17 Again [VALAC & IMPERATOR_NERO]

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    • 17 Again [VALAC & IMPERATOR_NERO]

      Jeder wünschte sich schon ein Mal sein Leben ab einem gewissen Punkt zu
      ändern. Vielleicht wäre man in diesem Fall nicht das Mobbing Opfer
      sondern der Schwarm jeder Mädchen. Willst du schon immer eine
      Sportskanone werden oder einfach mehr in seinem Leben machen? Deine
      Schulzeit mehr mit lernen verbringen oder doch lieber Partys feiern?
      X hatte wirklich nur Pech in seinem Leben und an der Schwelle sein Leben
      beenden zu wollen bekam er eine 2. Chance. Am nächsten Tag wachte er in
      seinem alten Zimmer auf und scheint wieder zurück zu seinem 17.
      Lebensjahr zurück teleportiert worden zu sein. Er konnte also sein Leben
      komplett neu gestalten und dieses Mal würde er es nicht noch ein Mal
      vermasseln. Das was er jedoch nicht bedacht hatte war, dass auch sein
      alter Mobber und Schläger Y wieder da war. Er hatte sein Leben wirklich
      immer mit Pech gefüllt und jedes Mal aufs neue gesteigert. Wie wird X
      sich ihm entgegen stellen? Wird X sein Leben auf die Reihe kriegen und
      das nächste Mal etwas damit anfangen?
      Y der jedoch deutlich hartnäckiger war als bisher gedacht würde noch
      eine Menge an X s Nerven zerren. Y hingegen war weder von ihm abgeneigt
      noch wirklich hasste er ihn.
      Es würde sich herausstellen, dass Y deutlich mehr empfand als nur Hass.
      Seine Orientierung bezüglich seiner Sexualität wollte er somit täglich
      überspielen. Persönlich hatte Y nichts gegen X. Nach der Zeit kam X
      hinter Y Geheimnis und es fängt eine Rache Aktion an.
      Dieses Mal würde X Y das Leben zur Hölle machen.




      Gesucht ist Y
      300-500 Wörter
      3. Person


      @Imperator_Nero

      WENN DU KEINE PRINZIPIEN HAST, BIST DU LEICHTE BEUTE
    • Eine zweite Chance bekommt man nur ein Mal im Leben und diese wird sich Kin ganz sicher nicht entgehen. Er ist nun wieder 17 Jahre und sein ganzes Leben ist noch vor ihm. Deutlich mehr als er das letzte Mal hatte. Ganze 66 Jahre war er alt und sein leben war einfach zum Kotzen. Weder hatte er eine Frau, die er lieben konnte. Noch verdiente er seine Brötchen ehrlich. Schwarzarbeit war alles was ihn am Leben hielt. Doch nun war damit vorbei. In den ganzen Sommerferien fing er an an sich zu arbeiten. Hat vor gelernt, damit er genug Zeit hatte für andere Dinge, wie Parties oder gar angenehmere Dinge, als nur Schule.
      Sein Aussehen veränderte er grundlegen und auch seine Fitness stieg gewaltig in die Höhe. Kin konnte es kaum erwarten zurück zu kehren oin die Hölle seines Lebens. Seine Schulzeit.... Immer wieder hatte er Flashbacks erlitten, durch die unglaubliche Schiekane von diesem Takashi... Ob Kin ihm nun besser entgegen treten könnte? Besser wäre es, denn in solch einer Aufmachung, die er am ersten Schultag trug wäre es sichtlich peinlich sich fertig machen zu lassen.
      Also dachte er nicht weiter darüber nach und machte sich fertig, um den üblichen Weg zur Schule zu nehmen. Recht früh aufzustehen war zwar bis heute nicht sein Ding, aber er gab sein Bestes bis zum Klockeschlag auf dem Schulhof zu sein. Die Lehrer brauchten so wie so immer wieder gute 5 Minuten, bis sie im Klassenzimmer waren. Nervös und völlig aufgeregt, mit jedem Schritt zum Klassenraum, überlegte Kin sich schon ein Mal wie er am Besten auf die Reaktionen der anderen reagieren sollte. Würde ihn jemand wieder erkennen? Oder erst bei der Anwesenheitskontrolle auffallen? Egal wie es geschehen mag... Er würde felsenfest für sich einstehen.
      Kaum hatte er die Tür zum Klassenraum geöffnet, war wie üblich unglaubliches Chaos ind er Klasse. Die Mädchen redeten wieder über ihre Eroberungen oder glatt über ihr Make up. Die Sportler wieder über ihren Sport. Die Nerds hatten wie immer ihre hinterste Ecke und Takashi, der üblicherweise genau hinter Kin saß. Kin blieb kurzzeitig das herz stehen, als er seinen Schiekanierer vor sich sah.
      So gerne würde er ihm die Fresse polieren, doch Stress n der Schule wollte er so gut es ging vermeiden. Denn dann würde er wieder eine völlig falsche Richtung einschlagen. Unbemerkt und so leise wie möglich setzte sich Kin auf seinen Platz und schien bis jetzt noch nicht aufzufallen. Vieleicht dachten enige er wäre ein neuer Schüler? Möglich...
      Als der Lehrer dann zur Tür herein kam, setzten scih alle und die Anwesenheitskontrolle fing an. Jedenfalls wollte der Lehrer gerde beginnen, als er Kin erblickte. Etwas verwundert fragte der Lehrer: "Wer bist du denn?"
      Diese Frage ließ alle Blicke auf Kin richten. Diese Alternative ist Kin noch nicht in den Sinn gekommen... Hatte er sich wirklich so stark verändert? Langsam sank Kin in seinen Stuhl, doch dann nahm er all seinen Mut zusammen und antwortete. "Ach... Herr Inusuka.... Sie scherzen doch wohl! Ich bins doch Kin Amaya...", setzte Kin ein aufgesetztes Lächeln auf, als er nun erst recht mit Blicken durchlöchert wurde. Unglaublich viele fingen an zu tuschen und auch einige Mädchen riefen "was" oder auch "unmöglich" durch die Klasse.
      Doch das war deutlich harmloser, als wie die Aura, die sich im Nacken von Kin abspielte... Die verhieß nichts gutes...

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    • Der Wecker klingelte. Takashi schlug auf die Schlummertaste, der Wecker verstummte. Genervt drehte er sich wieder um und schlief seelenruhig weiter.
      Der Wecker klingelte. Mal wieder. Dieses Mal jedoch rührte sich mehr in diesem Bett. Der junge Mann setzte sich auf und grummelte leicht vor sich hin. Früh aufstehen war absolut nicht das, womit man ihn begeistern konnte. Wohl oder übel musste es jedoch sein. Sein Vater würde ihn vermutlich eigenhändig aus dem Bett werfen, wenn er nicht aufstehen würde. Verschlafen und übermüdet stieg Takashi aus seinem Bett und begab sich schlaftrunken ins Badezimmer, um sich ein wenig wie ein Mensch zu fühlen und nicht wie ein Untoter.
      Verstimmt sah er in den Spiegel. Er hatte schon bessere Tage gehabt. Seine Haare waren zerzaust, Stoppeln im Gesicht und verrutschte Piercings. Ein grausamer Anblick.
      Gähnend zog er sich das bisschen Kleidung aus, was er zum schlafen angelassen hatte und stieg in die Dusche. Das warme Wasser prasselte von oben auf ihn herab und brachte seinen Kreislauf in Trab. Nachdem er einige Minuten unter Dusche verbracht hatte, verließ er diese wieder, wickelte sich ein Handtuch um die Lende, rasierte sich und richtete sich aufwändig die Haare, bevor er sich dann endgültig anzog.
      Mit einem leicht panischen Blick auf die Uhr stellte er fest, dass er, wie jeden Tag, zu lange gebraucht hatte und nun nicht mehr viel Zeit blieb, um zur Schule zu kommen. Aber Takashi brauchte nunmal seine Zeit im Badezimmer. Sein Aussehen stand für ihn an erster Stelle.
      Eilig schlürfte er in die Küche, schnappte sich seine Tasche, die seine Mutter schon gepackt hatte, und ging mit einem Becher Kaffee aus dem Haus. Die Bushaltestelle war nicht weit von seinem Zuhause entfernt, sodass er in wenigen Fußminuten dort angekommen war und noch ein paar Minuten auf den Schulbus wartete. Seine Freunde wohnten in anderen Gegenden, weshalb der junge Mann allein und ohne Begleitung den täglichen Weg zur Schule antrat.
      Dort angekommen machte er sich auf ins Klassenzimmer und traf auf dem Weg ein paar Freunde, mit denen er gemeinsam dorthin ging. Kaum waren alle auf ihrem Platz kamen weitere Schüler in den Raum. Takashi nahm sie kaum war und redete mit seinen Freunden über alles mögliche.
      Der Lehrer betrat das Klassenzimmer. Die Anwesenheitskontrolle begann und dann traf es Takashi wie der Schlag. Der Typ vor ihm sollte doch wirklich Kin sein. Die luschigste Lusche aus ganz Japan. Er hatte sich gehörig verändert, sodass selbst Takashi Probleme hatte, ihn zu erkennen.
      Takashi verstehe die Augen "Ich wusste ja, dass der Tag hässlich wird, aber mit dem habe ich nicht gerechnet", sagte er zu seinen Freunden. Alle fingen an zu lachen und machten sich weiter über ihn lustig bis der Lehrer die Klasse um Ruhe bat.
    • Als alle anfangen zu lachen verschob sich glatt Kins ganzer Magen und dreht sich um 180 Grad. Die Angst war also noch nicht ganz verflogen... Und trotz dass er nun solch einen Look hatte.
      Es musste also um seinen Charakter oder um sein Verhalten liegen. Also nahm Kin all seinen Mut zusammen und stand plötzlich einfach auf. Der Lehrer fragte schon ob er auf Klo musste, doch Kin bleib einfach stehen. Doch plötzlich drehte er sich um und haute Takashi mit beiden Händen auf den Tisch, dass er vor lauter Schreck hoch schreckte und Kin nun direkt ins Gesicht blicken musste.
      Wenn Kin über Takashis gefühle bescheid wissen würde, würde er sich glatt nicht so nah bei ihm befinden.
      "Das ist nicht witzig Takashi!!", sagte Kin mit einer wirklich bedrohlichen Stimme, die er sich selbst nicht zu getraut hätte. "Ich kann dir deinen Tag sogar noch mehr vermiesen.... wenn ICH das will!"
      Plötzlich rief der lehrer in die Klasse, dass Kin sich sofort beim Rektor melden sollte, es war zwar ein Opfer seinen Standpuntk klar zu machen, aber das war es wirklich wert. Der Gesichtsausdruck von Takashi reichte ihm völlig aus. Kin legte seien Hände in seine Hosentaschen und ging zum Rektor. Der Besuch würde zwar nciht rosig verlaufen, aber besser als für imemr ein Feigling gewesen zu sein. Überraschend verlief das Gespräch ruhig ud tatsächlich stieß Kin an so etwas wie verständnis...
      Das erleichterte ihn erst ei Mal doch dann läutete es zur Pause... Nun würde er sich Takashi erst so richtig stellen müssen... Aber das würde er auch noch hinbekommen.
      Zwar nciht selbstsicher aber dennoch mutig ging er einfach auf den Schulhof und setzte sich auf eine Bank. Schließlich hatte er Hunger und das baguette was er sich zuvor gekauft hatte, musste verschlungen werden. Er hatte heute morgen einfach nciht genug zeit sich ein Bento zu machen... und da seine Tasche noch in der Klasse war musste er erst ein mal auf Trinken verzichten.

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    • Takashi schreckte verwundert auf, als auf seinen Tisch geschlagen wurde. Mit einer solchen Reaktion hatte er nicht gerechnet.
      Er sah ihn an. Sah beinahe einen anderen Menschen. Was war nur mit Kin passiert, dass er plötzlich so reagierte? Normalerweise war er der Letzte, der sich gegen Takashi stellte.
      Kin verließ den Raum, Takashi realisierte langsam die Situation. Der Unterricht verlief gewohnt weiter. Der Lehrer vermied es, dieser kleinen Eskalation weiter Aufmerksamkeit zu schenken und achtete penibel auf Ruhe. Sein Unterricht sollte nicht noch weiter gestört werden.
      Doch in der ganzen Unterrichtstunde ging Takashi diese Situation nicht aus dem Kopf. Sowas gehörte sich nicht. Niemand verhielt sich derart abfällig ihm gegenüber. In der Pause wäre Kin fällig.
      Sehr bald endete der Unterricht mit einem lauten Klingeln der Pausenglocke. Kurzerhand weihte er seine Freunde ein und zusammen machten sie sich auf die Suche nach dem kleinen Opfer, um ihm eine gehörige Abreibung zu verpassen. Er würde schon sehen, was er davon hat.
      Sie irrten durch die Gänge. Drei Leute an der Zahl waren auf der Suche.
      Schlussendlich fanden die drei Kin. Er saß auf einer Bank, war in der Absicht zu essen.
      "Da Leute! Diesen Typen knöpfen wir uns vor. Er wird sich wünschen, heute zuhause geblieben zu sein!", sagte Takashi, seine Freunde nickten.
      Zusammen gingen sie auf ihn zu, die Schüler rundherum bemerkten die aufkommende Turbulenz und suchten schnell das Weite. Niemand wollte in Probleme kommen. Takashi baute sich vor Kin auf, sein Schatten fiel von oben auf ihn. Seine beiden Freunde verteilten sich neben ihm, damit Kin keine Chance hatte zu flüchten.
      "Hör ma, Kleiner. Was du da vorhin abgezogen hast. Niemand redet so mit mir. Zoll gefälligst etwas Respekt"
    • Kin wurde das Bagutte aus der hand geschlagen und er musste zu sehen wie sein Mittagessen den Boden küsste. Schwer daran zu glauben, dass Kin es mit seinem Rivalen aufnehmen könnte und noch mit seinen ganzen Anhängern. Also müsste er es deutlich geschickter anstellen. KIn stand also auf und ging ein zwei Schritte auf den Kerl zu.
      "Gut dann pass auf du .... äh... du ... Flachzange. Wenn machen wir es doch fair! Du und Ich nach der Schule! An der Brücke und wir klären es wie Mänenr verstanden! Dieses Mal ohne deine Bodyguards!", natürlich würde Kin verlieren auch wenn er sich verändert hatte. Er konnte niemanden schlagen noch würde er einer Fliege wirklich was zuleide tun können, doch er musste sich seinen Ängsten stellen. So viel war auf jeden Fall sicher! Das Baguette trauerte er noch kurz nach als er seinen Schulranzen packte und einfach an Takashi vorbei ging. Natürlich war es mehr als faier einen Kampf Mann gegen Mann auszutragen. Also sollte sich Takashi erst ein Mal behaupten bevor er ihm die Füße lecken würde.
      Das war etwas was Kin auf jeden Fall noch erledigen musste... Er musste sich von seinem Peiniger das letzte Mal verprügeln lassen, um die Angst davor was passieren könnte zu verlieren. Es war nicht die Beste Lösung aber es war eine... Die Unterricht verging für ihn deutlich zu schnell. Natürlich hatte er Angst, doch schien er sich nciht drücken zu wollen. Stattdessen wartete er gezielt an der Brücke, die er beschrieben hatte. Hatte er überhaupt eine Brücke beschrieben? Er sagte Brücke... Nicht welche.... Aber es gab doch nur diese eine Brücke.... also welche sollte er sonst gemeint haben?
      Kin fasste sich an den Kopf und seufzte.
      "Na komm schon Takashi.... Wo bleibst du ich hab noch Sachen vor!", tritt er gegen die Brücke und spürte einen wirklich stechenden Schmerz "AAAAAAUUUUUUUU!", brüllte er und hielt sich den Fuß.
      Er müsste wirklich unglaublich dämlich wirken so viel stand fest. Er warf am Ende seines Tanzes den Schulranzen in die Ecke und war mehr als angepisst. Versetzte der Pisser ihn nun auch noch? Hatte er wirklich so viel Angst? Statt weiter darüber nachzudenken starrte er lieber aufs Wasser und betrachtete die kleinen Fischer die hin und her schwommen.

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    • Nach Kins vollkommen überteilten Abzugs, sahen sich die drei Freunde langsam an und brachen in tiefem Gelächter aus.
      "Der kleine Schisser hat sich ja fast eingekackt", rief Takashi und wischte sich die Lachtränen aus dem Gesicht. Auch seine Freunde konnten sich vor lauter Lachen kaum noch auf den Beinen halten.
      Die restliche Pause verging in einem eilenden Tempo, der nächste Unterricht fing alsbaldig an. Takashi kam knapp vor dem Lehrer in den Unterricht. Gerade noch rechtzeitig. Auf Ärger mit der Schule hatte er nun wirklich keine Lust. Es war einfach unnötig lästig.
      Die Zeiger der Uhr, die über der Tür des Klassenzimmers hing, schienen eingefroren zu sein. Eine Sekunde fühlte sich an, wie eine Minute und eine Minute wie eine Stunde. Nach fühlten Jahren des endlosen Wartens, klingelte es endlich und Takashi wurde aus seiner Traumwelt gerissen. Kurz schreckte er hoch und sah sich verwirrt um, bevor er wieder zu sich kam. Kin war schon aus dem Klassenzimmer verschwunden. "Ey, Takashi. Dann musst du das Würstchen ja wirklich an der Brücke fertig machen. Der lief ja gerade weg als wäre er gestochen worden", sagte sein Freund. Ein Seufzen. "Ja Mann. Dann werde ich ihm schnell eine verpassen und wieder abzischen".
      Man verabschiedete sich und verließ zusammen das Schulgelände.
      Entspannt ging der junge Mann in Richtung des genanten Austragungsortes von Kins Abreibung. Zwar erwähnte er nicht welche Brücke es sein soll, aber im näheren Umkreis gab es nur eine Brücke. Warum es gerade eine Brücke sein musste, konnte er sich jedoch auch nicht erklären.
      Um ihn herum weitere Schüler, die sich auf den Heimweg machten. Einige Autos erhöhten den Lärmpegel ungemein. Nach nur wenigen hundert Metern ließ Takashi diese Geräuschkulisse jedoch hinter sich und übrig blieben die typischen Stadtgeräusche.
      Es dauerte keine zehn Minuten und er kam an der Brücke an. Kin war schon dort und sah runter auf das Wasser. Es war schon fast zu einfach gewesen.
      Seelenruhig ging Takashi weiter auf Kin zu, stellte nebenbei vorsichtig seine Tasche ab und bereitete sich innerlich auf seine Überraschung vor. Wie ein Tiger schlich er sich an seine Beute an bis er dann zuschnappte. Von der einen Sekunde auf die Andere hatte Takashi ihn gepackt und hielt drückte ihn an die Brüstung.
      "Wenn du schreist, schwimmst du, also halt's Maul", erklärte er.
      "Lass es uns schnell zu Ende bringen, Kleiner. Oder was meinst du?"
    • Als Kin plötzlich von hinten angegriffen wurde schaltete er schnell um unf packte die Hände, die ihn ans Geländer fixierte.
      Er blickte in das gesicht seines Peinigers und musste schwer schlucken. Er hatte wirklich nicht an Kraft verloren und dennoch er würde nicht so leicht aufgeben wie vor 30 Jahren, oder besser gesagt vor den Sommerferien. Er würde es ihm nicht leicht machen und drückte sich stattdessen von dem Geländer ab ehe er mit ihm mitten auf dem Weg stand. Kin knirschte mit den Zähnen und fasste Takashi an den Kragen ehe er anfing zu sprechen. "Ich lass mich ganz sicher nicht noch mal von dir verprügel Takashi!!!", danch folgte ein Schläg von Kin gegen die Wange des anderen. Es reichte gerade dafür aus, damit er von ihm abließ. Doch wirklich mit viel Kraft konnte man da nicht rechnen. Kin hatte zwar deutlich mehr Muskeln und Kraft in sich, doch schien seine Angst vor seinem Peiniger ihm einiges an dieser Energie zu nehmen. Etwas von sich selbst überrascht sah Kin auf seine Faust. "Was ist denn jetzt los...", hatte er sich gefragt. Non sollte Takashi eher auf dem Boden liegen statt nur einen Meter von ihm entfernt. Hatte er sich getäuscht? Oder war er wirklich so schwach? Nein! Er konnte in den Sommerferien einen großen schweren Gorilla zu Boden schlagen. Also was genau war nun sein problem.

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    • Kin drückte sich vom Geländer ab und ehe er sich versah, hatte Takashi einen Faustschlag ins Gesicht bekommen.
      Er wich ein Stück zurück. Stille. Sein Herz raste und sein Atem schien in dem Moment lauter zu sein als jedes Konzert.
      War das gerade wirklich passiert? Wurde er gerade wirklich von seinem Opfer geschlagen?
      Takashi verharrte einen Augenblick, um zu realisieren, was hier gerade passiert war. Geschockt fasste er sich an die Wange. Der Schlag war zwar nicht schlimm gewesen, jedoch war der Schmerz, auch wenn er gering war, ein großes Angstpotential von Takashi. Er schluckte und versuchte, nicht die Fassung zu verlieren oder gar zusammen zu brechen.
      Langsam aber zielstrebig ging er wieder näher an Kin, drückte ihn dabei mit dem Rücken ans Geländer. "Was hast du da gerade getan? Das war ein ziemlicher Fehler, Kleiner!", sagte er und erhob seine geballte Faust. Er holte zu einem Schlag aus, stoppte jedoch kurz vor Kins Gesicht. Takashi brachte es nicht übers Herz, ihn zu schlagen. Nicht heute.
      Noch nie hatte ihm jemand derart die Stirn geboten. Das hatte ihn vollständig aus der Bahn geworfen.
      "Und wenn du nicht doch noch ins Krankenhaus willst, dann mach einen Abgang!", kam gebrochen aus seinem Mund, bevor er einen Schritt zurück tat. Seine Hände waren noch immer zu Fäusten geballt. "JETZT VERPISS DICH!", rief Takashi, versuchte sich zusammen zu reißen.
    • Als Takashi ihn angeschrien hatte zuckte Kin plötzlich wahnsinnig zusammen. Er packte sich seine Schultasche über die Schulter und rannte wie von einer Wespe gestochen los.
      Was war das denn? Warum schlug Takashi ihn nicht einfach? Mehr als nur abzuhauen fiel ihm gerade nicht ein, doch dann blieb er stehen, lehnte sich nach vorne und atmete schwer aus.
      "Was ....war das??", fragte er selbst und sah zurück zu der Brücke. Hätte er bleiben sollen? Nun war er wieder der Angsthase von früher... Nein! NIe wieder! Er ging also mit festen Schritten zurück und sah sich auf der Brücke um. In Mitten der Brücke angekommen musste er seuftzen bis plötzlich sein Handy klingelte. Er kramte es aus seiner Hosentasche und ging ran. "Kin Amaya! Ich höre?", er biss sich auf die UNterlippe und merkte dass er doch tatsächlich, die Anrede vom Callcenter immer noch im Gedächnis hatte. Der andere am Hörer war etwas verwundert doch stellte s sich heraus, dass es sich um seine Mutter handelte. "Nein Mum ich hab den Buss nicht verpasst! Nein ich komme nicht mehr pünktlich ich.... Jetzt mach mal halblang!!.... Nein..... Ach ich komm nach haus wann ich das will!", damit legte er auf und fasste sich an den Kopf. Seine Mutter war wirklich äußerst Kontrolllustig und vor allem musste sie sich über jeden Mist aufregen. Damals ließ sich Kin davon vielleicht beinflussen, doch heute war deutlich seine Zeit nicht das seiner Mutter oder vielleicht seiner Hausaufgaben. Er konnte den Schwachsinn schließlich nun deutlich besser als zuvor.
      Erneut ließ er sich gegen das Geländer fallen und rutschte runter. "Das kann doch alles nicht wahr sein....", plötzlich klingelte das Handy schon wieder. Doch legte er auf, und genau bevor er es wieder in die Tasche legen konnte vibierte es schon wieder. "BBOOOOOAAAAARRRRR!!!!", ganze 4 Mal musste er auflegen bis er das Handy gegen das gegenüberliegende Geländer warf. Es sprang auseinander und es war endlich Ruhe. "GEH MIR NICHT AUF DEN SACK!!!!", er nahm seinen Kopf in die Hände und dachte noch Mal nach was seine Flucht nun für Konsequenzen haben wird. "Morgen wird rum erzählt ich sei geflohen... Spitzen Klasse Kin...", daraufhin zückte er eine Zigarette, die er von seiner Mutter geklaut hatte und zündete sie einfach an. Als hätte er es all die Jahre schon getan, hustete er weder noch fühlte er sich dabei schlecht. "AHHH JA.... Hab ich das vermisst....", überraschend wenn man bedenkt, dass nur sein Verstand danach Schmach hatte...

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    • Takashi atmete schwer, bewegte sich kein Stück als Kin sich aus dem Staub machte. Er stand einfach da. Wie erstarrt.
      Erst einige Sekunden später rührte sich wieder was in dem jungen Mann. Er griff sich seine Tasche und ging ein paar Schritte in die entgegengesetzte Richtung von Kin, bevor Takashi von seinen Gefühlen übermannt wurde und eine Träne seine Wange runterlief.
      Geschockt von dem plötzlichen Gefühlsausbruch blieb er stehen und wischte sich die Träne weg. Seit über sechs Jahren hatte er keine Träne mehr vergossen und gerade sein Opfer schaffte es, wieder Gefühle in ihm zu wecken.
      Langsam setzte er sich ans Geländer der Brücke. Hinter seinem Rücken hörte er Verkehr und den Lärm der Stadt, jedoch auch das Wasser vom Fluss, den Wind in den Bäumen. Schon lange hatte er sich nicht mehr so sehr auf seine Umgebung konzentriert. Meistens blendete er sie aus, nur jetzt nicht. Jetzt war sie ihm präsenter denn je.
      Mit einem tiefem Schluchzen und weiteren Tränen in den Augen strich er sich durch die Haare. Sein Atem zitterte.
      "Was ist nur los mit mir?", fragte er.
      Von der Seite nahm er eine Stimme wahr. Was genau sie sagte oder von wem sie war, konnte er nicht herausfinden, es interessierte ihn jedoch auch nicht. Sollte man ihn doch so sehen. Viel schlimmer als jetzt konnte es eh nicht werden.
    • Kin saß nun ganze 12 Minuten dort und haute sich seinen Kopf gegen das Eisengeländer. Er wollte doch Takashi eine Lehre erteilen und doch... Ist er wieder davon gelaufen.
      Mit einem langen Seuftzer sah er sich das kaputte Handy vor sich an. Er konnte unmöglich nach Hause gehen. Seine Mutter würde ihn glatt umbringen, wenn er solch einen Ton anschlug. Doch noch mehr würde er Ärger bekommen seine Hausaufgaben nicht direkt nach der Schule erledigt zu haben.
      Noch weiter in Selbstmitleid zu versinken würde nichts bringen, also machte er sich einfach auf den Weg in die Stadt. Er hebte seinen Rucksack über seinen Rücken und ging einfach an Takashi wortlos vorbei. Er hätte ihn nicht erkannt, schon alleine nicht an seine derzeitige Körperhalten. Er kannte ihn schließlich als brutalen Typen und nicht als eingeschüchterter Bube.
      Also ging er fröhlich pfeifend den Weg entlang und sah zum Himmel. Was könnte er nun tun? Würde er ins Kino gehn oder doch lieber in den Skate Park und sich vielleicht einen Joint schnorren.
      In seinem früheren Leben hatte er wirklich gerne einen geraucht, doch sollte er damit in diesem neuen perfekten Leben nicht wieder mit anfangen. Man sagte ja, dass Kanabis eine Einstiegsdroge war. Auch wenn das wirklich mehr als übertrieben war. Wohin es ihn auch verschlug, knallte ihm plötzlich etwas gegen den Kopf. Er stolperte förmlich zur Seite und sah um sich. Ein Fußball roltle ihm vor die Füße und ein Typ kam mit einem schuldigen Blick zu ihm gelaufen. "Es tut mir leid!... Der war wohl etwas zu hart...", Kin musste lächeln und nahm den Ball auf. "Braucht ihr noch einen Spieler?", und damit war wohl die frage was er nun tun würde schon erledigt. Fußball war zwar nicht sein lieblings Sport, doch war es deutlich besser als nach Hause zu latschen. Kin ließ seinen Ranzen demnach im Rasen liegen und rannte mit aufs Spielfeld. Sie waren gerade mal zu 5. weshalb ein Spiel unmöglich war. Also schossen sie einfach ein wenig aufs Tor.

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    • Es dauerte noch einige Zeit bis Takashi dazu in der Lage war, sich langsam wieder aufzurappeln. Er griff nach seinem Rucksack und ging langsam aber beständig nach hause.
      Unterwegs flogen seine Gedanken umher wie eine Feder im Sturm. Sie waren klar vorhanden, aber ummöglich zu festigen. Was wäre gewesen, wenn Kin einfach zusammengeschlagen hätte? Wäre dann alles besser? Warum hatte sich der Junge so verändert? Woher kommen plötzlich diese ... Gefühle? Warum ausgerechnet er?
      All das und noch mehr schoss ihm durch den Kopf, doch keine Antwort wollte sich seinen Fragen bieten.
      Vollkommen geistesabwesend schritt er immer weiter bis ein lautes Hupen ihn aus seiner Trance riss. "Pass doch auf, du Spinner!", wurde er angebrüllt. Als Takashi zu sich kam, merkte er, dass er beinahe angefahren wurde. Anscheinend war er einfach über die Straße gelaufen und hatte das Auto nicht bemerkt. Schnell drehte er sich weg und ging schneller, blendete dabei den Rest wieder aus.
      Irgendwann war er endlich heile zuhause angekommen. Es dauerte länger als üblich, jedoch hatte er den Bus verpasst und beinahe sogar den falschen genommen.
      Die Tür wurde langsam aufgeschlossen und vom ihm wieder ins Schloss geworfen. Ohne ein Wort begab er sich in sein Zimmer, schloss ab und fiel aufs Bett. Immer noch war er zu überrumpelt von der Situation und bekam keinen klaren Gedanken.
      Es brummte. Seufzend zog Takashi sein Handy aus der Hosentasche und sah eine Nachricht von seinen Freunden.
      >>Hast du den Lappen fertig gemacht? Brauchst du ein Alibi falls jemand fragt? Bruder erzähl alles!<<
      Sein Herz setzte einen Schlag aus. "Fuck" Wie konnte er seinen Freunden nur erklären, was da vorhin passiert war? Wenn Kin das ausplaudert, dann wäre sein Leben beendet. Es blieb ihm nur eine Wahl: Es vertuschen und sein Opfer zum Schweigen bringen!
    • Nachdem er genug gespielt hatte machte auch er sich auf dne Weg nach Hause. Damit er dem geschrei seiner Mutter aus dem Weg gehen konnte, beschloss er einfach durch das Fenster zu klettern, dass er offen gelassen hatte. Er legte sich einfach ins Bett und starrte an die Decke. Morgen müsste er sich wohl oder übel erst ein Mal ein neues Handy besorgen...
      Doch zu erst war es wichtiger zu überlegen, wie er morgen seinem Schändiger gegenübertritt. Er war wirklich seltam heute und vor allem hätte er damit gerechnet dass er ihn zusammen schlägt so wie immer. Doch diese Aktion war wirklich viel zu seltsam, als da er sie ignorieren könnte. Damit könnte er ihn glatt erpressen, doch war das nicht Kins Art. Viel lieber genoss Kin den morgigen Blick von Takasi. Denn dieser wird ziemlich nervös sein.
      MIt diesem Gedanken schlief Kin ein und wurde glatt um 10 vor 8 aus dem Bett gerufen. Er hatte doch tatsächlich völlig verschlafen. Ohne wirklich viel Aufriss schnappte sich Kin alles was er brauchte, richtete sich die Haare und rannte so schnell wie er nur konnte zur Schule. Bei dem Tempo würde er glatt noch rechtzeitig kommen.
      Also nahm er den größten Sprint an, den er früher nie erreichen konnte. Er hatte wirklihc eine Menge Energie und Muskeln, die er aufgebaut hatte.
      Auf dem Weg zur Schule und auf den letzten paar Metern, ging er schnellen Schrittes über den Schulhof. Er zog seine lieblings Kette noch aus seinem Shirt und stolperte regelrecht über eine Bank.
      Wie der tollpatschige Kerl wie er war, flogen nun alle Bücher sammt Hefte auf den Rasen. "Ich schändige mich schon selbst ich brauch gar keinen Takashi... Ich bin doch echt deppe...", fing er an zu fluchen und alles aufzuheben. Schließlich durfte er keien Zeit verlieren. Sein Bein schmerzte zwar höllisch, doch das ignorierte er einfach. Er brauchte unbedingt eine Brille, doch das Mobbing würde dadurch nur noch stärker werden. Also eließ er es bei Kontaktlinsen, die er selbstverständlich bei der Eile heute Morgen vergessen hatte.

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    • Die nächtliche Stille wurde von einem Geräusch übertönt, das sogar die Toten auferstehen lassen würde. Der Wecker klingelte fröhlich vor sich hin, bis er unsanft von Takashi zum Schweigen gebracht wurde.
      Nachdem er die halbe Nacht nicht geschlafen hatte, letztendlich jedoch trotzdem eingeschlafen war, stand der junge Mann vollkommen zerknautscht auf und schlürfte ins Bad. Begleitet von den Rückenschmerzen des Todes besah er sich im Spiegel. Man sah ihm seinen schlechten Schlaf durchaus an. Rote Augen, zerzauste Haare, schlechte Körperhaltung.
      Obwohl sich Takashi gerne wieder ins Bett geschmissen hätte, wusste er, dass es nicht ging. Schwänzen konnte er heute einfach nicht. Was würde man denken, wenn er einen Tag nachdem er von Kin herausgefordert wurde, nicht erschien und dem kleinen Opfer nicht ein Haar fehlte? Er musste zur Schule. Sein Ruf hing davon ab.
      Widerwillig stapfte er in die Dusche, stylte seine Haare und machte sich fertig, um zur Folterkammer ... ähm Schule zu kommen.
      Kaum kam er am Schulgelände an, kurz vor knapp, wie jeden Tag, sah er wie Kin dort stand und irgendwas vom Boden aufhob. Es hätte nicht passender sein können.
      Takashi ging langsam zu ihm und schupste ihn von hinten, sodass er hinfiel. "Hey, du Lusche. Auch wenn ich dir gestern den Krankenhausaufenthalt erspart habe, wirst du gefälligst deine dreckige Schnauze halten. Klar? Sonst kannst du dir direkt ein Bett auf der Intensivstation buchen!", drohte Takashi und sah auf Kin herab. In seinem Ausdruck war neben Wut auch ein wenig Verzweiflung zu sehen. Würde das nicht funktionieren, wäre sein Ruf Geschichte.
    • Kin stürtze in das Gras, nachdem er einen gewaltigen tritt von hinten bekam. Kin drehte sich schlagartig um und erblickte Takashi vor sich. Er sah wirklich fürchterlich aus. Er hatte rote Augen und glatt sogar kleine aber sichtbare Augenringe. Kin biss seine Zähne zusammen als dieser Idiot doch tatsächlich versuchte ihm zu drohen. Kin erhob sich und stellte sich genau vor Takashi hin und rümpfte die Nase. "Diese Dorhung wird langsam lächerlich!", sprach er zwar etwas nervös und doch verfehlte es seine Aussagekraft nicht.
      Kin tippte Takashi gegen die Brust und schubste ihn somit etwas unsanft nach hinten. "Pass gut auf du Föhnfrisur! MIt der Tatsache im Krankenhaus aufzuwachen hab ich mich gestern schon abgefunden! Also such dir eine passendere Dorhung aus. Die wirkt nicht mehr! Und wie man sehen kann..... ist eher deine Wange angeschwollen!", er tippte sich selbst auf die rechts Wange um auf den Schlag von gestern draufhinzu weisen. Der Schlag war zwar verkraftbar aber dennoch sah man eine leichte rote Schwellung. Kaum zu sehn und doch present.
      "Also mach die Fliege Champ! Ich hätte ey die Schnauze gehalten.... Das geht keine Sau was an...", damit ließ Kin Takashi einfach stehen und sammelte seine Sachen weiter auf. "Ich besitzte noch so was wie Respekt! Schon Mal davon gehört? Ich glaube nicht...", er packte das letzte Heft ein und zog den Reißverschluss vom Schulranzen zu, drehte sich um und crashte beinahe gegen Takashi.
      Kin hatte längst erwartet das er gegangen war, doch waren seine Worte wohl doch etwas zu provokant. Er richtete seinen Ranzen noch mal und sah Takashi etwas unsicher an. Dann probierte Kin etwas was ihn selbst überraschte. "Was war denn gestern überhaupt los?..."

      WENN DU KEINE PRINZIPIEN HAST, BIST DU LEICHTE BEUTE
    • Jedes Wort von Kin brachte ihn weiter zum Kochen. Er konnte förmlich spüren wie seine Aggression größer wurde.
      Sein Bedürfnis, ihm eine reinzuhauen, war gewaltig, jedoch hielt ihn irgendwas davon ab. Seit diesem Brückending war es ihm beinahe unmöglich, ihn zu verletzen. Er begriff nicht wirklich weshalb. Wie festgewachsen blieb Takashi einfach stehen und wartete.
      Bei der letzten Frage platze er aus sich heraus. Er packte Kin am Kragen, drückte ihn auf die Bank und holte mit seiner geballten Faust aus, um ihm eine reinzuhauen, stoppte jedoch abermals kurz vorher.
      Gleiche Situation, anderer Ort. Takashi stand schnaufend vor Wut über Kin, seine Faust nur wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt. Doch konnte er es nicht zuende bringen.
      Er verharrte weiter in der Position bis er es nicht mehr aushielt. Eine Träne kullerte seine Wange herunter.
      "Scheiße", knurrte er frustriert bevor er von dem anderen abließ. Zittrig wischte er sich die Träne aus dem Gesicht und ging recht schnell in Richtung Schulgebäude, wo er sich in eine ruhige Ecke setzte. Da der Unterricht schon begonnen hatte, musste er keine Angst haben, dass ihn jemand sehen könnte. Seinen Rucksack schmiss er gegen die Wand, an welche er sich auch zugleich setzte und versuchte wieder Herr seiner Selbst zu werden.
      "Warum?", flüsterte er und versuchte nachzuvollziehen, was mit ihm los war. Wieso konnte er ihm plötzlich nicht mehr weh tun? Weil Kin ihn geschlagen hatte? War es das gewesen? Zu spüren, was Kin sonst immer spürte?
    • Abermals zuckte Kin zusammen und schlos die AUgen bei dem Faustschlag. Doch es passierte nichts. Schon wieder...
      Schwer atmete Kin und sah Takashi ins Gesicht. Auch die Träne auf seienr Wange entging ihm wie sein verzweifelter Blick nicht. Er versteinerte. Weinte sein Schändiger etwa direkt vor seinen Augen.
      Ehe Kin die Situation verstehen könnte, sah er Takashi völlig aufgebracht ins Schulgebäude laufen. "Was war das denn....", fragte er sich selbst und ließ seinen Ranzen einfach auf dem Boden liegen. Er ging Takashi selbstverständlich nach, denn solch eine Reaktion besagte nie etwas gutes. Kin stürmte ins Gebäude und sah sich in alle Richtungen um. Er hatte ihn verloren....
      Was hatte Takashi nur... doch wieso kümmerte es Kin so? Doch ehe er sich versah, entdeckte Kin seinen Schändiger direkt neben sich auf dem Boden zusammen gekauert. Ein Bild für die Götter...
      Hatte er seinen Schändiger wirklich dazu getrieben sich so in eine Ecke zu verschwanzen? Unmöglich...
      "Ey... Du kannst unmöglich wegen mir so fertig sein.... Hat dir jemand weh getan?", fragte Kin ernst und schluckte etwas. Schließlich kannte er das gefühl von solchen Menschen schikaniert zu werden sehr gut. "Hast du was ausgefressen? Hast du ne Blockade in der Schulter? Was ist verdammt noch mal los mit dir??!!", fragte er plötzlich mit solch einem herrischen Ton, dass man glauben könnte ein Erwachsener Mann stände vor ihm. Er hatte zwar nun ein anderes Aussehen, doch solch dominante Stimme passte einfach gerade nicht zu seinem Alter.

      WENN DU KEINE PRINZIPIEN HAST, BIST DU LEICHTE BEUTE
    • Es vergingen weitere Minuten, in denen Takashi versuchte, all das zu vergessen und sich wieder einzukriegen. wieder aufzustehen und lässig ins Klassenzimmer zu gehen. So wie sonst auch. Vergeblich.
      Plötzlich eine Stimme. Kin. Takashi blieb unbeeindruckt sitzen, hoffte, dass er dann einfach gehen würde. Ihn in Ruhe lassen würde. Doch stattdessen wurde er mit Fragen förmlich befeuert. Jede einzelne Frage traf ihn wie ein Schuss ins Herz, weil er jede Frage nur verneinen könnte. In äußerster Direktheit wurde ihm vorgehalten wie lächerlich sein Verhalten doch war.
      Takashi zeigte weiterhin keine Reaktion auf die Fragen. Nur der letzte Tonfall überraschte ihn und brachte ihn zum aufsehen.
      "Ich ...", er stockte. "Ich kann dich einfach nicht mehr verletzen!", rief er Kin zu. "Ich kanns einfach nicht", flüsterte er hinterher und wandte sich wieder von ihm ab. "Und jetzt verzieh dich, sonst ... ach vergiss es", murmelte Takashi sich durch die Haare streichend.
      Er hoffte, dass man ihn nun allein lassen würde. Aber wahrscheinlich würde das nicht passieren. Er fühlte sich wie ein kleines Kind bei einem Tobsuchtsanfall. Unverstanden, lächerlich und überzogen. Wie eben ein Kind, das kommunizieren will, sich aber nicht ausdrücken kann. Gefangen zwischen 'wollen' und 'können'.
    • Kin stockte etwas und musste leicht grinsen. Wahrscheinlich hatte es doch etwas gutes. Er hatte seinen Schändiger endlich besiegt, zwar mit Worten, aber schließlich würde er ihn nun nicht mehr zusammenschlagen. Er könnte einfach nun gehn, doch stattdessen setzte er sich einfach neben ihn. Zückte sich eine Zigarette aus der Schachtel seiner Mutter, die sie bestimmt schon suchte und hielt Takashi die Schachtel hin. Ob er nun eine genommen hatte oder nicht, zündete Kin sich seine an. Etwas unüberlegt im gebäude zu rauchen, doch wer würde sie schon finden?
      Sie waren in einer Ecke zusammengekauert und kam zu entdecken. Das sollte reichen, um nicht gleich sofort einen Anschiss zu bekommen.
      Kin zog an der Kippe und pustete den Rauch genüsslich aus. Es war herrlich wie der Rauch seine Lungen füllte und er sich entspannen konnte.
      "Erklären brauchst dus nicht. Ich war sowieso überrascht, dass ich überhaupt zu schlagen konnte. Gegen einen Boxsack zu schlagen ist etwas völlig anderes....", lehnte Kin seinen Kopf an die Wand und sah nach oben. "Du hast mich all die Jahre genug vermöbelt... Nun sind wir quitt. Ich sag niemanden etwas. Sag das du mich von der Brücke geschmissen hast und dein Ruf ist wieder hergestellt.", Kin sah Takashi kurz an und ließ dann seine Beine auf den Boden klatschen. "Dafür hörst du auf mich zu mobben. Deal?", zog er noch Mal an der Kippe und schnipste sie danach einfach in eine Ecke des Raumes.
      Daraufhin streckte Kin seine Hand zu Takashi aus. Ein Händedruck würde den Deal nun abschließen, auch wenn er vielleicht eineige veränderungen mit sich bringen würde.

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