Blood & Magic – Destiny of the fallen Kingdom[Ariadne & Heaven_Lumen]

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    • Blood & Magic – Destiny of the fallen Kingdom[Ariadne & Heaven_Lumen]

      Nathaira

      Sanftes Licht schien durch einige grüne Blätter während der Wind raschelnd durch genau diese blies, etwas weiter entfernt hörte man das rauschen eines kleines Baches. Ein leichten kitzeln an den Handflächen und das züngeln einer Schlange, das alles nahm Nathaira war während sie auf ihrem Rücken alle Gliedmaßen von sich gestreckt im Rasen lag. Ragnar schlängelte sich um ihre Beine herum während er eine Maus in der Nähe anvisierte, die Rothaarige liebte diese Momente der Ruhe in denen sie keinem Geschwätz und auch keine Kunden hatte. Sie lauschte einfach der freien Natur der sie sich so verbunden fühlte, alles schien in Einklang miteinander zu sein während sie inmitten dieses Einklanges lag. Nicht weit von ihr entfernt sah sie ihre kleine Hütte die sie ihr Zuhause nannte seit sie denken konnte, weiter am Horizont sah man noch den Turm der kleinen Kapelle im Dorf. Schritte man hörte das knacken des Steinigen Weges der zu ihrem Haus führte während sie einen großen Schatten näher kommen sah, seufzend richtete sich die Junge Frau auf um den Gast genauer ins Augenlicht zu nehmen. Es war einer ihrer Stammkunden aus dem Dorf, sein Sohn litt an einem Schwachen Körper daher kamen sie trotz des Rufes denn diese Frau inne hatte immer wieder her. Langsam stand Nathaira auf um dem Gast entgegen zu gehen, Ragnar schlängelte sich schnell an ihrem Körper hinauf da er seine einzige Freundin nicht alleine lassen konnte. "Das Übliche mein Herr?" Sprach sie mit einer Freundlichkeit die keine war doch niemand bemerkte es jemals daher hatte sie es leicht in dem Dorf beruhigt zu leben, der große Mann mit dem Blonden Haar nickte eifrig. "Ja diesmal ist er wirklich schwer geschwächt." Erklärte der Mann mit den Rehbraunen Augen der Frau während er ihr in das kleine Häuschen folgte welches schon im Eingang nach Minze roch, überall standen kleine Fläschchen herum genauso wie der Duft frischer Kräuter. Lächelnd ließ sie ihren kleinen Freund auf einem Regal Platz finden während sie in einem alten fast morschen Eichenholz Schrank nach einer kleinen Pinken Flasche griff, nicht die Flasche schimmerte in diesem intensiven Pink nein es war die Flüssigkeit die sich darin befand. Ihr Blick fuhr über ihre Vorräte die in den verschiedensten Farben schimmerten fast schon leuchteten, sie drehte sich zu dem großen Mann der plötzlich inmitten dieser seltsamen Gegenstände die befremdlich für ihn waren so klein wirkte. Seine Schultern drückte er zusammen, seine Arme presste er nah an seinen Körper und seine Beine versuchten einen festen Stand zu erlangen was ihm kaum gelang. Auflachend schritt sie mit leichtfüßigen Schritten auf ihn zu, "Ich hoffe sie können das auch bezahlen." Hauchte sie mit einem leicht gefährlichen Unterton was den Mann für einen Moment die Balance verlieren ließ bis sich die Frau wieder etwas von ihm entfernte und die Hand aufhielt, nickend suchte der Mann rasch nach einem kleinen roten Samtbeutel. Kaum hatte er ihn heraus geholt schnappte sich die Rothaarige ihn und ließ ihn einigemal auf und ab hüpfen in ihrer Hand. Zufrieden lachte sie leicht während sie dem Mann das Fläschchen reichte was ihn etwas erleichtert drein Blicken ließ, "Jeden Tag zwei Tropfen in einem Krug mit Wasser dann sollte es besser werden, ist das nicht der Fall kommen sie wieder." Rasch nickte der riese doch er verschwand schneller als Nathaira ihm nachsehen konnte, sie fürchteten sich vor ihr und doch brauchten sie ständig ihre Hilfe. Lächelnd ging sie zu der Schwarzen Schlange die auf dem Regal wartete bis der Fremde nicht mehr zu sehen war, "Sind sie nicht bedauernswert Ragnar? Sie alle suchen nach etwas in ihrem Leben, und doch haben sie Angst vor dem was ihnen helfen könnte." Lachte die Frau amüsiert darüber wie eingeschüchtert dieser Berg von einem Mann gewesen war, in Anbetracht das sie nur eine zarte kleine Frau gewesen war. "Ich muss einige Bestellungen fertig machen hilfst du mir?" Die Schlange schien die Frau irgendwie zu verstehen das sie sich um ihre Schultern wand ohne die Frau zu erwürgen, züngelnd folgte sie jeder Bewegung die die Frau machte. Die Rothaarige suchten einige große Glasgefässe heraus in denen bunte Blüten aber auch schleimigen Substanzen verkorkt waren die sie für ihre Medizin brauchte, fröhlich summend mischte sie nach ihrem eigenen Gespür alles zusammen. Die Farbe des Gebräus änderte sich mit jeder Zutat bis es ein giftiges grün angenommen hatte, nachdenklich suchte sie etwas auf ihrem zerkratzten Holzschreibtisch der direkt am Fenster stand sie fand jedoch nicht wonach sie suchte. Plötzlich hielt ihr die Schwarze Schlange umwickelt in ihrer Schwanzspitze eine dunkel Lilafarbene Blume ins Gesicht, "Ragna du Schlingel du wusstest genau das ich sie suche." Das war die letzte Zutat die sie gebraucht hatte und das ganze Gebräu färbte sich tief Lila, zufrieden betrachtete die Frau ihr Werk da klopfte es schon an ihrer knarzenden Tür. Eine ältere Frau das Gesicht gezeichnet vom Leben mit tiefen Furchen lächelte die Junge Frau freundlich an während sie in das Häuschen trat, "Miss Nathaira haben sie schon das Mittel für meinen geliebten Ehegatten fertig?" fragte sie mit einer freundlich jedoch brüchigen Stimme nach. Nathaira nickte freundlich da sie die Frau gut kannte ihr Mann litt an einer Krankheit die niemand zu heilen vermochte nicht einmal sie, doch ihre Medizin linderte wenigstens seine Schmerzen. Die Rothaarige füllte das Gebräu was fertig geworden war in eine große Flasche, verkorkte diese und reichte sie der gebrechlichen alten Frau. Dankbar nahm die Frau deren Haare silbern wie Sternenlicht schimmerten entgegen und suchte schon nach etwas in ihren Taschen doch Nathaira legte ihre Hand auf die der suchenden Frau. "Aber mein Kind sie können uns das nicht immer schenken." Kopfschütteln lächelte die Rothaarige die alte Dame wahrhaftig freundlich an, "Bitte lassen sie mich ihnen das geben, sie haben mir genug gezahlt." Die ältere Frau die nicht weit von dem kleinen Häuschen entfernt wohnte war die mit ihrem Mann die einzige gewesen die Nathaira niemals das Gefühl gegeben hatte das sie Angst vor ihr hatten. Die zitternde alte Dame lächelte sie freundlich an, "Mein Liebes Kind ich danke ihnen von ganzen Herzen." damit nahm die Frau die Flasche an sich und wanderte den kleinen Steinigen Weg wieder hinab während die Rothaarige ihr nachsah. Nicht viele Menschen behandelten sie mit Freundlichkeit einige fürchteten sie andere wollten sie ausnutzen, vieles hatte sie erlebt vieles was unsichtbare Narben hinterlassen hatte doch das ließ sie nicht Menschen wie diese Damen vergessen die ihr mit Güte begegnet waren.

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      @Heaven_Lumen
    • Aaron


      Blut bedeckte den grasbewachsenen Boden, dessen Erde durch die letzten Regenschauer noch aufgeweicht und feucht war. Kleine Wasserlachen ließen die Landschaft mit dem hohen, frischen Gras einem Sumpf gleichen, der hier und da von mächtigen Felsen durchbrochen wurden. Felsen, die wie gezackte Zähne eines Monsters zersplittert aus dem Boden stachen. Zwischen diesen Gesteinsformationen flossen kleine Rinnsale hindurch. Rote Schlieren vermischten sich mit dem trüben Tümpelwasser, welches den Boden Mutter Erde tränkte und sachte gegen die zerstörten Gesteine schlug. Sanfte Strahlen der warmen Sonne brachen durch die lückenhafte Wolkendecke, die ihre langen Schatten auf das feuchte Gras warfen. Vereinzelte Lichtflecken zogen über das frische, feuchte Grün des Grases, an denen noch Spuren des Regens hingen, der am vorherigen Tag das Land heimsuchte. Vereinzelte Tropfen glitzerten an den langen Halmen, als seien sie kostbare Diamanten; schillerten in den verschiedenen Farben des gebrochenen Lichtes. Ein seichter Wind fegte über den Schauplatz, der rings herum von großen, dunkelgrünen Bäumen eingesäumt war, dessen mächtige Äste hoch in den Himmel ragten und damit eine nächtliche Dunkelheit zwischen ihren Stämmen herrschen ließen. Leises Rauschen, einem Flüstern gleich, war alles was die beruhigende Stille an diesem Ort durchbrach. Kein Gezwitscher munterer Vögel wollte die Luft mit ihren lieblichen Gesang erfüllen. Sie waren alle fort, geflohen vor dem Ereignis, was sich kurz zuvor an diesem wundervollen Ort des Friedens abgespielt hatte. Stumm und regungslos lag ein Körper mit dem Gesicht gen Himmel im aufgeweichten Boden. Tiefe, blaue Augen lösten sich von dem betörenden Frieden und sahen hinunter auf das, was seine Wenigkeit zu verantworten hatte. Sein Brustkorb hob und senkte sich rasch, die Anstrengung zeigte sich mittels dem Schweiß der aus seinen Poren floss und dem schnellen Rhythmus seines aufgewühlten Herzens, welches keinen Frieden mit seiner Tat schließen konnte. Dunkles Haar fiel ihm wirr und leicht feucht ins Gesicht, als er sich auf seine Knie sinken ließ. Leere Augen sahen zu ihm auf. Sie waren einmal von einem schmutzigen Grün erfüllt, mit dem stumpfen Ausdruck den jeder Bauer trug. Blondes Haar umgab das markante Gesicht wie ein Schleier, doch Erde, Schlamm und Blut ließen die Farbe schmutzig und kaum erkennbar werden. Zähne knirschten als er seine Kiefer aufeinander presste. Nichtsnutz wie dieser Mann gewesen war, hatte er ihn nicht ansatzweise die Informationen geben können, die er brauchte. Und sowas wurde heutzutage bezahlt für Informationen? Genervt stieß er die Luft aus und griff sich kurz an den Kopf, als ein leichter Schwindel von ihm Besitz ergriff und ein Husten löste sich aus seiner Kehle. Diese verdammte Krankheit machte ihm zu schaffen... Sich zusammenreißend straffte er wieder seine Haltung. Und jetzt war er genauso weit wie vorher, noch immer wusste er nicht, ob die Gerüchte über die Hexe in diesem Wald der Wahrheit entsprachen oder nicht. Alles was dieser Kerl ihm sagen konnte waren dieselben Lästereien, die er bereits in der Taverne gehört hatte. Und dafür hatte er zehn Goldstücke bezahlt... mit denen der Bauer doch tatsächlich verschwinden wollte.
      "Ein Dieb gehört hingerichtet, das hättest du wissen müssen, bevor du versuchst zu fliehen.", murmelte er gedankenverloren zu dem Leichnam, griff nach seinem Samtbeutel voller Goldstücke ehe er einen Pfiff ausstieß. Kurz herrschte einsame Stille, ehe das stumpfe Trampeln der Hufe ertönte, auf die er gewartet hatte. Ein pechschwarzer Hengst von beinahe majestätischem Ausmaß bannte sich trabend einen Weg durch das Gestrüpp und hielt folgsam vor seinem Herrn. Schnaubend senkte das Tier seinen Kopf und holte sich ein paar Streicheleinheiten ab, die dunklen Augen dabei aufmerksam auf das Gesicht seines Herrn fixiert. Kurz gönnte er seinem Freund die Zuneigung und strich über die dunkle Mähne.
      "Anscheinend müssen wir der Hexe selber einen Besuch abstatten, Nocturn." Die schmalen Lippen verzogen sich zu einem kalten Lächeln. Informationen sammeln in allen Ehren, aber das brachte ihn nicht weiter. Er sollte sich die Dame selbst ansehen anstatt weiter auf die Ängste der Dorftölpel zu hören. Natürlich als kranker Abenteurer, der dringend Medizin benötigte.


      Widerlich. Das war das einzige Wort was ihm einfiel als er durch die verwinkelten Straßen des Dorfes ritt. Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen ließ er seine klaren, blauen Augen über die Straßen wandern, die er auf den Rücken seines stattlichen Pferdes durchquerte. Beinahe tat ihm sein treuer Freund leid, durch diese schlammigen und von Unrat gezierten Straßen zu traben. Wie konnten diese Dörfler nur so heruntergekommen leben? Der Tod wäre eine Gnade für diese Menschen. Die Nase rümpfend widmete der Reiter sich wieder dem Weg vor ihm. Gleich wie weit er reisen würde, die Aussicht änderte sich nie. Hungrige Bälger die am Straßenrand bettelnd ihre Hände ausstreckten, Händler die ihre drittklassigen Wahren lauthals auf den Märkten anpriesen, Weibsbilder die über jeden Tratsch herzogen... Dasselbe alte Lied, die selben verdreckten Gassen und dieselben stumpfen Behausungen, deren Strohdächer nicht einmal den nächsten Herbststurm überleben würden. Und über allen ragte der Turm der Kapelle, wie immer. Sie predigten von Gottheiten und sahen den Armen beim Verhungern zu. Umso amüsanter waren seine Aufträge die die Göttlichen betraf. Der Blick aus schreckensweiten Augen, wenn ihre ach so geliebten Götter nicht verhinderten, dass ihre Kehle von seiner Klinge durchbohrt wurde... Beinahe wehmütig lächelnd dachte er an diese Zeiten zurück. Irgendwie vermisste er es ja schon beinahe...
      Der dunkle Reiter wandte sich ab von dem Elend. Er wusste, weshalb er die Gosse vor so vielen Jahren verlassen hatte. Man endete als weitere Leiche in einem nahen Tümpel, verhungert oder zu Tode geprügelt. Kurz schüttelte er den Kopf, bis sich einige langen, schwarzen Haarsträhnen unter seiner Kapuze lösten und in sein verdecktes Gesicht fielen. Wohl oder Übel musste er sich der... niederen Gesellschaft für eine Weile fügen, war doch dies das Dorf, dass von Beginn seiner langen Reise sein Ziel gewesen war.
      Beinahe erleichtert atmete er auf, als sie wieder von dem Grün umgeben waren, dass den Anfang des Waldes signalisierte. Das Haus der Hexe sollte außerhalb des Dorfes sein, da sie gefürchtet wurde, wenn man den Waschweibern glauben konnte.

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      @Ariadne
      "Hahaha! It's the purest kind, my dear.
      Reality!
      True passion!
      After all, the world is a stage. And a stage is a world of entertainment."

    • Nathaira

      Ihre Kunden für den Tag waren abgearbeitet also zog sie sich ihren Nachtschwarzen Mantel mit den Symbolen der Sterne auf dem seichten Stoff über um neue Kräuter zu sammeln. Ragnar versteckte sich wärmend unter ihrer roten Mähne die ihr oft fast einen Scheiterhaufen eingebracht hatte, Menschen waren einfältige Wesen gewesen die fürchteten was sie nicht erklären konnten. Mit einem Korb in der Armbeuge hängend schloss die Junge Frau das Haus ab damit niemand hinein kommen würde, oft genug stahlen diese dummen Wesen ihre Medizin nicht wissend was sie damit ihrem Körper antaten. Immer wieder spürte sie wie kleine Äste unter ihrem doch so zarten Gewicht brachen, sie lauschte dem Wind wie er den sanften Gesang der Vögel hinfort trug. Sie spürte die kältere Luft die tief im Wald zu finden war da die Sonne so sehr sie sich auch bemühte kaum einen Weg durch das Blätterdach des Waldes finden konnte. Nathaira setzte ihre Kapuze auf um ihr Gesicht zu verdecken sie war keineswegs Naiv genug zu glauben das es in diesem Wald keine Gefahren gab, sie lebte lange genug in der Nähe des Walds um zu wissen das Räuber ihre Lager dort aufschlugen hoffend etwas zu erbeuten aus dem verarmten Dorf. Ihre Augen wussten genau wonach sie suchte daher schnitt sie mit ihrem kleinen Silbernen Dolch, der alles war was ihr von den Menschen die sie in dieser Welt alleine gelassen hatten geblieben war, einige nichtssagende Blüten einer Blume ab. Ihr Gelber leicht süßlich riechender Saft tränkte das silber in eine Farbe die der Sonne glich, jedoch wusste die Rothaarige es besser es war eine sehr giftige Pflanze wenn man nicht wusste wie man mit ihr umzugehen hatte. Den Dolch wischte sie an einem kleinen Tuch welches sie aus ihrem Korb holte während ihre Schlange seinen Kopf an ihrem Gesicht rieb, "Ich weiß du magst den Wald nicht, wir gehen sobald ich alles habe was ich brauche." Strich sie mit ihrer freien Hand über den Kopf ihres einzigen Freundes der sie leicht mit seiner gespaltenen Zunge streichelte. Die Dunkelheit mochte eigentlich das richtige für Wesen wie ihn sein doch er lebte lieber im Licht mit ihr, er zog die wärme an wie es niemand andere ertragen würde doch das machte ihn so besonders. Einige Pflanzen sammelte sie noch wohl wissend wo sie diese fand, ihr Korb roch süßlich und doch wenn man genauer dem Duft erkannte man die Würze in dieser Süße. Zufrieden mit ihrer 'Ausbeute' machte sie sich auf dem Weg zurück da sie auch langsam Hunger verspürte, doch sie verließ den Wald nicht ohne noch einmal seinen tiefen schweren Duft in sich aufzunehmen. Erleichtert stellte sie fest das ihre kleine Hütte unberührt war und sie stellte ihren Korb auf einem kleinen Tisch direkt neben der Tür damit sie anfangen konnte zu kochen, ihr kleiner Freund entfernte sich von ihrem Hals stattdessen nahm er seinen Platz direkt über der Tür ein. Er hasste Fremde und tat alles um diese von Nathaira fernzuhalten, oft fürchteten die Leute sie jedoch schon genug auch ohne das er etwas tun musste damit sie sich fernhielten. Ihren Mantel hing sie an einen kleinen Nagel in der Wand, sie suchte ihre Töpfe raus um diese schon einmal bereit stehen zu haben. Summend wie sie es immer tat wenn sie arbeitete oder sich konzentrierte holte sie etwas Holz für ihren alten Steinofen, das Holz roch nach einem Anflug von Wald jedoch war es trocken genug damit es ein prasselndes Feuer entfachen konnte. Mit Mühe hob sie mehrer Holzstücke hoch da diese sehr schwer für die zarte Frau waren und brachte sie mit mühe ins Haus, auf ihrer Stirn bildeten sich kleine Tröpfchen die sie mit ihrem langen Ärmel wegwischte. Mit zwei Bändern band sie ihre Ärmel hoch damit sie nicht eines ihrer geliebten Gewänder verbrannte wie es ihr schon einige male geschehen war, mit trockenem Moos und einigen Feuersteinen entzündete sie in ihrem Steinernen Ofen ein angenehmes prasselndes Feuer. Sichtlich zufrieden mit dem Feuer begann sie ein wenig Gemüse in Stücke zu schneiden um diese in einen Topf mit Gewürzen aus ihrem Garten zu werfen, kurz zog sie den betörenden Duft ein bevor sie den Deckel auf dem Topf machte. "Das wird einige Zeit Köcheln müssen, pass du hier auf Ragnar ich werde noch einige Frische Pflanzen aus dem Garten holen." Damit ging sie in ihren kleinen Garten der direkt neben ihrem Haus seinen Platz gefunden hatte und pflückte einige grüne Blätter aus denen sie einen seichten Minztee kochen würde. Während sie eines der Blätter zwischen ihren Fingern rieb um diesen frischen Duft zu riechen spürte sie wie der Boden leicht vibrierte, sie kannte die Natur genauso wie ihre verschiedensten Formen so erkannte sie auch das feste Stampfen eines Pferdes. Ihr Blick richtete sich auf den holprigen Weg der zu ihrem Heim führte während sie noch einige Blätter mehr pflückte bevor sie wieder hinein ging, "Wir werden wohl heute noch besuch bekommen mein kleiner Freund." Sprach sie zu der langen Kreatur die sich um den warmen Topf gelegt hatte während sie eine Zinnkanne heraus holte und mit Wasser füllte, sie ließ die Blätter noch hinein gleiten und stellte auf die Kanne über die Flammen. "Ich spürte es ein Stattliches Pferd nähert sich die Erde war ganz aufgeregt so bebte sie unter meinen Händen." Murmelte sie etwas verträumt mit zwei Tellern und zwei Tassen in ihrer Hand sie vertrauten Fremden nicht jedoch gewährte sie jedem Fremden die Chance seine Aufrichtigkeit zu beweisen. Tat er dies jedoch nicht würde sie diese hinfort jagen da ihr Leben schwer genug war ohne Räuber und Banditen die nur stahlen was sie dachten zu brauchen. Mit ihren Gedanken alleine war ihr Blick aus dem Fenster gerichtet wartend den Schatten eines Pferdes in der Ferne am Horizont zu erblicken, da jedoch pfiff die Kanne laut da der Tee fertig zu sein schien. Mit einem altem Lumpen umfasste sie den hölzernen Henkel der Kanne und goss in die zwei Tassen etwas Tee hinein, die Kanne stellte sie neben dem Ofen auf eine Steinerne Platte damit dieser warm bleiben würde. Während sie nach ihrem Essen sah bemerkte sie wieder das stampfen eines Pferdes welches näher rückte, sie hatte sich also nicht geirrt neugierig betrachtete sie den Umgebung aus einem ihrer Fenster als sie auch schon eine schemenhafte Gestalt am Horizont erblickte. Ihr Essen noch etwas weiter köcheln lassend öffnete sie ihre Tür um dort auf den Fremden zu warten während dieser immer näher kam, es war niemand den sie aus dem Dorf kannte daher wurde sie etwas misstrauisch. Reisende hielten die Dorfbewohner meist davon ab sich ihren Weg zu der seltsamen Frau im Wald zu bahnen, "Werter Fremde was führt sie auf solch gefährliche Wege inmitten dieses Waldes?" Erklang ihre Stimme der eines Windspieles gleichend, jedoch zerschnitt das Misstrauen in ihrer Stimme den fast lieblichen Klang.
    • Aaron

      Ein kleiner Pfad führte vom Dorf weg. Im Gegensatz zur breiteren Straße schien ihm dieser eher in die Richtung der Hexe zu führen. Nach einem kurzen Blick auf den Boden bestätigte ihm, dass dieser Pfad oft genutzt wurde. Das Gras war platt getreten und kam gar nicht dazu, sich zu erholen und wieder aufzurichten. Einige kleine Zweige waren zerbrochen von Stiefeln. Offenbar war er an der richtigen Stelle... Mit einem schnalzen seiner Zunge wies er Nocturn an, den Pfad zu folgen und gehorsam nahm sein Freund den Weg auf. Ein leichter Anstieg folgte, ansonsten verlief der Pfad seichte durch die hohen Gräser und Wiesenkräutern. Der Duft von den süßherben Kräutern am Wegesrand vermischte sich mit dem leichten Regenhauch der noch immer über den Dorf hing. Auf dem leichten Hügel wehte ein sachter Wind und er meinte, den Geruch von Rauch in der Luft wahrzunehmen. Da der Wind ihm entgegenkam musste das einsame Haus in unmittelbarer Nähe sein. Wurde Zeit ein wenig den gequälten und doch so charmanten Abenteurer zu spielen, dachte er sich amüsiert. Mit diesem leisen Lächeln lenkte er sein Pferd auf einen überwucherten Pfad, der sich nach links abzweigte. Trabend bannte sich der Hengst seinen Weg durch den lichten Waldrand, vorbei an dichten Sträuchern und mächtigen, umgestürzten Holzstämmen die mit Moos überwuchert waren. Sie hatten den letzten Sturm nicht überlebt, schienen jedoch neuen Lebensraum für diverse Pilz- und Moosarten zu bieten. Da sie den Weg nicht weiter behinderten kam er gut voran und erkannte in unmittelbarer Nähe den Schlot eines kleinen aber beschaulichen Hauses. Rauch stieg aus dem Schornstein und kündigte ein warmes Feuer im Inneren an. Die Hütte war zwar nicht sehr groß, jedoch in einem weitaus besseren und gepflegteren Zustand als die Bruchhütten im Dorf. Kein Gestank von Unrat erfüllte die Luft, nur der würzige Geruch der Wiese sowie der Duft eines frisch gekochten Mahls. Er drosselte etwas das Tempo von Nocturn und trabte an die Hütte heran, in deren Eingang bereits sein Ziel wartete. Die junge Frau schien ihn offenbar erwartet zu haben. Ihre liebliche Stimme begrüßte ihn, doch sein aufmerksamer Blick bemerkte die angespannte Haltung. Sie misstraute ihm, natürlich. Sie wäre eine Närrin wenn sie nicht auf der Hut wäre. Obgleich sie nicht ahnen könnte, welche Gefahr er wirklich war.

      Er hielt Nocturn zwei Schritte von ihr entfernt und nahm freundlicher Weise, um ihr Misstrauen nicht weiter zu bestärken, die Kapuze ab. Sein schwarzes Haar fiel ihm über die Schultern und der Blick seiner eisigen Tiefen legte sich auf die junge Dame. Ein Lächeln zierte seine Lippen. Sie war hübsch, das gab er zu. Und ihrem Aussehen nach verstand er, warum man sie als Hexe bezeichnete. Diese roten Haare schimmerten wie Granatsteine in der Sonne und die Augen waren wach und aufmerksam. Kurz blieben seine Augen an den Edelsteinen hingen, die ihr als Kopfschmuck dienten und glitten weiter zu einigen schwarzen Linien, die auf ihrer Haut verliefen, die unter der Kleidung hervorblitzte. Ihr Aussehen schrie zwar förmlich nach einer Hexe, doch so naiv um auf ein schlichtes Aussehen hereinzufallen, war er nicht. Auch wenn er zugeben musste, dass ihre Augen für eine Frau sehr selbstsicher und willensstark wirkten. Die meisten Frauen waren nur Puppen der Gesellschaft, bei den Reichen waren sie Aushängeschilder an Schönheit und Juwelen, bei den Armen waren sie die Mütter von den Kindern, die ohnehin zum Tode verurteilt waren. Doch in ihren Himmelsfarbenen Augen erkannte er weder Hoffnungslosigkeit noch Furcht.
      "Für mich scheint dieser Wald nicht gerade gefährlich, eher ruhig und friedlich wenn man von einigen Banditenlagern absieht, aber auf diese kann man sich vorbereiten als Reisender. Erlaubt mir, mich vorzustellen, werte Heilerin. Ich hatte gehört, dass Ihr mir helfen könntet. Ich brauche die Dienste eines kundigen Heilers und man berichtete mir von Euch.", sagte er bevor er sich von seinem Freund herunterschwang. Leise bog sich das Gras unter seinen schweren, dunklen Lederstiefeln die bis zu seinen Knien reichten und dort von einer Hose aus gleichem Material abgelöst wurde. Einem Schatten gleich wallte sein dunkler Mantel bei jedem Schritt hinter ihm her als er in gebührendem abstand vor ihr stehen blieb. Er deutete eine leichte Verneigung an. Sein Ross schnaubte leicht im Hintergrund und scharrte mit den Hufen, die Augen unentwegt auf die Frau gerichtet, als hätte er die Befürchtung sie könnte ihm etwas antun.
      "Aaron Dolor ist mein Name. Ihr könnt mich als Abenteurer bezeichnen oder als Schatzräuber beschimpfen, das ist Euch überlassen. Ich bitte lediglich um Eure Heilkunde und hoffe, dass Ihr mich anhört." Er schenkte ihr ein leichtes Lächeln. Wie oft hatte er diese Fassade des freundlichen Fremden schon gespielt? Teil seiner Ausbildung war die Täuschung, nicht nur beim Angreifen sondern auch in seinem Auftreten. Er übernahm eine Rolle, die er lebte und nicht spielte. Eine Rolle zu spielen macht einen unglaubwürdig, eine Rolle zu leben bedeutete, dass niemand hinter die Fassade blicken würde weil der Täter selbst für einen Moment diesen Charakter als seinen eigenen ansah. Aber innerlich widerte es ihn an. Sein Stolz rebellierte davor, irgendwem die Stiefel zu lecken oder Süßholz zu raspeln. Bei ihr musste er jedoch nicht so weit gehen. Sie war keine Lady vom Adeligen Stand, die man mit Honigworten um den Finger wickelte. Sie schien wie eine gestandene Frau und so musste er sie auch behandeln, wenn er eine Chance haben wollte, dass sie ihn überhaupt anhörte.
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    • Nathaira

      Ein Schwarz gekleideter Mann sein Gesicht verdeckend ritt näher auf sie zu gewiss zuckte sie weder zurück jedoch spürte sie das zischen ihres treuen Begleiters direkt über ihr, etwas an diesem Mann gefiel Ragnar nicht. Musternd betrachtete sie den Weg spürte jeden Schritt unter ihren Füßen die sein Hengst stattlich wie er hinterließ, langsam ließ sie ihre Ärmel über ihre gezeichneten Armen fallen damit ein Fremder sie nicht gänzlich sehen konnte. Das Zischen über ihr wurde lauter genauso wie das feste aufschlagen der Hufe immer lauter wurde, sie spürte die Unruhe die mit dieser Schattengestalt einher ging. Der Wald bewegte sich die Düfte veränderten sich um sie herum wohl wissend das ihre Umgebung sich ihrer Anpasste, sie spürte jeden ihrer Muskeln, spürte genau ihren ruhigen doch immer auf der Hut bleibenden Herzschlag. Der Wind trug seinen eisernen Duft zu ihr getränkt in einem Hauch von dem sterbenden Geruch von Pflanzen, die winzigen Haare auf ihrem Porzellan gleichenden Körper stellte sich auf bei dem Hauch den dieser Mann mit sich trug. Nasse Erde das war das nächste was ihre empfindliche Nase an ihm riechen konnte, dann erklang seine Stimme die Stimmlage spiegelte unruhiges Wasser wieder wie sie fand. Nathaira glaubte seinen Worten nicht niemand würde freiwillig von der Frau im Wald erzählen niemand der es in dem Dorf gab tat so etwas, ihr Argwohn wurde stärker doch sie wollte heraus finden was einen Schatten wie ihn in ihre kleine Welt zog. Sie lauschte seiner Erzählung während sie sein Gesicht musterte Haut weiß wie das edelste Porzellan im Schrank eines Königs, das Haare glänzend Schwarz wie das Federgewand eines Raben auf das der Mond sich bettete, seine Augen tief und doch fröstelte es ihr fast bei diesem Anblick. Seine Statur war groß und doch verbarg er einiges unter seiner schwarzen Kleidung. Ihr ganzes sein musterte den Fremden Schatten in ihrem Garten seine ganze Gestalt wirkte grotesk in ihrem so friedlichen kleinen Garten. Die Natur wehrte sich regelrecht gegen seine Anwesenheit sie spürte die Unruhe der Erde unter seinen Füßen und die seines Hengstes. Ein Name in einer Welt wo es nur niemande gab verriet er seinen Namen einer Frau die in den Augen derer die sie fürchteten die Wiedergeburt des Höllenfeuers war. Wieder zischte es in ihrem Nacken bedrohlich, sie spürte die Anspannung auf den Fremden Ragnar stolz wie er war wehrte sich gegen den Gedanken einen fremden ins Haus lassen zu müssen. "So habt ihr mich gefunden versteckt in meinem Häuschen am Rande alles guten und bösen, kommt herein ich habe euch schon erwartet." Damit deutete sie ihrer Schlange an zu ihr herunter zu kommen was diese widerwillig züngelnd auch tat, sanft schlang sich diese wie ein perfekter Halsschmuck um ihren Hals. Der Mann betrat ihr kleines Reich, zerstörte mit seinen schweren Stiefeln die Ruhe die in diesem geherrscht hatte, mit einem Lächeln sanft wie das einer Elfe in Märchen bedeutete sie ihm das er sich setzen sollte. Mit einem dumpfen Geräusch saß dieser Mann der sich selbst als Abenteurer bezeichnete an ihren Tisch nicht wissend in was für einem Haus er gelandet war, die Frau füllte etwas ihres Eintopfes auf einen der Teller die auf dem Tisch standen genauso befüllte sie auch den zweiten. Anmutig fast wie eine Schlange die sich ihren Weg durch diese kleine Behausung bahnte setzte sich Nathaira auch an den Tisch. "Ich vermag einige Krankheiten zu heilen, doch sagt mir was ist es was euer Körper schwächt? Bevor ihr Antwortet lasst euch gesagt sein ein Handel mit mir hat einen hohen Preis, Nathaira Luna-nera ist mein Name ich heile doch im Gegenzug verlange ich auch etwas von euch." Erklärte sie dann um sich ein genaues Bild von diesem Schatten in ihrem Heim zu machen er trank nachdem sie etwas getrunken hatte auch den Tee, während sie zusah wie er die leere Tasse abstellte betrachtete sie im Augenwinkel was die Teeblätter ihr über diesen Schatten zu sagen hatten. "Vermögen sie den Preis zu zahlen Aaron Dolos?" Ihre Stimme schnitt wie kleine Schwerter durch die Luft während alles um sie herum sich gegen diesen Eisen Geruch des Mannes zu wehren.
    • Aaron

      Etwas an ihr riet selbst ihn zur Vorsicht. Bestärkt wurde sein Gefühl als sich eine Schlange zu ihr gesellte und sich gleich eines Seidenschals um ihren Hals legte. Fasziniert betrachtete er das schwarze Tier. Schlangen waren nicht gerade bekannt dafür, treue Gefährten... oder besser gesagt überhaupt Gefährten eines Menschen zu sein. Umso mehr erstaunte es ihn, ein so großes Exemplar dieser Spezies bei dieser Frau wiederzufinden. Er würde seine linke Hand ins Feuer legen und behaupten, dass dieses Tier durchaus tödlich sein konnte. Und offenbar mochte das Reptil ihn nicht wirklich. Er folgte der Frau in das Innere des Hauses und sah sich neugierig um. Aaron ließ seinen Blick über die Gläser und Phiolen wandern, die mit diversen Flüssigkeiten und Salben gefüllt waren. In einigen schienen recht...seltsame Pflanzen eingelegt zu sein, die er lieber nicht verabreicht bekommen wollte. Getrocknete Bündel von Kräutern hingen von einem Balken der Decke hinunter und erfüllten das Innere mit ihrem strengen aber nicht unangenehmen Geruch. Ansonsten war die Einrichtung überschaulich. Ein Nachtlager, die Kochstelle in der ein munteres Feuer knisterte...diverse Truhen und Gefäße sowie der kleine Holztisch, auf den sie zusteuerten. Während die Heilerin voranging blieb der Blick der Schlangenaugen unentwegt auf ihn gerichtet und mehr wie einmal sah er die gespaltene Zunge hervorschnellen. Er zog nur eine Braue hoch mit Blick auf das Tier, ehe die Rothaarige wieder seiner Aufmerksamkeit bedurfte. Sie deutete ihm, Platz zu nehmen an dem kleinen Holztisch und er folgte stumm ihrer Aufforderung. Dabei betrachtete er die Umgebung weiterhin aus den Augenwinkeln. Misstrauisch betrachtete Aaron den teller, den diese Frau mit einem Eintopf füllte. Auch wenn sie keinen Grund hatte, ihn zu vergiften, war er seit dem letzten Zwischenfall...mehr als vorsichtig.

      Mit einem dampfenden Tasse vor sich und den Blick auf sein Gegenüber gerichtet lauschte er ihrer Stimme. Er unterdrückte ein Grinsen, als sie ihm sagte, dass ihr Preis hoch sei. Nathaira also... Ihr Name hatte einen exotischen Klang, passte jedoch zu ihr da sie selbst nicht ganz in diese kleine Dorfidylle passen wollte. Um Geld brauchte sie sich keine Sorgen zu machen. Er besaß genug Gold um selbst beim König seine Gunst erkaufen zu können. Ein Vorteil, wenn man Leute für Geld umbrachte. Die Menschen waren bereit Unmengen an Gold zu zahlen um den Kopf eines Widersachers zu bekommen. Und nur diesen Kopf. Nachdem die Dame Luna-nera etwas von dem dampfenden Gebräu getrunken hatte erlaubte Aaron sich selbst, daran kurz prüfend zu nippen und den Kräuteraufguss schließlich zu leeren.
      Ihre scharfe Stimme verriet ihren Argwohn ihm gegenüber und ein kleines Schmunzeln stahl sich auf seine Lippen. Er ließ sich kurz Zeit und lehnte sich zurück. Das Lächeln schwand so schnell wie es gekommen war, denn das folgende Thema gefiel ihm nicht. Aaron hasste Schwäche. Umso mehr wenn er selber seine eigene Preisgeben musste. Doch welche Wahl hatte er? Er unterdrückte den inneren Protest seines Stolzes und seine Miene wurde ernst.
      "Ich will ehrlich mit Euch sein, Miss Nathaira. Ich weiß Ihr misstraut mir, und das vielleicht zurecht. Aber ich verspreche Euch, kein Leid anzutun oder die Ruhe Eures Hauses länger zu stören als notwendig.", begann er langsam und blickte ihr dabei direkt in die hellblauen Augen.
      "Die Dorfbewohner haben mich gewarnt hierherzukommen, aber ich gebe nichts auf deren Gerede über Euch und mögliches Hexenwerk. Das interessiert mich nicht im Geringsten. Ich wäre nicht hier, wenn ich eine andere Wahl haben würde." Er stieß einen Seufzer aus und strich sich eine lose Strähne mit seiner behandschuhten Hand zurück.
      "Ihr seid die Einzige, die Experte auf dem gebiet mit Pflanzen, Krankheiten und wie ich vermute auch Giften sind. Egal welchen Preis Ihr verlangt, ob Gold, Waren oder Geleitschutz, ich bin bereit es zu zahlen. Und glaubt mir, ich kann den Preis zahlen, gleich wie hoch Ihr ihn halten mögt. Mein Leben steht immerhin unter der Gnade Eurer Hilfe." Er schwieg für einen Moment. Ihm widerstrebte es, die Folgen des Giftes darzulegen und wie sehr es ihm zusetzte, gleich was er tat. Daher entschied er sich, ihr einen Teil der Wahrheit zu erzählen, wenngleich er ein winziges Detail verdrehte. Geistesabwesend drehte er den Siegelring an seinem Daumen während er kurz auf die leere Tasse blickte. Nathaira schwieg und schien zu warten, bis er fortfuhr. Ein Gefallen den er ihr widerstrebend tat.
      "Ich wurde vergiftet. Offenbar habe ich mir einen Feind zu viel gemacht und jemand wurde darauf angesetzt, mich zu töten. Mit einem bislang mir unbekannten Gift. Ich hatte Glück dass der Attentäter mich nicht richtig mit dieser Klinge treffen konnte, ansonsten säße ich nicht mehr hier. Allerdings hat das Gift dennoch Wirkung und schwächt mich mit jedem weiteren Tag mehr und verhält sich ähnlich einer tödlichen Krankheit. Ihr mögt es mir nicht ansehen, aber selbst jetzt kämpfe ich mit dem Schwindel und dem Fieber, was dieses Gift mit sich bringt. Deswegen bin ich hier. Ich bitte Euch, die Ursache und einen Weg, meinen Tod zu verhindern, zu finden.", endete er seine Aufführung und presste kurz seine Zähne zusammen, als sich ein Husten aus seiner Kehle lösen wollte.
      "Hahaha! It's the purest kind, my dear.
      Reality!
      True passion!
      After all, the world is a stage. And a stage is a world of entertainment."

    • Natharia

      Der Mann sprach doch Ragnar mochte seinen Worten nicht lauschen da er seinen Kopf immer wieder gegen das Gesicht seiner Freundin rieb um ihr zu bedeuten diesen Mann hinaus zu werfen. Während sie seinen Worten lauschte streichelte sie leicht den Kopf des giftigen Wesens, seine Worte klangen überzeugend zumindest was sein Körper anging Nathaira vertraute dem Gespür ihres langen Freundes der Gift sofort in dem Körper entdecken konnte. Da war es das Wort welches sie so sehr hasste Hexenwerk, das erinnerte sie an diese kratzenden Seile um ihre Handgelenke an dieses beengende Gefühl einen dicken Holzpfahl in ihrem Rücken zu spüren genauso wie die Aussagen eines närrischen Geistigen. Immer noch konnte sie den Geruch von in Salzwasser getränkte Fesseln nicht vergessen die sich in ihr Fleisch bohrten bis sie auf ihr rohes Fleisch stießen. Schnell verwarf die Junge Frau diese Gedanken wieder sie war nicht mehr so naiv wie das kleine Mädchen was sie da gewesen war, sie nahm seine Tasse in ihre Hände und sah sich die Blätter genauer an. Diese bestätigten ihr das sein Körper ohne Hilfe dem Todgeweiht war, etwas jedoch an den Blättern verriet ein dunkles Geheimnis in ihn. Nachdenklich schaute sie in ihre eigenen Teeblätter doch wie immer verrieten sie ihr nichts da niemand seine eigene Zukunft sehen durfte so waren die Regeln der Natur. Jeder hatte sich an diese zuhalten ob nun sie oder anderen diesen widersprach niemand, doch genauso war dieser Mann bestimmt langsam zu sterben und doch entschied Nathaira ihm zu helfen wenn er den Preis zahlen konnte. Sein starken Geruch nach eisen ließen die Kräuter langsam verschwinden was ihrer Nase gut tat doch in ihrem Kopf erinnerte sie dieser Geruch nur an eines doch sie sprach es nicht aus wohl wissend das netteste Fremde bessere lügen sprechen vermochte als jede Schlange auf der Erde. "Mein Preis werter Reisende ist kein Gold davon besitze ich genug, Waren brauche ich nicht und Schützen kann ich mich selbst vergesst nicht das jede Angst in einem Menschen ein Körnchen Wahrheit besitzt. Nun ist meine Frage was könnt ihr mir bieten was den gleichen Wert wie euer Leben besitzt wenn ihr wünscht das ich dieses rette?" Kurz schnellte Ragna vor doch sie hielt ihn zurück es war überraschend das der Fremde nicht zurück zuckte, die Reflexe des Schatten wurden keineswegs von dem Gift getrübt, und dennoch besaß dieser Schatten vor ihr mehr Reflexe als ein normaler Bauer. Seine Haltung verriet nichts weder Schmerz noch Schwindel, sein Gesicht verriet werde eine Lüge noch die Wahrheit, einzig seine Augen erweckten das frösteln des Winters in einem jeden der in sie hinein sah. Sie Lächelte dann leicht während sie zu einem der kleinen Regale ging um dort ein kleines Fläschchen mit einer tief Blauen Flüssigkeit zu holen sie stellte es auf den Tisch während sie diesen Schatten nicht aus den Augen ließ. "Trinkt wenn ihr bereit seid einen Handeln mit mir abzuschließen, zahlt mir was euer Leben gleichgestellt ist und ich werde heilen was geheilt werden muss." Der Trank war kein Gift und auch kein Vertrag er war gegen das aufkommen der wärme in seinem Körper Ragnar besaß die Fähigkeit wärme zu spüren bevor es jemand anderes tat daher hatte er ihr signalisiert das ein Fieber den Schatten heimsuchen würde. "Doch seid gewarnt das heilen von Gift hinterlässt Narben auf dem Körper aber auch auf der Seele, ich kann den Schmerz nehmen doch dafür müsst ihr ihn zuerst spüren. Um heraus zu finden was für ein Gift euren Körper bewohnt habt ihr keine Wahl als euer Leben in meine Hände zu legen." Es war mehr eine Warnung das sie ihn auch töten konnte wenn sie es vorhaben würde oder spüren würde das seine Anwesenheit auf Unaufrichtigkeit beruhte, ihre Stimme so freundlich sie geklungen haben mochte so ernst erkannte man die Schnitte in ihr. "Und meine letzte Bedingung für diesen Tausch ist das niemand von euch jemals erfahren darf wer euch geheilt hat." Nathaira war keine Närrin sie wusste genau das Menschen ihr Wort niemals hielten genauso närrisch wie es war in einem Dorf zu helfen welches einen fürchtete, Furcht jedoch brachte das wahre grausame Wesen eines jeden Menschen zum Vorschein das hatte sie inzwischen erkannt. Dieser Mann der so schwarz wie eine Mondlose Nacht in ihrer Bunten Welt wirkte empfand keine Furcht nicht wie es jemand tun würde der Angst vor dem Tod hatte, "Fürchtet ihr den Tod Aaron Dolos?" Fragte sie ihre Augen sein ganzes sein am diesen Platz fixierend, wer den Tod fürchtete ging nicht zu einer verhassten Frau im Wald da es Heiler in großen Städten gab die ähnliches wie sie konnten.
    • Aaron

      Überrascht hob der Assassine die Brauen. Sie wollte eine Gegenleistung, die sein Leben aufwiegen würde? Das dürfte sich als schwierig gestalten. Wenn sie wüsste, wer er wirklich war, würde die Dame wohl keinen Finger rühren um jemanden wie ihn zu retten. Auf der anderen Seite war der Name seines...Hauses in den größeren Städten bekannt. Das Siegel an seinem Finger dürfte ein ganzes Dorf für viele Monde versorgen ohne, dass die Bewohner auf etwas verzichten müssten. Doch sein Siegelring kam nicht in Frage. Zumal er bezweifelte, dass Nathaira damit etwas anfangen könnte, der Name Dolor war nur in den höchsten Kreisen der Adligen bekannt, in denen er als Magister wandelte. Das musste der Rotschopf aber nicht wissen. Geduldig und etwas erleichtert, dass sie ihm zu glauben schien, schenkte er ihr sein Gehör. Kaum hatte sie die Bedingungen ihres Preises genannt schnellte de dunkle Kopf ihres Haustieres vor. Er rührte sich nicht, den Blick nur direkt auf den Augen der Kreatur belassen, besah er sich das Muster der schlitzförmigen Pupillen. Sie hatte ihren Gefährten zurückgehalten und kurz schien etwas wie Verwunderung in ihren Augen aufzublitzen. Hatte sie gedacht er würde dem Biest ausweichen oder sich erschrecken? Er könnte dieses nervige Vieh mit einer fließenden Bewegung in zwei Hälften teilen, sollte die Schlange es wirklich erwägen, ihn anzugreifen. Doch würde das nicht gerade zur Verbesserung ihres Kennenlernens beitragen. Zudem waren Fähigkeiten wie die seine nicht gerade...weit verbreitet und es war unnötig, sie weiter zweifeln zu lassen im Bezug auf seine Identität.
      Skeptisch beäugte er die blaue Flüssigkeit die sie ihm reichte. Es war wohl kaum ein Heilmittel, das wäre zu einfach. Gift sah ihr nicht wirklich ähnlich, sonst hätte sie bereits den Kräutersud damit versetzen können. Dennoch rührte er es noch nicht an.
      "Doch seid gewarnt das heilen von Gift hinterlässt Narben auf dem Körper aber auch auf der Seele, ich kann den Schmerz nehmen doch dafür müsst ihr ihn zuerst spüren. Um heraus zu finden was für ein Gift euren Körper bewohnt habt ihr keine Wahl als euer Leben in meine Hände zu legen." Beinahe hätte er amüsiert über ihre Wortwahl geschmunzelt. Diese Frau war in der Tat kein einfacher Bauerntölpel und auch kein leichtes Mädchen, dass sich einfach überzeugen ließ. auch die Geheimhaltung bezüglich ihrer Hilfe war ihm wohl bewusst. auch wenn die Dörfler hier auf sie angewiesen waren, hinderte es nicht die Inquisitoren daran, sie zu jagen und zu foltern, sollte jemals Kunde über seine Lippen kommen. Es war nicht seine Absicht diese Frau der Kirche zu überlassen, dafür hatte er zu wenig über ihre Fähigkeiten erfahren und eine ihm ungewohnte Neugier breitete sich in seinem Inneren aus. Ihre Stimme klang zwar fest und doch meinte er, einen Anflug von Bitterkeit darin zu hören.
      "Ich übergebe mich Euren fähigen Händen, Gnädigste.", konnte er ein leicht spöttelndes Lächeln nicht verhindern.
      "Ich willige Eurem Deal ein und akzeptiere Euren Bedingungen. Ich möchte nur im gegenseitigen Einvernehmen um Eure Schweigsamkeit bitten, was meine Wenigkeit betrifft. Ich denke damit würden wir uns beiden helfen." Es musste nicht unbedingt Kunde machen, dass ein Dolor in dieser Provinz eingekehrt war und noch dazu Hilfe bei einer Hexe ersuchte. Das würde seinem vermeidlichen Vater nicht gefallen. Wenngleich dieser Mann nicht sein Blut teilte, hatte er Aaron einiges an Wissen und Macht verliehen mit dem alleinigen Namen des Adelshauses. Traurig, dass der alte Mann nicht über sein wahres Gesicht kannte, Aaron hatte ihn ja schon beinahe gern.
      Den Gedanken verscheuchend legte er seine Hand an sein Kinn und betrachtete die rothaarige Schönheit kurz eingehend.
      "Was Eure Bezahlung angeht... Es ist nicht leicht etwas zu finden, was im gleichen Wert zu einem Menschenleben stehen könnte." Nachdenklich ließ er seinen Blick über sie und ihre Schlange gleiten. Was könnte er dieser Frau bieten, was sie überzeugte ihm endgültig zu Helfen? An Materiellem schien sie nicht wirklich interessiert und auch seine Dienste im...Schlafgemach brauchte er wohl kaum anzubieten, auch wenn einige Frauen für eine Nacht morden würden. Aber sie war keine dieser... nein. Aufmerksam und jedes kleine Detail in sich aufnehmend blieben seine eisigen Iriden schließlich an ihrem Kopfschmuck hängen. Die hellblauen Aquamarin und Bergkristalle zierten den Kopfschmuck. Zwei machtvolle Heilsteine, denen man einige Kräfte nachsagte. Vielleicht wäre das...eine Idee.

      "Ich hätte eine Bezahlung, sofern Ihr damit einverstanden seid." Lächelnd lehnte er sich zurück.
      "Ich habe gehört, dass inmitten dieser Wälder, vielleicht einen Tagesritt von hier, eine verlassene Ruine namens Verafall stehen soll, unmittelbar am Ufer des Flusses. Schwer zu erreichen und von Banditen belagert, das Innere der Ruinen ist sicherlich bereits überflutet." Sie schien ihm nicht ganz folgen zu können und er erlaubte sich ein leichtes Lächeln.
      "In der Ruine Verafall soll es einen seltenen Edelstein geben, den die verstorbenen Besitzer aus einem fernen Königreich erhalten haben sollen. Einen sogenannten Aventurin-Stein. Sehr selten und angeblich soll er in der Heilkunst eine große Bedeutung haben. Hübsch anzusehen ist er sicherlich auch, man sagt ihm eine sagenhafte grüne Farbe nach, die das Grün der sommerlichen Wälder widerspiegelt. Ich denke er eignet sich gut für Euren Kopfschmuck. Hier mein Vorschlag, ich besorge Euch diesen Stein aus den Ruinen. Ich bin mir sicher, dass die Banditen ihn bereits gefunden haben, aber mit denen zurechtzukommen ist Teil meines Geschäfts. Sollte ich zufällig noch weitere Relikte finden werde ich sie zu Euch bringen und Ihr könnt entscheiden, was Ihr davon behalten und was verkaufen wollt. Und ich kenne mich zwar nur begrenz mit Kräutern aus, aber ich bin sicher, dass in der Nähe einige nützliche Pflanzen zu finden sind. Ich denke das ist das Beste, was ich Euch anbieten kann." Gespannt blickte er nun zu ihr, wartend auf das, was sie sagen würde. Er bot immerhin an sich selber in Gefahr zu bringen, um ihr einen selten aber mächtigen Heilstein zu besorgen. Wenn das sein Leben nicht aufwiegen konnte, wusste er auch nicht weiter. Um ihr seine Aufrichtigkeit zu beweisen nahm er die Flasche mit der tiefblauen Flüssigkeit an sich, warf kurz einen kritischen Blick darauf, ehe er das Gebräu runterwürgte. Er bereute es fast sofort, brannte es doch unangenehm im Hals, dass ihm ein Husten entkam. Was zur Hölle war das für ein Gebräu?


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    • Nathaira

      Abwartend beobachtete sie seine Reaktionen während der Geruch der ihn umlagert hatte langsam schwand durch die sanfte Briese die durch das Fenster das kleine Haus erfrischte. Sein Lächeln wirkte so falsch in diesem kalten Gesicht doch irgendwie amüsierte sie es, das erinnerte sie an den ersten Lichtstrahl der Sonne an einem eisigen Wintermorgen, so unpassend und doch passend. Ragnar beruhigte sich langsam während er die wärme der Rothaarigen spürte die sie ausstrahlte um ihn zu beruhigen, doch er ließ den Fremden Schatten in seinem Haus nicht aus den Augen. "Nun gut Schweigen wir über alles was hier geschehen wird." Damit stand sie auf suchte nach etwas in ihrem doch ziemlich unordentlichen Schrank, ihr kleiner Freund schlängelte sich durch das Regal während er half zu suchen was sie brauchte. Sie hörte seinem Preis zu während sie ihn interessiert musterte natürlich kannte sie den Stein doch ihres Wissens nach waren sie schwer zu finden und gar unter Heilern wie sie begehrt. Kurz griff sie sich an ihren Kopfschmuck der sie zierte wie eine Krone eine Königin, sie besaß einige dieser Ketten da jeder Edelstein eine andere macht erweckte die sie brauchte.Was sie jedoch mehr verwunderte war die Frage danach wie er als Reisender von solchen Edelsteinen wissen konnte genauso wie ihre Fähigkeiten, ihre Argwohn ließ sich nicht leugnen doch wusste sie er sprach die Wahrheit was das Gift anging. Nachdenklich stricht sie über den Kopf ihrer Schwarzen Schlange während sie über sein Angebot nachdachte, er zahlte ein Leben für ein Leben. Das war eigentlich genau die richtige Bezahlung für ihre Dienste, doch etwas in ihr verspürte den Drang mehr zu verlangen da sie verspürte das sein Leben so viel mehr Wert war. "Nun gut ein Leben für ein Leben, es soll euch jedoch gesagt sein brecht ihr euren Schwur werden sie mit einem Leben bezahlen müssen." Er trank das Blaue Gebräu was ihn zum Husten brachte was sie zum Lachen brachte, sie wusste das es ihn innerlich für einen Moment fast verbrennen würde doch es würde das Fieber lindern. Ragnar hielt ihr dann eine lange silberne Nadeln hin die sie dankend entgegen nahm, mit der Nadel in der Hand Schritt sie sicheren Schrittes auf ihn zu wieder wich er nicht zurück. Eine gefürchtete Frau näherte sich ihm mit einer 'Waffen' doch er scheute es nicht, was imponierte ihr das doch so leicht war sie nicht zu überzeugen. "Ich werde ihr Blut brauchen, zum einen wird dieser Vertrag mit ihm besiegelt zum anderen muss ich heraus finden welches Gift euren Körper bewohnt." Ihre treue Schlange kam zu ihr während sie ihm bedeutete das er ihr seinen Arm entgegen strecken musste, die Schlange legte sich wie eine feste Schnürung um seinen Muskulösen Oberarm während die Frau hoch konzentriert den blauen Fäden des Lebens in seiner Haut folgte. Ihre Augen erkannte etwas das sie leicht lila färbten das musste das Gift sein doch es durchströmte noch nicht alle Wegen zu seinem Herzen. Mit einem fast schon beängstigenden Lächeln stach sie in eine der Lila Fäden was sich für den Mann wie tausende Messerstiche anfühlen musste da sie das Gift direkt anstach, seine Muskeln spannten sich an doch versuchte er sich nichts anmerken zu lassen. Vorsichtig drückte sie etwas seines Lebenssaftes aus seinen Adern während sie fasziniert das unmenschliche Schimmern in diesem beobachtete, mit einer kleinen Phiole fing sie das Rote Leben auf. "Ich habe ihnen gesagt um den Schmerz zu lindern müssen sie den Schmerz spüren." Zufrieden nahm die Frau aus eine der Teetassen einige Blätter heraus und legte diese auf die kleine Stichwunde, es würde helfen schnell zu heilen. Auch die Schlange löste sich von seinem Arm um wieder auf den Schultern seiner Meisterin platz zu nehmen, "Sie werden das Blaue Fläschchen täglich nehmen müssen, es wird das einzige sein was das Fieber von ihnen fern hält." Erklärte sie dann während sie schon die Phiole in einige der Strahlen der Sonne begutachtete es schimmerte wirklich Lilafarbend, es war also wirklich Gift sein Körper jedoch wehrte sich gegen das Gift. Im Sonnenlicht erkannte sie nicht welches Gift es war doch sie erkannte klar das es eines war was jemand mit der Absicht zu töten gebraut hatte. Es faszinierte sie das gerade jemand wie der Schatten der nun ihr Gast sein würde mit solch einem seltenen Gift zu ihr kam, vorsichtig öffnete sie die Phiole um daran zu riechen. Ein Saurer Geruch übertünchte den von dem Eisen im Blut, da fiel es ihr dann auch auf was sie an ihm wahrgenommen hatte, dieser starke Geruch nach Eisen es war Blut gewesen was an ihm anhaftete wie das Pech an einer verlorenen Seele. "Etwas weiter hinter der Hütte ist ein kleiner Stall in dem könnt ihr Ruhen und euer Hengst soll dort bleiben er verunsichert die Erde mit seinen festen Schritten das verlangsamt das Wachstum meiner Kräuter." Es war keine schöne Unterkunft doch es würde ihr mehr Probleme machen wenn er vom Dorf aus immer wieder herkommen würde, die Dorfbewohner suchten nur nach einem Grund ihrer Angst eine Begründung zu geben und ein Schattenhafter Fremder würde ihr kaum helfen.
    • Aaron

      Ihr helles Lachen erfüllte kurz die ruhige Hütte, als er angewidert das Gesicht verzog und sich an den Hals griff. Bei den Klingen des Ältesten, das brannte wie Feuer in seinem Inneren. Für den Bruchteil eines Augenblickes erwog er doch, sie zu töten, da sie sich offenbar angesichts seiner Situation prächtig zu amüsieren schien. Er fing sich jedoch rasch wieder und versuchte, den Ekel zu unterdrücken.
      Eine Weile herrschte Stille. Er brach sie nicht, ließ Nathaira Zeit, über das Gesagte nachzudenken und ihre Möglichkeiten abzuwägen. Doch war sein Deal fair und er bot sein Leben an, um ihr eine Hilfe zu sein. Normalerweise würden seine Dienste in Gold aufgewogen werden oder- sein persönlicher Favourite- in Informationen. Gold war einerlei für ihn, Informationen zu Adelshäusern und der momentanen Situationen des Königreiches waren so viel wertvoller, als alles Gold der Welt. Sie halfen dabei Allianzen und Zweckbeziehungen zu gründen, oder einfach nur um denjenigen zur Strecke zu bringen, auf den diese Informationen bezogen waren. Doch diesmal war er es, der nach Diensten fragte und er war es, der zahlen musste. Eine ungewohnte Situation für Aaron, doch er lernte schnell, damit umzugehen. Der Rotschopf wandte sich nach einigem Wühlen zu ihm herum und beinahe hätte er arrogant die Brauen gehoben. Eine kleine Nadel in den Händen dieser Hexe. Wie niedlich, er hatte schon weit schlimmere Gegner gesehen und auch weit gefährlichere. Wenn sie einen Blutpakt haben wollte sollte sie einen bekommen. Ihm leuchtete ein, dass sie ohnehin die Probe seines Blutes benötigte, um ein Heilmittel zu finden, also gab er sich resigniert und hilft gehorsam seinen Arm hin, nachdem er den störenden Mantel zur Seite gelegt hatte. Kurz wollte er zurückzucken als das gifte Biest sich um seinen Arm wandte und seinen Oberarm abschnürte. Die kühlen Schuppen fühlten sich dabei jedoch erstaunlich angenehm auf seiner viel zu warmen Haut an. Er hoffte nur, dass dieses Biest nicht zubeißen würde, jetzt wo es die Chance hätte. Rotes Haar kitzelte leicht seine Haut, als Nathaira sich konzentriert über seine Venen beugte, die in einer dunkleren Farbe hervorstachen, als es bei einem gesunden Menschen der Fall wäre. Er war froh, dass sie nicht nach der Einstichwunde fragte, diese sah nämlich äußerst unschön auf seinem Oberkörper aus. Schmerz durchzuckte seinen Arm und mit zusammengepressten Lippen spannten sich seine Muskeln automatisch an um der kalten Nadel, die seine Haut durchstach, entgegenzuwirken. Aaron dachte gar nicht daran ihr den Gefallen zu tun und einen Hauch von Schmerz in seiner Mimik zu zeigen. Diese Situation war schon erniedrigend genug... und ihr Kommentar dazu machte es nicht grade besser. Verfluchtes Weibsbild, sie hatte also ihren Spaß daran.
      Erleichtert atmete der Schwarzhaarige auf, als die Schlange sich zurückzog und die verbliebenen Teeblätter den dumpfen Schmerz etwas linderten.
      "Seid Ihr immer so reizend zu Euren Patienten?", konnte er sich einen spottenden Kommentar nicht verkneifen. Himmel, er hatte nicht große Lust, den Gentleman oder freundlichen Reisenden zu spielen und etwas sagte ihm, dass er damit ohnehin nicht weit kommen würde. Der...Schlafplatz dem sie ihm gewehrte ließ ihn nur mit den Schultern zucken, als sie seinen Freund ansprach verzog er jedoch kurz verärgert das Gesicht.
      "Nocturn ist vielleicht stattlich, aber er besitzt eine eher sanftmütige Seele. Ich glaube kaum, dass er Euren Kräutergarten irgendetwas zuleide tun will mit seinem bloßen Schritten." Das Schattenfell seines Begleiters mochte viele zwar verunsichern, doch hatte Aaron nie ein derart sanftes und gehorsames Pferd gesehen, wie ihn. Vielleicht hatte der Hengst einen gewissen Stolz und eine starke Loyalität, doch das Gerede von seiner Auswirkung auf die Erde ließ Aaron nur den Kopf schütteln. Diese Frau schien wirklich zu viel mit Pflanzen zu sprechen und zu wenig mit Menschen.
      "Aber gut, ich nehme dankend Euer Angebot an. Sorgt einfach nur dafür dass Euer Haustier sich nicht nachts in mein Quartier verirrt. So sehr ich Gesellschaft beim Schlafen auch schätze, Schlangen gehören da leider nicht in mein Beuteschema.", grinste er anzüglich ehe er sich erhob und nach seinem Mantel griff, noch ehe sie zu einem wahrscheinlich weniger freundlichen Kommentar ansetzen konnte.
      "ich werde morgen bei Sonnenaufgang aufbrechen. Wenn Ihr mich bis dahin entschuldigen würdet..." Er nickte ihr kurz zu und verließ dann die kleine Hütte. Draußen hob Nocturn bereits erfreut schnaubend seinen großen Kopf und sanft tätschelte er den warmen Hals.
      "Unsere werte Dame gibt uns den Stall... Wenigstens einem von uns gefällt das, hm?", raunte er sanft und Nocturn hob gleich einem Nicken den Kopf. Er lachte leise ehe er sein Pferd hinter das Haus führte, wohl darauf bedacht den ach so heiligen Kräutergarten nicht allzu nahe zu kommen.

      Die Abendröte färbte den Himmel in ein tiefes Orange, welches hier und da von einigen roten Schlieren durchzogen wurde. Ein schöner Anblick, abseits der Mauern der großen Hauptstadt konnte der Schatten etwas aufatmen. Hier war es ruhig. Kein nerviges Geschwätz, kein Lärm von den Märkten, die sich gleich Basare durch die gesamten Straßen zogen. Einzig das sanfte Rascheln der Blätter sowie das Zwitschern der Vögel erfüllte die Luft. Nocturn tat sich am Stroh gütlich und genoss sichtlich die letzten Strahlen der Sonne. Aaron selbst verspürte keinen wirklichen Hunger. Noch immer hatte er den faden Beigeschmack des Medikamentes im Mund, aber wenigstens müsste er sich keine Sorgen mehr über aufkommende Fieberanfälle machen. Seine lederne Montur hatte er abgelegt, ebenso wie sein Hemd. Er musste den Verband wechseln, den er um seinen Brustkorb angebracht hatte. Seufzend blickte er auf die Stelle, an der die Klinge sein Fleisch durchbohrt hatte. Glücklicherweise hatte der Verräter nicht sein Herz getroffen, das wäre dann sein Ende gewesen. Es war nicht so, dass er Angst vor dem Tod hatte. Doch hatte er Pläne, die er verwirklichen wollte und eine Rechnung, die nach wie vor zu Begleichen war.
      Schwarz hatte sich die Wunde verfärbt und selbst die Heilkräuter, die er als Salbe aufgetragen hatte, half nicht gegen das verbrannt wirkende Fleisch. Tief war die Wunde nicht, zu seinem Glück, doch unangenehm war sie allemal trotzdem. Mit ein wenig Wasser und einem sauberen Tuch aus der Satteltasche seines Pferdes tupfte er vorsichtig die Entzündung ab, die wie ein schwarzes Mahl in der Nähe seiner Rippen prangte. Zischend holte er kurz Luft, brannte es doch wie das Höllenfeuer selbst. Wenn er den Auftraggeber für dieses Attentat finden würde, wäre der Tod noch eine Gnade für ihn!
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    • Nathaira

      Er hatte wirklich Mut gehabt so mit ihr zu sprechen niemand wagte es seit sie denken konnte so mit ihr zu sprechen, die Leute fürchteten viel zu sehr ihre Wut auf sich zu ziehen. Interessiert sah sie dem Schattenartigen Mann hinter her auch ihr kleiner Freund schien diesem genauer in Augenschein zu nehmen er schlang sich um ihren Hals seine Zunge wild tanzen lassend. "Ich weiß etwas seltsames umgibt diesen Mann." Sie räumte den Tisch ab damit sie Platz hatte noch einige Tinkturen fertig zu stellen und auch noch einen kleinen Vorrat für das Fiebermittel da sie ihm das letzte Fläschchen gegeben hatte, nachdenklich kochte sie einige Äste die eine bläuliche Farbe ab sonderten zusammen mit einem angenehm Rauchigen Geruch. Summend fügte sie noch einige Gräser wie auch Kräuter hinzu und warf noch einen kleine glänzenden Stein hinzu was das ganze leicht schimmern ließ, es erinnerte sie an das glitzern des Nachthimmels wenn sie alle Sterne sehen konnte. Die Rothaarige ließ das alles noch etwas köcheln während sie sich ihren Mantel über zog um der Sonne beim untergehen zuschauen zu können, in ihrem kleinen Garten stand eine alte Bank aus rostigen Metall doch sie liebte den Platz auf dieser Bank selbst der modrige Geruch der Holzdeko an der Bank machten ihr nichts aus im Gegenteil es gab ihr ein Gefühl von Zuhause. "So gehe nun unter eitle Sonne die du bist, damit alle der heiligen Nacht huldigen können." Sie spürte das kitzeln der Zunge ihres Schwarzen Freundes während der Himmel sich in ein Schwarz tauchte welches kein vergleich zum hellen Tage war, der Wind wurde stärker die Nacht im Wald erwachte, die Wesen die nicht im Licht wandelte nahmen ihren Platz im Kreislauf der Zeit ein. Die Gräser wippten leicht im Takt des Windes wohl wissend das in der Dunkelheit nichts auf sie warten würde, die Erde bebte unter den Füßen geschändeter Seele der Banditen die hofften etwas in diesen Wäldern zu finden. Fast schon Traurig erklang das Lied derer die vom Wald verschlungen wurde in dieser tief Schwarzen Nacht, eine Nacht so Schwarz wie der Fremde der übre ihre Türschwelle getreten war. Das Krähen eines Raben durchbrach den stillen seufzen des Windes was ihre Blauen Augen auf die schwarze Kreatur auf dem Dach des Stalles lenkte, er blickte ihr tief in die Augen genauso wie sie es bei ihm tat. "Was verbirgst du wohl mein kleiner Freund?" fragte sie ihn doch der Rabe legte nur seinen Kopf schief während sein Krähen wieder erklang als er in die kalte Nacht flog, der Mond schien hell auf sie herab nichts ahnend das er ihr die Kraft gab ihr Leben zu leben. Langsam kroch die kälte der Nacht in die kleinsten Winkel ihres Körpers, durchbohrte ihre warmen Muskeln wie kleine Nadeln die sich einen weg bahnten also beschloss sie die Nacht in den Armen eines Traumes zu verweilen. Sie legte sich auf das unter ihr knarzende Bett welches kaum gepolstert war doch für sie reichte es, Ragnar schlängelte sich unter die große Decke aus Leinen und Baumwolle die sie sich über den Körper gelegt hatte. Zusammen begaben die beiden sich in die Hände des Schlafes und der Obhut des Mondes.

      Am nächsten Morgen wachte die Rothaarige von dem ersten zirpen der Grillen auf die noch vor der Sonne ihr Haupt gehoben hatten, ihr noch so müder Körper wollte ihr kaum gehorchen bei ihrem Versuch ihr warmes Bett zu verlassen. Ragnar der länger war als ihr Bett schlief noch also ließ sie ihn auch schlafen. In ihrem weißen Nachthemd lief sie zum kleinen Fluss der nicht weit entfernt lag um sich ein wenig den Schmutz vom Körper zu waschen, langsam ließ sie erst ihre Füße dem kalten Wasser Herr werden dann auch ihren Körper. Kurz ließ sie sich auf ihrem Rücken ein wenig treiben bis sie jedoch spürte das die Sonne begann aufzugehen, ihre Haare leicht vom Wasser befreiend lief sie zurück zu ihrem Heim wo sie das Nachthemd gegen ihre Dunkle Gewänder tauschte. Bewandert wie sie war schrieb sie einen Zettel für jene die ihren Weg zu ihr fanden das sie an diesem Tag keine Medizin verkaufen würde, diesen Zettel nagelte sie leicht an ihre Tür. Aus einem Schrank holte sie eine kleine Truhe die gefüllt war mit einfachen jedoch langen und dünnen Nadeln die aus einem billigen Metall gefertigt waren anders als die die sie für den Schatten benutzt hatte. Diese badete sie in einer gelben Flüssigkeit die wieder so unbeschreiblich süßlich roch wie es die meisten gifte waren, dieses jedoch lähmte den betroffenen nur wenn es in seine Blutbahn gelang. Sie steckte sich einige davon in eine kleine Tasche die sie sich um hing, in diese steckte sie auch ihren silbernen Dolch falls sie auf neue Pflanzen stoßen würde musste sie diese natürlich mit sich nehmen. Ragnar war inzwischen auch wach gewesen und deutete mit seinem Kopf noch auf einige Bandagen wie auch Heilsalben die sie angemischt hatte, lächelnd steckte sie auch diese in ihre Tasche. "Na komm ich würde dich doch niemals hier alleine lassen." Nathaira ließ ihren schuppigen Freund seinen Platz um ihren Körper einnehmen wobei er es sich dieses mal um ihre Hüften gemütlich machte, seinen Kopf betete er auf der kleinen Tasche noch etwas Schlaftrunken. Mit einem Brot wie auch einem Krug mit Wasser ging sie zu dem Stall in dem der fremde Schatten fürs erste leben durfte, sie klopfte fest gegen die Tür und öffnete diese dann nur um den Mann Oberkörper frei zu sehen. Es schien als wollte er sich gerade fertig kleiden daher stellte sie den Krug ab und genauso legte sie das Brot auf einen sauberen Haufen Heu, sie hatte fast vergessen wie faszinierend sie den Geruch von Heu empfand. Ohne Scheu blickte sie sein nacktes Fleisch an welches an einer Stelle eine tief Schwarze Färbung angenommen hatte da musste das Gift in seinen Körper gelangt sein das wusste sie sofort. "Ihr hättet sagen können das ihre eine Verletzung mit euch herum tragt, kein Gegenmittel wird helfen solange die Wunde neues Gift produzieren kann." Erklärte sie trocken während sie ihm wieder ein Fläschchen mit der Blauen Flüssigkeit zu warf.
    • Aaron


      „Du bist ein guter Junge, hörst du?“, wisperte eine helle Frauenstimme in der Dunkelheit so liebevoll und dennoch unendlich traurig. Eine Stimme, die er [i]schon lange vergessen geglaubt hatte.[/i]

      „Ein guter Jung!“, hauchte sie und diesmal streifte ihr Atem sein Ohr. Sanft legten sich ihre Finger auf seine Schultern. Warum sagte sie so etwas? Was meinte sie damit, er wäre ein „guter Junge“? Hatte er jemals etwas Rechtes getan? All sein Handeln wurde von den Gildenmitgliedern der Schatten geleitet, sein Lebensinhalt war das Töten gleich wen, wann oder wo. Doch diese Gewissheit schwand gerade sehr auf der Kippe, lösten diese einfachen Worte doch tatsächlich etwas wie Zweifel in ihm aus. Zweifel, die er nicht hegen durfte. Zweifel, die sich bei genauerem Entsinnen schon seit geraumer Zeit in seinem Herzen eingenistet haben und auch nicht vorhatten, wieder zu verschwinden. Waren seine Taten gerecht? Oder wurde er nur von abtrünniger Lügnern geleitet, die ihren eigenen Schatten fürchteten? Er wusste es nicht und wahrscheinlich würde niemals eine Antwort auf diese drängenden Fragen erfolgen. Zudem verspürte er sie lediglich in diesen Träumen, die seinen Geist verwirrten, ihm unruhige Nächte bescherten als würde sich etwas mit aller Macht aus seinem Unterbewusstsein empordrängen wollen. Oder es lag einfach an seinen schwächer werdenden Körper.

      „Ich verzeihe dir, mein Sohn!“, hauchte die Stimme weiter. Er konnte spüren, wie ihr langes, unglaublich weiches Haar seine Haut kitzelte und erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er völlig unbekleidet in der Dunkelheit saß und nicht im Stande war, sich auch nur ein bisschen zu rühren. Ihre Hände strichen von seinen Schultern über seinen Hals, so unendlich sanft und vorsichtig, als wolle sie ihn nicht verletzen. Die schlanken Finger glitten in seine Haare, strichen hindurch und verweilten schließlich in den Strähnen verhakt still an Ort und Stelle. Diese seltsam vertrauten Berührungen lösten eine leichte Gänsehaut aus, die seinen Körper befiel und ihn merklich schaudern ließ. Er wollte etwas sagen, sich gegen diese lähmende Berührung wehren, doch kein Ton verließ seine trockenen Lippen. Wehrlos, hilflos, unbrauchbar. Warum kamen diese Emotionen so stark? Warum hatte er das Gefühl, sie vor langer Zeit bereits verspürt zu haben in einer nicht gänzlich unähnlichen Situation?

      „Ich verzeihe dir…“, wisperte die Frau, die ihn als ihren Sohn bezeichnete, erneut und es sollten die letzten Worte gewesen sein, die er von ihr hören konnte. Ihre Finger lösten sich von seinen Haaren, die Wärme ihres Körpers, die er zuvor noch direkt hinter sich wahrnehmen konnte, verschwand und ließ nichts als eine klirrende Kälte übrig die seinen Körper erzittern ließ. Sein Körper fiel vornüber und im letzten Moment konnte er sich mit seinen Handflächen abstützen. Seine Oberarmmuskeln verkrampften sich beinahe schon schmerzhaft und zitterten leicht unter der Belastung. Was ging hier vor sich? Sollte diese Frau wirklich seine Mutter gewesen sein? Nein, ausgeschlossen! Er wollte einfach nur noch weg, nur weg von diesem Ort der nichts als Verwirrung, Zweifel und Schmerz in sich beherbergte. Doch in der anherrschenden Dunkelheit ließ sich kein Licht, kein Ausweg finden. Lediglich ein grauer Nebel bildete sich um ihn herum, hüllte ihn ein und nahm vollends die Sicht. Das Einzige, was er realisieren konnte, war etwas feuchtes, was sich auf dem Boden ausbreitete und seine Hände umspülte. Verwundert darüber erhob er eine Hand und stockte. Sie war in dunkles Rot getaucht und ein metallener Geruch breitete sich vom nicht sichtbaren Boden aus. Er wusste die Antwort, was es war und dennoch wollte er es nicht wahrhaben.
      In seiner rechten Hand lag eine Klinge und unweit seiner Füße entfernt die Gestalt einer toten Frau, die ihm erschreckend ähnlich sah. Dasselbe schwarze Haar... die hellen Augen...

      Keuchend schlug Aaron seine Augen auf und seine Hand fuhr zu seinen schmerzenden Schläfen. Schon wieder dieser Traum... Seit er verwundet wurde häuften sich diese seltsamen Träume und jedes Mal, wenn er versuchte sich an seine Eltern zu erinnern, plagten ihn unangenehme Schmerzen. Etwas schwerfällig erhob sich der Dunkelhaarige und streckte seine müden Glieder. Wann würde er endlich wieder erholt erwachen? Sich einige lose Strähnen aus dem Gesicht streichend beugte er sich über den Eimer mit Wasser, den er sich am vorherigen Abend geholt hatte, und wusch sich die Spuren der Müdigkeit aus dem Gesicht. Nocturn war bereits das blühende Leben und stampfte freudig auf ihn zu.
      "Hey Großer...", murmelte Aaron und freundschaftlich stupste ihn das Pferd an, als wöllte es ihn begrüßen. Seine Augen suchten nach seiner Kleidung und er hob das schwarze Hemd hoch, welches er unter der Lederkluft trug. Seine Waffe lag säuberlich an die hölzerne Wand gelehnt an, gab nur den Hauch dessen Preis, was er mit ihr zu tun im Stande war. Ehe er sich jedoch ankleiden konnte bekam er bereits Besuch. Nathaira stand im Stall mit einem Krug und einem halben Laib Brot in der Hand. Fragend zog er die Brauen hoch, als er ihren ziemlich unbeeindruckten Blick auf seinen Körper bemerkte. Normalerweise würde eine Frau erröten bei seinem Anblick, und er würde es ihr nicht einmal verübeln, wusste er doch um seine Ausstrahlung. Aber er wäre enttäuscht, wenn der Rotschopf zu diesen Frauen zählen würde, stattdessen kam ihr nur ein trockener Kommentar über die Lippen, der ihn zum Lachen brachte.
      "Glaubt Ihr, ich habe nicht selber bereits versucht, diese Wunde zu versorgen? Gleich welche Salbe, welcher Umschlag oder welche Tinktur, diese Wunde wird nicht heilen. Nicht ehe das Gegenmittel gefunden wird. Solange werde ich mit dieser unschönen Entstellung leben müssen.", entgegnete er nur gelassen, fing leichthin das Medikament aus der Luft und deutete eine spöttische Verneigung dafür an. Das Mittel hinunterschluckend und sich kurz schüttelnd stellte er den leeren Flakon ab und zog sich das schwarze Hemd über. Mit geübten Griffen legte er die aufwendige Montur an, zog die Riemen fest und warf sich seinen Mantel über. Seine Handschuhe hatte er nicht abgelegt, es wäre ja noch schöner wenn die Dame ein Zeichen zu Gesicht bekommen würde, was sie wohl oder übel erkennen würde. Das Schwert an seine Seite befestigend nahm er Nathaira den Krug aus der Hand. Das Wasser war eine Wohltat nach dem gräulichen Kräutergebräu.
      "Ich denke mal ich werde erst Morgen wiederkehren. Es ist ein weiter Weg bis zu Verafall, ich werde also erst gegen späten Nachmittag dort ankommen. Aber macht Euch keine Sorgen, Werteste, Ihr werdet mich wiedersehen.", grinste er der Heilerin zu.
      "Hahaha! It's the purest kind, my dear.
      Reality!
      True passion!
      After all, the world is a stage. And a stage is a world of entertainment."

    • Nathaira

      Fast hätte sie wirklich laut los gelacht als er meinte er hätte die Wunde schon versorgt, das war schlechte Arbeit jemand der keine Ahnung hatte könnte auch niemals das Gift aufhalten. Seufzend lehnte sie sich lässig gegen den knarzenden Türrahmen "Natürlich kann ein unwissender die Wunde nicht aufhalten den Körper zu vergiften, jemand jedoch der sich auskennt kann zumindest dafür sorgen das die Entzündung nicht verhilft sie schneller zu töten." Es sollte jedoch nicht ihr Problem sein immerhin war ihr Vertrag nur das sie das Gift heilte und nicht das sie eine Wunde davor bewahrte den Körper zu verzerren, sie war zwar ein guter Mensch doch sie vertraute ihm trotzdem nicht. Sobald beide hatten was sie wollten hoffte sie das dieser Schatten wieder seines Weges gehen würde gefolgt von dieser Krähe die ihm gefolgt war, der Schauer über den Gedanken daran war immer noch auf ihrem Rücken wie der Hauch eines Wintermorgens zu spüren. Er sprach während er sich fertig machte das brachte sie dann doch höhnisch zum Lachen, er dachte sie würde ihn einfach so alleine in den Wald gehen lassen der mit ihr Verbunden war? "Werter Schatten ich denke ihr habt da etwas falsch verstanden, ich werde sie sicher nicht mit ihrem trampelnden Hengst alleine in den Wald gehen lassen. Dieser Wald gehört zu mir wie dieser Hengst zu ihnen daher denken sie nicht das ich hier auf sie warten würde." Ihre Augen festigten nur ihre Aussage niemals würde sie jemanden alleine gehen lassen vor allem nicht wenn es um etwas ging was sie besitzen wollte, genauso wenig traute sie diesem Hengst der die Erde unter ihren Füßen schon beim ersten mal erzittern ließ. Die Natur gehörte zu ihr wie ihr Herzschlag sie konnte nicht riskieren das dieser Mann mehr als nötig in ihrem Wald zerstörte, die Banditen taten das schon gut doch sie hatte gelernt das der Wald sich selbst gegen ihre Pferde wehrte. Ihre Schlange behielt sowohl den Schatten als auch sein Schattigen Hengst genau im Auge den auch Ragnar war in diesem Wald Zuhause so kannte er jedes Wesen welches dort lebte, von dem kleinsten Insekt hin zum größten verborgenen. "Und glauben sie mir ich werde keineswegs eure Führung noch euren Schutz benötigen." Damit drehte sie sich einfach um ihre Kapuze tief ins Gesicht ziehend und schon einmal den Weg zum Wald antretend, sie spürte den leicht feuchten Duft des Taues der ihre Nase kitzelte als sie auch schon die festen Schritte der Hufe im Boden verspürte. Sie ließ ihren Schuppigen Freund von ihrer Hüfte da er sie im Wald führte er spürte jede Veränderung in diesem Wald genauso wie er jedes Nest und jedes Lager erkannte. "Bitte sorgen sie dafür das ihr treuer Gefährte ein wenig sanfter den Boden betritt hier in diesem Wald gibt es Wesen die zu wecken auch sie nicht bereit sind." Erklärte sie eine Nadeln schon bereit in ihrem Ärmel versteckend, die Bäume wippten leicht im Takt des Windes während das Geäst unter ihnen knackte. Mit jedem Schritt den sie tiefer in den Wald machten erlosch das wärmende Licht der Sonne um der kalten Dunkelheit des Walds den Sitz zu überlassen. Die Rothaarige hörte den Atem ihres Begleiters genauso wie das Schnauben seines Tierischen Begleiters, sie kannte jedes Geräusch in diesem Wald, der Fluss war wenig Fuß von ihnen entfernt. Kurz blieb sie stehen um alles in sich aufzunehmen die Geräusche der Vögel die sich tief in den Kronen der Bäume versteckten, das Geräusch des Raschelnden Windes der sich sanft durch die Bäume bewegte, genauso wie das leise krabbeln einiger kleinerer Tiere um sie herum. Sie schliefen also ihren tiefen Schlaf, Wesen die niemand erwecken wollte, Wesen deren Schlaf Nathaira immer im Auge behält wissend das kein Bandit sie jemals finden durften. "Also werter Fremder wie kommt es das ein einfacher Reisender von den versteckten Steinen dieser Gegend wissen hat? Dieser Ort liegt weit hinter allen Städten erlaubt mir doch ein wenig an eurer Aufrichtigkeit zu Zweifeln."
    • Aaron

      Beinahe hätte er genervt aufgestöhnt. War das ihr verdammter Ernst? Er hatte nicht gerade Lust ein Mädchen durch den Wald zu zerren und sie vor den Banditen beschützen zu müssen. Selbst wenn sie meinte, sie brauche keinen Schutz, wusste sie doch nicht was in dieser Ruine lauerte. Es waren nicht die einfachen Banditen um die er sich sorgte. Eher ihr Anführer war es, der eine Herausforderung darstellen sollte. Oder Schlimmeres...
      Missmutig sah er ihr dabei zu, wie sie sich ihre Kapuze überzog und den Stall verließ. Gleich was er sagen oder tun würde, Nathaira würde nicht im geringsten auf ihn hören. Das war ihm klar, weshalb er sich grimmig seinem Schicksal fügte.
      "Hör nicht auf dieses Weibsbild, Nocturn. Du bist kein Trampler.", tröstete er seinen stolzen Freund, der seine Mähne zurückwarf und ein wiehern ausstieß. Leichtfüßig schwang er sich auf den Rücken des Schattenfells und legte nun seines Seitens aus die Kapuze über, sodass lediglich seine Augen unter dem dunklen Stoff hervorblitzten. Er führte sein Pferd auf den Pfad, den die Rothaarige zum Wald eingeschlagen hatte und brauchte nur einen kurzen Moment, um sie einzuholen. Kaum neben ihr angekommen hörte er ihre Warnung an, die ihn schmunzeln ließ. Sie sprach wirklich wie ein altes Kräuterweib... Von der Erde und dem Wald, als wäre es ihr Eigentum. Doch konnte er ihre Sorge etwas nachvollziehen. Um Banditen machte der Schatten sich keine Sorgen, immerhin konnte er mit solchen sich spielend messen. Weitaus mehr Magenschmerzen bereiteten ihn die dunklen, tieferen Wälder die ein paar Tagesreisen entfernt waren. Sie waren bekannt für ihre Tücke und ihre Bestien die in ihnen lauerten. Der Dunkelhaarige seufzte kurz und zog seine eigene Kapuze tiefer ins Gesicht. Wenn sie Glück hatten würden diese Kreaturen noch in ihren Bereichen des Waldes zugegen sein, hoffentlich nicht durch den Anstieg der Banditen aufgescheucht.

      Er schwieg über ihren Kommentar und zog es vor, ihn zu ignorieren. Sie schien sein Pferd ja nicht gerade zu mögen... Ruhig lenkte er es durch den schmalen Waldpfad. Das lichte Grün wurde von dem dunklen Dickicht abgelöst, welches ihre Sicht mehr und mehr einnahm. Die Kronen der alten Bäume bildeten ein undurchdringbares Blätterdach, welches den Wald in gespenstige Dunkelheit tauchte. Moos bewucherte die dicken Stämme und Sträucher machten das Weiterkommen hinderlich, je tiefer sie gingen. Das Geräusch unzähliger Insekten sowie der Gesang verschiedener Vogelarten erfüllte die Luft, ansonsten waren nur ihre Schritte zu hören. Es war ruhig. Bis die helle Stimme der Hexe diese Stille durchbrach.
      "Also werter Fremder wie kommt es das ein einfacher Reisender von den versteckten Steinen dieser Gegend wissen hat? Dieser Ort liegt weit hinter allen Städten erlaubt mir doch ein wenig an eurer Aufrichtigkeit zu Zweifeln." Er schnaubte bloß amüsiert. Hielt sie ihn für einen einfältigen Narr?
      "Traut Ihr einem Abenteurer nicht zu, dass er sich mit verborgenen Schätzen und Legenden auskennt? Dann muss ich Euch wohl oder übel überzeugen, nicht wahr?", fragte Aaron provokant gegen. Er grinste, hielt sein Pferd nahe eines alten Ahornbaumes und sprang behände aus dem Sattel und machte seinen Freund an einem tiefgelegten, knorrigen Ast fest. Von hier an würde er zu Fuß weitermüssen. Aus der Satteltasche seines Pferdes holte er mehrere Klingen, die in einem purpurnen Tuch eingebunden waren. Aus der Ferne sollte man immer zu erst beginnen, ehe man seine Ziele zu nahe lässt. So musste er es wohl auch mit dieser misstrauischen Frau handhaben.
      "Ich habe mich aus privatem und...geschäftlichen Interesse mit dieser Ruine und den Banditen auseinandergesetzt. Der Anführer der Banditenbande ist ein ehemaliger Leibwächter des hiesigen Landsherren. Aufgrund eines Verbrechens sollte er hängen, doch schlachtete er jene ab, die ihnen zu Nahe kamen und floh. Auf diesen Mann ist ein hohes Kopfgeld ausgesetzt, ein hübsches Sümmchen. Aber mich interessieren nicht die Banditen, sondern die Waffe die er dem Herzog entwendet hatte. Auf meiner Suche nach ihm bin ich auf die Ruine gestoßen und den Schatz, den sie beinhaltet, das ist alles in dieser Geschichte." Er drehte sich wieder zu ihr um und kam langsam auf sie zu. Sie zuckte nicht zurück doch ihr Schlangenfreund hob zischend den Kopf.
      "Ich bitte um Verzeihung, dass ich kein einfacher Reisender bin. Der Begriff Abenteurer trifft eher auf mich zu, aber hin und wieder gelte ich wohl auch zu den Söldnern und Sklaven der Hierarchie. Ich werde bezahlt um das Verlorene zurückzubringen oder diversen Raubgruppierungen den Garaus zu machen. Der König und seine Adeligen lassen lieber einfache Leute wie uns die Drecksarbeit machen, aber die Bezahlung ist gut und ich bin ohnehin kein Leben an einem Ort gewöhnt. Befriedigt das Eure Neugierde?" Einen Schritt vor ihr blieb er stehen und sah auf sie hinab. Seine Augen bohrten sich in ihre und ein kaltes Lächeln umspielte seine Lippen.
      "Hahaha! It's the purest kind, my dear.
      Reality!
      True passion!
      After all, the world is a stage. And a stage is a world of entertainment."

    • Nathaira

      "Ich bitte um Verzeihung, dass ich kein einfacher Reisender bin. Der Begriff Abenteurer trifft eher auf mich zu, aber hin und wieder gelte ich wohl auch zu den Söldnern und Sklaven der Hierarchie. Ich werde bezahlt um das Verlorene zurückzubringen oder diversen Raubgruppierungen den Garaus zu machen. Der König und seine Adeligen lassen lieber einfache Leute wie uns die Drecksarbeit machen, aber die Bezahlung ist gut und ich bin ohnehin kein Leben an einem Ort gewöhnt. Befriedigt das Eure Neugierde?" Seine Worte klangen genauso Falsch wie die eines heiligen wenn sie sagten das Frauen wie sie dem unbändigen Feuer ausgesetzt werden sollten, Neugier war es sicher nicht es war gesunde Vorsicht. Die Frau kannte den Geruch von brennenden Holz unter ihre Füßen, sie kannte den Schmerz auf ihrer Haut das alles kannte sie getan von jemanden der Lügen erzählte wie sein Herz schlug. Vertrauen bekam man nicht durch leere Worte ihr Vertrauen erlangte man durch taten, die Worte waren Lügen noch so schön konnten sie sein so blieben sie doch Lügen. Die Einzige Wahrheit die er sprach da war sie sich sicher war das er ein Mörder war, den tief im Herzen eines jeden Menschen war etwas dunklen etwas das nach Blut eines anderen trachtete. Deswegen verband sie sich mit dem Wald er nahm um neues zu schaffen, er nah nicht um alles zu zerstören. Es freute sie das der trampelnde Hengst nun nicht mehr die Reise weiter mit ihnen antreten würde zu sehr pochte ihr Herz bei dem Gedanken zu wecken was tief unter der Erde des Waldes schlief. Wissend das die Banditen nicht weit waren lag eine ihrer Hände sanft auf dem lockeren noch vom Morgentau angefeuchteten Boden, sie spürte das vibrieren der Schritte genauso hörte sie wenn sie ihre Augen schloss das Klirren von Klingen die aufeinander trafen. Der Wind trug das unnatürliche Geräusch direkt zu ihnen wohl wissend das Nahtaira dem Ruf folgen würde, der Wind trug das Gemaule der Männer genauso weit wie der Fluss die reißende Fluht. "Nahe des Flusses wachsen einige Kräuter die ich sammeln werden, ihr werter Geschichtenerzähler kümmert euch um eure Bezahlung." Sie war kein armes Ding was es zu beschützen galt sie beschützte sie sich selbst lange genug um zu wissen was sie konnte und was nicht, so entfernte sie sich leicht von dem Schatten der dem Tode näher war als es ihm lieb sein konnte. Genauso nah jedoch das wusste sie waren diesen Banditen dem Tod wenn sie in seine Klauen gerissen wurden, der Geruch von Eisen war sein Begleiter das wusste sie nun. Ihn nicht aus den Augen lassend schlich sie sich von einer anderen Seite an die Gruppe da sie dort eine der selteneren Pflanzen erblickte, einige Männer mittleren Alters tummelten sich, rauften sich rings herum um ein prasselndes Feuer. Während sie Frau in die unkontrollierbare Glut des Feuer schaute spürte sie dessen Wärme in jeder Zelle ihres Körper, sie spürte wie etwas festes sich in ihren Rücken bohrte und doch war dort nichts. Ihre Nase roch das verbrannte Fleisch, die Asche und die alles verschlingende Glut des Teufels.

      "Brennt diese Hexe nieder! Verbrennt sie auf das der Teufel nicht einen einzigen Knochen ihrer selbst wiederfinden wird, auf das ihre Schwarze Magie erlischt und der Dämon in ihrem Inneren von dieser Welt getilgt wird. Schaut nicht weg Kinder Gottes, Kinder die dem heiligen Vater zugewandt sind, schaut sie euch an diese Kreaturen die sie seine heilige Arbeit in den Dreck ziehen! Nehmen die Gestalt an die Gott und geschenkt hat! Speisen unsere Speisen während Gottes Kinder sterben, sie leben ewig spottend über das heilige Werk!" Ein Mann mit einer Fackel kam näher während ein geschundenes Kind das nicht einmal eine Frau gewesen war mit verbundenen Händen auf eine Menge Menschen sah die sie brennen sehen wollten. Männer die sich gierig die Lippen leckten hoffend das sie Schreien würde, Frauen die sich verachtet anschauten mit dem Gedanken das sie ihre Männer verführen würde, und Kinder die sie unschuldig wie sie waren mit Unsicherheit ansahen. Sie alle ob gut oder böse, sie alle schändeten im Namen ihres so genannten Gottes das Leben welches die Natur geboren hatte, es brannte einen Schmerz der sie innerlich kennzeichnete und doch erlosch das Licht in ihren Augen nicht bis eine Schwärze sie einnahm und nur der Geruch verbrannten Fleisches übrig war.

      Die Junge Frau schüttelte den Gedanken an diese Worte an diese Erinnerung einfach ab sie war nicht mehr klein, sie war nicht mehr dieses hilflose Geschöpf sie war weitaus mehr gewesen. Langsam schlich sie sich hinter einen Baum nahe der Männer sehend das der Schatten es gleich tat jedoch mit einem Gesicht eiskalt wie der tiefste Grund des Meeres es war. Langsam mit bedacht holte sie passend für die Vier Männer vier Nadeln heraus, sie musste nicht sehen wohin sie fliegen würden wissend das der Wind sie dorthin tragen würde so sie sie haben wollte. Wie der kurze aber Schmerzhafte Stich eines Insektes zuckten die Männer zusammen sich neugierig umschauend. "Hier wimmelt es nur so von unnützen Getier ich bin froh wenn der Boss hat was er braucht und wir verschwinden können." Maulten sie sich gegenseitig an nicht wissend das eine kleine Dosis Gift ihre Lebensbahnen Angriff, die Muskeln auf die sie so Stolz waren lähmte und langsam sanken sie Regungslos in sich zusammen. Zufrieden sah die Frau sich mit ihren klaren Augen um die anderen Männer waren weiter in der tiefe der Höhle also zog sie sich wissend das niemand ihr Gesicht sehen durfte ihre Kapuze tiefer ins Gesicht. Mit einer weiteren Nadel in der einen und ihrem Dolch in der anderen versteckte sie sich hinter einem kleinen Felsen nahe des Feuer und schnitt einige der Kräuter ab die sie schnell verstaute als sie eine Stimme hörte. Einer bog um die Ecke nur um verwundert zu schauen da seine Freunde wie schlafende Kinder am Boden lagen doch bevor er die Gestalt im Schatten erkennen konnte wehten einige Fäden in Rot an ihm vorbei und er spürte wie sein Körper in sich zusammen sackte. Die Frau tötete nicht, sie nahm nichts was nicht vorgesehen war genommen zu werden, ihr Blick ging Richtung des Schattens der das ganze ein wenig anders sah da der Geruch von Eisen ihr tief in die Nase stieg.
    • Aaron

      Sie war eine intelligente Frau, das musste Aaron dieser Hexe lassen. Er konnte in ihren tiefen Augen sehen, dass sie keiner seiner Lügen glaubte, wenngleich er sie seiner Meinung nach mehr als Überzeugend rübergebracht hatte. Selbst die Wachen des Königs hätten seine Geschichte abgekauft aber nicht diese Frau, nein. Sie misstraute ihm nach wie vor. Aber irgendwie wäre der Assassine auch enttäuscht von ihr, wenn dem nicht so wäre. Dennoch behielt er das lieber für sich. Am Ende war es gleich ob sie ihm vertraute oder nicht, Hauptsache sie befreite ihn von diesem körperlichen Leid, welches seine Fähigkeiten beträchtlich einschränkte, wenn er einen weiteren Anfall hatte.
      "Nahe des Flusses wachsen einige Kräuter die ich sammeln werden, ihr werter Geschichtenerzähler kümmert euch um eure Bezahlung." , sagte Nathaira schließlich und er lächelte selbstsicher.
      "Wie Ihr befehlt, eure Hoheit!", spottete er nur und betrachtete ihre...Waldangewohnheiten mit hochgezogenen Brauen. Von hinten schlichen sie sich an die Banditen heran und sein Augenmerk blieb auf der Rothaarigen ruhen. Er war zugegeben neugierig darauf, wie sie sich selbst verteidigen wollte. Dennoch hatte er jetzt keine Zeit für Spott oder Arroganz und seine Schritte wandelten sich in lautlose, die nicht einmal den kleinsten Zweig zerbrechen ließen. In seiner Branche war es wichtig, unbemerkt zu bleiben und wenn man in den Schatten wandeln wollte musste man selbst zu einem Schatten werden. Und seit Kindestagen wurde er darauf trainiert. Die ach so trampelnden Schritte, wie Nathaira sagen würde, verstummten als er sich ebenso wie die Frau in den Schatten eines Baumes gesellte. Seine Miene wurde kalt, berechnend und abwartend. Er lauerte, die Wurfmesser bereits zwischen den Fingern und die andere Hand an dem Griff seiner tödlichen, schwarzen Klinge. Doch noch ehe er beginnen konnte hatte seine Begleiterin bereits mehrere Nadeln nach den Männern geworfen und etwas erstaunt sah er dabei zu, wie jede ihr Ziel traf, welche kurz darauf zu Boden gingen. Ein lähmendes Gift also. Nicht schlecht junge Dame, grinste der Schatten innerlich ehe sie ihre Nadeln aufgebraucht hatte.

      Nun war es an ihm, sich um den Rest zu kümmern. Im Schutze des Schattens wurde er weder gesehen noch gehört, dafür ging der nächste Bandit jedoch leise röchelnd mit einem Messer in seiner Kehle zu Boden. Aarons Augen waren präzise, seine Würfe folgten ohne Pause und gleich ob die Wachen auf der zerbrochenen Mauer oder den Banditen die zum Lagerfeuer wollten, einer nach dem anderen brach leise zusammen und starb einen schnellen Tod. Einer davon stürzte jedoch unglücklicherweise von der Mauer und landete mit einem dumpfen Knall auf dem verdreckten Boden. Aaron hatte sich dabei kaum aus dem Schatten bewegt und seine kalten Augen kümmerten sich nicht um die Leichen. Die Mauer passierend schienen jetzt jedoch um einiges mehr Banditen aufmerksam auf ihr eindringen zu sein, da diese den Fall offenbar bemerkt hatten und den Leichnam ihres toten Kameraden entdeckten.
      Aaron lächelte freudlos. War Zeit das Versteckspielen zu beenden. Nunmehr in den Eingang zur Ruine mit gelassenen und noch immer leisem Schritt gehend zog er die dunkle Klinge und warf den Mantel ab. Der würde jetzt nur stören, immerhin begann nun der eigentliche Spaß. Banditen brüllten wütend und kamen mit Streitäxten und Schwertern auf ihn zu. Einer gab einen Schuss mit einem Bogen ab doch Aaron fing den Pfeil am hölzernen Schaft, noch bevor er sein Gesicht erreichte. Im Stillen dankte er dem jahrelangen Training seiner Reflexe, auch wenn es zeitweise ermüdend und sinnlos wirkte, kam es ihm jetzt zu Gute.
      "Wie niedlich.", meinte er bloß unbeeindruckt und zerbrach das Holz zwischen seiner Faust. Dann umgriff er die schmale Klinge mit beiden Händen und blieb ruhig stehen. Er wartete, dass die Banditen zu ihm kamen. Er brauchte sich keine Mühe machen, seine Ausdauer zu verschwenden. Vier Männer stürmten wutentbrannt auf ihn zu. Noch etwas näher... Als er in Reichweiter ihrer Waffen waren holte er sich die Bewegungen seiner Ausbildung in Erinnerung. Aaron ging leicht in die Knie, drehte seinen Körper und ließ dabei die Klinge in großem Bogen durch die Luft gleiten. Lediglich gestockt von dem Fleisch welches sie durchschnitt, doch war dieser schwarze Stahl um einiges tödlicher und schärfer geschmiedet als die gewöhnlichen Klingen. Die Männer fielen einer nach dem anderen auf die Knie, ein tiefer schnitt zierte ihre Oberkörper und Blut tropfte aus einigen der Mündern, ehe die Körper leblos zur Seite sackten. Über die Leichen des Gesindels steigend führte er seinen Weg fort und strich beiläufig das Blut von seiner Klinge an einem der Toten ab.
      "Das wird leichter als gedacht.", bemerkte er nur mit einem kalten Lächeln zu dem Rotschopf, die eine wie ihm schien, seltene Pflanze in ihren Händen hielt. Aber er hatte keine Zeit, sich weiter zu unterhalten. Den nervigen Bogenschützen mit dem letzten Wurfmesser niederstreckend lauschte er kurz. Der Wald war totenstill, die Lebewesen hier hatten offenbar das Weite gesucht. Kein Wunder, der Boden war getränkt mit dem Blut der Banditen, die seiner Meinung nach auch kein anderes Schicksal verdient hatten. Sie waren dreckige Diebe und Schänder von Grabstätten. Und niemand würde diesem Abschaum nur eine Träne nachweinen. Außerdem galt es noch immer ein hübsches Kopfgeld zu verdienen. In der Hinsicht hatte Aaron nicht gelogen, er hörte das süße Gold bereits klimpern.
      "Dann war es nur noch einer...", murmelte Aaron zu sich selbst und blickte zu der alten Holztür, die bereits leicht aus den Angeln gerissen war und einen Blick in das Innere der Ruine freigab. Tiefe Dunkelheit herrschte darin. Nein, eine Fackel leuchtete... Und kam rasend schnell auf ihn zu. Aus der Tür brach der Anführer der Bande, der ehemalige Leibwache des Königs doch in seinem Gesicht war keine Wut oder gar Kampfeslust. In seinem Gesicht stand der pure Schrecken. Nur in einem Bruchteil der Sekunde konnte Aaron den gesuchten Stein um seinen Hals sehen, ebenso wie die Axt die aus der Waffenkammer entwendet wurde. Etwas irritiert sah Aaron dem Anführer dabei zu, wie er an ihm vorbeirennen wollte, doch im letzten Moment packte ihn der Schatten am Kragen seiner pelzigen Montur. Was zum-?
      "Flieht ihr Idioten!", schrie der Mann und zappelte wie wild in seinem eisernen Griff.
      "Nicht ohne den hier. Was hast du getan du Narr?", zischte Aaron während er den Stein vom Hals des Mannes riss. Das schien den Banditenanführer nicht zu interessieren, noch immer versuchte er zu entkommen.
      "Ich wusste nicht, dass ein Monster in dieser Ruine schläft! ich schwöre ich wusste es nicht. Lasst mich gehen, um Himmels Willen!", brüllte der Kerl beinahe hysterisch. Monster? Aaron schwante ungutes. Er hatte doch nicht... Was konnte einem Gladiatoren von einem Mann nur solche Furcht einflößen?

      Die Frage des Schatten sollte sich alsbald beantworten, als ein Beben den Boden erschütterte, welches keinen natürlichen Ursprung hatte. Etwas erschrocken über den plötzlichen Wandel suchte Aaron den Blick von Nathaira, die offenbar dieselbe Schlussforderung hatte, wie er.
      "Scheiße... Lauf!", brüllte er ihr zu als das Beben stärker wurde und ließ den Banditen los, der stolperte und zu Boden ging als dieser unter ihnen zu brechen begann. Die Ruine barste in tausende Gesteinsbrocken als sich ein gewaltiger Körper an die Oberfläche bemühte. Das hatte ihnen gerade noch gefehlt. Ein Troll erhob sich aus dem Chaos und offenbar war er nicht sehr erfreut, dass diese Banditen ihn geweckt hatten. Die Haut war dunkel und ledrig, als bestände er aus verrottendem Fleisch. Die Pranken waren so groß wie Pferde und mit todbringenden Klauen versehen. Das Gesicht des Trolles versprach keine Intelligenz, aber Mordlust funkelte dafür in den schwarzen Augen der Bestie dafür umso deutlicher. Nathaira eingeholt griff er nach ihrer Hand und zog sie mit sich, dabei nach hinten sehend. Der Banditenanführer stand nicht den Hauch einer Chance gegen diesen Koloss, dessen Haut verdammt dick und schwierig zu durchdringen war. Er wurde im wahrsten Sinne des Wortes auseinandergerissen. Aaron wandte den Blick von diesem Blutbad ab, als der Troll sich in Bewegung setzte und nun ihnen folgte. Seine schweren Schritte hallten im gesamten Wald wieder und der ekelhafte Gestank seines modrigen Fleisches füllte die Luft. Es war ihr Glück dass er nicht besonders schnell war, offenbar war es ein sehr alter Troll, was auch seine unangenehme Größe erklären würde. Und Trolle ließen wirklich nicht mit sich reden oder gar besänftigen, das hatten die Magier aus alten Zeiten bereits versucht und waren kläglich gescheitert!
      Nocturne trabte bereits unruhig auf einer Stelle als sie den Baum erreichten, an dem der Hengst angebunden war. Das Tier fühlte die Bedrohung nahen. Aaron umgriff kurzerhand Nathairas Hüfte und hob sie auf das nachtschwarze Pferd.
      "Tut mir Leid, Kleine. Freunde dich kurz mit Nocturn an, ich...kümmere mich um das Biest, ich schaff das schon irgendwie. Ich hoffe das ist endlich Bezahlung genug für dich.", sagte er mit einem typischen Grinsen zu dem Rotschopf und drückte ihr den Stein in die Hand, für den sie immerhin hier waren. Aber so sicher war er sich selbst nicht. Er hatte nur eine Chance, wenn er die vergeigte wars das.
      "Bring sie zu ihrer Hütte.", raunte er dem Pferd zu. Einen Troll zu besiegen war selbst für ihn nicht gerade ein Kinderspiel und er hatte keine große Lust, dass Nathaira dabei draufging oder verletzt wurde.
      "Dafür verlange ich ein Festmahl heute Abend!", erlaubte er sich trotz der ernsten Situation einen kleinen Scherz.
      "Hahaha! It's the purest kind, my dear.
      Reality!
      True passion!
      After all, the world is a stage. And a stage is a world of entertainment."

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