      Ich wusste dass er es auch wissen wollte. So etwas war spannend und aufregend. Ein Nervenkitzel.
      "Aber wir können ja morgen erstmal gucken wie die Lage ist. Es kann auch sein dass wir die Tür nicht auf bekommen. Dann können wir nichts machen. Die Tür war immerhin noch recht gut erhalten. Wer weiß ob wir die öffnen können... Selbst mit Gewalt könnte es schwer werden."
      Ich versuchte Nao so gut es geht zu beruhigen. Ich war darin zwar kein Profi aber ich hoffte dennoch dass es klappen würde. Wenigstens etwas.