Shadowhunter [Sayo & Cailemia]

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    • Shadowhunter [Sayo & Cailemia]


      Star

      Ein neues Haus, eine neue Schule, eine neue Stadt.
      Ein Neuanfang stand mir und meiner kleinen Schwester bevor und ich hoffte, dass wir wenigstens hier für eine lange Zeit bleiben könnten, es war nicht einfach jedes Mal eine vollkommen neue Identität anzunehmen, wenn etwas schief ging, wenn jemand mitbekam, wie wir unsere Fähigkeiten nutzen, oder auch nur die Leute immer misstrauischer wurden.
      Doch von diesen negativen Gedanken wollte ich mich nicht übermannen lassen, nein, stattdessen rieß ich mich zusammen und setze ein strahlendes Lächeln auf.
      Ein Neuanfang konnte auch etwas gutes sein.
      "Freut mich euch alle kennen zu lernen, ich bin Star Yamamoto und das ist meine kleine Schwester, Rui. Sie ist etwas schüchtern, wie man sehen kann.", stellte ich uns beide lächelnd der neuen Klasse vor, als der Lehrer uns dazu aufforderte.
      Yamamoto, ein gewöhnlicher Nachname, den ich gewählt hatte, um so wenig wie nur möglich aufzufallen.
      Da Rui und ich in einem Waisenhaus aufgewachsen waren, hatten wir keinen richtigen Nachnamen, den wir benutzen könnten und um alte Verfolger loszuwerden änderte ich diesen jedes Mal, wenn wir in eine neue Stadt kamen.
      Was nicht bedeuten soll, dass es die Norm für uns war, unseren Standort zu wechseln... es war gerade mal das dritte Mal. Dieses Mal hatte ich es wirklich vermasselt, aber ich nahm mir vor, dass es mir nicht noch einmal passierte.

      Rui
      Den Reißverschluss meiner Jacke bis zum Hals geschlossen, in der Jacke vollkommen verloren gehend, stand ich neben meinem großen Bruder, spielte ein wenig nervös mit dem großen Reißverschluss und hoffte nur, dass wir die Vorstellung schnell hinter uns bringen konnten, damit ich mich auf einen Platz am Fenster sitzen und die Aussicht genießen konnte. Ich hatte nicht vor mich mit irgenjemandem anzufreunden, wieso auch? Das erhöhte nur die Gefahr, das jemand herausfand, dass wir keine normalen Menschen waren und mir persönlich war es auch lieber so. Ich mochte es nicht mit Fremden zu reden.
      "Das geht so aber nicht... wir sind hier doch alle Klassenkameraden. Wenigstens deinen Namen wirst du doch alleine nennen können, oder?", zuckte ich zusammen, als der Klassenlehrer mir ein ermutigendes Lächeln zuwarf und versuchte mich zum sprechen zu bringen.
      Nervös wand ich meinen Blick zur Seite, ich konnte die urteilenden Blicke der anderen geradezu spüren, selbst, wenn es nur meine eigene Einbildung war.
      "... R-rui...", murmelte ich mehr in meine Jacke hinein, als es laut auszusprechen, aber es schien dem Lehrer wohl gereicht zu haben.
      Vielleicht sah er aber auch nur einfach ein, dass er nicht mehr aus mir herausbekommen könnte und gab sein Vorhaben auf, so oder so konnte ich mich auf einen einsamen, rettenden Platz in Fensternähe retten und die Tatsache, dass ich nur so von Fremden umgeben war, vergessen.

      Star
      Mit einem schiefen Lächeln sah ich dabei zu, wie Rui sich einen sicheren Platz nahm, um sogleich all ihren Gedanken, was auch immer sie vom Fenster heraus sehen konnte, zu widmen und auch setze mich, damit der Unttericht beginnen konnte.
      Auch wenn das ganze Lernen mehr eine Tarnung war, machte es mir doch Spaß die Schule zu besuchen, etwas Lernen, neue Leute kennen zu lernen... mich einfach mal wie ein normaler Mensch zu fühlen. Dann kam mir unser Leben nicht ganz so einsam vor.

    • Ein neuer Tag ein neues Leben. So hatte man es mir viel zu oft gesagt. Dennoch war für mich jeder Tag der selbe. Ich stand auf, machte mich fertig und begab mich zur Schule. Danach, ging ich meist wieder „Nachhause“ falls man das so nennen konnte und hörte Musik, zeichnete oder zockte etwas auf meinem Handy. Viel hatte ich noch nie gehabt, da meine Eltern früh gestorben waren, aber dennoch war es genug um über die Runden zu kommen.
      Erneut saß ich in dem langweiligen Raum, welches sich Klassenzimmer schimpfte und wartete bis der Unterricht los ging. Doch als der Lehrer den Raum betrat, meinte dieser es gab zwei neue Schüler. Sofort wurde mein Interesse geweckt. Ich war eigentlich kein Morgenmensch und darum im Unterricht meist müde oder schläfrig. Doch wenn es um so etwas ging, wurde ich meist sofort munter.
      Als die beiden ins Klassenzimmer kamen, musterte ich diese und verschränkte meine Arme. Der junge ging ja noch, aber das Mädel war schon sehr merkwürdig. Ich kam mit so schüchternen Menschen meist nicht so gut klar, aber die meisten konnten mich nicht wirklich leiden, darum war ich das eh schon gewohnt alleine zu sein. Auch wenn ich gerne mal in einer Gruppe zocken würde. Da könnte auch das Mädchen mitmachen wenn es wollte. Langsam folgte mein Blick den beiden welche sich sogar in meine nähe setzten. Jedenfalls der Junge, welcher sich eben als Star vorgestellt hatte. Der Vorname war schon etwas sonderbar, aber der Nachname war dafür komplett normal. Die beiden waren schon etwas merkwürdig. Da konnte ich mir nicht helfen, das ich so über die beiden dachte, was vermutlich größtenteils an dem Mädchen Rui lag.

      Ein seufzen entfuhr mir, als der Lehrer meinte man würde jetzt mit dem Unterricht beginnen. Sofort senkte sich mein Kopf wieder gen Tisch. Jedoch nicht für lange, da ich dennoch auf den Lehrer hörte und meine Sachen herrichtete.
      Somit lag nun auf meinem Tisch, ein Mäppchen mit Stiften, ein Block und die Bücher für die jetzige Stunde.
      Dann öffnete ich meinen Block und begann vor mich hin zu zeichnen. Ich liebte es zu zeichnen. Vor allem zeichnete ich meist übernatürliches. Das fand ich immer schon sehr faszinierend, auch wenn es die Sachen die ich zeichne nur in Film und Fernsehen gab, reichte es mir, das ich es zeichnen wollte.

      Meine Sitznachbarn konnten meine Zeichnung meist recht gut erkennen und da hörte ich es schon wieder hinter mir murmeln.
      Ob der wieder solch Zeug zeichnet?“
      Vermutlich, landet der irgendwann in der Psychiatrie.“
      Ach den kontrolliert doch keiner. Dem seine Eltern sind doch bei dem Brand gestorben.“



      Wie ich diese Sätze schon nicht mehr hören konnte. Meist aber lies ich es einfach an mir Vorbeiziehen und lächelte darüber. Dennoch kann es auch gut vorkommen, das ich ausraste. Aber das ist nur sehr selten. Bis jetzt war das auch nur einmal passiert und das war als man schlecht über meine Eltern geredet hatte. Da ich so etwas überhaupt nicht leiden konnte.
      Nun aber musste ich erst einmal bis zur Pause durchhalten und dann würde ich vermutlich mal mit den beiden neuen Schülern reden.
    • Star
      Ich spitzte die Ohren, als die Reihe hinter mir zu murmeln begann und worüber sie redeten, gefiel mir überhaupt nicht. Ich kannte keine Einzelheiten, aber sie schienen sich den Mund über einen anderen Schüler zu zerreißen, weshalb ich meinen Kopf etwas zur Seite drehte, damit ich nach hinten blicken konnte – mein Blick machte deutlich, was ich über das Gerede dachte – und folgte den Blicken der murmelnden Schüler, nur um zu bemerken, dass das Gespräch sich wohl um meinen Tischnachbarn handelte, der zwar aufzupassen schien, aber nebenher an einer Zeichnung arbeitete, aufgrund welcher sich meine Augen überrascht weiteten.
      Nicht, weil die Zeichnung gut war, oder er Talent hatte, was ich nicht beurteilen konnte, doch... die Arme dieses Monsters, das sich auf seinem Papier abbildete, ähnelten jenen etwas, die ich zur Bekämpfung der Schatten nutzte.
      Nein, nein, das musste nur Zufall sein, nicht wahr? Natürlich war es nur Zufall.
      Dennoch wusste ich jetzt, mit wem ich zuerst versuchen würde mich anzufreunden.

      „Hey, wahrscheinlich hast du es schon mitbekommen, aber mein Name ist Star, wie heißt du? Hättest du etwas dagegen mir deine Zeichnungen zu zeigen? Das, was du während des Unterrichts zusammen bekommen hast sah wirklich gut aus. Hast du noch mehr von denen?“, wartete ich keine Sekunde lang, nachdem der Lehrer die Schüler in die Pause entlassen hatte.
      „Wieso redet der denn mit dem? Vielleicht sollten wir ihm sagen, dass er nichts ganz dich ist...“
      „Ugh, hat er dieses komische Zeug gerade als gut bezeichnet?“, konnte ich schon die Fortsetzung des Gemurmels hören, aber ich ignorierte es geflissentlich.
      Sie kannten ihn doch sicher nicht einmal und so über den Verlust seiner Eltern zu reden... hatten diese Leute denn keine Scham? Keinen gesunden Menschenverstand?
      Wenn sie wüssten, womit ich mich tagtäglich herum plagen müsste, würden sie die Zeichnung sehen, als das, was sie wirklich war, eine einfache Zeichnung.
      Er wirkte auf mich auch nicht gerade wie ein Verrückter.
      Während ich auf eine Antwort wartete blickte ich kurz zu Rui, da ich ihr großer Bruder war, fühlte ich mich verantwortlich für sie, doch die wenigen Gesprächsversuche, die sie Angeboten bekam, beantwortete sie mit geflissentlicher Stille, was mich etwas zum schmunzeln brachte.
      Sie würde sich wohl nie verändern, aber das war schon okay.
      Dann wandte ich meine Aufmerksamkeit wieder meinem Tischnachbarn zu.
    • Ich zeichnete so lange weiter bis es nicht mehr ging. Da ich für den Unterricht etwas schreiben musste. So verging die Zeit bis zur Pause. Immer wenn ich Zeit hatte, kritzelte ich an meiner kleinen Zeichnung weiter.

      Als dann wirklich die Pause anfing, wurde ich sofort von dem neuen Schüler angesprochen. Ich war zwar leicht verwundert, das er sich für meine Zeichnungen interessierte, jedoch nickte ich.
      "Klar, hab ich mehr Zeichnungen. Ich kann sie dir gern zeigen. Ich bin übrigens Kana Sanaki und ja, mein Name, wird meist eher den Mädchen gegeben, aber er ist ja immerhin Geschlechts neutral. Daher ist mir das egal," meinte ich und begann nun in meiner Schultasche zu stöbern.

      Sogleich ich den Ordner in der Hand hatte zog ich ihn heraus und legte ihn auf den Tisch. Ich hatte viele Zeichnungen und war auf viele auch wirklich Stolz. Zwar wusste ich bis heute noch nicht warum ich diese düsteren Fantasie Wesen so mochte, aber dennoch mochte ich sie. Je Mysteriöser und Düster um so besser. Ich hätte als Kind getötet um solch ein Wesen zu werden oder solch eines zu treffen.
      "So hier ist der Ordner.. Ähm.. Ich hab viele Zeichnungen.. Ich glaube ich zeige dir mal die besten," erklärte ich ihm und suchte aus meinem Ordner die besten fünf heraus.
      Als ich dies hatte legte ich sie auf seinen Tisch.

      "Ja das sind meine besten Zeichnungen.. Ich bin echt gut oder? Auch wenn die meisten die nicht mögen, aber ich find sie super. Frag aber bitte nicht wieso ich das Zeichne. Da ich keine Ahnung habe. Ich zeichne das was mir in den Sinn kommt," erklärte er und lächelte.
      Es könnte zwar wieder etwas einbildet rüber kommen, aber so war er nun mal. Da konnte er leider nicht viel machen.
      Nun war er wirklich sehr gespannt was er zu den Bildern sagt und auch würde ihn intererssieren, warum er sich so dafür interessiert. Er war der erste der ihn nicht als Psycho abstempelte. Doch was nicht ist kann immer noch werden. Noch war nichts entschieden. Aber wer weiß vielleicht hatte er endlich einmal Glück und es gab jemanden der sich etwas mit ihm abgeben wollte.
      "Sag mal.. zockst du gern? Oder magst du Musik? Vielleicht könnten wir uns mal irgendwo treffen oder so.. Bei mir zuhaue ist zwar etwas Schlecht, da die Hälfte des Hauses abgebrannt ist, aber ansonsten... Was meinst du," fragte ich ihn nun noch und verdrehte meine Augen als ich wieder das Gemurmel hörte.
      Doch ich lies es über mich ergehen. Die werden schon sehen. Irgendwann bin ich ein begabter Künstler oder Musiker. Dann werden genau die die jetzt noch lästern meine CD oder Bilder Kaufen und ein Autogramm wollen. Da bin ich mir sicher.
    • Star
      „Oh, Selbstbewusstsein, finde ich super, freut mich dich kennen zu lernen, Kana.“, grinste ich siegessicher, er war doch ein ganz normaler, anständiger Kerl, was hatten die anderen nur für Probleme mit ihm? Ich konnte und wollte es nicht verstehen, aber eigentlich war das vielleicht sogar perfekt. Ich konnte mir Freunde machen, zumindest einen, und erreichte damit sofort, von den anderen in Ruhe gelassen zu werden. Dafür zu Sorgen dass eine Person nicht hinter unser Geheimnis kommt ist deutlich einfacher, als es vor einer Freundesgruppe zu verbergen.
      Warum ich mich dann nicht einfach wie Rui zurückzog und den einsamen Wolf spielte? Ganz einfach, ich war nicht diese Art von Person und es wäre einfach zu traurig, wenn ich deswegen nicht die Freuden eines gewöhnlichen Lebens erfahren könnte.
      Manchmal wünschte ich mir auch Rui würde etwas mehr auftauen und verstehen, das Menschen eigentlich gar keine so schlechten Geschöpfe waren... aber dann erinnerte ich mich immer wieder an die Art und Weise, wie die Erwachsenen sie damals behandelt hatten, als sie erfuhren, was für Kräfte sie besaß und konnte es fast schon nachvollziehen.
      Mit interessiertem Blick und den Ellenbogen auf der Tischkante gebettet beobachtete ich Kana dabei, wie er einen Order hervorzog und präzise seine besten Bilder heraus suchte, um mir diese zu zeigen. Ich war eigentlich ganz froh, dass er so einfach auf meine Bitte eingegangen ist, nicht jeder zeigte seine Bilder so offen, vor allem, wenn man solchem Gemurmel ausgesetzt war.
      Vielleicht sollte ich diese Leute mal zurecht weisen? So kann man doch nicht einen Mitmenschen behandeln.
      Als Kana die fünf bemalten Papierseiten auf seinem Tisch ausbreitete, wurde ich wieder aus meinen Gedanken gezogen und betrachtete diese interessiert, nahm eins nach dem anderen in die Hand, um es genauer zu betrachten.
      Eines davon erinnerte mich sogar an die Form eines Schattenwesen, aber wahrscheinlich war auch das Zufall, wenn man bedachte, dass sie jede beliebige Form annehmen konnten.
      Ich schmunzelte bei dem Gedanken, was er wohl reagieren würde, wenn er seiner Zeichnung im echten Leben gegenüber stehen müsste, aber das war eine dumme Idee.
      Diesen Anblick würde ich gerne jedem ersparen, es war auch nicht schön als Kind zu erfahren, dass solche Wesen nicht nur existierten, sondern Menschen töteten und sie in den Abgrund stürzten... und du und deine kleine Schwester die einzigen waren, die dazu in der Lage waren, sie zu sehen und aus ihren menschlichen Wirten zu verjagen.
      „Yup, du bist gar nicht mal so schlecht.“, grinste ich, „Wie lange zeichnest du denn schon? Muss wohl ein paar Jahre sein, so gut, wie du das machst... hmmm, schade, ich hätte nur zu gerne gewusst, woher du die Inspiration für solche Bilder nimmst. Sieht man ja nicht alle Tage.“, fuhr ich damit fort die Bilder zu betrachten.
      Hmmm... Feuer und Eis zu gleich? Fast hätte ich geseufzt, wie wundervoll es wäre, wenn ich beide Fäuste zur gleichen Zeit benutzen könnte... aber es war leider unmöglich.
      Heute gab es aber wirklich viele Zufälle... ich ließ kurz meinen Seitenblick zu Kana schweifen, aber das kann nicht sein, nein, unmöglich. Er wirkte viel zu normal, um einer von uns zu sein.
      Aber wirklich ansehen, dass wir keine Menschen waren, konnte man mir und Rui ja auch nicht... na, wenn er irgendwelche Fähigkeiten besaß, würden wir uns sicher bei dem ein oder andern Schattenkampf über den Weg laufen.
      „Hm?“, legte ich das letzte Bild wieder auf den Tisch und hörte bei seinen nächsten Worten aufmerksam lächelnd zu.
      „Ah... fürs zocken hatte ich bisher nie Zeit, aber... nun, ich bin schon ein Fan von Musik.“, lächelte ich schief, da ich mir nicht sicher war, ob es wirklich okay war, wenn ich ein solches Angebot einfach so annahm... ich wollte es nicht wieder vermasseln.
      „Hm? Die Hälfte ist abgebrannt? Wieso ziehst du dann nicht einfach in eine neue Wohnung?“, wunderte ich mich und hätte mir am liebsten im nächsten Moment auf die Zunge gebissen, als mir einfiel, dass jemand vorhin ja etwas über seine toten, verbrannten Eltern erwähnt hatte... ich hätte das wohl lieber nicht sagen sollen.
      „Also, was dein Angebot angeht...“, wusste ich, dass es besser war, dieses abzulehnen, aber ich wusste auch, dass ich wohl kaum eine bessere Chance erhalten würde, mir einen Freund zu machen.

      Rui
      Still blockte ich alle Gesprächsversuche ab, versteckte mich geradezu in meiner Jacke und starrte nur auf den Tisch vor mir, während es alle Stück für Stück aufgaben und ich mich wieder dem aus dem Fenster starren widmen konnte.
      Vorher blickte ich noch einmal zu Star, neugierig, wie er mit den ganzen Leuten umging und mir fiel auf, dass er sich bereits mit einem Schüler anzufreunden schien.
      Aber was ich noch eigenartiger fand, war, dass sich sonst niemand in die Nähe der beiden zu trauen schien, im Gegenteil, sie schienen sich von ihnen fernzuhalten und nur hinter vorgehaltener Hand über irgendetwas zu reden, was ich nicht hören konnte.
      Wieder richtete ich meinen Blick auf Star und hoffte inständig, dass er uns da gerade nicht wieder neue Probleme aufhalste. Ich seufzte, wusste ich doch, dass es nichts brachte darüber nachzudenken... ich würde ich später dazu befragen, ich wollte einen Umzug nicht noch einmal durchmachen, vor allem nicht so früh. Wobei es vielleicht besser war zu verschwinden, bevor ich mich an die neue Gegend gewöhnen konnte.
      Gerade wollte ich mich wieder der Aussicht widmen, als ich etwas erblickte, was mir alles andere als gefiel.
      Mit geweiteten Augen starrte ich den schwarzen Rauch, der aus eine Mann entwich, er wirkte wie ein Lehrer dieser Schule, waren die Schatten uns schon so nah? Wieso hatten wir nicht früher daran gedacht die Schule zu untersuchen?
      Star, machte ich meine Bruder durch meine telepathischen Fähigkeiten auf mich aufmerksam, er blickte von dem fremden Schüler auf und ich blickte ihm direkt in die Augen, ihn in Gedanken über die Situation aufklärend, ehe ich hastig von meinem Platz aufstand und bereits aus dem Klassenzimmer rannte.
      Wir mussten diesen Schatten sofort ausschalten, bevor er für Chaos und Tote sorgen konnte.

      Star
      „S-sorry, ich muss mal... schnell wohin!“, entschuldigte ich mich so hastig wie möglich, auf die freundlichste Art und Weise, die mir gerade einfiel und hoffte, dass es nicht zu eigenartig wirkte, während ich Rui folgte und hinterher rannte.
      Wo hast du den Schatten gesehen?, fragte ich ihn Gedanken und wusste, dass Rui diese abhörte.
      Es war eine sehr nützliche Fähigkeit ihrerseits, was es uns besonders einfach machte schnell und im geheimen zu agieren. Niemand konnte uns so belauschen.
      Draußen, auf dem Schulhof. Wir müssen ihn zuerst von den anderen ablenken, damit uns beim Kampf niemand beobachten kann., hörte ich ihre Stimme in meinem Kopf und ich nickte, bereit meine Feuerfaust einzusetzen.
    • Ich war erfreut darüber das ihm meine Zeichnungen zu gefallen schien. Zwar war klar das er wissen wollte woher meine Inspirationen kamen, aber Fantasie, Bücher und Träume waren meist alles was ich zeichnete. Auch kam die Frage wie lange ich schon zeichnete, doch da musste ich überlegen. Vermutlich 3 bis 4 Jahre, aber sicher war ich mir nicht, darum sagte ich ihm dies auch so.
      Das er noch nie wirklich zockte, konnte ich gar nicht glauben. Das musste ich ihm auf jedenfall mal zeigen. Es gab ja genug fürs Handy und 5 - 10 min wird er sicherlich mal Zeit haben. Da das meist schon reichte, aber das er Musik mochte, war ja immerhin schon einmal ein Anfang.
      Doch dann kam eine Frage. Eine Frage ich nur zu oft hörte. Warum zog ich nicht einfach aus. Sofort zuckte ich mit einem lächeln auf den Lippen mit meinen Schultern.
      "Keine Ahnung... Es wirkt wie ein Fluch, der mich dort hält. Darum.. Ich wollte oft schon ausziehen, aber noch nie hab ich was gefunden oder es kam zu irgendwelchen Vorfällen, welche mich wieder aufgehalten hatten.. Das ist der Grund," erklärte ich ihm und dann sah ich ihn verwirrt an.
      Denn er stoppte. Doch nicht nur das. Er sah zu seiner Schwester, als würde er sie um Erlaubnis bitten wollen. Jedoch reichte dies noch nicht, da er kurz darauf einfach los rannte. Mit einem seufzen wollte ich meine Zeichnungen wieder einpacken, als ich schon zwei Hände an meinem Rücken spürte. Da ich es nicht schaffte zu reagieren, wurde ich nach vorne geschupst und saß kurz darauf auf dem Boden. Als ich dann auf sah, konnte ich nur noch beobachten wie zwei Mädchen meiner Klasse meine Zeichnungen zerrissen.
      "Ihr Arschlöcher... Also wirklich... Seid ihr so neidisch, das ihr euch so verhalten müsst," meinte ich zu denen und rannte aus dem Klassenzimmer.
      Immer und immer wieder machten die das mit mir. Am liebsten würde ich einfach alles hier zerstören und von hier verschwinden. Ich war froh das gerade Pause war. Denn dadurch konnte ich etwas abschalten. Vielleicht sollte ich mich einfach zum Pausenhof begeben und dort etwas zocken oder Musik hören. Ich kannte einige Schlupflöcher in dieser Schule. Zwar durfte man die eigentlich nicht benutzen, aber ich tat dies doch meist. Da ich sonst entweder zu spät kommen würde oder ich einfach schnell wo hin wollte und so machte ich es wieder um so schnell zum Pausenplatz zu kommen.

      Dort angekommen, wollte ich mich gerade hinsetzen, als mich ein Lehrer ansprach. Ich sah zu ihm hoch, da er etwas größer war als ich. Er war wohl ein Vertretungslehrer, da ich ihn nicht kannte, oder er fing einfach nur neu hier an.
      Als ich seine Frage hörte nickte ich und zeigte in eine Richtung.
      "Wenn sie da lang gehen, kommen sie sofort dort hin wo sie hin wollen.."
      Zwar antwortete ich ihm, aber ganz geheuer war er mir nicht. Vielleicht sollte ich mal einen Dämon als Lehrer zeichnen. Da mir der irgendwie angst einflößend rüber kommt.
      Als dieser dann weiter ging setzte ich mich unter einen Baum, steckte mir die Kopfhörer rein und begann meine Musik zu hören.
    • Rui
      Draußen angekommen suchte ich hektisch mit den Augen nach dem Mann, den ich vom Fenster aus hatten sehen können. Ein paar komische Blicke mussten wir uns durchaus antun, so schnell wie wir einfach die Gänge entlang gerannt waren, um den Schatten nicht aus den Augen zu lassen, um ihn nicht zu verlieren.
      Frustrierte stellte ich fest, dass ich ihn von hier aus nicht sehen konnte, vielleicht versteckte er sich auch in einer der Menschengruppen, angepasst, nicht von anderen Menschen zu unterscheiden.
      „Suchen wir nach ihm, er kann nicht weit gekommen sein.“, zuckte ich überrascht zusammen, als Star Hand auf meiner Schulter mich aus meinen Gedanken riss und ich nickte, er hatte recht.
      Noch schien nichts passiert zu sein, der Wirt war wahrscheinlich verloren, was mir zu schaffen machte, aber mehr als es runter schlucken konnte ich nicht.
      Wir mussten die Opfer so gering wie nur möglich halten, die Schatten aufhalten, denn das hatten wir uns versprochen, zur Aufgabe gemacht, als die einzigen, die in der Lage waren sie von normalen Menschen zu unterscheiden.
      Also rannten wir los, ich schlich mich in die Menschengruppen ein, da ich recht klein war, und überprüfte, ob mir nicht ein Gesicht bekannt vor kam, aber hier war er auch nicht.
      Star hatte ich bereits ein Bild des Gesuchten per Telepathie geschickt, damit auch er besser suchen konnte.
      Die komischen Blicke ignorierte ich, dies hier war sehr viel wichtiger, als nicht wie verrückte zu erscheinen, solange uns niemand folgte, sollte es in Ordnung sein...
      Ich hab ihn, hörte ich Stars Gedanken und fand ich auch schnell in einer der Ecken des Pausenhofes, folgte ihm hinter hinter das Schulgebäude, wo wir den fremden Mann endlich einholen konnte.
      Hastig blickte ich mich noch einmal um, um sicher zu gehen, dass wir alleine waren, ehe ich meine Hände aneinander gelegt in die Richtung des fremden hielt, der sich verwirrt umdrehte und zu uns blickte.
      Meine Augen leuchteten in einem hellen blau auf, bereit, unsere Pflicht, die wir uns selber aufgebürdet hatten, zu erfüllen.

      Star
      Während Rui sich bereit hielt ihre Fähigkeiten einzusetzen um mich zu unterstützen verwandelte ich meine rechte Faust in meine Feuerfaust und machte einen schnellen Schritt auf den fremden Mann zu, der nun seine Augen weit aufriss, wohl wissend, was jetzt wohl folgen würde und mit einem gezielten Schlag traf ich die Brust des Mannes, der sich daraufhin in Rauch auflöste, doch das war es noch nicht, noch langen nicht.
      Der Schatten hatte seine menschliche Form verlassen, erhob sich nun mit einem breiten, verzerrten Grinsen vor uns, einen kreischenden Schrei von sich gebend und wollte mich angreifen, doch Ruis Schutzwall hielt ihn auf, wodurch ich nicht auszuweichen brauchte, sondern mich für den Schlag vorbereiten konnte, als Rui den Wall, der wie durchsichtiges Glas in schillernden Farben erstrahlte, wieder auflöste und ich angreifen konnte, doch wich der Schatten aus, so, dass ich ihn nur streifen konnte.
      Doch Rui reagierte schnell, hinderte den Schatten ein weiteres Mal an seinen Bewegungen und ich wechselte von der Feuerfaust in die Eisfaust, womit ich den Schatten endlich direkt erwischen konnte und er sich in schwarzen Rauch auflöste, genau wie es der falsche, menschliche Körper gerade noch getan hatte.
      „Geschafft...“, gab ich erleichtert von mir, sogar noch innerhalb der Zeit, denn gerader ertönte die Pausenglocke, die uns dazu aufforderte wieder in unsere Klassen zurück zu kehren.
      Triumphierend grinsend drehte ich mich um, erschrak dann aber jedoch, als ich ein unerwartetes Gesicht erblickte, es war Kana. Und seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen hatte er alles mit angesehen.
    • Ich saß noch nicht lange unter dem Baum, als ich zwei bekannte Gesichter an mir vorbei laufen sah. Doch wo wollten die nur hin? Ich verstand es nicht und wollte es natürlich von ihnen wissen. Vor allem weil diese Rui nicht mehr so schüchtern wirkte, wie sie es eben noch im Klassenzimmer war. Sofort stand ich auf und schlich den beiden hinterher. Was ansträngender war, als ich gedacht hatte. Da die beiden sehr vorsichtig waren.
      Doch es hatte sich gelohnt. Denn es dauerte nicht lange bis sich meine Augen weiteten. Ich konnte nicht glauben was ich da vor mir sah. Ich wusste zwar nicht, warum sie den Lehrer angriffen und warum dieser dann einfach so verschwand, aber es war cool zu beobachten. Vermutlich war dieser Verbrannt, aber sicher war ich mir nicht.
      Zwar dauerte der Kampf nicht gerade lange, aber cool war er dennoch. Als sich Star dann umdrehte, sah ich ihn mit großen strahlenden Augen an. Ich konnte es immer noch nicht glauben, das sie es so geheim hielten, das sie solch krasse Fähigkeiten hatten. Dazu kam noch das meine Träume evenutell doch einen Sinn hatte.
      "Ähm... Sorry... Ich war einfach zu neugierig was ihr da macht. Ähm.. Hätte ich das nicht sehen sollen? Aber jetzt ist es zu spät und ich werde auch nichts sagen, wenn ihr das nicht wollt. Auch wenn ich es gerne machen würde, " erklärte ich den beiden mit einem lächeln auf meinem Gesicht.
      Ich hoffte das sie nicht solch eine Fähigkeit besaßen das ich wieder alles was ich gerade gesehen hatte vergaß. Ich ging zu Rui hin und streckte meine Hand aus.
      "Ich bin Kana Sanaki. Da ich ja jetzt euer Geheimnis kenne, kannst du ja auch mit mir jetzt etwas Reden. Freut mich dich kennen zu lernen. Du brauchst bei mir keine Angst haben. Mir würde eh keiner Glauben. Da mich niemand leiden kann," erklärte ich ihr und hoffte das sie das Angebot annahm.
      Dann drehte er sich um und sah auf seine Uhr. Es war schon spät. Sie mussten sich beeilen um wieder zurück zum Klassenzimmer zu gelangen.
      "Wir müssen los.. Ich kenne hier einige Schlupflöcher. So kommt man schnell an die meisten Orte der Schule. Zwar, darf man die eigntlich nicht benutzen. Aber wenns so ist wie jetzt, mach ich das immer. Die meisten kennen die Gänge gar nicht," meinte ich und hoffte das sie mir dann folgten.
      Denn dann würde ich ihnen die Wege zeigen die ich kenne.
    • Star
      Er... er hatte keine Angst?, wunderte ich mich verwirrt, als ich seine strahlenden Augen sah, im Gegenteil, es schien sogar, als hätte ihm unser Kampf gefallen.
      Fürchtete er sich denn nicht davor, dass wir ihm etwas antun könnten, mit unseren übernatürlichen Fähigkeiten? Macht ihm die Tatsache, dass es schreckliche Wesen wie diese Schatten gab denn keine Angst?
      Normalerweise fingen die Menschen an zu schreien, wegzurennen, wenn sie Zeuge einer solchen Szene wurden... aber er blieb hier. Zu unserem Glück, denn es würde das ganze um einiges schwerer und komplizierter machen, wenn er davon rennen und es den Lehrern oder anderen mitteilen würde.
      Ich fuhr mir mit der Hand durchs Haar, nicht sicher, was ich tun sollte. An sich kam uns sein Angebot recht gelegen, wirklich, und er schien zumindest ehrlich, doch wusste ich nur zu gut, was für herausragende Lügner Menschen sein konnten.
      „Nein... du hättest das wirklich nicht sehen sollen.“, seufzte ich, aber nun war es wohl geschehen und wir würden irgendwie damit umgehen müssen... ehrlich gesagt wollte ich nicht schon wieder gehen, nicht so früh, eigentlich wollte ich überhaupt nicht gehen.
      Es wäre schön, wenn wir endlich einen Platz finden konnten, wo wir bleiben konnten.

      Rui
      Ich zuckte überrascht zusammen und ging einen Schritt zurück, als der fremde Junge, der sich als Kana Sanaki vorstellte, auf mich zuging und mir seine Hand entgegen streckte.
      Unsicher, was ich tun sollte, blickte ich auf seine Hand und hörte mir seine Worte an.
      Was wollte er von mir? Etwa Freunde werden? Nur, weil ich diese eigenartigen Fähigkeiten besaß?
      Ohne eine weitere Sekunde zu verlieren rettete ich mich hinter Stars Rücken, von aus ich den Jungen beobachtete.
      Er wollte also nichts erzählen? Man würde ihm sowieso nicht glauben? Und was wenn doch?!
      Was dann?!
      „Wir können es doch versuchen, er scheint doch kein schlechter Kerl zu sein.“, hörte ich Stars beruhigende Stimme und blickte zu seinem Lächeln auf.
      Meinte er das ernst? Es versuchen? Und wenn er uns doch die erwachsenen auf den Hals hetzte?

      Star
      Aus meinem beruhigenden Lächeln wurde ein schiefes, ich konnte es Rui deutlich ansehen, dass ihr der Gedanke überhaupt nicht gefiel, dafür brauchte sie auch gar nicht ihre Gedanken mit mir zu teilen. Ich konnte ja verstehen, dass sie sich Sorgen machte, es gab in dieser Welt sicherlich genug Leute, die unsere Fähigkeiten gerne in ihre Finger kriegen und für ihre eigenen Ziele missbrauchen wollten, und es gab auch genug, die dazu in der Lage wären.
      Wir könnten ihn doch eine Weile beobachten, sollte etwas passieren, können wir einfach schnell verschwinden. Wir müssen ihm ja nicht gleich vertrauen... aber gib ihm doch eine Chance, okay?, bat ich Rui in Gedanken und hoffte, dass sie diese hören konnte.
      Da sie nachdenklich wirkte, war ich mir sicher, dass sie meine Gedanken gelesen hatte und nach kurzer Zeit nickte sie letztendlich.
      Okay, aber beim kleinsten Anzeichen gehen wir... okay?, nickte ich daraufhin und lächelte.
      Es musste sicherlich eigenartig aussehen, wie wir uns ohne jegliche Worte miteinander unterhielten.
      Kana hatte recht, es war aller höchste Zeit in das Klassenzimmer zurück zu kehren.
      „Super, na dann zeig uns doch wo lang.“, lächelte ich und folgte ihm, mit Rui im Schlepptau.

      Rui
      Mir gefiel es zwar nicht, ich hatte immer noch ein mulmiges Gefühl wegen der ganzen Sache, aber so viel Angst ich auch hatte, wobei ich mir nicht einmal sicher war, wovor ich mich eigentlich fürchtete... ich war mir nur sicher, dass es schlecht wäre, wenn unser Geheimnis heraus kommen würde.
      Erzähl es aber niemandem, schickte ich Kana per Telepathie eine Nachricht, in der leisen Hoffnung, er würde sich dadurch fürchten, überhaupt auf die Idee zu kommen, auch nur daran zu denken uns zu verraten, da es schien, als könnte ich seine Gedanken lesen.
      Natürlich konnte ich das nicht, ich konnte nur Gedanken empfangen, die direkt an mich gerichtet waren, Nachrichten austauschen, aber das konnte er nicht wissen.
      Außerdem war es viel zu ermüdend die ganze Zeit nach Gedanken zu suchen, die etwas mit mir zu tun hatten.
      Also folgten wir Kana durch seine Schlupflöcher und waren sogar noch rechtzeitig zum Unttericht wieder da.

      Star
      „Hm? Kana? Sind das nicht... deine Bilder?“, fragte ich verwirrt über die Zahlreichen Papierschnipsel auf dem Boden neben unseren Tischen, und setzte mich in die Hocke, um diese genauer zu betrachten.
      Hier war ein Stücken Feuer zu sehen, da ein schwarzer Schnipsel, der zu dem Monster gehören könnte... hat er sich zerrissen? Oder...?
      Die zweite Möglichkeit gefiel mir ganz und gar nicht und stimmte mich wütend.
    • Ich zog meine Hand wieder ein, als Rui sich hinter Star versteckte. Wohl war es nicht so einfach ihr Vertrauen zu bekommen. Dennoch war ich froh endlich mal jemanden zu haben, der mir mehr oder weniger vertraute. Zwar dauerte das Gespräch ob sie mir vertrauen schenkten etwas länger, aber irgendwann schienen sie sich einig gewesen zu sein. Auch wenn das etwas merkwürdig aussah, als könnten sie sich ohne Worte verstehen. Doch er wollte bei den beiden nichts mehr hinterfragen.

      Als die beiden dann wollten, das ich sie so schnell wie möglich zurück zum Klassenzimmer bringen sollte, nickte ich. Es wäre wirklich besser wenn sie jetzt gingen.
      Sofort ging ich los und achtete auch ab und an darauf das sie hinter mir waren, genauso aber auch das niemand uns folgt, oder sah das wir da lang gingen.
      Als wir gerade so dahin gingen, zuckte ich kurz und drehte mich zu Rui. Ich nickte ihr zu. Nie würde ich irgendetwas sagen. Ich halte mich an Abmachungen, wenn ich sie Verspreche.

      Nach kurzer Zeit kamen wir dann am Klassenraum an und blieb davor stehen. Eigentlich wollte ich gar nicht mehr reingehen. Als ich dich Stimme von Star hörte. Daraufhin ging ich auch hinein und seufzte.
      "Ja... Das waren meine Bilder... Die Mädchengang hat sie zerrissen.. Ich hätte sie nicht herausholen sollen... Egal.. Muss ich halt wieder neue zeichnen.. Dadurch kann ich mich nur verbessern.. Zwar wollte ich mich mit den Bildern demnächst bewerben, aber dann muss ich mir halt was anderes ausdenken.. Ich lass mich davon nicht unterkriegen," erklärte ich ihm und begann die zerrissenen Schnipsel der Zeichnungen aufzusammeln.
      Als ich alle aufgesammelt hatte, zerknüllte ich sie noch etwas mehr und warf sie in den Müll. Anschließend setzte ich mich wieder auf meinen Platz und legte meinen Kopf auf den Tisch. Ich war unglaublich müde. Zum Glück hatten wir heute eine Stunde eher aus, da ja unser Lehrer für das Fach nicht da ist.

      Die Mädchengang sah das Rui und Star anscheinend mit mir abhingen und darum ging die Anführerin der vier zu Rui, welche sich schon wieder auf ihren Platz gesetzt hatte.
      "Hey... Du.. Ich weiß das du dich nicht mit mir unterhalten willst, aber sag deinem Bruder das auch besser. Der Typ da.. Dieser Kana... Es wäre besser wenn ihr euch von dem fern haltet. Der Typ hat sie nicht mehr alle. Als dem seine Eltern im Brand gestorben waren, hatte er in der Schule erzählt, er hätte Monster gesehen, die den Brand gelegt hatten. Wenn der so weiter macht, wird er selber noch so. Darum wollte ich dich das nur wissen lassen, das der nicht ganz normal in der Birne ist. Den mag keiner," erklärte sie ihr und ging dann wieder zurück zu ihrer Gruppe, wo weiter gelästert wurde.

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    • Star
      „... an deiner Stelle wäre ich nicht so nett.“, gab ich nachdenklich von mir, mit unterdrückter Wut in der Stimme, aber anstatt mehr dazu zu sagen, so gerne hätte ich ihm ins Gewissen geredet, dass er das nicht mit sich machen lassen sollte, oder noch besser, dieser sogenannten Mädchengang eine Predigt zu halten, aber es kam am Ende nie etwas gutes heraus, wenn ich mich in solche Angelegenheiten einmischte.
      Vielleicht hatte Rui ja Recht und ich war manchmal etwas zu emotional.
      Stattdessen half ich Kana dabei alle schnipsel zusammen zu suchen und sah dabei zu, wie er es alles in den Müll warf. Ich konnte mir nur vorstellen, was diese Bilder im bedeutet haben mussten, so stolz, wie er sie mir präsentiert hatte und dann waren es auch noch seine fünf besten Bilder gewesen... wie konnten Menschen nur so grausam sein und solche Dinge einem Artgenossen antun?

      Rui
      Mir die ganze Sache noch einmal durch den Kopf gehen lassend starrte ich wieder aus dem Fenster, beobachtete einen Vogel, der fröhlich auf den Ästen eines Baumes um herhüpfte, was mich zum lächeln brachte, als ein fremdes Mädchen auf mich zu gingen und ihrem Gesichtsausdruck nach zu urteilen war sie nicht hier, um sich mit mir anzufreunden... eher, als hätte ich etwas getan, was ihr ganz und gar nicht gefiel.
      Mir fiel beim besten Willen nicht ein, was das hätte sein können.
      Ich beschloss meinen Blick weiterhin aus dem Fenster schweifen zu lassen und einfach abzuwarten, bis sie wieder gehen würden.
      Doch als plötzlich das Wort „Monster“ im Spiel war, spitzte ich meine Ohren und lauschte doch dem, was sie mir zu sagen hatten, behielt jedoch weiterhin einen neutralen Gesichtsausdruck und den Blick aus dem Fenster.
      Monster sollen den Brand versucht und somit seine Eltern getötet haben?
      Wenn das stimmte – was aus meiner Sicht durchaus im Rahmen des Möglichen war – dann hatte er unglaubliches Glück gehabt, überhaupt noch am Leben zu sein.
      Zu gerne würde ich mehr über diese Geschichte hören, wenn diese Monster tatsächlich existieren und sich noch irgendwo in der Stadt aufhielten, war es Stars und meine Aufgabe sie zu finden und unschädlich zu machen.
      Er wusste ja sowieso schon über uns Bescheid... andererseits sind seine Eltern bei dem Unfall gestorben, war es wirklich okay ihn darüber auszufragen?
      Andererseits, besser ich verletzte ein paar Gefühle, als das noch mehr Menschen ihr Leben verlieren müssen.

      Star
      Es dauerte nicht lange bis wir die letzte Schulstunde hinter uns hatten und ich begann meine Sachen zusammen zu packen, ehe ich zu Kanas Tisch rüber ging.
      „Was meinst du? Kann ich dein Angebot von vorhin annehmen und wir unternehmen was zusammen? Wir könnten zu mir, wenn du möchtest.“, schlug ich ihm lächelnd vor, er würde ja wohl irgendwelche Fragen haben und es war die perfekte Gelegenheit herauszufinden, was für eine Art von Person er war und ob man ihm vertrauen könnte.
      Ich wollte schon immer einen Freund nach Hause einladen.
    • Ich hätte die ganze Zeit über schlafen können, aber ich verkniff es mir. Im Unterricht zu schlafen, war nicht wirklich die beste Idee. Zwar war ich was die Noten anging, im Mittleren Bereich, was aber nur daran lag, das ich gefühlt nie lehnte.
      Ich versuchte so gut es ging aufzupassen, aber durch meine Müdigkeit, war das schwieriger als ich gedacht hatte.

      Als dann endlich die Schulglocke ansagte, das der Unterricht und somit auch dieser Tag in der Schule vorbei war, begann ich sofort meine Sachen zusammen zu packen. Da hörte ich Stars Stimme. Ich sah auf und dachte nach.
      "Ja klar. Von mir aus gerne. Ähm.. Meinst du Rui wird mir irgendwann vertrauen?" wollte ich von ihm wissen und warf meine pechschwarze Tasche über die Schulter.
      Ich hatte langsam selbst schon an meinem Verstand gezweifelt, aber jetzt wo ich die beiden kennengelernt habe, bin ich mir sicher das das was ich am Tag des Brandes wirklich kein Hirngespenst war. Mir war aufgefallen, das Ariane mit Rui gesprochen hatte. Vermutlich ging es wieder über mich, aber was genau sie wieder gesagt hatte war mir nicht bekannt.
      Ich hoffte nur das es nicht noch mehr Auswirkungen hatte und sie mich jetzt noch schlimmer fand als ohnehin schon.
    • Star
      „Hm? Ähm... ehrlich gesagt weiß ich das nicht.“, lächelte ich schief und rieb mir dabei den Hinterkopf, unsicher, wie ich seine Frage beantworten sollte.
      „Es ist das erste Mal das... du weißt schon... jemand Bescheid weiß.“, sagte ich so leise wie nur möglich, obwohl ich wusste, dass alleine das ein Risiko war, „Und bisher hat sie niemandem außer mir vertrauen können... ich kann dir also nicht sagen, ob sie jemals zu dir vertrauen fassen können wird. Ich denke das hängt auch ein bisschen von dir ab.“
      „Aber es wäre schön, wenn sie sich mit jemandem verstehen würde. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen.“, fügte ich grinsend hinzu, als Rui schon zu uns aufschloss und ich ihr erklärte, dass Kana mit uns nach Hause gehen würde, woraufhin sie ihn kurz still ansah, ehe sie stumm nickte und wir uns auf den Weg machen konnten.

      Rui und ich lebten alleine in einem kleinen Haus, etwas abseits der Stadt, um neugierige Nachbarn zu vermeiden, aber nah genug, dass man zu Fuß zur Schule gehen konnte, auch wenn es etwas dauerte.
      Nachdem wir das Haus betreten hatten, eilte Rui, ohne ein weiteres Wort zu verlieren, die Treppe hinauf und ließ mich Kana dabei im Flur zurück.
      Ich lächelte, wahrscheinlich wollte sie so schnell wie möglich in ihren Pyjama wechseln und sich etwas schlafen... es war ermüdend diese Fähigkeiten einzusetzen, besonders für Rui, die von Natur aus weniger Energie hatte.
      „Ich würde uns jetzt etwas zu essen machen, sollen wir uns in der Küche währenddessen unterhalten? Ich bin mir sicher dir muss die ein oder andere Frage auf der Zunge liegen, nicht wahr?“, schlug ich vor, während ich aus meinen Schuhen schlüpfte und die Schultasche zur Seite legte.
    • Ich nickte auf dessen Antwort nur und es dauerte nicht lange bis auch Rui hinzukam. Es schien als würde sie mich mustern, aber ich wollte nicht nachfragen, ob irgendetwas vorgefallen war.
      Als wir dann zu den Beiden unterwegs waren, dauerte es nicht allzu lange bis wir bei ihnen ankamen. Es war zwar etwas abgelegener, aber dennoch angenehm. Hier würde er auch gern wohnen.
      Als sie dann drinnen waren, war Rui die erste die verschwand. Ich sah ihr zwar noch kurz hinterher, wand mich aber dann Star zu, da dieser mich ansprach.
      Auf dessen Frage, nickte ich und legte auch meine Schultasche ab. Um dann anschließend meine Schuhe auszuziehen.
      Anschließend gingen wir in die Küche und ich sah dann gen Boden.
      "Also... Gegen was kämpft ihr? Ähm.. Warte kurz."
      Ich stoppte und ging nochmal zurück zu meinem Schulranzen. Diesen öffnete ich und holte meinen Order heraus. Sofort suchte ich ein altes und ganz bestimmtes Bild. Es war das Bild, was ich wärend des Brandes gezeichnet hatte. Kurz nachdem ich diese Monster gesehen hatte. Ich hatte sie so gut es ging nach gezeichnet.
      Es dauerte nicht lange bis ich es in meinen Händen hielt. Ich ging zurück zur Küche und zu Star. Dort hielt ich ihm dieses Bild hin.

      "Das Bild ist zwar nicht mehr so gut in Schuss und schon etwas älter. Aber die hab ich gesehen, als der Brand entstand," erklärte ich ihm und hoffte das Bild gut genug war das er es erkannte.
      Es würde ihn interessieren ob die wirklich echt waren oder er sich das wirklich nur eingebildet hatte, so wie es so viele gesagt hatten.
    • Star
      Ich sah Kana kurz nach, als er sich kurz verabschiedete und wieder aus der Küche verschwand, entschied mich dann dazu zu prüfen was bei uns noch im Kühlschrank lag, dass ich zu einem leckeren Mittagessen verarbeiten konnte.
      Ich legte gerade die Zutaten auf den Esstisch, als Kana wieder die Küche betrat, mit einem Blatt Papier in den Händen, und aus irgendeinem Grund schien er unglaublich aufgeregt zu sein.
      „Du hast... was gesehen?“, fragte ich ungläubig, wischte mir kurz die Hände ab, um sicher zu gehen, dass ich das Bild nicht verdrecken würde, ehe ich das Blatt Papier entgegen nahm und die darauf abgebildete Zeichnung betrachtete.
      Meine Augen weiteten sich, während ich die schwarze Gestalt auf dem Papier betrachtete.
      Ja, sie wirkte wie ein Schattenwesen, doch... wirkte dieses nicht wie ein Monster, sondern mehr... wie... wie ein Mensch. Wie etwas, das ein Bewusstsein haben könnte... aber das war doch unmöglich... oder?
      „... wir kämpfen gegen die Schatten.“, begann ich seine Frage zu beantworten, „Nun, Rui und ich nennen sie so, weil sie schwarze Wesen sind, formlos, sie können jegliche Gestalt annehmen, die sie wollen, weshalb es für normale Menschen unmöglich ist sie von einem Menschen zu unterscheiden, wenn sie sich getarnt haben... doch die Schatten, denen wir bisher begegnet sind, waren alles Monster, sie ähnelten mehr dem schwarzen Bild, dass du mir im Klassenzimmer gezeigt hast. Das heißt... du könntest einen Schatten gesehen haben, vielleicht auch nicht... ohne dem Wesen gegenüber zu stehen kann ich dir leider nicht sagen.“, lächelte ich entschuldigend.
      „Aber wir kämpfen nicht nur gegen Schatten.“, fuhr ich fort, nachdem ich das Bild auf den Tisch gelegt hatte, in Sicherheit, und begann die Zutaten für eine Gemüsepfanne klein zu schneiden, „Ich und Rui kennen diese Welt vielleicht besser als du, die Welt von anderen Wesen und Menschen mit besonderen Fähigkeiten... vorausgesetzt Rui und ich sind überhaupt Menschen, das wissen wir ehrlich gesagt selber noch nicht. Die Sache ist: selbst wir wissen nicht genau, was sich alles dort draußen aufhält und was gefährlich und was friedlich ist. Wir kennen nur, was wir begegnet sind, was wir mit eigenen Augen gesehen haben... und ich fürchte es gibt noch zu viel, dass sich selbst vor uns verbirgt. Hmmm... ist das wenigsten einigermaßen verständlich?“
      Ich wusste nicht recht, wie ich das jemandem erklären sollte, der bis zu diesem Punkt ein normales Leben geführt hat... nein, sogar eines weiter führen wird.
      War es überhaupt okay für mich ihm das alles zu erzählen? Was, wenn ich ihm zu viel Angst mache, so dass er nicht einmal mehr das Haus verlassen möchte?
      Ich sah kurz von meinem Schneidebrett auf, lächelte aber jedoch, als ich merkte, dass es ihm überhaupt gar keine Angst zu machen schien. Nein, es schien ihn sogar zu interessieren.
      „... erzählst du ihm nicht zu viel?“, hörte ich Ruis Stimme, bevor ich ihre Schritte hörte und sie sich zu uns in die Küche begab.
      Im Pyjama und mit einem Kuscheltier in den Armen gesellte sie sich zu uns und setzte sich an den Tisch, ehe sie sich an den Tisch setzte, die Zeichnung fand und diese sogleich in die Hand nahm, um sie zu betrachten.
      Ich wollte gerade etwas sagen als sie sich mit „... hast du das beim Brand gesehen?“ selbst zu Wort wandte.
      Fragend sah ich sie an, woher sie das wusste.
      „Irgend so ein Mädchen hat gemeint, er wäre verrückt... und hätte ein Monster gesehen.“, ich lächelte daraufhin schief, das hätte man doch auch anders sagen können, Rui.
      „... du scheinst wirklich keine Freunde in der Klasse zu haben, was?“, seufzte ich.
      Es war doch einfach nur traurig.

      Rui

      Während Star weiter am Essen arbeitete und sich mit Kana unterhielt betrachtete ich weiterhin das Bild... ein Monster, was? Die Tatsache, dass es einem Menschen so ähnlich sah, gefiel mir überhaupt nicht. Es wirkte sogar, wie eine intelligente Kreatur... ich wollte mir gar nicht erst ausmachen wie es wäre, gegen einen Schatten mit Verstand zu kämpfen.
      Das wäre sicherlich unglaublich... ermüdend.
      Letztendlich legte ich die Zeichnung zur Seite und legte den Kopf auf den Tisch, drehte ihn zum Schneidebrett und beobachtete Star dabei, wie er die Zutaten bearbeitete.
      Hoffentlich konnten wir bald etwas essen.
    • Ich hörte ihm genau zu als er sich das Bild ansah und nickte. Es war sehr Interessant, aber so wie es schien war es dennoch etwas anderes als das gegen was sie sonst so kämpften. Ich biss mir leicht auf die Lippen, da in mir der Gedanke aufkam das die anderen doch recht haben könnten und ich mir alles nur eingebildet hatte. Aber so genau ich das gesehen hatte, war ich mir andererseits sicher das ich sie gesehen hatte.
      Da drehte ich mich um, da Ruis Stimme hinter mir und Star ertönte. Ich musterte ihr Auftreten, sagte aber nichts dazu. Ich war bei ihnen zu Besuch und jeder sollte sich so verhalten, das man mit sich selbst im reinen ist. Auch wenn ich etwas merkwürdig fand, das sie im Schlafgewand zu uns kam, lies ich es einfach so stehen.
      Doch dann fragte sie schon ob ich genau das im Feuer gesehen hatte. Doch noch bevor ich Fragen konnte, kam diese von Star. Ein seufzten war von mir zu hören, denn darauf hätte ich auch kommen können. Natürlich hatten sie wieder ihre Finger im Spiel. Nicht um sonst hatte ich gesehen, das Ariane mit Rui geredet hatte und jetzt wusste ich auch was sie gesagt hatte.
      "Ja... Genau das hab ich gesehen. Aber Star hatte mir schon gesagt, das das was ich gesehen habe, anders ist als die Schatten gegen die ihr eigentlich kämpft. Ich meine mich erinnern zu können, das mich dieses Monster oder was auch immer es war, genau gesehen hatte und angestarrt hatte. Wenn ihr wollt, kann ich euch auch gerne Zeigen wo das genau war. Eigentlich traue ich mich bis heute nicht mehr in den Abschnitt des Hauses, aber da ihr ja dabei wärt. Da ich bis heute noch Geräusche aus dem abgebrannten Teil höre, könnte es sein, das es noch immer da ist. Aber zu 100% sicher, bin ich mir da aber dennoch nicht," meinte ich zu den beiden und sah sie dann abwechselnd an.
      Natürlich war es gefährlich sich wieder dort hin zu begeben, aber wenn ich dann mal wieder richtig Schlafen könnte, wäre das super. Da ich wegen der Geräusche nicht mehr richtig schlafen kann.
    • Star
      „Und du... lebst einfach weiterhin in diesem Haus, obwohl du glaubst, dass sich dort ein Monster aufhalten könnte...?“, konnte ich nicht recht glauben, was er da von sich gab und auch Rui starrte ihn ungläubig an.
      „Warum sollte es...?“, gab Rui murmelnd von sich und blickte dabei nachdenklich auf den Boden.

      Rui
      Wenn sich dort tatsächlich etwas aufhält, dass ein Schatten sein könnte, wieso blieb er dann immer noch in diesem Haus? Und vor allem, wieso ließ er Kana dabei am leben, wenn er ihn doch auch einfach nur töten könnte?
      Könnte es sein das...? Nein, oder?
      „Wann war der Brand?“, sah ich wieder auf und stellte Kana eine direkte Frage.
      „Fühlst du dich in diesem Haus unwohl? Hast du oft... negative Gedanken?“, wusste ich nicht recht, wie ich meine Fragen stellen konnte, um meine Theorie zu bestätigen.
      Star und ich hatten herausgefunden, dass sich Schatten von negativen Gefühlen und Emotionen ernährten, konnte es sein, dass dieser Schatten – nehmen wir einfach der Einfachheit nach an, es handelt sich dabei um einen Schatten – extra in diesem Haus blieb, um sich von... von Kanas negativen Gedanken zu ernähren? Waren Schatten zu so einem Verhalten überhaupt im stande?

      Star

      „Sicher oder nicht, wir sollten das auf jeden Fall überprüfen. Wenn dort ein Monster ist können wir es nicht einfach dort lassen, meinst du nicht, Rui?“, blickte ich sie ernst an, bereit, sofort los zu rennen und Rui nickte, milderte meinen Enthusiasmus mit ihren nächsten Worten jedoch.
      „Ja, aber später. Erst will ich essen und dann schlafen. Wir wissen nicht, womit wir es da zu tun haben, besser wir sind so gut vorbereitet wie nur möglich.“
      Sie hatte ja Recht, aber wenn das Monster währenddessen verschwindet?
      „Star.“, hörte ich meinen Namen und wandte meinen Blick fragend an meine kleine Schwester.
      „Brauchst noch lange mit dem Essen? Normalerweise bist du doch auch schneller...“, sah sie mich fast schon vorwurfsvoll an und ich lachte kurz. Natürlich, deswegen war sie auch überhaupt die Treppe heruntergekommen.
      „Ich muss ja nur noch alles anbraten, es dauert ja nicht mehr lange. Okay, dann würde ich sagen schauen wir uns das mal am Nachmittag an... oder Abend. Solange finden wir sicher etwas, mit dem wir uns die Zeit vertreiben könnten.“, lächelte ich und machte mich daran den Herd an zu machen.
    • "Muss ich ja.."
      Das konnte ich nicht unterdrücken, als Star meinte das ich immer noch dort lebte. Ich hatte ihm heute schon einmal gesagt, das ich nicht anders konnte als dort zu bleiben.
      Als dann aber Plötzlich Rui mir mehrere Fragen stellte, dachte ich nach. Wann war der Brand genau. Das war jetzt schon einige Zeit her, dessen war ich mir sicher. Aber das ich mich dort nicht wohl fühlte war eigentlich verständlich. Immerhin waren meine Eltern vor meinen Augen verbrannt.
      "Also.. Der Brand durfte nun ca. 1 1/2 Jahre her sein und natürlich hab ich Negative Gedanken. Immerhin sind meine Eltern vor meinen Augen verbrannt. Ähm.. und warum ich nicht ausziehe, hatte ich schon erwähnt. Es funktioniert nicht... Immer wenn ich etwas in Aussicht habe, passiert etwas, das es wieder nicht klappt. und das geht jetzt schon seit dem das Haus abgebrannt war," erklärte ich den beiden und hörte ihnen anschließend zu.
      Es war schon schön mal mit jemanden zu reden der einen ernst nahm und nicht als Verrückt abstempelt. Auch konnte ich die beiden verstehen, das sie wohl auch verwirrt waren, warum mir bis jetzt nichts passiert war, aber der Tag war so oder so, sehr merkwürdig gewesen. Ich war mir sicher das ich diesen Tag nie vergessen werde.
      Als dann der Herd angemacht wurde, konnte ich das Essen schon riechen und es roch gut. Schon lange, hatte ich nichts richtig gekochtes gehabt. Selbst kochen konnte ich nicht, da die Küche zum abgebrannten Teil gehört und gut war ich auch nicht wirklich darin.
      Als Star meinte, man könnte die Zeit sicherlich gut herumkriegen, nickte ich. Das würde wohl das kleinere Problem werden. Vielleicht konnte ich ihn zum Zocken überreden oder irgendwas mit Musik oder so.
      Die Zeit wird zeigen was noch kommt, soviel war aber sicher.
    • Star
      Mir war klar, dass Kana mir durchaus bereits Gründe genannt hatte, doch konnte ich es nicht so recht verstehen. War nicht sogar eine Bank im freien besser, als sich das Haus mit einem Monster zu teilen, dass seine Eltern getötet hat, bis man etwas neues gefunden hat?
      Dennoch sprach ich es nicht an, und kümmerte mich lieber um das Essen, wahrscheinlich waren nicht alle dazu gemacht ohne Bett auszukommen, oder es gab andere Gründe dafür.
      Interessiert lauschte ich Ruis und Kanas Gespräch, was wollte Rui mit diesen Fragen bezwecken?

      Rui
      Mir gefiel das ganze überhaupt nicht, so gar nicht.
      Wenn meine Theorie tatsächlich stimmt und das Schattenwesen Kana absichtlich am Leben ließ und ihn ausnutzte... vielleicht sogar Schuld daran hatte, dass er nicht ausziehen konnte, dann musste das bedeuten, dass es wenigstens etwas an Verstand, an Intelligenz besitzen musste... ein furchteinflößender Gegner.

      Star
      Ich war froh, als wir das bedrückende Gespräch hinter uns hatten und nun endlich zu interessanteren Themen kommen konnten.
      Aber erst mal konzentrierte ich mich darauf das Essen fertig zu machen, wies Rui schon mal den Tisch zu decken, und dabei zu nicht zu vergessen, dass wir dieses Mal auch eine dritte Person da hatten, ehe alles serviert war und wir ein gemeinsames Mittagessen genießen konnten.
      „Ich hoffe es schmeckt dir, ich habe leider vergessen zu fragen, ob es etwas gibt, dass du nicht gerne isst.“, lächelte ich Kana entschuldigend an, da mir das ganz entgangen war.
      Ich war nicht daran gewöhnt für jemanden anderen als mich oder Rui zu kochen.
      „Was für Musik magst du eigentlich?“, versuchte ich ein fröhlicheres Gespräch einzuleiten.
    • Ich beobachtete die Blicke der beiden und es war nicht schwer zu bemerken, das sie mir nicht recht zu glauben schien. Dazu schien Rui sehr besorgt zu sein. Dennoch gab es auch etwas gutes an der Situation. Nämlich das Essen. Es roch fantastisch, aber das war nicht schwer, mich zu überzeugen das mir etwas schmeckt, oder gut riecht.
      Als ich sah, das Rui begann den Tisch zu decken kam ich mir leicht überflüssig vor. Ich war jemand der gerne half und da ich hier aber zu Besuch war konnte ich das nicht. Auch wäre das vermutlich eher merkwürdig wenn ich jetzt sofort helfen würde den Tisch zu decken oder ähnliches. Doch das hieß das das Essen bald fertig war.

      Noch kurz musste man warten, dann war es schon fertig. Ich sah zum Essen und hörte Stars entschuldigende Worte. Leicht verwirrt sah ich zu diesem. Stimmt ja, er hatte mich nicht danach gefragt, aber das macht nichts. Würde er mir nicht einen Menschen oder Tier innerreien Servieren, würde ich alles Essen. Wobei, ich vermutlich in einer Notsituation das andere auch essen würde.
      "Das macht nichts. Ich esse so gut wie alles. Vor allem wenn es selbst gekocht ist. Da die Küche zu dem Abgebrannten Teil gehört, Ess ich meist nur, fertig Sachen, Da ich die in ner Mikrowelle machen kann. Daher freu ich mich sehr über das Essen. Danke das ihr mich dazu eingeladen habt. Das freut mich wirklich sehr und dafür bin ich euch sehr dankbar," erklärte ich den beiden und setze mich dann auf den freien Platz.
      Als ich dann eine Frage von Star zu meinem Musikgeschmack hörte, dachte ich etwas nach. Einen richtigen Musikgeschmack hatte ich nicht wirklich. Meist hörte ich was mir gefiel. Von Klassik bis zum Modernem. Zwar hatte ich ab und an Favotiten unter der Musik die ich höre, aber das ändert sich auch immer wieder. Das war eigentlich eine recht leichte Frage, aber für jemanden wie mich.
      "Hm... Also... Ich höre soweit alles was mir gefällt, da ist von Klassik bis zum Modernem alles dabei. Zwar hör ich im Moment, vor allem beim Zeichnen, sehr düstere Musik, die ich auch selbst gerne singe, aber ansonsten. Was gefällt dir denn so," fragte ich Star welcher mir ja auch die Frage gestellt hatte.
      Dann probierte ich das Essen welches vor mir Stand und es war nicht verwunderlich, das es so schmeckte wie es roch. Es war einfach perfekt. Denn da auch meine Eltern nicht wirklich gekocht hatten, sondern eher mit mir essen gegangen sind, war ich meist gutes Essen gewohnt. Star könnte damit sicher auch in einem guten Restaurant arbeiten. Das wäre überhaupt kein Problem.
      "Du kochst echt super. Schmeckt wirklich super. Damit könntest du locker auch in einem Restaurant anfangen," meinte ich zu ihm und lächelte fröhlich.